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Full text of "Botanische Jahrbücher für Systematik, Pflanzengeschichte und Pflanzengeographie"

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UNIVERSITY OF 
ILLINOIS LIBRARY 
AT URBANA-CHAMPAIGN 
BIOLOGY 


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UNIVERSITY OF ILLINOIS LIBRARY AT URBANA-CHAMPAIGN 


MAR: 


L161— O-1096 


ACES LIBRARY 
Botanische Jahrbücher 
Systematik, Pflanzengeschichte 


und 


Pflanzengeographie 


herausgegeben 


Dreissigster Band. 


Mit 23 Tafeln und 13 Figuren im Text. 


u ee — 


Leipzig 
Verlag von Wilhelm Engelmann 


1902. 


Es wurden ausgegeben: 


Heft 4 (S. 1—128; Litteraturbericht S. 4—8; Beiblatt Nr. 67) am 42. Marz 4904. 
Heft 2 (S. 129—288; Litteraturbericht S. 9—40; Beiblatt Nr. 68) am 2. Juli 4904. 
Heft 3 u. 4 (S. 289—448; Litteraturbericht S. 40—102) am 19. Nov. 4904. 
Heft 5 (S. 449—474; Register) am 31. Januar 4902. 


Druck von Breitkopf & Hartel in: Leipzig. 


5 4 D, i en 


Y.30 


Fnhalt, 


I. Originalabhandlungen. 


Seite 

G. Lopriore, Über die geographische Verbreitung der Amarantaceen in Be- 

ziehung zu ihren Verwandtschaftsverhältnissen. (Mit Tafel I und 4 Figur 
Bar... . . SU er re de cn 1- 38 

A. Engler, Beiträge zur Flom von Mes XXL 

Peienainges, Mung: camerunenses novi. IM. . . . . 2 . . : . : 89 57 
W.Schmidle, Beiträge zur Algenflora Afrikas. Mit Tafel Il... . 58- 68 

E. Gilg, Übersicht über die Arten der Oleaceengattung Schrebera 
es SU a te a way 097 

H. Harms, Leguminosae africanae. II. Mit Tafel IM und 4 Figur 
Met ..... eT Sage RAR Re mon te Whe TOD 
E. Gilg, Myrsinaceae re the ae Vise: NUE Lae ea She OT OA 
G. Lopriore, Amarantaceae africanae. IL Mit 2 Figuren im Text 402-440 
P. Lindau, ue atricanae Vi ! .,.. . LO 
I. Urban, bed africanae. Mit 4 Figur im Text EA UE 04 À 
BR. Beer. Beamınege, alrieamae! .. a ogy Re ay 0448-1926 
R. Pilger, Beitrag zur Flora von Mattogrosso. Mit 4 Figur im Text . . . . 427-238 


A. Engler, Beiträge zur Flora von Afrika. XXI. 
A. Engler, Berichte über die botanischen Ergebnisse der Nyassa- 
See- und Kinga-Gebirgs-Expedition der Hermann- und Elise- geb. 
Heckmann-Wentzel-Stiftung. IV. Die von W. Goetze am Rukwa- 
See und Nyassa-See sowie in den zwischen beiden Seen gelegenen 
Gebirgsländern, insbesondere dem Kinga-Gebirge gesammelten 
Pflanzen, nebst emigen Nachträgen (durch * bezeichnet) zu Be- 
richt II]. Mit Tafel IV—XXIL. .... . 239-445 
Th. Loesener, Übersicht über die bis jetzt bekannten elnesischen ARR DE 146-474 


II. Verzeichnis der besprochenen Schriften. 
(Besondere Paginierung.) 


Seite 

W. Ruhland, Eingegangene neue Litteratur aus dem Jahre 1900 . . . . . 9- 39 
W. Ruhland, Eingegangene neue Litteratur aus dem Jahre 1901 (bis Mitte 

September), nebst einigen Nachträgen aus dem Jahre 4900. . . . . . . 43- 72 

A. Engler, Über die neueren Fortschritte der Pflanzengeographie. . . . . . 73-102 


Ascherson, P., und P. Graebner, Synopsis der mitteleuropäischen Flora, S. 8. 


Berg und Schmidt, Atlas der officinellen Pflanzen, 2. Aufl., herausgegeben von 
A. Meyer und K. Schumann, S. 7. 


(SHIU 


rei! De ae 


IV SCH Chmärk 


Correns, C., Bastarde zwischen Maisrassen mit besonderer Berücksichtigung der Xenien, 
S. 44. 

Dalla Torre, K. W.v., und Graf von Sarnthein, Flora der gefürsteten Grafschaft 
Tirol, des Landes Vorarlberg und des Fürstentums Liechtenstein, S. 7. 

Hoeck, F., Pflanzen der Kunstbestande Norddeutschlands, als Zeugen für die Verkehrs- 
geschichte unserer Heimat, S. 8. 

Loesener, Th., Monographia Aquifoliacearum, S. 40. 

Möller, A., Phycomyceten und Ascomyceten, Untersuchungen aus Brasilien, S. 39. 

Schumann, K., Blühende Kakteen (Iconographia Cactacearum), S. 4. — Graf zu 
Solms-Laubach, H., Cruciferen-Studien, S. 5. — Strasburger, E., Uber Re- 

ductionsteilung, Spindelbildung, Centrosomen und Cilienbildner im Pflanzenreich, 


~ 


a 


Urban, L, Symbolae Antillanae seu Fundamenta Florae Indiae occidentalis, Vol. II. 
Fase. IL, S 


Wildeman, E. de, Icones selectae Horti Thenensis, S. 4. — Wünsche, 0O., Die 
verbreitetsten Pflanzen Deutschlands, S. 8. 


III. Beiblätter. 


(Besondere Paginierung.) Seite 
Beiblatt Nr. 67: C. Mez, Bromeliaceae et Lawraceae novae vel adhuc non satis 
cognitaë : Lust ost. Rae Ve 0 ESS NRA SN RE 
K. Reiche, Erwiderung . . . +, oh aah A SA are 
z Urban, ACER zu vor ue Ron am ee 24-26 


. Urban, Plantae novae americanae imprimis Glaziovianae. UL. 27-38 
A v. ee Vier neue Weidenarten aus Japan. . . . . . . 39-44 
A. Engler, Protarwm Engl. nov. gen. Eine neue, interessante 
Gattung der Araceen von den Seschellen......... 42 
Notiz. ind hos tem ee ee oe 
seiblatt Nr. 68: C. B. Clarke, Cyperaceae (praeter Oaricinas) Chilenses . . . . ‘4-44 
E. Ule, Ameisengärten im Amazonasgebiet. Mit Tafel XXIII. . . 45-52 


Personalnachrichéen .. .; ..+.« s,s m 0 ON ee De COS 
Botanische Reisen . .-. 7: 6b os SU COR 


Strauss, H., Register der in Band XXVI—XXX (4898—1901) von Engler’s Bo- 
tanischen Jahrbüchern für Systematik, Pflanzengeographic und Pflanzen- 
geschichte beschriebenen neuen Arten und Varietäten . . . . . . . . . . 1-45 


ee 


Uber die geographische Verbreitung der Amarantaceen 
in Beziehung zu ihren Verwandtschaftsverhältnissen. 


Von 


Giuseppe Lopriore 
in Catania. 


(Mit Tafel I und 4 Figur.) 


Einleitung. 


Die Amarantaceen sind in ihrer geographischen Verbreitung auf das 
tropische und subtropische Gebiet beschränkt, von wo aus sie nur wenige 
Ausläufer nach den extratropischen Gegenden entsenden. Endemische 
Formen finden sich in der Neuen, ebenso in der Alten Welt mit Haupt- 
centren in Afrika, Asien und Australien; einige wenige sind über die ganze 
Erde verbreitet. 

Die Beziehungen festzustellen, die etwa zwischen der geographischen 
Verbreitung und den natürlichen Verwandtschaftsverhältnissen der Haupt- 
gruppen vorhanden sind, ist die Aufgabe, welche sich diese Arbeit zum 
Ziel gesteckt hat. 

Die Familie der Amarantaceen ist bekanntlich eine der schwierigeren. 
Besonders über die Abgrenzung einiger Gattungen sind die Systematiker 
oft verschiedener Ansicht, so dass bald eine Zergliederung, bald ein Zu- 
sammenziehen einzelner Gattungen stattgefunden hat. 

ScHinz ist in seinem in den Natürlichen Pflanzenfamilien (III, 1a) 
dargestellten System der von Hooker in den Genera Plantarum ge- 
gebenen Einteilung gefolgt, weicht aber von letzterer in der Umgrenzung 
der monotheken Gattungen insofern ab, als er einen geringeren Wert auf 
den Habitus und einen größeren auf die Ausbildung des Griffels legt. Ferner 
hat er die Zwei- oder Vierfächerigkeit der Staubblätter zu dem Haupt- 
merkmale seines Systemes erhoben. 

Es ist einleuchtend, dass in vorliegender Untersuchung der Habitus 
mit Rücksicht auf die geographische Verbreitung mehr beachtet werden 
muss, ferner ist die Gruppierung nach der Zwei- oder Vierfächerigkeit der 


Botanische Jahrbücher. XXX. Bd. I 


2 .G. Lopriore. 


Staubblätter nicht empfehlenswert, weil fast alle vierfächerigen Staubblätter 
später zweifächerig werden. | 

Ehe ich nun auf die geographische Verbreitung näher eingehe, seien 
hier die allgemeinsten Verhältnisse der Amarantaceenblüten kurz besprochen. 
Der Blütenbau ist sehr einfach. Die entweder einzeln oder zu mehreren 
in der Achsel eines Tragblattes sitzenden Blüten weisen zwei gegenständige 
Vorblätter und eine aus fünf Perigonblättern bestehende Hülle auf, welche 
fünf verschiedenartig gestaltete, oft mit Pseudostaminodien alternierende 
Staubblätter und einen stets einfächerigen, ein- oder mehrsamigen Frucht- 
knoten umschließt. — 

Von diesem einfachen Typus giebt es viele Abweichungen, welche sich 
gewöhnlich als reducierte Bildungen auffassen lassen, die teils mit Vor- 
richtungen zum Ausstreuen der Samen in Zusammenhang stehen, teils durch 
klimatische Verhältnisse bedingt werden. Diese Fälle liefern gerade die 
wichtigsten Merkmale, die zu Rate gezogen werden müssen, um als Stütze 
für die natürliche Gruppierung zu dienen, indem man versucht, die eine 
von der anderen Form abzuleiten und sie in phylogenetischen Zusammen- 
hang zu bringen. 

Es ist bekannt, dass Detpryo Einfachheit (semplicita) und Ver- 
einfachung (semplifieazione) als wesentlich verschiedene Erscheinungen 
auffasst. Unter dem ersten Begriff versteht er etwas Urspriingliches und 
seit Alters her einer Wandlung und Fortentwickelung Entzogenes, während 
die Vereinfachung oder Reduction einer allmählichen Umwandlung einer 
höheren Stufe zu einer einfacheren Form entspricht. 

Auf den Wert solcher Erscheinungen für die Beurteilung -der Stamm- 
verwandtschaft innerhalb bestimmter Pflanzengruppen hat Ensrer schon 
hingewiesen (Die systematische Anordnung der monocotyledoneen Angio- 
spermen, Abh. d. preuß. Akad. 1892). 

Dieser Gedanke diente mir als Leitfaden in der vorliegenden Arbeit, in 
welcher ich versuchte, die ca. 50 hierher gehörenden Gattungen in na- 
türliche Gruppen zusammenzufassen und letztere in Zusammenhang mit 
ihrer geographischen Verbreitung und den ihnen zu Gebote stehenden Ver- 
breitungsmitteln zu bringen. 

Was ist einfacher Typus und was fortgeschrittener? Ist der Fort- 
schritt im Blütenbau, im Blütenstand oder in anderen Merkmalen zum Aus- 
druck gebracht? Das beabsichtigte ich zu verfolgen. 

Wenn man von den mehrsamigen Amarantaceen ausgeht, so lassen 
sich aus diesen durch Vereinfachung die einsamigen, innerhalb der letzten 
aus den mit hermaphroditen Blüten versehenen durch Fortschritt die- 
jenigen mit eingeschlechtlichen Blüten ableiten. Es würden auf diese Weise 
drei Gruppen entstehen, von denen die zweite in zwei Gruppen zerfällt, je 
nachdem die Blüten einzeln oder zu mehreren in der Achsel der Trag- 


blätter sılzen, 


Uber die geographische Verbreittng der Amarantaceen ete. > 


| In Folgendem gebe ich eine kurze Übersicht über die Gliederung der 
Familie: 
Peeemomemmoten mehrsamig. . . .. nimm meins, ou Oelosiae 


II. Fruchtknoten einsamig. 
A. Blüten hermaphrodit. 


_ a. Blüten einzeln in der Achsel der Tragblitter . . . . . . Achyrantheae und 
Gomphreneae 
b. Blüten zu mehreren in der Achsel der Tragblätter . . . . Cyathuleae 


B. Blüten eingeschlechtlich, mitunter noch hermaphrodit und 
Dew este u dm de nue de hie rate Amaranteue. 
Diese Übersicht, die auf natürliche, einfache und leicht ersichtliche 

Merkmale gegründet ist, hat nur die Bedeutung einer schematischen Dar- 
stellung. Sie macht deshalb auf eine scharfe Abgrenzung der einzelnen 
Gruppen gar keinen Anspruch und schließt selbstverständlich in ihrer Kürze 
die Ausnahmen nicht aus, welche die einer und derselben Gattung ange- 
hörenden Arten mit ein- oder mehrblütigen Partialblütenständen, mit her- 
maphroditen, monöcischen, didcischen und polygamen Blüten machen. 

Wie es in der mehrsamigen Tribus der Celosveae einsamige Celosia- 
Arten giebt, welche den Übergang zu den einsamigen Amarantaceen ver- 
mitteln, so giebt es Sericocoma- und Centema-Arten, welche den Übergang 
von der Gruppe mit einblütigen zu der mit mehrblütigen Partialblüten- 
ständen bilden, so giebt es ferner allerlei Übergänge zwischen hermaphro- 
diten und diclinen Blüten bei den Gattungen, die sich um Amarantus 
gruppieren. 

Ich nehme die Gelegenheit wahr, Herrn Geh. Rat Excrer für die 
freundliche Überlassung des reichlichen Herbarmaterials des Museums meinen 
besten Dank abzustatten, ebenso wie Herrn Prof. Ursan für die Bereit- 
willigkeit, mit der er die westindischen Amarantaceen des Herbariums 
Krug und Ursan mir zur Verfügung stellte und den Collegen des bota- 
nischen Museums für ihr freundliches Entgegenkommen. 


Celosieae. 


Ava ese | Gruppe ist vor allem durch die Gattung Celosia vertreten. 
Hierher gehören ferner die Gattungen Hermbstacdtia, Deeringra, Henonia 
und Pleuropetalum. Die Gattung Celosia zeichnet sich nicht nur durch 
ihr groBes Verbreitungsareal, sondern auch durch ihre zahlreichen Arten 
aus. Es ist von besonderem Interesse, diesen Arten niiher zu treten, um 
zu sehen, welche Beziehungen sie unter einander betreffs der Blütenstände 
des Blütenbaues und der Verbreitungsmittel zeigen. 

Was die Blütenstände betrifft, so finden wir bei den Celosia-Arten, 
von den einfacheren zu den complicierteren Formen fortschreitend, folgende 


verschiedene Verzweigungsarten: 
u 


4 G. Lopriore. 


4. Traubige Inflorescenzen (Seitenachsen unverzweigt): 

a. einfache Trauben, 

b. durch Verkürzung der Seitenachsen entstandene ährige Inflorescenzen. 
2. Rispige Inflorescenzen (Seitenachsen verzweigt): 

a. mit racemösen Seitenstrahlen, 

b. mit dichasialen Seitenstrahlen. 


Von diesen verschiedenen Typen ist wohl die Ähre als der einfachste 
zu betrachten, welcher in der reinsten Form bei Celosia argentea L. zum 
Ausdruck kommt und zuweilen beträchtliche Dimensionen (bis über 30 cm 
Länge) erreicht. Wenn ich aber diese Art an den Anfang der Reihe stelle, 
so soll damit nicht gesagt sein, dass die übrigen Arten von ihr herzuleiten 
seien, obwohl sich von der typischen Ähre durch Verlängerung der Inter- 
nodien Zwischenformen ableiten lassen, bei welchen die Blüten entweder 
spiralig sind oder wie in zwei gegenüberstehenden Reihen angeordnet 
scheinen, die aber bei genauerer Betrachtung sich ebenfalls als spiralig an- 
geordnet erweisen. 

Durch Verzweigung der Seitenachsen entstehen rispige Inflorescenzen, 
wie bei C. monosperma Rose und C. nana Baker. 

Eine Traube mit typisch dibrachialer Verzweigung der Seitenachsen 
zeigt C. anthelminthica Aschers. in ihrem entwickelten Zustande. Auch 
bei C. angustifolia Schinz ist der Blütenstand aus mehrblütigen, von ein- 
ander getrennten Dichasien zusammengesetzt. Abgesehen aber von diesen 
Formen, finden sich bei Celosia fast ausschlieBlich Ahren oder ährige In- 
florescenzen. 

Was den Blütenbau betrifft, so ist derselbe bei den echten Celosia- 
Arten sehr einfach und von dem typischen Blütenbau der Amarantaceen 
nicht verschieden. Die Staubhlätter sind gewöhnlich in ihrem unteren Teile 
zu einem ringsum geschlossenen Becher von der Form eines Schüsselchens 
Cupula staminea) zusammengewachsen, aus welchem die Staubfäden 
hervorragen. Der bei der Reife mehr oder weniger über das Perigon her- 
vorragende Fruchtknoten ist in seinem oberen Teile oft verdickt, der mehr 
oder weniger lange Griffel endet in einer kopfförmigen oder zwei—drei- 
fädigen Narbe. Nur bei C. argentea L. zeigt der Griffel die Eigentümlichkeit 
eines nachträglichen Auswachsens, was, wie später hervorgehoben wird, 
für die Pflanze von großer biologischer Bedeutung ist. 

Von besonderem Interesse ist es, zu verfolgen, wie bei einigen Ce- 
losıaı- Arten, die von Senmz zuerst als Hermbstaedtia beschrieben wur- 
den, und bei wenigen anderen das Andröceum sich derart stufenweise aus- 
bildet, dass es einen Übergang von der Gattung Celosia zu der ihr am 
nächsten verwandten Fermbstaedtia auf das klarste verdeutlicht. In der 
That sieht man, wie bei diesen Arten, die von Scnınz zu der Unter- 
gatlung Psendohermbstacdtia vereinigt wurden, die Staubfäden anstatt 
pfriemlich zu bleiben, breit lanzettlich werden, dann an der Spitze zwei 


Uber die geographische Verbreitung der Amarantaceen ete. 5 


Zipfel ausbilden, die allmählich an Dimensionen zunehmen, bis sie den zwei- 
lappigen Pseudostaminodien der Gattung Hermbstaedtia täuschend ähnlich 
aussehen (vergl. in der unteren Figur 4 A—F mit @). 

Der Bau des Utriculus oder der Kapsel bietet bei einigen Arten auf- 
fallende Eigentümlichkeiten, die zum Ausstreuen der Samen von sroßer Be- 
deutung sind. So endet der Fruchtknoten bei C. argentea L. in einem 
langen, weit aus dem Perigon hervorragenden Griffel und öffnet sich in 
der Weise, dass sein oberer Teil mit dem daran befindlichen Griffel nach 
Art eines glockenförmigen Deckels, der in einer fast regelmäßig ringförmigen 
Zone sich vom unteren Teil loslöst, abgestoßen wird (Taf. I, Fig. A, B). 
Das Abfallen selbst wird durch die bedeutende, infolge nachträglichen Aus- 
wachsens zu stande kommende Länge des Griffels, bei Berührung, Erschüt- 
terung oder Wind noch erheblich erleichtert. Dieses Verhalten kann als 


D E 


Fig. 4. Zwei Staubfäden und ein Staubgefäß bei: 
A Celosia Welwitschii Schinz, B C. spathulifolia Engl., C C. scabra Schinz, D C. ar- 
genteiformis Schinz, E C. linearis Schinz, F C. falcata Lopr., @ Hermbstaedtia ele- 
gans Mog. — Original. 


ein Fortschritt in der Ausbildung des Fruchtknotens gegen- 
über den übrigen Arten, welche einen kurzen Griffel besitzen, 
angesehen werden; es erklärt vielleicht, weshalb diese Art ein so großes 
Verbreitungsareal besitzt. 

Bei C. spicata Spreng. treffen wir eine sehr zweckmäßige Einrichtung 
zum Ausstreuen der Samen. Die Kapsel ist bei dieser Pflanze nicht flaschen- 
oder kegelfürmig wie bei vielen verwandten Arten, sondern flach gedrückt, 
sie gleicht einem niedrigen Rotationsellipsoid und springt in zwei ungleichen 
Teilen auf (Taf. I, C—-F'). Der untere, kleinere Teil, der etwa !/, der 
ganzen Kapselgröße entspricht, ist ausgebreitet und bleibt auf den stern- 


6 G. Lopriore. 


formig gespreizten Perigonblättern sitzen. Der obere Teil, etwa ?/, der 
Kapselgröße ausmachend, umgreift mit seinem Rande die in zwei horizon- 
talen Reihen angeordneten Samenhaufen derart, dass der Deckel sie fest- 
halt und diese mit jenem zugleich von dem bleibenden Grunde der Kapsel 
entfernt werden. Dieser Umstand, verbunden mit dem anderen, dass der 
Deckel in einer dreifädigen, mit oft eingerollten Spitzen versehenen, zum 
Anheften geeigneten Narbe endet, erleichtert erheblich das Verschleppen 
und das Ausstreuen der Samen, welche hier dicht gedrängt sind und von 
einem kurzen Nabelstrang getragen werden. Bei genauerer Betrachtung 
ist nicht zu verkennen, dass der Trennungsriss in der Kapsel bei weitem 
regelmäßiger und vor allem scharfrandiger verläuft als bei C. argentea. 

Bei C. oblongocarpa Schinz findet mit der Reife ein Auswachsen des 
walzenfürmigen Fruchtknotens statt, so dass derselbe etwa um die Hälfte 
seiner Länge über das Perigon hervorragt und von demselben etwa wie 
eine Eichel von ihrer Cupula umgeben wird. Die reife Kapsel springt 
mittels eines Kreisschnittes wenig über der Basis auf, und da sie in einem 
kurzen, mit zwei nach unten gekrümmten Narbenästen versehenen Griffel 
endet, so ist dadurch die Möglichkeit gegeben, dass der Deckel durch die 
Haken an vorüberstreifenden Körpern festgeheftet und von der Kapsel ent- 
fernt wird. | 

Bei ©. macrocarpa Vikns. erreichen die dicht zusammengedrängten 
Kapseln der über 25 cm langen Ähre die größten Dimensionen, die über- 
haupt bei Celosia vorkommen. Sie springen bei der Reife sehr leicht vom 
Grund des Perigons ab, ohne irgend einen Kreisschnitt zu zeigen, und 
wenn auch Längsrissstellen beim Austrocknen hier und da bemerkbar wer- 
den, so lassen sich doch keine anatomisch präformierte Rissstellen, wie 
z.B. bei C. argentea, C. macrocarpa, C. oblongocarpa und bei mehreren 
Hermbstaedtia-Arten nachweisen. Bei den letztgenannten Arten zeigt die 
mikroskopische Untersuchung der Kapselwand, dass die an der Rissstelle 
liegenden Zellen sich durch Form, Wandstärke und Orientierung von den 
oberhalb wie unterhalb liegenden Elementen unterscheiden. Der Form nach 
erscheinen sie prismatisch, während die benachbarten von unregelmäßigem 
Umriss und oft verzahnt sind, ferner sind diese Zellen im Vergleich zu den 
die unmittelbar an der Rissstelle liegen- 
den Zellen zeigen eine sehr geringe Wandstärke, welche außerdem von der 


übrigen bedeutend dünnwandiger ; 
inneren zur äußeren Seite allmählich abnimmt. Endlich sind diese Elemente 
in senkrechter Richtung zu den übrigen, nach der Längsachse der Kapsel 
zestreekten Klementen orientiert. 

Was den anatomischen Bau der Kapselwand bei den mit einem Kreis- 
schnitt aufspringenden Arten betrifft, so mag hier nur kurz angedeutet 
werden, dass letztere, auf dem (Querschnitt betrachtet, eine äußere, aus 
weillumigen, fast prismatischen und mit der einen Seite nach außen her- 
vorgewölblen Zellen bestehende Schicht, eine innere, aus kleinlumigen, in 


Uber die geographische Verbreitung der Amarantaceen ete. { 


radialer Richtung gestreckten und papillös gewölbten Zellen bestehende 
Schieht und ein mehrschichtiges, zwischen beiden vorhandenes Füllgewebe 
aufweist. 

Obwohl die letztgenannten Arten mit guten Verbreitungsmitteln aus- 
gerüstet sind, besitzen sie kein entsprechend großes Verbreitungsareal, denn 
es ist C. oblongocarpa auf Ugogo (Deutsch-Ost-Afrika) und C. spicala auf 
Madagascar beschränkt, letztere vielleicht auch aus dem Grund, weil Samen 
nur schwer in keir»fähigem Zustande über Wasser kommen. 

Die mit Celosia am nächsten verwandte Gattung ist Hermbstaediia, 
welche mehrere in Südafrika vorkommende Arten enthält. Eine Mittel- 
stellung zwischen beiden Gattungen würde die zu Celosia gehörende Unter- 
gattung Pseudohermbstaedtia beanspruchen, welche mit Ausnahme von 
©. spathulifolia Engl. nur von Scuinz aufgestellte Arten enthält, die zuerst 
von diesem Autor in die Gattung Hermbstaedtia gestellt wurden. Mit 
Celosia und zwar der Section Celosiastrum, die nur C. argentea L. um- 
schließt, zeigt die in Frage stehende Untergattung die Eigentümlichkeit, 
dass der Griffel erst nachträglich auswächst, ohne aber wie bei jener kopf- 
formig zu sein. Abgesehen aber von diesem Merkmale, das nur bei C. ar- 
genteiformis und scabra Schinz vorhanden ist, sind die in Frage stehenden 
Arten mit Hermbstaedtia näher als mit Celosia verwandt. Scuinz selber 
meinte, dass eine sorgfältige monographische Bearbeitung der Celosieae un- 
zweifelhaft die Umgrenzung der in der Untergattung Pseudohermbstaedtia 
untergebrachten Arten erheblich abändern würde. 

Hermbstaedtia stellt eine sehr natürliche Gattung dar, welche im 
Habitus Celosia am nächsten kommt, im Blütenbau als eine fortgeschrittenere 
Form derselben gelten darf und im Blütenstande nur den Ährentypus zeigt. 
Ihre Beschränkung auf Südafrika ist vielleicht als eine Folge der höheren 
Organisation anzusehen, welche auch bei den neuen von Baker und mir 
aufgestellten Arten eine große Übereinstimmung mit den alten Moguin 
Tanpon’s gezeigt hat. 

Die mit Celosia und Hermbstaedtia am nächsten verwandte Gattung 
ist Deeringia, welche fünf bis sechs Arten enthält, von denen D. baccata 
Retz. und D. spicata Spreng. die verbreitetsten sind. Der Blütenbau ist im 
Vergleich zu dem der vorigen Gattungen insoweit verschieden, als er im 
Perigon eine Vermehrung bis zu sechs Tepalen und im Andröceum bald 
eine Reduction bis zu vier, bald eine Vermehrung bis zu sechs Staub- 
blättern aufweist. Daher darf man an einen Fortschritt oder an eine Rück- 
bildung des Blütenbaues nicht denken. Der Umstand aber, dass in dieser 
Gattung zwitterig-polygame oder dieline Blüten vorkommen, verbunden mit 
dem anderen, dass hier oft hoch emporsteigende Halbsträucher anzutreffen 
sind, erwecken das Bedenken, ob wir nicht etwa vor fortgeschritteneren 
Formen stehen. Den guten Verbreitungsmitteln entsprechend hat die Gat- 
tung namentlich in D. baccata, welche mit verhältnismäßig großen, mit 


8 G. Lopriore. 


zahlreichen, kleinen und metallglänzenden Samen versehenen Kapseln aus- 
gestattet ist, eine auBerordentlich weite Verbreitung, welche von Madagascar 
über Indien, Malesien, Papuasien und noch darüber hinaus geht. 

Eine auffallende Ähnlichkeit zeigt diese Gattung mit den Celosia-Arten 
der Neuen Welt, obwohl letztere keine so große Mannigfaltigkeit in der 
Ausbildung der Blütenstände aufweisen. 

Was die übrigen zwei mit mehrsamigen Fruchtknoten ausgestatteten 
Gattungen betrifft, so mag hier angedeutet werden, dass dieselben mit den 
drei vorher besprochenen Gattungen wenige Beziehungen haben. In der 
That ist die erste der beiden, Henonea, die nur eine einzige, auf Mada- 
sascar beschränkte Art, H. scoparia Moq. enthält, ein ginsterartiger Strauch, 
welcher, abgesehen von dem mit den Celosieen übereinstimmenden Blüten- 
bau, weder in den sehr spärlichen Ähren, noch in den blattlosen Zweigen 
irgend eine Ähnlichkeit mit den zuerst besprochenen Celosieen aufweist. 

Betreffs der letzten Gattung Pleuropetalum halte ich die frühere Stel- 
lung derselben unter den Portulacaceen für besser als die von Moquin voll- 
zogene Umstellung zu den Amarantaceen. Die beiden als Vorblätter ge- 
deuteten Phyllome dürfen sehr wohl als Kelchblätter angesprochen werden. 
Ferner ist der Blütenbau der Gattung von dem der Portulacaceen nicht 
verschieden. Die größere Zahl der Staubblätter (5—10) ist durchaus un- 
zewöhnlich für die Familie der Amarantaceen. Auch Pax hat, obwohl mit 
einem Fragezeichen, diese Gattung unter die Portulacaceen gestellt (Nat. 
Pflanzenfam. II, 4°, p. 57). 

Die hierher gehörenden ein oder zwei Arten (P. Darwin Hook. auf 
den Galapagosinseln und P. costaricense (Hook.) H. Wendl. (= P. Sprucei 
Hook.) in Mexiko und Centralamerika sind kleine Bäume; dieses Merkmal 
sowie der allgemeine Habitus dieser Pflanzen spricht nicht für die Zu- 
gehürigkeit derselben zu den Amarantaceen. Die Veränderung des Namens 
in Allochlamys ist sehr ungerechtfertigt und zu verwerfen, da Hooker 
wohl im Recht war, als er die inneren Blumenblätter für Petalen an- 
sprach. Jedenfalls ist die Frage nicht eindeutig in Mogquin’s Sinne zu be- 
handeln. 

Will man die geographische Verbreitung der Celosieen und besonders 
der Celosia-Arten in Beziehung zu den verschiedenen Inflorescenztypen be- 
trachten, so sieht man, dass gerade der einfachste Typus, d.h. die Ähre, 
soweit dieselbe durch C. argentea L. vertreten, der verbreiteste ist, denn diese 
Art hat bekanntlich das größte Verbreitungsareal in den tropischen und 
extratropischen Gebieten. Die anderen Typen lassen keine directe Be- 
ziehung zu ihrer geographischen Verbreitung erkennen. Bei ihnen ist wohl 
die unterbrochene Ähre, als abgeleitete Form der einfachen, am verbreitetsten 
sowohl bei Arten in der Alten wie in der Neuen Welt. Die fortgeschritteneren 
Typen, wie die rispigen und dichasialen Infloreseenzen, zeigen dagegen ein 
sehr beschränktes Areal, denn C. monosperma Rose, die den ersten Typus 


Uber die geographische Verbreitung der Amarantaceen ete. 9 


vertritt, und C. anthelminthica Aschers. mit C. angustifolia Schinz, die 
den zweiten Typus vertreten, sind auf Mexiko, resp. auf Abessinien und 
Madagascar beschränkt. 

Will man die geographische Verbreitung in Beziehung zu dem Bliiten-, 
resp. Kapselbau bringen, so sieht man, dass gerade jene Arten am ver- 
breitetsten sind, deren Kapseln mit einem Kreisschnitt aufspringen. 

Vergleicht man die Formen der Alten mit denen der Neuen Welt, so 
fällt vor allem auf, dass die in der Neuen Welt endemischen Celosia-Arten 
durch breite, laubige Blätter, durch meist kopfige Inflorescenzen und durch 
den ganzen Habitus, der mehr an Deeringia als an Celosia erinnert, aus- 
gezeichnet sind, und wenn auch C. monosperma sich habituell den Formen 
der Alten Welt nähert, ist sie doch durch die rispigen, breiten Inflores- 
cenzen und den einsamigen Fruchtknoten von letzteren sehr verschieden. 

Jedenfalls erscheinen die Celosieen als echt tropische Gewächse, die, 
wenn sie auch in der gemäßigten Zone vorkommen, hier nur als Ein- 
dringlinge zu betrachten sind. Ihr Ursprungsort scheint mit großer Wahr- 
scheinlichkeit das tropisch afrikanische Gebiet zu sein, nicht nur aus dem 
Grunde, weil dort die meisten Arten vertreten sind, sondern auch weil die 
mit Celosia am nächsten verwandte Gattung Hermbstaedtia mit den Unter- 
gattungen Pseudohermbstaedtia Schinz und Gomphrohermbstaedtia Lopr. 
ebenfalls in Afrika ihre Heimat haben. Ferner ist zu bemerken, dass die in 
der Neuen Welt vorkommenden Arten von denen der Alten durch ihren all- 
gemeinen Typus abweichen und mehr an Deeringia als an Celosia erinnern. 

Was die Gattungen Deeringia, Henonia und Pleuropetalum betrifft, 
so habe ich schon erwähnt, dass dieselben unter sich und mit den übrigen 
Celosieen in keiner so innigen Verwandtschaft wie Celosia und Hermb- 
staedtia unter einander stehen. 


Achyrantheae: 


Bei der Betrachtung dieser Gruppe treten zwei Gattungen, nämlich 
Achyranthes und Gomphrena hervor, die als Haupttypen gelten künnen, 
um welche sich die übrigen Gattungen gruppieren lassen. 

Wir fangen mit Achyranthes an, welche nicht nur zahlreiche Arten 
enthält, sondern mit mehreren derselben ein grofes Verbreitungsareal in 
den tropischen und subtropischen Gebieten besitzt. 

Die hierher gehörenden Pflanzen sind emporsteigende, selten kriechende 
Kräuter und Halbsträucher, welche in ihrem allgemeinen Habitus darin 
übereinstimmen, dass sie durchweg einen articulierten, mit gegenständigen 
Blättern und Zweigen ausgestatteten Stengel zeigen. 

Was den Blütenbau betrifft, so sitzen die Blüten in der Achsel eines 
meist später abwärts sich zurückschlagenden Tragblattes und zeigen zwei 
gegenständige Vorblätter, welche bei einigen Arten, wie später hervorgehoben 


10 G. Lopriore. 


wird, von biologischer Bedeutung sind. Das Perigon besteht aus fiinf kahlen 
oder behaarten, später mehr oder weniger am Grunde verhärtenden, meist 
zusammengeneigt bleibenden Tepalen, die selten auf vier reducirt werden. 
Die fünf Staubblätter erfahren selten eine ähnliche Reduction bis vier, noch 
seltener bis drei und alternieren mit verschiedenartig gestalteten Pseudo- 
staminodien. Das Ovarium endet in einem meist langen, cylindrischen, mit 
kopfförmiger Narbe versehenen Griffel. 

Hinsichtlich des Blütenstandes zeigt diese Gattung zwei Haupttypen: 
die Ähre und das Köpfchen. Zwischen beiden treten Übergangsformen auf. 

Von diesen Steppen bewohnenden und gelegentlich am Unterwuchs 
des Waldes sich beteiligenden Gewächsen haben sich einige zu Xerophyten, 
andere zu hydrophilen Pflanzen ausgebildet. Unter den ersteren finden 
wir A. lanuginosa Schinz, welche mit ihren bis 25 cm langen, wolligen 
Ähren und ihren erst behaarten, dann kahlen Blättern ein sehr charak- 
teristisches Aussehen hat, ferner A. splendens Mart. und A. canescens R. Br., 
welche mit ihren seidenartig behaarten Blättern und Zweigen ihrem Stand- 
orte ein charakteristisches Bild verleihen müssen. 

Unter den letzteren ist A. (Centrostachys) aquatica Wall. zu erwähnen, 
welche in ihrem dicken, hohlen, an den Knoten leicht wurzelnden Stengel 
und ihren langen, dieht mit Blüten besetzten Ähren vorzügliche Anpas- 
sungen für eine große Verbreitung besitzt. In der That treffen wir sie 
auf weit aus einander entfernten Gebieten, wie in Abessinien, am Senegal, 
im Himalaja. 

Andere Arten zeigen strauchartigen Wuchs, und A. aborescens R. Br. 
erreicht mit ihrem holzigen Stengel die Dimensionen eines echten Strauches. 

Noch andere Arten haben sich endlich zu typischen Kletterpflanzen 
ausgebildet, wie dies bei der jetzt zu einer besonderen Gattung (Strlbanthus) 
erhobenen A. scandens Hook. f. der Fall ist, welche mit ihrem dünnen, 
aus langen Internodien bestehenden Stengel, mit den breiten, laubigen 
Blättern, mit ihren relativ kurzen, sehr leichten Ähren die besten Anpas- 
sungen an diese eigenartige Lebensweise getroffen hat. 

(Gegenüber diesen mannigfaltigen, durch Anpassung an die verschie- 
denen äußeren Lebensverhältnisse hervorgerufenen Gestaltungen der vege- 
tativen Organe zeigen die Blüten recht geringe Abweichungen von dem 
typischen Bau. Trotzdem sind diese von großem Werte, indem sie bei ge- 
nauerer Betrachtung interessante Verwandtschaftsverhältnisse zwischen Achy- 
ranthes und einer Anzahl mit dieser nahe verbundenen Gatlungen zeigen. 

So vermittelt A. triandra Lam. dureh ihr aus drei Staubblättern be- 
stehendes Andröceum den Übergang zur Gattung Nyssanthes, welche be- 
kanntlich nur zwei Arten umschließt, von denen die eine (N. diffusa KR. Br.) 
zwei und die andere (N, erecta KR. Br.) vier Staubblätter aufweist. 

A. Teptostachya Vi. Mey. erinnert dureh ihre schlanken, glänzenden, 
kleinblütigen, diehasial angeordneten Ähren an mehrere Psilotrichum-Arten. 


Uber die geographische Verbreitung der Amarantaceen ete. 11 


Auch der Ubergang zu der monotypischen Gallung Stilbanthus ist 
ein sehr leichter, wenn man bedenkt, dass die Blüten von S. scandens 
(Gamble) Hook. nur dadurch von jenen vieler Achyranthes-Arten verschie- 
den sind, dass die Perigonblätter unterhalb der Spitze auf der Außenseite 
bebärtet und die Staminodien anders gestaltet sind als bei Achyranthes. 
Die besondere Form dieser Pseudostaminodien, welche so lang oder länger 
als die Staubfäden und an der Spitze gefranst sind, kann den Übergang zur 
Gattung Alternanthera bilden, welche viele Arten und ein großes Verbreitungs- 
areal besitzt. Dieser Gattung würde sich dann die bis jetzt nur eine Art 
(Mechowia grandiflora Schinz) enthaltende Gattung Mechowia zugesellen. 

Wir wollen diese Gattungen etwas näher betrachten, um zu sehen, 
wie weit die schon angedeuteten Verwandtschaftsverhältnisse zu verfolgen 
sind und wollen die gemeinschaftliche Gruppierung um die Gattung Achy- 
ranthes vechtfertigen. 

Was zunächst die Gattung Nyssanthes betrifft, so hat diese kleine, in 
spärlichen Köpfchen angeordnete Blüten, welche vier in Stachelspitzen 
ausgezogene Perigonblätter, zwei bis vier Staubblätter und eben so viele 
mit diesen alternierende, abgestutzte, einfache oder gewimperte Pseudo- 
staminodien besitzen. Auf Grund dieser Charaktere mag die Vereinigung 
mit Achyranthes und ihre Stellung nach derselben nichts Befremdliches 
haben, da kopfige Blütenstände auch in reducierter Form bei Achyranthes 
häufig sind und da die Ausbildung der Perigonblätter zu Stachelspitzen 
keine seltene Erscheinung bei Achyranthes ist. Das Spreizen der Vor- 
und Perigonblätter zum Ausstreuen der Samen kommt bei Nyssanthes in 
ausgeprägterer Weise als bei Achyranthes vor. Die Beschränkung der 
ersten auf Nordaustralien, das Achyranthes ebenfalls beherbergt, wider- 
spricht der Vereinigung beider nicht, kann sogar als ein Resultat der 
höheren Organisation angesehen werden. Ob nun letzteres zutreffend und 
ob Nyssanthes in der That als höher organisiert anzusehen sei, darf man 
nicht behaupten, denn, wie En@rer bemerkt (Die systematische Anordnung 
der monocotyledoneen Angiospermen, Abh. d. preuß. Akad. 1892, p. 5), 
kann man nicht in einem Verwandtschaftskreise, in welchem schwankende 
Zahl der Glieder beobachtet wird, die Minderzähligkeit ohne weiteres als 
die jüngere, die Vielzähligkeit als die ältere Stufe annehmen; es ist 
möglich, dass sie sich so zu einander verhalten, aber es braucht nicht 
so zu sein; es kann auch die umgekehrte Entwickelung stattgefunden haben, 
oder es können auch beide Typen neben einander entstanden sein. 

Die Vereinigung von Achyranthes mit Psilotrichum erweckt dagegen 
auf den ersten Blick manches Bedenken, zumal da bei dieser Gattung trotz 
der Einfachheit des Blütenbaues der größte Fortschritt im Blütenstand zur 
Ausbildung gelangt ist. Der Zusammenhang lässt sich aber doch darthun, 
wenn man: zuerst die typische Ähre betrachtet und dann von dieser zu 
den höher entwickelten Formen übergeht. Die erste findet man in der 


12 G. Lopriore. iu 


reinsten Form bei Pselotrichum Schumpert Engl. und I. afri vcanum Oliv. 
Durch Verkürzung der Spindel ist der Übergang von der Ähre zum Köpf- 
chen, wie dies bei P. ovatum Moq., P. Ruspolii Lopr. und P. Robecchii 
Lopr. vorkommt, ein allmählicher. 

Als höher fortgeschrittene Form betrachte ich die Blütenstände von 
P. cordatum (Hochst. et Steud.) Hochst. Sie stellen kreuzgegenständige 
Rispen dar, welche aus ähnlich gebauten Teilblütenständen zusammengesetzt 
sind. Endlich laufen die Zweige in ährenartige Aggregate aus. Werden 
dieselben aber genauer betrachtet, so ergiebt sich, dass die ziekzackförmig 
zebrochene Achse die Blüten nicht mehr in zwei opponierten, um 180° 
divergenten Reihen trägt, sondern dass die Bliitenreihen nur um 90° von 
einander abweichen. Es geht daraus hervor, dass wir es in dem Blüten- 
stand letzter Ordnung mit einem Sympodium zu thun haben, und speciell 
liegt eine Wickel vor. 

Ohne Zweifel stellt diese Form des Blütenstandes eine der am wei- 
testen fortgeschrittenen in der Familie der Amarantaceen dar, so dass in 
der einen und derselben Gattung Psilotrichum die einfachsten und die 
höchst entwickelten Formen des Blütenstandes zu treffen sind, während der 
Blütenbau bei allen ein gleicher bleibt. 

Hier würde es vielleicht angezeigt sein, die Stellung der Gattung No- 
lotrichium zu besprechen. Was diese Gattung betrifft, welche drei auf die 
Sandwichsinseln beschränkte Arten enthält, so findet sie nicht nur wegen 
ihrer Beschränkung auf ein so enges Gebiet, sondern auch durch die Vier- 
zähligkeit des Perigons und des Andröceums keinen direeten Anschluss an 
andere in benachbarten Gebieten vorkommende Gattungen. Der Umstand 
aber, dass N. sandwicense Mann zuerst als Psdlotrichum beschrieben wor- 
den ist, und noch der andere, dass die zwei übrigen Nototrichium-Arten 
auch ährige Blütenstände haben, deren Achse behaart und verdickt wie bei 
einigen Psilotrichum-Arten (P. densiflorum Lopr.) ist, mag die Stellung 
von Nolotrichium neben Psilotrichum als nicht unberechtigt erscheinen 
lassen. Beide stehen auf gleicher Stufe hinsichtlich des Blütenstandes, so 
weit dieser durch die Ähre vertreten, sie gehören aber hinsichtlich des 
Blütenbaues verschiedenen Progressionsreihen an. 

Von den Achyranthes-Arten ist bekanntlich A. aspera L. mit ihren 
Varietäten die verbreitetste in den tropischen und extratropischen Gebieten. 
Für diese Art kommt man zu einer Erklärung ihrer Verbreitung, wenn 
man das Verhalten der Blüten bei der Reife verfolgt (Taf. 1, Fig. G—d, 
vergl, die Figurenerklärung). Die an der bis 30 em langen Ähre sitzenden 
Blüten werden bei der Reife nach unten zurückgeschlagen, bleiben aber 
unter einander nicht so eng gedrängt und an der Spindel nicht so fest an- 
zeschmiegl, wie bei der früheren Stellung, sondern bilden mit derselben 
einen mehr oder weniger spitzen Winkel. Dabei krümmen sich und spreizen 
sich die nahe an einander liegenden Vorblätter mit ihrer oberen Hälfte von 


Uber die geographische Verbreitung der Amarantaceen ete. 13 


Perigon derart ab, dass sie mit diesem einen Winkel von ca. 45° bilden. 
Der Umstand, dass dieselben pfriemlich, steif und nur an ihrer Basis zu 
einer runden hyalinen Spreite verbreitert sind, vergrößert das Anheftungs- 
vermögen der Perigonhülle nach erfolgter Reife der Frucht. Während nun 
ein Hinabstreifen an unreifen Ähren keine Blüten abspringen lässt, führt 
dagegen ein Hinaufstreifen an den reifen Ähren zu einem charakteristischen 
Wesschleudern der Perigonhülle mit dem darin enthaltenen Samen. Und 
da die zurückgeschlagenen Blüten über einander hängen, so stößt jede an 
der Spitze berührte Perigonhülle an die über ihr befindliche u. s. f., so dass 
nicht einzelne, sondern oft mehrere fruchttragende Blüten fortgeschleudert 
werden und zuletzt nur die nackte Spindel mit einigen unreifen Endblüten 
übrig bleibt. 

Die eigentliche Mechanik des Abwärtsschlagens der Blüten ist bis 
jetzt nicht genau ermittelt. Verfolgt man aber den Gang der Blüte von 
der Anthese bis zur vollen Reife der Samen, so kann man folgende That- 
sachen festsetzen. Die Blüte trägt zwei gegenständige Bracteolen und einen 
kurzen, kegelförmigen Pedicellus, der in der geraden Richtung ihrer Längs- 
achse liegt. Mit der Reife erfährt nun der Pedicellus infolge übermäßigen 
Längenwachstums seiner ventralen im Vergleich zu seiner dorsalen Seite 
eine derartige Krümmung, dass die Blüte eine der früheren fast entgegen- 
gesetzte Stellung einnimmt, indem sie sich um den Ansatzpunkt des Pedi- 
cellus allmählich biegt. Zu gleicher Zeit rücken die zuerst gegenständigen 
Bracteolen immer näher an einander, krümmen die obere Spitze nach 
außen und erscheinen nunmehr an der jeizt zur Außenseite gewordenen, 
ursprünglichen Ventralseite der Perigonhülle inseriert. Ferner erfolgt eine 
Verhärtung und Auftreibung ihres Basalteiles nach oben. Die jetzt oben 
liegende Basis der Perigonhülle gleicht einer Kuppel, die den Pedicellus um 
ein beträchtliches Stück überragt. Bei jeder Berührung der Perigonspitze 
stößt die Perigonbasis gegen die Spindel derart, dass das sofortige Trennen 
und Fortschleudern der Perigonhülle und der in ihr enthaltenen Frucht 
stattfindet. Der Umstand, dass die äußeren Perigonblätter oft mit ihrer 
Spitze aus einander spreizen, vergrößert das Anheftungsvermögen der 
Perigonhülle an vorbeifahrenden Körpern. 

Derselbe Vorgang tritt bei fast allen mit langen Ähren versehenen 
Arten ein, nur dass das Spreizen und Aneinanderrücken der Bracteolen 
weniger auffallend sind. 

Diese Function der Bracteolen wird bei A. (Centrostachys) aquatica 
R. Br. von dem seiner Insertion nach ursprünglich ventralen, bei den zu- 
rückgeschlagenen Blüten aber äußeren Perigonblatt übernommen, während 
die eigentlichen Bracteolen als kleine, runde, hyaline Gebilde an der Basis 
der verhärteten und vergrößerten Perigonhülle ihre ursprüngliche gegen- 
ständige Stellung behalten (Taf. I, Fig. K—M, vergl. Figurenerklärung). 

Die genaue Untersuchung zeigt, dass das in Frage stehende Perigon- 


14 ' G. Lopriore. 


hlatt schon bei unreifen Blüten ein im Vergleich zu den ührigen Perigon- 
blättern übermäßiges Längenwachstum besitzt, das bei den übrigen Achy- 
ranthes-Arten nicht vorkommt und im allgemeinen für die ventralen 
Perigonblätter der Amarantaceen-Blüten etwas Auffallendes ist. Bei der 
Reife der zurückgeschlagenen Blüten krümmt und spreizt sich das be- 
treffende Blütenhüllblatt vom Perigon ab, wird derber und härter und bildet 
seine Spitze zu einem richtigen Dorne aus. Dabei behält es seine schmal 
lanzettliche, scharfrandige, an der Basis abgestutzte Form bei, während 
die übrigen Blätter breit, stark concav werden und am Rand einen schmalen, 
hyalinen Streifen besitzen. Infolge der übermäßigen Verhärtung und Ver- 
dickung des Basalteiles des Perigons erscheint dasselbe kreiself6rmig und 
mit abgeflachter Blütenbasis, auf welcher der Pedicellus unterhalb der Mitte 
inseriert ist. Die Spindel zeigt an der Insertionsstelle der einzelnen Blüten 
polsterförmige Verdiekungen von ungefähr halbkreisförmiger, nach unten 
abgeflachter, beiderseits mit zwei unscheinbaren Höckerchen versehener 
Gestalt, in deren Mitte die äußerst kleine, lineare Insertionsstelle des Pedi- 
cellus sich befindet (vergl. Taf. I, Fig. Z die Verdickung links). 

Bei Achyranthes haben die mit langen Ähren versehenen Arten eine 
weit größere Verbreitung als die kurzährigen oder mit kopfigen Inflores- 
cenzen ausgestatteten. Letztere zeigen ferner keine so glatten und glänzen- 
den Perigonblätter, wie dies bei mehreren langährigen Arten und besonders 
bei A. aspera L. der Fall ist, sondern behaarte und spröde Perigonblätter. 

Ein directer Zusammenhang zwischen dem einen oder dem anderen 
dieser zwei Haupttypen und der geographischen Verbreitung der ihnen ge- 
hörenden Arten lässt sich nicht feststellen, nur scheinen die mit kopfigen 
Inflorescenzen ausgestatteten Arten in Afrika häufiger zu sein. 

Vergleicht man die Formen der Alten mit denen der Neuen Welt, so 
findet man keinen wesentlichen Unterschied zwischen beiden, weder im 
Blütenbau, noch im Blütenstand. Nur die endemische Art der Sandwichs- 
inseln (A. splendens Mart.) und die in Queensland, auf den Marschall- und 
Carolineninseln verbreitete A. canescens R. Br. unterscheiden sich von den 
übrigen Arten durch den eigentiimlichen Habitus echter Xerophyten. 


Gomphreneae. 


Der zweite Haupttypus oder Vertreter der Gruppe ist die Gattung 
Gomphrena, welche die zahlreichste und mannigfalligste in der ganzen 
"amilie der Amaranlaceen ist. Die systematische Abgrenzung dieser Gat- 
lung ist noch nicht scharf genug, denn sie greift einerseits über zu Alter- 
nanthera, andererseits zu Trichinium, vesp, Phlolus; jedoch stellt sie im 
(Ganzen eine sehr natürliche Gatlung dar. 


Die hierher gehörenden Pllanzen sind perennierende oder einjährige 


Uber die geographische Verbreitung der Amarantaceen ete. 15 


Kräuter, welche im tropischen und subtropischen Amerika sowie in Australien 
eine große Verbreitung besitzen. 

Die australischen Arten zeigen eine große Übereinstimmung in dem 
Habitus wie in dem Blütenstand und Blütenbau und erinnern dadurch leb- 
haft an Ptilotus. 

Die amerikanischen Arten sind dagegen durch eine große Mannig- 
faltigkeit im Habitus und im Bau der Blüten ausgezeichnet, die wohl als 
Folge der Verbreitung auf einem weit größeren und geographisch ver- 
schiedeneren Gebiet, dessen Centrum in Brasilien liegt, anzusehen ist. 

Ich werde versuchen, aus diesen (ca. 80) Arten einige "Typen auf- 
zustellen, die nicht nur habituell, sondern auch in Bezug auf den Blüten- 
stand von den übrigen sich abheben. 


I. Graminea-Typus. Dieser ist durch G. graminea Moq. vertreten, 
welche knollige Wurzeln und gerade aufsteigende mit kreuzgegenständigen 
und end- sowie seitenständigen langen Ähren ausgestattete Stengel besitzt. 
Dieser Art schließen sich andere an, wie G. Riedelii Seub., G. virgata 
Mart., @. Pohlii Moq., G. pungens Seub., @. aphylla Pohl, G. angusti- 
flora Mart., G. maritima KI, welche mit ihrem cylindrischen, dürren 
Stengel, ihren schmal lanzettlichen oder linearen Blättern und ihren ährigen 
Blütenständen mehr oder weniger an Gramineen erinnern. 

Il. Scapigera-Typus. Dieser ist durch @. scapigera Mart. ver- 

treten und von einem schaftförmigen Stengel dargestellt, welcher meist aus 
einer Blattrosette hervorgeht oder nur an der Basis beblättert ist und in 
einem Köpfchen endet. Der genannten Art schließen sich G. marginata 
Seub., G. Moquinii Seub., @. incana Mart., G. nigricans Mart., G. lanata 
Poir., @. gnaphalioides Vahl an. 
Dieser Typus kann außerdem entweder einen dichotomisch verzweigten 
Stengel aufweisen wie bei @. Schlechtendaliana Mart., @. leucocephala 
Mart., G. celosioides Mart., @. Sellowiana Mart. oder einen trichotomisch 
verzweigten Stengel wie bei @. Regeliana Seub., G. globosa L., @. ju- 
bata Mog. Auffallend ist die Ähnlichkeit dieser Formen mit den Compo- 
siten, so dass wie der erste Gramineen-Typus, der zweite Compositen- 
Typus genannt werden könnte. 


III. Iresine-Typus. Dieser ist durch traubenartige Blütenstände wie 
bei Zresine charakterisiert. Hierher gehören besonders @. eriantha Mog., 
G. reticulata Seub., G. holosericea Moq. 

Diesen Haupttypen, auf welche sich eine sroße Anzahl der übrigen 
Arten zurückführen lässt, entspricht auch eine verschiedene Lebensweise 
der betreffenden Arten, denn der erste Typus ist durch Arten vertreten, 
welche trockene, sandige Stellen bevorzugen oder sich zu Strandpflanzen 
ausgebildet haben. 

Zu dem zweiten Typus gehören Savannen oder Wiesen bewohnende, 


16 G. Lopriore. 


meist feuchte Stellen bevorzugende Arten. Der dritte Typus wird schliel- 
lich von meist kletternden Arten dargestellt. 

Eine ebenso große Mannigfaltigkeit wie in den vegetativen Teilen und 
zwar nicht nur in den oberirdischen, sondern auch in den unterirdischen 
Organen (knolligen, fleischigen, fadenförmigen Wurzeln) lässt sich in dem 
Blütenstand und im Blütenbau beobachten. 

Im Blütenstand zeigt sich, wie schon erwähnt, ein allmählicher Fort- 
schritt von der einfachen zu der redueierten Ähre, ebenso in der verschie- 
denen Ausbildung der kopfigen und traubigen Blütenstände. 

Die Blüten zeigen schon in den Vorblättern eine sehr verschiedene und 
charakteristische Ausbildung (Cristula), die in zweckmäßiger Weise zur Auf- 
stellung der sehr verbreiteten Section Cristularia benutzt wurde. 

Das Perigon ist bei einigen Arten (G. officinalis Mart., @. Sello- 
wand Mart.) von sehr stattlichem Ansehen und erreicht bei der sehr ge- 
ringen Breite eine verhältnismäßig große Länge. 

Das Andröceum weist im Staminaltubus den höchsten Grad der Aus- 
bildung, die bei Amarantaceen vorkommt, auf und zeigt dieselben stufen- 
weisen Übergänge wie bei Celosia und Hermbstaedtia, ein Umstand, der mich 
veranlasste, eine besondere Untergattung der letzten Gomphrohermbstaedtia 
aufzustellen. Die Staubblätter erreichen die größten Dimensionen, die bei 
Amarantaceen vorkommen und sind in Bezug auf Form und Anheftungsweise 
der Antheren sehr verschieden. 

Der Fruchtknoten besitzt bei der ziemlich gleich bleibenden Form des 
Ovariums bald eine sitzende, bald eine zwei- bis dreilappige, mit Griffel 
versehene Narbe. Die zweilappige Narbe wurde von Brown zur Unter- 
scheidung der Gattung Gomphrena von Alternanthera benutzt, ein Merk- 
mal, dass auch von Bexrnam zur Einteilung der australischen Amarantaceen 
angenommen wurde. 

Trotz des mannigfaltigen Blütenbaues bleiben Perigon und Andröceum 
bei den zahlreichen, von mir untersuchten Arten immer vollzählig. Nur 
bei (/. nitida Rothr. beobachtete ich eine regelmäßige Reduction der drei 
inneren Perigonblätter auf zwei. Dabei konnte ich die Verwachsung von 
zwei derselben schrittweise verfolgen, bis ich zuletzt nur zwei Perigonblitter 
fand, die mit den äußeren regelmäßig alternierten. . 

Angesichts der großen Mannigfaltigkeit und der überaus großen Anzahl 
der dieser Gattung zugehörenden Arten ist doch auffallend, daß nur eine 
über die ganze Erde (Australien ausgenommen) sich 
verbreitet hat, zumal da dieselbe über große Verbreitungsmittel nicht ver- 
fügt. In der That, abgesehen von den großen flügelartigen Vorblättern, 
die das wollig behaarte Perigon samt dem in diesem enthaltenen, glatten 
und glänzenden Samen einschließen und vielleicht als Flugapparat dienen, 
findet man keine besondere Verbreitungsvorrichtung der Samen. Die schöne 
Kosafarbe der fast kugeligen Köpfeben und der Umstand, dass diese Art 


Art, G. globosa L 


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Uber die geographische Verbreitung der Amarantaceen ete. 17 


vielfach als Zierpflanze cultiviert wird, mügen vielleicht zu ihrer Verbreitung 
beigetragen haben. 

Der Umstand, dass Gomphrena so ansehnlichere Bliiten und Bliiten- 
stände besitzt, als sie sonst bei den Amarantaceen vorkommen, lässt die 
Vermutung hegen, dieselben mögen vielleicht als Schauapparat dienen, zu- 
mal da die vermeintliche Anpassung der Amarantaceen an Windbestäubung 
schon von Scninz (Nat. Pflanzenfam. II, Aa p. 95) als unzutreffend an- 
gedeutet worden ist. Trotzdem ich seit lange meine Aufmerksamkeit darauf 
gelenkt habe, ist es mir nur einmal bei den allerdings wenig ansehnlichen 
Blüten von @. Riedelii Seub. gelungen, zahlreiche Insecten im Staminal- 
tubus aufzufinden, deren Bestimmung ich Herrn Prof. Kırscn, Custos am 
Zoologischen Museum in Berlin, verdanke und dem ich dafür meinen besten 
Dank abstatte. 

Unter den Insecten fanden sich ein Räupchen einer Microlepidoptere 
und zwei verschiedene Formen einer Thysanoptere oder Physopode (deutsch: 
Fransenfliege und Blasenfuß). Von diesen beiden Formen war die eine ge- 
flügelt und hatte achtgliedrige Fühler, die andere war flügellos und wies 
nur sieben Fühlerglieder auf. Beide gehören der Gruppe der Tubulifera 
an. Aus Brasilien sind bis jetzt nur drei Tubuliferen-Arten beschrieben 
worden, nämlich Idolothrips Schott Heeger (sub Thrips, Phloeothrips an- 
gustifrons Bergroth und Thrips comea Fabr.). Alle drei aber kommen bei 
den vorliegenden Formen nicht in Betracht; es dürfte sich also um noch 
unbekannte Arten handeln. Herr Prof. Karscn fügte noch hinzu, dass von 
den tubuliferen Thysanopteren die Arten des Genus Anthothrips als Blüten- 
besucher bekannt sind. 

Von den übrigen, artenreichsten Gattungen dieser Gruppe zeigt Alter- 
nanthera Forsk., zu welcher Scuinz Mogiphanes Mart. und Telanthera R. Br. 
gezogen hat, die größte Verwandtschaft mit Gomphrena. Sie enthält auf- 
rechte oder niederliegende Kräuter und Halbsträucher mit gegenständigen, 
sitzenden oder kurz gestielten Blättern. Die Blütenstände sind entweder 
kurze, eifürmige Ähren oder Köpfchen. Beide Formen sind end- oder 
achselständig und zeigen allerlei Übergänge von der einen zu der anderen. 

Der Blütenbau ist bei den verschiedenen Arten ziemlich gleich. Be- 
sonders bemerkenswert ist die Eigentümlichkeit, dass die Staubblätter mit 
verschiedenartig gestalteten, mehr oder weniger deutlich ausgebildeten 
_ Pseudostaminodien alternieren. 

Von diesen meist Savannen bewohnenden Pflanzen haben sich einige 
zu Strand-, andere zu hydrophilen Pflanzen ausgebildet. Unter den ersten 
nenne ich A. maritima Moq., welche in Südamerika, Florida und West- 
afrika vorkommt. Den Habitus einer echten Strandpflanze zeigt sie durch 
ihren articulierten, kriechenden, aus kurzen Internodien bestehenden Stengel, 
dureh ihre aufwärts steigenden Seitentriebe, ihre dürren Blätter und die 
spröde, verhärtete Perigonhiille. 

Botanische Jahrbücher. XXX. Bd. - 


18 G. Lopriore. 


Unter den binnenländischen Hydrophyten erwähne ich A. sessilis R. Br., 
welche außer ihrer vorzüglichen Anpassung zum Sumpfleben andere be- 
sitzt, die ihr gestatten, auch in nicht ganz sumpfigem Boden zu leben und 
zuweilen wie in Neuguinea und Usambara beträchtliche Dimensionen zu er- 
veichen, wodurch die Pflanze ein eigentümliches Aussehen bekommt und 
lebhaft an Achyranthes aquatica R. Br. erinnert. Im übrigen zeigen die 
zahlreichen (über 90) Arten keine groBe Verschiedenheit in ihrem Habitus, 
so dass sich alle auf zwei Haupttypen zurückführen lassen: der eine mit 
aufrechtem Stengel und meist kopfigem oder kurzährigem Blütenstand, wel-. 
cher Gomphrena am nächsten kommt; der andere mit kriechendem Stengel 
und zusammengehäuften Knäueln, welcher‘ Alternanthera selbst  eigent- 
tümlich ist. | 

Von den Alternanthera-Arten ist bekanntlich A. sessihis R. Br. die am 
weitesten verbreitete in den tropischen und extratropischen Gebieten. 

Die große Verbreitung dieser Art lässt sich leicht dadurch erklären, 
dass die Pflanze nicht nur Sumpfstellen bevorzugt und daher im Wasser 
ein großes Verbreitungsmittel ihrer Samen findet, sondern dass sie sich 
auch aus den unteren, nahe an einander liegenden Knoten leicht bewurzelt 
und aus jedem derselben zwei oder mehrere gegenständige oder zu meh- 
reren vereinigte, zahlreiche Früchte hervorbringende Knäuel treibt. Auch 
die genauere Untersuchung der reifen Knäuel zeigt bei diesen besondere 
Einrichtungen zum Ausstreuen der Samen. In der That ist der herzformige, 
flach gedrückte Fruchtknoten bedeutend (zwei bis dreimal) größer als der 
in ihm enthaltene linsenförmige Same und wächst derart aus, dass er mit 
den zwei seitlichen, wulstförmigen Auftreibungen die Perigonblätter aus 
einander spreizt und weit über dieselben hervorragt (Taf. I, Fig. N). 

Ob nun der unscheinbare, kleine Stipes des Fruchtknotens das Ab- 
springen desselben vom Perigon erleichtert, konnte ich bei künstlichem 
Hinauf- und Hinabstreifen an den Knäueln mittels einer Nadelspitze nicht 
feststellen. Es scheint vielmehr ein Abspringen des Fruchtknotens samt 
dem Perigon viel häufiger zu sein. In diesem Fall wird das hyaline, 
leichte Perigon als Flug- oder Schwimmapparat dienen und die Samen 
weiter befördern. Diese Funetion wird ferner durch die fliigelartigen Bil- 
dungen des Fruchtknotens selbst begünstigt. | 

Die genauere Untersuchung des Fruchtknotens zeigt, dass gerade jene 
, welche dem Samen selbst anliegt, 
und da derselbe glatt und äußerst glänzend ist, so scheint sein Hinaus- 
schlüpfen aus dem Fruchtknoten sehr leicht zu erfolgen, zumal da diese 
verdünnte Wandstelle sich bei Präparieren wie ein Deckel abhebt (Taf. 1, 
Fig, O). 

Kine besondere, anatomisch präformierte Rissstelle wie bei der Kapsel 
der mit einem Kreisschnitt aufspringenden Oelosia- und Iermbstaedha- 


Stelle der Fruchtwand am dünnsten ist 


Arten ist nicht vorhanden, Trotzdem sind die Gewebeelemente derart ge- 


Über die geographische Verbreitung der Amarantaceen ete, 19 
staltet und angeordnet, dass ein Aufreißen der betreffenden Wandpartie auf 
das leichteste bewerkstelligt wird. In der That erkennt man schon bei 
der ersten Betrachtung, dass eine herzförmige, in der Randeontur mit der. 
Umgrenzungslinie der Kapsel fast parallel verlaufende Stelle sich von dem 
übrigen Gewebe der Wand durch ihre größere Durchsichtigkeit unterscheidet. 

Betrachtet man die Kapselwand auf dem Querschnitt, so zeigt dieselbe 
eine äußere, aus weitlumigen, fast prismatischen und mit der einen Seite nach 
außen hervorgewölbten Zellen bestehende Schicht, eine innere, welche aus 
kleinlumigen, in radialer Richtung gestreckten und papillös gewölbten Zellen 
besteht und ein mehrschichtiges, zwischen beiden vorhandenes Füllgewebe. 
Während ‘aber das lockere Gewebe der wulstfürmigen, seitlichen Auftrei- 
bungen der Kapsel fünf bis acht Zellschichten mächtig ist und an den Kanten 
einen kleinen Strang mechanischer Elemente zeigt, nimmt es gegen die 
verdünnte Stelle zu an Mächtigkeit derart allmählich ab, dass es hier nur 
die äußere Epidermis und eine unterliegende, dem Füllgewebe angehörende 
und die Function der inneren Epidermis übernehmende Schicht aufweist. 

Dieser Umstand, verbunden mit dem anderen, dass an der Grenze der 
hellen, dünnen Stelle die Elemente meist in der Längsrichtung und nach 
Art von Meridianen orientiert sind, erleichtert das Hinausschlüpfen des 
Samens aus der Kapsel. 

Was die geographische Verbreitung der Alternanthera-Arten betrifft, 
so sind dieselben meist Bewohner des südamerikanischen Gebietes. Es ist 
aber darauf hinzuweisen, dass sich einige durchaus gut charakterisierte en- 
demische Arten in Australien und eine nennenswerte Anzahl anderer auf 
den Galapagosinseln finden. Dort kommen A. nana R. Br., A. angusti- 
folia R. Br., A. decipiens Bth., A. polycephala Bth. und A. longipes Bth. 
vor; hier begegnen uns A. subscaposa Hook., A. filifolia Moq., A. nudi- 
caulis Mog., A. glaucescens Moq., A. echinocephala Mog. Die erste Reihe 
deutet auf einen altoceanischen Ursprung der Gattung hin; die zweite da- 
gegen ist überwiegend endemisch, was mit Ensier’s Angaben übereinstimmt, 
dass von den 374 Arten der Galapagosinseln 181, also etwa 50 % ende- 
misch sind. |Enczer, Entwickelungsgeschichte der Pflanzenwelt II, p. 182.| 

Die Arten, die die Alte Welt mit der Neuen gemeinsam hat, außer 

A. sessilis R. Br., nämlich A. nodiflora Br., A. denticulata Br., A. Achy- 
rantha Br. müssen als eingewanderte Formen angesehen werden. 
- Der Gattung Alternanthera würde sich Gossypianthus anschließen, 
welche zwei Arten, @. rigidiflorus Hook. in Mexiko und @. tenwiflorus 
Hook. in Indiana, enthält, welche mit ihrem kriechenden, aus kurzen Inter- 
nodien bestehenden, aus Blattrosetten hervorgehenden Stengeln und mit 
ihren zahlreichen, die Blätter fast verdeckenden Blütenständen einigen Al- 
ternanthera-Arten wie A. paronychioides St. Hil. sehr ähnlich sehen. Beide 
Arten wurden neuerdings von Urine und Bray (Bot. Gazette XX, 340) zu 
G. lanuginosus (Poir) Moq. gezogen. 


20 G. Lopriore. 

Der Tracht nach würde sich der besprochenen Gattung Gossypianthus 
Guilleminea anschließen, die ebenfalls niederliegende, mit ausdauernden, ver- 
diekten Wurzeln versehene Kräuter enthält. Mit Rücksicht auf den Blüten- 
bau ist es aber zweckmäßiger, die Gattung Guilleminea mit Froelichia zu 
einer selbständigen Gruppe zu vereinigen, da beide ein glockenförmiges, 
fünflappiges, aus verwachsenen Blättern entstandenes Perigon zeigen, und 
in beiden die Staubblätter zu einer Röhre vereinigt sind. Letztere ist bei 
Guilleminea sehr kurz und unterhalb der Perigonlappen inseriert, bei 
Froelichia dagegen fast so lang wie das Perigon und mit fünf Zipfeln ver- 
sehen, in deren Buchten die Staubgefäße sitzen. 

Es sei hier noch hingewiesen auf die bei einigen Froelichia-Arten, be- 
sonders bei F. gracilis (Hook.) Moq. zur Zeit der Fruchtreife entstehende 
Ausbildung von seitlichen, harten, kammartigen Fortsätzen, welche in der 
Richtung der Transversalebene der Blüte vom Perigon ausgehen und viel- 
leicht dazu bestimmt sind, die Verbreitung der Samen zu befördern. 

Die Gattung Guelleninea kann als monotypisch gelten und ist nur 
durch die von den peruanischen Anden bis Mexiko und weiter in das tropische 
Amerika hinein verbreitete @. densa (Willd.) Moq. vertreten. 

Die Gattung Froelichra enthält dagegen etwa zehn Arten, welche im 
gemäßigten Amerika von Texas bis Südbrasilien hinein verbreitet sind und 
zuweilen ansehnliche, zierliche Kräuter und Halbsträucher mit fleischigen, 
verdickten Wurzeln darstellen. 

An dieser Stelle möchte ich die Gattungen Chamissoa und Allnania 
betrachten, die von den Verfassern schon bei den Achyrantheen unter- 
gebracht wurden (Wiçnr, Icones plant. Ind. or. V. T. 1769 —72). 

Beide Gattungen lassen sich in eine Gruppe leicht zusammenfassen 
und erinnern in der Tracht ebenso wie in den kopfigen und ährigen Blüten- 
ständen etwas an die Achyranthes-Arten, unterscheiden sich aber von ihnen 
durch den Blütenbau, denn sie entbehren der verhärteten Perigonblätter 
und der Pseudostaminodien. Dadurch erscheinen sie einfacher gebaut, 
während ihr Gynäceum einen besonderen Fortschritt zeigt, indem es eine 
zweilappige Narbe besitzt und mittels eines Kreisschnittes aufspringt. Bei 
der Reife findet in einigen Arten eine Verlängerung des Griffels statt und 
seine beiden Lappen rollen sich nach unten ein. Auf diese Weise wird 
das AbreiBen des oberen, kapuzenartigen Teiles der Frucht wie bei Celosia 
erleichtert, so dass die schwarz glänzenden Samen frei werden. x, 

Ein weiterer Fortschritt in der Ausbildung des Gynäceums besteht 
darin, dass einige Chamissoa-Arten am Grunde des Griffels eine kragen- 
artige Verbreiterung aufweisen (C. Masximihani Mart., ©. maerocarpa 
1. BK.) und dass die Samen bei denselben Arten und bei ©, altissima BK. 
iit einem mehr oder weniger ausgebildeten Arillus versehen sind. 

Das Aufspringen der Kapsel mittels eines Kreisschnittes findet bei den- 
jenigen Arten am leichtesten statt, bei welchen das Ovarium in den Griffel 


Uber die geographische Verbreitung der Amarantaceen ete. 21 


allmählich übergeht, wie das gerade bei Celosia argentea L. der Fall ist. 
Bei den Arten dagegen, die einen mit einem Kranze versehenen Griffel be- 
sitzen, erfolgt gewöhnlich eine Verdickung der Kapselwand, so dass die- 
selbe nicht so leicht quer aufspringt, zumal da auch die zwei Schenkel der 
Narbe abfallen und der Griffel als kleiner, zum Anheften unfähiger Stumpf 
zurückbleibt. 

Die anatomische Untersuchung der Kapselwand zeigt wie bei Celosia 
eine anatomisch präformierte Rissstelle, welche sich bei Betrachtung mit 
bloßem Auge wie eine Erhebung zeigt, die aber nicht immer so leicht wie 
bei Celosva zerreißt. 

Ob eine wirkliche Heterostylie bei dieser Gattung vorhanden ist, wie 
von Fritz Mürter (Bot. Zeitg. 1870, p. 152) bei einer unbenannten Cha- 
missoa-Art angegeben worden ist, konnte ich bei dem mir zur Verfügung 
stehenden Material nicht entscheiden. Sollte sie aber vorkommen, dann 
würde Chamtssoa eine höhere Stellung in der Entwickelung der Achyran- 
theen in Anspruch nehmen. 

In Bezug auf die geographische Verbreitung hat Chamissoa im tro- 
pischen und subtropischen Amerika eine ziemlich große, Allmanıa im tro- 
_pischen Asien eine relativ geringe Verbreitung. Von letzterer scheint A. pyra- 
midalis (Burm.) Moq. außer in Indien auch auf Java und den Philippinen 
vorzukommen. 

Wir wollen bei der Gattung Pfrlotus nur kurz verweilen. Diese Gat- 
tung, zu welcher Sc#inz nicht mit Unrecht die verwandte Gattung Triehi- 
nium gezogen hat, ist auf Australien beschränkt und hat für dieses Gebiet 
dieselbe Bedeutung, die Gomphrena für Südamerika beanspruchen kann. 

Die Blütenstände sind meist kopfig und kugelförmig, indessen fehlen 
auch länglich-eiförmige oder eylindrische Ähren keineswegs. Perigon und 
Andréceum sind in der Regel fünfzählig, mitunter aber auch vier-, drei-, 
zweizihlig. Das Gynäceum ist mit einem endständigen, aber nicht gerade 
aufsitzenden Griffel versehen, so dass Ptilotus außer diesem Merkmal auch 
dadurch. Cyphocarpa ähnelt, weil Perigon- und Staubblätter in einigen 
seiner Arten (P. rotundifolium F. v. Müll.) behaart sind. 

Die Gattung Ptilotus ist dadurch bemerkenswert, dass in ihr eine ge- 
wisse Anzahl von Arten, die sowohl Ptilotus selbst als auch Trichinium 
angehören, eine höchst auffallende Reduction von einzelnen Gliedern des 
Andrüceums aufweisen. Sie macht sich ausschließlich in dem vorderen 
Paar der Staubblätter geltend. Diese werden, ohne dass bisher Übergänge 
durch allmähliche Verkleinerung beobachtet werden konnten, in lineale, 
zarte Fäden umgebildet (P. exaltatus Nees). Bei P. incanus Poir. sind die 
beiden Staubblätter in fadenförmige Organe umgewandelt, deren Spitze 
lockenförmig eingerollt ist. 

In Begleitung dieser Reductionserscheinungen bemerkte ich stets eine 
asymmetrische Ausbildung des Fruchtknotens. Derselbe ist auf derjenigen 


22 G. Lopriore. 


Seite, welche den reducierten Staubgefäßen zugewendet ist, stark einseitig 
gebuckelt, dergestalt, dass der Griffel eine deutlich rückwärts verschobene 
(axoseope) Lage hat. Diejenigen Arten von JPéilotus, welche eine voll- 
kommen gleichförmige Gestalt der Staubblätter aufweisen, lassen die Asym- 
metrie und Höckerbildung nicht wahrnehmen, so dass es wünschenswert 
erscheint, die Entwickelungsgeschichte der Blüten von Pfeotus daraufhin 
zu prüfen, ob etwa die Reduction des Andröceums und jene auffällige 
Höckerbildung in einem ursächlichen Zusammenhang stehen. 


Jedenfalls deutet die Reduction darauf hin, dass wir im Blütenbau von 
Ptilotus einen Fortschritt gegen den radiären Bau der Blüten der übrigen 
Amarantaceen erblicken können. Sucht man ähnliche Reductionsfälle bei 
anderen Gattungen, so stößt man auf die Gattung Nyssanthes, bei welcher 
die Reduction noch weiter vorgeschritten ist, indem N. erecta R. Br. vier 
und N. diffusa R. Br. nur zwei Staubblätter aufweisen; jedoch ist hier 
kein Übergang vom radiären zum zygomorphen Typus entstanden. Ferner 
muss auch hier darauf hingewiesen werden, dass bei Nyssanthes die Ver- 
hältnisse insofern anders liegen, als diese Gattung keine fünfzählige, sondern 
eine vierzählige Blütenhülle besitzt. 


Von diesen Abweichungen abgesehen, zeigt Pfelotus einen bei der 
großen Anzahl seiner Arten relativ übereinstimmenden Blütenbau, wiewohl 
sich immerhin bei den einzelnen Arten einige Unterschiede finden, da das 
Perigon bald kahle, bald behaarte Blätter zeigt, das Andröceum bald voll-, 
bald minderzählig ist und schließlich der Fruchtknoten bald kahl, bald an 
der Basis oder an der Basis und an der Spitze behaart und mit einem 
schief oder gerade sitzenden Griffel ausgestattet ist. 


Auffallend ist bei vielen zu dieser Gattung gehörenden Arten die An- 
wesenheit eines Kranzes von wolligen, articulierten Haaren, welche von der 
kurzen Staminalröhre ausgehen. Man kann dieselben als Vertreter von 
Pseudostaminodien auffassen, wenn man bedenkt, dass bei einigen Arten 
wie 7. Drummondii Moq., T. calostachyum F. v. Müll. und T. Fraseri A. 
Cunn. auch echte Pseudostaminodien vorkommen, welche. allerdings von 
Bentuam (Fl. austral. V. p. 236) als »scales« (Schuppen) bezeichnet werden. 
Von den genannten Arten hat mir nur die erste zur Untersuchung vor- 
gelegen, und ich konnte bei ihr feststellen, dass die Pseudostaminodien von 
denen einiger Alternanthera-Arten nicht verschieden und wie bei diesen die 
Slaubfäden alle gleich und fertil waren. 

Dieser Umstand kann vielleicht auf die Verwandischaft von Phlotus 
mit Alternanthera einerseits hinweisen, während andererseits die von mir 
bis jetzt nur bei 7. alopecuroidewm Lindl. beobachtete Anwesenheit eines 
hyalinen, langen Staminaltubus auf die schon betonte Verwandtschaft von 
Piilolus mit Gomphrena \inweist. Auch in der bei dieser Gattung so auf- 
fallenden Pracht von Blüten und Blütenständen können wohl einige Plxlotus- 


Uber die geographische Verbreitung der Amarantaceen etc, 23 


La 


Arten wetteifern, wie P. nobelis F. v. Müll., P. Manglesii F. v. Müll., P. exal- 
tatus Nees, P. macrocephalus Poir. 

1 Ptilotus stellt also eine Gattung dar, die trotz ihres ausgeprägt ende- 
‚mischen Charakters einige’ Beziehungen zu anderen Gattungen aufweist. 

An dieser Stelle mag die von FERDINAND von MÜLLER aufgestellte Gat- 
tung Dipteranthemum kurze Erwähnung finden. Dieselbe: enthält nur eine 
‚Art, D. Crosslandit F. v. Müll., welche in Australien eine sehr decorative 
und prächtig ‘blühende Pflanze ist. Letztere hat mir zur Untersuchung 
nicht vorgelegen, scheint mir aber der Beschreibung nach mit Pfilotus in- 
‚sofern verwandt, als sie gleich diesem endständige, vielblütige, dichtgedrängte 
Köpfe von auffallender, schöner Färbung besitzt, deren Perigon und An- 
dröceum fünfzählig sind. Die Staubblätter sind an der Basis durch einen 
kurzen Membransaum vereinigt und weisen keine Pseudostaminodien auf. 
‘Der Umstand aber, dass diese Art ein ausdauerndes, krautiges oder halb- 
strauchiges Gewächs, mit grundständiger, wenigblätteriger Rosette und ab- 
wechselnden, entfernt stehenden, kleinen Stengelblättern ist, mag vielleicht 
gegen eine Verwandtschaft mit P#lotus sprechen, da letztere Gattung ganz 
andere vegetative Organe besitzt. | 

Von den übrigen Gattungen, die weder mit Achyranthes, noch mit 

-Gomphrena nähere Beziehungen aufweisen, lassen sich zunächst Calicorema 
und Chionothrix neben einander stellen, indem sie nicht nur in der Tracht, 
sondern auch im Blütenbau große Übereinstimmung zeigen. 
0 Beide sind monotypisch. Jenes ist mit Calicorema capitatum Hook. f.1) 
auf Südafrika, diese mit Chionothrix somalensis Hook. f. auf Somaliland 
beschränkt. Beide sind Sträucher und gleichen sich wegen ihrer dürren, 
'eylindrischen Zweige, die bei dem ersten wechselständig, bei der anderen 
kreuzgegenständig sind. 

Die Blüten sind bei Calicorema in kopfigen Aggregaten am Ende von 
Kurztrieben vereinigt, welche aus Langtrieben hervorsprossen, bei Chrono- 
thriz in schlanke und hängende Ähren angeordnet. In beiden ist das Pe- 
rigon mit gelblichen oder weißlichen Haaren versehen, ein Umstand, der 
Hooker veranlasste zu sagen »Flores Calicorema eos Chionothricis in 
‚mentem revocant«. 

Ein Unterschied zwischen beiden liegt im Andréceum, dass bei Calr- 
corema Pseudostaminodien aufweist, bei Chionothrix aber nicht, ferner im 
Fruchtknoten, der bei jener Gattung schief gestellt ist, wie etwa bei P#- 
lotus oder Cyphocarpa. Aus diesem Grunde darf man Calicorema als höher 
entwickelt im Vergleich zu der anderen ansehen. 

? Einige besondere Typen, die mit den bis jetzt besprochenen keine 
nähere Beziehung aufweisen, seien hier noch erwähnt. 


4) Calicorema ist entschieden Neutrum und deshalb habe ich den Speciesnamen 
entsprechend abgeändert. 


24 G. Lopriore. 


Einen nicht ganz isolierten Typus stellt die Gattung Banalia dar, 
deren einzige Art B. thyrsiflora (Wall.) Mog. auf den östlichen Abhängen 
der Neilgherries (Ostindien) von etwa 4000 Fuß Höhe an nicht selten ist. 
Die langen, blassen, weiBlichen, verzweigten Ahren machen die Pflanze 
weithin sichtbar. Der Blütenbau bietet nichts Eigentümliches dar. 

B. brasiiana Moq. ist mir nicht bekannt, scheint aber wie von Hooker 
hervorgehoben (Gen. Plant. IIL 27) eine zu Chamissoa gehörende Art, 
welche von der Gattung Banalia weit verschieden ist. PB. brasiliana, von 
der mir die Originale Seugerr’s für die Flora brasiliensis zur Untersuchung 
vorgelegen haben, ist nicht nur in der Tracht, sondern auch in den axil- 
laren, kopfigen Blütenständen und im Blütenbau von der asiatischen Gat- 
tung ganz verschieden, so dass die Behauptung Hooker’s, dass hier eine 
andere Pflanze vorliegt, wohl begründet ist. Ich. stimme auch diesem aus- 
gezeichneten Amarantaceenkenner bei, wenn er meint, dass sie zweckmäßiger 
unter die Chenopodiaceen gestellt wird. Dort müsste sie selbstredend eine 
besondere Section bilden, da eine solche Gliederung meines Erachtens nach 
auf Grund des Blütenstandes geboten ist. Dass die dritte Section Zdiolepsis 
Moq. in ihrer Art überhaupt nicht zu den Amarantaceen gehört, sondern 
die Chenopodiacee Netrophila occidentalis Wats. (Bot. King Exp. 297) um- 
schließt, ist längst bekannt. Weshalb übrigens Watson (Botany of Cali- 
fornia, Il, p. 43) den ganz ausgezeichneten Sectionsnamen Jdiopsis als 
Gattungsbezeichnung vermieden hat, ist nicht ersichtlich. Ich bin der 
Meinung, dass der Name Jdiopses aus Prioritätsrücksicht wieder hergestellt 
werden muss und dass die Chenopodiacee Zdiopsis occidentalis (Moq.) 
Lopr. benannt werden muss. 

Einen anderen isolierten Typus bildet die Gattung Charpentiera, deren 
einzige Art C. obovata Gaud. auf die Sandwichsinseln beschränkt ist. Der 
Umstand, dass diese ein kleiner, mit großen laubigen Blättern versehener 
Baum ist, dass die schlanken, sehr verzweigten Blütenstände aus unschein- 
baren Blüten bestehen, die trotz ihrer fünfzähligen Quirle einen eigenartigen 
Bau (besonders im mit eigentümlichen Pseudostaminodien versehenen An- 
dröceum) und ein trockenes Pericarp aufweisen, mag ihre Stellung neben 
den besprochenen Gattungen nicht ganz den natürlichen Verwandtschafts- 
verhältnissen entsprechend erscheinen lassen. 

Kinen sehr eigentümlichen Typus vertritt die Gattung Woehleria, 
welche mit der einzigen Art W. serpylhifoha Gris. auf Cuba beschränkt 
ist. Dieselbe hat ein vierblätteriges Perigon und ein einziges mit einem 
dreilappigen Staubfaden versehenes Staubblatt. Wegen dieser extremen 
‘eduction und der eigentümlichen Tracht dieser zierlichen, kleinen Fels- 
pflanze ist es schwer, ihre Stellung neben der einen oder der anderen der 
besprochenen Gattungen mit Sicherheit zu bestimmen. Der Habitus erinnert 
an den einiger /resine-Arten. Der Blütenbau spricht aber gegen ihre Stel- 


lung neben dieser so artenreichen Gallung. 


Uber die geographische Verbreitung der Amarantaceen ete, 25 


Cyathuleae. 


Wenn diese Gruppe nach der Gattung Cyathula benannt wird, so ge- 
_ schieht es aus dem Grund, weil Cyathula die älteste und bekannteste, nicht 
aber die typische Gattung der Gruppe ist. 

Die Gattungen dieser Gruppe zeigen unter einander eine große Über- 
einstimmung nicht nur im Blütenstand und im Blütenbau, sondern auch in 
der geographischen Verbreitung, denn sie kommen hauptsächlich in Afrika 
vor. Eine scheinbare Ausnahme machen Saltia papposa (Forsk.) Mogq., 
die nur auf die Umgebung von Aden beschränkt ist, und wenige andere, 
die außer in Afrika, wo sie ihr Hauptcentrum besitzen, auch in Asien, sel- 
tener aber in Amerika vorkommen und sich als kosmopolitische Pflanzen 
ausgebildet haben [Cyathula prostrata (L.) Blume und z. T. auch Digera 
alternifolia (L.) Aschers.]. 

Im Vergleich zu den Achyrantheae-Gomphreneae stellt diese Gruppe 
keinen Fortschritt in dem meist ährigen oder kopfigen Blütenstand, wohl 
aber in der Ausbildung der Blüten dar, von denen die sterilen bald in 
Haar-, bald in Borsten-, bald in Dornbiischel, bald in Flugapparate ver- 
wandelt sind, um die von den fertilen Bliiten hervorgebrachten Friichte zu 
verbreiten. In den vegetativen Organen finden sich bei vielen Vertretern 
der Gruppe vortreffliche Einrichtungen, um die Trockenzeit zu überstehen 
und die Reife der Früchte zu verschieben. Derartige Einrichtungen sind 
wohl als ein Fortschritt in der Anpassung der betreffenden Pflanzen anzu- 
sehen und bestehen namentlich darin, dass der dicke, unterirdische Wurzel- 
stock eine relativ große Wassermenge anzusammeln vermag, während die 
dürren, dicht filzigen Zweige und Blätter den Wasserverlust bedeutend 
herabsetzen. Aus diesem Grunde können die in Frage stehenden Pflanzen 
ihre kleinen Samen oder ihre kugeligen, stacheligen Fruchtstände während 
der Trockenzeit reifen, welche dann durch Tiere verbreitet werden. 

Von den dieser Gruppe angehörenden Gattungen habe ich diejenigen 
aus der Verwandtschaft von Sericocoma schon behandelt, auf die gegen- 
seitigen, verwandtschaftlichen Verhältnisse hingewiesen und einen Schlüssel 
zur Bestimmung der Gattungen und der Arten aufgestellt (vergl. ENGLER’s 
Bot. Jahrb. Bd. XXVII, p. 38). Ich will hier nur kurz andeuten, dass die 
betreffenden Gattungen, nämlich Sericorema, Marcellia, Leucosphaera, Serico- 
comopsis und Sericocoma, meist Steppen bewohnende Kräuter oder Halb- 
sträucher mit aufsteigenden, kahlen oder behaarten Zweigen und linearen 
oder laubigen, kahlen oder behaarten, fast immer dürren Blättern sind. 

Die Blütenstände sind bei allen ährig oder kopfig und bestehen aus 
meist mehrblütigen, fertilen oder sterilen Partialblütenständen. Die sterilen 
Blüten sind entweder in Dornspitzen oder in Haarbüschel umgewandelt und 
dadurch bilden sie den Übergang zu den übrigen Gattungen, welche sich 
paarweise gruppieren lassen, 


26 G. Lopriore. 


Wir fangen mit der am nächsten verwandten Gruppe an. 

Die zwei in der Tracht so"verschiedenen Gattungen Saltia und Seri- 
eostachys zeigen im Blütenbau eine große Übereinstimmung, indem die 
Partialblütenstände in beiden aus einer fertilen Mittelblüte und zwei sterilen, 
in Haarbüschel umgewandelten Seitenblüten bestehen. Die fertilen Blüten 
von Saltia besitzen aber, von anderen Eigentümlichkeiten -abgesehen, keine 


Pseudostaminodien, und: jede der beiden’ sterilen Seitenblüten besteht aus — 


einem einzigen Appendix, der kurz oberhalb der Basis sich in drei kleinere 
teilt, welche sich wiederum in zahlreiche, behaarte Fäden verzweigen. Fast 
ähnlich ist der Bau bei Sericostachys, nur dass hier anstatt eines einzigen 
Appendix zwei Bündel behaarter Fäden vorhanden sind (Taf. I, Fig. P), 
welche vielleicht zwei sterile Blüten vorstellen, und oft an ihren Verbin- 
dungsstellen zwei schmale, einem kleinen Höcker aufsitzende, blattartige 
Organe aufweisen, welche vielleicht auch als die Andeutung einer dritten 
sterilen Blüte aufzufassen sind. Die sterilen Blüten, welche die doppelte 
bis dreimalige Länge der fertilen erreichen, spielen unzweifelhaft eine wich- 
tige Rolle als Flugapparat für die vom Perigon umhüllte Frucht. Die 
Partialblütenstände sind in beiden Gattungen in Ähren vereinigt. Letztere 
erreichen aber bei Saltia keine so große Entwickelung wie bei Sericostachys, 
stehen einzeln und bilden keine zusammenhängende Inflorescenz. 

Saltia papposa (Forsk.) Moq. ist ein kahler, sparriger Strauch, mit 
kleinen, dürren Blättern und hat die Tracht einer echten Xerophyte. 

Sericostachys dagegen unterscheidet sich nicht nur durch den allen 
kletternden Pflanzen eigentümlichen Habitus und die großen laubigen Blätter, 
sondern auch dureh die großen, wollig erscheinenden Inflorescenzen, welche 
den damit umhüllten Bäumen zur Blütezeit ein prächtiges Aussehen ver- 
leihen. Von dieser Gattung sind die zwei Arten iS. scandens Gilg et Lopr. 
und S. tomentosa Lopr. (Taf. 1, Fig. P, Q) die einzigen Amarantaceen, 
welche an der Krautvegetation des tropischen afrikanischen 
Regenwaldes Anteil nehmen, indem sie sich dort als Spreizklimmer 
an die Bäume anlehnen und durch ihre prächtigen Inflorescenzen’ einen 
besonderen Schmuck des feuchten Waldes in Kamerun und in dem Seen- 
gebiete bilden. 

Eine parallele Entwiekelung mit Saltia und Sericostachys zeigen die 
zwei monotypischen Gattungen Digera und Pleuropterantha: Dieselben 
lassen sich unter eine Gruppe bringen, da beide dreiblütige Partialbliiten- 
stände besitzen, in denen nur die Mittelblüte fertil wird, während die ste- 
rilen in der ersten zu kammartigen Schuppen, in der zweiten zu Nlügelartigen 
Gebilden umgewandelt werden, 

Die Blüten sind bei Digera alternifolia (1.) Aschers. in’ langen 
achselstiindigen Ähren angeordnet und zeigen ein 4—5blittriges Perigon ; 
bei Pleuropterantha Bevor Vranch. bilden sie traubig vereinigte Cymen 
und besitzen ein stets fünfblättriges Perigon, Die Frucht ist ‘m’ beiden 


SFA 


Uber die geographische Verbreitung der Amarantaceen etc. 27 


‚ein Nüsschen, das bei der ersten ein hartes Pericarp, bei der zweiten zwei 
_ parallele Flügel aufweist. 


In Bezug auf die geographische Verbreitung ist P. Revorli auf Soma- 


- Jiland beschränkt, während D. alternifolia als Unkraut eine große Ver- 


breitung in Indien, Ceylon, auf den Malayischen Inseln, in Afghanistan, 


—Beludschistan, Arabien sowie in Nord- und Ostafrika bis zum Kilima- 


_ ndscharo besitzt. 


“Eine ebenfalls parallele Entwickelung mit den zwei vorhergehenden 
Gruppen zeigen Kentrosphaera und Dasysphaera, indem beide Partialblüten- 


= stände aufweisen, welche meist drei fertile und sechs sterile Blüten ent- 
halten, Letztere stehen meist je zwei zu Seiten der fertilen, unterscheiden 


sich aber dadurch, dass sie zur Zeit der Fruchtreife zu langen, bei Kentro- 


. sphaera strohgelben Stacheln, bei Dasysphaera gelben oder braunen weichen 


Borsten auswachsen und dadurch dem kugeligen Fruchstand ein stacheliges 
Ansehen verleihen. 

Die fertilen Blüten zeigen in beiden Gattungen große Übereinstimmung, 
indem sie aus einer gleichen Anzahl von Gliedern bestehen, der Pseudo- 
staminodien entbehren und einen kahlen Fruchtknoten mit fadenförmigem 


Griffel besitzen. 


Die zahlreichen, oft walnussgroßen Stachelkugeln sind sehr geeignet, 


von Tieren mitgeschleppt zu werden, zumal da sie sich von der Spindel 


leicht abtrennen, so dass dieselbe zuletzt ganz nackt bleibt (vergl. auf 
Tafel I Eneter’s Bot. Jahrb. Bd. XXVII das Habitusbild von Dasysphaera 
Robecchii Lopr.). 

Beide Gattungen enthalten ausdauernde, niedere Sträucher oder krau- 
tige Stauden. Dasysphaera zeigt nun in dem dieken Wurzelstock und in 
den meist filzigen Zweigen und Blättern zweckmäßige Einrichtungen, um 
die Trockenzeit zu überstehen. 

In Bezug auf die geographische Verbreitung scheint die einzige Ken- 
trosphaera-Art, nämlich K. prostata Vikns., auf das Kilimandscharogebiet 


> beschränkt zu sein, während von Dasysphaera die eine Art, D. tomentosa 


BET + 


Vikns., am Kilimandscharo, die andere, D. Robecchii Lopr., in Somaliland 
vorkommt. 

Die letzte zweigliedrige Gruppe dieser Reihe ist von Cyathula und 
Pupalia gebildet. Wenn ich aber diese Gruppe ganz zuletzt betrachte, so 
geschieht es aus dem Grunde, weil sie mit den vorhergehenden einige 


* Beziehungen aufweist, deren Bedeutung erst nach der Betrachtung jener 


besser zum Ausdruck kommt. 
Die Gattungen Cyathula und Pupalia sind in dieser Reihe die am 
nächsten verwandten, denn sie zeigen nicht nur im Habitus, sondern auch 


im Blütenstand und im Blütenbau eine auffallende Ähnlichkeit. Nur das 


Vorhandensein von Pseudostaminodien bei Cyathula ist das einzige, aller- 
dings diirftige Merkmal, das noch zu Rate gezogen werden kann, um diese 


28 G. Lopriore, 


Gattung von der anderen zu unterscheiden. Dieser Umstand erklärt, weshalb 
einige Arten beider Gattungen oft mit einander verwechselt worden sind. 

Was den Habitus betrifft, so deuten die seidenartig filzigen Blätter und 
Zweige mehrerer Arten auf die Xerophilie dieser Gewächse. Dieselbe kommt 
aber nicht bei allen zum Ausdruck. 

In Bezug auf den Blütenstand finden wir entweder cylindrische Ahren 
oder kugelige Köpfchen. Der erste Typus tritt in der reinsten Form bei 
C. cylindrica (Boj.) Moq., C. achyranthoides Moq., ©. prostrata (L.) Blume 
und wenige andere auf, welche bis 40 cm lange Ähren zeigen, der zweite 
bei C. globulifera (Boj.) Moq. bei. ’ 

Die Partialblütenstände bestehen aus fertilen und sterilen Blüten. Letz- 
tere sind gewöhnlich in Dornenbündel verwandelt. Bei Cyathula aber 
kommen außer diesen auch in der Entwickelung zurückgebliebene Ge- 
schechtsorgane vor. Ferner sind die Perigonblätter zu hakenförmig ge- 
krümmten Spitzen ausgezogen. 

Die ährigen Blütenstände erinnern bei einigen Arten (C. achyranthoi- 
des Moq., C. prostrata (L.) Blume) an die von Achyranthes, indem die 
Partialblütenstände bei der Reife abwärts zurückgeschlagen werden und 
kugelige, stachelige Fruchtstände bilden, die denen von Kentrosphaera und 
Dasysphaera ähnlich sehen, die aber wegen ihrer Widerhaken besser geeig- 
net sind, von Tieren fortgetragen zu werden. Im Zusammenhang mit 
dieser Einrichtung findet man, dass die Blütenstände bei den unreifen 
Ähren dicht zusammengedrängt sind, bei den reifen dagegen infolge der Ver- 
längerung der Spindelinternodien weit von einander entfernt werden und sich 
dadurch von der Blütenachse besser abtrennen und weiter befördern lassen. 

In Bezug auf die geographische Verbreitung ist die Gattung Cyathula mit 
ihren zahlreicheren Arten weiter verbreitet als Pupalia, indem sie außer in 
Afrika und Asien auch in Südamerika vorkommt, wo Pupalia nicht auftritt. 

Eine isolierte Stellung am Ende dieser Reihe nimmt die Gattung Cen- 
lema ein, welche ährige oder kopfige Blütenstände zeigt, deren Partial- 
blütenstände ein-, zwei- und mehrblütig sind. Mitunter kommen bei (©, 
alternifolia Schinz mit den fertilen auch sterile Blüten vor, welche auf: je 
zwei Dornspitzen reduciert sind. Dieser Umstand lässt die Stellung dieser 
Art bei der Gattung Centema etwas zweifelhaft erscheinen. 

Die Kigentiimlichkeit dieser Gattung besteht darin, dass die Perigon- 
blätter mit der Reife am Grunde verhärten und an Dicke bedeutend zu- 
nehmen, ferner, dass die Vorblätter bei einigen Arten in Dornspitzen ver- 
wandelt werden und als Haftorgan beim Zerstreuen der Samen dienen. 
Diese Function wird bei €, alternifolia Schinz von den in Dornspitzen 
verwandelten sterilen Blüten übernommen. 

Sämtliche Arten sind geradaufsteigende, wahrscheinlich mehrjährige 
Gewächse der afrikanischen Steppen, welche nach der Regenzeit mit dem 


Grase emporschieBen. 


bo 
Ne) 


Uber die geographische Verbreitung der Amarantaceen ete. 


Amaranteae. 


Der Ubergang von den hermaphroditen zu den diücischen oder poly- 
gamen Amarantaceen wird von der Gattung /resine gebildet, bei welcher 
alle drei Arten von Blüten vorkommen. 

Diese Gattung, wie sie von Moguin aufgestellt und von Scuinz bei- 
behalten wurde, ist von den verwandten Amarantaceengattungen nicht scharf 
geschieden, da sie hermaphrodite und diöcische Arten enthält, die zu ver- 
schiedenen Gattungen gezogen werden müssten. 

So stimmen die Arten der Section Philorerus im Habitus und im 
Blütenbau derart unter einander überein, dass sie von den übrigen Jresine- 
Arten gut unterschieden sind und wohl rechtfertigen, dass BENTHAM-HO0KkER 
die Seetion zur Gattung erhoben und dieselbe zwischen die Hauptgattungen 
Gomphrena und Alternanthera gestellt haben. 

Im Vergleich zu diesen sind die Arten der Section Erwresine im Ha- 
bitus wohl verschieden und stellen einen bedeutenden Fortschritt nicht nur 
wegen der Eingeschlechtigkeit, sondern auch wegen der verschiedenen Aus- 
bildung der vegetativen und Fortpflanzungsorgane der männlichen und 
weiblichen Individuen dar, so dass sie einigen Gomphrena-Arten der Section 
Pfaffia und Hebanthe am ähnlichsten sehen. 

Die männlichen Exemplare unterscheiden sich von den weiblichen mei- 
stens durch kleinere, schmälere, weniger behaarte Blätter, durch schlankere 
und lockere Blütenstände. Ferner zeigen die männlichen Blüten fast aus- 
schließlich ein kahles Perigon, während dieses bei den weiblichen Blüten 
von einem Haarbüschel umhüllt wird, der an der Basis des kleinen Stipes 
sitzend bei stärkerer Ausbildung dem Blütenstand ein wolliges, schmuckes 
Aussehen verleiht. 

Die biologische Bedeutung dieser Einrichtung ist einleuchtend, wenn 
man bedenkt, dass die äußerst kleinen Samen den mit einem zweiarmigen 
Griffel aus dem Perigon hervorragenden Fruchtknoten vollständig einnehmen 
und dass die sehr leichten hyalinen oder behaarten Perigonblätter im Flie- 
gen oder Schwimmen durch die Haare sehr begünstigt werden. | 
| Bei einigen Arten (I. cassiniaeformis S. Schauer u. a.) kann sogar 
mit der übermäßigen Haarbildung ein zeitiges Lostrennen und Zusammen- 
haften der einzelnen Früchte stattfinden, so dass der ganze Blütenstand wie 
in einen Wollballen umgewandelt wird, in welchem die Samen samt ihren 
Perigon kaum zu unterscheiden sind. Die Funetion der Haare bei dieser 
Art scheint eine so wichtige zu sein, dass auch in den Fällen, wo die Ge- 
sehlechtsorgane fehlen und die weiblichen Blüten von 2—-4 Vorblättern 
vertreten sind, diese einen kleinen, aber deutlichen Haarbüschel umschließen. 


30 G, Lopriore. 


Bei den echten Jresine-Arten findet ein allmählicher Übergang statt 
von den hermaphroditen Blüten zu den eingeschlechtigen und innerhalb 
dieser von solchen, in welchen noch neben den fertilen Organen des einen 
Geschlechtes auch die des anderen, aber 'steril sich ausgebildet finden, zu 
solchen, die auch morphologisch streng eingeschlechtlich sind. 

In Bezug auf Blütenstand und vegetative Organe ist diese Gattung, wie 
schon von Marrıus angegeben, die polymorpheste unter allen Amarantaceen, 
so dass es schwer ist, gute Artencharaktere festzustellen. Von den ein- 
fachen Köpfchen von Z radıcata (Hook.) Schinz und einigen Phrloxerus- 
Arten bis zu den großen, breiten Rispen von Z celosioides L., I. cassiniae- 
formis S. Schauer finden wir alle möglichen Übergänge nicht nur in der 
Größe, Verzweigung, Consistenz und Behaarung, sondern auch in der Farbe, 
die zwischen dunkelbraun (I. elator Rich.) und silberweiß (1. Pringlei 
Wats.) schwanken kann. 

Bei den vegetativen Organen herrscht eine noch größere Mannigfaltig- 
keit. Die verschiedensten Dimensionen kommen hier vor. Man vergleiche 
z. B. die handhohe J. radicata (Hook.) Schinz einerseits und die bis zehn 
Fuß Höhe erreichende J. Pringle: Wats. andererseits. | 

Diese Verschiedenheit ist besonders in den Blättern ausgeprägt, und es 
finden sich alle Übergänge von den zolllangen, spröden Blättern von 1. 
ledifoha Kl. zu denen von I. celosioides L. var. macrophylla Gr., die bis 
handbreit werden. Auch in der Consistenz, Nervatur und Farbe (I. dis- 
color Greeneman) bieten die Blätter der übrigen Arten eine Fülle von Uber- 
gängen. 

Die verschiedene Tracht und Lebensweise dieser Pflanzen, die bald 
aufrechte, bald niederliegende, bald klimmende Kräuter und Sträucher sind, 
beweisen ferner, dass die Gattung keine scharfe Abgrenzung besitzt. 

Dieser weitgehenden Polymorphie entsprechend hat die Gattung im 
tropischen und subtropischen Amerika und Afrika eine große geographi- 
sche Verbreitung. Die echten Jresine-Arten, mit Hauptcentren in Brasilien, 
Columbien und Mexiko, scheinen in Amerika ihren Ursprungsort zu haben. 
Von diesen sind I. havanensis H. K., I. gossypiantha Rich. und I. par- 
vifola MW. K. auf Cuba, 2. radicala (Hook.) Schinz und I. Kdmonstoner 
Hook. auf die Galapagosinseln beschränkt, während J. celosioides L. außer 
in der Neuen auch in der Alten Welt vorkommt und von Warburg auch 
auf Java und den Philippinen aufgefunden wurde. 

Die Philoxerus-Arten gehören der Alten wie der Neuen Welt an, da 
sie in Westafrika, Australien, auf den Inseln Loochoo und im tropischen 
Ostamerika vorkommen. Von ihnen haben sich einige, wie I. portulacoides 
Moq., zu Welttypen ausgebildet. 

Die monotypische Gattung Dieraurus mit dem eigentümlichen Habitus 
einer Felspflanze findet am besten neben der polytypischen Jresine ihren 
Platz, wenn man sie nicht elwa ganz mit ihr vereinen wollte, zumal sie 


agin 
+ 


Uber die geographische Verbreitung der Amarantaccen ete. a 


im allgemeinen nicht‘ nur im Habitus, sondern auch im Blütenbau mit 


Iresine übereinstimmt. 

Wie bei vielen diöeischen Iresine-Arten, so sind auch bei Dieraurus 
die männlichen von den! weiblichen Blütenständen leicht zu unterscheiden, 
indem letztere mit der Reife ein wolliges Aussehen bekommen und in Wolle 
gehüllte Früchte haben, bei welchen die Perigonblätter fast nicht zu er- 
kennen sind. 

Die weiblichen Blüten zeigen ein sehr redueiertes, aus zehn Zipfeln 


_ bestehendes Andröceum, von denen fünf die Staubfäden und fünf die alter- 


nierenden Pseudostaminodien darstellen. Das sterile Gynäceum der männ- 
lichen Blüten erreicht große Dimensionen, die denjenigen des fertilen fast 
gleichkommen. In Übereinstimmung mit diesen Charakteren ist die Frucht 
auch hier eine Kapsel, die aber nicht aufspringt. | 

‘ Dieselbe Mannigfaltigkeit in dem Geschlecht der Blüten zeigt die Gattung 
Aerua, welche fast ausschließlich xerophile Kräuter und Sins der 
Tropen und Subtropen der Alten Welt enthält. 

Aerua ist von Iresine nicht nur im Habitus, sondern im Blütenstand 
und Blütenbau etwas verschieden. Wenn sie aber neben diese gestellt 


wird, so ‘geschieht es auf Grund der Charaktere einiger Zwischenformen, 


welche den Übergang von der einen zu der anderen vermitteln. 

Der. Habitus der Aerwa-Arten ist im allgemeinen der von Xerophyten 
mit meist aufrechtem Stengel und kleinen filzigen oder dicht behaarten Blät- 
tern. Mitunter kommen niederliegende Le radicans Mart.) oder kletternde 
Pflanzen vor. | 

Der Blüthenstand ist aus cylindrischen, kurzen oder langen, einfachen 
oder zusammengesetzten Ahren gebildet. Der Blütenbau weicht nicht selten 
vom. pentameren Typus ab, indem eine Reduction zu vier Teilen im Peri- 
gon und Andréceum stattfindet. 

Die Blüten sind wie bei Zresine von einem Haarbüschel umhüllt, der 
am kleinen Stipes sitzend oft eine beträchtliche Linge erreicht. Die Haare 
sind aber gerade und steif, oft pinselartig angeordnet, so dass die Blüten- 
stinde dadurch nie das eigentiimlich wollige Aussehen, wie die von Jresine 


_ gewinnen. 


_ Einige Arten, wie z. B. Aer javanica (Blume) Juss. mit ihren Va- 
rietäten erohia und Jatifolia, ebenso A. lanata (L.) Juss. mit ihren 
Varietäten viridis und oblongata sind fast überall im tropischen und sub- 


tropischen Gebiete der Alten Welt anzutreffen, denn beide sind vom Kili- 


_ mandscharo über Central- und Nordafrika (einschl. Comoren, Socotra und 


Madagaskar) Persien und Afghanistan bis nach Indien und dem Malayischen 
Archipel verbreitet. | | 

: Non: diesen zwei Arten, die als typische Vertreter der Gattung gelten, 
weichen‘ die übrigen bald durch ihren Habitus, bald durch ihren Blüten- 
bau: oder -stand ab und zeigen eine beschränkte geographische Verbreitung. 


32 G. Lopriore. 


— 


So sind A. revoluta Balf. f. und A. microphylla Mog. auf Socotra, A. 
velutina Moq. auf die Philippinen beschränkt, obwohl auch, wie es scheint, 
in Westindien aufgefunden. 

Was die Stellung der zwei monotypischen Gattungen Nothosaerua und 
Arthraerua betrifft, so braucht hier kaum hervorgehoben zu werden, dass 
sie neben Aerua gestellt, wenn nicht zu dieser gezogen werden müssen. 

In der That beweist der Umstand, dass die zur ersten Gattung gehö- 
rende Art von Moguin als Aerua brachiata, von Wicnr zuerst als Pseud- 
anthus brachiatus (le. Fl. Ind. or. V. 2. p. 3), dann als Nothosaerua 
brachiata (|. e. VI. p. 1) beschrieben worden ist, dass die Gattung keine 
sroße Selbständigkeit hat. 

Wicat machte besonders darauf aufmerksam, dass er bestimmt wurde, 
die in Frage stehende Pflanze als eine unechte Aerua anzusehen, weil die 
ihm zur Verfügung stehenden Exemplare anstatt die gewöhnliche, bra- 
chiate Form der Verzweigung zu besitzen, alternierende Zweige und 
Blätter zeigten. Angesichts aber der großen Polymorphie der alten Moqum- 
schen Art (Moguin hatte von derselben vier Varietäten aufgestellt) leuchte 
es ein, dass die Wieur’sche Gattung nicht aufrecht zu erhalten sein dürfte. 

In Bezug auf die Tracht und die Blütenmerkmale ist diese Gattung 
von Aerua nicht zu sehr entfernt, da der bei ihr vorkommende Herma- 
phroditismus auch bei Aerua sich findet. Die Reduction der Perigon- und 
Staubblätter von der Vollzähligkeit bis zu vier resp. zwei Teilen ist auch 
bei letzterer angedeutet, wird aber nicht bis zu dieser äußersten Grenze: 
angetroffen. Es wäre daher angezeigt, Nothosaerua anstatt als Gattung als 
eine reducierte Art der Gattung Aerua anzusehen, oder, wenn man sie 
aufrecht halten will, als ein Verbindungsglied zwischen Iresine und Aerua 
zu betrachten. Die Pflanze kommt auf Schlamm-, ebenso auf Sandboden 
vor und hat im tropischen Asien und Afrika eine große Verbreitung. 

Etwas verschieden gestalten sich die Verhältnisse bei der anderen 
(Gattung Arthraerua, welche, wie der Name andeutet, durch ihre eigen- 
tümlich gliederartige Verzweigung des Stengels von den echten Aerua- 
Arten abweichen soll. Infolge dieser articulierten, kandelaberartigen Ver- 
zweigung, die bei keiner Amarantacee in so ausgeprägter Form vorkommt, 
ist es schwer zu bestimmen, ob die in Frage stehende Arthraerua Leub- 
nitxiae (Kze.) Schinz als selbständige Gattung beibehalten oder zu Aerua: 
gezogen werden muss. 

Die in kurzen diehten Ähren angehäuften Blüten erreichen hier größere 
Dimensionen als bei Aerua, sind von Seidenhaaren umhüllt und zeigen 
behaarte Perigonblätter. Das Andröceum weist fast quadratische, breite 
Pseudostaminodien, das Gynäceum einen mit langem Griffel und kopfförmi- 
ver Narbe versehenen Fruchtknoten auf. Angesichts der grossen Poly- 
morphie der Gattung Aerua wäre es vielleicht angezeigt, wenn man Ar- 
thracriua Leumitaae als eine dem Wüstenleben angepasste Aerua-Art auf- 


aia 


Uber die geographische Verbreitung der Amarantaceen etc. 33 


 fassen würde. Die vorläufige Bezeichnung Aerua desertorum Excrer’s 
_wiirde sehr dafür sprechen. Einstweilen halte ich es für besser, die auf- 
gestellte Gattung noch aufrecht zu erhalten. 

Was aber die andere von Kunrze aufgestellte Art Aerua (Arthraerua) 
 Pechuelii O. Kze. betrifft, so ist dieselbe nichts anderes als Culicorema 
- capitatum Hook. f., wie es sich auf Grund genauer Untersuchung und 
Vergleichung mit dem Originale Hooxer’s ergab'). A. Pechuelii O. Kze. 
muss deshalb ganz wegfallen. 

In dieser Gruppe der Amaranteae ist Amarantus (nachdem Scutnz 
zu diesem Amblogine Raf., Glomeraria Cav., Euxolus Raf., Mengea Schauer, 
Pixidium Mönch und Scleropus Schrad. gezogen hat) von den verwandten 
Gattungen ziemlich gut geschieden, in ihren einzelnen Arten aber sehr 
mangelhaft umgrenzt, wiewohl dieselben weder so zahlreich, noch auf ein 
so relativ enges Gebiet beschränkt sind, wie z. B. die von Gomphrena. 

Dieser Mangel an scharfen Artencharakteren rührt wohl daher, dass 
die Amarantus-Arten einerseits specifische Elemente der Ruderalvegetation, 
andererseits in der Cultur seit langem eingebiirgert und nur als solche be- 
kannt sind. 

ULine und Bray haben neuerdings versucht, eine Synopsis der nord- 
amerikanischen Amarantus-Arten zu geben. Sie heben aber besonders 
hervor, dass die zur Abgrenzung der Untergruppen benutzten Merkmale 
keineswegs durchgreifend sind, da dieselben bald nach der einen, bald nach 
der anderen Seite hinübergreifen und den Versuch einer definitiven Stellung 
scheitern lassen. Viele Arten aus den verschiedenen Untergruppen sind 
zum Verwechseln ähnlich. Außerdem ist die Frage ihrer systematischen 
Stellung durch die individuelle Anpassung der adventiven Formen, so wie 
durch die große Unsicherheit, welche durch die häufige Hybridation erzeugt 
wird, zu einer schwierigen geworden. 

Die Schwierigkeiten eines ähnlichen Versuches für sämtliche Amarantus- 
Arten der Welt (im ganzen über 50) sind einleuchtend, so dass, wie auch 
Urise und Bray meinen, nur ein mehrjähriges Studium der verschiedenen 
Gruppen, wie sie in der Natur und in der Cultur vorkommen, verbunden 

. mit einem genauen Vergleich der Linné’schen Originale von Erfolg in der 
Umgrenzung der Arten sein würde. 

In der Tracht zeigen die Amarantus-Arten die größte Mannigfaltigkeit. 
Von den nur handhohen A. peruvianus Schauer und A. carneus Greene 
bis zu den meterhohen, in unseren Gärten cultivierten Arten giebt es allerlei 
Übergänge in den Dimensionen. 

Zwischen den kleinen, fast schuppenartigen Blättern von A. carneus 


4) Es ist mir eine sehr angenehme Pflicht, Herrn Dr. O. Starr vom Botanischen 
Garten in Kew für die Bereitwilligkeit, mit welcher er das von mir gesandte Material 
mit dem Original verglich, meinen besten Dank abzustatten. 

Botanische Jahrbücher. XXX. Bd. 3 


34 G. Lopriore. 


und den schmal lanzettlichen von A. sahcifolius Host. sowie den fast 
handbreiten von A. elegantissimus findet man eine Fiille von Ubergangs- 
formen. 

Im Bliitenstand herrscht eine nicht minder grofe Vielgestaltigkeit, ob- 
wohl die Ahre die Grundform darstellt. Es giebt breite aus Ahren ge- 
bildete Rispen, wie z. B. bei A. pariculatus L., als auch in der Blattachsel 
dicht angehäufte knäuelförmige Inflorescenzen, wie bei A. Mitchelli Bth. 

Der getrennten Geschlechtlichkeit entspricht auch hier wie »bei den 
nach dieser Richtung fortgeschrittenen Zresine-Arten eine verschiedene Aus- 
bildung der Blütenstände. So sind die männlichen Blüten von A. Palmeri 
Wats. zu schlanken, dichten, die weiblichen zu unterbrochenen, dicken 
stacheligen Ähren angeordnet, so dass die einen von den anderen leicht zu 
unterscheiden sind. 

Die Blüten von einigen Amarantus-Arten zeigen die Eigentümlichkeit, 
dass die Perigonblätter anstatt die gewöhnliche Gestalt der Amarantaceen- 
blüten zu zeigen, sich blattartig entwickeln, wobei der in einen Stachel 
endende Mittelnerv an der oberen Hälfte jederseits in eine hyaline herz- 
fürmige Spreite verbreitert ist, die bei einigen Arten, wie z. B. A. Mitchell 
Bth., sich flach tellerförmig ausbreitet und dadurch das Fliegen der Samen 
befördert (Taf. I, Fig. R). 

Eine derartige Ausbildung, die gewiss einen großen Fortschritt darstellt, 
kommt nur bei weiblichen Blüten zu stande. Die männlichen sind mit ge- 
wöhnlichen Perigonblättern versehen. 

Diese biologische Function zur Ausstreuung der Samen wird bei den 
weiblichen Blüten des A. Palmert Wats. von den Vorblättern versehen, 
welche um !/, länger als die Perigonblätter sind, den Mittelnerv zu einem 
harten, steifen Dorn ausbilden und bei der Reife derart aus einander 
spreizen, dass jede Berührung zum Abspringen der Früchte führt. Die 
Vorblätter der männlichen Blüten, obwohl in der Gestalt von den genannten 
nicht verschieden, sind weder so spitz und stark entwickelt, noch spreizen 
sie aus einander. | 

Dieselbe Function werden wabrscheinlich auch die Deckblätter und die 
axillaren Dornen bei A. spinosus L. verrichten. Beide erfahren aber nicht 
eine so weitgehende Ausbildung wie bei A. Palmeri Wats. 

Eine Reduction der Perigonblätter bis zu zwei oder drei Gliedern 
A. deflerus L., A. pumilus Raf., A. acutilobus [A. Br. et Bouché)) findet 
nicht selten statt. Kine ähnliche Reduction erfährt auch das Andröceum, 

Das Gynäceum zeigt die größte Mannigfalligkeit in der Ausbildung. 
Der eiförmige oder flachgedriickte Fruchtknoten mit kurzem oder fehlendem 
Griffel und zwei- bis dreiarmiger Narbe bleibt bei der Reife entweder ge- 
schlossen oder springt bald mit Längs- oder Querrissen, bald mit einem 
regelmäßigen Kreisschnitt auf, 

Im Zusammenhang mit diesem verschiedenartigen Verhalten zeigt die 


Uber die geographische Verbreitung der Amarantaceen ete. 35 


Fruchtwand bald eine netzförmige Verdickung (A. Mitchelli Bth. Taf. I, Fig. S), 
_wodurch sie eine, besondere Zähigkeit erreicht und nur bei eintretender Fäulnis 
das Hinausschlüpfen und Keimen der Samen gestattet, bald zeigt sie die untere 
Hälfte zart und hyalin, die obere dagegen verdickt, rosagefärbt und mit 
‚ einer präformierten Rissstelle versehen, so dass sie sich wie ein Deckel vom 
_ unteren Teil abhebt (A. carneus Greene), bald eine hufeisenförmige Ver- 
dickung, die den flachgedrückten Samen wie ein Ring umsäumt und das 
Hinaustreten desselben erschwert (A. crassipes [Schlecht.] Moq.). 

Bei nicht aufspringenden Früchten ist gewöhnlich der Griffel kurz oder 
er fehlt gänzlich. Bei aufspringenden dagegen erreicht die zwei bis drei- 
armige, meist papillöse Narbe die doppelte oder dreimalige Länge des 
Fruchtknotens und dadurch wird das Anhaften und Aufspringen der Kapsel- 
wand erleichtert. 

Aus dieser so mannigfaltigen Ausbildung der vegetativen und Fort- 
pflanzungsorgane lässt sich wohl erklären, dass Amarantus eine der am 
meisten fortgeschrittenen und daher vielleicht auch am weitesten verbreiteten 
Gattungen darstellt. In der That ist sie die einzige Gattung, welche die 
meisten in Europa vorkommenden Formen enthält. In ihrer Gesamtheit 
sind diese wohl erst eingewandert und dann eingebürgert worden. Zugleich 
erreichen einige von ihnen die nördlichste Grenze, bis zu der überhaupt 
diese Familie vordringt. 

Der Umstand, dass Amarantus Ruderalpflanzen enthält, mag vielleicht 
viel dazu beigetragen haben und erklären, weshalb man von vielen bei uns 
eingebürgerten Arten die Heimat nicht mehr kennt. Ein anderer Umstand 
kommt hier noch in Betracht, nämlich die überaus große Production von 
sehr kleinen Samen. Wenn man bedenkt, dass ein einziger Stamm von 4. 
caudatus L. nach WıLLvenow bis acht Unzen (über 240 gr) Samen hervor- 
bringen kann (Martius, Beitr. z. Kenntnis d. nat. Fam. d. Amarantaceen, 
p. 269) und dass dieselben ihre Keimfähigkeit infolge des geringen Öl- 
gehaltes im trockenen Eiweißkörper und in dem verhältnismäßig an Volumen 
bedeutend geringeren Embryo längere Zeit behalten, so kann man vielleicht 
erklären, wie diese und verwandte Arten eine so große geographische 

- Verbreitung besitzen. 

Dass es endemische Arten giebt, welche ihrem starken Endemismus 
entsprechend auch einen verschiedenen Habitus zeigen, muss hier hervor- 
gehoben werden. So erinnern die auf den Galapagosinseln vorkommenden 
A. scleranthoides And. und A. squamulatus And. mehr an Seleranthus 
als an Amarantus. So zeichnen sich mehrere der neuen in Amerika ent- 
deckten und von Warson, Greene, ULINE und Bray beschriebenen Arten 
durch eine weniger weitgehende Ausbildung der Fortpflanzungsorgane aus 
und dementsprechend zeigen sie auch eine beschränktere geographische 
Verbreitung. 

Eine isolierte Stellung nimmt unter den diöcischen Amarantaceen die 

3* 


36 G. Lopriore. 


monotypische Gattung Acanthochiton ein, deren weibliche Blütenstände eine 
eigentiimliche Umwandlung erfahren. | | 

Die nackten Blüten sind hier von großen, breiten, herzförmigen, über 
der Mittelrippe gefalteten und in eine Stachelspitze ausgezogenen Vorblättern 
vollständig verdeckt, welche mit der Zeit sehr steif und nach unten zurück- 
geschlagen werden, ‚während zu gleicher Zeit eine Verlängerung des Pedi- 
cellus stattfindet, wodurch die Anheftung der Blüten unter einander und an 
der Blütenstandsachse verringert wird. 

Der Blütenstand wird auf diese Weise in eine stachelige Ähre umge- 
wandelt, bei welcher jede Berührung zum Abspringen der Früchte führt. 
Die fast linsenfürmigen, glatten, stark glänzenden Samen treten sehr leicht 
aus der sich mit einem Kreisschnitt öffnenden Kapsel heraus. 

Diesen guten Verbreitungsmitteln entsprechend scheint die einzige dieser 
Gattung gehörende Art (A. Wrigthii Torr.) eine ziemlich große Verbreitung 
in Nordamerika (besonders in Texas und Arizona) zu haben und ist nicht 
nur infolge der Zweigeschlechtigkeit, sondern auch durch die zweckmäßige 
Ausbildung des Blütenbaues als einer der am weitesten fortgeschrittenen 
Typen anzusehen, wie denn die weiblichen Blüten durch das gänzliche 
Fehlen der Perigonblätter auch in der Reduction einen Fortschritt zeigen. 

Daraus geht hervor, dass bei dieser Gattung die morphologischen 
Merkmale es erschweren, ihre Stellung in der natürlichen Gruppierung mit 
absoluter Sicherheit zu bestimmen. Nur mit der diöcischen Gattung Aenida 
zeigt sie insofern Ähnlichkeit, indem auch bei dieser die weiblichen Blüten 
des Perigons entbehren und eine mit dreiarmiger Narbe versehene Kapsel 
besitzen, welche ebenfalls mit einem Kreisschnitt aufspringt. 

Die männlichen Blüten sind bei Acnida größer, als die weiblichen, 
weisen ein wohl entwickeltes Perigon auf und bilden keine spärlichen, 
sondern dicht gedrängte Blütenstände, welche lebhaft an die von Hanf er- 
Innern. 

Diesem verschiedenartigen Verhalten entsprechend ist die Gattung auch 
in mehreren Arten zur Entwickelung gelangt (sie besitzt nämlich vier Arten 
init ebenso vielen Varietäten) und hat im Vergleich zu Acanthochiton eine 
größere geographische Verbreitung in den östlichen und nördlichen Gegenden 
Nordamerikas, wo sie die sandigen Stellen bevorzugt. 

Kine besondere Berücksichtigung verdienen die zwei Gattungen Bosra 
und Æodetia, welche von Scuinz unter der ersteren zusammengezogen 
worden sind. 

Moguin rechnete die Gattung Dosia zu den Salsolaceen, Hooker 208 
sie mit Recht zu den Amarantaceen und stellte sie neben die Gattung 
Rodetia, wit welcher sie große Ähnlichkeit im Habitus und im Blüten- 
stand zeigt. 

Die zwei Gattungen unterscheiden sich dadurch, dass Bosia diöcische, 
Rodetia hermaphrodite Blüten besitzt. Die Frucht ist in beiden eine Beere, 


©4572 


_ Engler, Bot. Jahrb. XXX. Bd. 


A.B.Celosia argentea L., CF. Ce 2. spicata Spreng,, 
G-J. Achyranthes aspera L., K-M. Achyr. (Centrostachys! aquatica R.Br, 
N. 0.Alternanthera sessilis (L)R.Br., P. Q.Sericostachys tomentosa Lopr., 
R.S. Amarantus Mitchelli Bth. 


Autor dif. 8 
J. Pohl dei. Verlag v.Wilhelm Engelmann in Leipzig. 


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7 


Uber die geographische Verbreitung der Amarantaceen etc. Bid 


_ welche bei Rodetia leicht abfällt und die vier Bracteolen in Form eines 
“kleinen Kelches auf der Blütenstandachse zuriicklisst. Die Beere der Bosia 


behält dagegen den kleinen Kelch und erreicht im Vergleich zu der anderen 
etwa doppelte Dimensionen. 

In Bezug auf ihre geographische Verbreitung verhalten sich die zwei 
Gattungen sehr eigentiimlich, denn die drei Arten von Bosia kommen in 
weit von einander befindlichen Gebieten vor — Bb. Yerva Mora L. auf den 
Canarien, D. cypria Boiss. auf Cypern und B. cannabina Lour. in Cochin- 
china — während Rodetia Amherstiana (Moq.) Hook. in Indien vorkommt. 

Über die Zugehörigkeit der drei genannten Arten zu der ersten Gat- 
tung und über die Selbständigkeit der zwei Galtungen liegen noch Zweifel 
vor. Die zwei Gattungen zeigen große Ähnlichkeit mit der mehrsamigen 
Deeringia, welche außer hermaphroditen, wie Bosia, auch diöcische Blüten 
besitzt. Auch in Bezug auf die Frucht ist die Ähnlichkeit eine sehr große, 
wenn man bedenkt, dass, wie ich einmal bei Deeringia baccata Retz. beob- 
achtet habe, eine Reduction von mehrsamigen bis zu einsamigen Beeren 
stattfinden kann. 


Erklärung der Figuren auf Tafel 1. 


Celosia argentea L. 

A Eine Blüte mit dem langen, weit aus dem Perigon hervorragenden Griffel, dessen 
unterer, im Perigon eingeschlossener Teil samt dem Fruchtknoten durch eime 
punktierte Linie angedeutet ist. 

B Freigelegtes Gyniceum. Der Fruchtknoten ist mit emem Kreisschnitt aufgesprungen, 
infolge dessen trennt sich der obere von dem unteren, die Samen enthalten- 
den Teile und erleichtert die Ausstreuung der letzteren. 


Celosia spicata Spreng. 

C' Eine Ahre mit reifen Kapseln. 

D Eine flach gedrückte, mittelst eines Kreisschnittes in zwei ungleiche Teile auf- 
gesprungene Kapsel. Am Grunde derselben sieht man die drei vorderen Pe- 
rigonblätter, am Scheitel die drei gespreizten, fadenförmigen Arme der Narbe. 

FE Umsgelegter, oberer Kapselteil, die dicht gedrängten, in zwei horizontalen Reihen 
angeordneten Samen enthaltend. 

F Unterer, auf den sternförmig gespreizten Perigonblättern sitzender Kapselteil, die 
kurzen, zurückgebliebenen Nabelstränge zeigend. 


Achyranthes aspera L. 
G Eine sehr junge Ahre mit nach oben gerichteten Blüten. 
H Eine reife Ahre mit den unteren, nach unten zurückgeschlagenen und den oberen, 
nach oben gerichteten Bliten. 
J Eine reife Blüte, die Stellung der gespreizten, etwa um 45° von den Perigonblattern 
divergierenden Vorblättern darstellend. 


Achyranthes (Centrostachys) aquatica R. Br. 


K Eine Ähre, verschiedene Reifezustände der Blüten zeigend. Je reifer dieselben, 
desto mehr sind sie nach unten zurückgeschlagen. 


38 G. Lopriore, Uber die geographische Verbreitung der Amarantaceen etc. 


L Ein Stück der Spindel, die polsterartigen Verdickungen und die äußerst kleinen, 
fast linearen Insertionsstellen der reifen Bliiten darstellend. 

M Eine reife Blüte, die Stellung des einst ventralen, jetzt äußeren, im Längenwachs- 
tum besonders beförderten Perigonblattes. 


Alternanthera sessilis (L.) R. Br. 
N Eine reife vom Perigon noch umhüllte Frucht. 
O Freigelegtes Gynäceum. Von dem Fruchtknoten hat sich ein Stück der Wand ab- 
gehoben, um den reifen Samen herausschlüpfen zu lassen. 


Sericostachys tomentosa Lopr. 


P Ein Partialblütenstand. Die mittlere, fertile Blüte ist beiderseits von sterilen, aus 
Haarbüscheln bestehenden Blüten begleitet, welche der ersten als Flugapparat 
dienen. 

Q Die fertile Blüte ohne Flugapparat. 


Amarantus Mitchellii Benth. 
R Eine reife Blüte, deren flach tellerförmig ausgebreitetes Perigon der Frucht als 
Flugapparat dient. 
S Freigelegtes Gynäceum. Der netzformige Fruchtknoten erleichtert das Fliegen des 
kleinen Samens. Die dreiarmige Narbe vergrößert das Anheftungsvermögen 
der reifen Bliten. 


Beiträge zur Flora von Afrika. XXL 
Unter Mitwirkung der Beamten des Kön. bot. Museums und des Kön. bot. 
Gartens zu Berlin, sowie anderer Botaniker 


herausgegeben 
von 


A. Engler. 


Fungi camerunenses novi. III). 
Von 


P. Hennings. 


Bulgariaceae. 


Bulgaria Urnula P. Henn. n. sp.; ascomatibus subglobosis depressis, 
urnuliformibus dein applanatis, gelatinosis, 2—5 cm diametro, extus atro- 
brunneis, pilis atro-fuscis, septatis, cirrhatis, 4—6 y crassis, vestitis, mar- 
gine ciliatis, pilis setiformibus, septatis, brunneis usque ad 2 mm longis, 
6—9 y crassis; disco primo concavo dein patelliformi subplano, rufocinna- 
barino; ascis clavatis 220—250 y longis, p. spor. 150—180 X 18—20 u 
 vertice obtuse applanatis vel umbilicatis, basi stipitiformi-attenuatis, cur- 
vulis; paraphysibus filiformibus, fuscidulis, guttulatis; sporis 8 oblique 
monostichis, ellipsoideis vel fusoideis, obtusiusculis, interdum 2-guttulatis, 
25—32 X 18—20 y, episporio fuscidulo. 

Kamerun: Bipindi, auf Holz (G. Zenker n. 2194, Aug. 1899, c. icon.). 

Diese Art steht der Bulgaria (Sarcosoma) camerunensis P. Henn. sehr nahe, ist 
aber durch die Färbung des Discus, die Form der Sporen sowie besonders durch das 
Vorkommen verschieden. Auch mit B. celebica P. Henn. sowie der B. javanica (Rehm) 
P. Henn. ist die Art verwandt, mit letzterer besonders wegen des Vorkommens auf 
Holz, während die übrigen Arten auf Erde auftreten. Der Pilz ist im Innern von 
wässerig-gelatinöser Beschaffenheit, in Alkohol schrumpfen die Fruchtkörper sehr stark 
zusammen. 


1) Encuer’s Bot. Jahrb. XXII (1895) p. 72, XXIII (4897) p. 537. 


40 Beiträge zur Flora von Afrika. XXI. © 


Pezizaceae. 


Pyronema omphalodes (Bull.) Fuck. var. camerunensis P. Henn.; 
ascomatibus gregariis confluentibusque sessilibus, mycelio byssino albido — 
circumdatis, ca. 1 mm diametro, cupulatis, dein explanatis, disco flavo- 
carneo; ascis cylindraceo-clavatis, apice rotundatis, basi stipitiformi-atte- 
nuatis, 8-sporis, 130—150 X 9—10 u; paraphysibus filiformibus haud 
septatis, apice curvatis superantibus ca. 3 w crassis; sporis oblique mono- 
stichis, ellipsoideis utrinque rotundatis, hyalinis, 1-guttulatis, 15—18 X 
6—8 u. | | 

Kamerun: Bipindi, auf Asche verkohlter Bäume (G. Zenker n. 1990, 
März 1899). 

Die Varietät ist von der Normalform besonders durch die Paraphysen sowie durch 
die größeren mit einem Oltropfen versehenen Sporen verschieden. 


Aspergillaceae. 


Penicillopsis ? togoénsis P. Henn. n. sp.; stromate conidiofero phyllo- 
geno sparso, clavariiformi, simplici vel dichotomo-ramoso, fusco-brunneo 
5—7 cm longo, stipite tereti vel compresso 1—2 mm crasso, ramis subu- 
latis in axillis compressis '/,—4!/. cm longis, laevibus, subglabris, apice 
acutis, basidiis late clavatis, 30—35 X 20 p, fuscidulis ubique vestitis; 
conidiis catenulatis subglobosis vel ovoideo-ellipsoideis, fuscis vel brunneo- 
fuscis, verrucosis 6—9 X 6—7 u; stromata ascophora ignota. | 

Togo: Misahöhe, Baumannsfälle auf faulenden Blättern (Baumann 1895). 

Die Conidienstromata haben mit P. elavariiformis Solms überraschende Ähnlich- 
keit, doch sind die Conidien schwach warzig. So lange aber die Askenfrüchte nicht 
bekannt sind, bleibt es zweifelhaft, ob dieser blattbewohnende Pilz wirklich zu obiger 
Gattung gehört. Von Stlbothammium togoense P. Henn, ist dieser Pilz ganz ver- 
schieden, ebenso von St. Dybowskii (Pat.) P. Henn., welche Art vielleicht mit ersterer 
identisch, nicht zu Penicillopsis gehören dürfte. 


Hypocreaceae. 


Sphaerostilbe (Sphaerostilbella) lutea P. Henn. n. sp.; peritheciis 
gregariis interdum confluentibus, in villo byssino albido nidulantibus, flavo- 
ochraceis, farinaceis, hemisphaericis, dein collabentibus, obscuriore papillatis, 
‘ca, 200 y diametro; contextu cellulis pseudoparenchymaticis, rotundato- 
angulatis, flavo-brunneolis; ascis sublinearibus, vertice obtusis, basi paulo 
attenualis, 8-sporis, 60-80 X 3!/, p; sporis monostichis, ellipsoideis, ob- 
tusiuseulis, continuis, hyalinis 4—5'/, X 3—3!/g p. Stromate conidiofero 
filiformi, rigido, flexuoso, flavo 1'/,—3 mm longo, pedicello 30—50 y 
crasso; capitulis subglobosis ca. 150 y diametro; conidiis subglobosis hya- 
lino-flavidulis, laevibus 3—31/, u. 


P. Hennings, Fungi camerunenses novi. III. 41 


| Kamerun: Bipindi auf vermoderten Baumstämmen im Urwalde 
on ZENKER n. 2110, Juli 1899). 


Es wurden nur unseptierte Sporen beobachtet und gründet sich hierauf das Sub- 
3 genus Sphaerostilbella. Mit Sp. incerta Ces., bei der ebenfalls unseptierte Sporen vor- 


a kommen und die gleichfalis hierher gehören dürfte, scheint die Art, welche in übrigen 
À Merkmalen von Sphaerostilbe nicht abweichend erscheint, am nächsten verwandt zu sein. 
i Fenestrella gigaspora P. Henn. n. sp.; stromatibus carbonaceis, atris, 
_ rotundato-pulvinatis, sub epidermide vertice applanato subnitenti erum- 
… pentibus, ca. 2 mm diametro; peritheciis immersis, paucis, 2—3 sub- 
 globosis; ascis cylindraceis 5—8-sporis, apice obtusis 35—50 u crassis, 
- paraphysibus copiosis, filiformibus, guttulatis, hyalinis, 2—2'/, u crassis; 
sporis monostichis, oblonge ellipsoideis utrinque rotundatis, primo pallide 
flavis dein atrobrunneis, pluriseptato-fenestratis, plerumque 9 septatis, haud 
constrictis 70—90 X 35—45 u 


Togo: Station Bismarcksburg auf abgestorbenen Ästen (R. Birrner 
1891). 3 


Es wurden meist nur überreife, etwas zerfallene, sowie ganz junge Asken beo- 
bachtet. Die Sporen sind von gewaltigen Dimensionen, zuerst in der Mitte mit einer 
Scheidewand, zuletzt mit 9 Septen, mauerförmig geteilt. Die Stromata stimmen nicht 
völlig mit denen der Gattung überein, dieselben eingesenkt, mit flachem Scheitel aus 
der Rinde hervorbrechend. Die Perithecien sind im Stroma völlig eingesenkt, meist 
zu 2 oder 3, ein Ostiolum ist nicht deutlich entwickelt. 


Melanconidaceae. 


Xylariaceae. 


Thamnomyces camerunensis P. Henn. n. sp. in Engl. Bot. Jahrb. 
XIV, p. 368 sub Th. Chamissonis Ehr. var. camerunensis P. Henn. 

Kamerun: Bipindi an Baumstämmen (G. Zenker, Aug. 1899). 

Der Pilz ist nach den vorliegenden Exemplaren, welche bis 44 cm hoch sind, 
durch die viel dünneren Stiele und geradwinkelig abstehenden dünnen Aste, durch die 
seitlich oder am Gipfel der Aste bis zu 8 gehäuften eiférmigen mit einander verschmelzen- 
den Perithecien, sowie besonders durch die keulenförmigen, an einer Seite convexen, an 
der andern concaven, beiderseits stumpfen 16—20 >< 6—10 » großen, schwarzen Sporen 
verschieden. 


; Thelephoraceae. 


Thelephora Braunii P. Henn. n. sp.; coriacea, erecta, flavo-ferruginea, 
pruinosa ca. 4 cm alta-lataque; stipite late compresso, ca. 1'/, em longo, 
5 mm lato, sulcato, palmato-ramoso; ramis flabellatis apice palmatifidis vel 
cristatis, laevibus obscurioribus; hy menio laevi vel minute papillato, ferru- 
* gineo; sporis subglobosis 31/,—4 y episporio laevi, brunneo. 


Kamerun: bei Gr. Batanga auf Holz (J. Braun 1888). 
Die Art ist mit Th. anthocephala Fr. verwandt, von Th. Dewevrei Bres. jedoch 
ganz verschieden. 


ee ee se ee ee 


4? Beiträge zur Flora von Afrika, XXI. 


Th. Amigenatscha P. Henn. n. sp.; papyraceo-coriacea, stipitata, 
flabellata, infundibuliformis vel plurilobata, brunnea vel flavo-ochracea; 
pileo radiato-striato vel subplicato 2—5 cm diametro, margine subintegro 
vel fisso-lobato interdum proliferante; hymenio laevi vel striato, pruinoso, 
subochraceo; stipite farcto, tereti vel compresso, simplici vel ramoso, flavo- 
brunneo vel fusco, 1—5 em longo, laeve vel ruguloso; sporis subglobosis 
vel ellipsoideis, flavidulis 6—8 X 4—6 u. 

Kamerun: Bipindi an faulendem Holze (G. Zenker n. 1367, 1996, 
Aug. 1897, März 1899, c. icon). 

Der Pilz, welcher sowohl getrocknet wie in Alkoholexemplaren nebst colorierter 

Abbildung eingesendet wurde, wird von ZENKER als essbar bezeichnet und von den Ein- 
geborenen »Amigenatscha« genannt. Mit Th. aurantiaca Pers. ist die Art verwandt, 
habituell Hymenochaete damicornis (Link), sowie H. Schomburgkii P. Henn. in manchen 
Exemplaren ähnlich gestaltet. Häufig sind die Stiele an der Basis oder in der Mitte 
verzweigt, einen oder mehrere Hüte tragend. Letztere sind sehr verschieden gestaltet, 


bald fächerförmig mit seitlichem Stiel, bald trichterförmig mit excentrischem Stiel, am 
Rande oft tief eingeschnitten und gelappt. 


Glavariaceae. 


Typhula bipindiensis P. Henn. n. sp.; carnosa, simplex, filiformi- 
clavata, substipitata, fusco-rufa, ca. 3—5 mm longa, 160—220 u crassa, 
vertice rotundata, basi attenuata; basidiis clavatis, 4-sterigmatibus, sporis 
fusoideis, hyalinis 5—6 X 3 y. 

Kamerun: Bipindi, herdenweise auf der Unterseite faulender Blatter 
(G. Zenker n. 7, März 1896). 


Der Pilz scheint aus einem Sclerotium hervorzugehen, vielleicht dürfte die Art 
besser zu Clavaria zu stellen sein, zumal die Keule nicht deutlich abgesetzt erscheint. 


Lachnocladium Zenkeri P. Henn. n. sp.; coriaceo-papyraceum, late 
compressum, album, pruinosum, 5—7 cm altum; stipite compresso e my- 
celio membranaceo cretaceo oriente usque ad 2 cm longo, À mm crasso, 
brunneolo, repetite dichotomo vel palmatifido; ramis in axillis late com- 
pressis, subflabellatis, ramulis apice membranaceis, palmatifidis vel furcatis, 
apicibus saepe longe subulatis; sporis subglobosis vel ovoideis, hyalinis, 
laevibus 3'/o—4 y. 

Kamerun: Bipindi, im schattigen Urwalde um 80 m auf totem 
Laube (G. Zenker n. 1898, Sept. 1898). 


Die Art ist mit L. palmatifidum V. Henn. und L. Mülleri P. Henn. verwandt, von 
beiden aber verschieden. Bei letzterer Art sind die Sporen viel größer und warzig. 


Polyporaceae. 

Polystietus Zenkeri P. Henn. n. sp.; pileo coriaceo, mesopodo, or- 
bieulari vel reniformi, centro depresso vel umbilicato, pallide ochraceo, 
azono laevi, glabroque 2— em diametro, margine tenui, integro vel sub- 
crenulato; stipite excentrico, tereti, farcto, firmo nigricante, ferrugineo- 


P. Hennings, Fungi camerunenses novi. III. 


= 
iS) 


tomentosulo vel pruinoso, basi discoideo 2—5 cm longo, 4!/.—3 mm 

crasso; hymenio pallide ochraceo, poris decurrentibus, brevissimis, puncti- 

formibus, vix conspicuis, rotundatis, acie integris; sporis haud visis. 
Kamerun: Bipindi, im Urwalde auf Holz (G. Zenker n. 1361, Aug. 


1897). 


Die Art ist mit P. pulcher Fries verwandt. Die Röhren sind sehr kurz, die Poren 
mit bloBem Auge kaum sichtbar. 

Polyporus cinnamomeo-squamosulus P. Henn. n. sp.; pileo car- 
noso-lento dein subcoriaceo, pleuropodo, conchato subreniformi, cinnamomeo, 
radiato-striatulo, velutino-squamuloso, squamulis obscurioribus evanescen- 
tibus, 5—9 cm lato, 4—5 cm longo, carne lignicolori; stipite laterali brevi, 
atrofusco 0,3—0,7 mm longo lateque, basi discoideo; tubulis 1 —1'!/, mm 


 longis, decurrentibus, poris minutis atrocastaneis rotundatis, setulis furcatis 


vel asteroideis vestitis, acie integris; sporis haud conspicuis. 
Kamerun: Bipindi an toten Stämmen (G. Zenker n. 2183, Aug. 
1899). 


Die Art ist mit P. evanido-squamulosus P. Henn. verwandt, durch das Hymenium 
sowie besonders durch die mit braunen, gegabelten oder sternhaarartig geteilten Seten, 
mit denen die Poren bekleidet sind, verschieden. Im trockenen Zustande ist der Hut 
fast lederartig. 

Favolus bipindiensis P. Henn. n. sp.; pileo carnosulo submem- 
branaceo, lateraliter stipitato vel subsessili, flabellato vel subreniformi, 
reticulato-rugoso, albido-flavescente, 2—8 cm lato, 2—5 cm longo; stipite 
brevi vel obsoleto, compresso, basi discoideo; alveolis oblonge rhomboideis 
vel pentagonis, ca. 2—7 mm longis, 11/,—9%1/; mm latis, acie flaccidis, 
tenuibus, denticulatis, concoloribus. 

Kamerun: Bipindi an toten Baumstämmen und Asten (G. ZENKER 
n. 1359, 1535, 2020, Mai, Aug. 1897, April 1899, c. icon.). 

Die Art ist mit F. tessellatus Mont. am nächsten verwandt, durch die Färbung, 
den fast häutigen dünnen Hut u. s. w. verschieden. 


Favolaschia sanguinea P. Henn. n. sp.; pileo gelatinoso, tenui, sub- 
orbiculariter campanulato vel reniformi, centro umbonato, reticulato-tuber- 
culato 5—11 mm diametro, sanguineo vel atro-rubro; hymenio plano vel 
subconvexo concolori; alveolis rotundatis vel oblongis subangulatis, acie 
integris, crassiusculis 1—4'/, mm diametro, stipite gracili, laevi glabro, 
sanguineo, basi pallide byssino A1/,--2 cm longo, 1!/, mm crasso: sporis 
ellipsoideis, hyalinis 5—6 X 4 u. 

Kamerun: Bipindi an totem, faulendem Holze (G. Zenker n. 105, 


c. icon.). 
Eine durch die dunkelblutrote Färbung des Fruchtkörpers ausgezeichnete Art, die 
mit F. Baumanniana P. Henn. und F. congolensis De Seyn, verwandt ist. 


Fistulinella P. Henn. n. gen.; pileus carnosus, stipitatus, margine ve- 
lato-membranaceo involuto. Hymenium porosum, tubuli cylindracei inter 
se subliberi et separati. 


44 Beiträge zur Flora von Afrika. XXI. 


F. Staudtii P. Henn. n. sp.; pileo carnoso, convexo plano, laevi, glabro, 
olivaceo-virescente, 1'/, em diametro, margine membranaceo veliformi, in- 
voluto, pallido; stipite centrali, tereti, farcto, carnoso, laevi, glabro, albo 
ca. 3 cm longo, 2'/,—3 mm crasso, aequali; hymenio pallido, sublibero; 
tubulis inter se subliberis et discretis c. 3 mm longis, 350—400 u crassis, 
primo apice clausis dein poro rotundato apertis; basidiis clavatis intus 
granulosis 20—30 X 5—7 u; sporis fusoideis, 1—2 guttulatis, hyalinis 
13—16 X 31/,; —4 episporio dilute brunneo. 

Kamerun: Jaunde auf faulendem, feuchtem Holz im Urwalde (Zenker 
u. Sraupr n. 229, Februar 1894). — 

Dieser Pilz ist mit Boletus am nächsten verwandt, aber von dieser Gattung da- 
durch verschieden, dass die Röhren unter sich frei, nicht mit einander verwachsen, aber 
an der Spitze leicht an einander angeheftet sind. Mit einer Nadelspitze lässt sich jede 
Röhre für sich gesondert herausziehen. Der Pilz zeigt dadurch einen Übergang von 
Boletus zu Fistulina. Eigentümlich ist der Rand dieser Art beschaffen, welcher auf 
der unteren Seite mit einer volumartigen, dünnen, etwa 4 mm breiten Haut regelmäßig 
umsäumt ist. | 

Boletus ater P. Henn. n. sp.; pileo carnoso, convexo-explanato, sub- 
laevi, glabro, pruinoso, atroviolaceo vel atroolivaceo 21/,—31/, cm dia- 
metro; stipite farcto, tereti fusco atro, granuloso 21/,—3 cm longo, 2!/5— 
3 mm crasso; tubulis sinuoso-adnatis interdum subdecurrentibus, 2—3 mm 
longis, poris oblongis vel rotundato-angulatis subgyrosis À —11/,  1—2 mm 
amplis, atrocinereis, basidiis clavatis 4-sterigmatibus, intus fusco-granulatis ; 
sporis fusoideis utrinque acutiusculis, 4-pluriguttulatis 12—14 X5—6 yp; 
episporio fuscidulo; carne atro. 

Kamerun: Bipindi im Urwalde auf Erdboden (G. Zenker n. 2185, 
Aug. 1899). 

Eine besonders durch ihre dunkle, fast schwarze Färbung auffällige Art, die von 
der Gattung Strobilomyces durch den fast kahlen Hut, welcher anscheinend nicht durch 
einen Schleier mit dem Stiele verbunden ist, sowie durch die nicht schwarzen Sporen 
verschieden erscheint. Vielleicht mit B. ustalis Berk. verwandt. 

B. Zenkeri P. Henn. n. sp.; pileo carnoso, convexo-plano, pruinoso, 
atrocastaneo, laevi, glabro, 2—3 cm diametro; stipite cylindraceo, farcto, 
atropurpureo vel atrobrunneo, striatulo vel subsquamosulo 3—5 cm longo, 
4—6 mm erasso, superne subattenuato; tubulis adnatis subdecurrentibus, 
2—5 mm longis, poris rotundato-angulatis ca. 4—11/,; mm amplis, acie 
integris, luteis; basidiis clavatis, intus brunneo-granulosis, 24—28 X 12— 
15 u; sporis ellipsoideis vel ovoideo-subfusoideis, utrinque obtusis, castaneis 
vel atrobrunneis, 4-guttulatis, laevibus 42—15 X 8—13 p. | 

Kamerun: Bipindi, Insel im Latuinge auf Laub im Urwalde (G. ZENKER 
n. 2480, Aug. 1899). 

Diese schöne Art ist mit B. piperalus Bull, verwandt, durch die kastanienbraunen 
Sporen ausgezeichnet, 


ee 


P. Hennings, Fungi camerunenses novi. III. 45 


Agaricaceae. 


Rimbachia? camerunensis P. Henn. n. sp.; pileo membranaceo sub- 
gelatinoso, tubiformi, stipitato erecto, lacteo, pagina externa laevi, glabro 
cum stipite continguo, 1—3 cm alto, 1—2 cm lato; stipite excentrico vel 
centrali 3-—10 mm longo, 1—4'/. mm crasso, concolori; hymenio superio- 
rem partem infundibuliformem obtegente, primo laevi dein striato-pliciformi, 
gyroso-reticulato; sporis haud conspicuis. 
Kamerun: Bipindi an verfaulten Stämmen (G. Zenker n. 2176, Aug. 
4899, c. icon.). 


Der Pilz ist durch seine häutig-gelatinöse Beschaffenheit sowie durch das anfangs 
zwar glatte oder mit wenigen streifenartigen Erhebungen, zuletzt jedoch auf der ver- 
tieften, trichterförmigen Oberfläche mit hirnartig gewundenen, netzadrigen Falten be- 
setzte Hymenium von der Gattungsbeschreibung verschieden, wenn auch die äußere 
Form mit derselben übereinstimmt. Leider war es nicht möglich, Basidien, sowie mit 
Sicherheit Sporen aufzufinden. Vorläufig mag der Pilz daher in obige Gattung gesetzt 
werden, doch erscheint es nicht unwahrscheinlich, dass derselbe einen ganz neuen Typus 
der Auriculariaceen oder Tremellaceen darstellt. 


Cantharellus violaceo-griseus P. Henn. n. sp.; pileo submem- 
branaceo, infundibuliformi, laevi, glabro, radiatim substriato, violaceo cine- 
rascente, 2—4 cm diametro, margine integro vel repando-sinuoso; stipite 
eylindraceo, concolori, laevi 2—3'/; cm longo, 3—5 mm crasso, basi sub- 
bulboso incrassato, tomentosulo; lamellis pliciformibus, striiforme decurren- 
tibus, inaequilongis, haud dichotomis, pallide violaceis; sporis haud con- 
spicuis. 

Kamerun: Bipindi im Urwalde auf faulendem Holze (G. Zenker n. 85, 
1360, 2011, Marz 1897 u. 1899, c. icon.). 

Die Art hat äußerlich mit C. buceinalis Mont. Ähnlichkeit, ist aber durch den 
dünnhäutigen Hut, die nicht gegabelten Lamellen u. s. w. ganz verschieden. 

Lentinus clitocyboides P. Henn. n. sp.; pileo carnoso-lento, infundi- 
buliformi, brunneo cinerascente, subsquamosulo, centro pallidiori 4—6 cm 
diametro; stipite farcto, tereti, concolori, tomentosulo 3-5 cm longo, 
0,5—1 cm crasso; lamellis decurrentibus, confertis, angustis, lineolatis ca. 
A mm latis, pallide cinereis vel flavidulis acie integris; sporis subglobosis, 
hyalinis 5—6 u. 

Kamerun: Bipindi auf verfaulten Baumstämmen (G. Zenker n. 1899, 
Sept. 1898, c. icon.). 

Die Art hat der Abbildung nach große Ähnlichkeit mit Cl:tocybe sessilis Fries. 

Marasmius reniformis P. Henn. n. sp.; pileo membranaceo, reni- 
formi, striatulo, tessellato-subrugoso, niveo, pruinoso, 8—15 mm diametro; 
stipite laterali, brevi, pallide brunneolo, 0,6—0,8 cm longo crassoque, dis- 
 coideo affixo; lamellis sinuoso-adnatis, paucis, distantibus, anastomosantibus, 
pallidis; sporis ovoideis 5—6 X 3'/y y, hyalinis. 


46 Beiträge zur Flora von Afrika. XXI. 


Kamerun: Bipindi auf faulendem Holze (G. Zenker n. 95, Sept. 1896, 
c. icon.). 

Die Art ist mit M. excentricus P. Henn. und M. Campanella Holterm. verwandt. 

M. flabellatus P. Henn. n. sp.; pileo tenui-membranaceo, flabelliformi 
vel palmatifido -lobato, pleuropodo, radiatim striato, albido - flavescente, 
2—6 cm diametro, margine crenato vel varie lobato; stipite plus minus 
elongato vel obsoleto, late compresso usque ad 2 cm longo, 3 mm lato, 
concolori, discoideo affixo; lamellis decurrentibus, inaequilongis, subconfertis 
{—1'/, mm latis, pallidis; sporis subglobosis, ellipsoideis, laevibus, hyalinis 
3'/o>—4 X 3—'/o p. | 

Kamerun: Bipindi, an toten Stämmen (G. Zenker n. 1358, 1534; 
Aug. 1897). 

Der Pilz ist in zahlreichen Exemplaren in Alkohol eingesandt worden und ist die 
Consistenz desselben dadurch vielleicht verändert, so dass ich etwas zweifelhaft bin, 
ob diese Art wirklich zu Marasmius zu stellen ist. Dieselbe hat mit Plewrotus bipin- 
diensis P. Henn. große äußere Ähnlichkeit, ist aber durch die Sporen gänzlich ver- 
schieden. = 

M. reticulatus P. Henn. n. sp.; pileo tenui membranaceo, translucente, 
campanulato, centro depresso, 4'/,—3 cm diametro, radiatim striato, 
cinereo; stipite fistuloso, corticato, tereti, aequali, testaceo # —7 cm longo, 
2—3 mm crasso; lamellis adnatis, subdecurrentibus, distantibus, angustis 
substriiformibus, reticulato-connexis, sepaceis. 

Kamerun: Bipindi im Urwald um 100 m auf faulendem Laub 
(G. Zenker n. 1533, Aug. 1897). 

Die Art ist mit M. favoloides P. Henn. nahe verwandt, aber verschieden. Wegen 
der streifenartigen Lamellen ist die Art mit Cantharellus verwandt, jedoch durch die 
Beschaffenheit des Stieles und andere Merkmale zu obiger Gattung gehörend. 

M. griseo-flavus P. Henn. n. sp.; pileo membranaceo, campanulato- 
expanso, centro obtuso vel subumbilicato, griseo-fuscescente, margine stria- 
tulo, 1—2 cm diametro; stipite tenaci, fistuloso, tereti, pallido, pruinoso, 
basi subincrassato, 11/5 em longo, 1—2 mm crasso; lamellis sinuoso-ad- 
natis, subconfertis, latis, flavis; sporis subglobosis, hyalinis 3-—31/; p. 

Kameruh: Bipindi auf totem Laub (G. Zenker n. 97, Sept. 1896). 

Mit M. Vaillantii Fr. und M. praeacutus Ell. verwandt. 

M. pseudocalopus P. Henn. n. sp; pileo tenui membranaceo, con- 
vexo-plano, umbilicato-depresso, radiato-plicato, pallide flavo 11/,—3 cm 
diametro; stipite fistuloso, subcorneo, atrobrunneo pruinoso tomentosulo, 
superne pallido laevi, 11/,—3 em longo, À mm crasso, basi discoideo; la- 
mellis sinuoso-adnatis, flavidulis, subconfertis, angustis ca 0,7 mm latis; 
hasidiis clavatis 18 —24 X 41/9 —51/9 u, sporis subglobosis, laevibus, hya- 
linis 31/9 u. 

Kamerun: Bipindi im Urwald auf faulenden Zweigen (G. Zenker 
n. 2158, Aug. 1899). 


Mit M. calopus Vers, und M. cucullatus EN, verwandt, 


P. Hennings, Fungi camerunenses novi. II. 47 


M. geophyllus P. Henn. n. sp.; pileo membranaceo, campanulato-ex- 
panso, obtuso vel subdepresso, radiato dense striatulo, cinereo-gilvo, centro 
obscuriori 1——'/, cm diametro; stipite corneo, fistuloso, laevi, glabro, su- 
perne flavo, inferne atrocastaneo 1—2 cm longo, 1—4!/, mm crasso; la- 
mellis sinuoso-adnatis, inaequilongis, subconfertis, angustis, lanceolatis 
cinereo-fuscidulis. 

Kamerun: Bipindi auf morschem Holz (G. Zenker n. 94, Sept. 1896, 
c. icon.). 

Mit M. calopus Fr. und M. subcinereus B. et Br. verwandt. 

M. testaceus P. Henn. n. sp.; pileo tenui membranaceo, campanulato, 
centro umbilicato, atro-testaceo, pruinoso, radiato-striato sulcatoque, mar- 
gine pallidiori, 1—1'/,; cm diametro; stipite fistuloso, filiformi, corneo, 
pallido vel stramineo nitenti, glabro, 3—6 cm longo, 1 mm crasso; lamellis 
collariato-connexis, distantibus, subintegris, lanceolatis, pallide testaceis. 

Kamerun: Bipindi im Urwalde auf totem Holze und Laub (G. Zenker 
n. 1364, Aug. 1899). 

Mit M. rhodocephalus Fr. verwandt. 

M. ochraceo-niger P. Henn. n. sp.; pileo membranaceo-coriaceo cam- 
. panulato, centro papillato, radiato-striato, ochraceo, pruinoso, 1—11/,; mm 
diametro; stipite filiformi, corneo, atrocastaneo, pruinoso, 2—5 cm longo, 
0,3 mm crasso; lamellis collariato-connexis, paucis, ventricosis, pallide 
ochraceis. 

Kamerun: Bipindi, herdenweise auf toten Blittern (G. ZENKER 
n. 2014, Marz 1899). 

Mit M. Friesii P. Henn. verwandt. 

M. pseudosplachnoides P. Henn. n. sp.; pileo membranaceo-coriaceo, 
convexo, pallide flavo, centro umbilicato, brunneo, concentrice subzonato, 
radiato striatulo, ca. 4 cm diametro; stipite tenaci, fistuloso 3—5 cm longo, 
4 mm crasso, flavo-brunneo, basi incrassato, strigoso; lamellis adnatis sub- 
confertis, angustis, brunneolis; sporis globosis 31/, pu, hyalino flavidulis, 
laevibus. 

Kamerun: Bipindi auf faulenden Blättern (G. Zenker n. 2041, Mai 
1899 e. icon.). 

Mit M. splachnoides Fr. verwandt. 

M. hygrocyboides P. Henn. n. sp.; pileo membranaceo, convexo, 
flavo-subaurantiaco, radiatim striato, medio umbilicato vel depresso pa- 
pillatoque atro-aurantiaco, 6—11 mm diametro; stipite tenaci, filiformi, 
fistuloso, tomentosulo, 1—2 cm longo, 0,5— 0,8 mm crasso, flavo-brunneolo; 
lamellis adnatis, subconfertis, lanceolatis flavo-aurantiacis. 

Kamerun: Bipindi an faulenden Zweigen (G. ZENKER n. 2039, Mai 


1899, c. icon.). 
Die Art ist mit M. impudieus Fr. verwandt, wegen der orangegelben Färbung 
des Hutes und der Lamellen zeigt die Abbildung Ähnlichkeit mit Hygrocybe-Arten. 


48 Beiträge zur Flora von Afrika. XXI. 


M. subimpudicus P. Henn. n. sp.; pileo membranaceo, campanulato 
vel subconico, centro papillato vel umbilicato, ruguloso, 7—15 mm dia- 
metro, rufobrunneo; stipite corneo, fistuloso, gracili, superne pallido, in- 
terne castaneo nitenti, 2—8 cm longo, 0,5—0,9 cm crasso; lamellis ad- 
natis, angustis, subconfertis, pallidis vel flavescentibus; sporis ellipsoideis, 
hyalinis 5—6 X 3!/,;—4 m. | 

Kamerun: Bipindi auf altem Holze (Zenker n. 91, Sept. 1896, 
e. icon.). 

Mit M. impudicus Fr. und M. holophacus Mont. verwandt. 

M. pallide sepiaceus P. Henn. n. sp.; pileo membranaceo, campanu- 
lato expanso, obtuso, granuloso-squamosulo, pallide cinnamomeo, radiato- 
striato, 0,5—2 cm diametro; stipite fistuloso, subcorneo, pruinoso, pallide 
brunneo 0,5—1 cm longo, 14—-1!/; mm crasso, basi discoideo villoso, e 
mycelio rhizomorphoideo, filiformi, atro oriente; lamellis subtriquetro - de- 
currentibus, distantibus, ventricosis, pallide sepiaceis; sporis globosis, hya- 
linis 3— 31 u. 

Kamerun: Bipindi auf faulenden Zweigen (G. Zenker n. 2037, Mai 
1899, c. icon.). 

Mit M. haematodes Berk. verwandt. 

M. cinereo-flavidus P. Henn. n. sp.; pileo membranaceo, campanu- | 
lato, centro obtuso rotundato vel depresso, laevi, glabro ad marginem sub- 
striato, cinereo, '/,—1 em diametro; stipite fistuloso, corneo, brunneo, 
1'/,—3 cm longo, 0,5 mm crasso, laevi, glabroque, basi albo byssaceo; 
lamellis adnato-decurrentibus, distantibus, lanceolatis, flavidis; sporis ellip- 
soideis, hyalinis 4—5 X 3—31/ y. 

Kamerun: Bipindi auf schattigen Plätzen im Urwalde an vermoderten 
Biumen (G. Zenker n. 2040, Mai 1899, c. icon.). 

Mit M. angulatus Pers, verwandt, 

M. subcurreyi P. Henn. n. sp.; caespitosus; pileo membranacco, cam- 
panulato-expanso, centro obtuso-umbonato, flavo-lateritio, radiato-striatulo 
1'/,—2 cm diametro, margine tenui, flaccido; stipite filiformi, fistuloso, 
eorneo atro, brunneolo-squamosulo, superiori pallidiori 2'/,—4 em longo, 
0,7—0,9 mm lato; lamellis collariaio-connexis, confertis, lanceolatis, in- 
aequilongis. 

Kamerun: Bipindi im Urwalde auf faulendem Laub herdenweise 
(G. Zenker n. 2154, Aug. 1899, c. icon.). 

Die Art ist mit M. Curreyr B, et Br. verwandt. 

M. superbus P. Henn. n. sp.; pileo membranaceo, convexo, centro 
umbonato ruguloso-venoso atroviolaceo, radiatim sulcato plicatoque violaceo, — 
3—9 em diametro, margine repando apicibus plicorum albidis; stipite fistu- 
loso corneo-corticalo, tereti interdum contorto, laevi, glabro rufobrunneo, 
4—12 cm longo, 3—5 mm erasso; lamellis sinuoso-adnatis vel subliberis 
collariatis, distantibus, ventricosis, ca, 1 cm latis, albidis. 


P. Hennings, Fungi camerunenses novi, III. 49 


Kamerun: Bipindi, im schattigen Urwalde auf Holz (G. Zenker n. 2172, 


wg. 4899, c. icon.). 


Eine wunderschöne große Art, deren Scheitel aderig-runzelig dunkelblau, im übri- 
gen violett mit weißen Faltenwinkeln und Spitzen gefärbt ist. Der schlanke Stiel ist 
hornartig berindet, braunrot. Der Pilz ist mit M. Zenkeri P. Henn. nahe verwandt, 


besonders durch das runzelig-aderige Centrum und die weißen Faltenwinkel von dieser 


Art verschieden. Ebenso stehen beide Arten M. Hookert Berk. nahe. 

M. albofarinaceus P. Henn. n. sp.; pileo membranaceo, campanulato, 
obtuso vel centro umbilicato-depresso obscuriori, radiato-striato vel sub- 
plicato, incarnato 2—4 cm diametro; stipite fistuloso, subcorneo-corticato, 
gracili, fusco-brunneo, albido pulverulento, subtomentosulo, 5—-7 cm longo, 
11/;—2 mm crasso; lamellis adnatis, inaequilongis, confertis, angustis, al- 
bidis, ca. 1 mm latis. 

Kamerun: Bipindi auf faulendem Laub im Urwald (G. Zenker n. 2173, 
Aug. 1899, c. icon.). 

Mit M. erythropus Pers. verwandt. 

M. flavidulus P. Henn. n. sp.; pileo membranaceo, campanulato-ex- 
panso, centro umbilicato vel depresso, papillato, radiato-striato vel sub- 
sulcato, flavidulo, 2—3 cm diametro; stipite fistuloso, gracili subcorneo, 
flavidulo, pruinoso, 6—10 cm longo, 1—11/; mm crasso; lamellis adnatis, 
subconfertis, ventricosis 2 mm latis, concoloribus. 

Kamerun: Bipindi auf totem Laub im Urwalde (G. Zenker n. 2198, 
Aug. 1899, c. icon.). 

Mit M. porreus Pers. verwandt. 

M. subplancus P. Henn. n. sp.; pileo coriaceo, campanulato-expanso, 
flavido, centro subumbilicato vel subpapillato, brunneo, obscuriore, radiatim 
striato sulcatoque 3—6 cm diametro; stipite cavo, corticato, alutaceo, 
striato, contorto 6—12 cm longo, 2—3 mm crasso; lamellis adnatis sub- 
confertis late ventricosis, pallide flavidis. | 

Kamerun: Bipindi auf Erdboden (G. Zenker n. 104, April 1896, 
ce. icon.). 

Mit M. plancus Fr. verwandt. 

M. elaeicola P. Henn. n. sp.; pileo coriaceo, campanulato expanso, 


- centro umbonato, pallide flavo, radiato-striato, margine undulato, 3—5 cm 


diametro; stipite fistuloso, tereti, flexuoso, aequali, substriato, flavo vel 
flavo-brunneolo, usque ad 10 cm longo, 2—3 mm crasso, basi incrassato, 
curvulo; lamellis adnatis paulo decurrentibus, inaequilongis, late subventri- 
cosis, pallidis vel flavidulis; sporis ellipsoideis, laevibus, hyalinis 5—7 X 
3!/> m. 1 

Kamerun: Bipindi an faulenden Olpalmenstämmen (G. Zenker n. 1344, 
Mai 1897). 


Die Art ist mit M. wrens Fr. verwandt. 
Hygrophorus (Hydrocybe) bipindiensis P. Henn. n. sp.; pileo car- 
nosulo e campanulato expanso, centro depresso umbilicato obscuriori, 


Botanische Jahrbücher. XXX. Bd. 4 


50 Beiträge zur Flora von Afrika. XXI. 


margine striato, glabro, sicco aurantiaco-cinnabarino 2!/,—4% cm diametro; 
stipite farcto, tereti, aequali, laevi, 3—7 cm longo, 21/;-—4 mm crasso, 
concolori, basi fibroso; lamellis decurrentibus, subdistantibus, inaequilongis, 
luteis vel pallide aurantiacis, acie incrassatis; sporis subglobosis, hyalinis, 
laevibus 3!/p>—4 uw. 

Kamerun: Bipindi, im Urwalde auf dem Boden an halbschattigen 
Stellen (G. Zenker n. 2027, April 1899, c. icon.). 

Mit H. miniatus Fr. verwandt, dem Limacewm aureum (Arrh.) ähnlich. 

H. (Hygrocybe) hypholomoides P. Henn. n. sp.; pileo subcarnoso, 
convexo-expanso, flavo, sicco, laevi, glabro 21/,—3 cm diametro, centro 
obtuso subaurantiaco; stipite farcto. dein fistuloso, tereti, interdum flexuoso, 
slabro 2—5 cm longo, 2—3 mm lato, flavo-rubescenti; lamellis adnatis, 
subconfertis, flavidis, angustis, sporis subglobosis, laevibus 4—5 u hyalinis. 

Kamerun: Bipindi auf faulem Holze (G. Zenker n. 1991, März 1899, 
c. icon.). 

Die Art scheint mit H. ceraceus Fr. verwandt, der Abbildung nach hat dieselbe 
gewisse Ähnlichkeit mit Hypholoma fasciculatum (Huds.). 

Phaeohygrocybe P. Henn. n. gen.; pileus submembranaceo-ceraceus ; 
hymenophorum cum stipite contiguum; lamellae acie acutae, hymenio in 
massam ceraceam mutando vestitae, nec membranaceae; basidia clavata 
4 sterigmatibus; sporae globosae echinatae, fuscidulae. 


Ph. Zenkeri P. Henn. n. sp.; pileo membranaceo, ceraceo fragili, con- 
vexo-expanso, centro depresso, umbilicato, granuloso, radiatim sulcato- 
subtuberculato, eitrino, 1—3 cm diametro; stipite fistuloso, tereti vel com- 
presso, sulcato, flexuoso, laevi, concolori 2—3 cm longo, 4!/,—3 mm 
crasso; lamellis adnatis subdecurrentibus, subdistantibus, ceraceis, crassis, 
basi venoso connexis, citrinis, 2 mm latis; basidiis clavatis 20—25 X 
9—12 y, 4 sterigmatibus subulatis 6—9 y longis, 1'/, w crassis; sporis 
globosis, dense aculeatis, flavo-fuscidulis 8—11 p. 

Kamerun: Bipindi, auf totem Holze (G. Zenker n. 2169, Aug. 1999, 
c. 1con.). 

Die Gattung ist hervorragend durch die dichtstacheligen, gelbbräunlichen Sporen 
von Hygroeybe verschieden, Der Pilz ist äußerst fragil, intensiv citronengelb oder hell- 
chromgelb gefärbt, 

Limacium castaneum P. Henn. n. sp.; pileo carnosulo, convexo vel 
centro depresso, viscido, granuloso vel verrucoso, castaneo, margine invo- 
luto, velo viscoso, ca. 1/,—11/, cm diametro; stipite farcto, tereti, pallide 
flavido, laevi, glabro 1—2'/y em longo, 11/,—21/, mm crasso; lamellis ad- 
natis, subdecurrentibus, subconfertis, arcuatis, pallide flavis; basidiis clavatis, 
23—25 X 6—8 y; sporis ellipsoideis vel ovoideis, hyalinis 6—8 X 
31/9—h4 n. 

Kamerun: Bipindi, an toten Ästen (G. Zenken n. 2487, Aug. 1899, 


C, ICON. !, 


P. Hennings, Fungi camerunenses novi. II. 51 


un 
| Le 
à à j 


| Eine ganz merkwirdige Art, die mit keiner der bekannten verwandt zu sein 
scheint. Der braune Hut ist mit körnigen Schuppen bedeckt. Der Rand ist mit dem 
Stiel durch einen gallertartigen, zähschleimigen Schleier verklebt. Benachbarte Hüte 
“sind durch den verquellenden schleimigen Schleier so fest mit einander verklebt, 
dass sie, aus dem Alkohol genommen, sehr schwer von einander getrennt werden 
können. 

Lactariopsis P. Henn. n. gen.; pileus carnosus, depressus, margine 
-involuto cum stipite velum membranaceum conjunctus. Hymenophorum cum 
stipite contiguum; lamellae adnato-decurrentes inaequales, ceraceae- rigi- 
-dulae, lactescentes. Sporae globosae subhyalinae asperulae. 


L. Zenkeri P. Henn. n. sp.; pileo carnoso, rigido, plano-convexo, 
centro umbilicato depresso, dein expanso subinfundibuliformi, flavo-brunneo, 
pruinoso 1—3 cm diametro, margine involuto, subrepando vel striato primo 
cum stipite velum membranaceum conjuncto; stipite farcto, cylindraceo- 
subclavato, striatulo, concolori, postice annulato-marginato, basi attenuato, 
ca. 2—4 cm longo, 3—6 mm lato; lamellis adnato-decurrentibus, confertis, 
ceraceis, rigidulis, angustis ca. 1 mm latis, flavo-ochraceis, cystidiis ob- 
clavatis 35—46 X 18—21; basidiis clavatis 20— 26  7—9 u; sporis glo- 
bosis, hyalinis vel minute flavidulis, aculeato-asperatis 6—8 u. 

Kamerun: Bipindi auf morschem Holz oder Erde (G. Zenker n. 2230, 
Aug. 1899, c. icon.). 

Der schneckenartig eingerollte Rand des Hutes ist anfangs durch einen häutigen 
Schleier mit dem Stiele verbunden, welcher bei Streckung des Hutes lappig zerreißt und am 
Hutrande sowie am Stiele unterhalb des Lamellenansatzes in Form eines schmalen 
Randes hängen bleibt. Im übrigen weicht der Pilz in keiner Weise anscheinend von der 
Gattung Lactaria ab, die eigentümliche, schon bei jungen Exemplaren niedergedrückte 
Hutform, ferner die wachsartig-starren Lamellen, der volle Stiel, in dessen oberem Teil 
sich langgestreckte Milchsaitröhren finden, sowie die kugeligen stacheligen Sporen 
stimmen völlig mit dem Charakter von Lactaria überein. 

| Coprinus pseudodomesticus P. Henn. n. sp.; pileo submembranaceo, 
ex ovato campanulato obtuso, vertice subdiscoideo pallido, carnosulo in- 
crassato, umbilicato, fusco, radiatim striato-suicato, cinereo, margine fisso 
4'/,—4 cm diametro; stipite cavo, cylindraceo albo, laevi, glabro 2—8 cm 
longo, 5—8 mm crasso, e mycelio filiformi repente brunneolo oriente; 
lamellis subcollariato-adnatis confertis, subcinereis dein atris, cystidiis cy- 
lindraceo-clavatis 30—40  18—20 y; sporis ellipsoideis, fuscis laevibus 
A—d X 3!) u. 


Kamerun: Bipindi auf Erdboden (G. Zenker n. 2190, Aug. 1899, 
€. icon.). 
| Die Art ist mit C. domesticus (Pers.) Fr. verwandt, doch scheint der Hut kahl zu 
sein, kleiige Schüppchen sind nicht wahrnehmbar. Der Pilz geht aus einem verzweigten 
fadenformigen, kriechenden Mycel hervor, welches mit zahlreichen jungen Fruchtkörpern 
‘in den verschiedensten Entwickelungsstadien besetzt ist. 

Stropharia Staudtiana P. Henn. n. sp.; pileo subcarnoso, campanu- 


lato-expanso, pallide brunneo, obtuso-umbonato 1—21,, cm diametro, 
ye 


52 Beiträge zur Flora von Afrika. XXI. 


— 


striatulo; stipite fistuloso, gracili, tereti, 5—10 cm longo, 1—2 mm crasso, 
pallido, striatulo, annulo amplo membranaceo, persistente, albido; lamellis 
adnatis, confertis pallidis dein fuscescentibus; sporis ellipsoideis atrorufis, 
laevibus 51/,—71,, X 4—4'/o u. 

Kamerun: Johann-Albrechtshöhe auf Erdboden (Staupr n. 845, Febr. 
1899). 

Die Art ist mit S. squamosa Fr. verwandt. 

S. hypholomoides P. Henn. n. sp.; pileo carnoso, campanulato-con- 
vexo, obtuso, cinereo-flavo, laevi, glabro, centro brunneolo, margine pallido, 
3—6 cm diametro, stipite fistuloso, tereti, laevi 4—8 mm longo, 4—5 mm 
crasso, pallido, annulo membranaceo, albido; lamellis adnatis, confertis 
pallide flavis dein atroviolaceis; sporis ellipsoideis vel ovoideis 51/.—7 X 
3'/,—4 u, atroviolaceis, laevibus. 

Kamerun: Bipindi, in schattigem Urwalde an toten Baumwurzeln 


(G. Zenker n. 1903, u. b., Sept. 1898, c. icon.). 


Der Pilz hat habituell eine große Ähnlichkeit mit Hypholoma appendieulatum 
Bu 11), gehört aber des häutigen Ringes wegen zweifellos zu obiger Gattung. 


S. lepiotoides P. Henn. n. sp.; pileo carnosulo, ex ovoideo campanu- 
lato, cinereo-flavescente, radiato striato, laevi, centro umbonato, fusco- 
brunneolo, 2—4 em diametro; stipite farcto, pallido brunnescente, striatulo, 
3—6 cm longo, 1'/,—2 cm crasso, medio annulo membranaceo, amplo, 
albido; lamellis adnatis, confertis, lanceolatis, primo pallidis dein nigres- 
centibus; sporis ellipsoideis, laevibus, brunneo-violaceis 5—7 X 4 u. 

Kamerun: Bipindi, auf totem Laub (G. Zenker n. 1897, Sept. 1898, 
c. icon.). 

Der Abbildung nach hat der Pilz besonders in Jugendstadien große Ähnlichkeit 
mit einer Lepiota, so mit L. erminea Fr., die Art ist mit S. inumeta Fr. verwandt. 

Psalliota microsperma P. Henn. n. sp.; pileo carnoso, campanulato- 
expanso, pallido dein griseo-violaceo, atrobrunneo, medio obtuso umbonato, 
margine laevi, 5—9 em lato; stipite tereti, farcto, fibroso, pallido cinereo, 
5—8 cm longo, 3 mm crasso, annulo membranaceo pallido; lamellis sub- 
liberis, pallidis cinerascentibus dein atrobrunneis, confertis, lanceolatis ; 
sporis ellipsoideis, atrobrunneis vel atropurpureis, 1-guttulatis, 4—5 X 3 u. 

Kamerun: Bipindi auf Erdboden (G. Zenker ohne n.). 

Die Art ist mit Ps. rusiophylla (Lasch) nahe verwandt, sie wird von den Kin- 
geborenen als »inju« bezeichnet und gegessen. 

Inoeybe (Asterosporina) flavo-fusca P. Henn. n. sp.; pileo car- 
nosulo, campanulato-expanso, flayo-cinereo, margine minute strialulo, centro 
obtuso fusco-squamosulo 2—4 em diametro; stipite subfarcto, tereti, flavo- 
brunneo, inferiori brunneo-squamosulo 4—6 em longo, 2—3 mm crasso; 
lamellis adnatis, subconfertis, angustis, flavidis dein olivaceo-ferrugineis ; 
sporis subglobosis asteroideis, fusco-olivaceis 5—7 p diametro. 

Kamerun: Bipindi auf Erdboden (G. Zenker n. 2171, Aug. 1899, c. icon.). 

Mit J. seahella Fr, verwandt. 


P. Hennings, Fungi camerunenses novi. III. 53 


I. bipindiensis P. Henn. n. sp; pileo carnosulo, campanulato-obtuso, 
tomentosulo-squamoso, castaneo, 1!/.—2 cm diametro; stipite farcto, tereti, 
squamosulo, cinereo-brunneo, 3—5 cm longo, 11%; mm crasso; lamellis ad- 
natis, subconfertis, pallidis dein olivaceo-fuscis; sporis ellipsoideis 4-guttu- 
latis, 5—7 X 31/,—4 u, episporio flavo-brunneolo, laevi. 

Kamerun: Bipindi, im Urwalde auf faulem Holze {G. Zenker n. 2019, 
April 1899, c. icon.). 


Die Art ist mit Z lucifuga Fr. verwandt. 


Naucoria jaun densis P. Henn. n. sp.; caespitosa; pileo submembrana- 
ceo, campanulato-expanso, laevi, glabro, ferrugineo-brunneo, centro ob- 
scuriori, ad marginem minute striatulo, 3—7 mm diametro; stipite sub- 
fistuloso, tenaci, tereti, flexuoso, laevi, glabro, rufobrunneo 411/.—-2 cm 
longo, 0,7—4 mm crasso; lamellis adnatis, inaequilongis, vix confertis 
angustis, ferrugineis; sporis ellipsoideis, 1-guttulatis, flavo-brunneolis 5—6 X 
31/9—41/9 wv. 

Kamerun: Jaunde im feuchten, schattigen Urwalde um 800 m (G. ZENKER 
n. 380, 2. Juli 1894). 


Mit N. tabacina Fr. verwandt. 


N. Zenkeriana P. Henn. n. sp.; caespitosa; pileo submembranaceo, 
convexo-campanulato, vertice subconico-papillato, radiatim substriato, flavo- 
olivascente 6—10 mm diametro; stipite tenaci, fistuloso, gracili, laevi, 
glabro, 2-—5 cm longo, 1—11/, mm crasso, luteo; lamellis adnatis sub- 
confertis, cinereo-flavidis dein fuscidulis; sporis ellipsoideis, laevibus, flavo 
brunneolis 5!/9>—7 X 3!/,—4 uw. 

Kamerun: Bipindi, im schattigen Urwalde an sumpfigen Orten an 


vermoderten Bäumen (G. Zenxer n. 1999 u. 2149, März, Juli 1899, ce. icon.). 


Die Art ist mit N. Dusens P. Henn. und N. bipindiensis P, Henn. verwandt, aber 
verschieden. 


Flammula ochraceo-tristis P. Henn. n. sp.; pileo carnosulo, con- 
vexo-expanso, centro obtuso fusco-squamosulo, radiato striatulo ochraceo- 
brunneo, margine pallidiori, 4—6 cm diametro; stipite farcto tereti, flexuo- 
- sulo, striato, subfimbriato, atrobrunneo 6—8 cm longo, 4—5 mm crasso; 
lamellis sinuoso-adnatis, late ventricosis, subconfertis pallide flavis fusces- 
centibus; sporis ellipsoideis vel ovoideis, basi apiculatis, intus granulalis, 
episporio flavidulo vel brunneolo, laevi.,. 

Kamerun: Bipindi auf Erdboden (G. Zenker n. 2189, Aug. 1899, 


c. icon.). 
Mit F1. floccifer Berk. verwandt. 


Pholiota Zenkeri P. Henn. n. sp.; pileo carnoso, convexo plano, 
squamoso, aurantiaco, squamis adpressis, vertice obtuso rotundato, pallide 
ochraceo 2'/,—4 cm diametro; stipite farcto tereti, curvulo, flavorufo, 
brunneo-striato 2—3 cm longo, 2—31/, mm crasso, annulo membranaceo | 


54 Beiträge zur Flora von Afrika. XXI. 


pallido; lamellis sinuoso-adnatis, late ventricosis, confertis flavo-aurantiis 
dein ochraceis; sporis ellipsoideis, laevibus 6—8 X 4—4'/, u ochraceis. 

Kamerun: Bipindi, an toten Bäumen (G. Zenker n. 2174, Aug. 1898, 
c.-icon.). 

Mit Ph. curvipes Fr. verwandt. 

Pluteus citrino-carnescens P. Henn. n. sp.; pileo membranaceo- 
carnosulo, convexo expanso, radiato-striato, citrino 21/,—5 cm diametro, 
centro umbilicato vel subpapilloso, venoso-rugoso fuscidulo; stipite sub- 
farcto, tereti, laevi, glabro vel striatulo, incarnato 2—5 mm longo, 2—4 mm 
crasso; lamellis sinuoso-adnatis vel subliberis, confertis, 3—5 mm latis, 
roseo-carneis, cystidis subulatis ca. 25—30 X 8—9 u; basidiis clavatis 
18—24 X 5—7 u; sporis subglobosis vel ellipsoideis 4 grosse guttulatis, 
laevibus, flavo-carnescentibus 41/,—6 X 4—5 u. 

Kamerun: Bipindi, auf Erdboden (G. Zenker n. 2190, Aug. 1899, 


c. icon.). 

Mit P. leoninus (Schaeff.) verwandt, durch den genabelten, im Centrum runzelig- 
aderigen Hut u. s. w. verschieden. Eine wunderschöne Art mit citrongelbem Hut und 
fast rosenrotem Stiel und Lamellen. 


P. bulbipes P. Henn. n. sp.; pileo submembranaceo, carnosulo, con- 
vexo obtuso, subsquamosulo granuloso, radiato-striato, brunneo-olivaceo 
3—4 cm diametro; stipite subfarcto, tereti, striatulo, pallide brunneo 
4—6 cm longo, 3—4 mm crasso, basi bulbilloso 6—8 mm incrassato; 
lamellis sinuoso-adnatis 2—2'/. mm latis, confertis, albidis dein flavo-car- 
nescentibus; sporis subglobosis, intus granulatis 4—--5 u, episporio laevi, 
flavo-carnescente. | 

Kamerun: Bipindi auf Erdboden(G. Zenker n. 2192, Aug. 4899, c. icon.). 

Die Art ist mit P. manus (Pers.) und P. wmbrosus (Pers.) verwandt, durch den 
an der Basis zwickelartig verdickten Stiel u. s. w. verschieden. 

Pleurotus bipindiensis P. Henn. n. sp.; pileo carnoso molli, flabellato 
vel reniformi, horizontali, saepe lobato vel inciso-crenato, albido, pruinoso 
2—% cm diametro; stipite laterali, late compresso, concolori, ca. 5 mm 
longo latoque, basi discoideo, byssino; lamellis decurrentibus, latiusculis, 
subconfertis, inaequilongis albidis; sporis cylindraceis, obtusis, basi oblique 
apiculatis 8—10 X 3—3!/5 p. 

Kamerun: Bipindi, an vermoderten Baumstiimmen (G. Zenker n. 2000; 
März 1899, c. icon.). 

Die Art ist mit P. limpidius Fr, verwandt. 

P. violaceo-cinerascens P. Henn. n. sp.; imbricato-caespitosus ; pileo 
carnoso, excentrico, convexo-conchiformi, violaceo-cinerascente, sparse ob- 
scuriori squamosulo, 3—6 em longo, 2—5 em lato, margine tenui involuto; 
stipite excentrico vel laterali, farcto, subtereti usque ad 4 cm longo, 
11, cm crasso, cinereo-striatulo ; lamellis decurrentibus, subconfertis, 11/,— 
2 mm latis, albo-flavescentibus; basidiis clavatis 20—25 X 6—8 y; sporis 
subglobosis, laevibus, hyalino-subflavescentibus 4!/,—6 y. 


P. Hennings, Fungi camerunenses novi. III. 55 


Kamerun: Bipindi, an verfaulten Baumstämmen (G. ZENKER n. 2162, 
; ug. 1899, c. icon.). 

Die Art ist mit P. ostreatus Fr. verwandt: 

Mycena fusco-purpurea P. Henn. n. sp.; pileo submembranaceo vel 
| carnosulo, convexo-expanso, centro depresso-umbilicato, pruinoso, fusco- 
“purpureo 2—3 cm diametro; stipite subfistuloso, tereti, curvato, striatulo 
-2—3 cm longo, 2—3 mm crasso concolori; lamellis sinuoso-adnatis inter- 
dum dente decurrentibus, subconfertis, ventricosis, acie subcrassiusculis, 
_atropurpureis ; sporis ellipsoideis vel ov ee een’ x 3—3!/9 uv, hyalinis. 
| Kamerun: Bipindi, auf abgestorbenen Stämmen (G. Zenker n. 2181, 
_Aug.‘1899, c. icon.). 

Mit M. haematopoda (Pers.) verwandt. Der Alkohol wird durch den Saft des 
Pilzes zinnoberrot gefärbt. 


M. Aschi P. Henn. n. sp.; pileo tenui membranaceo, campanulato-ex- 
‘panso, centro subconico-papillato, radiato-striato, ca. 1 cm diametro, albido; 
stipite fistuloso, gracili, laevi, glabro 4—6 cm longo, A mm crasso, albo; 
lamellis sinuoso-adnatis, subdistantibus, lanceolatis, pallidis; sporis ellip- 
soideis, hyalinis 4—5 X 3 u. 

Kamerun: Bipindi, auf Erdboden herdenweise (G. Zenker n. 1374, 
Aug. 1897). 


Die Art ist mit M. tenuis Fr. verwandt, von den Eingeborenen wird dieselbe als 
»Aschie bezeichnet und gegessen. 


M. bipindiensis P. Henn. n. sp.; pileo carnosulo-membranaceo, cam- 
panulato vel subconico, cinereo, radiato obscuriori striato, subruguloso, 
vertice obtuso vel subumbonato, atro, 1—3 em diametro; stipite tenaci, 
-subfarcto, striato interdum torto, cinereo 3—4 cm longo, 3—4 mm crasso; 
lamellis sinuoso-adnexis, subconfertis, lanceolatis, pallidis; sporis subglo- 
bosis laevibus, hyalinis 31/, —4 
| Kamerun: Bipindi, rasig an Baumstämmen (G. Zenker n. 103, c. icon.). 

Die Art ist mit M. atrocyanea (Batsch) verwandt, nach Zenker’s Mitteilung essbar. 

Clitocybe bipindiensis P. Henn. n. sp.; pileo carnosulo hemisphaerico- 
“convexo, centro depresso-umbilicato vel subinfundibuliformi, albido, pruinoso, 
“2-5 cm diametro, glabro; stipite farcto, cylindraceo vel compresso velu- 
“tino-pruinoso 4—6 cm longo, 4 mm—1 cm crasso, lamellis decurrentibus, 
_Subconfertis, angustis 0,5—0,9 mm latis, albidis, flexuosis; sporis ovoideis 
vel subglobosis, PUS pure 
: Kamerun: Bipindi, auf LE Laub (G. Zenker n. 2196, Aug. 1899, 
€. icon.). 

Mit Cl. tornata (Fr.) verwandt. 

. Collybia subdryophila P. Henn. n. sp.; pileo submembranaceo car- 
-nosulo, convexo expanso, flaccido, centro obtuso vel umbilicato-depresso, 
_gilvo-brunneo, laevi, glabro, margine saepe undulato 41/,—31/, cm dia- 
metro; stipite fistuloso, compresso, laevi interdum sulcato 3—5 cm longo 
“35 mm crasso; lamellis adnatis, confertis, angustis ca. 1 mm latis, 


56 Beiträge zur Flora von Afrika. XXI. 


flavidis; cystidiis clavatis 20—30 X 7—9 u, sporis subglobosis, hyalinis 
3—4 u : 

Kamerun: Bipindi, rasig an Baumstiimpfen (G. Zenker n. 1991). 

Mit C. dryophila (Bull.) verwandt. 

C. sulphurea P. Henn. n. sp.; pileo submembranaceo-carnosulo, cam- 
panulato-convexo, laevi, glabro, sulphureo vel jove pluvio subaurantiaco 
2—3'/, em diametro; stihite Fares tenaci, tereti, aequali, concolori, glabro 
21/2—31/, em longo, 11/,—2 mm crasso, basi albido-byssaceo; lamellis ad- 
natis, confertis, angustis, sulphureis; sporis subgloboso-ellipsoideis, 3—31/, 
X 3 u hyalinis, laevibus. | 

Kamerun: Bipindi, im schattigen Urwalde auf faulendem Holz (G. 
ZENKER n. 2071, Mai 1899, c. icon.). 


Mit C. dryophila (Bull.) verwandt, durch die schwefelgelbe, bei Regen orange 
Färbung ausgezeichnet. 


Lepiota discipes P. Henn. n. sp.; pileo carnoso, ex ovoideo cam- 
panulato dein explanato, umbonato, flavo, squamis brunneolis adpressis 
vestito, umbone obscuriori, 5—7 cm diametro; stipite farcto, cylindraceo, 
pallido, fibroso, annulo membranaceo albido ornato, 10—18 cm longo, 
8—15 mm crasso, basi clavato, discoideo usque ad 2!/, cm crasso; lamellis 
liberis, confertis, pallidis; sporis globosis hyalinis 31/,—4 u. 

Kamerun: Bipindi, an toten Baumstümpfen (G. Zenker n. 1568). 

Die Art ist mit L. Zenkeri P. Henn, nahe verwandt, aber durch den schuppigen 


Hut, durch die Färbung sowie durch den am Grunde scheibenförmig abgeflachten Stiel | 
verschieden. Der Pilz wird von den Eingeborenen »Pumilo« genannt und gegessen. 


L. pulveracea P. Henn. n. sp.; pileo carnoso, hemisphaerico-campanu- | 
lato, subumbonato, squamosulo, farinaceo albo, margine substriato, 4—7 cm 
diametro; stipite fistuloso, tereti, squamosulo, farinaceo albo, superne atte- 
nuato, basi incrassato, annulo membranaceo secedente, albo; lamellis liberis, 
confertis integris; sporis ovoideo-ellipsoideis, hyalinis, episporio subincarnes- 
cente, basi oblique apiculatis 7—10 X 5—6 y. 

Kamerun: Bipindi, im Urwalde auf abgestorbenen Stiimmen (G. ZENKER 
n, 1368, Aug. 1897). | 

Der reinweiße Pilz ist wie mit weißem Mehl bestreut, von den Eingeborenen wird 
derselbe »imbolla bequande« genannt und gilt für giftig. Derselbe ist mit Z. Me- 
leagris Sow. verwandt, 

L. rhacodioides P. Henn. sp.; pileo carnoso, campanulato-explanato, 
obtuse umbonato ad mediam squamas membranaceas, brunneolas, latas 
sparsas tecto, ad marginem laevi, glabro, albido usque ad 20 cm diametro; 
stipite cavo, cylindraceo, laevi, glabro, albo-brunnescente, 20—30 cm longo, 
2—3 em crasso, basi bulboso 3—4 cm incrassato, annulo mobili crasso; 
lamellis liberis, confertis, lanceolatis, albidis; sporis ellipsoideis, 4-grosse 
guttulatis 12—17 X 8—10 y, episporio flavo-carnescente. 


Kamerun: Bipindi, im Urwald auf faulendem Laub (G. Zenker n. 1530). 
Mit L. rhacodes Vitt, nahe verwandt, 


P. Hennings, Fungi camerunenses novi. II. 57 


Phallaceae. 

Phallus sanguineus P. Henn. n. sp.; 10—13 cm altus; stipite utrin- 
que attenuato 1'/, —2 cm crasso, incarnato, pariete e 2—3, (apicem versus 
e 1—2) stratis cavitatem composito, volva lobata pallida; pileo ovoideo- 
vel subconico-campanulato, granulato-ruguloso sanguineo, apice obtuso, 
clauso, haud limbato, ca. 2—21/, cm alto latoque; sporis oblonge ellip- 
soideis 3'/y—4'/. X 1!/; w hyalino-chlorescentibus. 

Kamerun: Jaunde um 800 m im feuchten, schattigen Walde auf 


Wurzeln (ZENKER u. STAuDT n. 222, c. icon.). 
Mit Ph. rubieundus Bosc. verwandt, aber durch den gekörnelten, geschlossenen Hut, 
den fleischroten Stiel u. s. w. verschieden. Stinkend. 


Sclerodermataceae. 


Scleroderma Zenkeri P. Henn. n. sp.; peridio subgloboso vel ovoideo, 
sessili vel substipitato, coriaceo corticato, pallide ochraceo dein ferrugineo, 
punctato-areolato, vertice irregulariter dehiscente 8—12 mm diametro; 
gleba ferrugineo minute marmorato, floccis ramosis, subhyalino-flaves- 
centibus, fasciatis 3—5 u crassis; sporis globosis flavis vel brunneis 8— 
14 wu, episporio atrobrunneo dense aculeato-asperato. 

Kamerun: Bipindi, auf Erdboden zwischen Laub (G. Zenker n. 1998, 
Marz 1899). 


Eine sehr kleine Art, die mit S. pisiforme P. Henn, nahe verwandt, aber durch 
die Färbung und Bekleidung der Peridie, sowie durch die Gleba und die Sporen ver- 
schieden ist. Die Fruchtkörper gehen oft zahlreich aus einem reich verzweigten, weiß- 
lichen Mycel hervor. 


Beitrage zur Algenflora Afrikas. 


Von’ 


W. Schmidle. 


Mit Tafel IL. 


I. 
Algen aus Ost-Afrika. 


Die im folgenden verzeichneten Algen stammen aus den heißen Quellen 
am Manjara-See und wurden von Herrn O. Neumann gesammelt. Das Ma- 
terial, welches teils getrocknet, teils in Alkohol conserviert war, erhielt ich 
durch Herrn Geheimrat Dr. EnsLer aus dem Königl. Bot. Museum in Berlin 
zur Bestimmung, wofür ich meinen besten Dank hier ausspreche. 


Klasse Schizophyceae. 
Fam. Stigonemataceae. 
Mastigocladus Cohn. 
M. laminosus Cohn, Algen des Karlsbader Sprudels 1863 p. 39. 
Ost-Afrika: Manjara-See, Westufer; heiße Quellen mit ca. 50° R. 
(O. Neumann, Nov. 1893). 


Verbr. Die Alge ist ubiquitär und aus heißen Quellen von Europa, Nord- 
Amerika, Asien und Neuseeland bekannt. 


Fam. Oscillatoriaceae. 
Spirulina Turpin. 

Sp. Neumannii Schmidle n. sp. 

Die Trichome sind blaugrün und zu einem grauweißlichen (oder blau- 
grünem ?), stark schleimigen, fädig ausgebreiteten, 3—-5 mm dicken Lager 
vereinigt, fast gerade, wenig gebogen und ziemlich parallel im Schleime 
angeordnet. Die Windungen sind äußerst regelmäßig, sehr eng, sich be- 
rührend, ca. 4,25 u breit. Die Breite der Trichome beträgt ca. 2 p, ihr 


Inhalt ist homogen. 


4 
= 


W. Schmidle, Beiträge zur Algenflora Afrikas. 59 


Ost-Afrika: Manjara-See, Westufer, heiße Quellen von ca. 50° R. 


(©. NEUMANN). 
Die Alge ist mit Sp. versicolor Cohn und Sp. subsalsa Oerstedt verwandt; sie 


unterscheidet sich von der ersten Alge durch ihre Farbe, ihr Lager und den Standort 


<a SEK 


in heißen Quellen; von der zweiten durch die regulären Windungen, die geraden, par- 
allel angeordneten Fäden, das schleimige Lager und das Vorkommen in heißen Quellen. 


Abbildung Taf. II, Fig. 5. 


I 


Algen aus Kamerun. 


Frau Missionär Bonner in Kamerun hat im Frühjahr 1898 auf meine 
Bitte eine Reihe Algen im Abolande gesammelt, welche ich bestimmte und 
hier veröffentliche. 

Von Kamerun sind bisher nur wenige Algen bekannt. Norpstepr hat 
dieselben kürzlich herausgegeben!), und in seiner Schrift sind auch diejenigen 
aufgenommen, welche kurze Zeit vorher in den Algae exsiccatae aus 
Kamerun publiciert wurden. 


Klasse Schizophyceae. 

Fam. Oscillatoriaceae. 

Oscillatoria Vaucher. 
0. brevis Ktzg., Gomont: Monographie der Oscill. p. 249, tab. VII. 

fig. 44 u. 15. 

Auf feuchter Erde bei Bonaberi; Sept. 1898. 
Verbr. Bekannt aus Europa, Asien, Afrika und Amerika; wohl ubiquitär. 
0. splendida Grev., Gomont. I. c. p. 244, tab. VIL fig. 7 u. 8. 
Boden am Bachufer bei Njasoso; 2. Mai 1898. 
Verbr.: Asien, Afrika, Nord-Amerika; wohl ubiquitär. 


Phormidium Ktzg. 


Ph. autumnale (Ag.) Gomont 1. c. p. 207, tab. V. fig. 23 u. 24. 
In einer Wasserpfütze im Aboland; 12. April 1898. 

Verbr. Europa, Afrika, Asien, Nord-Amerika, Australien; ubiquitär. 

Ph. valderianum Gomont |. c. p. 187, tab. IV. fig. 20. 


Auf feuchter Erde im Aboland; 15. April 1898. 
Verbr. Europa. 


Ph. Bohneri Schmidle n. sp. 
Die blaugrünen Trichome sind 1,7—2 y breit, nicht torulös, nicht 


\ 


sehr gekrümmt, mit rechteckigen Zellen, welche meist kürzer als lang sind, 


selten quadratisch oder etwas länger; ihr Inhalt ist scheinbar homogen, 


4) Norpstept: Sôtvattensalger fran Kamerun in Botaniska Notiser 1897 p. 431 ff. 


60 Beiträge zur Flora von Afrika, XXI. 


bei starker Vergrößerung jedoch gekörnt, die Scheiden sind hyalin, färben 
sich mit Chlor-Zink-Jod nicht blau, verschleimen bald und bilden dadurch 
ein sehr dünnes, schleimiges, grünes Lager, in welchem die Fäden parallel 
angeordnet liegen. 

Auf feuchter Erde; Aboland; 15. April 1898. 


Nach dem mikroskopischen Aussehen gleichen die Trichome sehr denjenigen von 
Phormidium luridum Gomont: Revision tab. IV. fig. 17 u. 48, nur dass die Zellen meist 
kürzer als lang und scharf rechteckig sind. Unsere Alge unterscheidet sich außerdem 
durch das grüne, dünne Lager, ihr Standort auf feuchter Erde und die ausgesprochene 
parallele Anordnung der einzelnen Fäden im Lager. 


Abbildung Taf. II, Fig. M. 


Fam. Scytonemataceae. 
Scytonema C. A. Ag. 


S. guyanense Bor. et FL, Révision des Nostocacées hétérocystées 
p. 98. 

Auf feuchter Erde, Aboland; Mai 1898. 

Verbr. Im ganzen Tropengürtel. 

S. Hofmanni Ag., Bor. et Flah. 1. c. p. 97. 

Bonaberi an Baum- und Cactusrinde; Mai 1898. 

Verbr. Ubiquitar. 

S. javanicum Bornet, Bor. et Flh. Révision p. 95. 

Verbr. Tropisches Asien, Amerika, Afrika, Australien, Europa in Gewächs- 
häusern. 

NS. Bohneri Schmidle n. sp. 

Die Alge bildet fädige, schwarzgrüne Uberziige. Die Fäden sind teils 
niederliegend, teils aufsteigend. Die ersteren snd 10—12 u breit, verzweigt 
mit einzeln abgehenden Zweigen. Die aufsteigenden sind meist etwas 
schmäler (8—10—14 y), sehr kurz (bloß 200—300 u lang) und unver- 
zweigt, nicht miteinander verklebt und oft bis zur abgerundeten Spitze 
etwas verschmälert (auf 6—7 u). Die Scheide ist farblos, oft etwas rauh, 
1—1,8 u dick, scheinbar homogen (bei Anwendung homogener Immersionen 
geschichtet, die Schichten schwach divergierend). Die Trichome sind blau- 
grün, 8—5 y dick und füllen die Scheiden völlig aus. Ihre Zellen sind 
rechteckig, an den Fadenenden äußerst kurz, sonst meist halb so lang als 
breit, selten quadratisch oder (was auch vorkommt), um das 4'/,-fache 
länger, Die Grenzzellen sind meist zusammengedrückt rechteckig, selten 
länger als breit, oft auch mehr oder weniger zusammengedrückt elliptisch, 
mit hyaliner Zellhaut, 

Njasoso, in einem Bache an Steinen; 2. Mai 1898. 

Von allen wasserbewohnenden Seylonema-Arten ist dieses wohl bis jetzt die 
kleinste. Am nächsten steht S, Areangeli B. et Fl. Unsere Alge unterscheidet sich 


durch den geringen Durchmesser der Fäden und den Umstand, dass dieselben niemals 
verklebt sind, 


+ 
1 


vi 


> VELO PORTA A 


Ce TE, RE 


W. Schmidle, Beiträge zur Algenflora Afrikas. 61 


Fam. Stigonemataceae. 
Hapalosiphon Naeg. 


H. Baronii W. et G. West. Lin. Soc. Sec. Ser. Bot. Vol. V. p. 85, 
tab. V, fig. 21—93. | 

An alten Exemplaren sind die Zellen bisweilen gelbbräunlich, auch hat dann oft 
die Scheide einen solchen Anflug. 

Auf feuchtem Boden am Bachufer in Nyasoso; 2. Mai 1890. 

Verbr. Bekannt aus Madagaskar und Vorderindien. 


Fam. Rivulariaceae. 
Calothrix C. A. Ag. 


C. membranacea Schmidle n. sp. 

Die Pflanze bildet papierdünne Haute von sehr zäher Consistenz En 
blaugrüner Farbe und findet sich meistens mehr oder weniger vereinzelt 
im Lager von Scytonema Bohneri und eines Phormidiums. Die langen 
Fäden wachsen horizontal, sind vielfach gebogen und unregelmäßig mit 
einander zu der dünnen Haut verflochten. Selten sind sie verzweigt. Die 


 basale Grenzzelle ist vielgestaltig, gewöhnlich jedoch ziemlich groß und 


halbkreisförmig. Intercalare Grenzzellen sind äußerst selten und gewöhnlich 
rechteckig mit abgerundeten Ecken. Nach aufwärts verschmälern sich die 
Fäden sehr langsam und gehen nur selten in ein verschieden langes, 
gegliedertes Haar aus, dessen Zellen nie völlig hyalin sind. Die Scheiden 
sind hyalin, dünn, ohne deutliche Schichtung, an den Enden (wenigstens 
bei unsern Exemplaren) offen, aber nicht zerfasert, die Trichome sind blau- 
srün, torulös, die Zellen gewöhnlich um die Hälfte breiter als lang oder 
isodiametrisch mit blaugrünem, gekörntem Inhalt. Die Hormogonien sind 
kurz, wenigzellig und liegen oft zu mehreren im Faden hinter einander. 


In einem Bache in Njasoso; 2. Mai 1897. 

Exemplare, welche in deutlich ausgebildete Haare ausgegangen wären, habe ich 
freilich nie gesehen. Gewöhnlich endeten dieselben in eine etwas längere, hyaline, 
am Ende abgerundete Zelle (Fig. 12), oder es waren nur die spärlichen Rudimente 
eines Haares vorhanden. Der Grund lag wohl darin, dass unsere Alge in reicher Hormo- 
gonienbildung begriffen war und die Haare abgeworfen hatte. Dafür konnte ich dann 
auch mehrere Male die abgeworfenen Haarenden (wenigstens Stücke davon) beobachten 
(Fig. 14). 

Die in den Fäden neben einander liegenden kurzen Hormogonien sind durch ein 


_ Gebilde getrennt, welches einem Celluloseknopf recht ähnlich ist. Vielleicht ist es aus 


einer collabierten und zu Grunde gegangenen Zelle entstanden (Fig. 13). Dasselbe ver- 
schleimt und treibt die Hormogonien aus der Scheide. Die letztere ist indes an solchen 
Stellen äußerst brüchig. 

Unsere Alge ist durch ihr häutiges Lager mit den dicht verschlungenen hori- 
zontalen Fäden vor allen Calothrix-Arten ausgezeichnet und nimmt eine singuläre 


— Stellung ein. Nach Kırcaner !) ist das Lager von Calothrix rasig, polsterförmig oder 


1) Schixophyceae in EnGLEr u. Prantr, Nat. Pflanzenfam. 177. Lief. p. 87. 


62 Beiträge zur Flora von Afrika. XXI. 


büschelig. Auch Borner und FLanautt beschreiben die Lager von Calothrix als Cae- 
spites (tomentost etc), Hansgirg in Prodr. II, nennt jedoch das Lager auch hautartig. 


Abbildung Taf. II, Fig. 12, 43, 14. 


Fam. Chamaesiphonaceae. 
Chamaesiphon A. Braun et Grunow. 


Ch. africanum Schmidle n. sp. 

Die Zellen sind im erwachsenen Zustande mehr oder weniger cylindrisch, 
oben und unten breit abgerundet, meist aufwärts etwas verbreitert, auf 
sehr kurzem, festem, hyalinem Fuße aufsitzend, gerade oder in der Mitte 
gebogen, ungefähr 5 u breit und 18 u lang. Ihr Inhalt ist blaugrün; die 
am Scheitel oft verdickte Membran öffnet sich daselbst. Die Pflanzen 
sitzen herdenweise an einer Chantransia auf. 

In einem Bach; Njasoso; 2. Mai 1898. 

Abbildung: Taf. II, Fig. 3. 

Ch. minimus Schmidle n. sp. 

Zellen dicht gehäuft, eylindrisch und gerade mit abgerundeten Enden 
und blaugrünem Inhalte, äußerst klein und bloß 3,5 u lang und 1,8 u breit. 


Njasoso, mit obiger Alge. 


Klasse Chlorophyceae. 
Fam. Ulothrichaceae. 
' Hormiscia Ktzg. 
H. aequalis (Ktzg.) Rabh. Fl. Europ. Alg. IH. p. 363. 
Im Aboflusse; Mai 1898. 


Verbr. Europa. 
H. subtilis De Toni var. thermarum (Wartm.) Rabh. 1. c. p. 365. 
Im Aboland; 7. Mai 1898. 


Verbr. Europa, Afrika, Inner-Asien, Samoa-Inseln, Neu-Seeland, West-Indien, 
Australien. 

H. oscillarina (Ktzg.) De Toni Sylloge Alg. I. p. 167. 

Auf feuchtem Boden unter Dachtraufen bei Njasoso; 2. Mai 1898. 


Verbr. Europa, Nord-Amerika, 


Microspora (Thur.) Lag. 
M. amoena (Ktzg.) Rabh. |. ec. p. 324. 
Abofluss; 14. April 1898. 
Verbr. Europa, Nord-Amerika. 
M. abbreviata (Rabh.) Lag., Zur Entwickelung einiger Convervaceen. 
Abofluss; 14. April 1898. 
Verbr, Europa, Novaja Semlja, Nord-Amerika, West-Indien, Australien. 


Fa} 


ae 


W. Schmidle, Beiträge zur Algenflora Afrikas. 63 


Fam. Chroolepidaceae'). 
Trentepohlia Mart. 


Tr. aurea Mart.; Hariot. 

Auf Baumrinde im Aboland; 7. April 1898. 

Verbr. Ubiquist. 

Tr. (Heterothallus) ellipsicarpa Schmidle var. africana Schmidle 
n. var. 

Die kriechenden Fäden wachsen mehr oder weniger deutlich radial, 
sind unregelmäßig verzweigt; die Zweige sind lang und gleichen dem 
Hauptfaden. Das Geflecht, das sie bilden, ist ein ziemlich dichtes und oft 
fast phycopeltis-artig geschlossen. Die Zellen desselben sind rechteckig 
(oder auf dem unteren Rande unregelmäßig, dem Substrate sich an- 
schmiegend), ca. 4 u breit und zweimal so lang. Die aufsteigenden Fäden 
sind kurz, unverzweigt, nach oben wenig oder nicht verschmälert. Sie 
sind meist breiter als die Hauptfäden, oft 6—8 u breit und ca. 150 u 
lang. Ihre Zellen sind cylindrisch, an alten Fäden in der unteren Hälfte 
oft etwas eingeschnürt, isodiametrisch oder 11/,mal länger als breit. 

Die Sporangien sind dreigestaltig. Erstens sitzen sie direct auf dem 
Rücken der kriechenden Fäden oder seitlich an den aufsteigenden. Sie 
sind langelliptisch, 12—14 u breit und 25 u lang und öfinen sich an der 
Spitze. Eine Zwischenzelle fehlt stets. Zweitens sind sie intercalar im 
Verlaufe der aufsteigenden, selten der kriechenden Fäden. Sie sind dann 


stets kugelrund, nicht selten zu mehreren gereiht, 14—16 uw im Durch- 


messer breit und öffnen sich seitlich. Drittens befinden sie sich an der 
Spitze der aufsteigenden Fäden auf gekrümmten Halszellen (Hackensporangien). 


Diese sind oval, 14 uw lang und 10 u breit. An dem Vorderrande ist die 


Zellhaut meist rauh, was ich übrigens auch einigemale an den übrigen 
Sporangienformen sah. 

An einem schon längere Zeit abgefallenen Blatte am Njasoso-Bach; 
2. Aug. 1898. 


Ich war lange im Zweifel, ob ich die Alge nicht als selbständige Art zu be- 


' trachten habe, denn die Unterschiede sind zum Teil auffällig. Einmal ist der kriechende 


Thallus viel regelmäßiger gebaut, die Fäden stets gerade. Zweitens ist unsere Alge in 
allen Teilen größer und breiter, drittens endlich fehlen hier stets die bei der poly- 


_ nesischen Alge so charakteristischen Zellen, welche zwischen dem kriechenden Faden 


und dem aufsitzenden elliptischen Sporangium eingeschoben sind. Auf den Umstand, 


4) Dieser Familie gebe ich andere Grenzen, als WıLLE in ENGLER und PRANTL I, 2 
p. 97 ff. es thut, und ordne sie auch nicht den Chaetophoraceen unter. Ich rechne zu 
ihr die Gattungen: Trentepohlia Mart., Phycopeltis Mill. (incl. Hansgirgia De Toni), 
Cephaleurus Knze., Phyloplax Schmidle (incl. Weneda Raciborsky mit der Art Ph. 
purpurea [Racib.] Schmidle), Forvella Chodat, Trichophilus Web. v. Boss., Chlorotylium 
Ktzg., Leptosira Bzi., Acroblaste Reinsch, Gongrosira De By. (incl. Ctenocladus Bzi. 
mit der Art Gongrosira circinnata |Bzi.| Schmidle und G. fastigiata |Bzi.] Schmidle 
und G. merustans [Reinsch] = Chlorotyliwm incrustans Reinsch). 


64 Beiträge zur Flora von Afrika. XXI. 


dass Tr. ellipsicarpa keine Hackensporangien hat, lege ich kein Gewicht, da, wie ich 
schon anderwärts ausführte'), diese Sporangienart erst am Schlusse der Entwickelung 
erscheint und dieselbe darum vermutlich in dem Materiale von Tr. ellipsicarpa noch 
nicht vorhanden war. Es war übrigens auch wieder bei unserer Alge aus Kamerun 
mit Sicherheit zu constatieren, dass zuerst die auf den Grundfäden sitzenden Grund- 
sporangien erscheinen, alsdann die intercalaren runden und zuletzt erst die venta 
Hackensporangien. 

Ein sicheres Urteil über die Stellung unserer Alge als Art wind sich erst fallen 
lassen, wenn die Variabilität dieser Algengruppe genauer bekannt sein wird. Obwohl 
ich beide Algen für getrennte Species halte, habe ich doch die eine der anderen vor- 
erst als Varietät untergeordnet. 


Abbildung Taf. II, Fig. 8, 9, 10. 


Phycopeltis Millardet. 


Ph. Treubii Karsten. 
Aboland auf Blättern, April 1899; am Njasosobach, 2. Mai 1899. 


Verbr. Im ganzen Tropengürtel. 


Fam. Vaucheriaceae. 
Vaucheria DC. 


V. repens Hass. (Klebs). 

forma nasuta. 

Die Fäden sind 40—48 u breit, wenig und dichotom verzweigt; An- 
theridium und Oogonium stehen stets einzeln neben einander; das erstere 
ist stark gekrümmt. Das Oogon ist im unbefruchteten Zustande stets mit 
einem abwärts gegen den Faden gerichteten, schnabelartigen Fortsatze ver- 
sehen, welcher nach der Reife teils abgetrennt wird, dann und wann aber 
auch von den Sporenhäuten mit eingeschlossen oder durch die sich ver- 
dickende äußere Sporenhaut erfüllt wird. 

Von feuchten Steinen im Bach Njasoso und auf feuchtem Boden am 
Bachufer; 2. Mai 1895. 

An beiden Standorten kehrt der schnabelartige Fortsatz wieder, so dass es mir 
unwahrscheinlich ist, dass er eine bloße Mißbildung vorstellt. 

Verbr. Bekannt aus Europa. 


Abbildung Taf. I, Fig. 4 und 2. 


Fam. Protocaccaceae. 
Ophiocytium Naeg. 
0. parvulum Rabh. 


Abofluss; Mai 1898. 
Verbr. Europa, Afrika, Australien ete., Ubiquist. 


‘, Scumipze, Epiphylle Algen in Flora 1897, Bd. 83, p. 322 


W. Schmidle, Beiträge zur Algenflora Afrikas. 65 


Klasse Conjugatae. 
Fam. Zygnemaceae. 
Spirogyra Link. 

Sp. rivularis Rabh. 

Die Fäden sind 36—40 u breit, die Zellen 160—(selten)320 «u lang 
mit 4 engen in 2—4 Windungen in der Zelle verlaufenden Chlorophyll- 
bändern, welche fast ganzrandig sind und kleine Pyrenoide einschließen. 
Die fruchtenden Zellen sind nicht aufgeschwollen, die Zygaten sind 66 — 
80 u lang und 40 u breit, die langen in der Mitte cylindrisch und an 
beiden Enden oft fast spitz abgerundet, die kurzen rein elliptisch. 

Aus einem Bache im Aboland; 12. Mai 1898. 


Außer dieser Spörogyra kamen noch eine Reihe steriler zur Beobachtung. 
Verbr. Europa, Nord-Amerika, Australien. 


Fam. Desmidiaceae. 
Hyalotheca Ktzg. 


H. recta Schmidle, Afrik. Desm. p. 12 forma. 

Die Zellen sind zu zerbrechlichen Fäden eng verbunden, ca. 23 u 
breit und 16 w lang, allseits ganzrandig oder schwach convex gewölbt. 
In jeder Zelle sind zwei Pyrenoide, von welchen radienfürmig 4—5 Chloro- 
phyllarme bis an die Zellwand ausstrahlen. 

Im Abofluss; Mai 1898. 


Verbr. Afrika. 
Abbildung Taf. II, Fig. 7. 


Closterium Nitzsch. 


Cl. eynthia De Not. Elem. Desm. p. 65, tab. 7, fig. 71. 
Zellbreite 22 u, Zelllänge 140 u. 

Mit obiger. 

Verbr. Wohl Ubiquist. 

Cl. pseudodianae Roy in Scott, Desm. p. 248, tab. I, fig. 4. 
Mit obiger. 


Verbr. Europa. 
Penium Breb. 


P. cruciferum (De By.) Wittr.; De Bary, Conjug. p. 22, tab. 7 G, 
fig. 3—6. 

Mit obiger. 

Verbr. Europa, Nord-Amerika, Neu-Seeland, Brasilien etc. Wohl Ubiquist. 


Cylindrocystis Menegh. 
C. Brebissonii Menegh.; Ralfs Brit. Desm. p. 153, tab. 25, fig. 6. 
Mit obiger. 
Verbr. Wohl Ubiquist. 
Botanische Jahrbücher. XXX. Bd. 9) 


66 Beiträge zur Flora von Afrika. XXI. 


Cosmarium Corda. 


C. subellipticum Schmidle = Dysph. subellipticum Schmidle in 
Engl. Bot. Jahrb. Bd. 26, p. 24, tab. I, fig. 45. 

Mit obiger. 

Verbr. Afrika. 

C. subeonstrietum Schmidle n. sp. 

Die Zellen sind 28 u lang, 26 uw breit, die Halbzellen elliptisch, die 
Mitteleinschnürung ist seicht (die Breite des Isthmus beträgt 24 u) und 
nach außen erweitert, die Zellhaut glatt. In jeder Halbzelle sind zwei 
Chlorophoren mit je einem Pyrenoide; die Scheitelansicht ist elliptisch, die 
Seitenansicht fast cylindrisch (in der Mitte seicht und breit eingeschnürt) 
und an den Enden abgerundet. 

Mit obigen Desmidiaceen. | 

Am nächsten steht © corruptum f. minor Gutw. Fl. Tarnopola 4894 p. 88, 
Tab. II, fig. 49; dasselbe ist durch die Größe, Zellform und Chlorophylistructur ver- 


schieden. Sehr nahe ist auch C. affine Rac. forma major Schmidle 1. c. p. 20, tab. IV 
fig. 18, doch hat dieses in der Halbzelle nur ein Pyrenoid. 


Abbildung Tab. II, fig. a u. b. 


C. Gerstenbergeri Richter in Phycotheca wniversalis n. 635. 

Mit obigen. 

Die Zellen sind 26 y lang, 49 p breit und stimmen im Aussehen e fronte völlig 
mit der Figur b und e bei Ricuter: Phyeotheca universalis fasc. IH, n. 635. Wenn 
man die Exemplare dieser Ansammlung mit den Figuren bei W. u. G. West: On Va- 
riation in the Desmidieae (Linn. Soc. Bot. vol. XXXIV, tab. X, fig. 4 u. 2) oder bei Racı- 
sorski: Desm, Ciast. tab. VI, fig. 49 vergleicht, so scheint es mir nicht ausgeschlossen, 
da auch die Dimensionen stimmen, dass ©. Gerstenbergert eine größere Form von 
C. laeve Rabh. darstellt. Die Einbuchtungen am Scheitel, welche für C. Gerstenbergert 
charakteristisch sein soll, findet sich nach den genannten Autoren auch bei ©. laeve 
Rabh. 

Verbr. ©. Gerstenbergert ist bekannt aus Europa und Indien. ©. laeve Rabh, 
ist ubiquistisch, 

(?)C. punctulatum Breb. Liste p. 129, tab. I, fig. 16. 

Mit obiger. 

Zelllänge 24 y, Zellbreite 20 y. Die Granulierung ist äußerst zart, 

Verbr. ©, punctulatum ist ubiquistisch. Die dahin gerechneten Varietäten und 
Formen gehören jedoch wahrscheinlich zu verschiedenen Arten. 

(, pseudobroomei 8 madagascariense W. et G. West, Alg. Madag. 
p. 63, tab. 7, fig. 34. 

Mit obiger. 

Zelllänge 56 y, Zellbreite 56 y. 

Unsere Exemplare stehen zwischen CO. quadrum var, samoense Schmidle und de 
eitierten Form, Das erstere hat die Dimensionen 60—64 :56—60 p, das ander 


49—54:44-—49 u. Vielleicht bilden diese Formen im Verein mit ©. quadrum var 
minus forma? Schmidle: Süßwasseralg, Austr, p. 309, fig. 44, und ? ©. pseudobroome 


W. Schmidle, Beiträge zur Algenflora Afrikas. 67 


Borge in Austral. Süßwasserchlorophyceen und in: Uber Süßwasserchlorophyceen eine 
zusammengehörende, in den Tropen sehr verbreitete Art. 
Verbr. Die Varietät ist notiert aus Afrika, Europa und Australien, 


Euastrum Ehrbre. 


E. denticulatum Gay, Not. Conjug. p. 335. k 

Mit obiger. 

Verbr. Ubiquist. 

E. Bohneri Schmidle n. sp. 

Die Zellen sind 36 u lang, 27 w breit mit enger, tiefer, nicht er- 
weiterter Einschnürung, die Halbzellen dreilappig, die Basallappen mit 
‚senkrecht zur Einschnürung stehendem AuBenrande, welcher jeweils schwach 
gebuchtet und von dem ebenfalls seicht ausgerandeten und etwas vor- 
gezogenen Endlappen durch eine concave und nicht zu tief gehende Aus- 
buchtung getrennt ist. Die Zellhaut ist glatt. An der Basis der Halbzelle 
befinden sich drei horizontal neben einander liegende Anschwellungen. Die 
mittlere ist breit, die beiden äußeren schmäler und steiler. Von der Seite 
ist die Halbzelle im optischen Durchschnitt fast rechteckig, jedoch beider- 
seits angeschwollen. In der Scheitelansicht erscheinen diese drei An- 
schwellungen wieder, wie es eben geschildert ist. 

Mit den vorigen Desmidiaceen selten. 

Abbildung Taf. II, Fig. 6. 


Klasse Florideae. 
Fam. Helmintocladiaceae. 
Batrachospermum Roth. 


B. Bohneri Schmidle in Kneucker’s Allg. Bot. Zeitschr. 1898 und 
Bot. Zeitung 1899, Heft VII, p. 125, tab. IV. 
Abofluss 14. April 1898. 


Chantransia (DC.) Schmitz. 

Ch. spec. 

Die Alge bildet schwarzviolette Überzüge auf Steinen. Die angewachsenen 
Stämmchen sind in ihren untersten Partien 46—12 y breit und bestehen aus kurzen 
4—2mal so langen), torulösen Zellen mit robuster, brauner Zellhaut. Weiter oben 
werden die Zellen cylindrisch und länger (2—3mal länger als breit) und sind an den 
Enden nicht eingeschnürt; ihre Zellhaut ist hyalin, ihr Inhalt rötlich-violett. Sie ver- 
schmälern sich sehr langsam, so dass die Endzellen 8—10 u. breit und 2—4mal so lang 
sind. Dieselben tragen niemals Haare, sondern ihr oberes Ende ist abgerundet. Die 
ganze Pflanze wird 11/,—31/. mm lang und bildet ausgebreitete Raeschen. Die Stämm- 
chen sind reichlich verzweigt; die Zweige zerstreut stehend, meist einzeln, wenig ab- 
stehend, oft anliegend, lang und schlank, dann und wann wieder verzweigt und vom 
Hauptstamm nicht verschieden. Die Monosporen stehen meist einzeln an den Enden 


a 


68 Beiträge zur Flora von Afrika. XXI. 


kurzer Seitenzweige, oder endständig an den langen Ästen. Sie sind eirund, 46 u. lang 
und 40 u breit, 
An Steinen in einem Bache, Njasoso; 2. Mai 1898. 


Figurenerklärung zu Taf. II. 


Fig. 4. Vaucheria repens forma. 

Fig. 2. Vaucheria repens forma, unbefruchtetes Oogon. 

Fig. 3. Chamaesiphon africanwa Schmidle. 

Fig. 42 u. b, Cosmarium subconstrictum Schmidle. 

Fig. 3. Spirulina Neumanni Schmidle. 

Fig. 6. Euastrum Bohneri Schmidle. 

Fig. 7. Hyalotheca recta Schmidle forma. 

Fig. 8—10. Trentepohlia ellipsicarpa var. africana Schinidle. 
Fig. 11—14. Calothrix membranacea Schmidle. 


CE LCR OME 


Dat 3. 


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LE D 


SD 
5) u KBE = 


Engler. Bot. Jahrb, XXX.Ba. 


Verlag v. Wilhelm Engelmann in Leipzig. 


W. Schimidle del, 


Ubersicht tiber die Arten der Oleaceengattung 
Schrebera Roxb. 


Von 


E. Gilg. 


Uber die Gattung Schrebera hat schon Wetwirscu eine eingehendere 
Arbeit verôffentlichti}, in welcher er über die Aufstellung der Gattung, so- 
wie über den damaligen Bestand an Arten berichtet. Er kennt 4 Arten 
von Schrebera, À asiatische und 3 afrikanische und teilt dieselben in 
2 Gruppen ein, in solche mit einfachen und solche mit gefiederten Blättern. 
| In den meisten Punkten kann ich Werwirsch zustimmen, nur glaube 
ich, dass er den Arten eine zu große Variabilität zuerkennt. So zieht er 
z.B. zu Schrebera alata (Hochst.) Welw. aus Abyssinien die südafrika- 
nische S. Saundersiae Harv. Aber letztere hat ganz anders geformte 
Blättchen, längere Blütenröhre und kürzere Blumenblattlappen, endlich auch 
eine bedeutend kleinere Frucht. Es unterliegt mir gar keinem Zweifel, 
dass diese beiden Arten specifisch sehr gut verschieden sind. Aber für 
Wetwitsca war wohl entscheidend, dass S. alata wie S. Saundersiae einen 
geflügelten Blattstiel besitzt. Ja er ging in Überschätzung dieses Merk- 
males so weit, dass er mit S. alata zwei Pflanzen aus Angola identificiert, 
welche meiner Ansicht nach außer den generischen Merkmalen nur den 
geflügelten Blattstiel gemeinsam haben. 

Auch das zahlreiche neue Material, welches am Königl. Bot. Museum 
zu Berlin aus Afrika einlief, war mir dafür beweisend, dass mehreren 
streng geschiedenen Arten der Gattung ein geflügelter Blattstiel zukommt. 
Eine genaue Durchmusterung der reichen Materialien von S. (Goetxeana 
Gilg ergab durchweg dieselbe Blattzusammensetzung. Selbst die jüngsten 
Blätter in der Nähe der Vegetationsspitze besaßen genau dieselbe Blättchen- 
zahl wie die erwachsenen Blätter. S. alata (Hochst.) Welw., von der mir 
sehr reichliche und von verschiedenen Sammlern in Abyssinien aufge- 
nommene Exemplare vorliegen, verhält sich ganz ebenso. 


4) Werwitsch in Trans, Linn. Soc. XXVIL p. 38. 


70 Beiträge zur Flora von Afrika. XXI. 


Seit Wetwirscu’s Publikation wurden noch 5 Arten der Gattung ver- 
öffentlicht, nämlich S. Buchananit Bak., S. platyphylla Gilg, S. Holstii Gilg, 
S. Goetxeana Gilg aus dem tropischen Ost-Afrika, eine, S. americana 
Zahlbr., aus Peru. Diese letztere Art gehört, wie eine genaue Unter- 
suchung ergab, ganz zweifellos zu unserer Gattung und stellt innerhalb 
der Gattung eine sehr eigenartige Art dar, so dass an eine eventuelle Ver- 
pflanzung aus Afrika nach Peru absolut nicht zu denken ist. Wir haben 
eben hier einen jener interessanten Fälle, für welche die Pflanzengeographie 
keine Erklärung oder wenigstens keine genügende Erklärung zu geben 
vermag. ER 


Schlüssel der Arten. 


A. Blätter einfach. 
a. Pflanze vollständig kahl, höchstens die jungen 
Blütenstandsachsen schwach und sehr kurz 
behaart. 
9. Blätter nicht acuminat. Blüten in sehr 
wenigblütigen (3—4-blütigen) Blütenständen. 
I. Blätter klein, höchstens 3,5 cm lang. 
Pedunculus höchstens 6—8 mm lang. . 4. S americana (Zahlbr.) Gilg 
II. Blätter viel größer. Pedunculus 4,5— 
3 cm Jang. 
1. Blätter oblong, scharf zugespitzt . . 2. S. oligantha Gilg n. sp. 
2. Blätter sehr breit verkehrt-eiförmig, 
an der Spitze meist abgerundet oder 
höchstens sehr breit zugespitzt . . . 3. S. platyphylla Gilg 
5. Blätter deutlich acuminat, sehr spitz, lang- 
gestielt. Blüten in reichverzweigten, viel- 
blütigen Dichasien . . . . . . . . . . . 4. 8. golungensis Welw. 
b. Pflanzen mit diehtbehaartem Stengel und unter- 
seits gelbgrau behaarten Blättern, 


a 
D 


. Irichoelada Welw. 
S. Buchananii Bak. 


4. Blätter scharf zugespitzt. 
pP. Blätter atutopfi,)). iid!) en Mala A: 


> 


B. Blätter gefiedert. 
a. Blattstiel und Rhachis ungeflügelt, stielrund 
oder kantig. 
9. Blattchen sehr groß, 20—25 cm lang, 4-jochig, 
Pflanze kahl. . 2.2.2 nn so we 7.18, swielenioidesRoxb: 
5. Blätichen klein, höchstens 40 em lang, 2-jochig. 
I. Pflanze vollständig kahl. . , 2 2 , . . 8 8. Goelxeana Gilg 
Il, Blätter unterseits schwach behaart, jün- 
gere Stengel, Blattstiele, Blütenstände 
und Kelche dicht graufilzig . . , , , . 9 S, Holsti Gilg 
b, Blattstiel und Rhachis deutlich geflügelt, 
a. Pflanzen mit Ausnahme der Kelche völlig 
kahl. 
I, Blätter stets nur mit 2 Blätichenpaaren. } 
Blattstiel an der Basis stets deutlich 
geohrt, 


E. Gilg, Übersicht über die Arten der Oleaceengattung Schrebera Roxb. 71 


1, Blättchen zugespitzt oder acuminat. 
+ Blattstiel und Rhachis nur schmal ge- 
flügelt. Seitenblättchen sehr deutlich 
schief-eiförmig; alle Blättchen oval 
oder breit oval. . . . . . 40. 
++ Blattstiel und Rhachis ER gelliigelt, 
Seitenblättchen und Endblättchen 
regelmäßig schmal oval-lanzettlich. 
Blättchen sehr kurz ausgezogen mit 
rundlicher Spitze . . . . .. . . . 44. 8. Saundersiae Harv. 
+++ Blattstiel und Rachis + breit ge- 
flügelt. Seitenblättchen regelmäßig 
oval-lanzettlich, sehr deutlich und 
BEE BEUTE det age ate 12.049, À 


Ca) 


. obliquifoliolata Gilg n. sp. 


alata (Hochst.) Welw. 
2. Blättchen stets an der Spitze abge- 
rundet. End- und Seitenblättchen breit- 
oval oder oval-eiförmig. . . . 13. 8. latialata Gilg n. sp. 
II. Voll entwickelte Blätter stets mit 3 Blätt- 
chenpaaren, nur die oberen der Blüten- 
region manchmal 2-jochig. Blattstiel an 
der Basis nicht gedhrt . . . . . . . . 14. 8 Welwitschir Gilg n. sp. 
3. Pflanzen auf der Blattunterseite, an jungen 
Stengeln und Blütenstielen dicht behaart. 
I. Blätter zugespitzt. Kelch abgestutzt, nur 
mit winzigen Zipfelchen versehen . . . 45. S. tomentella (Welw.) Gilg 
IL. Blätter abgerundet oder sogar an der 
Spitze stets etwas ausgeschnitten. Kelch- 
lappen deutlich entwickelt . . . . . . 46. S. argyrotricha Gilg n. sp. 


1. Schrebera americana (Zahlbr.) Gilg. 

Nathusia americana Zahlbr. in Ann. Naturw. Hofmuseums Wien VII. 
(1892) p. 4. 

Peru: Callacate (Jezskr n. 363. — Blühend im Mai 1879). 

2. S. oligantha Gilg n. sp.; frutex altus (ex collect.) glaberrimus ; 
folis simpliibus opepositis, oblongis vel ovali-oblongis, petiolo subbrevi 
valde incrassato, apice acutis vel rarius breviter late acuminatis, basi sub- 
rotundatis, subcoriaceis, opacis, nervis lateralibus utrinque 4—5 curvatis 
marginem petentibus, margine ipso curvato-conjunctis, venis numerosissimis 
inaequivalidis densissime reticulatis supra paullo, subtus manifeste promi- 

…rentibus; floribus in apice caulis ramorumque semper in dichasia semel 
_fureata 3-flora dispositis, pedunculo pedicellisque tenuibus elongatis, gla- 
_ berrimis: calyce campanulato margine superiore emarginulato, dentibus 
subnullis; corollae tubo anguste cylindraceo superne vix ampliato, lobis 
“obovatis tubi er. ‘/; longit. aequantibus, supra emergentiis longis brunneis 
_ more generis ornatis; capsula pro genere maxima pyriformi, lignosa. 


Blatter 5—7 cm lang, 3—4 cm breit, Blattstiel 4 mm lang. Pedunculus 2—3 cm 
lang, Pedicelli 6—10 mm lang. Kelch 3 mm hoch. Kronröhre 44—45 mm hoch, 


72 Beiträge zur Flora von Afrika, XXI. 


2 mm dick. Kronlappen »weiß«, etwa 5 mm lang. Frucht 4 cm lang, 2 cm breit, 
1,5 cm dick. 

Afrikanisches Seengebiet: Pori (Steppe) beim Ugalla-Fluss (Böhm 
n. 35°. — Blühend im October). 

3. 8. platyphylla Gilg in Engl. Bot. Jahrb. XXVIII. (1900) p. 449. 

Uhehe: Iringa, auf dem welligen Plateau bei Rugaro um 1500 m 
(GorTzE n. 549. — Blühend im Februar). 

4. 8. golungensis Welw. in Trans. Linn. Soc. XXVII. p. 40, t. XV. 

Angola: Golungo Alto (WELwirscu n. 933). 

5. 8. trichoclada Welw. in Trans. Linn. Soc. XXVI. p. #1. 

Angola: Ambaca (Werwırsca n. 934), Golungo Alto {Wezwirson n. 935 
u. 936), Malange (Mrcnow n. 324, Marques n. 21). 

6. S. Buchananii Bak. in Kew Bull. 4895 p. 95. 

Nyassaland (Bucwanan). 

7. S. swietenioides Roxb. Pl. Coromandel. IL p. 4, t. 104. 

Vorder-Indien: im tropischen Himalaya und auf der Deccan-Halbinsel. 

Hinter-Indien: Pegu. 

8. S. Goetzeana Gilg in Engl. Bot. Jahrb. XXVIIL (1900), p. 450, 
t. VI. 

Uluguru-Berge: an Bachufern um 1000 m ü. M. {Gogrze n. 210. 
— Bliihend im November). 

9. S. Holstii Gilg. 

Nathusia Holstii Engl. et Gilg in Engler, Pflanzenwelt Ostafrikas, C, 
p. 308. 

Usambara: im Gebüsch niedriger Hügel bei Mlalo (Horst n. 364. — 
jlühend im Februar), im Wambugu-Land, in Baumbosquets des Weide- 
landes, 4700 m ü. M. (Bucuwazp n. #13. — Blühend im März). 

10. S. obliquifoliolata Gilg n. sp.; frutex (ex collect.) foliis opposilis 
imparipinnatis, petiolo elongato ita ut rhachi anguste sed manifeste alato, 
foliolis semper 2-jugis, lateralibus valde oblique ovatis, basi subrotundatis, 
basi ipso breviter cuneatis, subsessilibus, terminalibus oblongis vel ovali- 
oblongis basin versus sensim longe in petiolulum brevem angustatis, om- 
nibus apice breviter lateque acuminatis, apice ipso subrotundatis, sub- 
coriaceis, supra nitidis, subtus opacis, nervis 5—6 lateralibus quam venae 
vix validioribus, venis numerosissimis angustissime reticulatis subaequaliter 
supra ac sublus prominentibus; floribus in apice caulis ramorumque in 
paniculas cymosas dispositis, prophyllis squamiformibus, cymis 2—3-plo 
divisis multifloris confertis pedicellis minimis; calyce campanulato, margine 
superiore inaequaliter + profunde inciso-emarginalo; corollae tubo calycem 
vix duplo superante, cylindraceo, lobis obovatis tubi 1/, longit. aequantibus, 

Nathusia alata Gilg in Engler, Pflanzenw. Ostafr, C, p. 308 p. p. 


Blätter 10—42 cm lang, fast ebenso breit, Blattstiel 4—5 cm lang, Rhachis 3— 4 cm 
lang. Endblättchen 6—7 cm lang, 3—4 cm breit, Seitenblättchen 4—5 cm lang, 


E. Gilg, Ubersicht über die Arten der Oleaceengattung Schrebera Roxb. 13 


3—3 cm breit. Blütenrispen 5—6 cm lang, ebenso breit, Pedunculus 4 cm lang, 
Pedicelli 2—3 mm lang. Kelch ca. 4 mm hoch. Kronröhre 8—9 mm lang, Kronlappen 
ca. 4 mm lang. 

Kilimandscharo-Gebiet: Taita, N’di-Berg (HıLdzgranpr n. 2532, — 
Blühend im Februar). 

11. S. Saundersiae Harv. in Thesaur. Cap. IL (4863) p. 40, t. 163. 

Natal: Tongaat (Saunpers), Uncomas (M’Ken), am Tugela sehr häufig 
(GERRARD). 

12. S. alata (Hochst.) Welw. in Trans. Linn. Soc. XXVII. p. 39. 

Nathusia alata Hochst. in Schimp. Pl. Abyss. I. n. 245. 

Abyssinien: Choa (Petit), in Thälern bei Gennia im Gebiet von 
Memsach (Scumprr I. n. 245), auf Bergen in der Provinz Schoata (ScHimper 
n. 540), auf Bergen, 2000—2300 m ü. M., bei Amba Sea (ScaimPer II, 
n. 895). 

13. S. latialata Gilg n. sp.; frutex vel arbor glaberrima; foliis oppo- 
sitis, imparipinnatis, petiolo rhachique latissime alatis, petiolo ad basin late 
auriculato, foliolo terminali ceteris 2-jugis manifeste majore, ceterum forma 
aequali, omnibus ovalibus vel rarius ovato-ovalibus, apice rotundatis vel 
saepius latissime acuminatis, apice ipso rotundatis, basi subrotundatis vel 
plerumque breviter late cuneatis, coriaceis, supra nitidulis, subtus opacis, 
nervis lateralibus utrinque 7—10, venis numerosissimis angustissime reticu- 
latis supra paullo, subtus manifeste prominentibus; floribus »albidis« in 
apice caulis ramorumque in paniculas multifloras amplas dispositis, paniculae 
ramis in dichasia 2—3-plo ramosas evolutis, pedicellis brevibus; calyce 
campanulato, margine irregulariter emarginulato, rarius profundius inciso; 
corollae tubo anguste cylindraceo, lobis tubi !/, longit. aequantibus. 

Blatter 8—10 cm lang, ebenso breit, Blattstiel 1—2 cm lang, Rhachis 1—2 cm 
lang, Endblättchen 5—6,5 cm lang, 3—4 cm breit, Seitenblättchen 2,5—3,5 cm lang, 
2—3 cm breit. Pedunculus 4,5—2,5 cm lang, Pedicelli 2—3 mm lang. Kelch 3— 
3,5 mm hoch. Kronröhre ca. 12 mm lang, Lappen 6 mm lang. 

Natal: Berea bei Durban (Meprey Woop n. 5201. — Blühend im 
Januar). 

14. S. Welwitschii Gilg n. sp.; arbor 5—10 m alta habitu Fraxini 
(ex Werwırsch); foliis oppositis, imparipinnatis, petiolo rhachique late vel 
latissime alatis, petiolo ad basin exauriculato, foliolo terminali ceteris paullo 
vel vix majore forma aequali, lateralibus plerumque 3-jugis, (in foliis su- 
premis vel infimis rarius 2-jugis), omnibus paullo obliquis ovalibus vel ovato- 
ovalibus vel obovato-ovalibus, apice breviter anguste acuminatis, apice ipso 
acutissimis, basi longe cuneatis, subcoriaceis, supra nitidulis, subtus opacis, 
nervis lateralibus quam venae vix validioribus 5—7-jugis, venis numero- 
Sissimis angustissime reticulatis utrinque subaequaliter prominentibus; floribus 
in apice caulis ramorumque in paniculas breves multifloras confertis, pani- 
culae ramis in dichasia 2—4-plo dichotome divisa evolutis, pedicellis bre- 
vissimis ideoque floribus confertis; calyce extrinsecus brevissime tomentoso, 


{4 Beitrage zur Flora von Afrika. XXI. 


margine superiore subtruncato, dentibus 5 minimis triangularibus; corollae 
tubo anguste cylindraceo, lobis tubi '/, longit. superantibus. 

Schrebera alata Welw. in Trans. Linn. Soc. XXVII. p. 44 p. p. (non 
Nathusia alata Hochst.). 

Blätter bis 46 cm lang, 13 cm breit, Blattstiel ca. 4 cm lang, Rhachis 3—4 cm 
lang, Blättchen 4—6 cm lang, 2—3 cm breit. Pedunculus ca. 4 cm lang, Pedicelli 
höchstens 4 mm lang. Kelch 3—4 mm hoch. Kronröhre ca. 9—10 mm lang, Kron- 
lappen ca. 5 mm lang. 

Angola: Pungo Andongo, 1000 m ü. M., in Urwäldern. 

Huilla: 1300—1600 m ü. M., in Secundärwäldern (Werwırsen n. 937 
u. 938). 

45. S. tomentella (Welw.) Gilg. 

Schrebera alata Welw. var. tomentella Welw. in Trans. Linn. Soc. 
XXVI. p. 42. 

Huilla: auf höheren, felsigen Bergen, 1600—1800 m ii. M., zwischen 
Gebüsch, ein kaum über meterhoher Strauch (Wetwitscu n. 939); am Fuße 
des Berges Keputu, 1770 m ü. M., ein Baum von 3—6 m Höhe (Antunzs 
und Dexinpt n. 498. — Blühend im Mai 1898). | 

Einheim. Name: Omulika. 

16. S. argyrotricha Gilg n. sp.; verosimiliter frutex divaricatus foliis 
oppositis imparipinnatis, 2-jugis, petiolo rhachique latiuscule alatis densissime 
albido-tomentosis, petiolo ad basin late auriculato, foliolo terminali ceteris 
vix vel paullo majore, omnibus forma aequalibus, ovalibus vel plerumque 
obovato-ovalibus, apice rotundatis, basin versus cuneatis, subcoriaceis vel 
coriaceis, supra puberulis, subtus dense breviter pubescentibus, nervis 
numerosis irregulariter percurrentibus quam venae vix validioribus, venis 
inaequaliler laxe reticulatis; floribus in apice caulis ramorumque in pani- 
culas multifloras confertas dispositis, paniculae ramis tomentosis in dichasia 
I- vel 2-plo dichotome divisas abeuntibus, pedicellis tomentosis brevissimis, 
floribus ideoque confertis; calyce campanulaceo, margine hine inde + pro- 
funde ineiso, ceterum emarginulato, extrinsecus puberulo demum glabres- 
cente; corollae glabrae tubo anguste cylindraceo, calyce triplo longiore, 
lobis tubi 1/, longit. fere attingentibus; capsula pro genere parva lignosa 
glabra ruminata; seminibus nondum satis evolutis. 

Blätter 4—7 em lang, 5—9 em breit, Blattstiel 4—4,5 cm lang, Rhachis 1—4,5 cm 
lang, Blittchen 3—5,5 em lang, 4,8—2 cm breit. Pedunculus ca, 4 cm lang, Pedicelli 
höchstens 4 mm lang, Kelch etwa 3 mm hoch. Kronröhre 9—40 mm lang, Kron- 


lappen elwa 5 mm im Durchmesser, 
Transvaal: am großen Wasserfall bei Lydenburg (Wırns n. 201. — 


Blühend im November). 


SES eee rr à, 


Leguminosae africanae, II. 
Von 


H. Harms. 


Mit einer Figur im Text und Taf. IIL. 


Albizzia Durazz. 

A. Warneckei (Sect. Hualbixxia) Harms n. sp.; frutex vel arbor, 
ramulis puberulis; foliis petiolatis, 1—3-jugis, novellis sericeo-pubescentibus, 
adultis puberulis vel glabris, pinnis 3—6-jugis, foliolis brevissime petiolulatis, 
obliquis, subrhomboideis vel rhomboideo-obovatis vel oblongis, apice obtusis 
vel acutis vel breviter acuminatis; pedunculis axillaribus 3—5, longiuseulis, 
puberulis; umbella multiflora, pedicellis puberulis, calyce 2-plo usque fere 
4-plo longioribus ; calyce breviter turbinato, puberulo, breviter 5-dentato ; 
corolla calyce 2-plo circ. longiore, puberula, laciniis 5, lanceolatis; ovario 
brevissime stipitato, circ. 40 —A4-ovulato, glabro; legumine late lineari, 
plano glabro, transverse nervato, seminibus 10 — 13. 

Breitkroniger Baumstrauch oder Baum, bis 45 m hoch, mit stärkerem Harzflus, 
Stamm 50 cm im Durchmesser, Blüten braungelb, Blätter dunkelgrün (Wanneckr). Blatt- 
spindel 5—11 cm lang, Fiedern 2,5—7 cm lang, Blättchen 1,5—5 cm lang, 4—2,5 cm 
breit. Döldchenstiele 2,5—4 cm lang, Blütenstiele etwa 4—5 mm lang, Kelch 2 mm, 
Krone 4 mm lang. Hülse etwa 18—20 cm lang, hellbräunlich, 3—3,5 cm breit. Kelch 
und Krone am Trockenmaterial grau-behaart. 

Ober-Guinea, Togo: Lome (Warnecke n. 57. — Mit Blüten und 
Hülsen im Febr. 1900). 

Im Laube der A. Brownet (Walp.) Oliv. ähnlich, die jedoch zur Section Zygia ge- 
hört. Die neue Art dürfte mit A. rhombifolia Benth. verwandt sein. 
| A. Antunesiana Harms n. sp.; arbor ramulis novellis subsericeo- 
pubescentibus; foliis longiuscule vel longe petiolatis, glabris, 2—3-jugis, 
pinnis 5—9-jugis, elongatis, subsessilibus, oblique oblongis vel subrhomboi- 
deo-oblongis, nervo mediano subdiagonali, basi inaequilatera, margine antico 
basi protracto rotundato, apice obtuso vel obtusiusculo : pedunculis solitariis 
vel geminis, ex axillis foliorum delapsorum ortis, elongatis, puberulis, flo- 
ribus brevissime pedicellatis vel subsessilibus, subsericeo-puberulis ; calyce 
anguste infundibuliformi, corolla calyce 11/,- vel 2-plo longiore. 


76 Beiträge zur Flora von Afrika. XXI. 


10—12 m hoher Baum mit lichter, rundlicher Krone, aus den gelbgrünen Blüten 
ragen die langen, weißen Staubblätter heraus (Gorrze). Blattspindel 7—15 cm lang, 
davon der Stiel 4—6 cm lang; Internodien zwischen den Fiederpaaren 2,5—4,5 cm 
lang, Fiedern 9—44 cm lang, Blättch. 2,5—4 cm lang, 8—16 mm breit. Köpfchenstiele — 
4—8 cm lang. Kelch 3—5 mm, Krone 6—8 mm lang. | 


Benguella: Huilla: Anrunes n. 330. 

Nyassaland: Unyika, bei Dorf Inyunga, um 1700 m (Gorrze n. 1372. 
— Blüh. im Oct. 1899). 

Verwandt mit A. coriaria Welw., durch geringere Zahl der Fiedern und Blättchen 
sowie deren schiefere Form verschieden. 


Acacia Willd. 


A. Antunesii Harms n. sp.; arbor; foliis amplis, petiolatis, 4—10- . 
Jugis, petiolo communi supra profunde sulcato, puberulo, pinnis oppositis 
vel suboppositis, 10—20-jugis, glabris, foliolis anguste oblongis, sessilibus, 
basi margine postico obtuse auriculatis, apice obtusis; stipulis aculeiformibus, 
brevibus, latis, apice paullo recurvis; capitulis longe pedunculatis, in axillis 
foliorum 4—8 fasciculatis, foliorum delapsu in inflorescentiam terminalem 
racemiformem, elongatam, molliter incano-pubescentem vel subvelutinam vel 
slabrescentem dispositis; pedunculis elongatis, puberulis vel subglabris vel gla- 
bris, circ. ad medium annulo bractearum instructis; floribus glabris vel sub- 
glabris; calyce 5-dentato; corolla infundibuliformi calyce cire. 3-plo longiore, 
apice 5-loba, lobis ovatis, apice incrassatis; staminibus numerosis; Ovario 
breviter stipitato, sicut stylo et stipite glabro; ovulis circ. 10; legumine late 
lineari, basi‘in stipitem attenuato, compresso, plerumque recto vel fere recto. 

3—8 m hoher Baum (Dexinpr). Blattspindel 40—22 cm lang, Fiedern 9—45 cm — 
3—5 mm breit. Köpfchenstiele 3—5 cm lang. Kelch 
1,5 mm lang, Blkr. 4—5 mm lang. Hülsen 9—45 cm lang, etwa 2 cm breit. 

Benguella: Huilla: ohne nähere Standortsangabe (Anrungs n. 28. — 
Mit Blüten.) — Am Fuss des Berges Kamunguo, um 1650 m. (Dekınpt 
n. 219. — Mit Hülsen, V. 1898). 

Von A. macrothyrsa Marms durch längere Köpfchenstiele, stumpfe Blättchen — 
verschieden; von A. Buchananii Marms durch größere Köpfchen, größere, stumpfere 


lang, Blättch. 12—17 mm lang, 


Blättchen abweichend, 


A. Buchananii Harms n. sp.; arbor glabra; foliis petiolatis, 6—17- 
jugis, glabris, pinnis oppositis vel suboppositis, 30—50-jugis, foliolis obli- 
quis, Janceolatis, acutis vel acutiusculis, basi margine postico obtuse auri-« 
culatis, glabris vel subglabris, nervo medio parce conspicuo margini antico 
propiore quam postico; glandula magna elliptica supra basin petioli ses- 
sili; glandulis ad juga superiora sessilibus; stipulis aculeiformibus par- 
vis; capilulis pedunculatis (verisimiliter paniculatis), pedunculo minute pus 
berulo vel subglabro, versus medium annulo bractearum instructo; floribuss 
glabris vel subglabris; calyce obtuse 5-dentato; corolla infundibuliformi 


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calyee cire, 3-plo longiore, apice 5-loba, lobis ovalis, apice incrassalis 5 


H. Harms, Leguminosae africanae. I. 77 


staminibus numerosis; ovario breviter stipitato, sicut stylo et stipite glabro ; 
ovulis circ. 8. 


Blattspindel 40—25 cm lang, Fiedern 8—14 cm lang, Blättchen 4--9 mm lang, 
4,2—92 mm breit. Köpfchenstiele bis 16 mm lang, Blüten 3 mm lang. 


Nyassaland: (J. Bucnanan [1895] n. 256). 


Von A. macrothyrsa Harms durch größere Zahl der Fiedern, kleinere Blättchen, 
kleinere Stipulardornen verschieden. 


Mimosa L. 


M. sepiaria Benth. in Hook. Journ. Bot. IV. (1842) 395. — Rev. 
Mimos. 423. 

Syn.: M. Stuhlmannii Harms in Engl. Bot. Jahrb. XXVI, 254. 

Mossambik: Mussoril e Cabeceira (Roprigurs DE (ARYALHO — 41884) 
— Festland (Sruazmann Coll. I. n. 276. — Jan. 1889). 


Die jedenfalls in Süd-Brasilien heimische Pflanze ist in der alten Welt ebenfalls 
verbreitet (Süd-China, Singapore). Es ist eine Heckenpflanze. 


Cynometra L. 


C. Schlechteri Harms n. sp.; arbor, ramulis puberulis vel subglabris; 
fois breviter petiolatis, 3-jugis, foliolis sessilibus, obliquis, oblongis vel 
oblanceolatis, apice in acumen emarginatum productis, petiolo communi 
puberulo ; racemis axillaribus pubescentibus ; petalis 5 inter sese fere aequa- 
libus, oblanceolatis; ovario dense hirsuto. 

Nahe verwandt mit ©. Mannii Oliv., durch größere Blüten verschieden. Blattstiel 
5—8 mm lang, die übrige Blattspindel 2—3,5 cm. Blättch. 3—7 cm lang, 10—22 mm 


breit, die des unteren Paares kleiner als die des mittleren, und diese kleiner als die des 
oberen Paares. Trauben 1,5—3 cm lang; Petalen etwa 6 mm lang. 


Oberes Congogebiet: Stanley-Pool (SchLecHter n. 12519. — Blühend 
im Juni 1899). 


Scorodophloeus Harms n. gen. 


Receptaculum elongatum, anguste subcylindrico-turbinatum. Sepala 4 
ovata, obtusiuscula. Petala 5, obovata vel oblongo-obovata, inter sese fere 
aequalia, sepalis longiora, basin versus angustata et unguiculata, obtusa, 
margine fimbriatula. Stamina 10, exserta, filamentis filiformibus, glabris, 
inter se liberis. Ovarium stipitatum (stipite inferiore parte receptaculo ad- 
nato, superiore parte libero hirsuto), margine hirsuto, 2-ovulatum, stylo elon- 
gato, basi puberulo, ceterum glabro, filiformi, stigmate parvo, capitellato, — 
Arbor foliis pinnatis, foliolis multis, plerumque alternis, circa 18—20. Ra- 
.cemi terminales vel axillares, pluriflori, densiflori; bracteolis infra medium 


pedicelli geminis, lineari-lanceolatis, haud involucrum formantibus. 

Die Gattung ist mit Cynometra verwandt, unterscheidet sich jedoch von dieser durch 
das längere Receptaculum. Zenkerella Taub. ist von Scorodophloeus durch einfache Blätter, 
Plagiosiphon Harms durch dicke Effiguration im Receptaculum und Involucralbracteolen, 
Hymenostegia Harms durch ungleiche Petalen und Involucralbracteolen verschieden. 


hw 


Beiträge zur Flora von Afrika. XXI. 


S. Zenkeri Harms n. sp.; arbor, odorem alliaceum exhalans, ramulis | 
glabris; foliis breviter petiolatis, glabris, foliolis multis, 18—20, ‚ plerumque 
alternis, rarius suboppositis vel oppositis, sessilibus, subrhomboideo-oblongis 4 
obliquis, apice obtusis vel rotundatis, lamina basi parte antica subauricu= 
lata, latiore quam postica parte, junioribus puberulis, adultis glabris, rhachi 
supra profunde sulcata, anguste alata, puberula; stipulis lineari-lanceolatis 
vel linearibus basi in laminam brevissimam intrapetiolarem connatis, parti- 
bus liberis mox deciduis; racemis axillaribus vel racemosis, pubescentibus 
plurifloris, densifloris; receptaculo extus puberulo; sepalis subglabris re- 


ceptaculo circ. aequilongis. 

40—45 m hoher Baum mit weißen Blüten (Zenker). Blattspindel 8—40 cm lang, 
davon der Stiel nur 4—5 mm lang. Blättch. 2—2,5 cm lang, 8—9 mm breit. Trauill 
ben 2—5 cm lang, die Stiele der axillären Tr. verschieden lang (1,5—2,5 cm lang), 
Blütenstiele 6—7 mm, Receptaculum 5—6 mm, Kelchblätter 6 mm, Blumenblätter 9 bis 
10 mm lang. Die Zweige riechen sehr stark Suen Knoblauch. 


Kamerun: Ufer des Lipticaflusses, Urwald (Zenker n. 2245. — Blü- | 
hend im März 1900). 

Einheim. Name: olom (Jaunde), jungr (Betjek). 

Verwendung. Die Rinde wird an Stelle von Knoblauch benutzt und 
bildet einen Handelsartikel zwischen den Küstenstämmen nach dem inneren‘ 
Hochplateau, wo der Baum nicht vorkommt (nach Zenker). 


Hymenostegia Harms. 


H. Dinklagei Harms n. sp.; frutex glaber, ramulis junioribus minute 
puberulis; foliis brevissime petiolatis, 2-jugis (petiolo communi inter juga 
anguste alato), eis H. Afxelii simillimis; racemis terminalibus minute pus, 
berulis, plurifloris; bracteolis petaloideis, majusculis, ovalibus. | 

Diese Art steht der H. Afxelii (Oliv.) Harms (Cynometra A. Oliv., Fl. Trop. Aft. 
II. 318) sehr nahe, sie unterscheidet sich durch größere Bracteolen. Blattstiel 3 bis 
5 mm lang, Internodium zwischen den Blättchenpaaren 4,2—1,7 cm lang. Obere Blatt 
chen größer als die unteren, obere 5—9 em lang, 2—4 cm breit. Trauben 5—8 em) 
lang. Blütenstiele 8—10 mm lang. Bracteolen 12—13 mm lang, etwa 8 mm breit, 1 


Kamerun: Mündung des Campo (M. Dinktacr n. 1437, — I. 1892), 


Detarium Juss. | 


D,macrocarpum Harms n. sp.; arbor elala glabra; foliis pinnatis, 
foliolis alternis, cire, 12—20, breviter petiolulatis, Æ obliquis, ovatis vel 
ovalibus vel oblongis, basi rotundatis vel obtusis vel subtruncatis, apice 
plerumque breviter acuminatis, pellucido- punctulatis, glabris; legumine crass 
sissimo, obliquo, late ovoideo vel suborbiculari-ovoideo, a latere leviter come 
presso, rolundato, pericarpio coriaceo, subatro-brunneo, sarcocarpio fibris 
numerosis intertexto, endocarpio osseo, compresso, crasso, late elliptico’ 
usque suborbiculari; semine unico, compresso, suborbiculari, testa brunnea, 


IMPRIMER | 


H. Harms, Leguminosae africanae. IL. 79 


… Detarium macrocarpum Harms. A Frucht, an einer Seite ist die Wandung aufgerissen, 
B Dies, im Längsschnitt, mit dem Samen, C Dies. im Querschnitt. D Blatt. 


80 Beiträge zur Flora von Afrika. XXI. 


Baum von 25—30m Höhe. Blattspindel 145—23 cm lang oder noch länger. Blätt- 
chen 4—8 cm lang, 2—4,5 cm breit, Stiele 5—7 mm lang. Die sehr dicke Hülse wi 
etwa 7—8 cm lang und ist dem Stiel schief inseriert. Das Sarcocarp ist von einem 
diehten Fasernetz durchsetzt, welches von dem dicken, zusammengedrückten, knochen 
harten Endocarp ausgeht. Auf der Außenseite ist dieses Endocarp mit zahlreichen 
unregelmäßig netzförmig und in Querrichtung verlaufenden Strängen besetzt; der Same 
(3,5—4,5 em im Durchmesser) liegt dem Endocarp innen dicht an, eine braune Sch 
bedeckt die dicken, flachen, ölreichen Keimblätter. 

Kamerun: Bipinde, Urwald (Zenker n. 2286. — Mit Hülsen im Juni 


1900). | 

Diese Art weicht von D. senegalense Gmel. durch die meist zugespitzten Blättchen 
und die viel größeren Hülsen ab. — Nach freundlicher Mitteilung des Herrn R. SCHLECH 
TER werden die ülreichen Samen geröstet und zerstampft genossen. 


Crudia Schreb. 


C.? monophylla Harms n. sp.; arbor parva vel frutex glaber; ras 
mulis glabris; foliis petiolatis, glabris, unifoliolatis, foliolo unico brevis- 
sime petiolulato, petiolulo crassiusculo, rugoso, basi stipellis 2 minutis 
acutis munito, lamina oblonga vel ovali vel obovata vel elliptica, basi 
obtusa vel acuta, apice breviter vel brevissime obtuse acuminata, co- 
riacea vel subcoriacea, margine undulato, costa subtus satis prominula, 
nervis lateralibus utrinque circ. 7—9, subtus uti venis prominulis, gla. 
bris; racemis axillaribus, glabris, folio brevioribus vel ea fere aequanti- 
bus, paucifloris (circ. 5—9-floris), bracteis deciduis, pedicello apice bracteo- 
lis 2 oppositis minutis instructo, parce puberulo vel glabro; receptaculo 
glabro, limbo obliquo; ovario brevissime stipitato; legumine brevissime sti- 
pitato, obliquo, oblongo vel obovato vel ovali, basi obliqua obtuso usque 
subrotundato, apice apiculato, compressiusculo, glabro, dehiscente, monos 
spermo, valvis lignosis; semine crasso, oblongo vel oblique anguste elliptico. 

Strauch oder kleiner Baum mit harten, einfachen Blättern (DinkLAGk). Blattstiel 
etwa 2 cm lang, Blättchenstiel 3—4 mm lang. Blättch. 6—14 cm lang, 3,5—6 cm breit. 
Trauben 8—11 cm lang, Receptac. etwa 4 mm lang. Hülsen 6,5—8 cm lang, 4—5 cm 
breit; Stiel etwa 3 mm lang. Samen dick (innen dunkelgrün nach DinkLAGE), 4,5— 
5,5 cm lang, etwa 3 cm breit. 

Liberia: Gran Bassa, Fishtown, an Bachrändern zusammen mit he 
ophora und Avicennia (M. Dinkiace n. 1913. — V, 1898). | 

Da die Blüten unvollständig bekannt sind, so ist die Gattungszugehörigkeit der 
Pflanze nicht sicher. Immerhin passen Form des Kelches, Blütenstand, Hülsen nicht 
schlecht zu Orudia. 


Didelotia Baill. 


H. Harms, Leguminosae africanae. I. 81 


elongatis, terminalibus, axi communi numerosos racemos floriferos racemose 
_ ordinatos gerente; bracteolis 2, involucrum formantibus; receptaculo bre- 
vissimo, late patelliformi, disco crassissimo; sepalis 5, ad marginem disci 
sessilibus, minutis, squamiformibus, ovatis; petalis 5, ad marginem disci 
cum sepalis alternantibus, angustissime linearibus, subulatis, sepalis plerum- 
que pluries longioribus; staminibus 5, sepalis oppositis, filamentis filiformi- 
bus, elongatis, glabris; staminodiis 5 (vel 3—4), petalis oppositis eisque 
_ consimilibus, angustissime filiformibus, glabris, quam petala saepius paullo 
brevioribus; ovario dense hirsuto, in medio disci subsessili, ovulis circ. 4— 
6, stylo glabro. 


Nach dem Trockenmaterial sind die Maße etwa folgende: Blattspindel 4—6,5 cm 
lang, Biattstiel selbst 4—6 mm lang. Blättch. 46—19 mm lang, 7—12 mm breit. Ris- 
pen bis 24 cm lang. Trauben 2—4 cm lang. Blütenstiele 6—13 mm lang. Bracteolen 
4—5 mm lang. 

M. DinxLaGe liefert folgende Beschreibung: 

»Die Blüten stehen in traubenförmigen, endständigen, schlaff herabhängenden Ris- 
pen, zusammengesetzt aus zahlreichen kurzen Trauben. Stiele und Stielchen sind röt- 
lich und fein behaart. Anfänglich steht am Grunde jeder Traube eine große, häutige, 
spitzovale, hohle Bractee; ferner sind die einzelnen Blüten anfangs vollständig umhüllt 
von je einer breiteren und kürzeren Bractee am Grunde jedes Stielchens. Diese Brac- 
teen sind ebenso gefärbt und behaart wie die Stiele und Stielchen; beim Erblühen 
sind sie abgefallen. Vor der Blüte gleichen die Trauben kleinen Tannenzapfen. Die 
eigentliche Blüte besteht aus zwei fast halbkugeligen, blutroten, außen fein be- 
haarten, zur Blütezeit weit offen abstehenden, lange bleibenden Vorblättern, die an- 
fangs alle anderen Blütenteile einschließen (ganz wie bei Berlinia). Zwischen diesen 
Vorblättern, steht ein dickrandiges Receptaculum, dem das Ovar, auf.dem Stielende 
sitzend, eingesenkt ist. Das Receptaculum trägt auf seinem äußeren Rande in einem 
Kreise fünf mehr oder minder zurückgeschlagene kurz dreieckige und damit abwech- 
selnd fünf aufrechte = entwickelte pfriemliche Zipfel. Den fünf dreieckigen Zipfeln 
opponiert sind in den fünf Buchten des Receptaculums (Discus) fünf sehr lange, in 
der Knospe eingerollte Filamente inseriert, die an der Spitze eine versatile, breit 
ovale, zweifächerige Anthere tragen. Auf den dicken, drüsigen Discuslappen steht 
manchmal ein den pfriemlichen Petalborsten ähnliches, aber kürzeres Gebilde, wahr- 
scheinlich Staminodien. Das Ovar ist schief eiförmig, dicht grau behaart und ent- 
hält vier (oder mehr?) Eichen. Der Griffel ist ebenfalls sehr lang und in der Knospe 
eingerollt, mit sehr kleiner, kopfiger, gelblicher Narbe. Alle Teile der Blüte sind, 
_ soweit nicht anders bemerkt, blutrot. Die Blüten duften stark nach Honig. Früchte 
habe ich gar keine angesetzt gefunden. Die Bracteen am Grunde der Blütentrauben 
sind manchmal zu kleinen, kurzen, den normalen sonst gleichgeformten Laubblät- 
tern entwickelt. Die sehr zahlreichen, langen, dunkelroten Blütenstände machen den 
Strauch oder niedrigen, bis fast zum Grunde überhangend verzweigten Baum für 
kurze Zeit im August bis September zu einer ganz besonderen Zierde der bebuschten 
Kampine.« 
| Liberia: Gran Bassa, Fishtown, feuchtgründige Waldreste des sandi- 
gen Vorlandes (M. Dinxtace n. 2033. — Aug. 1898). 

D. africana Baill. (Adansonia V, p. 367, t. VIII) besitzt 1-jochige Blätter. D. Af- 
»elii Taub. in Engl. Bot. Jahrb. XXVI, p. 266 besitzt im Verhältnis zu D. Englert 
größere Blättchen in geringerer Zahl von Jochen (3—4, bei D. Englert 5—17) Die Ge- 
bilde, die von D. Afzeli 1. c. als Staminodien beschrieben sind, möchte ich nach dem 


Botanische Jahrbücher. XXX. Ba. 6 


82 Beiträge zur Flora von Afrika. XXI, 


3 
Vergleich mit den Blütenverhältnissen der neuen Art für Petala halten; Staminodien, bei - 
D. Englert den Petalen äußerst ähnlich und ihnen opponiert, scheinen bei D. Afselit 
zu fehlen, wo auch die Kelchzipfel viel undeutlicher entwickelt sind als bei D. Engleri. 


Brachystegia Benth. | 
B. Bragaei Harms n. sp.; arbor vel frutex, ramulis puberulis vel 
subvelutino-pubescentibus; foliis petiolatis, 5—7-jugis, petiolo communi 
puberulo, foliolis oblongis vel oblongo-lanceolatis, obliquis, apice obtusis vel 
acutiusculis vel acutis, basi inaequilatera obtusis, utrinque glabris vel sub- 
glabris, nervo medio et margine exceptis puberulis, demum glabrescentibus; « 
racemo terminali, subvelutino-pubescente, multifloro, interdum basi ramulum | 
lateralem gerente; pedicellis brevibus; bracteolis oblongo-obovatis, rotun- - 
datis, breviter subhirsuto-pubescentibus; sepalo uno tantum evoluto, minuto, » 
lanceolato, fimbriatulo; staminibus 10, filamentis glabris, inferiore parte in 


tubum connatis; ovario longiuscule stipitato, hirsuto. 
Blattspindel 6—17 cm lang, Blättchen 3—6 cm lang, 1,2—2 cm breit. Trauben — 
etwa 3—5 cm lang. Blütenstiele 4—5 mm, Vorblätter etwa 6mm, Kelchblatt 2 mm lang. 


Mossambik: Beira (Braca n. 152). 

Verschieden von B. spiciformis Benth. durch längere Blütenstiele, von B. appen- 
diculata Benth. durch mehr Blättchen, von B. Oliveri Taub. durch dicht behaarte « 
Knospen. | | 

B. euryphylla Harms n. sp.; arbor; ramulis perbrevissime pube- 
rulis, glabrescentibus; foliis petiolatis (petiolo communi glabro), plerumque « 
k-jugis, foliolis obliquis, latiusculis, obovatis vel late oblongis, glabris, apice « 
obtusis vel rotundatis, saepius emarginulatis, basi inaequilatera obtusis — 
vel rotundatis vel acutiusculis; racemo terminali, interdum basi ramulum « 
lateralem gerente, brevissime incano-puberulo; pedicellis brevibus; brac- 
teolis oblongo-obovatis, brevissime puberulis; perianthii lobis 2 tantum 
evolutis, cum bracteolis alternantibus, uno (sepalo, ut videtur) loborum ob- 
longo, fimbriatulo, altero (petalo?) angustiore et breviore, lineari-lanceolato; « 
filamentis basi in tubum connatis, ovario stipitato, hirsuto. | 

Blattspindel 6—9 cm lang, Blättchen (die größeren) 3,5—5,5 cm lang, 2—3,8 cm 
breit, Trauben 4—5 cm lang. Blütenstiele 4 mm, Bracteolen 5—6,5 mm lang. 

Usaramo: Steppenwald von Ost-Ukami (Stuntmann n. 8666. — Blü- 
hend im Oct. 1894). 


Von B. Oliveri Taub. durch breitere Blättchen verschieden. 


— 


B. Woodiana Harms n. sp.; arbor; ramulis puberulis; foliis 9 bre- 
viter petiolatis, 9—12-jugis, petiolo communi molliter brevissime pubes- 
vente vel subvelutino; stipulis elongatis, linearibus, acutis, basi auricula 
parva orbieulato-subreniformi praeditis; foliolis obliquis, subsessilibus, ob- 
longis, basi inaequilatera subtruncatis vel leviter emarginulatis, apice rotun- 
datis wel subtruncatis, emarginulatis, minute puberulis vel subglabris; 
panicula terminali, brevi, divaricata, puberula vel subvelutina; floribus bre- 
vissime pedicellatis vel subsessilibus; bracteis oblongo-obovatis, brevissime 


| 


cos scan 


4 


H. Harms, Leguminosae africanae. II, 83 


pubescentibus vel puberulis, sepalis 5 inter sese fere aequalibus, obovatis 
vel suborbiculato-obovatis, breviter fimbriatis; petalis 2, linearibus, ceteris 0 


(an semper ?); staminibus 10; ovario stipitato, hirsuto. 
Blattspindel 44—20 cm lang, davon der Blattstiel 13—15 mm lang. Blättchen 
3 6 cm lang, 1—2 cm breit. Nebenblätter 2—2,7 cm lang. Vorblitter 7—8 mm, 
Kelchblätter 3—3,5 mm lang. 
Nyassaland (J. Bucnanan n. 334. — 1895). — »Njombo«. 


Berlinia Sol. 


B. bifoliolata Harms n. sp.; arbor, ramulis glabris, foliis breviter 
petiolatis, unijugis, glabris, foliolis brevissime petiolulatis vel subsessilibus, 
obliquis, oblongis, apice saepius breviter vel brevissime acuminatis; pani- 
culis amplis, terminalibus, multifloris, puberulis vel ramulis superioribus 
velutinis; floribus subsessilibus, bracteis suborbicularibus; bracteolis sub- 
orbiculari-obovatis, crassiusculis, dorso carinatis, ut bracteis velutinis; re- 
ceptaculo brevissimo, sepalis 4, inter sese fere aequilongis, at latitudine 
diversis, margine fimbriatulis, uno ceteris latiore, ovato, apice saepius emar- 
ginulato, ceteris lanceolatis; petalis 5, eorum uno maximo cum sepalo la- 
tissimo inserto, sepalis longiore, breviter unguiculato, lamina fere lyriformi, 
sursum dilatata, apice subito brevissimeque acuminata, infra medium angu- 
stata, basi iterum dilatata et auriculata, intus parte inferiore velutina, ceteris 
petalis quam sepala brevioribus, anguste lineari-lanceolatis; staminibus 10, 
filamentis filiformibus elongatis glabris, eorum 9 basi breviter connatis, uno 
a ceteris fere libero; ovario stipitato, sicut stipite basi et margine hirsuto, 
4-ovulato, margine ventrali valde incrassato et dilatato; stylo filiformi, basi 


puberulo ceterum glabro. 

Baum mit gelblichen Blüten (ZENKER). Blattstiel 6—7 mm lang, Blättchen 7—10 cm 
lang, 3—4 cm breit. Bracteolen 9—10 mm, Kelchblätter 6 mm, größtes Blumenblatt 
43 mm lang, 

Kamerun: Bipinde, Urwald (Zenker n. 2275. — Blühend im April 
1900). 

Weicht von allen bisher bekannten Arten der Gattung durch die 1-jochigen Blatter 

_ und den aus nur 4 Teilen bestehenden Kelch ab. 


B. Scheffleri Harms n. sp.; arbor elata, dense foliosa et ramosissima; 
-foliis petiolatis, pari-pinnatis, 4-jugis, petiolo communi puberulo vel sub- 
glabro, foliolis petiolulatis, oblongis vel ovatis, basi rotundatis vel obtusis 
vel emarginulatis, apice saepe breviter vel brevissime acuminatis, subtus 
minutissime puberulis vel subglabris; panicula terminali, e racemis nume- 
rosis plurifloris dense congestis formata, velutina; floribus pedicellatis, brac- 
teolis obovatis velutinis; receptaculo brevi, turbinato; sepalis 5, oblongo- 
lanceolatis; petalis 5, eorum uno maximo latissimo, ceteris longiore, bilobo, 
ceteris oblique anguste oblongis; staminibus 10, filamentis inferiore parte 
pilosis, ceterum glabris, inter sese liberis; ovario stipitato, dense villoso. 
6* 


84 Beiträge zur Flora von Afrika. XXI. 


Sehr hoher, dicht belaubter, reich verzweigter Baum (ein sogenannter Urwaldriese) 
mit dunkelgrünem, glänzendem Laube und weißen Blüten von fliederähnlichem Duft 
(SCHEFFLER). Blattspindel etwa 40—14 cm, Blättchenstiele 4—6 mm, Blättchen 6—43 cm 
lang, 4—6 cm breit. Trauben 4—6 cm lang, Blütenstiele 6—15 mm lang, Bracteolen 
6—8 mm lang. 

Usambara: Derema (ScHerrLer n. 201. — Mit Blüten im Jan. 4900). 

Nahe verwandt mit B. angolensis Welw., dürfte jedoch durch kleinere Blüten von 
dieser abweichen. Leider besteht das vorliegende Blütenmaterial zum größten Teile 
aus noch ungeöffneten Knospen, so dass es nicht ganz sicher ist, wie groß die Blüten 
m voll entwickelten Zustande sind. 


Macrolobium Schreb. 

M. Dinklagei Harms n. sp.; frutex glaber, ramis glabris; foliis amplis, 
brevissime crasseque petiolatis (petiolo communi in foliis majoribus lenti- 
celloso, glabro), saepius 4-jugis, foliolis brevissime petiolulatis oblongis us- 
que oblanceolatis, basi obliqua rotundatis vel obtusis vel margine antico 
versus costam acutis, apice, ut videtur, rotundatis vel obtusis vel breviter 
acuminatis (apice ipso in specimine saepius deficiente), glabris, costa venis- 
que subtus bene prominulis, nervis lateralibus paullo ante marginem in « 
nervum communem crenato-sinuatum conjunctis; stipulis magnis longitudi- 
naliter striatis, in laminam bilobam connatis, basi auricula rotundata prae- 
ditis; racemis vel paniculis parce ramosis brevibus ferrugineo-puberulis vel 
subhirsutis, in fasciculos axillares vel axi primario abortivo terminales dis- 
positis; bracteis ovato-oblongis, parvis mox deciduis; floribus pedicellatis ; 
bracteolis ovalibus usque oblongo-ovalibus, subhirsuto-puberulis, crassius- 
cule brevissimeque apiculatis, sepalis 5 lanceolatis, acutis; petalis 4 sepalis 
consimilibus, angustis, lanceolatis, acutis, petalo quinto maximo unguiculato, 
lamina latissima, biloba; ovario hirsuto; legumine nondum plane maturo 
oblique obovato-oblongo vel oblongo plano compresso, apice apiculato, basi « 
obliqua, glabro vel subglabro, rugoso, costa elevata uni margini propiore « 
quam altero percurso. 

Blatispindel bis 25 cm lang oder noch länger, davon der Blattstiel 7—13 mm 
lang. Blättchen 43—35 cm lang, 4—42 cm breit. Trauben oder Rispen 4—8 cm lang. 
Bracteolen etwa 13 mm lang. Kelchzipfel 6 mm lang. Hülsen (noch nicht reif) 40 cm. 
lang, 4,5 cm breit, von einem Längsnerven durchzogen. 

Kamerun: Groß Batanga (M. Dinktace n. 4403. — Juli 1894). 

M. Zenkeri WMarms in Engl. Bot. Jahrb, XXVI. p. 273 hat ähnliche Nebenblätter, 
Blütenverhältnisse, Blätter, unterscheidet sich jedoch augenfällig durch dickere Trauben- 
achse, M. demonstrans (Baill.) Oliv. hat nach der Abbildung (Adansonia VI, 180, t. 3, 
fig. 4—5) etwas breitere Kelchzipfel und Blumenblätter, — Vermutlich gehört zu M 
Dinklagei oder einer sehr nahe verwandten Art das von Soyaux in Gabon in Früchten 
gesammelte Exemplar (n. 429. — Sept. 1880), welches ich bereits in Engl. Bot. Jahrb. 
L e, erwähnt habe. 

M. diphyllum Harms n. sp.; arbor vel frutex; foliis brevissimen 
petiolatis, unijugis, glabris, foliolis lanceolatis vel oblanceolatis vel ob+ 
lanceolato-oblongis vel oblongis, saepius (imprimis basi) == obliquis, basis, 


H. Harms, Leguminosae africanae. II. 85 


inaequilatera acutis vel obtusis, apice acutis vel breviter acuminatis vel 
interdum emarginatis, glabris, reti nervorum utrinque prominulo; stipulis 
in laminam brevissimam intrapetiolarem integram vel fissam connatis; sti- 
pellis ad apicem petioli 2, crassiusculis, ovato-subulatis; paniculis terminali- 
bus, puberulis, ramis inter se remotis, divaricatis, iterum paniculam vel 
rarius racemum formantibus, floribus racemose dispositis, racemis pluri- 
floris, axi crassiusculo; bracteis ovatis, striatis, squamiformibus, demum 
deciduis; pedicellis pulvinari quodam axis insertis, puberulis; bracteolis 
obovatis, puberulis, apiculatis; sepalis 5, anguste lanceolatis, subulatis, inter 
sese fere aequalibus; petalis 5, eorum uno maximo, longe unguiculato, alte 
bilobo (lobis suborbicularibus), ceteris sepalis consimilibus, inter sese fere 
aequalibus; staminibus 3; ovario brevissime stipitato, dorso et ventre et 
basi piloso, 3-ovulato; stylo basi piloso, ceterum glabro. 

Baum oder Strauch mit weißen Blüten (Zenker). Blattstiel äußerst kurz, 3—4 mm 
lang; Blättchen 43—20 cm lang, 3—6 cm breit. Trauben 7—12 mm lang. Blüten- 
stiele 6—7 mm lang, später sich verlängernd. Bracteolen 7—8 mm lang. Größtes 
Blumenblatt mit 3—4 mm langem Nagel, Lappen der Spreite 4 mm breit. Die Kelch- 
blätter und kleinen Blumenblätter etwa 3 mm lang. 

Kamerun: Bipinde, Safoa-Dorf, Igiliwindifluss, Urwald (G. Zenker 
n. 2277. — Blühend im April 1900). 

Von den bisher bekannten afrikanischen Arten der Gattung durch einjochige 
Blätter verschieden. 


M. lamprophyllum Harms n. sp.; frutex ramulis velutinis; foliis 
petiolatis, 4—5-jugis, petiolo communi subsericeo-velutino, subglabrescente, 
foliolis brevissime petiolulatis, oblongis vel anguste oblongis usque oblanceo- 
lato-oblongis, basi rotundatis vel obtusis, apice acuminatis, supra glabris, 
subtus nitido-sericeis; paniculis elongatis, ex ZENKER e trunco erumpentibus, 
subsericeo-velutinis, multifloris, ramulis secundariis vel primariis racemos 
breves floriferos efformantibus; pedicellis longiusculis; bracteis deciduis; 
bracteolis obovatis, florem involucrantibus, subsericeo-velutinis, sepalis 4, 
ovatis, obtusis, glabris; petalis 4 minutis, obovato-cuneatis, apice brevissime 
vel vix apiculatis, petalo quinto maximo, unguiculato, latissimo, bilobo; 
staminibus fertilibus 3, filamentis basi hirsutis, staminodiis 7, linearibus; 


ovario hirsuto, stylo inferiore parte hirsuto, apicem versus glabrescente. 

Strauch von 40—12 m Höhe, Blüten weiß, sehr wohlriechend, in Büscheln am 
Stamme (Zenker). Blattspindel 25—30 cm lang, Stiele der Blättchen 3—4,5 mm lang, 
Blättchen 15—20 cm lang, 5—6,5 cm breit. Rispenzweige ersten Grades 9—20 cm 
lang, Trauben 1,5—6 cm lang, Blitenstiele 6—10 mm lang. Bracteolen 41 mm lang. 
Kelchblätter 4—5 mm lang. 


Kamerun: Bipindi (G. Zenker n. 2069. — Mai 1899). 

Nahe verwandt mit M. ferrugineum Harms in Engl. Bot. Jahrb. XXVI. 271 (wo 
ich für diese Art fälschlich 5 Sepala angegeben; es scheinen indessen meist 4 zu sein), 
verschieden durch größere Blättchen, deren Unterseite mehr angedrückte, mehr seiden- 
glänzende Behaarung aufweist als bei jener Art. Nahe verwandt ist offenbar nach der 
Beschreibung auch das mir unbekannte M. stipulaceum Benth, e 


86 Beitrage zur Flora von Afrika. XXI. 


Dialium L. 


D. Zenkeri Harms n. sp.; arbor; ramulis breviter hirsutis vel pube- 
rulis; foliis breviter petiolatis, impari-pinnatis, 5—7-jugis, foliolis alternis 
vel oppositis, breviter petiolulatis (petiolo communi puberulo, basin versus 
subhirsuto-pubescente, petiolulis subhirsuto-puberulis), oblongis vel lanceo- 
latis, basi rotundatis vel obtusis, apice breviter acuminatis, supra glabris, 
nitidis, subtus pilis adpressis pubescentibus vel puberulis; paniculis amplis, 
puberulis vel subhirsuto-velutinis; legumine brevissime stipitato, ovoideo 
usque subgloboso, densissime et brevissime brunneo-atro-velutino, paullo 
compresso, exocarpio fragili, endocarpio carnoso; semine unico, nitido. 


Baum von 8—10 oder mehr m Hohe, Fleisch der Frucht von adstringierendem 
Geschmack (ZENKER). Blattspindel 12—20 cm lang, Blattstiel selbst 8—15 mm lang. 


D) 
Blättchenstiele 3—4 mm lang, Blättchen 5,5—10 cm lang, 2—3 cm breit. Hülsen etwa 


2—2,3 cm lang, 1,5—1,7 cm breit. 

Kamerun: Bipindi (G. Zenker n. 1943. — Nov. 1898). 

Diese Art gehört vermutlich in die Verwandtschaft von D. Dinklagei und D. 
Staudt Harms (in Engl. Bot. Jahrb. XXVI. 275). Im Vergleich zu D. Zenkeri besitzt 
D. Dinklagei eine größere Zahl kleinerer Blättchen, D. Staudtii kleinere Blättchen. 


Rhynchotropis Harms n. gen. 


Calyx 5-laciniatus, laciniis subulato-lanceolatis. Vexillum suborbicula- 
tum, apice brevissime acuminatum, alae apice margine postico rotundatae, 
margine antico in acumen brevissimum productae, carinae petala dorso 
cohaerentia, apice in rostrum rectum producta. Stamina diadelpha, decimo 
basi cum’ ceteris cohaerente, alternis brevioribus et longioribus, antheris 
basi et apice barbulatis, barbula ad basin antherarum staminum breviorum 
longissima, ad apicem earundem brevi, ad basin antherarum staminum 
longiorum brevi, ad apicem earundem minuta vel subnulla. Ovarıum 
lineare, ovulis 4—6, stylo inferne cymbiformi-dilatato, apicem versus sen- 
sim attenuato, stigmate oblique affixo. Legumen lineare vel oblanceolato- 


lineare, basin versus in stipitem brevem vel brevissimum attenuatum, apice 


rostratum, subteres, inflatum, vel a dorso leviter compressum, dorso et 
ventre late carinatum, adpresse puberulum, semina 2—4, inter se septis 
lenuissimis separata. — Herbae erectae, caule subalato-angulato, adpresse 
puberulo. Folia simplicia, sessilia, linearia vel lanceolata.  Racemi axillares, 
elongati, dissitiflori. 

Die Gattung ist sehr nahe mit Indigofera verwandt, weicht jedoch durch die lang 
geschnäbelte Carina, den eigenartig verbreiterten Griffel von dem Typus jener Gat- 
tung ab. 

1, Rh. Poggei (Taub.) Harms. — Indigofera Poggei Taub. in Engl.- 
Prantl, Pflanzenfam. I. 3 (4894) 260 fig. 445 H—K; Harms in Engler’s 
Bot. Jahrb. XXVI. (1899) 284, 


A RENE 


oe ee net 


H. Harms, Leguminosae africanae. II. 87 


Oberes Congogebiet: am Quango, bei 10'/,° s. Br. (Pocez n. 158. 
— Sept. 1876). | 

2. Rh. Dekindtii Harms n. sp.; praecedenti simillima differt ab ea 
foliis latioribus, anguste lanceolatis vel lanceolato-linearibus vel linearibus. 

Pflanze 0,2—0,5 m hoch. Blätter 6—9 cm lang, 2—4 mm breit. Trauben 10— 
25 cm lang. Hilsen 3—4,5 cm lang, etwa 4 mm breit. 

Benguella: Huilla, sandige Lichtungen von Kemanya (Dexinpr n. 93. 
— Mit Blüten im Febr. 1899); ebenda (Dexinpr n. 94. — Mit Hülsen im 
Mai 4899). 


Es ist leicht möglich, dass man beide Arten in eine wird vereinigen müssen, wenn 
reicheres Material vorliegt. 


Millettia W. et Arn. 


M. Warneckei Harms n. sp.; frutex arboreus, ramulis ferrugineo- 
villosulis vel demum puberulis; foliis petiolatis, impari-pinnatis, 4—6-jugis, 
petiolo communi subsericeo-pubescente vel puberulo, foliolis breviter petio- 
lulatis oblongis vel ovalibus vel oblongo-lanceolatis, basi rotundatis vel ob- 
tusis vel emarginulatis (terminali basi obtuso vel acuto), apice plerumque 
breviter vel brevissime acuminato, supra glabris, subtus subaureo-sericeis; 
stipellis parvis subulato-linearibus; paniculis amplis terminalibus, multifloris, 
ferrugineo-villosulis, floribus breviter pedicellatis, racemose dispositis; brac- 
teolis ad basin calycis suborbiculari-ovatis, deciduis; calyce oblique cam- 
panulato-turbinato, ferrugineo-villoso, subsericeo, dentibus brevibus 4, in- 
ferioribus deltoideis, supremo latissimo, apice emarginato; corolla glabra, 
basi cum tubo stamineo cohaerente, vexilli lamina suborbiculari, basi auri- 
eulata; stamine vexillari basi et apice a ceteris libero; ovario angusto, 
brevissime stipitato, 4—8-ovulato, basi disco cincto, ferrugineo-villoso, sub- 
sericeo, stylo maxima parte hirsuto, apice glabro; legumine dehiscente, 


lineari, ferrugineo-villoso, demum glabrescente, seminibus 3—7. 

6—7 m hoher Baumstrauch; Blattspindel 6—9 cm lang, Blättchen 2—5 cm lang, 
4,5—2 cm breit. Trauben 3—7 cm lang, Blütenstiele 3—5 mm lang. Kelch 7—8 mm 
lang. Blüten nach Warnecke rosafarben mit etwas gelb. Hülsen 9—12 cm lang 
4,8—2,3 cm breit. 

Togo: in der Parksteppe Bagidar (Warnecke n. 108. — Mit Blüten 
und Hülsen im April 1900). 

Durch die seidenglänzende Behaarung der M. Dinklagei Harms ähnlich, jedoch 
durch kürzere Kelchzähne verschieden. 


Schefflerodendron Harms n. gen. 


Calyx campanulatus, breviter dentatus, ferrugineo - velutinus. Corolla 
calyce longior, vexillo ceteris petalis longiore, breviter lateque unguiculato, 
suborbiculari usque obovato, extus ferrugineo-velutino, alis angustis pube- 
rulis parce glandulosis, carina obtusiuscula, extus glandulis globosis con- 
Spersa. Stamen vexillare liberum. Ovarium longe stipitatum, 3—4-ovulatum, 


88 Beiträge zur Flora von Afrika. XXI. 


dense ferrugineo-tomentellum, stylo brevi subulato. Legumen oblique semi- 
obovatum usque semioblanceolatum curvatum, interdum subfalciforme, basin 
versus attenuatum, apice mucronatum, inflatum, crasse lignosum, dehiscens, 
extus dense ferrugineo-tomentellum vel velutinum et glanduliferum (pube 
detergibili), demum glabrescens, intus puberulum; semina 1—2 (vel plura ?). 
— Arbores (vel frutices?). Folia pinnata, foliolis alternis, subtus glan- 
dulis conspersis. Flores racemosi vel paniculati. 

Die Gattung dürfte mit Mallettia am nächsten verwandt sein, von der sie durch 
die dick-holzigen Hülsen, die Bekleidung mit Drüsen, die abwechselnden Blättchen ab- 
weicht. Die beiden Arten stehen einander sehr nahe. Die erste, die nur in Bruch- 
stücken vorliegt, besitzt größere Blättchen als die zweite. _ | 

1. Sch. adenopetalum (Taub.) Harms. — Milletha adenopetala Taub. 
in Engler’s Bot. Jahrb. XXIII. (1896) 484. 


Am Flusse Lovo (L. Marques n. 239). — Nom. vernac.: Mu-chiche. 


2. Sch. usambarense Harms n. sp.; arbor elata, dense foliosa; foliis | 
petiolatis, pinnatis, glabris vel subglabris, petiolo communi satis tenui; folio- 
lis 7—12, brevissime petiolulatis, alternis, oblongis usque lanceolatis, 
saepius = obliquis, apice cuspidatis vel longe vel longiuscule acuminatis, 
basi obtusis vel rotundatis vel acutis, supra glabris, subtus glabris vel ad 
nervum medium brunneo-puberulis et glandulis ferrugineis conspersis; ra- 
cemis axillaribus solitariis vel geminis (an interdum ad apicem ramorum 
paniculatis?), brevibus paucifloris vel saepius elongatis plurifloris, ferru- 
gineo-velutinis, rhachi angulata; bracteis brevibus squamiformibus, brac- 
teolis ad basin calycis brevissimis; pedicellis brevibus; calyce oblique bre- 
viter lateque campanulato dense ferrugineo-velutino, dentibus 5, brevibus, 
subulatis (infimo ceteris longiore); corolla calycem excedente, vexillo ceteris 
petalis longiore, breviter et late unguiculato, late obovato, extus ferrugineo- 
velutino; alis angustis, glabris (apice tantum puberulis), parce vel vix glan- 
dulosis, carina obtusiuscula, extus glandulis globosis conspersa; stamine vexil- 
lari libero; ovario longe stipitato, 3—4-ovulato, sicut stipite dense ferrugineo- 
tomentello, stylo brevi subulato, basi piloso, ceterum glabro; legumine ob- . 
lique semiobovato vel semioblanceolato, curvato, basin versus attenuato, 
apice mucronato, inflato (imprimis versus apicem), dehiscente, crasse lig- 
noso, extus demum glabro vel subglabro (initio pube ferruginea glandulosa 
detergibili obtecto), intus puberulo; seminibus 4—2 suborbicularibus, com- 
pressis, testa nitida, brunneo-subatra. 

Blattspindel 6—13 cm lang, Stiele der Blälichen 2—4 mm lang, Blättchen 4— 
44 cm lang, 2—4 em breit. Trauben 4—45 cm lang; Blütenstiele 4—5 mm, Kelch 
5—7 mm, Fahne 48 mm, Flügel 45 mm, Schiffehen 44 mm lang; Fruchtknotenstiel 
7 mm, Fruchtknoten 3 mm lang. Hülsen 5—8 cm lang, dunkelbräunlich, dickholzig, 
aufgeblasen, außen etwas glänzend (wenn kahl), 2,5—3,5 cm breit, die Wandung 
3—5 mm dick, | 

Usambara: Derema (G. Scuwrrver n. 121. — Mit Blüten im Sept. 
1899, dazu später Hülsen). — Ngua (Mismauz 1899). 


H. Harms, Leguminosae africanae. II. 89 


Erklärung der Abbildungen auf Taf. LIT. 


A Blühendes Zweigstück, B Stück der Blättchenunterseite mit Drüsen, C Blüte, 
D Dies. nach Entfernung der Krone, E Teile der Krone, F' Fruchtknoten im Längs- 
schnitt, @ Hülsenklappe von außen, H Aufspringende Hülse, J Same, AK Drüse. 


Lonchocarpus H.B.K. 


L. eriocalyx Harms n. sp.; arbor; ramulis + villosis; foliis petio- 
latis, 3—4-jugis, petiolo communi et petiolulis brevissimis breviter villosulis; 
foliolis coriaceis vel subcoriaceis, obovatis vel ovalibus vel oblongis, apice 
rotundatis vel obtusis vel acutiusculis, basi obtusis vel acutis, supra minu- 
tissime puberulis vel glabrescentibus, subtus breviter villosis, subtus dense 
reticulato-venosis, reti nervorum bene prominulo; paniculis elongatis, dense 
breviter villosis, ramulis racemos efformantibus, racemis ad basin axis pa- 
niculae longioribus, versus apicem brevioribus, bracteis bracteolisque lanceo- 
latis, subulatis; pedicellis brevissimis; calyce oblique campanulato, villoso, 
dentibus 4, infimo lanceolato, ceteris paullulo vel vix longiore, lateralibus 
ovatis, supremo late deltoideo; corolla glabra, vexilli lamina orbiculari, basi 
auriculata; stamine vexillari basi et apice libero, ceterum cum ceteris con- 
nato; ovario stipitato, lineari, dense pubescente, Poe glabro, stigmate mi- 
nuto, ovulis circ. 5. 

Jüngere Aste und Blütenstände mit kurzer, wolliger Bekleidung von gelblichgrauer 
Färbung. Blattspindel 7—8 cm lang; Stiele der Blättchen kurz, dick, 3 mm lang; 
Blättchen 4—7 cm lang, 2,5—5 cm breit. Rispenachse 18 cm lang oder länger, bis- 
weilen verzweigt und am Grunde Seitenrispen tragend. Kelch 8—9 mm, Fahne 13 mm 
lang. Blüten violett (STUHLMANN). 


Massaisteppe (StunLmann n. 509. — Blühend im Juli 1890). 


Sehr auffallig durch die dicht behaarten Inflorescenzen. 


Pterocarpus L. 


Pt, Antunesii (Taub.) Harms. — Calpurnia Antunesii Taub. in Engl. 
Bot. Jahrb. XXII. 173. 

Benguella: Huilla (Anrunes n. 312, n. A80, n. A941; Dexinpr n. 408). 

Diese Art steht dem Pf. lucens Guill. et Perr., der vielleicht in mehrere Arten oder 


- Varietäten geteilt werden muss, sehr nahe, von ihm ist sie durch kleinere Blättchen 
verschieden. | 


Pt. Dekindtianus Harms n. sp.; arbor, ramulis novellis densissime 
villosis vel sericeo-villosis, demum velutino- vel sericeo-pubescentibus vel 
subglabrescentibus; foliis pinnatis, elongatis, novellis dense sericeo-villosis, 
foliolis circ. A4—20, alternis, breviter petiolulatis, ellipticis vel oblongis, vel 
obovato-oblongis, basi rotundatis, apice plerumque breviter acuminatis, ad- 
ultis subglabris vel glabris, petiolo communi et petiolulis demum adpresse 
pubescentibus (an glabrescentibus?); stipulis linearibus; racemis e ramulo 
novello paucis vel nonnullis infra folia novella nascentibus, plurifloris vel 
multifloris villosis; bracteis lanceolatis, deciduis, bracteolis lineari-lanceo- 


90 Beiträge zur Flora von Afrika. XXI. 


latis, ad basin calycis geminis, deciduis; calyce oblique campanulato-turbi- 
nato, villosulo-pubescente, dentibus inter se fere aequilongis, infimo deltoi- 
deo-ovato, acuto, lateralibus ei similibus, obtusis, superioribus paullo con- 
natis, rotundatis; vexillo unguiculato, lamina transverse elliptico-suborbiculari, — 
lata; staminibus monadelphis; ovario stipitato, sicut stipite dense sericeo- 
villoso; legumine suborbiculari, rotundato, ala latissima, membranacea, disco — 
dédléiscimé echinato. 

5—10 m hoher Baum mit gelben Blüten. Blattspindel 45—20 cm lang, Blättchen- — 
stiele 3—5 mm lang, Blättchen 3,5—5 cm lang, 2—2,8 cm breit. Trauben 3—10 cm 


lang. Blütenstiele 9—13 mm lang. Kelch 40—44 mm lang, Fahne 47 mm breit. 
Stiel der Hülse etwa 40—12 mm lang, Durchmesser der Hülse 9—11 cm. 


Benguella: Huilla, auf sandigen, bebuschten Ebenen, 1750—1820 m 
(Anruxes n. 477. — Mit Blüten und Hülsen im Sept. 1899). 

Einheim, Name: Omulila honde. 

Verwandt mit Pt. erinaceus Poir., verschieden durch größere Blüten. 


Rhynchosia Lour. 


R. Buettneri Harms n. sp.; frutex ramulis breviter pubescentibus vel — 
subvelutinis; foliis petiolatis, 3-foliolatis, foliolis ovatis vel late rhomboideo- — 
ovatis (lateralibus obliquis), utrinque molliter breviterque pubescentibus vel — 
puberulis; stipellis linearibus, brevibus; racemis elongatis, multifloris, velu- 
tinis; ealyce extus et intus subsericeo- vel subvelutino-pubescente, dentibus 
tubo brevioribus, infimo ovato-lanceolato, obtusiusculo, lateralibus infimo et 
supremo paullo brevioribus, ovatis, obtusis, supremo apice bilobo, infimo 
paullulo breviore; vexillo unguiculato, lamina obovato-suborbiculari, basi 
auriculata, apice extus pubescente, carina alas et vexillum excedente, « 
obtusa; ovario sericeo-villoso, stylo inferiore parte piloso, sursum glabres- « 
cente, ovulis 2. 

Das vorliegende Material ist nur mangelhaft, genügt jedoch für eine Beschreibung. 
Es scheint ein aufrechter Strauch zu sein, mit kurzer, sammetartiger Behaarung und 
violetten Blüten. Blattstiel etwa 2 em lang, Blättchen etwa 4 cm lang, 3—4 cm breit, 


Trauben 8—13 cm lang. Blütenstiele 4 mm, Kelch (am untersten Zahn gemessen) 
5—6 mm, Tubus 3,5—4 mm lang. Fahne 42 mm, Schiffchen 44 mm lang. 


Ober-Guinea, Togo: Bismarckburg, Ketschenziweg (Büttner n. 149. 
— Im Oct. 4890). 


Diese Art fällt auf durch ihre kurzen Kelchzühne, 


a MOT ES FE 


R. Dekindtii Harms n. sp.; fruticulus ramulis hirsutis et viscosis; 
foliis petiolatis, trifoliolatis, terminali a lateralibus sat remoto, inter- 
nodio inter foliola lateralia et terminali petiolo breviore vel eum aequante, 
petiolo communi hirsuto vel hirsuto-puberulo, foliolis late vel latissime— 
rhomboideo -ovatis vel ovalibus (lateralibus obliquis), basi plerumque le- | 
viter emarginulatis, apice acuminatis, utrinque puberulis; stipulis oblique — 
lanceolatis, stipellis linearibus; racemis axillaribus et terminalibus, interdum | 
subpaniculatis, valde elongatis, plurifloris, laxifloris, hirsutis, viscosis; brac- 


H. Harms, Leguminosae africanae. II. 91 


teis lanceolatis vel lanceolato-ovatis, acuminatis, deciduis; floribus in genere 
magnis; calyce hirsuto, dente infimo lanceolato, dentibus lateralibus lanceo- 
latis, infimo circ. duplo brevioribus, superioribus fere ad medium connais; 
vexillo oblongo-obovato, dorso sericeo, emarginulato, basi auriculato; 
ovario sericeo-villoso, stylo basi tantum piloso. 

Kleiner Strauch von 0,8—1,8 m Hôhe mit gelben Blüten. Blattstiel 2,5—3,5 cm 
lang, Zwischenstück zwischen Seitenblättch. und Endblattch. 4,8—2,5 cm lang. Blättch. 
4—6 cm lang, 3—6 cm breit. Trauben 14—18 cm lang. Blütenstiele 5 mm, Kelch- 
tubus etwa 6 mm, unterst. Zahn A7 mm, Seitenzähne 9 mm lang; Fahne 27 mm lang, 
14 mm breit. 


Benguella: Huilla, auf sandigen Ebenen, 1740 m (Dekinpr n. 30. — 
Blühend im Nov. 1898). 

R. sericosemium Harms n. sp.; caule scandente hirsuto; stipulis 
ovato-lanceolatis usque lanceolatis; foliis longiuscule petiolatis, petiolo com- 
muni et petiolis hirsutis, foliolis breviter petiolulatis, lateralibus oblique ova- 
tis, terminali rhomboideo vel ovali-rhomboideo, apice acuminatis, supra 
pubescentibus vel puberulis, subtus molliter incano-pubescentibus ; racemis 
pedunculatis, axillaribus, multifloris, densifloris, hirsutis; floribus brevissime 
pedicellatis, calyce hirsuto, dentibus lineari-lanceolatis, subulatis, dente infimo 
ceteris longiore; vexillo extus dense sericeo. 


Blattstiel 4—7 cm lang, Blättchen 5—7 cm lang, 3—4,5 cm breit. Trauben 7— 
41 cm lang. Kelch (am untersten Zahn gemessen) etwa 13 mm lang. 


Nyassaland: Blantyre (J. Bucuanan s. n.; Woop n. 6938 in Herb. 
Schlechter). 


Phaseolus L. 


Ph. Schlechteri Harms n. sp.; caule gracili, puberulo vel subglabro, 
juvenili densius pubescente; foliis petiolatis, 3-foliolatis, petiolo communi 
puberulo vel subglabro, foliolis brevissime petiolulatis, oblongo-ovatis, basi 
rotundatis vel emarginulatis, apice rotundatis vel emarginulatis, utrinque 
reti nervorum conspicuo, parce puberulis vel subglabris, subtus subglaucis, 
lateralibus obliquis, stipulis ovatis vel oblongo-ovatis, striatis, stipellis mi- 
nutis; floribus pedicellatis in racemum brevem pauciflorum axillarem dispo- 
_sitis vel axillaribus solitariis; pedicellis glabris vel subglabris; bracteolis ad 
basin calycis geminis, ovato-suborbiculatis, striatis, parvis; calyce campa- 
nulato, glabro (margine minutissime fimbriatulo), dentibus latissimis, deltoi- 
deis, obtusis vel acutiusculis, supremis in unum emarginatum confluentibus; 
corolla glabra, vexillo breviter unguiculato, lamina suborbiculari, basi auri- 
culata, carina in rostrum spiraliter tortum producta; legumine juniore glabro, 
lineari, plano. 


Blattstiel 5—14 mm lang, Internodium zwischen Endblättchen und Seitenblättchen 
3—5 mm lang. Blättchen 10—25 mm lang, 5—12 mm breit. Kelch etwa 4 mm lang. 


Natal: Ressano Garcia (R. ScaLecHter n. 11 826. — Dec. 1897). 
Ph. stenocarpus Harms n. sp.; caule scandente glabro; foliis petio- 
latis, trifoliolatis, glabris; foliolis oblongo-ovatis vel lanceolato-ovatis vel 


92 Beiträge zur Flora von Afrika. XXI. 


ovatis basi rotundatis vel obtusis, apice acutis vel obtusis, glabris vel sub- 
glabris (junioribus subsericeo-puberulis), lateralibus obliquis, inflorescentiis 
axillaribus elongatis glabris, plurifloris, floribus pedicellatis plerumque geminis, 
secus rhachin dissitis; calyce oblique campanulato, glabro, margine minute 
fimbriatulo, dente infimo deltoideo, acuto, dentibus lateralibus late deltoideis, 
obtusis vel acutiusculis, obliquis, dente supremo latissimo, emarginato; co- 
rolla calycem excedente, glabra, carina rostrata, rostro elongato, falciformi- — 
recurvato, apice oblique truncato; legumine lineari, plano, compresso, api- 
cem versus saepius falciformi-curvato, glabro, marginato, intus inter semina 
septato; seminibus compluribus, elliptieis usque subgloboso-elliptieis, com- 
pressiusculis, fuscis vel fusco-atris. 

Blattstiel 15—30 mm lang, Blättchen 35—50 mm lang oder noch länger, 45 bis — 


23 mm breit. Blütenstand 10—20 cm lang. Kelch etwa 4 mm lang. Hülse etwa 8 cm 
lang, 3—3,5 mm breit. Samen etwa 3 mm lang, 2,5 mm breit. 


Ghasalquellengebiet: Land der Djur, große Seriba Ghattas (Schwein- 
FURTH n. 2391, n. 2346. — Oct. 1869). — Land der wi (SCHWEIN- 
FURTH n. 2919. — Juli 1869). 


Sehr nahe verwandt mit Ph. Schömperi Taub. in Engl. Hochgebirgsfl. trop. Afr., 
p. 267, vielleicht mit dieser Art später zu vereinigen; doch besitzt das mir vorliegénlf 
Exemplar des Ph. Schimperi ziemlich kleine Blatter, 


Vigna Savi. 


V. Antunesii Harms n. sp.; caule scandente, flexuoso, brevissime et 
parce hirsuto vel puberulo vel subglabro; foliis ignotis; floribus brevissime 
pedicellatis, ad apicem pedunculi elongati vel longiusculi puberuli vel sub- 
glabri geminis vel in racemum brevem (3—4-florum) dispositis; calyce 
campanulato, subhirsuto-puberulo, dentibus 5 (supremis basi unitis), lan- 
ceolatis, acutis, tubo paullo longioribus; corolla glabra, carina falcato-recur- 


vata, rostrata; legutmine lineari, minute puberulo vel glabro. | 

Pedunculus 5—15 cm lang oder länger, Blütenstiele etwa 3 mm lang. Kelch — 
etwa 10 mm lang, Zipfel 6 mm lang. Blumenkrone etwa 20 mm, Hülsen bis 14 cm 4 
lang, bis 6 mm breit. 


Huilla (Anrunes n. A. 14). 
Dürfte mit V. vexillala Benth. nahe verwandt sein, besitzt aber etwas breitere 
Kelchzipfel und schwächere Behaarung, | 
V. bukobensis Harms n. sp.; caule scan dente glabro; foliis petio 
latis, 3-foliolatis, glabris vel subglabris; foliolis lanceolatis vel oblongo-_ 
lanceolatis vel lanceolato-ovatis ; pedunculis elongatis, glabris vel subglabris, | 
apicem versus plurifloris; calyce campanulato, glabro vel subglabro, mar 
vine fimbriatulo, dentibus 5, infimo lanceolato-ovalo, supremo latissimo,— 
apice brevissime 2-denticulato vel integro, lateralibus deltoideo-ovatis, — 


EE se Det de aE Nip OTN ee 


Zu 
= 


re Zn 2 


corolla calyce longiore, glabra. 

Vielleicht nur eine Varietät von V. luleola Benth., von dieser durch schmäleres 
Blättchen verschieden, Blattstiel 4,5—4% cm lang, Blättchen 6—8 cm lang, 4,5 bis 
2,3 cm brait, 


H. Harms, Leguminosae africanae. IL. 93 


Seengebiet: Bukoba (Stustmann n. 3931. — Blühend im Febr. 1892). 
— Nordwest-Ufer des Albert-Edward-See, 875 m (StunLmann n. 3039. — 
Blühend im Jan. 1892). | 

V. Dekindtiana Harms n. sp.; caule flexuoso, glabro, angulato; sti- 
pulis basi breviter appendiculatis, striatis; foliis petiolatis, petiolo glabro, 
stipellis minutis, striatulis, trifoliolatis, foliolis brevissime petiolulatis (petiolulo 
subglabro), lanceolatis, terminali hastato (id est basi utrinque lobulo obtuso 
vel rotundato praedito), lateralibus unilateraliter hastatis (lobulo unius late- 
ris majore quam lobulus alterius lateris interdum obsoletus), omnibus basi 
rotundatis vel obtusis, apice obtusis vel acutiusculis et brevissime mucronu- 
latis glabris, papyraceis, utrinque venosis; floribus brevissime pedicellatis, 
ad apicem pedunculi longiusculi glabri geminis vel pluribus (vel in racemum 
dispositis?); calyce campanulato, rugoso-plicato, lato, glabro, fere ad me- 
dium vel vix ad medium partito, dentibus 4, latiusculis, ovatis usque lan- 
ceolato-ovatis, supremo in denticulos 2 fisso; corolla ampla, glabra, calyce 
pluries longiore; carina rostrata; legumine lineari, glabro. 

Blattstiel 2—3 cm lang, Stiele der Blättchen 2—3 mm lang, Blättchen 5—7 cm 
lang, an der Stelle, wo die Lappen sitzen, 2—2,5 cm breit. Blütenstiele 3 mm lang, 
Kelch bis 40 mm lang, Kelchzähne etwa 5 mm lang. Schiffchen mit einem 7—8 mm 


langen, stumpfen, nach unten gekrummten Schnabel. Blumenkrone etwa 3,5 cm lang. 
Hülse bis 10 cm lang. 

Benguella: Huilla (Dexinpr n. 468). 

Verwandt mit V. ¢triloba Walp., verschieden durch größere Blüten. Sehr nahe 
verwandt, vielleicht identisch ist V. husllensis Welw. (die mir nur aus der Beschreibung 
bekannt ist; Fl. Trop. Afr. IL, 204); jedenfalls werden für V. hwellensis nicht hastate 
Blättchen angegeben. 


V. Junodii Harms n. sp.; caule volubili, tenui, hirsuto; foliis petio- 
latis, trifoliolatis, petiolo communi hirsuto, foliolis brevissime petiolulatis, 
terminali lanceolato usque ovato-lanceolato, unilateraliter vel bilateraliter 
hastato, vel vix vel non hastato, lateralibus oblique oblongo-ovatis saepius 
uno latere versus basin lobulo praeditis, omnibus basi rotundatis, apice 
rotundatis vel acutiusculis, hirsutis; stipulis ovatis, striatis, acutis; stipellis 
parvis; pedunculo petiolum superante, piloso vel puberulo, unifloro, brevi- 
ter sub flore bracteis 2 lanceolatis usque ovatis parvis (una earum altera 
majore) praedito; bracteolis ad basin calycis 2 oppositis stipulis consimili- 
bus, ovatis, striatis, acutis; calyce campanulato, parvo, piloso, dentibus 
brevibus, deltoideis, infimo acuto, ceteris obtusis, supremis in unum 2-den- 
tieulatum connatis, corolla glabra. 


Blattstiel 4,5—3 cm lang, Internodium zwischen Endblättchen und Seitenblättchen 
4—6 mm lang, Endblättchen 2,5—3 cm lang, am Grunde (wo die Seitenlappen sitzen) 
42—15 mm breit. Blütenstiel bis 5 em lang oder länger. 


Lourengo-Marques (R. ScaLecHter n. 11538. — Nov. 1897). 
Delagoa-Bay (Junop n. 208). 

V. macrantha Harms n. sp.; caule volubili, suffruticoso, glabro; 
foliis petiolatis, 3-foliolatis, glabris vel subglabris, foliolis brevissime petio- 


94 Beiträge zur Flora von Afrika. XXI. 


lulatis, ovatis vel late ovatis, basi rotundatis vel truncatis, apice saepius 
brevissime vel breviter acuminatis; stipellis parvis; inflorescentiis axillaribus, 
elongatis, plurifloris, glabris vel puberulis; floribus majusculis brevissime 
pedicellatis, e dilatationibus pulviniformibus axis inflorescentiae majusculis 


’ 
4 


+ 
| 


secus axim dissitis plerumque geminis erumpentibus; calyce late campanu- 
lato, glabro vel puberulo, margine et intus barbato; dentibus brevibus, - 


latis, infimo et lateralibus deltoideis, obtusis, supremo ceteris majore, latis- 
simo, emarginato, lobulis rotundatis; corolla calyce pluries majore glabra; 


vexillo brevissime unguiculato, lamina late obovata, emarginulata, basi 
auriculata, auriculis sursum reflexis, majusculis, supra basin versus lineam — 
mediam lobulis suberectis praedita; carina apice rotundata; disco brevi — 


tubuloso, stipitem ovarii brevem includente, glabro; ovario oblongo, latius- 
culo, ovulis 2 (vel 3 ?), sutura ventrali barbata; stylo elongato, curvato, 


superiore parte incrassato, apicem versus intus barbellato, apiculato; stig- 


mate intus sub apice styli. 


Blattstiel 2—4 cm lang, Internodium zwischen Seiten- und Endblättchen etwa 410 « 


—43 mm lang. Blättchen 4—5 cm lang, 3—4 cm breit. Inflorescenzen 12—20 cm 
lang. Kelch bis 40 mm, Krone bis 30 mm lang. 


Ostafrika: Massailand (Fiscaer n. 220. — Blühend im Aug. 1885). 


— Usagara, Mamboya (StunLmann n. 4323. — Blühend im Aug. 1892). 


Diese Art zeichnet sich besonders durch die ansehnlichen Blüten aus. 


V. Stuhlmannii Harms n. sp.; caule scandente villoso vel hirsuto, — 
foliis petiolatis, 3-foliolatis, villosis, foliolis oblongo-ovatis usque lanceolatis, — 
subtus reticulato-venosis; pedunculo axillari, elongato, hirsuto, apice pluri- 


floro; pedicellis brevibus, calyce campanulato, hirsuto-puberulo, dente infimo — 


deltoideo-ovato, acuto, lateralibus deltoideis, obtusis vel acutiusculis, supe- 
rioribus in unum latissimum connatis; vexillo brevissime unguiculato, sub- 
orbiculari, basi auriculato, extus subsericeo-hirsutiusculo ; carina fere rectan- 
gule curvata, acutiuscula; stylo superiore parte incrassato, fere rectangule 
curvato, apicem versus intus barbato, apiculato; ovario lineari, seri- 
ceo; legumine late lineari, rectiusculo vel leviter curvato, plurispermo, = 
hirsuto. 


Blattstiel 42—20 mm lang, Blättchen in der Gestalt wechselnd, bald schmäler, — 


bald breiter, etwa 3,5—4 cm lang, 6—13 mm breit. Pedunculus 5—7 cm lang. Kelch 
2—3 mm, Fahne etwa 40 mm lang. 


Seengebiet: Butukku, um 1100 m (Srunımann n. 2503. — Juni 1894). 


1 
} 


1 


+ 


Lith Anst Julius Klinkhard 


LU, 


Schefflerodendron usambarense Harms. 
Verlag v Wilhelm Engelmann in Leipzi 


ngler, Bot. Jahrb. XXX. Bad. 


J. Pohl del. 


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Lot SR AN ee ee ee ee ee a 4 2.2 


= 
eo 


Myrsinaceae africanae, 
Von 


Ernst Gilg. 


Dem Bearbeiter der in den Tropengebieten Amerikas und Asiens so 
reich vertretenen Familie der Myrsinaceae für Oxtver’s Flora trop. Africa, 
Baker, waren im Jahre 1877 nur 41 Arten aus dem tropischen Afrika be- 
kannt. Die neuerdings dem Kgl. Botanischen Museum zu Berlin zuge- 
“cangenen Sammlungen, besonders diejenigen aus den Urwaldgebieten Kame- 
runs, lassen jedoch erkennen, dass zweifellos auch für diese Familie noch 
ein bedeutender Zuwachs aus Afrika zu erwarten steht. Ich habe schon 
früher!) an verschiedenen Stellen neue Arten der Myrsinaceae aus dem 
tropischen Afrika veröffentlicht. Mit den im folgenden beschriebenen be- 
läuft sich die Anzahl der jetzt bekannten Arten auf ungefähr 35, doch 
bin ich fest überzeugt, dass auch diese Zahl noch lange nicht ein rich- 


tiges Bild von dem Anteil der Myrsinaceae an der Flora des tropischen 
Afrika giebt. 


Embelia Burm. 


_E. retusa Gilg n. sp.; frutex vel arbor glaberrima (adulta) foliis late 
obovatis, apice plerumque paullo retusis, rarius rotundatis, basi in petiolum 
Jongiusculum late cuneatis, integris, chartaceis, utrinque opacis atque punctis 
striolisque nigris densissimis notatis, nervis lateralibus numerosis marginem 
petentibus, venis laxe reticulatis; floribus..., in racemos brevissimos veri- 
“similiter paucifloros dispositis; pedicellis brevissimis; fructibus globosis, 
longitudinaliter obsolete densissime striatis, apice manifeste mucronatis. 
; Blätter 9—10 cm lang, 6—6,5 cm breit, Blattstiel cr. 1,5 cm lang. Blütenstands- 
ächse höchstens 4 cm lang. Blütenstielchen etwa 1—1,5 mm lang. Frucht 6—7 mm 


im Durchmesser. 
4 


4) E.Gırc in Engler’s Bot. Jahrb. XIX. Beibl. Nr. 47, p. 44; in Encrer, Pflanzenwelt 
_ Ostafr. C. p. 303; in Notizblatt Kgl. Bot. Gartens und Museums Berlin I. (1895) p. 72; 
in Engler’s Bot. Jahrb. XXVIII. p. 446. 


96 Beiträge zur Flora von Afrika. XXI. 


Ghasalquellengebiet: Land der Monbuttu, am Kibali (Schwernrurta 1 


n. 3550. — Fruchtend im April 1870). | 
Eine sehr ausgezeichnete Art, welche wohl der Æ. gwineensis Bak. und der A, 
pellucida (Hiern) Gilg am nächsten steht. , 4 


KE. nyassana Gilg n. sp.; frutex vel arbor foliis obovatis, apice rotun- 
datis vel rarius breviter lateque apiculatis, basi in petiolum longiusculum 
late cuneatis vel saepius subrotundatis, integris, glaberrimis, papyraceis vel F 
subchartaceis, utrinque opacis, punctis striisque numerosis supra notatis, — 
punctis striisque subtus omnino inconspicuis, nervis lateralibus supra vix 
conspicuis, subtus numerosis inter sese parallelis marginem petentibus paullo 
prominentibus, venis utrinque inconspicuis; floribus in racemos numerosos | 
spectabiles collectis, racemis 48—22-floris; pedicello florem longit. superante, | 
brevissime puberulo; sepalis minimis triangularibus acutiusculis; petalis ob- 
longis sepala quadruplo longit. superantibus, nigro-punctatis; staminibus | 
petala longit. manifeste superantibus. | 

Blätter 6—41 cm lang, 2—5,5 cm breit, Blattstiel 7—9 mm lang. Blütentrauben 


2,5—3,5 cm lang. Blütenstielchen 4 mm lang. Kelchblätter kaum 3/, mm lang, — 
Blumenblätter etwa 2,5 mm lang. Staubblätter cr. 3 mm lang. 


Nyassaland (Bucxanan n. 42). 
Ist wohl am nächsten mit Æ. pellucida (Hiern) Gilg verwandt. 
E. Rowlandii Gilg n. sp.; frutex vel arbor ramis fuscis; foliis ob- 
longis vel potius oblongo-lanceolatis, apice breviter acuminatis, apice ipsOn 
acutis, basin versus sensim in petiolum longum tenuem cuneato-angustatis, | 
| 
| 
| 


integris, glaberrimis, membranaceis, utrinque opacis, punctis supra incon- 
spicuis, subtus sub lente hine inde manifestis, ceterum vix conspicuis, nervis 
lateralibus 7—9 utrinque aequaliter prominentibus inter sese parallelis mar- 
ginem petentibus, venis sub lente tantum conspicuis paucis laxe reticulatis; 
floribus in racemos paucos subelongatos dispositis, racemis 7—15-floris, 
laxis; pedicellis elongatis florem multo superantibus brevissime pilosulis; 
sepalis parvis ovato-triangularibus acutis brunneo-pilosis; petalis sepala plus. 
duplo longit. superantibus. | 
Blätter 9—13 cm lang, 4—6 cm breit, Blattstiel 4—1,5 cm lang. Blütentrauben 
2— cm lang. Blütenstielchen 5—6 mm lang. Kelchblätter etwa 4 mm lang. Blumens 


| 
| 
| 
| 
{ 


blätter 2—2,3 mm lang. 
Ober-Guinea: im Hinterlande des westlichen Lagos (RowLanp 4, 


1893). 


Die neue Art ist höchstens mit Æ, Welhwitschöi Miern) Gilg als verwandt zu bee 
b 


zeichnen. 

E. erythrocarpa Gilg n. sp.; »frutex scandens« ramis flavescentis 
griseis; foliis oblongis vel obovato-oblongis, apice subrotundatis vel rarius 
acutiusculis, basin versus sensim in petiolum longiusculum dense pilosum 
angustatis, integris, subchartaceis, utrinque opacis, supra glabris, subtus 
praecipue ad nervos laxe pilosis, punctis striisque nullis, nervis lateralibus 
paucis (6—7) inter sese parallelis marginem petentibus supra immersiß, 


4 E. Gilg, Myrsinaceae africanac. 97 


“subtus paullo prominentibus, venis laxissime reliculalis vix conspicuis; 
floribus . .. in dichasia brevia axillaria ut videtur 3-flora dispositis; pedi- 
cellis longiusculis ita ut pedunculis dense brunneo-pilosis; fructibus »atro- 
purpureis« parvis vel minimis, subglobosis, vix striatis, apice plerumque 
-stylo persistente longissimo ornatis. 

. Blätter 3,5—5,5 cm lang, 2—3,3 cm breit, Blattstiel 7—10 mm lang. Dichasien- 
stiel etwa 6—7 mm lang. Blütenstielchen er. 3 mm lang. Kelchblätter etwa 1 mm 
“lang und ebenso breit. Frucht etwa 3,5 mm im Durchmesser. 


Afrikanisches Seengebiet: am Ugallafluss im Uferwald (Boum 
“n. 114% und 280. — Fruchtend im Juni 1882). 


Die neue Art ist mit keiner der afrikanischen näher verwandt. 


Ardisia Sw. 


A. Sadebeckiana Gilg n. sp.; herbacea vel suffruticosa humilis, rhizo- 

mate longe repente fibrosa, demum in caulem foliigerum florentemque cr. 
semipedalem sursum curvato, caule juniore densissime, sed brevissime fulvo- 
piloso, demum glabro; foliis late ovalibus, apice acutiuseulis, basi sub- 
rotundatis vel in petiolum subelongatum rotundato-cuneatis, membranaceis, 
“intesris, glaberrimis, utrinque opacis, punctis utrinque parce prominentibus 
“numerosissimis notatis, nervis lateralibus utrinque 6—8 supra paullo im- 
mersis, subtus prominentibus, venis laxissime reticulatis utrinque vix con- 
spieuis; floribus in axillis foliorum pseudofasciculatis, i. e. in cymas bre- 
Vissimas paucifloras collectis, manifeste pedicellatis, revolutis; sepalis ovato- 
triangularibus, punctatis, acutis; petalis sepala 3-plo longit. superantibus. 

Blätter 6—12 cm lang, 5—8 cm breit, Blattstiel 1,2—2 cm lang. Blütenstands- 


“achse 2—3 mm lang. Blütenstielchen 8—10 mm lang. Kelch er. 2 mm hoch. Blumen- 
krone cr. 6 mm hoch. 


Kamerun: Groß-Batanga, auf sumpfigem, tiefschattigem Waldboden 
kriechend und kleine Howler bildend (DiNkLAGE n. 902. — Blühend im 
October 1890). 

A. Schlechteri Gilg n. sp.; herbacea vel suffruticosa humilis, rhizo- 
mate longe repente fibroso demum in caulem foliigerum florentemque cr. 

“semipedalem sursum curvato, caule juniore densissime, sed brevissime fulvo- 

“iomentoso, demum glabro; foliis oblongis, breviter lateque acuminatis, basin 
versus sensim in petiolum longiusculum cuneato-angustatis, membranaceis, 
“integris, glaberrimis, adultis supra nitidulis, subtus opacis, punctis nigris 
manifeste prominentibus numerosissimis notatis, nervis lateralibus utrinque 
10—14 supra subtusque manifeste prominentibus, venis densiuscule inaequaliter 
reticulatis utrinque nervis subaequivalidis; floribus in foliorum axillis pseudo- 
fasciculatis, i. e. in cymas brevissimas paucifloras collectis, manifeste pedi- 
cellatis revolutis; sepalis ovato-triangularibus, punctatis, acutis; petalis se- 

pala vix 2 pana longit. superantibus. 

3 Blätter 8—11 cm lang, 4,5—5 cm breit, Blattstiel 1—1,3 cm lang. Blütenstands- 
_achse meist nur etwa 4 mm lang, oft fast völlig fehlend. Bihtenstielehen 4—5 mm lang. 


Kelch er. 2 mm hoch, Blumenkrone 4,5—5 mm lang. 
Botanische Jahrbücher. XXX. Ba. 1 


Beiträge zur Flora von Afrika. XXI. 


© 
Rn 


Kamerun: Bibundi (Scutecurer n. 12417. — Blühend im April 1899). 

Ardisia Sadebeckiana und A. Schlechteri sind nahe mit einander verwandt, aber 
durch die Blattform und -Nervatur sehr gut getrennt. Sie unterscheiden sich von allen 
übrigen Ayrdisia-Arten Afrikas schon durch ihren niedrigen, krautigen oder halb- 
strauchigen Wuchs, so dass sie eine besondere Gruppe der Gattung darstellen. 

A. polyadenia Gilg n. sp.; frutex vel arbor ramis junioribus den- 
sissime et brevissime brunneo-tomentosis, mox glabris; foliis ovato-lanceo- 
latis, apice longe lateque acuminatis, apice ipso acutis, basin versus sensim 
in petiolum longiusculum dense brunneo-tomentosum cuneato-angustatis, in- 
tegris vel inaequaliter obsoleteque crenulatis, chartaceis, glaberrimis, utrin- 
que opacis, nervis lateralibus utrinque cr. 15 supra paullo, subtus mani- 
feste prominentibus, venis inaequaliter anguste reticulatis, punctis utrinque 
valde prominentibus densissime confertis; floribus in foliorum axillis pseudo- 
fasciculatis, i. e. in cymas brevissimas paucifloras densifloras collectis, bre- 
viter pedicellatis, reflexis; sepalis ovato-triangularibus, acutis, jam ante an- 
thesin patentibus vel reflexis; petalis sepala subquadruplo longit. super- 
antibus. 

Blätter 42—16 cm lang, 4—6 cm breit, Blattstiel 2—2,7 cm lang. Blütenstands- 


achse höchstens 2 mm lang. Blütenstielchen 4—5 mm lang. Kelch etwa 1,5 mm lang. 
Blumenkrone »rot«, 5—6 mm lang. 


Nördliches Kamerun: Kebo (Conrau n. 215. — Blühend im Juni). 

Die neue Art ist besonders durch ihre massenhaft entwickelten Drüsen aus-— 
gezeichnet, welche dicht neben einander das ganze Blatt bedecken. 

A. brunneo-purpurea Gilg n. sp.; »frutex humilis« ramis junioribus 
densissime sed brevissime fulvo-tomentosis, demum glabris; foliis lanceo- 
Jatis vel rarius oblongo-lanceolatis, apice longe et acute acuminatis, basin 
versus sensim in petiolum longe cuneatis, integris, glaberrimis, opacis, mem- 
branaceis vel subchartaceis, nervis lateralibus 10—44 supra vix conspicuis, 
subtus manifeste prominentibus, venis paucis laxe reticulatis supra incon- 
spicuis subtus parce prominulis, striolis, rarius punctis nigris numerosis 
utrinque alte prominentibus ideoque foliis pseudoleprosis; floribus in folio- 
rum axillis pseudofasciculatis, i. e. in cymas 8—5-floras, confertas dis- 
posilis, pedunculo brevissimo, pedicellis mediocribus, reflexis; sepalis ovatis, 
acutissimis, sub anthesi subpatentibus; petalis ovato oblongis, acutis, sepala 
triplo superantibus; baccis globosis. 

jlätter 44—48 em lang, 3,5—6 cm breit, Blattstiel 7—12 mm lang. Blütenstands- 
achse 2—4 im lang, Blütenstielehen 6—7 mm lang. Kelchblätter cr. 4,5—1,6 mm 
lang. Kronblätter »purpur-bräunlichrot«, etwa 5 mm lang. Beere 6 mm im Durchs 
mecsser, 

Kamerun: Mungo, an schattigen Stellen im Urwalde häufig (Bucnnotz, 
im Mai 1874 blühend und fruchtend). 

Kine besonders durch die auffallend stark hervorspringenden schwarzen Drüsen 
flecke charakteristische Art. 

A. Conraui Gilg n, sp.; frutex ramis adultis glabris; foliis oblongi 
vel oblongo-lanceolatis, apice sensim acutatis vel saepius breviler late acumi 


E. Gilg, Myrsinaceae africanae. 99 


is, apice ipso acutis, basi in petiolum brevem crassum rotundato-cuneatis, 
in egris vel inaequaliter obsolete crenulatis, chartaceis, adultis glaberrimis, 
utringue opacis, nervis lateralibus numerosis (ultra 20) supra paullo, subtus 
manifeste ;prominentibus inter sese parallelis marginem petentibus, venis 
numerosissimis densissime et angustissime reticulatis, punctis utrinque mani- 
feste prominentibus numerosis; floribus magnis in foliorum axillis pseudo- 
fasciculatis, i. e. in cymas brevissimas 6—2-floras collectis, longe pedi- 
cellatis, erectis, rarius reflexis; sepala late ovato-triangularibus, acutis, sub 
anthesi erecto-patentibus; petalis sepala 3—4-plo longit. superantibus, ovato- 
lanceolatis, acutis. 

Blätter 12—18 cm lang, 5—8 cm breit, Blattstiel 7—10 mm lang. Blütenstands- 


achse 2—3 mm lang. Blütenstielehen 44—12 mm lang. Kelch etwa 2 mm hoch, 
ronblätter »rot«, 6—7 mm lang, 3—4 mm breit. 

_ Nürdliches Kamerun: Bangwe {Conrau n. 147. — Blühend im 
Mai 1899). 

Die neue Art ist besonders durch die Blütengröße und die starke Blattaderung 
ausgezeichnet. | 

A. Staudtii Gilg n. sp.; frutex 40—60 cm vel saepius 1—2 m altus, 
ramis densissime sed brevissime fulvo-pilosis, demum glabris; foliis lanceo- 
vel oblongo-lanceolatis, apice longissime et acutissime acutatis, basin 
versus sensim in petiolum subelongatum cuneato-angustatis, integris vel 
obsolete crenulatis, subchartaceis, adultis glaberrimis, opacis, nervis late- 
ralibus numerosis (ultra 20) utrinque subaequaliter valde prominentibus, 
venis numerosissimis angustissime reticulatis plerumque nervis subaequi- 
validis, punctis utrinque manifeste prominentibus numerosis; floribus in 
foliorum axillis pseudofasciculatis, i. e. in cymas submultifloras confertas 
(42—7-floras) collectis, pedunculo brevi vel saepius subelongato, pedicellis 
mediocribus reflexis; sepalis anguste ovato-triangularibus acutissimis, sub 
inthesi erectis; petalis ovato-oblongis, acutis, sepala subtriplo longit. super- 
antibus; bacca globosa »rubra< monosperma. 

Blätter 12—20 cm lang, 3—5,5 cm breit, Blattstiel 7—12 mm lang. Blütenstands- 


nse 2—6 mm lang. Blütenstielchen 6—8 mm lang. Kelchblätter 1,7—1,8 mm lang. 
Kronblätter >rosa« oder »hellrosa<, etwa 5 mm lang. Beere »rot<«, etwa 6 mm im 
Durchmesser. 

- Kamerun: Yaunde, im schattigen, feuchten Urwald (Zenker et STAUDT 


n. 382 und 363. — Blühend und fruchtend im Juni und Juli). 


A. haemantha Gilg n. sp.; frutex 1—2 m altus ramis adultis glabris; 
foliis oblongis vel oblongo-lanceolatis, apice longe et acute acuminatis, basin 
versus sensim in petiolum mediocrem cuneato-angustatis, plerumque mani- 
feste crennato-sinuatis, rarissime subintegris, membranaceis vel subcharta- 
eis, glaberrimis, opacis, nervis lateralibus numerosis (cr. 20) inter sese 
parallelis supra paullo, subtus valde prominentibus, venis numerosis an- 
_gusteque reticulatis supra vix conspicuis, subtus manifeste prominentibus, 
_ punctis numerosissimis utrinque alte prominentibus; floribus in axillis folio- 
7% 


100 Beiträge zur Flora von Afrika. XXI. | 


rum pseudofasciculatis, i. e. in cymas paucifloras (k—1-floras) laxas dis 
positis, pedunculo minimo, pedicellis mediocribus, reflexis; sepalis ovatis, — 
acutis, sub anthesi erectiusculis; petalis oblongis, acutissimis, sepala qua- 
druplo longit. superantibus; baccis globosis. 
Blätter 10—19 cm lang, 4,5—7 cm breit, Blattstiel 6—8 mm lang. Blütenstands- 
achse 4—2 mm lang, Blütenstielchen 7—9 mm lang. Kelchblätter 1—1,2 mm lang. | 
| 


Blumenblätter »blutrote, 4—5 mm lang. »Reife Frucht von der Größe und Farbe einer 
kleinen Kirsche.« 


Kamerun: im Uferwald am Lobefluss (Dinkrage n. 1503. — Blühend 
und fruchtend am 2. u. 7. August 1892); im feuchten Walde bei Ebea 
(Dinkzage n. 874. — Fruchtend im October 1890). 


A. Zenkeri Gilg n. sp.; frutex humilis 30—4100 cm altus ramis ju- 
nioribus densissime sed brevissime fulvo-velutinis, demum glabris; foliis- 


lanceolatis vel anguste lanceolatis, rarius oblongo-lanceolatis, apice sone 


acutatis, apice ipso plerumque acutis, basin versus sensim in petiolum me- 
diocrem cuneato-angustatis, integris, membranaceis vel subchartaceis, gla- 


Afra area 


; 
berrimis, opacis, nervis lateralibus numerosis quam venae paucae laxe ‘4 
laxissime inaequaliter reticulatae paullo vel vix validioribus supra RS 
subtus manifeste prominentibus, punctis parvis vel minimis (sub lente tan-" 
tum conspicuis) hinc inde laxe dispersis; floribus in foliorum axillis pseudo- 
fasciculatis, i. e. in cymas 8—5-floras confertas dispositis, pedunculo brevi 
vel brevissimo, pedicellis brevibus reflexis; sepalis ovato-triangularibus, . 
acutissimis sub anthesi erectis; petalis ovato-oblongis, acutissimis, densissime 
nigro-punctatis vel -striolatis, sepala 3—4-plo longit. superantibus; baccis 
»rubris« globosis. ; 

Blätter 8—415 cm lang, meist 1,5—2, selten bis 5 cm breit, Blattstiel 6—9 mm 
ang. Blütenstandsachse 2—5 mm lang. Blütenstielchen 4—5, selten bis 6 mm lang. 
Kelchblätter 4,2—1,5 mm lang. Kelchblätter 4,5—5 mm lang. 

Kamerun: Bipinde, 9)—100 m ii. M., im schattigen, feuchten Urwald 
als Unterholz (Zenker n. 4160. — Blühend im November; n. 1033. — 
Fruchtend im Juli); Lolodorf, im schattigen Urwald (Sraupr n. 299. — 
Blühend und fruchtend im Februar). 

Die neue Art ist durch die schmalen, lanzettlichen Blätter und die schwach aus- 
gebildeten Drüsenpunkte ausgezeichnet. Zenker hat unter n. 4083 Exemplare mit den 
normalen schmalen und solche mit breiteren, länglichen oder länglich-lanzettlichen 


Blättern gesammelt, Ob dieselben wirklich zu einer und derselben Art gehören, ist mir 
gar nicht sicher. Da ich jedoch durchgreifende weitere Unterschiede nicht finden konnte, 


so habe ich sie als hierher gehörig bese hrieben, 


Maesa lorsk. 


M. Zenkeri Gilg n. sp.; frutex humilis ramis junioribus griseo-his- 
pidis, demum glabralis; foliis obovatis vel obovato-ovalibus, parvis, chars 
laceis, grosse serralis, apice aculissimis, basin versus subcuneatis vel rarius— 
basi subrotundatis, petiolo tenui elongato, junioribus utrinque parce pilosis, 


D. - E. Gilg, Myrsinaceae africanae. 101 


adultis supra glabris opacis (in sicco brunneis), sublus hine inde pilis bre- 
vissimis obsitis (in sicco griseis), punctis vel plerumque striis manifeste 
prominentibus notatis; floribus in racemos vel paniculas pauciramosas breves 
“axillares folia paullo superantes dispositis; calycis tubo subcampanulato 
“ovario adnato, lobis ovatis tubo majoribus; petalis quam sepala plus sequi- 
 Jongioribus. 

| Blattstiel 7—9 mm lang, Spreite 3—5 cm lang, 1,5—2,5 cm breit. Blütenstände 
“2—5,5 cm lang. Kelchblätter cr. 4 mm lang, Blumenblätter cr. 1,5 mm lang. 

Kamerun: Yaünde-Station (Zenker n. 488. — Blühend im December 
und März). 

Eine sehr ausgezeichnete Art, welche zu keiner anderen afrikanischen nähere Be- 
ziehungen zeigt. 

M. Quintasii Gilg n. sp.; frutex vel arbor ramis junioribus inflores- 
“centiisque parce pilosis, ceterum glabra; foliis ovato-oblongis, apice longe 
acutatis, basi rotundatis, petiolo subelongato, integris, chartaceis, glabris, 
nervis venisque densiuscule reticulatis supra impressis, subtus manifeste 
“prominentibus, punctis inconspicuis; floribus in paniculas amplas axillares, 
sed subterminales, multifloras, laxas, folia longit. haud adaequantes dispositis; 
“pedicellis flores longit. paullo superantibus; calycis tubo subcampanulato 
vario adnato, lobis ovatis tubum longit. subadaequantibus; petalis sepala 
subduplo superantibus obovato-orbicularibus densissime ac manifeste nigro- 


punctatis vel -striatis. 
| Blattstiel cr. 2 cm lang. Spreite 40—18 cm lang, 4,5—7 cm breit. Blütenstände 
40—14 cm lang. Kelchblätter 1,2 mm lang. Blumenblätter 2,4—2,5 mm lang. Blüten- 
stielchen 2,5 mm lang. 

Kamerungebiet: Insel S. Thomé (Quintas n. 116. — Blühend im 


October): 


Die neue Art ist mit M. cordifolia Bak. verwandt, aber durch die lockeren Blüten- 
“tände, die langen Pedicelli und die größeren Blüten gut verschieden. 


Amarantaceae africanae. II. 
Von 


Giuseppe Lopriore 


in Catania. 


(Mit 2 Figuren.) 


(Vergl. ENGuer’s Bot. Jahrb, Bd. XXVII. (4899) p. 37—64.) 


In diesem zweiten Beitrag gebe ich außer der Beschreibung mehrerer 
neuer afrikanischer Amarantaceen die Bestimmung einiger bekannter Ar- 
ten, welche mir in den letzten zwei Jahren zur Untersuchung gelangten 
und welche aus neuen Fundstellen stammten. 

Der mangelhaften, bei dieser Familie herrschenden Begrenzung in den 
Gattungen versuchte ich auch dieses Mal zu Hilfe zu kommen, indem ich 
die Gattung Hermbstaedtia von der am nächsten verwandten Celosia durch 
schärfere Merkmale unterschied, welche sich aus der Untersuchung alter 
und neuer, von mir aufgestellter Arten ergaben, ferner durch die Aufstel- 
lung der Untergattung Gomphrohermbstaedtia, welche diejenigen Arten um- 
fasst, die den stufenweisen Übergang von Celosia zu Hermbstaedtia ver- 
mitteln und zugleich an die Gattung Gomphrena durch die Form ihres 
Andréceums erinnern. Es gelang mir auch, eine von Vann unter dem 
Namen von Gomphrena angustifolia beschriebene Amarantacee als eine 
Art von Achyranthes zu erkennen und sie folglich zu dieser Gatlung zuzu- 
ziehen. Für andere Verhältnisse systematischer und biologischer Natur 
verweise ich auf den ersten, in diesem Band von mir veröffentlichten Auf 
satz über die geographische Verbreitung der Amarantaceen. 


Zur Abgrenzung der Gattung Hermstaedtia von Celosia, 

Von den mehrsamigen Amarantaceengattungen unterscheidet sich di 
artenreichste und am weitesten verbreitete Celosia von der ihr am niichs- 
ten stehenden /Termbstaedtia war durch die verschiedene Ausbildung de 


u. G. Lopriore, Amarantaceae africanae, II. 103 


“Andrüceums. Das Gynäceum bietet keine scharfen Unterscheidungsmerk- 
male dar, denn die verschiedene Länge des Griffels spielt keine wesent- 
liche Rolle. 

Was nun das Andröceum betrifft, so sind die Staubblätter bei Celosia 
zu einem Schüsselchen (cupula staminea) vereinigt, aus welchem die 
Staubfäden hervorragen. Bei Hermbstaedtia bilden sie dagegen eine rich- 
“tige Röhre (tubus stamineus), welche am Saume zehn Lappen mit 
ebenso vielen Buchten aufweist. Von letzteren sind fünf fertil und tragen 

sitzende oder an einem kurzen Stielehen (mucro) angeheftete Antheren, 
fünf sind steril und können als pseudostaminodiale Buchten bezeichnet 
werden. Diese sind nicht so tief in den Staminaltubus einge- 
schnitten wie die fertilen und bilden dadurch das Hauptmerk- 
mal der Gattung, wie die ESSEN AURB der drei von Moguin aufgestellten 
Arten ergiebt. 

Mogurin-Tanpon und BENTHAM-Hooker erwähnen das Vorhandensein von 
Pseudostaminodien bei Celosia nicht. Scaınz (Nat. Pflanzenfam. III. Aa p. 99) 
giebt an, dass die Staubfäden oft mit fünf sterilen, kurzen Zipfeln alter- 
nieren. Da nun aber bei einigen von diesem Verfasser später beschriebenen 
“ Celosia-Arten sehr deutliche, zweilappige Pseudostaminodien vorkommen, 
_ wodurch sie zuerst unter ei untergebracht wurden, so halte 
ich es für zweckmäßig den systematischen Wert der Enns 
hier besonders hervorzuheben, da, wie ich oft beobachtet habe, ihr Fehlen 
oder Vorhandensein meist auch mit anderen Verschiedenheiten in den ve- 
getativen Organen zusammenfällt. Insbesondere gilt dies für Hermbstaecdta, 
welche durch ihre Pseudostaminodien sowohl Übergänge zu Celosia aufweist, als 

auch zugleich an Gomphrena erinnert. In der That zeigt die genauere Unter- 
; suchung der von Scuinz zwischen Celosia und Hermbstaedtia unter Pseudo- 
hermbstaedtia zusammengefassten Arten einen allmählichen Übergang in der 
Ausbildung des Andröceums (Engl. Jahrb. XXI. p. 180), ohne jedoch die 
gemeinsame Stellung letzterer unter derselben Untergattung zu rechtfertigen. 
-ScHixz selber meinte, dass eine sorgfältige monographische Bearbeitung der 
_ Celosieen unzweifelhaft eine von der damaligen der dieser Tribus untergeordne- 
ten Gattungen ganz verschiedene Umgrenzung herbeiführen würde (Verh. 
d. bot. Ver. d. Prov. Brandenburg. 1889 p. 211). Die von ihm zuerst als 
_ Hermbstaedtia linearis, H. scabra und H. argenteiformis beschriebenen 
- Arten wurden später mit Celosia spathulifolia Engl., C. intermedia Schinz 
“und ©. Welwitschii Schinz zu Celosia gezogen und unter der Untergattung 
Pseudohermbstaedtia zusammengefasst. 
; Wie aus den Abbildungen A—F' der Fig. 4 ersichtlich ist, welche sich 
auf die genannten Arten beziehen, verbreitern sich die breit lanzettlichen 
_Staubfäden an beiden Seiten des Murs allmählich derart, dass sie Zipfel 
‚bilden, welche an Länge und Breite immer zu gewinnen. Vergleicht man 
zuletzt die so ausgebildeten Zipfel von C. falcata Lopr. (Fig. 1, Æ) mit 


104 Beiträge zur Flora von Afrika. XXI. 


denen einer echten Hermbstaedtia (Fig. 1, G), so merkt man, dass die 
Antheren tragenden (fertilen) Buchten bei Celosia höher liegen als die ste- 
rilen, während sie bei Hermbstaedtia tiefer liegen als diese. Aermbstaed- 
ba weist echte, zweilappige Pseudostaminodien auf, Celosia da- 
gegen nur Anhängsel der breiten Staubfäden, wie solche bei 
Gomphrena vorkommen. 

Aus diesem Grunde schlage ich vor, die derartige Anhängsel aufwei- 
senden Üelosia-Arten unter einer neuen Untergattung, Gomphrohermb- 
staedtia, zusammenzufassen und letztere von Pseudohermbstaedtia dadurch 
zu unterscheiden, dass man bestimmt, zu Pseudohermbstaedtia die Arten 
zu rechnen, welche breit lanzettliche Staubfäden aufweisen oder solche, 
deren Papillen oder Anhängsel die Länge des Mucro nicht erreichen; zu 
Gomphrohermbstaedtia die Arten zu rechnen, bei denen die seitlichen An- 
hängsel des Mucro die Länge von diesem übertreffen. 


FE 
Fig. 4. Zwei Staubfäden und ein Staubgefäß bei: 


A Celosia Welwitschii Schinz, B ©. spathulifolia Engl., C C. seabra Schinz, D ©. are 
genteiformis Schinz, FE OC. linearis Schinz, FC. faleata Lopr., @ Hermbstaedtia ele- 
gans Moq. — Original. 


Die Arten Celosia Welwitschit Schinz, C. spathulifolia Engl. und ©, 
scala Schinz (Fig. A, A~C) würden unter der Untergattung Pseudohermb- 
staedtia bleiben. Die Arten Celosia linearis Schinz, ©. argenteiformas 
Schinz und €, falcata Lopr. (Fig. 4, D—F), welche letztere hier die mir 
nicht zur Untersuchung vorliegende ©, intermedia Schinz vertritt, würden 
unter der Untergattung Gomphrohermbstaedtia untergebracht werden, 

Was die Gattung Hermbstaedtia betrifft, so ist diese mit den Merk 
malen Moguin’s und denen von mir betreffs des Andröceums aufgestellten 
sehr gut umgrenzt. Außer in diesen Merkmalen stimmen die drei von 
Moovıs und die zwei von mir aufgestellten Arten auch habituell sehr gut 


+ 


G. Lopriore, Amarantaceae africanae. II. 105 


jiberein. Auch in Bezug auf die geographische Verbreitung sind alle Arten 
auf Südwestafrika beschränkt. 


Hermbstaedtia Reichh. 


H. transvaalensis Lopr. n. sp.; fruticosa, ramulis erectis, elonga- 
tis, glabris vel puberulis, valde striatis; foliis petiolatis, oblanceolatis vel 
oblanceolato-linearibus vel oblongo -oblanceolatis, basim versus sensim in 
petiolum angustatis, apice obtusis, glabris vel subglabris; spicis terminali- 
bus, dense congestis, valde incrassatis, conicis vel cylindrico-conicis, basi 
latis, apice acutis; bracteis persistentibus, hyalinis, ovato-lanceolatis acutis, 
concavis; bracteolis latioribus, uninerviis, nervo nigrescente, apice in aristu- 
lam brevem flexuosam terminantibus; floribus stramineis; tepalis bracteolis 
duplo longioribus, subinaequalibus, ovato-lanceolatis, basi incrassata, nigre- 
‘scente, margine hyalino, valde dilatato, 5-nerviis, nervis viridibus, nervulis 
basi interdum 7; tubo stamineo perigonio !/, breviore, pseudostaminodiis 
apice obtusis et irregulariter bifidis, mucrone staminodiis subaequilongo, 
antheris oblongo-linearibus, apice rotundatis; utriculo ovato-elongato , cir- 
“cumscisse dehiscente, superne viridi-stramineo, incrassato, inferne subhya- 
lino; stylo brevissimo, tereti subrufescente; stigmatibus 3, revolutis, papillosis; 
seminibus 2 interdum 3, crasse lenticularibus, nitidis, nigris. 

Eine circa 50 cm hohe Staude mit alternierenden, dünnen, in eine Ahre endenden, 
15—20 cm langen Zweigen. Die Blätter messen 20—30 mm in der Länge und 3—7 in der 
Breite. Die Ähren messen bei einer Breite von 4 cm eine Länge von 2—3 cm und sind immer 
“am Scheitel kegelförmig. Deckblätter 31/gmm lang, 21/, breit. Vorblätter circa 4 mm kürzer 
und schmäler. Perigonblätter 5 mm lang, 2 mm breit. Staminalröhre circa 4 mm lang; 
Mucro 4 mm lang; Lappen der Pseudostaminodien 4—11/9 mm lang; Antheren 41/5 mm 


lang. Der fast regelmäßig zwei Samen enthaltende Fruchtknoten ist mit dem Griffel nicht 
über 4mm lang. Die Samen messen etwas mehr als 4 mm im Durchmesser. 


Transvaal: District Lydenburg, bei Lydenburg, (Wırns n. 1254, — 
Blühend im Jan. | 

H. laxiflora Lopr. n. sp.; fruticosa, rigida, ramulis divaricatis, elon- 
gatis; subgracilibus, glabris, striatis ; foliis petiolatis, oblanceolatis vel oblongo- 
lanceolatis vel spathulatis, basim versus in petiolum angustatis et decur- 
rentibus, apice rotundatis vel obtusis, superioribus sensim minoribus, inter- 
dum submucronulatis; spicis paucifloris, elongatis, terminalibus, acuminatis ; 
_bracteis et bracteolis persistentibus, subaequalibus, hyalinis, ovato-lanceola- 
lis, acutis, uninerviis, nervo mediano in aristulam brevem terminante; flo- 
ribus nitidis, inferiore parte inflorescentia dissitis, superiore arctius congestis, 
-albido-stramineis; tepalis ovato-lanceolatis, hyalinis, inaequalibus, exterioribus 
5-nerviis, intimis 3-nerviis; tubo stamineo brevi et irregulariter bifido, 
mucrone laciniis breviore vel eas aequante; antheris anguste ellipticis, la- 
cinias laterales superantibus; utriculo ovato elongato, circumscisse dehi- 
scente, viridi-hyalino; stylo elongato, exserto; stigmatibus 3, filiformibus 
revolutis, deciduis; seminibus 2 vel 3, crasse lenticularibus, laevibus, nigris. 


106 Beiträge zur Flora von Afrika. XXI. 


Eine kleine, aufrechte Staude mit sehr dünnen Zweigen. Die Blätter haben eine 
mittlere Länge von 45 und eine Breite von 3 mm. Die spärlichen Ähren sind 20 bis 
30 mm lang. Deck- und Vorblätter bleiben an der Spindel sitzend; die ersten messen 
circa 3 mm in der Länge und 4 in der Breite; die anderen sind circa 1/2 mm kürzer un 
schmäler. Blüten circa 4 mm lang. Die Staminalröhre ist unregelmäßig und kurz ge- 
lappt; die Lappen und die Mucronen erreichen kaum die Länge eines Millimeters. Der 
Griffel ragt aus dem Perigon um circa Y/a mm hervor. Hierin und in der Kürze der 
Mucronen liegt das größte Unterscheidungsmerkmal zwischen dieser und der vorher- 
gehenden Art. 


Mossambik: Ressano Garcia, auf Hügeln, 300 m ü. M. (R. SchLEcHTER 
n. 11876. — Blühend im Dec.). 


H. caffra Mog. DC. Prodr. XII. IL p. 246. 
Britisch Betschuanaland: Steppenwald (Dr. Passarge n. 38. — 
Blühend im Aug. 1896); Deutsch-Siidwest- Afrika: Otjimbingue (ILse 
Fiscner n. 27). 


H. elegans (Meissn.) Mog. DC. Prodr. XII. IT. p. 247. | 
Sulu-Natal: Lourenco Marques, in arenosis (R. ScnLecurer n. 41558); 
Delagoa Bay (Wırns n. 1257); ebenda, 30 m ü. M. (H. Junop n. 373). 


H. glauca (Mart.) Mog. DC. Prodr. XIII. IL p. 247. 
Groß-Buschmannland (R. Scnteenter a. 1898). 


Celosia L. 


C. hastata Lopr. n. sp.; suffruticosa, erecta, ramulis elongalis, sub- 
teretibus, striatis, puberulis; foliis petiolatis, oblongis vel lanceolatis vel 
linearibus, praecipue inferioribus hastatis, lobulis basalibus rotundatis vel 
obtusis, basi in petiolum angustatis, apice acutis vel obtusis, puberulis, 
summis autem non raro insigniter angustatis, vix vel non hastatis; spicis 
terminalibus et lateralibus plus minusve dense aggregalis, brunneo-stramineis ; 
spiculis paucifloris; bracteolis basi incrassatis, breviler connatis, carinatis, 
ovalo-lanceolalis acutis, dimidio quam tepala longioribus; floribus strami- 
tepalis subinaequalibus, ovato-lanceolatis, margine hyalino expanso, basi 
incrassalis, multinerviis; cupula staminea flavo-hyalina, quam filamento- 
rum pars libera 2—3-plo longiore, filamentis subulatis, nigrescentibus, 
pilosis; utriculo obovato, basi angustato, apice in stylum aequilongum atte- 
nuato, circumscisse dehiscente; 'stigmalibus 3, revolutis, papillosis, exertis, 
interdum deciduis; seminibus numerosis, crasse sublenticularibus, eleganter 


+ + 
NCIS , 


tuberculatis, nigris. 

Eine bis 4 m Hôhe erreichende Staude, Die Zweige messen circa 50 em in der 
Linge und 3 mm in der Dicke, Die Blätter sind 25—40 mm lang und 20 breit. Sie 
tragen oft in der Achsel Triebe, die keine bedeutende Länge erreichen. Die dichten, 
cylindrischen, end- oder seitenständigen Ähren sind bis 50 mm lang und 45 breit, Die 
Partialblütenstände enthalten 2—% Blüten, aus welchen der obere Teil des mit einem 
Kreisschnitt aufspringenden Fruchtknotens, kapuzenartig hervorguckt. Die Deckblätter 
bleiben an der Spindel sitzend und messen circa 2—3 mm in der Linge, etwas mehr 
ls 4 in der Breite, Die fast gleich breiten Vorblätter sind circa 1/, mm kürzer, Die 


= 


ww 
G. Lopriore, Amarantaceae africanae. IT. 107 


Perigonblätter messen circa 4 mm in der Länge und 11/, in der Breite. Das Staminal- 

schiisselchen erreicht eine Maximalhôhe von circa 2 mm; aus ihm ragen die Staub- 

fäden um die Länge von höchstens 4 mm hervor. Die schwarze, brüchige Wand des 

Fruchtknotens erfährt mit der Reife eine bedeutende Ausdehnung, welche auch im Grif- 

fel stattfindet, der noch zeitig die Narbenarme verliert. Die zahlreichen 

kurz nierenförmigen Samen messen 1 mm Längsdurchmesser. 
Usambara: Muoa, im Gesträuch (Horst n. 3124. — Blühend im Juli). 
C. leptostachya Benth. 

Kamerun: am Fuß des Gebirges, Bibundi und bei Gr. Batanga (Dınk- 
LAGE n. 106. — Blühend im Juli 1889; n. 730. — Blühend im Juli 1890). 
C. Schweinfurthiana Schinz in Engl. Bot. Jahrb. XXL p. 178. 
Usambara: Kwai (Argers n. 147. — Blühend im Dec. 1899). 


, schwarzen, 


Cyphocarpa (Fenzl) Lopr. 
C. Zeyheri (Moq.) Lopr. in Engl. Bot. Jahrb. XXVI. p. 45. 
Deutsch-Südwest-Afrika (Dr. PassarGe n. 5, a. 1896). 
C. Wilmsii Lopr. Ibidem p. 42. 
Sulu-Natal: Komati Port, auf Hügeln 300 m ü. M. (R. ScuLEecuTEer 
- n. 41 819, 14. Dec. 1897). 


Leucosphaera Gilg 
L. Bainesii (Hook.) Gilg in Engl.-Prantl Nat. Pflanzenfam. Nachtr. 
p.152; Benth. et Hook. Gen. plant, IL 31; Engl. Jahrb. XXI. p. 185. 
Deutsch- Südwest- Afrika: Windhoek (Förmer n. 20, a. 1900); 
Otjimbingue (ILse Fiscuer n. 189, a. 1897). 


Achyranthes L. 

A. angustifolia (Vahl) Lopr..; (caulis herbaceus, tetragonus, pilis 
brevibus adpressis adspersus, ramosus. Rami oppositi, simplicissimi, cau- 
les altiores, subfiliformes, diphylli. Folia sessilia, angusta, attenuata, 
sesquipollicaria, ad lentem adspersa pilis minutis adpressis, pallide viridia, 

_ integerrima. Pedunculi ramos terminantes, elongati. Capitula primum ob- 
longa dein cylindrica, unguicularia, obtusa. Folia plerumque tria ad basim 
singuli capituli, rarissime bina, structura foliorum caulis, capitulis longiora. 

_ Calycis foliola ovata, concava, mucronata; carina pilis rarioribus subciliata. 
Petala quinque, lanceolata, concava, extus pubescentia, subaequalia. Fila- 
menta mediante membrana basi connata. Germen oblongum, glabrum. 
Stylus unicus. Stigma simplex). 

Habitat in India orientali. Könıe. 

Togo: Kete Kratschi (Graf Zecu n. 91. — Blühend im Sept. 1898). 


Wie der Name und die Beschreibung in den Klammern anzeigt, handelt es sich hier 
um eine längst von Vaut publicierte Pflanze, nämlich um die Gomphrena angustifolia 
Vahl (Symbolae Botanicae, II. 45). Diese Pflanze war nicht allein Moguin Tanpon bei 
seiner Bearbeitung der Amarantaceen (Prodromus. XII. p. 234) unbekannt, denn er 


108 Beiträge zur Flora von Afrika. XXI. 


führt sie unter den Species non satis notae, p. 447 auf; sondern sie ist auch noch dem 
Verfasser der Flora of British India nicht geläufig, obgleich Könıs als Sammler 
und Ost-Indien als Vaterland genannt sind. Gomphrena angustifolia Vahl setzt sich 
im Sinne der neueren Auffassung aus zwei Bestandteilen zusammen, neben jener oben 
erwähnten Könıs’schen Pflanze wurde sie von SCHUMACHER in den Tonning’schen Samm- 
lungen von Guinea aufgefunden (SCHUMACHER, Beskrivelse of Guineiske Planter, p. 477). 

Der erste Teil, nämlich die Kénie’sche Pflanze, ist mir unbekannt; über die zweite 
aber kann ich einige Angaben machen. In dem Sprexser’schen Herbar liegt eine Gom- 
phrena angustifolia Vahl, welche vollkommen mit der Beschreibung der Tonning’schen 
Pflanze übereinstimmt und die ich für ein Scuumacner’sches Original halten möchte. 
Ich bin umsomehr dazu geneigt, als ich aus Togo (Kete Kratschi) genau dieselbe Pflanze 
von Graf Zecu (n. 94) gesammelt erhalten habe. Die genauere Untersuchung ergab nun, 
dass sowohl die SPRENGEL’sche Pflanze als die letzterwähnte, wenn immer sie einer Gom- 
phrena etwas ähnlich sehen, doch in die Gattung Achyranthes gehören. Die zwischen 
den Staubgefäßen befindlichen Staminodien und das leichte Aufspringen der Blüten 
können über die Gattungszugehörigkeit keinen Zweifel bestehen lassen. Wenn ich nun 
die Gomphrena angustifolia Vahl jetzt Achyranthes angustifolia genannt habe, so hat 
diese Veränderung nur Geltung für die Scaumacuer’sche Pflanze; sie wird allgemein an- 
genommen werden müssen, wenn Gomphrena angustifolia ‚Vahl gleich Gomphrena 
angustifolia Schum. ist. Sollten beide verschieden sein, so schlage ich für die afrika- 
nische Pflanze den Namen Achyranthes Schumachert Lopr. vor. 

In der Flora Nigritiana (Hooker’s Niger Flora, p. 492) finden wir unter den Ama-. 
rantaceen eine Achyranthes (Pandiaka) angustifolia Benth. erwähnt. Da nun aber die. 
alte VauL'sche Gomphrena angustifolia nach Achyranthes herübergenommen werden | 
muss, so kann der Bentuam’sche Name der Priorität wegen nicht länger bestehen und 
muss abgeändert werden, Ich nenne sie daher Achyranthes Benthami Lopr. Im übrigen 
vergleiche, was oben über Achyranthes angustifolia gesagt wurde. 


A. Benthami Lopr. Confr. hierselbst p. 107. 
Senegal (Tn. Lécarn n. 95, a. 1880). 


Argyrostachys Lopr. nov. gen. 


Flores hermaphrodili, tribracteati. Tepala 5 glabra, ovato-lanceolata, basi 
crassa, Stamina 5; filamenta subulata, basi infima connata. Pseudostaminodia 
interjecta plana, subquadrata, sub apice integro et extus longe ciliata. An- 
therae biloculares, subellipticae. Ovarium uniloculare, uniovulatum, Sty- 
lus elongatus, filiformis, Stigma simplex, capitellatum. — Herba perennans, 
humilis, caudice subterraneo crasso, mullicipite; caulibus erectis, sulcatis; 
foliis sessilibus, decussatis, obovato-lanceolatis, mucronulatis; flores sessiles 
in spicas simplices breves cylindraceas congesli; spicae terminales ebrac- 
teatae, 

Diese Gattung würde eine Mittelstellung zwischen Alternanthera und Achyranthes 
einnehmen, Von der ersten, die kurze oder zungenförmige, apical gezühnte Pseudostami- 
nodien besitzt und bei der der Griffel bald vorhanden ist, bald fehlt, sowie von der 
zweiten, die sich durch kopfige oder dbrige Blütenstände, mit abwärts zurückgeschla- 
genen, zugespitzten Blüten auszeichnet, unterscheidet sich diese Gattung durch ihre 
breiten, walzigen Ähren, deren Blüten bei der Reife immer aufwärts gerichtet bleiben 
und breite Perigonblätter aufweisen, die weder steif und spitz sind, noch so wie bei 
vielen Achyranthes-Arten aus einander spreizen. Außerdem sind die kleinen, sitzenden 


G. Lopriore, Amarantaceae afrieanae. I. 109 


Blätter und die Cilien durch ihre Insertion unter- und außerhalb des Scheitels der 
Pseudostaminodien sehr charakteristisch für diese Gattung. 


A. splendens Lopr. n. sp.; perennis, pedalis; radice crassa, apice 
multipartita; caulibus gracillimis, glabris, subquadrangulis, canaliculatis, basi 
sublignosis et teretibus, ad insertionem foliorum incrassatis; foliis decussa- 
tis, paria 2—4 pro caule, basalibus obovatis, superioribus sublinearibus, 
mucronulatis, crassiusculis, nervis subtus vix prominentibus et ad apicem 
petentibus; spicis cylindraceis, terminalibus, argenteo-stramineis; bracteis 


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Fig. 2. Argyrostachys splendens Lopr. 

“A. Habitusbild der Staude mit knollig verdickter Wurzel und sechs aus dem Wurzel- 
Stock treibenden, in Ahren endenden Stengeln. B. Eine einzelne Ahre. C. Eine ein- 
zelne Blüte zwischen ihren beiden Vorblättern. D. Vorblatt derselben. E. Perigonblatt. 
F. Andröceum und Gynäceum. G. Zwei Staubfäden und das unterhalb des Scheitels 
gewimperte, zwischen ihnen liegende Pseudostaminod. H. Gynäceum. J. Längsschnitt 

durch den Fruchtknoten. 


persistentibus, hyalinis, ovato-lanceolatis, basi subdilatatis et incrassatis, apice 
acutis, concavis; bracteolis late ovatis, basi incrassatis, apice acutis et in 
aristulam brevem terminantibus; floribus nitidis, magnis; tepalis ovato-lanceo- 


110 Beiträge zur Flora von Afrika. XXI. 


latis, concavis, subinaequalibus, basi incrassatis, apice obtusis, nervo mediano 
conspicuo, lamina viridi-straminea, margine lato, hyalino; filamentis subu- 
latis, stramineis, basi dilatatis et in annulum brevem, hyalinum connatis; 
pseudostaminodiis subquadratis, apice elargatis, breviter laciniatis et cilia- 
tis; antheris bilocularibus, anguste ellipticis; ovario subgloboso, basi et 
apice depresso; stylo valde elongato, filiformi, quam ovarium 11/,-plo lon- 
giore; stigmate capitellato; seminibus subglobosis, rugulosis. | 

Eine fußhohe, prächtige Staude mit knollig verdickten Wurzeln. In den feuchten 
Wiesen des Nyassa-See und Kinga-Gebirgs sehr charakteristisch und nach dem Brand der 
Wiesen aus dem Wurzelstock zahlreiche, bis zehn Stengel treibend. Internodien 5 bis 
40 cm lang, etwas mehr als ein Millimeter dick. Blätter 20—30 mm lang, 3—8 breit. 
Die silberschimmernden, abgestutzten Ähren messen 20—40 mm in der Länge, 42-45 
in der Breite. Die Blüten sind 7 mm lang, 2 breit. Deckblätter 3—4 mm lang, 1— 
41/5 mm breit. Vorblätter erreichen circa ?/3 der Dimensionen der Deckblätter. Peri- 
gonblätter 6-7 mm lang, 2—3 breit. Staubfäden 6 mm lang. Pseudostaminodien 
41/, mm lang, 4 mm breit. Cilien ebenso lang oder etwas länger. Antheren etwas 
mehr als 4 mm lang. Fruchtknoten 2—3 mm lang, 2 mm breit. Griffel 3—4 mm 
lang. Samen circa 2 mm Durchmesser. 

Nyassaland: Unyika beim Dorfe Luembu, auf feuchten Wiesen; (GOETZE 


n. 1394). — Blühend im October 1899. 


Psilotrichum Blume. 


P. densiflorum Lopr. n. sp.; herba erecta, ramulis subpatentibus, 
gracilibus, oppositis, longitudinaliter striatis, internodiis 5'/.—8 cm longis, 
ad nodos articulato-incrassatis; foliis fasciculatis, lineari-oblanceolatis, inte- 
gerrimis, basi angustatis, apice fere mucronato-acutis, subtus dense adpresse 
sericeis, supra puberulis, nervis lateralibus obsoletis, mediano subtus paul- 
lum prominente, 2—2,3 cm longis, medio 3 mm, basi 41/, mm latis; spicis 
terminalibus et lateralibus graciliter flexuosis, praecipue densifloris, 3—5 cm 
longis, 1',—2 mm latis; bracteis flores stipantibus, etiam floribus delapsis 
persistentibus, squarrosis, ovatis, valde acuminatis, ciliolatis, concavis, pal- 
lide stramineo-flavescentibus; bracteolis orbiculari-ovatis, brevissime acutalis, 
hyalinis; floribus ovatis, acutis, clausis, 4 mm longis, 2/; mm latis; sepalis 
ovatis, acutis, glabris, rigidulis membranaceo-marginatis, concavis, pallide 
olivaceo-stramineis; staminibus subulato-filiformibus, laxis; antheris dithe- 
cis, stramineo-albidis, non exertis; ovario ovato globoso 4/, mm; stylo 
tripl® quam ovarium breviore, columniformi; seminibus ovatis, pallide 
brunneis, | 

Transvaal: District Lydenburg, zwischen dem Spitzkop und dem Co- 
mati-Flusse (Witms n. 1256; im August blühend). 


Acanthaceae africanae. V. 
Von 


G. Lindau. 


Barleria (Eubarleria) Wilmsiana Lindau n. sp.; glaberrima ramulis 
teretibus, foliis subsessilibus vel brevissime petiolatis ovatis basi subrotun- 
-datis vel subcordatis apice acuminatis mucronulatis cystolithis punctiformibus ; 
floribus axillaribus solitariis, calycis laciniis lateralibus linearibus, postica 


et antica multo majoribus ovatis, staminodiis 2, brevibus. 

Jedenfalls ein niedriger Strauch mit dünnen Astchen. Blitter ziemlich dicht ste- 
hend, 2—4 >< 1,5—2 cm. Blüten bläulich. Bracteen lineal, 44—4 mm. Vorderer und 
hinterer Kelchzipfel oval, fast gleich groß, 16 resp. 17 >< 6 mm, mit parallelen Nerven 
versehen. Seitliche Zipfel lineal, 9 ><1,5 mm. Tubus 17 mm lang, etwa 3 mm im 
Durchmesser. Kronzipfel fast gleich, 45—17 ><9 mm, an der Spitze stumpf ausge- 
buchtet. Filamente 15 mm lang, Antheren 3 mm lang. Staminodien 4 mm lang, be- 
haart. Pollen typisch, 95—105 v. im Durchmesser. Discus lappig, 4 mm, Ovar 3 mm 
hoch. Griffel 23 mm lang. Narbe breit. Frucht fehlt. 


| Transvaal bei der Stadt Lydenburg (Wırns n. 1247. — Blühend im 
Oct.). 


Gehört zur Gruppe B. calophylla, calophylloides, comorensis etc., unterscheidet sich 
aber von allen diesen durch die kleineren Blatter und Blüten und die Blattform. 


Pseudoblepharis coerulea Lindau n. sp.; frutex ramis novellis pu- 
bescentibus foliis breviter petiolatis ovatis utrinque angustatis, apice obtu- 
sis, glabris; spicis terminalibus, bracteis bracteolisque calycisque lobis mar- 
“eine ciliolatis, limbo extus puberulo, filamentis et antheris pilosis, capsula 
glabra. 

Strauch mit in der Jugend behaarten, später kahlen Asten. Blattstiele kurz, oft 
noch etwas geflügelt, behaart. Blätter eiförmig, nach beiden Seiten gleichmäßig oder 
“nach unten länger zugespitzt, an der Spitze stumpf, 4—10 cm lang, 2—3,5 cm breit, 
an Kurztrieben kleiner als an den Hauptästen, kahl, höchstens an der Basis der Mittelrippe 
behaart. Ähren endständig, kurz gestielt, verschieden lang. Rhachis behaart. Bracteen 
eiférmig, spitz, am Rande behaart, 7—8 mm lang, 5 mm breit; Bracteolen 9—10 mm 
lang, 5 mm breit, sonst ebenso. Blüten blau. Hinterer Kelchzipfel länglich spitz, 
16 mm lang, 5 mm breit, am Rande behaart, die übrigen ebenso, nur kleiner, 14 >< 4 mm. 
Tubus 40 mm lang, 3 mm im Durchmesser. Lippe 46 mm lang, 15 mm breit, mit 
Stumpfen Lappen von 5 >< 3 mm Größe, außen behaart, innen mit 4 behaarten Linien. 
Filamente 7 mm lang, behaart. Antheren 3 mm lang, behaart. Pollen fast kugelig, 27 
bis 30 p im Durchmesser, mit 3strahligem Polstern. Ovar 4 mm, Griffel 12 mm lang. 


LA 


112 Beiträge zur Flora von Afrika. XXI. 


Kapsel ungestielt, 45 mm lang, c. 5 mm breit, kahl, 4samig. Samen c. 4 mm 
Durchmesser, schuppig. 

Mossambik: Masinga im Urwald (ScuLecHnter n. 12436); Lourenco 
Marques an der Küste im Walde (Senteeuter n. 12007. — Mit Blüten und 
Früchten Jan., Febr. 1898). 

Verwandt mit P. Holstii Lindau, aber mit viel kleineren Blättern.. — Die beiden 
Exemplare ScuLecu7Ter’s unterscheiden sich etwas durch die Consistenz der Blätter, wah- 
rend sie sonst übereinstimmen. Dies erkläre ich mir durch die Verschiedenheit der 
Standorte am Meere und entfernt von der Küste. 

Crossandra fruticulosa Lindau n. sp.; ramis fulvo-puberulis ; foliis 
breviter petiolatis, oblongis, apice rotundatis basi angustatis, utrinque pube- 
rulis; inflorescentia spicata terminali, bracteis ovatis, margine subspines- 
centi-dentatis, corolla extus puberula. Wot nn 

Kleiner Strauch mit holzigen, fein rötlich behaarten Ästen. Blätter länglich, an 
der Spitze abgerundet, an der Basis in den kurzen Stiel allmählich auslaufend, 2 bis 
4 em lang, 1—2,5 breit, beiderseits fein behaart, später kahler werdend. Ahren 
terminal, von Blattlänge, fast sitzend. Bracteen eiförmig, mit 5 Längsrippen, nach 
oben kleiner werdend, 40—17 mm lang, 8—9 mm breit, am Rande mit langen, wenig 
stacheligen Zähnen, zwischen denen kürzere stehen, beiderseits fein behaart. Brac- 
teolen lineal, 7 mm lang, behaart. Kelchzipfel hyalin, an der Spitze behaart, vordere 
7 mm lang, 2,5 mm breit, seitliche wenig schmäler, hinterer Lappen 6 mm lang, 
2,5 mm breit, an der Spitze zweizähnig. Tubus 23 mm lang, unten 2, oben 41/5 m N 
im Durchmesser, außen behaart. Oberlippe fehlt. Unterlippe flach ausgebreitet, fünf- 
lappig, in der Mitte 45, an der Seite 44 mm lang; hintere Lappen 2 mm lang, 5 mm 
breit, seitliche 3 mm lang, 7 mm breit, vorderer 5 mm lang und 42 mm breit, ausge- 
buchtet, alle außen behaart. Filamente 4 mm lang, Antherenfächer 2 mm lang, alles 
im Tubus eingeschlossen. Pollen typisch, 45—50 p. lang und 23—27 p. im Durchmes- 
ser. Ovar 2,5 mm lang. Griffel 49 mm lang, kahl. Frucht unbekannt. 

Mossambik: Lourenco Marques im Gebüsch (Sentecuter n. 11586. 
— Dee. 4897 mit Blüten). 


Mit Or. Greenstockii S. Moore am nächsten verwandt, aber durch das Wachstut 
und die Blattform sofort zu unterscheiden. 

Dieliptera betschuanica Lindau n. sp. ; fruticulosa, glabra, foliis ova- 
lis, apice acuminatis, glabris ; eymis axillaribus 3 floris; bracteolis externis 
inaequalibus ovalis, mucronulatis, puberulis, internis lanceolatis; Noribus 
extus puberulis, filamentis pilosis, antheris obtusis. 

Kleiner, wenig verzweigler Strauch mit 6 kantigen, kahlen Ästehen, Blätter kurz 
zestielt, bis 4,5 cm lang und 5—8 mm breit, kahl, höchstens am Rande etwas wimprig, 
mit Gystolithen, Cymen kurzgestielt, 3 gliedrig, axillär, mit kleinen schmalen Bracteen 
Äußeres Bracteolenpaar ungleich groß, eiförmig, scharf und plötzlich zugespitzt, mit 
feinen Wimpern am Rande, 10 >< 4,5 resp, 8><3 ınm, Inneres Paar lanzettlich, 7 ><4,5 mm, 
wimperhaarig am Rande. Kelch lanzettlich €. 4 mm lang, 3/4 mm breit, sehr feinhaarig 
Tubus 6 mm lang, 1,5 mm im Durchmesser kahl, Oberlippe 8 mm lang, 5 mm breit, nicht 
ausgerandet, außen feinhaarig, Unterlippe 7><3 mm, Lappen sehr kurz, außen feinhaarig 
Antherenfächer über einander stehend, 4 mm lang, stumpf, Pollen typisch, 38—42 jf 
und 22—30 y im Durchmesser, Ovar 4 mm, Griffel 43—14 mm lang. Frucht fehlt, 

sritisch Betschuanaland: Im Uferwald des nördlichen Limpopoufe 
häufig (Passance n. 29, 68. — Mit Blüten Juli 4896). Inc, »muschiwitsan« 


Verwandt mit D. kamrerunensis Lindau, die aber breitere Bracteolen besitzt, 


G. Lindau, Acanthaceae africanae. V. 113 


D. laxispica Lindau n. sp.; herba ascendens caulibus patenti-pubes- 


Niederliegendes an den Knoten wurzelndes Kraut mit aufsteigenden, spannenlangen 
S engelenden. Stengel abstehend weißhaarig, im Alter kahl und durch Cystolithen ge- 
trichelt. Blattstiel dünn, 2—5 mm lang, meist behaart. Blätter schmal oval, 8 bis 
0 mm lang, 4—8 mm breit, zart, kahl, mit Cystolithen. Blüten in ährenartigen, 
lockeren, terminalen oder axillären Blütenständen. Bracteen lanzettlich, 4—5 mm lang, 
1 mm breit, behaart; innerhalb derselben steht eine Blüte und meist 4 (seltener 2) 
Knospe nebst 2 Bracteolenpaaren. Äußere Bräcteolen eiförmig, spitz, behaart, 3 mm 
le 4 mm breit, mnere hyalin lanzettlich, 2,5 mm lañg. Kelchzipfel 4—5 mm lang, 
pfriemlich, mit wenigen Drüsenhaaren. Tubus 3 mm lang, 1 mm im Durchmesser. 
0 berlippe 3 mm lang, 1,5 mm breit, fast unversehrt an der Spitze. Unterlippe 4 mm 
Jang, 2 mm breit, mit 3 ungefähr 1/,mm langen Lappen. Filamente 2,5 mm lang, be- 
h Antherenfächer über einander stehend, 3/4 mm lang. Pollen typisch, 38—42 u. 
lang und 20—23 y im Durchmesser. Ovar 4 mm lang, Griffel 5 mm lang. Kapsel 
: ; mm lang, oben 2 breit, behaart, mit sich lösender Scheidewand. Samen 2, braun, 
41,5 mm im Durchmesser. 

Kamerun: Njoke, 300 m (ScHLEcHTEr n. 12863). 

Verwandt mit D. alternans Lindau und D. laxata Clke., aber schon durch die 
kleinen Blätter und die ährenartigen Inflorescenzen sofort zu unterscheiden. 

-  Isoglossa candelabrum Lindau n. sp.; frutex foliis oblongis, basi 
sensim in petiolum angustatis, apice acuminatis, glabris; spicis axillaribus, 


erectis, floribus aequidistantibus, pilosis; calycis laciniis aequalibus; anthe- 
À 


4—5 m hoher Strauch mit rutenartigen und holzigen, über den Knoten etwas 
“angeschwollenen, kahlen, dunkelfarbenen Trieben. Blattstiele nur etwa 4—2 cm lang 
oder kürzer. Blätter länglich, an der Basis allmählich verschmälert, an der Spitze 
“stumpflich, bis 30 cm lang und 8 cm breit, meist aber kleiner, kahl, fast schwarzgrün, 
Rande oft etwas eingekerbt, mit sichtbaren Cystolithen. Ähren c. 7 cm lang, axil- 
, meist einzeln, aufrecht, fast bis unten mit Blütenpaaren besetzt, die in ganz regel- 
äßigen Abständen von 3—5 mm stehen. Blüten leuchtend rosa, außen etwas behaart, 
mit etwa 5 mm langem Stiel. Bracteen und Bracteolen höchstens 2 mm lang, letztere 
oft am Blütenstiel etwas heraufgerückt. Kelchzipfel 8 X 2 mm. Tubus 17 mm lang, 
über der Basis 4, dann 2, oben 5 mm im Durchmesser. Oberlippe 10 mm lang, 5 mm 
-breit, an der Spitze 2zähnig. Unterlippe 8 mm lang, 4 mm breit, mit 3 kurzen Lappen. 
‘Filamente 8—9 mm lang. Antherenfächer über einander stehend, stumpf, 2 mm lang. 
Pollen typisch, 50—55 p im Durchmesser und c. 38 u. dick. Ovar 1,5 mm, Griffel 
26 mm lang. Frucht fehlt. 

Usambara: Nguelo, 1000 m an feuchten Stellen im dichten Urwald 


(SCHEFFLER n. 52. — Mit Blüten Mai 1899). 
€ Durch die eigentümlichen Blütenstände, den strauchigen Wuchs und die großen 
Blatter von allen anderen Arten zu unterscheiden. 


= 


Justicia (Tyloglossa) euosmia Lindau n. sp.; suffrutex ramosa ligno- 


# Botanische Jahrbücher. XXX. Ba. | 8 


114 Beitrage zur Flora von Afrika. XXI 


4 m hohe reich verzweigte Staude mit holzigen, in der Jugend behaarten dann 
kahlen Ästen. Blätter mit kurzem behaartem Stiel, eiförmig, oben nur wenig zugespitzt 
unten etwas verschmälert, 4,5—5 cm lang, 0,5—3,5 cm breit, an den Rippen, nament- 
lich an der Basis behaart, sehr stark nach Cumarin riechend, Cystolithen wenig sichtbar 
Blüten weiß, außen behaart, innen nur an der Basis der Griffelfalte haarig, kurz gestielt, 
einzeln, bisweilen auch zu 2—3 in den oberen Blattachseln. Bracteolen in der Mitte des. 
Blütenstieles, 3—4 mm lang, 4,5—2 mm breit, kurz behaart. Kelchzipfel 5 >< 1 mm, 
kurzhaarig. Tubus 3 mm lang, 2—2,5 mm im Durchmesser. Oberlippe 6 >< 4 mm 
oben mit 2 stumpfen 4 mm langen Zähnen, Unterlippe 6 mm lang, Seitenlappen 4 >< 
2 mm, Mittellappen 4 >< 4 mm. Filamente 4 mm lang. Antherenfächer ungleich hoch 
angeheftet, 11/2 mm lang, unterer gespornt. Pollen typisch, 35—45 p lang und 27 bis 
30 » im Durchmesser. Ovar 2, Griffel 5 mm lang. Kapsel c. 4,5 mm lang, bis fast 
zur Hälfte gestielt, behaart, 4 mm breit. Samen 2 mm im Durchmesser, höckerig. 
Jaculatoren gebogen, 2,5 mm lang. 

Usambara: Kwai, 1600 m im Grasland und an den Waldrändern 
und auf Lichtungen (ALBers n. 42 und 72. — Mit Blüten und Früchten im 


Oct. und Nov. 1899). | 

Stimmt mit keiner der mir bekannten afrikanischen Arten und unterscheidet sich 
durch den Geruch allein schon sehr deutlich. 

Die Eingeborenen nennen die Pflanze Lsura und gebrauchen die zerquetschten und 
mit Butter zu einer Salbe gerührten Blatter als Mittel gegen Finnen und Pusteln. 


 : 


Caricaceae africanae. 
von 


Ign. Urban. 


Cylicomorpha Urb. (n. gen.). 

Flores monoeci, masculi: Calyx cupuliformis v. breviter tubulosus, ob- 
solete v. obsoletissime 3—5-denticulatus.  Corollae tubus cylindraceus 
elongatus; lobi in aestivatione dextrorsum v. sinistrorsum contorti, cum 
denticulis calycis alterni, lineari-lanceolati. Stamina 10 fertilia; filamenta 
fauci corollae inserta, in tubum coalita, oppositipetala apice brevissime, al- 
ternipetala longius libera, in connectivum producta; antherae lineari-lanceo- 
latae apiculatae, intus dehiscentes. Ovarium semiglobosum solidum in 
stylum linearem apice subulatum integrum sensim attenuatum; ovula nulla. 
Flores feminei: Calyx brevissime cupuliformis integer. Petala libera ob- 
longa. Staminum rudimenta nulla. Stylus subnullus; stigmata 5 basi ima 
connata, ceterum libera, oblongo-linearia integra crassa erecto-patentia, 
cireumcirca papilloso-velutina. Ovarium ovatum 5-loculare; ovula nume- 
rosa, praesertim endocarpio inter dissepimenta et ad angulos eorum inserta, 
anatropa. Fructus baccatus, subpentagonus, pulpa nulla. Semina mem- 
brana succulenta obtecta, testa dorso cristato-carinata, faciebus striis sub- 
longitudinalibus irregularibus interruptis cristata; endospermium copiosum. 
Embryo medianus; cotyledones foliaceae ovato-orbiculares. 

Arbores africanae. Truncus aculeis brevibus conicis obsitus, succo 
lacteo repletus. Folia palmatim lobata v. incisa. Inflorescentiae axillares, 
masculae multiflorae panniculatae, femineae 1—pauciflorae abbreviatae. 


Flores flavido-virides v. flavo-albi v. albidi. 

Die Gattung steht zwischen Carica und Jacaratia in der Mitte. Erstere unter- 
scheidet sich durch wehrlosen Stamm und freie Filamente, letztere durch gefingerte Blät- 
ter und durch die den Kelchzähnen gegenüber stehenden Kronlappen. 


Cylicomorpha Solmsii Urb.; foliis 5-partitis sinu basali aperto, lo- 
bis quam pars integra 3—6-plo longioribus, obovatis v. ovatis v. ovali- 
ellipticis acuminatis integris, nervis secundariis 2 suprabasalibus arcuatim 
sublongitrorsis; calyce maris 5—6 mm longo, 4,5—5 mm diametro; co- 
R* 


116 Beiträge zur Flora von Afrika. XXI. 


rolla 4,5—5 cm longa, tubo 2,5—3,5 cm longo, 4 mm diametro; tubo sta 
mineo 4—5 mm longo. 

Jacaratia (?) Solmsii Urb. in Engl. Bot. Jahrb. XV. (1893) p. 158. 

Baum 10—25 m hoch, von der Basis an verzweigt, milchend. Blätter matthell- 
grün. Nerven gelblichgrün. Blüten gelb oder weißlich. 

Kamerun: Johann-Albrechtshöhe (Barombi-Station), an sonnigem Stand- 
orte, im Febr. und Sept. blühend (Preuss n. 489, Sraupr n. 636). 


Die weiblichen Blüten und Früchte sind noch unbekannt. 


C. parviflora Urb. (n. sp.); foliis 5-partitis, sinu basali aperto, lobis 
quam pars integra 2—4-plo longioribus breviter ovatis v. rhomboideis, in- | 


A—E Calycomorpha Solmsii Urb, Flores masculi: A Alabastrum valde juvenile; | 

BFlos: Cidem longitrorsum sectus; DPars staminum; /Gynaeceum abortivum, — F—@ 

C. parviflora Urb, Flores maseuli, — H—O C. parviflora var. brachyloba Urb. 

H Wlos femineus; J Gynaeceum; K idem transversim sectus; L Fructus; M Semen | 
N idem membrana succulenta demta; O longitrorsum sectum. 


tegris v. iterum pareissime ineiso-lobatis, nervis secundariis sub angulo 45 | 
60° divaricatis; calyce maris 3,5—4,5 mm longo et 3,5—4 mm diametro; 
corolla 3 em longa, tubo 2 em longo, 3 mm diametro; tubo staminco 
2 mm longo, & 
Jacaratia? Solmsii Urb, in Engl. Pflanzenwelt Ostafr. C. 282 (p. pd) | 


I. Urban, Caricaceae africanae. 347 


In 
: 


Baum 15 m hoch, mit sparrigen Asten; Stamm mit konischen, bis 5 mm langen 


ache n dicht besetzt. Blatter mit bis 45 cm langen Stielen, im Umrisse 3- oder 5- 
kig, 45—30cm im Durchmesser, kahl. Achse des Blütenstandes nebst Kelch pulverförmig 
shag ; Bracteen klein, dreieckig. Blüten sitzend oder fast sitzend, gelblichweiß, außen 


ulverförmig behaart. Kelch becherförmig bis kurz cylindrisch, mehr oder weniger 
eutlich 3—5-zähnig. Kronenlappen länglich-linearisch stumpf, mit einem Drittel ihrer 
eite sich deckend. Antheren fast 4 mm lang, linearisch, oberseits allmählich ver- 
chmi ert. 

Ostafrika: Usambara in 1200 m Höhe Hochwaldbestand bei Maschaua, 
m Juli blühend, einheimischer Name: Mtonto (Horst n. 8723); bei Nguelo 
n 1000 m Höhe, im März blühend (Scherrer n. 11). 

- VMar.? brachyloba Urb. foliorum lobis parte integra brevioribus, 
picali breviter rhombeo, lateralibus triangularibus, basalibus sese obte- 
sentibus. 

Baum 8—10 m hoch, mit dickem konischen wenig verzweigten Stamme. Blüten 
gelblich grün, männliche denen der Hauptart ähnlich. Weibliche Blütenstände in den 
Blattachseln 4— wenigblütig; Blütenstiele 1,5 cm lang. Kelch sehr kurzbecherförmig, 
caum 4mm lang. Blumenblätter länglich 2 cm lang, 8—9 mm breit, lederartig. Nar- 
ben 8 mm lang, 1—1,5 mm breit Fruchtstandsachse 1,5—3 cm lang, 7—8 mm dick. 
‘riichte kurz umgekehrt-eiförmig stumpf 5-kantig. 2,5—3,5 cm lang, 2,5—3 cm dick; 
ericarp 2—2,5 mm dick. Samen zahlreich, die Fächer füllend, eiförmig, 7 mm lang, 
—5 mm breit; äußere Membran später eintrocknend und sich der inneren Testa eng 
nschließend, gelblich. Cotyledonen kurz eiförmig blattartig, um die Hälfte länger als 
ie  Radicula ; Plumula kaum entwickelt. 

Ostafrika: Umuamba am Yungururu-See 1400 m Höhe, angepflanzt 
n Dorf, im Oct. blühend und fructificierend, einheimischer Name: Mila- 
yemba (Goerze n. 1314). 

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Gramineae africanae. 


Von 


R. Pilger. 


Panicum L. 


P. sanguinale L. var. Lecardii Pilger n. var. ad var. P. san- 
guinale var. blepharantum Mack. proxime accedens, sed diversa panicula 
laxiore, spiculis in parte inferiore ramorum ad ramulos breves plurispicu- 
latos; gluma florifera indurata, fusco-nigricante nec olivacea. | 

Senegal: auf trocknen Standorten (Lecarp n. 243). 

Während P. horizontale Meyer im tropischen West- und Ost-Afrika weit verbreitet 
ist, ist mir P. sanguinale in der typischen Form (= P. aegyptiacum Retz) aus dem 
tropischen Afrika nicht bekannt. 

P. (Digitaria) Hackelii Pilger n. sp.; culmis gracilibus, basi decum- 
bentibus, nonnumquam e nodis ramosis, parte inferiore internodiis brevi- 
bus, parte superiore valde elongatis; foliorum lamina lineari, apicem versu 
sensim acuminata, acuta, basi fere aequilata, e tuberculis + dense patenter 
setoso-pilosai, costa angusta, subtus prominente, lamina foliorum superio- 
rum cito decrescente, subpanicula fere nulla; vagina indumento eodem ac 
lamina; panicula brevi; ramis 3, inferiore ab reliquis duabus circa À cm 
distante, fere aequilongis, tenuibus, strictis; rhachi angusta, triquetra, sca- 
berula, pilis longis, albidis laxe inspersa; spiculis satis distantibus, binis, 
una breviter, altera longius pedicellata, ovato-lanceolatis; gluma priman 
conspicua, late amplectente, truncata; secunda et tertia aequalibus, late ova 
lis, acutis, membranaceis, margine villoso-ciliatis, dorso nonnunquam ad 
nervos parce villosis; nervis 5 latiusculis, prominulis; gluma florifera pallide 
virescente, laevi, vacuis paulo breviore, rotundato-ovata, brevissime mus 
eronato-aeutata, paleam late amplectente; glumis nonnumquam aliquamdiu 
zluma florente et palea delapsis persistentibus. 

Der Halm ist 30—50 em hoch; die Blattspreite ist 7—8 cm lang und 4—5 mn 
breit; die Rispe ist 5—7 em lang, die Ahrenstiele 4 und 2 mm, das Abrchen 2 mm 
Die Art erinnert in manchen Beziehungen, namentlich durch das Vorhandensein det 


kurzen, breitabgestutzten ersten Spitze an P, mutieum Wochst., ist aber durch viel 
Merkmale in der Section ausgezeichnet, 


R. Pilger, Gramineae africanae. 119 


Gabun: Sibange Farm; in der Niedergrassteppe groBe Strecken filz- 
artig überziehend (Soyaux n. 425. — April 1882). 

P. (Digitaria) leptorhachis Pilger n. sp.; culmis elatis, tenuibus, 
gracilibus, ad nodos leviter geniculatis, nonnumquam breviter ramosis; fo- 
liorum lamina anguste lineari, plana, tenui, longe acuminata, acuta, gla- 
brescente vel pilis patentibus inspersa, margine scaberula, vagina laxa, 
striata, sparse imprimis basin versus e tubercutis setoso-pilosa, ligula 
membranacea, brevi, rotundata, glabra; paniculae rhachi tenui et ramis 
angulatis, scabris; ramis circ. 10, singulis, distantibus 3 
valde approximatis vel fasciculatis, = patentibus, gracilibus, elongatis, 
strictiusculis vel leviter arcuatis, spiculis binis, satis distantibus, una bre- 
viter, altera longius pedicellata, pallidis, lanceolatis vel ovato-lanceolatis, 
acutis; glumis inferioribus 2 vacuis aequilongis, tenuiter membranaceis, 
obtusiusculis, glabrescentibus vel pilis albido-sericeis villoso-striatis, mar- 
gine parce villosis, nervis prominulis; gluma tertia florifera fere aequilonga, 


late ovata, acuta, pallida, laevi , paleam late amplectente. 

Die Blattspreite ist 45 cm lang und 3 mm breit; die Internodien des Halmes sind 
im oberen Teil 10—16 cm lang; die Rispe ist circa 15 cm lang, die Stiele der entfernt 
stehenden Ahrenpaare 4 und 2—3 mm, die hellfarbigen Ahrchen sind 2 mm lang. Die 
neue Art ist mit P. multibracchiatum Hochst. verwandt, aber verschieden durch einzel- 
stehende lange, zarte Rispenäste. 


Senegal: auf trocknen Standorten cere n. 252 — 1880). 
forma pilosa; unterscheidet sich von der typischen Form durch 
stärkere Behaarung der Blattspreiten und Scheiden mit steifen auf Wärz- 
chen stehenden Haaren, durch schwach verstreute Behaarung der Rispen- 
äste mit langen, weißlichen, steifen Haaren. 
Togo: Sonodi, Kirikiri, auf Savanne bei 300 m (Kerstine n. 265 — 
blühend Oct. 1898). 


Anthephora Schreb. 


A. elegans Schreber var. africana Pilger n. var. (= A. appendi- 
culata A. Br. m. s. in Herb. Berol.) spieulis 4—5 fasciculatis, compluribus 
fertilibus; glumis vacuis exterioribus (rigidis, basi connatis, involucrum si- 
mulantibus) basi infima truncatis nec rotundatis ut in typo, acute appen- 
diculato-marginatis. 

West-Afrika: Gabun zwischen Gras und Gebüsch (Bucunozz 1875, 
Dinklage n. 464. — Januar 1890); Congo (Dewevre n. 120); Stanley-Pool 
(Scutecater n. 12508. — Juni 1899). 


Pennisetum Pers. 


P. arvense Pilger n. sp.; caespitosum, culmis compluribus fertilibus 
et innovationibus brevibus extravaginalibus dense foliatis; culmo fertili 
erecto, plerumque inferne breviter ramoso, ramulis paucifoliatis, sterilibus, 
internodiis elongatis, quam vaginae multo longioribus; nodis crassiusculis, 
glaberrimis; foliorum lamina late lineari, crassiuscula, anguste simpliciter 


120 Beiträge zur Flora von Afrika. XXI. 


secus nervum medium plicata, basi aequilata, apicem versus paulo angustata, | 
obtusa, glabra, laevi, margine remote scabrido-ciliolata , costa extus impris 
mis apicem versus scabrido-ciliolata, vagina glabra, laevi, apicem versus 
scaberula, dense striata, ligula corona densa pilorum brevium albidorum. 
formata; panicula densissime spiciformi, cylindracea; rhachi crassa, breviter 
hispidula; spiculis subsessilibus densissime confertis, lanceolatis ; involucro 
1-spiculato, setis paucis, rigidis, stramineis vel + violaceo tinctis, scaberri- 
mis, basin versus paulo dilatatis, basi in discum planum connatis, 
nonnullis ac spicula aequilongis, aliis longioribus, unica plerumque longis- 
sima, spiculam 3—4-plo superante; gluma prima tenui, ovata, obtusa, 
enervia vel 4-nervia, quintam spiculae partem aequante; secunda ovato- 
lanceolata, e nervo medio brevissime mucronulata, membranacea, dorso 
scaberula, 7-nervia, non multum quam spicula breviore; tertia ovato-lan- 
ceolata, acuta, membranacea, margine tenuiore, 5-nervia, paleam tenuem 
et florem masculum fovente; gluma florifera rigide membranacea, ovato- 
lanceolata, anguste acuminata, dorso scaberula, 5-nervia; palea neque 
rigida, dorso scaberula ; flore hermaphrodito, ovario ovato, stilis 2 a basi. 
separatis, tenuiter filiformibus, stigmatibus dense plumosis. 3 


Der Halm ist bis 80 cm hoch, die Internodien 15 cm und darüber; die Blatt- 
spreite erreicht eine Länge von 10 cm bei 8 mm Breite; die Rispe ist circa 6 cm lang, 


” + 


die zweite Spitze 5,5 mm, die dritte 6 mm, die Deckspelze 7 mm. x 

Die Art gehört wohl, namentlich wegen der an der Basis zu einer Scheibe ver- 
wachsenen, starken Involucralborsten in die Verwandtschaft von P. ciliare (L.) Lk, 
wenn sie auch wegen des nicht fedrigen Involucrums zur Section Gymnothrix gestellt 
werden muss. Auch im Ährchenbau zeigt sie mit der genannten Art große Ähnlich- 
keit, Die beiden Sectionen von Pennisetum scheinen mir keine natürlichen zu sein. M 

Abyssinien: auf trockenen Bergrücken in der sonst sumpfigen Ebene. 
Dembea, 5800 Fuss s. m. (Schimrer n. 1399 — blühend im Oct. 1863)5 
desgleichen in Sümpfen bei Hamedo, 4500 Fuss s. m. (n. 1058 — blühend 


im Sept. 1862). 


P. monostigma Pilger n. sp.; culmis floriferis compluribus, erectis; 
innovalionibus longis, numerosis, albido hirsutis; foliorum culmeorum las 
mina lineari, longissime setaceo-acuminata, basin versus parum angustala 
+ plicata vel involuta, cum vagina angusta, striata + dense albido-villosa, 
ligula pilis densis, brevibus, albidis formata; inflorescentia. spiciformi, densi- 
flora, brevi, angusta; rhachi albido-hirsuta; involucro brevissime pedicel 
lato, 1-spiculato, paucisetoso; setis violaceis, plerisque spiculam paulo Sur, 
perantibus vel brevioribus, una plerumque firmiore, paulo longiore, scabriss 
vel basin versus parce plumosis; spicula anguste lanceolata, parva; glumis 
inferioribus 4-2 vacuis (prima nonnumquam defieiente) prima minuta, secunda 
parva ovata, obtusa vel acutiuscula, irregulariter denticulata, hyalina; ter= 


lia spicula parum breviore, ovato-lanceolata, brevissime e nervo medion 
mucronata, 5-nervia, dorso asperula; gluma florifera papyracea, OValom 


lanceolata, acuminata, S-nervia; palea fere aequilonga, breviler bifida 


R. Pilger, Gramineae africanae. 191 


minibus 3; ovario parvo, angusto, stilo unico, tenui, elongato, 

stigmate unico dense plumoso (stilo et Herktihs Abstltls > 

Die Halme sind circa 60—80 cm hoch, die Blattspreiten sind 20 cm und darüber 

“bis 7 mm breit; die Ähre ist 8—9 cm lang; die 2. Spelze ist 4,5—2 mm lang, 

 dritte 5 mm, die Deckspelze 5,5 mm. 
Kamerun: Buea, zwischen Manus-Quelle und Kamerun-Pic, 2800 m 

m. (Preuss n. 822 — blühend im Feb. 1891); Manus-Quelle (Preuss 

1. 678 — 1891). 

Fast gänzlich kahle Formen dieser Art sind gleichfalls in Kamerun gesammelt; 

» Halme sind 2 m hoch, die Blattspreite bis über 30 cm lang und bis 1 cm breit. 


Kamerun: in der Grasregion westlich von Buea, 2000—2500 m. s. 
1. (Preuss n. 984 — blühend im Sept. 1891). 

…  P. Schweinfurthii Pilger n. sp.; culmo elato (parte superiore tan- 
lum visa), terete, laevi, nonnunquam ramoso; internodiis elongatis, quam va- 
sinae longioribus; foliorum lamina anguste lineari-lanceolata, longe acuminata, 
angustissime acutata, supra scabra, margine scabrido-ciliolata, subtus et 
imprimis supra setis rigidis, acutis, e tuberculis enatis inspersa, ligula brevi, 
truncata, apice corona densa pilorum mollium instructa; panicula elongata, 
densa, spiciformi; rhachi tenui, stricta, dense molliter albido-villosa; pedi- 
cellis involucrorum singulis, tenuibus, longiusculis, teretibus, dense albido- 
villosis ; involucro minus denso, setis multis brevibus, aliis spiculas aequan- 
tibus, nonnullis duplo longioribus, tenuibus, scabris vel inferioribus basin 
versus parce plumosis, setis non solum sub spiculis involucrum formantibus, 
sed etiam ad pedicellos spicularum; involucro 5-spiculato, spiculis 
+ masculis, una centrali hermaphrodita, omnibus breviter pe- 
“dicellatis, pedicello glabro, terete; spiculis masculis dorso valde com- 
pressis, gluma 1 vacua valde inaequilatera, lineari-lanceolata, obtusa, dorso 
caberula, carina excentrica, scabra; floribus masculis 2, gluma florifera 
Noris inferioris rigide membranacea, parum inaequilatera, 6-nervia (latere uno 
nervis 2) obtusato-rotundata, apice parce ciliolulata, dorso scaberula; palea 
“aequilonga, tenuiore, scaberula, truncata vel breviter lobulata; staminibus 3 
ilamentis brevibus, antheris angustis, elongatis ; gluma florifera floris superioris 
Pin tenuiore, 5-nervia; spicula centrali hermaphrodita, glumis va- 
2 brevibus, ovato-rotundatis, aequilongis, tenuibus, enerviis, gluma 
x. Dre papyracea, LAPTOP anguste acuminata, apicem versus dorso 
ci berula, nervis 5 distantibus, palea forma aequali, is 2-carinata; sta- 
minibus 3; ovario obovato, breviter stipitato, stilis 2 tota longitudine 
20 nnatis, stigmatibus elongatis, breviter plumosis. 

"Die Internodien des Halmes sind 25 cm lang; der Blattspreiten bis 50 cm bei 
2,5 cm Breite, die Rispe wird über 20 cm lang; die Stiele der Partialinflorescenzen sind 
+ mm lang, die einzelnen Âhrchen 1—2 mm; ir Hüllspelzen des männlichen Ährchens 
7 mm lang, die Deckspelze 9 mm, die Hrlispelze des hermaphroditen Ährchens sind 
a mm lang, die Deckspelze 9 mm. 


Die neue Art jist verwandt mit P. pentastachyum Hochst., unter scheidet sich aber 
yesonders durch länger gestielte Partialinflorescenzen, kürzer Beshielte, größere Ährchen, 


122 Beitrage zur Flora von Afrika. XXI. 


die regelmäßig um die hermaphrodite Blüte orientiert sind, sowie dadurch, dass die 
männlichen Ahrchen nur eine Hillspelze haben. Die beiden Arten bilden eine beson- 
dere Gruppe, die charakterisiert ist durch die gestielten Partialinflorescenzen, die ge- 
stielten Ahrchen, von denen mehrere männlich sind und nur eine weiblich, sowie durch 
die 2 kleinen Hüllspelzen der weiblichen Ahrchen. In entfernterer Verwandtschaft steht 
P. Benthami Steud., wo eine regelmäßige Scheidung von männlichen und weiblichen 
Ährehen in dem Partialblütenstand nicht stattgefunden hat. 


Abyssinien: Gallabat, bestandbildend, am linken Ufer der Gendua, und 
bei Chatamma (ScuwemrurtH n. 1500 — blühend im September 1865). 


P. trachyphyllum Pilger n. sp.; culmo elato, e vaginis crebre ra- 
moso; vaginis internodiis brevioribus; nodis glabris nigrescentibus ; foliorum 
lamina elongata, anguste lanceolata, longo sensim attenuata, acutata, basi 
rotundata, supra et margine scaberula, nervis subtus utroque latere 56 
praeter nervos nonnullos costae valde approximatis, bene conspicuis, vagina 
glabra, laevi, striata, ligula brevissima, truncata, apice parcissime ciliolulata ; 
inflorescentia spiciformi, angusta, laxa, ad ramos et ramulos terminali; 
spiculis singulis vel binis et ternis, brevissime pedicellatis; involucro minus 
denso, setis obscure violaceis, tenuibus, scabris, diversa longitudine, una 
longissima spicula 3 —4-plo longiore; spicula lanceolata; gluma prima tenui- 
ter membranacea quartam spiculae partem aequante, ovata, breviter acuta, 
{-nervia; secunda mediam spiculam aequante, longius acuminata, ovata, 
{-nervia, vel nervis lateralibus 2 parum conspicuis ; tertia ovato-lanceolata, 
membranacea, caudato-acuminata, dorso scaberula, 5-nervia, sterili vel palea 
2-carinata, carinis breviter scabrido-ciliata et flore masculo instructa; gluma 
florifera ovata, 5-nervia, acuminata, margine tenuius membranacea, dorso 
scaberula; palea ovata, obtusiuscula, 2-carinata, parum breviore; staminibus 
3, filamentis brevibus, antheris crassiusculis, ovario ovato-lanceolato, com- 
presso, latere uno plano, allero parum convexo, sensim in stilum simpli- 
cem, apice tantum breviter bifidum angustata, stigmatibus longis, dense 
plumosis, caryopsi anguste ovata, stylo persistente terminata, 

Die Halme sind 0,75—4 m hoch (Stuntmann), oder erreichen eine Höhe von 2,5 m 
(Horst); die Blattspreiten sind 25 cm lang und im unteren Teil bis 2 cm breit; die 
Rispe ist bis 15 cm lang, die zweite Spelze 3 mm, die dritte 5,5 mm, die Deckspelze 
5 mm; die Antheren sind 3 mm lang. Die neue Art gehört in die Nähe von P. glauci- 
folium Hochst., doch ist diese Art besonders durch die zwei bis zum Grunde getrennten 
Griffel verschieden, sowie durch die Form der ersten und zweiten Spelze. 

Usambara: Kwai, häufig auf feuchten Stellen der Bergabhänge bei 
1600 m s. m. (Arsers n. A70 — blühend im Oct. 1899); desgl. häufig an 
Wegen zwischen lichtem Gebüsch (Auners n. 363 — blühend im Sept. 1899). 

Usagara: W.-Uluguru; 4700 m s. m. (Srunumann n. 9087 — blühend 
im Nov. 1894). 

Usambara: Lutindi, auf Liehtungen bei 4400 m s. m. (Horst n. 3253 

blühend im Juli 1893); Bulua, wiesenbildend auftretend (Horst n.5003 

blühend im Sept. 1893). 


R. Pilger, Gramineae africanae. 123 


Guaduella Franch. 


6. densiflora Pilger n. sp.; rhizomate repente; culmis humilibus her- 
baceis, sterilibus et fertilibus distinctis ; culmi sterilis internodiis inferio- 
ribus elongatis, ex parte vaginis aphyllis obtectis, culmo superne dense 
foliato, vaginis internodiis longioribus; foliorum lamina ovata, basi rotun- 
data, apice abrupte caudato-acuminata, acuta, margine imprimis apicem ver- 
sus scabra vel scabrido-ciliolulata, supra glabrescente, costa breviter hirta 
excepta, subtus ad costam satis prominentem puberula, ceterum glabra, 
nervis secundariis anguste parallelis venisque bene conspicuis, lamina inter 
nervos secundarios leviter plicata, petiolo dilatato perbrevi, 2—3 mm longo, 
supra puberulo, vagina puberula, margine et ore ciliata; culmo fertili 
humili, tenui, vaginis aphyllis obtecto; inflorescentia terminali brevi, dense 
racemosa, ambitu ovato-lanceolata; rhachi angulata, pubescente; spiculis 
compressis 4—5-floris; rhacheos internodiis crassis quadrangularibus, angu- 
jis anguste alatis, glumis 2 (?) vacuis brevibus, lanceolatis, gluma florifera 
ovata, obtusiuscula, extus imprimis basin versus pubescente vel puberula, 
-margine ciliolata; palea glumam florentem longitudine superante, 2-carinata, 
ad carinas anguste implicata, carinis angustissime alatis, alis breviter cilio- 
latis, sulca inter carinas breviter puberula; flore hermaphrodito, staminibus 
6 liberis, filamentis denique valde elongatis, ovario stipitato, anguste ovoi- 
deo, villoso, stilo profunde bipartito, stigmatibus elongatis, unilateraliter 


breviter cristato-papillosis, lodiculis 3 late ovatis, truncatis. 

Der sterile Halm ist 70 cm hoch, die Indernodien im unteren Teil 12—45 cm 
lang; die Blattspreite erreicht eine Linge von 12—45 cm bei einer Breite von 4 bis 
4,5 cm; der fertile Halm ist 20 em hoch, der Blütenstand 4 cm lang, die oberste Hüll- 
spelze circa 3 mm, die Deckspelze 6 mm. 


Kamerun: Nicht selten auf feuchtem Boden tiefschattigen Waldes bei 
Bantago (Dinktace n. 1343 — blühend im Nov. 1894). 

Die Art ist besonders ausgezeichnet durch die Trennung von fertilen und sterilen 
Halmen, sowie durch den kurzen Blütenstand mit dichtstehenden Ahrchen; auffallend 
sind auch die langen unverdickten Narben, die auf der Außenseite dicht kammförmig 
_ Papillen tragen. 

G. Zenkeri Pilger n. sp.; culmis pluribus, humilibus, tenuibus, sim- 
plicibus, herbaceis, parte superiore foliatis; foliis approximatis, vaginis quam 
‚ internodia brevia longioribus; foliis breviter petiolatis, petiolo crassiusculo, 
pubescente, 1 cm non superante, plerumque breviore, lamina ovato-lanceo- 
lata, basi rotundata vel etiam breviter in petiolum attenuata, apicem ver- 
sus sensim attenuata et tum breviter caudato-acuminata, papyraceo-mem- 
branacea, subtus breviter pubescente, supra glabrescente, margine imprimis 
apicem versus scabra vel scabrido-ciliolata, costa subtus satis prominente, an- 
gusta, nervis lateralibus anguste parallelis, subtus bene conspicuis, venulis incon- 
Spicuis, lamina inter nervos parallelos leviter plicata, vagina laxiuscula, striata, 
pubescente, margine et ore ciliata; inflorescentia terminali brevi, simpliciter 


124 Beiträge zur Flora von Afrika. XXI. 


ramosa, rhachi crassiuscula, dense breviter pubescente; spiculis singulis 
distantibus, vel nonnunquam nonnullis arcte approximatis, multifloris (ad 
15-floris et ultra), compressis; floribus hermaphroditis, arcte imbricatis, 
spiculis cum glumis vacuis articulatis; glumis inferioribus 3 vacuis, coria- 
ceis, pubescentibus, infima parva, ovato-lanceolata, acuta, suprema ovata, 
obtusa; rhachillae articulis inter flores ‘singulos crassiusculis; gluma florente 
coriacea, ovata, obtusiuscula, imprimis apicem versus pubescente vel pu- 
berula, straminea et ad marginem et nonnumquam magna dorsi parte 
cinereo-violacea, destincte nervosa; palea quarta parte minore vel usque 
aequilonga, obtusa, 2-carinata, ad carinas anguste implicata et angustius 
alata, alis margine villoso-ciliatis; floribus hermaphroditis, staminibus 6 libe- 
ris, filamentis deinde valde elongatis, antheris exsertis, ovario villosulo, 
stilis 2 fere a basi distinctis, tenuibus, apice breviter clavato-incrassatis ; 


lodiculis 3 tenuibus, ovatis, ovarium superantibus. | 

Die Halme sind 30—50 cm hoch; die Blattspreite ist 43—47 cm lang und 3 bis 
4 cm breit; der Blütenstand ist 10 cm lang; die 3. Hüllspelze 8 mm, die Abschnitte 
der Ährchenspindel sind 4,5 mm lang, die Deckspelze 8—10 mm, die Lodiculae 4,5 bis 
2 mm. i 

Von @. marantifolia Franch. ist die neue Art durch die größere Anzahl der Blät- 
ter am Halm, durch kürzergestielte und behaarte Blätter unterschieden. 


Kamerun: Bipinde, im Urwald am Bijokawasserfall (Zenker n. 1144 
— blühend im Mai 1896). 


Puelia Franch. 
P. subsessilis Pilger n. sp.; culmis humilibus, herbaceis, superne folia- 
lis, parte inferiore in ‘specimine qui adest internodio unico elongato pro 
parte vagina aphylla obtecto; foliis circa 5 subsessilibus lamina late lan- 
ceolala vel ovato-lanceolata, basin versus sensim angustata vel = rotundata, 
apicem versus breviter angustata et tum longius caudato-acuminata, acuta, 
sublus pilis brevibus, rigidulis laxe inspersa, supra glabra, margine impri- 
mis apicem versus scaberula vel scabrido-ciliolata, costa angusta subtus 
satis prominente, nervis lateralibus utroque latere 4—5 magis prominulis, 
nervisque reliquis lateralibus bene conspicuis, venulis subtus prominulis, 
vagina striata, dense imprimis apicem versus hispido-villoso, ore longe rigide 
ciliata; panicula brevi, densiflora, contracta, ramulis paucispiculatis; rhachi his 
pido-villosa; spiculis valde compressis, ambitu ovatis vel ovato-lanceolatis, 
floribus 4 masculis et unico supremo femineo; glumis inferioribus 3—4 vacuis 
lanceolatis, nervosis, dorso et imprimis margine hirto-pilosis; floribus masculis 
gluma florifera margine et apice hirto-ciliata, coriacea, ovata, obtusa, nervi 
7—9 prominulis; palea anguste lanceolata, plerumque paulo longiore quam 
cluma, obtusa, ad carinas anguste implicata, carinis angustissime alatis, pare 
ciliolulatis, staminibus 6 filamentis connatis; flore foemineo gluma florifer 
pilosis, eonvolutis, gluma florifera nervis anastom 


’ 
santibus, palea nervis 2 carinas simulantibus magis prominulis; ovario an 


el palea aequilongis 


gusto, stilo simplici, basi ac ovarium aequilato, stigmatibus tribus, cire. ac 
stilum aequilongis, breviter dense papillosis obtusiusculis; lodiculis 6 (vel non- 
numquam 3—4?) minutissimis, angustis. 

Die Halme sind 30—40 cm hoch; die Blattspreite ist 10—18 cm lang und 4 bis 
4,5 em breit; die Deckspelze der männlichen Blüte ist 8—9 mm lang, der Tubus der 
Filamente 2—3 mm, die Antheren 3 mm, die Deckspelze der weiblichen Blüte 8 mm. 


Kamerun: Bipinde, lichte Stellen des Urwaldes (Zenker n. 991 — 
blühend im Juni 1896). 


Die Gattung Pwelva ist mir nur nach der Beschreibung von Francuet (Bull. Soc. Linn. 

Paris 1887 p. 674) bekannt. Ich zweifle nicht, dass die beschriebene Art zu dieser Gat- 
tung gehört, wenn auch besonders 2 Unterschiede bemerkenswert sind; es heißt in der 
Beschreibung: »lodiculae 2 (vel 3) minutissimae« und »ovarium in stylum bifidum atte- 
nuatum<. Sonst sind über die Form der Narben etc. keine Angaben gemacht. Ich 
weiß nicht, ob das Material, das FrAncHET vorlag, über alle Einzelheiten genügend Auf- 
schluss gab, oder ob hier ein Irrtum vorliegt. In allen anderen Gattungsmerkmalen, im 
Bau des Halmes und des Ährchens stimmt die Art mit der Francurr’schen Gattungs- 
diagnose überein. Von Puelia ciliata Franch. unterscheidet sich die neue Art sonst 
durch breitere Blätter mit rauhem Rand, durch Behaarung des Blattes und der Schei- 

den, durch die äußerst schmalen Flügel der Vorspelze. 


P. acuminata Pilger n. sp.; culmis herbaceis, erectis, superne foliatis, 
parte inferiore internodio unico elongato, basi vagina aphylla obtecto; foliis 
8—12, infimo distante, minore, vaginis internodiis longioribus; foliorum lamina 
papyracea lanceolata, longe sensim acuminata, acuta, basi parum inaequi- 
latera rotundata, distincte perbreviter petiolata, supra glabra, subtus laxe 
breviter hispido-pubescente, margine imprimis apicem versus scabra vel 
scaberula, costa angusta subtus satis prominente, nervis lateralibus venulis- 
que parum prominulis, vagina = dense hispido-villosa ore longe rigide 
ciliata; panicula perbrevi, densiflora; rhachi hispido-villosula; ramulis pauci 
— vel unispiculatis; spiculis compressis, ambitu ovato-lanceolatis; glumis infe- 
rioribus 3—4 vacuis, infimis 2 minoribus, ovato-lanceolatis dorso parce 
hispido-villosis, margine hispido-ciliatis, superioribus 1—2 glumae florentis 
Speciem simulantibus; floribus 4—5 masculis et unico supremo femineo; 
floribus masculis gluma florifera late ovata, coriacea, obtusiuscula, parce 
“ciliolata, nervis 14 prominulis; palea tenui, anguste lanceolata, fere aequi- 
longa vel paulo longiore, carinis anguste alatis ciliolatis, staminibus 6, fila- 
mentis connatis, antheris filamentorum tubo longioribus; flore femineo 
gluma florifera ovato-lanceolata, pilosa, obtusiuscula, nervis anastomosanti- 
bus, ovario angusto, glabro, stilo basi aequilato, anguste cylindraceo, stig- 
matibus tribus dense breviter papillosis stilo fere aequilongis, lodiculis 6 
anguste linearibus minutis. 

Die Blattspreite ist 45—18 cm lang bei einer Breite von 2,5—3 cm; der Blüten- 
Stand ist 3 cm lang, die Ahrchen 10—12 mm; die Deckspelze der männlichen Blüten 


erreicht eine Länge von 8—10 mm, die Antharen sind 3 mm lang; die Deckspelze der 
weiblichen Blüte ist 10 mm lang. 


Kamerun: Barombi-Station, im Urwald (Preuss n. 277 — blühend im 
April 1890); Kribi (Dinktace n. 1035 — blühend im April 1891). 


R. Pilger, Gramineae africanae. 125 


126 Beiträge zur Flora von Afrika. XXI. 


Die Art ist mit der vorigen nahe verwandt, besonders durch die schmaleren, lang 
gleichmäßig zugespitzten Blattspreiten verschieden, die einen deutlich abgesetzten Blatt- 
stiel haben und an der Basis ungleichseitig sind. 

P. Schumanniana Pilger n. sp.; culmis humilibus, tenuibus, herba- 
ceis, sterilibus et fertilibus distinctis; sterili erecto, fere tota longitudine | 
internodio unico, basi vagina aphylla circumdato formato, glabro, subtereti, 
leviter striato; folio unico magno subterminali, basi vaginae brevis stipitem 
setiformem axeos arcte includente, lamina magna, late lanceolata, papyra- 
cea, inaequilatera, laevi, glaberrima, apicem versus sensim attenuata, acuta, 
basi sensim in petiolum perbrevem attenuata, costa excentrica subtus satis 
prominente, angusta, nervis lateralibus parte latiore folii 8, parte angustiore 
6 prominulis et inter illos nervis parallelibus numerosioribus, parum conspi- 
spicuis, venulis brevibus, numerosis, prominulis, vagina folii brevi, striata, 
glabra, ore dense villoso-ciliata; culmo fertili stricto, angusto, aphyllo 
et evaginato, teretiusculo, glabro, profunde striato; inflorescentia terminali, 
racemosa, rhachi crassiuscula, pubescente ; spiculis densifloris, lanceolatis vel . 
ovato-lanceolatis, teretiusculis; glumis inferioribus 3 vacuis, ovatis, coriaceis; 
floribus 3—4 masculis vel sterilibus et flore unico supremo femineo; flori- 
bus inferioribus (masculis vel sterilibus) gluma florifera coriacea, late ovata, 
nervis 13 extus prominentibus, venulis transversalibus haud raro bene 
conspicuis conjunctis; palea lanceolata, apice obtusa, 2-carinata, ad carinas 
anguste implicata, carinis alatis, alis apice latioribus truncatis et breviter 
ciliolatis, basin versus angustatis; staminibus 6, filamentis connatis, anthe- 
ris liberis angustis, vel in flore sterili rudimento squamiformi elongato- 
lineari; flore supremo femineo, gluma florente et palea fere aequalibus 
membranaceis, breviter pilosis, convolutis, paleae nervis 2 magis prominu- 
lis carinarum speciem simulantibus; ovario glabro, anguste oblongo, stilo 
apicem versus parum incrassato, in stigmata tria, anguste cylindracea, 
obtusa, papillis brevibus dense obtecta partito, caryopsi Juniore ovata, still 
basi incrassata, fere caryopsi aequilata, persistente terminata; lodiculis 
6 minimis, lanceolatis, basi obtuso-sagittatis; rhachilla supra flo- 
rens femineum in squamam brevem, crassam producta. 

Die sterilen Halme sind 50—70 em hoch; die Blattspreite ist 47—48 cm lang und 
5,5—7,5 cm breit, die Scheide 2,5 em; die fertilen Halme sind 50 cm hoch, der Blüten- 
stand ist circa 3 cm lang, die Hüllspelzen circa 5,6 und 40 mm; die Deckspelze der 
männlichen Blüte ist 44 mm lang, der Tubus der Staubfäden 3 mm, die Antheren 3 bis 
3,5 mm; der Griffel ist 6 mm lang, die Narben eben so lang. 

Kamerun: Bipinde, im Unterholz des Urwaldes an den Bakuko-Bergen 
(Zenker n. 2074 — blühend im Mai 1889). 

Die Art ist sehr ausgezeichnet durch die Trennung der fertilen und sterilen Halme, 
die nur 4 großes Blatt an der Spitze tragen, sowie durch die fast stielrunden, nur we- 


nig zusammengedrückten Ahrchen. 


Beitrag zur Flora von Mattogrosso. 


Botanischer Bericht über die Expedition von Dr. Herrmann Meyer 
nach Central-Brasilien 1899. 


Von 


Robert Pilger. 


Mit einer Karte als Textfigur. 


Im Beginn des Jahres 1899 unternahm Dr. Herrmann Meyer seine 
2. Expedition zur Erforschung der Indianerstämme im Quellgebiete des 
Xingu, auf der ich ibn begleitete. Wir langten Anfang Februar in der 
Hauptstadt von Mattogrosso, in Cuyabä, an, wo wir uns bis Mitte Marz auf- 
hielten. Die Expedition zog von Cuyabä nach Rosario!) und von dort aus 
im Thale des Rio Cuyabä bis in dessen Quellgebiet, dann über die Wasser- 
scheide zum Paranatinga zur Aldea der Bakairi-Indianer. Der Paranatinga 
wurde überschritten und dann eine nördliche Richtung verfolgt, bis wir auf 
den Quellfluss des Ronuro stießen. Hier schiffte sich die Expedition unter 
Führung von Dr. Mryer in Canoes ein und verfolgte den Flusslauf abwärts, 
während ich mit einigen Leuten zurückblieb und dann zu Lande über 
Campgebiet nach Überschreitung der Quellflüsse des Jatobä und Batovy 
zum oberen Kulisehu zog. Hier blieb ich von Ende Juni bis Mitte Sep- 
tember, zu welcher Zeit die Expedition, die den Ronuro hinabgefahren 
und dann den Kulisehu heraufgefahren war, an meinem Lagerplatz ein- 
traf. Von hier aus wurde dann der gemeinsame Rückweg nach Cuyabä 
angetreten, wo wir Ende October wieder eintrafen. Die von mir im Ver- 
laufe der Expedition angelegte Sammlung von Phanerogamen bearbeitete 
ich selbst am Berliner Botanischen Museum, dessen Sammlungen zu be- 


1) Die Karte des Gebietes ist nach der Karte Herrmann Meyer’s in Verh. 
Gesellsch. für Erdkunde, Berlin 1897, entworfen; eine umfangreichere und genauere, 
wenn auch nach den neuen Forschungen in einigen Punkten zu verbessernde Karte 
les Gebietes ist in dem berühmten Reisewerk von K. von DEN StEisen: »Unter den 
Naturvölkern Central-Brasiliens« gegeben. 


128 R. Pilger. 


nutzen mir Herr Geheimrat Professor A. Enever gütigst gestattete, während 
die Bearbeitung der Kryptogamen von einigen Specialforschern übernommen 
wurde; die Aufzählung der Pilze von Herrn P. Hennines erschien 1900 in 
der Hedwigia. Die Bestimmung der Exemplare einzelner Familien erhiel 
ich von Monographen, die bei der Aufzählung der Bestimmungen namhaft 
gemacht sind. Diesen Herren, sowie mehreren Herren am Botanischen 
Museum, die mich gütigst unterstützt haben, sage ich meinen besten Dank; 
zu ganz besonderem Danke bin ich Herrn Professor Dr. K. Scuumann ver 
pflichtet, der mich stets in freundlichster Weise durch seine ausgebreitete 
Pflanzenkenntnis unterstützte. 


Neuere Arbeiten über die Flora von Mattogrosso. 


Die Kenntnis der Flora des Staates Mattogrosso ist gerade im letzten 
Jahrzehnt durch Arbeiten floristischen und pflanzengeographischen Inhaltes 
wesentlich gefördert worden. Zu nennen ist hier besonders die Arbeit von 
Spencer Le M. Moore »The Phanerogamic Botany of the Matto- 
grosso Expedition 1891 —92« (Trans. Linn. Soc. IV, 3, [1895]. Spencer 
Moore hat in diesem Berichte zahlreiche neue Arten und mehrere neue 
Gattungen veröffentlicht. Die Arbeiten und Sammlungen früherer Zeit, die 
sich auf Mattogrosso beziehen, sind in der Einleitung angegeben. Besonders’ 
ist von Wert der Versuch, die Flora von Mattogrosso mit der anderer 
Provinzen Brasiliens in Verbindung zu setzen. So reichhaltig auch die 
Sammlungen sind, die im Laufe der Zeit durch eine große Anzahl von 
Sammlern aus der Pflanzenfülle Brasiliens heimgebracht sind und die zu 


Verhältnis noch unsere Kenntnisse der Pflanzengeographie des Landes, wenn 
man umfassende Vergleiche der Formationen großer Gebiete verlangt. Na: 
mentlich ist auch die Einteilung der einzelnen Gebiete nach ihren Forma 
tionen auf natürlicher Grundlage noch nicht erreicht. Einzelne Arbeiten, 


Hinsicht eine treffliche Grundlage geben. Auf die pflanzengeographischen 
Jemerkungen in der Arbeit von Spencer Moore wird noch in dem betrel- 
fenden Abschnitt eingegangen werden. ‘4 

Treffliche Beiträge zur Kenntnis der Flora von Mattogrosso liefert 
Gust. Matme mit der Bearbeitung einzelner Familien der Reenerr'schen 
Sammlungen und eigener Sammlungen, die er auf seiner Forschungsreis 
1892-94 zusammenbrachte. Auf dieser Reise hielt er sich auch länge 
Zeit in Mattogrosso auf, und sammelte besonders in der Nähe von Cuyabé 
Die Arbeiten, die meist in Kongl. Svenska Vetenskaps-Akademiens Hand 
lingar und im Bihang dazu 1896—1900 erschienen sind, sind sowohl durch 
sichere Bestimmungen zahlreicher Arten und durch monographische Be 


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Beitrag zur Flora von Mattogrosso. 129 


rheitung klemerer Gruppen wertvoll als durch zahlreiche Bemerkungen 
ber morphologische und biologische Eigentümlichkeit der Flora und dureh 
emerkungen über Verbreitung der Arten. 

Nicht unerwähnt mögen bleiben die Arbeiten von C. Liıxpwans, die 
ich teilweise auch auf die Flora von Mattogrosso beziehen und in derselben 
eitschrift wie die obigen erschienen sind: Leguminosae austroamericanae 
1899, Palmae 1900, Cyperaceae 1900, ferner: Morphologie und Biologie 
iniger Blätter 1900. 

Endlich sind zu erwähnen 2 Arbeiten von J. Barsosa Ropricvss: 
Palmae mattogrossenses (Rio de Janeiro 1898) und Plantae mattogrossenses 
Rio de Janeiro 1898). Das Werk über Palmen ist ein wertvoller Beitrag 
zur Kenntnis der Flora von Mattogrosso, da gerade die Kenntnis der ver- 
jreiteten Palmen bisher ganz brach lag; genaue Angaben über Verbreitung 
er Palmen im Gebiet, gute Analysen nebst schönen Abbildungen zeichnen 
lie Abhandlung aus. In der zweiten werden einige neue Arten aus der 
lora von Mattogrosso beschrieben, von denen eine Anzahl nicht aufrecht 
erhalten sind Nach Ros. E. Fries (Beiträge zur Kenntnis der süd- 
merikanischen Anonaceen) ist Anona macrocarpa Barb. Rodr. = À. crassi- 
lora Mart., Anona cuyabensis Barb. Rodr. — A. dioica St. Hil., ferner ist 
lalacocarpus heptacanthus Barb. Rodr. = Echinocactus alteolens K. Sch. 


= LE Systematische Aufzählung der Arten. 


J . 
ii | Alismaceae. 
Lophiocarpus guianensis (Kth.) Mich. in DC. Monogr. II. 62. 
Mattogrosso: gesellig in kleinen Teichen und Tümpeln, auf sumpfigen 


tellen bei Cuyabä {n. 287. — Blühend im März 1899), 


1 Gramineae. 

_ Anthaenantia lanata (Nees) Bth. {Agrost. bras. 84). 

- Mattogrosso: oberes Cuyabäthal (n. 424. — April 1899). 

Isachne calvescens (Nees) Döll y. pilosa Düll in Fl. Bras. I. 2. 286. 
- Mattogrosso: zerstreut im trocknen Uferwald am Ribeiron Rocque 
m oberen Paranatinga. (n. 564. — Mai 1899). 

_ I. polygonoides (Lam.) Döll {Eneycl. Méth. IV. 742). = Panicum 
achyspermum Nees). 

Mattogrosso: sumpfiges Ufer eines Baches bei der Piava (n. 556. — 
pril 1899). | | 

- Ichnanthus pallens (Sw.) Düll (Prodr. 23). 

… Mattogrôsso: gesellig im Gebüschschatten an einem Bach bei Cuyabä 
. 316. — März 1899). 

Botanische Jahrbücher. XXX. Bd. 9 


130 R. Pilger. 


Helopus grandiflorus Trin. Spec. Gram. XXIV. t. 278. | 

Mattogrosso: zerstreut auf offenen, steinigen Hügeln bei Cuyabä 
in. 215 et n. 231 — Februar 1899); häufig zerstreut auf trockenen Wieser 
im Cuyabäthal oberhalb von.Rosario (n. 423 — April 1899). 

H. punctatus (Lam.) Nees Agrost. bras. 16 (= Eriochloa pune- 
tata Ham.). 

Mattogrosso: Ufer des Rio Cuyabä, zwischen Corumbä und Cuyabä 
(n. 152. — Februar 1899). | 

Paspalum barbatum Nees «. glabrum Döll in Fl. Bras. IL 2. 108. 

Mattogrosso: häufig zerstreut im diehten Gebüsch im Serradao bei 
Cuyabä auf Sandboden (n. 219. — Februar 1899); zerstreut im Camp im 
Quellgebiet des Batovy (n. 678. — Juni 1899). 

Var. scabra Pilger n. var. foliis lamina supra et subtus scabra, va 
gina foliorum inferiorum breviter hispido-villosa. Häufig zerstreut an Bach 
ufern im Thale des Cuyabä de larga (n. 521. — April 1899). 

P. Burchellii Döll in Fl. Bras. II. 2. 42. 
»Valvula inferiore papillis majusculis tuberculata«; bildet kleine Rasen von flachen, 
lineal-lanzettlichen, stark weißlich zottig behaarten Blättern mit mehreren zierlichen 


Halmen. 
Mattogrosso: auf feuchtem Sand am Rande eines Baches am Fuße 


der Serra das Pedras im Cuyabäthal (n. 487. — April 1899). 

P. chrysodactylon (Trin.) Döll (Act. Petrop. 4835 p. 197). 

Mattogrosso: häufig zerstreut im leichten Rasen auf offenen, stei- 
nigen Hügeln bei Cuyabä (n. 225 et n. 236. — Februar 1899). 

P. conjugatum Berg in Act. Helvet. VII. 429. 

Mattogrosso: kriechend an sandigem Uferhang am oberen Ronuro 
(n. 605. — Mai 1899). 

P. distichophyllum Kth. Nov. Gen. I. 86. 

Mattogrosso: gesellig an kleinen, sandigen Bachabhängen im Quells 
zebiet des Jatobä ({n. 657. — Juni 1899). 

P. eucomum Nees Agrost. bras. 37. 

Matlogrosso: gesellig kleine Sandsteinplateaus und offne, flache Hiüge 
im oberen Guyabäthal bedeckend (n. 466 et n. #77. — April 1899). 

P. Faleula Döll in Fl. Bras. II. 2. 60. 

Mattogrosso: gesellig in kleinen Wasserlachen auf Sampfboden am 
Waldrande am Corrego d’estival im oberen Cuyabäthal (n, 496. — April 1899) 

P. heterotrichum Trin, Spec. Gram. XXIV. I. 285. | 

Mattogrosso: zerstreut auf offenem, steinigen Terrain am Fuße der 
Serra das Pedras im Cuyabäthal (n, 475. — April 1899). | 

P. immersum (Trin.) Nees (Act. Petrop. 1835 p. 197). 

Mattogrosso: steinige Abhänge bei Cuyabä (n. 394. — April 1899); 
zesellig auf Sandlächen im Guyabäthal oberhalb von Rosario (n, 458. 
\pril 1899), 


Beitrag zur Flora von Mattogrosso. 131 


P. lanciflorum Trin. Spec. Gram. XXIV. t. 286. 
Mattogrosso: zerstreut auf offenen, steinigen Hügeln mit schwacher 
Grasnarbe bei Cuyabä (n. 275 et 281. — März 1899). 


P. malacophyllum Trin. Spec. Gram. XXIII. t. 271. 
Mattogrosso: zerstreut am Waldrand an einem Bache im Guyabaäthal 
‘oberhalb von Rosario (n. 466. — April 1899). 


P. parviflorum Rhode apud Flügge Monogr. 88. 

Mattogrosso: gesellig auf offener Sandfläche an der Bandeira bei 
Cuyabä (n. 344. — März 1899); gesellig steinige Uferabhänge des Quell- 
flusses des Rio Ronuro bedeckend (n. 589. — Mai 1899). 


P. platycaulon Poir. Enc. V. 34. 

Mattogrosso: gesellig im Uferwald der Bandeira bei Cuyabä (n. 338. — 
März 1899); gesellig an sandiger Barranca am oberen Paranatinga (n. 558. — 
April 1899). 

P. plicatulum Michx. var. villosissima Pilger n. var.; culmis 
80 em altis; vagina imprimis foliorum superiorum densissime sericeo-villosa ; 
lamina = breviter villosa. 

- Mattogrosso: auf trockenen Wiesen im Cuyabäthal oberhalb von 
Rosario gesellig an einzelnen Stellen, die dicht bewachsen silberweiß er- 
scheinen (n. 440. — April 1899). 


Var. leptogluma Pilger n. var. glumis quam in typo tenuioribus, 

fragilibus, parce puberulis, concoloribus, medio haud nigrescentibus. 

Mattogrosso: häulig zerstreut auf sandigem Boden bei Cuyaba und 
Rosario (n. 335 et 422. — März und April 1899). 

Die Art ist sehr variabel; die beiden angeführten Varietäten unterscheiden sich 
habituell beträchtlich; die letztere hat lineale, flache, lang gespitzte, kahle Blätter. 

P. stellatum Flügge Monogr. 64. 

Mattogrosso: Wiesenstellen an Bächen im Serradao bei Cuyabä 
(n. 233. — Februar 1899); dichte Rasen zerstreut auf sumpfigem Boden im 
Cuyabathal (n. 502. — April 1899); gesellig auf trockenen Wiesen im Cuyabä- 
“thal (n. 509. — April 1899). 

P. trachycoleon Steud. Syn. Gram. 28. 

Mattogrosso: gesellig auf trockenem Sandsteinboden an einem aus- 
“getrockneten Bachlauf am oberen Ronuro (n. 610. — Mai 1899). 


Panieum adustum Nees var. mattogrossensis Pilger n. var.; culmo 
basi vaginis inferioribus semet ipsas tegentibus arcte obtecto; foliis culmeis 
lamina firmiore, plana, lineari, Jongissime acuminata, acuta, glaberrima, ad 
#0 cm longa et 7 mm lata; vaginis internodiis culmi multo longioribus; 
Spieulis ovato-lanceolatis, oltusiusculis, 2,5 mm longis et plus qnam I mm 
latis, glumis vacuis 2 aequilongis, breviter hirsucis. 

~Mattogrosso: bei Cuyaba (n. 508. — März 1899). 


9% 


132 nT oR, Pilger. 


P. ansatum Trin. Spec. Gram. XXIV. t. 279. 
Mattogrosso: gesellig auf freieren Stellen auf steinigem Boden im 
Serradäo bei Cuyabä (n. 164. — Februar 1899); gesellig auf Sandsteinboden 
im Thale des Cuyabä de larga (n. 507. — April 1899). | 

P. capillaceum Lam. Ill. I. 478. 

Mattogrosso (n. 376). 

P. cayennense Lam. Ill. 908. 

Die zahlreichen Formen dieser Art zeigen in Wuchs und pa eatin 0 Über- 
gänge. Der eigentümliche Habitus wird durch die zahlreichen seitlichen Rispen hervor 
gebracht, die sich zu einem dichten, großen Blütenstand vereinigen; dieser Habitus 
seht bei den brasilianischen Formen vielfach durch weniger reiche Blütenentwickelung 
verloren. : 

Var. campestris (Nees) Pilger (=P. campestre Nees Agrost. bras. 197). 

Mattogrosso: gesellig im trockenen Grasland an offenen Stellen im 
Serradäo bei Cuyabä (n. 222. — Februar 1899); Cuyabä, an sonnigen Stein 
abhängen mit Aristida capillaris und Paspalum immersum (n. 396 — 
April 4899); zerstreut auf fast vegetationslosem Sandsteinboden m Thale 
des Cuyabä de larga (n. 526. — April 1899). 5 

Panicum panicula capillari, erecta ... pedunculis strictis ...., vaginis foliisque 
angustis, villosis. Niedrige Pflänzchen mit mehreren verzweigten, mehr oder weniger 
geknieten Halmen; die Blätter sind schmal lanzettlich bis lineal, flach; Spreiten und 
Scheiden sind dicht mit steifen, auf. Warzen stehenden Haaren besetzt; die Rispen 
sind klein mit kurzen, wenigblütigen Zweigen, die auch zur Blütezeit nicht oder nur 
wenig spreizen. 

Var. typica Lam. Ill. n. 908. | 

Mattogrosso: feuchter, grasbedeckter Boden an einem Bache bei 
Cuyabä (n. 208. — Februar 1899). | 

Hochwüchsiger als vorige Varietät; zahlreiche, zierliche, mehr oder weniger g0- 
kniete Halme; die Spreiten sind dünn, schmal lanzettlich, kahl, die Scheiden, besonders 
der unteren Blätter schwach mit steiflichen, auf Warzen stehandeh Haaren hesetaty 
zahlreiche, kleine Rispen mit zierlichen, BD N Zweigen. 

Var. quadriglumis Döll in Fl. Bras. I. 2. 220. | 

Mattogrosso: häufig zerstreut auf offenen, steinig sen Hügeln bei 
Cuyabä (n. 237. — Februar 1899). 

Halme bis 40 cm hoch, nur wenig zusammenhängend, mit einzelnen kleinen Inno- 
valionen, aufrecht, wenig verzweigt; die Spreiten sind lineal, 8—4 mal länger als bei 
der var, campestris, oberseits fast kahl, unterseits dicht mit weicheren Haaren als bei 
dieser Varietät bedeckt, die Scheiden sind stark behaart; wenige zierliche Rispen mil 
abspreizenden Zweigen. Von der typischen Form weicht diese Varietät durch xerophy: 
lische on in anderer Richtung als die var, campestris ab. | 

Var, divaricata Döll in Fl, Bras, IL 2. 220 (= P. RudgeikR. et Sch.) 

Mattogrosso: auf sandigem Bachabhang am Fuße der Serra da 
Pedras im oberen Cuyabäthal (n, #97 — April 1899), by is | 

»Forma glumis magis acuminatise; mit wenigen, kräftigen, extravaginalen Innovg 
lionen; die Halme sind 4 m hoch mit großer Rispe mit abspreizenden Zweigen; di 
Spreiten sind lang, breitlineal, beiderseits dicht anliegend weich behaart, die Scheider 
ind dicht mit langen, steiflichen, auf Warzen stehenden Haaren bedeekt, 


i= Beitrag zur Flora: von Mattogrosso, 133 


| P. fasciculatum Sw. >. flavescens (Sw.) Nees Agrost. bras. 152 
-. Mattogrosso: auf feuchtem, grasbedeckten Bode 
 Cuyabä (n. 204. — Februar 1899). 
» P. filiforme L. sp. 57. 
A 


Mattogrosso: auf trocknem, steinigen Boden bei Cuyaba (n. 319, — 
“Marz 1899). 


n an Bachufern bei 


P. inaequale Pilger n. sp.; culmo gracili, simplici, 50—60 cm alto, 
“pasi vaginis foliorum inferiorum simpliciter plicatis arcte involucrato; foliis 


Jamina lineari, sensim longe angustata, acutiuscula, plana, basin. versus 


 parum angustata, supra et subtus Æ dense pilis longioribus e tuberculis 
“enalis inspersa, 15 cm longa et ad 8 mm lata, nervis parallelis prominen- 
“libus, vagina eodem modo ac lamina pilosa, profunde striata; panicula 
gracili, ambitu ovata, laxa, ad 15 cm longa; rhachi striata, scabra; ramis 
“putulis, tenuissimis, flexuosis, nigrescentibus, teretibus, singulis vel 2 arcte 
“approximatis, paucifloris, jam basi ramulosis, ramulis distantibus, brevibus, 
plerumque 2- spiculatis, jam basi in pedicellos 2 partitis, pedicello uno 
longissimo 15 mm longo, altero 3—6-plo breviore, utroque spiculam unicam 
gerente; spicula glabra; gluma prima parva tertiam vel quartam spiculae 
_partem aequante, tenuiter membranacea, rotundato-ovata, obtusa, nervis 3 
“parum conspicuis ; gluma secunda tenuiter membranacea, a truncata 
‘spiculae basin circumdante, medium spiculae aequante, duplo latiore quam 
longa; nervis 5 parum conspicuis, gluma tertia rigescente, ovata, obtusa, 
2 mm parum superante, nervi medii loco extus sulca angusta instructa, 
nervis lateralibus 2 parum conspicuis paleam aequilongam et paulo latiorem 
et florem masculum fovente; gluma quarta florente aequilonga, ovata, ob- 
‘tusiuscula, margine implicata, chartacea, albido-nitente postea fusco-nitente, 
nervis 3 parum conspicuis; palea aequilonga rigescente, flore hermaphrodito. 
» Die Art zeigt Verwandtschaft mit Panicum pterygodium Trin., auf das von NEEs 
eine eigene Gattung begründet wurde (Otachyrium junceum Nees Agrost. bras. p. 271), 
von der es dort heißt: proximum accedit hoc genus Isachne genert Brown. Doch 
“ind bei Jsachne die unteren Spitzen, die meist stehen bleiben, länger und gleich groß. 


$ Mattogrosso: zerstreut auf sumpfiger Wiese an der Piava (n. 499. — 


April 1899). 


na 


Meee. latifolium L. sp. pl. I. 58. 


3 Halme bis 3 m hoch; zahlreiche, dicht bei einander stehende Halme aus dem 
 Rhizom. 
7 


Mattogrosso: auf AREA Boden im Uferwald am Rio Nobre 


= April 1899); auf sumpfigem Boden im Gebiisch an einem Buriti- 
Pi, am oberen Kulisehu (n. 722. — Juli 1899). 


‘a 
MP laxum Sw. Prodr. 23. 
bs Halme kriechend, im unteren Teil an dem Knoten bewurzelt und teilweise ver- 


‚ästet. 
=  Mattogrosso: am sandigen Uferrand am oberen Ronuro (n. 619. 
Mai 1899). | 


134 R. Pilger. 


P. loliiforme Hochst. in Pl. Hostmann n. 1071. 
Mattogrosso: gesellig an freien, etwas feuchten Campstrecken bei 
Cuyaba (n. 269. — Februar 1899). | 
P. olyroides Kth. Nov. Gen. I. 102. (= P. proboseideum Trin.). 
Mattogrosso: in dichten, wenighalmigen Rasen zerstreut auf feuchte 
Sandfläche im Cuyabäthal oberhalb von Rosario (n. 46%. — April 1899); 
zerstreut im Serradao bei Rosario (n. 441. — April 1899). | 
P. petrosum Trin. Spec. Gram. XXIV. t. 280. (= Thylothrasya 
petrosa Döll.). | 
Die unterste, äußerst reducierte, zart membranöse Hüllspelze ist abfallig, wenigstens 
habe ich sie in älteren Ahrchen oft nicht constatieren können; die dritte Hüllspelze zer- 
reißt bei der Reifeentwickelung der Blüte bis zum Grunde, in der Achsel trägt sie eine 
Vorspelze häufig mit entwickelten Staubblättern. | 
Mattogrosso: an Wegrändern im Serradao bei Cuyabä (n. 283. — 
März 1899). 
Var. mollis Pilger n. var.; vagina et lamiha imprimis foliorum in- 
feriorum dense molliter longe patenter villosa. 
Diese Varielät hebt sich von der typischen Form, die auch schmalere Blattspreiten 
hal, scharf ab, doch sah ich Exemplare der Art aus Goyaz, die bedeutend schwächer 
behaart sind, aber dieselbe Form der Haare zeigen. 
Mallogrosso: zerstreut auf trockener Wiese bei der Fazenda Janjo 
am Corrego fundo (n. 527. — April 1899). 
P. pilosum Sw. Prodr. 22. 
Mattogrosso: Ufer des Rio Cuyabä, zwischen Corumbä und Cuyaba 
(n. 453. — Januar 1899). 
P. procurrens Nees Agrost. Bras. 130. 
Matlogrosso: sehr häufig an offeneren Stellen im Serrado bei Cuyabä 
n, 234. — Februar 1899). 
P. robboellioides Kth. Nov. Gen. I. 96. | 
Mattogrosso: gesellig auf trockenen, steinigen Ilügeln im Serrado bei 
Guyabi, locker den Boden bedeckend (n. 238. — Februar 1899). 
P. Schumannii Pilger n. sp.; caespitosa; culmis gracilibus, ereclis, 
70—80 em altis, e nodis inferioribus nonnumquam ramosis, culmo proptet 
vaginas internodiis breviores ex parte libero, glaberrimo, tereti; foliis laminé 
lineari, apicem versus anguslata, acula, erecta, pilis longioribus, patentibus, 
luberculis enalis imprimis margine hirsuta, vagina foliorum inferiorum brevi, 
1-5 em longa, internodio duplo breviore, foliorum superiorum nonnumquam 
multo Jongiore, vagina foliorum inferiorum dense pilis rigidis e tubereuli 
enatis hirsula, superiorum plerumque glabra, laevi, vel ad marginem ta 
um pilis illis instructa; spicis ad apicem ramorum. solitariis, plerumque | 
vagina folii supremi longe exsertis; pedunculo gracili, glabro; spicis ad 
basin phyllis duobus basi connatis, dorso spicae basi affixis 
parvis, Jinearibus, acutis, 4—5 mm longis instructis; rhachi spl 


tés) A 


Beitrag zur Flora von Mattogrosso. 135 


“carum simplieiter plicata, quam spieularum longitudo latiore, 6 mm lata, 
“praeter marginem dense longius e tuberculis aureo pectinato-cilia- 
tam glaberrima, ciliis 2—3 mm longis; spiculis uniseriatis, parvis, albo- 
“nitentibus glabris, 3 mm longis; glumis 4; prima minima rotundata, tenuiter 
membranacea; secunda duplo longiore, parva spicula quintuplo 
breviore, deltoidea, glabra, tenuiter membranacea, glumis basi inter 
se connatis, parce eiliolulatis; tertia rigide chartacea, ad basin us- 
que fissa, glabra, paleam membranaceam aequilongam et florem masculum 
staminibus tribus, obscure violaceis fovente; gluma florente paulo breviore, 
rigide chartacea, ovata, acuta, apice parcissime ciliolulata; palea aequilonga, 
glabra; flore hermaphrodito, stigmatibus exsertis, nigris, dense plumosis. 
r Die Art ist verwandt mit P. thrasyoides Trin., bei welcher Art die erste Spelze eben- 
falls sehr reduciert ist. Auffallend ist bei der neuen Art die sehr starke Verkürzung 
der 2. Spelze, die zart membranös ist. 

Mattogrosso: häufig zerstreut auf Bachwiesen im Quellgebiet des 
_Batovy (n. 683. — Juni 1899). 


+ 


P. vilfoides Trin. @. fluviatile (Nees) Döll in Fl. Bras. IL 2. 232. 
ë Mattogrosso: unter Gebüsch auf sumpfigem Boden an Bachufern im 
“Quellgebiet des Batovy (n. 687. — Juni 1899). 


€ 


F 


3. campestre (Nees) Döll in Fl. Bras. IL 2. 233. 

Mattogrosso: zwischen Sandsteinblöcken am Ufer des Quellflusses 
des Ronuro (n. 646. — Mai 1899). 

Die beiden Varietäten unterscheiden sich habituell beträchtlich; bei der var. a. 
stehen die hohen Halme einzeln oder zu zweit, sind am Grunde gekniet und wurzeln 
schwach aus den unteren Knoten; die Scheiden sind breit, locker, zart membranös, die 
Spreiten lang-lineal, flach, mit zerstreuten steifen Haaren besetzt; die var. 3. ist rasen- 
bildend mit zahlreichen extravaginalen Innovationen; die Blattspreiten sind schmal linea- 
lisch, zusammengerollt. 


Oplismenus silvaticus R. et Sch. Veg. Syst. IL 481. 

Mattogrosso: gesellig im Schatten des Uferwaldes am Rio Engenho 
bei Cuyabä (n. 393. — April 1899). 

0. Burmanni (Retz) P. B. (Obs. HL 10). 

Mattogrosso: gesellig im Gebüsch am Ufer der Bandeira bei Cuyaba 
_(n. 339. — März 1899). 
5 Setaria imberbis R. et Sch. Syst. Veg. IL 491. 
h Mattogrosso: zerstreut auf trockenem, steinigen Boden bei Cuyaba 
“In. 313. — März 1899). 

Pennisetum hirsutum Nees Agrost. bras. 284. 

Mattogrosso: häufig zerstreut auf steinigem Boden im Cuyabäthal 
“bei Pedras (n. 483. — April 1899). 
; Olyra latifolia L. Sp. Pl. ed. IL 4379. 

Mattogrosso: im Uferwald am Rio Engenho bei Cuyabä (n. 388, — 
April 1899). 


136 R. Pilger. 


Imperata longifolia Pilger n. sp.; caespitosa, innovationibus extra 
vaginalibus altis; culmis erectis, 120 cm allis; foliis ad basin culmi ap- 
proximatis, vaginis sese partim tegentibus, lamina apicem culmi aequante 
erecta, 4 m longa, arcte convoluta, angustissime lineari, apice longa acumi- 
nata, tota longitudine aequilata, margine scaberrima, extus glabra, intus 
hispido-villosa, costa media intus prominente, crassissima, lamina explicata 
3—4mm lata, vagina striata, glaberrima, ligula brevi, truncata, mem- 
branacea, glabra; foliis culmeis apicem versus cito decrescentibus, lamina 
superiorum fere nulla, culmi parte suprema e vagina suprema exserta ; 
panicula angusta, cylindracea, densiflora, 20 cm longa; ramis  brevibus 
rhachi adpressis, basi paniculae plerumque singulis, ad 3—4 cm longis, a 
hast breviter ramulosis; ramis versus apicem paniculae brevissimis, densis- 
sime confertis, approximatis; spieulis inaequaliter pedicellatis, vel una fere 
sessili; pedicellis apice dilatatis, excavalis, involucro denso villorum longissi- 
morum albidorum spieulam plus duplo superantibus; glumis primis linearibus, 
tenuiter membranaceis, prima angustiore, obscure 3—5-nervis; glumis 3 et 4 
brevibus, hyalinis (gluma tertia saepius deficiente ?); palea tenuissima hya 
lina, brevi, lata, truncata, ovarium ampleetente; stamine 4; stigmatibus longis, 


plumosis, exsertis. 

Steht der Z exaltata Brogn. nahe, unterscheidet sich aber durch die Structur der 
Blatter, durch die schmale, diehtblütige Rispe mit kurzen Zweigen. 

Mattogrosso: auf feuchtem Sande am Ufer eines kleinen Baches hei 
Cuyabä; Rasen zerstreut (n. 394. — April 1899). # 

Trachypogon polymorphus Hack. 0. Montufari (Kth.) Hack. in Fl. 
Bras. IE 3. 263. 

Mattogrosso: gesellig auf trockenen Wiesen im Cuyabäthal bei Rosario 
n. 469. — April 1899). 

Elionurus latiflorus Nees ap. Steud. Syn. L 36%. alla 

Mattogrosso: zerstreut im Camp am oberen Batovy (n. 676. — 
Juni 1899). | 

Andropogon apricus Trin, in Mem, Acad. Petrop. ser. VI. vol, &. 
1836) p. 83. Lat 

Matlogrosso: häufig zerstreul auf Sandsteinboden im Thale des 
Cuvabä de larga (n. 500. — April 1899). 

A. bracteatus Willd. Sp. 4. p. 944. 

Mattogrosso: gesellig auf Wiesenstreifen an Bächen im Gebiet de 


oberen Paranatinga (n. 559. -— April 1899). 

A. brevifolius Sw. Prodr. Fl. Ind. Oce.'T. 26. 

Mattogrosso: am Waldrand am Cuyabä de larga (n. 541, — Apr 
1899). | 


A. condensatus Kth, 8. paniculatus Hack. in Fl. Bras, Il. 3. 297 
Mattogrosso: dichte Rasen mit vielen hohen Halmen zerstreut a 
lrockenem Camp am oberen Ronuro (n. 609, — Mai 1899). 


Beitrag zur Flora von Mattogrosso. 137 


- A. contortus L. Sp. ed. I. 1045. var. macroglumis Pilger n. var.; 
innovationibus brevibus, dense pubescentibus; foliis culmeis lamina supra et 
subtus == dense breviter pubescente, margine scabra; flore sessili parce 
molliter pilosa; flore pedicellato glabro; gluma prima ad 1,3 cm longa, mar- 
gine scaberrima. 

Mattogrosso: auf trockenen, steinigen Hügeln bei Cuyabä (n. 365. — 
März 1899); gesellig in einer Einsenkung im Camp im Quellgebiet des Ba- 
tovy (n. 679. — Juni 1899). 

A, fastigiatus Sw. Prodr. 26. 

Perennis, sed primo jam anno florens (Hacker, Monogr. 393); die gesanunelten 
Exemplare haben keine Innovalionssprosse, die Halme sind erst in der Blütenregion 
schwach verzweigt; sie sind fast ganz nackt, da sich die Scheiden bis zum Grund los- 
lösen, so dass man den Halmknoten über dem Scheidenknoten sicht. 

'  Mattogrosso: häufig zerstreut auf Sandboden in der Nähe der Ban- 
deira bei Cuyabä (n. 340. — März an 
” À. leucostachyus Kth. Nov. Gen. I. 187. 

Mattogrosso: häufig zerstreut auf ae in der Nähe eines 
Baches im Serrado bei Cuyabä (n. 235. — Februar 1899). 

' À, Neesii Kth. Enum. I. 494 (= Heteropogon villosus Nees). var. 
@. senuina Hack. subvar. Gardneri Hack. 

Mattogrosso: häufig zerstreut auf Sandboden im Guyabäthal ober- 
"halb von Rosario (n. 465. — April 1899). 

Var. @. genuina Hack., subvar. leiophylla Hack. 

Mattogrosso: Cuyabä (n. 260. — März 1899). 
© Var. 8. dactyloides Hack., subvar. Selloana Hack. 
| Mattogrosso: gesellig an steinigen Abhängen von Hügeln im Quell- 
gebiet des Batovy (n. 674. — Juni 1899). 


Var. 6. dactyloides Hack. suvar. glabrescens Pilger; foliis lamina 
glabrescente, villis sparsis, perlongis, e tuberculis enatis Inden racemis 
3 vel pluribus fasciculatis; spiculis omnibus minus dense villosis. 

Mattogrosso: zerstreut auf steinigem Boden am Fuße der Serra das 
Pedras im Cuyabäthal (n. 491. — April 1899). 


A. palustris Pilger n. sp. innovationibus extravaginalibus, perpaucis ; 
foliis rigidis lamina implicata, basin versus pilis inspersa; culmis elatis 
tenuibus, strictis, vaginis magna ex parte liberis, 1 m altis; vaginis ad basin 
eulmi dorso carinato-complicatis, distiche invicem sese amplectentibus; foliis 
lamina angustissime lineari, ad apicem aequilata, breviter rotundato-acumi- 
hata, plerumque simpliciter plicata, extus glabra, intus ad basin pilis nonnullis 
longis inspersa, apicem versus parce scaberula, foliorum ad basin culmi 
ad 20 cm longa, 4 mm lata, versus apicem culmi multo breviore; vagina 
arcta, striata, glabra, ligula brevi, membranacea, truncata, glabra; inflores- 
centia depauperata elongata; ramis longe. distantibus, elongatis, tenuibus, 
parce ramulosis, spicas paucas producentibus; spathis propriis angustis, 


138 ~ KR. Pilger. 


rufescentibus, spicae solitariae basin plerumque amplectentibus; spicis 
solitariis paribus spicularum 6--8, articulis tenuioribus, apicem versus 
parum incrassatis, breviter foveolato-appendiculatis, duas tertias partes floris 
feminei longitudine aequantibus, margine et extus dense imprimis apicem 
versus longe albido pubescentibus; flore sessili 8; gluma prima membra- 
nacea lineari-lanceolata, 2-carinata, marginibus ad nervos implicatis, brevissime 
2-dentieulata, glabra, dorso scaberula, 4 mm longa, nervis utroque latere 3; 
secunda lanceolata, membranacea, ex nervo scabro breviter acuminata, mar- 
gine parce ciliolata, 4mm longa; tertia hyalina, enervi, lineari, 2,5 mm 
longa; quarta hyalina, apice profunde bilobata, 2,5 mm longa, inter lobos 
aristam columna pluries tortam, sub medio geniculatam, apicem versus 
breviter hispidulam, 10 mm longam emittente; palea perbrevi, truncata; 
lodiculis 2; stigmatibus 2 longis, plumosis; flore pedicellato plerumque 
tabescente; sed imprimis apicem racemi versus majore, masculo; pedicello 
3 mm longo, dense imprimis apicem versus albido-pubescente; glumis in 
spicula perfecta 5; prima membranacea, lanceolata, dorso scabra, 5 mm longa, 
nervis 5 instructa; secunda 3-nervia, nervo medio scabro; glumis reliquis 
linearibus, hyalinis, fere aequilongis. 

Die neue Art gehört dem Subgenus Schöxachyrium Hack. an; sie ist mit À. Schottii 
Rupr. verwandt, unterscheidet sich aber schon durch die unbegrannten & Ahrchen, 

Mattogrosso: auf sumpfigem Boden an einem Buriti-Bach am oberen 
Kulisehu (n. 732. — Juli 1899). 


A. Pohlianus Hack. in Fl. Bras. Il. 3. 30%. 
Mattogrosso: häufig zerstreut auf Sandflächen im Cuyabäthal ober- 
halb von Rosario (n. 459. — April 1899). 


A. semiberbis Kth. Enum. I. 489. 

Mattogrosso: häufig zerstreut auf steinigem Boden am Fube der 
Serra das Pedras im Cuyabäthal (n. 504. — April 1899); auf Sandstein- 
boden bei der Fazenda Janjo am Corrego fundo (n. 529. — April 1899). 

A. trichospirus Hack. Monogr. Andropog. 536, ex descr. determ 

Mattogrosso: im Cuyabäthal oberhalb von Rosario auf trockenet 
Wiesen viel zerstreut (n. 463. — April 1899). 

Arundinella brasiliensis Raddi Agrost. bras. 37. L 1. 

Mattogrosso: in dichten Rasen häufig zerstreut auf feuchten Wiese 
an Bächen am oberen Paranatinga (n. 573. — Mai 1899). 


Aristida capillacea Lam. Ill. Gen. 156, 

Mattogrosso: an sonnigem, steinigen Abhang bei Cuyabä (n. 404, 
April 1899). 

A. chapadensis Trin. in Act, Petrop. 1836. p. #8. 

Mattogrosso: die starren, diehten Rasen häufig zerstreut auf sar 
digem Boden im Serradäo bei Cuyabä (n. 228. — Februar 1899). 


Beitrag zur Flora von Mattogrosso. 139 


A. implexa Trin. in Act. Petrop. 1836 p. 48. 

Mattogrosso: die starren Rasen häufig zerstreut im Unterholz im 
Serradao bei Cuyabä (n. 380. — März 1899). 

A. longifolia Trin. in Act. Petrop. 1829 p. 84. 

Mattogrosso: die dichten starren Rasen häufig zerstreut auf san- 
digem Boden im Serradao bei Cuyabä (n. 307 et n. 372. — März 1899). 

A. setifolia Kth. 2. arenaria Trin. (Diss. IL 25). 

Mattogrosso: zerstreut an offenen Stellen im Serradao bei Cuyabä 
(n. 185. — Februar 1899). 

A. tineta Trin. et Rupr. in Act. Petrop. 1849 p. 414. 

Mattogrosso: zerstreut auf Sandboden bei Cuyabä (n. 379. — März 
1899); im oberen Guyabäthal (n. 445. — April 1899). 

Sporobolus acuminatus (Trin.) Hack. (Act, Petrop. 1845 p. 77). 

Mattogrosso: Cuyabä (n. 346. — März 1899). 

S. aeneus (Trin.) Kth. Spec. Gram. IL t. 23. 

Mattogrosso: zerstreut auf trockenem Sandsteinboden am Fuße der 
Serra das Pedras im Cuyabäthal (n. 506. — April 1899). 

Tristachya chrysothrix Nees Agrost. bras. 460. 

Mattogrosso: häufig im trockenen Grasland auf offenen Stellen im 
Serrado bei Cuyabä (n. 190. — Februar 1899); gesellig an trockenen, steinigen 
Abhängen der Hügel und Terrassen im Camp im Quellgebiet des Xingt. 

Trichopteryx flammida (Trin.) Bth. (= Arundinella flammida Trin. 
Gram. Spec. XXIII. t. 267). 

Mattogrosso: am Rande von Gebüschstellen auf trockenen Wiesen- 
strecken bei Cuyabä in großen Rasen (n. 268. — Februar 4899); gesellig 
auf Wiesen im Cuyabäthal bei Rosario (n. 441. — April 1899). 

Mierochloa setacea R. Br. Prim. Fl. Nov. Holl. 208. 

Mattogrosso: auf feuchtem, grasbedeckten Boden an Bachufern bei 
Cuyabä (n. 209. — Februar 1899). 

Ctenium cirrhosum: (Nees) Kth. (Agrost. Bras. 116). 

Mattogrosso: zerstreut auf trocknem, steinigen Boden bei Cuyaba 
“in. 360. — März 1899); desgleichen häufiges Campgras im Quellgebiet des 
Xingu. 

Gymnopogon biflorus Pilger n. sp.; rhizomate culmos plures steriles 
el floriferos edente, culmis erectis, apicem versus nullo modo decrescen- 
bibus, foliosis, cum panicula ad 80 cm altis; foliis culmeis numerosis, bre- 
vibus = patentibus lamina rigida, cuneato-lanceolata, e basi lata subcordata 
vel truncata tota longitudine sensim angustata, acuta, abrupte in vaginam 
angustata, + implicata vel convoluta, glaberrima, 5—7 cm longa, ad basin 
12 mm lata, vagina brevi, angusta, glabra ad marginem albido-ciliata, parte 
inferiore culmi plerumque internodiis breviore, parte superiore internodios 
aequante vel superante; panicula elongata, florendi tempore basi vaginis 
Superioribus inclusa, 30 cm longa; rhachi tenui, scaberrima; ramis erectis 


140 38 7 GR, Pilger.. 


dissitis ad rhachim paniculae tenutssimam, scaberrimam, singulis vel imprimis 
basin versus ex parte valde approximatis, elongatis, inferioribus ad 20 em 
longis ; spiculis ad ramos satis distantibus, parvis, pedicellatis, singulis, 
distichis; floribus 2 hermaphroditis et rhachilla ultra florem su- 
periorem producta glumam imperfectam et aristam gerente; 
slumis vacuis 2, inferiore breviore, anguste linearibus, 3,5 et 5 mm longis: 
longe acuminatis, nervo unico scabro; flore inferiore sessili, flore superior 
pedicello dimidium glumarum floris inferioris aequante instructo ; arista floris 
inferioris illam floris superioris paulum, aristam supremam plus duplo su 
perante; gluma  florente floris inferioris lanceolata, brevissime 2-lobata, 
3-nervia, dorso parce pilis longiusculis, rigidiusculis mstructa 2,5 mm longa, 
arista paulum sub apice abeunte, 12 mm longa; palea aequilonga, anguste 
lanceolata, tenuiter membranacea, 2-carinata; arista floris superioris 40 m 
fere aequante; rhachilla supra flores producta gluma rudimentaria et arista 
instructa. | 
Die Art ist dem G. laevis Nees habituell sehr ähnlich, doch ist bei dieser Art das 
Ährchen größer, eimblütig und die Granne kürzer. | | 
Mattogrosso: auf trocknem, steinigen Boden im oberen Cuyabäthal 
(n. 489. — April 1899). | | 
6. foliosus (Willd.) Nees Agrost. bras. 426. | 
Mattogrosso: im oberen Cuyabäthal (n. 437. — April 1899). 
Bouteloua racemosa Lag. Varied. Cienc. IL IV. (1805) 144. 
Mattogrosso: starre Rasen häufig zerstreut im Unterholz im Serradao 
bei Guyabä (n. 334: — März 1899). 
Monochaete fastigiata (Nees) Döll in Fl. Bras. IL 3. 78. | 
Mattogrosso: viel zerstreut auf trocknem, steinigen Boden am Quell- 
fluss des Ronuro (n. 594. — Mai 1899). 
Leptochloa virgata (L.) P. B. Agrost. 71. 
Mattogrosso: Ufer des Rio Cuyabä zwischen Corumbä und Guyabi 
in. 154. — Februar 1899). 
Eragrostis articulata (Schrank) Nees Agrost. bras. 502. | 
Mattogrosso: häufig zerstreut an offenen Stellen im Serrado bei 
Cuyabä (n. 475. — Februar 1899). 


3 
C 


E. interrupta (Lam.) Döll in Fl. Bras. II. 3. 157... sept 
Mattogrosso: Ufer des Rio Cuyabä zwischen Corumbä und Cuyabä 
n. 154. — Februar 1899); am sandigen Uferabhang am oberen Paranatinga 


n. 554, — April 1899). 

E. mattogrossensis Pilger n. sp; caespilosa; innovationibus extri 
vaginalibus; foliis innovationum 4 eonvolutis, villosis; culmis floriferis nue 
merosis, erectis, 50—60 cm altis, vaginis obtectis; foliis culmeis circa 5, 
lamina rigida, longa, lineari, longe sensim apicem versus anguslala, <b cone 
voluta vel plicata vel plana, == villosa, ad 30 em longa, ad 4 cm lata, hast 
lata abrupte in vaginam angustata, nervis prominentibus; vagina areta, tereli, 


Beitrag zur Flora von Mattogrosso, 141 


striata, = villosa, ore imprimis dense barbata, ligula corona pilorum strietorum, 
brevissimorum ‘formata; panicula ad 20 cm longa; rhachi glabra, inferiore 
parte tereti, apice suleata; ramis brevibus (2— em longis), solitariis, florendi 
tempore divaricatis, spiciformibus vel rarius basi parce ramulosis, ad rhachim 
longe distantibus; spiculis ad ramos distantibus solitariis vel binis, breviter 
pedicellatis, circiter 20-floris, 1 cm longis, densifloris; glumis vacuis parum 
inaequalibus, brevibus, lanceolatis, 1-nerviis, 1,5—-2 mm longis, gluma florente 
late ovata, acuta, 3-nervia, 2,5 mm longa; palea 2-costata, 1,5 mm _ longa, 
margine inflexa, dorso subcristato-ciliolata, sulcata, 

Die Art steht der E. rufescens Schult. nahe, von der:sie sich durch den: hohen, 
aufrechten Wuchs der zahlreichen Halme aus dichtem Rasen unterscheidet, sowie durch 
die Form der Blätter und des Blütenstandes. Am meisten nähert sie sich der Var. 
Pragrostis rufescens var. spiciramea Doll. Nees führt diese Var. in der Agrost. bras. 
noch nicht auf, die zwischen seiner Var. « und 3 stehen müsste. Die Ahrchenspindel 
zerbricht nach dem Verblühen unregelmäßig, doch trennen sich Deckspelze und Vorspelze: 
die letztere bleibt anfangs an der Spindel stehen. 

Mattogrosso: zerstreut zwischen Sandsteinblöcken am trocknen Ufer- 
rand des Quellflusses des Ronuro (n. 558. — Mai 1899). 
| Forma glabrescens: foliis lamina glabra. 

Mattogrosso: zerstreut an sandigen, offenen Stellen im Serrado bei 
Cuyaba (n. 223. — Februar 1899); auf offener Sandfläche an der Bandeira 
bei Cuyabä (n. 336. — März 1899). | 

E. rufescens Schult. Mant. IL 349. (= Eragrostis inconstans Nees «). 

Mattogrosso: gesellig in einer feuchten Einsenkung im hügligen 
Terrain bei Cuyabä (n. 333. — März 1899); auf offener Sandfläche an der 
Bandeira bei Cuyabä (n. 358. — März 1899). Fa 

Guadua paniculata Munro Monogr. 85. | 

. Mattogrosso: am Rande des Uferwaldes am Rio Nobre (n. 431. — 

blühend im April 1899). 


Cyperacoae. 


Lipocarpha Selloana Kth. Enum. II. 267. 
_Mattogrosso: zerstreut auf feuchtem Sandboden an einem Bache bei 
Cuyabä (n. 183. — Februar 1899). | 
Cyperus amabilis Vahl Enum. II. 318 (= C. aureus Kth. 2. auran- 
tiacus [Kth.] Bckl.). a 
Mattogrosso: häufig auf trockenem, steinigen Boden bei Cuyaba 
(n. 353. — März 1899). | u 


' 


C. Haspan L.-#. americanus Bekl. Cyp. 179. ‘ hf 
Mattogrosso: gesellig in kleinen Wasserlachen im Sumpfboden am 

Waldrande am Corrego d’estival im Cuyabäthal (n. 492. — April 1899). 
©. Luzulae Rottb. Gram. 23. t. 43. } N 


" Mattogrosso: Ufer des Rio Cuyabä zwischen Corumbä und Cuyabä 
(n. 150. — Februar 1899). Bi. 


4 


142 R. Pilger. 


Kyllinga pungens Link Hort. Berol. L 326. 

Mattogrosso: gesellig auf feuchtem Sandboden mit leichter Grasnarbe | 
an Bächen bei Cuyabä (n. 488. -— Februar 1899). 

Fuirena incompleta Nees in Fl. Bras. Il. 4. 407. 

Mattogrosso: auf sumpfigem Bachufer bei der Piava (n. 528. 
April 1899). 

Scirpus capillaris L. Mant. 321. 

Mattogrosso: häufig im Serrado bei Cuyabä (n. 163. — Februar 1899) 

Var. tenuifolia (Rudge). 

Mattogrosso: häufig auf trocknen, steinigen Hügeln bei Cuyaba 
n. 378. — März 1899). 

Se. Humboldtii Spreng. Syst. I. 213 (= Isolepis juneiformis Kth.). 

Mattogrosso: zerstreut auf trocknen, steinigen Hügeln bei Cuyaba 
(n. 386. — März 1899); häufig im Camp im Quellgebiet des Batovy (n. 675. 
Juni 1899). 

Se. paradoxus (Spreng.) Bckl. Cyp. 507. | 

Mattogrosso: sehr häufig zerstreut im trocknen Camp am oberen 
Paranatinga (n. 541. — April 1899). 

Se. xerophilus Pilger n. sp. caespite parvo, denso, culmum unieum 
emittente; culmo laevi, striato, parte superiore nudo; 50 cm alto; folüs 
rigidis, lortuosis, angustissime linearibus, breviter in apicem acutam, scan 
riosam acuminatis, extus strialis, margine breviter scaberrime ciliatis, #- 
involutis, 20 cm longis et I mm vel paulo ultra latis; vaginis apice bar 
batis; foliis inflorescentiam involucrantibus nonnullis diversa longitudine, 
basi ovato-lanceolata anguste linearibus, ad 4 em longis, foliis umbellas— 
secundi ordinis involuerantibus perbrevibus; inflorescentia satis ampla, multis 
flora, umbellam compositam formante, radiis primariis numerosis ad 40 en 
longis, iterum apice umbellam brevem gerentibus; spiculis ad pedicellos” 
singulis, ovato lanceolatis, 4—6 mm longis; squamis spiculae ovalis, aculis, 
carinatis, dorso parce brevissime puberulis, margine ciliolulatis, nervis 3 ap- 


proximalis; perigonio nullo; ovario angusto, stylo basi in bulbum parvum 
incrassato, in stigmata tria ad medium usque diviso, staminibus 3. 

Die Art gehört in die Verwandtschaft von Se. capillaris L., zeichnet sich aber 
durch höheren Wuchs aus, durch die Involueralblätter, durch zusammengesetzte Dolde 
und größere Ahrchen. \ 

Mattogrosso: zerstreut auf trocknen Hügeln im Camp bei der Piavi 
n. 533. — April 1899). 

Heleocharis chaetaria R. et Sch. Syst. II. 15%. 

Mattogrosso: zerstreut auf Sumpfwiese au der Piava (n, 522. 
April 1899). 

H. fistulosa Schult, Mant. IL 89. 

Mattogrosso: am Rande eines Teiches bei Guyabä (n, 296. — März 
1K99), | 


Beitrag zur Flora von Mattogrosso. 143 


H. sulcata Nees in Linn. IX. 294. 

Mattogrosso: am Rande eines Teiches bei Cuyabä (n. 295. — März 
1899). 

Fimbristylis diphylla Vahl Enum. IL 289. 

Mattogrosso: auf feuchtem Sandboden an einem Bache bei Cuyabä 
(n. 182. — Februar 1899); gesellig auf feuchten und sumpfigen Wiesen im 
Cuyabäthal oberhalb von Rosario (n. 410. — April 1899). 


Rhynchospora armerioides Presl Reliq. Hänk. I. 197. 

Mattogrosso: gesellig auf sandigem Boden am Rande von Tümpeln 
bei Cuyabä (n. 263. — Februar 1899); auf offener Sandfläche an der Ban- 
deira bei Cuyabä (n. 323. — März 1899). 

Rh. cephalotes Vahl Enum. Il. 237. 

-  Mattogrosso: auf sumpfigem Boden an einem Buriti-Bach am oberen 
Kulisehu (n. 722%. — August 1899). 

Rh. Minarum Stend. (= Rh. subcapitata Bekl. ex Clarke). 

Mattogrosso: häulig zerstreut auf Camp-Queimada am oberen Kulisehu 
{n. 743. — August 1899). 

Rh. pluricarpa Pilger n. sp.; humilis, caespites densos formans; radice 
fibrosa; culmis numerosis 9—10 cm altis, strietis, tenuibus, fere teretibus, 
uno latere parum sulcatis; foliis ad culmum paucis, supremo corymbum 
aequante vel parum superante; foliis rigidis, strictis vel parum curvatis, 
angustissimis, filiformibus, crassiusculis, glabris, fere teretibus, inferne sulca 
angusta instructis, breviter acuminatis, ad 5 em longis; corymbis ad apicem 
eulmi 2 parum ramosis, paucifloris, brevibus; ramulis in corymbo inferiore 
fere semper unispiculatis, in corymbo superiore indivisis vel paucispiculatis, 
patentibus, brevibus; bracteis e basi lanceolata, membranacea setaceis, ra- 
mulis brevioribus; spiculis anguste lanceolatis, floribus pluribus hermaphro- 
ditis; squamis ovato-lanceolatis vel superioribus longioribus, lanceolatis, 
plerumque e nervo breviter setaceo-acuminatis; glumis vacuis ad basin spiculae 
tantum 2, breviusculis; stylo in flore hermaphrodito tenui, longe bipartito; 
fructibus in spicula 4—5; caryopsi minima, biconvexa, apice rotundata, 
‘rostro perbrevi, depresso instructa, basi angustata, matura plumbeo-nitente, 
0,5—0,75 mm longa, lalore uno rugis latis parum impressis instrucla; peri- 
‚synio nullo. 

Verwandt mit Rh. tenuis Willd., aber unterschieden durch den niederen Wuchs, 
die schwach ausgebildeten Corymben, durch die größere Anzahl der Früchtehen im 
Scheinährchen, die sehr klein und weniger tief gerunzelt sind. 
| Mattogrosso: gesellig auf zähem Schlammboden in der Nähe eines 
Baches bei der Piava (n. 536. — fruchtend im April 4899). 


Rh. velutina (Nees) Bekl. forma glabrescens. 
Mattogrosso: zerstreut auf sumpfigem Bachufer am oberen Parana- 
tinga (n 565. — Mai 1899). 


144 , | R. Pilger. 


Rh. sp. 
‘ Mattogrosso: gesellig auf Sumpfstreifen an allen Bächen im Cuyabi 
thal oberhalb von Rosario (n. 456. — April 1899). 


Die Pflanze ist für die Sumpfstreifen an den Bächen im Gebiet sehr charakteristisch 
wahrscheinlich eine Rhynchospora; nur fruchtend gesammelt, Griffel und Staubbeutel 
sind nicht mehr vorhanden; das Perigon fehlt; die Caryopse ist cigentümlich unterseits 
mit einer breiten Riefe verschen. 


Seleria bracteata Cav. Ic. 34. t. 457. 
Mattogrosso: sumpfiges Ufer eines Buriti-Baches am oberen Kulisehu, 
mit niederliegenden, über 2 m langen: Halmen (n. 723. — Juli 4899); im 
äußeren Uferwald am oberen Kulisehu (n. 744: — Juli #899). 
S. (Hypoporum) cuyabensis Pilger n. sp.; radice fibrosa; culmis 
compluribus, adscendentibus, tenuissimis, foliosis, spica simpliei terminatis, 
ad 40 cm altis; foliis angustissimis, elongalis, tenuibus, flexuosis, viridibus, 
sensim attenuatis, glabris vel pilis nonnullis brevibus, hispidis inspersis, foliis 
superioribus imprimis apicem versus scaberulis, folis ad 20 cm et supra 
longis, ad 2 mm latis, simplieiter implicatis, vaginis angustis, inferioribus 
parce hispidulis; spica capitulorum terminali simplici, interrupta, 8—12 em 
longa; rhachi tenui, flexuosa, triquetra; capitulis basin versus longius 
(1—4,5 cm) distantibus, apicem versus approximatis; bracteis brevibus, capi- 
tulum hand aequantibus; capitulis pauci- (4) spiculatis; spiculis androgynis 
vel masculis, in spiculis androgynis spicula © spiculam G' basi amplectente; 
spicula @ 4-flora, squamis scariosis caryopsin superantibus; caryopsi 
parva ovato-globosa, apice rotundata vel parum applanata, crasse stipitata | 
lactea, nitida, distincte lacunoso-cancellata vel apicem versus echinata, peri 
zynio in rhachilla permanente, parvo, obscure trigono, parum excavato; 
spiculis cf anguste lanceolatis, squamis lanceolatis, obtusiusculis. 
Verwandt mit S. leptostachya; diese Art unterscheidet sich aber durch das Rhizom 
und die mehr oder weniger glatte, zerbrechliche Caryopse. 
Mattogrosso: häufig zerstreut auf trocknem, steinigen Boden be 
Cuyabi (n. 366. — März 1899). a 
S. hittella Sw. FI Ind. Occ. I. 93. | | 
Mattogrosso: häufig zerstreut auf sumpfiger Wiese am Corrego 
d’estival im oberen Cuyabäthal (n. 484. — April 1899). 
S. mitis Berg in Act. Holm. a. 1765. 145. t. 
Mattogrosso: viel zerstreut auf Sumpfstellen an einem kleinen Baek 
am oberen Paranatinga (n. 575. — Mai 1899). 
pratensis Nees in Act. Nat, Cur, XIX. Suppl. 124. 
Mattogrosso: Ufer des Rio Cuyabä, zwischen Corumbé und Cuyabim 
n, 459. — Februar 1899). | 
S. (Ilypoporum) pusilla Pilger n. sp.; gracilis, caepiles parvo 
formans; radice fibrosa; culmis numerosis, ereclis, tenuibus, 45—20 en 
altis: foliis nonullis distantibus instructis, foliis tenuibus ++ erectis vel paru 


—_— 


flexuosis, angustissime linearibus, sensim attenuatis, plants, glabris, ad 9 en 


u 


Beitrag zur Flora von Mattogrosso. 145 


longis et 1 mm latitudine raro superantibus, nervo medio angusto, subtus 
prominente, vaginis angustis, angulatis, glabris; inflorescentia cymosa termi- 
nali, brevi, pauci-capitulata, ramulosa; rhachi tenuissima, angulata; ramulis 
brevibus, distantibus, patentibus paucicapitulatis; capitulis distantibus, minimis, 
2—3 mm longis, subglobosis; spiculis in capitulis paucis (3), androgynis; 
squamis carinatis ovatis, brevibus, acutis vel ex nervo medio + setoso 
acuminatis; caryopsi parva, globosa, squamis parum breviore, lactea, nitente, 
distincte dense echinata, crasse stipitata, perigynio in rhachilla permanente 
parvo, parum excavato. 


Mit Sel. verticillata verwandt; diese Art unterscheidet sich aber durch einen fast 
stets einfachen ährenförmigen Blütenstand sowie eine dickere rauhe Rhachis und durch 
größere Köpfchen. 

_ Mattogrosso: am Uferabhang des Quellflusses des Ronuro (n. 596. — 
Mai 1899). 


S. violacea Pilger n. sp.; culmo 2m et ultra alto, basi repente, 
folioso, distincte trigono, nitente; foliis rigidis, patentibus, longis, late linea- 
Tibus, apicem versus sensim angustatis, basi latis, viridi-nitentibus, margine 
et nervo medio subtus scabris, ad 60 cm longis et 1—4,8 cm latis, ligulis 
valde elongatis, apice rotundatis, scariosis, vaginis acute trigonis, angulis 
scabris, inferioribus fuscis; paniculis ad apicem culmi 2, superiore majore, 
ambitu ovata vel ovato-rotundata, densa, multiramosa, 8 em longa; rhachi 
hirsuta; ramis densis, brevibus, divaricatis; spiculis masculis multo prae- 
valentibus, spiculis femineis singulis basi ramulorum spiculas masculas ge- 
rentium; bracteis infra paniculam nonullis (3) foliaceis, paniculam aequan- 
tibus vel superantibus, bracteis superioribus angustissimis, ex parte setosis; 
Spicula mascula parva, longius pedicellata, lineari, 5—6 mm longa, squamis 
lineari-lanceolatis, acutatis, fuscescentibus; spicula feminea 1-flora; squamis 
inferioribus brevibus, acuminatis, suprema lanceolato-ovata, longe acuminata, 
earyopsin duplo superante, squamis papyraceo-membranaceis, stramineis vel 
fuscescentibus; caryopsi pyramidata, distincte trigona, apicem versus angustata 
acutata, = violaceo-tincta, breviter hispidula, disco exempto 3,5—4 mm 
Tonga, lateribus basi 2,5—3 mm latis; perigynio superiore cum caryopsi con- 
juncto, trilobato, lobis brevibus, acutis, albido-nitentibus, scariosis, perigynio 
inferiore in rhachilla permanente parvo, patelliforme, margine integro. 


a 
4 


Verwandt mit S. Marti Steud., doch durch die Frucht sehr abweichend; diese ist 
bei S. Martii kaum dreieckig, oben abgerundet, viel kleiner und ungefärbt. 

| Mattogrosso: auf Sumpfboden an einem Buriti-Bach am oberen 
Kulisehu (n. 715. — Juli 1899). 
Fi Araceae. 
—  Philodendron speciosum Schott Melet. I. 20. 


Stamm bis 10 cm dick, bis 3 m lang, unverästet, mit den Narben der abgefallenen 


Blätter bedeckt, mehr oder weniger niederliegend oder fast senkrecht aufrecht, überall 


Botanische Jahrbücher. XXX. Bd. 10 


146 R. Pilger. 


mit Luftwurzeln sich an einen nahestehenden Baumstamm anklammernd, die Luft 
wurzeln mehrfach um den Stamm herumgeschlungen; Blätter an der Spitze des Stammes 
gedrängt. 

Mattogrosso: häufig am Uferhang am Quellfluss des Batovy (n. 672 
— Blühend im Juni 1899). 


Xyridaceae. 
Xyris savanensis Mig. 2. glabrata Seub. Fl. Bras. II. 4. 247. 


Mattogrosso: im Quellbach des Jatoba, auf durchfeuchtetem Boden 
zwischen Sandsteinblücken (n. 663. — Blühend im Juni 1899). 


Eriocaulaceae (det. Ruhland). 


Eriocaulon altogibbosum Ruhl. n. sp.; caule brevi vel perbrevi; 
foliis lanceolato-linearibus, obtusiusculis, glabris, nitidis, in sicco olivaceo- 
nigrescentibus, 15—23 nerviis, basi fenestratis, fragili-membranaceis; pe 
dunculis per complures (2—6) aggregatis, erectis, robustis, non tortis, solidis, 
sublaevibus, levissime 7 sulculatis; vaginis quam folia paene dimidio brevio 
ribus, laxis, striatis, glabris, oblique fissis, lamina eito destructis; capitulis 
slobosis, densifloris, floribus reflexis inconspicuis, obovatis, acutis vel acu- 
minatis, apice mox destructis, glabris, naviculari-concavis, pro ratione per 
paueis, hyalino-flavescentibus; receptaculo glabro; bracteis flores stipantibus 
anguste spathulato-obovatis, acutis, albidis, dorso pilosis; floribus trimeris, 
floris masculi partibus perigonii exterioris poslice a basi circiter ad me- 
dium spathaceo-connatis, facile solubilibus, antice fissis, interioris lobo an- 
tico quam postico paullo majore. 

Blätter 16—24 cm lang, in der Mitte 6—7,5 mm breit, fast ein wenig dicklich, 
Schäfte 32—39 cm lang, 11/3, mm dick; Scheiden 10—413 cm lang, 3—3,5 mm weit; 
Köpfehen 7—9 mm im Querdurchmesser. Blüten denen von Æ. gebbosum Koern, sehr 


ähnlich (doch vgl. oben). Färbung der Blütenhüllteile heller (weißlich-braun); Frucht: 
knoten 2-gliedrig, kugelig-eiförmig; Stylus sehr kurz; Stigmata 8, sehr lang, frei, einfach? 

Mattogrosso: gesellig im Laufe eines Buriti-Baches; die Blattrosetle 
unter Wasser, die Bliitenképfchen über Wasser. Am oberen Kulischu 
n. 757. — Blühend im Juli 1899). 


‘ Mi 

Die Art steht dem sehr variablen Æ. gibbosum Koern, zweifellos sehr nahe, so dass 

ich sie, da die Unterschiede im Blütenbau nur ganz geringfügige sind, trotz der bedeu 
tenden habituellen Differenz unbedenklich zu derselben als Varietät gestellt hätte, went 
nicht die etwas abweichende Beschaffenheit der Blätter, Involucralbracteen und Schäft 
dazugekommen wäre, Möglicherweise werden aber später noch Zwischenformen bekann 


werden, 
E. gibbosum Koern. in Mart. Fl. bras, Wh 4. 489, 
Var, mattogrossense Ruhl. n. var; differt a forma typica habitw 
robustiore (folia 144—14 em longa, medio 4,5 mm lata; peduneuli 18—20 en 
longi; capitula duriusenla); bracteis flores stipantibus albidis et peduncul 


per complures (3—7) aggregalis, 


Beitrag zur Flora von Mattogrosso. 147 


Mattogrosso: viel zerstreut im Wasser oder am feuchten Uferrand 
des Quellflusses des Ronuro (n. 586. — Blühend im Mai 1899). 


Der von der Hauptform divergenteste Typus dieser vielgestaltigen Species. 


Ths Pilgeri Ruhl. n. sp.; caule perbrevi; foliis patenti-caespitosis, 
linearibus, lanceolatis, glabris, obtusiusculis, 10—42 nerviis, basi latioribus 
ibique vix fenestratis, membranaceis, in sicco viridibus; pedunculis per nu- 
merosissimos fasciculato-congestis, folia multoties superantibus, stramineo- 
viridibus, glabris, paullum tortis, -5 costatis; vaginis laxissimis, folia eireiter 
adaequantibus, striatis, glabris, membranaceis, oblique fissis, lamina tener- 
rima, cito lacerata instructis; capitulis parvis, globosis, summitate albido- 
villosis; bracteis involucrantibus conspicuis, latissime ovatis vel orbi- 
eularibus, interioribus paullo angustioribus, obovatis et longioribus, omnibus. 
acutis et apice sparse pilosulis, mox glabris, concavis, spadiceo-brunneis ; 
Teceptaculo glabro; bracteis flores stipantibus spathulato-obovatis, 
-acuminatis, summo dorso pilosis; perigonii exterioris floris masculi partibus 
postice spathaceo-connatis, antice fissis, interioris lobis aequalibus. 

4 Blätter am Grunde 5 mm, in der Mitte etwa 3,5 mm breit, 3—5 cm lang, Schäfte 
11—14,5 cm hoch; Scheiden 5 cm lang, 2 mm breit, Köpfchen an dem vorliegenden 
f Exemplare noch sehr jung, 2,5 mm im Querdurchmesser; in denselben waren erst die 
5 Blüten entwickelt, die Q AE ich nicht gesehen. Äußere Hüllblätter spathaförmig 
a ev achsert, leicht trennbar, fast spitzlich, bräunlich-gelb, oben am Ricken behaart, 
innere Hülle tubusförmig; Zipfel derselben ziemlich gleich, a üsig, gewimpert; Stamina 6. 
Antheren dunkelolivengrün bis schwärzlich. 

Mattogrosso: zerstreut auf Sumpfboden an einem Bache bei Cuyabä 
1.239. — Blühend im Februar). 

Da die © Blüte fehlt, ist die Verwandtschaft nicht absolut sicher zu fixieren, doch 


dürfte die Art dem E. gibbosum Koern. nahe stehen. Durch die zahlreichen Schäfte 
und die Involucralbracteen charakterisiert. 


Syngonanthus caulescens (Poir.) Ruhl. (Enc. Suppl. II. 162). 


Mattogrosso: gesellig auf einer sumpfigen Wiese in der Nähe eines 
Baches in Serrado bei Cuyabä. (n. 264. — Blühend im Februar 1899). 


=: Commelinaceae. 


Aneilema semifoliatum C. B. Clarke in Trans. Linn. Soc. IV. 3. 498. 


Mattogrosso: häufig zerstreut auf Bachwiese im oberen Cuyabithal 
. 808. — Blühend im October 1899). 

Dichorisandra Aubletiana R. et Sch. Syst. Veg. VII. 4181. 

Blüten dunkellila; reich verzweigt im Gebüsch emporgehend. 

Mattogrosso: auf sumpfigem Boden im Uferwald des Rio Nobre 
. 443. — Blühend und fruchtend im April 1899). 


10* 


Sh lenges 


148 . R. Pilger. 


Amaryllidaceae. 


Alstroemeria brasiliensis Spreng. Syst. II. 81. 
Blütenblätter außen carmoisinrot angelaufen, innen gelblich weiß, rötlich angelaufen 
mit dunkelpurpurnen kleinen Flecken und grünlicher Spitze. 


Mattogrosso: selten zerstreut am Rande des Uferwaldes am obere 
Paranatinga (n. 546. — Blühend im April 1899). 


Tridaceae. 


Cipura paludosa Aubl. Guian. I. 38. t. 43. 
Mattogrosso: häufig zerstreut im Serrado bei Cuyabä (n. 189. 
Blühend im März 1899), 


Sisyrinchium elatum Hook. Ic. Pl. t. 249. | 
Mattogrosso: sumplige Wiese an einem Bachlauf im oberen Guy 
thal (n, 807. — Blühend im September 1899). 


Bromeliaceae (det. C. Mrz). 


Bromelia fastuosa Lindley Coll. fase. I. t. A. 
Dichte Rosette von stachligen, bis meterlangen Blättern; Blütenschaft 50 em hoch 
bis zum Blütenstand mit Blättern bekleidet, deren Scheiden über einander greifen; die 
oberen Blätter sind leuchtend rot, die Bracteen weiß, bestäubt; Kelch weiß; Blütenblätter 
purpurn mit schmalem weißen Rand. 
Mattogrosso: auf Sandboden im Serradao bei Cuyabä (n. 824. — 


Blühend im October 1899). 
Aechmea brachyclada Bak. Brom. 37. 


Nom, vern.: Gravatera de agua. Rosette von dickfleischigen, 75 cm langen Bliit- 
lern, die am Grunde kahnförmig erweitert sind und dicht übereinander schließen; es 
entstehen so Höhlungen, die große Mengen von Wasser enthalten; aus der Rosette er 
hebt sich der Blütenstand mit mehreren 5 cm langen rosa Hochblittern; Blütenblätter he 
rosafarben. 

Mattogrosso: Epiphyt auf Curatella im Camp am oberen Kulisehu 
'n. 758. — Blühend im Juli 1899). 

Billbergia Meyeri Mez nov. spee.; foliis margine spinulis parvis 
dense armatis, ut videtur dorso dilute vittatis; inflorescentia submultiflora, 
simplicissima, dense spicata, albo-farinosa; bracteolis maximis quam sepala 
paullo brevioribus, ovato-triangularibus, acutis; floribus sessilibus, sepalis 
lriangularibus, sensim acutis acuminulatisque; pelalis per anthesin valde re 
volutis, viridibus; ovario haud granuloso, 

Folia pauca alte tubulose conniventia, basi in vaginam angustan 
elongate triangularem dilatata, anguste linearia, apice longiuscule acumin 
lata subulata, margine spinulis vix ultra 4 mm longis, sursum hamatis aucta 
Scapus gracillimus, nutans, = albo-farinosus, vaginis superioribus rosacet 
Viicen'), late ellipticis, acutis, subinflatis, ereetis indutus. Infloreseentit 


4 
=. Beitrag zur Flora von Matlogrosso. 149 


pendula, = 140 mm longa, (petalis genitalibusque neglectis) 40 mm diam- 
metiens, rhachi densissime farinosa recta; bracteolis Æ 20 mm longis, 
suberectis vel erectis. Flores + 70 mm longi, sepalis omnibus subaequalibus 
= 20 mm metientibus, lilacinis (Pırcer!), bene farinosis. Petala lori- 
formia, apice acutiuscula, == 45 mm longa, infime ligulis binis grosse cre- 
natis, reflexis aucta. Stamina petala optime superantia his revolutis per 
anthesin ulterius porrecta; filamentis ser. IL a petalis liberis; antheris per- 
anguste lineraribus = 13 mm longis, apice acutiusculis, equitantibus. 
“Ovarium sulcatum, dense farmosum, = 7 mm longum, apice constrictum 
nee ibi sepalorum basi latius; tubo epigyno maximo (4—5 mm), urceolato; 
stylo antheras paullo superante. 

Obs. Ex bracteis maximis absque ullo dubio bellbergiae incarnalae 
proxima, tamen toto coelo et habitu et characteribus distineta. 

Mattogrosso: Epiphyt auf verschiedenen Bäumen im Uferwald am 
oberen Kulisehu (n. 705. — Blühend im Juni 1899). 


Scitamineae. 


Heliconia cannoidea Rich. Comm. Mus. 24. t. 9—10. 

Spathen orangerot; Stengel bis 2,5 m hoch. 

Mattogrosso: auf sumpfigem Boden im Gebüsch an Buriti-Bachen 
am oberen Kulisehu (n. 714. — Juli 1899). 

Costus spicatus Sw. Fl. Ind. Oce. 1. 6. 

Spathen rötlich; 1,5 m hoch. 

Mattogrosso: auf sumpfigem Boden im Uferwald des Rio Nobre 
{n. 438. — April 1899). 

Maranta Pohliana Koern. Prodr. mon. 44. 

Mattogrosso: auf feuchtem Boden im Uferwald des Rio Cuyabä bei 
Rosario (n. 403. — Blühend im April 1899). 


Von PErersen wurde M. Pohliana zu M. divaricata Rosc. gezogen; Sp. Moore 
(Trans. Linn. Soc. IV. 3. 486) weist wiederum auf die Unterschiede der beiden Arten hin. 


Burmanniaceae. 
Burmannia flava Mart. Nov. Gen. et Spec. I. p. M. 
Blüten citronengelb, 
2 Mattogrosso: viel zerstreut auf Sumpfwiesen. im Cuyabäthal oberhalb 
von Rosario (n. 452. — Blühend im April 1899.) 


Orchidaceae (det. R. Schlechter). 
…  Habenaria Pilgeri Schltr. n. sp.; gracilis, erecta, glaberrima; caule 
Stricto aphyllo, vaginis erectis acuminatis, rigidis, apice libera excepta 
Caulem arcte amplectentibus, sensim in bracteas abeuntibus; spica subcapi- 
tata, subglobosa, dense pluri- vel multi-flora; bracteis erectis vel erecto- 
patentibus ovata-lanceolatis acuminatis, rigidiusculis, ovarium aequantibus 


150 | R. Pilger. 


vel paullo superantibus, superioribus ovario paullo brevioribus; floribu 
fide collectoris laete aurantiacis; sepalo intermedio ovato-obtuso concavo 
trinervio, lateralibus patentibus oblique ovato-oblongis obtusis, trinerviis, 
intermedio aequilongis, vix 0,5 cm longis; petalis erectis, cum sepalo inter- 
medio galeam obtusam formantibus, oblique oblongis obtusis, sepalis paull 
brevioribus, margine anteriore ligula lineari, dimidium petalorum vix exce 
dente ornatis; labello trilobo 0,5 cm longo, lobo intermedio ligulato obtuso 
lateralibus linearibus acutis, intermedii dimidium haud excedentibus, vulg 
adscendentibus, calcare compressiusculo apicem versus paullo ampliato, ova- 
rio paulo breviore; anthera obtusissima, canalibus antherarum brevibus; 
rostello cornoso, pro magnitudine florum amplo, obtuso, brachiis porreeti 
linearibus; processubus sligmaticis clavalis obtusis, carnosis, dimidio ante 
riore decurvulis. 

Zur Gruppe der »Microdactylae« gehörend. Wie bei verschiedenen Arten aus 
dieser Verwandtschaft sind die unteren Stammscheiden tiefschwarz gefärbt. Die ganze 
Pflanze erinnert lebhaft an dichter blühende Platycorynen, ein Eindruck, der noch durch 
die bei Platycoryne auch häufige orangegelbe Blütenfärbung bestärkt wird. Infolge ihrer 
dichten, kopfförmigen Inflorescenz ist die Pflanze leicht von den anderen bisher bekann 
sewordenen Arten der Gruppe zu erkennen. 

Mattogrosso: viel zerstreut auf Sumpfwiese an einem Buriti-Bac 
am oberen Kulisehu (n. 731. — Blühend im Juli 1899). 


H. pratensis Rchb. f. in Linnaea XXI. 813. 

Blüten dunkel citronengelb. 

Mattogrosso: zerstreut auf feuchten Bachwiesen im Serrado bei 
Cuyabä (n. 226. — Blühend im Februar 1899). 


Pelexia setacea Lindl, Gen. et Sp. Orch. 482 (?). 

Blüten weiss. 

Matlogrosso: auf trocknem Camp am oberen Kulisehu selten zer- 
streut (n. 746. — Blühend im Juli 1899). 


Ponthieva Mandonii Rehb. f. Xenia Orch. IH. 18, 

Blüten weiss, 

Mattogrosso: zerstreut im Gebiischschatten auf Sandboden am Ufer- 
rand des Quellflusses des Ronuro (n. 570, — Blühend im Mai 1899) 


Galeandra juncea Lindl. Sert, Orch. sub tb. 37. 
Mattogrosso: häufig zerstreut auf Bachwiesen bei Cuyabä (n. 230. — 
Blühend im Februar 1899). 


Cattleya superba Schombgk. ex Lindl. Sert, Orch, t, 22. 

Mattogrosso: Epiphyt auf Bäumen an Bachufer im Quellgebiet des 
Jatoba: Blüten dunkel-rotviolett (n, 65%. — Blühend im Juni 1899). | 

Oncidium Sprucei Lindl. Fol. Orch, Oneid, 14. 

Mattogrosso: Epiphyt im Uferwald am oberen Kulisehu (n. 768, 
Blühend im August 1899), 


Beitrag zur Flora von Matlogrosso. 151 


Piperaceae. 

Peperomia circinata Link. Jahrb. I. 3. 64. 

Kleiner Epiphyt, mit dickfleischigen, rundlichen Blättern. 
Mattogrosso: im Uferwald am oberen Kulisehu, häufig auf Rinde 
‚verschiedener Bäume, dem Stamm fest angedrückt, größere oder kleinere 
Flächen am Stamm bedeckend (n. 790. — Blühend im August 1899). 

F. pellucida (L.) Kth. (Sp. Pl. Ed. II.-I. 42. n. 40). 

Mattogrosso: häufig auf feuchtem Boden im Uferwald des Rio Guyabä 
bei Rosario (n. 443. — Blühend im ‘April 1899). 

Piper mollicomum (Kth.) Cas. DC. in Prodr. XVI. 4. 316. 

+ Holzige, 2 m hohe Staude mit knotigem Stengel, im oberen Teil stark verzweigt. 

Mattogrosso: häufig an sumpfigem Bachufer im Quellgebiet des Batovy 
(n. 685. — Blühend im Juni 1899). 


Proteaceae. 
Euplassa inaequalis (Endl.) Engl. (Gen. Suppl. IV. 2. 87) 
Baum, S m hoch, mit aufrechtem Stamm mit heller, glatter Rinde, dichtbelaubter 
 zusammengezogener Krone, 
i Mattogrosso: im Waldstreifen eines Buriti-Baches am oberen Kuli- 
sehu (n. 766. —- Blühend im Juli 1899). 


_ Loranthaceae. 
Phoradendron latifolium (Sw.) Gris. (Fl. I. 268). 
Parasit auf Guarea trichilioides L.; 75 cm hoher, dunkelgrüner Busch. 
Mattogrosso: im Uferwald am oberen Kulisehu (n. 720. — Blühend 
im Juni 1899). 


Polygonaceae. 
Coccoloba marginata Benth. in Hook. Journ. of Bot. IV. 626. 


Schwach verzweigter, 2m hoher Strauch. 
Mattogrosso: zerstreut im Waldstreifen an einem Buriti-Bach am 
“oberen Kulisehu (n. 765. — Blühend im Juli 1899). 


Triplaris brasiliana Cham. in Linnaea VII. 139. 
2 Hoher Baum, am Grunde in mehrere gleichstarke Aste geteilt, reichblühend. 4 BI. 
“weisslich, © Bl. grünlich gelb, rosa angelaufen. 

Mattogrosso: häufig an der sandigen Barranca am oberen Kulisehu 
An. 703 of und n. 704 ©. — Blühend im Juni 1899). 


___T. formicosa Sp. Moore in Trans. Linn. Soc. 1895. p. 445. 


Männliches Exemplar. Baum, 40 m hoch; der Stamm hat am Grunde 45 cm 

D ist gerade aufrecht und trägt im FRE Teil zahlreiche Aste, die einzeln 
in Abständen stehen, im Verhältnis zum Stamm dünn und schwach, wenig verzweigt. 
Der Baum ist schwach belaubt; die kurzen Zweige tragen nur nach der Spitze zu die 
stoßen, bis 40 cm langen und 20 cm breiten Blätter und endigen mit einer großen 


152 R. Pilger. 
Blütenrispe. Die Borke ist hellgrau und löst sich in ziemlich großen, dünnen, papier 
artigen Schuppen ab. Der Baum ist von Ameisen bewohnt; der obere Teil de 
Stammes, die Äste und Zweige sind hohl und bilden ein ununterbrochenes Röhren: 
system, da auch die Querwände an den Zweigen bei den Blattinternodien mit runde 
Löchern durchbohrt sind, Die Art ist nahe verwandt mit 7. Schomburgkiana Bth 
vom Casiquiare, vielleicht nicht specifisch verschieden; in der Form und Nervatur de 
Blattes zeigen sich einige Unterschiede. 


Mattogrosso: zerstreut an der sandigen Barranca am oberen Kuli 
sehu (n. 760. — Blühend im Juli 1899). 


Aizoaceae. 


Portulaca pilosa L. Sp. Pl. 445. | 
Mattogrosso: zerstreut auf Kiesboden an offenen Stellen im Serrado 
bei Cuyabä (n. 810. — Blühend im October 1899). 


Amarantaceae. 
Iresine polymorpha Mart. Nov. Gen. IL 56. t. 153. 
Mattogrosso: in dichten, 1,5 m hohen Biischen gesellig auf sandiger 
Barranca am oberen Kulisehu (n. 775. — Blühend im August 1899). 


Gomphrena aphylla Pohl ex Moq. in DC. Prodr. XII. 2. 416. 

Mattogrosso: viel zerstreut auf Bachwiese im oberen Guyabäthal 
(n. 809. — Blühend im October 1899). | 

G. glabrata (§ Pfaffia) (Mart.) Mog. in DC. Prodr. XIII. 2. 388. 

Mattogrosso: dichte, hohe Büsche zwischen Sandsteinblöcken im 
Lauf des Corrego fundo (n. 519. — Blühend im April 1899). 

G. hygrophila Mart. ex Mog. in DC. Prodr. XIII. 2. 415. 

Pflänzchen kriechend, mit starkem Rhizom. 

Mattogrosso: häufig zerstreut auf offener Sandfläche an der Bandeira 
hei Cuyabä (n. 324. — Blühend im März 1899). 

G. officinalis Mart. in Isis 1824. Heft 6. p. 324. 

Blütenkopf orangerot, 

Mattogrosso: selten zerstreut auf Sandboden bei Guyabä (n. 387. — 
Blühend im März 1899). 

Telanthera dentata Moq. in DC. Prodr. XII. 2. 378. | 

Mattogrosso: gesellig an sandiger Uferbarranca am oberen Kulisehu 
(n. 695. — Blühend im Juni 1899). 

Achyrantha repens R. Br. Prodr, Fl. Nov. Holl, 1. 417. 

Mattogrosso: Gorumbä, am Flussufer (n. 444. — Januar 1899). 


Caryophyllaceae. 
Polycarpaea corymbosa (L.) Lam, Il. n, 2798. 
Mattogrosso: zerstreut im Serrado bei Cuyabä (n. 474, — Februar 
1899). 


Beitrag zur Flora von Mattogrosso. 153 


Nymphaeaceae. 


Cabomba piauhiensis Gardn. in Hook. Ic. Pl. VIL t. 641. 
Mattogrosso: in großen Tümpeln eines Bachlaufes am oberen Kuli- 
séhu, gesellig, im Boden wurzelnd, die rotvioletten Blüten über Wasser 
(n. 751. — Blühend im Juli 1899). 


Anonaceae. 
Anona dioica St. Hil. Fl. Bras. Mer. I. 34. 
Halbstrauch; Grundachse mit wenigen meterhohen, unverzweigten Ästen. 
- Mattogrosso: selten zerstreut auf trocknem, steinigen Boden im 
Serrado bei Cuyabä (n. 214. — Fruchtend im Februar 1899). 
Duguetia furfuracea (St. Hil.) Baill. (Fl. Bras. Mer. I. 34. t. 6). 
_ Mattogrosso: häufig zerstreut im Serrado bei Cuyabä (n. 214. — 
Blühend und fruchtend im Februar 1899). 


Menispermaceae. 


Cissampelos Pareira L. Sp. Pl. 1011. 
Mattogrosso: Schlingstrauch an feuchtem Bachufer bei Cuyaba 
n. 255. — Blühend im Februar 1899) 


. 
/ 


Lauraceae. 
Nectandra Gardneri Meissn. in DC. Prodr. XV. 1. 115. 


| Baum, 7—8 m hoch, mit dünnem Stamm mit heller, glatter Rinde, rundlicher, 
schwach belaubter Krone; Blütenstände an kleinen beblätterten Seitenzweigen; Bluten 
weiß. 

Mattogrosso: in dichtem Waldfleck auf feuchtem Boden an einem 
Bache im Quellgebiet des Batovy (n. 682. — Blühend im Juni 1899). 


Ocotea Martiniana (Nees) Mez Monogr. 344. 

Strauch, 2—3 m hoch, wenig verzweigt. 

_ Mattogrosso: im Uferwald am oberen Jatobä zerstreut (n. 662. — 
Bliihend im Juni 1899). 

Ich konnte die Angabe von Mez (Monogr. p. 344): filamenta (in floribus 4), omnino 
berianthii lobis adnata weder bei meinem Material bestätigt finden, noch bei einer 
. Blüte des Martin’schen Exemplares, die ich bei dem spärlichen Material untersuchte; 


7 - . 
ie Filamente waren frei. 


q 


Droseraceae. 
Drosera sessilifolia: St. Hil. Pl. Remarg. 259. t. 25. 
Blüten rötlich lila. 
Mattogrosso: gesellig an sandigen Abhängen an einem Buriti-Bach 
oberen Kulisehu (n. 542 et 728. — Blühend im Juli 1899). 


154 R. Pilger. 


i Rosaceae. 


Prunus sphaerocarpa Sw. Fl. Ind. Occ. IL 927. 

Ausgebreiteter, niedriger Strauch mit weißen Blüten. 

Mattogrosso: am Ufer des Quellbaches des Jatoba auf sleinigem 
Boden (n. 664. — Blühend im Juni 1899). 


Hirtella americana Aubl. Guian. I. 247. t. 98. 
Schwacher Baum, 4—7 m hoch, weit verästet; Borke sehr hell; Blüte weißlich, 
schwach lila angelaufen, Staubfäden lila, 


Mattogrosso: häufig zerstreut im Waldstreifen an einem Buriti-Bac 
am oberen Kulisehu (n. 754. — Blühend im Juli 1899). 

Moquilea sclerophylla (Mart.) Hook. in Fl. Bras. XIV. 2. p. 23. 
forma ad var. y myristicoides (Bth.) Hook. J. c. accedens propter folia 
basi rotundata nee cordata, diversa tamen foliis supra non nisi parce aspe- 
rulis, erasse coriaceis, subtus valde nervosis. 

Baum 10 m hoch, von Grund ab geteilt, mit ausgebreiteler Krone. 

Mattogrosso: Bachufer am oberen Kulisehu (n. 797. — Blühend im 
August 1899). | 


Connaraceae. 

Connarus fulvus Planch, in Linnaea XXI. 434. 

Bäumchen, 2 m hoch, wenig belaubt, mit heller, sehr dicker, tiefrissiger Borke; 
Blüten grünlich, 

Mattogrosso: an trocknem, steinigen Bachabhang im Quellgebiet des 
Batovy (n. 690. — Blühend im Juni 1899). 

(. Gilgianus Pilger n. sp.; frutex altescandens; ramis corlice eras- 
siuscula, fissa; foliis trifoliatis, petiolo crassiusculo, glaberrimo, foliolis 2 las 
teralibus brevissime- (4—5 mm) petiolulatis, foliolo terminali longe- (cire: 
3 em) petiolulato; foliolis tenuiter coriaceis, elliplicis vel ovato-elliplicis, 
supra nitentibus, glaberrimis, basin versus parum angustatis vel rotundalis, 
apice breviter obtuse acuminatis, ad 44 em longis et 4,5 em latis, parce 
marginalis, costa subtus prominente, nervis secundariis venisque reticulatos 
conjunclis supra parum conspicuis, subtus prominulis; panieula parum 
elongata, 12 cm longa, Noribus laxius ad ramos vel dense racemose ad ramulos 
breves dispositis, floribus pedicellatis (pedicellis 2—4 mm longis); bracteis mini 
mis, rotundatis, hirsutis; pedicello et calycis lobis extus et intus breviter denst 
villosi-pubescentibus; calyce brevissime campanulato, lobis ovalis, Crassius 
culis, subobtusis vel acutiusculis, cire, 3,5 mm longis; pelalis angusle ellip- 
licis, apice rotundatis, glabrescentibus vel parcissime puberulis, nervosis, 
56 mm longis et 1,5—2 mm latis, raro paulo latioribus; slaminibus M 
filamentis basi in tubum brevem, crassum connatis, diversa longitudine 
brevioribus (2—2,5 mm longis) et longioribus (3,5 mm longis) allernantibus 
dilatis (in Noribus nonnullis differentia illa fere omnino non apparel) 


i 


Beitrag zur Flora von Maltogrosso. 155 


carpidiis 5 dense villoso-pilosis, stilis elongalis, eodem modo pilosis, basi 
incrassatis, circ. 3 mm longis, sligmatibus brevibus, applanatis; fruetu 
ignoto. 
| Die neue Art ist von Connarus (Pseudoconnarus) fecundus Bak, durch die Nervatur 
der Blätter, größere Blüten und Form der Petalen unterschieden. 

Mattogrosso: im Uferwald am oberen Kulisehu (n. 791, — Blühend 
im August 1899). 


Leguminosae. 
Juga edulis Mart. ex Bth. Flor. Bras. XV. 2. 497. 
Baum, 20 m hoch, von Grund ab geteilt, mit weitausgebreiteter, reichbelaubter Krone, 
Mattogrosso: an der sandigen Barranca am oberen Kulisehu (n. 779 
— Blühend im August 1899). 


Enterolobium Timbouva Mart. ex Bth. in Hook. Lond. Journ. II. 224. 

Hoher, tief verästelter Baum mit weiter Krone und dünnem Laub; Borke hell. 
und glatt. 

Mattogrosso: Platz in der Stadt Cuyabä (n. 199. — Fruchtend im 
Februar 1899). 


Calliandra parviflora Bth. in Hook. Lond. Journ. Il. 442. 

Mattogrosso: in Einsenkungen im Serrado bei Cuyabä (n. 211. 
Blühend im Februar 1899); Cuyabä (H. Meyer n. 33-—1896). 

_ Acacia paniculata Willd. Sp. IV. 4074. 

Niedriger, weitverzweigter, stacheliger Baum mit großen, weißen Blütenrispen 
bedeckt. 

Mattogrosso: häufig an einem Bache bei Cuyabä (n. 206. — Blühend 
im Februar 1899). 

Sehr häufig am Rio Cuyaba und den Nebenflüssen, auch am Kulisehu und Ronuro, 
baumartig oder dichtes hohes Gebüsch bildend, mit langen, schwanken, stachligen 
Zweigen sich an benachbarten Bäumen oder Gebüsch festhaltend. 

Mimosa obtusifolia Willd. Sp. IV. 1047. 

Kriechender, weitverzweigter Halbstrauch, 50—70 cm hoch; Blüten lila; die 
Hülsen (nach Fl. Bras. bisher unbekannt) stehen einzeln oder bis zu 5 zusammen; sie 


Li 


-Sind 4—1,5 cm lang, circa 4 mm breit, flach, nach der Spitze zu verschmälert, mit 


emer starken, ungefähr 2 mm langen Spitze; der Rand ist verdickt; besonders der Rand, 
doch auch die Flächen sind mit starken, 2—3 mm langen Borsten besetzt. 


Mattogrosso: gesellig auf trocknen sandigen oder steinigen Plätzen 
vor der Stadt Cuyabä (n. 300. — Blühend und fruchtend im März 1899). 


M. paludosa Bth. in Hook. Lond. Journ. IV. 400. 

Buschiger, bis 3 m hoher Strauch. 
_  Mattogrosso: in kleinen Gruppen auf sandiger Uferbank am oberen 
Ronuro (n. 647. — Blühend im Mai 1899). 


M. platyphylla Benth. in Hook. Lond. Journ. V. 85. 
Mattogrosso: niedriger Strauch im Serrado beim Dorfe Coxipo bei 
Cuyabä (n, 193. — Blühend im Februar 1899). 


156 R. Pilger. 


M. setifera Pilger n. sp.; fruticulus 4—2 m altus, parce ramosus; 
ramis teretibus dense setis adpressis acutissimis basi incrassatis, 2—3 mm 
longis strigosis; foliorum satis distantium (internodiis 3 —5 cm longis) pin: 
nis unijugis, petiolo brevi, basi parum incrassato, densissime setis obtecto, 
5—7 mm longo, rhachi pinnarum circa 7—10 cm longa, dense selis 
obtecta, foliolis multi- (ad 60-)jugis, linearibus, rigidis, ad 11 mm longis 
et 2 mm latis, plerumque minoribus, breviter setaceo-acutatis, basi obliquis, 
supra et subtus glaberrimis, margine rigidissime setoso-ciliatis (foliolis 
infimis etiam subtus setosis), nervo medio centrali, conspicuo, aucto ad 
basin nervis 4—2 brevibus arcuatis, petiolo communi seta circa 5 mm longa 
terminata, stipulis lineari-subulatis, glabris, margine pare setosis, 5—7 mm 
longis; racemis ad ramos terminalibus, capitulis pluribus fasciculatis, inferi- 
oribus in axillis foliorum superiorum, superioribus foliis bracteantibus ca 
rentibus (inflorescentia circa 25 cm longa, fasciculis inferioribus circa 3 cm 
distantibus); capitulis breviter pedunculatis (pedunculis 4 cm longis vel paulo 
longioribus, dense setosis), globosis, parvulis; bracteis lanceolato-linearibus, 
parvis, acutis, glabris, 2 mm longis, deciduis; calycis tenuissimi, 2 mm 
longi laciniis 4, basi connatis, in cilias solutis; petalis fere 3 mm longis 
usque ad medium vel paulo ultra connatis, lobis 4 obtusis pilosulis ; ovario 
glabro, legumine ignoto. 

Die neue Art gehört zur Section Meticulosae und unterscheidet sich von M. pap 
posa Bth, durch längere Blattstiele, durch die Nervatur, sowie dadurch, dass die Blüten 
köpfe zu mehreren stehen. 

‚Mattogrosso: im Unterholz im Serradäo bei Cuyabä (n. 383. 
Blühend im März 1899). 

M. somnians H. et B. in Willd. Sp. Pl. IV. 1036. 

Halbstrauch, schwach verzweigt, 2—2,5 m hoch. 

Mattogrosso: an Bachufern im Quellgebiet des Balovy (n. 652. 
Blühend und fruchtend im Mai 1899). 

Dimophandra mollis Bth. in Hook. Journ, Bot. I. 102; forma foliis 
sparsius pubescentibus, indumento magis adpresso quam in typo, 

Mattogrosso: Krüppelbaum an steinigen, trocknen Hügeln bei Guyaba 
n. 248. — Fruchtend im Februar 1899). 

Copaifera elliplica Mart. Herb, Fl. Bras. 127. 

1,5 m hoher Strauch mit brauner, glatter Rinde. 

Mattogrosso: zerstreut im Serrado bei Cuyabä (n. 294. — Blühend 
und fruchtend im März 1899). 

Hymenaea stigonocarpa Mart. var, pubescens Bth, in FI. Bras. XV 
2. 237. 

Nom, vern, Jatoba do campo, Baum, 40 m hoch, mil weilverzweigter Krone 
tinde weißlich, glatt, 

Mattogrosso: einzeln auf offeneren Campstrecken bei Cuyabä (n. 266 

Fruchtend im Februar 1899). | 


Beitrag zur Flora von Mattogrosso. 157 


Bauhinia Bongardi Steud. = Pauletia ferruginea Bong. in Mem. 
cad. Petrop. Ser. VI. IV. 419. 
Wenig verzweigter, 4,5—3 m hoher Strauch. 
Mattogrosso: am Rande des Uferwaldes am oberen Ronuro (n. 599. 
Blühend im Mai 1899). 


— Die Originalpflanze stammt aus Mattogrosso, alle anderen Bestimmungen der Art 
arscheinen mir zweifelhaft. 
B. cheilantha (Bong.) Bth. (Mem. Acad. Petrop. Ser. VI. IV. 120. 
NE] 
* Reichbelaubter, 2 m höher Strauch mit weißen Blüten. Die Blütenblätter dieser 
Art sind breit linealisch, stumpf, von weißer Farbe. Es liegen mir in meinen Exemplaren 
sider nur die Blütenblätter in der Knospe vor; sie sind hier bei einer Länge von 45 bis 
0mm 3—3,5 mm breit. Die Garpner’schen Exemplare n. 2155 aus Piauhy, die 
BENTHAM (Fl. Bras. XV. 2. 200) zur selben Art zieht, sind durch mehrere Merkmale ver- 
schieden; die Blattnerven treten unterseits weniger hervor, die Behaarung ist viel dichter, 
weicher und mehr anlıegend; die Knospe ist breiter und kürzer, die Blütenblätter 
ind bedeutend breiter, nach der Basis stark verschmälert, schon in der Knospe 
irca 8 mm breit. 

Mattogrosso: häufig zerstreut im ‘Sere ado bei Cuyabä (n. 467. — 
ühend und fruchtend im Februar 1899). 


_ B. eumanensis Kth. Nov. Gen. VL 3921. (B. brachystachya \|Bth.‘ 


& 


Walp. ist nach Fl. Bras. XV. 2. 242 = B. eumanensis Kth.) 
Strauch, 2 m hoch, ausgebreitet. 
Mattogrosso: Camp am oberen Ronuro (n. 769. — Blühend im August 
1899). 
BB. cupulata Bth. in Fl. Bras. XV. 2. 188. 
a Strauch, 3—5 m hoch, öfters auch von baumartigem Wuchs, knorrig verästet, 


- Mattogrosso: an sumpfigem Bachufer im Quellgebiet des Batovy 
1. 684. — Blühend im Juni 1899). 
B. curvula Bth. in Fl. Bras. XV. 2. 194. 
Schwach verzweigter, 4,5 m hoher Strauch. 
Mattogrosso: zerstreut auf trocknem Camp am oberen Ronuro 
Mn. 642. — Blühend und fruchtend im Mai 1899). 


4 B. cuyabensis (Bong.) Steud. (Mem. Acad. Petrop. Ser. VI. IV. 17). 
Mattogrosso: am Waldrand am oberen Ronuro (n. 599°. — Blühend 
Mai 1899). 


_ B. longifolia (Bong.) Steud. (Mem. Acad. Petrop. Ser. VI. IV. 122. 
Mr 2.) 


Baum, m 7 m hoch, ausgebreitet, tief verästet; auch strauchartig entwickelt, dicht- 
aschig, 7—8 m hoch. 


Mattogrosso: sandige Uferbarranca am oberen Ronuro (n. 593 et 
— Blühend und fruchtend im Mai 1899); häufig im Uferwald am 
)beren Kulisehu (n. 704. — Blühend und fruchtend im Juni 1899). 


Die Originalpflanze stammt aus Mattogrosso, die übrigen Bestimmungen der Art in 
F . Bras. erscheinen mir zweifelhaft. 


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+ 

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158 R. Pilger. 


Cassia alata L. Sp. PL 344. 
Mattogrosso: gesellig in Gärten, an freien Plätzen, in Außenstraßer 
von Cuyabä (n. 303. — Fruchtend im März 1899). 


C. bicapsularis L. Sp. Pl. 538. 

Ausgebreiteter, 3 m hoher Strauch mit langen, schwankenden Zweigen. 

Mattogrosso: sandiger Uferhang am oberen Ronuro (n. 630. 
Blühend im Mai 1899). 


j 


C. Chamaecrista L. var. brasiliensis Vog. Syn. Cass. 62. | 
Mattogrosso: zerstreut im Camp am Rande des Uferwaldes am oberen 
Ronuro (n. 642. — Fruchtend im Mai 1899). 


C. cordistipula Mart. ex Bth. in Fl. Bras. XV. 2. 164. 
Mattogrosso: häufig zerstreut auf Sandfläche an der Bandeira bei 
Cuyabä (n. 343. — Blühend im März 1899). 


C. Desvauxii Collad. var. y. brevipes Bth. in FI. Bras. XV. 2. 157 
Mattogrosso: zwischen Sandsteinblöcken am Ufer des Quellflusses 
des Ronuro (n. 647. — Blühend und fruchtend im Mai 1899). 


Var. stipulacea Pilger n. var.; suffrutex parce ramosus, circ. metralis, 
ramis foliolis oblongisque dense pubescentibus; stipulis pubescentibus, lan 
ceolatis, acuminatis, 12—413 mm longis; floribus perbreve pedicellatis; les 
gumine circ. 4 cm longo et 7 mm lato, pilis longioribus pubescente. 

Mattogrosso: zerstreut am Rande des Uferwaldes am oberen Ronuro 
in. 624. — Fruchtend im Mai 1899). 


C. flexuosa L. var. cuyabensis Pilger n. var.; ramis et pedicellis 
albido-pilosis; foliolis parvis, 5—6 cm longis et 1—1,5 cm latis, margine 
et subtus hirsuto-pilosis; legumine pilis albidis == pubescenti-piloso. 

Mattogrosso: in Regenrinnen auf Steinboden bei Cuyabä (n. 285. 
jlühend und fruchtend im März 1899). 


6. mucronifera Mart. ex Bth. in Fl. Bras. XV. 2. 146. 
Blüten dunkelgelb. Der dicke Wurzelstock treibt mehrere niederliegende, übeı 
meterlange Stengel. 
Mattogrosso: zerstreut im Serrado am Rande des Uferwaldes am 
oberen Ronuro (n. 643. — Blühend im Mai 1899). 


C, parvistipula Bth. in Fl. Bras. XV. 2. 170. 

Mattogrosso: zerstreut auf trocknem Camp am oberen Paranalingf 
n. 562, — Blühend im Mai 1899). 

C. setosa Vog. var. 8. detonsa Bth, in Fl. Bras, XV. 2, 144. 

Mattogrosso: im Camp am oberen Kulisehu (n. 706, — Blühend in 
Jun 1899). 

(. silvestris Vell. Fl. Flum. 169. Je. IV. t. 78, 1 

Mattogrosso: im Serrado bei Cuyabé (n. 172% — Blühend une 
fruchtend im Februar 1899); Cuvab4 (H, Meyer n, 22, — 1896), 


Beitrag zur Flora von Mattogrosso. 159 


» €. Tagera L. Sp. Pl. 538. 

Mattogrosso: kriechend an feuchteren Stellen an Einsenkungen im 
Serrado bei Cuyabä (n: 265. — Blühend im Februar 1899). 
mG, Tora L. Sp. Pl. 538. 

Mattogrosso: Abhänge, Straßenränder, abgelegene Plätze in Cuyabi 
bedeckend (n. 202. — Blühend und fruchtend im Februar 1899). 
— €. trichopoda Bth. in Fl. Bras. XV. 2. 163. 
_ Mattogrosso: an der sandigen Barranca des oberen Ronuro (n. 598. 
— Fruchtend im Mai 1899). 
©. velutina Vog. Syn. Cass. 24. 

Strauch, bis 2 m hoch. 
—_ Mattogrosso: sehr häufig zerstreut im Serrado bei Cuyaba (n. 172. 
— Blühend im Februar 1899). 

Krameria spartioides Berg in Bot. Zeitg. XIV. 761. 

Zweige bis 4 m lang, am Boden kriechend; Blüten dunkel purpurn. 

Mattogrosso: zerstreut auf Sandfläche an der Bandeira bei Cuyabä 
(n. 348. — Blühend im März 1899). 

Caesalpinia pulcherrima (L.) Sw. (Sp. Pl. 544). 

Prächtig blühender, 3 m hoher, wenig verästeter Strauch; Blüten ziegelrot oder 
orangegelb mit ziegelroten Streifen. 

Mattogrosso: im Gebüsch vor der Stadt Cuyabä (n. 297. — Blühend 
und fruchtend im Marz 1899). 

Diptychandra aurantiaca Tul. in Ann. Sc. Nat. II. Ser. XX. 139. 
| Baum, 4—8 m hoch, reich belaubt, stark verästet mit heller Borke. 
_  Mattogrosso: häufig zerstreut im Serrado bei Cuyabi (n. 382. — 
'Fruchtend im März 1899), 

Sweetia dasycarpa (Vog.) Bth. (Linn. XI. 388). 

Mattogrosso: Krüppelbaum, zerstreut anf offenen Hügeln im Serrado 
bei Cuyabä (n. 243. — Fruchtend im Februar 1899). 
_ Bowdichia virgilioides Kth. var. tomentosa Pilger n. var.; foliolis 
majoribus, petiolulo perbrevi, incrassato, foliolis subtus densissime breviter 
Tufescenti-tomentosis, supra dense breviter tomentosis; paniculae ramis den- 
Sissime rufescenti-tomentosis; calyce pilis laxis insperso. 


Baum, 6—7 m hoch, mit reichbelaubter Krone, reich blühend; Blüte dunkel-lila; 
Borke hell. 


Mattogrosso: zerstreut auf trocknem, offenen Terrain im Cuyabäthal 
bei Rosario (n. 428. — Blühend im April 1899 jr 


Crotalaria erecta Pilger n. sp.; caule erecto, simplice, 70—80 cm 
alto, teretiusculo, tota longitudine sed imprimis superne breviter adpresse 
hispiduto- -sericeo, a basi foliis ornato; foliis numerosis, distantibus, simplici- 
bus, brevissime petiolatis, ovatis, apice plerumque rotundatis, tenuibus, supra 
et subtus pilis brevibus, hispidulis densius inspersis, 8 cm longis et 5— 
5,5 cm latis, nervis subtus prominentibus; racemo in speciminibus quae 


160 R. Pilger. 


adsunt fructiferis uno foliorum superiorum opposilo, brevi (ad 9 em 
longo), paucifloro, pedunculo 1,5 cm longo; bracteis linearibus, acutis, pe- 
dicellum paulo superantibus; calyce profunde 5-lobato, 1,5 cm longo, lobis 
lineari-lanceolatis, acuminatis; bracteis et calyce pilis rigidiusculis, longio- 
ribus, adpressis vel ad marginem patentibus densius sericeo-pilosis; flore?; 
legumine glaberrimo, rostro recto terminato, nigrescente, ad 3 cm longo. — 


Die Pflanze ist krautig mit dünner, gerader Wurzel; einem der oberen Blätter ist 
eine Traube opponiert; die Exemplare sind schon in Frucht und deshalb ist der Achsel- 
spross des obersten Laubblattes der Traube gegenüber schon weiter ausgebildet, zut 
Blütezeit mag die Traube noch mehr endständig und weniger zur Seite gerückt sein; 
bei allen Exemplaren ist nur eine einzige Traube vorhanden. Die Hülse ist schwarz 
und mit blauschwarzem Reif bedeckt; sie ist auf der unteren Seite tief gefurcht. Die 
neue Art gehört zur Sect. Simplicifoliae $ erectae Bth. 


Mattogrosso: zerstreut auf trockenem Boden im Uferwald am oberen 
Jatoba (n. 660. — Fruchtend im Juni 1899). 


C. maypurensis Kth. Nov. Gen. VI. 403. 

Mattogrosso: auf trockenem Sandboden bei Cuyabä (n. 261. — 
Blühend im Februar 1899); zerstreut auf zermürbtem Sandsteinboden am 
Ufer des Quellflusses des Ronuro (n. 649. — Blühend im Mai 1899). | 


C. pterocaula Desv. in Journ. Bot. 1814. II. 76. 
Mattogrosso: zerstreut auf sumpfiger Wiese am Corrego d’estival im 
Cuyabäthal (n. 482. — Blühend im April 1899). 


C. stipularia Desv. in Journ. Bot. 4844. VI. 76. 
Mattogrosso: zerstreut auf offener Sandfläche an der Bandeira bei 
Cuvabä (n. 324. — Blühend im März 1899). | 


(. vitellina Ker. in Bot. Reg. t. 447. 
Mattogrosso: (n. 326. — März 1899). 


Indigofera lespedezioides Kth. Nov. Gen, VI. 457, | 
Mattogrosso: häufigster Halbstrauch am Rande des Uferwaldes am 
oberen Kulisehu (n. 742. — Fruchtend im Juli 1899). 


Tephrosia purpurea Pers. Ench, IL 329. 
Mattogrosso: kriechend auf trocknem Sandsteinboden im Thale des 
Cuyabä de larga (n. 515. — Blühend im April 1899). 


Aeschynomene hystrix Poir. Diet. Suppl. IV. 77. 

Mattogrosso: zerstreut auf offener Sandfläche an der Bandeira bei 
Guyabä (n. 344. — Blühend im März 1899). 

Ae. paniculata Willd. ex Vog. in Linnaea XII. 95. 

Mattogrosso: häufig zerstreut im Unterholz im Serradäo bei Guyabe 
(n, 398, — Blühend im März 1899). 

Stylosanthes guyanensis Sw. var, pubescens Pilger n, var; bra@ 
leis primariis selis flavidis destitutis, dense pubeseenti-villosis, 


Beitrag zur Flora von Mattogrosso. 161 


Der ganzen Pflanze fehlt die steife, lange Behaarung, sie ist mehr oder weniger weich 
zollig behaart. 


Mattogrosso: zerstreut auf trockenem Campboden am Rande des 
Uferwaldes am oberen Ronuro (n. 625. — Blühend im Mai 1899). 


St. montevidensis Vog. in Linnaea NII. 67. 
Mattogrosso: zerstreut auf trocknen, steinigen Hügeln mit schwacher 
Grasnarbe bei Cuyabä (n. 286. — Blühend im März 4899). 


Arachis prostrata Bth. in Trans. Linn. Soe. XVII, 459. 
Mattogrosso: gesellig auf Sandboden kriechend bei Cuvabä In. 274. 
— PBlühend im Februar 1899). 


Zornia diphylla Pers. var. gracilis Bth. in Fl. Bras. XV. 1. 83. 
_ Mattogrosso: viel zerstreut um die Fazenda Perrot am Cuyabä de 
Jarga (n. 504. — Blühend im April 1899). 


Desmodium albiforum Bth. in Fl. Bras. XV. 1. 99. 

Mattogrosso: gesellig im Gebüsch am Rio Nobre (n. 447. — Blü- 
hend im April 1899). 

D. asperum (Poir.) Desv. in DC. Prodr. II. 333. 
—. Mattogrosso: zerstreut auf feuchter Sandfläche bei Rosario (n, 421. 
= Blühend im April 1899); (n. 406. — April 1899). 


D. barbatum (L.) Bth. (Sp. Pl. 1055). 

Mattogrosso: im Serrado bei Cuyabä zerstreut (n. 200. — Blühend 
im Februar 1899). 

D. incanum (Sw.) DC. (Fi. Ind. Occ. 1265). 

Blüten hellearmoisin. 
Mattogrosso: zerstreut im Gebüsch am Rio Nobre {n. 436. — 
im April 1899). v4 

D. physicarpos Vog. in Linnaea XI. 104. 

2m hoch, Stengel in der unteren Hälfte unverzweigt; Blüten weiß. 

seo: zerstreut an sandigem Uferhang am oberen Ronuro 

bn. 631. — Blühend und fruchtend im Mai 1899). 


D. sclerophyllum Bth. in Fl. Bras. XV. 4. 102. 

4 m hoch, mit unverzweigtem Stengel. 

Mattogrosso: selten zerstreut auf steinigem Boden bei Cuvabä (n. 362. 
‚Blühend im März 1899). 

var. tortuosa Pilger n. var.; suffrutescens, caule lignoso ad 2 m alto, 

inferne simplice, superne ramoso, oies laevi, fusca; panicula 50—60 cm 
longa; legumine pluriarticulato, articulis 5--7 parvis, glabris, rotundatis, 
isthmo centrali, articulis ipsis irregulariter tortuosis. 

Mattogrosso: häufig zerstreut am Waldrande am oberen Ronuro 
fn. 615. — Blühend und fruchtend im Mai 1899). 
0 Andirva cuyabensis Bth. in FL Bras. XV. 1. 295. 


3— 4 hoher Krüppelbaum mit dicker, heller, rissiger Borke; Blüten hellviolett. 
Botanische Jahrbücher, XXX. Ld, 11 


Blühend 


162 R. Pilger. 


| Mattogrosso: zerstreut im Serrado bei Cuyabä (n. 244. — Blühend 
im Februar 1899). | 

Clitoria simplicifolia (Kth.) Bth. (Mimos. 213 t. 59). 

Blüten weiß, Fahne in der Mitte lila. 

Mattogrosso: zerstreut auf trockner Wiese bei Cuyabä (n. 405. 
Blühend im April 1899). 

Centrosema brevilobulatum Pilger n. sp.; radice lignosa, crassa, 
ramos plures, altescandentes procreante; foliis ternatis; stipulis brevibus, 
lineari-lanceolatis, acutis, stipellis brevibus, acutis, anguste linearibus, petiolulo 
brevioribus, petiolo elongato, gracili, glabro, petiolulo medio 1—2 cm longo, 
lateralibus brevibus, foliolis lanceolatis, apicem versus sensim attenuatis, 


anticum linearem, obtusum, tubum calycis longitudine paulum superantem, 
calvce glabrescente vel imprimis in lobo elongato brevissime pilosulo; vexillo 
orbieulari, magno, 4 em longo, caleare brevi, acuto instructo, vexillo extus 
parce puberulo. | 

Die neue Art, die mit © vexillatem Bth. verwandt ist, zeichnet sich durch die 
sroßen, stumpfen Bracteolae, die Form des Kelches und die große Blüte aus. 

Mattogrosso: schlingend im Gebüsch an einem Bach am oberen 
Ronuro (n. 637. -— Blühend im Mai 1899). 

(, Plumieri (Juss.) Bth. in Ann. Mus. Vind, II. 440, 

Mattogrosso: schlingend am Ufer der Bandeira bei Guyabä (n. 330. 
blühend im März 1899). 

Calopogonium coeruleum Bth. (subgen, Stenolobtum) in Ann. Mus, 
Vind. II. 125. 

Schlingstrauch mit aufrechten, violetten Blütentrauben, reich verzweigt. 

Mattogrosso: im Gebüsch am Ufer des oberen Ronuro (n. 604, 
Blühend im Mai 1899), 

Cratylia floribunda Bth. in Ann, Mus. Vind, II. 132, 

Schlingstrauch, im Uferwald an Büumen bis 45 m hoch gehend, reich verzweig 
und mit vielen hell-lila Blütentrauben bedeckt, 

Maltogrosso: am oberen Kulisehu (n, 694. — Blühend und fruchtend 
un Juni 1899, 

Dioelea lasiophylla Bth. in Ann. Mus. Vind, I, 134. 

Mattogrosso: seblingend zwischen Stauden auf zermürbtem Sands 


Mai 1899, 


Beitrag zur Flora von Mattogrosso. 163 


Canavalia grandiflora Bth. in Ann. Mus. Vind. IL 435. 
Kelch grünlich, purpurn gesprenkelt, Fahne hell-lila mit etwas dunkleren schwachen 
Streifen, Schiffchen und Flügel blass-lila; prächtige hohe Schlingpflanze. 


Mattogrosso: im Gebüsch im Uferwald am oberen Ronuro (n. 590. 
— Blühend im Mai 1899). 


Eriosema heterophyllum Bth. in Linn. XXIL 520. 

Mattogrosso: zerstreut an sandigen Stellen im Camp am oberen 
Ronuro, dem Boden angedrückt (n. 641. — Blühend im Mai 1899). 

E. rufum (Kth.) E. Mey. (Nov. Gen. VI. 423). 

Mattogrosso: auf Camp am oberen Paranatinga zerstreut (n. 549. — 
Blühend im April 1899). 


Phaseolus Caracalla L. Sp. Pl. 1017. 

Kelch lila angelaufen; Fahne wendeltreppenartig gewunden, hell ockergelb, Flügel 
heller, lila angelaufen, Schiffchen schmal und lang, ockergelb. 

Mattogrosso: reichverzweigt im Gebüsch im Uferwald am Rio Nobre 
schlingend, auf sumpfigem Boden. 

Die Pflanze ist hier zweifellos wild, während Brenrnam (in Fl. Bras.) angiebt: patria 
adhue incerta est, verosimiliter America australis et forte Brasilia. 

Ph. firmulus Bth. in Ann. Mus. Vind. II. 138. 

Blüten weißlich, schwach gelblich und lila angelaufen. 

Mattogrosso: zerstreut im Camp am oberen ‚Jatobä (n. 665. — 
Blühend im Juni 1899). 


Ph. lasiocarpus Mart. ex Bth. in Ann. Mus. Vind. II. 140. 

Hoch in Bäume hinaufschlingend, mit dichtem, frischgrünem Laub, reich mit großen, 
cifronengelben Blüten bedeckt. 

Mattogrosso: im Uferwald des oberen Kulisehu (n. 772. — Blühend 
im August 1899). 

Ph. monophyllus Bth. in Ann. Mus. Vind. II. 440. 

Mattogrosso: kriechend am Uferabhang des Quellflusses des Ronuro 
(n. 583. — Blühend im Mai 1899). 


Eu tzuxillensis Kth. 8. minor Bth. in Fl. Bras. XV. 4. 186. 
(= Ph. adenanthus Mey.). 

Blüten rötlich-lila. 

Mattogrosso: schlingend im Uferwald am oberen Kulisehu (n. 771. 
— Blühend im August 1899), 


Erythroxylaceae. 


Erythroxylon anguifugum Mart. in Beitr. z. Kenntn. d. Gatt. Erythr. 
in Abh. der math.-phys. Kl. der Akad. der Wissensch. München 1840 
p. 81. (361). 

Niedriger, wenig ausgebreiteter Strauch, 

Mattogrosso: am Waldrand am oberen Kulisehu (n, 770. — Blühend 
im August 1899), 


EL* 


164 oo R Pilger. 


E. Daphnites Mart. in Beitr. ete. p. 83 (363). 

Halbstrauch, der Grundstock mit mehreren blühenden Asten. | 

Mattogrosso: zerstreut im Camp am oberen Kulisehu (n. 763. — 
Blühend im Juli 1899). i 

E. nitidum Spreng. Syst. Veg. II. 390. 

1—1,5 m hohes Zwerghäumchen mit weißen Blüten. 

Mattogrosso: häufig zerstreut im Camp am oberen Kulisehu (ne 186. 
— Blühend im August 1899). 


E. praecox Sp. Moore in Trans. Linn, Soc. IV. 3. 394 (?). 

Niederliegender Baum, sparrig verästet, mit brauner glatter Rinde: Stamm cirea 
10 m lang, Durchmesser am Grunde 10 em: Blüten gelblich weiß. | F 

Mattogrosso: am Rande des Uferwaldes am oberen Paranatinga 
'n. 798. — Blühend im August 1899). ri 

Die Bestimmung meiner Pflanze ist etwas unsicher, ebenso die Stellung der SPENGE 
Moorr’schen Art, da keine ausgewachsenen Blätter vörtteßen 


Meliaceae. 

Trichilia Weddelii C. DC. in Fl. Bras. XI. 4. 201. 

Strauch, 2 m hoch, schwach verzweigt; Blüten elfenbeinweiß. 

Mattogrosso: im Uferwald am oberen Kulisehu (n. 700, — Blühend 
im Juni 1899). | 

Guarea rubricalyx Sp. Moore in Trans. Linn. Soc. IV. 3. 336. 

kleiner Baum, mit geradem Stämmehen ; Kelchblätter braunrot, Blütenblätter braun- 
rol angelaufen, angenehm duftend. | 

Mattogrosso: Ufergebüsch eines Baches am oberen Kulisehu (n. 795 

Blühend im August 1899). 

G. trichilioides L. Maut. 228. 

baum 40 ın hoch, mit ausgebreiteter Krone von reichem, saltgrünem Laub; Aste 
lach bis auf den Boden niederhängend. 

Mattogrosso: im Uferwald am oberen Kulisehu (n. 749. — Fruchtend 
in Juli 4899). 7 

Cedrela sp. 

Baum, 40 m hoch, diehtbelaubt, mit breiter Krone; Rinde tiefrissig. In der Form 
der Blätter stimmt die Art ziemlich gut mit C. brasiliensis überein, doch ist die Frucht 
ganz verschieden; diese ist bei C. brasiliensis nach der Beschreibung »capsula 3 em 
longa, vis 2em crassa, gynophoro quasi pedicellatoe, bei der vorliegenden Art 9 cm 
lang, oben 4 cm breit, von birnförmiger Gestalt, 

Mattogrosso: auf einem Platze in Guyaba (n. 293, — Kruchtend im 
März 1899), 


Malpighiaceae (del. 1, Nimpenzo), if 

Banisteria laevifolia A, Juss. in St. Il, FL Bras, WL 38 yar, A 
vrata (Gris) Ndz. 

Mattogrosso: im Serrado bei Guyaba (n, 195, — Blühend in Februn 

199, 


Beitrag zur Flora von Mattogrosso. 165 


B. stellaris Gris. in Linnaeä XII. 192. f a. latifolia Juss, 
Mattogrosso: im oberen Cuyabäthal (n. 355. — Blühend im April 
1899). 
- Peixotoa cordistipula A. Juss. Monogr. 177. 
Mattogrosso: im oberen Cuyabäthal {n. 457. — Blühend im April 


1899). 

P. Jussieuana Mart. ex Juss. Monogr. 178. 

Mattogrosso: Camp am oberen Ronuro (n. 651. — Blühend im Juni 
4899)... 


Heteropteris confertiflora A. Juss. in St. Hil Fl. Bras. IM. 3%. 

Mattogr osso: Bachrand im Serrado bei Cuyabä In. 280. — Blühend 
im März 1899). 

H. rhopalifofia Juss. Monogr. 187. 

Mattogrosso: Camp am oberen Kulisehu (n. 606%. — Blühend im 
August 1899). | 

H. syringifolia Griseb. in Linnaea XII. 224. 

Mattogrosso: Camp am Rande des Uferwaldes am oberen Ronuro 
m. 606. — Blühend im Mai 1899), | 

Sehwannia murieaty A, Juss. Monogr. 399. 
- Mattogrosse: im Serrado bet Guvaba fu. 176. — Blähend no Februsr 
1809! 

Byrsonima coccolobifolia (Spr., Ath. (Syst. IL 384.) vary. lati- 
folia Ndz. 
_ Mattogrosso: auf Sandboden im Serradao bei Guyaba (n. 822. — 
Blühend im October 1899). | 

. B. crassa Ndz. ined. 

Mattogrosso: Camp-Bäumchen am oberen Ronuro (n. 580. — Blühend 
im Mai 1899). | 

B. intermedia Juss. in St Hil. FL Bras. DL 82. 3. latifolia Gris. 

Mattogrosso: Cuyabä (u: 242. — Blühend im Februar 1899). 

B. umbellata Mart. ex Juss. Monogr. 47. 

Mattogrosso: an einem Buriti-Bach am oberen Kulisehu (n. 726. — 
Blühend im Juli 1899). | 

Vochysiaceae. 

Vochysia rufa Mart. var. brevipetiolata Warming in Fl. Bras. 
NIU. 2. 66. | . 

Baum, 3—5 m hoch, unregelmäßig verästet, mit brüchigem Holz, dicker, heller 
Berke; Laub starr, an den Astspitzen gedrängt. 

Mattogrosso: auf trocknen, steinigen Hügeln bei Cuvabä (n. 361. — 
Blühend im März 1899). | 

Qualea parviflora Mart. Nov. Gen. I: 435. t. 81. 
- Mattogrosso: häufig zerstreut im Serradao bei Guyaba in. 826, — 
Blühend im October 1899). 


166 R. Pilger. 


Q. pilosa Warming in Fl. Bras. XII. 2. 45. 
Mattogrosso: stark verzweigter Krüppelbaum im Serrado bei Cuyaba 
(n. 274, — Blühend im Februar 1899). 
Q. sp. nur in Frucht; Krüppelbaum, bis 4 m hoch, mit dicker, heller 
rissiger Borke; Blätter oval-lanzettlich, kahl, starr, glänzend, oben abgerundet, 
bis 44 cm lang und 4 em breit, mit schwach hervortretenden Nerven. 
Mattogrosso: häufig zerstreut im Serrado bei Cuyabä (n. 196. - 
Fruchtend im Februar 1899). 
Salvertia conv allariodora St. Hil. Mem. Mus. VI. (1820). 259 
266 et IX. 340. 
Baum, 3—6 m hoch, wenig verästet; Äste gebogen aufwärts stehend, nur an der 
Spitze mit breiter Blattrosette; Borke hell, tiefrissig. : 
Mattogrosso: zerstreut im Camp am oberen Ronuro (n. 626. 
Blühend im Mai 1899). 


Polygalaceae. 


Polygala longicaulis Kth. Nov. Gen. V. 396. 
Mattogrosso gesellig auf freien, trocknen Plätzen auf Sandboden im 
Serrado bei Cuyabä (n. 170. — Blühend im Februar 1899). 

P. paludosa: St. Hil. Fl. Bras. Mer. IL 8. 

Mattogrosso: Cuyabä (n. 230. — Blühend im März 1899); zwischen 
Sandsteinblöcken am Uferrand des Quellflusses des Ronuro (n. 574. 
Blühend im Mai 1899). | 

P. subtilis Kth. Nov. Gen. V. 393. 

Mattogrosso: gesellig an Sumpfstellen im Serrado bei Guyabä 
in. 276. — Blühend im Februar 4899); häufig auf sumpfiger Wiese an 
einem Buriti-Bach am oberen Kulisehu (n. 735. — Blühend im Juli 1899). 

P. timoutoides Chodat Monogr. p. 157. 

Mattogrosso: zerstreut auf Wiese am Rande des Uferwaldes am Rio 
Nobre (n. 449. — Blühend im April 1899). 

Monnina Malmeana Chodat Bull. Herb. Boiss. Il. 540, 

Blüten schmutzig hellgelblich. 

Mattogrosso: zerstreut auf feuchter Wiese an der Piava (n, 535. 
Blühend und fruchtend im April 1899). 


Euphorbiaceae. 

Phyllanthus Selloanus Müll, Arg. in Linnaea XXXUL. 37, 

Niederliegender, ausgebreiteter Strauch; Aste bis 3 m lang. 

Mattogrosso: im Belt des Quellflusses des Batovy, zwischen großen 
Sandsteinblöcken wurzelnd (n. 674. — Blühend im Juni 1899). 

Croton cuyabensis Pilger n. sp.; frutieulus parvus, circa 30 em 
allus, valde ramosus; radice fusiformi, elongala; ramis junioribus dens 
hreviter cinereo-tomentosis; foliis petiolatis, lanceolato-linearibus cirea 2 
3,5 em longis et 4—-8 mm latis, supra cinereo-viridibus, sublus cinereis 


be 
3 Beitrag zur Flora von Mattogrosso. 167 
apicem versus parum angustatis, breviter acutis, basi in petiolum angustatis 
vel plerumque = rotundatis, petioloque distincto instructis, subtus densis- 
sime breviter adpresse stellulato-tomentosis, supra brevissime minus dense 
adpresse tomentosis, costa supra parum impressa, subtus crassiuscula, pro- 
minente, nervis secundariis nonnullis, distantibus, conspicuis, angulo acuto 
‚abeuntibus, petiolo ad 5 mm longo, plerumque breviore (foliis superioribus 
nonnumquam fere sessilibus), supra suleato, tomentoso; racemis floriferis 
perbrevibus 4—1,5 em longis, inferne floribus nonnullis femineis instructis, 
superne masculis, densifloris; floribus femineis breviter pedicellatis (pedicellis 
4—2 mm longis), apetalis; calycis lobis 5, brevibus, lanceolatis, obtusiusculis 
intus glabris extus stellulato-tomentosis, 2 mm circa longis, ovario dense 
breviter adpresse stellulato-tomentoso, stilis 3, brevibus 1 mm parum su- 
perantibus, tomentosis, simpliciter profunde 2-partitis, divisionibus apicem 
versus parum sensim angustatis; flore masculo lobis calycis 1 mm parum 
superantibus, ovato-lanceolatis, acutiusculis, intus glabris, extus tomentosis, 
petalis lanceolatis, rubicellis, apice villoso-barbatis, ceterum glabris vel dorso 
apicem versus parce villosis circa 1 mm longis, receptaculo albido-villoso, 
staminibus 10—44, antheris brevibus, filamentis fuscis. 

T Aus der Verwandtschaft von C. pedicellatus Kth. einer andinen Art, von dem die 
neue Art sich unterscheidet durch meist kürzere Blattstiele, oberseits mehr behaarte 
‚Blätter, bedeutend kürzere Stiele der weiblichen Blüten. Ebenso ist GARDNER n. 2308, 
welches Exemplar Mürrer Arc. in der Fl. Bras. zu C. pedicellatus Kth. zieht. von diesem 
verschieden; es zeichnet sich besonders noch außer durch kürzere Stiele der weiblichen 
Blüten durch längere Griffel und stärker und länger behaarte Frucht aus. C. pedi- 
cellatus ist mir aus Brasilien nicht bekannt. 


| Mattogrosso: auf trocknem Sandboden im Serrado bei Guyabä (n. 279. 
— Blühend im Februar 1899); desgleichen prope Cuyaba, loco aperto, 
arenoso, sat sicco (Marne n. 4580. — April 1897). 
€. glandulosus L. var. scordioides (Lam.) Müll. Arg. in FL Bras. 
mt. 2. 269. 
Mattogrosso: zerstreut auf offener Sandfläche an der Bandeira bei 
Cuyabä (n. 320. — Blühend im März 1899). 

C. Urucurana Baill. Rec. d’obs. bot. IV. 335. 

Reichverzweigter, dichtbelaubter, 4 m hoher Strauch. 

Mattogrosso: am Uferrand des Rio Cuyabä bei Rosario (n. 417. — 
Blühend im April 1899). 
— Alchornea castaneifolia (Willd.) Adr. Juss. (Sp. Pl. IV. 809). 

Reichverzweigter Strauch mit heller Rinde, mit langen, schwachen Zweigen, bis 5 m 
hohe, dichte Gebüsche bildend. 

Mattogrosso: am Ufer der Bandeira bei Cuvabä (n. 347. — Blühend 
im März 1899). 

Acalypha communis Müll. Arg. {. hirta Müll. Arg. in Fl. Bras. XI. 
2. 350. 

Mattogrosso: auf trockner Wiese am Rio Nobre (n. 430. — Blühend 
im April 1899). 


168 3 R. Pilger. 


A. villosa Jacg. Amer, 254. t. 183. | 

Mattogrosso: auf feuchtem, grasigen Bachufer bei Cuyabä (n. 205. 
— Blühend im Februar 1899). | | 

Dalechampia cuyabensis Müll. Arg. in insta XXXIV. 222. 

Mattogrosso: schlingend im Gebiisch am Rande des Uferwaldes an 
oberen Ronuro (n. 597. — Blühend im Mai 1899). 

Jatropha gossypifolia L. Sp. Pl. ed. 1. 4006. 

Strauch, bis 2m hoch, von Grund auf verzweigt dichte Büsche bildend. Zweig 
spitzen und junge Blätter klebrig. 

Mattogrosso: Bachufer in Guyaba (n. 203. — Blühend und fruchten 
im Februar 1899). 

J. Curcas L. Sp. PI. ed I. 4006. 

Reichbelaubte, strauchige holzige Staude, bis 4 in hoch. 

Mattogrosso: gesellig an Bachufern in Guyaba, sowie auf serodeten 
Plätzen vor der Stadt (n. 292. — Blühend im März 1899). 

Sebastiania virgata Müll. Arg. in DC. Prodr. XV. 2. 1173. 

Mattogrosso: häufig zerstreut auf Kiesboden an offenen Stellen im 
Serrado bei Cuyabä (n. 813. — Blühend im October 1898). 

Eupherbia sciadephila Boiss. in DC. Prodr, XV, 9. 

Mattogrosso: gesellig auf trocknem Boden im Uterwald am oberen 
Jatoba (n. 659, — Blühend im Juni 1899). 


Anacardiacsae. 

Anacardium occidentale L. Sp. Pl. 548. 

Starker, knorriger Baum, von Grund ab verästelt, 15 m hoch, mit ausgebreiteter, 
locker belaubter Krone. 

Mattogrosso: Guyaba (mn. 278. — Blühend im Februar 1899). 

A. pumilum St. Hil. var. petiolata Engl. in Fl. Bras. XI. 2. 442 

Blüten grünlich, Blütenblätter braunrot überlaufen, 

Maltogrosso: gesellig an einzelnen Stellen im Camp am oberen Ku 
lisehu (nm. 748. — Blühend im Juli 4899). | 


Aquifoliaceae, 
ex affinis Gardn. a genuina Loes, 4. angustifolia (Keiss.) Loes, 
Monogr. 442. 
Buu, 4 m hoch, mit schwacher Krone, dunkel belaubt. 
Mattogrosso: Bachrand am oberen Kulisehu (n, 78%, — Blithend ir 
\ugust 1899). 
Sapindaceae, 
Serjania det. I. Rapıkoren. 6 
S. caracasanu Willd. forma 3, genuina Radlk. Monogr. 148, 
Mattogvosso: Schlingend an Bäumen im Uferwald am oberen Kuli 
chu, reich verzweigt, mit Blütentrauben bedeckt (n, 718 — Blühend it 
Juli 1899), 


Beitrag zur Flora von Mattogrosso. 169 


S. chaetocarpa Radlk. in Engl. et Pr. Nat. Pflanzenfam. Il. 5 (1895) 
p- 302 et in O. Kuntze Rev. Gen. IL. 2 (1898) p. 44; scandens, fruticosa, 
setis densis sufferrugineis hirsuta; rami 5-costati, undique setis vestiti, 
eortice fusco; corpus lignosum simplex; folia ternata; foliola ovata, cuspi- 
dato-acuminata, grosse dentata, terminale Jongius, lateralia brevius petiolu- 
lata vel omnia subsessilia, e membranaceo subcoriacea, supra subtusque pilis 
setosis sat dense adspersa glandulisque microscopicis obsita, sicca subfusca, 
impunctata, epidermide mucigera; petiolus nudus, setoso-hirsutus; stipulae 
longitudine insignes, filiformes, setosae; thyrsi solitarii vel in apice ramorum 
paniculatim congesti, sat dense, attamen interrupte cincinnigeri, setoso-hir- 
suti; cincinni stipitati, breviusculi; flores inter maximos; sepala hirsuta ; 
fructus sectionis »Syncoccus« late cordatus, superne ad loculos trigonus, sub- 
acutus, reti nervorum transversali notatus, praesertim ad loculos pilis rufes- 
eentibus setosis deflexis hirsutissimus, endocarpio fusco-floccoso; semen 


ad basin loculi insertum , obovoideum — (maturum non suppetebat). 

Frutex 4 m altus tea Rami thyrsigeri diametro 3 mm, internodiis 2— 
7 cm longis, setis 3 mm longis tuberculis insidentibus patulis in costis dense, in suleis 
laxius obsiti. Folia sat magna, foliolis cire. 8 cm longis, 5 cm latis, petiolo 8 em 
longo insertis, lateralium petiolulis ad 6,5 cm, terminalium ad 4 em longis, .birsutis! 
stipulae longitudine 4 em aequantes vel superantes. Thyrsi 4—16 cm longi, superio- 
rum rhachi quam pedunculus longiore, inferiorum breviore: cincinni inferiores subver- 
ticillati , bracteis bracteolisque ex ovate lanceolatis subulatisve hirsutis. Sepuls 5— 
7mm longa. Petala 8—9 mm longa, 2,5 mm lata, spathulaia, apiculata, intus glau- 
dulis laxe adspersa; squamae cristis exclusis petala dimidia aequantes, superiores crisia 
alta obovata appendiceque deflexa brevi longe barbata, inferiores crista aliformi ob- 
lique patente instructae. Torus hirsutus, glandulis superioribus late ovatis glabris, 
lateralibus minoribus subannularibus. ie tota villosa; antherae glabrae. Germen 
(fl. ©) obovatum, villoso-tomentosum. Fructus pedicello 6 mm longo prope basin arti- 
eulato insidens, 3—3,5 cm longus, 3,5—4 cm (ad loculos 4,5 cm) latus, loculis 4,5 cm 
longis, dorso carinatis, dissepimentis semiellipticis 3,5—4 mm Pe pericarpio crasso sub- 
os. alis infra medium latissimis. 

In Bolivia et in Brasiliae civitate Mattôsrosso: O. Kuntze! (Ve- 
lasco orient., altit. 200 m, m. Jul. 1892, fruct.); C. Linpman n. A. 3203! 
Mattogrosso, Santa Cruz da Barra do Rio dos Bugres, in fruticetis »Ca- 
poeira« dietis, m. Mart. 1894, flor.); R. Pinger! (Mattogrosso ad flumen 
Rio Nobre, n. 444, m. April. 4899, flor.). 

Zusatz: Die Pflanze erscheint gleichsam als eine derbere Form der Serjanta 
hebecarpa Bth., ist aber außer durch ihren robusteren Wuchs durch die dichte Borsten- 
behaarung, den rauhhaarigen Kelch und die kräftiger entwickelte Frucht derart ausge- 
zeichnet, dass sie zweifellos als neue Art aufzufassen ist. Dabei ist bemerkenswert, dass 
an den Gefäßbündeln des Blattes der Hartbast schwächer entwickelt ist als bei S. hebe- 
carpa und auch an den Seitennerven, abgesehen von dem umgekehrt orientierten Ge- 
fäßbündel an deren Oberseite, vermisst wird. In Bezug auf das Fehlen von Secretzellen 
Nahe der Blattoberseite und demnach auch von durchsichtigen Punkten stimmt die 
Pflanze mit S. hebecarpa überein, wie auch hinsichtlich des ausnahmslos den Geläß- 
bündeln. folgenden Verlaufes der Milchsaftschläuche nahe der unteren Blattseite. Krystall- 
drusen finden sich über und besonders unter den Gefäßbündeln; kleinere in geringer 
Zahl auch im Palissadengewebe. R 


170 R. Pilger, 


S. glutinosa Radlk. Monogr. 126. 

Mattogrosso: im- Serrado auf Sandhoden bei Cuyahä (n. 367. 
Blühend im März 1899). 

S. marginata Casar. genuina Radlk. Monogr. 460. | 

Mattogrosso: schlingend im Gebüsch an einem Bache am Fuße der 
Serra das Pedras im Cuyabäthal (n. 494. — Blühend im April 4899). 

Matayba guianensis Aubl. Pl. Guian. L (4775) 331. 

2—3 m hoher, dunkelgrün belaubter Strauch. 

Mattogrosso: häufig zerstreut im Serrado bei Cuvabä (n. 820. 
Blühend im October 1899). 

Magonia pubescens St. Hil. in Bull. Soc. Philom. de Paris (Majo 
1824) 78. 

Nom. vern. Timbo. | 

Mattogrosso: haufig zerstreut oder gesellig auf trocknen Standorten 
im oberen Cuyabäthal und bei Cuyabä (n. 803. — Blühend im October 
1899, fruchtend im Marz 1899). 


Rhamnaceae. 

Rhamnidium elaeocarpum Reiss. in Fl. Bras. XI. 94. 

Bäumchen, 3 m hoch, mit heller rissiger Borke. 

Mattogrosso: auf Sandboden im Serrado bei Cuyabä (n. 825. 
Blühend und fruchtend im October 1899). 

Crumenaria choretroides Mart. ex Reiss. in Fl. Brass. XL 444. 

Mattogrosso: häufig zerstreut auf Camp-Queimada am oberen Kuli- 
sehu (n. 740. — Blühend im Juli 1899). 


Tiliaceae. 


Corchorus hirtus L. Sp. Pl. ed. II. 747. | 

Mattogrosso: zerstreut im Serrado bei Cuyahä (n. 328. — Blühend 
im März 4899). 

Lühea paniculata Mart. et Zuce. Nov. Gen. 1. 100. 1. 62. 

Baum, 45 m hoch, zur Blütezeit fast blattlos, mit grauer glatter Borke mit lachen 
Rissen; Stamm im oberen Teil knorrig verästet, an allen kleinen Zweigen der Krone 
mit großen weißen Blütenrispen. 

Mattogrosso: im äußeren Uferwald am oberen Kulisehu (n, 785. 
Blühend im August 1899). 

Malvaceae. 

Wissadula patens St. Hil Garcke in Zeitschr. für ges. Nalurw 
1890, 123). 

Mattogrosso: zerstreut auf trocknem Boden im Uferwald am oberen 
Jatoba (n. 658. — Blühend im Juni 1899). 

Sida acuta Burm. Vl. Ind. 147, 

Mattogrosso: Cuyabä, überall an Straßenrändern und auf Plätzen 
der Stadt, 30--50 em hoch (n, 294. — Blühend im März 1899). 


Beitrag zur Flora von Mattogrosso. 171 


S. anomala St. Hil. Fl. Bras. Mer. L 140. 

Mattogrosso: Cuyabä, kriechend auf Straßen und Plätzen der Stadt 
(n. 177. — Blühend im Februar 1899). 

S. cordifolia L. Sp. Pl. ed. I. 684. 

Blüten hell orangegelb. 

Mattogrosso: zerstreut auf Sandboden in der Nähe der Bandeira bei 
Cuyabä (n. 344. — Blühend im März 1899). 

S. linifolia Cav. Diss. I: 14. t. 2. 

Mattogrosso: häufig zerstreut auf trocknem Sandboden im Serradäo 
hei Guyabä (n. 373. — Blühend im März 1899). 

8. spinosa L. Sp. Pl. ed. I. 683. var. angustifolia Gris. 

Mattogrosso: zerstreut am Rande des Uferwaldes der Bandeira bei 
Cuyaba (n. 337. — Blühend im März 1899). 

S. urens L. Sp. Pl. ed. II. 963. 

Mattogrosso: zerstreut am Rande des Uferwaldes der Bandeira bei 
Cuyabä (n. 349. — Blühend im März 1899). 

Pavonia geminiflora Mor. Pl. Nouv. d’Amer. 120. t. 73. 

Mattogrosso: selten zerstreut auf trocknem Boden im Gebüsch an 
Bachufer im Quellgebiet des Jatobä (n. 656. — Blühend im Juni 1899). 

P. sidifolia Kth. Nov. Gen. V. 283. 

Mattogrosso: auf feuchtem, grasbedeckten Bachufer bei Cuyabä 
(n. 207. — Blühend im Februar 1899); zerstreut am Rande des Uferwaldes 
der Bandeira bei Cuyabä (n. 342. — Blühend im März 1899). 

Hibiseus furcellatus Desr. in Lam. Encycl. II. 358. 

Blüten rot-violett. Stengel 2 m hoch, reich beblättert. 

Mattogrosso: häufig zerstreut im Serrado und auf offenem, trock- 
nen Boden bei Cuyabä und Rosario (n. 445. — Blühend im April 1899). 
Auch häufig im Camp am oberen Paranatinga, noch in der Trockenzeit 
in Blüte. 

Cienfuegosia cuyabensis Pilger n. sp.; caule brevi, lignoso, multi- 
ramoso; ramis elongatis, decumbentibus vel adscendentibus, lignosis, inferne 
“leretiusculis superne = angulatis, glabris, sparse granulatis, 20—40 cm 
longis; foliis distantibus, patentibus, coriaceis, forma satis variantibus ple- 
rumque oblongis, basi rotundatis, apicem versus parum angustatis, obtu- 
‘siusculis, brevissime mucronato-apiculatis vel rarius ovatis, brevioribus, 
foliis glaberrimis, obscure granulatis, 3,5—5,5 cm longis et 1—1,5 cm 
latis, rarius brevioribus et latioribus, penninerviis, costa imprimis sub- 
tus prominente, nervis secundariis remotis, petiolo 4—6 mm longo, glabro: 
Slipulis setaceis, 2 mm longis; floribus ad apices ramorum nonnullis in 
axillis bractearum euphylloidearum solitariis ; pedicello ad 3 em longo, cras- 
siusculo; involueri phyllis circa 9 lineari-subulatis, 8—10 mm 
longis; calyce profunde 5-partito, lobis lanceolatis, longe acuminatis, 7— 
8 mm longis, obscure punctulatis; petalis sulphureis, 3 cm longis, extus 


172 “ss R, Pilger. 


brevissime pilis minimis, stellulatis tomentosis; capsula extus et intu: 
glabra, seminibus atro-fuscis, parce pilis lenuibus, albidis, crispis obtectis. 
Die neue Art unterscheidet sich von der C. heterophylla (Vent.) Garcke durch de 
viel längeren Außenkelch und die schwach anliegend behaarten Samen. 
Mattogrosso: im Serrado bei Cuyabä, kriechend an trocknen, freien, 
sandigen Stellen, die Zweige dem Boden anliegend (n. 289. — Blühend un 
fruchtend im März 1899). | 


Bombacaceae. 
Bombax marginatum (St. Hil.) K. Sch. in Fl. Bras. XIL Hb 223. 
Baum, je nach dem Standort von sehr verschiedener Größe, im Camp oder am 
Waldrand, bis 45 m hoch; zur Blütezeit fast pene mit wenigen großen, weißen Blü 
ten an den kahlen Ash 


Mattogrosso: am Waldrand am oberen Ronuro (n. 638. — Blühend 
im Mai 4899). 

B. pumilum Pilger u. sp.; radice crassa, ramos nonnullos, indivisos 
1,5 m altitudine non superantes procreante; ramis laevibus; foliis ad ra: 
mos longius distantibus, longe petiolatis, petiolo parce breviter villosulo, 
tereti, apise in diseum latiorem dilatato, foliolis 9 vel 7, marginatis, coria= 


„eis, euneato-langeolatis, sessilibus, basin versus longe angustatis , apieen 
versus breviter angustatis vel rotundatis, ‘acumine brevi, obtusiuseulo in- 
-tructis, supra glaberrimis, subtus breviter ferrugineo-tomentosis, costa 
subtus crassa, prominente, nervis secundariis ommibus stricte parallelibus 
in marginem foliorum regulariter abeuntibus, nervulis reticulato-conjunctis 
prominentibus , petiolo ad 14 cm longo, foliolis ad 43 cm longis et parte 
superiore % em latis; floribus paucis apicem ramorum versus distantibus! 
pedunculo Jongiore crasso striato, glabro, 6 cm longo; calyce crasso, limbo 
integro, calyce intus et extus glaberrimo, 4,5 em longo, basi glans 


dulis instructo; petalis linearibus, obtusis, ad 9 em longis et 0,8 cm latis, 
extus olivaceo-tomentellis, intus albido sericeo-villosis; tubo stamineo_ brevi, 
I em longo, basi villoso, filamentis basi vix inter se connatis, 7 ¢m lon- 
zis; fruetu 12 em Jongo et 3,5 em lato, seminibus glabris. 

Die neue Art ist verwandt mit DB. marginatum, von dem sie sich aber dureh die 
Form des Wachstums, schmalere lederige Blätter, durch den im Verhältnis langen 
Blutenstiel, durch den gänzlich kahlen Kelch unterscheidet, 

Mattogrosso: zerstreut im Serrado bei Cuyabi (m. 194, — Blühend 
un Februar 1899) 

Sterculiaceae. 
Büttneria ramosissima Pohl Pl. Bras. I. 75 1 149, 


Stengel meterhoch, 


= 


Mattogrosso: zwischen Sandsteinblöcken an trockenem Ufer a 
Ouelifiusses des Ronuro (n, 648, Blühend jim Mar 1899). 
Melochia zraminifolia St. Hil. FL Bras, Mer. I. 460. t. 31. 


Blüten blussrosa, 


Beitrag zur Flora von Mattogrosso. 173 

Mattogrosso: zerstreut auf sumpliger Wiese bei der Fazenda Janjo 
am Corrego fundo (n. 520. — Blühend im April 1899). 

M hirsuta Cay. var. tomentosa K. Sch. in Fl. Bras. XII. 3. 47. 

Blüten: hellviolett. 

Mattogrosso: zerstreut auf trockenen, steinigen Hügeln bei Cuyaba 
fn, 354. — Blühend im März 1899). 

M. venosa Sw. Prodr. Fl. Ind. Oce. 97. 

Mattogrosso: Camp am Waldrand am oberen Ronuro In. 608. 
Blühend im Mai 1899). 

_ Waltheria americana L. Sp. Pl. ed. I. 673. 

Mattogrosso: zerstreut auf trocknen, steinigen Hügeln bei Cuyaba 
fn. 357. — Blühend im März 1899). 
-  Helicteres guazumifolia Kth. Nov. Gen. V. 304. 

50 em hoher, schwach verzweigter Strauch, Blüten purpurn. 

Mattogrosso: zerstreut im Serradao bei Cuyabä In. 317. — Blühend 
im März 1899). 

m Sacarolha St. Hil. Fl. Bras. Mer. I. 214. 
- Mattogrosso: im Cuyabäthal oberhalb von Rosario (n. 317°. — Blü- 
hend und fruchtend im April 1899). 


Dilleniaceae. 

Davilla elliptiea St. Hil. FL Bras. Mer. 1. 17. 

Mattogrosso: am Rande des Uferwaldes am oberen Ronuro (n. 616. 
— Blühend im Mai 1899. 

D. neurophylla Gilg in Engl. Jahrb. XXV. (1898) Beibl. 24. 

Kleiner, holziger Halbstrauch, 

Mattogrosso: zerstreut aut trocknen, steinigen Hügeln bei Cuyaba 
in. 364. — Blühend im März 1899). 

Curatella americana L. Syst. ed X. 1079. 

Nom. vern. Lichera. 

Im Wuchse nach dem Standort sehr verschieden, bis 10 m hoch, mit ausgebrei- 
‘teter Krone, von Grund ab verästet, die Äste unregelmäßig knorrig mit dicker, hell- 
grauer Borke, die sich in großen Schuppen ablöst: die runzligen, starren Blätter an 


kleinen Zweigen, die aus den Ästen zahlreich entspringen; die Blüten an kleinen, blalt- 
losen Zweigen. 


Mattogrosso: im ganzen Gebiet der häufigste Campbaum In. 761. — 
Blühend im August 1899). 

Doliocarpus platystigma Pilger n. sp.; frutex scandens, ramis tere- 
ibus, junioribus parce hirtellis, postea glabratis, cortice laevi; foliis ad 
Yamulos breves nonnullis distantibus, magnis, ovato-lanceolalis, in acumen 
produetis acutis, basin versus sensim angustatis, subrotundalis, parte infe- 
riore integris, apicem versus remote acutato-denticulatis, membranaceis, 
supra et subtus glabris, subtus ad costam et nervos primarios parcissime 


174 R. Pilger. 


hirtellis, 15—20 em longis et 5,5—8,5 cm latis, supra costa parum im- 
pressa, nervis secundariis et venis parum conspicuis, subtus costa crassius- 
cula prominente, nervis secundariis alternantibus utroque latere cire. 12 
prominentibus in dentes ad marginem abeuntibus neque ad marginem con- 
junctis, venis nervos fere rectangule conjungentibus, bene conspicuis, petiolo 
crassiusculo, 1—1,5 cm longo; floribus ad ramos longos, aphyllos fascicu- 
latis; fasciculis longe distantibus, paucifloris; floribus parvis albidis, brevi- 
ter pedicellatis, pedicello breviter villosulo, prophyllo unico parvo, ovato; 
calveis foliis 5 extimo ceteris minore, rotundato-ovatis vel ovatis vel 
ovato-lanceolatis, extus pareissime villosulis vel glabrescentibus, membrana- 
ceis, obtusiusculis, circa 4 mm longis; petalis 4 calycis foliis aequalibus 
tenuius membranaceis, caducis, glabris; staminibus numerosis, filamentis 
apicem versus parce incrassatis, in alabastro flexuosis, antheris parvis 
rotundatis, tota longitudine cum connectivo incrassato conjunctis, loculis 
rima longitudinali dehiscentibus; ovario glaberrimo, extus irregulariter ru- 
guloso, 1-loculato, ovulis 2; stvlo crasso, ovario aequilongo, stigmate dila- 
lato, peltato, plano. | 

Der Stanun der Liane ist am Grunde mehrere Centimeter dick, in engen Windun- 
sen einen Baumstamm umschlingend und sich dann verzweigend; vom Stamm hängen 
überall 2—3 m lange, schwanke, dünne Zweige herab, die ganz blattlos sind oder 
nur an der Spitze Blätter tragen; dagegen tragen sie der ganzen Länge nach in Ab 
ständen wenigblütige Büschel der kleinen weißen Blüten. | 

Mattogrosso: Uferwald eines Baches am oberen Kulisehu auf sandi- 
sem Boden (n. 737. — Blühend im Juli 1899). 

Wegen der Form der Narbe steht die neue Art dem D. glomeratus Eichl. am näch- 
sten, unterscheidet sich aber durch zwei Samenanlagen, geringe Anzahl der Blüten 
Büschel, so wie durch größere, nach unten zu mehr abgerundete Blätter. 


Ochnaceae. 

Quratea densiflora Pilger n. sp.; frutex parce ramosus, circa 
altus, glaberrimus, cortice satis tenui, obscure cinereo, parum fisso; 
rigidis, coriaceis, forma et longitudine satis ludentibus, oblongo-lanceolatis, 
majusculis, supra cinereo-viridibus, basi parum attenuatis vel rotundatis 
apicem versus longius attenuatis, in apicem brevem, obtusiusculam pros 
ductis, basin versus integris vel fere integris, parte superne imprimis 
apicem versus breviter vel nonnumquam longius irregularitei 
mueronato-serratis, cire, 12-18 em longis et 3—6 cm latis 
costa erassiuseula, imprimis subtus prominente, nervis secundariis el venk 
supra et sublus satis prominulis, tenuibus, nervis secundariis param nume 
rosis salis distantibus, versus marginem areualis et marginem longe sequen 
libus, venis majoribus nervis illis similibus venulis horizontalibus conjunclis, 
petiolo brevi, evasso, margine inflexo; panicula terminali, brevi, contracla 
7-19 em longa, vamulis perbrevibus, densifloris, pedicellis alabastris bre 


viovibus vel raro aequilongis: alabastvis ovato-laneeolatis, apieem vers 
/ 


fi 


Te 


Beitrag zur Flora von Mattogrosso. 175 


‘sensim angustatis, obtusiusculis, 8—10 mm longis; sepalis caducis, lanceo- 
latis, obtusis, parum inaequalibus, interioribus margine scarioso latiore sub 
apice brevissime dentato-appendiculatis, 1 cm longis, circa 3 mm latis; peta- 
lis luteis aequalibus, ovatis, apicem versus attenuatis, obtusis, 12 mm lon- 
gis et 6 mm latis; staminibus aequalibus antheris 8 mm longis, rugosis, 
eynophoro ovario subaequilongo. 

Die neue Art zeigt habituell große Ähnlichkeit mit O. castaneifolia (DC.) Engl., 
doch weicht sie in der Blattnervatur gänzlich ab; die Nervatur und Form der Blätter 
ist wie bei O. Riedeliana Engl., doch weicht diese Art im Bau der Rispe, der Blüten- 
knospe und Blüte ab. 

Mattogrosso: im Camp am Rande eines kleinen Baches am oberen 
Kulisehu (n. 699. — Blühend im Juni 1899). 

0. nana (St. Hil.) Engl. (Fl. Bras. Mer. I. 66. t. 42). 

Dicker holziger Grundstock mit mehreren unverzweigten meterhohen Asten. 

Mattogrosso: zerstreut im trocknen Camp am oberen Paranatinga 
(n. 707. — Blühend im Juli 1899); (n. 576. — Blühend im Mai 1899). 

Sauvagesia erecta L. Sp. 1. 203 

Mattogrosso: zerstreut auf feuchtem Ufersand am Corrego fundo 
(fn. 517. — Blühend im April 1899). 


Caryocaraceae. 

Caryocar brasiliense Camb. in St. Hil. Fl. Bras. Mer. I. 249. 

Nom. vern. Piki. 

Baum, 10—15 m hoch, mit kurzem Stamm, knorrig verästeter, ausgebreiteter 
Krone, grauer, schuppiger Borke; die reichblühenden, aufrechten Trauben stehen an den 
Enden junger Triebe. 

Der Baum blüht Ende August und im September; die Krone trägt nur noch we- 
nige alte Blätter, daneben sind zahlreiche junge Blätter an den frischgrünen Trieben, die 
in gerader Fortsetzung der älteren Triebe stehen und mit einer großen Blütentraube 
abschließen. In der Fl. Bras. ist angegeben, dass Früchte bisher unbekannt sind, trotz- 
dem der Baum durch ganz Mittel- und Südbrasilien verbreitet ist. Auch ich konnte 
keine Frucht sammeln, da sie erst im December reift; nach Angaben von Eingebornen 
‚ist sie eine große Steinfrucht mit mehreren großen Steinkernen und buttergelbem, öligen 
Fruchtfleisch. Die Indianer am Xing pressen das Öel aus, das sie verschiedentlich 
benutzen und stampfen das Fruchtfleisch zu einer gelben, butterähnlichen Masse zusam- 
men, die unter Wasser das ganze Jahr aufgehoben wird und angenehm schmeckt. 
Der Baum kommt noch viel vor im Serradäo auf tiefem Sandboden am Fuße der Cha- 
pada bei Cuyaba. 

Mattogrosso: Camp-Baum am oberen Kulisehu (n. 789. — Blühend 
im August 1899). 

“ Guttiferae. 

Kielmeyera rubriflora Cambess. in St. Hil. Fl. Bras. Mer. 1. 
305. t. 60. 

2—3 m hohes Bäumchen, reichblühend; Blüten rosenrot. 

Mattogrosso: häufig zerstreut im Serrado bei Cuyabä (n, 272. — 
Blübend im Februar 1899), 


176 R. Pilger. 


Rheedia Guacopary Sp. Moore in Trans. Linn. Soc. IV, 3: 310. 
Baum, 10 m hoch, mit schwachem, aufrechten Stamm, kleiner Krone. . 11) 
Mattogrosso: an Bachufer am oberen Kulisehu {n. 792. — ire 

im August 1899). | 


Bixaceae. 

Bixa Orellana L. Sp. Pl. 730. 

Blüten hellviolett; 3 m hoch, dichtes, reichverzweigtes Gebüsch bildend, | 

Mattogrosso: an sandiger Uferbarranea am oberen Ronuro (n. 614 
— Blühend im Mai 1899). 

Cochlospermum insigne St. Mil. var. mattogrossensis Pilger n. var 
fois quam in typo crassioribus, rigidioribus, trilobis vel lobis lateralibu: 
+ iterum breviter partitis, lobis ovatis, obtusiuseulis vel acutis, haud pro 
ductis (lobo terminali in foltis majoribus ad 6 em lato), irregulariter breviter 
serratis vel acute erenato-serralis, follis supra parce pubescentibus vel de 
mum glabrescentibus, subtus dense breviter einereo pubescenti-tomentosis 
peliolis 6—7 em longis, dense brevissime tomentosis; ad var. Pohlianc 
spectare videtur (»foliis paulo majoribus et erassioribus, omnibus trilobis, 
lobis ovalis, obtusis vel breviter productise), sed differt indumento. — 

Holzige Staude mit mehreren unverzweigten Stengeln aus dickem Wurzelstock: 
Blätter an den Stengeln entfernt stehend. 

Mattogrosso: im oberen Guyabäthal (n. 518. — Blühend im. April 
1899. 


+ iai¢ 06 toa 


Flacourtiaceae. 


PAL 


Casearia silvestris Sw. Fl. Ind. Occ. IL. 752. 

Baum, 8m hoch, Stamm 45 cm Durchmesser, in mehrere starke Aste gcteilt, mi 
ausgebreiteter Krone; Borke dunkelbraun, mit feinen, flachen Rissen; nach den Spitzen 
der schwächeren Äste zu zahlreich die kurzen beblätterten Zweige, die in den Blattachseln 
die kleinen Blütenstände tragen, 

Mattogrosso: an sandigem Uferhang am oberen Kulisehu (n. 789. 
Blühend im August 1899). 

C. spinosa Willd. Sp. Pl. 626. 

Strauch, bis 3 m hoch. 

Mattogrosso: zerstreut im dichten Gebüsch im Serrado in der Nähe 
von Cuvabä {n, 304. — Blühend im März 1899). | 


Turneraceae. 
Turnera dasytricha Pilger n. sp.; suffrutex, radice eanles nonnullos 


{an altitudine fere aequantes, parum ramosos proe Fr caulibus teretibus 


inferne lignosis, glabrescentibus, diametro cire, 3 mm, superne dense longt 


que pilis fulvis, palentibus hirsutis; caule superne foliato, foliis 1—2 € 
distantibus, subsessilibus, ovato-lanceolalis, aculis, apicem et basin verst 
sensim angustatis, margine acute erenatis, 4 em longis et 4,8 cm lalis, dens 


longeque imprimis sublus ad nervos fulvo vel albido-hirsutis, subsericeh 


Beitrag zur Flora von Mattogrosso, CG 


nervis subtus prominentibus, secundariis 7—8, angulo acuto abeuntibus, 
glaudulis ad basin folii 2 parvis, sub indumento fere inconspicuis; racemis 
in axillis foliorum superiorum breviter (1—2 cm) pedunculatis, perbrevibus, 
capituliformibus, 1—1,5 em longis; floribus sub- (1—-2 mm) distantibus; 
pedunculo eödem modo ac caulis dense hirsuto; floribus singulis in axillis 
bractearum brevium; bracteis forma et indumento folios caulinos simulan- 
libus, inferioribus 5—7 mm vel nonnumquam ultra longis; petiolo et pedi- 
cello coalitis, 1—2 mm longis, hirsutis; prophyllis 2 subulatis, hirsutis, 
3—4 mm longis; floris parvi calyce hirsuto, dentibus tubo paulo brevio- 
ribus, lineari-lanceolatis, acutis, 3 mm longis; petalis parvis e calyce parum 
exsertis, aurantiacis; stilo glabrescente, pilis nonnullis longis, patentibus in- 
sperso; filamentis basin versus complanatis, tenuibus, non nisi basi breviter 
cum tubo calycis connatis; ovario dense hirsuto, capsula hirsuta, usque ad 
basin 3-valvata, valvis circ. 2,5 mm longis; seminibus oblongis, leviter ar- 
euatis, circ. 7 in capsula, 2 mm longis. 

Die neue Art gehört in die Verwandtschaft von T. melochioides Camb., zeichnet 
sich aber durch hohen Wuchs und geringe Verzweigung, etwas seidig glänzende, gelb- 
liche Behaarung, spitze, doppelt gekerbte Blätter aus, sowie durch die sehr kurze Traube 
von gedrängt stehenden, kleinen Blüten. 

Mattogrosso: zerstreut im Serrado am Fube der Serra das Pedras 
im Cuyabäthal (n. 471. — Blühend im April 1899). 


Cactaceae. 
Echinocactus alteolens (Lem.) K. Sch. Monogr. Cact. 293. 


Mattogrosso: auf trocknem, steinigen Boden im Serrado bei Guyabä 
(n. 217. — Februar 1899). 


Lythraceae. 


Rotala mexicana Cham. et Schlecht. in Linnaea V. 567. 
Mattogrosso: gesellig in Tümpeln, unter Wasser getaucht, in einem 
Bachlauf am oberen Kulisehu (n, 752. — im Juli 1899). 
Forma major. 
Mattogrosso: gesellig an einzelnen Stellen auf Sumpfwiesen an der 
Piava (n. 446. — Blühend im April 1899). 


Adenaria floribunda Kth. Nov. Gen. VI. 188. 

Strauch, 3 m hoch, reichverzweigt; Blüten weiß, angenehm duftend. 

Mattogrosso: häufig am Ufer der Bandeira bei Cuyabä {n. 332. — 
Blühend im März 1899). 

Cuphea cuyabensis Mart. ex Köhne in Fl. Bras. XII. 2. 304. 


Mattogrosso: auf moorigem Boden am Ufer des Rio Engenho bei 
Cuyabä (n. 375. — Blühend im März 1899). 


6. repens Köhne in Fl. Bras. XII. 2. 251. 


Nom, vern.: Lirio do campo. Blüten rosa. 
Botanische Jahrbücher. XXX. Bd. 12 


178 R. Pilger. 


Mattogrosso: gesellig auf feuchter Wiese am oberen Kulisehu (n. 749. 
-— Blühend im Juli 1899). 


Physocalymma scaberrima Pohl in Flora 1827 p. 153. 
Nom. vern.: Carijö. Hoher Baum, erst in der Höhe verästet, mit kurzer, schmaler 
Krone; Borke hellgrau, dick, tiefrissig; im oberen Teil der Krone, der ganz blattlos ist, 
an allen Zweigen rotviolette Blüten; untere Äste tragen an ihren Zweigen noch Blätter, 
aber keine Blüten. 
Mattogrosso: häufig im äußeren Uferwald am oberen Kulisehu (n. 782. 
— Blühend im August 1899). 


Lafoénsia Pakari St. Hil. subsp. 3. Pakari Köhne in Fl. Bras. XIII 
2. 351. 

Baum, 5 m hoch mit brüchigem Holz und dicker, rissiger Borke. 

Mattogrosso: auf trocknem Sandsteinboden im Thale des Cuyabä de 
larga (n. 516. — Blühend im April 4899). 


Combretaceae. 
Combretum Loeflingii Eichl. in Fl. Bras. XIV. 2. 100. 


Starke Liane, bis in die Krone hoher Bäume an der Uferbarranca emporgehend, 
mit gelben Blütentrauben bedeckt. 


Mattogrosso: am oberen Kulisehu (n, 702. — Blühend und fruchtend 
im Juni 1899). 


Myrtaceae. 
Psidium Guayava Raddi Mem. 1821. 2. 


Baum, 40 m hoch, mit ausgebreiteter Krone, reich belaubt und reich blühend; 
Borke glatt, hellbraun, sich in größeren, dünnen Schuppen ablösend. 

Mattogrosso: (Cuyabä. — Blühend im October 1899). 

Myreia dasyblasta Berg in Fl. Bras. XIV. 1. 207. 

Krüppelbaum, bis 2 m hoch. 

Mattogrosso: häufig zerstreut im Camp am oberen Kulisehu (n. 801 

Bliihend im August 1899). 

M. longipes (Berg) Kiaersk. (FL Bras. XIV. 1. 94). 

siumehen, 4 m hoch, wenig ausgebreitet, mit weißen Blütenrispen bedeckt. 

Maltogrosso: im Serrado bei Cuyabä auf steinigem Boden (n. 817 
— Blühend im October 1899). 

M. variabilis DC. +. nummularia Berg in Fl. Bras. XIV, 4. 406 

Halbstrauch mit dicker, Neischiger Wurzel mit mehreren schwach verzweigten 
Stengeln: Blüten weiß, 

Mattogrosso: zerstreut im Camp am oberen Kulisehu (n. 724, 
blühend im Juli 1899), 

Calyptranthes amoena Pilger n. sp.; arbor parva; ramulis brevibus, 
dichotome divisis, foliis paucis distantibus, opposilis, coriaceis, ovalis, gl 


berrimis, nitidulis, basin el apicem versus sensim atlenualis, acumine brey 
obluso instractis, erebre pellucido punetatis, 44—13 em longis el 5—6 a 
latis, costa sublus prominente nervis secundariis prominulis, nervo mag 


Beitrag zur Flora von Mattogrosso 179 


-ginali conjunctis, costa supra depressa, nervi secundariis et venulis con- 
spieuis sed parcissime prominulis, petiolo brevi (1 cm fere aequante) cras- 
‘siusculo, nigricante, supra sulcato; paniculis ad ramulos terminalibus 3—4-nis, 
e ramulis perbrevibus aphyllis abeuntibus, 8—12 cm longis, parte superiore 
divaricato-r ramosis, ramis iterum parce ramulosis; pedunculis 3—4 floris: 


Moribus parvis apetalis; receptaculo circa 2 mm longo. 

Nom. vern.: Goyabinha do matto. Die neue Art ist verwandt mit ©. Pohliana 
Berg, aber besonders durch größere, ovale Blätter verschieden, deren Paare an den 
kurzen Zweigen in großen Zwischenräumen stehen, sowie durch größere, mehr ver- 
zweigte Rispe. 
| Mattogrosso: im Uferwald am oberen Kulisehu (n. 767. — Blühend 
im Juli 1899). 


Melastomataceae. 


Miconia cecidophora Naud. in Ann. Se. Nat. Ser. 3. XVI. 166. 
Bäumchen, mit geradem Stamm, langen, schwanken, sparrig verzweigten Asten. 
Mattogrosso: Uferwald am oberen Kulisehu (n. 793. — Blühend im 
August 1899). 


M. Chamissois Naud. in Ann. Sc. Nat. Ser. 3. XVI. 179. 
Blüten weiß. Strauch, 2 m hoch, schwach verzweigt. 
f Mattogrosso: an sumpfigem Bachufer im Quellgebiet des Batovy 
(n. 691. — Blühend im Juni 1899). 


Macairea adenostemon DC. Prodr. III. 109, 
Niedriges Bäumchen oder von strauchartigem Wuchs, unregelmäßlg verästet, mit 
 brüchigem Holz und heller, rissiger Rinde. 
Mattogrosso: base an Bachufern im Quellgebiet des Batovy (n. 653. 
— Blühend im Juni 1899). 
Var. rotundata Pilger n. var.; foliis ovato-lanceolatis, basi sub- 
rolundatis vel parce attenuatis. 


Halbstrauch, 3/4 m hoch, mit mehreren Ästen aus dem dieken Wurzelstock, Blüten 
rotviolett. 


| Mattogrosso: zerstreut im trocknen Camp am Waldrand am oberen 
Ronuro (n. 634. — Blühend im Mai 1899). 
| Pterolepis trichotoma (Rottb.) Cogn. in Fl. Bras. XIV. 3. 262. 
Mattogrosso: zerstreut auf trocknem Boden im lichten Waldstreifen 
am Rio Cuyabä (n. 425. — Blühend im April 1899). 
Tibouchina cuyabensis Cogn. in Fl. Bras. XIV. 3. 382. 
Strauch, 2 m hoch. 


Mattogrosso: häufig zerstreut im Serrado bei Cuyabä (n. 273. — 
Blühend im März 4899). 


Acisanthera inundata Triana Melast. 33. 

Mattogrosso: zerstreut an sumpfigen Bachufern bei Cuyabä (n. 227 
— Blühend im Februar 1899); sehr häufig auf Sumpfwiese an der Piava 
“in: 584. — Blühend im April 1899), 


> 


12* 


180 R. Pilger. 


Mierolieia euphorbioides Mart. var. mattogrossensis Pilger n. 
var.; foliis parvulis (9—10 mm longis et 3—4 mm latis); ramis dense 
longius setulosis, foliis supra et subtus = dense irregulariter longius setu 
loso-villosis; calyce setis paucis longis insperso nec setoso-villoso. | 

Mattogrosso: gesellig an trocknem Abhang am Quellbach des Jatobä 
(n. 668. — Blühend und fruchtend im Juni 1899). | 

Rhynehanthera glabrescens Pilger n. sp.; radice longa crassa pluri 
partita, parenchymate albido circumdata; caule ad 15 cm alto, ramoso 
inferne simplici, lignoso, glaberrimo, superne ramosissimo, pilis glanduliferis 
violaceis = dense obtecto; foliis tenuibus longius pedicellatis ovato 
Janceolatis vel superioribus lanceolatis, 6 cm longis et 3 cm latis 
basi rotundatis vel leviter subcordatis, superioribus basi an- 
gustatis nee cordatis nee rotundatis, foliis apicem versus sensin 
angustatis acutiusculis glabris, margine mucronato-serrulatis nervis 
7 vel in foliis superioribus 5 parum prominentibus, venulis parum 
conspicuis, petiolo glanduloso-piloso, 4 cm longo; floribus in apice caulis in 
cymas amplas, laxas, paniculiformes dispositis, ramis iterum cymosis vel 
plerumque monochasialiter evolutis, monochasiis elongatis, 3-5-floris, pro- 
phyllis euphylloideis, sensim decrescentibus; floribus rubro-violaceis; calyce 
viridi, nervoso, apicem versus parum dilatato, glaberrimo, laciniis 
lineari-subulatis, acutis, obscure denticulatis, tubo duplo fere brevio 
ribus; petalis cire, 1,5 em longis, staminibus fertilibus 5, inaequalibus, 
uno multo majore quam reliqua quarta, connectivo infra loculos 
elongato, gracili, brevissime biappendiculato, anthera longe graciliter ro- 
strata, filamento # mm longo, connectivo quasi aequilongo, connectivo in 
stamine majore 8 mm longo, staminibus sterilibus ad filamentos breves 
redactis; capsula 8 mm longa, libera, trivalvi, glaberrima, seminibus parvis; 
impresso-punctulatis. 

Die neue Art gehört der Section Anisostemones an und ist ausgezeichnet durch die 
Form der Blätter und den kahlen Kelch. 

Mattogrosso: in einigen Exemplaren im feuchten Sande an einem 
sachufer im Quellgebiet des Ronuro (n. 636. — Blühend im Mai 1899), 

Rh. novemnervia DC. 

Blüten carmoisin, A m hoch, 

Mattogrosso: zerstreut an sumpligem Bachufer bei Cuyabi (n, 267, 

Bliihend im Februar 1899). 

Poteranthera pusilla Bong. in Mem. Acad. Petersb, Ser. 6. IL 437 

Blüten weiß, | 

Mattogrosso: häufig gesellig in kleinen Complexen auf Sandboden b 
Rosario (n, #20, — Blühend im April 1899), 

Clidemia hirta D. Don. in Mem. Wern, Soc, IV. 309. 

Reichverzweigte, bis 4 m hohe Staude mit weißen Blüten, 

Matlogrosso: zerstreut im Gebüsch am Rio Nobre (n, 446, — Blühen 
in April 1899), | 


Beitrag zur Flora von Mattogrosso. 181 


Mouriria $Olisbea) elliptica Mart. Herb. Fl. Bras. 139. 

Niedriger Baum mit starkem Stamm, dicht über dem Boden knorrig verdstet, mil 
ausgebreiteter Krone. Borke hell, tiefrissig. Kelch grünlich gelb, Blüten weiß, 
| Mattogrosso: auf trocknem Sandboden im Serradao bei Cuyabä 
In. 823. — Blühend im October 1899). 


Onagraceae. 

Jussiaea nervosa Poir. Encycl. Suppl. IE 199. 

Holzige Staude, 4 m hoch. 

Mattogrosso: auf feuchter Wiese bei der Piava (n. 524. — Blühend 
im April 1899). 

J. suffruticosa L. Sp. 555. 

Mattogrosso: zerstreut auf feuchtem Sandboden in der Nähe eines 
Baches im Serrado bei Cuyabä (n. 186. — Blühend im Februar 1899). 


Araliaceae. 
Gilibertia cuneata (DC.) E. March. in Fl. Bras. XI. 4. 250. 
Baum, 8 m hoch, mit hellem Stamm und reichblättriger Krone von glänzendem 
Laube. y 
…. Maltogrosso: auf sumpligem Boden an einem Buriti-Bach am oberen 
Kulisehu (n. 744 et n. 743. — Blühend im Juli 1899). 


Umbelliferae. 
Eryngium ebracteatum Lam. Eneyel. IV. 759. 
Mattogrosso: zerstreut im Wasser und zwischen Steinblöcken am 
Uferrand des Quellflusses des Ronuro (n. 560. — Blühend im Mai 1899) 


. 
/ 


Sapotaceae. 

Labatia maltogrossensis Pilger n. sp.; arbor 10 m alla; ramulis 
feretibus patentibus, parte inferiore foliis destitulis; foliis nonnullis ad apicem 
ramulorum glabris, obovatis (diametro maximo supra medietate folii), basin 
versus sensim parum attenuatis, apicem versus breviter angustatis, breviter 
cutis vel + rotundatis, forma et latitudine satis variantibus, nonnumquam 
regularibus nonnumquam valde inaequilateris, folis 7—9 em longis et 3,5— 
em latis, supra laevibus nitidis, subtus obscure olivaceo-viridibus, costa 
subtus valde prominente, nervis secundariis utraque parte 10—-12 promi- 
nentibus, angulo 45° ad 75° abeuntibus, prope marginem arcuato-conjunctis, 
venulis prominulis fere rectangule nervos secundarios conjungentibus; flori- 
bus parvulis erebre ad ramulos fasciculatis in axillis foliorum vel supra 
cicatrices foliorum delapsorum; fasciculis paucifloris, floribus  sessilibus; 
calycis foliis 2 + 2, ovatis, obtusis, circa 3 mm longis, exterioribus extus 
breviter villosis; tubo corollae brevi, late cylindraceo, sub lobis paululum 
4 


angustata, fusco, glabro, 2 mm parum superante, lobis corollae 4, circa 


182 R, Pilger. 


{ mm longis, apice rotundatis, staminodiis 4 inter lobos, lobis forma simi- 
libus, sed brevioribus et angustioribus; staminibus 4 corollae lobis oppositis 
filamentis parum supra basin tubus insertis, antheris extrorsis cordatis, 
ovario dense pilis nitentibus, longioribus villoso-tomentoso, stilo 2 mm cicra 
longo, stigmate haud incrassato, ovario 4-loculato loculis 1-oyulatis. 

Baum mit ausgebreiteter, dicht belaubter Krone, von Grund ab verästet; Blatter 
starr, glänzend. 

Mattogrosso: an sandiger Barranca am oberen Kulisehu (n. 736. 
Blühend im Juli 1899). 

Chrysophyllum ebenaceum Mart. A. DC. Prodr. VII. 161. 

Strauch, 2 m hoch; Rinde hell; Blätter glänzend; Blüten grünlich. 

Mattogrosso: zerstreut im Serrado bei Cuyabä (n. 180. — Blühend 
im Februar 1899). 


Styracaceae. 

Styrax pachyphylla Pilger n. sp.; frulex parce ramosus, ad 2,5 m 
altus, ramis novellis dense rufo-tomentosis; foliis elliptico-lanceolatis, coria- 
ceis, breviter acuminatis, obtusiuseulis, 40—11 cm longis et 5,5—6 cm 
latis, supra glaberrimis, cinereo-virescentibus, subnitidulis, subtus cinereis, 
dense brevissime tomentosis, pilis stellulatis intermixtis, nervis subtus pro: 
minentibus, secundariis utroque latere cire. 5, angulo acuto abeuntibus, 
margine regulariter arcuatim anastomosantibus, nervulis brevibus rectangule 
conjunctis, venulis dense reticulato-conjunctis, petiolo crassiusculo, supra 
leviter sulcalo, tomentoso. 1—4,5 em longo; racemis numerosis, in axillis 
foliorum superiorum sitis, brevibus, apicem versus floriferis, ad 4—5 em 
longis, plerumque brevioribus; pedicellis angulatis, tomentosis, 5—7 mm lo 
zis; bracteis parvis, filiformibus; calyce dense breviter tomentoso, 
dentibus brevibus, obtusiusculis, bene distinctis; corollae laciniis 
valvatis, angustissime linearibus, glabrescentibus, apice parum barbulatis; 
flore cum calyce 11—12 mm longo. 
Die neue Art steht der St. nervosa À. DC. nahe, unterscheidet sich aber durch kleinere 
Blüten, deutlicher unterschiedene Kelchzähne, durch die Seitennerven 2, Ordnung, die 
die Seitennerven 4, Ordnung kurz rechtwinklig verbinden. 
Mattogrosso: Gebüsch am Ufer eines kleinen Baches am oberen 
Kulisehu, auf mürbem Sandsteinboden (n. 796. — Blühend im August 1899), 


Loganiaceae. 
Mitreola paniculata Wall, Cat. n. 4349, | 
Mattogrosso: zerstreul im schattigen Uferwald des Rio Engenho be 
Cuyaba (n. 390. — Blühend und fruchtend im April 1899). | 


Gentianaceae. 
Curtia tenella Cham, in Linnaea VII. 13. 
Mattogrosso: auf zerbréckelndem Gestein am Uferabhang am Quell 
fliss des Ronuro (n. 585. Blühend im Mai 1899). 


Beitrag zur Flora von Mattogrosso. 183 


€. tenuifolia (Don) Knoblauch in Bot. Centralbl. Bd. 60. p. 357. 
Blüten rotviolett.- 
. Mattogrosso: zerstreut auf Sumpfwiese im Guyabäthal oberhalb von 
Rosario (n. 453. — Blühend im April 1899). 
Sehultesia heterophylla Mig. in Linnaea XIX. 136. 
Blüten weiß. 
Mattogrosso: zerstreut auf offener Sandfläche bei Cuyabä {n. 408. — 
Blühend im April 1899). 
Sch. Pohliana Prog. in Fl. Bras, VI. 1. 205. 
Blüten hellrosa. 
Mattogrosso: zerstreut auf offener Sandfläche bei Cuyabä fn. #02. 
Blühend im April 1899). 


Calolisianthus acutangulus (Mart.) Gilg in Nat. PA. Fam. IV, 2. 101. 
_ Mattogrosso: zerstreut auf offenen, steinigen Hügeln bei ie 
n. 227. — Blühend und fruchtend im Februar 1899). 


4 2 


Deianira erubescens Cham. et Schld. 8. pallescens (Schld.) Prog. 
Fl. Bras. VI. 4. 201. 

Mattogrosso: zerstreut auf steinigem Boden am Fuße der Serra das 
Pedras im Cuyabäthal (n. 480. — Blühend im April 1899). 


Asclepiadaceae. 
Aselepias curassavica L. Sp. Pl. 314. 
Mattogrosso: Ufer eines Baches durch die Stadt Cuyabä (n. 256. — 
Blühend im Februar 1899). 
Ditassa adnata Fourn. in Fl. Bras. VI. 4. 256. det. ex descr. 
Blüten grünlich weiß. 
Mattogrosso: schlingend im Gebüsch am Quellfluss des Ronuro 

n. 673. — Blühend im Juni 1899). 

…_ BParjonia obtusifolia Fourn. in Fl. Bras. VI. 4. 206. 
| Mattogrosso: selten zerstreut im Camp am oberen Ronuro {n. 650. 
_ — Blühend im Juni 1899). 


Apocynaceae. 

4 Plumiera latifolia Pilger n. sp.; arbor parva, ramis paucis, non 
Misi superne densefoliatis; foliis sessilibus, ovatis, basi et apice rotundatis, 
“vel basi parum attenuatis et apice leviter emarginatis, integerrimis, mar- 
ginatis, supra parce pubescentibus, nitentibus, subtus dense brevissime 
“omentellis, ad 30 cm longis et ad 18 cm latis, nervis subtus satis promi- 
nentibus, costa dilatata, crassa, nervis secundariis 15—20, angulo circ. 75° 
abeuntibus, prope marginem arcuato-conjunctis; inflorescentia multiflora, 
eymosa, erecta, foliis longiore; ramis dense articulatis, glabris, crassis; 
bracteis FAUNE 2,5 cm longis, superne longius angustatis, apice 
- ipso obtusiusculis ; calycis lobis brevibus, late ovatis, obtusis, glabris, in 


B 
FT 
& 

zZ 


184 \ R. Pilger. 


floribus diversis forma et longitudine diversis, in flore ipso inaequalibus, 
plerumque duabus ceteris cire. 3-plo longioribus; corollae tubo anguste — 
cylindraceo, cire. 42 mm longo, extus glabro, intus sub staminibus pubes-— 
cente, laciniis anguste obovatis, basin versus en angustatis, apice rotundatis, 
albis, 3 cm longis; staminibus filamentis brevissimis, tubo parum supra 
basin insidentibus. 

Diese in der Umgebung von Cuyaba sehr häufige Art bestimmte Marne (in Bih, 
till. K. SV. Vet. Akad. Handl. Band 24. Afd. II. Nr. 40. p. 5) als P. Hilariana Müll. 
Arg. mit der Bemerkung: »specimina authentica hujus speciei non vidimus, quare deter- 
minatio non est omnino certa«. Auch mir lag kein Originalexemplar vor, doch unter- 
scheidet sich nach der Beschreibung in Fl. Bras. VI. 4. 39 P. Halariana durch: »foliis 
apice brevissime vel obsolete apiculatis —, supra demum glabris — lobis corollae tu- 
bum paulum superantibus«. Mane giebt eine Beschreibung der Pflanze, mit der meine 
Exemplare bis auf den Kelch übereinstimmen (»laciniae calycis valde inaequales et in 
diversis floribus diversae, vulgo ovato triangulares, acutae, apicem versus ciliatae«); die 
Frucht wird folgendermaßen beschrieben: »follieuli reflexi, circiter 43 cm longi, peri- 
carpio aperto, explanato circiter 6 cm lato«. 

Mattogrosso: häufig zerstreut im Serrado bei Cuyabä (n. 198. — 
Blühend im Februar 1899). 

Lochnera rosea (L.) Rehb. (Sp. Pl. 305). 

Mattogrosso: zwischen Stauden am Rande der Stadt Cuyabä (n. 290, 
— Blühend im März 1899). 


Aspidosperma nobile Müll. Arg. in Fl. Bras. VI. 4. 44. 

Bäumchen, 2 m hoch, mit heller, dicker, liefrissiger Borke; die Aste sind kande- 
laberartig nach oben gebogen und tragen nur an der Spitze Rosetten großer, starrer 
Blätter und den terminalen Blütenstand. 

Mattogrosso: häufig zerstreut im Camp am oberen Kulisehu (n. 747, 
— Blühend im Juli 1899). 

Secondatia densiflora A. DC. in Prodr. VI. 445. 

Mattogrosso: schlingend im Gebüsch am Außenrand des Uferwaldes 
am oberen Paranatinga (n. 799. — Blühend im September 1899). 


Macrosiphonia longiflora (Desf.) Müll. Arg. (Mém. du Mus. V. 276). 

Mattogrosso: häufig zerstreut auf Camp-Queimada am oberen Kuli- 
sehu (n. 780. — Blühend im Juli 4899). 

M. Martii Müll. Arg. in Fl. Bras. VI. 4. 138. 

Blüten weiß mit innen gelblicher Röhre, 

Mattogrosso: zerstreut auf trocknem Camp am oberen Ronuro 
n. 643. — Blühend im Mai 1899). 

Odontadenia hypoglauca (Stadelm.) Müll, Arg. in Fl. Bras. VI. 
1, 418, | 

Mattogrosso: Gebüsch an Bachufer am oberen Kulisehu (n. 670% 

Blühend im August 1899), 

Mandevilla hispida (R. et. Sch.) Malme (Syst. IV. 795). (= Ambly- 
anthera hispida (KW. et. Sch.) Müll, Arg.). | 

Blüten eitronengelb mit duukelrotem Schlund, 


Beitrag zur Flora von Mattogrosso. 185 


“ Mattogrosso: schlingend im Gebüsch am Quellfluss des Batovy 
{n. 670. — Blühend im Juni 1899). 


Convolvulaceae. 

Evolvulus gypsophiloides Moric. Plant. Nouv. Amer. 52. 

Mattogrosso: gesellig auf trocknen, sandigen Stellen mit sparlicher 
Vegetation bei Cuyabä (n. 262. — Blühend im Februar 1899). 

E. bolosericeus Kth. Nov. Gen. IH. 116. 

Mattogrosso: auf trocknen, steinigen Hügeln bei Cuyabä (n, 359. — 
Blühend im März 1899). 

E. pterygophyllus Mart. in Flora XXIV. Beibl. I. 96. 

Mattogrosso: zerstreut auf offenen, steinigen Hügeln bei Cuyaba 
fu, 356*. — Blühend im März 1899). 

3. pterocaulon Moric. Pl. Nouv. Amer. 140. t. 84. 

Forma albida, spicis albido- nec fulvo-villosis. 

Mattogrosso: zerstreut auf trocknen, steinigen Hügeln bei Cuyaba 
{n. 356. — Blühend im März 1899). 

Ipomoea bahiensis Willd. Herb. n. 3753, R. et Sch. Syst. IV. 789. 

Mattogrosso: schlingend im Gebiisch an der sandigen Barranca am 
oberen Ronuro (n. 595. — Blühend im Mai 1899). 

I. bona-nox L. Sp. Pl. 228 (= Calonyction speciosum Choisy). 

Mattogrosso: schlingend im Gebüsch am Ufer des oberen Ronuro, 
mit vielen prächtigen weißen Blüten bedeckt (n. 627. — Mai 1899). 

I. (§ Eriospermum) malvaeoides Meissn.!, sensu ampliore Hallier f. 
in Bull. herb, Boiss. VII, 5 (Mai 1899) append. I. p. 51. 

Var. nov. oblongifolia Hallier f. — Suffrutex erectus, »{m altus«, 
superne paniculato-ramosus, foliis integris ad var. ovatam Hallier f, et var. 
nitidam Hallier f., calyce corollisque parvis propius ad var. albiflorae 
Hallier f. specim. Hassı.n. 1796° accedens; ramis elongatis, virgatis, floribun- 
dis, sicut caulis cinereo-tomentellis; foliis oblongis, obtusiusculis, mucronatis, 
integerrimis, margine undulatis, subsessilibus, supra glabris triste viridibus, 
subtus cinereo-tomentosis, usque 9 cm longis, 3 cm latis; floribus secus 
ramos in dichasiis pedunculatis, paucifloris dispositis; sepalis cinereo-tomen- 
tosis, exterioribus 2 acuminatis, flavide cinereis, 7mm longis, / cm latis, inte- 
Moribus 2 angustioribus, obtusioribus, medio inter exteriora et interiora am- 
biguo, inaequilatero; corolla 31/, cm longa, »lilacinae; fructus non suppetil. 

4 m hohe, wenig verästelte Staude mit reichen Blütentrauben; Blüte blasslila, 
Schlund am Grunde dunkel-lila. 


Mattogrosso: auf offenen, steinigen Hügeln bei Cuyaba (n. 318. — 
Blühend im März 1899). 
I. variifolia Meissn. var. saxatilis Pilger n. var. foliis ad ramos 
procumbentes solitariis, distantibus, longius petiolatis, omnibus ad basin 
usque tripartitis, laciniis rigidis, an&uste linearibus, glaberrimis, breviter 


186 R. Pilger. 


acuminatis, acutis, 4,5—2 cm longis et 1—2 mm latis, petiolo tereti, gla | 
berrimo, lacinias aequante vel parum breviore; radice crassa, lignosa; | 
ramis solo procumbentibus, tenuibus, teretibus, glaberrimis. 
Die Blätter sind bei J. vartifolia pfeilfürmig, oft mit schmalen Zipfeln; bei de 
neuen Varietät sind die Zipfel aller Blätter schmal lineal, die beiden nach hinten ges 
streckten Zipfel von derselben Form wie die eigentliche Blattspreite und meist länger, | 
so dass die pfeilförmige Gestalt ganz verloren geht. 
Mattogrosso: zerstreut auf trocknem Sandsteinboden im Thale des 
Cuyabä de larga (n. 514. — Blühend im April 1899). | 
Operculina pterodes (Choisy) Meissn. in Fl. Bras. VIL 213. 
Forma pubescens: foliis supra et subtus pubescentibus. 

Blüten citronengelb. 
Mattogrosso: schlingend im Unterholz an der Bandeira bei Cuyaba 
(n. 325. — Blühend im März 1899). | 
Jacquemontia evolvuloides Moric. var. parviflora Pilger n. var 
| 
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I 
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a 
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caule ramoso, allius volubili; ramis superne = villosis vel pilis longis, | 
patentibus instructis; foliis brevibus, cordato-lanceolatis, (basi + cordato 
incisis), longe attenuato-acuminatis, acutis, subtus densius pilis longis tri 
partitis hirsuto-villosis, supra parce pilosis, 2—3 em longis et 1—1,5 cm 
latis, petiolo laminam aequante vel paulo longiore, villoso; peduneulis pills” 
patentibus = obtectis et imprimis apicem versus pilis brevibus, capituliferis 
elanduloso-pilosis; calyce 4—5 mm longo, laciniis 5 aequalibus, glabris vel 
+ glanduloso - pilosis; corolla parva, coerulea, 7—8 mm longa. 

Die Varietät unterscheidet sich von S. evolouloides nach der Beschreibung und 
Abbildung von Moricany durch größere, linger gespitzte, an der Basis regelmäßiger 
tiefer herzförmige Blätter, die keine kurz filzige Behaarung neben den längeren, weißlichen, 
steifen Haaren aufweisen, durch kleinere Blüten, sowie den kahlen oder mit kurzen 
Drüsenhaaren besetzten Kelch. Von Scuompurck in Guyana gesammelte Exempli 
stimmen mit der Moricann’schen Diagnose überein. Metssner (in Flor. Bras.) zieht di 
Exemplare Scuomnurck n. 797 zu J. evolvuloides Meissner var. a. longepedunculata = J. 
rvolvuloides Moric. Die Abbildung in der Flora brasiliensis von dieser Varietät stimmt 
aber nieht recht mit der von Moricann gegebenen überein und scheint die oben be 


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schriebene Varietät darzustellen, 
Maltogrosso: zwischen großen Sandsteinblöcken am Quellflass des 
Ronuro; schlingend an einem Bachufer im Quellgebiet des Batovy (n. 582 
— Blühend im Mai—Juni 1899). 
J. gracilis Choisy in DC. Prodr. IX. 399. det. ex deseript. 


Mattogrosso: zerstreut auf trocknem Sandboden bei Cuyabä (n. 35! 
— Bliihend im März 1899). 

Cuseuta partita Choisy Cusc. 188. | 

Mattogrosso: auf einem Mimosa-Strauch im Serradao bet Cuyalt 
n. 369, — März 1899), 


Verbenaceae. 
Stachytarpheta gesnerioides Cham. in Linnaea VIL 245. 
(2 m hohe, holzige Staude; Blüte safimetig, dunkel grünlich-blau, 


Beitrag zur Flora von Mattogrosso. 187 


Mattogrosso: häufig zerstreut auf trocknem Sandboden im oberen 
Cuyabäthal (n. 486. — Blühend im April 1899). 
… Lippia aristata Schauer var. glabrescens Pilger n. var.; peduncu- 
jis pluribus in foliorum axillis, bracteis quam in typo minus acuminatis, 
intus glabrescentibus. 
A 3 m hoher, schwach verzweigter Strauch, Blüten sehr hell lila mit gelbem 
Schlund. 

Mattogrosso: zerstreut im dichten Serradao auf Sandboden bei Cu- 
vabä (n. 384. — Blühend im März 1899). 

L. herbacea Schauer in DC. Prodr. XI. 589. 

Bis 3 m hohe Staude mit lila Blüten, 

Mattogrosso: in Gebiisch an sumpfigem Bachufer im Quellgebiete des 
Batovy (n. 686. — Blühend im Juni 1899). 

L. lupulina Cham. in Linnaea VII. 222. 

Blüten rosa mit gelbem Schlund. 
…—. Mattogrosso: häufig zerstreut auf Camp-Queimada am oberen Kuli- 
“chu (n. 738. — Blühend im Juli 1899). 

L. salviifolia Cham. in Linnaea VII. 232. 
£ Niedrig, staudenartig oder bis 3 m hoch mit unverzweigtem holzigen Stämmchen 
und buschiger Krone. 


 Mattogrosso: Cuyabi, gesellig auf gerodeten Plätzen vor der Stadt 
{n. 299. — Blühend im März 1899); häufig zerstreut auf feuchter Sand- 
fläche bei Rosario (n. 418. — Blühend im April 1899). 

kL. vernonioides Cham. in Linnaea VII. 232. 


3 Angenehm duftend; Blüten weiß, Unterlippe mit violettem Anhauch, Blütenröhre 
gelblich. 


| 


 Mattogrosso: zerstreut auf Sandsteinboden im Camp am oberen 
Paranatinga (n. 571. — Blühend im Mai 1899). 


Borraginaceae. 


Heliotropium filiforme Kth. Nov. Gen. Ill. 86. 

Mattogrosso: zerstreut an einem ausgetrockneten Wasserlauf im Ser- 
rado bei Cuyabä (n. 812. — Blühend im October 1899). 
| H. hispidum Kth. Noy. Gen. II. 87. 

Mattogrosso: häufig zerstreut auf trocknem, steinigen Boden bei Cu- 
yaba (n. 815. — Blühend im October 1899). 
H. parciflorum (DC.) Gürke (Prodr. IX. 557. sub Schleidenia). 
£ Blüten rein weiß mit dunkelgelbem Schlund. 

Mattogrosso: gesellig auf offenen, kiesigen Stellen im Serradao bei 
Cuyabä (n. 827. — Blühend im October 1899). 

Cordia cuyabensis Cham. in Linnaea 1833. 121. 

Nom vern. Loro. 

Reichblühender Baum, 15 m hoch, mit aufrechtem, erst in der Höhe verästeten 
Stamm; Borke grau mit kleinen, flachen Rissen; Krone wenig ausgebreitet, mit schwa- 
chen Ästen, die meist einzeln in größeren Abständen am Stamm stehen; die reichblütigen 


188 R. Pilger. 


Rispen stehen an den Enden kleiner, beblätterter Zweige. Der Originalstandort von ( 
cuyabensis ist der Morro Ernesto bei Cuyaba; nach Angabe von Manso ist die Pflanz 
dort ein »frutex orgyalis«; entweder ist in dieser Bezeichnung ein Irrtum untergelaufer 
oder die Pflanze ist auf trocknen Standorten auch schon als niedriger Strauch blühend 

Mattogrosso: häufig im Uferwald am oberen Kulisehu (n. 734. — 


}lühend im Juli 1899). 


C. insignis Cham in Linnaea 1833. 122. 

1—2 m hoher Halbstrauch; Blüten weiß oder hell tabakfarben. 

Mattogrosso: häufig im Camp in Gruppen von Stauden und niede 

ren Bäumchen (n. 435. — Blühend im Mai 1899). 
In der Fl. Bras. ist fälschlich angegeben: »arbor allae; nach welchen Notizer 

ist mir unbekannt; Marrivs in Flora 4838. II. Beibl. 86, führt für sein Gerascanthu 

aspera, der dieselbe Species ist, an: »fruticosa«. 


Labiatae. 


Salvia mattogrossensis Pilger n. sp.; frutescens, 2 m alla; ramis 
lignosis, adultis fusco-rubescentibus parce breviter villoso-puberulis, Juniori 
bus profunde striatis dense breviter albido-villosis ; foliis rigidis, papyraceis 
breviter petiolatis, ovato-lanceolatis, lopgius acuminatis, acutis, basin versus 
sensim angustatis, margine crenatis, ad 42 cm longis et 5 cm latis, supra 
breviter hispidulo-pubescentibus, subtus dense breviter pilis albido-cinerets 
tomentoso-villosis, demum supra fere glabrescentibus, subtus minus denst 
pilosis, foliis supra rugosis, subtus nervo medio crasso, prominente, ven 
lis prominenter reticulatis; floribus in spicastris ad ramos terminalibus, 
—9 em longis; rhachi sulcata, breviler cinereo-villosa; verticillastris ap 
proximatis, inferioribus 1—2 em distantibus, plerumque 6-floris; bracteis 
lineari-subulatis, ad 4 cm longis; floribus breviter (3—5 mm)-pedicellatis 
coccineis, ealyce prominenter nervoso 10—42 mm longo, dein aucto 15 mm 


longo, breviler sericeo-villosulo, bilabiato, labio superiore integro, aculo, 
inferiore breviter acute bipartito, tubo coecineo, ad calyeis longitudinem 
exserto, 5 mm lato, angusto, labiis brevibus, inferiore multo breviore, tubo 
apicem versus et labiis dense coccineo-villosis, staminibus connectivo elon 
gato, vectiariis dilatatis, conjunctis, stylo apicem versus barbulato, api e 
lisso, laciniis subulatis, 

Die Art gehört zur Section Calosphace und gehört wohl in die Verwandtschaft 
von S. asperifolia Bth, und Verw., wenngleich sich die Gruppe durch die mehr verlän 
verten, endständigen Spicastren auszeichnet. 

Mattogrosso: zwischen Stauden zerstreut auf Sumpfboden an einen 
Buriti-Bach am oberen Kulisehu (n. 745. — Blühend im Juli 1899). 

Eriope crassipes Bth, Lab. 144. 

Blüten hell-lila. 

Mattogrosso: zerstreut auf Camp-Queimada am oberen Kuliseht 


(n, 762, — Blühend im Juli 4899), 


Beitrag zur Flora von Mattogrosso. 189 


Hyptis angustifolia Pohl in Bth. Lab. 89. 

Der holzige, verästelte Stengel kriecht lang am Boden hin und trägt zahlreiche 
ine Wurzeln; die zahlreichen, aufsteigenden Aste werden nicht sehr hoch und tragen 
ue wenige Köpfchen. Blüten blass-lila. 

Matto grosso: zerstreut auf fast vegetationslosem, trocknen Sandstein- 
oden im Thale des Cuyabä de larga (n. 525. — Blühend im April 1899). 
H. carpinifolia Bth. Lab. 145. 

Aus diekem, holzigen Wurzelstock mit mehreren blühenden Stengeln; Blüten lila. 
Mattogrosso: zerstreut auf sumpfiger Wiese bei der Fazenda Janjo 
m Corrego fundo (n. 498. — Blühend im April 1899); an einem aus- 
? 0 kneten, schmalen Wasserlauf im Quellgebiet des Batovy /n. 688. 
lühend im Juni 1899). 

H. crenata Pohl ex Bth. Lab. 93. 

Mattogrosso: sehr häufig zerstreut auf trocknen, steinigen Hügeln 
ai Cuyabä (n. 389. — Blühend im März 1899. 

H. glutinosa Bth. DC. Prodr. XII. 130. 

Die ganze Pflanze ist klebrig behaart; aus sehr dickem, kurzem, holzigem Wurzel- 
xck erheben sich mehrere, nur in der Blütenregion verzweigte Stengel, die 50—60 cm 


LA 


ch werden; die Blätter sind unregelmäßig einfach oder doppelt spitz gekerbt, 4 cm lang. 
4 Mattogrosso: zerstreut auf trocknem Camp am oberen Paranatinga 
n. 540. — Blühend im Mai 1899). 

= Hi. goyazensis St. Hil. ex Bth. Lab. 92. 

— Mattogrosso: häufig im Camp am oberen Kulisehu; die Pflanzen in 
kleinen Gruppen (n. 708. — Blühend im Juli 1899). 

- H. helophila Pilger n. sp.; radice crassa, simplici; caule crasso, erecto, 
h rbaceo, 4 m alto, ad basin diametro 1 em, tetragono, glabrescente, pilis 
I brevibus laxis parce insperso, parte jam inferiore valde ramoso, ramis va- 
lis folüferis et floriferis; foliis caulis inferioribus ovatis vel ovato-lanceo- 
ik, grosse irregulariter simpliciter vel nonnumquam duplicato-serratis, 
= e breviter angustatis vel rotundatis, obtusis vel = acutatis, basin ver- 
longe in petiolum angustatis, 8—10 cm longis et 3—5 cm latis, glas 
ore escentibus vel = pilis laxis, aIbitis: filiformibus inspersis, nervis subtus 
prominentibus grosse reticulato - conjunctis, petiolo laminam longitudine 
aq squante vel superante, foliis superioribus brevioribus, attamen semper in 
pe iolum longiorem attenuatis; inflorescentia ad ramos terminali, ampla; 
bracteis lanceolatis , te eh ad 2 cm longis; capitulis longe peduncula- 
tis, ad 6 cm longis ; paribus capitulorum infimorum valde distantibus, capi- 
hs is semiglobosis, { em altis et ad 2,5 cm latis; prophyllis capitula paulo 
aperantibus, numerosis, exterioribus reinen obtusiusculis, nervo- 
sis, apicem versus dense brevissime hispidis, margine pilis longioribus 
laxiuscule eiliatis, interioribus angustioribus, longe acuminatis; calyce recto, 
ubo glabrescente, basin versus angustato, dentibus strictis, tubo paulum lon- 
bribus, margine laxe hispidis; corolla parum exserta, lobis pilis longis, 
xis, us instructis; floribus albido-violascentibus. 


190 R. Pilger. 


Verwandt mit H. capitata Jacq., aber von dieser Art und Verwandten durch da 
auch später halbkugelige Köpfchen, durch langgestielte Blätter, große Vorblätter 
köpfchens und längere Kelchzähne verschieden. L | 

Mattogrosso: häulig zerstreut auf Sumpfboden im Cuyabäthai ober- 
halb von Rosario (n. 427. — Blühend im April 1899). 

H. imbricata Pohl in Bth. Lab. 98. 

Blüten grünlich-gelb mit hellvioletter Unterlippe. | 

Mattogrosso: auf trocknem, steinigen Abhang am Quellbach des | 
Jatoba (n. 666. — Blühend im Juni 1899). | 

H. indivisa Pilger n. sp.; radice brevi, crasse lignosa, caules plures, | 
ad 4 m altos, lignosos emittente; caulibus simplieibus, erectis, parte supe- 
riore dense foliosis, tomento brevi, cinereo dense obtectis; foliis erectis 


et 2,5 cm latis, nervis subtus parum prominentibus grosse reticulato- 
conjunctis; inflorescentia paniculari ad caules terminali, 30 cm longa, e pari- 


bus numerosis ramorum brevium in axillis bractearum foliacearum dispo- | 
sitarum composita; ramis illis inferioribus 5-—7 cm longis, dense tomentosis, 


| 
| 
] 
| 


exterioribus ovato-lanceolatis, interioribus lanceolatis, longius angustatis, | 
dorso el imprimis margine pilis brevibus, patentibus, strictiusculis sericeis, 
nervis tenuibus, parallelis; calyce tubo brevi, campanulato-tubuliformi, 
dentibus tubo Jongioribus, anguste linearibus, acuminatis, tubo inter dentes 


et dentibus sericeo-pilosis; corolla parum exserla, pilis brevibus paree in 


. 


| 
N 
| 
| 
| 
spersa; floribus obscure violaceis. | 

Die neue Art gehört in die Seetion Polydesmia. | 

Mattogrosso: zerstreut im Serrado bei Cuyabä (n, 399. — Blühend 
im März 1899). 

H. interrupta Pohl in Bth. Lab. 77. 

Blüten gelblich weiß, mit dunkel purpurnen Punkten. 

Mattogrosso: häufig zerstreut im Camp am oberen Ronuro (n, 609) 
Blühend im Juni 1899). 

H. Jasiocalyx Pilger n. sp.; suffrutex; radice lignosa, crassissima, cat 
les complures lignosos, ramosos, erectos, 80 em altos edente, caulibus stria 
lis, partibus junioribus dense breviter pilis fuseo - flavescentibus  tomens, 
Ioso-villosis; foliis lanceolatis vel inferioribus ovalo-lanceolatis, apice sub- 
rotundatis, obtusis vel + breviter acuminatis, basi sensim in petiolu 
brevem attenuatis, ad 7 cm longis et ad 3 em lalis, plerumque 1,5—2 € 
latitudine non superantibus, margine irregulariter grosse oblusiuseule ser 
ratis, subtus dense breviter tomentoso-villosis, supra dense breviter 


seitrag zur Flora von Mattogrosso. 191 


brevissime tomentosis, nervis subtus prominentibus, venulis arete reticulatis : 
paribus capitulorum ad apices ramorum satis distantibus, in axillis brac- 
fearum euphylloidearum dispositis, longe (ad 4 cm) — peduneulatis, pedun- 
eulis densissime pilis albido-flavescentibus tomentoso-villosis; capitulis 
globosis, mediocribus, 1 em longitudine pleramque non superantibus; brac- 
{colis subulatis capitulo brevioribus, parum numerosis, ad 7—-8 mm longis, 
dense albido tomentoso-villosis; calyce tubuloso, tubo angusto, basin versus 
angustato, breviter villoso-tomentoso, demum sub fauce parum constricto, 


Er 
. 


ineurvato, dentibus ac tubis subaequilongis, lineari-lanceolatis, obtusis, a 
“basi ad apicem aequilatis, dense villoso-tomentosis; flore albido-lilacino, 
corolla longius exserta, lobis apicem versus villosulis, stilo exserto, stig- 
mate parvo, rotundato. 

Die neue Art gehört der Section Cyrta an und schließt sich an Hyptes longipes 
St. Hil. und Verwandte an, von denen sie aber schon durch die Behaarung sehr ab- 
weicht. et . 

| Mattogrosso: zerstreut am Waldrand am Cuyabä de larga auf trock- 
nem Boden (n. 542. — Blühend im April 1899). 


= 


H. Loeseneriana Pilger n. sp.; radice brevi, crassissima, lignosa, 
eaules 1—2 herbaceos satis tenues edente; caulibus erectis, simplicissimis, 
vel in regione superiore florali nonnumquam ramo florifero instructis, 
parte inferiore tetragonis, glabrescentibus vel == villosis, striatis, parte 
superiore obscure tetragonis, imprimis sub florum capitulis dense floccoso- 
villosis, 60—80 cm altis, inferne foliosis, superne efoliatis; foliorum oppo- 
sitorum paribus satis distantibus, foliis ovato-lanceolatis, sessilibus, basi 
= angustatis vel rotundatis obtusiusculis breviter serrulatis = dense 
sericeo-villosis, ad 6 cm longis et 2 cm latis, nervo medio et nervis secun- 
dariis subtus satis prominentibus; verticillastris paucis longe distantibus, 
capitulis 2 sessilibus confluentibus vel parum divisis formatis, longe et 
dense villoso lanatis, ad 1,5 cm altis et 2,5 cm latis, plerumque minoribus, 
prophyllis numerosis, linearibus vel lineari-lanceolatis, calyces aequantibus, 
imprimibus exterioribus dorso et margine dense longe villoso-lanatis; calyce 
recto, tubo breviter villosulo, inter dentes longe villoso, dentibus rectis, 
Subulatis, margine villosulis, tubo circa duplo brevioribus; corolla parva, 
parum exserta, extus villoso-puberula; alba, violaceo-punctulata. 
Die neue Art ist verwandt mit H. nudicaulis Bth. 

… Mattogrosso: häufig zertreut auf trocknen, steinigen Hügeln bei Cu- 
yabi (n. 407. — Blühend im April 1899). 


 H. mattogrossensis Pilger n. sp.; caule tenuiore, lignoso, usque ad 
2 m alto, parte superiore aphyllo, ramoso, basi + adscendente, parte in- 
feriore pilis longis, albis, strietis, filiformibus, patentibus laxe insperso, parte 
Superiore tereti, glaberrimo, glaucescente, foliis papyraceis, satis tenuibus, 
Ovalis, apice = rotundatis, acutis vel breviter acuminatis, basi = rotun- 
datis, ad 6 cm longis et 3,5 em latis, supra laxe, subtus densius pilis pa- 


192 - R. Pilger. 


tentibus albis, tenuibus inspersis, nervis subtus prominentibus, reticulatis 
petiolo 1—4,5 cm longo; panicula ad ramos terminali, aphylla, elongata 
laxiflora; rhachi et ramis laxe pilis albidis, patentibus inspersis; ramis 
junioribus dense breviter glanduloso - pilosis; panicula ad 50 em longa; | 
ramis inferioribus valde distantibus, elongatis, parte inferiore floribus desti 
tutis, remotifloris, raro parce ramulosis, plerumque floribus singulis 
ramos oppositis, ramis superioribus brevibus; florum pedicellis quam calyx 
- duplo circiter longioribus, bracteis et prophyllis, quorum in pedicello duo ad- 
sunt, brevissimis, linearibus, caducis; calyce tubuloso dentibus rectis, acutis, — 
tubo duplo brevioribus, calyce dense breviter hispidulo et pilis glanduliferi 
brevibus insperso; corolla longius exserta, coccinea, tubo calycem 2—3-plo 
superante, ad 1,5 cm longo, tubo et lobis corollae pilis laxis, erispulis in 
spersa. 
Die neue Art gehört zur Section Aypenia und unterscheidet sich von den ver 
wandten Arten (H. retieulata Mart. und Verwandten) durch die Consistenz und Behaarung 
der Blätter mit weniger hervortretenden Nerven, die Behaarung der weniger ausspreizenden 


Rispenäste; der Kelch vergrößert sich nach der Blütezeit und hat stark her vortretende — 
Nerven. | | 


Mattogrosso: zerstreut auf trocknem Campboden am Waldrand am 
oberen Ronuro (n. 607. — Blühend im Mai 1899). 
H. recurvata Poit. in Ann. Mus. Part. VIL 467. 


Die 4,5 m hohen Pflanzen stehen in größeren Gruppen zusammen, Blüten schwach 
violett. 


Mattogrosso: auf trocknem Campboden am Waldrand am oberen 
Ronuro (n, 624. — Blühend im Mai 4899). 

H. suaveolens Poit. in Ann. Mus. Par. VII. 472. 

Staude, bis 2 m hoch. Blüten hell lila. 

Mattogrosso: Cuyabä, am Außenrande der Stadt; auch gesellig auf 
zerodeten Plätzen vor der Stadt (n. 218. — Blühend im März 1899). | 

Peltodon pusillus Pohl Pl. Bras. le. I. 67. t. 5%. 

Mattogrosso: häufig zerstreut auf Camp Queimada am oberen Kull- 
sehu (n. 744. — Blühend im Juli 1899). 


Solanaceae. 

Datura fastuosa L. Sp. PL 256. 

2 m hoher, diehtbuschiger Halbstrauch; Blüten gelblich weiß und lila, 

Mattogrosso: in Gärten von Guyabä verwildert {n. 306. — Blühend 
und fruchtend im März 1899). 

Solanum lycoca pui St, All, Voy, I, Vol. V. 333, 

ruta de lobo, 

Strauchig oder besonders im Camp baumartig, 


Maltogrosso: zerstreut im Serrado bei Cuyaba (n, 174. — Blühend 


im Februar 1899 — fruchtend im October), 


Beitrag zur Flora von Mattogrosso. 193 


Scrophulariaceae. 


Angelonia micrantha Bth. in DC. Prodr. X. 252. 
Mattogrosso: häufig zerstreut auf offener Sandfläche an der Bandeira 
bei Cuyabä {n. 310. — Blühend im März 1899). 


Herpestes gracilis Bth. in DC. Prodr. X. 395. 

Blüten hellviolett. 

Mattogrosso: gesellig auf Sumpfwiesen am Quebosinho im Cuyabä- 
thal oberhalb von Rosario (n. 468. — Blühend und fruchtend im April 
1899). 


H. reflexa Bth. in DC. Prodr. X. 399. 

Blüten blasslila. 

Mattogrosso: in einem Bache bei der Piava, an stehenden Stellen 
neben dem Lauf (n. 534. — Blühend im April 1899). 


Scoparia dulcis L. Sp. Pl. 168. 
_ Mattogrosso: häufig zerstreut auf trocknem, steinigen Boden im Ser- 
rado bei Cuyabä (n. 814. — October 1899). 


S. flava Cham. et Schlecht. 8. pinnatifida (Cham. et Schlecht.) 
Schmidt in Fl. Bras. VIII. 1. 266. 

Mattogrosso: zerstreut an einem ausgetrockneten Wasserlauf im Ser- 
rado bei Cuyabä (n, 811. — Blühend im October 4899). 


Aleetra brasiliensis Bth. in DC. Prodr. X. 339. 


Blüten orangegelb. 
Mattogrosso: viel im schlammigen Lauf eines Buriti-Baches am obe- 
ren Kulisehu (n. 725. — Blühend im Juli 1899). 


Esterhazya splendida Mikau a. latifolia Schmidt in Fl. Bras. VII, 
1. 276. 

Blüten zinnoberrot. Halbstrauch, schwach verzweigt, 1,5 m hoch. 

Mattogrosso: zerstreut auf trocknem Sandboden am Fuße der Serra 
das Pedras im Cuyabäthal (n. 470. — Blühend im April 1899). 

Gerardia hispidula Mart. Nov. Gen. et Spec. III. 13. 

Blüten hellviolett. 

Mattogrosso: zerstreut auf offener, feuchter Sandfläche bei Cuyabä 
(n. 397. — Blühend im April 1899). 


Buechnera elongata Sw. Fl. Ind. Occ. IL 1061. 

Mattogrosso: zerstreut auf offenen, steinigen Hügeln bei Cayabä 
(n. 363. — Blühend im April 1899). 

B. palustris Spr. Syst. Veg. IL 805. 

Blüten rotviolett. 

Mattogrosso: zerstreut auf feuchter Wiese bei der Piava (n. 532. — 
Blühend im April 1899), (n. 451. — sine adn. loc.) 

Botanische Jahrbücher. XXX. Bd. 13 


194 R. Pilger. 


Lentibulariaceae. 
Utricularia amethystina St. Hil. Mon. Prim. et Lent. 40. | 
Mattogrosso: häufig zerstreut auf sumpfiger Bachwiese bei Cuyab{ 
(n. 248°. — Blühend und fruchtend im Februar 1899). 4 
U. Meyeri Pilger n. sp.; radiculis parvis, ampullis destitutis; scapo | 


in scapo integris parvis, membranaceis, ovatis, acutis, basi lata affixis, dis- ' 
tantibus; inflorescentia elongata, multiflora, ad basin ramosa, ramis simpli- 
cibus, ad 8 cm longis; floribus singulis, breviter (circa 3—4 mm) pedicellatis; _ 
bracteis parvis, integris; floribus luteis; calycis foliis 2 majusculis, mem- 
branaceis, lutescentibus, ovatis, basi cordatis, parum inaequalibus, 6,5 
5 mm longis, 5 et 3,5 mm latis; nervis numerosis tenuibus parallelis, ' 


sursum curvato, sensim attenuato, tenui; foliis calycinis persistens 
tibus, lutescentibus, rigidius membranaceis, acutis, fructum 


et 6 mm longis; capsula 3 mm longitudine parum superante, anguste 
ovata, seminibus numerosis. 
Mattogrosso: viel zerstreut auf sumpfiger Wiese an einem Buri iv 
Bach am oberen Kulisehu (n. 730. — Blühend und fruchtend im Juli 
1899). | 


| 
U. neottioides St. Hil. Mon. Prim. et Lent. 34. 


. 
| 
Blüten gelblich weiß. | 
Mattogrosso: gesellig auf Steinblöcken, die von Wasser übervieselt 
sind, in einem Bachlauf am oberen Paranatinga (n. 561. — Blühend und 
fruchtend im Mai 1899). 


— 


Bignoniaceae. 
Arrabidaea Arthrerion Bur. ap. Baill. Hist. Pl. X. 28. in adnob 
(Fl. Bras. VIII. 2. 50). 
Mattogrosso: auf feuchtem Boden an einem Bache bei Cuyab® 

(n. 201. — Blühend im Februar 1899). 
A. macrophylla K. Sch. in Fl. Bras. VIII, 2. 25. 


Blüten carminrot. 5—6 m hoher Baum mit lang auslaufenden, biegsamen Zwel- 
ven, die auf andere Bäume übergehen, mit dichter Laubkrone und reichen Blüten- 


. 


in ET en 


1Ispen, 
Mattogrosso: auf trocknem Boden zerstreut im Waldrand am Ufe 
der Bandeira bei Cuyabä (n, 309. — Blühend im März 1899). 
Anemopaegma mirandum A. DC. in Prodr, IX. 187. var. B. ver 1 
tieillata Bur. 
Niedrige Staude, Stengel 1/9 m hoch, unverzweigt, Blätter sehr schmal, hart, 
eefaltet, wirtelig zusammengedrängt. 


Beitrag zur Flora von Mattogrosso. 195 


| Mattogrosso: am Gebüschrand eines Baches am Fuße der Serra das 
Pedras im Cuyabäthal (n. 484. — Fruchtend im April 1899). 

Memora axillaris Bur. et K. Sch. in Fl. Bras. VII. 2. 269. 

Strauch, 4,5 m hoch, dichtbuschig, reichbelaubt, mit orangegelben Blüten bedeckt. 

Mattogrosso: zerstreut auf trocknem Sandboden am Fuße der Serra 
das Pedras in Cuyabäthal (n. 488. — Blühend im April 1899). 

M. campicola Pilger n. sp.; radice crassa, rhizomatica, caules lig- 
nosos, plures, metrales, simplices, a basi foliis ornatos edente; caule 
terete, imprimis superne dense breviter albido tomentoso-pubescente ; foliis 
decussatis, impari-bipinnatis, pinnis 4—5 cm distantibus, petiolo ad inser- 
tionem pinnorum nodoso, intus leviter sulcato, phyllis basi foliorum valde 
reductis, glandulosis, paribus pinnorum 3 vel 4 et pinno impari, pinnis ad 
6-jugis, foliolis ovato-lanceolatis, impari majore, obtusis, supra et imprimis 
subtus dense breviter tomentoso-pubescentibus, subtus nigro-punctulatis, ses- 
silibus, costa prominente, foliis ad 30 cm longis, pinnis inferioribus ad 15 cm, 
foliolis circ. 1,5—2 cm longis et 1—4,5 cm latis, imparibus majoribus, foliis 
ad caulem superne + decrescentibus, rarissime in cirrhum abeuntibus; in- 
florescentia raro paniculata (ramis inferioribus iterum divisis), plerumque ra- 
cemis decussatis, satis brevibus, gracilibus composita, nonnumquam foliis 
intermixta, rhachi racemorum viscosa; floribus decussatis, bracteis et brac- 
teolis sub flore singulo linearibus, puberulis, calycem medium haud aequantibus; 
calyce subcampanulato-infundibuliformi, apice brevissime irre- 
gulariter 5-lobulato, glabrescente, apice parce ciliolato, 6—7 mm longo; 
corolla lutea longe exserta, infundibuliformi, 3,5—4,5 cm long. 


Die neue Art ist verwandt mit M. pubescens K. Sch., weicht aber durch die Form 
des Kelches, durch kürzere und schmalere Bracteen ab. 


_ Mattogrosso: zerstreut im Camp im Quellgebiet des Batovy (n. 677, 
— Blühend im Juni 1898). 

Jacaranda rufa Manso Enumeracäo brazil. 40. 

Nom. vern.: Garoba. 

Blüten rotviolett mit dunklerem rotvioletten, gestreiften Schlund. 

Mattogrosso: häufig zerstreut im Camp am oberen Paranatinga 
{n. 800. — Blühend im September 1899). 

Tecoma adenophylla K. Sch. in Fl. Bras. VII. 2. 412. 

Piuva-Baum. 

Baum, 40—45 m hoch, zur Blütezeit fast blattlos; Stammdurchmesser bis 40 cm; 
Rinde hell, glatt; Krone rund, ausgebreitet, ganz bedeckt mit rotvioletten Blütenrispen, 
die an den Enden kleiner blattloser Zweige stehen. Blüten mit dunkelgelbem Schlund. 

Mattogrosso: häufig zerstreut auf trocknem.Boden am Rande des 
Uferwaldes am oberen Jatobä und Kulisehu (n. 664. — Blühend im Juni 
1899). 

T. Caraiba Mart. in Fl. XXIV. 2. Beibl. 14. 


Baum, 4 m hoch; Stamm unregelmäßig verästet, mit brüchigem Holz und hell- 
grauer, dicker, tiefrissiger Borke; Krone ausgebreitet; Blüten eitronengelb, die Blüten- 
stände an den Spitzen blattloser Äste. 


13% 


: 


196 R. Pilger. a 


Mattogrosso: auf steinigem, trocknen Boden am Bachufer im Quell- 
gebiet des Batovy (n. 681. — Biökkenel! im Ju 1899). 2. 

T. Piutinga Pilger n. sp.; arbor alta; ramulis novellis imprimis su= 
perne dense albido-lepidotis, omnibus ad apicem florum umbellis ornatis. 
foliis longe petiolatis, ternatis, petiolo 9—10 cm longo, foliolo superiore 
longe (4—5 em), reliquis duobus breviter (eire. 1 cm) petiolulatis, petiolo et 
petiolulis lepidotis, foliolis ovato-lanceolatis, breviter attenuato-acuminatis, ob- 
tusis, integris, supra glabris vel parce lepidotis, subtus albido-lepidotis et 
ad angulos nervorum dense breviter brunneo-villosis, 9—10 cm longis et 
5—6 cm latis vel nonnumquam majoribus; inflorescentia umbellata ; floribus 
singulis ad apicem ramuli umbellatis, pedicellatis, bracteolis eeu: ala 
eis basin plerumque non echdlittthtis: pedicellis et bracteolis dense lepidotiae 
calyce campanulato-infundibuliformi, 7—8 mm longo, profunde bipartito 7 
breviter irregulariter lobulato, dense lepidoto, margine superiore ter Oui 
villoso; corolla infundibuliformi, irregulariter 5-loba, lobis iterum = lobu- 
latis, alba, striis duabus luteis ornata, extus glabra, intus et marginé 
breviter villoso-pubescente, 4—5 cm longa; ovario lineari, dense lepi- 
doto. “ 

Der Stamm bildet eine Krone von knorrigen, ausgebreiteten Ästen; die dicke Borke 
ist hell graubräunlich, rauh, tiefrissig. | 


Die neue Art ist mit 7. papyrophloios K, Sch. verwandt, doch durch die Structur 
der Borke und durch die Form des Induments verschieden. 

Mattogrosso: häufig zerstreut im äußeren Uferwald auf trocknen 
4 


Boden am oberen Kulisehu (n. 776. — Blühend im August 1899). À 


Acanthaceae (det. G. Linpav). ! 


Hygrophila guyanensis Nees ex Bth. in Hook. Lond. Journ. Bot: 
IV. 634. Û 

Mattogrosso: gesellig auf zermiirbtem Sandstein am Ufer des oberen 
tonuro (n. 602. — Blühend und fruchtend im Mai 1899). 

Ruellia glanduloso-punetata (Nees) Lindau (Fl. Bras. IX. 34). 

Blüten blaulila. | 

Mattogrosso: zerstreut auf trocknen, steinigen Hügeln bei Cuyabt® 

377. — Blühend im März 4899). 

R. Herbstii (T. And.) Hiern in Warm, Symb. 684. 

Blüten lila, 

Mattogrosso: an sandigem Uferhang am oberen Ronuro (n. 603. _ 
Blühend im Mai 1899). | 

Lepidagathis alopecuroidea (Nees) Lindau (Fl. Bras. IX. 72). 08} 

Blüten weiBlich, die Unterlippe mit lila Punkten. 7 

Mattogrosso: gesellig an sandigem Uferhang am oberen Kulisehu 
‘n, 697, — Blühend im Juni 1899). 

Acanthura Lindau noy. gen. ; calyx 5-lobatus, lobis lateralibus brevioribus, 
corolla ei Justiciae similis. Stamina 4, disereta, filamentis posticis brevioribus, 


4 


Beitrag zur Flora von Mattogrosso. 197 


antherae staminum anticorum biloculares, loculis aequialte affixis, posti- 
corum uniloculares, loculo postico rudimentario. Pollinis granula iis generis 
Lepidagathis similia. Stigma indivisum. — Folia lanceolata. Spicae termi- 
nales et ad apicem caulis axillares. Bracteae bracteolaeque lanceolatae, 
mucronatae. 

Die Gattung gleicht im Bau der Gattung Leprdagathis, mit der auch der Pollen 
übereinstimmt. Der Unterschied beruht hauptsächlich in den einfächrigen Antheren der 
hinteren Staubblätter. Loptostachys, neben die die Gattung gestellt werden muss, unter- 
scheidet sich durch die längeren Blüten, die breiten Bracteen und den 4-zipflichen Kelch. 
— Habituell gleicht die sofort zu beschreibende Art außerordentlich manchen Justicia- 
Arten aus der Gruppe Dianthera. 

A. mattogrossensis Lindau nov. spec.; herba erecta caule simplici, 
tereti, glabro, cystolithigero. Folia sessilia lineari-lanceolata, apice acumi- 
mata, 5—8 cm longa, 5—7 mm lata, glabra, cystolithis striolata. Spicae 
densae axillares, breves vel terminales, foliis longiores, rhachi pilosa. Brac- 
teae lanceolatae apice mucronatae, 9 mm longae, 2 mm latae, pubescentes, 
pilis glanduligeris intermixtis, bracteolae aequales, sed tantum 7 mm longae, 
1,5 mm latae. Calycis laciniae laterales 7 mm longae, 1,5 mm latae, anticae 
8 X 1 mm, postica 8 X 1,5 mm, omnes pubescentes pilis glanduligeris inter- 
mixtis. Corolla pallide lilacina, extus pilosa. Tubus 14 mm longus, a basi 
usque ad medium 1,5 mm diam., superne ampliatus ad 5 mm diam. La- 
bium posticum 4 mm longum, sic dentibus 2 obtusis, 1 X 1 mm met., 
anticum 6 mm longum, lobis 3 obtusis, 3—4 mm longis, 3 mm latis. Fila- 
menta externa 7, interna 4 mm longa, glabra, basi discreta. Antherarum 
loeuli 2 mm longi, obtusi. Pollinis granula 55—60 u longa, 42—43 u 
diam. Ovarium 1 mm altum. Stylus pubescens, 14 mm longus. Capsula 
ignota. 

Mattogrosso: auf sumpfiger Wiese selten zerstreut an einem Buriti- 
Bach am oberen Kulisehu (n. 729. — Blühend im Juli 1899). 


Lophostachys pubiflora Lindau in Bull. Herb. Boiss. V. (1897) 655. 
_ Mattogrosso: häufig zerstreut im Unterholz im Serradao bei Guyabä 
und Rosario (n. 419. — Blühend im April 1899). 


 -Stenandrium Riedelianum Nees in FL Bras. IX, 76. 
Mattogrosso: zerstreut im Gebüsch am Rio Nobre (n. 412. — Blühend 

im April 1899). 

-  Geissomeria cincinnata Nees in Fl. Bras. IX. 81. 


Schwach verzweigter, 4,5 m hoher Halbstrauch; Blütenröhre zinnoberfarben, oben 
mit dunkelpurpurnen Aalen 


_ Mattogrosso: häufig zerstreut auf sumpfigem Boden im Uferwald am 
Rio Nobre (n. 439. — Blühend im April 1899). 


Justieia (Dianthera) campestris (Nees) Lindau (Fl. Bras. IX. 118). 
0. Mattogrosso: zerstreut zwischen Sandsteinblücken auf feuchtem Boden 
am Ufer des Quellflusses des Ronuro (n. 645. — Blühend im Mai 1899). 


198 R. Pilger. 


Jacobinia rigida (Nees) Lindau (Fl. Bras. IX. 108). 
Blüten purpurn. i 
Mattogrosso: zerstreut im Camp am Rande des Uferwaldes am oberen 


Ronuro (n. 591. — Blühend im Mai 1899). "À 
Chaetothylax tocantinus Nees in Fl. Bras. IX. 153. 


1,5 m hoch, sparrig verzweigt; mit niederliegenden Ästen. 5 
Mattogrosso: gesellig an sandiger Uferbarranca am oberen Kulisehu 
(n. 696. — Blühend im Juni 1899). 


- Rubiaceae. 


Sipanea pratensis Aubl. Pl. Guian. 1. 447. 

Blüten rosenrot. 

Mattogrosso: zerstreut am Uferabhang am Quellfluss des Ronuro 
(n. 577. — Blühend im Mai 1899). | 


Limnosipanea Schomburgkii Hook. f. var. robustior Pilger n. 
var.; caule unico, simplici, robustiore, 12—20 cm alto, vel radice caules 
complures edente vel caule ex axillis foliorum inferiorum ramos erectos, 
simplices, floriferos edente; foliis ovato-lanceolatis, ad 2 cm longis; flore 
albido. 

Mattogrosso: gesellig in kleinen Complexen auf trockner Wiese bei 
Cuyabä (n. 400. — Blühend im April 1899). 


Manettia ignita (Vell.) K. Sch. in Fl. Bras. VI. 6. 474. 
Die Formen der Art sind in der Behaarung sehr verschieden; bei der vorliegenden 
Form ist das Ovar dicht mit kurzen, steifen Haaren besetzt, die sich entwickelnde Frucht 
wird allmählich kahler; die Kelchzipfel sind nur so lang als das Ovar oder sogar noch 
etwas kürzer. . 
Mattogrosso: schlingend im Gebüsch an der sandigen Barranca am 
oberen Kulisehu (n. 693. — Blühend im Juni 1899). 


Ferdinandusa speciosa Pohl Pl. Bras. Ic. I. 42. t. 108. 

Schwach verästelter, 3—5 m hoher Baum mit schwacher Krone. Die Angabe ir 
der Fl. Bras. »stigma integrum« und »stigmate incrassato, subclavato« ist unrichtig, die 
Narbe besteht vielmehr aus zwei flachen, zurückgeschlagenen Lappen; nur in der Jugend 
sieht die Narbe keulig aus, wenn die beiden Lappen noch zusammenschließen, doch 
lassen sie sich auch da leicht trennen. Die Behaarung der Blattunterseite variiert bei 
der Art ziemlich stark. 

Mattogrosso: häufig im Waldstreifen an Buriti-Bächen am oberen 
Kulisehu (n. 727. — Blühend und fruchtend im Juli 4899). 


Chomelia sessilis Müll. Arg. in Fl. Ratisb. 1875 p, 454 et 456. 
2—3 m hoher Strauch; die Frucht, die bisher unbekannt war, ist 6:4 cm groß, 
ulänzend, schwarz, dick eylindrisch, unten abgerundet, oben abgeflacht, mit schwachen 
Riefen, mit vereinzelten, längeren Borstenhaaren besetzt. 
Mattogrosso: zerstreut im Serrado bei Cuyab4 (n. 216. — Blühend 
und fruchtend im Februar 1899). 


Beitrag zur Flora von Mattogrosso. 199 


Alibertia myrciifolia (?) K. Sch. in Fl. Bras. VI. 6. 393. 
Baum, bis 40 m hoch, schwach belaubt; Aste am Stamm im oberen Teil einzeln 

in Abständen, im Verhältnis zum Stamm dünn. Blüten weiß; weibliche Blüten fehlen. 

Mattogrosso: häufig zerstreut im Uferwald am oberen Kulisehu (n. 773. 
— Blühend im August 1899). 

Thieleodoxa lanceolata Cham. in Linnaea IX. 251. 

Mattogrosso: niedriger Baum, sehr häufig zerstreut im Serrado bei 
Cuyabä (n. 491. — Fruchtend im Februar 1899). 

Chiococea brachiata R. et P. var. acuminata Müll. Arg. Fl. Bras. 
VI. 5. 53. 


Blüten citronengelb. Halbstrauch mit dicker Wurzel; Aste dem Boden anliegend. 

Mattogrosso: auf trocknem Steinboden an offenen Stellen im Serrado 
bei Cuyabä {n. 818. — Blühend im October 1899). 

Palicourea rigida Kth. Nov. Gen. III. 289. 

Mattogrosso: auf Sandboden im Serradäo bei Cuyabä (n. 816. — 
Blühend im October 1899); zerstreut im Camp am oberen Paranatinga 
{n. 568. — Blühend im Mai 1899). 

Perama hirsuta Aubl. Pl. Guian. I. 54. 

Mattogrosso: häufig zerstreut auf sumpfigem Boden am Bananal 
(oberer Paranatinga) (n. 553. — Blühend im April 1899). 

Diodia gymnocephala K. Sch. in Fl. Bras. VI. 6. 16. 

- Mattogrosso: häufig zerstreut auf trocknen, steinigen Hügeln bei 
Cuyabä (n. 381. — Blühend im März 1899). 

« D. prostrata Sw. Prodr. Fl. Ind. Occ. 30. 

_ Mattogrosso: gesellig auf offener Sandfläche an der Bandeira bei 
Cuyaba (n. 322. — Blühend im März 1899). 

Borreria angustifolia var. latifolia Pilger n. var.; caule crasso, 
firme ramoso, erecto vel = adscendente; foliis longe sensim acuminatis, 
acutis, basi sensim in petiolum brevem angustatis vel superioribus sessili- 
bus, = plicato-nervosis, ad 8 cm longis et ad 1,5 cm latis, superioribus 
plerumque angustioribus; capsula 2—2,5 mm longa, breviter hispidula vel 
-glabrescente; semine lanceolato-ovoideo, apice et basi rotundato, dense tu- 
berculato. 

Mattogrosso: an offenen Stellen am Ufer des Quellflusses des Ronuro 
‚in. 640. — Mai 1899). 

B. eryngioides Cham. et Schlecht. forma glaberrima. 

Blüten hell-lila. 

Mattogrosso: zerstreut auf Wiese am Rande des Uferwaldes am Rio 
Nobre (n. 434. — Blühend im April’1899). 

Emmeorrhiza umbellata (Spr.) K. Sch. in Fl. Bras. VI. 6. 408. 

Mattogrosso: schlingend im Gebüsch an einem Buriti-Bach am oberen 
Kulisehu, von weißen Blütenständen bedeckt (n. 758. — Blühend im Juli 
1899). 


200 R. Pilger. 


Mitracarpus hirtus DC. emend. K. Sch. in Fl. Bras. VI. 6. 84. 
Aste zahlreich, dem Boden angedrückt. 
Mattogrosso: zerstreut auf trocknem, sandigen Boden bei Cuyab& 
(n. 352. — Blühend im März 1899). 


M. parvulus K. Sch. Fl. Bras. VI. 6. 84. | 
Mattogrosso: häufig zerstreut auf trocknen, steinigen Hügeln bei 
Cuyabä (n. 385. — Blühend im März 1899). 


Cucurbitaceae. 


Melothria fluminensis Gardn. in Hook. Lond. Journ. Bot. I. 473. 

Mattogrosso: an moorigem Bachrand am oberen Ronuro, zwischen 
Stauden schlingend und am Boden kriechend (n. 648. — Blühend im Mai 
1899). 

Momordica Charantia L. Sp. Pl. 1435. 

Mattogrossso: überall in Cuyabä, im Gebüsch, an Mauern etc. dichté. 
Polster bildend (n. 305. — Blühend und fruchtend im März 1899). 


Campanulaceae. 


Lobelia nummularioides Cham. in Linnaea VII. 241. 
Forma micrantha. 

Mattogrosso: gesellig auf sumpfigem Boden an einem Buriti-Bach_ 

am oberen Kulisehu; Blüten hell-lila (n. 755. — Blühend im Juli 4899). . 


Centropogon surinamensis (L.) Presl. var. vestita Pilger n. van 
foliis supra glabris, subtus = dense breviter hirto-pubescentibus; pedicellis 
et calyce densius, tubo corollae sparse eodem modo vestitis. 

Staude, 3/4 m hoch, reichverzweigt; Blütenröhre purpurn. 

Mattogrosso: sumpfiges Bachufer bei der Piava (n. 539 — Blihend 
im April 1899). | 

Compositae. 


Vernonia desertorum Mart. in DC. Prodr. V. 43. j 

Blüten dunkel rotviolett. Alle Exemplare, die ich von dieser Art im Berl. Herbar sah 
sind Queimada-Pflanzen; aus den niedrigen, einköpfigen Pflänzchen kann man auf das 
wirkliche Aussehen der Pflanze unter normaler Entwickelung gar nicht schließen; aus dem 
dieken, knollenartigen Wurzelstock erheben sich bei den von mir gesammelten Exemplaren 
einköpfige, blühende Stengelchen von höchstens 40 cm Höhe, während daneben aus“ 
demselben Wurzelstock trockne, halbverkohlte Stengel von der vorigen Blütezeit noch 
stehen, die 50 cm hoch sind, 

Mattogrosso: häufig zerstreut auf Camp-Queimada am oberen Kult 
sehu (n. 742. — Blühend im August 1899). 


V. elegans Gardn. in Hook. Lond. Journ. VI. 424, 
Mattogrosso: zerstreut auf trockner Wiese am Fuße der Serra das 
Pedras im Cuyabäthal (n. 476%. — Blühend im April 1899), | 


Beitrag zur Flora von Mattogrosso. 201 


V. ferruginea Less. in Linnaea 1829 p. 271. 
> Strauch, 4,5 m hoch; fast gänzlich kahl, nur die blühenden Zweige im oberen Teil 

beblättert. 
_ Mattogrosso: Camp am oberen Kulisehu (n. 717. — Blühend im 
Juli 1899). 
 Y. obtusata Less. in Linnaea 1831. p. 662. 

Dicker, knolliger Wurzelstock mit mehreren über meterlangen, holzigen Stengeln. 

Mattogrosso: an einem ausgetrockneten, schmalen Wasserlauf im 
Quellgebiet des Batovy (n. 689. — Blühend im Juni 1899). 

Var. angustata Pilger n. var.; gracilior, foliis caulinis lineari-lan- 
ceolatis, rigide coriaceis, 12—16 cm longis et 8—10 mm latis; foliis capi- 
tula bracteantibus lineari-lanceolatis, sursum decrescentibus. 

… Mattogrosso: zerstreut auf trockner Wiese am Fuße der Serra das 
Pedras im Cuyabäthal (n. 476. — Blühend im April 1899). 

V. schwenkiaefolia Mart. in DC. Prodr. V. 44. 

Blütenköpfe violett. 

Mattogrosso: zerstreut auf trocknen Camphiigeln bei der Piava (n. 537. 
— Blühend im April 1899). 


V. varroniaefolia DC. Prodr. V. 56. 

4 m hoch, wenig verzweigt. 

Mattogrosso: zerstreut im Serrado bei Cuyaba (n. 308. — Blühend 
im März 1899). 

Stilpnopappus speciosus (Less.) Bak. (Linnaea 1829 p. 290). 

Mattogrosso: zerstreut auf steinigem Boden im Camp am oberen 
Paranatinga (n. 563. — Blühend im April 1899). 
_ Eremanthus exsuccus (DC.) Bak. in Fl. Bras. VI. 2. 166. 

Blüten violett. 

Mattogrosso: zerstreut im Camp am Bananal (oberer Paranatinga) 
(n. 552. — Blühend im April 1899). 

Soaresia velutina Sch. Bip. in Pollichia 1863 p. 376. 

Die Pappusschuppen sind schmal, flach, nach der Spitze lang verschmälert, bis 
zum Grunde getrennt (nach dem Originalexemplar von Pont aus Goyaz, von dem 
mir aus dem Wiener Herbar eine Frucht übersandt wurde), anliegend kurz seidig be- 
haart, 0,5 mm breit oder etwas breiter und 42 mm lang. Die Angaben in den Nat. 


Pfl. Fam.: »Pappus eine Reihe in einen Ring verwachsener Schuppen<, sowie in der 
El. Bras.: »paleis in annulum concretis« sind unzutreffend. 


Mattogrosso: selten zerstreut auf trocknem Camp am oberen Para- 
natinga (n. 544. — Blühend im April 1899). 
__ Elephantopus angustifolius Sw. Prodr. 145. 

Blüten weißlich, schwach lila. 
_ Mattogrosso: zerstreut an offenen Stellen im Serrado bei Cuyaba 
(n. 821. — Blühend im October 1899). 

E. scaber L. Sp. Pl. Ed. I. 814. 

Mattogrosso: Cuyabä (n. 404. — Blühend im März 1899). 


202 R. Pilger. 


E. riparius Gardn. in Hook. Lond. Journ. IV. 425. | 
Mattogrosso: an sandigem Bachufer am Fuße der Serra das Pedras 
im Cuyabäthal (n. 472. — Blühend im April 4899); häufig zerstreut auf 
sandigem Uferabhang am oberen Paranatinga (n. 548. — Blühend im April 
1899). | 
Eupatorium amygdalinum Lam. var. à. glandulosa (Gardn.) Bak. 
in Fl. Bras. VI. 2. 344. 
Blüten rotviolett, 
Mattogrosso: zerstreut auf trocknem Camp am oberen Paranatinga 
(n. 578. — Blühend im Mai 1899). 


E. ivaefolium L. var. gracillima Bak. in Fl. Bras. VI. 2. 290. 

Mattogrosso: gesellig in einer Einsenkung im Camp im Quellgebiet 
des Batovy (n. 680. — Blühend im Juni 1899). 

E. kleinioides Kth. Nov. Gen. IV. 420. 

Blüten hell bläulich-lila. 

Mattogrosso: zerstreut auf feuchter Wiese an einem Bachufer am 
oberen Paranatinga (n. 579. — Blühend im Mai 1899). 


E. macrocephalum Less. in Linnaea 1830. p. 836. 

Mattogrosso: auf trocknem Sandsteinboden bei Pedras im Cuyabäthal 
(n. 455. — Blühend im April 1899). 

E. subtruncatum Gardn. in Hook. Lond. Journ. VI. 443. 

Mattogrosso: zerstreut auf trocknen, steinigen Hügeln bei Cuyaba 
(n. 350. — Blühend im März 1899). 

E. Meyeri Pilger n. sp.; caule erecto, lignoso, simpliei (parte su 
periore tantum florifero-ramoso), 50 cm alto, tereti, striato, dense imprimis 
parte superiore pilis longioribus, patentibus albidis hirto-piloso ; foliis op 
positis, internodiis parte inferiore caulis 5—6 cm longis, foliis lanceolatis 
vel ovato-lanceolatis, breviter petiolatis, in sicco valde fragilibus, grosse irre- 
gulariter crenatis, apicem versus sensim angustalis, basin versus sensim 
deltoideo-angustatis, ad 14 cm longis et 4 cm latis, supra dense strigoso= 
hirtis, subtus imprimis ad nervos indumento eodem ac in caule et ramis, 
nervis subtus prominentibus, reticulato-conjunctis; inflorescentia terminali 
contracta, multiflora, e ramis longioribus floriferis in axilla foliorum sus 
periorum caulis et e ramis brevioribus in axilla bractearum apicem caulis 
versus deerescentium composita; capitulis ad apicem ramulorum glomerulatis 
plerisque sessilibus vel rarius breviter pedicellatis, capitulo eylindrico, 
1 cm circiter longo et 3 mm lato; bracteis involueri numerosis, 5-—6 seriatis, 
inferioribus minoribus, ovatis, obtusis, ciliolulatis, stramineis, superioribus 
lanceolatis, + acutatis, lilacinis, omnibus adpressis; capitulis 15—20-floris; 
pappi setis cire. 30 albidis tubum corollae aequantibus, 5 mm longis; 
achaenio glabro. 

Gehört in die Verwandtschaft von 2. asperrimum Schultz-Bip. unterscheidet sich 
aber durch die Behaarung, sowie durch reicheren Blütenstand mit längeren unteren 


Beitrag zur Flora von Mattogrosso. 903 


Zweigen aus den Achseln der oberen Blatter. Die Behaarung des Stengels, die nament- 
lich im oberen Teile und an den Zweigen des Blütenstandes dicht ist, besteht aus ziem- 
lich steifen, längeren Haaren, die mehrzellig sind, aus breiterer Basis zugespitzt, weißlich 
glänzend, dünn; die Blattunterseite ist ebenso behaart, während bei der Blattoberseite 
Warzen hervortreten, die röhrige, steife, zugespitzte, mehrzellige, weißlich glänzende 
Haare tragen. 

Mattogrosso: zerstreut auf trockner Wiese am Fuße der Serra das 
Pedras im Cuyabäthal (n. 485. — Blühend im April 1899). 

Mikania amara (Vahl) Willd. Spec. Pl. II. 1744. 

Mattogrosso: am Quellfluss des Ronuro im Ufergebiisch 2—3 m hoch 
schlingend (n. 639. — Blühend im Mai 1899). 

M. psilostachya DC. var. albicans Pilger n. var. pappo setis mi- 
noribus, albido-nitentibus, 5 mm longis. 

Mattogrosso: Bachufer im Quellgebiet des Jatoba, im Gebüsch schlin- 
gend (n. 655. — Blühend im Juni 1899). 

Aster sp. 

Mattogrosso: häufig zerstreut auf Camp-Queimada am oberen Kuli- 
sehu (n. 739. — Blühend im Juli 1899). 

Baccharis subopposita DC. Prodr. V. 413. 

Mattogrosso: zerstreut am Uferhang des Quellflusses des Ronuro 
(n. 572. — Blühend im Mai 1899). 

B. tenuifolia DC. Prodr. V. 423. 


Der dicke, holzige Wurzelstock treibt zahlreiche blühende Stengel, die einen dichten 
Busch bilden. 


Mattogrosso: zerstreut im Camp am oberen Kulisehu (n. 710. — 
Blühend im Juli 1899). 

Gnaphalium indicum L. Sp. Pl. 852. 

Mattogrosso: gesellig auf sandiger Barranca am oberen Kulisehu 
(n. 774. — Blühend im August 1899). 

Achyrocline satureoides DC. 

Mattogrosso: selten zerstreut auf trocknem Camp am Waldrand am 
oberen Ronuro; Pflanzen in kleinen Gruppen zusammenstehend (n. 623. — 
Blühend im Mai 1899). 

Ichtyothere Cunabi Mart. in Buchner Rep. Pharm. 1830. 195. 

Mattogrosso: zerstreut auf trocknem, steinigen Boden am Fuße der 
Serra das Pedras im Cuyabäthal (n. 409. -— April 1899). 

Acanthospermum xanthioides DC. Prodr. V. 524. 

Mattogrosso: auf trocknen, steinigen Hügeln bei Cuyabä (n. 352%. — 
Blühend im März 1899). 

Aspilia elata Pilger n.sp.; suffruticosa, erecta, elata, caule inferne 
lignoso, crasso (diametro 1 cm), ad 2 m alto, ramosissimo, caulis parte su- 
periore cum ramis gracilibus, tenuibus albido hispido-tomentosa; internodiis 
valde elongatis ; foliis sessilibus, lanceolatis, serrulatis, basin et apicem versus 
sensim angustatis, in sicco multo fragilibus, dense longius hispido-tomen- 


204 R. Pilger. 
tosis, ad 12 cm longis et 3 cm latis, dense nervosis, nervis subtus promis 
nentibus; inflorescentia terminali, cymoso-composita, ampla, laxissima; cas 
pitulis ad apicem ramorum elongatorum paucis, plerumque breviter pedi- 
cellatis, mediocribus, 1 cm longitudine parum superantibus; bracteis involucale 
bracteis exterioribus paulo minoribus, ovatis, longius acuminatis, acutis, 
margine ciliolatis; floribus luteis; floribus radii sterilibus bracteas involueri 
duplo superantibus; paleis receptaculi 7 mm longis, luteolis, achaenio coms 
presso, oblanceolato, 4—5 mm longo, parce hispido, pappo squamis angustis, 
brevibus, basi connatis formato, 4 mm nondum aequante coronato. 5 

a andt mit A. floribunda (Gardn.) Bak., aber verschieden durch abweichende 


Behaarung, durch die ausgedehnte Inflorescenz, Bach die Form der Involucralbracteen, 
die schmaler, langer zugespitzt und am Rande gewimpert sind. 1 
Mattogrosso: im Serrado im Cuyabäthal oberhalb von Rosario (n. von 


— Blühend im April 1899). 


A. foliacea (Spreng.) Bak. (Syst. III. 616). | 
Mattogrosso: häufig zerstreut auf Gamp-Queimada am oberen Kull 
sehu (n. 787. — Blühend im Juli 1899). 
vu 


Oyedaea vestita Bak. in Fl. Bras. VI. 3. 207. 
Mattogrosso: zerstreut auf trocknem Sandboden im Serradao bei 
Cuyabä (n. 371. — Blühend im März 1899). 


1) 

Isostigma peucedanifolium Less. in Linnaea 1831 p. 514. # 
Mattogrosso: auf trocknem Sandboden am Fuße der Serra das Pedras” 

im Cuyabäthal (n. 493. — Blühend im April 4899). 1 
Bidens pilosus L. Sp. 1166. | ; 


Bis 2 m hoch, 
Mattogrosso: häufig bei der Fazenda Perrot am Cuyabä de larga 
‘n. 505. — Blühend und fruchtend im April 1899). 


Calea lantanoides Gardn. in Hook. Lond. Journ. VII. 416. 

Blüten gelb; bis 4 m hoch, dichtbuschig wachsend. 

Mattogrosso: zerstreut im lichten Unterholz im Serrado bei Cuyabé 
(n. 444. — Blühend im April 1899). 'q 
Ad 


. 
tt 
Li 


Porophyllum prenanthoides DC. Prodr. V. 649. 
Mattogrosso: zerstreut auf trocknem Sandsteinboden am Fuße der 
Serra das Pedras im Cuyabäthal (n. 503. — Blühend im April 1899). 
Pectis elongata Kth. Nov. Gen. IV. 262. 
Mattogrosso: auf trocknen, steinigen Hügeln bei Guyabä (n. 368". — 


Blühend im März 1899). 4 
P, jangadenis Sp. Moore in Trans. Linn, Soc. 4895 p. 389, 
Mattogrosso: derselbe Standort (n, 368. — März 1899). if 
P, stella Malme in Sy. Vet. Acad. Handl. XXXII n. 5 p. 74. 4 
Mattogrosso: gesellig auf freien Plitzen, trocknem, sandigen Boden 

im Serrado bei Cuyabä (n. 179, — Blühend im Februar 1899), 4 


4 


4 


Beitrag zur Flora von Mattogrosso. 905 


Trixis glutinosa D. Don in Trans. Linn. Soc. XVI. 189. 

Mattogrosso: zerstreut auf trocknem Camp am oberen Paranatinga 
(n. 567. — Blühend im Mai 1899). 
" T. spicata Gardn. in Hook. Lond. Journ. VI. 462. 

Mattogrosso: zerstreut im Camp am Waldrande am oberen Ronuro 
(n. 633. — Blühend im Mai 1899). 

Jungia floribunda Less. in Linnaea 1830. 

Mattogrosso: zerstreut im Camp am Waldrande am oberen Ronuro 
(n. 622. — Blühend im Mai 1899). 


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206 R. Pilger. 


II. Zur Pflanzengeographie von Mattogrosso. 
A. Das Campgebiet nördlich vom Paranatinga im Quellgebiet des Xingu. 


Einleitung. 

Von den niedrigen Bergzügen, die das breite Thal des Rio Cuyabä in 
seinem Oberlauf begleiten, ging die Expedition hinüber zum Thal des Pa- 
ranatinga, und dann nordwärts also über die Wasserscheide, die das 
Stromgebiet des Amazonas und La Plata trennt. Keine größere Erhebung 
bezeichnet diese Grenze, auf den flachen Plateaus schreibt eine geringe 


Niveaudifferenz einem Bächlein seine Route zu einem der beiden Strom- 


gebiete vor. Das Campgebiet im Quellgebiete des Xingi nördlich vom Pa- 


ranatinga, das sich an das centralbrasilianische Plateau von Goyaz anschließt, 


ist ein weitausgedehntes Hügelland; ein flaches Plateau erhebt sich nach 
dem anderen, dazwischen breite flache Einsenkungen — eine Landschaft 
von völliger Monotonie; einzelne Hügel oder Gruppen von Hügeln, die sich 
auch nur wenig aus der umgebenden Landschaft erheben, sind weithin 
sichtbar, auch sie ähneln einander und zeigen wenig charakteristische For- 
men, abgeflachte Kuppen und sanft abfallende Senkungen nach allen Seiten. 
Breite Terrassen im Campgebiet täuschen aus der Ferne den Eindruck einer 
höheren Serra vor; ist aber die oft ziemlich steile Terrasse erklommen 
worden, so sieht man wiederum oben einen flachen Camprücken sich deh- 
nen in gleicher Monotonie. Einförmig wie die Contouren dieser Landschaft 
ist ihre Vegetation, der Campo. Niedrige krüpplige Bäume, einzelne Palmen 
sind zerstreut, seltener treten sie dichter zusammen zu einem Serrado, 
einem Busch von niedrigen unförmigen Bäumchen. Eine mehr oder weni- 
ger gedrängte Vegetation von dichten, starren Grasrasen und von trocken- 
liebenden filzigen oder klebrigen Stauden bedeckt den Boden. Einen kräfti- 
gen Farbenton bringt in das gleichmäßige Graugrün dieser Landschaft die 
Vegetation, die dem Lauf der Bäche folgt. In allen Einsenkungen zwischen 
Camphiigeln entspringen in Sumpfstellen Bächlein, oft zur Trockenzeit fast 


völlig austrocknend, die zahllos zusammenrinnend sich zu den (Quellflüssen 


der gewaltigen Tributäre des Amazonenstroms vereinigen. Ihnen allen: folgt 
von ihrem Entstehen ein dichter, schmaler Waldstreifen mit dunkelgrünem 
Laub, aus dem sich die Kronen der Buriti-Palmen erheben. Diese dunkel- 
grünen Waldstreifen oder Waldflecke sieht man zahlreich sich vom grau- 
grünen Camp abheben, wenn man von einem etwas erhöhten Hügel über 
die wellenförmig sich dehnende Landschaft hinblickt, aus der sich hier und 
da einzeln oder in Gruppen niedere, abgeflachte Hügel erheben. Sind die 
Fifisschen erst etwas wasserreicher, so folgt ihnen ein sich stets verbrei- 


ternder Uferwald von hohen, reichbelaubten Bäumen. 


Beitrag zur Flora von Mattogrosso. 207 


Einige Bemerkungen über das Klima. 


Der Camp steht unter dem Wechsel einer Trockenzeit und einer 
Regenzeit. Die Trockenzeit dauert etwa von April bis October, doch ist 
auch sie nicht absolut regenlos, es ist sogar das gewöhnliche, dass sich im 
August einige starke Regengüsse einstellen, die von den Einwohnern »chuva 
de cajus genannt werden, weil der caju do campo (Anacardium pu- 
milum) nach solchem Regen massenhaft zur Blüte gelangt. Zur Regen- 
zeit gehen täglich zu unregelmäßiger Zeit und von unregelmäßiger Dauer 
starke Regengüsse hernieder, während zur übrigen Zeit der Himmel klar 
ist und voller Sonnenschein herrscht. Der Wechsel.geht häufig erstaun- 
lich schnell vor sich. Auch zur Trockenzeit ist der Himmel nicht unbe- 
wölkt; während in den Morgenstunden der Himmel völlig klar ist, zeigen 
sich von Mittag ab raschwechselnde weiße Wolken, die wechselnde Teile 
der Landschaft mit Schatten bedecken. Die klaren Nächte der Trockenzeit 
bringen eine bedeutende Abkühlung hervor, in freien Campflächen habe ich 
eine Minimaltemperatur von 9° C. beobachtet. Demzufolge ist der Taufall 
des Morgens außerordentlich stark; auch glatte Flächen, wie die Wedel der 
Camp-Palmen sind von Tautropfen besät. Längere Zeit im Campgebiet während 
der Trockenzeit angestellte Beobachtungen im Schatten eines trocknen Ufer- 
waldes ergaben eine Maximaltemperatur von circa 30° C. oder etwas darüber, 
während die Minimaltemperatur von 12° aufwärts schwankte. Besonders 
im Anfang August, wo wir eine Periode stärkerer Bewölkung und häufiger 
eintretender Regengüsse hatten, stieg das Minimum, wie in der Regenzeit, 
auf 18° und 19° C. Eine eigentümliche Erscheinung während der Trocken- 
zeit sind die sogenannten Friagems, die namentlich zum Beginn derselben 
auftreten. Der Himmel ist am Morgen vollständig grau bezogen, die Luft 
ist kühl und windig und ein feiner Sprühregen fällt herab. Die niedrigen 
Hügel sind bis zu ihrem Fuße in Nebelschleier eingehüllt. Oft kann die 
Sonne erst am Mittag durchdringen. Solche Friagems dauern mehrere 
Tage an. 

Durch die Periode der Regenzeit und Trockenzeit wird die Entwicke- 
lung der Vegetation beeinflusst. Zahlreiche einjährige Pflänzchen der 
Sumpfstrecken vollbringen ihren Lebenskreislauf während der Regenzeit, 
die Entwickelung der Grasvegetation und auch in der Hauptsache der 
Staudenvegetation ist an die Regenzeit gebunden, die meisten Campbäume 
werfen in der Trockenzeit ihr Laub ab, doch kann man die Periode der 
Trockenheit nicht als eine völlige Winterruhe betrachten; zahlreiche Stau- 
den sind auch während der Trockenzeit in voller Entwickelung und beson- 
ders ist hervorzuheben, dass viele laubabwerfende Bäume des Campes und 


des Randes der trocknen Uferwälder zur Trockenzeit blühen, vielfach nach 
dem Verlust der Blätter. 


208 R. Pilger. 


1. Formation des Campes. 


Der Erdboden im Camp ist fest, thonartig, gelblich, von auBerordent- 
licher Härte, nur an den Stellen aufgelockert, wo groBe von Ameisen auf | 
gegrabene nackte, gelbe Sandhaufen liegen. Ofters ist der Boden in größerer | 
Ausdehnung mit einer Lage von kleinen Kieselbrocken bedeckt. Die Vege- | 
tation des Campes setzt sich zusammen aus Rasen von Gräsern und Cype= | 
raceen, aus holzigen Stauden und Bäumen, diese meist in der charakte- 


sind die niedrigen Bäumchen auf den Plateaus unregelmäßig schwach ver- | 


streut, einzelstehend .und beeinflussen so das Gesamtbild wenig, seltener ' 


Campplateaus oft nur eine Höhe von 1—2 m erreichend, und dann ein- 
seitig verkrüppelt gewachsen, halb entblättert mit zahlreichen toten Ästen, 


I 


wiederum einen ny 


bogen sind und nur an den Spitzen dichte Rosetten von veHopabi starren | 
Blättern tragen, ähnlich wie bei Phemeria latifola und der mit ero Bell 
weiBen Bliitenrispen geschmiickten Salvertia convallariodora. 

Nicht minder häufig wie Curatella ist im Camp eine niedrige Palme | 
einzeln zerstreut, REGEN comosa die Garirene, die öfters in niedrigen F Exem= 


Wedeln, Zierlicher iat Docs rente) die sich dh, zierlicherl ch 
herabhängende und auseinander gespreizte Wedel auszeichnet. Man findet 
sie immer in kleinen Gruppen im Camp zusammenstehend. Die Form de 
Sträucher fehlt dem Campe fast ganz, nur an den Stellen des Bodens im) 
Camp, die durch die Thätigkeit der Ameisen aufgelockert sind, drängen sich 
Pflanzen von strauchartigem Wachstum zusammen, breitblättrige Cassien, | 
Solanum lycocarpum in diehten Büschen, das auch sonst baumartig wae 
send im Camp häufig zerstreut ist, Jatropha wrens, Cordia insignis m 
großen, tabakgelben Blütenrispen. Zu ihnen gesellt sich ein größerer 
Reichtum von Stauden, die die Auflockerung des Bodens sich zu Nutze | 


machen, {| 
Geschlossene, größere Bestände von Bäumen finden sich im Camp) 


¥ 


Beitrag zur Flora von Mattogrosso. 209 


‚überhaupt nicht, frei schweift das Auge in der klaren, durchsichtigen Luft 
über die breiten, flachen Hügelrücken hin, die mit den zerstreuten Krüppel- 
bäumen besät sind; beherrscht wird das Bild von der Vegetationsform der 
Gräser und Cyperaceen und der unter sie gemischten Stauden. Die Gräser 
stehen in dichten geschlossenen Rasen von starren, schmalen Blättern, mit 
zahlreichen Innovationssprossen; aus dem Rasen erheben sich zahlreich 
die blühenden Halme. Die Rasen stehen einzeln getrennt in größerer Ent- 
fernung von einander, was man besonders bemerken kann, wenn zur 
Trockenzeit die Rasen absterben, während in der Zeit der Höhe der Ve- 
getation die Pflanzen einander genähert erscheinen. Besonders häufig sind 
reichrispige Aristida-Arten, Ctenium cirrhosum, Andropogon contortus, 
Paspalum plicatulum und andere. Von Cyperaceen ist besonders hervor- 
miheben Scirpus paradoxus, dessen Rasen aus zahllosen, dichtgedrängten 
kleinen Sprossen mit wenigen steifen, schmalen Blättern zusammengesetzt ist, 
so dass das Ganze eine ovale oder kugelförmige Gestalt annimmt, von 
emer starken, holzigen Achse zusammengehalten. Jedem, der den Campo 
betreten hat, wird diese Pflanze unvergesslich sein, über die’ man häufig 
bei Schritt und Tritt: hinstolpert. 

Die Stauden des Campes treiben aus dicker, holziger Grundachse, an 
der häufig Wurzel und kurzer gestauchter Stamm teilhaben, mehrere meist 
unverzweigte blühende und beblätterte Stengel, die in der regenlosen Pe- 
Mode dann meistens vertrocknen. Manchmal ist der Boden überhaupt eine 
Strecke grasfrei und gesellig mit einer Staude besetzt. Vorherrschend sind 
Compositen, Leguminosen, Labiaten und Verbenaceen. 

Seltsame Formen begegnen uns hier wieder, von denen noch im ein- 
zelnen zu reden sein wird, so aus der Compositengruppe der Lychnopho- 
reae Soaresia velutina mit unverzweigten Ästen, an denen breitrunde, 
silberglänzende Blätter sitzen, deren oberste die Blütenköpfe umhüllen, Hyp- 
is interrupta mit starr aufrechtem Stengel, Macrosiphonien mit langröhri- 
gen weißen Blüten, die merkwürdige Gentianacee Deianira, an deren 
unverzweigtem, meterhohen Stengel die dichten Blütenbüschel etagenweis in 
den Achseln breitrunder Blätter stehen, Ouratea-Arten, Palicourea, Verno- 
nien und andere. 

Die Form der Succulenten und Zwiebelgewächse fehlt dem Gebiete; 
die Anpassungsrichtung der Vegetation an das extreme Klima ist andere, 
mehr gleichartige Wege gegangen. Als einzigen Epiphyt im Camp fand ich 
auf Curatella mächtige Rosetten von Aechmea brachydada, der Gravatera 
de agua. 

Die Zeit der größten Öde im Campo ist der Juli, der Höhepunkt der 
Trockenzeit. Die Grasrasen scheinen dann lichter zu stehen, überall ist 
der gelbliche, steinharte, von der Sonne ausgeglühte Boden zwischen ihnen 
sichtbar; die Blätter sind trocken und bräunlich, die Halme größtenteils 
abgefallen oder vertrocknet, die Ährchen hängen in Gruppen locker am 

Botanische Jahrbücher. XXX. Bd. 14 


210 R. Pilger. 


Halme ; bei jedem Schritte streift man sie ab; die Grannen der großrispigen 
Aristiden sperren ausgetrocknet weit auseinander und die behaarten Grannen 
von Andropogon contortus hängen sich überall fest. Die meisten Sta den 
sind verblüht, mit dürren Stengeln und Blättern; die leichtbeschwingten 
Compositenfriichte , die in enormer Anzahl hervorgebracht werden, fliegen 
bei jeder Berührung aus, viele Leguminosen haben rauhhaarige, kurzbor- 
stige Früchte, die leicht in die Teilfrüchte auseinander fallen und sich fest 
anhaken. Ä Er | 

Auch die Krüppelbäumchen lassen die Ungunst der Jahreszeit spi on, 
ihre Blitter stehen starr, fleckig und welkend an den sparrigen Zweigen, 
ganze Bäumchen sind überhaupt des Schmuckes der Blätter beraubt und. 
zeigen das unregelmäßige trockene Astgerippe. In graugrüner Farbe dehnt 
sich so der offene Camp, kaum eine schönfarbige Blüte schmückt die Öde, 
die unter dem vollen Scheine der Mittagsonne erstarrt ist. | | F 

Die ersten Spuren erwachenden Lebens zeigten sich im August, nach= 
dem einige starke Regengüsse gefallen waren. Erythroxylon nitidum stand 
in voller Blüte, mit jungen Trieben an den Astspitzen, Bombax marginatum 
der Imberussti-Baum fand sich mit jungen, eben aufgebrochenen Blättern, die 
aus den dicken Knospen an den Astspitzen hervorkommen; Curatella ame 
ricana war im August voll erblüht; die Äste trugen zahlreiche junge Zweig ein 
mit frischgrünen Blättern, neben alten welkenden, die erst um diese Zeit abge 
stoBen werden. Auch im September konnte ich die Beobachtung mache 
dass alle Campbäumchen sich frisch belaubten und mehrere blühten, wah 
rend es lange nicht geregnet hatte und noch Trockenzeit nee Das 
Gras dagegen war noch braun und vertrocknet, ebenso die a | 
mit trocknen Stengeln und leeren Fruchtkapseln. Die Thatsache, dass dé 
Pflanzenleben vor dem Beginn der Regenzeit erwacht, ist schon von Ho 
gocpr und Sr. Hıraıe beobachtet worden; hier trat diese Erscheinung | 
nicht so bedeutsam zu Tage, da einige starke Regengüsse gefallen ware $ 
doch ist es immer bemerkenswert, dass im Gegensatz zu den austreiben- 
den und blühenden Bäumen die Bodenvegetation noch völlig tot dastand. D = 
Grasvegetation erreicht erst mit der Regenzeit ihre volle Stärke, die Gräser 
blühen reich bis zum Eintritt der Trockenzeit, Ende April und Anfang | 
Mai sah ich die Rasen trocken werden, die Halme standen im Verblühen, ! 
Viele Stauden und Halbsträucher blühen am Ende der Regenzeit und ih 2 
Blütezeit erstreckt sich noch weit in die Trockenzeit hinein, so Hyphs 
glutinosa, Triris glutinosa, Palicourea rigida, Hyptis interrupta, Soares q 
velutina, Memora campicola und andere. Während der trocknen Zeil 
blühen größtenteils mit gelben oder weißen Blüten unter anderen Ma 
siphonia Martii, Cassia selosa var. ß. detonsa, Hyptis goyaxensis, Bae- 
charis tools; Vernonia ferruginea. | 

Die holzigen Stauden mit den starken holzigen Grundachsen haben 8 
wöhnlieh einen aufrechten Ast in voller Blüte und daneben ein bis zwei, 4 


À 
A 


À 
1 


Beitrag zur Flora von Mattogrosso. 211 


nicht mehr blühen oder erst anfangen, so dass sich die Stengel nach einander 
entwickeln. Im späteren Teil der Trockenzeit blühen nur noch wenige Stau- 
den und Halbstraucher; die Äste sind dann mehr oder weniger trocken 
und blattlos, einzelne noch blühend, andere mit einer Anzahl von Früchten 
oder ganz vertrocknet. Auch einzelne Bäume blühen die ganze Trockenzeit 
hindurch, wie Solanum lycocarpum, bei dem man neben Blüten reifende 
Früchte findet und Cocos comosa, von der sich noch im Juli unentwickelte, 
in den Spathen eingeschlossene Blütenstände fanden. Andere Bäume blühen 
zu Beginn der Trockenzeit nach völligem Verlust der Blätter, so Bombax 
marginatum und Tecoma Caraiba. Es ist also nicht für alle Formen eine 
scharf geschiedene Vegetations- und Blütezeit und eine Ruhezeit vorhanden, 
sondern Bäume und Stauden blühen zu verschiedener Zeit und in ver- 
schiedener Dauer, desgleichen tritt die Belaubung zu verschiedener Zeit ein. 


Terrassen und Hügel. 


Zwischen den einzelnen Campplateaus sind oft mehr oder weniger 

steile Terrassen vorhanden. Man zieht über Camprücken hin und sieht in 
der Ferne eine steile Wand sich ziemlich hoch erheben; man glaubt einen 
Berggipfel zu ersteigen und bemerkt nach dem Aufstieg, dass in gleicher 
Weise sich ein flaches Plateau hinzieht. An diesen Abhängen liegt der 
Sandstein bloß in kleinen Terrassen und Stufen, große Blöcke und kleineres 
Geröll sind verstreut. Charakteristisch ist für diese Abhänge Tristachı ya 
chrysothrix mit hohen Halmen, nickenden goldgelben Rispen; dann Paspalum- 
Arten mit breiter gelblicher Rhachis, der einzigen terminalen Ähre, die 
gesellig wachsend den Eindruck eines Stückchen Getreidelandes hervorrufen. 
Dann finden sich Stauden wie Stilpnopappus speciosus, Lippa vernonioi- 
des und andere. 
_ Ähnlich sind die Verhältnisse bei den Hügeln, die sich einzeln oder in 
Gruppen in massiger Form mit mehr oder weniger steilen Abhängen und ab- 
geflachter Kuppe erheben. An den Abhängen liegt bröckliger roter Sandstein 
bloß, bedeckt mit einer Vegetation der oben erwähnten Gräsern und außerdem 
besonders von Andropogon Neesit (Heteropogon villosus), der gesellig wach- 
send in mehreren Varietäten auftritt. Die abgeflachte Kuppe solcher Hügel 
sah ich oft mit kleinen rötlich oder bläulich gefärbten eisenhaltigen Steinen 
bedeckt, wie gleichmäßig mit einer Lage bestreut. Es tritt hier eine Vege- 
tation von zerstreuten Krüppelbäumen auf, niedrigen Bäumchen mit vielen 
trocknen, toten Ästen; häufig ist Cocos comosa mit kräftigen, am Grunde 
bis 15 cm starken nen, aber nur 4—11/, m hoch. eee Camp- 
stauden sind verstreut; die FARM stehen locker, überall ist zwischen 
ihnen der Steinboden sichtbar. Besonders tritt viel Tristachya chrysothrir 
auf und Seirpus Humboldt mit starrem Wuchse und dem dichten kurzen. 
Rasen von nadeldünnen Blättern. 


14* 


212 R. Pilger. 


Queimada. 

Die größten Eingriffe in die natürliche Entwickelung ‘der Vegetation 
geschehen durch die Campbrände. Queimada wird nicht nur von An: 
siedlern angelegt zur Gewinnung von Futter in der Trockenzeit, sondern 
auch von Indianern, die auf der Jagd durch die Brände Wild zusammen- 
treiben. Mit großer Schnelligkeit breitet sich der Brand über die aus 
getrockneten Campgefilde im dürren Grase aus, bis es aus Mangel an Nah- 
rung erlischt oder ein Bachlauf sich in den Weg stellt. Der einseitige, 
unregelmäßige Wuchs und die trockenen Äste der Campbäume mögen 
vielfach vom Abbrennen herrühren; an den größeren Stämmen geht der 
Brand vorüber, der ebenso schnell wieder erlischt, wie er vorwärts schre 
tet; die jungen Stämmchen an der Erde werden halb vernichtet und müssen 
dann einseitig wachsen. In kurzer Zeit werden unter dem Einfluss des starken 
Taues die Nahrungsstoffe, die in der Asche durch den Brand geliefert werden, 
dem Pflanzenwuchs dienstbar gemacht; Gräser und Stauden schlagen nach 
wenigen Tagen frisch aus. Nach einigen Wochen hat sich in der Trocken- 
zeit ein reiches neues Leben entwickelt. Jeder Grasbusch hat frisch aus- 
geschlagen und die zierlichen, frischgrünen Halme, die sich aus den ver- 
kohlten Überresten erheben, sind durchschnittlich einen Fuß hoch. Der 
frischgrüne, junge Wuchs hebt sich eigentümlich ab von dem festen Thon- 
boden, der jetzt durch die verkohlten Überreste der Stauden und Raser 
schwarz erscheint. Zur Regenzeit, wenn das Gras in voller Entwickelung 
ist, treiben die Büsche so viel Halme und Blätter, dass das ganze Terrain 
gleichmäßig mit hohem Grase bestanden erscheint; in der Queimada aber 
treibt jeder Rasen nur einige niedere Halme, so dass zwischen den ent- 
fernt stehenden Rasen überall der Boden durchsieht und nicht der Eindruck 
einer frischgrünenden Wiese erzeugt wird. Zahlreich sind weiße, rote und 
gelbe Blumen in der Queimada zerstreut, die niedrigen, schwachen Stengel, 
die aus den dicken holzigen Grundachsen MU eae kommen überall 
zur Blüte. Seirpus paradoxus schlägt stets in der Queimada zuerst au us 
und kommt sogleich zur Blüte, desgleichen Rhynchospora Minarum. Andere 
Pflanzen, die auf der Queimada blühen, sind Lippialupulina, Peltodon pusil- 
lus, Vernonia'desertorum, ANS longiflora, Aspilia foliacea, Jaca- 
randa rufa. Doch muss man sich vergegenwärtigen, dass hier durch anormale 
Verhältnisse Pflanzen zum Blühen gebracht sind; neben den wenig beblätterten, 
niedrigen, blühenden Stengeln sieht man an demselben Stocke vertrocknete, 
halbverbrannte, viel höhere Stengel, die von der Blüte der vorigen Regen 
zeit herstammen. So wird die Identifizierung der Queimada-Pflanze sehr 
erschwert und ich glaube, dass mehrere beschriebene Arten, die überhaupt 
nur in Queimada-Exemplaren bekannt sind, mit anderen Species identisch 
sind, während eine Feststelllung der Übereinstimmung nicht möglich. ist, so 
lange nicht die Exemplare in normaler Blüte und in Blüte, auf der Quel: 


mada beobachtet sind. 


Beitrag zur Flora von Mattogrosso. 913 


Auch die Bäumchen treiben in der Queimada aus, junge Sprosse mit 
frischen, glänzenden Blättern, die sich von dem vertrockneten Laub abhe- 
ben oder einzeln am kahlen Gezweig stehen. 


Es ist nur ein verhältnismäßig kleines Stück des mit Campo bedeckten 
centralbrasilianischen Plateaus, das ich mit dem Ende der Regenzeit und 
während der Trockenzeit kennen lernte; manche Verschiedenheiten mit 
änderen Beschreibungen fallen ins Auge, die in dem localen Charakter die- 
ses Teiles begründet sind, doch bietet es uns unverkennbar die Züge die- 
ser interessanten, in aller ihrer Einförmigkeit so großartigen Formation. 


2. Die Formation der Buriti-Bachwäldchen. 


Wenn der Camp in der Öde der Trockenzeit erstarrt ist, die Vegeta- 
tion grau, blütenlos, verwelkt daliegt, so folgt das Auge um so freudiger 
den Spuren satten Grüns, die sich an den zahllosen Wasserläufen entlang 
ziehen. ‘In allen Einsenkungen der flachen Camp -Plateaus entspringen 
Bäche und das Wahrzeichen ihres Beginnes ist überall die herrliche Buriti- 
Palme, Mauritia vinifera. Diese Palme, in der Umgegend von Cuyabä 
selten, beherrscht hier im Camp die Physiognomie der ganzen Gegend, 
nichts wirkt in der Vegetation des Campes eindrucksvoller als die Gruppen 
öder Reihen der prächtigen Fächerpalme, die uns schon von weitem ein 
klarfließendes Bächlein verspricht; sie zeigt uns im Gegensatz zu den 
krüppligen Campgewächsen ein Bild tropischen Wachstums in Kraft und 
Schönheit mit der hochaufstrebenden Säule des Stammes und der ausge- 
breiteten Krone der riesigen, in der Sonne glänzenden Fächerblätter. 

Da die Buriti für die Bäche im Camp so überaus charakteristisch ist, 
so nenne ich diese Wasserläufe, deren Vegetation ein ganz besonderes 
Gepräge hat, Buriti-Bäche. Es muss hervorgehoben werden, dass das Ge- 
biet wasserreich ist; an einem Tagemarsche können ein Dutzend Bächlein 
überschritten werden, die in allen flachen Einsenkungen im Camp ihren 
Ursprung nehmen. 

Die flachen Mulden im Camp sind zur Regenzeit sumpfig, das herabfließende 
Wasser wird von ihnen aufgesammelt; der dunkle schwere Boden trocknet 
auch in der regenlosen Zeit nur oberflächlich aus und ist stets noch weich 
und schwankend. Der Boden ist gleichmäßig niedrig dicht bewachsen von 
frischgrünen Cyperaceen in dichten Rasen von feinen schmalen Blättern 
und Paspalum-Arten mit breiter Rhachis; dazwischen zerstreut sind nie- 
drige Eriocaulaceen mit weißen Köpfchen und zahlreiche einjährige Sumpf- 
pflanzen von eigentümlichem Habitus mit feinen Würzelchen und unver- 
zweigtem, zartem Stengel, der nur kleine, schuppenförmige Blätter trägt, so 
Utricularien und Burmannien, Polygala subtilis Kth. und andere. Über 
dem dichten, niedrigen Rasen erheben sich einzelnstehend die mannshohen 


214 R. Pilger. 


Halme von Andropogon bracteatus. Nach dem Rande der Mulde zu wer- 
den vom herunterrinnenden Regenwasser kleine kahle Sandgassen einge- 
graben, in denen in Menge Drosera sessilifoha wächst. Nach unten z 
verengt sich die Mulde, große Staudengruppen stehen am Ausgange, ei 
blühende, hohe Onagraceen, Hyptis carpinifolia, hohe Gräser und Cypera- 
ceen, lin br stone Trichopteryx flammida, Andropogon brae- 
featus und andere Arten. Mächtige Buriti- Stämme von 15 m MODE mit 
reicher Krone ragen aus dieser niederen Wildnis hervor, zu ihren Füßen 
Junge, stammlose Buriti und dichtes Gebüsch. Hier setzt der Bachlauf ein, eine 
schmale Rinne, zur Trockenzeit hier noch ganz wasserlos, nur von feuchtem 
Boden umgeben; hie und da folgt ein stehender Tümpel im verbreiterten 
Bachlauf, mit reichem Wuchs von Wasserpflanzen, wie Cabomba prauhiensis, 
dann wieder ein breiteres Stück sumpfigen Bodens mit hohen Buriti. 

Wenn das Bächlein langsam ohne großes Gefälle hinfließt, wird es 
weiterhin von einem dunkelgrünen Streifen üppig wachsenden Waldes be- 
gleitet. Die Einsenkung im Camp, in deren Mitte der Bachlauf liegt, | 
von verschiedener Breite, öfters beginnt schon nach wenigen Schritten an 
beiden Seiten der harte Campboden, öfters liegt beiderseits ein Streifen 
sumpfigen und feuchten Bodens von beträchtlicher Breite. Die Mulde liegt 
nur wenige Meter tiefer als der umgebende Camp, ein ganz flacher Abhang 
zieht sich hinunter, Wie ein Wand, ohne Übergang, steigt am Bache der 
dichte, schmale Uferwald empor, an den Rande die Buriti hervorragen, mit 
durchschnittlicher Höhe von 10—15 m; einzelne schlanke Stämme, die mehr 
in der Mitte des Wäldchens stehen, werden bis zu 20 m hoch und heben ihre 
Kronen über die Bäume empor. Auch vor dem Waldstreifen im Sumpfland- 
sind einzelne schöne Stämme versprengt. Der feuchte Sumpfstreifen trägt 
dieselbe Vegetation wie die Mulde, wo der Bach entsteht, gesellig wach- 
sen die hohen Halme von Andropogon bracteatus, deren dichtbehaarte 
Blattscheiden des Morgens von reichlichem Tau erglänzen. Der Blick, 
den man vom Camp hinunter auf diese reiche Fülle tiefgrüner Vegetation 
genießt, ist von bezaubernder Schönheit. + 

Das klare Bächlein flieBt in der Mitte des Wäldchens, gewöhnlich ziemlich 
wasserreich; stellenweise scheint das Wasser zu stehen in flacheren oder ties 
feren Tümpeln, dann sieht man es wieder an etwas abschüssigen Stellen schne = 
ler in kleinen Fäden dahinrinnen. Zahlreiche Rinnen ziehen sich zu Seiten des” 
Bachlaufes hin, vom Laufe sich abzweigend und wieder in ihn zurückkehrend} 
jeder Regenguss füllt alle Wasserläufe; zur Trockenzeit sind die meisten von 
ihnen wasserlos. Der Bachgrund und der Rand ist moorig; der ganze Bo- 
den des Waldstreifens ist feucht und schwer, eine fondle Luft herrscht 
im Schatten des kleinen Waldes, doppelt fühlbar im Gegensatz zu de M 
trocknen, hellen, sonne ndurchglühten Atmosphire des anliegenden Campes. 

Der Waldstreifen ist jederseits ungefähr 20—30 Schritt breit, | 
dichtem Baum- und Gebüschwuchs. Bäume mit dunkelgrünem, starrem 


Beitrag zur Flora von-Maltogrosso. 215 


Laub erheben: sich vereint mit den schlanken Buriti, die Araliacee Gil- 
bertia cuneata, die Proteacee Euplassa inaequalis, die Lauracee Nectan- 
dra Gardneri und andere; am Rande wächst in mächtigen Büschen Bau- 
hinia cupulata Benth., Ferdinandusa speciosa mit zierlichem Stamm und 
dunkelgrünem Laub, aus dem die feurig roten Blütentrauben hervorleuch- 
ten, Coccoloba marginata und Byrsonima umbellata mit breiten starren 
Blättern. Unter den höheren Bäumen des Wäldchens wachsen dichtes 
Gebüsch und. niedrigere dünne Bäume mit ausgebreiteten, schwanken 
Zweigen, wie Hertella americana. 

Überall laufen zwischen den niederen Bäumen die langen, schwanken- 
den, mit Stacheln besetzten Stengel der Orumbamba-Palme Desmoncus sp. 
hin, Schlinggewächse ziehen sich von dem Boden zu den Bäumen hinauf, 
besonders Emmeorrhixa umbellata, mit weißen Blütenrispen dicht bedeckt; 
von Epiphyten fällt ins Auge eine Vandella mit dickem, fleischigen . Stengel 
und zweizeiligen, dickfleischigen Blättern, mehrere Meter hoch an den 
Bäumen mit Haftwurzeln befestigt‘, die Wurzeln oft meterlang über dem 
Erdboden hinkriechend, hier und da eine mächtige Rosette von Stachel- 
blättern der Gravatera de agua. Der feuchte, teilweis sumpfige Boden, auf 
dem große trockne Wedel und zerbrochene Riesenspathen der Buritis umher- 
liegen, trägt eine reiche niedere Vegetation. Überall wurzelt im Bach und am 
Boden der Tümpel, die Blattrosette unter Wasser, Eriocaulon altogibbosum, 
ferner Alectra brasiliensis; auf feuchtem Boden kriecht Lobelia nummula- 
rioides, Costus spicatus mit fleischigen Blättern und großem, eiförmigen Blüten- 
stand; mit meterlangen Wedeln breiten sich reiche Büsche von Farnen aus. 

Von Gräsern sind zu erwähnen Panicum vilfoides a. fluviatile und 
besonders Panicum latifolium L., mit 2—3 m hohen Halmen, die sich in 
Gruppen aus dem Rhizom erheben: es. tritt zusammen auf mit dichten 
Büschen von Rhynchospora cephalotes. 

. Stellenweis kommen Strecken, an denen nur wenig Bäume und Gebüsch 
vorhanden sind. Der Bachrand wird hier von einem wahren Wald der hoch- 
wüchsigen Caité branco, Heliconia cannordea eingenommen, deren rot gefärbte 
Spathen ihm ein charakteristisches Ansehen verleihen, von Gruppen von hoch- 
wüchsigen Cyperaceen, wie Rhynchospora cephalotes, Scleria violacea, S. brac- 
teata, S. mitis, deren. Halme und Blätter rauh verkieselt sind, von hohen 
Gräsern wie Arundinella brasiliensis, und reichrispigen Andropogon-Arten. 

Ein außerordentlich reiches Wachstum drängt sich hier auf kleinem 
-Flecke zusammen unter dem belebenden Einfluss des dauernd vorhandenen, 
aufgesammelten Wassers; natürlich modificiert sich das Bild, das in obigem 
in einer für die Buriti-Bäche typischen Form gezeigt worden ist, nach den 
Besonderheiten des Terrains; nach der Größe der Mulde und dem Wasser- 
reichtum des Bächleins ist der Waldstreifen breiter oder schmaler und mehr 
oder weniger dicht, doch immer von denselben Formen zusammengesetzt. 
Besonders gewinnt die Formation ein anderes Aussehen, wenn der Bach von 


216 R. Pilger. 


Anfang an ein größeres Gefälle hat, einen Abhang hinunter oder an einer 
steinigen Terrasse zwischen Campplateaus. Ein solcher Bach fließt in einer 
kleinen Einsenkung ziemlich rasch mit klarem Wasser. In seinem Lau 
wird er durch kleine Barren aufgehalten, die aus dichtem Wurzelgewirr be 
stehen und besonders aus den abgefallenen Blättern und Spathen der Buriti, 
und bildet hier kleine Becken und Sumpfstellen. Große Sandsteinblöcke 
liegen im Laufe und an den Stellen, wo ein Wasserfaden langsam darüber 
rinnt, sind sie dicht mit Algen bekleidet, zwischen denen mit hunderten 
von nieikihien Pflänzchen Utricularia noir wurzelt. Mitten im Bache 
bilden hochstämmige Buriti und niedere noch stammlose kleine Inseln ual 
eine Reihe schlanker Stämme zieht sich am Ufer entlang. Einzelne hohe 
Gebüschgruppen treten stellenweis auf, sonst ist das Ufer offen. 
Die Buriti-Palmen und die oben beschriebene Formation begleiten d 
Bach nur bei seinem Entstehen und eine kleine Strecke weit abwärts, ge- 
wöhnlich nicht länger als in einer Ausdehnung von ein bis zwei Ktometétil 
11 
Der Lauf des Baches wird tiefer eingegraben; mürber, zerbröckelnder, 
ziegelroter Sandstein kommt zum Vorschein, an einzelnen Stellen sieht der 
Bachrand aus wie mit Schutt von Ziegelsteinen bedeckt. Hier und da ver* 
breitert sich der Lauf zu einem kleinen Teich mit Steinboden, der mit 
Wasserpflanzen erfüllt ist. Der Boden ist nicht mehr simple; das Bett 
tiefer ausgegraben. Ein schwacher Gebiischrand begleitet den Bach, dessen 
häufigste Form Macairea adenostemon ist. An Stellen, wo der Bach ganz trüge 
fließt, treten auch hier noch machmal kleinere Sumpfstellen auf mit dichtem, 
Balti und Gebiischwuchs mit den typischen Formen des Buriti-Baches. id 
Die Bäche fließen zusammen zu wasserreicheren, kleinen meist schnell- 
rinnenden Flüsschen in einem breiten Bett von Sandstein mit flachen Plats 
ten, in die die Wasserstrudel kreisförmige Löcher gegraben haben, und 
großen unregelmäßig verstreuten Blöcken. Das Wasser strömt zwischen 
diesen dahin; durch die Steinblöcke zurückgehalten bildet es kleine Bassins 
mit reichem Wuchse grüner Algen. Im Bette des Flusses oder am Rande 
in den durchfeuchteten Ritzen zwischen den Steinplatten und Blöcken 
wurzeln zahlreich niederliegende, ausgebreitete Büsche von Phyllanthus 
Selloanus, dessen Aste bis 3 m lang sind und nach vorn in der Richt 
tung des Stromes niederliegen; dann von Stauden und Kräutern Ærios 
caulon gibbosum var. mattogrossense; Eryngium ebracteatum, Polygala 
paludosa und Justicia campestris, auch Podostemonaccae siedeln sich 
auf überrieselten Steinen an. Vom eigentlichen Bett des Flüsschens, das 
oft 20 Schritt breit ist, vermittelt den Übergang zum Camp ein mehr 
oder weniger steiler Uferhang oder ein flach ansteigender Abhang, der noch 
eine Strecke weit nach jeder Seite mit Steinblöcken und zermürbeltem 
Sandstein bedeckt ist. Hier drängt sich namentlich nach dem Bache zu 


3. Formation der offenen Ufer größerer Bäche. 


à 


ae 


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Beitrag zur Flora von Mattogrosso. 217 


eine dichte Vegetation von Stauden und Sträuchern auf dem unregelmäßi- 
gen Terrain zusammen: Panicum vilfoides, 8. campestre, Eragrostis mat- 
togrossensis, Seleria pusilla, Cassia Desvauxit, Phaseolus monophyllus, 
Crotalaria maypurensis, Büttneria ramosissima, Baccharis subopposita, 
zwischen denen Jacquemontia evolvuloides schlingt und die schönblühende 
Dioclea lasiophylla. Diese Vegetation mischt sich mit typischen Camp- 
gewächsen wie Cordia ansignis, Cocos comosa und geht allmählich in Camp 
über, wenn der Steinboden des Abhanges aufhört und der gleichmäßig feste 
Campboden beginnt. Zur Bildung eines geschlossenen Uferwaldes kommt 
es bei diesem Stadium des Flusslaufes noch nicht. Wenn ein mehr oder 
weniger steiler Uferhang, eine Baranca vom Flussbett ansteigt, so folgt dem 
Laufe ein schmaler Baum- und Gebüschstreifen, teilweis aus Formen des 
Campes zusammengesetzt, wie Baudichia virgilioides; das zur Regenzeit 
manchmal stark anschwellende Wasser hat die Erde zwischen den Wurzeln, 
die teilweise bloBliegen, herausgespült; die unregelmäßig verästelten Bäume 
hängen über das Wasser. Mehrere Schlingpflanzen mit Milchsaft werden 
hier angetroffen, so Mandevilla hispida mit großen eitronengelben Blüten, 
Ditassa adnata. Besonders ist aber bei allen Flussläufen in dieser Forma- 
tion häufig und charakteristisch Philodendron speciosum, dessen unverzweigter 
Stamm bis 40 cm stark und bis 3 m lang wird. Er ist mehr oder weni- 
ger niederliegend oder fast senkrecht aufsteigend und klammert sich mit 
häufigen Luftwurzeln an einen nahestehenden Baum an, dessen Stamm die 
Luftwurzeln mehrfach umschlingen. 

Gewöhnlich strömt das Wasser reißend schnell in den kleinen Flüss- 
then hin; hie und da bildet sich bei starkem Gefälle eine kleine Strom- 
schnelle, auf die dann ein größeres Becken ruhigen Wassers folgt. Die 
Barranca ist hier hoch und sehr steil, bis zum Rande mit Bäumen und 
Gebüsch bekleidet, die von Schlinggewächsen durchzogen sind; die knorri- 
gen Stämme sind mit weißen Flechten bekleidet, die meist großen und 
dieken Blätter starr und glänzend. Hier findet sich die prächtig dunkel- 
violett blühende Cattleya superba, ein Epiphyt mit stark verdickten Blatt- 
‚stielen, dessen lange Wurzeln sich in dichtem Geflecht an die Stämme 
klammern. 

Es sind hier die ersten Ansätze zur Bildung eines geschlossenen Ufer- 
_waldes vorhanden, der nun bei größerem Wasserreichtum der Flüsschen 
auftritt. Wir stehen an der Schwelle des Wachstums gewaltiger Ströme, 
die das centralbrasilianische Plateau mit häufigen Stromschnellen verlassen, 
um sich in der Ebene zu den einzelnen großen Nebenflüssen des Amazonas 
zu vereinigen und ihm den ganzen Wasserreichtum zuzuführen, den sie 
aus den unzähligen Bächlein des Plateaus aufgesammelt haben. Der Wald- 
streifen, der dem Oberlauf der Flüsse folgt, ist gering und fällt gegen das 
 Campgebiet nicht ins Gewicht, dessen Raum sich aber nach Norden immer 
mehr zwischen den einzelnen Nebenflüssen verengt. 


218 R. Pilger. 


4. Formation des Uferwaldes. 


In breitem. Bette strömt das Flüsschen hin, an einzelnen Strecken, die. 
auf kleine Stromschnellen folgen, mit tieferem, ruhigen, dunklen Wasser, 
aus dem sich dann direct der sandige Uferhang erhebt, gewöhnlich aber 
flach und schnellfließend über weichen, zerbröckelnden, rötlichen Sandstein; 
flache Sandsteinblöcke liegen im Wasser und am Uferrande zerstreut; wo 
sie vom Wasser bespült sind, sind auf ihnen lebermoosartige Podostemo= 
naceen befestigt, wie Apinagia divaricata. Nur wenige Pflanzen wurzeln 
im mürben Sandsteinboden des Bettes, so besonders häufig Hygrophila, 
guianensis und hier und da ein Busch von Phyllanthus Selloanus. A 
Rande des flachen Bettes erhebt sich eine meist steile Barranca, ein 
mehrere Meter hoher Uferhang aus rötlichem, lockeren Sande; bei gan 
steilem Abfall der Barranca ist sie unbewachsen, oder es klammern sich ein- 
zelne schliefliegende Bäume an, die mit den Erdklumpen herabrutschen zur 
Regenzeit, wenn der Fluss das ganze Bett ausfüllt und bis zur Barranca 
herantritt; viele Baumstämme sind von der Höhe des Abhanges ins Was” 
ser herabgestürzt, ihre dicken, trockenen. Stämme liegen ausgestreckt im 
Flussbett, hier und da erheben sich aus ihnen senkrecht wachsend frisch 
grüne Äste. Ist die Barranca weniger steil, so zieht sich ganz über sie 
hin dichtester üppiger Staudenwuchs von Chaetothylax tocantinus, Lepi- 
dagathis alopecuroidea, Ruellia Herbst, Iresine polymorpha, Telanthera 
dentata und anderen; die Stauden sind sparrig verzweigt, mit kriechenden, 
sich am Grunde bewurzelnden Stengeln und bilden so ein fast mannshohes 
Dickicht. Auf der Höhe der Barranca erhebt sich dichtes, hohes Gebüsch 
mit reicher Belaubung, in mächtigen Büschen wachsen Bixa Orellana und 
Bauhinia longifolia, mit schlanken Zweigen Cassia bicapsularis. Mit lane 
gen, schwanken, stachligen Zweigen sich anlehnend zieht sich überall zwie 
schen die anderen Büsche hindurch Acacia paniculata; Manetha ignita, 
Calopogonium coeruleum, Cratylia floribunda Benth. verbinden in dichtem 
Gewirr schlingend das Gebüsch, zu Beginn der Trockenzeit überreich mit 
Blütentrauben geschmückt, und die prächtig weißen Blüten von Ipomoea 
bona-nox leuchten aus dem Gebüsch hervor. de 

Ganz besonders stark ist die niedere Vegetation entwickelt an Stellen, wo 
der Fluss eine Biegung macht und an einer Seite eine größere, flach ansteis 
gende sandige Barre angeschwemmt ist; der Hintergrund bildet hier wieder 
hohes Gebüsch besonders von Bira Orellana, in dem Calopogonium coeruleum 
schlingt ; vom Gebüsch aus kriecht nun die Leguminose über die ganze sandige 
Uferstelle vor und bedeckt sie mit einem Teppich von frischgrünen, in einand F 
verschlungenen Zweigen. Dazwischen wuchern höhere Stauden und in kleinen 
Gruppen Mimosa paludosa, als mehrere Meter hoher, buschiger Strauch, 

Auf der Höhe der Barranca erhebt sich diehter Wuchs von niedriges 
ren und hohen Bäumen, daran schließt sich ein 50—100 Schritt breiter 
Uferwald, der nach dem Camp zu allmählich in diesen übergeht. Die 


À 


Beitrag zur Flora von Matlogrosso. 219 


Baumformen an der Barranca sind verschieden von denen im eigentlichen 
Uferwald und am Waldrande. 

Die niedrigeren Bäume an der Barranca sind buschig ausgebreitet mit 
niederliegenden Ästen, die höheren Bäume sind meist von Grund aus in 
mehrere starke Stämme geteilt und erheben ihre ausgebreitete reiche Krone 
zu großer Höhe; besonders häufig ist Triplaris brasiliana, eine diöcische 
Polygonacee, von der Exemplare verschiedenen Geschlechts dicht neben 
einander abwechseln, ferner Inga edulis von ähnlicher Wachstumsform 
mit reichbelaubter dunkelgrüner Krone. Sehr charakteristisch ist ein von 
Ameisen bewohnter Polygonaceen-Baum, Trrplarıs formicosa, der häufig 
auf der Höhe der Barranca wiederkehrt; der Stamm wächst gerade auf- 
recht und trägt eine kleine Krone von schwachen, wenig verzweigten Ästen; 
die kurzen Zweige tragen nur nach der Spitze zu die großen, bis 40 cm 
langen Blätter und endigen jeder mit einer großen Blütenrispe; niedrigere 
Bäume mit ausgebreiteter Krone sind Labatia mattogrossensis, Guarea 
trichilioides, Casearia silvestris. Das verschiedenartigste Grün ist bei den 
Bäumen und Sträuchern gemischt, besonders fallen die zartgefiederten, hell- 
grünen Leguminosen auf, doch herrscht im allgemeinen eine dunkelgrüne 
Belaubung vor. 

Die Form der Lianen ist an der Barranca besonders mit Combretum 
Loeflingii vertreten, deren Zweige bis in die höchsten Bäume hinaufgehen, 
aus deren Krone dann zu Beginn der Trockenzeit überall die großen gel- 
ben Blütentrauben hervorleuchten, während später ebenso die farbenpräch- 
tigen roten Fruchtstände auffallen. Ich sah von dieser häufigen Liane einen 
Stamm von 10 cm Durchmesser an der Barranca wurzeln. Er teilte sich 
gleich über der Erde in mehrere dünne Stämme, von denen einige abge- 
rissen trocken auf der Barranca lagen, zwei aber zum nächsten Baum hin- 
aufgingen, von dessen erstem Ast, der ihnen Halt gewährte, sie ungefähr 
7 m frei herunterhingen; die beiden Äste umschlangen sich gegenseitig in 
kurzen Windungen; der eine teilte sich und nun umschlangen sich die drei 
Äste weiter nach oben, wie ein Tau aus mehreren Stricken aufgedreht ist; 
‚die Äste gewinnen dadurch eine große Festigkeit. Der wachsende Baum- 
stamm hatte die Windungen der Liane nahe der Erde weit ausgezogen, 
während sie weiter oben ganz eng waren; von den Ästen des Baumes hin- 
gen zahlreiche zerrissene Zweige der Liane herab. In der Baumkrone 
verzweigte sich dann die Liane weitgehend. 

Von der Höhe der Barranca erstreckt sich der Uferwald ziemlich eben 
ungefähr 50—100 Schritt, bis er in den Camp übergeht. Der Boden ist 
humusreich, von fallendem Laube bedeckt, zur regenlosen Zeit trocknet er 
zwar stark aus, doch wird er nicht hart wie der Campboden, sondern 
bleibt locker. Ein dichter Wald von hohen, schlanken Bäumen erhebt sich 
hier; die starken Stämme, meist mit heller, glatter Borke bekleidet, wachsen 
gerade aufrecht mit säulenartigem Stamm und breiten erst in der Höhe 


220 R. Pilger. 


ihre Krone aus. Keine Form der Bäume ist bestandbildend, alle kehren 
im Uferwalde haufig wieder, doch wachsen sie untereinander gemischt. Im 
Schatten der hohen Baume erhebt sich ein dichter Wald von niedrigen 4 
Bäumchen mit ausgebreiteten Zweigen und von dichtem Gebüsch. or 4 

Von Stauden und Kräutern ist der Erdboden fast ganz frei; nur wenige 
einjährige Pflanzen sind hier und da zu bemerken, wie besonders Wissa- 
dula patens, Euphorbia sciadophila, Crotalaria erecta und gesellig we 
manchmal Farne auf. Von Palmen tritt im Uferwald häufig auf die Akuri- 
Palme mit epiphytischen Farnen. Die Stämme sind niedrig, nur 3 
hoch, aber sehr dick und tragen einen dichten Schopf von Wedeln, von. 
denen die unteren eine Länge von 5 m erreichen. ‘1 

Die schönsten der hohen Bäume sind die Jatobi, Hymenaea Curbaz 
rit}, die in allen Uferwäldern zerstreut vorkommen. Es sind mächtige, 
säulenartig aufrecht wachsende Stämme, die im unteren Teil bis 41/9 n w 
Durchmesser haben. Ohne jeden Ast erheben sie sich bis zu 10, ja 45m 
Höhe und bilden dann erst eine reichbelaubte, tiefgrüne Krone von zwei- 
teiligen Blättern. Die Stämme sind mit dicker, glatter dunkelgrüner Rinde 
bekleidet, die so gleichmäßig ist, dass die Indianer sie allgemein zu Cas 
noes benutzen, indem sie die Hälfte der Rinde vom Stamm abtrennen. 
Neben ihnen finden sich hochstämmige Mimoseen mit hellem Stamm und 
hellgrüner Krone von feinzerteilten Fiederblättern, Cordia cuyabensis und 
andere. Zahlreich sind die Arten der niederen Bäume und des Gebüsches, 
die erste und zweite Etage im Uferwalde bilden, über die sich die hohen 
Bäume in regelmäßigen Abständen stehend erheben. Als niedriges Bäum- 
chen mit schwachem Stamm findet sich im Uferwald Bauhinia longifoha, 
Unha de boi genannt, dieselbe Art, die in Form hohen Gebüsches an der 
Barranca wächst; nebst dieser Art ist die häufigste eine Alöbertia, ferner 
Miconia cecidophora und andere Melastomataceen. Alle diese kleinen 
Bäume haben dünne, aufrechte Stämmchen und schwachbelaubte dünne, 
lang ausspreizende Zweige. Li 

Schlinggewächse werden im Uferwald im allgemeinen nicht viel anges 
troffen, sie beeinflussen den Gesamtcharakter wenig. Häufig ist Serja ] 
caracasana in den niederen Bäumen schlingend; in langgezogenen Windungen 
gehen die Stengel, die am Grunde bis 4 em stark werden, am glatten 
Stamm hinauf und verzweigen sich dann weit in der Krone; ferner einige 
Leguminosen wie Cratylia floribunda, die reich verzweigt bis in die Krone 
hoher Bäume geht und Canavalia grandiflora. 

Eine mächtige, auffallende, im Uferwald nicht selten wiederkehrende 
Liane ist Connarus Gilgianus. Ihr Stamm erreicht am Grunde eine 
Dicke von 20 em und teilt sich in mehrere Aste, die die Stämme von Büus 


4) Die Bestimmung dieser Art ist nicht sicher, da ich nur Früchte in meiner 


/ 


Sammlung habe; das gesammelte Blattmaterial ist leider verloren gegangen. 


Beitrag zur Flora von Mattogrosso. 291 


men in losen Windungen umschlingen und sich dann in den Kronen mit 
weiter Verzweigung ausbreiten. Da die Bäume des Uferwaldes sich erst 
in großer Höhe verästeln, so hängen vom untersten Aste die Lianenstämme 
nicht selten frei von eine Höhe bis zu 15 m herab. 


"Im Gegensatz zum Camp, wo die Bäume von Flechten frei sind, sind 
die Bäume im Uferwald besonders im äußeren Teile vielfach mit Flechten 
bedeckt; hohe Bäume tragen am ganzen Stamme eine Kruste der ver- 
schiedenartigsten, anliegenden, verschieden gefärbten Flechten. Moose sind 
an ihnen seltener, diese bedecken in dichten Polstern besonders die ge- 
stürzt am Boden liegenden, teilweis vermoderten Stämme. An größeren 
Epiphyten ist der Uferwald sehr arm, besonders fehlen epiphytische Ara- 
ceen. Viele Bäume sind ganz von Epiphyten frei, andere tragen am un- 
geteilten Stamme hie und da Orchideen und Bromeliaceen. Von letzteren 
ist am häufigsten Billbergia Meyeri, die an der glatten Rinde dicker 
Stämme wenige Meter über dem Erdboden wächst. Ferner ist zu erwäh- 
nen Peperomia circinata, ein kleiner Epiphyt mit dickfleischigen Blättchen, 
der häufig auf der Rinde der verschiedensten Bäume im Uferwald dem 
Stamm fest angedrückt wächst und so reich verzweigt größere oder klei- 
‘here Flächen, oft mehrere Meter lange Stiicke bedeckt. 


an, 


Waldrand. 


Nach außen zu geht der Uferwald ganz allmählich in typischen Camp 
über. Andere Baumformen treten auf mit knorrigen Stämmen und härteren 
Blättern, an Stelle des dünnlaubigen Gebüsches tritt Bambus; Sträucher, 
‚Stauden und hohes Gras nähern sich den Formen des Camps. Hohe Bam- 
busgebüsche finden sich zwar auch an trockenen Stellen im Uferwald, 
auch auf der Barranca, aber besonders treten sie an der Grenze des Ufer- 
waldes auf, undurchdringliches Gebüsch mit durch einander gewirrten Hal- 
men erzeugend. Nur äußerst selten blühen die Bambusarten, ich traf nur 
ein einziges Mal ein Gebüsch in reicher Blüte im April und zwar Guadua 
paniculata, eine Art, die sehr häufig zu sein scheint, sonst sind vielleicht 
noch Chusquea-Arten verbreitet. Die Bambusgebüsche werden bis 15 m 
hoch; ihre Stämme sind im Verhältnis dünn, aufsteigend oder niederliegend, 
im obern Teil gebogen, die Verzweigungen durch einander gewirrt. In Menge 
bedecken Blätter und dürre Zweige den Boden und kaum ein anderes nie- 
deres Gewächs macht in diesen kleinen Dickichten den Bambusen den Boden 
streitig, nur hohe Bäume erheben sich über sie. Die Bäume sind zum Teil 
Formen des Campes, die sich an der Grenze des Waldes höher und regel- 
mäßiger entwickeln; so besonders Curatella americana, die am Waldrand 
in Exemplaren von 40 m Höhe vorkommt, mit ausgebreiteter Krone, Bom- 
baz marginatum in hohen, schönen Exemplaren, Physocalymma scaber- 
rimma, am Waldrand bis 25 m hoch, erst in der Höhe knorrig verästet 


Bi 


DO 


22 R. Pilger. 


mit schmaler Krone. Typische Baumarten des äußeren Üferwaldes sind 
ferner Tecoma adenophylla, T. Piutinga, Liihea paniculata, alles hoch- 
wüchsige, knorrige Bäume, erst in der Höhe verästelt, mit derbem Laube, 

Am Übergang vom Uferwald zum Camp ist eine reiche Vegetation 
von Sträuchern, hohen Stauden und Gräsern entwickelt, Formen, die denen 
des Campes ähneln. Man kann hier keine strenge Grenze ziehen, der 
Übergang vollzieht sich allmählich und die Campgewächse treten an den 
Waldrand heran, doch finden sich auch viele Formen, die gerade dieser 
schmalen Übergangszone eigentümlich sind. Vor allem fällt im Gegensatz 
zum Camp die dichte Bewachsung des Waldrandstreifens auf. Sträucher 
und Stauden mit eingemischten Gräsern in verschiedenster Höhe drängen sich 
dicht zusammen, von niederen Camp-Palmen und Lichera-Bäumen überragt. 

Dem eigentlichen Uferwald fehlt die Vegetation hoher Gräser, die 
unter den letzten Bambusbüschen am Waldrand beginnt; auch hier treffen 
wir wieder Andropogon bracteatus mit seinen riesigen Halmen, der auch 
mit solch trocknerem Standort vorlieb nimmt; von Cyperaceen kommen 
hohe Seleria-Arten vor mit außerordentlich rauhen Blättern. Häufig Halb- 
sträucher am Waldrand sind Bauhinia-Arten und Indigofera lespedexioi- 
des; die hohen Stauden sind besonders Leguminosen und Compositen, viele 
von stark aromatischem Geruch und klebrig, Cassia- Arten, Stylosanthes 
guyanensis, Achyrocline satureoides, en floribunda andere. Nie- 
drig schlingende Arten von Dynan fallen durch die rotgefärbten 
Hüllblätter der Bliitenstiinde auf, und hoch in die Bäume am Waldrand 
zieht sich empor Cratylia floribunda, zur Trockenzeit reich mit violetten 
Blütentrauben bedeckt. tf 

In der eben beschriebenen Weise stellt sich die Formation des Ufer- 
waldes am Oberlauf der Flüsse in typischer Form dar — eine mäßig 
hohe, dieht bewachsene Barranca, ein Streifen hochstämmigen Waldes, 
der allmählich in den Camp übergeht. Nicht immer ist jedoch die Vege- 
tation am Uferrand in derselben Weise entwickelt, besondere Terrains 
verhältnisse bedingen vielfach Modificationen. An Stellen, wo der Fluss 
eine sehr hohe und steile Barranca hat, ist gar kein Uferwald entwickelt, 
sondern die Vegetation, die wir sonst am Waldrand zu treffen gewöhnt 
sind, tritt bis an den Rand der Barranca heran. Lichera-Biiume sind vers 
streut, Gebiische von Bambuseen, Stauden und hohe Gräser des Wald- 
randes. An solchen Standorten ist auch häufig. der Piki-Baum, Caryocar 
hrasiliense, der A0—A5 m hoch wird, mit knorrig verästelter, ausgebreite- 
ler Krone. Der Piki-Baum ist der einzige Obstbaum der Xingu-Indianer; 
aus den großen Früchten wird das Öl ausgepresst und das gelbe Frucht 
fleisch zusammengepresst in großen Ballen das ganze Jahr über unter 
Wasser aufbewahrt; es ist von angenehm säuerlichem Geschmack. 4 

Nicht selten kommt es vor, dass an etwas tiefer gelegenen Stellen 
nicht die Waldrandformation wie sonst den Uferwald abschließt, sondern ebenes | 


Beitrag zur Flora von Mattogrosso. 993 


Terrain sich an den Uferwald anschließt, sumpfige Wiesen, die auch zur 
Trockenzeit feucht bleiben, mit einem niedrigen Rasen von Gräsern und 
Gyperaceen bestanden, hier und da sind auch wohl noch einzelne Buriti 
verstreut. Die Grenze des Waldes wird hier durch dichtbelaubtes dunkel- 
grünes Gebüsch mit glänzenden Blättern gebildet; ein Beispiel solchen Ge- 
büsches ist Erythroxylon anguifugum. Im Walde ist der Boden schwer 
‘und feucht, im dichten Schatten unbewachsen; es fehlt das dichte Gebüsch 
und der regelmäßige niedrige Baumwuchs; es erhebt sich ein dichter Wald 
von unregelmäßigen, weit ausgebreiteten Bäumen. Schlingende Legumino- 
sen, wie Phaseolus lasiocarpus, P. truxilensis überziehen mit frischgrünem, 
dichten Blattwerk die gefallenen, vermodernden Stämme und ziehen sich 
‘schlingend in die Bäume hinauf. Einzelne kleine baumfreie Lichtungen sind 
im Walde vorhanden; an diesen ist der Erdboden dicht bewachsen mit 
Arten von Commelina, mit zartblättrigen Paspalen und Cyperaceen. 


LL 
cr 


yı 


Blütezeit. 


Die reiche Vegetation der Stauden, Halbsträucher und Gräser am Wald- 
rande stimmt im allgemeinen mit der Vegetation des Campes in Bezug auf 
ihre Ruheperiode überein. Während der Trockenzeit sterben die Halme 
der Gräser und Stengel der Stauden ab; die Hauptzeit der Blüte ist gegen 
Beginn der Trockenzeit im Mai. Zur selben Zeit fällt auch die Blüte eini- 
ger Bäume des Waldrandes, so besonders von Bombax marginatum, der 
dann schon vollständig entlaubt ist. Die Blütezeit der häufigsten Bäume 
des trocknen äußeren Uferwaldes und Waldrandes fällt mitten in die 
Trockenzeit, wenn die Bäume fast vollständig entlaubt sind oder nur noch 
dürre vertrocknete Blätter tragen. Die Blüteperiode dauert nur kurze Zeit und 
es blühen immer einzelne Arten der häufigen Waldrandbäume nach ein- 
ander; ihr außerordentlicher Blütenreichtum ist besonders bemerkenswert, 
so dass immer die einzelnen Arten aus der Ferne wie leuchtend rote oder 
weiße Flecken im Uferwalde erscheinen. Von den häufigsten Arten blühte 
zuerst im Juni und an einzelnen Stellen bis Juli Tecoma adenophylla ; An- 
fang August waren die Früchte entwickelt und schon zu dieser Zeit, mitten 
in der Trockenperiode entfalteten sich die jungen Blätter; im Juli blühte 
Tecoma Piutinga, Anfang August Physocalymma scaberrima und Mitte 
August Liihea paniculata, alle nach fast vollständigem Laubfall, so dass 
ein ausgesprochener Gegensatz der Periode der vegetativen Entfaltung, die 
in die günstige Jahreszeit fällt, und der Blüteperiode, in der der Baum eine 
außerordentliche Blütenfülle produciert, vorhanden ist. 


Dieser Gegensatz lässt sich bei den Bäumen des inneren Uferwaldes 
und der Barranca nicht beobachten. Sie wechseln ebenfalls ihre Belaubung 
zum größeren Teil in einer Vegetationsperiode, doch tritt nicht für den 
ganzen Uferwald eine einheitliche Periode des Laubfalles ein, sondern man 


224 R. Pilger. 


/ 


findet die ganze Trockenzeit über bei verschiedenen Arten Laubfall und Neu- 
belaubung; verschiedene Arten behalten ihr Laub auch durch mehrere 
Vegetationsperioden, so die Bauhinia-Arten, Inga edulis, Hymenaea und 
andere, so dass der Uferwald bei der Mischung der Formen niemals unbe- 
laubt erscheint. Die Blütezeit der Uferwaldbäume und -Sträucher fällt eben- 
falls zum größten Teil in die Trockenperiode; zu jeder Zeit sind einzelne 
Arten blühend anzutreffen. Die Blütezeit der Stauden an der Barranca 
fällt ausgesprochen in die Trockenzeit. m 


f 

An xerophilen Vegetationsformationen, besonders in den Tropen tritt 
am überzeugendsten die Ubereinstimmung zwischen der Vegetation und den 
Bedingungen, unter denen sie lebt, vor die Augen. Eine solche Formation 
bildet ein einheitliches Ganze, denn Formen systematisch verschiedener 
Stellung nähern sich in ihrem Habitus unter den gleichen Bedingungen, 
und auch wo sie nach ihren Anlagen in ihren Anpassungsrichtungen ver- 
schiedene Wege gehen, fügen sie sich harmonisch zu einer Vegetations- 


decke zusammen, die uns das Anstreben gleicher Ziele ausdrückt. 14 


5. Vergleich zwischen den einzelnen Formationen. 


Die xerophilen Formationen haben daher auch am meisten zum Stu- 
dium der Beziehungen der Vegetation zu ihren Bedingungen angeregt. Es sind 
viele Beziehungen teleologischer Art in die Natur hineingedeutet worden, 
freiwillige Anpassungen der Pflanzen unter besonderen Umständen. Wenn 
wir von Anpassungen reden, so dürfen wir nicht vergessen, dass wir in der 
Ausrüstung ein Resultat vor uns haben. Wir sehen eine Pflanzengenossen- 
schaft in bestimmter Weise ausgerüstet und in dem wir die Eigenschaften 
des Bodens und Klimas in Betracht ziehen, finden wir, dass diese Aus- 
rüstung den Bedingungen gegenüber die geeignete ist und suchen auch wohl 
bei weniger klar liegender Bedeutung einer Eigenschaft dem Verständnis 
eine Brücke zu schlagen: wir constatieren hier ein Resultat, dessen Bedin- 
zungen vorläufig vernachlässigt bleiben. Diese Methode hat ihren wissen 
schaftlichen Wert neben den Fragen, die sich auf die wirkenden Ursachen und 
die Art und Weise der Ausbildung beziehen; diese können nur in soweit 
beantwortet werden, dass wir die wirkenden Ursachen aufsuchen und die 
Reaction der Pflanzen in den Übergängen zwischen den einzelnen Former 
erkennen oder aus ihnen schließen. 4 

Bei den Formen des Campes finden sich viele Eigenschaften, die wil 
als xerophytische anzusehen gewohnt sind. | | 
Die Gräser wachsen meist in dicken, trockenen, starren Rasen mit | 
vielen bis 11/4 m hohen Halmen und sehr zahlreichen kräftigen extravagi- 
nalen Innovationssprossen; die Blattspreiten sind meist kahl, starr, schmal, 
(lach oder mehr oder weniger zusammengerollt, mit starken Längsnervei 
gestreift. Typen dieser Gräser auf trockenem, harten Campoden sind hohe 


Beitrag zur Flora von Mattogrosso. DD 


Aristida-Arten mit reichen Rispen, Andropogon condensatus, Paspalum 
barbatum. Weniger dichte Rasen bilden das sehr häufige Cteniwm cir- 
rhosum und Ekommrus latifolius. Die Gräser sind in der Entwickelung 
ihrer oberirdischen Sprosse ganz auf die regenreiche Zeit angewiesen, beim 
Besinn der Trockenzeit entwickeln sie ihren außerordentlichen Reichtum 
an Früchten, die meist sehr leicht abfallen und mit Grannen versehen vom 
Winde leicht fortgeführt werden. Auch Cyperaceen von ähnlicher Wachs- 
tumsform mit diehten, starren Rasen sind im Camp vertreten, wie Scirpus 
rerophilus und Se. paradoxus mit faustdicken Rasen über der Erde, der 
aus den Basen der abgestorbenen Triebe besteht. Die frischen Triebe sind 
äußerst zahlreich, kurz, am Grunde wollig, mit haarförmigen, starren Blättern. 
In großem Formenreichtum treten die holzigen Stauden und Halb- 
sträucher auf, besonders den Familien der Compositen, Leguminosen 
und Labiaten angehörig. Sie alle zeigen eine dicke, holzige Wurzel oder 
eine starke holzige, knollenförmige Grundachse, an der der Stamm teil 
hat; sie perenniert und widersteht durch ihre starke Verholzung und ihre 
rundliche Gestalt dem Drucke, der bei der steinharten Austrocknung des 
Campbodens zur Trockenzeit auf sie ausgeübt wird. Längere Pfahlwurzeln 
mit ziemlich starken Seitenwurzeln sind seltener (so bei Vernonia schaven- 
kiaefolia) oder ein dünner, holziger, flach unter der Erde kriechender 
Wurzelstock (Hyptis goyaxensis); meist ist die Wurzel stark verkürzt und 
treibt einen einfachen, schwach holzigen Stengel (Hyptis interrupta, Bar- 
jonia obtusifolia), oder die Wurzel bildet mit der Stammachse zusammen 
ein dickes, knolliges Rhizom, das ein bis mehrere starke Aste treibt, die 
häufig nach einander zur Blüte gelangen. Die aufrechten Stengel der 
Stauden, die während der regenlosen Zeit vollständig vertrocknen und 
meist gegen Ende der Regenzeit und bis in die Trockenzeit hinein blühen 
(Maerosiphonia, Hibiscus furcellatus, Barjonia, Hyptis interrupta) sind 
‚meist meterhoch, oft darüber, im unteren Teile schwach verholzt, nach 
‘oben zu häufig auf dieselbe Art wie die Blätter behaart, vielfach nur in 
‘der Blütenregion verzweigt. Die stark verholzten einfachen Äste, die von 
‚den knollenartigen Rhizomen hervorgebracht werden, schließen mit dem 
Blütenstand ab (Memora campicola, Myrcia variabilis, Ouratea nana): 
sie werden nicht in einer Vegetationsperiode ausgebildet, man findet auch 
in der Trockenzeit beblätterte Aste, die noch nicht blühen, neben blühen- 
den Ästen. Niederliegende Zweige sind selten, wie bei Eriosma hetero- 
phyllum, dessen dünne Zweige dem Boden angedrückt sind; die Pflanze 
wächst auf lockerem Sandboden. Ebenso liegt die große Blattrosette von 
Jacaranda rufa dem Boden auf. 

Die Blattform ist nach der systematischen Stellung der Arten sehr 
werschieden, doch überwiegen sitzende und eiförmige, stumpfe, ganzrandige 
Blätter in jeder Größe und auch die Leguminosenarten (Cassia parvi- 
stipula und C. setosa, Eriosema rufum und E. heterophyllum) zeigen keine 
Botanische Jahrbücher. XXX. Bd. 


15 


226 R. Pilger. 


weitgehende Gliederung des Blattes. Sehr häufig sind die Blätter am Grunde 
herzförmig und mehr oder weniger stengelumfassend ausgebildet, selten 
sind sie schmal linealisch wie bei Baccharis tenuifolia. Ausnahmslos sind 
die Blätter starr, meist dick und häufig lederig wie bei Myrcia variabilis 
und Eremanthus exsuccus. Besonders zeichnet ein starkes Nervengerüst 
die Blätter aus, und nur bei dicken, lederigen Blättern und bei sehr starker 
Behaarung (Macrosiphonia-Arten) ist die Nervatur weniger sichtbar; auf der. 
Unterseite stark hervortretende kurze Nerven verbinden die Seitennerven mehr 
oder weniger eng netzförmig; sie treten manchmal auf der Unterseite wie 
ein enges Gitterwerk hervor, so besonders deutlich bei Hyptis goyazensi 

Die Behaarung der Blätter ist meistens stark ausgebildet, kahle und 
elinzende Blätter sind selten (Eremanthus exsuccus, Barjonia, Cassia 
parvistipula, Myrcia variabilis). Die verschiedensten Formen der Be- 
haarung finden wir neben einander; mit kurzem, seidig glänzenden Filz 
sind die Blätter dicht bekleidet bei Soaresia velutina, ebenso bei Ver 
nonia schwenktifolia, häufig ist der Gegensatz der Blattoberseite und der 
stärker behaarten Unterseite‘ ausgeprägt, so bei den Arten von Macro 
siphonia, die unterseits sehr dicht weiß wollig-filzig bekleidet sind. 

Borstenhaare finden wir z. B. bei Lippia vernonioides, deren Blätter 
oberseits dicht mit weißlichen Warzen bedeckt sind, die starre Borsten 
tragen, während die Unterseite längere weißliche Borsten trägt; bei Owra- 
lea nana sind die Blätter auf der Oberseite schwach rauh, auf der Unter- 
seite mit kurzen, steifen Borsten besetzt. Es würde zu weit führen, die 
einzelnen Formen der Behaarung aufzuführen, doch zeigt sich schon in den 
angeführten Beispielen die große Mannigfaltigkeit des Indumentes, das im 
allgemeinen viel stärker als bei verwandten Arten ausgeprägt ist. Es wäre 
eine anziehende Aufgabe, diese Ausbildung des Indumentes bei den Arten 
der Campformalion zu verfolgen; die starke Ausbildung steht nicht n 2 
mit der Transpirationsverminderung in Beziehung, sondern auch mit der 
Ausnutzung des reichlichen Thaufalles und der vorübergehenden Bewässerung 
durch Regengüsse während der Regenzeit, mit denen eine starke Insolation 
abwechselt; das Wasser wird festgehalten und sicher in vielen Fällen durch 
die Haare aufgenommen; auch schlägt an behaarten Blättern viel mehr Thau 


als an glatten, glänzenden Blättern nieder. 
Strauchartige Formen oder Halbsträucher mit stark verholzten, 


verzweigten Ästen sind im Gebiete des trockenen Campes selten, sie 
schließen sich in der Ausbildung der Blätter ganz an die Campstauden al | 
eine sichere Grenze zwischen den Formen ist nicht zu ziehen; von solchen 
niedrigen Halbsträuchern nenne ich Anacardium pumilum, Erythrosylon 
daphnites, Vernonia ferruginea, Bauhinia curvula. Die letztere Pflanze 
z. B. ist ein wenig verzweigter, anderthalb Meter hoher Strauch, der auf 


trockenem Camp am oberen Ronuro zerstreut ist. Er ist schwach a 
blättert; die Blätter sind klein, eiförmig, lederig, starr und gänzlich kahl, 


4 


| 
4 


Beitrag zur Flora von Mattogrosso. 997 


Bauhinia cumanensis fand ich im Camp am oberen Kulisehu in klei- 
nen Gruppen wachsend als ausgebreiteten, bis 2 m hohen Strauch; diese 
Art wird sonst als »frutex altescandens« angegeben; sie bildet hier wieder 
ein Beispiel für den Übergang von hochkletternden Sträuchern auf den 
freien Camp, wo sie dann als ausgebreitete Sträucher auftreten. 

Als einziger Epiphyt im Campgebiet fand sich Aechmea brachyclada, 
dessen sroße Rosetten von dickfleischigen Blättern auf Cowatella americana 
epiphytisch wuchsen. 

Die Bäume, die auf dem Camp meist einzeln schwach verstreut auf- 
treten, sind größtenteils Zwergbäumchen von stark ausgeprägtem xero- 
philen Habitus. Gewöhnlich niedriger, besonders auf den freien, dem 
Wind ausgesetzten Camp-Plateaus, überschreiten sie selten eine Höhe von 
4 m. Die hellfarbige, von Flechten freie Borke ist stark entwickelt und 
lief rissig; am auffälligsten ist die Form der Candelaberbiumchen; bei 
ihnen stehen die Äste einzeln im oberen Teil des Stammes bogig aufwärts 
und tragen nur an der Spitze rosettenartig gedrängte, große, eifürmige 
Blätter und endständig die große Blütenrispe. Solche Formen finden wir 
bei verschiedenen Familien, so bei den Apocynaceen Plumiera latifolia 
und Aspedosperma nobile, bei den Vochysiaceen Salvertia convallariodora 
und Vochysia rufa. 

Die Blätter von Salvertia erreichen eine Länge von 25 cm, ein starker 
Mittelnerv und stark entwickelte zahlreiche Seitennerven erhalten die starre, 
dicke, oberseits glänzende Blattfläche ausgespannt. Auch Aspedosperma 
hat bis 22 cm lange Blätter, die dick lederig, kahl, oberseits glänzend sind. 

Einen anderen Typus stellt Curatella americana dar, der häufigste 
Campbaum im ganzen Gebiet; der Stamm ist unregelmäßig stark verästelt, 
die Äste sind knorrig, mit dicker, hellgrauer Borke, die sich in großen 
Schuppen ablöst; die runzligen, starren, sehr rauhen Blätter stehen an 
kleinen Zweigen, die aus den dicken Ästen zahlreich entspringen. Andere 
Dilleniaceen-Bäumchen, wie Davilla elliptica, sind im Wachstum der Cura- 
fella ganz ähnlich. Bei den Campbiumchen herrschen einfache, eiförmige, 
ganzrandige, sehr starre, meist lederige Blätter vor, die wenigstens auf der 
Oberfläche kahl und glänzend sind, während die Unterseite häufig eine 
anliegende weiche Behaarung trägt, so Erythroxylon nitidum, Myrcia dasy- 
blasta, Kielmeyera rubriflora. Die Neigung zur Entwickelung niedriger, 
baumartiger Formen auf dem Camp zeigt sich an Solanum lycocarpum, 
das als Bäumchen häufig auf dem Camp zerstreut ist, während man die 
Art im Serrado bei Cuyabä in strauchförmigem Wachstum viel zerstreut 
findet. 


Die Formen des Uferwaldes. 


Auf die Verschiedenheit des Campes von der Vegetation, die die Fluss- 
läufe begleitet, wurde schon hingewiesen; die besseren Bedingungen, die 
15* 


228 R. Pilger. 


an einen eng begrenzten Raum in der Nähe des Flusslaufes gebunden sine 
gewähren der Entwickelung einer Vegetation von größerer Lebensenerg 
einen reichen Spielraum. 

Die Gräser, die wir auf der sandigen Barranca finden, bilden kein 
geschlossenen Rasen, ihre Halme sind vielfach niederliegend und aus de 
unteren Knoten bewurzelt und verzweigt, so dass sie sich auf diese Weis 
weiter ausbreiten; solche Formen sind Panicum laxum und Paspalı 
conjugatum. Meist sind die Blätter breiter und viel zarter als bei de 
Campgräsern, flach ausgebreitet, dünn und kahl, so auch bei Paspahu 
platycaulon. a 1 

In ähnlicher Weise sind die Stauden auf der Barranca ausgebilde 
mil krauligen, niederliegenden Stengeln, reichverzweigt und mit dünne 
lachen, kahlen Blättern, so besonders die Acanthaceen und Amarantacee 
dieser Standorte. Große, dünne, kahle, eiförmige Blätter zeigen auch 


wenig hervor, was besonders auffällt, wenn man z. B. Cassia bicapsular 
mit den Cassien des Campes vergleicht. Dasselbe gilt von den Schling 
pflanzen; so hat Ipomoea bonamox große, herzförmige, zarte, kahle Blätte 
während die großen, dünnen Blätter von Calopogonium coerulewm unte 
seits steiflich behaart sind; mit weichen, kurzen Haaren bedeckt sind di 
Blätter auch bei Phaseolus lasiocarpus. 

Die Bäume des Uferwaldes zeichnen sich vor den Camp-Bäumen durel 
ihre oft gewalligen Dimensionen, ihren hohen Wuchs und ihre reichbelaubl 
Krone aus. Die Blätter sind meist biegsam membranös mit fein ciselierte 
Geflecht von netzförmig verbundenen kleinen Nerven, so bei Inga edule. 
Casearia silvestris und Guarea trichilioides, doch finden sich auch 
Uferwald Bäume mit diekeren Blättern, deren Nerven stark hervortreten, & 
bei Cordia cuyabensis. Die Bäume des Waldrandes vermitteln im Habitus un 
der Natur des Blattes den Übergang zu den Formen des Campes, wie dies 
ja auch in besser entwickelten Exemplaren an den Waldrand herantrete 
Sie sind bedeutend höher als die Campbiume, meist sehr stattliche Bäun 
und machen einen geschlossenen Waldstreifen aus, aber mit ihrem knot 
gen Stamm, ihrer unregelmäßigen Verästelung und der schmalen Kroi 
nähern sie sich den Formen der Campbäume. Die Blätter sind starr, de 


inembranös, mit stark hervortrelenden Nerven versehen und unterseits 


) 
oder schuppig behaart (Lithea paniculata, Tecoma Piutinga), oder a 


rauh wie bei Physoealymma scaberrimum. 


zu diehtem niederen Gebüsch zusammen im Gegensalz zum Camp, wo 
mehr einzeln zerstreut sind, Häufige Sträucher sind Dauhinia-Arten 
derb membranösen Blättern, deren Nerven bei 2. Bongardi unterseits sel 
stark hervortreten. Die Stauden sind im allgemeinen viel stärker spart 
verzweigt als die Gampstanden, und zahlreiche Exemplare stehen häu 


Beitrag zur Flora von Mattogrosso. 999 


ruppenweise zusammen, wir finden auch bei ihnen nicht die -dicken, 
inollenartigen Rhizome, sondern spindelfürmige oder mehr oder weniger 
eteilte lange Wurzeln mit vielen Seitenwurzeln, so bei Achyrocline saturei- 
ùdes und Stylosanthes guyanensis. 

Die Schlingpflanzen am Waldrande haben viel derbere Blätter als die 
les Uferwaldes, so Dalechampia cuyabensis mit kahlen Blättern, deren 
\etznerven unterseits ziemlich stark hervortreten, und Cratyla floribunda, 
leren Blätter unterseits durch eine dichte kurze Behaarung silberglänzend 
ind. 


Die Formen an den Buriti-Bächen. 


Wenn wir die hohen, verholzten Stauden betrachten, die sich beim 
eginn der Buriti-Bäche auf sumpfigem Boden zu dichten Gebüschen zu- 
ammendrängen, so fällt uns ihre xerophytische Ausbildung sofort ins Auge; 
ie sind im Gegensatz zu den Stauden des Campes viel höher und meist 
uschig stark verzweigt, aber zeigen im Blattbau mit diesen viele Über- 
instimmung. Die jungen Blätter von Piper mollicomum z. B. sind dünn 
nembranös, oberseits dicht rauh-warzig, unterseits weißlich zottig behaart; 
ie älteren Blätter sind starr, oberseits stark rauh, die Nerven treten auf 
er Unterseite hervor und sind auf der Oberseite tief eingedrückt, so dass 
as Blatt blasig gerunzelt erscheint. 

Jussiaea nervosa hat schmal lanzettliche, lederige, kahle Blätter, deren 
erven stark hervortreten; die Blätter von Lippea herbacea sind dicht mit 
urzen, weißlichen Borsten besetzt und die Nerven treten unterseits wie 
in engmaschiges Gitterwerk sehr stark hervor. 

Die Lebensbedingungen sind hier dem Camp gegenüber verändert, in- 
em die Pflanzen auf sehr feuchtem Boden wachsen, der auch in der regen- 
sen Zeit nur oberflächlich austrocknet; die Verdunstung wird, da die 
taudengruppen schattenlos der starken Insolation ausgesetzt sind, sehr ge- 
teigert und die Pflanzen müssen sich gegen eine zu starke Transspiration 
chützen; im Gegensatz dazu stehen die Pflanzen, die innerhalb der dichten 
Väldchen an den Buritibächen auf feuchtem Boden im Schatten wachsen, 
mgeben von feuchter Luft; hier finden wir zarte Kräuter mit dünnen, 
ahlen Blättern, wie Lobelia nummularioides, Gräser, wie Panicum vil- 
oides a. fluviatile mit am Grunde geknieten Halmen, die aus den untersten 
inoten schwach wurzeln und breiten, lockeren, zart membranösen Scheiden, 
chlingsträucher mit lang auslaufenden dünnen Trieben wie Hmmeorrhixa 
ımbellata. 

_ Die Wäldchen heben sich vom Camp durch ihre kräftige, dunkelgrüne 
jelaubung ab; die höheren Bäume in der Mitte und die niederen Bäume 
nd hohen Sträucher am Rande zeigen in ihrer Blattausbildung viele Ähn- 
chkeit. So haben Byrsonima umbellata, Ferdinandusa speciosa, Gili- 
ertia cuneata, Nectandra Gardneri große, lederige, eiförmige, kahle und 


230 R. Pilger. 


oberseits glänzende Blatter von dunkelgriiner Färbung; sie sind ganzrandig 
und in eine kurze, stumpfe Spitze vorgezogen oder mehr oder weniger 


lederig, kahl und oberseits glänzend, mit eng netzfürmig verbundenen, 
hervortretenden Nerven. 

Diese Übereinstimmung in der Gestalt und Consistenz des Blattes ist 
sehr bemerkenswert bei den Pflanzen aus verschiedenen Familien; wir fin- 
den sie auch in derselben Weise bei niedrigen Sträuchern am Rande det 
Wäldchen, so bei Coccoloba marginata und Miconia Chamissonis wieder- 
kehrend. Von etwas anderer Form ist Bawhinia cupulata, die als hoher 
Strauch oder als knorrig verästeter, niedriger Baum am Rande der Wäld: 
chen auftritt; die Blätter sind dick lederig, untersejts kurz steifhaarig, mi 
sehr stark gitterförmig hervortretenden Nerven, die von einem engen Neti 
von kurzen Adern verbunden sind. Die Starrheit des Blattes und das 
Hervortreten der Nerven ist hier sehr viel stärker als bei der verwandten 
B. longifolia, einer Form des Uferwaldes, ausgebildet. 

Im Schutze der höheren Bäume im Innern des Wäldchens wachsen 
Bäumchen, die im Gegensatz zu den höheren Bäumen mit ihrem straffen 
Wuchs und der zusammengezogenen Krone einen dünnen Stamm haben 
und weit verästet sind, so Hertella americana; die Blätter dieses Bau 
chens sind dünn und biegsam, kahl und oberseits schwach glänzend, er 
förmig lanzettlich, in eine längere, stumpfe Spitze vorgezogen; die Nervet 
treten unterseits nur schwach hervor und sind weitmaschig netzförmig 
verbunden. 


B. Das Vorland der Chapada bei Cuyaba. 


Serradao auf Sandboden. 


men ausgebildet; einzelne hohe Sandsteinfelsen sind vor dem Abhang steher 
geblieben, umgeben von den ausgedehnten Flächen tiefen rötlichen Sandes 
des Produetes jener Erosion. Der Boden ist ziemlich dieht mit knorrigen 
unregelmäßig verästeten Bäumen und diehtem Unterholz bedeckt. 


im October reifen; die unreifen Früchte sind voll von zähem, klebriget 
Milchsaft, der bei der reifen Frucht dünnflüssig wird. In kleinen Gruppe 
wachsen Piki-Biiume, Caryocar brasiliense, hochwüchsigere Stämme 
frischgrüner Bekleidung handförmiger Blätter. Ferner finden sich Vochysia 
ceen, wie Qualea pilosa, (). parviflora und Byrsonima  coccolobifolia, 
dann Mouriria elliptiea, Rhamnidium elacocarpum und andere. Im Unter 
holz fallen besonders auf die beiden Gräser Aristida chapadensis un 


Beitrag zur Flora von Mattogrosso. 231 


Paspalum barbatum c« glabrum, deren dicke, starre Rasen in großen 
Mengen zwischen den Krüppelbäumen stehen mit starr aufrechten bis an- 
derthalb Meter hohen Halmen. 


Serrado bei Cuyaba. 


Auch in größerer Entfernung vom Abhang der Chapada sind ‘größere 
oder kleinere Sandflächen in der wellenförmigen Serradolandschaft vor- 
handen, die sich zwischen dem Abfall der Chapada und dem Rio Cuyabä 
erstreckt. Wenn man die Stadt Cuyabä verlässt und die Hänge der um- 
gebenden Hügel hinaufgeht, so kommt man wohl hie und da an einen er- 
höhten Punkt, der einen weiten Ausblick gewährt. Wellenförmig dehnt 
sich das Land, so weit der Blick reicht; den Abschluss bildet die zackige 
Linie des Abfalles der Chapada, in violettblauen Dunst gehüllt, dessen 
lichter Ton sich prächtig von dem dunkleren Rand der vorliegenden Hügel 
abhebt. Der Boden ist fest, thonartig, von rötlicher Farbe, oder mehr 
oder weniger aufgelockert und sandig. Vielfach ist er mit Quarzgeröll be- 
deckt, häufig mit ganzen Lagen kleiner Quarzbrocken. Aus der Ferne 
erscheint er geschlossen bewachsen mit dichtem, hohen Gebüsch, doch sieht 
man beim Näherkommen, dass ganze Strecken von Gebüsch frei sind, wäh- 
rend an anderen Stellen dichte Strauchgruppen zusammentreten. An freien 
Stellen bedeckt vielfach lichtwachsend mit tausenden von zierlichen Halmen 
Panicum ansatum den Boden. Die höhere Vegetation besteht aus Sträu- 
chern und niedrigen, knorrigen Bäumen von krüppligem Wachstum; die 
Borke aller Holzgewächse ist hell, sehr dick und zerrissen, die Blätter sind 
trocken, teilweise dick, häufig glänzend und lackiert. Schlingpflanzen sind 
selten, nur hie und da ist eine schlingende Malpighiacee anzutreffen. Vor- 
herrschend sind gefiederte Leguminosen und Sträucher mit lorbeerartigen 
Blättern. Die einzelnen Bäume und Sträucher sind alle häufig, doch sind 
die Arten stets gemischt, niemals tritt eine Art gesellig auf und giebt eine 
Form den Ausschlag. 

Es war im Februar und März, gegen Ende der Regenzeit, als ich mich 
einige Wochen in dieser Gegend aufhielt; blühende und fruchtende Holz- 
gewächse fanden sich in gleicher Menge; die niedere Vegetation stand ge- 
rade um diese Zeit in voller Blüte. Von den starken Regengüssen, aus 
‚schnell aufsteigenden und verschwindenden Gewitterwolken, die mit Stunden 
stärkster Insolation abwechseln, vermag die Serradovegetation wenig Nutzen 
zu ziehen. Die starken Güsse vermögen in den Erdboden gar nicht ein- 
zudringen, in kleinen Rinnen strömt das Wasser in die Senkungen zwischen 
den Hügeln, deren Boden nach einiger Zeit starker Insolation wieder völlig 
ausgetrocknet ist. In den Einsenkungen rinnen zur Regenzeit kleine Bäch- 
lein, die in einen Sumpf verlaufen; in Tümpeln sammelt sich das Wasser 
auf völlig durchtränktem Sandboden. An den Lehnen drängt sich die 
Vegetation der Bäume und. Sträucher dichter zusammen, einzelne freie, 


232 ..12R..Pilger:: 


feuchte Stellen .sind mit leichter Grasnarbe und Cyperaceen bedeckt; am 
bristylis diphylla, Lipocarpha Selloana, Kyllinga pungens und andere we 
verbreitete Arten. 

Auf niedrigen, breiten Hügelkuppen, die sich aus dem welligen, buse 
bewachsenen Terrain des Serrado herausheben, fehlt die Baum- und Strauch: 
vegetation fast ganz. Der Boden auf diesen Kuppen ist sehr trocken, mit 
kleinen Kieselbrocken bedeckt; eine niedrige Grasnarbe breitet sich aus, 
deren dichte Rasen einzeln in mehr oder weniger großen Abständen stehen. 
häufige Arten sind Paspalum chrysodactylon, Panicum rotboellioides, BP 
cayennense. Der Reichtum an Stauden und auch einjährigen Pflanzen mit 
farbenprächtigen Blüten wie Caloksianthus acutangulus ist nicht gering, 
doch stehen sie zu zerstreut, um durch ihre Blütenpracht zu wirken. Ver- 
einzelt treten niedrige Krüppelbäume auf, so besonders Plumiera latifolia, 
deren kurzer Stamm mehrere kandelaberartig aufwärts gebogene Äste trägt, 
Eine durchaus ähnliche Form ist Vochysia rufa mit hohen, gelben Blüten- 
rispen. 


Vegetation der Flussläufe. "À 


Von der Chapada kommen Flüsschen herab, öfters ziemlich wasser- 
reich, die das Vorland durchqueren und sich in den Rio Cuyabä ergießen. 
Ihr Wassergehalt ist bei der Kürze des Laufes nach der Regen- und 
Trockenzeit sehr verschieden. Auch in der Regenzeit steigt nach einem 
einzigen anhaltenden Regenguss das Wasser oft um Meterhöhe und über 
schwemmt den Waldstreifen, der das Flüsschen begleitet. | 

Am Oberlauf dieser Flüsschen, bei stärkerem Gefälle tritt gern gesellig 
die Aquasu-Palme, Orbignya Martiana') auf, deren prachtvolle Wedel die Länge 
von 6 m erreichen. Eine andere Palmenart, die an anderen Flüsschen wieder- 
um allein herrschend ist, ist die Akuri-Palme, Attalea princeps. Sie stehl 
auf schwerer, mooriger Erde, wenn das Flüsschen ein dichter Wald von 
hochstämmigen Bäumen begleitet. Der dicke Stamm ist bis 5 m hoch, 
zewöhnlich kürzer und trägt einen dichten Kopf von 4 m langen Wedeln, 

In den Basen der abgefallenen Blätter finden sich bei dieser Art viele 
Epiphyten. Am Rande des Uferwäldchens auf trocknerem Boden erhebt 
sich gewöhnlich hohes Gebüsch von Bambuseen-Arten. Die Uferstrecken 
der Flüsschen mit ihrem überaus fruchtbaren Boden werden gern zur Gultur 
benutzt: einzelne Stücke Culturlandes kann man bedeckt sehen mit Reis, 
Maniok, Mais, Bananen, zwischen diesen hohe Ricinusbüsche und einige 
schlanke Cocospalmen. | 

An die Bachvegelation schließt sich meist nach kurzem Uber ging de 
Serrado an und man kann sich keinen größeren Gegensatz denken, als 
wenn man aus dem trockenen, sonnendurchglühten Gelände in den schalli 
zen Uferwald mit moorigem Boden und feuchter Luft eintritt, fast ohne 


1) Banvoss Ronmenez, Palmae Mallogrossenses p. 68, 


Beitrag zur Flora von Mattogrosso. 233 


Übergang, um dann ebenso schnell wieder den Streifen hochstämmigen 
Waldes zu verlassen und in den Serrado mit dem unregelmäßigen krüppel- 
haften Wuchs der Bäume überzugehen. 

Im Unterlauf der Flüsschen dagegen auf mehr ebenem Terrain schließt 
sich an den Uferwald häufig eine breite, ebene Fläche sandigen Schwemm- 
landes, die zur Regenzeit durchfeuchtet ist und, öfters teilweise tiber- 
schwemmt wird. Eine zusammenhängende Grasnarbe fehlt hier; es herrscht 
ein Gemisch von zerstreuten, verschieden blühenden Pflanzen, alle niedrig, 
kriechend, meist mit starkem Wurzelstock, mit dem sie die Austrocknung 
des Bodens zur regenlosen Zeit überdauern. Eine solche Fläche an der 
Bandeira bei Cuyabä fand ich bedeckt mit der gesellig wachsenden, niedri- 
gen Composite Pectis Stella, die auch in minder kräftig entwickelten Exem- 
plaren auf trockenstem Kiesboden bei Cuyabä zu finden war. 

Wenn das Gelände nur um einige Meter ansteigt, stellt sich schon auf 
trocknem Sandboden schwache Serradovegetation ein; häufig bildet hier 
der Timbö-Baum (Magonia pubescens), der auch an den Rändern der Ufer- 
wäldchen zerstreut auftritt, kleine Wäldchen von fast reinem Bestand; am 
Rande der Gruppen sind die Bäume 10 m hoch, inmitten meist etwas 
niedriger. Der Boden ist von Gebüsch frei, nur ganz schwaches Unterholz 
und wenige Stauden sind vorhanden; die lichten Wäldchen gewähren so 
einen eigentümlichen Anblick mit den hellen, knorrigen Stämmen, von deren 
Zweigen zahlreich an langen Stielen die apfelgroßen, oval zusammen- 
sedriickten braunen Früchte herabhängen. 


C. Das Flussthal des Rio Cuyaba oberhalb von Rosario. 


Während des Monats April durchzog die Expedition das Thal des 
oberen Cuyabä auf dessen linker Seite bis zum Quellgebiet, ehe sie sich 
über Camp-Plateaus zum Paranatinga wandte. Das Thal ist meist eine 
Meile oder darüber breit und wird von niedrigen, sehr gleichmäßigen 
Höhenzügen begleitet; östlich fließt im Grunde der Rio Cuyabi. 

Von den Höhenzügen strömen dem Rio zahlreiche Bäche zu; an allen 
kleinen Bachthälchen, die sich die niedrigen Berge heraufziehen, können 
wir tiefdunkelgrüne, glänzende Streifen verfolgen, die aus Aquasu-Palmen 
bestehen. Es sind frische Waldthälchen mit kleinen, über Sandsteinstufen 
stürzenden Bächen, am Ufer mit dichtem Wuchs von stammlosen oder 
niedrigstämmigen Aquasu-Palmen, untermischt mit hochstämmigen Bäumen, 
am Rande Bambuseen-Gebüsch. 

Die zahlreichen kleinen Bäche fließen im weiteren Verlauf langsamer‘; 
gewöhnlich sind sie wenig eingeschnitten und breite Sumpfstreifen trennen 
den begleitenden Waldstreifen von der Formation des Serrado auf dem 
trockneren ansteigenden Terrain. Die Sumpfwiese ist dicht mit niederen 
Cyperaceen und Gramineen bewachsen, in kleinen Gruppen stehen hohe 


234 R. Pilger. 


Halme von Andropogon-Arten und Trichopteryx flammida. Am Wald- 
rande stehen auf sumpfigem Boden Buriti-Palmen zerstreut und auf dem 
schlammigen Boden an den Bachufern tritt häufig die Akuri-Palme mit 
kurzem, dieken Stamme auf. | 

Auch an die größeren Waldstreifen der Flüsschen, die dem Rio zu- 
strömen, treten breite Sumpfstreifen auf, wenn das Terrain nicht sogleich 
zum Serrado ansteigt. Die Uferwäldchen sind sehr dicht, das hohe Ge- 
sträuch wird von glattstämmigen Bäumen überragt, besonders Mimoseen 
mit zartgefiederten Blättern, zu denen sich Serjanien und die korkzieher- 
artig gedrehten Stämme der Bauhinien hinaufziehen. Panicum latifolium 
wächst auf dem sumpfigen Boden mit dicken, bis 3 m hohen Halmen, 
Costus spicatus und Dichorisandra Aubletiana mit dickfleischigen Blättern, 
(reissomeria cincinata, ein prächtig blühender Halbstrauch mit langen, 
drehrunden Wurzeln und im Gebüsch schlingend niedrige Leguminosen, 
wie der prächtige Phaseolus Caracalla. 

Bambuseengebüsche wachsen nicht auf sumpfigem Boden, sie finden 
sich in Flusswäldchen auf trocknerem Boden besonders am Rande an 
Stellen, wo vom Flusse aus ein niedriger, sandiger Uferhang ansteigt und 
das Wasser nicht zur Regenzeit den Boden überflutet, zusammen mit Ma- 
gonia pubescens, Bombax marginatum, auch wohl gut entwickelten Exem 
plaren von Curatella, die den Übergang zum Serrado vermitteln. 

Der Monat April war im Thal des Cuyabä noch sehr regenreich; 
schnell von den Bergzügen aufsteigende Gewitterwolken entluden täglich 
starke Regengiisse; das Wasser schießt, von Lehm gelb gefärbt, vom festen 
Boden des Serrado herab den Bächen zu, die plötzlich stark anschwellen, 
um ebenso schnell wieder auf ihr gewöhnliches Niveau zurückzukehren. 
Die großen Wassermengen sammeln sich in den sumpfigen Uferwäldchen 
und in den breiten Sumpfstreifen, die sie begleiten. Auch größere, tiefer- 
, deren Boden ich später zur Trockenzeit hart aus- 
zetrocknet sah, sind zur Regenzeit in große Sumpfwiesen verwandelt, in 
denen kleine Wasserlachen zwischen den dicken, niedrigen Cyperaceen- 
und Gramineenrasen, die sie bedecken, sichtbar sind. Besonders ist von 
Interesse auf diesen Sumpfstrecken eine Vegetation von zahlreichen Arteı 
von niedrigen, einjährigen Pflänzchen, die zur Regenzeit blühen und fruc 
ten. Ihre feinen Wurzeln stecken im schlammigen Boden und der zierliche 
Stengel trägt kleine Blätter oder nur winzige Schuppenblätter. Ks sim 
hier zu nennen Burmannia flava, Arten von Polygala (besonders P. subs 
filis), Utrieularien, Melastomalaceen, wie Acisanthera inundata, Scrophw 
lariaceen wie Herpestes gracilis. Auch die Stauden mit dicken, fleischiger 
Wurzeln, die zerstreut oder in kleinen Gruppen zusammen mit hoher 
Andropogeieitich sich über den niederen Cyperaceenrasen erheben, bliihe 
in der Regenzeit, so ‚Jussiaea nervosa, Monnina Malmeana, Buchnera 
palustris, Hyptis carpinifolia, Melochia graminifolia. Kin trüger Bach 


liegende Wiesenstrecken 


Beitrag zur Flora von Mattogrosso. 239 


zieht sich durch die breite Sumpfwiese hindurch und bildet kleinere oder 
größere stehende Becken an seinem Lauf mit schönblühenden Stauden, 
Jussiaea-Arten und Centropogon surinamensis am Rande. Bäume aber 
begleiten den sumpfigen Bachlauf nicht mit Ausnahme hochwüchsiger, herr- 
licher Buriti-Palmen, die oft in mehreren Reihen sich am Bach entlang 
ziehen. 

Langsam steigt das Terrain zum Serrado an, mit reichem Graswuchs 
bedeckt, in dem besonders auf dem trockneren Übergangsterrain immer 
gesellig Helopus grandiflorus mit seinen silberweißen Ährchen auftritt. 
Es ist zu unterscheiden zwischen ebenen Strecken tiefen Sandes, trocknen 
Wiesen, hügeligem Gelände mit festem, lehmartigen Boden, der vielfach 
mit Kieselbrocken bedeckt ist und Flächen nackten, anstehenden Sandsteins, 
der häufig an der Oberfläche mehr oder weniger zermürbt ist. Der 
nackte, rötliche Sandstein tritt besonders an dem flachen Plateau auf, das 
sich in der Mitte des oberen Guyabäthals erhebt, während nach rechts und 
links das Terrain sich langsam zum Grunde absenkt. 

Die Flächen tiefen Sandes sind meist eisenhaltig, stark rötlich gefärbt; 
die heftigen Regengüsse, die sie zur Regenzeit benetzen, werden durch die 
starke Insolation, die den größten Teil des Tages herrscht, schnell wieder 
ausgetrocknet. Sie sind mit dichtem Serrado bedeckt mit starkem Unter- 
holz, starrblättrigem Grasrasen und vielen blühenden Stauden, wie Arten 
von Turnera, Melochia, Helicteres, Hibiscus, Tibouchina cuyabensis, 
Cassien u. a. Eine geringe Senkung lässt das Terrain in Sumpfland über- 
gehen. Krüppelbäume des Serrado in ihrer bemerkenswerten Form sind 
mehr oder weniger dicht gedrängt, zwischen ihnen zerstreut niedrige Cocos- 
palmen. 

Ausgedehnte, trockne, flache Wiesenstrecken finden sich besonders 
im Grunde am Fuße der niedrigen Serren, die das Flussthal begleiten; die 
herrschenden Gräser, besonders Arten von Paspalum (P. plicatulum u. a.) 
sind weniger starr und rauh als die Serrado-Formen. 

Die niedrigen Hügel, die sich überall erheben, tragen die gleiche Vege- 
tation wie in der Umgebung von Cuyabä; sie sind mit getrennt stehenden 
Grasrasen bedeckt und die Krüppelbäume stehen auf ihnen schwach ver- 
streut. 

Sehr eigentümlich ist das Bild, das das flache Plateau in der Mitte 
des Flussthales gewährt, an dem fester oder mehr oder weniger zermürbter 
Sandstein bloBliegt. Große, rötliche Sandsteinflächen sind fast vegetations- 
los, vereinzelt stehen Krüppelbäume und Rasen von Andropogon con- 
tortus und hie und da ist eine kleinere Stelle von der rötlichen Arzstida 
capillaris bedeckt; an anderen Strecken aber sind Paspalum-Arten mit 
breiter Rhachis herrschend, so P. excomei mit unverzweigtem, aufrechten 
Halm und breiter, gelblicher Rhachis, und auf kleinen, mit Kieselbrocken 
bedeckten Erhebungen das höhere P. stellatum von gleicher Form; diese 


236 R. Pilger. 


beiden Gräser sind für das Auge ganz herrschend, sie bedecken das niedrige 
Plateau wie ein Getreidefeld mit tausenden von zierlichen Halmen. Nur 
vereinzelt mischen sich andere Gräser, wie Panicum ansatum und P. 
cayennense ein und einzelne Stauden mit diekem Wurzelstock, wie Le 
phrosia purpurea, Hyptis angustifolia und Ipomoea varvifolia var. 
saxatulis. 


» 


D. Die Verwandtschaft der Flora mit der anderer Gebiete Brasiliens. 


In der schon früher erwähnten Arbeit: »The Phanerogamic Botany of 
the Mattogrosso Expedition, 1891—92« beschäftigt sich Spencer Moore 
mit der Frage nach der Abgrenzung der stidbrasilianischen gegen die nord 
brasilianische Provinz; er zieht mit Exezer (Versuch einer Entwickelungs- 
geschichte Il. 300) das Bergland von Ceara, Piauhy und Maranhao zur 
südbrasilianischen Provinz, während er Nord- und Central-Goyaz als zur 
nordbrasilianischen Provinz gehörig betrachtet, wenn sie auch hier eine 
Ausnahmestellung einnehmen. Nach der Ansicht von Spencer Moore schließt 
die Nord-Brasilien-Guiana-Provinz Enster’s ein »almost the whole of Goyaz 
as well as the littleknown northern part of Mattogrosso; the southern 
boundary of this province will be the watershed between the Xingu, Tapajos 
and Guaporé rivers to the north and the Paraguay and its feeders to the 
south«. Ich kann diese Angaben in dem Werke Eneuer’s nicht vertrete 
finden; der Verfasser reclamiert nur die Thallandschaften des Madeira, so= 
wie des Araguay und Tokantins für die nördliche Provinz, und wenn 
man die orographischen Verhältnisse in Betracht zieht, so kann man die 
(Grenze wohl in die Wasserscheide zwischen dem Tokantins und dem San 
Francisco ziehen, aber nicht in der Wasserscheide zwischen Xingt-Tapajos 
und dem Paraguay. ( 

Spencer Moore hat die Flora von Matlogrosso in der Umgegend von 
Cuyabä und auf der Chapada und dann nordwestlich im Quellgebiet des 
Paraguay in Bezug auf ihre Zugehörigkeit geprüft und gefunden, dass bei 
Cuyabé und auf der Chapada die südlichen Typen dominieren, während 
allmählich nach Nordwesten zu die nordbrasilianischen Typen zu überwiegen 
anfangen; das Gebiet der Urwälder am oberen Paraguay schließt er in die 
nordbrasilianische Provinz ein, obgleich es dem südlichen Stromgebiet an- 
gehört. Bei dem Überwiegen der nördlichen Typen im Quellgebiet des 
Paraguay kann es nicht Wunder nehmen, dass sie in geringerer Anzahl 
bis Corumbä hin auftreten, bis wohin andrerseits Formen des Chacogebietes 
vordringen. Schon Gniseracn hat übrigens auf diese Thatsachen aufmerk 
«um gemacht: »Dureh den Madeira also und dureh den Paraguay dringt 
die Flora der Hylaea tief in den Süden Brasiliens ein, die Formationen des 
Waldes wenigstens sind die nämliehen, aber die Bestandteile wechseln alle 
mählig- Vegetation der Erde I. 403). Gmisenaen hat ganz recht, wenn 


Beitrag zur Flora von Mattogrosso. 937 


er dieses Vordringen der Hylaea-Vegetation mit den Bewässerungsverhält- 

nissen und nicht mit dem Klima in Beziehung bringt, denn im Oberlauf 
des Rio Cuyabä und im Quellgebiet des Xingü stoßen wir auf Campgebiet, 
das mit dem centralbrasilianischen Plateau von Goyaz in Verbindung steht. 
Die Eigentiimlichkeit der Vegetation der Oreadenvegetation im nürdlichen Sao 
Paulo, in Goyaz und Mattogrosso besteht in dem Zurücktreten einzelner Familien, 
die im Berglande von Minas stärker entwickelt sind und in dem Vorherrschen 
einzelner Familien mit reicherer Artenentwickelung. Die Campflora im 
Quellgebiet des Xingu ist verhältnismäßig an Arten arm, Cactaceen und be- 
sonders Vellosiaceen fehlen ganz, die fiir das Bergland von Minas so cha- 
rakteristisch sind, wie überhaupt dort der Reichtum an farbenprächtigen 
Stauden bedeutend zunimmt. Nur wenige Stauden und Sträucher des Ge- 
bietes zeigen weitere Verbreitung, so Palicourea rigida, die von Caracas 
bis Südbrasilien reicht, Hebiscus furcellatus und Eriosema rufum, die 
beide von Goyaz weiter durch das nördliche tropische Amerika reichen; 
die allermeisten finden wir auf Goyaz, das nordöstliche Minas und nörd- 
liche Sao Paulo beschränkt, oder auch nach Ceara und Piauhy übergehend. 
Die Lychnophoreen sind eine Gruppe der Compositen, die in Central- 
‚Brasilien fast ganz endemisch sind, besonders in Minas; wir finden sie in 
‚unserem Gebiete auftretend mit Æremanthus exsuccus und Soaresia velu- 
tina, die bisher nur aus Goyaz bekannt war. 

Ganz dasselbe gilt von den Campbiiumen, von denen nur wenige eine 
- weitere Verbreitung zeigen wie Curatella americana, die durch ganz Süd- 
Amerika verbreitet ist, und von den Gräsern, bei denen allerdings der Pro- 
centsatz von weiter verbreiteten tropischen Formen größer ist. 

Auch in der Uferwaldflora an den Quellfliissen des Xingti tritt das 
Hylaea-Element ganz zurück, das an stärkere Bewässerung gebunden ist, 
wie sie im Unterlauf der Flüsse herrscht. Bei den Kräutern, Stauden und 
Sträuchern an der Barranca finden sich viele im tropischen Amerika weit 
verbreitete Formen, Olyra latifolia, Panicum laxum, Paspalum platy- 
eaulon und conjugatum, Lepidagathis alopecuroidea, Telanthera dentata, 
_ Melothria fluminensis, Gnaphalium indicum, Acacia paniculata u. a.; 
die auf das centralbrasilianische Gebiet beschränkten Arten sind viel selte- 
ner, so Chaetothylax tocantinus, Mimosa paludosa, Cassia trichopoda, und 
- die nordbrasilianisch-guyanensischen Typen treten ganz zurück, von denen 
ich nur Ocotea Martiniana und Miconia cecidophora kenne, die jedenfalls 
nur eine Varietät von der im nördlichen tropischen Amerika verbreiteten 
M. laevigata ist. 

Auch die Schlingpflanzen und Lianen des Uferwaldes gehören meistens 
zu weit verbreiteten tropisch-amerikanischen Formen, so Combretum Löf- 
lingü, Serjania caracasana, Phaseolus trauxillensis, Calopogonium coeru- 
leum, Ipomoea bona-nox; als nordbrasilianische Form ist zu erwähnen 
Phaseolus lasiocarpus. 


238 R. Pilger, Beitrag zur Flora von Mattogrosso. 


Inga edulis, Casearia silvestris, Hymenaea Courbaril, Guarea trichilioides, 
von nordbrasilianischen Typen kenne ich nur Triplarıs formicosa, die mit 
einer Art vom Casiquiare nahe verwandt ist. Es lässt sich also der Schluss 
ziehen, dass in den Uferwäldchen der Quellflüsse die im tropischen Amerika 
weit verbreiteten Arten überwiegen, während das nordbrasilianische Element 
sanz zurücktritt. Eine besondere Beachtung verdient das Vorkommen des 
südbrasilianischen Philodendron speciosum an allen Quellbächen im Xingu- 
gebiet; die mit baumartigem, sympodialen Stamm versehenen Phelodendra 
aus der Section Meconostigma sind für die Zone der Oreaden sehr cha- 
rakteristisch (EnsLer, Entwickelungsgeschichte II. 200). 

An den Buriti-Bächen überwiegen centralbrasilianische Arten neben sol 
chen, die in Brasilien oder im tropischen Amerika weiter verbreitet sind. 

Ziehen wir alle diese Daten in Betracht, so kann es keinem Zweife 
unterliegen, dass das Quellgebiet des Xingu mit dem Tafelland von Goyaz 
im engsten Zusammenhang steht und der Zone der Oreaden der süd- 
brasilianischen Provinz zuzurechnen ist. Die größere Armut der Flora 
kommt auf Rechnung der geognostischen Verhältnisse und ist besonders 
dem Fehlen von Gebirgen zuzuschreiben, auf denen sich in Minas der größte 
Reichtum der Flora entwickelt. Die Grenze gegen die nordbrasilianische 
Provinz ist nicht in der Wasserscheide zwischen Xingu-Tokantins und Pa- 
raguay zu suchen, sondern weiter im Norden, wo sich das Tafelland zur 
Ebene absenkt; im Westen dagegen reicht die Grenze weiter nach Süden 
bis in das Quellgebiet des Paraguay, und im Osten sind die Provinzen 
Maranhäo, Cearä und Piauhy in die südbrasilianische Provinz einzuschließen. 


Beiträge zur Flora von Afrika. XXI 
Unter Mitwirkung der Beamten des Kon. bot. Museums und des Kön. bot. 
Gartens zu Berlin, sowie anderer Botaniker 


herausgegeben 
von 


A. Engler. 


Berichte über die botanischen Ergebnisse der Nyassa-See- 
und Kinga-Gebirgs-Expedition 
der 


Hermann- und Elise- geb. Heckmann-Wentzel-Stiftung. 


IV. Die von W. Goetze am Rukwa-See und Nyassa-See 

sowie in den zwischen beiden Seen gelegenen Gebirgs- 

landern, insbesondere dem Kinga-Gebirge gesammelten 

Pflanzen, nebst einigen Nachträgen (durch * bezeichnet) 
zu Bericht III. 


Unter Mitwirkung von V. F. Brotherus, U. Dammer, E. Gilg, M. Gürke, H. Harms, 
P. Hennings, G. Hieronymus, O. Hoffmann, F. Kränzlin, G. Lindau, F. Pax, 
‘R. Pilger, W. Ruhland, W. Schmidle, K. Schumann, F. Stephani, O. Warburg 


bearbeitet von 


A. Engler. 


‘Mit Tafel IV—XXIT.) 


Dieser Bericht enthält die Aufzählung der Pflanzen, welche von W. 
Gorrze auf der Reise von Uhehe nach Langenburg und auf den von dort 
aus unternommenen Expeditionen gesammelt wurden. Es stammen die 
Nummern 769 —810 aus dem zwischen 1400 und 1900 m hohen Hoch- 
land Ubana, n. 841—828, 843—855, 1472—4176 aus dem an Ubana sich 
anschließenden Livingstone-Gebirge, 829—837 und 856—871 von Langen- 
burg, 872—898 aus dem nördlich vom Nyassa-See gelegenen und an die 
Gegend von Langenburg sich anschließenden Kondeland. Den wichtigsten 
Teil der Ausbeute bilden n. 899—1031 vom Kingagebirge, nach dessen Be- 
reisung ÜGoETZE in Usafua, einem bis zu 2700 m aufsteigenden Bergland 
D. 1032—1096 und 4117—1138 sammelte. 1096-4116 stammen aus der 


240 Beitr.z. Fl.v. Afr. XXII. Ber. üb. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See-u. Kinga-Geb.-Exped. ete. 


Umgebung des Rukwa-Sees. An die Bereisung von Usafua oder des oberen 
Kondelandes schloss sich die. des Rungwe-Stockes, welcher über 2900 
hoch ist; hier wurden n. 1139—1170, 1305—1308, 1333—1339 gesamme 


Besuch des daran im Süden anschlieBenden Livingstone-Gebirges n. 4277 
1287, ein zweiter Besuch von Usafua n. 1288 —1304. In dem benach- 
barten oberen Kondeland wurden n. 1309—1332, 1340—1367, 1457— 
1493 gesammelt und in dem auch bis zu 1700 m aufsteigenden Unyika 
n. 4368— 1456. Es handelt sich somit in diesem Bericht vorzugsweise 
um Hochgebirgspflanzen. 


Schizophyceae, Conjugatae, Chlorophyceae 
bearbeitet von 


W. Schmidle. 


Mit ‘Taf. IV, Vi). 


| é 5 ; j BOC BIL. “ar 
Das im Folgenden bearbeitete Material stammt vorzüglich aus den 


eine Liste der gefundenen Thermalalgen voraus, wobei ich als Thermal 
quellen diejenigen bezeichne, deren Temperatur 40° oder darüber beträgl 
Ich fand: 
 Chroococeus turgidus, Chr. thermalis, Chr. Goetxei, Aphanotheee 


Arbeiten Mastigocladus laminosus Cohn. 

Von diesen 16 Speeies sind 40, d. h. weitaus der größte Teil auch 
heißen Quellen Europas gefunden worden; wenn Spirulina Neumannii, mil 
Sp. thermalis Vabh, identisch ist, was ich im Folgenden vorausselze, St 
var A1, 4 Arten sind neu, eine, Chroococcus turgidus, ist aus Europa in 
Thermalquellen nicht bebaut, findet sich aber auch in unserem Materia 
bloß im Wasser von 40° (siehe unsere Abbildung Tab. IV. fig. 4). 
Treleasei ist bisher bloß aus Thermen von Arkansas bekannt. Man 


4 


darf aus diesen Befunden wohl den Schluss ziehen, dass die Lropisch 


{ Sämtliche Figuren sind mit dem Auné'schen Zeichenapparat entworfen; 
Vererößerungen sind verschieden und können aus den im Texte angegebenen Mauußer 


herachnet werden, 


ngler, Bot. Jahrb, XXX. Bd. Tat: V. 


‘1,2. Chaetonella Goetzei Schmidle; 3. Coelosphaerium Goetzei Schmidle; 4-6. Proto- 
coceus (Schizococcus) Goetzei Schmidle; 7. Chroococc. parallelepidon Schmidle; 8. Ana- 
_baena hyalina Schmidle; 9. Chroococc. Goetzei Schmidle; 10. Chondrogloea africana 
Schmidle; 11. Calothrix africana Schmidle. 


SD Fohi ad nat.del. Æ nd Lith.Anst Julius Klinkhardt. Leipzia. 
: Verlag v Wilhelm Engelmann in Leipzig. E 


ler. Bot. Jahrb. XXX Bd. 


1. Chroococcus polyedriformis Sehmidle; 2,3. Myxoderma Goetzei Schmidle; 4.Chroococe. 
urgidus (Ktzg.) Naeg.; 5. Cylindrospermum Goetzei Schmidle; 6. Calothrix Goetzei 
Schmidle; 6. Oscillatoria subbrevis Schmidle; 8. Spirogyra Goetzei Schmidle. 


J.Pohl ad nat .del. 4 Lith.Anst Julius Klinkhardt Leipzia 
TANSCJ US Alınkhardt, Leipzig. 
Verlag v. Wilhelm Engelmann in Leipzic. 


BTP 


Li 
UNIVERSE FY LE ALIEN 


Be 
A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See etc. ges. Pflanzen. 24] 


Thermalflora der untersuchten Quellen von der europäischen 
wenig verschieden ist. 

Von den übereinstimmenden Arten (Chroococcus thermalis,' Gompho- 
sphaeria aponina, Oscillatoria tenuis, O. geminata, O. acuminata, Phor- 
midium Valderiae, Ph. laminosum, Spirulina Neumanmit, Sp. labyrinthi- 
formes, Sp. subtilissima, Mastigocladus laminosus kommen alle gerade 
in den heißen Quellen Süd-Europas (speciell Italiens) und Nord-Afrikas vor; 
und die meisten davon (O. geminata, O. acuminata, Sp. Neumannü, Sp. 
labyrinthiformis, Sp. subtilissima, Gomph. aponina, Chr. thermalis) nur 
in südeuropäischen und nicht in nordeuropäischen Thermen (nach Gomont 
Revision ete.), die übrigen Algen sind Ubiquisten. Man darf also wohl 
den obigen Schluss noch dahin präcisieren, dass die Algenflora der 
untersuchten afrikanischen Thermen eine ausgesprochene Über- 
einstimmung mit derjenigen Süd-Europas, speeiell Italiens zeigt. 


B. Liste der im Material gefundenen Arten. 
Schizophyceae. 
Chroococcaceae. 


Chroococeus turgidus (Ktzg.) Naeg. Einz. Alg. 46; Kützing, Tab. 
Bye. 1. tab. VI. F. 4a u. 8. 

Usafua: Landschaft Masote im Siwafluss an ruhigen Stellen (n. 1087. 
— Juli 1899), Songwe-Thal in den Nakwikwi-Quellen, Temp. 40° in flachem, 
stehenden Wasser (n. 1064). 


Zellen ohne Membran 16 u. lang, ca. 24 p. breit, Membran 4 u. dick. 


Abbildung Taf. IV. Fig. 4. 
Ch. thermalis Ktzg. 


Die Zellen sind bloß 6—8 y im Durchmesser groß, meist zu zweien durch dickere, 
hyaline Membranen verbunden. Ich finde weder bei Rasenuorst, Flora europaea, noch 
bei Hanscirc, Prodromus etc. Dimensionen. Mit der Abbildung bei Krzc. Tab. phye. I. 
fab. V stimmt unsere Pflanze nicht übel. Ihrer Kleinheit wegen ziehe ich sie nicht zu 
Ch. turgidus, eher würde sie mit Ch. minutus oder Ch. virescens stimmen. 


. Usafua: im Songwe-Thal in den Nakwikwi-Quellen, Temp. 40° 
(n. 1064), Temp. 52° (n. 1061). 
Ch. polyedriformis Schmidle n. sp. | 
Zellen einzeln oder zu kleinen, runden Familien vereinigt, polyedrisch 
oder polyedrisch-rund, nie kugelig, 40—16 u lang und 8—10 p breit, mit 
fester, ziemlich dicker, meist rotgelber, ungeschichteter und unverschleimter 
Zellhaut und blaugrünem, stark körnigem Inhalt. 
4 ‘Langenburg am Nyassasee: vereinzelt unter Seytonema an Gneis- 
blücken in der Nähe der Brandung, 500 m ü. M. (n. 867. — 23. April 
1899). an 
Abbildung Taf. IV. Fig. 1. 
Botanische Jahrbücher. XXX. Bd, 16 


249 Beitr. z. Fl. v. Afr. XXI, Ber. üb. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. ete, 


Ch. parallelepipedon Schmidle n. sp. | 

Zellen etwas länger als breit oder ebenso lang als breit, rund, blau- 
grün, in drei zu einander senkrechten Richtungen sich teilend, in mikro- 
skopisch kleine Gallerthäufchen durch eine structurlose, hyaline, weiche 
Gallerte vereinigt, in welcher sie regelmäßig (an die Ecken eines Würfels 
oder Quaders gestellt) liegen. Zellinhalt homogen. Zellen vor der Teilung 
6 u lang und 3 u breit, nach derselben rund. 


Langenburg am Nyassasee: am Seeufer in einer Pfütze auf einem 
Felsblock in der Nähe der Brandung (n. 866). 
Abbildung Taf. V. Fig. 7 (schwach vergrößert). 


*Ch. Goetzei Schmidle n. sp. 

Familien mikroskopisch klein, 40—60 u im Durchmesser groß, solid, 
init traubiger Oberfläche und meist aus sehr vielen Zellen bestehend, wel- 
che, sehr regelmäßig in Tetraden geordnet, in 3 zu einander senkrechten 
Reihen enge bei einander liegen, 3,5 u breit, nach der Teilung ebenso 
lang, vor der Teilung um das doppelte länger sind, mit gelbgrünem, hya- 
linem Inhalt, eckig oder rund, mit schwer sichtbaren hyalinen, nicht vers 
schleimten, festen Membranen. { 


Kisakisteppe: Maji ya veta auf Holz in siedend heißem Sprudel, 
400 m ü. M. (n. 366. — rt 1898). | 
Abbildung Taf. V. Fig. 


Es ist nicht leicht, die Alge zu zeichnen, da man immer nur Durchschnitte erhält, 
Die Oberfläche größener Familien ist stets traubig vorgewölbt, jede Wölbung eine klein À 
Familie bildend, die Zellteilung erfolgt streng in 3 zu einander senkrechten Richtungen. 
Die Zellen sind in eine feste hyaline Haut eingebettet und bleiben bei einander, Off 
trifft man nur leere Haute. Die abgebildeten Familien sind im Durchschnitte höchstens 
mittelgroß. 


*Aphanothece Goetzei Schmidle n. sp. 

Thermal, einen tief dunkelgrünen (trocken nussfarbigen, gelbbraunen), 
im Wasser flutenden Belag, der an den Enden zerteilt ist, bildend. Zellen 
eylindrisch, an den Enden abgerundet, gerade oder gebogen, 1,7 u breit 
und bis 7 y lang, oft noch zu zweien oder mehreren hinter einander, 
schwach blaugrün, leicht aus der structurlosen Gallerte herausfallend u 


| 
5 


synechococcusartig im Wasser schwimmend. 


4 


Kisakisteppe: Maji ya vela auf Sinterterrassen in flieBendem Wass 


400 m ü. M, In . 369, 370. — Dee. 1898). 
Höchst wahrscheinlich gehört unsere Pflanze in den Entwickelungskreis eines the | 
malen Phormidium. D. 


Gomphosphaeria aponina Ktzg. Sehmidle in Ber. der Deutsch. Not 
Ges. 1904 p. 46 u. f., Tab. X, fig. 1—5. 

Usafua: im Songwethal in den Nakwikwiquellen, Temp. 40°, 
flachem, stehenden Wasser fast rein vorkommend (n, 1064). 


) 


| 
| 
| 
| 
| 
Il 
| 


A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See etc. ges. Pflanzen. 243 


Polycystis firma (Breb. et Lenorm.) Rabh. Flora europ. Alg. IT. 53. 

Langenburg am Nyassasee: in einer Pfütze auf einem Felsblock 
in der Nähe der Brandung (n. 866). 

Ich verkenne nicht die Schwierigkeit, Algen dieser Gattung sicher zu bestimmen. 
Wenn ich die im genannten Material häufig vorkommende Alge mit diesem Namen be- 
zeichne, so soll damit ausgesagt sein, dass sie sowohl in den Dimensionen der Zellen 
wie im mikroskopischen Aussehen mit den Beschreibungen und der Abbildung bei 
Kürzıne: tab. phycol. I. tab. 7 völlig übereinstimmt. 

Coelosphaerium Kützingianum Naeg. Einz. Algen 54, Tab. IC. 

Usafua: Landschaft Masote, im Siwafluss an ruhigen Stellen (n. 1087. 
— 5. Juli 1899). 


C. Goetzei Schmidle n. sp. 

Coenobien klein, 22—64 uw im Durchmesser, wenigzellig. Zellen zer- 
streut liegend, rund, 4—10 uv groß. mit körnigem Inhalt. Gallerte farb- 
los, fest, auf der Außenseite warzig, uneben. 

Usafua: Landschaft Masote, im Siwafluss in stagnierendem Wasser, 
4100 m ü.M. (n. 1089. — Juni 1899). 

Abbildung Taf. V. Fig. 3. 


Oscillatoriaceae. 
Oscillatoria limosa Ag. Gomont Monogr. d. Oseill. 234, tab. VE, 
fig. 3. 
Dim. des Fadens 16 u. 
Langenburg am Nyassasee: Bergabhang nördlich von Langenburg 
in teils sandigem, teils steinigem Bachbett (n. 886. — 8. Mai 1899). 


(?)0. chlorina Ktzg. Gomont |. ce. 243. 

Langenburg: Rumbeira-Thal, auf nacktem Gneis. Sehr selten in 
einzelnen Exemplaren unter Nostos verrucosum; Bestimmung unsicher 
(m. 837. — April 1899). 

*Q. tenuis Ag. Gomont I. c. 240, tab. VII, fig. 2, 3. 

Kisakisteppe: Maji ya veta auf Holz in siedend heißem Sprudel 
-{n. 366. — 28. Dec. 1898). | 

Usafua: Songwe-Thal, Malondequelle, Temp. 46° (n. 1067). 

*O. formosa Bory; Gomont. |. c, 250, tab. VII, fig. 16. 

Nördl. Rand der Khutusteppe: Rikodi, Wasserpfütze in sandigem 
Bachbett, 500 m ü. M. (n. 383. — 28. Dec. 1898). 

0: subbrevis Schmidle n. sp. 

Fäden einzeln unter Phormidium, 5—6 u breit, ziemlich gerade, an 
den geraden Enden nicht verschmälert, breit abgerundet, mit schwach-blau- 
grünem Inhalt. Zellen äußerst kurz, bloß 1—2 y lang, Scheidewände nicht 
sranuliert, schwer sichtbar. In fast regelmäßigen Abständen befindet sich 
wie bei ©. brevis Ktzg. eine aufgeblasene leere Zelle. 


10% 


944 Beitr. z. Fl. v. Afr, XXII. Ber. üb. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. ete. 


Usafua: im Songwe-Thal in den Nakwikwi-Quellen, Temp. 52° unter 
Phor. laminosum (n. 1061). | 

Unterscheidet sich von ©. brevis 1) durch den thermalen Standort und 2) die 
nicht verschmälerten und meist zugespitzten Enden. In unserem Materiale sind die 
Zellen etwas moniliform (s. auch die Figur), doch rührt dies wahrscheinlich von der 
Aufbewahrung in Alkohol her. 


Abbildung Taf. IV. Fig. 7. 

0. geminata Menegh. Gomont. ]. c. p. 242, tab. VII, fig. 6. 

Usafua: im Songwe-Thal in den Nakwikwi-Quellen,. Temp. 52° (n. 106 
u. 1061). 

Unsere Alge ist 1,7—2 y dick; ihr Inhalt homogen, sonst wie bei Gomont I. €. | 

0. acuminata Gomont I. c. 247, tab. VII, fig. 12. | 

Usafua: im Songwe-Thal, mit obiger Alge, n. 1064 u. 1067, in den 
Malonde-Quellen. 

Die Faden sind 3 u. dick, gerade, zugespitzt. 

Phormidium Valderiae (Delph.) Schdle. = Ph. valderianum Gomont. 
Lt. 481, aad, IV. ne, 20. 

Usafua: im Songwe-Thal in den Nakwikwi-Quellen, Temp. 65°; auf 
frisch sich bildendem Sinter hellbraun und dunkelgriin (n. 1060). 

Die Faden unserer Alge sind nur wenig verflochten, oft fast parallel. 

?Ph. laminosum (Ag.) Gomont. 1. ec. 478, tab. IV, fig. 21 u. 22. 

Usafua: Songwe-Thal, in den Nakwikwi-Quellen {n. 1061 u. a.). 

*Ph. Treleasei Gomont. Sur quelques Oscillariées 1899, p. 37. 

Kisakisteppe: Maji ya veta, auf Sinterterrassen in stehendem, heißem 
Wasser, 400 m ti. M. (n. 366, 367, 368, 372. — 28. Dec. 1900). 

Beim letzten Standort macht W. Goerze die Bemerkung: »Das Wasser ist siedend 
heiß, doch konnte ich leider die Temperatur nicht feststellen. Es ist unmöglich, di 


Hand in das Wasser zu tauchen, sie würde verbrühen. Wasser wahrscheinlich star 
natronhaltig«. 


= 


Herr Gomonr hatte die Liebenswürdigkeit, mir diese Alge aus n. 367 zu bestimmen, 
wofür ich ibm herzlich danke. Sie ist bis jetzt nur aus Arkansas U, St. bekannt, 

Lyngbya aerugineo-coerulea (Ktzg.) Gomont. |. e. 166, tab. IV 
lig, 1—3. 

Langenburg am Nyassasee: (Halbinsel Kauda) in teils sandigen 
teils steinigem Bachbett {n. 886. — Mai 1899). 

Die Fäden sind 8 y breit, vereinzelt unter anderen Algen; sonst mit der Figw 
bei Gomonr |, €, gut übereinstimmend. 

*Spirulina Neumannii Schmidle in Engl. Bot. Jahrb, XXX. p. 58 
Tab. II. Fig. 5. : 

Die Fäden sind 4 y. breit, 

Usafua: im Songwe-Thal, Nakwikwi-Quellen, Temp, 46° (n. 4067), 
Wassertemp. 52°, unter einem Desmobacterium (n. 4064). 

Kisakisteppe: Maji ya veta, in stehend heißem Wasser (n. 366, 30 

18. Dec, 1898), | 

Es ist nicht ausgeschlossen, dass Sp, Neumannii, welche immer wieder in ap 
heißen Quellen Afrikas wiederkehrt und hier zu den gemeinsten Algen zählt, nit 


_ A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See etc. ges. Pflanzen. 245 


| 7 
. thermalis Menegh. identisch ist. In Gomoxt 1. c. fehlt leider diese Alge. Nach 
Kiran Tab. phycol. I. 26 ist das Lager tief grün, bei unserer Alge ist es weiß. 


? Sp. labyrinthiformis (Menegh.) Gomont. I. c. 275. 
Usafua: mit obiger Alge. 3 


Windungen regelmäßig, eng, fast sich berührend, Fäden vereinzelt, gerade; Proto- 
ma mit dunkeln Körnchen. 


Si dd ye ry 


Sp. subtilissima Ktzg. Gomont |. c. 272, Tab. VII, Fig. 30. 
Usafua: im Songwe-Thal; Malonde-Quellen, Wassertemp. 45°, dunkel- 
iin und helllichtbraun auf sich bildendem Sinter (n. 1066. — April 1899). 


Nostocaceae. 


Nostoc verrucosum Vaucher. 

Langenburg: im Rumbcira-Thal auf nacktem Gneis, außen schwarz- 
grün, innen farblos (n. 837. — April 1899); am Seeufer an von der Bran- 
dung überspülten Gneisblöcken (n. 860. — April 1899). 


Anabaena hyalina Schmidle n. sp. 

Schleimige Flocken bildend; Fäden durch die breiten, hyalinen, sich 
verschleimenden Scheiden verklebt. Zellen rechteckig, sehr hyalin, mit 
sinzelnen schwarzgrünen Punkten, 2—3 u. breit (ohne Scheide) und 4—5 u 
lang. Heterocysten rechteckig mit abgerundeten Ecken, breiter als die 
vegetativen Zellen. Fäden meist parallel gelagert. Sporen unbekannt!). 

_ Usafua: Landschaft Masote, im Siwafluss in stagnierendem Wasser 
an der Oberfläche schwimmend (n. 1089). 

Abbildung Taf. V. Fig. 8. 


Cylindrospermum Goetzei Schmidle n. sp. 
Fäden vereinzelt unter anderen Algen oder kleine Gallertflocken bildend, 
. 3 u breit; Zellen etwas torulös, so lang als breit oder 1'/,mal länger, 
Dlaugriin. Sporen elliptisch, fein punktiert, gelbbraun, 8 w breit, 12—20 u. 
ng, einzeln hinter der Grenzzelle. Basale Grenzzelle 2—2!'/,mal länger 
als breit, nach vorne zu stark verschmälert mit scharf abgerundeter 
itze. 

Usafua: Landschaft Masote, im Siwafluss in stagnierendem Wasser 
unter anderen Algen (n. 1089). 


6 
3 
5 
4 


Unsere Alge ist leicht an ihrer eigentümlichen basalen Grenzzelle erkennbar. 


‘= 
£ Abbildung Taf. IV, Fig. 5. 


ar 
+ 4) In dem von Dr. FüLLesorx im Nyssasee gesammelten Materiale fand ich seit- 
die Alge mit noch unreifen elliptischen, 8 p. breiten und 12 y langen Sporen, 
welche einzeln der Grenzzelle direct anlagen (Sphaeroxyga) und zwar merkwürdiger 


'eise meist nur auf der einen Seite derselben, 


“ jr. 


246 Beitr. z. Fl. v. Afr. XXIL Ber. üb. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. etc. 


Scytonemataceae. 


Scytonema figuratum Ag. Bor. et Flah. Revision ete. II. 109. 
Langenburg am Nyassasee: Seeufer an von der Brandung über 
spülten Gneisfelsen, grün unter Nostoc verrucosum (n. 860. — April 1899), 
Var. Leprieurii Bor. et Flah. |. c. 102. 
NR Halbinsel Kauda, Bergabhang nördlich von Done 

an Gneisblücken in der Brandung (n. 885). 


Se. guyanense (Montagne) Bor. et Flah. IL c. 94. 
Langenburg am Nyassasee: an Gneisblöcken in der Nähe der Bran 
dung (n. 867. — April 1899). 
Unsere Pflanze hat eine etwas geringere Fadenbreite, sie beträgt bloß 10—20 4 
und bildet sammtschwarze, 1/;—1 mm hohe Raeschen mit nicht verklebten Fäden. Die 
Scheiden sind in den unteren Teilen dick, stark gelbbraun, parallel geschichtet, in den 
oberen hyalin und dünn. Die Trichome haben einen schön violettblauen Inhalt mit oft 
schr kurzen, rechteckigen Zellen. 


Stigonemataceae. 


Myxoderma Schmidle n. gen. 
Ausgebreitete, gallertige, zähe, papierdünne, schwimmende Häute bil- 
dend. Fäden stets echt verzweigt, teils am Grunde der Häute horizontal 
wachsend und an den Enden aufsteigend, dünn, mit langen, etwas torulösen 
Zellen, teils von diesen senkrecht aufsteigend und wie bei Nostochopsis 
beschaffen. Heterocysten nie intercalar. 
M. Goetzei Schmidle == Nostochopsis Goetzxei Schmidle') in Bot 
Gentralblatt 1900, Nr. 13. | 
Grundstindige Fäden, welche selten horizontal verzweigt sind, haben 
eine Breite von 3—5 u, aufsteigende an den torulüsen verzweigten Stellen 
5 u. Heterocysten an den aufsteigenden torulösen Fäden nur seitlich, oft 
mehrere hinter einander. Oft ist der horizontale Faden am Grunde nicht 
verzweigt, steigt schief aufwärts, wird torulés und Nostochopsis-artig ver: 
zweigt. 
Usafua: Landschaft Masote im Siwalluss in ruhigen Kinbuehtunget 
n. 887. — Juli 1899). 
Abbildung Taf. IV, Fig. 2; Exemplar ohne Grundfaden, Eude eines 
Grundfadens mit drei aufsteigenden Ästen. 
Bei Nostochopsis wachsen die Fäden nur radial, horizontale Fäden fehlen. Das 
Lager ist ähnlich wie bei Alionlarta, kugelig, solid oder hohl, nie hautartig unbegre 
ausgebreitet, Diese Unterschiede scheinen mir nach längerer Überlegung so schwer 
wiegend zu sein, dass es besser ist, unsere Alge in eine neue Gattung zu stellen, & 


4. Infolge eines Irrtums bei der Correctur ist die Alge N, Goetsi genannt worden 


In den ausgeteilten Separaten wurde dieser Irrtum meist schon berichtigt, 


A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See etc. ges. Pflanzen. 247 


die gegebene Gattungsdiagnose von Nostochopsis in den wesentlichsten Punkten zu 
verändern. 

Zur Wachstumsgeschichte glaube ich folgendes beobachtet zu haben. Die unteren 
Aste aufsteigender Fäden wachsen horizontal aus und lösen sich vom torulösen Haupt- 
stamme ab und werden zu grundständigen Fäden, aus welchen wieder andere senk- 
recht emporsprossen. Ich sah solche aufsteigende Äste, welche schon eine respectable 
Länge erreicht hatten. Die grundständigen Fäden lösen sich auf, so dass die auf- 
steigenden isoliert sind; ich sah aufsteigende Fäden, welche noch Rudimente des hori- 
zontalen Grundfadens in Gestalt einiger leerer Zellen mit verschleimter Membran an sich 


trugen. 

Die Zellen an den Enden der aufsteigenden Zweige werden stark torulös, ihr In- 
halt körnig und die Enden selbst krümmen sich nach der Art von Anabaena circinalis. 
Sie lösen sich in diesem Zustande gerne los und die abgetrennten Stücke sind kaum 
von A. cércinalis zu unterscheiden. 


Chondrogloea Schmidle n. gen. 

Mehr oder weniger ausgebreitete Gewebe oder Flecken bildend, teils nicht, 
teils mit Kalk incrustiert. Fäden in denselben mehr oder wenig schief auf- 
steigend (oft auch horizontal, oft senkrecht), dicht gedrängt, verworren und 
nicht ohne zu zerreißen lösbar, ohne sichtbare Scheiden, stets einreihig, 
durch die verschleimenden Zellhäute verklebt, oft fast schleimige Lager 
bildend. Ältere Fäden stets torulös und echt verzweigt, Zweige meist ein- 
seitig, selten beiderseits abgehend, zuletzt lang und dem Hauptfaden fast 
gleichgerichtet, im Anfange dünn, mit rechteckigen, langen Zellen, nach 
aufwärts sich mehr oder weniger verschmälernd, später in der Mitte wie 
der Hauptfaden torulös werdend und sich wieder verzweigend, so dass 
weder in der Richtung noch in dem Wachstum zwischen Hauptfäden und 
Ästen unterschieden werden kann. Grenzzellen im Verlauf junger Fäden 
meist reichlich. An den alten, torulösen Fäden verdicken sich die Zell- 
häute, der Faden zerfällt mehr oder weniger in einzelne runde Zellen, 
welche wohl als Dauersporen anzusehen sind. 


Ch. africana Schmidle n. sp. 

Torulöse Fäden 4—5 u dick, nicht torulöse 3—4 u, beide schief auf- 
wärts wachsend, dicht gedrängt, verwirrt, und ein 4—8 mm dickes, aus- 
‘gebreitetes, auf Stein oder Knochen angewachsenes, mit Kalk incrustiertes, 
weißes, etwas schleimiges Lager bildend. Nicht torulöse Fäden nach auf- 
wärts wenig verschmälert mit rechteckigen, langen Grenzzellen. 

Oberes Kondeland: Umuamba; Likabuu-Vorberge, 700 m ü. M, 
in kleinen Quellen (n. 1347). 

Abbildung auf Taf. V, Fig. 10. 

@ ein aufsteigender Faden mit Grenzzellen, welcher in der Mitte moniliform wird 
und einen kurzen Zweig trägt, b Ende eines Fadens, welcher in dickhäutige Zellen- 
(Dauersporen) verwandelt ist, c ein moniliformer Faden mit emem Zweig, der sich 
verdickt, moniliform und dickhäutig wird, d eine Stelle, wo die schon dickhäutigen 


moniliformen Zellen eine glänzende feste Membran erhalten (Dauersporen werden), Die 
fein schattierte Umhüllung stellt die Verschleimung der Membran vor. 


248 Beitr.z. Fl.v. Afr, XXIL Ber. ab. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- a. Kinga-Geb.-Exped. etc. 


Im Gegensatz zu Mastigocladus und Hapalosiphon kann man keine 
kriechenden und aufsteigenden Fäden unterscheiden, genau wie bei Nosto- 
chopsis. Wie bei dieser Gattung sind die Fäden stets einreihig, mehr oder — 
weniger aufsteigend, werden im Verlaufe torulös und an diesen Stellen 
verzweigt (Fig. 104), doch fehlen seitliche Grenzzellen und die Bildung 
eines ausgesprochenen Gallertlagers. Die Fäden sind ferner verworren und 
äußerst dicht gedrängt. | 

Eine Scheide konnte selbst an den jüngsten Zuständen bei Ch. afri- 
cana nicht beobachtet werden. Jede Zelle war von einer hyalinen Haut 
umgeben, und die Scheidewände entstanden durch ringförmiges Wachstum 
von der Seitenwand aus gegen die Zellmitte zu. Färbte man die Zelle mit 
Fuchsin, so zeigte es sich, dass diese Haut mit einem unregelmäßig contu- 
rierten dünnen Gallertsaume umgeben war (Fig. 140d), nur an den Dauer- 
zellen fehlte derselbe (Fig. 105). Ks ist meine Ansicht, dass dieser Gallert 
saum durch Verschleimung der Membran entsteht und nicht als Gallert- 
scheide aufzufassen ist. Durch ihn sind die Fäden mit einander verklebt 
An ungefärbten Exemplaren ist er kaum wahrzunehmen. Man darf freilich 
hei dieser Untersuchung die Alge nicht mit Salzsäure oder Kalilauge behandelt 
haben, denn sonst scheinen membranlose Zellen in einer ziemlich 
weiten Gallertscheide zu liegen. Die Zellhaut verschleimt selbst 
nach milder Anwendung dieser Mittel völlig. | 

In den unteren Teilen der Gewebe sind die Fäden fast völlig ver= 
schleimt und bilden eine schleimige Masse, in welcher die Dauerzellen an- 
gehäuft liegen. Dieselben sind jedoch stets inhaltsleer. Zum Studium der 
Structur des Lagers ist es unerlässlich, dasselbe in Celluloid einzubetten, 
so dass es von der Einbettungsmasse durchdrungen ist (nach Entkalkung) 


und mit dem Microtom Querschnitte anzufertigen. 
Zu dieser Gattung gehört als zweite Art Oh. flagelliforme = Mastigocladus fla- 
gelliforme Schmidle in Hedwigia 1900, p. 4175 11, tab. X, fig. 13—18. Ihre Diagnose ist 
folgende: Torulöse Fäden bis 40 p. dick, nicht torulöse 6—4 p, nach aufwärts oft stark 
verschmälert. Zellhaut oft gelblich, kleine, schwarzgrüne, feine Geflechte bildend, ohne 
Kalk, Grenzzellen meist bauchig. 
Hinter-Indien in einem Sumpfe bei Matonga (Bombay); leg. Hanscın. 


Rivulariaceae. 


Calothrix Goelzei Schinidle n. sp. 

Auf Steinen, Knochen, Blättern aufgewachsen und weite, mit Kalk teil 
weise inerustierte weiße, 3—4 mm dicke, ausgebreitete, zonenarlig ge 
schichtete Polster bildend.  Fäden radial wachsend, enge aneinander ges 
drängt, fast parallel, wenig verworren, nicht verzweigt, mit sehr feinen, 
hyalinen, nicht geschichteten, an der Spilze eng anliegenden, geschlossenen, 
nicht erweiterten oder zerfaserten Scheiden. Fäden mit basaler, ca, 6—7 y 
dicker, hyaliner, runder Grenzzelle, am Grunde (incl, der feinen Scheide 


A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See etc. ges. Pflanzen. 249 


meist 8 u dick (5—9 y), zunächst rasch bis auf 4 oder 5 u dann lang- 
samer sich verschmälernd und in ein langes, sehr feines Haar ausgehend, 
4—2 mm lang, am Grunde auf kurze Strecken hin horizontal gehend, dann 
plötzlich unter einem rechten Winkel aufwärts gebogen. Trichom blau- 
grün, die Scheide ausfüllend, mit gekörntem Inhalt (Körnchen oft in Hori- 
zontalreihen geordnet) und sehr schwer sichtbaren Scheidewänden. Zellen 
im horizontalen Basalteil oft torulös, sonst stets rechteckig, stets länger als 
breit (11/,—3 mal), intercalare Grenzzellen vorhanden, welche hyalin, recht- 
eckig und 2—3mal so lang als breit sind. | 

Oberes Kondeland: Umuamba; Likabucu-Vorberge, 700 m ü. M. 
kleine Quelle (n. 1317). 

Unsere Alge steht der Calothrix thermalis am nächsten, unterscheidet sich aber 
durch das mit Ca CO; zum Teil incrustierte Lager, die dünneren Fäden, die dünnere 
stets hyaline Scheide, die langen Zellen. 

Das Lager ist zonenweise mit Kalk incrustiert, der Kalk in runden Klumpen ab- 
gelagert. Wird das Lager entkalkt, in Celluloidin eingebettet und geschnitten, so er- 
scheint eine zweite, nur im Mikroskop wahrnehmbare Schichtung. Dieselbe kommt da- 
durch zu stande, dass die horizontal gebogenen Basalteile der Faden alle in derselben 
Höhe liegen und so zusammen eine Querlinie bilden. Das Polster besteht aus 13—44 
solcher Schichten, dabei ist zu bemerken, dass der aufsteigende Teil eines Calothrix- 
fadens oft zwei solcher Schichten durchdringt. Die schichtenweise Kalkabsonderung 
steht mit dieser Schichtung in keinem sicher constatierbaren Zusammenhang. 

Unsere Alge kommt mit C. africana untermischt vor. Die Polster und auch die 
Fäden haben zum Teil große Ähnlichkeit, so dass ich zuerst glaubte, sie stünden im 
genetischen Zusammenhang. 
© "Abbildung Taf. IV, Fig. 6. 

EC. fusca Bor. et Flah. 1. c. 304. 

Langenburg am Nyassasee: Pfütze in einem Felsblock in der 

Nähe der Brandung im Schleime anderer Gyanophyceen (n. 869). 

?C. Castelli Bor. et Flah. Revision etc. p. 369. 

- Langenburg am Nyassasee: Bergabhang nördlich von Langenburg 
an Gneisblicken in der Brandung (n. 885. 2,8. Maı 1899). 

Die Bestimmung ist sehr unsicher. 

C. africana Schmidle n. sp. 

Fäden zu wenigen bei einander liegend, stark gekrümmt, verworren, 
horizontal wachsend, nicht verzweigt, am Cattle nicht angeschwollen, mit 
der Scheide dort 47 u dick. Scheiden dick, nach aufwärts sich ver- 
breiternd, stark braunrot, oben hyalin, anliegend, geschichtet, stark zerfasert. 
Grenzzelle 8,5 p dick, Trichom an der Basis 5 vw, sich allmählich ver- 
schmälernd, in ein Haar ausgehend. Zellen meist torulös, in der Länge 
variabel, meist so lang als breit, Inhalt blaugrün, granuliert. In erdigen 
Gerziizen unter Algen und Pilzen, thermal. 

Unsere Pflanze steht der C. sr ticulata W. et G. West nahe. 

… Usafua: Songwe-Thal in den Nakwikwi-Quellen um 1100 m ii. M., 
Wassertemp. 52°, auf kalkigem Erdreich (n. 1061). 
Abbildung Taf. V, Fig. 11. 


? 


290 Beitr. z. Fl, v. Afr. XXIL Ber. üb. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped, ete. 


C. spec. | 

Fäden einzeln, selten zu 3 oder 4 im Lager von Scylonema javanica, 
ca. I mm lang, an der Basis 10 u breit, nicht angeschwollen und nach den 
4 u breiten Enden allmählich verschmälert. Scheiden dünn, hyalin oder 
schwach gelblich, Trichom blaugrün, nicht torulös, die Scheiden ausfüllend, 
mit körnigem Inhalt, selten verzweigt, Verzweigung mit basaler Grenzzelle, 
Gegen das Ende zu werden die Zellen torulös und enden mit stumpf z 
gespitzter Endzelle. Haare wurden keine gesehen. 
Langenburg: am Seeufer an Gneisblöcken in der Nähe der Brandung 
in. 867). | 


Conjugatae. 


Desmidiaceae. 


Closterium acutum (Logb.) Breb. in Ralfs Brit. Desm. 177, tab. XXX 
fig. 5; Tab. XXXIV. fig. 5. 

Dim.: 140 u. lang, 10 p. breit. 

Usafua: Landschaft Masote im Siwafluss in stagnierendem Wasser, 
1100 m ü. M. (n. 1089). | | 

Cl. parvulum Naeg. Einz. Alg. 106, tab. IV, fig. 2C. 

Die Zellen unserer Exemplare sind in der Mitte etwas angeschwollen, 
ähnlich wie bei Borce: Süßwasserchlor. Archang. p. 16, tab. I, fig. 8, die 
Enden aber etwas spitzer als dort. Länge 120—130 u, Breite 20 w | 

Usafua: Landschaft Masote im Siwafluss an ruhigen Stellen (n. 4087 
— Juli 1897). 

Cosmarium sexangulare Ld. Desm. Suec. 53, tab, 2, fig. 23. 

Usafua: wie oben (n. 1087). | 

C. Hammeri Reinsch. 

Unsere Exemplare stimmen mit der von 0, Bonce |. c. tab. 2, fig. 22 gezeichneten 
Form, ihre Länge ist 42 p, ihre Breite 25 p. 

Usafua: wie oben (n. 1087). 

C.laeve Rabb. Flor. Europ. Alg. IH, 164; forma. 

Große Form, Zellen 36 ». lang, 24 ». breit, am Scheitel etwas abgestutzt, vielleicht 
zu ©, bioceulatum gehörend. 
ww Langenburg: nördlich davon in teils sandigem, teils steinigem Bach 
bett unter Spirogyren (n. 886). 

(, pseudoprotuberans Kirchner Alg. Schles. p. 180. 

Lelllänge 18 p, Breite 46 p, der Varietät pygmaewm Gutwinsky Vor, alg. Leopol 
p. 54, tab. 2, 

Usafua: wie oben In, 10814). 

C. Naegelianum Breb. Liste etc, p. 127. 

Zelllänge 24 u», Breite 20 y, Der Scheitel ist abgestutzt, die Zellhaut in der Mit 
wlatt und mit vier ins Kreuz gestellten Punkten versehen, auf jeder Seite der Walbzell 


lie. 6 nahe kommend, 


snd 6 crenae, 


A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See etc. ges. Pflanzen. 25] 


| Langenburg: im Rumbcirathal auf nacktem Gneis unter Nostoc 
verrucosum (n. 837 u. 1410. — April 1899). 
+ €. calcareum Wittr. 

Die Exemplare stimmen fast völlig mit der Figur bei Jonxsox!: Some new and 
fare Desm. N. St. tab. 211, fig. 13. Zellen 20 p lang, 16 wy breit. 

Usafua: Landschaft Masote im Siwafluss (n. 1087). 

C. subcrenatum Hantzch. 

Unsere Exemplare stimmen mit denjenigen in n. 1127 Alg. exsice, von Wirrrock 
et Norpstept, welche LAGERHEIM in Ecuador sammelte. 

Langenburg: nürdlich davon in teils sandigem, teils steinigem Bach- 
bett (n. 886). 
| C. pulcherrimum Nordst. Desm. Brasil. 213, tab. 3, fig. 24. 

Zellen 45 v. lang, 32 p. breit; in der Halbzelle sind 2 Pyrenoide, 

Mit vorhergehender. 


Zygnemataceae. 

Spirogyra quadrata (Hass.) Petit. Spirog. elc. p. 8, tab. 1, fig. 13. 

Usafua: Landschaft Masote im Siwafluss, in stagnierendem Wasser, 
1100 m ü. M. (n. 1989). 
| Sp. longata (Vauch.) Ktzg. Petit L e. p. 20, tab. V, fig. 4 u. 5. 

Mit voriger. 

Sp. Jürgensii Ktzg. Tab. phycol. V, tab. 19, fig. VIL 

Dim. 32 p breit, 64 u. lang. 

Mit voriger. 

Sp. Goetzei Schmidle n. sp. 

… Zellen an den Enden nicht zurückgefaltet, 22—24 u breit, 220— 
230 u lang, mit einem breiten Chlorophore und vielen Pyrenoiden, gezack- 
tem Rande und 5—6 Windungen in der Zelle. Fructificierende Zellen et- 
was kürzer, etwas angeschwollen, ca. 32 u breit. Conjugation leiterförmig. 
Zygoten elliptisch, in voller Reife rotbraun, 42—56 uw lang und 28—30 u 
breit, äußere Sporenhaut meist abstehend, mittlere bei voller Reife fein 
punktiert bis granuliert. Die saftgrüne Pflanze ist am Boden angewachsen 
und bildet fußlange, im Wasser flutende Lappen, so dass sie den Grund 
auf große Strecken hin bedeckt. 

Langenburg am Nyassa: in einem teils sandigen, teils steinigens 
Flussbett (n. 886). 

Reife, punktierte Zygoten sind selten, unreife sind glatt. Die Alge gleicht dann 
sehr der Sp. quadrata Hass. und der Sp. frigida Gay. Sie unterscheidet sich jedoch 
auch bei unreifen Zygoten durch ihr Wachstum in großen, flutenden Rasen. 
Abbildung Taf. IV, Fig. 8. 

_ -Sirogonium sticticum Ktzg. tab. phyc. V, tab. IV, fig. 1—2, 

Mit den vorigen. 


252 Beitr, z. Fl.v.Afr. XXI. Ber. ibd. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped, ete. 


Chlorophyceae. 
Pleurococcaceae. 
Scenedesmus obtusus Meyen; Cooke Brit. Freshw. Alg. tab. 43 


Mit den vorigen. 


Protococcaceae. 


Protococeus Goetzei Schmidle n. sp. | 
Die Alge bildet mikroskopisch kleine, meist runde, wenigzellige Klümp 
chen von 10—40 w im Durchmesser, welche meistens von einer gemein 
samen, dicken, meist zerrissenen Haut von hyaliner und zuletzt fuchsroter 
Farbe umgeben sind und aus chlorophyligrünen, dichtgedrängten, runden 
Zellen bestehen, von welchen meist wieder je 2 oder mehrere in einer 
meist hyalinen Haut eingeschlossen sind. Jede Zelle ist ca. 5—8 u im 
Durchmesser groß, hat eine dicke, hyaline Haut, ein allseitig geschlossenes 
Chromatophor mit einem Pyrenoide. In dem Chromatophore sind meist 
viele Stärkekörner eingelagert. Nicht selten findet man die Alge in ver 
einzelten runden, meist etwas größeren Zellen. 
Langenburg am Nyassasee: Pfütze in einem Felsblock in der Nähe 
der Brandung (n. 866). | 
Merkwürdig ist das Verhalten der Zellhaut. Dieselbe ist dick, sehr hyalin und oft 
nicht leicht zu sehen. Bei der Teilung teilt sie sich nicht mit, sondern umspannt dit 
Tochterzellen, welche sich wieder mit einer Membran versehen, so dass eingeschachtelt 
Gloeocystis-Zustinde entstehen. Dabei verschleimt die Zellhaut jedoch nicht, sondert 
sie zerreißt zuletzt, wie bei Schixochlamys und die einzelnen Teile bleiben an der Fa 
milie hängen. Dabei verdickt sie sich noch und wird oft gelbrötlich. Dieses eigentü 1 
liche Verhalten der Membran berechtigt vielleicht für unsere Alge eine neue Gattung zu 
schaffen, wodurch sie cine präcisere Stellung im System erhält, als in dem alles um 
fassenden Genus Protococcus. Diese Gattung müsste Schixococeus heißen und muss Æ 
den Plewrococeaceae Wille gestellt werden, da Vermehrung durch Schwärmsporen fehl 
Sie ist dadurch charakterisiert, dass die Membranen nicht vergallern, zunächst wie be 
(Gloeoeystis die Tochterzellen umfassen, zuletzt aber gesprengt werden wie bei Schixo 
chlamys. 
Abbildung Taf. V, Fig. 4—6. 


Fig. 4, 5 stark vergr., die chraffierten Teile in Fig. 4 sind gelbrot, Pig. 6 went 


vergr, 
Hydrodictyaceae, 
Pediastrum tetras (Ehrenb.) Ralfs Brit. Desm, tab, XXXI, fig. 4. 
Mit obiger Alge. } 
Ulothrichaceae. 
Conferva tenerrima Kizg. lab, phye, Il, tab, 42. : 


Zellen % p breit, 8—12 p lang. 
Usafua: Landschaft Masote im Siwalluss in stagnierendem Wasser 
n, 1089), 


a 


A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See etc. ges. Pflanzen. 253 


Cladophoraceae. 


Chaetonella Schmidle n. gen. 

Freischwimmend (oder im Schleime anderer Algen ?), mikroskopische, 
einzelne, horizontale, meist reich und unregelmäßig verzweigte Fäden oder 
bei reichem Wachstum dünne, fast einschichtige Flächen oder Knöllchen 
von mikroskopischer Kleinheit bildend, von welchen die Fäden horizontal, 
fransenartig ausstrahlen. Zellen in der Fadenmitte (oder mitten im Scheib- 
chen) aufgeschwollen, nach auswärts sich verschmälernd, länger und mehr 
und mehr eylindrisch werdend, meist unregelmäßig gebogen, am Ende 
fast haarförmig dünn und lang. Verzweigung in der Fadenmitte reich- 
lich, oft einseitig, Zweige senkrecht abstehend, dem oberen Ende der 
Tragzelle entspringend und vom Hauptfaden nicht wesentlich verschie- 
den. Zellhaut hyalin, dünn, ohne Cellulosereaction, Zellinhalt mit einem 
zarten, parietalen, gelbgrünen Chlorophore, ohne Pyrenoide, im Zellinnern 
2—5 Zellkerne. 

Die Vermehrung erfolgt durch Schwärmsporen, welche in den mitt- 
leren Fadenzellen in größerer Zahl entstehen und durch einen Riss aus- 
schwärmen. 

Ch. Goetzei Schmidle n. sp. 

Mittlere Zellen 6—8 u im Durchmesser, fast so lang als breit, End- 
zellen bloß 3 u breit und um vielfaches (bis zum A0fachen) länger als breit. 

Langenburg am Nyassasee: Pfütze in einem Felsblock in der Nähe 
der Brandung, 460 m ü. M. (n. 866). 

Die Scheibehen oder Knäulchen kommen durch die dichte Verzweigung zu stande, 
da die Zweige sich enge verwirren; von einer parenchymatischen geschlossenen Scheibe 
ist keine Rede. Sie sind meist fast einschichtig, jedenfalls in verticaler Richtung sehr 
wenig entwickelt (gemäß dem horizontalen Wachstum der Fäden). Fadenenden, wel- 
che bis auf 3 p. verschmälert waren und dort lange Zellen hatten, sah ich nur wenige. 
Die meisten Fäden endigten vielmehr in zwar verschmälerten, aber noch relativ breiten 
und etwas verlängerten Zellen. Es ist mir sehr wahrscheinlich, dass im späteren Alter 
infolge der intercalaren Schwärmsporenbildung die Enden abgeworfen werden. 

In der Fadenmitte trägt oft Zelle für Zelle einen Zweig. Dieselben entstehen 
durch eine Aussackung am oberen Ende der Tragzelle, welche sich erst spät abschnürt. 
Dadurch, dass diese Zweige sich verflechten und wieder neue dazwischen sich ein- 


schieben, entsteht bei ungestörtem Wachstum das flächenartige, sehr unregelmäßige, 
‚nach außen plötzlich in viele horizontale Fäden fransenartig sich auilösende Gebilde. 


Der Vielkernigkeit wegen ist unsere Alge zu den Chaetophoraceen zu 
stellen und zwar wohl in die Nähe der Gattung Arhixoelonium. Nach 
ihrem Habitus, besonders wenn sie in einzelnen Fiiden auftritt, gleicht sic 
am meisten einem Chaetonema. Wire das Material nicht in Formol fixiert, 
so dass eine Untersuchung des Zellinhaltes müglich würde, so hätte ich sie 
wohl zu jener Alge gezogen. 

Abbildung Taf. V, Fig. 4, 2. 


Wenig verzweigte, frei schwimmende Fäden, Fig. 4 mit langer Endzelle, 


254 Beitr. z.Fl.v. Afr. XXII. Ber. üb. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. ete. 


Fungi 
bearbeitet von 


P. Hennings. 


Basidiomycetes. 
Ustilaginaceae. 


Ustilago Sorghi (Link) Passer. in Thiim. Herb. mye. n. 63. 
Usafua: am Songwefluss um 800 m in Andropogon arundinaceur 
(n. 1146. — 29. Juli 1899). 


U. filiformis P. Henn. n. sp.; soris ovaria destruentibus, tubiformibus 
flexuosis, usque ad 4 cm longis, epidermide tenui papyracea, pallescent 
teclis; sporis subgloboso- vel ellipsoideo - angulatis, primo hyalinis dei 
brunneis vel atris ca. 10—12 u, episporio tenui, laevi vel punctulato. 

Usafua: Utengule auf Grasland eines welligen Hochplateaus in Blittert 
von Andropogon contortus (n. 1059. — 20. Juni 1899). 


Die Sori sind ähnlich wie bei U. Ischaemi Fuck. mit einer sehr dünnen, weiß 
lichen Hülle umgeben und ragen dieselben wie geschlängelte Fäden aus den Spelze 
bis 4 em lang hervor. Die Art ist von allen auf Andropogon vorkommenden Arter 
verschieden. 

*U. Greviae (Passer.) P. Henn. Hedw. XXXIX. p. 75. 

Khutusteppe: in trockenem Steppenwalde an Zweigen von Grewi 
microcarpa Schum, (n. 402. — Nov. 1898), | 


Sorosporium Holstii P. Henn. in Engl. Pflanzenw. Ostafrikas C. 49 
— form. 
Ubena: bei Ngosingosi auf einer Wiese in Andropogon hirlus (n. 77 
— März 1899). 


Uredinales. 


Puceinia graminis Pers. Disp. Fung. p. 39, 1.3, 1. 3. 
Oberes Kondeland: Umuamba, Missionsfeld auf Tretieum vulga 
(n. 4330. — Oct. 1899). 


Goleosporium Clematidis Barcel, Deseript. List Ured. Simla II, p. 8 
Usafun: Porotoberg im Schluchtenwald um 2200 m auf Blättern vor 
Clematis Wightiana Wall. var. pilosissima Engl. (n. 128%. — Sept. 189% 


Aeeidium Moschosmatis P, Henn. n. sp.; aecidiis petioli- vel caull 
colis, eos incrassalis curvatisque, pseudoperidiis gregariis cupulatis vel €} 
lindraceis, fissis, ochraceis, contextu cellulis oblongo-polyedrieis reticulat 
35 —60 X 25—35 y; aecidiosporis subglobosis, ovoideis vel ellipsoide 
angulatis, ochraceis 26—50 X 20-30 u, episporio verrucoso, 


A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See etc. ges. Pflanzen. 255 


Oberes Kondeland: Umuamba, Kiviri-Thal an Abhängen auf Mo- 
schosma multiflorum (Hochst.) Benth. (n. 1340. — Oct. 1899). 

A. Englerianum P. Henn. et Lind. in Engl. Bot. Jahrb. XVII. 45. 

Nördl. Kingaberge: Ussangu, im Schluchtenwald am Sipangeberg 
auf Clematis sinensis (n. 1001. — Juni 1899); Usafua: im Schluchten- 
wald am Porotoberg auf Clematis Wightiana Wall. var. pilosissima Bunge 
(n. 1284. — Sept. 1899). 


Auf Blättern der letzten Art findet sich gleichfalls das Uredostadium von Coleo- 
sporium Clematidis Barel. Es erscheint nicht ausgeschlossen zu sein, dass das Aeeidirm 
zu dieser Art gehört. 

Von SchwEInFurtn wurden beide Pilze gleichfalls zusammen auf Blättern einer 
Clematis in der Erythraea bei Saganeiti gesammelt und das Uredo von mir als Cacoma 
Clematidis Thüm. bestimmt, von welcher Art letztere nicht verschieden erscheint. Nach 
Dirrer's brieflicher Mitteilung gehört vorliegende Uredo zu Coleosporium Clematidis 
Barel. 


Telephoraceae. 


Hymenochaete Mougeotii (Fries) Cooke in Grey. VII. p. 147. 

Kingagebirge: Kingika-Berg in Schluchten an Baumstämmen (n. 952. 
— Mai 1899). 

H. ussanguensis P. Henn. n. sp.; corticola, effusa, resupinata, cinna- 
momea, velutina, subiculo tenui, albido-byssino, setulis simplicibus vel sub- 
ramosis obtusiusculis, flavidis 30—60 X 4—5 u; sporis subglobosis 6—8 u. 
episporio subfuseidulo, laevi. 

Kinga-Gebirge: Ussangu, Pikurugwerücken im Schluchtenwald auf 
trockenen Zweigspitzen hoher Bäume (n. 1250. — Sept. 1899). 


Clavariaceae. 


Typhula phaeosperma P. Henn. in Engl. Bot. Jahrb. XXVIII. 320. 

Kingagebirge: bei Bulongwa um 2200 m, im Schluchtenwalde auf 
faulenden Solanum-Blättern (n. 929. — Mai 1899). 

Lachnoeladium cervino-album P. Henn. in Engl. Bot. Jahrb. XXVII. 
p- 320. 

Uhehe: im Walde auf moderndem Laub um 41850 m (n. 756. — 
März 1899). 


Polyporaceae. 


Polyporus caudicinus (Schaeff.) Schröt. Pilze Schles. I. 471. 

Oberes Kondeland: Umalila, Uwurunguberg im Walde auf faulen- 
dem Holz (n. 1467. -— Nov. 1899). 

P. Goetzei P. Henn. n. sp.; pileo subcarnoso-spongioso, convexo, 
vertice late umbonato, concentrice zonato sulcatoque, cute rimosa squamules- 
cente isabellina, sicco pallide cinerea, subsericea, ca. 12—414 cm diametro, 
margine interdum crenato vel subsinuoso; hymenio plano, subferrugineo, 
tubulis longis, adnexis haud decurrentibus, poris rotundato-angulatis en. 


256 Beitr. z. Fl. v. Afr. XXII. Ber. ith. d. bot. Ergebn, d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. etc. 


1—2 mm diametro, acie subintegris, ferrugineis; carne albido; basidiis cla- 
vatis 46—20 X 8—10, sporis subglobosis, ovoideis vel ellipsoideis, 6—9 X 
5—8 u, episporio dilute flavido; stipite tereti, farcto, basi interdum pro- 
liferanti 4—6 cm longo, 4'/; cm crasso subvelutino alutaceo e sclerotio, 
subgloboso tuberoso, contextu albido, carnoso-fibroso, superficie subareolato, 
rimoso, sulcato corticato, ca. 7 em diametro oriente. 7 

Unyika: bei Suntas Dorf am Mlowo auf Erdboden im Buschwalde 
(s. n. — 13. Nov. 1899). | 

Die Art ist mit P. Sapurema A. Möll. verwandt, aber ganz verschieden. Der an- 
fangs fleischig schwammige Hut ist im trockenen Zustande ziemlich fest und hart, mil 
concentrischen, etwas glänzenden Zonen. Das Sclerotium, welches von einer leder- 
farbigen Rinde bekleidet ist, ist im Innern fleischig-faserig weißlich. Im vorliegenden 
Zustande ist dasselbe stark verschrumpft, runzelig. 

Polystietus aratus Berk. Chall.-Exped. Nr. 53, forma grandiporus 

Usafua: Porotoberg im Walde des Kraters um 2000 m an faulendem 
Holz (n. 1300. — 26. Sept. 1899). 


Von der typischen Art ist die Form durch weitere rundlich-fünfeckige Poren ver 
schieden. 


Favolaschia Goetzei P. Henn. in Engl. Bot. Jahrb, XXVIIL 322. à 
Kingagebirge: bei Bulongwa um 2200 m an Zweigen (n. 931. 
22. Mai 4899). 


Agaricaceae. 


Schizophyllum alneum (L.) Schrüt. Pilze Schles. I. 553. 

Unyika: bei Menayenes Dorf am Bachufer auf faulendem Tol 
(n. 4445. — 15. Nov. 1899). 

Inoeybe eyaneo-vireseens P, Henn. in Engl. Bot. Jahrb. XXVII. 323 

Langenburg: Kumbirathal um 500 m, am Bachufer an feuchten 
Stellen auf moderndem Laub (n. 836. — 12. April 1899). | 


Clathraceae. 


N 


Clathrus (Clathrella) pseudocancellatus (E. Fisch. Unters. 
vergl, Entwickelungsgesch. u. Systemat. der Phalloideen II. 6), 
Kondeland: nördl. Nyassaufer, Kondeebene an faulenden Bambuss 
stäben auf Erdboden um 500 m (n, 878, — 26. April 4899). 


Ascomycetes. 

Perisporiaceae. 

Parodiella perisporioides (B, et €.) Speg. Fung. Arg. pug. I. 1789 
Kingagebirge: Uosangu, Muigiberg, trockene Abhänge um 2100 n 

auf Blättern von Tephrosia sp. (n. 4043, — Juni 1899). 


A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See etc. ges. Pflanzen. 257 


Microthyriaceae. 


Mieropeltis aeruginosa Wint. Hedw. 1886 p. 100. 

Oberes Kondeland: Umuamba, auf Blättern von Tricalysia Nyassae 
Hiern (Rubiac.) (n. 1326 °). 

M. distincta P. Henn. n. sp.; peritheciis epiphyllis vel hypophyllis 
sparsis, orbiculari-scutatis, depressis, tenui-marginatis, olivaceo-fuscis, ra- 
diato-reticulatis, 180—250 u diametro; ascis clavatis, vertice rotundatis, 
tunicatis, basi attenuatis, 4—8-sporis, 35—65 X 20—28 pu; sporis con- 
globatis, oblonge clavatis 3—9-septatis, 25—50 X 4—5 y, hyalinis; para- 
En. fasciculatis, filiformibus dichotomis 30—60 X 1—11/, y. | 
— Oberes Kondeland: Umuamba, auf Blättern von Tricalysiae Nyassae 
Hiern mit voriger Art (n. 1326®). 

; Die Art ist durch die büscheligen Paraphysen, die dichotom geteilt sind, von allen 
bisher beschriebenen Arten verschieden. 


‘ Phacidiaceae, 
— Cocconia Parinarii P. Henn. n. sp.; ascomatibus epiphyllis sparsis 
vel aggregatis, irregulare pulvinatis applanatis, confluentibus, atro-carbona- 
ceis, nitentibus, tuberculosis, inaequaliter rimose dehiscentibus 11/,—4 mm 
diametro; ascis defluentibus; sporis ellipsoideis vel subovoideis, medio 
Æseptatis haud constrictis, utrinque obtusis, 12—15 X 8—10 y, atro- 
brunneis. 

Oberes Kondeland: auf Blättern von Parinarium mobola Oliv. 
(m. 1327°). 

Die Art ist von C. Sellowii P. Henn. (Engl. Bot. Jahrb. XV. p.14) gänzlich ver- 
schieden. 


Tuberculariaceae. 
Fusarium heterosporum Nees N. A. Carol. IX. 135. 
Ubana: auf Wiesen um 4750 m auf Früchten von Andropogon hirtus 
(n. 780. — März 1899), 


Lichenes 


bearbeitet von 
G. Lindau. 


Leptogium phyllocarpum Mont. var. daedaleum (Flot.) Nyl. Syn. 
p. 130. | 
— Kingagebirge: Kinyikaberg, im Schluchtenwald an Baumstämmen, 
um 2600 m (n. 952. — Mai 1899). 

*L. tremelloides E. Fr. Fl. Scan. p. 293. 

Usagara: Uluguruberge, an Baumstimmen um 1000 m (n. 221, 264°. 
Nov. 1898). | 


Botanische Jahrbücher. XXX. Bd. 17 


258 Beitr.z. Flv. Afr. XXIL Ber. üb. d. bot. Ergeb. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped, ete 


Kingaberge: Kinyikaberg, im Schluchtenwald an Baumstämmen 
2600 m in. 954°, 952°. — Mai 1899). 

Cladonia rangiferina (L.) Hoffm. Fl. Germ, p. 114. 4 

Rungwe-Stock: höchste Kuppe zwischen Gras, 2900 m {n. 1457. : 
Aug. 1899). 

Usnea barbata E. Fr. var. densirostra Müll. Arg. Lich. Beitr. n. 234. 

Oberes Kondeland: Umalila-Mpesoberge, auf Felsboden und Schotter 
an Abhängen um 2000 m (Oct. 1899). 


*Var. australis (E. Fr.) Müll. Arg. Lich. Beitr. n. 1066. 
Usagara: Ulugurugebirge, auf Baumstämmen im Urwald bei 12 
1800 m {n. 190. — Nov. 1898). — Einheim. Name: pandu-pandu. 


* Var. fastuosa Müll. Arg. Lich. Argent. n. 6. 
Usagara: Ulugurugebirge, auf Gneisblöcken des Lukwangule-Plateaus 
‘um 2500 m (n. 303, 304. — Nov. 1898). — Einheim. Name: mtefu 
tefu. 
*Theloschistes flavicans (Sw.) Norm. Conat. praem. p. 17. 
Usagara: Uluguruberge, an Bäumen im Urwald, 12 —1800 m {n. 190! 
498. — Nov. 1898). — Einheim. Name: pandu-pandu. 


*Ramalina complanata Ach. var. canalicularis Müll. Arg. L. Aft 
trop. n. 45. 

Usagara: Uluguruberge, um 12—1800 m, an Stämmen (n. 190%. 
Noy. 1898). 

Anaptychia leucomelaena (Ach.) Wain. Etud. I. 128. 

Kingaberge: Kinyikaberg, im Schluchtenwald an Baumstimmen, 
2600 m (n. 952°. — Mai 1899). 

*Cetraria glauca (L.) Ach. Meth. p. 227. 

Usagara: Uluguruberge, im Urwald auf Bäumen um 42—1800 m 
n. 497. — Nov. 1898). — Einheim. Name: pandu-pandu. 

Peltigera polydactyla Hoffm. Flor. Germ. II. p. 106. 

Usafua: Porotoberg im Wald um 2300 m, auf moderndem Lil 
n. A048, Juni 1899). 


*P. eanina Hoffm. Flor. Germ, I 416. 
Usagara: Uluguruberge, an Stämmen im Urwald des Lukwangule 
Plateaus, 1300—2000 m (n. 264. — Nov. 1898). 


Stietina ambavillaria (Bory) Nyl. Syn. p. 346. 

Kingaberge: Kinyikaberg im Schluchtenwald an Baumstämmen, mi 
2600 m (n. 952", Mai 1899). 

*Stieta variabilis Ach. Lich. Univ. p. 455. 

Usagara: Uluguruberge, auf Bäumen im Urwald, um 42--1800 1 
n. 202. Nov, 1898). — Kinheim, Name: mgam a. 


{ 


A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See etc. ges. Pflanzen. 259 


Parmelia Hildenbrandii (Fr.) Müll. Arg. — Krempelh. sub Sticta in 
Verhandl. d. zool. bot. Ges. Wien XVII. p. 317. 

Nyassagebiet: Uhehe, Mantananu-Plateau, 1800 m, auf Fanrea spec. 
(n. 738°). 

*P. tiliacea (Hoffm.) Ach. Meth. p. 215. 

Kingagebirge: Kinyikaberg, Schluchtenwald an Baumstämmen um 
2600 m (n. 952'. — Mai 1899). 

*P. physodes (L.) Ach. Meth. p. 250. 

Usagara: Uluguruberge, im Urwald auf Bäumen, 12—1800 m (n. 199. 
— Nov. 1898). — Einheim. Name: pandu-pandu. 

*P. adpressa Krempelh. var. stenophylloides Müll. Arg. Lich. 
Parag. n. 32. 

Usagara: Uluguruberge, Ndjofuberg, auf Gneis auf kahlem Felskegel, 
1900 m (nm. 325. — Dec. 1898). 

Pseudophyseia speciosa (Wulf.) Müll. Arg. Bull. Herb. Boiss. I. 
App. I. p. 40. 

Kingagebirge: Kinyikaberg, Schluchtenwald an Baumstämmen bei 
2600 m (n. 952°, &, KE — Mai 1899). 

Pannaria rubiginosa (Thunb.) Del. Diet. Class. p. 20. 

Kingagebirge: Kinyikaberg, im Schluchtenwald an Baumstämmen 
um 2600 m (n. 952". — Mai 1899). 

*Lecanora atra (Huds.) Ach. Univ. p. 344. 

Usagara: Uluguruberge,. Ndjofuberg, auf Gneis eines kahlen Fels- 
kegels um 1900 m (n. 330. — Mai 1898). 

*L. sordida (Pers.) Th. Fr. Arct.,p. 115. 

Usagara: Uluguruberge, Ndjofuberg, auf Gneis eines kahlen Felskegels 
um 1900 m (n. 327. — Dec. 1898). 

Callopisma cinnabarinum Müll. Arg. Lich. Beitr. n. 333. 

Kingagebirge: Kinyikaberg an Gneisblücken bei 2600 m (n. 950. — 
Mai 1899). | 

Oberes Kondeland: Umalali-Mpeso-Berg auf Felsblöcken und Schotter, 
Abhänge um 2000 m (Oct. 1899). 

*Diploschistes scruposus (L.) Norm. Conat. praem. p. 20. 

Usagara: Uluguruberge, Lukwangule-Plateau um 2400 m, an trocke- 
men Abhängen auf der Erde zwischen Grasbüscheln Krusten bildend (n. 264. 
= Nov. 1898). 

* Pertusaria lactea Nyl. in Lamy Cat. p. 90. 

Usagara: Uluguruberge, Ndjofuberg auf Gneis auf kahlem Felskegel, 
1900 m (n. 331. — Dec. 1898). 

Nyassagebiet: bei Langenburg, Gneisblöcke am Unterlauf der Rum- 
bira um 500 m (n. 835°. — April 1899). 
Oberes Kondeland: Umalali-Mpeso-Berg, an Felsblöcken und Schotter 
der Abhänge um 2000 m (s. n. — Oct. 1899). 


LT" 


260 Beitr.z. Fl. v. Afr, XXI, Ber. ib. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. ete, 


* Lecidea russula Ach. Univ. p. 197. 

Usagara: Uluguruberge, Ndjofuberg, auf Gneis eines kahlen Felskegels 
um 1900 m (n. 326. — Dec. 1898). 

Heterothecium leucoxanthum Massal. Esam. p. 17. 

Kingagebirge: Kinyikaberg, im Schluchtenwald an Baumstiimmer 
um 2600 m {n. 952 u. i. — Mai 1899). | 

Buellia parasema (Ach.) Th. Fr. var. disciformis Th. Fries Lich 
Scand. p. 590. | 
| Kingagebirge: Kinyikaberg, im Schluchtenwald an Baumstiimmen un 
2600 m (n. 952%. — Mai 1899). 

*B. diplotommoides Müll. Arg. Lich. Beitr. n. 362. 

Usagara: Ulugurugebirge, Ndjofuberg auf Gneis eines kahlen. Fels- 
kegels um 1900 m (n. 328, 329. — Dec. 1898). 

Oberes Kondeland: Umalali-Mpesoberg, auf Felsblücken und Schotter 
der Abhänge um 2000 m (s. n. — Oct. 1899) 

Rhizocarpum geographicum (L.) DC. var. atrovirens Körb, Syst. 
p. 263. i | 

Kingagebirge: Kinyikaberge, auf Gneisblücken um 2600 m (n. 950% 
— Mai 1899). ; 


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? 


Hepaticae 
bearbeitet von 
F. Stephani. 
Radula recurvifolia Steph. in Hedwigia 1888 p. 63. 
Kingagebirge: Kinyikaberg, im Schluchtenwald an Baumstämmen 
um 2600 m (n. 951 — Mai 1899). 
Chaudonanthus hirtellus (Weber) Mitten in Hooker, Handb. N 
Zeal. Fl. p. 753. 
Rungwestock: Lavastrom zwischen Lavablöcken um 4800 m (n. 1334, 
— Oct. 1899). | 
Frullania longirostris Steph. in Hedwigia 1894 p. 139. 


SEA 


2600 m (n. 954, — Mai 1899). | 
F.(Trachyeolea) nutans Steph. n. sp.; sterilis, major et robusta. 


presso-cylindrici, vertice parum angustali rotundatique, ore parvo mat 
ginibus ineurvis, Amphigastria magna, eaule subtriplo latiora, transverse 
inserta, subrotunda, apice emarginato-bidentula, dentibus breviter setacels 
conniventibus, sinu subeireulari diseretis. 

Kingagebirge: Kinyikaberg, im Schluchtenwald an Baumstiimmen 
um 2600 m (n, 961% — Mai 4899), | 


4 


Ar Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See etc. ges. Pflanzen. 261 


F. (Thyopsiella) Goetzeana Steph. n. sp.; dioica, major, gracilis, 
nultiramosa. Folia approximata, oblique patula, late ovata, longe apicu- 
ata, caulem antice longe superantia, subplana, margine postico leniter ad 
inticum recurvo. Lobuli erecti, cauli contigui, parvi, oblongo-cylindrici, 
vertice parum angustati, sub ore constricti, ipso ore rotundati, interdum 
»xplanati, lanceolati, concavi erecti vel cauli curvatim approximati. Am- 
Mhigastria caulina profunde sinuatim inserta, auriculis basalibus repandis 
onstrictis, caule multo latiora et foliis fere aequimagna, ad !/, acute in- 
isa, medio gibboso cauli appresso, laciniis ovatis longe apiculatis, porrectis, 
narginibus lateralibus valde revolutis. Perianthia ambitu clavata, pro- 
unde triplicata, rostro longiusculo. Folia floralia plurijuga, intima obo- 
yata grosse trispinosa, spina media apicali longissima subsetacea; lobulus 
Olio suo triplo angustior, ad medium solutus, longe acuminatus, margine 
yostico revoluto spina singula armatus. Amphig. flor. intimum foliis suis 
najus, ad ?/, bifidum, basi valde angustatum, laciniis lanceolatis superne 
onge setaceis, extus spina singula auctis. | 

Usafua: Porotoberg im Wald, 2300 m (n. 1047*. — Juni 1899). 


Cololejeunea Malanjae Steph. n. sp.; dioica, minor, foliicola, valde 
‘amosa. Folia a caule repente erecta, apice hamatim decurva, ex an- 
sustissima basi sensim ampliata, fere acute spathulata, marginibus parce 
rosseque dentatis. Cellulae foliorum marginales 18 u, medianae 48 X 
M u, basales 18 X 36 u, trigonis magnis acutis. Lobulus folii oblongus, 
pice oblique truncatus, carina parum arcuata in foli marginem substricte 
xcurrens. Perianthia foliis aequilonga, uno latere innovata, oplime pyri- 
ormia, superne quinqueplicata, plicis humilibus, acutis longe decurrentibus, 
ptime papulosis, rostro subnullo. Folia floralia anguste lanceolata, 
cuminata, acuta, lobulo simillimo subaequilongo, perianthii basin laxe am- 
jlectentia, stricta erecta, perianthio subaequilonga. 

 Rungwe-Stock: um 2500 m (n. 1461% — Juni 1899). 


Auch von Malanje (Scorr ErLior). 


Musci frondosi 
bearbeitet von 
y. F. Brotherus. 
Sphagnales. 


Sphagnum pyenocladulum C. Müll. in Flora 1887 p. 420 
Esafua: Ngosiberg, an Steilabhängen polsterbildend (n. 1301). 


Bryales. 


Trichostomum (Hydrogonium) Ehrenbergii Lor. var. denticus- 
is Broth. n. var.; folia summo apice minutissime denticulata. 


262 Beitr. z. Fl. v. Afr, XXII. Ber. üb.d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. ete, 


Oberes Kondeland: Umuamba, an ständig von Wasser tiberrieselter 
Abhängen, 700 m (n. 1348). 


Zygodon dioicus Broth. n. sp.; dioicus; robustus, lutescenti-viridis, 
aetate fuscescens; caulis erectus, vix ultra 4 cm altus, inferne ferrugineo- 
tomentosus, dense foliosus, simplex vel innovando ramosus, ramis erectis, 
brevibus, fastigiatis; folia sicca erecta, flexuosa, humida squarrosa, cari 
nato-concava, lineari-lanceolata, breviter acuminata, mucronata, marginibus 
erectis, integerrimis, nervo breviter excedente, dorso laevi, cellulis minutis, 
hexagono-rotundatis, minute papillosis, basilaribus oblongis, laevibus; seta 
7 mm alta, tenuis, flava; theca erecta, longicollis, subcylindraceo-elliptica, 
sicca sulcata, microstoma, pallida; annulus latus, persistens; peristo 
mium brevissimum, internum, fugacissimum; sporae 0,015—0,020 mm 
virides, laeves; operculum a basi breviter conica oblique rostratum. 

Kingaberge: Kinyikaberg, im Schluchtenwald an Baumstimmen un 
2600 m (n. 954%, Mai 1899). 

Species Z. Volkensit Broth. habitu simillima, sed inflorescentia nee non foliis in 
eg errimis longe diversa. 


Macromitrium abessinianum C. Müll. var. angustifolium Broth. 
Usafua: Porotoberg im Wald, um 2300 m (n. 1047. -— Juni 1899) 
Diese Var. ist auch vom Kilimandscharo bekannt, wo sie von Vorkexs gefunde 
worden ist, und unterscheidet sich vom Typus dureh schmalere Blätter. 
Breutelia subgnaphalea (C. Müll.) Par. Ind. bryol. p. 154. 
Bartramia subgnaphalea C. Müll. in Flora 1890 p. 480. 
Rungwe-Stock: Kalenga-lenga-Berg um 2500 m (n. 1146. — Jun 
1899). 
Neckera Höhnelii C. Müll. in Flora 1890 p. 489. 
Kingaberge: Kinyikaberg, im Schluchtenwald an Baumstämmen un 
2600 m (n. 9511. — Mai 1899). 
Entodon stereophylloides Broth, n. sp.; autoicus; robustus, pl 
nissimus, caespitosus, caespitibus depressis, lutescenti-viridibus, fusco-varie 
zatis, nitidissimis; caulis repens, fusco-radiculosus, dense foliosus, cum 
foliis e. 3 mm latus, pinnatim ramosus, ramis patulis, inferioribus pauluı 
ultra 1 em longis, superioribus sensim decrescentibus, obtusis; folia sice 
adpressa, humida erecto-patentia, concava, ovalo-acuminata, marginibus ba 
breviter recurvis vel ubique erectis, superne minutissime serrulato-dentieu 
latis, nervis binis, brevibus, saepe obsoletis, cellulis elongatis, angustissimis 
ad angulos quadratis, numerosis, chlorophyllosis; bracteae perichaeth 
late ovato-lanceolatae, vaginantes, piliformi-attenuatae, inlegrae, enerves 
externae mullo minores; seta brevis, vix ultra 6 mm alla, tenuissimä 
flexuosula, flava; theea erecta, oblongo-eylindrica, €, 3 mm longa, pallid 
fusca, laevis. Caetera ignota. 
Kingaberge: Kinyikaberg, im Schluchtenwald an Baumstämmen ul 
2600 m (n. 954%, — Mai 1899), 


7. 


A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See etc. ges. Pflanzen. 263 


Species pulchra, robusta, E. geminidenti (Besch.) sat similis, sed seta perbrevi 
am diversa, habitu speciebus nonnullis Sfereophylli haud dissimilis. 

Fabbronia Goetzei Broth. n. sp.; autoica; tenella, caespitosa, cae- 
pitibus densiusculis, lutescenti-viridibus, sericeis; caulis repens, dense ra- 
nosus, ramis suberectis, brevibus, densiuscule foliosis, simplicibus; folia 
icca erecta, humida erecto-patentia, concava, ovato-acuminata, pileo hva- 
ino folium fere aequante terminata, marginibus erectis, superne remote et 
naequaliter denticulatis, nervo tenui, brevi, saepe inconspicuo, cellulis ala- 
bus numerosis, laxe quadratis, caeteris rhomboideis, chlorophyllosis; 
jracteae perichaetii erectae, vaginantes, piliferae, denticulatae, enerves: 
seta 3 mm alta, tenuis, flexuosula, sicca sinistrorsum torta, flavida, lae- 
yissima; theca erecta, ovalis, ore haud dilatata, laevis, lutescens, aetate 
wunnea; peristomium simplex; exostomii dentes 16, geminati, lanceo- 
ati, obtusi, alternatim laeviter articulati, dense papillosi, sordide lutei, aetate 
brunnei ; sporae 0,015—0,020 mm, virides, papillosae; operculum mammil- 
atum, vix rostratum. 

Kingaberge: Kinyikaberg, im Schluchtenwald an Baumstämmen um 
2600 m (n. 954, 9514, 951°. — Mai 1899). 

Species ob folia pilifera cum F. abyssinica C. Müll. et F. longipila Broth. com- 


paranda, sed foliis nervo tenui, saepe obsoleto et operculo mammillato nec rostrato 
iam dignoscenda, 


Pteridophyta 
bearbeitet von 


G. Hieronymus. 


Filicales. 
Cyatheaceae. 
Cyathea Dregei Kunze Linn. X. p. 554; XII. p. 152. 
Oberes Kondeland: Umalila, an Waldrändern um 2300 m ii. M. 
(n. 1468). 


4—2 m hoher Baumfarn mit schenkelstarkem Stamm, Wedel bis 11/4 m lang. 


Polypodiaceae. 


Notholaena Marantae (L.) R. Br. Prodr. Nov. Holl. p. 146. 

Östl. Livingstone-Gebirge: Ubena, in der Tsausingwe-Landschaft 
in Felsritzen um 2100 m ü. M. (n. 813). — Einheim. Name: mtalu. 

Wedel bis fußhoch. 


Vittaria isoetifolia Bory It. I. p. 325. 

Rungwe-Stock: an den südlichen Abhängen im Walde, an Baum- 
stämmen zwischen Moos kriechend, um 1900 m ii. M. n. 1468). 

Blätter bis über meterlang, dunkelgrün. 


264 Beitr.z. FL v. Afr, XXIT. Ber. üb. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb,-Exped. ete, 


Elaphoglossum marginatum (Wall) Moore Ind. Fil. p. 11 u. 361. 
Rungwe-Stock: im Walde an Baumstämmen, zwischen Moos kriechend, 
um 1900 m ü. M. (n. 1166). | | 
Platycerium elephantotis Schweinf. Bot. Zeit. 1871 p. 361. 
Westabfall des Livingstone-Gebirges: am Rumakariafluss in 
Schluchten beim Austritt aus den Bergen um 700 m ü. M., epiphytisch auf 


Bäumen (n. 1172). 
Wedel bis 3/4 m lang und 40 cm breit. 


Gleicheniaceae. 
Gleichenia polypodioides S. Sm. Act. Taur. V, p. 419. 
Kingagebirge: Kipengererücken bei Uhinga um 2300 m ü. M., an 
schattigen Bachufern (n. 957°). | 


Schizaeaceae. 


Mohria caffrorum Desv. Ann. Linn. VI. p. 198. 

Ubena: am Luhigibach an steilen Abhängen auf rotem Laterit zwischen 
Steinen um 1900 m ü. M. (n. 808). — Einheim. Name: mkota. 

Aneimia Schimperiana Presl Suppl. p. 84. 

Kondeland: im Rumbirathal bei Langenburg, an den unteren Ab- 
hängen der Berge um 500 m ii. M. (n. 831). — Einheim. Name: fyuyu. 


Osmundaceae. 
Osmunda regalis L. var. capensis (Presl) Milde Fil. Europ. et 
Atlant. p. 179. 
Usafua: an Bachufern am Luangwafliisschen, um 2000 m ü. M 
(n. 4135). 
Salviniaceae. 
Azolla nilotica Dene. ap. Mett. Plant. Tinnean. p.54, 1.25... ° 
Rukwasee: Kibungu bei Ubungu am sumpfigen Seeufer, um 800 m 
ii. M, (n. 1444), 
Ophioglossaceae. 
Ophioglossum lancifolium Presl, Suppl. p. 50. 
Ostl Livingstone-Gebirge: in der Tsausingwe-Landschaft, auf Fels 
mit dünner Humusschicht, in der sich das Quellwasser sammelt, um 
2100 m ii. M, (n. 845). | | 


Bisher nur bekannt von Madagascar und Isle de France, 


Lycopodiales. 
Lycopodiaceae. 


Lycopodium saururus Lam. Eneye). II. p. 653. 
Rungwe-Stock: auf der höchsten Bergkuppe an Abhängen um 
2900 m fi, M, {n. 145%). — Kinheim, Name: mbulidi, 


A, Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-Sce ele. ges. Pllanzen. 265 


L. verticillatum L. f. Suppl. p. #88. 
| Usafua: auf dem Ngosi- oder Porotoberg im Walde des Kraters, epi- 
Jhytisch auf Baumstämmen, um 2000 m ü. M. (n. 1297). 

Stengel bis 1/2 m lang. 

* L. cernuum L. Spec. plant. ed. I. p. 1103. 
.  Uhehe: bei Mgololo auf Sumpfboden auf welligem Plateau, um 
1400 m ü. M. (n. 767). 


L. carolinianum L. Spec. ed. I. p. 1404. 
Uhehe: auf einer moorigen Wiese eines hiigeligen Plateaus bei Funda, 
twa 1600 m ü. M. (n. 722). 


Selaginellaceae. 


Selaginella Goetzei Hieron. n.sp.; Flagellifera platysticha(Hetero- 
stachys) herbacea; surculis c. 1/, mm crassis quadrangulis, parum ascenden- 
ibus, basi radicantibus et plerumque flagella gerentibus, fere a basi bipinna- 
im ramosis, ambitu triangulari-ovatis, ramis utrinque 3—4, vix ultra 1/, em 
listantibus; inferioribus vix ultra 2 cm longis; ceteris brevioribus apicem 
versus decrescentibus; supremis simplicibus, ceteris pinnatim ramulosis; 
‘amulis utrinque 1—2 simplicibus; sterilibus plerumque c. 1/ em rarius 
isque ad 4 cm longis, ramorum supremorum saepe fertilibus, spicam ge- 
‘entibus; foliis flagellorum et partis basalis surculorum subhomoideis, alternis 
vel saepius decussatis, triangulari-ovatis, hasi rotundatis, apice acutis, mar- 
sine breviter ciliato-serrulatis, usque ad %/, mm longis, !/, mm vel parum 
utra supra basin latis, pallide viridibus; foliis ceteris omnibus dimorphis; 
ateralibus surculorum inferne inter se distantibus (internodiis c. 1—4'/. mm 
ongis), superne et ramorum ramulorumque magis approximatis, apicalibus 
ese invicem margine attingentibus, plus minusve inaequilateralibus, oblique 
yvatis, basi rotundatis vel subcordatis, apice breviter acuminato=mucronatis, 
margine ciliato-denticulatis (ciliis basis semifäciei posticae usque ad 0,08 mm 
Ongis, ceteris apicem versus descrescentibus), pallide viridibus; foliis late- 
alibus surculorum maximis €. 3 mm longis, 43/, mm latis; foliis lateralibus 
‘amorum ramulorumque similibus sed minoribus (minimis c. 41/, mm longis, 
/, mm latis); foliis intermediis ovatis, aequilateralibus, basi oblique cor- 
latis vel rotundatis, apice acuto cuspidatis, basi excepta utrinque anguste 
ıyalıno -marginatis, margine parce ciliato - denticulatis (ciliis inferioribus 
naximis vix 0,08 mm longis); foliis intermediis maximis cuspide vix !/ mm 
onga inclusa c. 2 mm longis, 1 mm latis; spicis 3—4 mm longis ramulos 
erminantibus eosque latitudine paulo superantibus; sporophyllis hetero- 
norphis; dorsalibus majoribus ovato-triangularibus, parum inaequilateralibus 
semifacie antica laete viridi, postica subhyalina), cuspidato-acuminatis, dorso 
manifeste carinatis (carina virescente c. 0,14 mm lata apicem versus piloso- 
serrulata); maximis cuspide vix 1/, mm Jonge inclusa ec. 11/7, mm longis, 


266 Beitr.z.Fl.v. Afr, XXIL Ber. üb. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. ete. 


vix I mm supra basin latis; sporophyllis ventralibus dorsalibus similibus, 
sed minoribus aequilateralibus, utrinque subhyalinis, dorso minus manifeste 
carinatis; macrosporangiis in axillis sporophyllorum paueorum basaliu 
ventralium sessilibus, microsporangiis in axillis sporophyllorum ceterorum 
omnium; macrosporis citrinis, ubique brevissime papilloso-tuberculatis, costis 
eommissuraiibus valde prominentibus ornatis, maximis €. 0,28 mm crassis; 
microsporis miniatis inter costas commissurales minutissime, latere altero 
grossius rotundato-tuberculatis, maximis 0,05 mm crassis. 

Kingagebirge: an einem schattigen Erdriss am Kinyikaberg (zu dem 
Ukinjagebirge gehörig) (n. 944). 

Die Art ist verwandt mit S. subcordala Al. Br. und S. {enerrima und zart und 
klein wie diese, unterscheidet sich von beiden, abgesehen von weniger auffallenden 
Kennzeichen, schon durch das Vorkommen von Ausläufern an der Basis des Stengels, 
bisweilen auch peitschentriebartigen Verlängerungen der untersten Aste. 


Taxaceae (A. ENGLER). 

Podocarpus Thunbergii Hook. in Lond. Journ, of bot. L 657, 1. 22. 
10—45 m hoher, stark verzweigter Baum mit rundlicher Krone, 
Nördl. Kingaberge: am Nordabhang des Kipengere-Rückens im 
Schluchtenwald um 2500 m (n. 986. — © Blüten und Früchte im Juni 
1899). | 
Einheim. Name: mnoge. 

Die Blatter dieser Pflanze stimmen recht gut mit den von Burenern unter n. 5873 
cesammelten überein, nur sind sie durchschnittlich etwas kleiner und vielfach mit einer 
mehr ausgezogenen Spitze versehen. 


Pinaceae (A. ENGLER). 
Juniperus procera Hochst. in Schimp. pl. Abyss. n. 537 ex A. Rich, 
Fl. Abyss. Il. 278. 
Nördl. Kingaberge: am Nordabhang des Kipengere-Rückens 1 
Schluchtenwald bei 2400 m (n. 981. — Fruchtend Ende Mai 1899). 
Als 15—20 m hoher, ziemlich tief mit Zweigen besetzter Baum mit sehr zer 


— 


zausten Kronen, im Alter bläulich-grün, 


Potamogetonaceae (K. Scmumann). 

Potamogeton pectinatus L. Sp. ed. 1. | 

Usafua: im Kratersee des Porotoberges, bei 2000 m ü.M. (n. 1292 

Steril im Sept. 1899). 


Ist uber die ganze Krde weit verbreitet, 


Hydrocharitaceae (M. (ünks,. 
Boottia Fischeri Gürke in Engl, Pflanzenw. Ostafrikas G. (1895) 9a 
Nördl, Kingagebirge: Ussangu, im Msimasisumpf, 1200 m ü. 

n. 4026. — Blühend im Juni A899). 


A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See etc. ges. Pflanzen. 26% 


Palmae (U. Damme). 


Hyphaene aurantiaca Dammer n. sp.; arbor? foliis petiolatis flabelli- 
formibus petiolo plano-convexo, apicem versus supra leviter concavo, dorso 
fusco-striato, margine atrofusco aculeato, aculeis plerumque genuflexis, in- 
fimis tantum ut petioli margine dense fusco-floccoso-tomentosis denique 
glabris; ligula obliqua obtusa, crenulata; rhachi ad medium laminae pro- 
tensa basi supra leviter dentata; lamina ca. 60-secta supra basi nervis 
leviter flosculosis, subtus nervis aculeatis, aculeis flosculis involutis; filis 
inter segmenta subnullis; inflorescentia 9 ?; inflorescentia Q racemosa 
bracteis cylindraceis oblique apertis acuminatis: ramis inflorescentiae spicam 
unicam gerentibus, bracteolis late cochlearibus, apice emarginatis, floribus ? ; 
fructu breviter pedicellato, ovoideo, uno latere leviter carinato, apice appla- 
nato impresso, aurantiaco, pruinoso, fusco-punctato; putamine ovoideo- 
globoso, basi applanato. 


Blatter über 4 m lang gestielt, mit ca. 1,25 m langer Blattfläche; Blattstiel plan- 
convex, nach oben hin oberseits etwas concav, auf dem Ricken mit einem breiten, 
braunen Mittelstreifen versehen, am Rande schwarzbraun, 2—5 cm breit, mit meist knie- 
förmig nach auswärts gebogenen, kräftigen, an der Basis des Blattstieles sehr genäherten, 
bald ziemlich weit entfernt stehenden braunen Stacheln besetzt, welche nur in der Nähe 
der Blattscheide an der Basis mit einem langen, flockigen, braunen, bald verschwinden- 
den Filze besetzt sind; Blatthäutchen schief, unregelmäßig gekerbt, etwas wellig ge- 
randet, stumpf, 6—10 mm hoch; Blattspindel 55 cm lang, bis etwa zur Mitte der Blatt- 
Nläche reichend, an der Oberseite mit kleinen Stachelzähnen besetzt; Blattfläche an 
dem vorliegenden Wedel 4,25 m lang in 64 Abschnitte bis 3/4 der Blattfläche und 
‘mehr eingeschnitten; Abschnitte lang zugespitzt, auf den oberen Nerven in der 
Nähe der Basis leicht flockig behaart, auf den unteren Nerven der Unterseite mit 
kleinen Stacheln besetzt, welche ganz in kleine Flockenbüschel eingehüllt sind; Fäden 
zwischen den Blattabschnitten fehlen fast ganz. Männlicher Blütenstand? Weiblicher 
Blütenstand eine etwa 90 cm lange Ährentraube mit 4 Ästen, welche von den cylin- 
drischen, eng anliegenden, lang zugespitzten, schief aufreißenden Scheiden fast ganz 
eingehüllt sind und je eine Ähre tragen. Ähren bei der Fruchtreife an der Basis bis 
4,3 em dick, 48—49 cm lang, nach der Spitze bin etwas verjüngt; Tragblätter breit 
löffelförmig, vorn ausgerandet; Bliten?; Frucht 6,5 cm lang, 5,5 cm im Durchmesser, 
sehr kurz gestielt, eiförmig, auf einer Seite etwas stumpf gekielt, an der Spitze ein- 
‚gedrückt abgeplattet, rotbraun, bläulichweiß bereift, mit zahlreichen braunen Punkten 
versehen; Sarkokarp an den Seiten 5—8 mm, unten 6, oben 10 mm dick; das holzige 
Endokarp an der Basis 4—5 mm dick, nach dem Foramen hin sich allmählich auf 
2-3 mm verjüngend; Foramen etwa 4 cm im Durchmesser. Samenschale bis 4,5 mnı 
dick von dem Endokarp an den Seiten abreißend, mit dem Nährgewebe fest verwach- 
send. Samen schief breit eiförmig-kugelig, an der Basis abgeplattet, 32 mm lang, 28 mm 
dick; Nährgewebe grauweiß, knochenhart, 7—S mm dick, eine kugelförmige Höhlung 
umschließend; Embryo kreiselförmig an der Spitze des Samens im Nährgewebe liegend. 


Von Langenburg bis zum Rukwasee verbreitet, am letzteren Be- 
= = 
Stand bildend fs. n. — am 20. Aug. 1899 fruchtend). 


268 Beitr.z. FI. v. Afr, XXIL Ber. tb, d. bot. Ergebn.d, Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. ete. 


Araceae (A. ENGLER). 


Hydrosme mossambicensis Schott Gen. Ar. 33. 5 
Var. Unyikae Engl.; spadicis appendice subcylindrica, quam in- 
florescentia mascula subduplo tenuiore et duplo longiore, 3—4 cm longa, 
5—-6 mm crassa. | 
Unyika: im Buschwald beim Dorf Toola, um 1300 m {n. 1413. 
Blühend im Nov. 1899). | | 
Die Pflanze hat ganz den Habitus des von Prrers gesammelten Originals der 

II. mossambicensis und unterscheidet sich nur durch den kürzeren Kolben. Der Tubus 
der Spatha ist so wie der Stiel graugrün und dunkelviolett gesprenkelt, die Lamina 
innen ganz dunkelviolett. | 


Gramineae (R. PILGER). 

Imperata arundinacea Cyr. Pl. rar. neap. fase. 2 p. 26. | 

0,5 m hoch, große Flächen ausschließlich bedeckend, im Culturland kaum aus 
zurollen., 4 

Oberes Kondeland: Massewe, bei Umuamba auf welligem Plateau 
(n. 1328. — Blühend im Oct. 1899). | 

Trachypogon capensis (Thunb.) Trin. in Mem. Acad. Petrop. ser. 6, 
vol. 2, p. 257. | 

Meterhohe, kleine Büsche bildend. 

Ubena: welliges Plateau, auf rotem Laterit um 1750 m (n. 788. — 
Blühend im März 1899). 

Andropogon hirtus L. Sp. ed. I. 1046. 

4—1,5 m hoch, kleine Büsche bildend, Hauptbestand der Wiesen. 

Ubena: bei Ngosingosi auf welligem Plateau (n. 776. — Blühend im 
März 1899). | 

A. rufus Kth. var. auricoma Pilger n. var.; pedunculo communi 
superne pilis longis, strictis, e lubereulis enatis instructo; internodiis spi 
carum dense longeque marginibus inferne albido superne aureo-ferrugineo- 
pilosis; gluma prima tergo aureo-ferruginea, pilis densis, circa tertiam glus 
ınae partem longitudine aequantibus, superioribus glumam longe superan- 
libus; spiculis sessilibus 6 mm longis, arista eireiter 3 cm longa; foliorum 
vagina ad nodos dense albido villoso-barbata. 

Kingaberge: am Abhang des Kirundeberges auf rotem Laterit (n. 904 

Blühend im Mai 1899). 


A. exothecus Hack. Monogr. Andropog. p. 632. 
Kingaberge: am Abhang des Kirundeberges auf rolem Lalerit um 
2000 m (n, 902. — Blühend im Mai 1899). | 
Tricholaena rosea Nees Fl. Afr, austr. p. 16. 
Ubena: bei Ngosingosi auf welligem Plateau auf rotem Laterit (n. 778 
— Blühend im März 1899). 


CNE 


A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See etc. ges, Pflanzen. 269 


Anthephora Hochstetteri Nees var. glabra Pilger n. var.; gluma 
prima (extera) indurata, longe setaceo-acuminata, dorso imprimis apicem 
Versus scabra, 4 cm longa; gluma tertia glabra, obtusiuscula vel leviter 
acuta, nervis 5 conspicuis, viridibus, apicem versus in nervum medium 
confluentibus; spiculis circa 10 fasciculatis, plerisque hermaphroditis, in- 


terioribus nonnunquam gluma prima indurata destitutis. 
Meterhohe kleine Büsche bildend. 


Ubena: welliges Plateau bei Ngosingosi auf rotem Laterit, um 1750 m 
(n. 785. — Blühend im März 1899). 
‘ Die Varietät unterscheidet sich ziemlich stark von der typischen Form durch die 
Kahlheit der Spelzen, die Anzahl der Ahrchen, die starke Verlängerung der ersten 
Spelzen, doch sind die Formen durch Übergänge verbunden, indem auch bei Exemplaren 
aus Abyssinien die Spelzen in wechselnder Linge zugespitzt sind und die Behaarung 
der ersten Spelze sehr wechselt; Exemplare aus Deutsch Ost-Afrika (z. B. Fiscuer 
n. 669) haben kahle, äußere Spelzen und nur eine schwache Wimperung der dritten 
Spelzen. 

Perotis indica (L.) K. Sch. (Sp. pl. 40). 

Bis 0,5 m hoch, kleine Büsche bildend. 

Ubena: welliges Plateau auf rotem Laterit, um 1750 m (n. 786. — 
Blühend im März 1899). 


Tristachya inamoena K. Sch. in Pflanzenw. Ostafrikas €. p. 109. 

Die Art ist nach einem ziemlich unvollkommenen Exemplar beschrieben, so dass 
einige Bemerkungen über sie am Platze sind. Die Pflanze ist meterhoch und bildet aus- 
gedehnte Rasen; die Blattspreiten sind schmal linealisch, lang gespitzt, ca. 30—40 cm 
lang, 5 mm breit, unterseits an den Nerven stark rauh, an den Rändern mehr oder 
weniger eingebogen oder eingerollt; die Scheiden namentlich der unteren Blätter sind 
mit dunkelrotbraunen Wärzchen bedeckt, von denen (nicht immer) kurze, weißliche 
Borsten ausgehen; 3 Ährchen stehen auf gemeinsamem Stiel; die erste Hüllspelze is 
lanzettlich, in eine lange Spitze ausgezogen, 13 mm lang, auf dem Rücken dicht mit 
dunkelrotbraunen Warzen besetzt, auf denen sehr steife, braun glänzende, 3—4 mm 
lange Borsten stehen; die untere Blüte des Ährchens ist unbegrannt; die obere Blüt: 
hat eine ca. 42 mm lange Granne, die in der Mitte gekniet ist, im unteren Teil dunkel- 
braun, im trockenen Zustande mehrmals spiralig eingerollt, im oberen Teil weißlich, 
rauh; die Deckspelze der oberen Blüte ist auf der Rückseite dicht mit langen, weiß- 
lichen, anliegenden Haaren besetzt. | 
Ubena: welliges Plateau bei Ngosingosi auf rotem Laterit, um 1750 m 
(n. 787. — Blühend im März 1899). 

Die Gorrze’schen Exemplare zeigen sich in einigen Punkten vom Originalexemplar 
verschieden, indem die Borstenbekleidung der Hüllspelze wie die Behaarung der Deck- 
spelze der 8 Blüte dichter ist, auch ist der Blütenstand weniger verzweigt, die Äste 
kürzer und nur mit wenigen Gruppen von Ährchen versehen. Doch ist die specifische 
Übereinstimmung der Exemplare mir nicht zweifelhaft. 

Harpachne Schimperi Hochst. in A. Rich. Tent. Fl. Abyss. IE 434. 
_  Ubena: welliges Plateau bei Ngosingosi auf Wiesen (n. 781. — Blü- 
hend im März 1899). 

Eragrostis trachyphylla Pilger n. sp.; caespites densos, parvos, 
culmos complures procreantes formans; innovationibus numerosis, brevibus, 
foliis nonnullis planis, rigidiusculis, lanteolato-linearibus instriclis; culmis 


270 Beitr. z. Fl. v. Afr. XXIL Ber. üb. d. bot. Ergebn.d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. ete. 


tenuibus, elatis, erectis vel basin versus leviter geniculatis, paucifoliatis 
striatis, glabris, magna pro parte evaginalis; foliis ad culmos paucis, apicen 
versus decrescentibus, longe distantibus, lamina = patente, plana, lineari 
lanceolata, apicem versus sensim longe attenuata, nervoso-striata, supra 
subtus scaberula, vagina internodiis multo breviore, laxiuscula, glabra 
striata, ore parce barbata, ligula subnulla, corona pilorum brevissimorur 
formata; panicula brevi, laxa, ambitu ovata vel ovato-lanceolata; rami 
paucis, singulis, distantibus, vel inferioribus 2 valde approximatis et fere 
oppositis, = patentibus, simplicibus vel parcissime ramulosis, paucispieu 
latis, glabris, parum flexuosis,, parte inferiore espiculatis, nudis; spiculi 
paucis, distantibus, breviter pedicellatis, ovatis, compressis, brunneis a 
brunneo-violaceis, dense circa 9—13-floris; glumis vacuis glumam floriferan 
floris infimi fere aequantibus, ovatis, dorso apicem versus leviter scaberulis 
eluma florifera rotundato-ovata, coneava, apice rotundata; palea illam cir 
citer aequante, lata, tenuiter membranacea, apice truncata, marginibu 
anguste arcte inflexis. 

Die Pflanze bildet dichte, kleine Rasen mit zahlreichen kurzen Inflorescenzen. 
Spreiten der Blätter an den Innovationen sind bis 40—12 cm lang und 5 mm breit 
die Halme sind 0,5 m hoch; die Spreiten der Halmblätter sind 6—7 cm lang und 5 m 
breit; die lockere Rispe erreicht nur eine Länge von 5—7 cm, ihre unteren Aste sin 
3—5 cm lang; die Ahrchen sind ca. 6 mm lang und 5 mm breit, ihre Hüllspelzen sin 
4 mm lang, die Deckspelzen 3 mm. 

Unyika: auf welligem Plateau im Buschwald bei Suntas Dorf, un 
1600 m (n. 4435. — Blühend im Nov. 1899). 

Die Art steht der Æragrostis brixoides Nees nahe, unterscheidet sich aber besonde 
durch breitere, flache Blätter, sowie lockerere Rispe, deren Aste im unteren Teile keine 
Ahrchen tragen. 

Arundinaria alpina K. Sch. in Pflanzenw. Ostafrikas C. p. 416. 

Halme 8—10 m lang, bis armdick, mit Blüten bedeckt. 

Rungwe-Stock: auf Abhängen, eine Zone von 2100—2600 m bilde 
n. 1145. — Blühend im Aug. 1899). 


A. tolange K. Sch. (Gorrze n. 254) ist von A. alpina nicht specifisch verschieden 
J i p | ‘2 | 


| 
| 
| 


Cyperaceae (K. ScHuMANN). 
Kyllingia platyphylla K. Sch. n. sp.; caespitosa, caulibus humilibu 
vel modice altis triangularibus angulis minutissime ciliolatis; foliis pro rata 


latis, lanceolatis, acuminatis, basi rotundalis, subtus minutissime pilosulis, 
inargine eiliolatis, supra glabris; capitulo simpliei albo bracteis 3 vel A 


diatim dispositis latis subtus minutissime pilosulis suffulto; floribus 2 0 


andris, glumis glabris, | 

Die ausdauernde Staude ist 7--19 em lang, von den nach dem Abbrennen stehe ' 
vebliebenen Scheiden am Grunde umgeben. Die Blattspreite ist 2—5 cm lang 
6-7 mm breit, die Scheide häutig; jene ist getrocknet graugrün; nur 3—5 Blitter Der 
kleiden den steifen, geraden oder schwach gebogenen Stengel. Das Köpfchen hat eb 1 
“10 mm im Durchmesser und wird von den 4-2 em langen und am Grunde 6—8 m 


breiten Hüllblättern gestützt. Die Spelzen sind 4 mm lang, der Griffel misst 4 mm 


ii 


A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See etc. ges. Pflanzen. 271 


Unyika: am Mbeye-Berg auf feuchter, rasiger Einsenkung, 2000 m 
ii. M. (n. 4449. — Blühend im Nov. 1899). 


Die sehr breiten Blätter des Stengels sowohl wie der Infloreseenz kennzeichnen 
die Art auf den ersten Blick. 

Carex Johnstonii Bckler. in Engl. Bot. Jahrb. VIL 278. — C. Vol- 
kensiö K. Sch. in Engl. Pflanzenw. Ostafrikas C. p. 130. 

Uber meterhohes Riedgras, kleine Büsche bildend; Ahrchen hellbraun, überwuchert 
alle anderen Stauden. 

Rungwe-Stock: auf der höchsten Spitze in der Bambuszone, bei 
2500 m ti. M. (n. 1305. — Blühend im Sept. 1899). 

Diese Art hat offenbar in Afrika eine weite Verbreitung, außer von hier und dem 
Kilimandscharo, auf dem sie zuerst gefunden wurde, hat sie Scorr Ernior von Ruwen- 
zori mitgebracht. 

Cyperus angolensis Bckler. in Flora 435 (1880). 

Kingag@birge: flache, rasige Abhänge am Bulongweberg (n. 1220. 
— Blühend im Sept. 1999). 


Bisher nur aus West-Afrika bekannt. 


Xyridaceae (Ars. Nirsson). 


Xyris capensis Thunb. 

à. nilagirensis (Steud.). 

Kingagebirge: in sumpfigen Einsenkungen des Kipengererückens, um 
2700 m (n. 977). 

X, brunnea Nilss. n, sp.: Euxyris; foliis filiformibus, compressis vel 
teretiusculis, vix 1 mm latis, acutis, glabris, basi in vaginam rufescenti- 
brunneam, inferiore parte margine ciliatam sensim ampliatis, scapo tere- 
tiusculo, glabro, ad 25 em alto, basi vagina brevifoliata cire. 8 em longa 
inferiore parte einnamomea, non nitida instructo; spiea obovata, pauci- 
flora, ad 6 mm longa, bracteis obovatis, integris, mucronatis, brunneis vel 
margine et inferiore parte sordidis, nitidis; sepalis lateralibus lanceo- 
latis, 5 mm longis, subaequilateris carinatis, carina alata, ala hispidulo- 
Spinulosa; staminodiis bibrachiatis, brachiis penicillatis; staminibus sta- 
minodia superantibus; antheris linearibus filamento longioribus. 

Livingstone-Gebirge: um 2360 m im westlichen Ubena (n. 822. 

Diese Art ist vielleicht mit X. Rehmanni Nilss. am nächsten verwandt, aber so- 
wohl von dieser Art wie allen übrigen weit unterschieden. Die Ähre erinnert an die 
von X. capensis Thunb. Die Blätter haben 6—8 in einem zusammengedrückten Kreise 


angeordnete Nerven, von denen 2—3 aus drei Mestombündeln und die übrigen aus je 
einem Mestombündel (nebst mechanischen Zellen) gebildet sind. 


Eriocaulaceae (RunrınD.. 
Eriocaulon mesanthemoides Ruhl. in Engl. Bot. Jahrb. XXVI. 
1899) p. 79. 
Ukinga: im Sumpf 2400 m ü. M. (n. 1235. — Blühend im Sept. 1899). 
Bis fußhohe, polsterbildende Pflanze mit weißer Blüte, 


272 Beitr.z. Fl. v. Afr. XXI. Ber. üb. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. ete, 


Commelinaceae (K. Schumann). 


Anthericopsis sepalosa (C. B. Clarke) Engl. in Natürl. Pflanzenfam. 
Nachtr. 69. — Anetlema sepalosum C. B. Clarke in DC. Monogr. Phaner. 
202. — Gillettia sepalosa Rendle in Journ. of bot. XXXIV. (1896) 55. 

Unyika: auf welligem Plateau beim Dorf Sunta, an trockenen Ab- 
hängen um 1300 m (n. 1440. — Blühend). 


Cyanotis nodiflora (Lam.) Kunth Enum. IV. 406. 
Eine bis 30 cm hohe, am Grunde reich verzweigte Staude mit. blassvioletten 
Blüten, aus denen die langen, blauen Staubblätter hervorragen; die Haare derselben 
sind blau und haben weiße Spitzen. 


Unyika: Umalali, auf rasigen Abhängen des Baudiniberges, bei 
2300 m ü. M. (n. 1469. — Blühend im Nov. 4899). 


Ist in Süd-Afrika gemein und geht bis Madagascar. 1148 | 


Liliaceae (A. ENGLER). 


Wurmbea Goetzei Engl. n. sp.; herba spithamea, bulbotubere ob- 
longo ovoideo acuto, tunica exteriore nigrescente, cataphyllo summo longe 
vaginante obtuso; folio unico basali lineari acuto, caulinis 2, fere ad medium 
usque vaginantibus in laminam angustam lineari-lanceolatam, acutam ex- 
euntibus; spica 4—5-remotiflora, flexuosa; perianthii tepalis basi cohaeren= 
libus lanceolatis albis, medio supra unguem macula pallide violacea notatis, 
filamentis filiformibus basi latioribus tepalorum ?/, aequantibus atque inferne 
tepalis adnatis, carpellis elongatis tepala aequantibus; ovariis anguste oylin- 
drieis in stilos triplo breviores attenuatis. 

Die Pflanze ist 4,5—2 dm lang, mit 4—4,5 em langen, 0,8—1 em dicken Reserve- 
knollen, welche neben der Basis des binden Sprosses ansitzen, versehen; auf em 
3—6 cm langes umfassendes Scheidenblatt folgt ein 2—2,5 em langes, 2 mm breites, 
linealisches, lang zugespitztes Blatt, dem meist 2 Stengelblätter mit 4,8—2 cm langer, 
in eine Janzettliche oder lineal-lanzettliche Spreite allmählich übergehender Scheide. Die 
Tepalen zur Blütezeit 7 mm, später 8—9 mm lang und in der Mitte 4,5 mm breit, am 
Grunde kaum 4 mm weit verwachsen. Die unten etwas flachen Staubfiiden sind 
1,3 rom weit mit den Tepalen verwachsen, in. ihrem freien Teil 4 mm lang. Die Car 
pelle sind zur Blütezeit etwa 5 mm, bei der Reife 7—8 mm lang. 

Unyika: auf feuchten Wiesen des welligen Plateaus bei Sunta’s Dorf, 
um 4600 m (n. 1430. — Blühend im Nov. 1899). 


Chlorophytum (Dasystachys) unyikense Engl. n. sp.; tubere magne 
depresso; cataphyllis nonnullis (2—3), sursum gradatim majoribus; folii 
lanceolatis margine tenuiter cartilagineis, mullinerviis, superne € 
sublus nervis, imprimis margine dense pilosis; scapo quam folie 
lere duplo longiore, cum pedicellis dense piloso; paniculae contract 
rhachi leviter flexuosa, ramulis abbreviatis; bracteis lineari-laneeolat 
lores superantibus; floribus in axillis bractearum inferiorum 2-3 fascicu 
latis; pedicellis tenuibus quam tepala fere duplo brevioribus; teP alis lancet 


A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See etc. ges. Pflanzen. 273 


latis majusculis; staminibus quam tepala brevioribus; filamentis antheris 
Jinearibus aequilongis ; ovario profunde trilobo; capsulae nigrescentis ambitu 
orbicularis lobis valde compressis transverse elevato-nervosis. 

Eine schöne ansehnliche Pflanze mit 3 cm dicker und 4—5 cm breiter Knolle. Die 
Niederblatter sind 2—7 cm lang und 2—3,5 cm breit. Die Laubblätter werden bis 
3 dm lang und 5 cm breit, mit zahlreichen Längsnerven, welche 4—4,5 mm von ein- 
ander abstehen. Der Schaft mit der 4,5 dm langen Inflorescenz hat eine Länge von 
5 dm. Die unteren Hochblätter haben eine Länge von 2,5 cm und eine Breite von 
4 mm. Die Blütenstiele sind 5—6 mm lang, die Tepalen 4,2 cm bei 2 mm Breite. Die 
Staubfäden und die Antheren haben eine Länge von je 3,5—4 mm. Die Kapsel hat 
fast 6 mm Durchmesser. 

Unyika: im Buschwald auf dem welligen Plateau des Mboriberges 
um 1600 m (n. 1426. — Blühend im Nov. 1899). 


Diese Art ist von allen anderen der Section Dasystachys durch die breiten Laub- 
blätter verschieden. 


Kniphofia Goetzei Engl. n. sp.; rhizomate tenui solo accum- 
bente, internodiis haud abbreviatis; scapo adscendente erecto; foliis linear- 
bus sursum sensim angustatis; racemo superne denso, inferne laxo; 
bracteis lineari-lanceolatis; pedicello tenui cum bracteae parte inferiore in- 
terdum connato, ovario aequilongo; floribus patentibus; perigonii tubo 
incurvato infundibuliformi, juxta nervos utrinque breviter piloso, in- 
ferne leviter inflato, limbo paullum inaequaliter dentato, dentibus tri- 
-angularibus obtusis; filamentis tubum aequantibus, antheris oblongo-sub- 
sagittatis, basi dorsi foveolatis; ovario oblongo, stilo ultra perigonium 
demum exserto, stigmate minuto. 

Die Internodien des Rhizoms sind 2—3 cm lang und der aufrechte blühende 
Stengel erreicht 8 dm. Die Blatter sind 4—6 dm lang und 1,5—2 cm breit, nach oben 
allmählich verschmälert. Die Traube ist unten locker, oben dicht, 4,2—4,5 dm lang. 
Die Bracteen sind 5—7 mm lang und 3 mm breit, die untersten sterilen und von ein- 
ander mehr entfernten noch länger. Die Blütenstiele sind 5 mm lang. Die orange- 
farbenen, gegen die Spitze hin grünlichgelben Blüten sind 2,5 cm lang, oben 5 mm 
und mehr breit, nach unten dünner werdend, zuletzt beim Wachsen des Fruchtknotens 
unten etwas angeschwollen. Die Staubblätter erreichen mit den länglichen, am unteren 


Drittel der Staubfäden inserierten Antheren nur die Länge des Perigons, während der 
Griffel etwa 5 mm darüber hinwegragt. 


Usafua: im Bambuswald des Porotoberges, um 2400 m (n. 1045. — 
Blühend im Juni 1899). 


Eine schon durch ihr niederliegendes Rhizom ausgezeichnete Art, die außerdem 
durch die nach oben ziemlich stark erweiterte Röhre des Perigons auffällt. 


À 


K. flavovirens Engl. n. sp.; rhizomate brevi; foliis lineari-lanceo- 
“latis, sursum sensim angustatis, obtusiusculis; infimis et inferioribus bre- 
 vibus, superioribus scapi '/, aequantibus; racemo brevi densi- 
“floro; bracteis lineari-lanceolatis scariosis, inferioribus quam flores bre- 
_vioribus deflexis, summis longioribus erectis; floribus breviter pedicellatis 
deflexis; perigonii initio rubri, demum flavoviridis, tubo elongato an- 


guste infundibuliforme superne leviter inflato, dentibus elongato-tri- 
Botanische Jahrbücher. XXX. Bd, 18 


274 Beitr. z. Fl. v. Afr. XXII. Ber. ib. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. ete. 


angularibus obtusis, quam tubus decies brevioribus; staminibus filiformibus, 
tubum aequantibus, antheris ovatis dorso valde excavatis; ovario oblongo- 
ovoideo, stilo tenui perigonium paullum superante in stigma minut 


exeunte. 

Die Pflanze ist etwa 5 dm hoch. Auf 5—10 cm lange untere Blätter folgen 
4,5—2,5 dm lange, bis zur Mitte etwa 1—1,2 cm breite Blätter. Die Blütentraube ist 
nur 4—5 cm lang und 2—3 cm dick. Die entwickelten Blüten sind etwa 2,4 cm lan 
mit 2,5 mm langen und 1 mm breiten Zähnen. Die Staubfäden sind bis 2 mm lang, 
die Antheren nur 0,8 mm. Der Fruchtknoten ist 1,5—1,7 mm lang, der Griffel fast 
2 cm. ) 

Unyika: Bogoberg, um 2200 m (n. 1454. — Blühend im Nov 
1899). 

Diese Art kommt im Habitus am meisten der K. ésoetifolia Hochst. nahe, doch 
sind die Blüten viel kleiner, namentlich mit viel dünnerer und oberhalb des Frucht- 
knotens nicht eingeschnürter Röhre versehen. 


K. paludosa Engl. n. sp.; rhizomate crassissimo; radicibus nume- 
rosis erassis; foliis paullum glaucescentibus, lineari-lanceolatis, a triente in- 
feriore lata sursum valde angustatis, apice obtusiusculis, scapo ultrame- 
trali, infra inflorescentiam bracteis paucis lanceolatis sparsis obsito; ra- 
cemo crasse cylindrico, densifloro, brevi, latitudine sua cire. A1/g- 
plo longiore; bracteis late lanceolatis obtusiusculis; pedicellis brevibus; 
floribus patentibus, demum deflexis; perigonii aurantiaci demum paullun 
‘ viridescentis tubo inferne levissime inflato, leviter curvato, dentibus 
ovato-oblongis; staminibus filiformibus, cum antheris ovatis demum 
perigonium paullum superantibus; ovario oblongo acuto in stilum demum 
longe exsertum contracto. 


Das Rhizom ist 3—4 cm dick. Die Blätter sind bis 4 m lang und unten 3—-4 cm 
breit, nach oben stark verschmälert. Der Schaft wird mehr als 4 m lang und, ist 
1,5 cm dick. Die sterilen Hochblätter sind 4 cm lang und 4—5 mm breit. Die fertilen 
Bracteen sind 5—8 mm lang. Die Blütenstiele sind 3—4 mm lang, die entwickelten 
Blüten etwa 3 cm mit oberseits 5 mm breiter Röhre und 2 mm langen Zipfeln. Die 
Staubfäden sind zuletzt 3,5 cm lang, ziemlich breit. Der Fruchtknoten ist 5 mm lang 


” 


und 2,5 mm dick, der Griffel zuletzt 3 cm lang. 
Livingstone-Gebirge: in Sümpfen des unbewohnten Hochplateaus 
um 2500 m gesellig (n. 1278. — Blühend am 21. Sept. 1899). 


Aloé Nuttii Baker in Hook. Icon. t. 2513; Fl. trop. Afr. VII. 457. 


Ubena: auf Wiesen des welligen Plateaus bei Mahatan, um 1750 m 
n. 774, — Blühend im März 1899), — Einheim. Name: fisenchi. 


Albuca angolensis Welw. ex Baker in Saund. Ref. bot, t. 336. — 
Usafua: am Beyaberg, um 2200 m (n. 1072. — Blühend im Sept 
1899), 


Scilla hispidula Baker in Transact. Linn, Soc. 2, ser. L 248. 


Kingagebirge: Pikurugwerücken, an flachen, rasigen Abhängen in 
SW., um 2500 m (n, 1243, — Blühend im Sept. 1899). 


a A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See etc. ges. Pflanzen. 275 


Dracaena fragrans (L.) Gawl in Bot. Mag. t. 1081. 

Oberes Kondeland: Uporoto, im Schluchtenwald der Gurumbiberge, 
um 4700 m als 10—12 m hoher, mehrästiger Baum, an welchem die 
Blüten in meterlangen, endständigen Inflorescenzen stehen (n. 1344. — 
Blühend im Oct. 1899). 


D. usambarensis Engl. in Pflanzenw. Ostafrikas C, 144. 
Rungwestock: im Wald um 1700 m, als 10—42 m hoher, meist 
buschig wachsender Baumstrauch (n. 1337. — Blühend im Oct. 1899). 


D. elliptica Thunb. et Dalm. Diss. Dracaen. 6; Baker in FI. trop. 
Afr. VII. 446. 

Oberes Kondeland: Umalila, im Wald des Uwurunguberges um 
2200 m als 3—4 m hoher, sich anlehnender Strauch mit weit überhängen- 
den Trieben (n. 1464. — Blühend im Nov. 1899). 


Smilax Goetzeana Engl. n. sp.; alte scandens, ramis angulosis, 
flexuosis, internodiis longis tenuibus, laevibus; foliorum vagina brevi utrin- 
que longe vel breviter cirrhata, petiolo supra anguste canaliculato dorso 
sparse et breviter aculeolato, coriacea, reticulatim nervosa, inferiorum ovata 
vel ovato-subcordata, apice obtusa, superiorum oblongo-ovata, basi obtusa, 
apice acuta; ramis floriferis terminalibus et axillaribus petiolum paullo 
uperantibus umbellas 3—4 ferentibus, bractea ad basin umbellarum ovata 
el deltoidea, bracteolis pedicellos circumdantibus minutis rotundatis; pe- 
dicellis tenuibus tepala aequantibus; tepalis lineari-oblongis, exterioribus 
valde concavis; staminibus in floribus masculis quam tepala brevioribus; 
ilamentis quam antherae oblongae paullo longioribus. 

Die kletternden Triebe des Schlingstrauches sind bis 10 m lang, die Internodien 


der Zweige 2—3,5 cm, die Blattstiele 2,5—3 cm, an den unteren Blättern mit 3—4 cm 
langen Ranken, an den oberen mit 4—4,5 cm langen Ranken; die Blattspreite der 


"unteren Blätter ist 8—9 cm lang und 6—7 cm breit, die der oberen 8 cm lang und 
unten 4 cm breit. Die Blütenzweige in den Achseln der Blätter sind 3—4 cm lang mit 
4—4,5 cm langen Internodien. Die Bracteen sind 4--2 mm lang, die Dolden vielblütig, 
“mit 2—3 mm langen Stielen. Die Perigonblätter sind 2,5 mm lang und 4 mm breit, 
“die Staubfäden etwas über 1 mm, die Antheren fast 4 mm. In einzelnen Blüten finden 
sich einzelne sterile Carpelle mit verkehrt eiförmigem Fruchtknoten und seitlichem 
kurzen Griffel, der in eine kurze, 2lappige Narbe endigt. 

_ Kingagebirge: Ussangu: Pikurugwe-Rücken, im Schluchtenwald des 
Nordostabhanges, um 2500 m (n. 1251. — Mit g' Blüten im Sept. 1899). 
| Diese Art gewährt ein besonderes Interesse, weil bisher in allen Teilen des tro- 
pischen Afrika nur die bekannte S. Kraussiana Meissn. gefunden wurde, mit welcher 
s e weder die Blattform, noch die Beschaffenheit der Blütenstände und Blüten gemein hat, 


8 Abbildung auf Taf. VI. 


44 A Blühender Zweig, B Stücke eines unteren Zweiges mit einem größeren Laub- 
‚blatt, C eine Blütendolde, D Blüte 7mal vergr., mit der Basis des von kleinen Bracteen 
_ umgebenen Stiels, H Ende des Staubblattes, 10mal vergr., F' steriles Carpell aus einer 
äbnormen Blüte, | 


Bi 


18* 


276 Beitr. z. Fl. v. Afr. XXII. Ber. üb. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. e ce 


Amaryllidaceae (H. Harms). 


Haemanthus Goetzei Harms n. sp.; bulbo jgloboso crasso; foliis in 
exemplo nondum evolutis; pedunculo laterali, basi vaginis sordide violaceis 
circumdato, erecto, crassiusculo; bracteis obovatis vel oblongis vel oblanceo- 
latis, sordide violaceis; umbella multiflora, densa, pedicellis perianthii tubo 
2—3-plo longioribus, segmentis tubo 2—4-plo longioribus. 

Bis !/; m hohe Pflanze mit leuchtend zinnoberroten Blüten, Hochblätter von der- 


selben Färbung (Gorrzr). Schaft 25—30 cm lang, Bracteen 6—7 cm lang, Blütenstiele 
42—47 mm, Perianthtubus 4—7 mm, Abschnitte 45—20 mm lang. 


Kingagebirge: Yawuaegeberg, um 2400 m, in flacheren rasigen Ein- 
senkungen (n. 1237. — Blühend im Sept. 1899). 


Anoiganthus gracilis Harms n. sp.; cormo oblongo, apice in collum 
elongatum angustato; foliis nondum plane evolutis linearibus; scapo glabro 
apice umbellam 2-floram gerente, bracteis ad basin umbellae 2 linearibus 
erectis vel sinu acuto patentibus; pedicello uno altero longiore; tubo in- 
fundibuliformi, segmentis 6, lanceolatis, tubo circ. aequilongis; staminibus 6, 
ad marginem tubi insertis, filamentis brevibus, antheris oblongis, dorsi: 
fixis. 

Spannhohes Zwiebelgewächs mit hellorangegelben Blüten (Gorrze). Blätter sind 
noch nicht ganz entwickelt. Schaft 40—42 cm lang. Bracteen 3—4 cm lang. Blüten- 
stiele 7—25 mm lang. Perianthtubus 43—14 mm lang, Abschnitte ungefähr ebenso lang. 


Kingagebirge: Diudaberg, an rasigen Abhängen um 2400 m (n. 1232. 
— Blühend im Sept. 1899). | 

Dem veränderlichen A. breviflorus Bak. ähnlich, jedoch verschieden durch relativ 
längeren Perianthtubus. | 

Hypoxis Goetzei Harms n. sp.; tubere maximo, subgloboso; foliis 
ovatis vel lanceolatis, basi in vaginam angustatis, pro genere latis, supra 
glabris, subtus ad nervum medium hirsuto-fimbriatis, margine hirsuto-fi 
briatis; pedunculis e tubere usque 9 (vel pluribus?) erumpentibus, racemis : 
densifloris, plurifloris (5 -12-floris), folia superantibus, subsericeo-hirsutis; . 
bracteis lineari-lanceolatis, flore brevioribus, pedicello saepius adnatis; pedi-— 
cellis brevibus; perianthii segmentis lanceolatis exterioribus subsericeo-hi 
sutis; antheris linearibus, basi profunde sagittatis, filamentis brevibus glabris 
ovario obconico, subsericeo-hirsuto, 

Spannhohes Knollengewächs mit über faustgroßer Knolle und hellgelben Blüten — 
Gorrze). Blätter etwa 6—42 cm lang, 2—3,5 cm breil. Der blütentragende Teil de 
Pedunculus 4-8 em lang, Blitensticle 3—9 mm lang, Blüten etwa 22—27 mm lang 

Unyika: bei Dorf Toola, in Lichtungen des Buschwaldes, um 1300 m 
(n. 4446. — Blühend im Nov. 1899). | 
| 


Durch die diehten, traubigen Blütenstände den Arten H. subspicata Pax, IL. Fischer 
Pax und II. polystachya Welw. ähnlich, Diese 8 Arten weichen jedoch ab durch 
schmälere Blätter, jene beiden Arten ferner durch dichtere Behaarung, letztere (nad 
der Beschreibung) durch längere Blütenstiele, größere Zahl der Blüten in den Traubei 
andere Behaarung der Blätter u. 8, w, 


| 


i 


Smilax Goetzeana Engl. 
5. Pohl ad nat.del. Lith Anst Jul 
verlag x Wilhelm Engelmann in Leipzig. 


A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See etc. ges. Pflanzen. 277 


Velloziaceae (H. Harms). 


Barbacenia Wentzeliana Harms n. sp.; frutex ramosissimus; folio- 
rum basibus ramulos obtegentibus, incanis vel atro-incanis, multiplicatis; 
-foliis linearibus, junioribus molliter pubescentibus, demum subglabris vel 
glabris, margine plerumque integris, raro minute denticulatis; pedunculis 
longiusculis, inferiore parte glabris vel subglabris, sursum puberulis vel apice 
-densius breviter hispidulo-pubescentibus; ovario breviter hispido vel hispi- 
dulo; perianthio majusculo, segmentis lanceolatis, acuminatis. 

Meterhoher, stark verzweigter Busch, Blüten hellgrün, nach innen weißlich mit 
leichtem violetten Anflug (Gortze). Blätter 8—23 cm lang, 5—7 mm breit. Blüten- 


stiele 6—44 cm lang. Fruchtknoten dicht mit sehr kurzen, etwas krausen Haaren be- 
setzt. Perianth etwa 4,5—5,5 cm lang. 


Unyika: bei Dorf Sante am Yambafluss an trockenen Abhängen, 
1200 m (n. 1409. — Blühend im Nov. 1899). 


Die Art wird wohl der Velloxia retinervis Bak. nahe stehen, bei der jedoch die 
Haare am Fruchtknoten länger sein dürften. 


Dioscoreaceae (H. Harms). 


Dioscorea Quartiniana A. Rich. Fl. Abyss. IL 346. 
Langenburg: Bergabhang am See, um 500 m (n. 887. — Blühend 
im Mai 1899). 
- Dünne, hochkletternde Liane mit weißen Blüten. 
D. sansibarensis Pax in Engl. Bot. Jahrb. XV. (1892) 146. 
Langenburg: Bergabhang am See, um 500 m in. 862. — Blühend 
im April 1899). — Einheim. Name: mgare-gare. 
Hochschlingend mit gelblichgrünen Blüten und violetten Luftknollen. 


Iridaceae (H. Harns). 


Moraea Welwitschii Bak. in Trans. Linn. Soc. 2. Ser. 1. (1878) 270. 
Kingagebirge: Bulongwaberg, an flachen, rasigen Abhängen, um 
2000 m (n. 1227. — Blühend im Sept. 1899). 


Knollenpflanze mit großen, rotorangegefärbten Knollen, Blüten hellblau, äußere 
Hüllblätter mit gelbem Augenfleck. 


Hesperantha Volkensii Harms in Engl. Bot. Jahrb. XIX, Beibl. 
Nr. 47, p. 28. 

Kingagebirge: Djiluluberg, trockene Wiesen, 2400 m (n. 924. — 
Blühend im Mai 1899). 

Fußhohe Pflanze mit rötlichvioletten, außen dunkler abschattierten Blüten. 

Dierama pendula (Thunb.) Bak. in Journ. Linn. Soc. XI. 99. 

Rungwe-Stock: an rasigen, feuchten Abhängen, um 2500 m (n. 1143. 
— Blühend im Aug. 1899). 


1—11}} m hohes Knollengewächs mit blassvioletten Blüten, Blumenblätter am 
Grunde mit einem dunkleren Fleck. 


278 Beitr. z. Fl. v. Afr. XXII, Ber. üb. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. etc. 


Tritonia acroloba Harms n. sp.; cormo parvo, oblongo vel sub- 
globoso; caule recto, glabro, supra basin 4—5 folia linearia longiuscula, 
sursum 1—2 folia minora reducta gerente, simplici, angulato; spica folia 
superante, laxiflora, floribus circ. 4—9; bractea exteriore lanceolata vel 
ovata, interiore breviore ovata; tubo elongato, cylindrico, apicem versus 
curvato et paullo ampliato; perianthio obliquo, segmentis inferioribus lanceo- 
latis, basi paullo angustatis, acutis vel subacuminatis, supremo ceteris latiore, 
oblongo-lanceolato, acuto vel subacuminato; staminibus paullo infra mar- 
ginem tubi insertis, a segmentis perianthii superatis; styli ramis simplicibus, 
brevibus. | 

Fußhohe Pflanze mit knolliger Wurzel und rotvioletten Blüten (GoETzE). Laub- 
blätter 8—25 cm lang, 4—6 mm breit. Ahre (von der untersten Blüte an gemessen) 


4—8 cm lang; äußere Bractee 7—10 mm lang. Perianthtubus 2—2,3 cm lang, im 
oberen Teil schief trichterförmig erweitert. Perianthlappen 9—40 mm lang. 
Östl. Livingstone-Gebirge: Ubena, um 2100 m in der Tsausingewe- 
Landschaft, auf einem mit dünner Humusschicht bedeckten Fels, in der 
sich das Quellwasser sammelt (n. 814. — Blühend im März 1899). — 
Einheim. Name: mkoto. ; 
Diese Art ist sehr auffallend durch das schiefe Perianth mit spitzen Lappen. Sie 
hat eine entfernte Ähnlichkeit mit T. bongensis Pax, von der sie aber durch zarteren 
Wuchs, schmälere Blätter, spitzere, am Grunde nicht oder kaum genagelte Perianth- 
lappen abweicht. N 
Acidanthera Goetzei Harms n. sp.; cormo subgloboso; caule sim- 
pliei; foliis parce evolutis, lamina brevi vel brevissima lineari-lanceolata, 
vagina foliorum inferiorum hirsuta, spica laxiflora, 3—4-flora; bracteis 
pallide violaceis, tubo brevioribus; tubo elongato, cylindrico, apicem versus 
sensim dilatato; segmentis exterioribus lanceolatis, acutis, interioribus paullo 
brevioribus, ovalibus, acutis. | 
1, m hohes Knollengewächs mit weißen Blüten (Gogrze). Spreite der Blätter nur 
3—5 em lang. Bracteen 2,5—3 cm lang. Perianthtubus 7—8 cm lang, äußere Ab= 
schnitte etwa 4,5 cm lang, 
Unyika: Beyeberg, an rasigen Abhängen um 2000 m (n. 1448. — 
Blühend im Nov. 1899). 
Lapeyrousia setifolia Harms n. sp.; cormo conico, basi truncato; — 
caule undulato-curvalo, glabro; foliis elongatis, angustissime linearibus, pa- | 
niculam superantibus; floribus paniculatis; perianthii tubo bracteis longiore, 
segmentis obovatis vel oblongo-obovatis, basi angustioribus, obtusis. | 
Spannhohe Pflanze mit knolliger Wurzel, Blüten blau, 3 (auch 4) Abschnitte des 
Perianths mit weißem, dunkelblau umrandeten Fleck (Gorrze), Blätter 40—20 cm lang 
die Rispe Gberragend, Stengel hin und her gebogen. Bracteen 4—5 mm lang. Perianth 
lubus 44—42 mm, Abschnitte 6 mm lang. 
Ost). Livingstone-Gebirge: Ubena, Tsausingewe-Landschaft, um 
2100 m (n, 812, — Blühend im März 1899). 


Von L. Welwitschii Bak, durch stumpfe Perianthlappen unterschieden, 


A 7 


À. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See etc. ges. Pflanzen. 279 


Musaceae (K. Schumann). 


Musa paradisiaca L. Sp. pl. ed. I. 1043. — Var. sapientum (L.) 
- O. Ktze. Rev. gen. II. 692. 

Rungwe-Stock: in der Schlucht am Kilasiflüsschen bei der Mission 
Rungwe, ca. 1500 m ü. M. (n. 1142. — Blühend im Aug. 1899). 


In den Tropen beider Erdhälften überall gebaut. 


Zingiberaceae (K. Schumann). 
Kaempfera aethiopica (Graf Solms) Benth. et Hook. f. Gen. pl. III. 642. 


Niedriges Gewächs mit aromatisch duftender Knolle; Blüten dunkelviolett, sammtig, 
- Labell am Mittelnerv mit 2 gelben Streifen. 


Unyika: im Buschwald bei dem Dorfe Toola, 1300 m ü. M. (n. 1412. 
— Blühend, ohne Blätter im Nov. 1899); bei Msangwares Dorf (n. 1395. 
— Weiß blühend im Oct. 1899). 


Ist schon aus dem Gebiet bekannt, geht bis Abyssinien, Angola und Scnegambien. 


K. rosea Schweinf. ex Benth. et Hook. f. Gen. pl. III. 642. 
Eine bis 40 cm hohe Pflanze mit kleinen Knollen; Blüte hellkrapprot, Labell mit 
großem, gelbem Fleck, beiderseits mit einem violetten Tupfen. 

Kondeland: Kirirathal, am Kasimulohügel im Buschwald bei 600 m 
ti. M. (n. 1490. — Blühend im Nov. 1899). 


Costus macranthus K. Schum. n. sp.; herba perennis rosulata rhi- 
zomate repente alte vaginato vaginis lobulatis striatis; foliis 4 basi quinto 
breviore amplexis late ellipticis vel suborbicularibus sessilibus acutiusculis 
manifeste mucronulatis basi angustatis marginatis membranaceis utrinque 
glabris; floribus terminalibus pluribus; ovario gracili; calyce elongato-cla- 
vato tenuissime membranaceo unilateraliter fisso; tubo alte calycem super- 
ante, laciniis lanceolatis acuminatis; staminodiis et labello maximis te- 
nerrimis. 

Das Rhizom ist mit sich übergreifenden braunen Scheiden bekleidet und etwa 
3—4 mm dick. Die außerordentlich zarthäutigen, mit einem millimeterlangen Spitzchen 
versehenen Blätter sind bis 45 cm lang und unweit der Spitze über 40 cm breit, sie 
sind sehr fein quer genervt. Der weiße Fruchtknoten ist etwa 4 cm lang; der sehr 
zarte Kelch misst 4—4,5 cm. Die Blumenkrone mit leuchtend gelbem Labell und gleich 
gefärbten Staminodia ist bis 18 cm lang. 

Kondeland: im Kivirathal, am Kasimulohügel im Buschwald bei 
600 m ü. M. (n. 1488. — Blühend im Nov. 1899). | 

Die Art steht zwar OC. spectabilis Fenzl nahe, ist aber durch die große Zahl der 
Blüten, längeren Kelch, viel größere Blumenkrone sehr verschieden. 

Anm. Unter n. 4144 liegt noch eine sehr interessante Art von Amomum vor, 
die vielleicht neu ist, aber noch so wenig entwickelte Blüten 8 dass ich sie nicht 
eschreiben kann; vielleicht ist es A. sambesiacum Bak. 
| Abbildung auf Taf. VII, VII. 
| A Pflanze in nat. Gr., B Anthere, C Stengel, D Fruchtknoten im Längsschnitt, 
… E im Querschnitt. 


= 


280 Beitr. z. F1. v. Afr. XXII. Ber. üb. d. bot. Ergebn.d.Nyassa-See-u. Kinga-Geb.-Exped. etc. | 


Orchidaceae (F. KRÂNZLIN). 


Holothrix triloba Kränzl. Orchid. Gen. et Spec. I. 938. 
Kingagebirge: an flachen, rasigen Abhängen des Bulongweberges 
um 2000 m ü.M. (n. 1217. — Blühend im Sept.). 
Spannhohes Pflänzchen mit länglicher Knolle. Blüte weiß, flimmerig. 
Cynosorchis Hanningtoni Rolfe in Fl. trop. Afr. VII. (1898) 261. 
Livingstone-Gebirge: oberhalb Langenburg, an schattigen Abhängen 
um 1000 m ü. M. (n. 844. — Blühend im April). 
Bis fußhohe Pflanze mit hellvioletten Blüten, im Schlunde auf den Labellen mit 
5 kleinen, dunkeln Flecken. Sporn grün. Frucht mit steifen, violetten Drüsenhaaren 
besetzt. 
Habenaria stereophylla Kränzl. n. sp.; (Bonatea); tuberidiis 2 napi- 
formibus villosis curvulis obtusis, ad 6 cm longis, 1,5 cm diam.; caule incl. 
spica 70 cm alto, 8 cm diam., strictissimo, sub anthesi aphyllo v. rudi- 
mentis foliorum siccorum evanescentibus vestito; foliis pro planta brevibus 
(extat À omnino paleaceo-scariosum) oblongis acutis, 5—6 cm latis, inter- 
nodiis caulis a tuberidiis spicam usque 20 plerisque perbrevibus; spica 
pauci/—10-)flora; bracteis sub anthesi deflexis ovato-lanceolatis acuminatis, 
3,5 em longis ovarium brevi-pedicellatum crassiusculum subaequantibus ; 
sepalo dorsali ovato-acuminato concavo, lateralibus aequilongis anguste tri- 
angulis; petalorum partitionibus aequalibus lineari-lanceolatis acuminatis 
sepalo dorsali aequilongis, antica erecta, labelli partitionibus quam peta- 
lorum sublongioribus inter se aequilongis linearibus, lateralibus paulo latiori- 
bus calcari aequilongo crassiusculo cylindraceo obtuso; anthera alla acuta, 
canalibus tenuissimis erectis, processubus stigmaticis linearibus antice sub- 
latioribus acutis deflexis, rostello cucullato antherae altae subaequali, pro- 
cessu filiformi recto orificio rostelli anteposito, staminodiis satis conspicuis 


oblongis. 
Flores viridi-lutei inter maximos, sepala petalaque 2,5 em longa, labelli partitiones: 
3 em, calcar 3,5 cm longa. 
Habenaria stereophylla Krzl. Orchid. Gen. et Sp. I. 950. 
Rungwe-Stock: Umuamba, an flachen Abhängen des Kivirathals um 
1500 m ü. M. (n. 1339). ù | 
Von der Basis bis zum Blütenstande hin ist der Stengel nur mit weißlichen ab= 
gestorbenen Schuppen besetzt und erinnert an manche Satyrium-Arten. Von Blättern 
war nur em einziges vorhanden und dies war ebenfalls abgestorben, Der Blütenstand 
befand sich auf der vollen Höhe der Entwickelung. Die Blüte zeigt ein sehr sonderbares 
Merkmal, nämlich einen dieken, aber sterilen processus stigmaticus, welcher frei auf 
recht vor dem Rostellum steht, 
H. pedicellaris Rehb. f, Otia IL 400. 
Wahrscheinlich im Livingstone-Gebirge. 
H. cirrhata Rehb. f. in Flora 1865 p. 180. 
Langenburg: an Bergabhängen über Rumbira (s. n. — Blühend im 
Mai), 


Engler, Bot. Jahrb. XXX. Bd. 


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= ik Engler, Die von W. Goetze im Rukwa- und Nyassa-See etc. ges. Pflanzen. 281 


H. trachypetala Krzl. n. sp.; tuberidiis magnis ovatis ad 4 cm longis, 
3 cm crassis, caule 30—50 cm alto, folioso; foliis longe et laxe vaginan- 
tibus oblongis vel ovatis, acutis maximis, ad 10 cm longis, ad 4 cm latis, 
decrescentibus, foliis paucis superioribus bracteiformibus; spica longiuscula 
_ pluri—-multiflora 10—15 cm longa; bracteis oblongis acutis ovaria sub- 
_ aequantibus ; sepalo dorsali ovato acuto, lateralibus '/; longioribus oblongis 
acutis deflexis; petalis triangulis subfalcatis obscure lunatis (si mavis lunatis 
supra magis productis) acuminatis, intus et margine densissime glanduloso- 
pilosis cum sepalo dorsali arctissime conglutinatis et galeam latam haud ita 
profundam formantibus; labelli basi linearis lobis linearibus intermedio sub- 
-breviore et latiore, calcari satis crasso subcompresso labellum aequante 
quam ovarium breviore; processubus stigmaticis porrectis scabris antice 
- paulisper dilatatis; rostello satis longo antheram aequante complicato, an- 


therae canalibus tenuibus. 
D: Flores virides, sepalum dorsale cum petalis 4 cm longum et latum, sepala lateralia 
4,3 cm longa, labelli lobi laterales 1,8 cm longi, intermedius 1,5 cm longus, calcar 
4,6 cm longum. 
Livingstone-Gebirge: am Lugaraberge auf Wiesen um 2100 m 


(n. 817. — Blühend im März 1899). —- Einheim. Name: mgomanga. 

Steht durch die gesamten Merkmale der H. deflexa Hochst. nahe, hat aber mehr 
als doppelt so große Blüten. Die Petalen sind stärker behaart als bei irgend einer mir 
bekannten Habenaria. 


H. dactylostigma Krzl. n. sp.; tuberidiis oblongis; caule stricto ad 

25 cm alto, basi foliato; foliis plicatis oblongis lanceolatisve acuminatis vel 
acutis, ad 6 cm longis, ad 1 cm latis in bracteas scapum satis dense 
vestientes transeuntibus; spica pauci-(1-—8-)flora, bracteis oblongis acutis 

… siccis pellucidis, pallidis, dimidium ovarii aequantibus; sepalo dorsali ob- 
1 longo acuto cucullato, lateralibus bene majoribus reflexis semiorbicularibus 
acutis; petalorum partitione postica oblongo-lanceolata acuminata apice ipso 
_ obtusa, partitione antica in dentem reducta; labelli lobis linearibus com- 
_plicatis intermedio quam laterales sublongiore, calcari ovario parallelo ®/, 
 ejus aequante filiformi apice vesicato; processubus stigmaticis longis pro- 
_ tensis apice profunde bilobis; rostello tridactylo, dactylo mediano ligulato 
— papilloso, dactylis lateralibus duplo longioribus linearibus laevibus, canalibus 
antherae brevibus angustis, sub anthesi circinatis, anthera ipsa satis alta, 


 eaudieulis brevibus canalibus non vestitis. 

Flores erecti virides, sepalum dorsale 5 mm, lateralia 7—8 mm longa, 5 mm lata, 
labelli partitiones 5 mm longae, calcar 2,5 cm longum, petala 4 mm, processus 
_ stigmatici 5 mm longi, rostelli dactyli later. 5 mm, intermedius 2,5 cm altus. 
Langenburg: Ukangaberg um 4100 m ü. M., an Abhängen auf 


-grauem Laterit (n. 890. — Blühend im Mai 1899). 

Die für Habenaria so charakteristische Teilung der inneren Blütenteile hat bei 
«dieser Art einmal das Rostellum betroffen. Die ganze Statur der Pflanze, wie besonders 
- die Anlage der Sepalen verweist dieselbe unter die Replicatae, wo sie auf ihr Rostellum 
hin außerhalb aller andern zu stellen ist. 


289 Beitr.z. Fl.v. Afr. XXII. Ber. ub. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. etc. 


H. praestans Rendle in Journ. Bot. 1895 p. 293. 

Ubena: in Waldlichtungen am Luhigibach, um 1900 m (n. 805. — 
Blühend im März). | 

1/, m hohe Pflanze mit hellgrünen, innen weißlichen Blüten. Labellum in faden- 
förmige Abschnitte geteilt. 

H. narcissiflora Krzl. n. sp.; caule 20—35 cm alto tenui, foliis 2 
suboppositis inaequalibus orbicularibus v. minore subacuto siccis tenuibus 
glabris (non favosis) majore 3—5 cm longo et lato, minore 2—3 cm longo 
et lato, scapo foliolis bracteiformibus lanceolatis distanter vestito, spica 
subcorymbosa rarius elongata pauciflora (4—8), bracteis ovati-lanceolatis 
acuminatis ?/; ovarii pedicellati aequantibus; sepalo dorsali oblongo acuto 
cucullato, sepalis lateralibus oblongis acutis longioribus paulo angustioribus, 
petalis falcatis lineari-lanceolatis bene angustioribus et paulo brevioribus, 
labello tertia longiore e basi cuneata in lobos 3 subaequales oblongos apice 
obtuse acutatos dissecto, calcari filiformi vel tenui-cylindraceo curvato quam 
ovarium tertia longiore; processubus stigmaticis longis porrectis capitatis, 
rostello lineari, inter antherae loculos abscondito, canalibus antherae ter 
brevioribus quam processus. 

Flores pro genere pulcherrimi candidi, calcar viride, 3 cm diam., sepal. dors, 
1,2 cm, lateralia 1,6 cm longa, omnia medio 6 mm lata, petala 4,4 cm longa, 2 mm 
lata, labellum 2,2 em longum, lobi 4 cm longi, 4 v. 6 mm lath calcar 4,5 cm longum, 
ovarium c. pedicello 2,5 cm longum, processus stigmat. 7 mm longi. 

Langenburg: im Rumbirathal, an Bergabhingen in lichtem Grase in 
ca. 800 m Höhe (n. 834. — Blühend im April). — Einheim. Name: 
nyobe. 

Die schönste Art der » Diphyllaes und eine der schönsten Habenarien überhaupt. 
Die Blüten erinnern, wenn man den Vergleich nicht allzu streng nimmt, allerdings an 
irgend etwas wie ein Narcissus. Die 6 Blätter werden von den 3 Sepalen und den 
3 Abschnitten der Lippe gebildet, alle 6 sind annähernd gleich, alle oblong und ziem- 
lich stumpf, die Farbe ist rein weiß. Die Petalen und der dünne Sporn sind quantitativ 
zu unbedeutend, um den Gesamteindruck zu beeinträchtigen. 


H. ceratopetala A. Rich. in Ann. sc. nat. 2. ser. XIV. 267, t. 16, 


f. 4. 
Livingstone-Gebirge: im westlichen Ubena, auf Wiesen des Lugara- 
berges um 2100 m (n. 819. — Blühend im März 1899) — Einheim. 


Name: mkote. 

H. cultrata A. Rich. Fl. Abyss. II. 297. 

Kingagebirge: auf trockenen Wiesen des Ukwamaberges um 2500 m 
fi. M, (n. 944. — Blühend im Mai). 

H. malacophylla Rehb. f Otia IL 97. 

Oberhalb Langenburg: an Abhängen des Ukangaberges, um 1600 m 
ü, M, (n, 842. — Blühend im April). — Einheim. Name: nyongori. 

Roeperocharis Bennettiana Rehb, f. Otia II. 10%. 

Kingagebirge: auf trockenen Wiesen des Ukwamaberges, um 2500 m 


in. 944, Blühend im Mai), 


A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See etc. ges. Pflanzen. 283 


R. Wentzeliana Krzl. n. sp.; caule gracili ad 50 cm alto (incl. in- 
florescentia); foliis subdistichis longe vaginantibus angustis e basi paulo 
latiore ovati-lanceolatis longe acuminatis 10—20 cm longis, ad 1 cm latis, 


 Supremis multo minoribus spicam attingentibus; spica densiflora multiflora, 


ad 12 cm longa, bracteis ovati-lanceolatis acuminatis ovaria subaequan- 


- tibus; sepalo dorsali ovato, acuminato, lateralibus oblique ovati-triangulis 
infra productis rotundatis apicibus ascendentibus;’ petalis e basi ovata pau- 


lum angustatis deinde dilatatis subtrilobulis semitortis (lobulo externo mar- 
gine erosulo) quam sepalum dorsale sublongioribus erectis, labello basi in- 


tegro fere quadrato deinde tripartito, lobis lateralibus minutis linearibus 
- divergentibus, intermedio angustissimo triangulo sensim acuminato quam 


calcar plus longiore ovarium subaequante, calcare fusiformi apice obscure 
bipartito; antherae loculis extrorsis infra vix productis, stigmatibus duplo 
longioribus infra longe productis plicatis facie viscosissimis supra antherae 
loculos vix superantibus, staminodiis utrinque dolabratis, tela floris infra et 
partim extra papillis hyalinis instructa. 

Flores intense viridi-lutei, omnes partes fere 4 cm longae, calcar 5 mm. 

Kingagebirge: Ukwamaberg, auf trockener Wiese um 2500 m Höhe 
fn. 915. — Blühend im Mai). 


Die Pflanze ist eine eigentümliche Mittelform zwischen R. Bennettiana Rehb. f. 


- und R. alcicornis Krzl. nebst Anklängen an À. platyanthera. An letztere erinnert die 


Blüte von hinten gesehen, an Bennettiana die Staminodien und die Verhältnisse des 
Gynostemiums ganz im allgemeinen. Die Petalen dagegen gar nicht, denn diese sind 
ein Mittelding zwischen denen von alcicornis Krzl. und Bennettiana Rchb. f., aber von 
beiden unbedingt verschieden. Da R. Bennettiana Rchb. f. in der Nähe dieser Art ge- 
funden ist, so liegt in diesem Falle die Vermutung nahe, dass die Pflanze eine Kreuzung 
zwischen den oben genannten Arten sein könne. — Dies Zugeständnis in einem con- 
ereten Falle und unter besonders zwingenden Umständen. 


Satyrium Buchananii Rolfe in Flora trop. Afr. VII. 270. 
Oberhalb Langenburg: am Ukangaberg, an Abhängen auf grauem 


: « Laterit mit lichtem Busch bestanden, 1100 m ü. M. (n. 892. — Blühend 
_ im Mai. 


S. kermesinum Krzl. n. sp.; tota planta 8—15 cm alta, tuberidiis 
ovatis obtusis, 1—1,2 cm longis 8 mm crassis; foliis 2 suboppositis och- 
reatim convolutis carnosulis ovatis acutis 2 cm longis, 1,5—1,8 cm latis, 
scapo omnino nudo, spica laxa pauci—pluriflora (3—15); bracteis ovato- 
lanceolatis acuminatis ovaria non plane vel semiaequantibus 6—7 mm 


-longis; sepalo dorsali obovato-oblonga, lateralibus et petalis paulo an- 
- gustioribus obovatis obtusis omnibus et inter se et libero margine non 


papillosis, labello plane concavo supra constricto deinde in lobulum api- 
calem satis magnum margine crenulatum dilatato, calcaribus cylindraceis 


- labello aequilongis obtusis, stigmate magno crasso pulvinari. 


Flores kermesini, labellum intensius striatum, sepala, petala, labellum, calcaria 


4,5 vel 5 mm longa. 


an 


284 Beitr.z. Fl.v. Afr. XXII. Ber. ib. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. etc. 


Satyrium kermesinum Krzl. Orchid. Gen. et Sp. I. 945. 
Unyika: auf einem hügeligen Plateau, im Buschwalde beim Dorfe 
Kanauda in 1500 m Höhe (n. 1439. — Blühend im Novy.). 


Von dem ähnlichen S. orbeeulare Rolfe durch das gänzliche Fehlen von Hoch- 
blättern am Schaft sofort zu unterscheiden. Das Labellum ist oberwärts in ein scharf 
abgesetztes, am Rande leicht buchtig gewelltes Plättchen verlängert. 


S. monophyllum Krzk n. sp.; tuberidiis oblongis ovatisve 2 cm 
longis, caule tenui 15—25 cm alto, folio in ima basi semper unico humi- 
strato ovati-cordato obtuso vel brevi-acutato, bracteis in scapo 4—5, in- 
fimo saepius paulisper majore ochreato acuto, ceteris lanceolatis acuminatis, 
spica brevi pauci—pluriflora (—12), bracteis ovati-lanceolatis post anthesin 
deflexis flores aequantibus v. superantibus; sepalis ligulatis, intermedio 
paulo angustiore quam lateralia; petalis etiam angustioribus linearibus om- 
nibus basin usque liberis apice obtusis, labello galeato compressiusculo apice 
apieulo paulum reflexo aucto, calcaribus sensim attenuatis quam ovarium 
paulo longioribus tenuibus; toto flore hyalini-papilloso; rostello plano bi- 
partito, partitionibus fere quadratis biapiculatis, stigmate plano, caudiculis 
perbrevibus. 

Flores pallide rubri, fauce rosei; sepala petala galea 3—4 mm, calcaria 10 mm 
longa. 

Ubena: am Luhigibach auf Thalwiesen, um 1900 m ü. M. (n. 810. 
— Blühend im März). 

Die Pflanze hat das Aussehen einer regelrechten Art des befolia-Typus, den ziem- 
lich reichlich bescheideten Schaft, die rosaroten Blüten und die gracilen Sporen, statt 
zweier Grundblätter aber nur ein einziges. Das nächstfolgende Stengelblatt war bei 
einigen, aber keineswegs allen Exemplaren tutenförmig und etwas größer als die 
übrigen. 

S. miserum Krzl. n. sp.; tuberidiis minutis pisi magnitudine; foliis 
basilaribus 2 vel 3 ovatis amplexicaulibus acutis, 2—3 em longis basi 4 cm 


latis, sub anthesi plerumque destructis, scapo 10--20 cm alto vaginis ple- M 


rumque 3 vestilo; spica pauei—pluriflora 3—5 cm longa, floribus 6—15 


minutissimis adhuc notis; sepalo dorsali cum petalis vix ab eo solutis in 


foliolum trilobum coalilis; sepalis lateralibus brevi-ellipticis omnibus ob- 
tusis, his omnibus deflexis, labello globuloso, orificio minuto subquadrato, 
calcaribus cylindraceis ovarium aequantibus; stigmate quadrato papilloso M 


orificium labelli omnino claudente. 


Flores lutei, labellum 2 mm diam, sepala lateralia 4 mm, intermedium et petala 


0,5 mm, calearia et ovarıum vix 3 mm longa, 

Kingaberge: auf trockenen Wiesen des Ukwamaberges in 2500 m 
Höhe {n. 899. — Blühend im Mai), 

Hätte ich ein einziges Exemplar zur Hand gehabt, anstatt 44 einander gleicher, 
o hätte ich die Pflanze wahrscheinlich für ein verkümmertes Exemplar von S. rupestre 


nn ee ee u ern a 


Schlechter gehalten. Die Ahnlichkeit zwischen beiden Arten ist im Habitus groß, aber 


N. miserum besitzt noch kleinere Blüten, im Vergleich dazu etwas längere Sporne; 


dann aber sind das mittlere Sepalum und die Petalen kaum getrennt und bilden mit 


A Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See etc. ges. Pflanzen. 285 


den seitlichen Sepalen zusammen eine Art Unterlippe. Bei S. rupestre Schlechter stehen 
“diese Teile mehr aufeinander gerückt. Die im Vergleich zur Blüte sehr große Narbe 
schließt die Mündung der Lippe vollständig. — Dass ein und dieselbe Art im Südwesten 
der Capcolonie und auf den Bergen am Nyassasee vorkommt, ist sehr wenig wahr- 
-scheinlich; überraschend bleibt immerhin die sehr große Ahnlichkeit zwischen beiden’ 
_ Arten. 
Disa leucostachys Krzl. n. sp. (Polygonoideae); caule 25—40 cm 
alto satis firmo folioso; foliis oblongis lanceolatisve ample et laxe vagi- 
nantibus acutis acuminatisve basin spicae partim vestientibus certe eam 
attingentibus, ad 10 cm longis, 2,5—3 cm latis, spica densa cylindracea, 
multiflora, 6—10 em longa 3 cm diam.; bracteis lanceolatis quam flores 
-brevioribus; sepalo dorsali oblongo obtuso satis plane excavato, calcari tenui 
eylindraceo e medio sepali oriente vix dimidium ovarii aequante, sepalis 
lateralibus deflexis oblongis obtusis vix excavatis; petalis obovati-oblongis 
obtusis margine intermedio obtusangulis(!), margine exteriore incrassatis, 
labello e basi lineari dilatato obtuso (nec tandem spathulato nec obovato 
dicendo) calcari aequilongo, anthera satis alta, stigmate magno pulvinato. 
Flores albi, sepalum dorsale extus rosei-guttulatum, sepala 5—6 mm longa, calcar 
7 mm longum, petala vix 4 mm longa. 
Kingaberge: auf trockenen Halden des Kipengerertickens, um 2700 m 
(n. 970. — Blühend im Mai). 


Die Pflanze ist eine typische Polygonotdea-Form. Bemerkenswert sind die ziemlich 
breiten, einfach am Innenrande deutlich stumpfwinkeligen Petalen. 


D. uliginosa Krzl. n. sp. (Aconitoideae); tuberidiis oblongis more 
Orchidis 2, caule 10—30 cm alto, basi cataphyllis tecto in muscis aqua 
scatentibus abscondito supra folioso; foliis 4—5 lanceolatis acuminatis pli- 
catis ad 10 cm longis, 8—10 mm latis; spica pauei—pluriflora 3—10 cm 
longa; bracteis oblongis lanceolatisve ovarium subaequantibus acuminatis 
4—1,2 cm longis; sepalo dorsali v. galea conico sensim in calcar apice 
leviter incurvum ipsi aequilongum producto, sepalis lateralibus obovati-ob- 
longis apice concavis obtusis, apiculo extus in dorso ante apicem ipsum; 
petalis multo minoribus ovatis biapiculatis sub galea absconditis, labello 
minuto lineari antice paulum dilatato brevi et obtuse apiculato; anthera 


reclinata minuta. 

Flores carnei rubri-punctulati, galea cum calcari 8 mm, sepala lateralia 4,5 mm, 

labellum et petala 2,5 mm longa. 
Livingstone-Gebiet: Ubena, Tsausingewe-Landschaft, auf Felsen 
mit dünner Humusschicht, in der sich das Quellwasser sammelt, 2100 m 
(n. 816. — Blühend im März). 
Mit D. aconitoides Sond. und D. saxicola Schlechter nahe verwandt, von beiden 
durch kleinere Blüten und besonders die oben leicht eingeschnittenen Petalen ver- 
schieden. Das Labellum hat eine kleine, vorn angesetzte Spitze, was sonst bei Disa 
nicht vorkommt. Der Unterbau der Pflanze entspricht genau dem vom Sammler ge- 
schilderten Standort, d. h. einem moorigen, quelligen Boden. 

D. hamatopetala Rendle in Trans. Linn. Soc. 2. ser. IV. 47, t. 7 
f. 4—6. 


286 Beitr. z. Fl. v. Afr. XXI. Ber. üb. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. etc. 


Kingagebirge: an flachen, rasigen Abhängen des Bulongweberges, 
um 2000 m ü. M. (n. 1222 und 1226. — Blühend im Sept.). 

Herschelia Goetzeana Krzl. n. sp.; caule speciminis unici tenui 52 cm 
‘alto, basi fibrillis folioram vetustorum vestito foliis ceterum nullis, bracteis 
perpaucis in scapo valde distantibus; spica pauciflora (5) congesta; bracteis 
lanceolatis ovaria aequantibus acuminatis; sepalo dorsali hemisphaerico 
rotundato, calcari omnino nullo, sepalis lateralibus deflexis late oblongis 
obtusis, petalis multo minoribus basi ovatis rotundatis supra bilobulis utrin- 
que acutis, labello e basi cuneata trilobo quam sepala bene longiore trilobo, 
lobis linearibus, intermedio multo longiore omnibus in lacinias filamentosas 
longitudinales (!) dissolutis, labello ceterum non fimbriäto; gynostemio recli- 
nato; staminodiis e basi latiore angustatis apice dilatatis antice curvatis, 


stigmate magno pulvinari. 

Flores lucide rubri (collecto comparat colorem cum illo e Rubiae tinctoriae . radice 
fabricato) macula sat magna nigra fusci-marginata in basi labelli, apex galeae fusci- 
purpureus, ovarium violacei-adspersum, sepalum dorsale 8 mm altum, 40 mm latum, 
lateralia 4 cm longa, 5 mm lata; petala 2 mm longa, labellum cum filis fere 2 cm 


longum. 
Kingagebirge: Bulongwa, in der Nähe des gleichnamigen Baches auf 
feuchten Wiesen um 2200 m (n. 925. — Blühend im Mai). 


Eine außerordentlich hübsche, aber leider, wie es scheint, seltene Pflanze. Die 
Beschreibung überhebt mich der Vergleiche, da sie von allen bisher beschriebenen 
völlig verschieden ist. 

Pogonia Buchananii Rolfe in Fl. trop. Afr. VII. 487. 

Unyika: auf dem welligen Plateau bei dem Dorfe Toola, im Busch- 
wald um 1300 m (n. 1420. — Blühend im Nov.). 

Epipactis africana Rendle in Journ. Bot. 1895 p. 252. 

Rungwe-Stock: in der Bambuszone seiner südlichen Abhänge um 
2500 m ü. M. (n. 4455. — Blühend im Aug.) — Einheim. Name: 
rinyalubigı. v 

Polystachya minima Rendle in Journ. Bot. 1895 p. 198. 

Oberes Kondeland: Umalila, im Walde des Uwurunguberges, 2200 m 
ü, M. (n. 1461. — Blühend im Nov.). 

P, miranda Krzl. n. sp.; foliis sub anthesi junioribus, 4—6 distichis, 
complicatis, oblongi-lanceolatis, ad 4 em longis, adultis certe multo majori- 
bus; radicibus caulium adultorum crebris crassis; caule e basi obpyriformi 
v. ovoidea subilo attenuata ad 35 em alto, totam per longitudinem vaginis 
scariosis albidis plus minus evanidis vestito; racemis in superiore parte 
compluribus e vaginis illis orientibus paucifloris (3—5), floribus succedaneis, 
inveniuntur enim capsulae prope maturae et alabastra in uno eodemque 
racemo; bracteis minutis triangulis quam ovaria multo brevioribus; sepalo 


dorsali oblongo obtuso, lateralibus ovatis triangulisve mentum modicum ob- 


? 
tusum formantibus; petalis aequilongis lineari-oblongis obtusis, labello sim- 


plicit brevi-unguiculato ovato obtuso umbone minuto paulum ante medium 


A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See etc. ges. Pflanzen. 287 


disci minutissime puberuli, apice labelli levissime incrassato, gynostemii 
1/, pedis ipsius aequante. 

Floris partes omnes aequilongae 1 cm longae, flores extus glabri pallide violacei, 
planta sicca non nigrescens. 

Nyassaland: Kingagebirge, Vorberge in 1500 m Höhe, an trockenen 
Abhängen, epiphytisch, 1 Fuß über der Erde am Stamme einer Velloxea 
(n. 1484); Kivirithal, im Buschwald des Kasimulohügels (n. 1489. — Blü- 
hend im Sept.—Nov.). 

Die Pflanze macht den Eindruck einer abgestorbenen Binse; aus den weißlichen, 
schon seit Monaten toten Scheiden, mit welchen der Stamm besetzt ist, entspringen 
die kurzen Blütenzweige. An einem derselben saß am Grunde eine 3—4 cm lange 
Kapsel, an der Spitze noch Knospen. Die Blütenstände erinnern durchaus an die Seiten- 
zweige der Polystachyeen mit paniculaten Blütenständen, die Blüten dagegen äußerlich 
weit mehr an Bulophia als an Polystachya. — Die Art nimmt augenblicklich noch eine 
durchaus isolierte Stellung innerhalb der Gattung ein. 


P. Goetzeana Krzl. n. sp.; radieibus longis pro planta et satis crassis; 
-caulibus non in bulbos incrassatis, circ. 5 cm altis, 3 mm crassis foliorum 
vaginis inclusis; foliis 2 vel 3 anguste linearibus apice bilobis; lamina 
40-15 cm longa, 3—4 mm lata; scapo brevi 2—3 em longo inter folia 
-occulto, racemo 2—3-floro; bracteis angustis, acuminatis ovaria superan- 
tibus, ipsis et rhachi cum ovariis necnon parte basilari sepalorum villosulis ; 
sepalo dorsali ovato acuminato, lateralibus duplo latioribus triangulis acutis 
mentum fere rectangulum obtusum formantibus; petalis lanceolatis acutis, 
labello brevi-unguiculato, lobis lateralibus semioblongis ab intermedio sub- 
“orbiculari apiculato crenulatoque vix sejunctis, disco basin versus puberulo, 
linea crassa carnosa a basi medium fere usque ibique abrupta; gynostemio 
a fere sepali dorsali aequante. 

Flores viridi-lutei sepala extus intensiora violaceo-suffusa, planta sicca non nigres- 


cens; sepala 4,5 cm longa, lateralia basi 7 mm lata, petala 1,2 cm longa, 3 mm lata, 
a bn 1,3 cm longum, medio 8—9 mm latum. 
a Livingstone-Gebirge: auf einem unbewohnten Hochplateau um 

2300 m Höhe (n. 1279. — Blühend im Sept.). 

Die Pflanze gehört in die nächste Verwandtschaft von P. grandiflora Lindl., unter- 

5 scheidet sich aber von dieser durch schmalere Blätter und etwas kleinere Blüten, von 
“allen benachbarten Arten ebenfalls durch die Blätter und etwas größere Blüten. Am 
nächsten dürfte außer P. grandiflora noch P. refleæa Lindl. stehen. Diese hat aber, 
von anderen Unterschieden abgesehen, weiße Blüten. — Alle Arten dieses Formenkreises 

‘Sind westafrikanisch; P. Goetxeana ist die erste aus Ost-Afrika. 


1 Ansellia africana Lindl. Bot. Reg. XXX. (1844) t. 12. 


Usafua: bei Utangule, im Grasland um 1400 m ü. M. (n. 1078. — 
“Fruchtend im Juni). 


& Calantha silvatica (Thou.) Lindl. Gen. et Sp. Orch. (1833) 250, 
“var. natalensis Rchb. f. Linnaea XIX. (1847) 374. 

“ Usafua: im Wald im Krater des Ngosi- oder Porotoberges, 2000 m 
ü.M. (n. 1295. — Blühend im Sept.). 


288 Beitr. z. Fl. v. Afr. XXI. Ber. üb. d-bot. Ergebn. d. Nyassa-See-u. Kinga-Geb.-Exped. etc. 


Lissochilus verrucosus Rolfe in Fl. trop. Afr. VII. 76. 
Kingagebirge: Vorberge, an trockenen Abhängen des Kinyoboberges 
um 1500 m (n. 4487. — Blühend im Sept.). 


L. papilionaceus Rendle in Journ. Bot. 1895, p. 170. 
Oberes Kondeland: Umalila, am trockenen Ufer des Tumbiribaches, 
um 1900 m ü. M. (n. 1358. — Blühend im Oct.). 


L. Livingstonianus Rehb. f. Otia IL 414. 
Unyika: im Bachwald am Unkana, 1600 m ti. M. (n. 1381. — Blü- 
hend im Oct.). 


L. gracilior Rendle in Journ. Bot. 1895 p. 195. 
Var. angusta Rendle I. c. p. 195. 

Unyika: auf feuchten Wiesen beim Dorfe Lumbu, 1600 m ü. M. 

in. 4389. — Blühend im Oct.). | 


L. Wakefieldii Rehb. f. et S. Moore in Journ. Bot. 1878, p. 136. 

Unyika: im Buschwald beim Dorfe Toola um 1300 m ü. M. (n. 1424. 
— Blühend im Nov.) 

L. milanjianus Rendle in Trans. Linn. Soc. 2. ser. IV. 46. 

Kingagebirge: an trockenen Abhängen der Vorberge über Ikombe 
um 4200 m ii, M. (n. 1480. — Blühend im Sept.). 

L. arenarius Lindl. in Journ. Linn. Soc. VI. 133. 

Var. dileetus Rchb. f. Otia I. 62. 

Unyika: im Buschwald des welligen Plateaus bei Suntas Dorf, 1600 m 
(n. 1433. — Blühend im Nov.). 

Eulophia speciosa Rolfe in Fl. trop. Afr. VIL. 63. i 

Unyika: in Miwurabestiinden beim Dorfe Fingano um 1700 m ü. M. 
(in. 1378. — Blühend im Oct.). 

E. Walleri (Rehb. f.) Kränzl. in Engler, Pflanzenw. Ostafr. C. 157. 

Oberes Kondeland: Umalila, an rasigen Abhängen des Uwurungu- 
berges um 2200 m ü. M. (n. 1465. — Blühend im Nov.) 

E. penduliflora Krzl. n. sp.; bulbis pro planta magnis, obpyriformi- 
bus 3—4 cm longis, 1—1,5 cm crassis, internodiis 5—6 compositis caule 
basi cataphyllis grandescentibus 4—5 vestito, foliis anguste linearibus fere 
gramineis dicendis acuminatis ad 8 em longis, 3—4 mm latis, scapo gra 
ceili ad 15 em allo, racemo pauci(s—8)floro; floribus ante anthesin erectis, 
sub anthesi et postea pendulis; bracteis lanceolatis acuminatis, 5—-6 m | 
longis, pedicellis non aequantibus; sepalis lanceolatis acuminatis petalis sub=A 
brevioribus obovati-oblongis obtusis apiculatis, labelli lobis lateralibus rotun= } 
datis paulum evolutis intermedio bilobulo his omnibus inter se vix diversis | 
labello igitur quadrilobo, disco antice lineis crasse tuberculosis vel papillosis 
instructo non proprio sensu »barbato« dicendo, calcari labello aequilongo 
subeylindraceo vel anguste fusiformi apice obtuso, gynostemio satis lato, 
anthera parva, 


er à 
| A. Engler, Die von W. Goctze am Rukwa- und Nyassa-See etc. ges. Pflanzen. 289 


_ 


Flores viridi-lutei, sepala extus brunnea, sepala 7, petala 6 mm longa, labellum 
_e, calcare 4,3 em longum. 


Unyika: im lichten Buschwald des Mbosihügels, um 1600 m ü. M. 
m. 1383. — Blühend im Oct.). ‘ 


| Die ziemlich winzige und gracil gebaute Pflanze hat außergewöhnlich große Bulben. 
| Die Blätter sind fast grasähnlich, die Blütenschäfte sind schlank, die Blüten selbst hän- 
gen an sehr dünnen Stielen. Die nächstverwandten Arten sind E. Kirkii Rolfe und 
besonders E. erinita Rolfe; mit dieser letzteren kann sie deshalb nicht identificiert 
“ werden, weil die charakteristische Behaarung der Lippe fehlt, außerdem sind die Blüten 
| von E. erinita größer. 


Bolbophyllum oxypterum Rchb. f. in Walp. Ann. VI. 258. 
Oberes Kondeland: Massewe, im Buschwald an steilen Abhängen 


des Kivirathals um 4000 m ü. M. (n. 1480. — Blühend im Nov.). 


Epiphytisch auf Felsblöcken zwischen Moos. Blüten gelblichgrün; Labellum hell- 
violett, beweglich. 


Angrecum bilobum Lindl. Bot. Reg. 1840, Misc. 69, var. Kirkii 
Rchb. f. in Gard. Chron. XVIII. (1882) 488. 

Unyika: am Bachufer bei Manayemes Dorf, um 1500 m ü. M. 
(n. 1444. — Blühend im Nov.). 
Epiphytisch auf Bäumen. 
A. Goetzeanum Krzl. n. sp.; caulibus ramosis ad 50 cm longis pen- 
. dulis, radicibus paucis, foliis ad apicem ramulorum congestis 2—3 lineari- 
bus ad 5 em longis, 2—3 mm latis, curvatis, vaginis albidis nigro-punctu- 
latis apice saepius atratis; racemis semper ex axillis foliorum delapsorum 
orientibus crebris brevibus 1—2 cm longis paucifloris, rhachi fractiflexa: 
bracteis minutissimis; sepalis ovatis acutis, petalis lineari-lanceolatis aequi- 
-longis acutis, labello e basi cuneata trilobo, lobis triangulis lateralibus 
quam intermedius angustioribus et paulo longioribus, calcari filiformi leviter 
_ incurvo, gynostemio perbrevi supra utrinque dilatato, caudiculo certe sim- 
. plici. 


Flores brunnei, sepala petalaque 1,5 mm longa, labellum vix longius, calcar 
5—6 mm longum. 

Oberes Kondeland: im Kivirathal, Kasimulohügel, etwa 600 m ü. M. 
“im Buschwald (n. 1491. — Blühend im Nov.). 


Aus dem Kreise des A. armeniacum Lindl. und dem A. tridactylites Rolfe sehr 

nahe verwandt. Die Blütenstände sind sehr kurz, die Blätter und in etwas der ganze 
… Habitus erinnern an Listrostachys subulata Rchb. f. und L. filiformis Krzl. Im Gegen- 
Satz zu verwandten Arten hat diese hier auffallend wenig Wurzeln. 


Aeranthus Guyonianus Rchb. f. in Flora 48 (1865) 190. 
Oberes Kondeland: Umalila, im Wald des Uwurunguberges, 2200 m 
M. (n. 1863. — Blühend im Nov.). 


Piperaceae (A. ENGLER). 
Peperomia ukingensis Engl. n. sp.; herba pusilla, basi subdecum- 
_bens, mox supra basin pauciramosa; caule glabro tenui laxe foliato; foliis 
Botanische Jahrbücher. XXX. Bd. 19 


290 Beitr. z. Fl. v. Afr. XXII. Ber. üb. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. ete. 


crassiusculis, petiolo 2—4-plo breviore suffultis, obovatis, margine — 
superiore densius, in facie supera sparse pilosis; spicis terminalibus quam | 
folia 2—2!/,-plo longioribus; bractea minuta orbiculari centro subsessili; … 
staminibus longissimis; ovario adpresso subovoideo; baccis oblique ovoideis. — 
Die Pflanze ist 6--8 cm lang, mit 1—2 cm langen unteren und 5—8 mm langen 
oberen Internodien. Die Blätter haben an 2—4 mm langem Stiel eine 5—7 mm lange 
und 4—5 mm breite Spreite. Die Stiele der Ahren sind 5—7 mm, diese selbst nur « 
4—1,5 cm lang und 1,5 mm dick. Die Beeren sind etwa 4 mm lang. 
Kingagebirge: im Schluchtenwald bei Bulongwa, um 2200 m, an 


Baumstämmen zwischen Moos {n. 936. — Blühend und fruchtend 24. Mai 
1899). | 

Die Art steht der P. ulugurensis Engl. recht nahe, ist aber doch ganz gut durch 
die verkehrt-eiförmigen Blätter unterschieden. | | 


P. rungwensis Engl. n. sp.; herba prorepens valde ramosa, ramulis 
adscendentibus, carnosis, flexuosis, internodiis brevibus subquadrangulis; 
foliis inferioribus 3—4 alternis, superioribus 2 oppositis; petiolo canalicu- 
lato quam lamina 4—5-plo breviore, lamina crasse carnosa superne minute « 
albo-punctata, subtus flavo-viridi, late elliptica, apice obtusiuscula, basi - 
acula, costa crassiuscula prominula, nervis lateralibus 2 e basi adscenden- | 
tibus atque 2 superioribus immersis; pedunculo tenui quam spica duplo 
breviore; bracteis suborbicularibus; ovario ovoideo quam bractea 41/,-plo 
longiore. 

Die Internodien des kriechenden Stengels sind 4—5 cm lang und 3 mm dick, die 
des oberen 3—9 mm lang. Die Blattstiele sind 5—7 mm lang, die Spreiten der unteren « 
Blätter 4,5—2 cm lang und fast ebenso breit, die der oberen Blätter 3—3,5 em lang 
und 2—2,5 em breit. Der Stiel der Ähre ist 4,5—2 em lang und 4—5 cm breit. Die 


sceren sind nur 4 mm lang, graubraun. 


5) O 
Rungwe-Stock: an südlichen Abhängen um 2500 m in der Bambus- 
zone, an Baumstämmen zwischen Moos (n. 1163. — Fruchtend im August 
00) 
1899). 


Diese Art steht der P. hireina C. DC. ziemlich nahe, aber die Blätter unserer Art 


sind am Grunde mehr spitz. 


Myricaceae (A. Enster). 
Myrica kilimandscharica Engl. in Hochgebirgsflora d. trop. Afr. 188. 4 
Var, macrophylla Engl. in Bot. Jahrb, XXVIIL 375. | 
Kingagebirge: Ussangu, im Schluchtenwald am Nordostabhang des” 
Pikurugwe-Rückens, bei 2500 m (n. 1247. — Blühend im Sept. 1899). 
Tritt daselbst als 42—45 m hoher, breitkroniger Baum mit häufig geringelter 
dunkelgrauer Rinde auf; die männlichen Blüten sind grünlichweiß, mit rôtliche 
Anflug, 
M. Goetzei Engl. n. sp.; frutex, ramulis glabris atropurpureis lentis 
cellis numerosis rotundis instructis, internodiis brevibus; foliis brevissime 
petiolatis eoriaceis, supra nitidulis, subtus densiuscule resinoso-punctatis 


oblongo-laneeolatis, apice aculis, basi obtusis, a triente inferiore sursunmy | 


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A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See etc. ges. Pflanzen. 291 


versus argute serratis, nervis lateralibus I. utrinque cire. 8—10 tenuibus 
subtus paullum prominentibus, procul a margine evanescentibus; spicis 
masculis internodia aequantibus vel longioribus suberectis, demum paten- 
tibus; bracteis deltoideis inferne late cuneatis, margine ciliolatis; staminibus 
circ. 8, filamentis brevissimis, antheris subquadrangulis, purpureis, demum 


luteis. 

4--2 m hoher, geschlossen wachsender Strauch, dessen Aste 2,5—3 dm lange, 
aufrechte oder wenig abstehende, dunkelrotbraune Äste mit 4 —2 cm langen Internodien 
versehen sind. Die Blätter haben 1—2 mm langen Stiel und 4—6 cm lange, oben 
4,5—2 cm breite Spreiten. Die Ähren der & Blüten sind vor dem Öffnen der Antheren 
4—4,5 cm lang und 5 mm dick. Die Bracteen sind 3—4 mm lang und 3 mm breit. 
Die Staubfäden sind kaum 0,5 mm, die Antheren 1,5 mm lang. 

Kingagebirge: Ussangu, am Rande des Schluchtenwaldes im Nunli- 


Thal, um 2100 m (n. 1256. — Blühend im Sept. 1899). 


M. aethiopica L. Mant. II. 298. 
Rungwe-Stock: am Nordabhang, am Ufer des Luangwa, um 2000 m 
(n. 4303. — © blühend am 7. Sept. 1899). 


6—8 m hoher, breiter, oft mehrstämmiger Baum mit glatter, grauer Rinde. 


Salicaceae (v. SEEMEN). 


Salix huillensis v. Seemen in Engl. Bot. Jahrb. XXIII, Beiblatt Nr. 57 
p- 45. 

Nördliches Kingagebirge: Ussangu, am Ufer des Flüsschens Ilungu 
bei 2100 m (n. 999. — Fruchtend im April 1899). 


Ein 5—6 m hoher Baum mit 3 dm dickem Stamm und rundlicher, herab- 
reichender Krone, 


Moraceae (A. ENGLER und WARBURG). 


Dorstenia (Kosaria) Unyikae Engl. n. sp.; fere ubique brevissime 
et dense cinereo-pilosa, tubere depresso discoideo, caule erecto brevi, ad 
medium usque vel ultra cataphyllis subovatis vel oblongis acutis obsito, 
superne foliato; foliis breviter petiolatis, lamina ovali-elliptica basi in petio- 
lum 5—6-plo breviorem decurrente, apice obtusa, margine brevissime et 
obtuse sinuato-dentata, nervis lateralibus utrinque circ. 7—8 leviter arcua- 
tim patentibus; peduneulis in axillis foliorum superiorum quam petioli 
2—3-plo longioribus, receptaculo plerumque pentagono, bracteis 5 angu- 
stissimis quam receptaculum duplo longioribus paullum rubescentibus; 
floribus minimis, antheris rubescentibus. 

Die 2 em dicke, scheibenformige Knolle hat 3—5 cm Durchmesser und entsendet 
4,2—1,7 dm lange Sprosse mit 1—2 cm langen Internodien. Die unteren, schuppen- 
ähnlichen, sehr stark weichhaarigen Blätter sind 5—8 mm lang und 3—5 mm breit; 
die oberen Stengelblätter haben einen 0,8—1 cm langen Blattstiel und 4—5,5 em lange, 


2—3 cm breite Spreiten, mit 5—7 mm von einander abstehenden Seitennerven. Die 


Stiele der Inflorescenzen sind 1,5—2 cm lang; das 5—7 mm breite Receptaculum geht 


in 2,5 cm lange, rötlichbraune und kurz graufilzige Bracteen aus. 


197 


292 Beitr. z. Fl. v. Afr. XXII. Ber. ib. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See-u. Kinga-Geb.-Exped. ete. 


Unyika: im Buschwald des welligen Plateaus bei Piseki, um 1400 m 
(n. 4422. — Blühend im Nov. 1899). 

Einheim. Name: luwa-luwa. 

Diese Art gehört in die Verwandtschaft der D. eaulescens Schweinf., ist aber durch | 
kürzere Stengel, kleinere Blätter und dichte Behaarung auffallend verschieden. 

D. Poggei Engl. in Bot. Jahrb. XX. 186; Monogr. afr. Pflanzenfam. I. 24. 

Unyika: in Miwura-Beständen bei dem Dorf Fingano, um 1700 m 
(n. 1376. — Blühend im Oct. 1899). 


D. Barnimiana (Schweinf.) Bureau in DC. Prodr. XVII. 276. 

Var. angustior Engl.; herba parva; foliorum petiolo 2—4 cm 
longo, lamina 2—3 em longa et lata, cordata, pedunculo 1—1,5 dm longo, 
receptaculo angusto 2—3,5 cm longo, 0,5—4 em lato, bracteis lateralibus 
patentibus 2—3 em longis, terminali 3-—5 cm longa. 

Diese Varietät steht der var. ophioglossoides (Hochst.) Engl. recht nahe und unter- 
scheidet sich nur durch schmaleres Receptaculum und längere Endbractee. 

Unyika: im Buschgehölz des welligen Plateaus beim Dorfe Toola, um « 
1300 m (n. 1415. — Blühend im Nov. 1899). 

Fieus (Sycomorus) kondeensis Warb. n. sp.; ramulis 3—4 mm 
crassis, dense sericeo-villosis demum glabrescentibus fulvis, stipulis lanceo-. 
latis acutis 2 cm longis dense albo-sericeo-villosis deciduis, petiolis 3—5 cm . 
longis 2 mm latis pubescentibus; foliis ovatis pergamaceis vel subcoriaceis | 
basi rotundatis vel subcordatis apice breviter acuminatis, acutis, margine — 
undulatis vel grosse sinuato-dentatis utrinque mox glabris vix aspersis, 
12—16 cm longis 7—9 cm latis, basi trinerviis, nervis lateralibus medium M 
folium attingentibus, venis utrinque ca. 4—5 curvalis ante marginem arcuate M 
connexis, subtus valde prominentibus, venis tertiariis transversis subtus 
prominulis, supra vix distinctis, reticulatione subtus tantum distineta; fruc- 
lificatione in trunco; receptaculis globosis 3—4 cm longis, extus griseo 
fulvo-hirsutis, ostiolo haud prominente pedunculo 411/, em longo apice in- 
erassato hirsuto. 

10—12 m hoher Baum mit breiter, runder Krone, 

tungwe-Stock: an flachen Ausläufern um 1500 m ü. M. (n. 1307. 
— A. Oct. 1899). 

Einheim. Name: manguru. — Die reife Frucht ist essbar. 

Eine der Blatiform nach der I’, gwineensis ähnliche Art, die aber dureh die dicht 
eidige Behaarung der jungen Zweige sowie der großen Früchte leicht kenntlich ist; 
ob die Früchte an besonderen Zweigen oder nur auf Blütenstandskissen wachsen, bleibt 
zweifelhaft, 

F, (Sycomorus) plateiocarpa Warb. n. sp.; ramulis 3 mm latis 
elabris, in sieeo fulvis, stipulis lanceolatis acutis 1 cm longis, in dorsi basi 
paullo appresse pilosis, caducis, petiolis 3--5 cm longis, 41,5 mm latis, 
clabris, foliis membranaceis subtus subpallidioribus, ovatis, apice breviter 
acuminatis, acutis, basi subeordatis vel fere truncatis, margine undulatis 
junioribus sublus in nervis puberulis, mox glabris, 11—-20 cm longis, 


_ À. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See ete. ges. Pflanzen. 293 


8—12 cm latis, 3-nerviis, nervis lateralibus medium folii haud attingen- 
tibus, venis lateralibus praeterea 5—6 vix curvatis, ad marginem vix con- 
nexis, nervis tertiariis transversis subtus prominulis, reticulatione vix di- 
stineta; receptaculis in ramis specialibus ramosis binis; pedunculis 6—8 mm 
longis 2 mm latis, bracteis in discum late tridentatum receptaculo ap- 
pressum connatis, receptaculis apice valde complanatis 4 cm longis, 3 cm 
erassis, glabris, ostiolo magno 6 mm lato in receptaculis adultis haud pro- 
 minulo, floribus 2—3 andris, florum © tepalis linearibus. 

40—45 m hoher Baum mit grauer, glatter Rinde, Frucht orangerot mit grünen 
Wärzchen, von den Eingeborenen gegessen. 

Süd-Uluguru: felsige, wasserführende Schlucht, ca. 1000 m ü. M. 
(n. 218. — 25. Nov. 1898). 

Einheim. Name: mtakula. 

Diese Art wurde in Execer’s Bot. Jahrb. XXVIII. (1900) 379 von mir als F. ca- 
pensts Thunb. vel valde aff. bezeichnet, jetzt, nachdem ich die Gruppe der F. capensis 
näher studiert habe, stellt sich diese Form als gute Art dar. 

F. Goetzei Warb. in Engl. Bot. Jahrb. XXVIII. (1900) 378. 
Unyika: bei Manayemas Dorf am Bachufer, um 1500 m ii. M. (n. 1442. 
-— 15. Oct. 1899). 


Etwa 20—25 m hoher, mehrstämmiger Baum mit breiter, runder Krone, stark 
“milchend, die unentwickelten Receptakeln grün, mit leichtem, rotem Anflug. 


F. (Urostigma) Langenburgii Warb. n. sp.; ramulis 4 mm crassis, 
glabris, in sicco fuscis, annulatis, innovationibus glabris, stipulis parvis ca- 
ducis, petiolis 4—6 cm longis, 1—1,5 mm latis, in sicco fuscis vel nigres- 
centibus, supra anguste canaliculatis, foliis pergamaceis, glabris, oblongis, 
9—14 cm longis, 3,5—5,5 cm latis apice obtuse apiculatis vel subacutis 
basi rotundatis vel obtusis in sicco fuscescentibus subtus pallidioribus sub- 
viridibus, 3—5-nerviis, nervis lateralibus brevibus, venis cum costa lucido- 
luteis in sicco utrmque 5—6 patentibus vix curvatis, ante apicem arcuate 
connexis, supra vix distinctis, subtus prominentibus, nervis tertiariis subtus 
prominulis, supra haud distinctis, reticulatione tenerrima subtus tantum di- 
stincta; receptaculis e nodis ramorum crassorum in pulvinis fasciculatis 
magnis; pedunculis 1—1,5 cm longis, 3—5 mm latis tomentellis; recep- 
taculis depresso-globosis 3 cm longis 3,5—4 cm latis, extus vix puberulis, 
ostiolo in depressione convexo tomentello, bracteis caducis; floribus GT mo- 
nandris, tepalis hyalinis late lanceolatis saepe obtusis, haud calyptram for- 
mantibus, filamento demum elongato, florum © tepalis anguste lanceo- 
latis acutis. 

8—10 m hoher Baum mit runder, dichter Krone; an der Basis der Äste ent- 
springen zahlreiche Luftwurzeln, die wieder mit dem Stamm verwachsen. 

Kondeland: in der Niederung des Rumbira-Flusses, an der Mündung 
bei Langenburg, um 1500 m (n. 859. — April 1899). 
Einheim. Name: ntuon-turu. 


Eine durch die großen an Sycomorus und Covellia erinnernden Receptakeln auf- 


bi fallende Urostigma-Art. 


ti 


294 Beitr.z. Fl. v. Afr. XXI. Ber. üb. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. etc. 5 

F. (Urostigma) verrucocarpa Warb. n. sp.; ramis 4 cm crassis, fulvo- 
brunneis, in sieco suleatis, apice griseo-lanuginosis, mox glabris, stipulis 
| em longis, triangularibus, caducis, dorso pro parte lanuginosis; petiolis 
4—8 cm longis, #—5 mm latis in sieco fulvo-fuscescentibus paullo pube- 
rulis; foliis coriaceis in sicco fuscescentibus supra glabris subtus appresse 
puberulis obovato-oblongis usque oblongis 18—26 cm longis, 8—11 cm 
latis basi rotundatis, apice obtusissime apiculatis, costa subtus ad basim 
glandulosa, venis utrinque 6—8 patulis subcurvatis, ad marginem arcuate 
connexis, venis tertiariis subtus tantum prominulis, reticulatione tenerrima 
utrinque distincta; receptaculis axillis defoliatis sessilibus vulgo binis fere 
slobosis verrucosis, griseo-puberulis basi 1,5 cm latis et longis, bracteis 
magnis late rotundatis, extus griseo-lanatis suffultis, apice ostiolo 2 mm 
lato vix prominente coronatis; floribus Gt monandris, tepalis basi connatis, 
duobus latis obtusis, uno anguste lanceolato; florum © tepalis lanceolatis 
vel oblongis, acutis vel obtusis. 

45—20 m hoher, breitkroniger Baum mit grünen Fruchtreceptakeln. | 

Oberes Kondeland: im Kiwirathal (n. 1492. — Fruchtend im Nov. 
1899). 

Einheim. Name: mawe. 

Eine der F. Holstit nahe stehende Art, aber durch die Behaarung der zudem weniger — 
spitzen Blätter, sowie die Warzen der Receptacula leicht zu unterscheiden. — Milchsaft 
und Kautschukprobe im Museum. 

F. (Urostigma) ruficeps Warb. n. sp.; ramulis 5—-8 mm crassis, 
subtomentosis, demum glabris, cortice in sicco fulvo profunde sulcato ob- 
teelis; petiolos 2—3 em longis, 1,5—2,5 mm crassis, glabris complanatis « 
haud canaliculatis, in sicco sordide fuscescentibus; stipulis anguste lanceo- 
lalis aculis 8 mm longis extus pubescentibus caducis; foliis pergamaceis M 
glabris oblanceolatis, 8—11 cm longis, 2,5—4 cm latis, supra in sicco pallide : 
viridibus, subtus vix pallidioribus, apice acutis vel rotundatis, basi sensim — 
angustatis, demum rotundatis vel obtusis; costa subtus in basi glandulosa, — 
venis ca. 8—10 utrinque patentibus, strictis, ante marginem arcuate con- 


2. 4 


junclis, sublus prominentibus, supra vix distinctis interspersis parallelis M 
minoribus, basalibus ceteris parallelis brevissimis, nervis tertiariis et reli- 7 
eulalione supra haud conspicuis, subtus valde distinctis prominulis; recepta- : 
eulis binis ex axillis foliorum globosis sessilibus 9 mm in diametro, extus « 
rufo-villosis, ostiolo haud prominente; floribus cj monandris, florum Q te- N 
palis lanceolatis acutis hyalino-marginatis. à 

8—10 m hoher Baum mit breiter, runder Krone, tief verzweigt, nur wenig Milch-« 
saft führend, \ 

Usafua: Flussniederung bei Utangule (n. 4057. — Juni 1899). ' 


F. (§ Urostigma) eriocarpa Warb. n. sp.; ramulis 4—6 mm 
crassis, valde rugoso-suleatis apice flavo-lanuginosis demum ex rubro nigres-— 
centibus, stipulis 5 —6 em longis, lanceolatis membranaceis caducis, in dorso 
pro parte lanuginosis; petiolis 6—8 mm longis 2 mm latis, rufo- vel flavo- 


| 


| 
| 


A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See etc. ges. Pflanzen. 295 


lanatis, foliis pergamaceis subtus pallidioribus ellipticis 4—7 cm longis, 
2,5—3 em latis basi subcordatis vel obtusis, apice rotundatis vel obtusis, 
utrinque pubescentibus in costa saepe sublanuginosis, venis supra vix distinc- 
tis, subtus prominulis, ca. 12 majoribus, strictis, fere horizontalibus ad 
marginem arcuate connexis, parallelis, debilioribus interspersis, reticulatione 
subtus distincta; receptaculis sessilibus ex axillis defoliatis vulgo binis glo- 
bosis, rufo-villosis, usque 1,5 cm in diametro, basi bracteis brevibus inter 
se connatis, extus pubescentibus, membranaceis suffultis, ostiolo parvo 


_haud prominente; floribus cj tepalis obtusis inter se connatis circumdatis, 


stamine unico, floribus © tepalis late lanceolatis apice obtusis vel irregu- 
lariter fissis instructis. 
S—10 m hoher Baum mit anderen Bäumen verwachsend, doch nicht wärzend. 


- Fruchtreceptakeln bei der Reife sich gelblich färbend. 


Oberes Kondeland: Uporoto, am Wigali-Pass, um 2000 m (n. 1348. 
— Oct. 1899). 


F. (Urostigma) rukwaenis Warb. n. sp.; ramulis 3—4 mm crassis, 
innovationibus dense flavo-pilosis, mox fulvis, pilis longis pubescentibus prae- 
sertim in nodis demum glabris et cortice cinereo rugoso obtectis; stipulis 
caducis late lanceolatis 8—12 longis dorso pro parte villosis; petiolis 1,5— 
3,5 em longis, 1,5 mm crassis pubescentibus, foliis coriaceis ovatis apice 
rotundatis basi subeordatis, 5— 8 cm longis 3—5 cm latis, supra glabris 
subasperulis, subtus praesertim in costa et nervis pubescentibus, basi tri- 
nerviis nervis lateralibus paullo tantum ascendentibus 1/, ca. marginis 
attingentibus, venis praeterea ca. 4—7 crassis interspersis tenuioribus, 


valde horizontalibus, ante marginem crasse arcuate connexis, nervis tertiariis 


haud transversis et reticulatione subtus prominentibus supra vix distinctis; 


— receptaculis axillaribus binis pisiformibus, globosis, 6 mm in diametro, 


… sessilibus, appresse pubescentibus vel puberulis; bracteis in discum 4 mm 


latum flavide pubescentem membranaceo-marginatum connatis, ostiolo parvo 


subimpresso; florum © tepalis lanceolatis acutis hyalinis. 
6—S m hoher, breit wachsender Baum, meist sich anlehnend, mit überhängenden 


Ästen. Fruchtreceptakeln gelblichgrün mit helleren Wärzchen, Ostiolum violett ge- 
randet. 


Ubunga am Rukwa-See: an trockenen steinigen Abhängen des 
lome-Berges, um 1500 m (n. 1100. — Juli 1899). 

Die Blätter ähneln denen von F. Rehmanni, die aber rundlich und tief herz- 
formig sind. 

Myrianthus Holstii Engl. in Monogr. afrik. Pflanzenfam. I. 41. 

Var. quinquesectus Engl.; foliis 5-sectis, segmentis mediis breviter 
ansalis, lateralibus subsessilibus, mediis quam lateralia 41/,—2'/,-plo longiori- 
bus, 2—2,5 dm longis, 1—1,5 dm latis. 

»Bis 45 m hoher, diöcischer Baum mit dichter, runder Krone und tief herab- 


hängenden Ästen. Zweige stachelig, Blätter unterseits dicht weißbehaart; männliche 
Blüten gelb, weibliche dunkelgrün mit weißer Narbe.« 


| 


Oberes Kondeland: in einer Schlucht bei Muakareri in Umuamba 
‘in. 1342. — Blühend im Oct. 1899). 


296 Beitr.z. Fl.v. Afr. XXII Ber. üb. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. etc. 


Urticaceae (A. ENGLER). 


Girardinia condensata (Hochst.) Wedd. Monogr. Urtic. 169, t. 2, 


B. f. 1—5. 

Kondeland: am Westabfall des Livingstone-Gebirges in feuchten 
schattigen Einsenkungen bei Wangemannshöhe, um 500 m {n. 1175. — 
Blühend am 18. Aug. 1899). 


Pouzolzia hypoleuca Wedd. in DC. Prodr. XVI. 227. 

Ein 2—3 m hoher, aufrecht wachsender Strauch. 

Unteres Kondeland: an der Rumbira-Mündung bei Langenburg auf 
flacher Landzunge um 500 m (n. 858. — Blühend im April 1899). 

Einheim. Name: lugoye. 

Verwendung. Der Bast wird zu Netzstricken verarbeitet. 


Proteaceae (A. ENGLER). 


Protea angolensis Welw. Apontom. 586 n. 30; Engl. Hochgebirgs- 
flora von Afrika, 196. 

Var. albiflora Engl.; involucri bracteis apicibus glabris exceptis 
dense albo-pilosis. 

Uhehe: auf Wiesen des hügeligen Plateaus bei Funda, um 1600 m 
‘n. 720. — Blühend 8. März 1899). 

Diese Varietät unterscheidet sich nur durch die stärkere Bekleidung der Involucral- 
blitter mit weißen Haaren. 

P. linearifolia Engl. n. sp.; suffrutex, trunco basali omnino ab- 
breviato; ramis e basiadscendentibus erectis densiuscule foliatis; 
foliis eoriaceis linearibus acutis, basin versus longe cuneatim angustalis, 
summis capitulo approximatis, bracteis brunneis, glabris, inferioribus 6 —7- 
serialis ovatis gradatim majoribus, mediis oblongis uniseriatis, summis lineari- - 
oblongis uniseriatis omnibus albido-viridibus, leviter rufescentibus; floribus — 
albis bracteas summas aequantibus; corollae tepalis ad !/, longitudinis in 7 
tubum elongato-oblongum conniventibus, in parte media tenuibus atque 
angustissimis, in parte suprema anguste lineari concava intus brevissime L 


pilosis; staminum filamentis corollae adnatis antheris angustissime linearibus« 
lepalorum tertiam partem superiorem haud aequantibus; ovario pilis longis 
purpureis veslito, stilo tepala aequante, superne attenuato. 

Die von dem Grundstock aufsteigenden Zweige sind 3—4 dm lang, mit 5—8 mm? 
langen Internodien und 5—6 em langen, 4—5 mm breiten Blättern. Die unteren Brac- N 
(ven des Involuerums sind 2—8 mm lang und fast ebenso breit, die mittleren 4,5 cm, 
die obersten 4,8—2 em lang. Ebenso lang sind die Blüten, deren oberer die Antheren — 
verschließender Abschnitt 5—6 mm lang ist. Der Fruchtknoten ist mit 5 mm langen, — 
purpurroten Haaren besetzt und geht in den 1,4 am langen Griffel über. 0 


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2 Sai fay rt rete 


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A. Eneler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See etc. ges. Pflanzen. 29' 
Le) 9 D 3 


Kingagebirge: am Südwestabhang des Pikurugwe-Rückens an steinigen 
Abhängen, um 2700 m (n. 1244. — Blühend im Sept. 1899). 

Einheim. Name: sihaenge. 

Die Art ist mit keiner der bisher bekannten näher verwandt; sie besitzt noch 
schmalere Blätter als P. paludosa Welw. und die mit derselben verwandten Arten 
P. haemantha Engl. et Gilg und P. Baum Engl. et Gilg. 

P. praticola Engl. n. sp.; suffrutex humilis caulibus dense 
foliatis atque foliis juvenculis longe et tenuissime pilosis; foliis 
coriaceis supra nitidulis lineari-oblongis vel oblongis sub- 
spathulatis, apice obtusis, basi vix petiolatis, nervis lateralibus I. (in 
sicco) subtus prominulis, mox supra basin dichotomis; involucri bracteis 
e basi ad apicem usque gradatim longioribus, dense ciliatis; extimis 
ovatis, summis oblongis; tepalis bracteas supremas aequantibus, albis, basi 
glabris, medio longe, sursum et superne dense breviter albo-pilosis; fila- 
mentis apice liberis, antheris anguste linearibus, connectivo ultra thecas 
paullum producto subtriangulari; ovario longe ferrugineo-piloso, stilo basi 


incrassato, sursum longe attenuato. 

Der Halbstrauch ist nur etwa 3 dm hoch und trägt an den 3—4 mm dicken 
Stengeln 7—8 cm lange und 2—2,5 cm breite nach unten verschmälerte Blätter, welche 
in nur 5—8 mm langen Internodien von einander abstehen. Die unteren Bracteen in 


‘etwa 8 Reihen sind 4—41,2 cm lang, die mittleren 2—2,5 cm, die obersten 3,5—4 cm 


lang und 4—1,2 cm breit. Der untere Teil der weißen Blütenhülle ist etwa 4 cm lang, 
der mittlere 5 mm; die concaven oberen Teile der Segmente sind etwa 4 em lang und 
1,5 mm breit. Die schmalen Antheren sind 7 mm lang. Der 3 mm lange Fruchtknoten 
ist mit 8 mm langen fuchsrötlichen Haaren besetzt; der Griffel ist oberhalb des Frucht- 
knotens fast 2 mm dick, 2 cm lang und nach oben stark verdünnt, unterhalb des 
letzteren 5 mm leicht knieformig gebogen. 


Unyika: Uwurungu-Berg bei Umalila, an rasigen Abhängen, um 
2200 m (n. 1460. — Blühend 18. Nov. 1899). 


Eine ausgezeichntete Art, welche nur wenig an P. paludosa Welw. erinnert, 


P. hingaensis Engl. n. sp.; frutex ramosus, ramulis brevibus at- 
que foliis novellis dense cinereo-pilosis, foliis valde approxi- 
matis, valde coriaceis, coeruleo-viridibus, basi lata sessilibus, apice acutis, 
nervis lateralibus utrinque 5—7 angulo acuto adscendentibus cum venis 
subtus prominentibus; capitulis novellis oblongis, demum turbinatis; invo- 
lucri bracteis coriaceis, novellis breviter cinereo-pilosis, inferioribus 6-seriatis 
ovatis vel ovato-oblongis acutis, superioribus et summis oblongis; floribus 
pallide purpureis; corolla basi glabra, medio et superne longe albo- 
pilosa, tubo elongato, limbo antheras includente subcoriaceo, antheris an- 
guste linearibus corollae apicem haud attingentibus, in connectivi produc- 
tionem ovatam exeuntibus; ovario oblongo pilis longis fuscis obtecto, stilo 
e basi incrassata sursum valde attenuato atque infra apicem curvato, medio 
albo-vittato, ceterum pallide purpureo. 


Ein 2—3 m hoher und breiter Strauch, welcher in 4—2 dm lange, 5—6 mm 
dicke Aste mit nur 5 mm langen Internodien endigt. Die bläulichgrünen und sehr 


298 Beitr. z. Fl.v. Afr. XXII. Ber. üb. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. ete. 


dieken Laubblätter sind 7—9 em lang und 2,5 --3 cm breit. Die Blütenköpfe sind etwa « 
7 cm lang und oben 5 cm dick, kreiselförmig. Die Blüten sind etwa 2,5 cm lang, mit 
1,8 cm langer Röhre und 4,2 cm langem Saum. Die Antheren sind kaum 4 cm lang. 
Der 4 mm lange Fruchtknoten ist mit fast 4 cm langen Haaren besetzt und der Griffel 
ist 4,5 cm lang. 

Kingagebirge: Ussangu, Abhänge des Pikurugwe-Berges, um 2500 m 
(n. 991. — Blühend im Juni 1899). 

Diese Art steht der P. Wentxeliana etwas nahe, unterscheidet sich aber durch die 
Verzweigung der Aste, die noch dichter stehenden und behaarten, auch dickeren Blätter, 
sowie durch die mehr kreiselförmige Gestalt der Köpfchen. 

P. Wentzeliana Engl. n. sp. ; suffrutex altus, ramis et foliis novellis 
breviter einereo-pilosis, dense foliatis; foliis sessilibus coriaceis ob- 
longis, obtusis, nervis lateralibus I. utrinque cire. 8 subtus paullum 
prominentibus; bracteis coriaceis, extus cinereo-pilosis, demum glabratis, 
inferioribus ovatis gradatim majoribus eirc. 6-seriatis ovatis, superioribus 
oblongis, summis lineari-oblongis; floribus albis inferne atque medio longe 
ferrugineo-pilosis, superne glabris, apice autem dense albo-pilosis; an- 
theris anguste linearibus quam corollae limbus concavus paullo brevioribus 
in connectivi productionem parvam ovatam exeuntibus; ovario oblongo, pilis 
fuseis basi nascentibus longe superato, stilo basi incrassato, deinde sursum 
valde attenuato, apice purpureo. 

Ein Halbstrauch, dessen vom Grunde aus aufsteigende Aste bis 4 m hoch werden, 
dicht beblättert sind, mit 0,5—1 cm langen Internodien und am Ende den von dicht 
herantretenden Laubblättern umhüllten Blütenkopf tragen. Die Blätter sind 6,5 cm lang 
und 2,5 cm breit. Von den Bracteen sind die untersten 2—3 mm lang und 5 mm 
breit, die oberen eiförmigen 1,5 —2,5 cm lang, die mittleren 3—3,5 cm und die obersten 
5 cm lang bei 1—1,2 cm Breite. Die Blüten sind 3,8—4 cm lang, davon der untere — 
röhrige Teil etwa 4,3 cm, der obere die Antheren einschließende Teil 4,2 cm. Der 
Fruchtknoten ist 3 mm lang und 4 mm dick, mit A cm langen Haaren besetzt; der 
Griffel ist 4 cm lang. 

Unyika: an rasigen Abhängen des Uwurungu-Berges um 2200 m 
(n. 1455. — Blühend im Nov. 1899). 

P. Goetzeana Engl. n. sp.; ramulis atque foliis densiuscule 
appresse pilosis; foliis approximatis coriaceis anguste oblongis basi 
latiuscula sessilibus vel semiamplexicaulibus; capitulis late turbi- 
nalis superne leviter convexis; involucri bracteis dense fulvo-pilosis, in- 
ferioribus semiovalis et ovatis, 5—6-serialis, superioribus oblongis; flori- 
bus albis longe pilosis; tubo elongato, limbo apice leviter curvato; sta- 
minum filamentis apice emarginalo dilatatis, antheris anguste linearibus in 
connectivi productionem triangularem exeuntibus; ovario elongato-oblongo, 
stilo e basi incrassata sursum attenuato in partem stigmatiferam filiformem 
exeunte, 

Der Strauch ist 4—2 m hoch, mit 4,2 cm dicken Hauptästen und 8 mm dicken 
Endästen, Die Blätter sind 4—4A,2 dm lang und 2,5—3 cm breit, In dem 5 cm langen 
und 5 em dicken Köpfehen sind die innersten Involucralblitter 4 em lang und höchstens 
fom breit, Die Blüten sind 3,5 em lang, ihr oberer die Antheren einschließender Teil 


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A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See etc. ges. Pflanzen. 209 


_ etwa 4,2 em. Die Antheren sind 7 mm lang. Der Fruchtknoten ist 3 mm lang, mit 


etwa 8 mm langen, gelbbraunen Haaren versehen. 
Oberes Kondeland: Umalila, auf dem Usanga-Berg, um 2300 m 


» (n. 1367. — Blühend im Oct. 1899). 


Eine durch ihre Wuchsverhältnisse, durch die behaarten Blätter und weichhaarigen 
Blütenköpfe sehr ausgezeichnete Art. 

Abbildung auf Taf. IX. 

A Ende eines blühenden Zweiges, D Blüte im Knospenzustand, mit heraustreten- 
dem Griffel, C geöffnete Blüte, D der nach oben gerichtete aus 3 Abschnitten be- 
stehende Saumteil, E der nach unten gekehrte Saumabschnitt, F Fruchtknoten im 
Längsschnitt und Griffel. 

P. kilimandscharica Engl. in Hochgebirgsfl. d. trop. Afrika 195. 

Rungwe-Stock: an den Abhängen der höchsten Kuppe, um 2900 m 
(n. 4152. — Blühend am 13. Aug. 1899). 

Meterhoher, sparriger Strauch mit weißen Blüten, die inneren Involucralblatter 
außen bräunlich behaart. 

Einheim. Name: segera. 

P. rubrobracteata Engl. n. sp.; frutex humilis valde ramosus, ra- 
mulis novellis dense cinereo-tomentosis; foliis valde approximatis, crasse 
coriaceis coeruleo-viridibus, brevissime pilosis, sessilibus, lanceolatis, ob- 
tusis, nervis lateralibus I. utringue 6—7 angulo acuto adscendentibus, (in 
sicco) paullum prominulis; foliis summis interdum angustioribus; capitulis 
late turbinatis; bracteis coriaceis pallide rubris, extus longe albo-pilosis et 
pilis albis dense ciliatis; floribus bracteas superantibus, pallide rubris longe 
albo-pilosis, tubo elongato, limbi parte superiore anguste naviculiformi tri- 
dentato, parte inferiore angusta; filamentorum parte libera brevissima 


- spathuliformi emarginata, antheris anguste linearibus in connectivi produc- 


tionem ovatam obtusam exeuntibus; ovario oblongo longe ferrugineo-piloso, 


_stilo e basi crassa sursum attenuato cum parte stigmatifera ultra perigonium 
_ longius exserto. 


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5 dm hoher Busch mit 1—2 dm langen, etwa 5 mm dicken Endzweigen, deren 


« Blatter durch 5—8 mm lange Internodien von einander getrennt sind. Die Blätter sind 


8—9 cm lang und in der Mitte 4,5—2 cm breit. Die aufgeblühten Köpfchen sind 
5—6 cm lang und 6—7 cm breit; die inneren längsten Bracteen sind etwa 4 cm lang 


und A cm breit. Die Blütenhülle ist 3,5 cm lang, mit fast 1,5 cm langer Röhre und 


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6 mm langen Endabschnitten. Die Antheren sind 4 mm lang. Der Griffel hat eine 
Gesamtlänge von 4 cm. 

Kingagebirge: Kingobo-Berg, an trockenen, steilen Abhingen um 
1500 m (n. 1182. — Blühend im Sept. 1899). 

Einheim. Name: luhanye. 

Die Art erinnert etwas an P. kilimandscharica, besitzt jedoch schmalere Blatter 
und kleinere Köpfe, ferner ist sie durch die mit langen, weißen Haaren versehenen 
Bracteen verschieden. 

Abbildung auf Taf. X. 

A Blühender Zweig, B Blüte, 2mal vergr., C oberer Teil des Saumes der Blumen- 

krone, D unterer Abschnitt desselben, 4mal vergr., E Anthere von vorn, F von der 


Seite, 10mal vergr., @ Ende des Griffels, H Längsschnitt durch den Fruchtknoten und 
den unteren Teil des Griffels. 


300 Beitr. z. Fl. v. Afr. XXI. Ber. üb. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. ete, 


P. Heckmanniana Engl. n. sp.; frutex valde ramosus, ramulis 
junioribus paullum infra capitula priorum orientibus, cum foliis et in- 
volucri bracteis longe cinereo-pilosis; foliis parvis coriaceis 
lanceolatis obtusiusculis, nervis lateralibus vix prominulis; bracteis 
exterioribus 4—5-seriatis ovatis, summis lineari-oblongis; floribus albis, 
paullum rufescentibus, bracteas paullo superantibus, longe et dense albo- 
pilosis; antheris anguste linearibus in connectivi productionem ovatam 
exeuntibus; ovario oblongo longe ferrugineo-piloso, stilo inferne incrassato 
et leviter geniculato sursum valde attenuato perigonium longe superante. 

Bis 4 m hoher Strauch mit graugrünen, filzig behaarten Blättern, welche 0,5—1 cm 
von einander abstehen, 3,5—5 cm lang und 1—1,5 cm breit sind. Die Blütenköpfe 
sind etwa 3,5 cm lang und 4 cm breit. Die inneren Bracteen sind etwa 2,5—3 cm 
lang und 6—7 mm breit. Die Blüten sind etwa 3 cm lang, mit etwa 4 cm langer 
Röhre und 7—8 mm langen Endabschnitten, welche die 4 mm langen, schmal lineali- 
schen Antheren bedecken. Der 2 mm lange Fruchtknoten ist mit 8 mm langen Haaren 
bedeckt und der Griffel 2,8 cm lang. 

Südliches Kingagebirge oder Livingstonegebirge: an sonnigen 
Abhängen und Wiesen des Yamimbi-Berges, um 2000 m (n. 827. — Blü- 
hend am A. April 1899). 


Diese Art ist sehr charakteristisch und fällt besonders durch die unterhalb der 


Blütenstände hervortretenden Seitenzweige sowie durch die ziemlich kleinen Blüten- 
köpfe auf. | 
Abbildung auf Taf. XI. 

A Blühender Zweig, B Blüte, 2mal vergr., C oberer Teil des aus 3 Abschnitten 
bestehenden Saumes der Blütenhülle, D der untere Teil des Saumes, Æ Stempel, 2mal 
vergr., F Ende des Griffels, 4mal vergr., @ Längsschnitt durch den Fruchtknoten und 
den unteren Teil des Griffels, F die Frucht, mit den basalen Teilen der Blütenhülle. 

Faurea discolor Welw. in Transact. Linn. Soc. XXVII. (1869) 64; 
Engl. in Hochgebirgsflora d. trop. Afr. 195. 

Uhehe: auf dem welligen Matanana-Plateau, auf rotem Laterit, um 
1800 m, in lichtem Buschgehölz (n. 738. — Knospend im März 1899). 

6—8 m hoher Baum mit grauer, glatter Rinde und rundlicher Krone. 

F, Wentzeliana Engl. n. sp.; arbor alta, ramulis novellis breviter 
ferrugineo-pilosis, demum glabris brunneis; foliis densiusculis, coria- 
ceis, concoloribus, nitidulis, lanceolatis, in petiolum semiteretem 
nervis lateralibus pluribus tenuibus paullum prominulis ; 


cuneatim angustatis, 


spicis in axillis foliorum superiorum atque ad apicem ramulorum dimidium 


foliorum superantibus densifloris, rhachi et bracteis ovalis concavis, dense « 


breviler pilosis; perigonio flavo-viridi e basi claviformi sursum attenuato, « 


in limbum claviformem cinereo-pilosum exeunte, initio sursum curvato, « 


demum parte superiore reflexa; filamentis corollae adnatis, antheris lineari- 
bus limbo brevioribus; ovario oblongo pilis albis dimidium corollae fere 


aequantibus obsito, stilo tenui curvato. 


Ein 45—20 m hoher Baum mit 1,2—2 dm langen Endzweigen, an welchen diem 


Blätter nur durch 0,5—4 cm lange Internodien von einander getrennt sind, Die an 


i cm langen Stielen stehenden Blattspreiten sind 0,8—4,2 dm lang und 2,5—3 cm breil, 


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‚Wilhelm Engelmann 


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A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See ete. ges. Pflanzen. 301 


Die sehr diehtblütigen Ähren sind 7—9 cm lang und haben etwa 2,5 cm Durchmesser. 
“Die Bracteen sind nur 4 mm lang. Die einzelnen Blüten sind etwa 4,2 cm lang, mit 
5 mm langer Röhre und 3 mm langen Endabschnitten, anfangs grünlichgelb und un- 
angenehm süßlich riechend, im Verblühen braun. Die Antheren sind nur 2 mm lang. 
Der Fruchtknoten ist kaum 4 mm lang, mit 5 mm langen, weißen Haaren versehen 
und der Griffel 4,2 em lang. 

Nördliches Kingagebirge: Ussangu, im Schluchtenwald des Piku- 
 rugwe-Berges um 2500 m (n. 992. — Blühend am 2. Juni 1899). 

Die Zweige dieser Art sind denen der F. speciosa Welw. ähnlich, aber unsere Art 
ist ein hoher Baum, ferner sind die Blätter beiderseits gleichfarbig und schmaler, die 
Blüten viel kleiner. Dieselben sind auch etwas kleiner als bei F. discolor Welw., wel- 
che kurz gestielte Blüten besitzt. Die neue Art ist auch ähnlich der F. arborea Engl. 
“vom Kilimandscharo, aber verschieden durch längere Blätter und kürzere, viel zahl- 
. reichere Blütenähren. 

F. speciosa Welw. in Transact. Linn. Soc. XXVII. 63 t. 20. 

Var. lanuginosa Hiern in Catal. Welw. Afr. pl. IV. 922. 

Nördl. Kingagebirge: Ussangu, an Abhängen des Lipanye-Berges, 
um 2500 m (n. 996. — Blühend am 3. Juni 1899). 

Ein 5—6 m hoher Baum mit kurzem Stamm, lichter, runder Krone und dicht 
rissiger Ride. Das Holz ist sehr brüchig. Die Blüten besitzen eine hellrote Kronen- 
 röhre und sind oben gelblich. 


Loranthaceae (A. EnGLEr). 


Loranthus (Dendrophthoé § Cupulati) anguliflorus Engl. in 
Bot. Jahrb. XX. 107. 
_  Bildet Büsche von 1,5 m. 

Nördliches Kingagebirge: Ussangu, an Abhängen des Tyuni-Berges, 
um 2200 m (n. 1003. — Blühend im Juni 1899). 

Die Blätter sind zum Teil eiförmig (5,5 >< 3,5 cm), zum Teil breit eiförmig (6><5 cm), 
wie auch bei der von Wetwitscu in Benguella bei Huilla gesammelten Originalpflanze. 

L. (Dendropthoé § Longiflori) panganensis Engl. in Bot. Jahrb. 
EX. 93. 

Usafua: im Songwe-Thal, um 1200 m, in den Buschsteppen (n. 1417. 

— Blühend am 30. Juli 1899). 

| L. (Dendrophthoé § Hirsuti) taborensis Engl. in Bot. Jahrb. 
XX. 106. 

Usafua: an trockenen Abhängen des Baya-Berges, um 1900 m auf 
Bauhinia und anderen Gehülzen (n. 1068. — Blühend am 27. Juni 1899). 


L. (Dendrophthoé § Inflati) vittatus Engl. n. sp.; ramulis novellis 
viridibus, adultis atropurpureis, cortice longitudinaliter et transverse rimoso; 
foliis coriaceis glabris, cinereo-viridibus, lineari-oblongis obtusis, in 
petiolum cuneatim contractis, nervis lateralibus plerumque 2, rarius 4 
paullum supra basin nascentibus juxta costam adcendentibus, versus apicem 
folii exeuntibus (in sicco) utrinque, imprimis subtus prominentibus; floribus 
_ 2—5 ad nodos ramulorum adultorum sessilibus; cupula bracteali obliqua 


302 Beitr.z. Fl.v. Afr. XXIT. Ber. ib. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. ete. — 


dorso acuminata, ciliata, calyeulo quam cupula bractealis triplo longiore, 
margine minute ciliolato, flavo; perigonio supra tubum globosum valde 
contracto, oblique infundibuliformi, unilateraliter fisso, laciniis quam tubus 
triplo brevioribus; filamentis crassis ad basin laciniarum liberis quam 
antherae lineares 3-plo longioribus; stilo crassiusculo pentagono; stigmate 


ovoideo obtuso. 

An den jungen Zweigen des 4 m im Durchmesser haltenden Busches sind die 
Internodien 0,5—4 cm lang, an den älteren 5—6 mm dicken Zweigen 0,5—1,5 cm. Die 
Blätter sind mit dem etwa 5 mm langen Stiel, in den die Spreiten allmählich über- 
gehen, 5,5 em lang und 4-—1,5 cm breit. Die Cupula ist 2 mm lang, der Calyculus« 
4 mm lang und 3 mm weit. Der aufgeblasene Teil der Blütenhülle hat 4 mm Durch- 
messer, die aufgeschlitzte Röhre ist fast 3 cm lang und die Abschnitte sind fast 4 em. 
lang, 4 mm breit. Die freien Teile der Staubfäden sind 7 mm lang, die Antheren 
2 mm. 


Unyika: auf Bäumen an Bachufern bei Suntas Dorf, um 1600 m 
(n. 1431. — Blühend im Nov. 1899). | 

Diese Art steht dem L. xixyphifolius Engl. nahe, ist aber durch die viel längeren 
Blätter verschieden. 

L. (Dendrophthoé § Hirsuti) Dregei Eklon et Zeyher, msc. ex. 
Harvey in Harv. et Sond. Fl. cap. IL 578. | 

Forma obtusifolia. | 

Nördl. Kinga-Gebirge: Ussangu, an trockenen Abhängen des Muigi- 
Berges, um 2400 m auf Uapaca Goetzei Pax, in Büschen von 1 m Durch= 
messer (n. 1014. — Blühend im Juni 1899). 

L. (Tapinanthus $ Purpureiflori) irangensis Engl. in Bot 
Jahrb. XX. 144. & 

Nérdliches Kingagebirge: Ussangu, auf Capparideen-Sträuchern 
Maerua trichophylla Gilg) in der Buschsteppe am Chimala-Fluss, um 1200 m 
n. 1022. —- Blühend im Juni 1899). 

L. (Tapinanthus § A stephaniscus) tenuifolius Engl. n sp. 
ramulis novellis tenuibus pallide ferrugineis, adultis paullo crassioribus, inter 
mediis longiusculis; foliis brevissime petiolatis, tenuiter membranaceis, | 
utrinque viridibus, lanceolatis, plerumque aequilateralibus, a triente | 
inferiore sursum angustatis, nervis lateralibus tenuibus utrinque 2—3 arcua- 
tim adscendentibus; umbellis breviter pedunculatis 3—6-floris; pedicellis 
lenuibus quam pedunculus atque bracteae oblique cupuliformes 
latere exteriore ovatae ciliolatae longioribus; calyculo bractea 
paullo superante latiuscule marginato; perigonii laeiniis lineari-lanceolatis 
purpureis tubum atroviolaceum superantibus; filamentis anguste linearibus | 
apicem versus valde angustatis quam antherae lineares 21/,-plo longioribus, — 
dente angustissimo antherae dimidium fere aequante; stilo tenuiter filiformi, 


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stigmate ovoideo, 


Bildet lockere Büsche von 5 dm Durchmesser, An den jüngeren horizontal ab 
(chenden Zweigen sind die Internodien 4—1,5 em lang, an den älteren 2,5—4 em, Die 


Blätter besitzen an 3—5 mm langem Stiel eine 3—5 em lange und 1—4,6 em breite 


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A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See ete. ges. Pflanzen. 303 


| Spreite. Die Sticle der Dolden sind 2—3 mm lang, die der einzelnen Blüten 4—5 mm. 
Die Bractee ist kaum 4 mm, der Calyculus fast 4,5 mm lang. Die Blütenhülle ist 3— 
3,5 em lang, mit 1,5 cm langer Rühre und etwa 4,8 cm langen Abschnitten. Die Staub- 
fäden sind 1,3 em lang und tragen 3,5 mm lange Antheren, welche den 1—1,5 mm langen 
Zahn überragen. 
Kingagebirge: in Schluchten des Lawiri-Berges, um 1700 m (n. 1194. 
— Blühend im Sept. 1899). 
| Einheim. Name: itagu. 
Diese Art ist jedenfalls mit L. énaequilaterus Engl. (Bot. Jahrb. XXVIIE 384) nahe 
verwandt, aber durch viel kleinere Blätter und länger gestielte Dolden unterschieden. 
L. (Tapinanthus $ Obtectiflori) latibracteatus Engl. n. sp.; 
ramulis juvenculis tetragonis, adultis teretibus; foliis oppositis subcoriaceis 
elongato-oblongis obtusis in petiolum brevem angustatis, nervo 
aterali utrinque uno adscendente, vix prominente; capitulis multifloris soli- 
tariis axillaribus glabris; pedunculo crasso quam bracteae longiore; bracteis 
“latis oblongis quam calyculi 5—6-plo longioribus, calyculo cupuli- 
formi ad dimidium usque cum ovario connato, ciliolato; perigonio elongato 
albo sursum rubescente, unilateraliter fisso, laciniis lineari-lanceolatis con- 
“cavis flavoviridibus; filamentis linearibus quam antherae lineari-oblongae 
3—31/3-plo brevioribus, stilo tenui pentagono; stigmate obovoideo. 
Die Internodien zwischen den Blattpaaren sind etwa 2 cm lang. Die Blätter sind 
7—8cm lang und 2,5—3 cm breit. Die Stiele der Inflorescenz sind 2 cm lang, die 
Bracteen etwa 4 cm lang und in der Mitte 4,5 mm breit, am Grunde zusammengefaltet. 


Die Blütenhülle ist 4,5 em lang und besitzt 1 cm lange Zipfel. Die freien Enden der 
Staubblätter sind 8 mm lang und tragen 2 mm lange Antheren. 


Oberes Kondeland: Umuamba, auf dem welligen Plateau des Ntuli- 

Berges, um 1700 m, auf Arcus kondensis Warb. (n. 1310. — Blühend am 
2. Oct. 1899). 

Diese Art unterscheidet sich von dem nahestehenden L. usambarensis Engl. haupt- 
sächlich durch die breiten Bracteen und die mehr länglichen Blätter. 

L. (Tapinanthus $ Eubracteati) Engl. nova grex. 

Ramuli oppositifolu atque folia pilis longis verticillatim ramosis obtecti. 
Bracteae majusculae vagina basali calyculum obtegentes. Filamenta ad basin 
antherae dente parvo instructa. 

L. (Tapinanthus $ Eubracteati) proteicola Engl. n. sp.; rämulis 
atque foliis ubique pilis ferrugineis vel cinereis verticillatim ramosis pilis 
simplicibus intermixtis obtectis; internodiis brevibus; foliis cinereo-pi- 
losis breviter petiolatis, coriaceis, demum cinerascentibus, oblongis 
obtusiusculis basi acutis; floribus plerumque binis in axillis sessilibus, 
pilis ramosis atque simplicibus longioribus vestitis, bracteis majusculis ob- 
longis parte inferiore calyculum irregulariter lobatum obtegentibus et longe 
superantibus; perigonii tubo elongato superne fisso, laciniis lineari-lanceo- 
latis demum reflexis; filamentorum parte libera quam anthera anguste 
linearis 21/,-plo longiore, in dentem acutum exeunte, stilo superne tenui 
in stigma ovoideum exeunte stamina superante. 


304 Beitr.z. Fl. v. Afr. XXIT. Ber. üb. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. etc. 


Die Internodien der jüngeren Zweige sind etwa 0,8—4 cm lang, die der älteren — 
1,5—2 cm lang und 6 mm dick. Die Blattstiele sind 0,5 cm, die Blattspreiten etwa 
2,5 cm lang und 4,2 cm breit. Die Tragblätter haben etwa 1,2 cm Länge und 5—6 mm 
Breite. Die Blütenhülle besitzt eine 4 em lange Röhre und 4 cm lange Abschnitte. Die 
freien Enden der Staubfäden sind 7 mm, die Antheren 3,5 mm lang. 

Nördliches Kingagebirge: Ussangu, an Abhängen des Lipanye- 
Berges um 2500 m, auf Protea kingaensis Engl. (n. 995. — Blühend am 
3. Juni 1899). 

Diese Art und L. nigritanus Hook. f., der früher fälschlich zu Dendrophthoé ge- 
stellt wurde, bilden zusammen die neue Gruppe der Æubracteati in der Untergattung 
Tapinanthus Sect. Pentatapinanthus. , 


L. (Tapinanthus § Constrictiflori) Füllebornii Engl. n. sp.; ra- 
mulis novellis tenuibus glaucescentibus, adultis teretibus lenticellis minutis 
crebris obsitis; foliis subcoriaceis utrinque glaberrimis oblongis in petiolum 
brevem contractis, apice obtusis, nervis lateralibus I. utrinque 2 angulo 
acuto infra medium adscendentibus; pedunculis axillaribus brevibus 
2—3-floris pedicellos aequantibus; bractea breviter cupuliformi, ca- 
lyculo cupuliformi latiuscule marginato, margine demum 5-lobo; ‘perigonil 
purpurei tubo inferiore globoso, superiore ultra medium unilateraliter fisso 
triente inferiore valde attenuato, laciniis lineari-lanceolatis tubi !/, longitu- 
dine aequantibus, coriaceis extus atropurpureis; filamentorum parte libera 
sursum incrassata apice pallida, dente minuto instructa, quam anthera 
lineari-oblonga 11/,-plo longiore; stilo gregis. 

Die Glieder der Aste sind 4—4,5 em lang. Die Blätter an 5 mm langem Stiel 
sind 4—5 em lang und 2—3 cm breit. Die Stiele der wenigblütigen Dolden sind 3 mm 
lang, ebenso die Stiele der Blüten. Die Bractee hat nur 4,5 mm, der Calyculus 2,5 mm 
Länge. Der kugelige Teil der Blütenhülle hat 3—3,5 mm Durchmesser, der obere Teil 
‘ cm Länge, wovon etwa 3,2 cm auf die obere Röhre, 8 mm auf die 4 mm breiten 
Abschnitte kommen. Die freien Teile der Staubblätter sind unten dunkelpurpurn, dann 
ein Stückchen purpurrot und am Ende blass. Die Anthere ist 3 mm lang. 

Nördliches Nyassaland: ohne genauere Standortsangabe (a. 1899). 

Diese Art steht dem L. Kraussianus Meissn. am nächsten. 


L. (Tapinanthus § Constrictiflori) Sadebeckii Engl. in Bot. 
Jahrb. XX. 122. 

Nördliches Kingagebirge: Ussangu, an Abhängen des Pikurugwe- 
berges, um 2500 m, auf Protea (n. 989. — Blühend am 2. Juni 1899). 


L. (Plicotepalus Sect. Euplicotepalus) undulatus E. Mey. 
Var. sagittifolius Engl. in Pflanzenwelt Ostafr, C. 167. 

Usafua: am unteren Abhang des Poroto-Berges, bei 1700 m auf 

\cacien im Grasland des welligen Plateaus (n. 1038. — Blühend am 


16. Juni 1899). 

Viscum Goetzei Engl. n. sp.; ramis elongatis subteretibus, ramulorum 
internodiis leviter compressis; bracteis semiovalis margine scariosis; floribus 
plerumque in axillis solitariis; perigonii tepalis triangularibus latitudine sua 


A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See ete. ges. Pflanzen. 305 


- 1'/,-plo longioribus ovarium subaequantibus, bacca ovoidea laevi truncata, 


stili vestigio brevi instructa. 
Reich verzweigt, an den älteren Zweigen mit 2—3 cm langen, 3 mm dicken Inter- 
nodien, an den jüngeren Zweigen mit 1—2 cm langen, nur 2 mm breiten Internodien. 
Die gegenständigen, schuppenförmigen Blätter sind 4,5—2 mm lang und breit. Die 
schwefelgelben Blütenhüllblätter sind 4,5 mm lang und 4 mm breit, der Fruchtknoten 
zur Zeit der Anthese 1,5 mm lang und 4,25 mm dick. Die Beere ist 4 mm lang und 
3 mm dick. 


Nördliches Kingagebirge: Ussangu, am Nordabhang des Lipanye- 
Rückens, um 2300 m im Schluchtenwald einem Loranthus aufsitzend, der 
auf Mystroxylum ussangense Loes. schmarotzt (n. 1273. — Blühend und 

- fruchtend am 18. Sept. 1899). 
| Die Art steht in der Mitte zwischen V. fenwe Engl. und der folgenden Art 

V. anceps E. Mey. in Zeyher Exsicc. n. 748. 
| V. dichotomum Harvey in Harv. et Sond. Fl. cap. II. 504, non Don 
 Prodr. nep. 447. 
| Unyika: an Bachufern bei Manyames Dorf um 1500 m (n. 1441. — 
| Blühend und fruchtend im Nov. 1899). 


7 Santalaceae (A. ENGLER). 

| Osyris compressa (Berg.) A. DC. Prodr. XIV. 1, 634. 

Kingagebirge: Ussangu; am Nordabhang des Lipanye-Rückens an 

“den Rändern des Schluchtenwaldes bei 2300 m, als 3—4 m hoher, ge- 

- schlossen aufrecht wachsender Strauch (n. 1269. — Blühend am 18. Sept. 

21899). 

Osyridocarpus linearifolius Engl. in Bot. Jahrb, XXVIIL 385. 
Var. Goetzei Engl.; alte scandens; cymis valde divaricatis 3—15- 

floris, abortu vel lapsu florum terminalium dichotomis, bracteis lineari-lan- 


- ceolatis alte supra ramulorum basin abeuntibus. 
| 6—8 m hoch kletternde Liane mit in der Jugend grünlichweißen, später gelb- 
_ orangefarbenen Blüten. 


Kingagebirge: Ussangu, am Nordostabhang des Pikurugwe-Berges 
“in Lichtungen des Schluchtenwaldes bei 2500 m (n. 1253. — Blühend und 
- fruchtend im Sept. 1899). 
Thesium ussanguense Engl. n. sp.; caudice crasso, caulibus nume- 
erectis brevibus acutangulis; cataphyllis numerosis basin ramorum 


“> 


3 


obtegentibus, foliis lineari-lanceolatis acuminatis apice albido re- 

curvo, pallide marginatis et minute ciliolatis, a medio caulis in 

axillis floriferis, prophyllis quam folia paullo minoribus üsque consimilibus; 
Mloribus valde elongatis bracteas superantibus; perigonii tepalis 
linearibus obtusis tubum aequantibus, concavis, margine et intus 
> pilosis, stamina obtegentibus; filamentis a basi laciniarum liberis quam an- 
_ therae oblongae basin versus paullum dilatatae duplo longioribus, stilo tenui 
_ perigonium subaequante, stigmate parvo capitato. 

Botanische Jahrbücher. XXX. Bd. 20 


4 


iv, 


306 Beitr. z. Fl. v. Afr. XXII. Ber. üb. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. etc. 


Die Pflanze besitzt einen bis 2 em dicken Grundstock mit kräftigen, 7 mm dicken 
Wurzeln und mehreren 42—15 cm langen Stengeln, an deren Basis 3—5 mm lange 
Niederblätter zusammengedrängt sind, während weiter oben die 5—7 mm langen, 4,5 mm - 
breiten Laubblätter nur 3—5 mm von einander entfernt sind. Die Vorblätter der 
weißen Blüten sind etwa 5 mm lang, die Blüten 7 mm lang mit 2 mm weiter Röhre 
und 3 mm langen Abschnitten. Die Antheren sind etwa 4 mm lang. Der unterständige 
Fruchtknoten ist 4,5 mm lang und 4 mm dick. 

Kingagebirge: Ussangu, auf flachen, rasigen Abhängen am Nord- 
abhang des Lipanye-Rückens, um 2200 m (n. 4264. — Blühend am 
17. Sept. 1899). 

Th. Goetzeanum Engl. n. sp.; caudiculo crasso, radices crassiusculos 
horizontales et caules numerosos erectos pauciramosos glaucovirides emit- 
tente, caulibus longitudinaliter sulcatis; foliis anguste linearibus apice 
cartilagineo instructis, margine minutissime serrulatis; foliis superioribus 
atque bracteis floriferis, pedicellis cum prophyllis bracteae adnatis; 
prophyllis linearibus acutis flores superantibus; perigonii tepalis elongato- 
triangularibus obtusis basi connatis anthesi ovario obovoideo aequilongis, 
marginibus inflexis atque apice obtuso longe pilosis; staminibus quam 
tepala triplo brevioribus; filamentis antheris aequilongis; fructibus 
ovoideis, distincte 4 0-nerviis. 

Die zahlreichen dem Grundstock entspringenden Stengel sind 2,5—3 dm lang, 
scharfkantig und gefurcht, unten mit 4,5 cm langen, weiter oben mit kürzeren Inter- 
nodien, unten mit 4,5 cm langen und 2 mm breiten Blättern. Die oberen Blätter und 
die Bracteen sind nur 4—0,8 em lang und 4 mm breit. Die Vorblätter sind nur 4 mm 
lang. Der 2 mm lange Blütenstiel ist mit dem Tragblatt verwachsen. In den jungen 
Blüten ist die becherförmige Blütenachse 2 mm lang und geht in die Blütenhülle über, 
deren freie Abschnitte 1,5 mm Länge haben. Bei der Reife ist die Halbfrucht 3 mm 
lang und 2,5 mm dick. 

Unyika: in Miwura-Beständen auf grauem Laterit, beim Dorf Fingano, 
um 4700 m (n. 4379. — Blühend und fruchtend am 26. Oct. 1899). 

Die Art ist ein wenig mit dem Th. angulosum A. DC. verwandt; aber durch 
vrößere Blätter an kürzeren Stengeln und einzeln in den Blattachseln stehende Blüten 
verschieden. 

Th. unyikense Engl. n. sp.; caudiculo crasso, caules plures erectos 
longitudinaliter sulcatos multiramosos emittente, ramis angulo acuto 
adscendentibus, 1—5-floris, saepe irregulariter cymosis; folis 
brevibus ovato-lanceolatis acutis; bracteis triangularibus acutis ciliolalis, 
perigonii Lepalis elongato-triangularibus obtusis albis, anthesi ovario 
oblongo brevioribus, marginibus inflexis longe pilosis; staminibus 
quam petala paulo brevioribus; stilo tenui stamina paullo superanle; 
fructibus ovoideis, distincte 10-nerviis et inter nervos prominentes 
retieulatis, 

Die Stengel sind bis 3 dm lang und tragen 4—6 em lange Zweige, deren dünne, 
1— 2 em lange Endästchen eine Terminalblüte übergipfeln. Die Blätter sind nur 2—3 mm 
lang, die Braeteen meist noch kleiner, Die Abschnitte der Blütenhülle sind fast 2 mm 
lang, Die Halbfrüchte sind 8,5 mm lang und 2,5 mm dick, mit sehr stark hervor 


Irelenden Netznerven zwischen den Längsnerven, 


RS OS SP METER TEE NE 


LS 


Tage 


A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See etc, ges. Pflanzen, 307 


>= 


Unyika: mit voriger Art in Miwura-Beständen auf grauem Laterit 
beim Dorf Fingano, um 1700 m (n. 1377. — Blühend und fruchtend am 
26. Oct. 1899). 


Diese Art ist auch etwas mit Th. angulosum A. DC. verwandt, aber durch den 
Sprossaufbau, namentlich durch die übergipfelnden Astchen der Seitenzweige ver- 
schieden. 

Th. rungwense Engl. n. sp.; suffrutex valde ramosus, ramis adultis 
lignosis novellis dense foliatis; foliis linearibus cartilagineo-api- 
culatis concavis, leviter curvatis; floribus sessilibus vel brevis- 
sime pedicellatis; prophyllis florem aequantibus; tepalis ovatis albidis 
anthesi ovario obovoideo aequilongis, glabris; staminibus quam pe- 
tala paullo brevioribus; fructibus breviter ovoideis levissime nervosis. 

Ein bis 3 dm hoher Halbstrauch mit 4—1,5 dm langen holzigen Asten und 4—5 cm 


_ langen Endzweigen, an denen die 5—7 mm langen, 4 mm breiten Blätter ziemlich dicht 


stehen. Die Vorblätter der Blüten sind nur 2 mm lang, diese selbst etwa 1,5 mm. Die 
Früchte werden 2 mm lang und 1,5 mm dick. 


Rungwe-Stock: auf den höchsten Kuppen, um 2900 m (n. 1156. — 
Blühend und fruchtend am 13. Aug. 1899). 
Einheim. Name: lumi. 


Diese Art steht dem Th. Whyteanum Rendle etwas nahe, ist aber durch die ge- 
krümmten Blätter und die sitzenden Blüten unterschieden. 


Opiliaceae (A. Ena er). 
Opilia tomentella (Oliv.) Engl. in Pflanzenwelt Ostafrikas C. 168. 
Unyika: am Abfall des Plateaus, als Liane am Flussbett des Yambe 
beim Dorf Sante, um 1000 m (n. 1408. — Blühend im Nov. 1899). 


Polygonaceae (U. Dammer). 


Rumex nervosus Vahl var. usambarensis Engl. in Pflanzenwelt 


« Ostafr. C. 169. 


N ET 


Sg 
14 


er 


2 


Usafua: Utengule, auf Grasland des welligen Hochplateaus bei 1600 m 


“(n. 1050. — Blühend am 18. Juni 1899). 


!/, m hoher, in die Breite wachsender Halbstrauch mit leicht überhängenden Trieben. 


Amarantaceae (G. LoPRIORE). 
Celosia argentea L. Spec. ed. I. 205. 
Uanda am Rukwa-See: in der Steppe auf Sumpfboden um 800 m 
ü. M. (n. 1420. — Blühend im Juli 1899). 
| Argyrostachys splendens Lopr. nov. gen. et nov. spec. in Engl. 
“Bot. Jahrb. XXX. (1901) 108, 109, Fig. 2. 
Unyika: auf feuchten Wiesen beim Dorfe Luembu um 1600 m ii. M. 


“(n. 1391. — Blühend im Oct. 1899). 


20" 


308 Beitr. z. Fl. v. Afr. XXIT. Ber. üb. d. bot, Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. ete. 


Nyctaginaceae (A. ENGLER). 
Boerhavia plumbaginea Cay. Ic. I. 7. t. 112. 


Usafua: Ubungu, am Rukwa-See, an Abhingen der hiigeligen Steppe | 
beim Dorf Yila (n. 1097. — Blühend am 15. Juli 1904). 


Phytolaccaceae (A. ENGLER). i 

Phytolacea abyssinica Hoffm. in Comm. Goett. 12, t. IL, IM. 
Usafua: in der Landschaft Masote, am Lupa-Fluss bei 1000 m 
in. 1094. — Blühend am 6. Juli 1899). 


Als Liane mit arm-dickem Stamm, in hohe Bäume kletternd, 


Aizoaceae (A. ENGLER). 

Glinus lotoides L. Spec. ed. I. 463. | 
Uanda am Rukwa-See: auf Sumpfboden der Baumsteppe, um « 
800 m (n. 1109. — Blühend am 19. Juli 1899). 


Caryophyllaceae (A. ENGLER). 


Silene Burchelii Otth. in DC. Prodr. L 374. 

Kingagebirge: auf dem Kipengere-Rücken an trockenen mit Fels- — 
blöcken übersäeten Halden, um 2700 m (n. 968. — Blühend am 28. Mai 
1899). 


Nymphaeaceae (E. GıLc). | 
Nymphaea coerulea Savign. Déc. pl. Egypt. II. (1799) 74. 
Oberes Kondeland: Umuamba, am sumpfigen Ufer des Itende-Sees, 
um 4000 m ü. M. (n. 1323. — Blühend im Oct. 1899). 


Ceratophyllaceae (A. ENGLER). 


Ceratophyllum demersum L. Sp. ed. I. 992. 
Rukwa-See: am sumpfigen Ufer bei Kibungu in Ubungu, um 800 m 
nm. 4442. — Blühend am 25. Juli 1899). 


Ranunculaceae (A. EnGter). 
Delphinium dasycaulon Fresen, in Mus. Senckenb. II, 272; Rich. Fl. 


Abyss. I. 8. 
Nördliches Kingagebirge: Ussangu, auf dem Lipanye-Berg, um 
2300 m bei verwilderten Schamben (n. 997. — Blühend im Juni 1899). 


i,m hohe, einjährige Pflanze. 


D, Goetzeanum Engl. n. sp.; herba alla, ubique dense et breviter | 


einereo-pilosa; foliorum inferiorum petiolo basi vaginante, quam lamina 
1— 6-plo longiore, lamina erassinseula, %-fida, laciniis late cuneatis 3-lobatis, 


ME 


A, Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See etc. ges. Pflanzen. 309 


lobis grosse inaequaliter dentatis, superiorum petiolo quam lamina 3 —4-plo 
longiore, lamina 5-partita, partitionibus 2-pinnatipartitis, partitionibus lineari- 
lanceolatis patentibus; panicula longa laxiflora; ramis infimis 2—3-floris, 
pedicellis tenuibus quam flores longioribus, bracteis et prophyllis 
lineari-lanceolatis; floribus maximis ex albo pallide coerulescenti- 
bus; calcare leviter curvato quam sepala oblonga longiore, petalorum 
lamina flava lineari-oblonga dimidium sepalorum aequante, calcare leviter 
curvato, calycis calcari aequilongo; filamentis tenuibus quam antherae ovales 


- nigrescentes pluries longioribus; carpellis 3 longis dense pilosis quam fila- 


menta brevioribus. 

Die Pflanze ist 4 m und darüber hoch. Die unteren Internodien des 5—-6 mm 
dicken Stengels sind 5—7 cm lang. Die Blattstiele haben eine Länge von 2 dm und 
darüber; die Blattspreiten sind 4 dm breit, 8 cm lang und in 3—3,5 cm lange, 3 cm 
breite keilförmige und gelappte, dann wieder gezähnte Abschnitte gegliedert. Die oberen 
Stengelblätter sind tiefer geteilt, und haben 2—3 cm lange, tief fiederteilige Segmente 
mit nur 2—3 mm breiten Abschnitten. Die Blütenstiele sind 5—9 cm lang und tragen 
4—1,5 cm lange, 2 mm breite Bracteen. Der Sporn des Kelches und der oberen Blumen- 
blätter ist 3,5 cm lang. Die Kelchblätter sind etwa 3 cm lang und 1,2 cm breit. Die 
Spreite der Blumenblätter ist 7—9 mm lang, und oben 2—3 mm breit. Die Staubblätter 
sind 4 cm lang, mit 4,5 mm langen schwärzlichen Antheren. Die Carpelle haben eine 
Länge von 7 mm und eine Dicke von 2 mm. 

Ubena: auf Bergwiesen am Ruhudge-Fluss, um 1900 m (n. 804. — 
Blühend am 25. März 1899). 


Eine prachtvolle, durch die großen weißen Blüten sehr ausgezeichnete Art. 


Clematis Wightiana Wall. Cat. 4674 var. pilosissima Engl.; omni- 
bus partibus breviter et densissime cinereo-pilosis, segmentis longe ansatis 
ambitu ovatis vel ovato-cordatis grosse crenatis. 

Usafua: auf dem Ngosi- oder Poroto-Berg im Schluchtenwald bei 
2200 m, als hochkletternde Liane mit armdickem Stamm (n. 1283. — 
Blühend im Sept. 1899). 


C. Thunbergii Steud. apud Harv. et Sond. Fl. cap. I. 2. 
Var. angustisecta Engl.; foliorum superiorum segmentis extimis 
lanceolatis serrato-dentatis. 
Usafua: Utengule, in niederem Busche des welligen Plateaus, um 
1600 m (n. 1033. — Blühend am 14. Juni 1899). 
Dieselbe Varietät sah ich von Iwambo im Süden des Tanganjika aus einer Höhe 


von 4700 m, gesammelt von Nurr (Herb. Kew.), ferner von Huilla in Benguella, gesammelt 
von ANTUNEs (n. 99). 


C. simensis Fres. in Mus. Senckenb. II. 267. 
Kingagebirge: An Rändern des Schluchtenwaldes am Kinyika-Berg, 


bei 2600 m, als mehrere Meter hoch kletternde Liane (n. 938. — Blühend 
am 25. Mai 1899). 


310 Beitr. z. Fl.v. Aft. XXI. Ber. üb d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. ete, 


Menispermaceae (A. ENGLER). 


Coceulus villosus DC. Syst. L 525. 

Usafua: Ubungu, in den Ilunga-Bergen an trockenen flachen Ab- : 
hängen, um 1400 m. (n. 1094. — Blühend am 12. Juli 1899). 

Mehrere Meter lange Liane mit bleistiftdickem Stengel. 

Stephania hernandiifolia (Willd.) Walp. Rep. L 96. 

Rungwestock: im Wald, um 1800 m (n. 1335. — Blühend am 
17. Oct. 1899). 


Mehrere Meter lange Liane mit bleistiftdickem Stengel. 


Monimiaceae (A. ENGLER). 


Xymalos usambarensis Engl.; inflorescentiis masculis quam petioli 
duplo vel magis longioribus, densifloris; bractea lineari-lanceolata acuta 
florem superante vel aequante; tepalis 3, rarius 4 oblongis; staminibus 
sessilibus 20—25, antheris late ovatis obtusis, thecis rimis longitudinalibus 
dehiscentibus. 

Paxiodendron usambarense Engl. in Pflanzenwelt Ostafr. C. 182. 

45—20 m hoher Baum mit breiter Krone, oft mehrstämmig. 

Nördl. Kingagebirge: Ussangu, im Schluchtenwald am Nordabhang 
des Lipanye-Rückens bei 2300 m (m. 1271. — cf blühend am 18. Sept. 
1899; n. 1272. — © blühend und fruchtend). | 

Nachdem jetzt von Gorrze männliche Bäume aufgefunden worden, hat sich aus der 
Beschaffenheit der Antheren ergeben, dass die früher von mir zu den Lauraceen ge- 
stellte Gattung eine Monimiacee ist und zu Xymalos gehört. Es ist nun auch Paxioden- 
dron ulugurense Engl. Bot. Jahrb. XXVIIL 389 = Xymalos ulugurensis Engl. 


Capparidaceae (E. Gira). 

Capparis tomentosa Lam. Dict. I. 606. 

Ubungu am Rukwa-See: am Abhang der hügeligen Steppe am 
See beim Dorfe Yila, 800 m ü. M. (n. 4096. — Blühend im Juli 
1899). 

Boseia pachyandra Gilg n. sp.; »arbuscula 4—5 m alta glaberrima, 
squarrosa, multiflora,« ramis nigrescentibus vel nigris; foliis lanceolatis vel 
rarius oblongo-lanceolatis usque oblongis, apice acutiusculis aculissimeque 
apiculatis, basin versus sensim in petiolum brevem angustatis, integris, 
coriaceis vel subeoriaceis, ulrinque opacis, nervis alque venis anguste reli- 
eulatis supra manifeste immersis, subtus nervis atque venis maximis tan- 
lum conspicuis paullo immersis; floribus pro genere maximis usque 1,5 cm 
diam., longipedicellatis in racemos elongatos multifloros densifloros con- 
fertos dispositis; sepalis oblongis aculis margine ciliolatis; staminibus 22-— 
24 sepala vix superantibus erasse filiformibus; ovario gynophoro crassius- 
culo insidente ovato vel ovalo-oblongo; stigmate sessili subgloboso, 


A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See ete. ges. Pflanzen. 311 


Blätter 2,5—6,5 cm lang, 1,2—2 cm breit, Blattstiel 5—6 mm lang. Blütenstand 
4—8 cm lang, 3—3,5 cm dick, dicht walzenförmig, Blütenstielchen 41—1,4, cm lang, 
Keichblätter 5—6 mm lang, an der Basis 4—3 mm breit. 
Nördl. Kingagebirge: Ussangu, in der Buschsteppe am Chimala- 
… Flusse, 1200 m ü. M. (n. 1023. — Blühend im Juni 1899). 


Einheim. Name: libalamba. 
Eine sehr gut charakterisierte und weitaus die schénste Art der Gattung, welche 
nur mit B. Mildebrandtit Gilg eine nähere Verwandtschaft zeigt. 


| 
Cadaba Kirkii Oliv. Fl. trop. Afr. I. 90. 
| Var. polyadenia Gilg. nov. var.; differt a typo floribus aureis (haud 
_ viridi-flavescentibus), pedunculis, rachi, pedicellis glandulis longistipitatis 
 aureis densissime obtectis et valde glutinosis, disco floris superne sensim 
| manifeste ampliato (haud cylindraceo), inflorescentia plerumque racemoso- 
| elongata (haud corymbosa). 

Nördliches Kingagebirge: Ussangu, in der Buschsteppe am Chimala- 
 Flusse um 1200 m ü. M. (n. 1024. — Blühend im Juni 1899). 


In ganz Ostafrika kommen nach dem mir vorliegenden Material entweder zwei sehr 
abweichende Formen von C. Kerkir Oliv. oder zwei verschiedene Arten vor, welche sehr 
wahrscheinlich schon von Oziver bei seiner Beschreibung mit einander zu einer Art ver- 
einigt wurden. Wenigstens ist OLıver’s Diagnose so weit gefasst, dass man unmöglich 
sagen kann, welche der beiden Formen eigentlich seine ©. Kirkii ist. Und doch sind 
die beiden Formen resp. Arten so bedeutend verschieden von einander, dass sie auch 
bei dem mir vorliegenden, sehr umfangreichen Material auf den ersten Blick zu trennen 
sind. Als ©. Kirkii Oliv. fasse ich die Formen mit fast ebensträussigem Blütenstand, 
dessen Äste fast kahl oder mit winzigen sitzenden Drüsen bedeckt sind, mit grünen oder 
-selblich-grünen Blüten, deren Discus kurz cylindrisch gestaltet ist. — Von dieser Art 
lagen mir folgende Exemplare vor: 

Sansibarküstengebiet: Zwischen Kipambui und Uvinje (Fiscuer n. 19); 
 Tschamtei in Duruma (Hırvesranpr n. 2343); Tanganjikaplateau, 700—1000 m 


it. M. (Wavre a. 1896). 
4 Von der soeben als ©. Kırkir var. polyadenia beschriebenen Form, welche durch 
_ goldgelbe Blüten mit nach oben trichterförmig erweitertem Discus und meistens stark 
“raubig verlängerte, lang gelbzottigdrüsige Inflorescenz ausgezeichnet ist, konnte ich 
_ außer der von GoErzE gesammelten Pflanze folgende Exemplare untersuchen: 

, Massaisteppe: Salanda (Fiscuer n. 20); Nyassaland: (J. Buchanan [1895] 
ar). 

Ich habe nur deshalb davon abgesehen, eine neue Art zu beschreiben, weil die 
_ beiden Typen in manchen anderen Punkten, z. B. in der Blütengröße nicht unbedeutend 


ij eee ee Oe eee 


variieren und ich zur sicheren Entscheidung der Frage neues Material abwarten will. 
à 
Fi Maerua trichophylla Gilg n. sp.; »frutex 2 m altus squarrosus ramis 


_ pendulis<, parce pilosis, mox glabrescentibus; foliis simplicibus, sessilibus, 
parvis, oblanceolatis, apice rotundatis et plerumque breviter mucronulatis, 
_ basin versus sensim angustatis, ad ramos abbreviatos 4—6 confertis, sub- 
…coriaceis vel coriaceis, integris, supra dense, subtus densissime pilis longius- 
_ eulis obtectis; floribus axillaribus solitariis, longe et tenuiter pedicellatis, 
~ pedicello sepalisque laxe longiusculeque pilosis; floribus cupula obconica 
_ elongata, instructis; sepalis ovato-oblongis acutiusculis; petalis suborbiculari- 


312 Beitr. z. Fl. v. Afr. XXI. Ber. üb. d. bot. Ergebn. d, Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. ete, 


bus sepalorum 1/, longit. superantibus; gynophoro staminibus subaequi- 
longo. 

Blätter 5—7 mm lang, 1—1,5 mm breit. Blütenstiele 1—1,3 cm lang. Recepta- 
culum 3—4 mm lang. Kelchblätter 6 mm lang, 3 mm breit. Blumenblätter ca. 2.5 min 
im Durchmesser. Gynophor 1,3—4,4 cm lang. 

Nördliches Kingagebirge: Ussangu, in der Buschsteppe am Chimala- 
Flusse, um 1200 m ü. M. (n. 1024. — Blühend im Juni 1899). 


Die neue Art ist mit M. Harmstana Gilg verwandt. 


Droseraceae (E. Gite). 


Drosera ramentacea Burch. in DC. Prodr. I. 348. 

Uhehe: Utschungwe-Berge, im Hochmoor um 2000 m ü. M. (n. 576. — 
Blühend im Jan. 1899); in sumpfigen Einsenkungen der Weru-Landschaft 
um 1600 m ii. M. (n. 699. — Blühend im Febr. 1899). 

Einheim. Name: finjolenga (n. 576) oder miubizi (n. 699). 


D. Burkeana Pl. in Ann. sc. nat. ser. 3 IX. 192. (?). 

Südliches Uhehe: Mgololo, im Sumpf, 1400 m. ü. M. (s. n., im 
März ohne Blüten und Früchte). 

Von dieser Pflanze liegen nur zahlreiche Blatt-Rosetten vor. GoETzE glaubt, dass 
dieselben nur einen Jugendzustand der D. ramentacea darstellen. 


Podostemonaceae (A. ENGLER). 


Dieraea violascens Engl. n. sp.; tota planta violascens; caule brevi; 
foliis dichotomis, laciniis angustissimis; bracteis foliis consimilibus 
hasi vaginantibus vel breviter biauriculatis ad apicem caulis 
sibi approximatis; spathellis sessilibus, clausis oblongis, apertis 
cupuliformibus dentatis; pedicello brevi; tepalis lineari-subulatis acutis; 
androphoro longitudine variante, interdum gynophorum atque ovarium 
aequante; filamentis antheris aequilongis; thecis oblongis; ovario breviter 
stipitato oblongo; capsula oblonga brunnea. 

Die Sporne besitzen einen nur 2—5 mın langen Stiel. Die Blätter und Bracteen 
ind etwa 2—2,5 cm lang, mit 4 cm langen fadenförmigen Abschnitten. Die Spathella — 
ist 2,5 mm lang. Die Tepalen sind kaum 0,5 mm lang. Der Blütenstiel ist 2—3 mm 
lang, der Fruchtknoten etwa 4 mm, Die Früchte sind 4,5 mm lang und 4 mm dick, 


Kingagebirge: im Bett des Diroro, auf Felsblöcken im Wasser, um 
2200 m (n. 943. — Blühend und fruchtend 25. Mai 1899), 


Diese Art ist von D, Warmingii Engl. hauptsächlich verschieden durch das ge- 


dielte und längliche Ovarium, sowie durch die längliche Frucht. 


Crassulaceae (A. EnGLen). 
Kalanchoé Goetzei Engl. n. sp.; herba ad trientem inferiorem 
usque glabra, deinde pilis tenuibus glanduliferis dense obsita, 
internodiis inferioribus brevibus, mediis atque superioribus subteretibus 


_ 


A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See etc. ges. Pflanzen. 313 


longioribus; foliis inferioribus obovato-oblongis, superioribus ob- 
longis vel elongato-oblongis basi connatis, margine integris vel leviter 
undulatis; bracteis infimis foliaceis linearibus; inflorescentiis medio caule 
paucifloris, in caule superiore multifloris cicinnos simplices 
vel duplices densos secundos formantibus, bracteis cicinnorum anguste 
lineari-lanceolatis acutis; pedicellis tenuibus quam flores multo brevioribus ; 
calyeis quam corolla 21/,-plo brevioris segmentis ad tertiam partem usque 
connatis lanceolatis acuminatis; corollae aurantiacae et rubescentis laciniis 
oblongis acuminatis glabris quam tubus tenuiter pilosus 2!/,-plo brevioribus. 

Die Pflanze ist 2,5—5 dm lang, einjährig. Der Stengel besitzt 1,5—3 cm lange 
untere und bis 6 cm lange obere Internodien. Die unteren Blätter sind 4—5 cm lang 
und 2 cm breit, die folgenden noch unterhalb der Mitte des Stengels befindlichen bis 
6cm lang. Die auch schon unterhalb der Mitte des Stengels stehenden Bracteen sind 
etwa 3 cm lang und 5 mm breit, die im oberen Drittel stehenden noch kleiner. Die in 
den Achseln der Blätter stehenden Doppelwickel sind länger, je höher sie stehen, die 
oberen 5—6 cm lang, mit 4 cm langen Einzelwickeln. Die Vorblätter der Blüten sind 
nur etwa 2 mm lang, die Stiele der Blüten ebenso. Der Kelch besitzt einen 2 mm langen 
Becher und 3—4 mm lange, 2,5 mm breite Abschnitte. Die Röhre der Blumenkrone ist 
1 cm lang, die Abschnitte haben bis 3,5 mm Länge, 2—2,5 mm Breite. 


Nördliches Kingagebirge: Ussangu, am Msimasi-Sumpf in sonst 
trockener Buschsteppe, bei 1200 m (n. 1025. — Blühend und fruchtend 
am 10. Juni 1899). 


Die Art erinnert etwas an K. glandulosa Hochst., ist jedoch viel schwächer und 
besitzt kürzere Blütenstiele, sowie kleinere Blüten, deren Vereinigung in dichte Doppel- 
wickel sehr charakteristisch ist. 


Saxifragaceae (A. ENGLER). 
Choristyles shirensis Bak. f. in Transact. Linn. Soc. 2. ser. IV. 
‘., 13. 
Usafua: am Ngosi-Berg, im Wald des Kraters, bei 2000 m (n. 1296. 
— Blühend am 26. Sept. 1899). 


5—6 m hoher, breitwachsender Strauch mit überhängenden Ästen und gelblich- 
grünen, süßlich duftenden Blüten. 


Hamamelidaceae (A. ENGLER). 
Trichocladus ellipticus (Ekl. et Zeyh.) Sond. in Harv. et Sond. Fl. 


- cap. I. 325. 


Nördliches Kingagebirge: Ussangu, an Abhängen des Pikurugwe- 
Rückens im Numbethal, um 2100 m (n. 1260. — Blühend am 16. Sept. 
1899). 


12—13 m hoher Baum mit glatter Rinde. 


Rosaceae (A. ENGLER). 


Rubus kingaensis Engl. n. sp.; alte scandens, ramulis novellis 
breviter et dense pilosis, adultis cum petiolis glabris, purpureis, 


314 Beitr.z. Fl. v. Afr. XXI. Ber. üb. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. ete. 


aculeis compressis apice leviter recurvis numerosis; foliis subcoriaceis 
glabris, supra nitidis pinnatis, bijugis, foliolis lateralibus breviter 
petiolulatis quam terminale ovato-oblongum 11/,-plo angustioribus, oblongo- 
lanceolatis, serratis, serraturis apiculatis, costa et nervis lateralibus 
supra insculptis, subtus valde prominentibus, venis tenuibus inter nervos 
leviter arcuatos transversis tenuibus densiusculis atque subtus prominulis; 
inflorescentia paniculata, bracteis inferioribus trifoliolatis vel simplicibus 
ovato-oblongis, superioribus lineari-lanceolatis acuminatis, ramis mediis 
atque superioribus abbreviatis; pedicellis tenuibus densiuscule aculeo- 
latis, flore longioribus; sepalis dense cinereo-pilosis lanceolatis in acumen — 
purpureum exeuntibus; petalis obovato-spathulatis quam sepala paullo 
brevioribus, albis; staminibus quam petala brevioribus; carpellis leviter 
curvatis compressis purpureis minute cinereo-pilosis. 

Die Pflanze entwickelt bis 10 m lange, kletternde Triebe, welche nach einer Vege- 
tationsperiode absterben. Die durch 3—5 em lange Internodien getrennten Blatter sind 
1—1,5 dm lang, mit 5—5,5 cm langen und 2—2,5 cm breiten Seitenblättchen an 2—3 mm 
langen Stielchen, 7—8 cm langen und 3—3,5 cm breiten Endblättchen; die 6—7 mm 
von einander abstehenden Seitennerven gehen unter einem Winkel von 60° von der 
Mittelrippe ab. Zweige und Blattstiele sind von 4,5—3 mm langen Stachel besetzt. 
Die Rispe ist 1,3—1,5 dm lang, mit 7—8 cm langen unteren Ästen; die oberen Aste sind 
verkürzt und tragen sehr dünne 4,5 cm lange Blütenstiele. Die Kelchabschnitte sind 
mit der purpurroten 2 mm langen Spitze 6 mm lang und unten 2 mm breit. Die 
Blumenblätter sind 6 mm lang und etwa 3,5 mm breit. Die Staubblätter sind 3—4 mm 
lang. Reife Früchte sind nicht vorhanden. 

Kingagebirge: in Schluchten der Yawiri-Berge, bei 1700 m (n. 1192. — 
Blühend am 8. Sept. 1899). 

Einheim. Name: mtoni. 

Diese neue Art hat einige Ähnlichkeit mit R. dietyophyllus Oliv.; aber die Blatt- 
zähne sind viel größer, die Adern zwischen den Seitennerven nicht so dicht und so 
stark hervortretend, wie bei dieser Art; auch sind bei unserer Art die Zweige kahl und 
die Stacheln kürzer, ferner die Kelchblätter mehr zugespitzt. Von PR. pinnatus Willd. 
weicht unsere Art ebenfalls durch die kahlen Zweige und die einfach gesägten Blätt- 
chen ab. 

R. rungwensis Engl. n. sp.; frutex, ramis dependentibus, petiolis atque 
inflorescentiis dense breviter cinereo-pilosis, aculeis parvis re- 
curvis; foliis subeoriaceis utrinque sparse pilosis; foliis pinnatis biju- 
vis, summis ramulos floriferos fulerantibus unijugis vel simplicibus; foliolis 
lateralibus breviter petiolulatis ovatis vel oblongis, terminali ovalo, 
omnibus serratis vel duplicato-serratis, serraturis protensis, 
nervis lateralibus atque Wenis inter eos transversis supra in- 
sculptis, subtus valde prominentibus; inflorescentia paniculata folia majora 
aequante, bracteis superioribus cuneiformibus trifidis laciniis lineari-lanceo- 
latis, bracteis summis lineari-lanceolatis stipulas lineares acutas paullo supe- 
rantibus; paniculae ramis inferioribus 5—7-Noris, superioribus abbreviatis 
3—4-floris; pedicellis quam sepala paullo longioribus cum illis cinereo= 
tomentosis; sepalis ovato-lanceolatis acuminatis; petalis sepala 


A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See etc. ges, Pflanzen. 315 


aequantibus oblongis pallide roseis; staminibus quam petala paullo 
brevioribus: ovariis parvis cinereo-tomentosis in stilos triplo longiores, glabros 
exeuntibus. 

Strauch mit 1—2 m langen überhängenden Zweigen, welche so wie andere Teile 
mit zerstreuten 2 mm langen zurückgebogenen Stacheln besetzt sind. Die größeren 
Blätter sind etwa 4,5 dm lang, mit 1 cm langen und 4 mm breiten Nebenblättern ver- 
sehen. Die Stiele der Blättchen sind 3—5 mm lang, die Seitenblättchen etwa 5 cm 
lang und 3 cm breit, die Endblättchen größer. Die Rispen sind 1,5 dm lang, die unteren 
Äste derselben 5—6 cm lang, die nächstfolgenden kürzer. Die mittleren dreiteilgen 
Bracteen sind 1—4,5 cm lang, ‘die obersten linealischen nur 4 cm. Die Kelchblätter sind 
mit ihrer 2 mm messenden Spitze 7—8 mm lang und unten 3 mm breit. Die Biumen- 
blätter sind etwa 6 mm lang und 3 mm breit. Die Staubblätter haben eine Länge von 
5 mm. Die Fruchtknoten sind zur Blütezeit nur 4 mm lang und gehen in 3 mm lange 
Griffel über. | 

Rungwe-Stock: in der Bambuszone an den Bergabhängen, um 
2500 m (n. 1164. — Blühend am 13. Aug. 1899). 

Diese Art ist verwandt mit R. wlugurensis Engl., doch sind bei letzterem die 
Blätter und Blättchen viel größer, die Zähne mehr abstehend, die Rispen breiter, die 
Kelchblätter breiter und weniger zugespitzt. 


Hagenia abyssinica Willd. Spec. IL 324. 

Usafua: am Beya-Berg, um 2200 m (n. 1073. — Blühend am 
28. Juni 1899). 

15—20 m hoher Baum mit breiter runder und dichter Krone. 

Parinarium Whytei Engl. in Bot. Jahrb. XXVI. 378. 
| Oberes Kondeland: Untali, im Swis-Thal in Resten früheren Waldes, 

bei 1700 m (n. 4473. — Blühend im November 1899). 

Einheim. Name: miwura. 

25—30 m hoher Baum mit großer runder Krone und etwas überhängenden Zweigen. 

P. mobola Oliv. Fl. trop. Afr. IL 368 n. 4. 

Oberes Kondeland: Umuamba, bei Muanbagos Dorf, um 1000 m 
an Bachufern (n. 1327. — Blühend am 13. Oct. 1899). 


45—20 m hoher Baum, mit breiter, flach gewölbter Krone, mit essbaren Früchten. 
Die Blätter sind mit Cocconia Parinarii P. Henn. besetzt. 


Acioa Goetzeana Engl. n. sp.; frutex; ramulis novellis atque folio- 
rum. petiolis dense cinereo-pilosis; stipulis anguste lineari-lanceolatis rigidis; 
foliorum petiolo brevi, lamina rigida, supra lucida et obscure viridi, sub- 
tus pallidiore, oblonga acuta, nervis lateralibus utrinque circ. 7—8 patenti- 
‘bus tenuibus subtus paullum prominentibus, venis dense et minute 
reticulatis supra prominentibus; paniculis in axillis foliorum superio- 
rum atque terminalibus multifloris corymbosis; ramis saepe dichotomis 
2-floris; bracteis inferioribus ovatis, basi laciniatis, superioribus oblongis 
ubique laciniatis, laciniis angustissimis vertice glandula plana instructis; 
pedunculis plerumque pseudodichotomis; pedicellis quam recepta- 
culum 3—4-plo brevioribus; receptaculo elongato-turbinato, fauce annulo 
obliquo instructo, sepalis oblongis extus brunneo-, intus cinereo-tomentosis, 
Saepe nonnullis vel omnibus glanduloso-ciliatis; petalis obovato-oblongis 


316 Beitr. z. Fl.v. Afr. XXI. Ber. üb. d. bot. Ergeb. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. ete. 


sepala aequantibus vel longioribus; staminibus circ. 9 liberis filiformi- 
bus quam petala triplo longioribus, unilateraliter insertis, ovario breviter 
ovoideo, dense piloso, stilo filiformi stamina superante longe pilosor 

4—5 m hoher Strauch. An den 2—3 mm dicken Zweigen sind die Blätter durch 
1,5—2,5 cm lange Internodien von einander getrennt. Die Nebenblätter sind 5—6 mm 
lang und 1,5 mm breit, die Blattstiele 3 mm lang, die Spreiten 8—9 cm lang und 3— 
4 cm breit. Die Blütenstände sind 7—8 cm lang, die primären Zweige 4,5—2 cm, die 
secundären 4 cm, die Blütenstiele 2—3 mm lang. Die Receptacula sind 7—8 mm lang 
und oben 2 mm weit; die Kelchblätter sind 4 mm lang und 2 mm breit. Die Blumen- 
blätter haben eine Länge von 5 mm und eine Breite von 4 mm. Die Staubblätter sind 
über 2 cm lang. | 

Livingstonegebirge: in Schluchten am Westabfall desselben bei 
Ikombe, um 500 m (n. 1176. — Blühend am 19. Aug. 1899). 

Diese Art weicht von allen bisher bekannten Arten der Gattung Acioa durch die 
freien Staubblätter ab, stimmt aber habituell mit anderen Arten dieser Gattung überein; 
namentlich besitzt sie dieselbe Beschaffenheit der Bracteen, wie viele der bisher be- 
kannten Arten. 

Abbildung auf Taf. XI. 

A Blühender Zweig, B ein unteres Tragblatt, C 2 obere Tragblätter, 6mal vergr., 
D Franse eines Tragblattes mit Drüse, 25 mal vergr., E Längsschnitt durch eine Blüte, 
4 mal vergr., F Basis des Andröceums, mit den kleinen Staminodien, 5 mal vergr., 
G Anthere von vorn, H dieselbe von hinten, 6 mal vergr., J Fruchtknoten und Basis 


des seitlichen Griffels, 8 mal vergr., K Ende des Griffels, Z Querschnitt durch den Frucht- 
knoten, 8 mal vergr. 


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Connaraceae (E. GıLe). 


Rourea albido-flavescens Gilg n. sp.; »frutex scandens« corlice © 
brunneo; foliis imparipinnatis, glabris, foliolis plerumque 4-, rarius 3-jugis, 
manifeste et crasse petiolulatis, terminalibus oblongis vel rarius oblongo- 
lanceolatis, basi cuneatis, lateralibus oblongis vel plerumque ovato-oblongis, — 
basi rotundatis, omnibus apice manifeste acuminatis, apice ipso rolundato 
breviterque mucronato, utrinque opacis, nervis lateralibus utrinque 5—7 
supra paullo impressis, sublus valde prominentibus, venis numerosissimis 
angustissimeque reticulatis ulrinque paullo sed manifeste prominentibus; 
inflorescentiis brevibus axillaribus racemoso-paniculatis, pedunculo rachideque 
parce vel parcissime pilosis; calycis quinquepartiti extrinsecus fulvotomen- 
tosi lobis ovato-lanceolatis, margine flavescenti-ciliatis, apice acutiusculis ; 
petalis lanceolatis »albidis, demum flavescentibus« sepala subduplo longit. 
superantibus; stamina 10,5 ceteris subduplo longioribus ; carpidiis 5; capsula 
matura oblique oblonga vel subfalcata, sutura ventrali dehiscente ac dorso 
recurvato; arillo carnoso ut videtur sanguineo undique adnato semen 
omnino amplectente; testa coriacea; cotyledonibus crassis plano-convexis. 

Blattstiel 5—6 em lang, Blatt 145—22 cm lang, 40—13 cm breit, Rachis 9—11 cm 
lang, Blättehenstiele 6—7 mm lang, Seitenblittchen 5—9 cm lang, Endblättchen 


10-46 cm lang, 3—6 em breit. Blütenstände 8—4 cm lang, Blütenstielchen er, 3 mm 
lang. Kelch er, 9 mm hoch. Blumenblitter etwa 6 mm lang, 2 mm breit, 


Engler, Bot. Jahrb. XXX Bd. Taf XI. 


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Acioa Goetzeana Engl. 


J. Pohl ad.nat.del. Lith Anst Julius Klinkhardt Leipzig 
Verlag v. Wilhelm Engelmann in Leipzig. 


LIBRARY 
OF THE 
UNIVERSITY of ILLINOIS 


A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See ete. ges. Pflanzen. 317 


Nyassaland: Ukinga, im Schluchtenwald des Manganyema-Berges um 
2100 m ü. M. (n. 1212. — Blühend im Sept. 1899). 


Verwandt mit R. pseudobaccata Gilg. 


Leguminosae (I. Harms). 


Albizzia Antunesiana Harms n. sp.; arbor ramulis novellis sub- 
sericeo-pubescentibus; foliis longiuscule vel longe petiolatis, glabris, 2—3- 
jugis, pinnis 5—9-jugis, elongatis, foliolis subsessilibus, oblique oblongis 
vel subrhomboideo-oblongis, nervo mediano subdiagonali, basi inaequilatera, 
margine antico basi protracto, rotundato, apice obtuso vel obtusiusculo; 
pedunculis solitariis vel geminis, ex axillis foliorum delapsorum ortis, elon- 
gatis, puberulis; floribus brevissime pedicellatis vel subsessilibus, subsericeo- 
puberulis; calyce anguste infundibuliformi, corolla calyce 11/,- vel 2-plo 
longiore. 

40—42 m hoher Baum mit lichter, rundlicher Krone, aus den gelbgrünen Blüten 


ragen die langen, weißen Staubblätter heraus (GortzE). Blattspindel 7—15 cm lang, 


davon der Stiel 4--6 lang; Internodien zwischen den Fiederpaaren 2,5—4,5 cm lang, 
Fiedern 9—44 cm lang, Blättchen 2,5—4 cm lang, 8—16 mm breit. Köpfchenstiele 
4—8 cm lang. Kelch 3—5, Krone 6—8 mm lang. 

Unyika: beim Dorf Iyunga, Buschwald, um 1700 m (n. 1372. — 
Blühend im Oct. 1899). 

Huilla (Antunes n. 330). 


Verwandt mit A. coriaria Welw., verschieden durch geringere Zahl der Fiedern 
und Blättchen sowie schiefere Form der letzteren. 


A. maranguensis Taub. in Engl. Hochgebirgsfl. trop. Afr. 241. 

Unyika: Mamlima-Bach, um 1700 m (n. 1370. — Blühend im Oct. 
1899). 

45—20 m hoher Baum mit flacher, weit ausladender lichter Krone, Blättchen 


lederig, oberseits glänzend, aus den weißgrünen Blüten ragen die langen, weißen Staub- 
blätter heraus. 


Acacia abyssinica Hochst. ex Benth. in Hook. Journ. Bot. (1846) 97. 

Usafua: Beya-Berg, lichten Bestand bildend an flachen Abhingen um 
2000—2200 m (n. 1077. — Mit Hülsen im Juni 1899). 

45—48 m hoher Baum mit flacher, breiter Schirmkrone. 

A. albida Del. Fl. Egypte 142. 

Umanda am Rukwa-See, um 800 m, Baumsteppe in der Nähe der 
Flüsse (n. 4407. — Mit Blüten und Hülsen im Juli 1899). 


Circa 20 m hoher Baum mit starkem Stamm und grauer Rinde, Krone rund mit 
überhängenden Zweigen, Blüten weiß, Früchte grün mit violettem Anflug, in der 
Reife gelb. 

A. songwensis Harms n. sp.; arbor glabra vel subglabra ramulis de- 
corticantibus; fasciculis e foliis et pedunculis compositis secus ramulos 
dissitis, spinis ad basin fasciculorum brevibus vel elongatis, validis subu- 
latis; foliis breviter petiolatis, 5—10-jugis, glabris, pinnis cire. 10—20-jugis, 


318 Beitr.z. Fl.v. Afr, XXIT. Ber. üb. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kingä-Geb.-Exped. etc. 


foliolis anguste oblongis vel lanceolatis, saepius acutis; capitulis longe pe- 
dunculatis, pedunculis fasciculatis 2—6 cum foliis ortis, puberulis, glabres- — 
centibus, infra medium involucello instructis, floribus glabris vel subglabris, 
calyce breviter obtuse 5—6-dentato, corolla calyce fere duplo vel vix duplo 
longiore, lobis brevibus; ovario parvo, glabro; legumine nondum plane ad- 
ulto stipitato, subrecto vel saepius = falcato-curvato, lineari, compresso, 
elongato, utroque margine late crenato vel undulato, rarius hine inde con- 
stricto, glabro (juvenili glutinoso), cire. 40—15-spermo. 

45—20 m hoher Baum mit breiter Krone, Blüten gelb (GortzE). Die grünlich- 
weißgelblichen Zweige fallen dadurch sehr auf, dass sie mit zahlreichen, schmalen, in 
dichten Querrissen von einander sich ablösenden Hautschuppen bedeckt sind. Längs 
der Zweige finden sich zerstreut dicke, aus schwarzbräunlichen Schuppen bestehende 
Polster, aus denen in Büscheln die Blätter und Köpfchenstiele hervortreten. Die Dornen 
am Grunde der Büschel sind bald kurz, bald lang (bis 4 cm), von grauweißlicher oder 
etwas bräunlicher Farbe. Blattspindel 2,5—6 cm lang, Fiedern 1,5—3 cm lang, Blätt- 
chen 3—5 mm lang. Köpfchenstiele 3—4 cm lang, Kelch 4,5 mm, Krone 2,5 mm larg. 
Hülsen 9—14 cm lang, 9—44 mm breit. 

Usafua: Songwe-Thal, Flussniederung, um 1100 m (n. 1054. — Mit 
Blüten und nicht völlig reifen Hülsen im Juni 1899). 

Diese Art dürfte in die Verwandtschaft von A. arabica Willd. gehören, weicht 
jedoch von dieser durch die abblätternde Rinde ab. 

A. spirocarpa Hochst. ex A. Rich. Fl. Abyss. I. 239. 

Ubungu am Rukwa-See, um 800 m (n. 1403. — Mit Blüten und 
Hülsen im Juli 1899). 

12-—15 m hoher Baum mit breiter, flacher Krone, Blüten weiß, schwach süßlich 
duftend. 

Entada abyssinica Steud. ex A. Rich. Fl. Abyss. I. 234. 

Kinheim. Name: yangate. 

Kondeland: Rumbira-Miindung bei Langenburg, um 500 m (n. 860. 
— Blühend im April 1899). 


6—8 m hoher Baum mit breiter, runder Krone; Blüten weiß, im Verblühen gelb, 


in groBen Inflorescenzen. 

Parkia Hildebrandtii Harms in Engl. Bot. Jahrb, XXVL (1899) 261. 

Oberes Kondeland: Flussufer des Kivira-Thals, an den Wugu-Bergen, 
um 700 m (n. 4487. — Blühend und mit jungen Hülsen im Nov. 1899). 

30—26 m hoher Baum mit unregelmäßiger lichter Krone, hellziegelroten Blüten, 

Burkea africana Hook. Icon. pl. VI. 593—594. 

Unyika: Msangawares Dorf, Buschwald, um 1500 m (n. 1396. — 
Blühend im Oct. 1899). | 

Einheim. Name: hapanga. 

15—148 m hoher Baum mit breiter Krone, oft mehrstämmig; Blätter seidig be- 
haart, Blüten weiß. 

Brachystegia Goetzei Harms n. sp.; arbor elata, ramulis ferrugineo- 
velutinis vel puberulis; foliis breviter vel brevissime petiolatis, pari-pinnalis, | 
12 _{8-jugis, foliolis oppositis, sessilibus, lanceolatis vel oblongis, e basi 


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Lith Anst Julius Klinkhardt Leip 


Brachystegta Goetzet Harms. 
Verlag v Wilhelm Engelmann in Leipzig. 


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A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See etc, ges. Pflanzen. 319 


lata leviter emarginata subtruncata apicem versus sensim angustatis, apice 
cutis vel obtusis, rarius rotundatis, utrinque molliter puberulis, subtus 
subglauco-pallidis; panicula terminali, densa, multiflora, ferrugineo-pubes- 
cente; floribus brevissime pedicellatis; bracteolis obovatis vel oblongis; 
_sepalis k—5, obovatis vel suborbicularibus, fimbriatis, petalis 1—2 lineari- 
bus brevibus vel nullis; staminum filamentis basi connatis, glabris; ovarii 
stipite longiusculo, glabro, ovario hirsuto, 6—7-ovulato, stylo basi hirsuto, 
sursum glabro. 
% 42—45 m hoher Baum mit breiter, lichter, unregelmäßiger Krone, Blütenstand 
und Deckblätter dunkelbraun behaart, Blüten grün, aus ihnen ragen die weißen Staub- 
‚blätter heraus. Blattspindel 44—26 cm lang, davon der Stiel 8—10 mm lang, Inter- 
nodien zwischen den Blättchenpaaren 10—20 mm lang, Blättchen 3—5,5 cm lang, 
40—47 mm breit. Trauben 2—5 cm lang, Blütenstiele sehr kurz (2—3 mm lang. 
 Bracteolen etwa 8 mm lang. 
_  Unyika: bei Dorf Piseki, Buschwald, um 1400 m (n. 1423. — Blü- 
hend im Nov. 1899). 
Einheim. Name: nguanzo. 

Abbildung auf Taf. XI. 
A Blühender Zweig, B Blättchen, C Knospe, D Blüte, E Kelchblatt, F Blumen- 
blatt, G Fruchtknoten und unterer Teil der Staubblätter, H Griffelspitze, J Längsschnitt 
durch die Blüte, X Nebenblatt. 

B. polyantha Harms n. sp.; arbor elata, ramulis glabris, foliis petio- 
latis, 3—4-jugis, glabris, foliolis lanceolatis vel oblongis vel lanceolato-ovatis, 
obliquis, saepe subfalcatis, apicem versus sensim angustatis vel acuminatis; 
paniculis e ramo infra folia ortis, densis, multifloris, pubescentibus, pedi- 
cellis brevissimis; bracteolis obovatis vel oblongis; sepalis 5, lanceolatis vel 
oblongis; petalis 0; staminum filamentis basi connatis, glabris: ovarii stipite 
glabro, ovario hirsuto. 

10—12 m hoher Baum mit breiter, flacher Krone, Blüten grün, leicht bräunlich 
behaart, die weißen Staubfäden ragen heraus (Goetze). Blattspindel 40—45 cm lang, 
‘davon der Stiel 3,5—5 cm lang. Rispen sehr reichblütig, 5—10 cm lang; Blütenstiel 
2—4 mm, Bracteolen 7 mm lang. 

_Untali: Vorberge am Kivira-Thal, Buschwald, um 1400 m {n. 1478. 
Blühend im Nov. 1899). 

B. appendiculata Benth. in Trans. Linn. Soc. XXV. 313. 

Untali: Vorberge am Kivira-Thal, Buschwald, um 1400 m (n. 1474. 
Blühend im Nov. 1899). 

Cryptosepalum dasycladum Harms n. sp.; caulibus multis e rhizo- 


basi obliqua, apice saepius acutis, glabris; stipulis linearibus, elongatis, basi 
intra petiolum connatis; racemis terminalibus, elongatis, multifloris, densi- 
floris, glabris, pedicellis brevibus; bracteolis membranaceis, oblongis vel 
oblongo-ovatis vel ovalibus, apice saepius acuminatis vel apiculatis; petalo 


320 Beitr. z. F1. v. Afr. XXIT. Ber. üb. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. ete. 


; 
unico oblongo vel ovali; staminibus 3; ovario 3-ovulato, breviter stipitato, | 
dorso et basi pubescente, sutura ventrali incrassato; legumine glabro, brevi, 

| 


late oblongo, seminibus 1 —2. 


E Blumenblatt, F Blüte nach Entfernung der Bracteen, G Ovarium im Längsschnitt, © 
IT Fruchtklappe, J, K Same im Längsschnitt und Querschnitt. 


Oryptosepalum dasyeladum Warms. A Habitus (n, Gr), B Blittchen, (’ Knospe, D Blüte, - 

Finwerhohe Staude, Büsche bis 4 m im Durchmesser bildend, mit bis armstarkem, 
verholztem Wurzelstock, Blüten weiß bis blassviolett (Gortze), Blattspindel 7—10 em 
lang. Blättehen 9,5—3,5 em lang, 5—-8 mm breit, Trauben 3—6 cm lang. Blüten- yi 


ticle 8-6 mm lang. Bracteolen 5—6 mm lang. Hülsen 2—2,5 em breit, 4—5 om lange 


“4 


A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See ete. ges. Pflanzen. 391 


Unyika: Mbozi-llügel, Buschwald, um 1600 m (n. 1384. — Blühend 
im Oct. 1899), bei Dorf Kananda, um 1500 m (n. 1438. — Mit Hiilsen 
im Nov. 1899). | 


Dem C. pulchellum sehr ähnlich, jedoch durch gedrängten Wuchs, oft am Ende 
mehr zugespitzte Bracteolen verschieden. 


C. pulchellum Harms n. sp.; caule puberulo, glabro, basi squamis 
instructo; foliis breviter petiolatis, 9—12-jugis, foliolis subsessilibus, lanceo- 
latis, basi obliqua, apice plerumque acutis, rarius obtusis; racemo termi- 


-nali, multifloro; bracteolis membranaceis, ovalibus, brevissime apiculatis, 


petalo unico ovato vel oblongo-ovato; staminibus 3—4; ovario 3—4-ovu- 
lato, dorso et basi pubescente, sutura ventrali incrassato. | 
Fußhoher, buschiger Halbstrauch mit dicker, verholzter Wurzel, Blüten weiß mit 


= blassem, rotem Anflug (GoETzE). Stengel 45—25 cm lang. Blattspindel 4—‘4 cm lang, 


‘ Blättchen 1,5—4 cm lang, 4—9 mm breit. Trauben 3—5 cm lang, Blütenstiele 


4—10 mm lang. Bracteolen 5—6 mm lang. 

Oberes Kondeland: Untali, im Buschwald trockener Abhänge des 
Kivira-Thals bei 1000 m (n. 1472. — Blühend im Nov. 1899). 

Von C. maraviense Oliv. (Fl. Trop. Afr. II. 304) nach der Beschreibung und nach 
einem in Kew bestimmten Exemplare (leg. Nurr, Tanganyika) verschieden durch größere 
Anzahl der Blättchen (9—42, nicht 6—7 Paare) und meist spitzere Form derselben. 

Afzelia cuanzensis Welw. Apont. n. 35. 


Oberes Kondeland: Massewe im Kivira-Thal, um 1000 m (n. 1484. 
— Blühend im Nov. 1899). 


Bis 48 m hoher, breitkroniger Baum. 

Berlinia Eminii Taub. in Engler, Pflanzenwelt Ostafr. C. (1895) 199. 

Nördl. Kingagebirge: Ussangu, Landschaft Fingano, um 1500 m 
(n. 4034. — Fruchtend im Juni 1899). 


B. tomentosa Harms n. sp.; arbor ramulis tomentosis foliis pari- 
pinnatis, 4-jugis, petiolo communi tomentoso, glabrescente; foliolis bre- 


_vissime petiolulatis, oblongis vel obovato-oblongis vel ovatis, basi obliqua 


rotundatis vel emarginulatis vel obtusis, apice saepe breviter vel brevissime 


obtuse acuminatis vel obtusis, supra glabris, subtus tomentellis, glabres- 


~ centibus, stipulis anguste semicordatis, acuminatis, intra petiolum connatis, 


_tomentosis; panicula magna, tomentosa; floribus breviter pedicellatis, brac- 


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teolis ad basin floris magnis, obovatis, rotundatis, dense tomentosis; recep- 
taculo breviter infundibuliformi, glabro; sepalis 5—6, oblongo-lanceolatis 
vel lanceolatis, glabris; petalis 5—6, brevissime et late unguiculatis, lamina 
basi dilatata et subauriculata, in petalis 4—5 oblongo-lanceolata vel lanceo- 
lata, in petalo quinto vel sexto ceteris majore superiore parte latissima 


…(obovata), glabris vel subglabris (intus basi parce puberulis); staminibus 
_41—42, filamentis liberis, inferiore parte pilosis; ovario stipitato (stipite 
_Yeceptaculo adnato), dense tomentoso, 4—6-ovulato; stylo filiformi, inferiore 


parte puberulo, ceterum glabro. 
Botanische Jahrbücher. XXX. Bd. 21 


322 Beitr. z.Fl.v. Afr. XXII. Ber. üb. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. etc. 


42—15 m hoher, breitkroniger Baum mit großen, endständigen Rispen von weißen 
Blüten (GortzE). Blattspindel 45—20 cm lang, Stiele der Blättchen 5—7 mm lang, 
Blättchen 40—22 cm lang, 5—8 cm breit. Rispenäste (Trauben) 5—20 cm lang, 
gelblich-filzig, Blütenstiele 7—9 mm lang, Bracteen 48—20 mm lang, Receptaculum 
S mm lang, Kelchblätter 10—14 mm lang, größtes Blumenblatt bis 46 mm ‚lang, die 
anderen 44—45 mm lang. 

Oberes Kondeland: Umuamba am Likabu-See, um 700 m (n. 1315. 
— Blütenrispen im Oct. 1899). — Hierzu Blätter n. 4495, ohne nähere 
Angabe. 

Einheim. Name: nguti. 

Verwandt mit B. angolensis Welw. 

Cassia abbreviata Oliv. Fl. Trop. Afr, I. 274. 

Unyika: bei Dorf Toola, im Buschwald (n. 1414. — Mit Blüten und 
Hülsen im Nov. 1899). 

12—15 m hoher Baum mit dunkler, rissiger Rinde, Krone unregelmäßig, breit, 
Blüten leuchtend hellgelb. Früchte dicht weich behaart. 

Pterolobium lacerans R. Br. in Salt, Abyss. App. 64. 

Usafua: Abhang des Poroto-Berges, um 1800 m, am Bachufer 
(n. 1036. — Blühend und fruchtend im Juni 1899). 

Unyika: Liane am Mamlima-Bach, um 1700 m (n. 1368. — Nur 
Blätter im Oct. 1899). 

Schlingstrauch mit weißlichen Blüten und roten Früchten. 

Swartzia madagascariensis Desv. in Ann. sc. nat. IX. 424. 

Unyika: bei Msangawares Dorf, 1500 m, Buschwald (n. 1394. — 
jlühend im Oct. 1899). 

Kinheim. Name: jironde. 

5—6 m hoher Baum mit dicker, grauer Rinde, Blüten weiß, nach der Mitte zu 
gelb schattiert. 

Ormosia angolensis Bak. in Oliver, FL Trop. Afr. II. 255. | 

Unyika: bei Msangawares Dorf, 1500 m, Buschwald (n, 1399. — 
Blühend im Oct. 1899). 

Einheim. Name: iwuanga. 

40—42 m hoher Baum. mit unregelmäßiger Krone, Blütentriebe und Blattstiele 
velbbraun behaart, Blüten weiß, stark violett geadert, 

Crotalaria cephalotes Steud. in Schimp. Pl. Abyss. n. 695. 

Usafua: bei Utengule, um 1600 m, in Schamben {n. 1037. — Blühend 
im Juni 1899). 

Fußhohes einjähriges Kraut mit braungelben Blüten, 


©. Seemeniana Harms n. sp.; suffrutex ramosus, ramis elongalis, 


? 


virgatis, subsericeo-pubescentibus vel puberulis, foliosis; foliis satis parvis, 
breviter petiolatis (petiolo subsericeo-pubescente), foliolis 3, obovatis vel 
obovato-oblongis, supra glabris, subtus sericeis vel subsericeis vel subsericeo- 
puberulis; racemis terminalibus, densifloris, brevibus, capituliformibus vel 
subenpituliformibus, pedicellis sericeis, in medio vel supra medium bracteolis 
linearibus geminis instructis, bracteis linearibus; calyce sericeo, dentibus 


_ A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See etc. ges. Pflanzen. 323 


D 
- latis, late ovatis vel suborbicularibus vel subsemiorbicularibus, = obliquis, 
-apice rotundatis, brevissime oblique mucronulatis; vexillo obovato-suborbi- 
{ 
D 


ventrali breviter piloso, apice rostrato. 

1/, m hohe, breitwachsende Staude, Blüten gelb, Fahne außen rotorange gefärbt 
- (Goertze). Traubentragende Zweige 5—25 cm lang. Blattstiel 5—40 mm lang, Blättchen 
| etwa 9—12 mm lang, 3—6 mm breit. Trauben képfchenformig, 4,5—3 cm lang. Blüten- 
stiele 4—5 mm, Kelch 4 mm, Fahne 7 mm lang. 
| 


p culari, basi auriculato; ovario breviter stipitato, brevi, lateribus et sutura 
J 
i 
| 


Rungwe-Stock: Kieyo-Berg, an flachen Abhängen, um 1500 m 
(n. 4470. — Blühend im Aug. 1899). 


Diese Art fällt sehr auf durch ihre breiten, gerundeten, kurzen Kelchzähne. 


6. ukingensis Harms n. sp.; frutex erectus, ramulis dense molliter 
| 5 ’ 
_pubescentibus, dense foliosis; foliis petiolatis, petiolo puberulo, foliolis 3, 
Bohovatis vel oblongo-obovatis, supra glabris, subtus subsericeo-puberulis; 
floribus pedicellatis, solitariis vel geminis vel paucis racemosis e ramulo 
P ? Le P 

brevissimo abbreviato ortis vel in racemum terminalem pauciflorum vel 
-pluriflorum digestis, pedicellis subsericeo-pubescentibus infra calycem bracteo- 
lis 2 brevibus linearibus instructis; calyce brevissime subsericeo-pubescente 

vel puberulo, vexillo extus sericeo-pubescente vel puberulo. 
2m hoher, breit aufrechtwachsender Strauch, in allen Teilen weich behaart, Blüten 


gelb, außen hellbräunlich-violett gefärbt (Gorrze). Blattstiel 5—15 mm lang, Blättchen 
6—15 mm lang. Blütenstiel 10—20 mm lang, Kelch 7—8 mm lang. 


Ukinga: Yariri-Berge, Ränder des Schluchtenwaldes, um 1700 m 
(n. 1195. — Blühend im Sept. 1899). 


Argyrolobium vaginiferum Harms n. sp.; frutex ramosus, ramis 
sericeo-villosis, foliis petiolatis, 3-foliolatis, sericeis, foliolis oblongis vel 
anguste ellipticis, basi acutis vel obtusis, apice acutis et saepius brevissime 
mucronulatis, subtus sericeo-villosis, supra parcius sericeis; stipulis in vagi- 
nam ovatam, acutam, saepius apice bidentatam, extus sericeo-villosam, folio 
oppositam connatis; racemis terminalibus, pedunculatis, densifloris, 
floris, congestis, brevibus vel capituliformibus, sericeo-villosis; bracteis lanceo- 
latis, bracteolis 2 ad basin calycis linearibus; calyce ultra medium 2-labiato, 
labio superiore quam inferius paullulo breviore, 2-dentato, dentibus latis, 
ovatis, acutis, inferiore apice brevissime 3-denticulato; corolla calycem paullo 
_ excedente, vexillo extus sericeo, ovario sericeo-villoso : legumine late lineari 
ericeo. 

4—2 m hoher, buschiger Strauch, Triebe und Blätter dicht mit weichen Seiden- 
_ haaren besetzt, Blüten gelb, mit leichtem rotorange Anflug, Kelch nach den Zipfeln zu 
violett gefärbt (Gorrze). Blattstiel 1,2—4,8 cm lang, Blättchen 2—5,5 cm lang, 8—22 mm 
reit. Stipularscheiden 9—15 mm lang. Traubenstiel 2—4 cm lang, Trauben selbst 
1 eist képfchenartig, 2—3 cm lang. Unterlippe des Kelches 10, Oberlippe 9 mm lang; 
Plugel 41, Schiffchen 9 mm lang. Junge Hülsen etwa 3 cm lang, 5—6 mm breit. 
Usafua: am nördlichen Fuß des Rungwe-Stocks, um 2000 m (n. 1134. 
— Blühend im Aug. 1899). 


pluri- 


21* 


324 Beitr.z. Fl. v. Afr. XXIT. Ber. üb. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. ete. 


Diese Art ist besonders auffallend durch die zu einer blattgegenständigen Scheide 
verwachsenen Nebenblätter. Sehr ähnlich ist A. Fischeri Taub., das jedoch freie 
Nebenblätter zeigt. 

Trifolium simense Fresen. in Flora (1839) 49. 

Ukinga-Berge: Kinyika-Berg, trockene Wiesen, um 2600 m (n. 942. 
— Blühend im Mai 1899). | 

T. ukingense Harms n. sp.; caulibus erectis subsericeo-villosulis vel 
puberulis; stipulis in vaginam elongatam villosulam connatis, partibus liberis 
lanceolatis, in acumen setiforme abeuntibus, foliis ad apicem vaginae sessili- 
bus, foliolis anguste lanceolatis vel lineari-lanceolatis, versus basin et apicem 
angustatis, supra puberulis vel subglabris, subtus sericeo-villosulis, margine 
saepius integris, interdum parce denticulatis; capitulis subglobosis, pedun- 
culatis; calyce subsericeo-villoso, costis tubi ultra 10, dentibus subulato- 
linearibus, tubo paullo longioribus. 

Spannhohe, nicht buschig wachsende Pflanze mit dunkelvioletten Blüten (Gorrzr). 
Blattscheiden 4,5—2,5 cm lang, freie Teile der Stipeln 5—10 mm lang. Blättchen 2,5 — 
5 cm lang, 2—4 mm breit. Köpfchenstiele 1,5—2,5 cm lang. Kelchtubus 2—2,3 mm, 
Zähne 3—3,2 mm lang. 

Kingagebirge: Djilulu-Berg, trockene Wiesen auf rotem Laterit, um 
2400 m (n. 923. — Blühend im Mai 1899). 

Von T. simense Fres. durch stärkere Behaarung, insbesondere behaarten Kelch 
verschieden. 

T. Wentzelianum Harms n, sp.; caulibus erectis, villosulo-pubes- 
centibus, suleato-striatis; stipulis in vaginam elongatam villosulam connatis, 
partibus liberis lanceolatis, acuminatis, foliis ad apicem vaginae sessilibus, 
foliolis subsessilibus, lanceolatis vel oblanceolatis, apice acutis, rarius sub- 
obtusis, saepe in acumen setiforme productis, margine dentatis (dentibus 
, nervoso-striatis, supra puberulis vel glabris, subtus villosulo- 
pubescentibus vel puberulis; capitulis subglobosis, pedunculatis, pedunculo 
villoso; calyce villosulo, costis ultra 10, dentibus setiformi-linearibus, tubo 


setiformibus) 


2 — 3-plo longioribus. 

Fußhohe, buschige Staude mit rotvioletten Blüten (Gortze). Stipularscheide 9— 
23 mm lang, freie Teile der Nebenblätter etwa 7—10 mm lang. Blättchen 2—4 cm 
lang, 5—44 mm breit. Köpfchenstiel 4,5—2,5 cm lang. Kelchtubus 3 mm, Zähne 6— 
7 mm lang, 

Westl. Ubena im Livingstone-Gebirge: Masuanu-Berg, auf Wiesen, 
um 2400 m (n. 825. — Blühend im März 1899). 

Kinheim. Name: mgnowo. 

Verwandt mit 7. polystachyum Vresen, und T, simense Fresen,, von jenem dure 
mehr kugelige Köpfchen, von diesem durch größere Köpfchen, größere Kelche, ander 
Form der Blättchen verschieden, 

Lotus Goetzei Harms n. sp.; suffruticosus, ramulis adscendentibu 
vel erectis, junioribus villosulo-pubescentibus, mox puberulis, demum glabris 
foliis 5—foliolatis, petiolo communi brevissimo, foliolis obovalis vel obovato: 
oblongis vel basalibus oblique et late ovatis, apice saepius breviter mucronu 


A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See etc. ges, Pflanzen. 325 


latis, junioribus villosulis, mox puberulis, demum glabrescentibus; pedun- 
eulis villosulis, brevibus, capitulis 3—6-floris, bracteis I—2; pedicellis 
brevissimis et calyce villosulis, dentibus tubum fere aequantibus, acuminatis, 
superioribus ovato-lanceolatis, lateralibus lanceolatis, infimo quam ceteri 
angustiore; ovario lineari, glabro, ovulis numerosis. 

N Fußhohe, behaarte Pflanze mit rötlichen Stengeln, Kelch und Blätter nach der 
Spitze zu rötlich, Blüten weiß, am Schlunde rötlich schattiert (Gorrze). Blättchen 5— 
17 mm lang, 3—7 mm breit. Köpfchenstiele etwa 6—15 mm lang. Kelch 5—6 mm 
lang, Krone etwa 10 mm lang. 

Usafua: auf sonnigen Matten des Poroto-Berges, um 2300 m (n. 1044. 
— Blühend im Juni 1899). 

Von L. namulensis Brand in Engler’s Bot. Jahrb. XXV., 213 durch viel kürzere 
Köpfchenstiele, von L. discolor E. Mey. durch mehr abstehende Behaarung, etwas längere 
Kelchzipfel verschieden. Auch L. figrensis Bak. hat mehr angedrückte Behaarung, 
außerdem meist viel längere Képfchenstiele. L. Brandianus Harms ist viel schwächer 
und mehr angedrückt behaart, besitzt schmälere Blättchen, kleinere Blüten, längere 
Pedunculi. 


| L. oxyphyllus Harms n. sp.; caulibus procumbentibus, villosulo- 
puberulis vel subglabris; foliis 5-foliolatis, petiolo communi brevissimo, 
_junioribus pilis longiusculis puberulis, adultis glabris, foliolis carnosulis, basali- 
bus plerumque satis obliquis, quam cetera latioribus, lanceolato-ovatis vel 
dimidiato-ovatis vel lanceolatis, ceteris parum vel vix vel minime obliquis, 
lanceolatis, acutis; pedunculis quam folia circ. 2—4-plo longioribus, villo- 
- sulis vel villosulo-puberulis, capitulis 3—6-floris, bractea unica (an semper ?) 
foliolo consimili, calycis dentium apices non vel vix attingente; floribus 
roseis; pedicellis brevissimis et calyce villosulis, dentibus acutis tubum fere 
-aequantibus, superioribus late lanceolato-ovatis, lateralibus ovato-lanceolatis, 
-infimo lanceolato, quam ceteri angustiore; ovario lineari, glabro, ovulis 
_ numerosis. 


Niedere, dem Boden aufliegende Staude mit hellroten, außen dunkelschattierten 
Blüten (Gogrze). Stengel 8—20 cm lang. Blattspindel zwischen den dem Stengel dicht 
ansitzenden Grundblättchen und den Endblättchen äußerst kurz; Endblättchen meist 
auffallend ungleichseitig. Blättchen 6—18 mm lang, die Grundblättchen bis 5 mm breit, 

«die übrigen schmäler ((—3 mm breit). Köpfchenstiele 2—3 cm lang. Bractee 4—6 mm 
lang. Kelch 6 mm lang, Krone etwa 40—11 mm lang. 


Kingagebirge: Kipengere-Rücken, auf trockenen mit Felsblöcken 
übersäten Halden, um 2700 m (n. 972. — Blühend im Mai 1899). 


Diese Art fällt besonders durch ihre spitzen Blättchen auf. 


Indigofera demissa Taub. in Engler, Pflanzenwelt Ostafrikas C. 
(1895) 209. 
Unteres Kondeland: Lufirio-Mündung, auf sandigen Teilen der Gras- 
Steppe in der Nähe des Sees, um 500 m (n. 876. — Blühend im April 
1899). 


Auf dem Boden hinkriechende Pflanze mit rübenförmiger Wurzel und krapproten 
Blüten. 


: 


326 Beitr. z. Fl. v. Afr, XXIL Ber. üb. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. ete. 


I. Wentzeliana Harms n. sp.; suffruticosa, erecta, parva, caule his- 
pidulo; foliis breviter petiolatis, impari-pinnatis, 1—3-jugis, adpresse his- 
pido-puberulis, foliolis oblanceolatis vel oblongis, mucronulatis; stipulis 
lineari-setiformibus; racemis axillaribus brevibus vel elongatis; pedicellis : 
brevibus; calycis dentibus linearibus, tubo brevissimo. ; 

Spannhohe, buschige Staude mit hellkrapproten Blüten (Goxrrze). Blattspindel 
6—45 mm lang, Blättchen 40—15 mm lang, 2—4 mm breit. Trauben 2—7 cm lang. 
Kelch 4 mm lang. 

Ussangu: am Nordabhang des Lipanye-Rückens, um 2200 m {n. 1268. 
— Blühend im Sept. 1899). | 

Gehört zur Section Pennatae Harv. 

I. rhynchocarpa Welw. in Fl. Trop. Afr. IL 92. 

Unyika: Mbozi-Hügel, um 1500 m, im Buschwald (n. 1429. — 
Blühend im Nov. 1899). 

I. Garckeana Vatke in Österr. Bot. Zeitschr. XXIX. (1879) 224 dürfte kaum spe- 
cifisch verschieden sein. 

Psoralea foliosa Oliv. in Journ. Linn. Soc. XXI. 399. 

Ubena: Siangira, auf feuchten Wiesen, um 1900 m (n. 800. — Blü- 
hend im März 4899). 

4—2 m hoher, breit wachsender Strauch mit weißlichen, violett und dunkel 
schattierten Blüten. 

Tephrosia (§ Brissonia) Heckmanniana Harms n. sp.; suffruticosa 
caule elato minutissime puberulo vel subglabro; foliis breviter petiolatis, — 
pinnatis, 5—11-jugis, petiolo communi minutissime puberulo vel subglabro, 
foliolis anguste oblongis vel oblongo-oblanceolatis vel lineari-oblongis, basi- 
aculis, apice rotundatis, plerumque emarginulatis, saepe mucronulatis, supra 
clabris, subtus adpresse brevissime puberulis, stipulis lineari-lanceolatis, | 
subulatis; racemis elongatis axillaribus et terminalibus, multifloris, minute 
puberulis; floribus pedicellatis; calyce minute et adpresse subsericeo-pube- 
rulo, breviter dentato; vexillo extus sericeo; stylo pubescente, ovario 
sericeo, 

Meterhoher, aufrecht wachsender Halbstrauch mit hellvioletten Blüten, Fahne außen 
braunviolett (Gortze). Blattspindel 7—17 em lang, Blättchenstiele etwa 3 mm lang, 
Blättehen 3—5 cm lang, 6—47 mm breit. Trauben 14—80 cm lang. Blütenstiele 
5—8 mm lang. Kelch etwa 3—4 mm lang. Krone etwa 45 mm lang. 

Kondeland: Ukangu-Berg, um 1400 m (n. 889. — Blühend im Mai 
1899). | 

Verwandt mit 7. noctiflora Boj., verschieden durch schwächere Behaarung. Die 
Art findet sich auch im Nyassaland (BUCHANAN n. 898, — 1891). 

T. paucijuga Harms n. sp.; suffruticosa, caulibus erectis glabris, in 
racemmum velutino-pubescentem exeuntibus, folia pauca gerentibus; folis 
petiolatis, paucijugis (1—3-jugis), foliolis oblanceolatis vel lanceolatis, juv 
nilibus subtus sericeis, adultis puberulis; stipulis lanceolatis vel linearibus; 
inflorescentiis racemiformibus terminalibus elongatis, multifloris, velutinis; 


à 


A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa See etc. ges. Pflanzen. 527 


calyce dense subsericeo-velutino, dentibus brevibus; vexillo extus dense 
sericeo; stylo piloso. 
| Fußhohe, buschige Staude mit verdickter Wurzel, Blüten rotviolett, im Verblühen 
“sich bläulich färbend (Gorrze). Blattspindel 1,5—6 cm lang, Blättchen 4—6 cm lang, 
440 mm breit. Inflorescenzen etwa 7—12 cm lang. Blütenstiele 3—6 mm, Kelch 
5-6 mm lang. Fahne 12—15 mm lang. 

Unyika: Umalila, an rasigen Abhängen des Uwurungu-Berges, um 
‚2200 m (n. 1457. — Blühend im Nov. 1899). 


Millettia ferruginea (Hochst.) Bak. in Oliv. Fl. Trop. Afr. II. 130. 
| Rungwe-Stock: an. flachen Ausläufern desselben bei Umuamba 
(n. 1309. — Blühend im Oct. 1899). 


45—20 m hoher Baum, Bliten helllila. 


Sesbania Goetzei Harms n. sp.; frutex ramulis dense et breviter in- 
cano-villosis; foliis breviter petiolatis, 6—10-jugis, incano-villosis, foholis 
oblongis vel anguste oblongis, apice rotundatis; pedunculis axillaribus, foliis 
brevioribus usque ea paullo superantibus, incano-villosis, paucifloris (2—4- 
floris); calyce late campanulato, puberulo, dentibus brevissimis, subulato- 
deltoideis; corolla calyce 4—5-plo longiore, vexillo purpureo-maculato. 
| 2—3 m hoher, breiter, buschig wachsender Strauch mit blaugrünen Trieben und 
ebensolchem Laub; Blüten gelb, Fahne außen stark dunkelviolett gesprenkelt (GoETzE). 
Blattspindel 1,5—5 cm lang, Blättchen 5—15 mm lang, 2—5 mm breit. Traubenachse 
“1,5—3 cm lang, Blütenstiele 4—10 mm lang, Kelch etwa 6 mm lang, Krone 2—2,2 cm 
lang. 

Ubungu am Rukwa-See: bei Kibungu, auf zeitweise sumpfigem 
Ufer, um 800 m (n. 1115. — Blühend im Juli 1899). 

Diese Art fällt auf durch die dichte graue Behaarung, die geringe Zahl der Blätt- 
chen, die kurzen, wenigblütigen Trauben. Vielleicht ist sie mit S. cinerascens Welw. 
(Fl. Trop. Afr. II. 134) näher verwandt, die jedoch 15—20-jochige Blätter und 8—12- 
_blütige Trauben haben soll. 


| 
} 
| 


- 


4 Aeschynomene bella Harms n. sp.; frutex ramulis viscido-pubescen- 
libus, demum glabris, foliis petiolatis, pinnatis, elongatis, petiolo communi 
“viscido-puberulo, demum glabrescente, foliolis suboppositis vel alternis vel 
“rarius oppositis, cire. 28—34, oblongis vel anguste oblongis, brevissime 
“petiolulatis, basi oblique emarginulatis, apice rotundatis vel obtusis, racemis 
ne paniculis axillaribus, ad apicem ramulorum paniculatis, viscido-pube- 
 rulis; bracteis ovatis deciduis, bracteolis ad basin calycis oblongo-ovatis, 
Dos: calyce ale 2-labiato, subglabro (superiore parte parce puberulo), 

labio superiore apice 2-dentato, labio inferiore apice 3-dentato, vexillo late 
ovato-suborbiculari, rotundato, emarginulato, alis oblique oblongis, vexillo 
aullo brevioribus, obtusis, carina subrecta, obtusa, alis et vexillo longiore; 
ovario longe stipitato, glabro, ovulis 3—1; legumine stipitato, glabro, su- 
tura superiore fere recta, inferiore alte incisa, articulis 3—4, subsemi- 
_ orbicularibus. 


Mannshoher, breit wachsender Strauch, Triebe und Blütenstiele dicht mit klebrigen 
Haaren besetzt, Flügel und Fahne innen orangefarben, Schiffchen und Fahne aufen 


328 Beitr. z. Fl. v. Afr. XXI. Ber. wb, d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. ete. | 
: 


schmutzig-graugrün, violett geadert (Gorrze). Blattspindel 8—414 cm lang, Blattchen’ | 
40—20 mm lang, 4—7 mm breit. Trauben 8—14 cm lang, Blütenstiele 7—12 mm 
lang. Kelch 40 mm lang, Fahne 16 mm, Schiffchen 18 mm, Flügel 144—45 mm lang. 
Hülse 3,5—4,5 cm lang, Glieder etwa 8 mm breit. 
Nördl. Kingagebirge: Ussangu, am Nordabhang des Kipengere- : 
Rückens, am Rand des Schluchtenwaldes, um 2500 m (n. 987. — Blühend 
im Juni 1899). | 


A. elaphroxylon (Guill. et Perr.) Taub. in Engler u. Prantl, — 


Pflanzenfam. II. 3, 349. | | 
Einheim. Name: taeda. | : 
Unteres Kondeland: im Sumpf der Lufirio-Mtindung, um 500 m. 

in. 872. — Blühend im April 1899). : 
6—8 m hoher Baumstrauch von breitem Wuchs mit dicken Stämmen, Holz und « 

Rinde weich, Blüten orangegelb. 
A. kilimandscharica Taub. in Engl. Hochgebirgsfl. 262. | 


Oberes Kondeland: Umalila, auf welligem Hochplateau, um 1900 m 
in. 1354. — Blühend im Oct. 1899). 


t/;, m hohe, buschige Staude mit dunkelgelben Blüten. Die Gorrze’sche Pflanze | 
weicht durch schiefere Blättchen ab. 
A. Goetzei Harms n. sp.; frutex glaber, foliis brevissime petiolatis, 
petiolo communi persparse pilis subsetuliformibus instructo vel subglabro, 
foliolis 16—24, alternis usque oppositis, oblongis vel anguste oblongis vel 
oblanceolato-oblongis, basi obliquis, apice rotundatis vel subtruncatis, mu- 
cronulatis, glabris; stipulis majusculis lanceolatis, infra insertionem pro- 
ductis; racemis axillaribus, laxis, elongatis, plurifloris, gracilibus, glabris, 
hinc inde pilo brevi subsetuliformi instructis; calyce bilabiato, glabro, co- 
rolla glabra, carina alis et vexillo breviore. 
, wenig verzweigter Strauch mit gelb-orange Blüten (Gortze). Sehr” 
nahe verwandt mit A. dissitiflora Bak, (in Kew Bull. 4897, 259), von dieser durch die” 
fast völlige Kahlheit auch der jüngeren Teile und des Kelches verschieden. Blätter” 
2—3,5 cm lang, Blättchen 6—8 mm lang. Trauben 4—7 cm lang, Blütenstiele 3—4 mm 
lang. Kelch 5—6 mm lang. Flügel 40—41 mm, Schiffchen 6 mm lang. 
Uhehe: Iringa, Rugaro, auf welligem Plateau, um 4500 m (n. 547 
— Blühend im Febr. 1899). i 
Einheim. Name: luresi. | 
A. nyassana Taub. in Engl. Bot. Jahrb. XXIIL (1896) 190. 
Kingagebirge: an flachen, rasigen Abhängen des Bulongwa-Berges, 


— 


2 m hoher 


um 2000 m (n. 1248, 1249. — Blühend im Sept. 1899), | 
Bis 1/, m hohe Pflanze mit rübenförmiger, verholzter Wurzel, gelben, violett wor 
aderten Blüten. } 
A. nyikensis Bak. in Kew Bull, (1897) 259. { 
Kingagebirge: auf trockenen Abhängen des Kinyobo- Berges, unt 
1500 m (n. 1483. — Blühend und fruchtend im Sept. 1899). | 
Einheim, Name: lutenga. | 


Bis 2 m hoher, breitwachsender Strauch mit orangegelben Blüten, 


4 


A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See etc. ges. Pflanzen. 329 


A. paludicola Harms n. sp.; erecta parce setuloso-puberula vel sub- 
glabra et glutinosa; foliis breviter petiolatis, circ. 10—22-jugis (ad ramulos 
superiores 5—7-jugis), petiolo communi parce puberulo vel glabro, foliolis 


oblongis vel anguste oblongis, rotundatis, mucronulatis; stipulis appendicu- 


. 


…latis; pedunculo axillari, unifloro, bracteis 2 distantibus munito, inferiore 


….sessili, cordato, acuminato, superiore majore sessili, amplexicauli, late cor- 
dato, acuminato, pedunculo supra bracteam superiorem dense setuloso, infra 


ir 


AI 


‘eam subglabro vel glabro; bracteolis ad basin calycis 2 parvis, lanceolato- 
ovatis, calyce alte 2-labiato, parce puberulo vel subglabro, carina ceteris petalis 
breviore, margine dense setulosa et superiore cristulata; legumine stipitato 
(stipite puberulo), lineari, glabro, suturis leviter undulatis, articulis 15—18. 

Mannshohe, aufrecht wachsende, einjährige Pflanze mit unten verdicktem Stengel, 
Blüten hellgelb, Schiffchen grün, mit ebenso gefärbten Borstenhaaren besetzt (GoETzE). 
Blätter 3—4 cm lang, Blättchen 3—5 mm lang. Pedunculi 4,5—2 cm lang. Kelch 
40—11 mm lang. Fahne etwa bis 20 mm lang. Hülsen 6—7 cm lang, 5—6 mm breit. 


Nördl. Kingagebirge: Ussangu, im Msimasi-Sumpf, um 1200 m 
(n. 1027. — Blühend und fruchtend im Juni 1899). Auch von STUHLMANN 
(n. 4487, Mai 1892) gesammelt. 

Nahe verwandt mit A. Schèimperi Hochst., durch etwas größere Blüten verschieden. 

Smithia Goetzei Harms n. sp.; frutex ramulis viscido-setulosis; sti- 
pulis lanceolatis, foliis breviter petiolatis, foliolis alternis, circ. 20--30, ob- 
liquis, lanceolatis, margine postico subfalcato-curvato, antico recto vel sub- 


recto, basi margine postico rotundatis, apice acutis, setulosis, petiolo com- 


… muni setuloso, racemis axillaribus, plurifloris, foliis brevioribus, ea aequantibus 


vel paullo superantibus; bracteis suborbiculari-ovatis vel latissime ovatis, margine 
setoso-fimbriatis, pedicellis bracteis brevioribus vel eas aequantibus, bracteolis 
ad apicem pedicelli 2 anguste ovatis vel oblongo-ovatis, margine setoso-fim- 
briatis, acutis; calyce alte 2-labiato, setoso-fimbriato, labio superiore apice 
2-dentato, dentibus latis, obtusis, labio inferiore circ. ad medium 3-dentato, 
dentibus lateralibus oblongis, acutis, infimo lanceolato, illis angustiore, acuto; 
corolla calyce paullo longiore, glabra, vexillo carinam et alas paullulo ex- 


cedente, ovario stipitato, pubescente, articulis 4, stylo puberulo. 
2—3 m hoher, breitwachsender Strauch mit weichem Holz und ausladenden 


Trieben, an allen Teilen klebrig behaart, Blüten dunkelorange, außen rötlich (GoETzE). 


_ Blattspindel 2,5—5 cm lang, Blättchen 5—15 mm lang, 1,5—3 mm breit. Bracteen 


5 


L 
4 
z 
2 


9—10 mm lang, 6 mm breit. Blütenstiele 6—10 mm lang, Bracteolen 6—7 mm lang, 
2—3 mm breit. Kelch 14 mm, Fahne 15 mm lang. 


Usafua: Abhänge des Beya-Berges, um 2400 m (n. 1070. — Blü- 
hend im Juni 1899). 

Verwandt mit S. wguenensis Taub., durch größere Blättchen verschieden. 

S. recurvifolia Taub. in Engler, Pflanzenw. Ostafr. C. (1895) 215. 

Westl. Ubena im Livingstone-Gebirge: auf Wiesen des Masuamu- 
Berges, um 2400 m (n. 823. — Blühend im März 1899). 

Einheim. Name: mhahatu. 
; 3—4 m hoher Strauch mit gelben Blüten. 


330 Beitr.z. Fl. v. Afr. XXII. Ber. üb. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. ete. 


Desmodium lasiocarpum DC. Prodr. IL 328. 

Unteres Kondeland: im Rumbira-Thal oberhalb Langenburg, um 
500 m (n. 830. — Blühend im April 1899). 

Einheim. Name: keralinga. 

2—3 m hoher Strauch, Blüten weißlich oder weiß. 

Dalbergia lactea Vatke in Österr. bot. Zeitschr. XXIX. (1879) 251. 

Oberes Kondeland: Umuamba, Likabu-See, 700 m (n. 1316. — 


Blühend im Oct. 1899). 7 
Einheim. Name: ntondo. 
Schlingstrauch mit hellblauen Blüten. 
Lonchocarpus laxiflorus Guill. et Perr. Fl. Seneg. I. 226. 
Rukwa-Steppe: am Yamba-Fluss, bei Dorf Ilengo, um 900 m 

(n. 1404. — Blühend im Nov. 1889). 


Eine Form mit größeren Blüten als sonst, Blätter mit nur 3 Blättchen. Vielleicht 
als eigene Art abzutrennen? Es dürfte überhaupt noch zu prüfen sein, ob nicht mehrere j 
Arten in dieser Sammelart stecken. Die bisher zu L. laxiflorus gerechneten Exemplare | 
zeigen in der Blütengröße Unterschiede untereinander. à 

L.? Wentzelianus Harms n. sp.; frutex glaber, ramis cortice griseo f 
vel brunneo-griseo obtectis, junioribus brunneo-hirsutis, mox glabrescentibus ; 
foliis pinnatis, petiolatis, glabris, foliolis alternis, 4—7, breviter petiolu- 
latis, oblongis usque lanceolatis, basi rotundatis usque acutis, apice acumi-— 
natis, crassiusculis, glabris; racemis terminalibus vel axillaribus, peduncu- — 
latis, eylindrieis, multifloris, satis brevibus vel elongatis, rhachi puberula, « 
pedicellis ferrugineo-velutinis, bracteolis ad basin calycis geminis, ovatis; 
calyce campanulato, puberulo, late et breviter dentato, dentibus superioribus 
confluentibus; corolla glabra, vexilli lamina suborbiculari; stamine vexillari — 
libero, ovario brevissime stipitato, inferiore parte puberulo, ceterum sub- 
glabro, 4—5-ovulato, stylo subulato. 

42—15 m hoher Baum mit dichter, rundlicher Krone, Blütenstand schwarzbraun 
behaart, Blüten weiß, wohlriechend, Fahne innen grün abschattiert, Knospen rötlich 
Gorrze). Blattspindel 4—8 em lang, Blättchenstiele 4 mm lang, Blättchen 5—10 Cm 
lang, 2—3,5 em breit. Trauben (mit Stiel) 6—10 cm, Blütenstiele 7 mm, Kelch 
6—7 mm, Fahne 15 mm lang, | 

Oberes Kondeland: Umalila, um 1900 m {n. 1350. — Blühend im, 
Oct. 1899). 

Verwandt mit L. deguelioides Harms in Engl. Bot. Jahrb, XXVI. (1899) 300, ver- 
schieden durch schmälere Blättchen und größere Kelche. Es bleibt fraglich, ob diese 
Art wirklich zu Lonchocarpus gehört, so lange man die Hülsen nicht kennt. 


Derris Goetzei Harms n. sp.; frutex scandens, ramulis ochraceo- 

À 
villosis, foliis petiolatis, impari-pinnatis, bijugis, petiolo communi villosom 
foliolis brevissime petiolulatis vel subsessilibus, obovatis vel hore eae 


vel suborbiculari-obovatis, basi emarginulatis vel cordulatis, apice rotung 
datis vel subtruncatis, saepius mucronatis, coriaceis, supra in statu juvenill 
probabiliter dense villosis, subglabrescentibus, subtus villosulo-pubescentibus 


_A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See ete. ges. Pflanzen. 331 


eti nervorum et venarum subtus bene prominente; stipellis subulatis; pani- 
culis amplis, terminalibus, villosis, floribus brevissime pedicellatis, secus 
"ramos paniculae elongatos racemiformes dense fasciculatis; calyce anguste 
oblique cupulato, dense villoso, breviter et late 4-dentato, dente supremo 
-brevissime emarginulato; corolla glabra (petalis margine supremo puberulis), 
calyce 2'/,-plo cire. longiore, petalis unguiculatis, basi cum tubo stamineo 
cohaerentibus, vexillo obovato vel oblongo-obovato, basi auriculato, alis 
quam carina paullo brevioribus; stamine vexillari basi a ceteris soluto, 
cum ungue vexilli cohaerente, ceterum cum ceteris connato; ovario longe 
stipitato, cum -stipite dense subsericeo-villoso, 2-ovulato, stylo fere usque 
ad apicem puberulo. 

Liane mit mannsstarkem Stamm, Blütenstiel und Kelch dicht hellbraun behaart, 
Blüten gelblichweiß mit leichtem violetten Anflug (Gortze). Blattspindel 9—12 cm lang, 


Blättchen 9—12 cm lang, 7—9 cm breit. Rispenzweige 10—15 cm lang. Kelch 
5—6 mm lang, Fahne 12—43 mm lang. 
Oberes Kondeland: Umuamba, am Likabu-See, Schluchten der Vor- 
berge, um 700 m (n. 1322. — Blühend im Oct. 1899). 
H Einheim. Name: ngoye. 

Verwandt mit D. brachyptera Bak., verschieden durch größere Blüten und kürzere 
Blättchenstiele. 
Pisum sativum L. Spec. pl. ed. 4 (1753) 727. 
 Kingagebirge: Bulongwa, in Schamben, um 2000 m (n. 1197. — 
Blühend im Sept. 1899). 
Einheim. Name: maboro. 
Eminia major Harms n. sp.; suffrutex, ramulis erectis, lignosis, elon- 
gatis, crassiusculis, superiore parte dense subsericeo-villosis, demum sub- 
‘glabrescentibus; calyce dense villoso, laciniis subaequalibus, subulatis, in 
glandulam clavatam desinentibus, superioribus basi connatis; corolla glabra: 
legumine hirsuto {vel subglabrescente ?), dispermo. 

Meterhohe Staude mit verholztem Stengel. Sehr nahe verwandt mit Æ. antennuli- 
fera (Bak.) Taub. in Engler-Prantl, Pflanzenfam. II. 3, 360, jedoch durch robusteren 
Bau und größere Blüten verschieden. Blätter sind nicht bekannt. Blüten in dichten, 
Stark behaarten Knäueln; Kelch etwa 147—19 mm lang. Die Vorblätter tragen ebenfalls 
k eulenförmige Drüsen wie die Kelchzipfel. 

Ubungu am Rukwa-See: lloma-Berg, an trockenen, steinigen Ab- 
‚hängen, um 1500 m (n. 4404. — Mit Blüten und halbreifen Hülsen im 
Juli 1899). 

Shuteria africana Hook. f. in Journ. Linn. Soc. VIL 190. 
Kingagebirge: Kimude-Berg, in Waldlichtungen, um 2000 m (n. 906. 
Blühend im Mai 1899). 

Schlingstaude mit blassvioletten Blüten. 

Erythrina tomentosa R. Br. in Salt, Abyss. iG. 63. 

_  Usafua: bei Alt-Utangule, um 1400 m, im Graslande (n. 1119. — 
.Blühend im Juli 1899). 

+ 6—8 m hoher Baum mit dichter, runder Krone, Rinde grau, rissig. Stamm bis 
3 Fuß im Durchmesser. Blüten leuchtend rot. 


LA 


5 


332 Beitr. z. Fl. v. Afr. XXIL Ber. üb.d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. ete. 


Mucuna Poggei Taub. in Engl.. Bot. Jahrb. XXII. (1896) 194. 

Usafua: am unteren Abhang des Poroto-Berges, Bachufer, um 
1700 m (n. 1040. — Mit Blüten und Hülsen im Juni 1899). 

Schlingstaude mit gelblichweißen, am Grunde außen violett abschattierten Blüten. 

Verwendung: Die Blüten werden gekocht gegen Kopfschmerz an- — 
gewendet. | 

M. rhynchosioides Taub. in Engl. Bot. Jahrb. XXIIL (1896) 194. 

Oberes Kondeland: an flachen Abhängen am Lufirio (n. 4171. — 
Blühend im Aug. 1889). 


Schlingstaude mit schwarzvioletten Bliten. 

Rhynehosia cyanosperma Benth. in Oliv. Fl. Trop. Afr. IL 218. 

Rungwe-Stock: um 1500 m (n. 1169. — Blühend im Aug. 1899). 

Schlingstaude, Blütenstand braun behaart, Blüten blassgelb, Fahne und Schiffchen 
dunkelviolett geadert. 

Rh. nyikensis Bak. in Kew Bull. (1897) 263. 

Westl. Ubena im Livingstone-Gebirge: am Lugara-Berg, um 
2100 m, am Rande einer niederen Buschparzelle (n. 818. — Blühend im 
März 1899). 

Einheim. Name: mdunula. 

Rh. pyenantha Harms n. sp.; frutex ramulis dense breviterque in- 
cano-villosis et velutinis; foliis petiolatis, trifoliolatis, foliolis brevissime 
petiolulatis, oblongis vel oblongo-ovatis vel lanceolato-ovatis, basi leviter 
emarginulatis vel rotundatis, apice acutis vel brevissime subacuminatis, 
supra dense velutinis, subtus subsericeo-villosis (junioribus dense sericeis), M 
reli nervorum supra impresso, subtus bene prominente; stipulis latissimis, 
suborbiculari-ovatis, acuminatis, sericeis, deciduis; racemis densifloris et 
multifloris, axillaribus, pedunculatis, axi dense aureo-hirsuto; bracteis obo- 
vato-suborbicularibus, caudatis, sericeis; floribus brevissime pedicellatis; 
calyce dense hirsuto, tubo brevi, dentibus lanceolatis, acutis, tubo duplo M 
vel paullo plus quam duplo longioribus, inter sese fere aequalibus, infimo 
ceteros paullo excedente, corolla glabra calycem excedente; ovario dense 
sericeo-hirsuto, stylo inferiore parte villosulo, superiore parte glabro; legu- 
mine juniore dense aureo-hirsuto. 

4—2 m hoher, breit und locker wachsender, stark behaarter Strauch, Blüten gelb, 
Schiffehen innen und Fahne außen rotbraun, Kelch dunkelgrau, Haare des Blütenstandes 
gelbgrün (Gorrze). Internodium zwischen End- und Seitenblättchen etwa 3—6 mm 
lang, Blätichen etwa 4—6 em lang, 1,8—3 em breit. Trauben (einschließlich Stiel) 


5—44 cm lang. Kelch etwa bis 47 mm lang, Fahne 20 mm lang. Bracteen 45—47 mm 


ee VE 


lang. Blütenstiele 2—4 mm lang. 
Usafua: an steilen Abhängen des Ngosi- oder Poroto-Berges auf 
Lavaboden, um 2300 m (n, 1430. — Blühend im Aug. 1899). 


Auffallend durch die dichten, ährenartigen Trauben mit ziemlich ansehnlichen 


Blüten, die auf der Blättehenunterseite deutlich hervorspringende Nervatur. 
Eriosema ukingense Harms n. sp.; suffruticosum caulibus com- 
pluribus congestis erectis vel adscendentibus angulato-compressis pubes 


pe tm nn BE 


4 


4 


‘A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See ete. ges. Pflanzen. 333 


- centibus: foliis breviter petiolatis pinnatis 3-foliolatis, foliolis anguste lanceo- 


a “apt 


latis vel oblanceolatis, basin versus angustatis, juvenilibus sericeis, demum 
subglabrescentibus, supra puberulis vel subglabris, subtus ad nervos pubes- 
centibus vel puberulis, bullatis; racemis longe pedunculatis, cylindraceis, 
spiciformibus, multifloris, densifloris, pedunculo villosulo-pubescente; pedi- 
cellis brevissimis; calyce piloso, dentibus 5, ovato-lanceolatis, tubo breviori- 
bus, inter sese fere aequalibus; vexillo oblongo, basi auriculato, extus 


parce piloso; ovario dense et longe sericeo-villoso. 

Spannhohe, buschige Pflanze, Blüten gelblich-weiß, außen violett gefärbt, Fahne 
mit dunkelviolettem Augenfleck (GoETzE). Blattspindel 7—10 mm lang, Blättchen 2,5— 
6,5 cm lang, 3—4 mm breit. Trauben (blütentragender Teil des Pedunculus) 3,5—5 cm 
lang, unterer steriler Teil des Pedunculus 4—7 cm lang. Blütenstiele 1—-2 mm, Kelch 
4-—-5 mm, Fahne 10—11 mm lang. 


Kingagebirge: an flachen, rasigen Abhängen des Pikurugwe-Rückens, 
um 2500 m (n. 1240. — Blühend im Sept. 1899). 

Diese Art fällt durch ihre schmalen Blättchen auf. 

Phaseolus vulgaris L. Spec. pl. ed. 4 (1753) 723. 

Ubena: Makatau, um 1750 m, viel angebaut (n. 773. — Blühend im 
März 1899). 

Einheim. Name: mahalage. 

Sphenostylis marginata E. Mey., Comm. p. 148. 

Unyika: Mbozi-Hügel, 1600 m (n. 1388. — Blühend und fruchtend 
im Oct. 1899). 


1/, m hohe Staude mit dicker, rübenförmiger Wurzel, Blüten gelb, Fahne außen 
braunviolett. 


Dolichos (Sect. Rhynchosiopsis) adenophorus Harms n. sp.; sul- 
fruticosus caulibus pubescentibus; foliis alternis longe petiolatis trifoliolatis, 
foliolis oblongis vel oblongo-ovatis, basi rotundatis vel obtusis, apice ob- 
tusis vel rotundatis et emarginulatis, supra glabris, subtus breviter pubes- 


- centibus et glandulis minutissimis sparse obtectis, reti nervorum subtus 


bene prominente, paniculis elongatis vel racemis axillaribus, ferrugineo-ve- 
lutinis vel breviter villosulis, in paniculam amplam dispositis; floribus ut 
in speciebus affinibus. 


Meterhohe, stark behaarte Staude mit weißen Blüten (Gorrze). Blattstiel 3—5 cm 
lang, Blättchen 4—9 cm lang, 2—4,5 cm breit. 


Ubena: Makatau, auf Wiesen, um 1750 m (n. 769. — Blühend im 


Marz 1899). 


Zur Section Rhynchosiopsis, die ich in Encrer’s Bot. Jahrb. XXVI. (1899) 349 


- aufgestellt habe, rechne ich außer der oben beschriebenen Art folgende Arten: D. rhom- 


boideus O. Hoffm. in Linnaea XLIIL 128, D. Anchietae Hiern in Welw. Pl. 265, D. ma- 
erothyrsus Harms |. c. 320, D. punctatus (M. Micheli) Harms (Vigna punctata M. Micheli 


in Bull. Soc. bot. Belg. XXXVI. 2 (4897) 62; Ann. Mus. Congo Bot. A. Ser. I. Fasc. 5 


11899] t. LIX). Bei diesen Arten ist der Griffel im obersten Teil behaart, seitlich zu- 
sammengedrückt und trägt am gestutzten Ende die Narbe, welche dem Griffelende wie 
ein kleines Häubchen, das nach der Griffelinnenseite überhängt, aufsitzt. Der Frucht- 
knoten enthält 2 Samenanlagen. Es sind mehr oder weniger mit Drüsen besetzte 


334 Boitr. z. Fl. v. Afr. XXI. Ber. ib. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. ete. 


Schlingpflanzen oder aufrechte Halbsträucher. Durch das Auftreten der Drüsen und 
den mit nur 2 Samenanlagen versehenen Fruchtknoten ähnelt diese Section der Gattung 
Ihynchosta, von der sie aber in der Griffelform abweicht. Zu Vigna möchte ich diese 
Arten nicht stellen, da wenigstens die Mehrzahl der Vegna-Arten ein Griffelende be- 
sitzt, das über die innenseits befestigte Narbe hinaus noch in ein kleines Spitzchen aus- 
läuft. Vielleicht stellt man am besten die oben genannten Arten in eine eigene Gattung. 
Die neue Art ist der V. punctata Micheli durch die stumpfen Blättchen ähnlich, weicht 
jedoch von ihr durch stärkere Behaarung sowie dadurch ab, dass die Nervatur auf der 
Blättchenunterseite mehr hervortritt als bei MicHeEui’s Art. 
D. bellus Harms n. sp.; caulibus suffruticosis, erectis, incano-villosis; 
foliis longe vel longiuscule petiolatis, 3-foliolatis, sericeo-villosis, foliolis 
ovalibus vel ellipticis vel oblongis vel ovatis, dense sericeis; floribus bre- 
viter pedicellatis, axillaribus geminis et in racemum terminalem densiflorum 
et multiflorum congestis; calyce dense sericeo-villoso, dentibus infimo et 
lateralibus deltoideis, tubo brevioribus, supremo apice emarginato; vexilli 
lamina suborbieuları, auriculata, versus basin bicallosa; ovario dense sericeo, 
stylo glabro, basi torto, stigmate penicillato. 
FuBhohe Staude mit dicker, rübenförmiger, holziger Wurzel, violetten, außen 
etwas dunkler und bräunlich abschattierten Blüten (Gorrze). Blattstiel 4—9 cm lang. 
Blättchen 3,5—5 cm lang, 1,5—2,5 cm breit. Blütenstiele 3—9 mm lang.’ Kelch 10 mm 
lang, Fahne 2,7 mm lang. 
Ukinga: Pikurugwe-Rücken, auf flachen, rasigen Abhingen, um. 
2500 m (n. 1245. — Blühend im Sept. 1899). 
Einheim. Name: maholia. 


D. biflorus L. Spec. pl. ed. 4 (1753) 727. 
Unyika: Dorf Fingano, Buschwald, um 1700 m (n. 1373. — Blühend 
im Oct. 1899). 


D. formosus A. Rich. Fl. Abyss. I. 225. 

Nördl. Kingagebirge: Ussangu, Nordabhang des Kipengere-Rückens, 
Schluchtenwald, um 2400 m (n. 984. — Blühend im Mai 1899). 

Schlingstaude mit hellkrapproten, im Verblühen sich blauviolett färbenden Blüten, 
Fahne außen nach der Spitze zu braungrün abschattiert. 

D. trinervatus Bak. in Kew Bull. (1897) 262. 

Kondeland: an sonnigen Abhängen der Ukangu-Berge, um 1000 m 
'n. 844. — Blühend im April 1899). 

Kinheim. Name: ngodela. 

Meterhohe Staude mit helllila Blüten und rübenförmiger Wurzel. N 

Verwendung: Wurzel zerstampft und gekocht gegen Brustschmerz. 


Geraniaceae (A. ENGLEr). 


Pelargonium Goetzeanum Engl. n. sp.; herba alta, rhizomate lig 
noso, eaulibus angulosis subglabris, hine inde sparse pilosis, inter 
nodiis valde elongatis; foliorum  stipulis oblique ovatis vel obliqu 
ovato-lanceolatis acutis purpurascentibus, inferiorum petiolo tenui quai 


i 
A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See ete. ges. Pflanzen. 335 


lamina triplo longiore, superiorum laminam aequante vel ea breviore, la- 
mina inferne purpurascente, nervis prominentibus sparse pilosa, tripartita, 
partitionibus lateralibus oblique ovatis vel subrhombeis, intermedia sub- 
rhombea vel oblonga, interdum pinnatifida, omnibus margine exteriore 
crenatis vel duplicato-crenatis; inflorescentia laxa paniculata, ramis 
patentibus 2—3-floris; bracteis infimis tripartitis, superioribus atque summis 
lamina destitutis stipulas tantum producentibus; bracteolis lanceolatis; pedi- 
cellis tenuibus calyce longioribus; sepalis lineari-lanceolatis longe acutatis 
purpurascentibus cum pedicellis breviter albo-pilosis et minute glandulosis; 
petalis pallide violaceis purpureo-nervosis elongato-spathulatis, posti- 
cis calyce 4!/,-plo longioribus; filamentis inferne anguste lineari- 
lanceolatis deinde subulato-filiformibus; ovario elongato-cylindrico dense 
patentim piloso in stilum tenuem purpurascentem attenuato; fructu elon- 
gato, calyce 3—3!/,-plo longiore; mericarpiis elongatis dense strigoso- 
pilosis. 

Die Stengel sind bis 5 dm lang, die unteren Internodien 4,5—1 dm, die obersten 
etwa 5 cm. Die Nebenblätter sind etwa 1 cm lang und 5 mm breit. Die Blattstiele 
sind von sehr verschiedener Lange, an den unteren Blättern bis 4,5 dm, an den obersten 
4—1,5 cm. Die unteren Blatter besitzen einen etwa 5 cm langen und 3 cm breiten 
mittleren Abschnitt und 3 cm lange, 2 cm breite seitliche Abschnitte, alle mit großen 
Kerbzähnen. Die Zweige des Blütenstandes sind 7—10 cm lang, 3—5-blütig, die Blüten- 
Stiele 4,5—1,8 cm lang. Die Kelchblätter sind 1,2 cm lang und 2—3 mm breit, Die 
seitlichen und vorderen Blumenblätter sind 4,5 cm lang und oben 5 mm breit, die 
hinteren 2 cm lang und 7 mm breit. Die Frucht wird 4 cm lang und der den Samen 
einschließende Teil 5 mm bei einer Breite von 4,5 mm. 

Kingagebirge: an rasigen Abhängen der Yawiri-Berge, um 1700 m 
(n. 1489. — Blühend und fruchtend am 8. Sept. 1899). 


Steht dem P. Whytei Baker offenbar nahe, besitzt aber kahleren Stengel und 
‚Blätter, größere und gröber gekerbte Blätter, sowie viel längere Blütenstiele und Blüten. 


…. P. Whytei Baker in Kew Bull. Nr. 128/129 (1897) 246. 
Usafua: an steilen Abhängen des Ngosi- oder Poroto-Berges, um 
2300 m, zwischen Gras auf Lava (n. 1126. — Blühend am 5. Aug. 1899). 


P. Heckmannianum Engl. n. sp.; tubere magno napiformi vel ob- 
longo horizontali; stipulis rigidis valde elongatis rubescentibus; foliis 
atque scapo ea superante sparse pilosis; foliorum petiolo quam stipulae - 
3—4-plo, quam lamina circ. duplo longiore, supra leviter canaliculato, la- 
Mina pinnatipartita, partitionibus utrinque 2—3, infimis bifidis, 
earum laciniis atque partitionibus mediis lineari-lanceolatis 
acutis; inflorescentia subumbellata 7—9-flora, bracteis ovato-lanceolatis, 
pedicellis flore circ. 3—4-plo longioribus, sepalis lanceolatis purpurascen- 
tibus breviter albo-pilosis, quam petala majora 5-plo brevioribus; petalis 
Jineari-spathulatis sordide-luteis, posticis quam reliqua fere 11/,-plo lon- 
gioribus; staminum filamentis e basi lata angustatis sepala longitudine haud 
aequantibus, ovario ovoideo dense cinereo-piloso. 


336 Beitr. z. Fl.v. Afr. XXIL Ber. üb. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. ete. 


Die innen rötliche Knolle wird bis 8 cm lang und 3 cm dick. Die Nebenblätter 
der durchweg grundständigen Blätter sind 3—4 cm lang und unten 2—3 mm breit, 
die Blattstiele etwa 1—1,2 dm lang; die Abschnitte der Blattspreite sind 5—6 cm lang 
und 0,8—1,2 cm breit. Der Schaft ist 3—4 dm lang. Die Bracteen am Grunde der 
Scheindolde sind etwa 4 cm lang und unten 2—3 mm breit. Die Blütenstiele erreichen 


we 


6 cm. Die Kelchblätter sind etwa 5 mm lang und 3 mm breit. Die längeren Blumen- 
blätter sind 2,2 cm lang und 5 mm breit. Die Staubblätter sind kaum 5 mm lang. _ 


Kingagebirge: an flachen, rasigen Abhängen des Bulongwa-Berges, 
um 2000 m (n. 1224. — Blühend am 41. Sept. 1899). 


Diese Art gehört in die Verwandtschaft des P. aconitiphyllum Eckl. et Zeyh., be- 
sitzt aber weniger und einfachere Blattabschnitte und viel armblütigere Dolden. 


Linaceae (A. ENGLER). 


Linum gallicum L. var. abyssinicum (Hochst.) Planch. in Lond, 
Journ. Bot. VII. 479. | 

Kingagebirge: in den Vorbergen, am Kingobo-Berg um 4500 m, 
auf trockenen Abhängen, zwischen Gräsern (n. 1186. — Fruchtend am 
7. Sept. 1899). 

Einheim. Name: malisu. 

Wird bis 5 dm hoch. 


Simarubaceae (A. ENGLER). 
Brucea antidysenterica Lam. in Mém. Acad. Par. (1784) 342. 
Rungwe-Stock: auf freien Flächen in der Bambuszone, um 2200 
‘n. 1306. — Blühend am 30. Sept. 1899). 


2 m hoher, aufrechter Strauch. 


Rutaceae (A. ENGLER). 
Clausena inaequalis (Spr.) Benth. in Hook. f. Fl. Nigrit. 257. 
Kingagebirge: in Schluchten am Manganyema-Berg bei 2100 
(n. 1206. — Blühend am 41. Sept. 1899); am Pikurugwe-Rücken im 
Schluchtenwald bei 2700 m (n. 1252. — Blühend am 15. Sept. 1899). 


2—% m hoher, sich anlehnender Strauch. 


= 


Burseraceae. 

Commiphora rubriflora Engl. n. sp.; arbor vel arbuscula, ramis elon 
gatis virgatis, extimis saepe horizontaliter patentibus spinescentibus; ramulis 
foliiferis abbreviatis; perulis late lanceolatis scariosis; foliis dense cinercos 
pilosis, trifoliatis; foliolis parvis subovatis integris vel crenalis; floribus 
paucis ad basin ramulorum orientibus, breviter pedicellatis; calycis elo 
vato-cupuliformis dentibus breviter deltoideis, petalis lineari-lanceolatis calyet | 
21/,-plo longioribus rubris; filamentis tenuibus filiformibus — petala fere | 
aequantibus; antheris oblongis; disco 4-lobo; ovario ovoideo minuto, stigs 


mate 4-lobo; fructu subgloboso viridescente. 


ay af Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See etc. ges. Pflanzen. 337 


Ein 5—6 m hoher Baum mit rutenförmigen, rötlichen Zweigen, an denen 1—3 cm 
ange Dornenzweige stehen. Diese tragen kleine Sprosse mit Blättern und Blüten. Zur 
Blütezeit sind die Blätter ziemlich klein, mit nur 5 mm langen Blättchen. Die Blüten 
stehen auf 3—5 mm langen Stielen; ihre Kelchblätter sind etwa 3 mm lang, die 
Blumenblätter 5 mm bei 4 mm Breite. Die vor den Kelchblättern stehenden Staubfäden 
sind etwa 4 mm lang, die vor den Blumenblättern stehenden nur 3 mm. Der Stempel 
ist 4,5 mm lang. Die Früchte werden 8 mm lang und dick. 


Am Abfall des Unyika-Plateaus: in der Steppe bei 1000 m, in der 
Nähe des Dorfes Sante (n. 1406. — Blühend und fruchtend am 7. Nov. 
1899). 


Diese Art scheint mit C. pelosa Engl. am nächsten verwandt zu sein. 


Meliaceae (H. Harms). 


Trichilia emetica Vahl Symb. I. 31. 

Oberes Kondeland: Umuamba, bei Muanbugas Dorf, angepflanzt im 
Bananenhain, um 1000 m (n. 1324. — Blühend im Oct. 1899). 

Einheim. Name: isunguti. 

10—12 m hoher, breitkroniger Baum mit glatter, grauer Rinde. Blüten weißgrün. 
Das Exocarp der Frucht wird gegessen. Aus den Samen wird Öl gepresst. 


T. Volkensii Gürke in Engl. Bot. Jahrb. XIX. Beibl. Nr. 47, p. 33. 
Oberes Kondeland: Uporoto, Gurumbi-Berge, Schluchtenwald, um 
700 m (n. 1342. — Blühend im Oct. 1899). 


5—6 m hoher Strauch mit überhängenden Zweigen und gelblichweißen Blüten. 


A 


Polygalaceae (M. GÜRKE). 


Muraltia mixta L. f. Suppl. 316. 

Kingagebirge: auf dem Kipengere-Riicken, auf trockenen, mit Fels- 
‘blécken übersäten Halden, um 2700 m ü. M. (n. 965. — Blühend im Mai 
1899). 

Polygala modesta Gürke in Engl. Bot. Jahrb. XIX. Beiblatt 47 
(1894) 35. 

Nördl. Kingagebirge: Ussangu, am Berge Muigi, an trockenen, mit 
htem Busch bestandenen Abhängen, um 2100 m ii. M. (n. 1007. — Blü- 


P. virgata Thunb. 

Kondeland: am Rumbirafluss bei Langenburg, an mit lichtem Busch 
bestandenen Bergabhängen auf grauem Laterit, um 1000 m ii. M. (n. 897. 
Blühend im Mai 1899). 

| Kingagebirge: an trockenen Abhängen des Kingoboberges in den Vor- 
bergen, um 1500 m ti. M. (n. 1185. — Blühend im September 1899). 

P. usafuensis Giirke n. sp.; annua, caule erecto, pubescente; foliis 
‘Sessilibus, linearibus, margine integris, apice acuminatis, pubescentibus; 
racemis multifloris; sepalis superioribus liberis, interioribus (alis) late ellip- 
tieis, obtusis, coeruleis, persistentibus; carina cristata; antheris haud 
Botanische Jahrbücher. XXX. Bd. 22 


338 Beitr. z. Fl. v. Afr. XXII. Ber. ith, d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. etc. 


sessilibus; stylo longo curvato, vittiformi; capsula obovata, apice emargi- 
nata, margine anguste-alata, pubescente; seminibus oblongis, adpresse-hir- 


sutis; arillo trilobo, semine superposita, exappendiculato. 

Eine bis 4 m hohe, einjährige Pflanze mit aufrechtem, nur in der Blütenregion 
verzweigtem, sonst einfachem, von grauweißen Haaren flaumigem Stengel. Die Blätter 
stehen abwechselnd, sind ungestielt, linealisch, bis 6 cm lang und 3 mm breit, am 
Grunde allmählich verschmälert, ganzrandig, lang zugespitzt, beiderseits fein flaumig 
behaart, auf der Unterseite mit ziemlich stark hervortretendem Mittelnerv, während die 
Seitenadern sehr undeutlich sind. Die Trauben sind reich- und dichtblütig, bis 25 cm 
lang: ihre Achsen sind, wie die Stengel, fein flaumig behaart. Die Bracteen sind un- 
gestielt, linealisch-pfriemenförmig, zugespitzt, 2—3 mm lang. Die Blütenstiele sind 
dünn und 1—2 mm lang. Von den Kelchblättern sind die beiden oberen unter- 
einander frei, länglich, stumpf, 2,5 mm lang, an den Rändern gewimpert und auf der 
Außenseite flaumig-behaart; das untere Kelchblatt ist von derselben Gestalt und ebenso 
behaart, aber 3,5 mm lang; die beiden inneren Kelchblätter (Flügel) sind breit-elliptisch, 
am Grunde schief und etwas verschmälert, mit stumpfer Spitze. außen flaumig behaart, 
hellblau, mit 5 anastomosierenden Hauptnerven, 7,5—8 mm lang und 6 mm breit. Der 
Kamm der Blumenkrone besteht aus zahlreichen, fingerförmigen Fortsetzungen. Die 
Kapsel ist länglich-verkehrt-eiförmig, am Grunde keilförmig-verschmälert, mit einem 
schmalen Rande versehen, an der Spitze deutlich ausgerandet, 5 mm lang und 3 mm 
breit, von abstehenden, aber weichen Haaren flaumig. Die Samen sind länglich, 
2,5—3 mm lang, dunkelbraun, mit anliegenden, weißen, angedrückten und abwärts ge- 
richteten Haaren besetzt, welche an der Basis einen Schopf bilden. Der Arillus ist 
dem Samen aufgesetzt, 3-teilig, ohne Anhängsel. 

Usafua: im Grasland auf welligem Hochplateau von Utengule, um 


1600 m ü. M. (n. 1032, blühend im Juni 1899). 

Die Art gehört zur Sect. Orthopolygala Chod. und zwar zur Subsect. 7. Migra- 
lores Chod. Hier würde sie am besten bei der Gruppe der Persicarvifoliae unter 
zubringen sein; durch die angeführten Merkmale ist sie von den bisher bekannten Arten 
dieser Gruppe aber deutlich verschieden; am meisten hat sie habituelle Ähnlichkeit viel 
leicht mit P. butyracea Heck. 

Euphorbiaceae (F. Pax). 

*Flueggea obovata (L.) Wall. Cat. ex Muell. Arg. in DC. Prodr. XY. 
2. p. 449. 

Uhehe: Iringa, Kilima-Plateau, auf hügeligem Plateau, 1600 m ü. M 
(n. 650. — Blühend im Febr. 4899). | 

Ein 3—4 m hoher, buschiger Strauch mit breiter, runder Krone. Blüten gelblich 
weiß. 

Einheim. Name: mkwambe, 

Phyllanthus macranthus Pax in Engl. Bot. Jahrb. XIX. 77, var. 

Ubena: Liangira, im lichten Busch des welligen Plateaus, um 1900 
fi. M, (n, 795. — Blühend und fruchtend im März 1899). 

Bis 1/, m hohe, kleine Bäumchen bildende Pflanze, Blüten weiß. 

Uapaca Goetzei Pax in Engl. Bot. Jahrb. XXVII, 418, var. 

Oberes Kondeland: Massewe (Umuamba), auf dem welligen Plate 
1000 m ü, M, (n, 1325, — Fruchtend im Oct. 1899), 


= 


| 


x 


A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See etc. ges. Pflanzen. 339 


Ein 140—12 m hoher Baum mit lichter, runder, tiefverzweigter Krone. Früchte 


grün mit rötlichem Anflug. 


Einheim. Name: mbegere. 
U. nitida Muell.-Arg. in Flora 1864 p. 517. 
Unteres Kondeland: oberhalb Langenburg, an Bergabhängen im 


- Rumbira-Thal, 800 m ü. M. (n. 833. — Blühend im April 1899). 


Aue 


RSS ot 


Ein 6—8 m hoher Baum mit breiter, ziemlich flacher Krone. Blülen gelb, von 
einem gelblichgrünen Kranz von Hüllblättern umgeben, 


Einheim. Name: nanyamasimbi. 
Bridelia cathartica Bert. Illustr. Mozamb. 4, 16, n. 13, t. 6. 
Livingstone-Gebirge: bei Langenburg, an Abhängen um 1000 m 


* ü. M. (n. 845. — Blühend im April 1899). 


Ein 2 m hoher, breit wachsender Baumstrauch mit kleinen, gelblichgrünen Blüten. 


Rinde graubraun, rissig, korkig. 


+ 


Einheim. Name: muparra. 

*Erythrococca mitis Pax in Engler, Pflanzenwelt Ostafr. C. 238. 

Khutu-Steppe: auf Moorboden in sumpfiger Einsenkung, 300 m 
ü. M. (n. 105. — Blühend im November 1898). 

Ein 5—6 m hoher Baumstrauch mit kleinen, grünlichen Blüten. 

Einheim. Name: kimbusa. 

*Neoboutonia macrocalyx Pax n. sp.; arbor dioica partibus juve- 
nilibus pilis stellatis scabris; foliis petiolatis, petiolo quam lamina bre- 


- viore, stipulis lanceolatis, lamina orbiculari-cordata acuta leviter crenulato- 


denticulata, subtus viridi-canescentibus; paniculis ZT amplis; floris cf 
calyce irregulariter 2—3-fido, staminibus numerosis; racemis © subsim- 


-plicibus vel basi tantum leviter paniculato-ramosis; sepalis © 6 lineari- 


“bus post anthesin accrescentibus velutino-pubescentibus; ovario 3- 
- loculari stylis 3 bifidis latiusculis coronato. 


45—20 m hoher, diöcischer Baum mit glattem, schlankem Stamm, glatter Rinde, 
kleiner Krone, gelblichgrünen Blüten und stark klebrigem Saft von bitterem Geschmack. 
Blattstiel 140—14 cm lang, kräftig, Stipulae 4 cm lang. Spreite oberseits dunkelgrün, 


“matt, 20 cm lang und ebenso breit. & Rispen von der Länge des zugehörigen Trag- 


blattes, locker- und reichblütig. © Blüten 41/5 cm im Durchmesser. 


Uhehe: bei Mufindi, Berge, Wald, um 1850 m ii. M. (n. 758. — 


… Blühend im März 1899). 


Durch die großen © Blüten ausgezeichnet. 

*Macaranga kilimandscharica Pax in Pflanzenwelt Ostafr. C. 238. 

Uhehe: bei Mufindi, im Wald auf Bergen, 1850 m ü. M. (n. 749. — 
Blühend im März 1899). 

Ein 10—12 m hoher Baum mit grauer Rinde. 

Einheim. Name: mpalala. 

* Acalypha villicaulis A. Rich. Fl. Abyss. II. 248. 

Uluguru-Berge: am Mbakana, im Buschwald an trockenen Abhängen, 
um 600 m ü. M. (n. 344. — Blühend im December 1898). 

Einheim. Name: kiafi-afi. 


DO 
bo 
* 


340 Beitr.z. Fl. v. Afr. XXI. Ber. üb. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. ete. 


A. peduncularis Meissn. in Flora 1845, 82. 
Unyika: Mbozi-Hügel, im lichten Buschwald, 1600 m ü. M. (n. 1385. 
— Blühend im October 1899). 


Spannhohe Staude. Blüten dunkelrot in dichten Ähren. 


A. psilostachya A. Rich. Fl. Abyss. IL 246. 
Kingagebirge: Kirunde-Berg, 2000 m ü. M., an Waldrändern (n. 904. 
— Blühend im Mai 1899). 


Tragia mitis Hochst in A. Rich. Fl. Abyss. II. 244, var. 
Kingagebirge: Kirunde-Berg, 2000 m ü. M., im Wald (n. 907. — 
Blühend im Mai 4899). 


Liane, über das Unterholz kletternd mit bindfadenstarken Trieben. Blätter mit 
Brennhaaren besetzt. Blüten weißlichgrün. 


Cluytia glabrescens Knauf n. sp.; frutex arborescens ramis nutan- 
tibus, ramulis parce pilosis, foliis ovato-lanceolatis acuminatis, parce pilosis 
imprimis secundum nervos, margine planis, subtus paullo pallidioribus; 
floribus/masculis fasciculatis; calyeis laciniis masculis ellipticis externe pi- 
losis, petala superantibus, intus squama triloba auctis; petalis rhombeo- 
spathulatis unguiculatis glabris eglandulosis; glandulis interioribus 5 parvis 
cirea columnam staminalem petalis oppositis; floribus femineis ignotis. 

3—5 m hoher, diöcischer, baumähnlicher Strauch mit überhängenden Ästen, oft 
unregelmäßig wachsend, die jüngeren Zweige spärlich behaart; Blätter eiförmig-lan- 
zettlich, vorn spitz auslaufend, bis 40 cm lang, 3—4 cm breit, Blattstiel 4—1,5 cm lang, 
spärlich behaart, ebenso wie die Spreite, wo die Haare meist auf den Nerven aufsitzen; 
die männlichen Blütenbüschel in den Blattachseln entspringend; männliche Blüte weiß 
bis grünlichweiß, Durchmesser 2—3 mm, Blütenstiel 3—4 mm. 


Uhehe: bei Mufindi, im Bergwald, 1850 m ii. M. (n. 751. — Blühend 
im März 1899). 

Kingagebirge: Kirunde-Berg, an Waldrändern, 2000 m ü. M. (n. 903. 
— Blühend im Mai 1899). 

Livingstone-Gebirge: auf unbewohntem Hochplateau, in der Park- 
landschaft, 2300 m ü. M. (n. 1280. — Blühend im September 1899). 


Ein 3—5 m hoher Baumstrauch. 


Einheim. Name: nyakirumbi. 


Cl. angustifolia Knauf n. sp.; suffrutex dioicus ramis junioribus 
pubescentibus; foliis oblongo-lanceolatis pubescentibus margine planis, subtus 
paullo pallidioribus; floribus masculis fasciculatis; calycis laciniis masculis 
oblongo-obovatis externe pilosis petala superantibus intus squama triloba 
auctis; petalis rotundo-rhombeis unguiculatis glabris eglandulosis; glandulis 
interioribus 20 parvis circa columnam staminalem in tres cyclos dispositis; 
floribus femineis ignolis. 

Etwa 4m hoher, aufrechter, didcischer Halbstrauch; die jüngeren Zweige fein be- 
haart, ebenso wie die 6—7 em langen und 1—4,2 cm breiten, länglich-lanzettlichen 
Blätter, in deren Achsel die männlichen Blütenbüschel entspringen; männliche Blüte 
hellgelblichgrün, 3—4 mm im Durchmesser; Blütenstiel ca, 4 mm, Blattstiel 5 mm, 


A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See etc. ges, Pflanzen. 341 


Unteres Kondeland: Ukangu-Berg, an den Abhängen feuchter 
Schluchten, 1100 m ü. M. (n. 894. — Blühend im Mai 1899). 

CI. Paxii Knauf n. sp.; suffrutex dioicus dense foliosus, ramis pilosis, 
foliis oblongo-obovatis, parce pilosis margine planis subtus pallidioribus; 
floribus masculis fasciculatis, calycis laciniis masculis obovatis externe pi- 
losis petala superantibus intus squama triloba auctis; petalis rhombeo- 
spathulatis apice subacutis unguiculatis glabris eglandulosis; glandulis in- 
terioribus 15 parvis circa columnam staminalem in duos cyclos, denis in 
exteriorem inter petala ac sepala, quinis in interiorem cyclum episepalum 
dispositis; floribus femineis ignotis. 

Meterhoher, diöcischer, aufrecht wachsender und dichtbeblätterter Halbstrauch; 
Behaarung der Zweige dem unbewaffneten Auge nicht sichtbar; Blätter länglich ver- 
kehrt-eiförmig, spärlich behaart, 2,5—3,5 cm lang, 4—1,2 cm breit, Blattstiel 1 mm 


lang; männliche Blütenbüschel den Blattachseln entspringend; männliche Blüte hell- 
gelblichgrün, Durchmesser 2 mm, Blütenstiel 4 mm. 


Kingagebirge: in Lichtungen des Schluchtenwaldes auf dem Kinyika- 
berge, 2600 m ü. M. (n. 947. — Blühend im Mai 1899). 

* Gelonium zanzibariense Muell. Arg. in DC. Prodr. XV. 2. 4130. 

Uluguru-Berge: Lukwangule-Plateau, im Höhenwald um 2400 m 
ii. M. (n. 318. — Blühend im December 1898). 

Ein 3—4 m hoher, geschlossen wachsender Strauch mit grüner Rinde. 

Einheim. Name: murungu-rungu. 

Euphorbia Poggei Pax in Engl. Bot. Jahrb. XIX. 118. 

Usafua: auf jetzt abgebranntem Grasland, Lavaboden, um 1700 m 
ii. M. (n. 4124. — Blühend im August 1899). 

E. tetracantha Pax n. sp.; frutex humilis ramis crassis aphyllis 
leviter angulatis epruinosis, angulis podariis corneis griseis 
aculeatis praeditis; aculeis in podario 4, 2 superioribus minori- 
bus, 2 inferioribus majoribus rectis; cyathiis paullo supra po- 
daria in dichasium 3-cephalum dispositis glabris; cyathii lobis tenuibus, 
glandulis exappendiculatis latis. 

Cactuseuphorbia, einen 1/2 m hohen, buschigen Strauch mit schwachkantigen 


Trieben bildend, mit gelblichroten, im Verblühen dunkler werdenden Cyathien. Zweige 
dünn, kaum 4 cm im Durchmesser. Dornen kurz, die längsten etwa 3—4 mm lang. 


Unyika: bei Manayeme’s Dorf, hügeliges Plateau, auf Höhen zwischen 
Steinen, um 1500 m ii. M. (n. 1443. — Blühend im November 1899). 

Verwandt mit E. heterochroma Pax. 

E. Schinzii Pax in Bull. Herb. Boiss. VI. (1898) 739. 

Usafua: Ubungu, Ilunga-Berge, auf steinigen Bergkuppen, 1500 m 
ii. M. (n. 1095. — Blühend im Juli 1899). 
Bis fußhoch. Polster bildend. 
E. matabelensis Pax in Ann. K.K. Naturh. Hofmus. Wien, XV. 51. 
Usafua: Songwe-Thal, an trockenen Abhängen, um 1100 m ü. M. 
-(n. 4052. — Blühend im Juni 1899). 


3—4 m hoher, aufrecht wachsender Baumstrauch. 


342 Beitr.z. Fl. v. Afr. XXI. Ber. ib. d. bot. Ergebn. d. N yassa-S ee-u. Kinga-Geb.-Exped. ete. — 


E. pseudo-Grantii Pax n. sp.; frutex glaberrimus foliis oblongis 
acutis lucidis basin versus in petiolum brevem sensim atte- 
nuatis, floralibus late rotundato-cordatis breviter caudato-acumi- 
natis; umbellac radis paucis repetito-dichotomis; cyathii late cupulati 
glandulis magnis virescentibus margine luteis inciso-pectinatis 
lacinulis violascentibus apice capitulis luteis incrassatis; ovario 
glaberrimo. | 

4—2 m hoher, breit wachsender Halbstrauch mit glänzenden Blättern. Blattstiel 
etwa 2 cm lang, allmählich in die bis 25 cm lange und 6 cm breite Spreite übergehend. 
Inflorescenzzweige zuletzt monochasial ausgebildet. Cyathium innen braunviolett. 

Unteres Kondeland: Ukangu-Berg, Bergabhang am See, um 500 m 
(n. 888. — Blühend im Mai 1899). 

Verwandt mit E. Granta Oliv., aber schon durch die gestielten, breiteren Blätter 
unterschieden. 

E. Winkleri Pax n. sp.; arbor alta trunco crasso, coma regu- 
lariter ramosa parva; ramulis 3-alatis, alis 4—5 cm latis ad an- 
culos podaria = 2 cm inter se distantia aculeos 2 breves edentia fe- 
rentibus; foliis breviter petiolatis magnis ad 4!/, cm longis lanceo- 
latis obtusis deciduis; cyathiis ad apicem ramulorum sessilibus in dichasia. 
3-cephala dispositis late cupulatis glabris; lobis late ovatis obtusis lacero- 
ciliatis, glandulis transverse ovatis. 

25—30 m hoher Baum vom Habitus der E. abyssinica mit grünen Trieben. 
Blattstiel 3—4 mm lang, Spreite 2 cm breit, vielleicht auch größer werdend. Cyathien 
bis 8 mm im Durchmesser. 

Nördl. Kingagebirge: Lipanye-Berg, Schluchtenwald, um 2500 m 
(n. 1000. — Blühend im Juni 1899). 

Verwandt mit E. obovalifolia Rich. aus Abessinien. 

E. Nyikae Pax in Engl., Pflanzenwelt Ostafr. C. 242. 

Nördl. Kingagebirge: Ussangu, in trockener Schlucht des Muigi- 
Berges, bei 2100 m (n. 1008. — Blühend im Juni 1899). 

8—10 m hoher Baum mit kleiner, runder Krone und 5-kantigen Trieben. 

E. tetracanthoides Pax n. sp.; frutex ad 30 cm altus ramulis 
tetragonis glaucis ad À cm fere crassis; podariis ad angulos paullo tan- 
tum inter se distantibus griseis 4-aculeatis, aculeis 2 inferioribus 
5 mm longis, 2 superioribus minutis; cyathiis in dichasia 3-cephala 
dispositis (valde juvenilibus). 

20—80 cm hoher Strauch, Cyathien noch jung, von 2 fleischigen Hochblätter 
umgeben, in deren Achsel wahrscheinlich wiederum je ein Cyathium entspringt. 

Nördl. Kinga-Berge: Ussangu, Tyuni-Berg, sonnige, steinige Abhänge 
um 2200 m {n. 100%. — Blühend im Juni 1899). 

Verwandt mit 2. tetraeantha Pax, durch die ungleichen Dornen verschieden, 

Monadenium Goetzei Pax n. sp.; e rhizomale erasso perennis cauli- 
bus succulentis eylindrieis; foliis lineari-lanceolatis acutis basin versus 
allenuatis integris basi spinuloso-denticulatis carnosis mox deciduis 


A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See etc. ges. Pflanzen. 343 


- cyathiis in dichasia dispositis; cyathii prophyllis in squamam margine 
leviter undulatam unitis; lobis fimbriatis, glandula cyathium amplec- 


- tente antice fissa cupuliformi; flore Q calyce destituto. 
> Bis !/; m hoch mit »knollig verdickter Wurzele. »Cyathium dunkelgrün-violett, 
Anhängsel gelb, rot berandet.< Blätter bis 14 cm lang und 11/, cm breit. 
| Nördl. Kingagebirge: Ussangu, Muigi-Berg, trockene Abhänge über 
der Steppe, 1500 m ü. M. (n. 1017. — Blühend im Juni 1899). 
Das Material ist nicht ganz vollständig erhalten, doch gehört die Pflanze zweifellos 
zu Monadenium, wiewohl die Form der Drüse von der des M. coccineum erheblich 
| abweicht. Wahrscheinlich ist auch die Gattung ZLortia Rendle (Journ. of Bot. 1898 
S. 29) mit Monadenium zu vereinigen, wenigstens nach der Beschreibung zu urteilen. 
Habituell mit M. coccineum gut übereinstimmend, durch die Form der Cyathien aber 
| sofort zu unterscheiden. 


Stenadenium Pax n. gen. 

Cyathium irregulare e lobis 5 inter se aequalibus profunde inciso- 
dentatis usque ad medium tantum connatis compositum; glandula 
unica postica lineari squamiformi apice truncata incrassata cyathium 
nullo modo amplectente lobis longiore. Flos Gt nudus, © calyce par- 
vulo trilobo praeditus pedicello crasso plano latoque insidente; styli 3 
-bifidi. Gapsula 3-locularis pubescens. Frutex spinosus succulentus. Cyathia 
in dichasia densa multiflora disposita; bracteolae fertiles unilatera- 
liter usque ad medium connatae bracteam alato-bicarinatam apice 


emarginatam vel bifidam formantes. 
Die neue Gattung schließt sich am nächsten an Monadenium an, unterscheidet 
sich von diesem aber durch die schmale, das Cyathium nicht umhüllende Drüse. 


Bisher bekannt nur eine Art: 

St. spinescens Pax n. sp.; frutex succulentus ramulis juvenilibus 
_ puberulis; ramis spinis 3-fidis validiusculis obsitis; dichasiis densiusculis; 
- eyathiis velutinis; capsula oblonga. 

2—3 m hohe, aufrecht wachsende, succulente Pflanze mit Blattdornen. Dornen 
über 4 cm lang, die seitlichen der drei Strahlen gewöhnlich kürzer. Zweige 4 cm etwa 
dick. Cyathien weißlichgrün mit violettem Anflug, Drüse violett berandet. 

Rukwa-See: Ubungu, Ilonia-Berg, trockene Abhänge um 1500 m 

ü. M. (n. 1099. — Blühend im Juli 1899). 


Celastraceae (Tu. LOESENER). 


Gymnosporia crenulata Engl. in Bot. Jahrb. X. 1889 p. 38. 
Usafua: Ubungu in der Songwe-Niederung, auf humosem Steppen- 
boden in 900 m Höhe (n. 1093. — Blühend im Juli 1899). 
Breitwachsender, 5—6 m hoher Baumstrauch mit überhängenden Zweigen. 
à G. buxifolia (Sond.) Szysz. a. genuina Sond. in Harv. et Sond. Fl. 
… Cap. 1. 159 (sub Celastro). 
Forma stylo usque ad basin trifido recedens. 
Unteres Kondeland: in der Grassteppe mit sehr verstreutem Busch, 


344 Beitr.z. Fl. v. Afr. XXI. Ber. üb. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. etc. 


an der Lufirio-Mündung bei 500 m ii. M. (n. 875. — Blühend im April 
1899). | 
Einheim. Name: zewe. 


G. buxifolioides Loes. n. sp.; glabra, inermis?, ramulis plerumque — 
elongatis, perpaucis abbreviatis; foliis alternis, hinc inde 2—3-fasciculatis, — 
5—7 mm longe petiolatis, anguste obovato-oblongis usque late ovato- vel 
ovali-oblongis, vel ovato-subrhombeis, interdum subcuneiformibus, densissime | 
et tenuissime, interdum obsolete, serrulatis, basi late vel anguste cuneatis, 
raro cuneato-subobtusis, apice obtusis vel subrotundatis, plerumque Æ ex-. 
cisis, 4,5—7 cm longis, vix 2--4,6 cm latis, coriaceis, supra i. s. pallide | 
vel griseo-olivaceis, subtus sordide cinerascentibus, subobscurioribus, costa 
et nervis lateralibus 5—7 supra et subtus manifeste i. s. prominulis den- 
siusculeque prominulo-reticulatis; inflorescentiis in foliorum axillis solitariis 
vel pluribus cum foliis fasciculatis, manifeste pedunculatis, quater vel pluries 
dichotome furcatis, floribus sat numerosis, sub anthesi circ. 7 mm diam.;. 
sepalis 5, rotundatis, sub lente fimbriatis; petalis 5 quam sepala circ. 5-plo 
longioribus, cire. 3,5 mm longis, obovato-ellipticis vel ellipticis apice obso- 
lete subtrilobis, margine tenuissime crenulatis; staminibus 5 infra et extra 
discum annulari-sublobulato-5-angulatum in ejus angulis excisis insertis, 
quam petala brevioribus, filamentis subulato-filiformibus, antheris late cor- 
dato-subglobosis, lateraliter rimis longitudinalibus dehiscentibus; ovario bre-. 
viter sublageniformi, 3-loculari, loculis 2-ovulatis, ovulis erectis, stylo bre- 
vissimo. 

Ein »4—5 m hoher Baumstrauch mit weit überhängenden Zweigen«. Die jüngeren 
Zweige sind fein gestreift, die letztjährigen 1—2 mm dick, die älteren Aste später stiel- 
rund. Die Form der zwar lederigen aber glanzlosen Blätter ist an demselben Aste recht 
verschieden; die Blätter der Kurztriebe scheinen schmäler und mehr keilförmig, die der 
Langtriebe bedeutend breiter, eiförmig-rhombisch zu sein. Die Länge der Inflorescenz- 
stiele schwankt zwischen 6 und 25 mm, die Secundärachsen sind deutlich entwickelt 
und 4—16 mm lang. Die kaum 4 mm langen, in trockenem Zustande bräunlichen 
Tragblätter der einzelnen Seitenachsen sind deutlich gefranst. Die Blütenstiele selbst 
haben eine Länge von etwa 5 mm. 

Kingagebirge: in Schluchten der Yawiri-Berge in 4700 m Höhe 
(n. 1193. — Blühend im Sept. 1899). 

Einheim. Name: tumbago. 

Das vorliegende Exemplar besitzt zwar keine Stacheln, das Vorhandensein der 
Kurztriebe aber deutet darauf hin, dass die Art dennoch in die Section Spinosae ge- 
hören dürfte, wo sie in allernächster Nähe von @, buxifolia (L.) Szysz. unterzubringen 
wäre, Sie unterscheidet sich von dieser besonders durch die noch näher zu prüfende, 
mehr oder weniger deutlich ausgeprägte Heterophyllie, die Form der Blätter der Lang- 
triebe und die reicher verzweigten Inflorescenzen, 

(4. Goelzeana Loes. n. sp.; glabra, inermis; ramulis longitudinaliter 
striato-suleatis et angulatis; foliis alternis, 2—4 mm longe petiolatis, ovato- 
oblongis vel ovatis vel subovalibus, margine subargute serrulatis, basi 
apiceque rotundatis vel obtusis, 3,5—7,5 cm longis, 1,6—4,2 cm latis, 


a 


A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See etc. ges. Pflanzen. 345 


_ coriaceis, supra griseo-subbrunneis vel griseo-subglaucis, subtus pallidiori- 


bus pruinosis et albide glaucis, costa media supra prominente, subtus 
prominula vel subprominente, nervis lateralibus utrinque circ. 4—6 supra 
et subtus prominulis atque reticulum prominulum, subtus laxius, supra 
densissimum tenuissimumque formantibus; floribus in foliorum axillis 
fasciculatis, pedicellis 6— 14, mm longis; sepalis 5 paullum inaequalibus, sub- 
rotundatis, margine irregulari, sublacerato, brunneo, plerumque dorso medio 
sub apice uniapiculato; petalis 5 majusculis, sepalis 3-plo longioribus, sub- 
orbicularibus, 3 mm diam.; staminibus 5 inter lobos disci 5-lobi suberectos 
insertis, etiam quam sepala brevioribus, filamentis subsubulatis, antheris 
late ovoideis, rimis 2 longitudinalibus introrsum dehiscentibus; ovario disco 
semiimmerso, depresso-conico, 3-loculari, loculis 2-ovulatis, ovulis erectis, 
stigmate subsessili, 3-lobo; capsulis ambitu trilobo-subobcordiformibus, 3-lo- 
cularibus et 3-valvibus, loculo uno alterove (vel valva) saepius aboriente, 
monospermis; semine erecto ellipsoideo vel latere ventrali obtuse longitudi- 
nali-angulato, basi usque ad medium vel altius arillo pallide ochraceo, irre- 
gulariter lobato vel sublacerato obtecto, testa fusca, nitida, laevi vel minute 
rugulosa, albumine copioso, pallido, corneo, oleifero; cotyledonibus foliaceis, 


i. s. flavis. 

Ein 4—5 m hoher, aufrecht wachsender Strauch. Die jungen Aste sind etwa 
4,5—2 mm dick. Das wichtigste Merkmal der Art besteht in einem dicken, weißlich- 
grauen, wachsartigen Überzuge, der besonders die Unterseite der Blätter bedeckt 
und sich an sämtlichen Blättern findet. Derselbe erscheint unter einer starken Lupe 
auf der Unterseite dicht von feinen Löcherchen durchsetzt, welche über den Spalt- 


- Öffnungen liegen. Das dichte, feine Adernetz ist oberseits weit deutlicher als auf der 
» Blattunterseite. Blüten von etwa 6 mm Durchmesser. Die einzelnen Klappen der auf- 


gesprungenen, in lebendem Zustande besonders an der Basis rötlich gefärbten Kapsel 


sind etwa 6—8 mm lang und 6—7 mm breit. Das einzelne Samenkorn hat einen 
Längsdurchmesser von etwa 7 und einen Querdurchmesser von 4—5 mm. 


f 


Rungwe-Stock: in der Bambuszone der südlichen Abhänge, um 
2500 m ü. M. (n. 1161. — Fruchtend im August 1899). 
Einheim. Name: ludimbo. 


In den Blättern erinnert G. Goetxeana Loes., abgesehen von der bereiften Ober- 
fläche, im übrigen sehr an G. filamentosa Loes. Diese gehört aber zu den Spinosae 


und besitzt auch ganz andere Früchte. Sonst ist unsere neue Art am nächsten mit 


G. Rehmannii Szysz. verwandt, welche durch ein weniger dichtes Adernetz, unbereifte 


Blätter und kleinere, hellere Kapseln abweicht. 


Catha edulis Forsk. Fl. Aegypt. Arab. 1775. p. 63. 

Ubena: Bachufer am Ruhudje-Fluss in 1900 m Höhe (n. 803. — 
- Blühend im März 1899). 

5—6 m hoher Baum von geschlossenem Wuchs mit rundlicher Krone. 

Mystroxylum ussanguense Loes. n. sp.; arbor, ramulis subteretibus, 
_vetustioribus cortice dense et tenuiter longitudinali-rimuloso obtectis, juniori- 
bus sub lente parce et breviter puberulis; foliis 4—6 mm longe petiolatis, 
petiolo novello sub lente parce puberulo, ovatis vel elliptico-ovatis, margine 


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i. s. subplano vel interdum angustissime recurvato, inaequaliter et minute 
appresseque subcrenulato-serrulato, basi apiceque rotundatis vel rarius basi 
late cuneato-obtusis raro subcuneatis, 4—7 cm longis, 2—4 cm latis, a- 
dultis crasse rigideque coriaceis, glabris vel subglabris, i. s. supra nitidis 
vel nitidulis, subbrunneo-olivaceis, subtus opacis = pallidioribus, costa media. 
crassiuscula supra prominula vel subprominente, subtus prominente, nervis 
lateralibus utrinque circ. 5—7, basalibus inter sese approximatis sub 
formiter arcuatis saepius subpalmatis reliquis magis patentibus, supra te- 
nuiter prominulis, subtus paullulo crassioribus et prominentibus, reticulum 
praecipue subtus manifestum densiusculum prominens formantibus; floribus 
sub anthesi vix 3 mm diam., pedunculis, pedicellis, bracteis, gemmulis ca- 
lycibusque extrinsecus sub lente breviter pulverulento-puberulis; sepalis del- 
toideis subacutis, crassis, margine callosule denticulato-crenulatis; petalis 
rotundatis, quam sepala circ. duplo longioribus irregulariter repandis; sta- 
minibus brevibus, in disci crassi pentagoni angulis minute excisulis insertis, 
antheris parvis, late ovoideis rimis 2 longitudinalibus introrsum dehiscen- 
tibus; ovario conico, disco semiimmerso, 3-loculari, loculis 2-ovulatis, ovulis. 
erectis, stylo brevissimo, stigmate punctiformi; drupa late ovoidea vel 
ellipsoidea, epicarpio crasso, subfarinaceo-carnoso, endocarpio tenui, mono- 
sperma, semine erecto, testa fusca, nitida, albumine copioso carnoso, em- 


bryone magno, cotyledonibus ovali-oblongis. 

»42—20 m hoher Baum mit rundlicher, unregelmäßiger Krone und glatter, grauer 
Rinde. Zweige überhängend.« Die letztjährigen Zweige sind etwa 1,5 mm dick. Die 
gelbgrünen Blüten sind zu dichten, einzeln in den Achseln der Laubblätter sitzenden 
Büscheln vereinigt, welche kurz gestielt sind. Diese gemeinsamen dunklen »Pedunculi« 
haben die Länge von etwa 3—4 mm, ebenso die etwas helleren einzelnen Blütenstiele 
selbst. Die in frischem Zustande grünen, reifen Früchte haben einen Längsdurchmesser 
von etwa 4,8 cm und einen Querdurchmesser von etwa 4,6 cm und besitzen ein 
4—5 mm dickes Epikarp, aber nur ein sehr dünnes Endokarp. Der Same ist 9—10 mm 
lang und gegen 7 mm breit (dick). Die Keimblätter erreichen die Länge von 5,5 mm 
bei einer Würzelchenlänge von ungefähr 4 mm. 

Nördl. Kingagebirge: Ussangu, im Schluchtenwald des Lipanye- 
Berges in etwa 2300—2500 m Höhe (n. 1002 u. 1274, letztere Form etwas 
zu M. aethiopicum (Thunb.) Loes. neigend. — Blüten im Juni und Sep- 
tember, Früchte im Juni 1899). 

Im Habitus am meisten verwandt mit M. aethiopiewm (Thunbg.) Loes., das aber 
durch dünnere Blätter, oberseits weniger stark hervortretende und auch dünnere Mittel- 
rippe und durch kleinere Früchte abweicht. In der Fruchtbildung steht die Art dem 
M. Goetxei Loes. am nächsten, Dies hat aber ganz andere Blätter, 


Hippocrateaceae (In. l,orsenen). 


Hippocratea Goetzei Loes. n. sp.; scandens, glaberrima; ramulis 
teretibus, i. 8. + Jongitudinaliter plieato rugulosis, griseo- vel alro-sub- 
brunneis; foliis oppositis, 6—14 mm longe petiolatis, ovalibus vel ovali 


A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See etc. ges. Pflanzen. 347 


* vel ovato-oblongis, chartaceis, crenatis vel subserrato-crenatis, basi obtusis 
vel cuneato-obtusis vel subrotundatis, apice obtusis vel subrotundatis vel 
etiam obsolete et obtuse acuminatis (?), 6—12,5 cm longis, 3—6,5 cm latis, 
i. S. griseis vel brunneo-olivaceis, subconcoloribus, costa et nervis lateralibus 
» tenuibus, utrinque cire. 6—8 principalibus, adscendentibus et = ad apicem 
versus arcuatis, supra manifeste prominulis, subtus prominentibus dense 
reticulatis, commissuris tenuissime filiformibus, prominulis vel prominentibus; 
» inflorescentiis in foliorum axillis solitariis, densis et paucifloris, modice pe- 
dunculatis, plerumque tantum circ. bis dichotome furcatis, axibus inter- 
mediis abbreviatis; alabastris ellipsoideis vel anguste subobovoideis; se- 
palis 5 rotundatis, tenuissime subdenticulato-ciliolatis, intus nigro-pauci- 
nervosis, vix 1 mm longis; petalis elliptico-suboblanceolatis, apice rotundatis 
et obscurioribus quam basi, circ. 4,75 mm longis, supra medium vix 2 mm 
latis; androgynophoro cylindrico, circ. 2,5 mm longo, apice stamina 3 et 
ovarium gerente; filamentis late taeniatis, basi latioribus quam apice, post 
anthesin extrorsum revolutis; antheris subreniformibus superne rima trans- 
versali dehiscentibus; ovario obsolete subtrilobo, subconico, in stylum bre- 
vem angustato, 3-loculari, loculis 6-ovulatis, ovulis 2-seriatis; stigmatibus 3 
subliberis. 


Liane mit Stamm von fast Oberarmstärke. Die einjährigen Aste sind etwa 
2,5 mm dick; die Internodien 1,5—4 cm lang. Blattstiele oberseits 2-kantig und in 
der Mitte langsgefurcht, 0,5—1,5 mm dick. Die dünnen Inflorescenzstiele haben eine 
Länge von nur 44—15 mm. Zwischenachsen meist nur 1—1,5 mm lang. Blütenstiele 
‚selbst 2—3 mm lang. Tragblätter erster Ordnung dreieckig, kaum 4 mm lang, die 
übrigen und die Vorblätter entsprechend kleiner. Blüten gelblichgrün. Die schmalen 
Blütenknospen sind vor dem Aufblühen fast 4 mm lang und nur etwa 1,5 mm dick. 
Die Antheren sind kaum breiter als die etwa 4 mm langen und an der Basis 0,7 mm 
breiten, oben verschmälerten Staubfäden. Griffel kaum 2 mm lang, die drei Narben 
deutlich dünner als der Griffel. 


Kingagebirge: im Schluchtenwald des Manganyema-Berges (n. 1209. 
— Blühend im September 1899). 


Die Art ist sehr nahe verwandt mit einer von SCHEFFLER bei Derema n. 197) 
gesammelten Pflanze, welche vielleicht mit Hippocratea graciliflora Welw. aus Angola 
- übereinstimmen könnte. Ein Original von Werwrrsch’s Art steht mir nicht zur Ver- 
fügung. In der sehr kurz gefassten Beschreibung ist über das Androgynophor oder 
den Discus nichts gesagt. In Färbung, Form und Basis der Blätter weicht aber ScHErrLEr’s 
‚Pflanze erheblich von der Beschreibung der H. graciliflora Welw. ab, so dass ich sie 
zunächst noch für eine besondere neue Art halten möchte. Von unserer Art ist die 
SCHEFFLER’SChe durch bedeutend undeutlicher gekerbte bezw. gesägte Blätter, weit mehr 
verzweigte und lockerere Inflorescenzen, zahlreichere Blüten, kürzeres und dickeres Andro- 
gynophor und deutlich schwarz geaderte Blumenblätter verschieden. 


Icacinaceae (A. ENGLER). 


Apodytes dimidiata E. Mey. ex Benth. in Transact. Linn. Soc. XVII. 
684, t. 41. 


348 Beitr.z. Fl.v. Afr, XXI Ber. üb. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. ete. 


Kingagebirge: Ussangu, am Nordostabhang des Pikurugwe-Riickens, 
um 2500 m (n. 1248. — Blühend im September 1899). 


45—20 m hoher Baum mit schlankem Stamm und glatter, grauer Rinde. 


Sapindaceae (E. Ging). 


Allophylus africanus P. Beauv. Fl. Owar. II. 54, t. 107. 
Kondeland: in der Grassteppe mit sehr verstreutem Busch an der 
Mbaka-Mündung, 500 m ü. M. (n. 880. — Blühend im April 1899). 


A. abyssinicus (Hochst.) Radlk. in Engler-Prantl Nat. Pflanzenfam. 
IIL. 5, p. 313. | 

Usafua: Ngosi-Berg, im Schluchtenwald um 2200 m ü. M. (n. 42942). 

Die Bestimmung ist nicht ganz sicher, da das Exemplar weder Blüten noch. 
Früchte trägt. 

A. appendiculato-serratus Gilg n. sp.; »frutex squarrosus 2 m. 
altus« ramis junioribus brunneo-tomentosis; foliis subsessilibus, petiolo 
dense brunneo-tomentoso, trifoliolatis, foliolis lateralibus parvis quam ter- 
minale 5—6-plo brevioribus suborbicularibus, sessilibus, terminali obovato, 
apice acuto, inferne sensim in petiolulum brevem, 2—3 mm longum an- 
gustato, omnibus fere a basi usque ad apicem serratis (serraturis plerum- 
que in cornu acutissimum subcurvatum abeuntibus), subchartaceis usque 
chartaceis, supra dense pilosis, subtus densissime flavescenti-tomentosis, 
nervis lateralibus utringue 8—9 supra subtusque subaequaliter prominen- 
tibus, venis paucis subinconspicuis; inflorescentia laxe pseudospicata, spica 
breviuscule peduneulata (pedunculo brunneo-tomentoso) folia plerumque 
longit. haud adaequante; floribus parvis in cymulas sessiles 2—1-floras 
dispositis, brevipedicellatis, eymulis haud approximatis ideoque spicis laxius- 
culis. 

Blattstiel 5—6 mm lang, Blatt 8—10 cm lang, Endblättchen 6—8 cm lang, 
4—6 cm breit, Seitenblittchen 5—16 mm im Durchmesser. Blütenähren 5—10 cm 
lang, davon beträgt der blütenlose Stiel 4,5—2,5 cm. Blütenstielchen 4—1,2 mm lang: 
Kelchblätter etwa 4 mm im Durchmesser. 

Livingstone-Gebirge: an Abhängen des Yawulanda-Berges, um 
1800 m ü. M. {n. 853. — Blühend im April 1899). 

Verwandt mit A. congolanus Gilg. 

A. yeru Gilg n. sp.; »frutex 2—3 m altus«, ramis junioribus fulvo- 
pilosis, demum glabris; foliis manifeste petiolatis, petiolo 1—2 cm longo 
densiuscule fulvo-tomentoso, trifoliolatis, foliolis lateralibus parvis quam 
terminale 2—3-plo brevioribus, ovatis vel ovato-oblongis, manifeste obliquis, 
subsessilibus, terminali obovato-oblongo, amplo, apice acuto vel potius bres 
viter acuminato, basin versus sensim cuneato, sessili, omnibus in parte 
1, superiore aequaliter, sed plerumque parce et leviter, dentatis, sub= 
chartaceis, supra nitidulis, subtus opacis, supra ad nervos tantum laxe vel 
laxissime pilosulis, sublus densiuscule tomentellis, nervis (utrinque 7—8} 


A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See etc. ges. Pflanzen. 349 


venisque densissime reticulatis supra paullo, subtus valde prominentibus; 
- inflorescentia elongato-pseudospicata, spica longipedunculata (pedunculo ra- 
- chique tomentellis) folia semper manifeste superante; floribus parvis vel 
minimis in cymulas sessiles 2- vel plerumque 4-floras inter sese plerumque 
paullo remotas dispositis. 

»2—3 m hoher Strauch von breitem Wuchs. Blüten weiß, Kelch grünlichgelb.« 
Blatt 6—10 cm lang, Endblättchen 6—9 cm lang, 3—5 cm breit, Seitenblättchen 2,5— 
4,5 cm lang, 1—2,5 cm breit. Blütenähre 9—11 cm lang, davon beträgt der blütenlose 
Stiel 2—4 cm. Blütenstielchen kaum 1 mm lang. Kelchblätter höchstens 4 mm im 
Durchmesser. 
| Kondeland: an Bergabhängen des Rumbira-Thales um 500 m ü.M. 
= 832. — Blühend im April 1899). 

Einheim. Name: yeru. 
Die neue Art ist entfernt verwandt mit A. rubifolius (Hochst.) Engl. 


EE TT ze up 


A. chaunostachys Gilg n. sp.; »frutex 5—6 m alte scandens« ramis 
junioribus parcissime et brevissime pilosis, mox glabris; foliis longe (2,5— 
‚» cm) petiolatis, petiolo parcissime piloso, ae Mate foliolis lateralibus 
uam terminale plerumque paullo, rarius manifeste brevioribus, ovato-ob- 
longis, valde obliquis, manifeste (2—3 mm) petiolulatis, terminali rhom- 
Bboideo- oblongo vel saepius oblongo-lanceolato, apice longiuscule et acutissime 
| acuminato, inferne sensim in petiolulum 5—6 mm longum cuneato-angustato, 
-omnibus in parte */; superiore margine serraturis acutis paucis remotis 
Etruetis, subcoriaceis, glaberrimis, supra nitidis, subtus nitidulis, nervis 
… lateralibus utrinque 5—7 supra subtusque subaequaliter valde prominenti- 
“ bus, venis numerosissimis densissimeque reticulatis utrinque nervis sub- 
è aequivalidis; inflorescentia pseudoracemosa, elongata, laxa, longipedunculata 
è (pedunculo parcissime et brevissime piloso), folia plerumque manifeste supe- 
_rante; floribus *majusculis in cymulas 2—3 mm longe pedunculatas 4—3-, 
j rarius 2-floras remotas dispositis, 3 mm longe pedicellatis. | 
: »Ein 5—6 m hoher Schlingstrauch mit weißen Bliten.« Blätter 2,5—3,5 cm lang 
4 gestielt, Spreite 7—10 cm lang, Endblättchen 6—S cm lang, 3—5 cm breit, Seiten- 
à blättchen 4—6,5 cm lang, 2—3 cm breit. Blütentrauben 10—14 cm lang, davon be- 
— trägt der blütenlose Stiel 3—4 cm. Kelchblätter etwa 2,5 mm im Durchmesser. 

k Kingagebirge: in Schluchten des Yawiri-Berges, 1700 m ü. M 
L (m. 1196. — Blühend im September 1899). 


Verwandt mit À. macrurus Gilg. 


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= dt hé Sc ee te © id) el ENS 
Q w 


À Melianthaceae (M. Gürke). 


| Bersama Goetzei Gürke in Engl. Bot. Jahrb. XXVIII (1900) 424. 
| Kingagebirge: Ussangu, im Schluchtenwald am Nordabhang des 
“Lipanye-Rücken, um 2300 m ii. M. (n. 1275. — Im September 1899 mit 
- Knospen). 
Ein 20—25 m hoher Baum mit runder Krone; Blätter leicht aromatisch duftend, 
Kelehblätter dicht rot behaart. 


350 Beitr. z. Fl. v. Afr. XXII. Ber. üb. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. etc. 


B. usambarica Gürke in Engl. Pflanzenw. Ostafrikas, C. (1895) 252. 
Oberes Kondeland: Umuamba, in Schluchten der Vorberge am 
Likabu-See, um 700 m ü. M. (n. 4321. — Blühend im October 1899). 


Ein 42—45 m hoher Baum mit großer, runder Krone und weißen Blüten. 


Balsaminaceae (E. GiLc). 


*Impatiens gratioloides Gilg n. sp.; »herba usque !/, m alta glabra 
caule rubescente vitreo« crassiusculo; foliis oppositis et decussatis sub- 
remotis, sessilibus, ovato-lanceolatis, apice acutis, basi rotundatis margine 
manifeste aequaliterque dentato-serratis, »carnosis« (in sicco subcoriaceis 
fragilibus), nervis venisque utrinque inconspicuis; floribus solitariis axillari- 
bus mediocribus »rosaceis«, manifeste pedicellatis; sepalis lineari-lanceolatis, 
labello late infundibuliformi in calcar breve totaliter incurvatum abrupte 
abeunte; alis et vexillo quam labellum multo majoribus; fructibus (imma- 
turis) anguste lanceolatis pedicello post anthesin aucto et reflexo pendulis. 

Die unteren Internodien sind 6—4, die oberen nur etwa 4 cm lang. Blatter 
3—5 cm lang, 47—46 mm breit. Blütenstiel 2—3,5 cm lang. Die Kelchblätter sind. 
6—7 mm lang. Die Lippe ist ca. 4 cm lang. Der Sporn ist etwa 7—8 mm lang und. 
gleich über seiner Basis hakenförmig nach oben umgebogen. Die Fahne ist wohl 
etwa 2,5 cm lang. 

Uhehe: auf sumpfigen Wiesen des welligen Plateaus bei Mgololo, um 
1400 m (n. 766. — Blühend im März 1899). | 
Die neue, sehr ausgezeichnete Art ist allein verwandt mit I. sweertioides Warb. 
Abbildung auf Taf. XVI, Fig. B. 

a Habitus, b Blattrand, vergr., e Blüte im Längsschnitt, d Kelchblatt, e eines der 
Blätter der Unterlippe. 


I. flammea Gilg n. sp.; »herba pedalis caule glabro, vitreo, rubro- 
striato«; foliis semper alternis manifeste petiolatis, ovatis vel late ovatis, 
basi subeuneatis vel cuneatis, apice acutis, profunde serratis vel serrato- 
crenatis, tenuissime membranaceis, utrinque ad nervos parce pilis longius- 
culis obteetis, nervis lateralibus 6—8, venis subinconspicuis; floribus in 
foliorum axillis solitariis vel paucis, longipedicellatis, »flammeis, calcare ob- 
scurius eolorato«; sepalis 2 ovato-lanceolatis, acutis, labello profunde in- 
fundibuliformi in calear breve incurvatum crassum sensim abeunte; alis et 
vexillo quam labellum minoribus, 

Die unteren Internodien sind 6—5 em, die oberen nur 8—5 mm lang. Blattstiel 
4—4,5 cm lang, Spreite 5—7 cm lang, 2—4,3 cm breit. Blütenstiel 4—5 cm lang: 
Die seitlichen Kelchblätter sind 7—8 mm lang, 3 mm an der Basis breit, Das horn- 
artige Labellum ist 4,5—1,6 em tief (resp. lang) und geht sodann ganz allmählich in 
den umgebogenen, 8—10 mm langen Sporn über. Die Flügel sind ca, 8—9 mm lang, 
das Vexillum etwa 57 mm, 

Rungwe-Stock: an seinen südlichen Abhängen, in der Bambuszone 
um 2500 m ü, M, (n. 4447. — Blühend im August 1899). 


Kinheim, Name: Jingongowere. 


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A.Jmpatiens flammea Gilg, B. J. gratioloides Gilg. 


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A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See ete. ges. Pflanzen. 35] 


Die neue, sehr schöne und decoraliv blühende Art ist entfernt verwandt mit 


_ I. bicolor Hook. f. 


Abbildung auf Taf. XVI, A. 


a Habitus, à Blattrand, vergrößert, e Blüte im Längsschnitt, d Kelchblatt, e eines 


der Blätter der Unterlippe. 


I. maxima Gilg n. sp.; »herba 3 m alta« glaberrima; foliis alternis 
maximis 9—20 cm longe petiolatis, ovato-oblongis, basi rotundatis, apice 
longe et acute acuminatis, margine profunde crenatis (crenaturis semper 
denticulo parvo instructis), tenuissime membranaceis, nervis lateralibus 
18—20, venis manifeste prominentibus laxe reticulatis; floribus in foliorum 
axillis numerosis fasciculatis, longe et tenuiter pedicellatis, magnis, »albidis, 


“extrinsecus leviter roseis, vexillo intus rubro-maculato «; sepalis 2 laterali- 
“bus minimis ovato-lanceolatis, labello oblongo, profunde carinato, in calcar 


- 


vix curvatum manifestum sed labelli longitudinem haud adaequans pro- 


fracto; alis late obovatis, vexillo maximo profunde tripartito, lobo inter- 


medio obovato-orbiculari, lateralibus oblongis. 
Blätter 9—20 cm lang gestielt, 24—30 cm lang, 14—14 cm breit. Blütenstiel 
BE 5—4 cm lang. Die seitlichen Kelchblätter sind höchstens 4--5 mm lang, die ue 


} ist 2 cm lang und läuft in den 1,7—1,8 cm langen Sporn aus. Die Flügel sind ca. 2 cm, 
_ die Fahne mindestens 4 cm lang. 


Rungwe-Stock: an Bachufern der südlichen Abhänge, um 1800 m 
ü. M, (n. 4444. — Blühend im August 1899). 
Eine prächtige, sehr gut charakterisierte Art, welche entfernte Beziehungen zu 
I. Volkensii Warb. aufweist. 
Abbildung auf Taf. XV. 


A Blatt, B Blattrand, vergrößert und von der Unterseite gesehen, C Blütenstände, 
D Blüte im Längsschnitt, Æ Kelchblatt, # Lippe, @ Frucht, H Samen. 


Rhamnaceae (A. ENGLER). 


Zizyphus Jujuba Lam. Dict. III. 318, forma obliquifolia Engl. 

Unteres Kondeland: in der mit zerstreutem Buschwerk besetzten 
Grassteppe an der Lufirio-Mündung bei 500 m (n. 873. — Blühend am 
25. April 1899). 

3—4 m hoher, sparriger Busch. 

Einheim. Name: ntowu. 


Phylica tropica Baker in Kew Bull. 1898 p. 302. 

0,5 m hoher, sparrig wachsender Strauch. 

Kingagebirge: auf dem Kipengere-Riicken auf trockenen, mit Fels- 
_ blöcken übersäten Halden, um 2700 m (n. 963. — Blühend am 28. Mai 1899). 
| Dieselbe Art wurde von Wuyte auf den South Nyika Mountains zwischen 1300 
und 2300 m gesammelt. 

Gouania longispicata Engl. in Pflanzenwelt Ostafr. C. 256. 
f Kingagebirge: in Schluchten am Manganyema-Berg bei 2100 m 
(n. 1241. — Blühend am 114. Sept. 1899). 

Mit fingerstarken Trieben in hohe Bäume kletternd. 

Einheim. Name: lukada ngombe. 


352 Beitr.z. Fl. v. Afr. XXII. Ber. üb. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u.Kinga-Geb.-Exped. etc. 


Tiliaceae (K. Scuumann). 


Triumfetta Mastersii Bak. fil. apud Rendle in Trans. Linn. soc. IL 
ser. IV. 7. — T. Welwitschit Mast. in Oliv. Fl. trop. Afr. I. (ex p.). 

0,5 m hohe, buschige Staude. 

Oberes Kondeland: Landschaft Umalila auf rasigen Abhängen am 
Mpeon-Berge, um 2000 m ü. M. (n. 1362. — Blühend am 22. Oct. 1899). 

Grewia occidentalis Linn. Spec. PI. 964. 

Ein 4—5 m hoher, weit verzweigter Baumstrauch mit überhängenden Zweigen, 
Blüten rotviolett. | 

Ubena: bei Makatua, auf welligem Plateau, im niedrigen Busch (n. 771. 
— Blühend im März 1899). 

Einheim. Name: likole. 

Ist im südlichen Ost-Afrika weit verbreitet, auch im Kaplande noch häufig. 


, 


Sterculiaceae (K. Schumann). 


Dombeya auriculata K. Schum. n. sp.; fruticosa, ramis florentibus 
validissimis subangulatis novellis complanatis ipsis glabris; foliis longe petio- 
latis, petiolo supra applanato sub lente validissima hine inde pilulo minuto 
capitellato-insperso, tri- vel subquinquelobatis basi alte cordatis septem- vel 
subnovemnerviis acuminatis crenulatis utrinque tomentosis mollibus; stipulis 
magnis oblique ovato-oblongis acuminatis basi auriculatis; umbella multiflora 
longipedunculata, bracteis stipulis similibus et minoribus; floribus specio- 
sissimis longiuscule pedicellatis, pedicellis hispidulo-tomentosis; bracteolis 
lanceolatis vel ovato-lanceolatis acuminatis extus minus dense tomentosis; 
sepalis lineari-lanceolatis acuminatis tomentosis; petalis late obovatis calyce 
paulo longioribus; staminodiis calyce paulo brevioribus tubo ovarium tomen- — 
tosum sub anthesi fere occultante, intus tomentoso, loculis ovula 2 inclu- 
dentibus, stilo basi tomentoso. 

Der Strauch wird 2—3 m hoch; jedes Jahr erneuert er aus der Grundachse seine 
Triebe. Die blühenden Zweige haben bei einer Länge von 46—20 cm einen Durch- 
messer von 7—40 mm am Grunde; sie sind mit rotbrauner Epidermis bedeckt. Der 
Blattstiel ist 4—40 cm lang und zeigt nur unter dem Mikroskope kleine Köpfchenhaare; — 
die Spreite ist 4—46 cm lang und in der Mitte 3,5—44 cm breit; außer den Grund- 
nerven wird sie von 5 stärkeren, oberseits schwach eingesenkten, unterseits vorspringenden - 
Nerven rechts und links vom Medianus durchzogen; sie ist getrocknet rostgraugelb, 
unterseits etwas heller. Die fast blattartigen Nebenblätter sind 10—15 mm lang und 
8—40 mm breit, Die Blütenstielchen haben eine Länge von 3—3,5 mm. Die Bracteolen — 
sind 40—12 mm lang und fallen vor der Anthese ab. Die Kelchblätter sind 2—2,1 cm 
lang. Die weißen Blumenblätter sind rosenrot geadert und messen 2,4—2,5 cm. Das” 
Andröceum hat eine Länge von 17—18 mm, die längsten Staubblätter sind 43 mm, die 1 
kürzesten 9 mm lang, Der Fruchtknoten hat 4 mm Höhe, der Griffel 17 mm, | 

Usafua: am Poroto-Berge bei 2200 m ü. M., auf flachen Abhingen | 
mit Staudenvegetation (n, 1285. — Blühend im September 1899). 

Die Art steht der D, lasiostylis K. Schum. nahe, unterscheidet sich aber durch die 
Kahlheit der dieken, blühenden Zweige sogleich. 


A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See etc. ges. Pflanzen. 353 


D. erythroleuca K. Schum. n. sp.; arbor vel frutex arborescens 
ramis florentibus gracilibus teretibus novellis vix pilulo stellato hine inde 
inspersis; foliis longe petiolatis, petiolo apice supra tantum minute puberulo, 
integris ovatis vel ovato-oblongis acuminatis basi alte cordatis, lobis in- 
vicem haud sese obtegentibus septemnerviis crenatis utrinque Sig stellatis 
minutis inspersis; stipulis semioblongo-ovatis acuminatis apice tomentellis; 
floribus pedicellatis pluribus (ad 12) nunc omnibus stricte umbellatis nunc, 
Jateralibus in umbellam specialem collectis, pedicellis tomentellis, pedunculis 
folia subaequantibus pilis stellatis inspersis; sepalis lanceolatis extus tomen- 
‚tellis; petalis vix dimidio longioribus glabris albis rubro-venosis; staminibus 
basi alte connatis; ovario pentamero tomentoso, ovulis 2 pro loculo intus 
¢ glabro; pistillo ad medium puberulo. 

5 Der Strauch wird 6—7 m hoch. Die blühenden Zweige haben bei einer Länge 
“von 20 cm am Grunde bis 4 mm Durchmesser; sie sind mit schwarzer Rinde bedeckt. 

Der Blattstiel ist 3,5—6 cm lang; die Spreite hat eine Länge von 4—13 cm und in 
dem unteren Dritiel oder Viertel 2,5—7 cm Breite; neben den Grundnerven wird sie 
von 3—4 stärkeren Nerven rechts und links vom Medianus durchzogen. Die Neben- 
blätter sind 42 mm lang. Der Stiel der Dolde misst bis 40,5 cm, er ist getrocknet 
braun. Die eiförmigen Bracteen sind nur 5 mm lang. Die Kelchblätter messen 1,3 cm, 


ie Blumenblätter 4,7 cm. Die Staubblattröhre ist 6 mm lang; die Staminodien messen 
8—9 mm. Die raton Staubblätter sind 5—7 mm lang. Der Griffel misst 1,4 cm. 
Kingagebirge: bei Bulongwa im Schluchtenwald, 2200 m ü.M. (n. 927). 
Ist verwandt mit D. macrotis K. Schum., unterscheidet sich aber durch die ein- 
nder nicht übergreifenden Basallappen der Blätter. Von D. schoenodotes K. Schum. ms. 
ist sie durch schlankere Blätter und geringere Behaarung verschieden. 


D. reticulata Mast. in Oliv. Fl. trop. Afr. I. 228. 


3—8 m hoher, geschlossener Baum mit kleiner runder Krone, zur Zeit der weißen 
“oder rosavioletten Blüten unbelaubt. 


Usafua: Songwethal, Buschsteppe auf grauem Laterit; auch auf den 
\usläufern des Beya-Berges in der Nähe des Wassers (n. 4118 u. 1122). 


~ 


| D. leucorrhoea K. Schum. n. sp.; frutex arborescens ramis modice 
Falidis subeomplanatis subvillosis tarde glabratis; foliis longe petiolatis, 
etiolo tereti supra et apice villoso, trilobis vel subquinquelobis lobis acumi- 
natis, basi cordatis 7-nerviis, crenatis, supra pilis stellatis inspersis subtus 
subtomentosis; stipulis subobliquis ellipticis acutis dorso villosis; floribus 
modice pedicellatis cincinnum simplicem vel geminatum (cum terminali) 
“longe pedunculatum referentibus; bracteis suborbicularibus apiculatis sub- 
“omentosis; sepalis lanceolato-iriangularibus extus subtomentosis; petalis 
“quadrante sepala superantibus; staminibus breviter basi coalitis; ovario 


Der Baumstrauch wird 3—4 m hoch und ist mit glatter, grauer Rinde bedeckt. 
Die blühenden Zweige haben bei einer Länge von 6—7 cm am Grunde 4—6 mm; sie 
sind rostbraun filzig. Der Blattstiel ist 7—-12 cm lang und ebenso bekleidet. Die 
Spreite hat eine Länge von 7—17 cm und unterhalb der Mitte eine größte Breite von 
15 cm; sie wird außer den Grundnerven von 5—6 stärkeren, beiderseits gleich 
Eräftig vorspringenden Nerven rechts und links vom Medianus durchzogen. Die Neben- 


Botanische Jahrbücher. XXX. Ba. 23 


354 Beitr. z. FI. v. Afr. XXI. Ber. ib. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See-u. Kinga-Geb.-Exped. ete. 


blätter sind 10—14 mm lang und fallen nicht sogleich ab. Der Blütenstand ist bis 
10 cm lang, die Stielchen messen bis 15 mm. Die Kelchblätter sind 9 mm, die weißen 
Blumenblätter 44 mm lang. Das Andröceum ist auf 2 mm verwachsen, die Staminodien 
‚sind 44 mm, die Staubblätter 5—7 mm lang im freien Teil. Der 2 mm hohe Frucht- 
knoten wird von dem 44 mm langen Griffel gekrönt. 


Kondeland: feuchtere Schluchten am Rumbira, bei 800 m ü. M. 
(n. 898. — Blühend am 13. Mai 1899). 


Beim Anschneiden fließt ein dicker, weißer Saft aus. 
Diese Art ist verwandt mit D. cincinnata K. Schum., unterscheidet sich aber 
durch viel breitere Nebenblätter. 


Malvaceae (M. GÜRKE). 


Abutilon intermedium Hochst. in Schweinf. Beitr, FI. Aeth. (1867) 
p. 49. 

Oberes Kondeland: Umalila, am Tumbiribach, um 1900 m ü. M. 
(n. 1357. — Blühend im October 1899). 

Ein 83—4 m hoher, sparriger Strauch; die Blumenblätter helllila, am Grunde 
dunkler gefärbt. 

Hibiscus diversifolius Jacq. Ic. Pl. rar. tab. 551. . 

Am Rukwa-See: Ubungu, am sumpfigen, zeitweise unter Wasser 
stehenden Ufer des Sees, um 800 m ti. M. (n. 1113. — Blühend im Juli 
1899). 

Ein 2 m hoher Strauch mit langen Trieben, starken, grünen Dornen und violetten, 
am Schlunde dunkleren Blüten. 

H. rhodanthus Gürke in Bull. Herb. Boiss. TI. (1895) 405. 

Oberes Kondeland: Umalila, auf welligem Hochplateau, um 1900 m 
ii. M. (n. 1351. — Blühend im October 1899). 

Eine spannhohe Pflanze mit dicker, verholzter Wurzel und leuchtend roten 
Blüten. 

Gossypium barbadense L. Sp. pl. ed. I (1753) 693. 

Usafua: eultiviert bei Utengule (n. 4051. — Blühend im Juni 1899). 


Ochnaceae (A. Encre). 
Ochna (Schizanthera) humilis Engl. n. sp.; suffrutex humilis, ra- 
mulis angulosis lenficellosis; foliis brevissime petiolatis, stipulis rigidis lanceo- 
latis, Jamina subcoriacea, subtus pallidiore, lineari-lanceolata, utrinque sub- 
aequaliter angustata, basi acuta, apice obtusiuscula, serrata, serraturis api- 
eulatis protensis, nervis lateralibus numerosis irregulariter adscendentibus 
atque venis inter nervos transversis subtus prominulis; ramulis floriferis 
abbreviatis ad axillas foliorum dejectorum orientibus, 4—5-floris; pedicellis 
tenuibus alabastrum ovoideum longitudine superantibus; sepalis ovalis flavo= 
viridibus; petalis obovatis quam sepala A/,-plo longioribus; staminum 
filamentis quam antherae lineari-oblongae paullo brevioribus; stilo stamina 
nequante, 
\n dem kurzen, holzigen Grundstock entspringen einige 4 dm lange Sprosse mil 
5-8 mm langen Internodien, einem endetändigen Blattbüschel und einigen Blütenzweige 


A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See etc. ges. Pflanzen 355 


unterhalb desselben. Die Nebenblätter sind etwa 5 mm, die Blattstiele nur 1 mm lang, die 
Blattspreiten 5—7 cm lang und 0,8—1cm breit. Die Blütenstiele sind 1—1,5 cm lang, 
die Knospen 7—8 mm. Die Kelchblätter sind zuletzt beinahe 4 cm lang, die Blumen- 
blätter 4,2 em bei 4 cm Breite. Die Staubfäden sind 3 mm, die Antheren 4 mm lang. 


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A—F Ochna splendida Engl.; A ganze Pflanze, mit blühendem und fruchtendem Zweig, 
45 der nat. Gr., B Teil des Andröceums und Gynäceums, C Staubblatt von vorn, 
D dasselbe von hinten, Æ Teilfrucht, F dieselbe mit dem Samen im Längsschnitt. — 
G—K Ochna humilis Engl.; G ganze Pflanze in ?/; der nat. Gr., H Teil des An- 
dröceums und Gynäceums, J Staubblatt von vorn, A dasselbe von hinten. 

23 


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356 Beitr. z. Fl. v. Afr. XXIL Ber. wb, d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See-u. Kinga-Geb.-Exped. ete. 


Oberes Kondeland: Umalila, auf welligem Hochplateau wn 1900 m 
(n. 1353. — Blühend am 21. Oct. 1899). 

0. (Diporidium) splendida Engl. in Bot. Jahrb. XXVIII. 434. 

Kondeland: im Buschwald an steilen Abhängen des Kivira-Thales, 
bei 1000 m (n. 1482. — Blühend am 23. Nov. 1899). 

0,5 m hoher, buschiger Halbstrauch. 

*(), atropurpurea DC. in Ann. Mus. XV. 398 n. 5. 

Uhehe: auf hügeliger, trockener Steppe, mit Laterituntergrund, bei 
800 m (n. 476. — Blühend am 13. Jan. 1899). 

Einheim. Name: mgerenge. 

Meterhoher, gedrungen aufrecht wachsender Strauch mit sehr hartem Holz. 


Guttiferae (A. ENGLER). 

Hypericum Schimperi Hochst. in Schimp. pl. abyss. II. 432, 1160; 
Oliv. Fl. trop. Afr. I. 156. 

Vorberge des Livingstone-Gebirges: tiber Ikombe, um 1200 m 
n. 4479. — Blühend am 7. Sept. 1899). 

2 m hoher, breit wachsender und’ reichblühender Strauch. 

Einheim. Name: kapiki. 

Psorospermum febrifugum Spach in Ann. sc. nat. 2. ser. V. 163. 

Unyika: im Buschwald bei Luemba, etwa um 1600 m (n. 1390. — 
Blühend am 29. Oct. 1899). 

4—6 m hoher, in die Breite wachsender Strauch. 

Haronga paniculata (Pers.) Lodd. ex Steud. Nomencl. ed. 2, I. 722 
forma ovata. 

Kondeland: Unteli, in den Vorbergen am Kivira, um 1400 m (n. 1477. 
— Blühend am 20. Nov. 1899). 

4—5 m hoher Baumstrauch, von sparrigem Wuchs. 

Gareinia Buchananii Baker in Kew Bull. 1894 n, 94 p. 354. 

Kondeland: im Kivirathal (n. 4493. — Fruchtend im November 
1899). 

1245 m hoher Baum mit breiter, runder Krone, 

6. (Rheediopsis) kingaensis Engl. n. sp.; ramulis novellis tetragonis 
viridibus, adultis teretibus; foliis peliolo supra canaliculato, dorso sub- 
carinato suffultis, coriaceis, oblongo-lanceolatis, basi in petiolum cunea- 


lim angustatis, apice subacutis vel obtusiusculis, nervis lateralibus I. utrin= 
que numerosis patentibus, (in sieco) utrinque prominentibus; floribus 
masculis in axillis 4—8 fasciculatis, pedicellis quam alabastrum cire: 
i-plo longioribus; sepalis ovatis quam petala ovata paullo brevioribus; 
staminum filamentis quam antherae ovatae cire. 3-plo longiori- 
bus, antheris breviter ovatis; pistillo rudimentario ovoideo in stilum attenuato 

12—15 m hoher, schlanker Baum mit wagerecht abstehenden Ästen, Die Inter 
nodien an den jüngeren Zweigen sind 2—8 em, an den älteren etwa 4 em lang. Di 
Blattstiele sind etwa 4 em lang und haben 9—42 em lange, 2,5—4 em breite Spreitenz 


4 


A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See etc. ges. Pflanzen, 357 


Die Blütenstiele sind 0,5—1 cm lang, die Blumenblatler etwa 5 mm bei einer Breite 
von 4 mm. 

Kingagebirge: im Schluchtenwald des Manganyema - Berges, bei 
2100 m (n. 1208. — Blühend am 11. Sept. 1899). 

Einheim. Name: kisongwe. 

Steht offenbar der @. polyantha Oliv. ziemlich nahe, ist aber durch die schmaleren 
Blätter, die weniger zahlreichen Blüten und kürzere Staubfäden verschieden, 


Violaceae (A. ENGLER). 
Viola abyssinica Steud. in Schimp. pl. abyss. IL 893; Oliv. Fl. 
trop. Afr. 1. 105. 
Rungwe-Stock: in der Bambuszone bei 2500 m, an Gräser sich an- 
lehnend (n. 1148. — Blühend am 13. Aug. 1899). 


Flacourtiaceae (E. GiLG). 


Rawsonia reticulata Gilg n. sp.; »arbor 8—10 m alta« glabra; 
foliis alternis obovato-oblongis vel oblongis, apice breviter lateque acumi- 
natis, basi subrotundatis vel plerumque in petiolum brevem crassiusculum 
…_angustatis, manifeste aequaliter dentatis (dentibus in cornu acutissimum 
- curvatum elongatis), subcoriaceis usque coriaceis, supra nitidulis, subtus 
“opacis, nervis lateralibus utrinque 6—7 ad marginem inter sese curvato- 
… conjunctis venisque angustissime et densissime reticulatis supra subtusque 
-Subaequaliter prominentibus; floribus polygamis, in racemos vel potius spi- 
* cas axillares subelongatas, 1,5—2,5 cm longe pedunculatas 4—9-floras laxas 
— dispositis ipsis sessilibus; tepalis co (cr. 14), extremis minimis atque inter- 
_ mediis maximis, sepaloideis, subcoriaceis, orbicularibus, intimis (s. petalis) 
parvis tenuibus oblongis, basi callo incrassato pilos paucos crassiusculos 
“emittente instructis; staminibus co (14—17), omnibus manifeste extrorsis, 
_basifixis, connectivo dilatato; ovario ovoideo, trigono, apice stigmate sessili 


tripartito instructo; placentis 3 parietalibus. 
4 »Ein 8—10 m hoher, aufrecht wachsender Baum mit rundlicher Krone, schon 
über der Erde sich veristelnd.« Blätter 7—10 cm lang, 2,4—4,5 cm breit, Blattstiel 
5—7 mm lang. Blütenstände (sämtliche mir vorliegende noch nicht völlig entwickelt) 
4,5—6 cm lang, davon beträgt der blütenlose Stiel 1,5—2,5 cm, die Blütenspindel 
3—3,5 cm. Blüten noch nicht völlig entwickelt. 


| Nördl. Kingagebirge: Ussangu, im Schluchtenwald am Nordabfall 
des Kipengere-Rückens, 2400 m ü. M. (n. 983. — Knospen im Mai 1899). 
| Eine vorzügliche neue Art, welche von der einzigen bisher bekannten außer- 
ordentlich abweicht. 
\ Oncoba fragrans Gilg n. sp.; »frutex 5—6 m altus« ramis brunneis; 
-foliis (junioribus tantum visis) obovato-oblongis, tenuissime membranaceis, 
“apice breviter sed angustissime acuminatis, basi sensim in petiolum sub- 
elongatum tenuem griseo-tomentosum angustatis, margine graciliter sed 
manifeste et aequaliter serrulatis, supra ad nervos tantum pilosis, subtus 


358 Beitr. z. Fl. v. Afr. XXII. Ber. ib. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. ete, — 


laxiuscule sericeis; floribus longipedicellatis solitariis axillaribus, pedicello 
griseo-tomentoso; tepalis 8—10, omnibus late imbricatis, 2 plerumque sepa- 
loideis extrinsecus griseo-velutinis ovalibus, rotundatis, 1 semisepaloideo vel 
semipetaloideo, vix unguiculato, maximo, partim sericeo, partim glabro, 
ceteris petaloideis glaberrimis, tenerrimis, anguste et longe unguiculatis, 
superne ut videtur obovato-orbicularibus; staminibus oo basifixis connec- 


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Rawsonia reticulata Gile. — A Habitus mit Blütenständen, B Knospe, © Knospen- 
längsschnitt, D innerstes Blumenblatt, stark vergrößert, Æ Staubblätter, J” Frucht- 
knoten, @ Fruchtknotenquersehnitt, 


tivo antherarum parce dilatato; ovoideo ovato densissime muricalo, uni- 
loculari; placentis 3; stilo longissimo filiformi, stigmale puneliformi. 

»5—6 m hoher, geschlossen aufrecht wachsender Strauch mit weißen, wohl- 
riechenden Blüten,« Blätter (noch nicht völlig entwickelt) 2,5—4 cm lang, 1,2—1,7 cm 
breit, Blattstiel bis 4 em lang, Blütenstiel 2—2,2 em lang. Äußere Tepalen (Kelch- 
hlätter) 4,4--1,2 em lang, innere Tepalen Blumenblätter) 2—2,3 em lang. 

Unyika: in Wasserrissen beim Dorfe Toola, um 1300 m ü. M. 


“A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See ele. ges. Pflanzen. 359 
n. 4441. — Blühend im November 1899). — Wahrscheinlich gehört hier- 
her auch eine Pflanze, welche Gorrze (unter n. 469) an flachen Bergab- 
_ hängen am Ruaha-Fluss, 700 m ii. M. in ungenügenden Exemplaren ge- 
sammelt hat. 

| Die neue Art ist verwandt mit O. Sfuhlmannii Gürke. 

H- Scolopia theifolia Gilg n. sp.; »arbor 12—15 m alta« ramis brunneis 
pabris, foliis ovalibus vel obovato-ovalibus, apice rotundatis vel subrotun- 


f i 

. Scolopia theifolia Gilg. A Habitus, B 5 Blüte im Längsschnitt, © Staubblätter, 
D Drüsenkranz am Grunde der Staubblätter (die Blütenhüllblätter weggeschnitten, 
_£ hermaphroditische Blüte, F Fruchtknoten im Längsschnitt, @ Fruchtknoten im 
Querschnitt. 


datis, basin versus sensim in petiolum brevem cuneato-angustatis, margine 
Incrassato crenato-serratis, supra nitidulis, subtus opacis, nervis utrinque 
6—9 quam venae numerosae densissimeque reticulatae paullo validioribus, 
Dervis venisque supra subtusque valde prominentibus; floribus in foliorum 
axillis 3—4 fasciculatis, brevipedicellatis vel potius subsessilibus ; tepalis 


360 Beitr. z. Fl. v. Afr. XXI. Ber. üb. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. etc. 


7—-9 inaequalibus parvis ovatis vel ovato-orbicularibus, exterioribus sepa- 
loideis margine ciliatis, interioribus plerumque subpetaloideis saepiusque 
minimis eciliatis; nectariis sive glandulis flavescentibus globosis breviter 
supitatis inter tepala et stamina annulum haud interruptum formantibus; 
staminibus oo, filamentis filiformibus; antheris extrorsis, dorsifixis, rimis 
longitudinalibus dehiscentibus, connectivo dorso paullo dilatato, haud elon- 
gato; ovario uniloculari, intus ovula ut videtur semper 2 pendula obtegente; 
stilo crasso, stigmate crasse capitato. 

»Ein 42—15 m hoher Baum mit breiter, runder Krone. Blüten weiß, Staubbeutel 
gelb.« Blätter 2,5—5 cm lang, 4,2—2,5 cm breit, Blattstiel 4—5 mm lang. Tepalen 
2—-2,5 mm lang, Staubblätter 5—6 mm lang. Fruchtknoten mit Griffel 7—8 mm lang. 

Nördl. Kingagebirge: Ussangu, im Schluchtenwald am Nordwest- 
abhang des Pikurugwe-Rückens um 2500 m ü. M. (n. 1249. — Blühend 
im September 1899). 

Verwandt mit S. cuneata Warb. 

Neumannia theiformis (Willd.) A. Rich. Bull. de Feruss. XXI. 96. 

Oberes Kondeland: Uporoto, im Wald am Wigali-Pass um 2000 m 
ü. M. (n. 1346. — Blühend im October 1899). 


Ein 6—8 m hoher Baumstrauch mit gelblichweißen Blüten. 


Passifloraceae (H. Hanns). 


Adenia Goetzei Harme n. sp.; caulibus e tubere crasso erumpentibus, 
erectis, nanis, herbaceis, glabris; foliis subsessilibus, lineari-lanceolatis, basin 
versus sensim attenuatis, ima basi breviter auriculatis, apice acutis vel ob- 
lusis, glauco-viridibus; cymis axillaribus, paucifloris, folio pluries breviori- 
bus, pedicello articulato; floribus hermaphroditis, receptaculo infundibuli- 
formi, basi in pedicellum attenuato; sepalis 5, oblongis; petalis 5, infra 
medium receptaculi insertis, lineari-lanceolatis, in unguem longum attenualis; 
corona ad insertionem petalorum numerosis gracilibus fimbriis efformata; 
staminibus 5, filamentis basi in tubum connalis, tubo margine inter fila- 
menta libera fimbriato, antheris mucronatis; effigurationibus 5 anguste lingui-=" 
formibus in basi receplaculi; ovario stipitato, oblongo, placentis parietali- 
bus 3, ovulis multis; stilo brevi, in 3 ramos brevissimos, apice stigma 
hilobum erassum ferentes partito. 

Spannhohes Knollengewächs mit dicker, runder Knolle und grünlichgelben, außen 
rot gestrichelten Blüten (Gorrze), Blätter 9—12 cm lang, 8—12 mm breit. Blütenstiele 
6—10 mm, Receptaculum 48—20 mm, Kelchblätter 6 mm, Blumenblätter 42 mm lang. 

Unyika: beim Dorf Toola, im Buschwald, um 1300 m (n. 1418. — 
jlühend im November 1899). 

Ausgezeichnet durch aufrechten Wuchs, schmale Blätter. Nach der Blütenform 
gehört diese Art in die Section Blepharanthus Wight, ’ 
Abbildung auf Taf. XIV. 

A wanze Pflanze, B Knolle, © Blüte im Längsschnitt, D Teil des Receptaculums 
mit Corona, 2 Blumenblättern, 2 Effigurationen und einem Filament, Æ Teil der Corona — 
und ein Staubblatt, / Griffel mit den Narben, 


A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See ete. ges. Pflanzen. 361 


Caricaceae (I. URBAN). 
Cylicomorpha parviflora Urban in Engl. Bot. Jahrb, XXX. 116. 
var. brachyloba Urban I. c. 


Oberes Kondeland: Umuamba, am Yungururu-See, bei 1400 m 
{n. 1314. — Blühend und fruchtend im October 1899). 


8—10 m hoher Baum mit dickem, konischem, wenig verzweigtem Stamm. 


Begoniaceae (E. Gin). 
Begonia Meyeri-Johannis Engl. Hochgebirgsfi. des trop. Afr. 305. 
Kingagebirge: in Lichtungen des Schluchtenwaldes auf dem Mang- 
anyema-Berge, 2100 m ü. M. (n. 1243. — Blühend im September 1899). 
»Eine Schlingstaude mit verholzenden Trieben, 5—6 m hohe Sträucher ganz über- 
rankend. Blüten weiß mit blassrosa Anflug.« 

B. Princeae Gilg n. sp.; herba caule crassiusculo glabro erecto; sti- 
pulis ovatis vel ovato-oblongis usque lanceolatis, serrato-lobatis, petiolis 
elongatis glabris, lamina multo latiore quam longiore, rhomboidea, valde 
obliqua, basi cordata, 4—5-loba, margine subaequaliter et parce serrata, apice 
acuta vel manifeste acuminata, utrinque glabra, membranacea, palmatinervia, 
nervis cr. 7— 9; inflorescentia pseudoterminali paniculata, multiflora, floribus 
plerisque ©; floribus ©: graciliter pedicellatis; sepalis 2 late orbicularibus ; 
petalis 2 oblongis, rotundatis; staminibus oo, filamentis brevissimis, basi 
_paullo connatis, antheris linearibus; floribus © ...; fructibus in inflores- 


“cents terminalibus carinis 2 latis alaque magna tenuissima nervosa notatis. 
j Ganze Pflanze etwa fußhoch, einem kleinen, schwach knolligen Rhizom entspringend. 
Blatistiel 3—4 cm lang, Blatt 3—6 em lang, 5—10 cm breit. Blütenstand 6 cm lang. 
“Blütenstielchen ca. 4 cm lang. Kelchblätter ca. 1 cm im Durchmesser, Blumenblätter 
(rosafarbig nach der Sammlerin) 8—9 mm lang, 3—4 mm breit. Frucht 4,5 cm 
hoch, Flügel 2 cm lang, 4,3—1,4 cm breit. 

Ubena gesammelt und im Garten der Station Iringa angepflanzt (Frau 

auptmann M. Prince, blühend im März 1899). 


Cactaceae (K. Scuumann). 


Rhipsalis cassytha Gaertn. Fr. I. 137. t. 28. Fig. 1. 

4 Oberes Kondeland: Station Untali, im Luskissi-Thal, in Resten 
früheren Waldes, bei 1700 m ii. M. (n. 1471. — Blühend und fruchtend 
yam 19. Nov. 1899). 


Epiphytisch auf hohen Bäumen, große Gebüsche bildend, Zweige bis 4 m lang; 


Thymelaeaceae (E. Gin). 


Peddiea polyantha Gilg n. sp.; »arbuscula 3-—5 m alta« glaberrima; 
“lolis membranaceis elasticis, magnis, lanceolatis, basi in petiolum brevem 


4. 


362 Beitr. z. Fl.y. Afr, XXIL Ber. üb. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. ete. 


cuneato-angustatis, apice breviter et late acuminatis, apice ipso rotundatis, 
nervis lateralibus atque venis utrinque subaequaliter et manifeste prominentibus 
angusteque reticulatis; floribus 4-meris in racemum subelongatum laxum, | 
sed multiflorum dispositis, longipedicellatis; receptaculo subcylindrico, sed 
basin versus semper manifeste ampliato, elongato, gracili, dorso pilosulo, 
sepalis 4 brevibus ovalo-triangularibus receptaculo cr. 4,5-plo brevioribus, 
margine ecilialis, 


Begonia Prineeae Gilg. A Mabitus, B Antheren, © Narbe, D Fruchtknotenquersehnith, 
FE Frucht, F Samen, 


Ein 3—5 m hohes, aufrecht wachsendes, schlankes Bäumchen mit dünnen, lederigen 
Blättern und grünen, außen leicht violetten Blüten. Blätter 40—12 cm lang, 2,5—3,5 em 
preit, Blattsticl 5—6 mm lang. Gemeinsamer Blütenstiel 3—3,5 cm lang, Rhachis 
ca. 3cm lang. Blütenstielchen 4--1,3 cm lang. Receptaculum 4 cm lang, in der Mitte 2. 
ar der Basis 2,5 mm dick, Kelchblätter ca. 2,5 mm lang und an der Basis ebenso breil. 
Rungwe-Stock: im Walde an südlichen Abhängen um 1900 m ü. M. 


np. 1167. — Blühend im August 1899). 


Eine schon dureh ihre langen Trauben sehr scharf von allen bekannten Arten a 
weichende Species. 


Gnidia Holstii Engl. et Gilg in Engl. Bot. Jahrb. XIX. 257. 
_ »Ein fußhoher buschiger Strauch mit blauen, außen durch Behaarung heller ge- 
_ färbten Blüten.< 


Kingagebirge: Ussangu, an mit Felsblöcken übersäten Abhängen 
des Pikurugwe-Riickens um 2900 m ü. M. (n. 1258. — Blühend im Sep- 
tember 1899). 

G. Buchananii Gilg in Engl. Bot. Jahrb. XIX. 261. 


»Eine fußhohe buschige Staude, Stengel und Bracteen rötlich gefärbt. Blüten 
hellgelb.« 


Kingagebirge: an rasigen Abhängen des Dinda-Berges um 2400 m 
ü. M. (n. 4231. — Blühend im September 1899). 
Einheim. Name: gamasure. 


i] 


6. Goetzeana Gilg n. sp.; caulibus florigeris »usque metralibus« 
(verisimiliter e rhizomate crasso abeuntibus) tenuibus erectis, superne hinc 
inde ramosis, 45—50 cm altis glaberrimis; foliis numerosis lineari-lanceo- 
latis, planis membranaceis, glaberrimis, apice acutis, basi cuneato-sessilibus, 
nervis lateralibus utrinque 2—4; foliis involucrantibus 4—5 ovatis vel late 
“ovatis ut videtur viridi-rubescentibus, membranaceis, longe acutatis, sub 
anthesi erecto-patentibus flores longit. paullo superantibus vel aequantibus: 
pedunculo aphyllo (vel saepius paullo sub flore folium gerente) ut videtur 
semper brevi vix I cm longo; capitulis 20—25-floris; floribus 4-meris »al- 
bido-virescentibus « ; receptaculo tereti, gracili, dense vel densissime, sed 
breviter sericeo-piloso çalyce cr. 6-plo longiore; sepalis minimis ovatis 
acutissimis, dorso parce cano-pilosis; petalis minimis filiformibus apice glo- 
boso-incrassatis sepalorum vix !/, longit. aequantibus; fructibus sericeis. 

Blätter 1,5—2,2 cm lang, 3—4 mm breit. Involucralblätter ca. 7 mm lang, an 


Basis 4 mm breit. Receptaculum ca. 6 mm lang. Kelchblätter etwa 1 mm lang 
und ebenso breit. 


Kondeland: an Bergabhängen mit lichtem Busch am Rumbira-Fluss, 
1000 m ü. M. (n. 895. — Blühend im Mai 1899). 

Ist mit @. Schweinfurthii Gilg verwandt. 

G. Usafuae Gilg n. sp.; »frutex metralis valde ramosus«; foliis numero- 
issimis dense confertis, linearibus, acutissimis, basi cuneato-sessilibus, gla- 
errimis, involucrantibus 4—5 latissime ovatis vel ovato-orbicularibus, apice 
‘otundatis vel plerumque acutiusculis, »sicco-membranaceis, brunneis«, sub 
anthesi erecto-patentibus, florum !/, longit. paullo superantibus; pedunculo 


364 Beitr.z. Fl. vy. Afr. XXIL Ber. üb. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. ete. 


aphyllo nullo; capitulis 20—40-floris; floribus 4-meris, »flavidis«, extrin- 
secus dense vel densissime, sed breviter albido-pilosis; receptaculo tereti 
gracili calyce 7—8-plo longiore; sepalis oblongis rotundatis; petalis lineari- 
lanceolatis, subcarnosis, glabris, sepalorum 1/, longit. manifeste superantibus. 


Blätter 4,3—4,4 cm lang, 4—2 mm breit. Involucralblätter 7—8 mm lang und 
fast ebenso breit. Receptaculum ca. 42 mm lang. Kelchblätter etwa 4,5 mm lang. 


Usafua: an Abhängen des Poroto-Berges, um 2300 m ti. M. (n. 1042. 
— Blühend im Juni 1899). 


Mit G. involuerata Fres. entfernt verwandt. 


6. glauca (Fres.) Gilg in Engl. Bot. Jahrb. XIX. 265. 

Nördl. Kingagebirge: Ussangu, an Waldrändern des Pikurugwe- 
Berges um 2500 m ü. M. (n. 990. — Blühend im Juni 1899). 

»Ein 2—3 m hoher, aufrecht wachsender Strauch mit breiter Krone. Blüten 
orange, außen grünlichgelb.« 

Einheim. Name: limange. 


6. Kraussiana Meissn. in Hook. Lond. Journ. II. 552. 

Kingagebirge: an rasigen Abhängen des Dinda-Berges um 2400 m 
ii. M. (n. 1229. — Blühend im September 1899). 

Unyika: im Buschwald beim Dorfe Jyunga, 1700 m ü. M. (n. 1369, 
— Blühend im October 1899). 

Anmerkung. Infolge des reichen, in den letzten Jahren aus allen Gebieten des 
tropischen und subtropischen Afrika uns zugegangenen Materials glaube ich jetzt feststellen 
zu können, dass zu Gnidia Kraussiana Meissn. auch Lasiosiphon affinis Ky. et Peyr, 
PI, Tinnean. p. 39 t.19B) = Gnidia djurica Gilg (in Engl. Bot. Jahrb. XIX, p. 268) 
gezogen werden muss. Es zeigte sich, dass Gnidia Kraussiana Meissn. eine im Blatt- 
und Blütenbau sehr variable Art ist, welche offenbar über die Steppen des ganzen tro- 
pischen und subtropischen Afrika verbreitet ist. 


Oliniaceae (E. (ie). 
Olinia Volkensii Gilg in Engler, Pflanzenw. Ostafr. C. 285. 
Nördl. Kingagebirge: Ussangu, in Schluchtenwäldern auf dem Li- 


panye-Berge um 2500 m ü. M. (n. 994. — Fruchtend im Juni 1899). 
Oberes Kondeland: Umalila, im Wald auf dem Usenga-Berge um 
2300 m ii. M. (n. 4366. — Blühend im October 1899). 


Unyika: im Walde auf dem Bogo-Berge, um 2200 m ü. M. (n. 1452, 
— Blühend im November 1899). 


»Ein 6—20 m hoher Baum,« 


Lythraceae (li. Koxune). 
Lythrum rotundifolium Hochst. ex A. Rich. Tent. Fl. Abyss. I. 283 
Oberes Kondeland: Usafua, am Nordabhang des Rungwe-Stockes 
an sumpfigem Bachufer, 2000 m ti. M. (n. 1304. — Blühend im Septembe 
1899). 


? 


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a TR 
_ 
— 


A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See etc. ges. Pflanzen. 365 


Rhizophoraceae (A. ENGLER). 
Dactylopetalum? Barteri Hook. f. in Oliv. Fl. trop. Afr. II. 442 


Var. subdentatum Engl.; foliis remote et breviter dentatis. 
Kingagebirge: im Schluchtenwald am Manganyema-Berg, um 2100 m 
(n. 1215. — Ohne Blüten und Früchte im September 1899). 

45 m hoher Baum mit breiter Krone. 

Einheim. Name: kiberamba. 

Die gesammelten Zweige sind zwar ohne Blüten, doch stimmen die Blätter, ab- 
gesehen von der schwachen Bezahnung, so sehr mit denen der aus West- Afrika 
stammenden Exemplare des D. Barteri überein, dass ich über die Zugehörigkeit zu 
dieser Species wenig Zweifel hege. 


Combretaceae (A. ENGLER). 


Combretum splendens Engl. in Pflañzenw. Ostafr. C. 289. 
Unyika: an Bachufern des Buschwaldes beim Dorf Piseki, um 
1400 m (n. 1424. — Blühend am 10. Nov. 1899). 

8—10 m hoher Baum mit unregelmäßiger Krone. 

C. Oatesii Rolfe in Oates Matabele Land ed. II. 399, t. 10. 

| Unyika: im Buschwald auf grauem Laterit, um 1700 m, beim Dorf 
Jyunga (n. 1371. — Blühend am 25. Oct. 1899). 

Nur 1,5—2 dm hoher Halbstrauch mit dickem Grundstock und vielen 1,5 dm 
yangen geneigten Zweigen. 

Unsere Pflanze weicht von den Originalexemplaren der Species ein wenig darin 
ab, dass die breit-dreieckigen gewimperten Kelchzähne deutlich hervortreten und dass 
die kurz verkehrt-eiförmigen, kurz genagelten Blumenblätter oben etwas tiefer aus- 
gerandet sind; aber ich kann diese Unterschiede kaum für Aufstellung einer Varietät 
fir ausreichend halten. ; 


- C. abbreviatum Engl. in Pflanzenw. Ostafr. C. 292. 
- Oberes Kondeland: in der Nähe der Mission Rungwe um 1000 m 
n. 1329. — Blühend am 15. Oct. 1899). 


3 m hoher sich anlehnender oder 6 m hoher Schlingstrauch. 


Myrtaceae (A. ENGLER). 
Syzygium guineense (Willd.) DC. Prodr. 
Unyika: an Bachufern des hiigeligen Plateaus beim Dorf des Mana- 


yema um 1500 m (n. 1446. — Blühend am 15. Nov. 1899). 
25—30 m hoher Baum, tief verzweigt, mit grauer, glatter Rinde und lederigen, 
glänzenden Blättern. 


Melastomataceae (E. GiL). 
Dissotis rubro-violacea Gilg n. sp.; frutex 3—4 m altus ramis 
jetiolisque pilis + longis basi paullo incrassatis dense obtectis, ramis de- 
tum glabrescentibus ut videtur tetragonis, internodiis 5—6 cm longis; foliis 
manifeste petiolatis, ovato-oblongis vel oblongis, apice longe acutatis et apice 


366 Beitr. z. Fl. v. Afr, XXII. Ber. üb.d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. ete. 


ipso breviter mucronatis, basi cuneato-rotundatis, manifeste et graciliter 
supra bullatis, supra pilis longis asperis obtectis, subtus pilis brevibus. 
basi incrassatis hirtis, manifeste 5-nerviis vel si mavis 7-nerviis, sed jugo 
marginali tenuissimo; floribus ad apicem caulis ramorumque in cymas pa- 
niculiformes 8 - 20-floras dispositis, 5-meris, bracteis deciduis, pedicellis 
2—4 mm longis; sepalis persistentibus semiorbicularibus rotundatis, ciliatis 
ceterum glabris, receptaculi '/, longit. paullo superantibus; receptaculo pilis 
inaequilongis simplicibus papillis insidentibus hirto. 

»Ein 3—4 m hoher Strauch von breitem Wuchs, Triebe und Blätter rauh behaart, 
Kelch rötlich mit gekrönten Wärzchen besetzt. Blüten rötlich - violett.«  Blattstiel 
1,3—3,4 cm lang, Spreite 9—18 cm lang, 3—7 cm breit. Receptaculum 9 mm lang, 
5—6 mm dick, mit einfachen Borstenhaaren besetzt, welche von kurzen dicken Papillen 
ausstrahlen. Blumenblätter 2,5—2,6 cm lang, fast ebenso breit oder noch breiter. 

Usafua: an Abhängen des nördlichen Fußes des Rungwe-Stockes, um 
2000 m (n. 1136. — Blühend im August 1899). 

Verwandt mit D. polyantha Gilg. 


D. spectabilis Gilg n. sp.; ramis junioribus pilis longis brunneis 
dense vel densissime vestitis, internodiis 2—2,5 cm longis; foliis breviter 
petiolatis oblongis vel saepius ovato-oblongis, apice acutis, basi rotundatis, 
utrinque aequaliter et dense strigillosis, manifeste 5-nerviis, nervis omnibus 
subaequalibus supra immersis, subtus manifeste prominentibus; floribus ad 
apicem caulis in cymam 3-floram dispositis, ad apicem ramorum semper 
solitariis, floribus ramorum semper in corymbum pulcherrimum multiflorum 
collectis; bracteis nullis, sed foliis euphylloideis densissime brunnescenti- 
sericeis parvis in inflorescentia numerosis; pedicellis minimis; sepalis ul 
videtur diu persistentibus (in fructibus submaturis nondum delapsis), lanceo- 
latis vel lineari-lanceolatis, apice acutis, dorso brunnescenti-sericeis; recep- 
taculo subgloboso, pilis sericeis longis brunnescenti-sericeis sublomentoso. 

»2 m hoher, aufrecht wachsender Strauch, stark behaart mit dunkelvioletten 
Blüten. Staubfäden teils gelb mit brauner Spitze (die fruchtbaren, kleineren), teils 
violett (die unfruchtbaren größeren).« Blätter 2—3,5 cm lang, 8—13 mm breit, Blatt- 
stiel 2 mm lang. Receptaculum 8 mm hoch, 5 mm dick. Kelchblätter 8 mm lang! 
3 mm breit. Blumenblätter 2,7 em lang und gewiss noch breiter. 

Usafua: an flachen Abhängen am nördlichen Fuß des Rungwe-Stockes, 
um 1800 m ü. M. {n. 1138. — Blühend im August 1899). 

Verwandt mit D, eryptantha Baker. 


Memecylon eyanocarpum Gilg n. sp.; »frutex squarrosus 2—-3 m 
altus« glaberrimus, ramis junioribus tetragonis; foliis brevissime petiolatis, 
obovatis vel obovato-oblongis, apice rotundatis vel plerumque retusis, basin 
versus sensim cuneato-angustatis, integris, coriaceis vel rigide coriaceis, 


supra nitidulis, sublus opacis, penninerviis, nervis lateralibus 3—5 tantum 


’ 
marginem petentibus utrinque parce prominentibus, margine curvalo-cons 
junetis, venis inconspicuis; floribus »flavescentibus« in cymas breves axillare 


plerumque 3-, varius 5-floras disposilis, pedunculis pedicellisque brevibus; 


A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See etc. ges. Pflanzen. 367 


receptaculi parte superiore pateriformi limbo obsolete emarginato; petalis 


“cucullatis, superne acutatis; bacca matura »cyanea« oblonga. 
a Blätter 4—6,5 cm lang, 1,5—-2,5 cm breit, Blattstiel 2 mm lang. Blütenstands- 
“stiel 2—4 mm, Blütenstielchen 3 mm. Kelchbecher ca. 3 mm im Durchmesser. Blumen- 
litter 5 mm lang. Beere 1,6 cm lang. 

Uhehe: im Busch des welligen Plateaus bei Mgololo, 1400 m ü. M. 


(n. 763. — Blühend und fruchtend im März 1899). 

- Diese neue Art gehört zu jener eigenartigen Gruppe der Gattung in Afrika, welche 
wie M. erythranthum Gilg entfernte Verwandtschaft zu der madagassischen M. cordatum 
Desr. zeigen. 


Onagraceae (A. ENGLER). 
Jussieua pilosa H.B.K. Nov. gen. et spec. VI. 101, t. 532°. 
Ubungu am Rukwa-See, am sumpfigen Seeufer bei Kibungu um 


800 m ü. M. {n. 1110. — Blühend am 25. Juli 1899). 
Das Wasser dicht bedeckend. 


_ Trapa bispinosa Roxb. Corom. pl. t. 234. 
Kondeland: in der Mbaka-Miindung am nördlichen Ufer des Nyassa- 


ees, in ruhigen Buchten die Oberfläche des Wassers vollständig bedeckend 
{n. 879. — Blühend und fruchtend am 27. April 1899). 


Araliaceae (H. Harms). 
Schefflera polysciadia Harms in Engl. Bot. Jahrb. XXVI. 244. 


| Rungwe-Stock: um 1800 m {n. 1333. — Blühend im October 
1899). 

| 3 m hoher, sich anlehnender Strauch, Blüten grünlichgelb, in der Knospenlage 
rötlich. > 


; Polyscias malosana Harms in Notizbl. Botan. Garten Berlin IIT. 
1900) 20. 

À Kingagebirge: Kirunde-Berg, im Wald, um 2000 m (n. 908. — 
Blühend im Mai 1899). 

| 20—25 m hoher Baum mit dunkler, glatter Rinde, regelmäßig verzweigt, mit meist 
flacher Krone. Blüten grünlichgelb, in großen Rispen. 


Umbelliferae (A. ENGLER). 


Hydrocotyle ranunculoides L. f. Suppl. 177. — H. natans Cyrilli. 
_ Oberes Kondeland: im Waeya-Teich am Rungwe um 1700 m 
1. 1332. —- Blühend und fruchtend am 16. Oct. 1899). 


Die Stengel kriechen im niederen Wasser, während die Blüten und Blattspreiten 
über Wasser treten. 

Sanieula europaea L. Spec. ed. I. 235. 

Rungwe-Stock: in der Bambuszone der Südabhänge um 2500 m 


n. 1158. — Blühend am 13. Aug. 1899). 
Wird bis 4 m hoch. 


368 Beitr.z. Fl.v. Afr. XXII Ber. üb. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See-u. Kinga-Geb.-Exped. ete. 


Heteromorpha arborescens Cham. et Schlecht. in Linnaea 1826 
p: 385 . VE 8% 
Kondeland: am schmalen Ufer des Rumbira bei Langenburg, um 
500 m, auf schwarzem Humus (n. 829. — Blühend am 42. April 1899). 


3—4 m hoher, schlanker Baum oder Baumstrauch. 
Einheim. Name: sogozera. 


Cryptotaenia africana (Hook. f) Drude in Engl. u. Prantl, Nat. 
Pflanzenfam. HI. 8, S. 189. 
Oberes Kondeland: Uporoto, am Wigeli-Pass, um 2000 m (n. 1345. 
— Fruchtend am 20. Oct. 1899). 


Pimpinella tomentosa Engl. n. sp.; herba alta, foliorum petiolo ad 
medium usque vaginato longe piloso laminam aequante, lamina coriacea, 
supra breviter, subtus imprimis ad nervos densius et longius pilosa, 
reniformi-ovata, margine crenata, costa et nervis lateralibus I. utrin 
que 4 basalibus cum superioribus a costa abeuntibus atque cum venis re- 
mote reticulatis subtus valde prominentibus; foliis caulinis superioribus 
lamina destitutis; umbellis 1—2 dense cinereo-pilosis, tomentosis, 
involucro et involucello nullis, pedunculis numerosis quam pedicelli multo 
tenuiores et leviter curvati duplo longioribus; petalis albis vel exterioribus 
paullo majoribus violascentibus. 

Die Pflanze wird über 4 m hoch und trägt unten einige mit Spreiten versehen 
Blätter, weiter oben an dem kahlen und gefurchten Stengel spreitenlose Blätter mit 
5—3 cm langen Scheiden und 1—1,5 em langem Stiel; die Spreiten der unteren Blätter 
sind etwa 9 cm lang und 8 cm breit. Die Dolden haben 2 cm lange Döldchenstiele 
und 4 cm lange Blütenstiele. Die größeren Blumenblätter sind etwa 4,5 mm lang, 


Oberes.Kondeland: Usafua, auf welligem Grasland mit Lavaunter- 
lage um 1700 m (n. 4425. — Blühend am 4. Aug. 1899). 


Die Art hat habituell große Ähnlichkeit mit P. Welwitschii Engl. var, Buchner 
Engl., aber sie unterscheidet sich durch dickere und behaarte Blätter, durch gekerbte 
und nicht gezähnten Rand derselben, endlich durch die stark grauhaarigen Inflores- 
cenzen, 

Peucedanum kingaense Engl. n. sp.; herba ubique pilis brevibu 
basi incrassatis conspersa; caule longitudinaliter sulcato; basalibus 2—3, 
foliis rigidis laete viridibus, bis tripartitis, partitionibus I. late 
ralibus inaequaliter tripartilis, vel trisectis, media I. trisecta, 
segmentis oblongis vel oblongo-lanceolatis, inaequaliter dentatis, ner 
vis lateralibus angulo acuto adscendentibus atque venis remote reticulati 
subtus valde prominentibus; foliis caulinis 2—3 petiolo destitutis lamin 
minore bipinnatisecta instructis, summis ad vaginam reduetis; umbell 
seabra; bracteis lineari-lanceolatis longe acuminatis dimidiu 
pedunculorum longe superantibus; involucellorum bracteolis lineari 
lanceolatis pedicellos superantibus; pedicellis inaequalibus sursum vald 
inerassatis; sepalis inaequalibus, elongato - triangularibus acutis; pelali 


albidıs, 


A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See ete. ges. Pflanzen. 369 


Die grundständigen Blätter sind 1—1,5 dm lang, mit 4—7 cm langen Stielen und 
7—10 cm langen Spreiten, deren Abschnitte erster Ordnung entweder sitzen oder ge- 
stielt sind und meist je 3 längliche, 4—7 cm lange, 1—1,5 cm breite, gezähnte Ab- 
schnitte letzter Ordnung tragen. Die mittleren Stengelblätter haben 1—2 cm lange 
Scheiden und 1,5—3 cm lange Spreiten, welche ähnlich wie die unteren Blätter geteilt 
sind, von den obersten Blättern ist nur eine etwa 1,5 cm lange Scheide entwickelt. 
Die Involucralblätter sind 1—1,2 cm lang und unten 2 mm breit. Die Stiele der Döld- 
chen sind 4,5—1,8 cm lang. Die Blätter der Involucellen sind 6—8 mm lang und 
4 mm breit. Die Blütenstiele sind etwa 3—5 mm lang. Die größeren Blumenblätter 
haben 2 mm Länge. 


Kingagebirge: auf Wiesen des Ngundu-Berges, um 2500 m (n. 955. 
—- Blühend am 28. Mai 1899). 

P. muriculatum »Welw.«, Hiern Catal. of Welw. Afr. pl. II. 429. 

Var. Goetzeanum Engl.; omnibus partibus major; foliorum lamina 

saepe 5—7-partita, partitionibus infimis approximatis tripartitis vel tri- 
sectis, partitionibus vel segmentis ultimis oblongo-spathulatis; involucri 
bracteis 2 cm Jongis, iis involucelli 1 cm aequantibus. 

Ubena: auf Wiesen des welligen Plateaus von Liangira, um 1900 m 
(n. 791. — Blühend und fruchtend am 24. März 1899). 

P. araliaceum (Hochst.) Benth. et Hook. Gen. pl. I. 920. 

Ubungu am Rukwa-See: an trockenen, steinigen Abhängen des 
Noma-Berges, um 1500 m (n. 1102. — Blühend im Juli 1899). 


3—4 m hoher, aufrechter, wenig verzweigter Baum mit dicker, fleischiger Rinde. 


Ericaceae (A. ENGLER). 


Agauria salicifolia (Comm.) Hook. f. in Benth. et Hook. f. Gen. 
pl. Il. 586 var. pirifolia (Perr.) Oliv. 

Nördl. Kingagebirge: Ussangu, am Nordabhang des Kipengere- 
Riickens im Schluchtenwald, bei 2500 m (n. 985. — Blühend am 1. Juni 
1899). 

40—15 m hoher Baum mit graurissiger Rinde und überhängenden Zweigen. 

A. Goetzei Engl. n. sp.; frutex, ramis novellis, petiolis, folio- 
Tum costis, pedicellis sepalisque pilis longis glanduliferis ob- 
-tectis; foliis juvenculis marginibus involutis, adultis distincte petiolatis 
_coriaceis, supra laete viridibus, subtus glaucis, oblongo-lanceolatis, 
basi obtusis, apice longe et anguste acuminatis acutis, nervis 
lateralibus atque venis dense reticulatis subtus valde promi- 
nentibus; racemis axillaribus, basi perulas ovatas gerentibus, folia aequan- 
tibus vel superantibus; bracteis linearibus quam pedicelli brevioribus, pro- 
phylliis linearibus acutis; sepalis ovatis quam perigonium triplo brevioribus; 
perigonii dentibus semiovatis quam tubus 6-plo brevioribus; filamentis quam 
antherae triplo longioribus; ovario subgloboso, 5-sulcato. 

È Bis 2 m hoher, krüppelig wachsender Strauch, an dessen Zweigen die Blatter 

durch 4—1,5 cm lange Internodien von einander getrennt sind. Die Blattstiele sind 

5—7 mm lang, die Spreiten 7—8 cm lang und unten 2,5—3 cm breit. Die Blüten- 
Botanische Jahrbiicher. XXX. Bd. 24 


370 Beitr. z. Fl. v. Afr. XXI. Ber. üb.d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. ete. 


trauben sind so wie die Laubzweige und Blattstiele mit 4 mm langen Drüsenhaaren 
besetzt und etwa 6—8 cm lang, die Blütenstiele 6—8 mm lang, die Kelchblätter 4 mm 
lang und 3 mm breit. Die gelblichgrüne Blumenkrone ist 8—9 mm lang, am Grunde © 
5 mm weit und mit 4,5 mm langen Zähnen versehen. Die nach unten schwach ver- 
breiterten Staubfäden sind 4,5 mm, die Antheren 4,5 mm lang. Der Fruchtknoten ist 
3 mm lang und dick, der Griffel 8 mm lang und 4 mm dick. 

Oberes Kondeland: Usafua, an Steilabhingen des Kraters des Ngosi- 
oder Poroto-Berges, bei 2200 m (n. 1299. — Blühend am 26. Sept. 1899). 

Von den zahlreichen Formen der A. salicifolia weicht diese Art ganz auffallend 
durch die Bekleidung mit langen Drüsenhaaren ab. 

Erica kingaensis Engl. n. sp.; frutex dense ramosus, ramis dense 
foliatis, novellis purpurascentibus atque breviter cinereo-pilosis; foliis 
erectis breviter linearibus acutis, basi angustioribus et paullum appressis, 
dorso sulcatis, margine ciliolatis; ramulis apice 4—5-floris; pedicellis medio 
bractea lineari concava instructis flori aequilongis; sepalis scariosis ob- 
longis quam corolla campanulata ovoidea breviter 4-loba rubes- 
cens 2—!/,-plo brevioribus; filamentis quam antherae basi caudiculatae 
duplo brevioribus; stilo quam ovarium duplo longiore, ultra corollam ex- 
serto, stigmate capitato. 

Meterhoher, knorrig wachsender Strauch mit dicht stehenden und dicht beblätterten 
aufrechten Zweiglein, welche etwa 4 mm lange, 4 mm breite Blätter tragen. Die Blüten- 


stiele sind 5 mm lang, über der Mitte mit einer 3 mm langen Bractee versehen. Die : 


Kelchblätter sind 2 mm lang. Die Blumenkrone ist 4—4,5 mm lang und 3 mm weit, 
mit 4 mm langen Lappen. Die Staubfäden sind 2 mm, die Antheren 4 mm, der Griffel 
3 mm lang. 

Kingagebirge: auf dem felsigen mit spärlichem Gras bewachsenen 
(Gipfel des Djilulu-Berges, um 2500 m (n. 920. — Blühend am 18. Mai 
1899). 

Rungwe-Stock: auf der höchsten Kuppe um 2930 m (n. 4150. — 
Blühend am 43. Aug. 1899), 

Einheim. Namen: masimia (Kingagebirge), ludita (Rungwe). 

Ist verwandt mit Æ, arborea L., besitzt aber nur kurz behaarte Zweige und fast 
doppelt so große Blüten. 

Blaeria kingaensis Engl. n. sp.; frutex humilis, ramis ramulisque 
ereclis dense pilosis, pilis ramosis; foliis densis breviter petiolatis lan- 
ceolatis oblusis, dorso sulcätis, glabris, ramulis extimis apice 
plurifloris congestis inflorescentiam longam densifloram com- 
ponentibus; pedicellis flore 3—4-plo brevioribus, purpureis; sepalis pedi- 
cellis aequilongis elongalo-triangularibus, eilialis; corolla quam sepala triplo 
longiore, subinfundibuliformi, breviter 4-loba, staminibus tenuiter  filifor-_ 
mibus, quam antherae 5-plo longioribus; slilo tenuissimo quam ovarium 
triplo longiore ultra corollam Jonge exserto, stigmate capitato. 

Die Sträuchlein sind etwa 3 dm hoch mit 0,5—4,5 dm langen, dichten Blüten- 
tünden. Die Blätter sind etwa 2 mm lang und 4 mm breit. Die 4 mm langen Blüten- 
licle tragen 4 mm lange rosafarbene Blüten mit 4,5 mm langen Kelchblättern, Der 


fmm lange Fruchtknoten ist mit einem 3,5 mm langen Griffel verschen, 


A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See etc. ges. Pflanzen. 371 


Kingagebirge: an Bachufern des Kipengere-Rückens um 2200. m 
(n. 957. — Blühend am 28. Mai 1899). 


Diese Art ist durch die kahlen Blatter, die langen dichten Blütenstände und die 
ziemlich großen Blüten ausgezeichnet. 


B. subverticillata Engl. n. sp.; suffrutex humilis, e basi ramosus, 
ramis tenuibus dense glanduloso-pilosis; ab infima tertia parte 
subverticillatim ramosis, ramulis extimis brevibus dense multifloris ; 


» foliis lanceolatis dorso sulcatis, margine glanduloso-ciliatis; pedi- 


cellis brevibus sepala linearia aequantibus; corolla breviter infundi- 


-buliformi lobis brevissimis rotundatis; stilo tenui quam ovarium 
3—4-plo longiore ultra corollam longe exserto, stigmate parvo capitato. 


Ein zierlicher Halbstrauch mit 1,5—2 dm langen Zweigen, welche unten dicht 


- beblättert sind, oben Scheinquirle in Abständen von 0,5—1,5 cm bilden, mit 5—8 mm 


langen Seitendstchen. Die Blätter sind nur 3 mm lang und kaum 4 mm breit, mit 


- kleinen Drüsenhaaren versehen. Die Blütenstiele sind 4 mm lang, die Kelchblätter nur 


0,75 mm, die hellrötlichlilafarbene Blumenkrone 1,5 mm. 

Livingstonegebirge: im westlichen Ubena, am Masuamu-Berg um 
2400 m (n. 826. — Blühend am 31. März 1899). 

Einheim. Name: muhaenye. 


In der Tracht kommt diese Art der 5. Johnstonii Engl. ziemlich nahe, ist aber 
durch die Bekleidung mit Drüsenhaaren sowie auch durch die kürzeren Corollen ver- 
schieden; sie steht auch der B. Bugonit Engl. nahe, ist aber von dieser durch breitere 
Blätter unterschieden, welche nur am Rande drüsig gewimpert, im übrigen kahl sind. 


Primulaceae (A. ENGLER). 


Anagallis? kingaensis Engl. n. sp.; herba prorepens ramosa, ramis 
purpureis, densiuscule foliatis, foliis alternis, rarius oppositis bre- 
viter petiolatis crassis, suborbiculari-ovatis obtusissimis rubro- 
marginatis; floribus axillaribus breviter pedicellatis; calycis laciniis lan- 
ceolatis acutis quam tubus 3-plo longioribus; corollae tubo brevi, laciniis 
oblongis quam tubus et calyx 5-plo longioribus; filamentis filiformibus co- 
rollae dimidium aequantibus, antheris oblongis utrinque obtusis; pedicellis 


_fructiferis quam folia 4—5-plo longioribus, incrassatis, deflexis; 


4 


fructu obovoideo (verisimiliter anormali). 
Das kriechende Kraut hat 5—6 cm lange Aste und ist dicht beblättert, mit nur 


_4—6 mm langen Internodien. Die succulenten Blätter an 2—3 mm langem Stiel haben 


5—7 mm lange und breite Spreiten. Die Blütenstiele sind sehr kurz, die Kelchabschnitte 
nur 4 mm lang, die Röhre der blassvioletten Blumenkrone auch nur 4 mm, die Ab- 
schnitte 5 mm lang bei 2 mm Breite. Die Staubfäden sind etwa 2 mm lang. Die 
Fruchtstiele sind 1,5—2 em lang und tragen 2,5 mm lange verkehrt-eiförmige Kapseln, 
welche anormal entwickelt zu sein scheinen; wenigstens ist auffallend, dass sie unregel- 
mäßig zerrissen sind und eine innen hohle Placenta einschließen. Samen sind nicht 


vorhanden. 


Kingagebirge: an Bachufern des Kipengere-Rückens, um 2200 m 
(n. 958. — Blühend am 28. Mai 1899). 
24* 


372 Beitr. z. Fl. v. Afr. XXI. Ber. ib. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. etc. 


Die Art nähert sich habituell der Anagallis Meyeri Johannis Engl., welche ich 
jetzt ebenso wie A. angustiloba Engl. als selbständige Species der A. Quartiniana 
(Rich.) Engl. gegenüberstellen möchte; sie zeichnet sich aber durch die fast kreisrunden 
Blattspreiten, die kleinen spitzen Kelchblätter und die stark verdickten Fruchtstiele aus. 

A. angustiloba Engl. (= A. Quartiniana var. angustiloba Engl. in Bot, Jahrb. 
XXVIII. 447) ist von A. Quartiniana (Rich.) Engl. nicht bloß durch die schmalen 
Kronenabschnitte, sondern auch durch kleinere und häufig alternierende Blätter unter- 
schieden. A. Meyeri Johannis Engl. (= A. Quartiniana var. Meyeri Johannis Engl. 
in Hochgebirgsfl. d. trop. Afr. 330 und Pflanzenw. Ostafr. C, 304) zeigt ebenfalls gegen- 
ständige und alternierende Stellung der Blätter; dieselben stehen dicht gedrängt und 
sind succulent; namentlich ist aber diese Art durch längliche und fleischige Kelch- 
abschnitte ausgezeichnet. 


Myrsinaceae (E. GiLe). 


Myrsine africana L. Sp. ed. I. 196. 

Oberes Kondeland: Usafua, an Steilabhingen des Kraters des 
Ngosi- oder Poroto-Berges, 2200 m ü. M. (n. 1298. — Blühend im Sep- 
tember 1899). 


M. neurophylla Gilg in Engler’s Bot. Jahrb. XIX. Beibl. Nr. 47, 
S. 45. 

Kingagebirge: in Schluchten des Kinyeweni-Berges, 1800 m ü.M. 
(n. 4499. — Blühend im September 1899). 


Einheim. Name: katagala. 
»Ein S—10 m-hoher, aufrecht wachsender Baum mit dichter ovaler Krone. 


Ebenaceae (M. Gürke). 


Royena Goetzei Gürke n. sp.; arbor foliis breviter petiolatis, oblongo- 
ovalis, basi cordatis, margine integris, apice acutis, coriaceis, utrinque sub- 
glabris; floribus in axillis foliorum singulis, longiuscule pedunculatis; calyce 
breviter urceolato, 5—7-dentato, dentibus deltoideis, acuminatis; corolla 
quam calyx paullo longiore, 5—7-loba, lobis ovatis, obtusiusculis; anthe- 
ris 10; stylo bifido. 

Ein 10—12 m hoher, oft mehrstämmiger Baum mit unregelmäßiger Krone. Die 
jüngeren Zweige sind von abstehenden, aber weichen Haaren flaumig, zuerst auch fast 
zotlig. Die abwechselnd stehenden Blätter sind 2—4 mm lang gestielt, länglich- 
eiförmig, 6—7 em lang, 3—3,5 em breit, am Grunde deutlich herzförmig, ganzrandig, 
spitz oder elwas zugespitzt, von Consistenz lederartig, auf beiden Seiten mit vereinzelten 
ziemlich langen und starren, angedrückten Haaren versehen, die nur längs des Haupt- 
nerven elwas zahlreicher sind, am Rande gewimpert; im übrigen erscheint die Ober- 
cite des Blattes glänzend. Die Blüten stehen einzeln in den Blattachseln und sind 
13-46 mm lang gestielt; am Blütenstiel stehen 2 lanzettliche, ungestielte, bis 7 mm 
lange, spitze, fein flaumig behaarte Vorblätter, Der Kelch ist kurz-krugförmig, außen 
von kurzen Drüsenhaaren flaumig, mit dazwischen stehenden längeren, nicht Drüsen 
tragenden Haaren, 7—8 mm lang, 5—7-zühnig; die Zähne sind schmal-dreieckig, lang 
zugespitzt, etwa 3 mm lang und an der Basis 2 mm breit, Die Blumenkrone ist bis 
9 mm lang, 5—7-lappig; die Zipfel sind eiförmig, stumpflich. Die Staubgefäße be- 
itven sehr kurze Staubfäden und 4 mm lange, spitze, behaarte Antheren, 


A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See ete. ges. Pflanzen. 373 


Oberes Kondeland: Uporoto, am Wigali-Pass, im Wald, um 2200 m 
. M. (n. 1344. — Blühend im October 1899). 

Habituell hat die Art einige Ähnlichkeit mit der südafrikanischen R. lucida L., mit 
: der sie auch in der kürzeren Zähnung des Kelches übereinstimmt, während die übrigen 
_Arten der Gattung weit tiefer gezähnte Kelche besitzen. Jedoch sind die Kelchzähne 
“spitzer als bei À. lucida; auch sind die Blütenstiele kürzer als bei dieser Art. 
_  R.Nyassae Gürke n. sp.; arbor foliis brevissime petiolatis, oblongo- 
“lanceolatis, basi subcordatis, margine integris, acuminatis, coriaceis, supra 
“claberrimis, subtus subglabris; floribus axillaribus, longe pedunculatis; calyce 
| urceolari, extus sericeo, 6—8 dentato, dentibus anguste-deltoideis acumi- 
natis; corolla 5—6-loba, paullo longiore quam calyx, lobis oblongis acutius- 
culis; antheris 9—10; ovario sericeo, stylo bifido. 

Ein 10—12 m hoher Baum mit geschlossener, ovaler Krone und glatter, grauer 
Rinde. Die jüngeren Zweige sind flaumig bis schwachzottig behaart. Die abwechselnd 
stehenden Blätter sind 3—4 mm lang gestielt, länglich-lanzettlich, 4—6 cm lang und 
 40—15 mm breit, im Durchschnitt 4 mal so lang als breit, an der Basis schwach herz- 
- förmig, ganzrandig, lang zugespitzt, von Consistenz dick lederartig, auf der Oberseite 
_kahl und glänzend, auf der Unterseite nur längs des Mittelnerven und der Hauptseiten- 

nerven mit zerstreuten anliegenden Haaren bedeckt, sonst ebenfalls kahl. Die Blüten 
_ stehen einzeln in den Achseln der oberen Blätter; ihre Stiele sind 14—418 mm lang, 
dichtflaumig behaart und tragen 2 Vorblätter, welche lanzettlich, ungestielt, spitz, an- 
"liegend behaart und bis 44 mm lang und 4 mm breit sind. Der Kelch ist breit-krug- 
Be: 7—s mm lang, außen anliegend-seidenhaarig, 6—8-zähnig; die Zähne sind 
“schmal-dreieckig, lang zugespitzt, 3—3,5 mm lang und an ihrem Grunde 1—1,5 mm 
breit. Die Blumenkrone ist kurz-röhrenförmig, 10 mm lang, 5—6-lappig; die 
Zipfel sind langlich, 5—6 mm lang, etwas spitz. Die 9—10 Antheren sind kurz ge- 
stielt und 4 mm lang. Der kegelförmige, seidig behaarte Fruchtknoten endigt in 
a 3—4 mm langen, bis etwa zur Mitte 2-teiligen Griffel. 
_  Kingagebirge: im Wald am Bulongwa-Berge, um 2200 m ü. M. 
_{n. 1203. — Blühend im September 1899). 


Diospyros mespiliformis Hochst. in Pl. Schimp. he Sect. IL. 
. 655, 1243 (1842). 


. 
. 
= 


_ 

4 Unyika: am Ufer des Mbowu-Flusses im Land des en um 
00 m ti. M. (n. 1403. — Blühend im November 1899). 

= Ein 42—45 m hoher Baum, tief verzweigt, mit schwarzer, rissiger Rinde und 
| rundlicher Krone. 

[7 

> Oleaceae (E. Gira). 

4 Linociera urophylla Gilg n. sp.; arbor procera, glabra, cortice laevi 


grisea; foliis lanceolatis, basi in petiolum subelongatum sensim angustatis, 
“apice longissime et acutissime acuminatis vel acutatis, integris, subcoriaceis, 
‘Supra nitidulis, subtus opacis, nervis paucis supra paullo prominentibus, 
tus subinconspicuis; floribus in apice ramorum in paniculas multifloras 
laxifloras dispositis, »albido-flavescentibus« (Gorrze); calyce subcam- 
“panulaceo, margine vix emarginato, sepalis haud evolutis; petalis 4 ob- 
longis vel ovatis, carnosis vel subcarnosis, sub anthesi patentibus; stamini- 
bus 2 crassis sessilibus. 


374 Beitr. z. Fl. v. Afr. XXIL Ber. üb. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. ete, 


»Ein 45—20 m hoher Baum mit geschlossener Krone. Rinde glatt, hellgrau.« 
Blätter mit 1—1,5 cm langem Blattstiel, Spreite 5—8 cm lang, 4,4—4,8 cm breit. 
Blütenrispen im ganzen bis 40 cm lang, die Einzelrispen 4—5 cm lang. Kelchbecher 
etwa 4 mm hoch. Kronblätter 2 mm lang. 

Oberes Kondeland: Umalila, im Walde des Usenga-Berges um 
2000 m (n. 1364. — Blühend im October 1899). 

Eine sehr ausgezeichnete Art, welche allein mit L. Gelgiana Volkens vom Kiliman- 
dscharo verwandt ist und mit derselben zusammen eine besondere Gruppe der Gattung 
bildet, ausgezeichnet durch die reichblütigen endständigen Blütenstände. 

Jasminum abyssinicum R. Br. in Salt. itin. app. 63. 

Eine Liane mit daumenstarkem Stamm, 

Kinga-Gebirge: im Schluchtenwald bei Bulongwa um 2200 m ü. M. 
in. 934. — Blühend im Mai 1899). | 


Loganiaceae (EH, Gite). 


Strychnos unguacha A. Rich. Fl. Abyss. II. 52. 
Var. polyantha Gilg n. var.; foliis 2—3 mm longe petiolatis obo- 

vatis vel late obovatis, apice rotundatis vel plerumque emarginatis, basi 
cuneatis vel rotundato-cuneatis, subcoriaceis, glaberrimis, 5—8 cm longis, 
2,5—5 cm latis, 5-nerviis, nervis lateralibus rarius paullo supra laminae 
basin abeuntibus, plerumque jugo superiore 7—10 mm longe cum nervo 
medio conjuncto, omnibus subaequalibus; floribus virescenti-flavescentibus, 
numerosissimis, in cymas axillares dense fasciculatas subsessiles confertas 
dispositis, pedunculis minimis vel plerumque nullis, pedicellis brevibus; ca- 


lyce glabro, sed margine paullo fimbriato; corolla subelongata. 
»Ein 40—12 m hoher Baum mit breiter, unregelmäßiger Krone.« Blütenstielchen 
2—3 mm lang. Kelch ca. 3 mm hoch. Krone 8 mm lang. 


Unyika: im Buschwald des hügeligen Plateaus bei dem Dorfe Kananda 
um 1500 m ü. M. (n. 1436. — Blühend im November 1899). 


Die beschriebene Pflanze weicht von den bisher bekannten Varietäten von JS, um- 
guacha besonders durch die außerordentlich dichten Blütenbüschel ab, welche oft ganze 
Zweige fast ohne Unterbrechung bedecken, Leider sind Früchte bisher noch nicht be- 
kannt. Ich habe es deshalb vorgezogen, die Pflanze nur als Varietät der über das 
ganze tropische Afrika verbreiteten S. wnguacha zu beschreiben, obgleich ich glaube, 
dass es später nötig sein wird, manche derselben als gesonderte Arten aufzuführen. 

Anthocleista pulcherrima Gilg n. sp.; arbor pulcherrima 10—15 1 
alta, ramis espinosis; foliis sessilibus basi ut videtur non vel vix auricu 
latis, lamina ultra metrali, obovato-lanceolata vel saepius late obovato-ob- 
longa, apice rotundata, basin versus sensim cuneata, membranacea, margine 
levissime erenulata, costa nervisque utrinque valde prominentibus, nervis 
lateralibus utrinque 12—14, venis tenuibus paucis plerumque in nervis 
lateralibus reetangulo-impositis; paniculis terminalibus magnis multifloris — 
thyrsoideis dichasia composita formantibus; prophyllis bracteisque squami 
formibus parvis vel minimis coriaceis; pedicellis 6—9 mm longis crassis, 
articulatis; floribus »albidis, suaveolentibus«, magnis; sepalis 4 suborbicu 


. Bd. 


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A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See ete. ges. Pflanzen. 375 


-laribus, omnibus aequilongis, coriaceis, exterioribus quam interiora mani- 
feste latioribus; corolla quam calyx ultra 5-plo longiore, coriacea, tubo 
subeylindraceo superne manifeste ampliato quam calyx er. 3,5-plo longiore, 
“segmentis 12 oblongis acutiusculis manifeste brevioribus; fructibus ... 
_(immaturis). 

»Ein sehr schöner 10—15 m hoher Baum mit schöner, breiter Krone.« Blatter 
“bis über meterlang, 17—27 cm breit. Blütenstand 35—45 cm lang, davon beträgt der 
Stiel erster Ordnung über 20 cm, die zweiter Ordnung 7—8 cm, die folgenden Dichasien- 
äste werden dann bedeutend kürzer. Die Kelchblätter sind etwa 8 mm im Durchmesser 
sroß. Die Krone ist im ganzen (im trockenen Zustande) 5—5,3 cm lang, davon be- 
trägt die Röhre ca. 3 cm. Die Röhre ist unten ca. 8—9 mm, oben 1,2—4,3 cm dick. 
Die Kronlappen sind ca. 2 cm lang, 1 cm breit. Die Antheren sind etwa 41 cm lang. 
Der Griffel ist über 4 cm lang. Die Narbe ist sehr dick kugelig-kopfig und besitzt 
einen Durchmesser von etwa 4 mm. 

Oberes Kondeland: Umuamba, in Schluchten und an Bachufern, 
auch am Yungururu-See, um 1400 m ü. M. (n. 1313. — Blühend im Oc- 
tober 1899). 

Einheim. Name: mtweta. 

Die prachtvolle neue Art ist allein verwandt mit A. orientalis Gilg, von der sie 

sich jedoch in sehr vielen Punkten, so vor allem in Blatt- und Blütengröße, unter- 


scheidet. 
Abbildung auf Taf. XVII. 


Anbepelasita pulcherrima Gilg. A Blatt, B Blütenstand, C Blüte im Längsschnitt, 
D Blumenkronlappen, # Anthere von der Seite, F' Fruchtknoten im oberen Teil ge- 
schnitten, @ Fruchtknoten im unteren Teil geschnitten, Æ Frucht im Längsschnitt, 
J Fruchtquerschnitt, X Samen, L Samenlängsschnitt. 

Nuxia Goetzeana Gilg n. sp.; arbor elata 15—20 m alta, ramis 
-acutangulis, brunneis, glabris; foliis ternis, breviter petiolatis obovatis, apice 
- plerumque rotundatis vel brevissime apiculatis, rarius acutiusculis, basi 
| cuneatis vel rarius rotundato-cuneatis, subcoriaceis, integerrimis, glaberrimis, 
 utrinque opacis, nervis lateralibus utrinque 40—13 margine inter sese cur- 
-vato-conjunctis venisque densissime reticulatis supra subtusque subaequa- 
liter manifeste prominentibus; inflorescentiis multifloris confertis corymbum 
-semiglobosum subclausum folia superiora paullo superantem formantibus; 
-pedunculis pedicellisque glaberrimis, pedicellis brevibus; floribus pro genere 
-magnis, calyce glabro, in lobos 4 triangulares eciliatos acutos profunde 
ge: petalis lie acutis, dorso sericeo-pilosis; staminibus styloque 
valde exsertis. 

»Ein 45—20 m hoher Baum mit breiter, unregelmäßiger Krone und weißen 
Blüten. « Blattstiel 6—8 mm lang, Blattspreite 55 cm lang, 2—3,3 cm breit. Blüten- 
stielchen nur 1—3 mm lang. Kelch 5—5,5 mm hoch. 
| Kingagebirge: in Schluchten der Yawiri-Berge um 4700 m ii. M. 

(n. 1190. — Blühend im September 1899). — Hierher sind wohl sicher 
“auch zwei von Bucwanan (unter n. 403 u. 282 im Herb. Kew und Berol.) 
-gesammelte Exemplare zu bringen. 


? 


£ Emheim. Name: mgambati. 


Zn D | 


1 


376 Beitr. z. Fl. v. Afr, XXIL Ber. üb. d. bot. Ergebn, d. Nyassa-Sce- u. Kinga-Geb.-Exped. etc. 


Ich hatte die Pflanze erst zu N. congesta R. Br. gezogen, mit welcher sie sicher 
auch verwandt ist. Eine genauere Untersuchung zeigte jedoch, dass man bisher zu 
dieser Art eine Menge von Formen gezogen hatte, welche sehr gut specifisch von ihr 
verschieden sind. Ich werde in kurzem hierauf noch des Näheren zurückkommen. 


N. odorata Gilg n. sp.; arbor 10—15 m alta glabra, ramis junioribus 
brunneo-nigrescentibus acutangulis; foliis ternis, breviter .petiolatis, oblongis 
vel ovali-oblongis, apice acutis, basi cuneatis, coriaceis vel rigide coriaceis, 
integerrimis, glaberrimis, utrinque opacis, nervis lateralibus 7—10 margine 
inter sese curvato-conjunctis venisque densissime reticulatis supra paullo, 
subtus manifeste prominentibus; inflorescentiis multifloris valde confertis — 
corymbum semiglobosum subclausum folia superiora vix excedentem for- 
mantibus; pedunculis pedicellisque brevibus glabris; floribus majusculis, 
calyce glabro in lobos 4 triangulares ciliatos acutos profunde inciso; petalis 
lanceolatis acutis, dorso sericeo-pilosis; staminibus styloque valde exsertis. 

»Ein 40—15 m hoher Baum mit schlanker Krone und weißen, leicht süßlich 


duftenden Blüten. Kelch leicht violett angehaucht.« Blattstiel 2—3 mm lang, Spreite 
5—8 cm lang, 2—3,5 cm breit. Blütenstielchen 4—2 mm lang. Kelch 5 mm hoch. 


Rungwe-Stock: an den südlichen Abhängen in der Bambuszone um 
2500 m ü. M. (n. 1159. — Blühend im August 1899). | 

Die neue Art ist mit N. congesta R. Br. und N. Goetxeana Gilg verwandt, unter- 
scheidet sich aber von beiden außer anderem sofort durch die kurzen, dick lederartigen, 
dicht feinnervigen Blätter. 

N. polyantha Gilg n. sp.; frutex vel arbor glabra, ramis junioribus 
viridescentibus acutangulis; foliis plerumque ternis, rarius oppositis (i. e. 
inferioribus semper ternis, superioribus nonnunquam oppositis), manifeste 
petiolatis, lanceolatis, apice sensim longe acutatis, basin versus cuneatis, 
subcoriaceis, glabris, margine plerumque manifeste denticulatis, rarius sub- 
integris, supra nitidis, subtus opacis, nervis lateralibus 16—18 margine, 
inter sese curvato-conjunctis venisque densissime reticulatis supra subtusque | 
aequaliter manifeste prominulis; floribus in apice ramorum in corymbos 
parvos multifloros densos subplanos dispositis, corymbis in thyrsum ple- 
rumque laxum, saepius densum iterum atque iterum interruptum, folia 
superiora manifeste superantem collectis; pedunculis plerumque subelongatis, 
pedicellis brevibus; floribus parvulis; calyce lobulos 4 parvos aculiusculos 
gerente; petalis anguste lanceolatis, dorso glaberrimis. 

»Ein 2—3 m hoher, geschlossener, aufrecht wachsender Strauch, oder ein Baum- 
strauch oder Baum von 8—40 m Höhe von breitem Wuchs. Blüten weiß.« Blattstiel 


7—A4 mm lang, Spreite 5—8 cm lang, 4,3—2,5 cm breit. Blütenstielchen kaum 4 mm 
lang. Kelch 2,5 mm hoch, 


Nördl. Kingagebirge: Ussangu, auf dem Pikurugwe - Berg, um 
2500 m ü. M, {n. 988. — Blühend im Juni 1899). | 

Livingstone-Gebirge: in der Parklandschaft des unbewohnten Hoch- 
plateaus (n, 1282, — Blühend im September 1899). 

Die neue Art, welche sehr ausgezeichnet ist, zeigt allein Verwandtschaft mit 


N, usambarensis Gilg. 


~ 


A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See ele. ges. Pflanzen. 377 


Buddleia aurantiaco-maculata Gilg n. sp.; frutex 2 m altus, ramis 
manifeste tetragonis, novellis griseo-pilosis, demum glabrescentibus; foliis 
lanceolatis vel anguste-lanceolatis usque lineari-lanceolatis, petiolo brevi 
basi valde auriculato (auriculis persistentibus suborbicularibus stipulis inter- 
petiolaribus simillimis) instructis, lamina basi truncata vel plerumque mani- 
feste cordata apice longissime cuneato-acutata, margine eleganter et manifeste 
crenulata, membranacea, supra glabra et densissime bullata, subtus den- 
sissime griseo-tomentosa, nervis venisque pulcherrime angustissimeque re- 
ticulatis valde prominentibus; thyrsis parce foliatis paniculatis amplis (14— 
26 cm diam.) myrianthis confertis pulcherrimis, cymis singulis plerumque 
subcapitatis; pedicellis brevissimis, griseo-tomentosis; calyce ovato griseo- 
villoso; corolla calycem 4-—5-plo superante, extus griseo-tomentosa, »intus 
aurantiaca« (GOETZE). 

»Ein 2 m hoher, breit buschig wachsender Strauch.« Blätter 5—12 cm lang, 
4—1,3 cm breit, Blattstiel 1—3 mm lang. Blütenstielchen kaum 4 mm lang. Kelch 
etwa 4,5 mm hech, Krone 7 mm lang. 

Usafua: auf Lavaboden an steilen Abhängen des Ngosi- oder Poroto- 
Berges um 2300 m ii. M. (n. 1429. — Blühend im August 1899). 


Die prachtvolle neue Art ist mit B. auriculata Benth. und DB. wsambarensis Gilg 
verwandt, unterscheidet sich jedoch von beiden sehr stark durch die charakteristische 
Gestalt der Blätter und die riesigen Blütenstände. 


Gentianaceae (E. Gite). 


Sebaea pratensis Gilg n. sp.; herba annua humilis simplex caule 
filiformi in inflorescentia tantum ramoso; foliis minimis late ovatis vel 
-ovato-cordatis caulem semiamplectentibus, apice acutis, membranaceis; in- 
florescentia in apice caulis plerumque semel, rarissime bis cymose divisa, 
plerumque 3-flora, rarius 4- vel rarissime 5-flora, pedicellis tenuibus elon- 
gatis; sepalis 5 liberis oblongis acutis dorso valde carinatis; corolla hypo- 
“crateriformi, tubo cylindraceo sepala haud superante loborum !/, longit. 
vix adaequante, lobis 5 late ovalibus acutis; staminibus in sinubus loborum 
insertis, filamentis subelongatis, antheris linearibus basi affixis haud pen- 
dulis, eglandulosis; stylo elongato ecalloso, stigmate cylindrico elongato 
valde papilloso. | 
1 7—10 cm hohes Pflänzchen. Blätter 4—6 mm lang, 3—5 mm breit. Kelchblätter 
5 —7 mm lang, ca. 3 mm breit. Korolle »kanariengelb«, 1,5—1,6 mm lang, davon be- 
trägt die Röhre etwa 5 mm. Kronlappen ca. 4—5 mm breit. 

t Kingagebirge: auf trockenen Wiesen des Ukwama-Berges um 2500 m 
ii. M. (n. 916. — Blühend im Mai 1899). 


Auf den ersten Blick scheinbar verwandt mit S. linearifolia Schinz, aber durch 
die auffallenden Blütenverhältnisse von dieser durchaus verschieden. 


> 
% S. oreophila Gilg n. sp.; herba annua usque 1/, m alta inferne era- 
mosa, superne ramis numerosis erectis florigeris notata, caule , acute qua- 


sf 


378 Beitr, z. Fl.v, Afr. XXIL Ber. ib. d. bot. Ergebn, d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped, ete. 


drangulari; foliis distantibus cordato-orbicularibus, rotundatis, apice non vel 
vix apiculatis, membranaceis; floribus 5-meris in apice caulis ramorumque 
in cymas 10—3-floras subconfertas dispositis, omnibus erectis, pedicellis 
brevibus; sepalis ovato-lanceolatis, acutissimis, dorso vix carinatis; corollae 
tubo sepala aequante circa ovarium subinflato, supra angustato, lobis an- — 
guste obovatis, acutiusculis, inferne sensim manifeste angustatis; staminibus « 
in loborum sinubus insertis, filamentis elongatis, antheris anguste linearibus 
apice glandula minima coronatis; stylo elongato, ecalloso, stigmate parvo 
capitato. 


A—F Sehaea pratensis Gilg. A ganze Pflanze, B Blüte im Längsschnitt, © Kelchblatt 

un Längsschnitt von der Seite gesehen, D Staubblatt, # Narbe, I’ Wruchtknotenquer 

chnitt G—Q) Sebaea oreophila Gilg. @ oberer Teil einer schön entwickelten 

Pflanze, I Blatt von oben gesehen, J Blüte im Längsschnitt, A’ Kelchblatt im Längs- 

chnitt, von der Seite gesehen, J Staubblatt, M Narbe, N Fruchtknotenquerschnitlés 
O Frucht, eben aufspringend, P Samen von der Seite, Q Samen von vorn, 


A, Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See ete. ges. Pflanzen, 379 


Blatter 8—10 mm lang, 8—11 mm breit. Kelchblätter 7 mm lang, 2,5—3 mm 
breit. Kronröhre 7—8 mm lang, Lappen 7—S mm lang, 3—4 mm breit. 
Kingagebirge: auf schattigen Wiesen an Waldrändern des Kinyika- 
Berges, um 2600 m ü. M. (n. 945. — Blühend im Mai 1899). 


Ist nahe verwandt mit S. lezostyla Gilg, unterscheidet sich jedoch von derselben 
durch die lockereren Blütenstände und die bedeutend größeren Blüten. 


Belmontia grandis E. Mey. Comm. Afr. austr. 183. 
Kondeland: Langenburg, an sonnigen Bergabhängen üm 1000 m 
ü. M. (n. 856. — Blühend im April 1899). 
Chironia rubro-coerulea Gilg n. sp.; herba annua usque !/, m alta, 
inferne eramosa, superne ramis nonnullis florigeris notata, ramis erecto- 
“patentibus, saepius iterum ramosis; foliis ovatis vel late ovatis, superioribus 
_ ovato-lanceolatis usque lanceolatis, apice acutis, basi subcordatis, sessilibus, 
-membranaceis; floribus rubro-coeruleis (Gorrze) 5-meris, in apice caulis 
_ ramorumque in cymas laxas paucifloras dispositis, sed cymis omnibus in 
- paniculam amplam multifloram pulchram collectis; sepalis lanceolato-lineari- 
bus, margine membranaceis, dorso subcarinatis, acutissimis, basi anguste 
imbricatis; corollae tubo anguste cylindraceo, sepalis breviore, lobis lanceo- 
“latis, acutissimis; staminibus paullo sub sinubus insertis, filamentis mani- 
feste taeniatis eglandulosis, antheris crassis linearibus valde contortis; 


“ovario oblongo; stylo elongato; stigmate in lobos 2 tenues diviso. 

4 Bis 1}; m hohe Pflanze. Blätter 2—3,5 cm lang, 4,5—2,5 cm breit. Kelchblätter 
“1—8 mm lang, an der Basis 2 mm breit. Krone 4,8 cm lang, davon Tubus 6 mm lang. 
. Lappen 42 mm lang, 4 mm breit. Antheren ca. 4,5 mm lang, sehr stark gedreht. 
- Griffel 9—19 mm lang. 


Usafua: am unteren Abhang des Poroto-Berges, an Bachufern zwischen 
“Gras, um 1800 m ü. M. (n. 4049. — Blühend im Juni 1899). — Sehr 
_ wahrscheinlich gehört hierher auch eine von Wayre auf dem »Nyika- 
“plateauc gesammelte und von Baker handschriftlich als Ch. purpurascens 
bezeichnete Pflanze. 

Die neue Art ist vielleicht verwandt mit Ch. Tysonii Gilg, aber ausgezeichnet 

durch Habitus und Blütenbau. 
| Sweertia curtioides Gilg n. sp.; herba annua, humilis, gracilis, radice 
tenuissima; caule solitario erecto tenui simplice vel rarius superne hinc 
inde ramum florigerum gerente; foliis parvis ovato-lanceolatis distantibus, 
apice acutis vel acutiusculis, sessilibus, membranaceis, glabris; floribus 
—0-meris in apice caulis plerumque in cymam semel, rarius bis furcatam 
 dispositis, cymae ramis hinc inde numerosis subumbellatis, pedicellis quam 
los plerumque 41/,—2-plo longioribus; sepalis ovato-oblongis, apice acutius- 
_culis corollae !/, longit. aequantibus; corollae lobis obovato-oblongis apice 
rotundatis, in parte !/; inf. foveolis 2 fimbriatis instructis; filamentis sepala 
paullo superantibus. 
Die spannhohen Pflänzchen besitzen Blätter von 6—10 mm Länge und 3—4 mm 


Breite (an der Basis). Die Blütenstiele sind 8—17 mm lang. Die Kelchblätter sind 
3—4 mm lang, die Kronblätter ca. 8 mm lang und 4 mm breit, 


380 Beitr. z. Fl.v. Afr. XXI. Ber. ibd. bot. Ergebn, d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. ete, 


Kingagebirge: auf trockenen Wiesen des Ukwama-Berges um 2500 m 
(n. 913. — Blühend im Mai 1899). 


Die neue Art ist verwandt mit Sw. abyssinica Hectisi 


Sw. Welwitschii Engl. in Hochgebirgsfl. d. trop. Afrika 339. 

Kingagebirge: Kirunde-Berge, auf Wiesen an Bergabhängen um 
2000 m {n. 900 und 900°. — Blühend im Mai 1899). 

Nach Gorrze wachsen zwei Formen dieser sehr variablen Art in Menge durch- 
einander. Die eine häufigere Form hat lanzettliche Blätter und weiße Blüten, während 
die andere, seltenere, linealische Blätter und leicht gelbliche Blüten aufweist. Diese letz- 
tere ist mit der von WELwITscH gesammelten Pflanze durchaus identisch. Den Namen " 
Sw. stellarioides Ficalho (Plantas uteis Africa portugueza p. 225 = Adenopogon stella- 
rioides Welw. Synopse p. 27) nehme ich nicht an, da die Pflanze weder von FıcaLno ~ 
noch von WeELwıTscH ausreichend beschrieben wurde. 


nm 


Sw. kilimandscharica Engl. in Hochgebirgsfl. d. trop. Afr. 339. 

Kingagebirge: Ukwama-Berg, auf trockenen Wiesen um 2500 m 
(n. 910. — Blühend im Mai 1899). 

Usafua: Beya-Berg, an‘trockenen Abhängen in kurzem Gras um 
2700 m. 


Blüten weiß, blassblau bis dunkel blauviolett. 


Apocynaceae (K. Scuumann). 


Landolphia ($ Eulandolphia) polyantha K. Schum. in Engl. Bot. 
Jahrb. XXVIL 4 (13. Juli 1900) 71. | 

L. Kirkii Th. Dyer var. genuina Hallier f., Kautschuklianen in Jahrb. 
Hamb. wissensch. Anstalt XVIL 3. Beiheft (Nov. 1900) 74. | 

40—15 m hoch in die Bäume kletternde Liane mit armdickem Stamm. 

Unteres Kondeland: untere Bergabhänge am Nyassa-See bei Langen- 
burg um 500 m (n. 871. — Blühend am 24. April 1899). 

Ich kann mich mit dem erweiterten Artbegriff Harnıen’s gegenüber dieser Art nicht 
in Übereinstimmung erklären. 


L. (§ Dictyophleba) scandens F. Didr.! var. ferruginea Hallier f, 


| 
Luc: p. 80, | 
Unteres Kondeland: Halbinsel Kauda nördlich von Langenburg an | 
Gneisblücken in der Brandung (n. 884. — Blühend am 8. Mai 1899). | 
Liane mit armdickem Stamm, | 

L. ($ Vahea) florida Benth.; Hallier f. + Dad Vs 


Unteres Kondeland: am RE ni it Lane (n. 865, — | 
Blühend am 23. April 4899). 

In die höchsten Bäume schlingende Liane mit sehr starkem Stamm. 

Voacanga obtusa K. Schum, in Nat. Pflanzenf. IV. 2. 149, 

Ein 45—20 m hoher Baum mit breiter Krone und grauer, rissiger Rinde; Frucht 
his kopfgroB. 

Kingagebirge: im Schluchtenwald am Manyanyema-Berg, bei 2100 m 
ii. M, (n, 1207. — Blühend am 114. Sept, 1899). 


_ A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See etc. ges. Pflanzen. 381 


= Carvalhoa macrophylla K. Schum. n. sp.; fruticosa ramis erectis 
strietis florentibus gracilibus teretibus novellis complanatis ipsis glabris; 
foliis brevissime petiolatis, petiolo superne excavato-canaliculato glanduloso, 
ellipticis vel oblongis breviuscule et acutissime acuminatis basi acutis mem- 
pranaceis utrinque glaberrimis basi subvaginatim conjunctis; pannicula oli- 
gantha axillari longiuscule pedunculata glabra; pedicellis modice longis 
bracteis bracteolisque lanceolatis acuminatis; sepalis ovatis acutis minute 
siliolatis, glandulis pluribus interpositis; corolla subcampanulato-infundibuli- 
formi, lobis rotundatis, fauce puberulis; capite stigmatis membranulo de- 


pendente annulato. 

… Der Strauch wird 3—4 m hoch; die blühenden, 20—22 cm langen Zweige sind 
im Grunde 2—3 mm dick, mit gelbgrauer Rinde bekleidet, oben mit grüner Epidermis 
bedeckt. Der Blattstiel ist nicht mehr als 5 mm lang; die Spreite hat eine Länge von 
9—22 cm und in der Mitte eine Breite von 4—9,5 cm, sie wird von 40—16 stärkeren 
beiderseits, aber unterseits stärker vorspringenden Nerven rechts und links von dem 
breit gedrückten und seitlich geränderten Medianus durchzogen und ist getrocknet hell 
abakbraun gefärbt. Der Blütenstiel ist 5—7 cm lang und trägt eine 4—12blütige Rispe mit 
ymösem Ausgange. Die Blütenstielchen sind 5—15 mm lang. Die Kelchblätter messen 
2mm. Die hellgelbe, innen rot gestrichelte Blumenkrone ist 43 mm lang, wovon 
3,5—4 mm auf die Zipfel kommen. Die 3,5 mm über dem Grunde befestigten 3,5 mm 
langen Beutel sind mit den Schwänzen nach außen gebogen. Der Stempel ist 
4 mm lang. 


Oberes Kondeland: Landschaft Uporoto, im Schluchtenwald der 
surumbi-Berge, bei 1700 m ü. M. (n. 4443. -— Blühend im October 1899). 


Die bisher monotypische Gattung Carvalhoa war allein von Beira bekannt. In 
üngster Zeit sind zwei neue Arten hinzugekommen: außer der vorliegenden noch eine 
der früheren in der Beblätterung nicht unähnliche Art aus Usambara, von SCHEFFLER 
gesammelt. C. macrophylla K. Schum. ist durch die sehr großen, getrocknet nicht 
elbgrünen Blätter von anderem Schnitte ganz verschieden. 


4 4 


Asclepiadaceae (K. Schumann). 


PASS te 


Tacazzea floribunda K. Schum. n. sp.; fruticosa alte scandens cau- 
ibus gracilibus novellis complanatis subtomentosis tarde glabratis; foliis 
petiolatis, petiolo puberulo superne applanato glanduligero inferne canalicu- 
ato, oblongis breviter et acute acuminatis basi acutis vel subrotundatis, 
dis minoribus obovatis obtusis et mucronulatis, statu juvenili utrinque pi- 
lulis inspersis demum supra glabratis chartaceis; linea stipulari prominente 
glandulosa obvia; floribus panniculam terminalem atque lateralem expansam 
loribundam efformantibus; rhachide et pedicellis brevibus subtomentosis, 
bracteolis lanceolatis acuminatis; sepalis ovatis acutis ciliolatis; corolla fla- 
ido-viridi altissime in lobos oblongos obtusos divisa; coronae lobis subu- 
atis corolla paulo longioribus glabris; stigmatis capite subconico annullo 
 Subhyalino quinquelobo cincto. 

Die 25—35 cm langen blühenden Zweige sind am Grunde 3—4 mm dick, zuerst 
mit einem graugelben, sehr zarten Filz bekleidet, der zögernd verschwindet und durch 


LEE AE ORT I LOE DYE, 


Ni 


382 Beitr.z. Fl. v. Afr. XXII. Ber. üb. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. etc. 


eine gleichgefärbte Epidermis ersetzt wird. Der Blattstiel ist 4—2,5 cm lang, die 
Spreite der kleineren Blätter ist oft kaum 2 cm lang, der gewöhnlichen ist 4—10 cm 
lang und 2—5,5 cm in der Mitte breit; sie wird von 6—9 beiderseits wie das Venen- 
netz vorspringenden Nerven rechts und links vom Medianus durchzogen. Die Rispe ist 
40—20 cm lang und wie die jungen Zweige behaart. Die Bracteen und Bracteolen sind 
rotbraun; die Stielchen messen etwa 4 cm. Der Kelch hat 1,5 cm Länge. Die Blamen- 
krone ist 5 mm lang. Die Staubblätter messen 2 mm, die Coronazipfel sind 7 mm lang. 

Usafua: im Schluchtenwald des Ngosi- oder Poroto-Berges, um 2200 m 
ü. M. (n. 1289. — Blühend am 25. Sept. 1899). 

Diese Art steht der 7. apiculata Oliv. nahe, von der sie sich aber sogleich durch 
die großen, sehr reichblütigen Inflorescenzen unterscheidet. 


Gomphocarpus paluster K. Schum. in Engl. Bot. Jahrb. XVII. (1893) 
127. — Asclepras palustris Schltr. in Journ. bot. XXXII. (1895) 336. 
Eine spann- bis fußhohe Staude mit einzelnen oder gepaarten bis gedreiten hell- 
braunen, innen weißen, kugelförmigen Knollen. Die Blüten sind außen blassrot bis 
violett, die Spitzen der Blumenblätter weißlich grün. Die Coronazipfel sind braun 
gefärbt. 
Unyika: im Buschwald auf hügeligem Plateau bei dem Dorfe Ka- 
nanda, 1500 m ü. M. {n. 1440. — Blühend am 44. Nov. 1899). 
Die Verbreitung der Art reicht bis Angola; Scorr Ecrior (n. 8670) sammelte sie 
schon auf dem Schire-Hochland. 
G. fruticosus R. Br. Mem. Werner. soc. I. 38. 
Meterhöhe Staude mit weißen Blüten; Coronaschuppen grün mit violettem Anflug. 
Nördl. Kingagebirge: Landschaft Ussangu, in verwildernden Scham- 
ben (n. 980. — Blühend im Mai 1899). 


G. rubicundus (Schlecht.) K. Schum. — Asclepras rubicunda Schltr. 
in Journ. Bot. XXXIIL (1895) 336. 
Eine fußhohe, buschige Staude mit sehr dicker, rübenförmiger, »vielköpfiger« 
Wurzel. Die Blätter sind grün, außen leicht violett überlaufen. Die Coronazipfel sind 
geelbgrün. 
Unyika: Landschaft Umalila, am Uwurungu-Berg, auf grasigen Ab- 
hängen bei 2200 m ü. M. (n. 1456. — Blühend am 18. Nov. 1899). 
Bisher vom Albert Eduard Nyanza und von Budda (Scorr ELLior n, 8088 u. 7443) 


bekannt, 

6. lisianthoides Dene. in Ann. se. nat. II. ser. IX. 325. — G. chi 
ronioides Dene. in P. DC, Prodr. VIII. 562. 

Kine meterhohe Staude mit spindelförmigen Wurzelknollen; Blüten schmutzig‘ 
hellgrün, stark violett überlaufen, | 

Oberes Kondeland: Landschaft Untali, in den Vorbergen des Kivira- 
Thales im Buschwald bei 1400 m ü. M. (n. 4476. — Blühend am 20, Nov, 
1899). 

Ist bis nach Angola verbreitet, 

6. longissimus K. Schum, n, sp.; caulibus solitariis et simplicibus 
radice eylindrieo-inerassata tortuosa, terelibus glabris, superne tantum unis 
fariaım puberulis; foliis brevissime petiolatis elongatissime linearibus, alles 


4 A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See etc. ges. Pflanzen. 383 
nuato-acuminatissimis, basi attenuatis manifeste marginatis margine recur- 
vatis hoc loco scaberulis ceterum utrinque glaberrimis; pannicula elongata 
internodiis magnis; umbellis tri- vel quadrifloris, bracteis bracteolisque 
linearibus parvis; sepalis ovato-oblongis acuminatis, acumine margine in- 
eurvato-ciliolatis; corolla alte in lobos ovatos acutos divisa, gynostegio 
breviter stipitato, coronae lobis suborbicularibus truncatis incurvatis mar- 
ine superiore incrassato-papillosis ; stigmatis capite depresso. 

Der aus der außen gelbgrauen, innen weißen, dieken Wurzel sich erhebende 
Stengel ist über 4 m hoch und am Grunde 5 mm dick, er ist mit gelblicher, unten 
bräunlicher Epidermis bedeckt. Der Blattstiel ist kaum über 4 mm lang, abgeflacht 
und kräftig. Die Spreite ist 45—25 cm lang und auf den größten Teil der Ausdehnung 
7—10 mm breit; die obersten aber werden ganz plötzlich viel kleiner, fast borsten- 
formig. Die äußerst zahlreichen Nerven rechts und links vom kräftigen Medianus 
treten nicht stets sehr deutlich hervor. Die Rispe wird aus 7 Dolden aufgebaut. Der 
Stiel der letzteren ist 1,5—2 cm lang, die Blütenstielchen messen 1,5—2,5 em, sie sind 
einseitig sehr fein behaart. Die Bracteolen sind 5—7 mm lang. Die Kelchblätter, 
zwischen denen die Drüsen fehlen, sind 5 mm lang. Die Blumenkrone hat eine Länge 
yon 12 mm, wovon nur 2 mm auf die Röhre kommen. Das Gynosteg ist 4,5 mm lang. 
Die Coronazipfel messen 7 mm. Das Gynosteg hat eine Länge von 4 mm; der rhom- 
bische, gezähnelte Mittelbandanhang ist 2 mm lang. 


Nyassaland: ohne bestimmten Standort (ohne Nr.). 


Diese Art kann ich nur mit Gomphocarpus glaberrimus Oliv. vergleichen. Sie 
unterscheidet sich aber durch viel lockerer gestaltete, viel längere Blätter, durch stumpfe 
nd gestutzte Coronaschuppen. Von @. truncatus (E. Mey.) Dene., G. expansus (E. Mey.) 
Dene. etc. aus dem Caplande ist sie bei ähnlicher Corona a die Statur und Tracht 
verschieden. 


FEAR TE 


G. chlorojodina K. Schum. n. sp.; caulibus solitariis et simplicibus 
erectis e radice incrassata torulosa, teretibus superne unifariam puberulis; 
foliis brevissime petiolatis anguste linearibus attenuato-acuminatis acutissimis 
basi angustatis marginatis utrinque glaberrimis; pannicula ex umbellis 2—4 
pedunculatis composita, bracteis foliaceis, Hotel parvis; sepalis ovato- 
oblongis acuminatis glaberrimis glandulis geminatis interpositis; corolla alte 
in lobos ellipticos divisa glabra; gynostegio stipitato; corona lobis subellip- 
ticis apice plus minus manifeste quadrilobulatis; connectivo ovato majusculo; 
stigmatis capite depresso. 
+ Der blühende Stengel ist 45-—25 cm hoch und mit braurer, nach oben hin grün- 
licher Epidermis bekleidet. Der Blattstiel ist kaum je über 3 mm lang; die Spreite 
hat eme Länge von 5—410 cm und auf weite Entfernung eine Breite von 2—3,5 mm, 
außer dem Mittelnerven sind Nerven kaum noch sichtbar. Der Doldenstiel ist 4—2 cm 
lang, die Blütenstielchen messen 12—15 mm. Die Kelchblätter sind 6 mm lang. Die 
ganze Blumenkrone misst 2,2 cm, wovon 2 mm auf die Röhre kommen; die Zipfel sind 
gelbgrün und werden nach dem Ende hin violett. Die gelblichweißen Coronazipfel sind 
7 mm lang. Das Gynosteg misst 2,5 mm, die Mittelbandanhängsel sind 3 mm lang. 
_. Unyika: Landschaft Umalila, auf rasigen Abhängen am Mpesu-Berg, 
2000 m ii. M. (n. 1360. — Blühend am 22. Oct. 1899). 


a Namentlich die Form der Coronazipfel ist fir diese Art sehr charakteristisch, 


384 Beitr.z. Fi. v. Afr. XXII. Ber. üb. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb,-Exped. ete. 


Schizoglossum alpestre K. Schum. n. sp.; caulibus pluribus sim- 
plicibus e radice incrassata humilibus complanatis superius unifariam pube 
rulis; foliis subsessilibus vel brevissime petiolatis angustissime linearibus 
attenuato-acuminatis basi angustatis marginatis utrinque glabris; pannicul 
ex umbellis 2—-4 pedunculatis tri- ad decemfloris composita; bracteis folia- 
ceis, bracteolis linearibus parvis; sepalis lanceolatis acuminatis extus pube- 
rulis; corolla altissime in lobos oblongos acutos divisa; gynostegio sessili; 
coronae lobis basi dilatatis vix lobulatis, appendicula horizontali ornatisi 
stigmatis capite applanato. 


Die zahlreichen (oft an 15) Stengel aus einer Grundachse sind 5—10 em lang, sie 
sind mit grüner Epidermis bekleidet und oben sehr fein grau behaart. Der Blattstiel 
ist kaum länger als 2 mm, die Spreite hat eine Länge von 2,5—5 cm und auf die 
größte Ausdehnung hin eine Breite von nur 2 mm. Der Stiel der Dolde ist 2—4 cm 
lang; die Blütenstielchen messen 4 cm, beide sind dichter grau behaart als der Stengel. 
Die Kelchblätter sind 4 mm lang. Die ganze Blumenkrone hat eine Länge von 6 mm, 
wovon 4 mm auf die Röhre kommen, sie ist weiß. Das Gynosteg ist 4 mm lang; die 
violetten Coronazipfel messen 5 mm. Der Connectivanhang ist nur 4,2 mm lang. 


Kingagebirge: auf rasigen Abhängen am Yawuaege-Berge bei 2500 
ii. M. (n. 1234. — Blühend am 13. Sept. 1899). 


Sch. scyphostigma K. Schum. n. sp.; herba perennis caulibus erectis 
strietis simplicibus teretibus puberulis praesertim infra nodos tarde gla 
bratis; foliis breviter petiolatis, petiolo supra sulcatis puberulis, oblongo- 
lanceolatis acutis basi rotundatis utrinque at supra densius et subappresse 
puberulis, margine scabridis concoloribus; umbella terminali multiflora pe- 
dunculata laterali solitaria aucta; floribus pedicellatis, pedunculo ut pedi 
celli puberulo; sepalis lanceolatis acuminatis; corollae lobis oblongis acutis 
extus minulissime pilosulis; coronae lobis linearibus apice trilobulatis basi 
dilatatis bidentatis et corniculis binis divaricantibus ornatis; capite stigmatis 
subcupulari quinquelobato. 

Die blühenden Stengel sind 40—90 cm lang und am Grunde 2—3,5 mm dick, sie 
sind oben grau behaart und unten mit brauner Rinde bekleidet. Der Blattstiel wird 
nieht über 4 mm lang; die Spreite ist 2,5—9 em lang und unterhalb der Mitte 0,7 
2 em breit; sie wird von 7-40 stärkeren, beiderseits fast gleich kräftig vorspringenden 
Nerven rechts und links vom Medianus durchzogen. 8—12 Blüten setzen die 1,5—2 em 
lang gestielte Dolde zusammen: die Blütenstielchen sind 4—14,5 em lang und grau bee 
haart. Die hellgrünen Kelehblätter sind 7 mm lang. Die rein weiß, nach den Spitzen 
hin leicht violett überlaufenen Blumenkronenzipfel sind 42 mm lang. Das Gynosteg ist 
2 mm lang; die Connectivzipfel sind lang zugespitzt und ebenso lang. Der Griffelkopl 
ist 2 mm hoch, 

Livingstone-Gebirge: am Yawulanda-Berge auf unbewaldeten Abs 
hängen, bei 1800 m ü. M. (n. 850, — Blühend im April 1899). 

Kinheim. Name: muhungu. 

Diese Art gehört in die Verwdndtschaft von Seh. Goelxed K, Schum, und Seh. eximium 
Schltr.) K. Schum., weicht aber von beiden durch die Gestalt der sehr verlängert 


dreiziplligen Goronazipfel ab, 


A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See ete. ges. Pflanzen. 385 


Calotropis procera (L.) R. Br. in Ait. Hort. Kew. IL 78. 

Ein 2 m hoher Strauch mit abwechselnden Blättern, die wie die Stengel in der 
i Jugend weiß wollig sind. Die Blüten sind weiß, die Zipfel der Blumenkrone innen 
violett, wie die Coronazipfel. 

Rukwa-See: Landschaft Umanda, bei dem Dorfe Manda, auf san- 


digem Schwemmland, 800 m ü. M. (n. 1105. — Blühend im Juli 1899). 


| 2 
1 


…  Pentarrhinum insipidum E. Mey. Comm. pl. afr. austr. 199. 
Eine schlingende Staude, die über das niedrige Unterholz hinkriecht. Die Blumen- 
blätter sind grün, braunviolett geadert; die Coronazipfel sind weiß. 


Kingagebirge: bei Balangwa, in Lichtungen des Schluchtenwaldes, 
2200 m ii. M. (n. 935. — Blühend im Mai 1899). 


Gymnema silvestre (Willd.) R. Br. in Mem. Werner. soc. I. 33. 
Liane mit meist daumstarkem Stamm, nicht behaart, mit gelben Blüten. 
‚Kondeland: Langenburg, Bergabhang am See, bei 500 m ü. M. 
(n. 863. — Blühend im April 1899). 


Ceropegia dichroantha K. Schum. n. sp.; herba perennis erecta, 
radicibus fasciculatis carnosis, caulibus erectis simplicibus teretibus superne 
complanatis puberulis tarde glabrescentibus; foliis breviter petiolatis, petiolo 
supra sulcato, ovato-lanceolatis vel oblongo-ovatis acutis basi rotundatis, 
utringue puberulis concoloribus herbaceis; floribus geminatis pedunculatis 
et pedicellatis, bracteis bracteolisque linearibus; sepalis anguste subulatis 
puberulis, glandulis solitariis alternantibus; corolla clavato-tubulosa, laciniis 
longe connatis, extus minute pilosula intus glabra; corona lobis linearibus, 
exterioris apice subdilatatis, interioris angustioribus; stigmatis capite vix 
elevato. 
Die Staude wird bis 50 cm hoch und ist mit einer kurzen, grauen Behaarung be- 
kleidet, die nach unten hin stärker wird. Der Blattstiel ist 4—3 mm lang und ebenso 
bekleidet; die Spreite ist 1,5—5,5 cm lang und unterhalb der Mitte 0,4—3,5 cm breit; 
Sie wird von 3, höchstens 4 stärkeren, beiderseits gleichmäßig vorspringenden Nerven 
rechts und links vom Medianus durchzogen, von denen das unterste Paar genähert ist. 
 Blutenstiel und -stielchen sind etwa 1 cm lang. Die Kelchblätter messen 0,8 cm. Die 
Blumenkrone ist im ganzen 6,5 cm lang, wovon 2 cm auf die Zipfel kommen; sie ist 
außen dunkelrotviolett, innen bis zur Hälfte der Zipfel gelb. Das ganze Gynostegium 
3,5 mm hoch; die äußeren Zipfel messen 2 mm, die inneren 2 mm, das Connectiv 
. 4 mm. 
Kondeland: am Ukangu-Berge, bei Langenburg, an Bergabhängen 
“(n. 839. — Blühend im April 1899). 
Einheim. Name: gunderumili. 
Anm. 4. Unter den aufrecht wachsenden Staudenarten der Gattung ist diese 
durch die Blütenfarbe vortrefflich verschieden. 
_ Anm. 2. Unter n. 857 hat Gogrze noch eine Liane mit sehr großen, herzförmigen 
Blättern ohne Blüten eingesandt. Sie führt den Namen luhende und wird in der 
“laser zu Gespinstmaterial verwendet. Die gekaute Wurzel liefert eine Arznei gegen 
ubonen. Eine Bestimmung ist wegen des mangelhaften Materiales nicht möglich; ich 
nöchte aber vermuten, dass die Pflanze zu den Periplocoideae gehört. 


. Botanische Jahrbücher. XXX. Ba. 25 


386 Beitr. z.Fl.v. Afr. XXIT. Ber. ib. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. etc. 


Convolvulaceae (H. HALLIER). 


Merremia pinnata Hallier f. in Engl. Bot. Jahrb. XVI. (1893) 552 
et XVIII. (1893) 146. 

Unteres Kondeland: sandige, nicht überschwemmte Teile der Gras- 
steppe in der Nähe des Sees bei der Lufiriomündung, um 500 m ü. M. 
(n. 877. — In Blüte und Frucht am 26. April 1899). 


4—2 m weit auf dem Boden hinkriechende Pflanze mit dünner, rübenförmiger 
Wurzel, einzeln an Gräsern hochwindend; Blüten weiß; Kelchblätter und junge Blätter 
leicht milchend. 


M. pterygocaulos Hallier f. ll. ec. p. 552 et 113. — Ipomoea qua- 
drangularis Bo}.! in DC. Prodr. IX. (1845) 387. 

Kondeland: Umuamba, am Ufer des Kivira-Flusses, um 1000 m ü. M. 
(n. 1338. — Blühend am 17. Oct. 1899). 


Schlingstaude mit langem, im Cambium leicht milchendem Rhizom; Blüten weiß, 
im Schlunde rotviolett. 


* Astrochlaena Stuhlmannii U. Dammer ms.; herba stricte erecta, 
habitu Althaeae, indumento stellato verbascoideo; caulis simplex, crassus, 
teres, sicut petioli pedunculique indumento denso ochraceo floccosus; petioli 
breviores longioresve, non cum pedunculis concaulescentes, sat robusti; 
foliorum laminae ovatae vel cordatae, obtusiusculae vel subacutae, integrae 
vel a= conspicue repando-dentatae, herbaceae, supra triste virides, pilis 
sparsis stellatis punctatae vel densius tomentellae, in nervis (pinnatim dis- 


positis) dense ochraceo-tomentellae, subtus dense cinereo-tomentosae, nervis 
venisque (clathratis) ochraceo-tomentosis; pedunculi axillares, solitarii, sat 
robusti, rigidi, patule erecti, petiolis longiores, corymbose pluriflori, supremi 
in corymbum communem collecti; bracteae bracteolaeque parvae, cymbi- 
formes, submembranaceae; pedicelli breves, subumbellati, subclavati, cap- 
sulares quoque stricte erecli; sepala parva, ovata, obtusa, extus cinereo- 
tomentosa, medio dorso subcarinata, herbacea, exteriora 3 majora; corolla 
calyce quintuplo Jongior, late infundibularis, subintegra, glabra, tubo satu-_ 
rate, limbo pallidius purpureo, fascia quavis mesopetala nervis duobus late 
ralibus validioribus et uno intermedio tenuiore lineata; genitalia ‚ee 
filamenta 5 inaequilonga, basin versus sensim dilatata et pubescentia; ans 
therae vitellinae, sagittatae, introrsae; pollinis granula ut in Ipomoeis: 
globosa, undique porosa et spinosa; discus annularis; germen glabrumss 
stylus filiformis, stamina Jongiora adaequans; stigmata 2 (sicca certe) & 
lateribus compressa, iis A. tubiflorae Mallier f. similia, sed magis obliques 
obtruncata, hemirhombea; capsula globosa, apiculata, fusca, glabra, 4-valvis, 
2-locularis, 4-sperma; semina nigra, subvelutino-papillosa. x 

Steif aufrechte, anscheinend unverzweigte, meterhohe Stauden von Malvaceens 
tracht. Der kräftige, bis 8 mm dicke Stengel trägt in Abständen von A—5 cm auf | 
1,—3'/, cm langen, dicken Stielen Blätter von wechselnder Form und Behaarung, 
deren Spreite 42 em Länge und 8 em Breite erreicht, Die kräftigen, achselständigen, 


“ee, 


_ A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See etc. ges. Pflanzen. 387 


‚steif aufrechten Blütenstiele werden bis 5 cm lang. Die früh abfallenden Bracteen 
werden nur 4 mm lang und 3 mm breit. Die !/,—1 cm langen Blütenstielchen stehen 
“auch noch zur Fruchtzeit steif aufrecht. Die äußeren Kelchblätter sind 4 cm lang und 
etwa 13 cm breit, während die Blumenkrone 4 cm Länge und 5 cm Breite erreicht. 
… Die Kapsel hat einen Durchmesser von etwa 8 mm. 

…  Sansibarküstengebiet: Ukwere, im Buschwald der Jurazone bei 
Kissemo, 50 m ii. M. (Sruntmann n. 8383. — In Blüte und Frucht im Juli 
1894). 

Uluguru: Vorhügel von Tunungüo, am Wasser, 160 m ii. M. (Srunt- 

MANN n. 8683. — Blühend am 12. Oct. 1894. — »Blüte dunkelviolett«), 
Hügelland östlich Mtondwe, in feuchtem Thal 400 m ü. M. (StunLmann 
n. 8279. — Blühend im Juli 1894), auf schwarzem Boden der Flussniederung 
bei Mikumi am Ruhembe, um 500 m ii. M. (Gorrze n. 393. — Blühend am 
25. Dec. 1898. — »Meterhohe Staude mit helllila Blüten, Schlund dunkler 
abschattiert«). 


Einheim. Name: kitumi (im Kirufidji-Dialect); mssäm’h wi (beiMtondwe). 
Von der nächstverwandten A. Engleriana Dammer unterscheidet sich diese Art 
durch ihren meist kräftigeren, steif aufrechten, unverzweigten Stengel und dessen 
gröbere, mehr flockige Behaarung, durch ihre dichteren, mehr doldenartigen Blüten- 
-stände, durch die kürzeren, auch während der Fruchtreife noch steif aufgerichteten 
Blütenstielchen und durch ihre größeren Kelche. Das Original zu Daumer’s Manuscript- 
namen ist STUHLMANN n. 8683; ihm kommt auch n. 8383 ziemlich nahe und beide Exem- 
plare erinnern in der Tracht einigermaßen an Urena; viel kräftiger und durch am 
Grunde fast breit keilförmige, in den beiden oberen Dritteln ausgeschweift - gelappte 
Blätter ausgezeichnet ist STUHLMANN n. 8279, die sich besser mit Althaea vergleichen 
lässt; die Exemplare von GorTzE endlich gleichen durch ihre länger gestielten, deutlich 
herzförmigen und nur schwach ausgeschweiften Blätter mehr der Physalis perurian«. 
"Trotz dieser Verschiedenheiten sind offenbar alle die erwähnten Exemplare nur An- 
‚gehörige der nämlichen Art. Eine befriedigende Abgrenzung der Arten dieser kleinen 
“polymorphen Gattung wird sich übrigens erst nach Eingang umfangreicherer Materialien 
‚erzielen lassen. 


Ipomoea (§ Pharbitis) involucrata P. Beauv.; Hallier f. in Engl. 


Bot. Jahrb. XVII. (1893) 135, var. 
P Schlingstaude mit verholzenden Trieben, diese bis bleistiftstark, mehrere Meter 
lang; ganze Pflanze stark behaart; Blüten weiß, innen blassviolett. 


£ Rungwe-Stock: Abhänge des Kalenga-lenga-Berges, um 1700 m 
“ü. M. (n. 1139. — Blühend am 9. Aug. 1899). 

| Kingagebirge: Waldlichtungen des Bulongwa-Berges, um 2200 m ü. M. 
(n. 1202. — In Blüte und Frucht am 10. Sept. 1899). 


L Sehr nahe verwandt mit I. operosa Wright, welche ebenfalls nur eine Varietät der 
I. involuerata ist. 


*]. ($ Eriospermum) macrosiphon Hallier f. n. sp.; frutex grandis, 
subvolubilis, heterocladus, subglaber; rami lignosi, teretes, glabri, alii ro- 
bustiores elongati propendentes defoliati, alii (ex illis nati) tenuiores breves 
recti foliosi et florigeri thyrsoidei; falia novella subtus secus nervos ve- 
nasque albolanata, adulta glabra, petiolo tenui longissimo Jaminam aequante 


25* 


388 Beitr. z. Fl.v. Afr. XXII. Ber. ib. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. etc. 


vel superante, lamina late ovato-subcordata basi subtruncata apice subito 
in acumen parvum acutissimum contracta margine obsolete repando-dentata 
membranacea viridi opaca subtus pallidiore pinninervi clathrato-venosa, 
nervo mediano subtus complanato-dilatato, lateralibus utrinsecus 10—12 
sat densis strictis patulis margine arcuatim anastomosantibus tenuibus subtus 
prominulis; pedunculi axillares, solitarii, uniflori, breves, stricte erecti, 
lignescentes, angulosi; bracteae 2 oppositae, magnae, membranaceae, cu-. 
cullato-spathulatae, calycem juvenilem omnino involucrantes, nervosae, sub- 
fuscae, margine superiore albo-puberulae, mox deciduae; pedicellus pedun- 
culo brevior, subclavatus, sicut pedunculus glaber; sepala 5 subaequalia, 
oblonga, obtusa vel emarginata, pedicello longiora, coriacea, fusca, extus 
pube minuta cinerea afflata; corolla maxima, alba, e tubo amplo longo 
cylindrico intra calycem contracto anguste infundibularis, juvenilis extus" 
secus fascias mesopetalas (9-nerves) albo-tomentella; genitalia tubo breviora; 
antherae longae, lineares; stigmata 2 globosa. 

An den überhängenden blattlosen, 5—6 mm dicken Langtrieben dieses kräftigen, 
bis 2 m hoch windenden Kletterstrauches stehen in 4—8 cm langen Abständen die 
4—3 dm langen, beblätterten und blütentragenden, thyrsusartigen, nur 2—3 mm dicken 
Kurztriebe. Die schlanken Blattstiele erreichen eine Länge von 44 cm, während die 
Spreiten die gleiche Länge und 8 cm Breite erreichen. Der eigentliche Blütenstiel ist 
41/,—21/) cm lang, während das Blütenstielchen 4 cm Länge nur selten überschreitet, 
Die allmählich in einen kurzen Nagel verschmälerten Bracteen sind über 21/, cm lang 
und über 4 cm breit. Die Kelchblätter messen 22 mm in der Länge bei 4 cm Breite, 
Die Gesamtlänge der trompetenförmigen Blumenkrone beträgt 42 cm, wovon etwa 8 cm. 
auf die 42—13 mm dicke, nur innerhalb des Kelches enger werdende Röhre und etwa 
4 cm auf den gegen 6 cm breiten Kronensaum entfallen. An der Knospe sind die 
40 Seitennerven der 5 Kronenstreifen außen weißwollig behaart. Die in der Kronröhre 
eingeschlossenen Geschlechtsorgane werden nicht über 8 cm lang und die 44 mm langen 
Antheren werden vom Griffel nur wenig überragt. 

Uhehe: Iringa, Kilima-Plateau, in lichtem Busch auf grauem Laterit 
des hügeligen Plateaus, um 1600 m ii. M. (n. 655. — Blühend am 24. Febr. 
1899). 

Einheim. Name: gandarongo. 

Eine nahe Verwandte von I. Grantii Oliv. (incl. Emini Hallier f.), I. albivenia 
Don, I. verbaseoidea Choisy, I. Bakeri Britten, I. Buchneri Peter, I. macrocalyx Hallier f,, 
I. bullata Oliv., I. marmorata Britten et Rendle, I. lapidosa Vatke und I. longituba 
Hallier f, In der Form und Größe des Kelches und der Blumenkrone stimmt sie fast 
mit J. Buchner‘ überein. In der Tracht und der Blattform hingegen nähert sie sich 
mehr der J. lapidosa und der I. longituba. Non I. marmorata unterscheidet sie sich 
unter anderem durch ihre erheblich dickere Kronröhre. 

*]1. ($ Eriospermum) lilacina Bl.; Hallier f, in Durand et de Wildems 
Matér. flore du Congo II, Bull. Soc, r. bot. Belg. XXXVII 1. (1898). 100. 

Kissaki-Steppe: am Rufidji, auf sandigem, humosem Boden des 
Überschwernmungsgebietes, 250 m ti. M. (n. 76. — Blühend am 5. Nov, 
1898). 


Kinheim. Name: mtomborombo 


a 


a A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See ete. ges. Pflanzen. 389 


Borraginaceae (M. Girke). 

Heliotropium supinum L. Spec. pl. ed. 4. (1753) 130. 

Am Rukwa-See: Uanda, im trockenen Becken des Sees, um 800 m 

ii. M. (n. 1408. — Blühend im Juli 1899). 
' Trichodesma glabrescens Gürke n. sp.; caule glabro; foliis sessilibus, 
late-lanceolatis vel rarius oblongis, margine integris, apice ner vel 
-acutis, utrinque glabris; bracteis linearibus; floribus longissime pedunculatis ; 
calyce fere ad basin 5-partito, glabro, lobis late lanceolatis, longe acumi- 
“natis; corollae lobis late-deltoideis, mucronatis; antheris dorso villosis, longe 
acuminatis, apice contortis. 

Eine bis 50 cm hohe, buschige Staude. Die Stengel sind mit ziemlich stark 
_hervortretenden Längsrippen versehen und völlig kahl und rötlich. Die gegenständigen 
Blätter sind ungestielt, meist breit-lanzettlich, 3—4mal so lang als breit, seltener 
Jänglich und nur 2mal so lang als breit, bis 6 cm lang und bis 2 cm breit, nach dem 
Grunde zu verschmälert, ganzrandig, meist allmählich zugespitzt, seltener in eine kürzere, 
aber deutliche Spitze plötzlich verschmälert, von derb-krautiger Consistenz, auf beiden 
Seiten mit flachen, runden Kalkschülferchen besetzt, am Rande spärlich mit anliegenden 
Haaren versehen, im übrigen völlig kahl. Die Blütenstände sind lockere, weit aus- 
einander gebreitete Wickel, deren Achsen völlig unbehaart sind. Die Bracteen, in 
‘deren Achseln die Einzelblüten entspringen, sind ungestielt, linealisch, spitz, kahl, 1—2 cm 
“lang und 1—2 mm breit; die oberen meist kürzer als 4 cm und dünn fadenförmig. Die 
lüten sind 4—2 cm lang gestielt. Der Kelch ist weit glockenförmig, fast bis auf 
den Grund 5teilig, kahl und außen leicht violett gefärbt; die Zipfel sind breit-lanzettlich, 
am Grunde sich gegenseitig etwas deckend, lang zugespitzt, zur Blütezeit bis 47 mm 
“lang und bis 8 mm breit (zur Fruchtzeit wie bei den meisten Arten der Gattung wahr- 
‘scheinlich vergrößert). Die Blumenkrone ist weiß, innen mit 5 braunen, länglichen 
Flecken versehen und 18—-23 mm lang; die Zipfel sind breit-dreieckig, etwa 6—7 mm 
lang und 12—14 mm breit, in eine deutliche und scharf abgesetzte Spitze endigend. 
Die Staubgefäße besitzen 2 mm lange, ziemlich breite Staubfäden; die Antheren sind 
1—12 mm lang, sehr lang zugespitzt, auf dem Rücken wollig behaart; an der Spitze 
sind sie nur wenig gedreht. Der Griffel ist 12 mm lang, fadenförmig, mit sehr kleiner, 
kugeliger Narbe. 

Kingagebirge: an flachen, rasigen, nach Norden gelegenen Abhängen 
des Lipanye-Rückens in Ussangu, um 2200 m ü. M. (n. 1267. — Blühend 
im September 1899). 

Die Pflanze liegt nur in Blüten, nicht aber mit Früchten vor; es ist also zur Zeit 
“noch nicht möglich, die Art einer der vier, nach der Form der Früchte unterschiedenen 
Sectionen anzugliedern. Habituell hat sie am meisten Ähnlichkeit mit T. physaloides 
(Fenzl) DC., und es ist auch wahrscheinlich, dass sie derselben Gruppe, nämlich der 
Sect. Friedrichsthalia, angehören wird. Von der genannten Art unterscheidet sie sich 
“durch die fehlende Behaarung, die schmäleren, sich nicht so stark deckenden Kelch- 
Zipfel und durch die schwächer behaarten Antheren. 

j T. physaloides (Fenzl) DC. Prodr. X. (1846) 173. | 
_ Unyika: im Buschwald bei Msangawares Dorf (n. 1398. — Blühend 
im October 1899). | 

Eine fuBhohe buschige Staude, die Blumenkrone weiß bis blassblau, innen mit 

5 braunen Flecken. 


390 Beitr. z. Fl.v. Afr. XXI. Ber. üb. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. ete. 


Cynoglossum micranthum Desf. Tabl. ed. 4. 220. 
Oberes Kondeland: Usafua, an Bachufern am Ngosi- oder Poroto- 
Berge, um 2300 m ü. M. (n. 1132. — Blühend im August 1899). 
Lithospermum officinale L. Sp. pl. ed. 4 (1753) 20. 
Kingagebirge: im Schluchtenwald und auf Waldlichtungen des Ki- 
nyika-Berges, um 2600 m ii. M. (n. 944. — Blühend im Mai 1899). 


Verbenaceae (M. GürkE). 


Vitex Cienkowskii Kotschy et Peyr. Pl. Tinn. (1867) 27, tab. 12. 
— V. paludosa Vatke in Linnaea XLIIL (1882) 534. 

Unyika: im Buschwald bei Msangawares: Dorf, um 1500 m ü. M. 
(n. 1397. — Blühend im October 1899). 

Einheim. Name: ipunungu. | 

Ein 12—15 m hoher Baum mit breiter, unregelmäßiger Krone und grauer, glatter 
Rinde; die Blumenkrone ist weiß, die Lippe hellblau, nach dem Schlunde zu gelb. Die 
Früchte werden von den Eingeborenen gegessen. 

Kalaharia spinescens (Oliv.) Gürke in Engler, Pflanzenw. Ostafr. C. 
(1895) 340. “34 

Rukwa-See, Ubungu, auf sandigem Boden, um 800 m ii. M. (n. 1098. 
— Blühend im Juli 1899). | 

Eine meterhohe, sparrig wachsende, einjährige Pflanze mit rückwärts gebogenen 
Dornen; die Blumenkrone ist ziegelrot, nach dem Schlunde zu orangefarben. d 

Clerodendron robustum Klotzsch in Peters Mossamb. I. 259. 

Ubena: Wiesen auf welligem Plateau bei Makatau, um 1750 m ii, M. 
(n. 770. — Blühend im März 1899). 

Einheim. Name: togolowonte. 

Ein bis 2 m hoher, knüppelig wachsender Strauch mit schwach duftenden, weißen, 
außen violett behaarten Blüten und violettem Kelch. 

Cl. pusillum Gürke n. sp.; fruticulus caulibus brevissimis; foliis ob 
longis vel lanceolato-oblongis, brevissime petiolatis, margine integris, apice 
aculis, ulrinque pubescentibus; inflorescentia terminali capituliformi; brac- 
teolis linearibus; floribus brevissime peduneulatis; calyce infundibuliformi, 
fere ad medium 5-lobo, lobis deltoideis acutis; corolla extus pubescente, 
tubo maximo A40-plo longiore quam calyx, 5-partito, lobis rotundatis; filas 
mentis styloque e tubo longe exsertis. 

Die Pflanze besitzt eine dicke, holzige, meist kriechende Wurzel, aus welcher sich 
mehrere flaumig behaarte Stengel von A,5 cm Höhe erheben. Die gegenständigen 
Blätter sind lanzettlich oder länglich-lanzettlich, 2—3 mm lang gestielt, 15—18 mm 
lang, 7—8 mm breit, am Grunde in den Blattstiel verschmälert, ganzrandig, spitz, von 
Consistenz krautig und auf beiden Seiten spärlich, besonders lings des Mittelnerves und 
der Hauptadern, flaumig-behaart; am Ende des Stengels sind sie dichtgedrängt, wobe 
‘ie ein wenig an Größe abnehmen, und tragen in ihren Achseln die Blüten; auf diese 
Weise entsteht ein endständiger, 3—7-blütiger, kopfförmiger Blütenstand. Die beiden 
Vorblätter sind linealisch, ungestielt, 5—7 mm lang, kaum 4 mm breit, ganzrandig, 
stumpf, fein flaumig behaart, Der Kelch ist 4—3 mm lang gestielt, trichterförmig; 


. 4 


es 


A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See ete. ges. Pflanzen. 391 


9—44 mm lang, außen fein behaart, krautig, fast bis zur Hälfte 5-lappig; die Zipfel sind 
schmal-dreieckig, 4—5 mm lang, an ihrem Grunde 3 mm breit, spitz oder auch ein 
wenig zugespitzt, mit einer nach außen stark hervortretenden Mittelrippe, welche sich 
bis zum Grunde des Kelches noch verstärkt, so dass der ganze Kelch außen 5-kiclig 
erscheint. Die Blumenkrone ist. weiß, außen fein flaumig behaart; ihre Röhre ist 
40—11 cm lang; die 5 Zipfel sind breit-verkehrt-eiförmig, fast kreisrund, nach unten zu 
etwas verschmälert, 10 mm lang. Die in der Knospenlage eingerollten violetten Staub - 
fäden ragen 3—4 cm aus dem Schlunde der Blumenkrone hervor; ebenso lang ragt 
der Griffel hervor, welcher im ganzen eine Länge von 14—15 cm besitzt. 

Unyika: im Buschwald bei Msangawares Dorf, um 1500 m ü. M. 


(n. 1393. — Blühend im October 1899). 

Die Art ist sehr ausgezeichnet; sie gehört zur Sect. Æuclerodendron und zwar zu 
derjenigen Gruppe von Arten, welche sich an Cl. capitatum Schum. et Thonn. an- 
schließen und durch den kopfförmigen Blütenstand, sowie die außerordentlich lange 
Blumenkronenröhre charakterisiert sind. Von allen diesen Arten aber ist die vorliegende 
ausgezeichnet durch den niedrigen Wuchs; es ist eine federkieldicke, holzige, kriechende 
Wurzel vorhanden, die aber nur wenige Centimeter hohe Stengel hervorbringt, so dass 
die Blüten mit ihren ungeheuer langen Kronenröhren den Hauptteil der oberirdischen 
Pflanze ausmachen. 


Cl. Johnstoni Oliv. in Transact. Linn. Soc. Ser. II. Vol. I. 346. 
Kingagebirge: im Wald am Kirunde-Berg, um 2000 m ü. M. (n. 905. 
— Blühend im Mai 1899). 


"a Eine Liane mit armstarkem Stamm; die jungen Zweige und Blattrippen sind braun 


behaart; die Blüten sind weiß. 


CL. discolor var. pluriflorum Gürke n. var.; foliis minoribus parcius 
pilosis; inflorescentia maxima multiflora. 

Ein meterhoher, buschiger Halbstrauch; Blumenblätter blassblau, die Unterlippe 
dunkler; der Schlund mit violetten Haaren besetzt. 

Unyika: im Buschwald auf hiigeligem Plateau beim Dorfe Kananda, 


“um 1500 m ü. M. (n. 1437. — Blühend im November 1899). 


Die Pflanze ist habituell von der gewöhnlichen Form, in der Cl. discolor auftritt, 
recht verschieden. Die Behaarung ist im allgemeinen eine schwächere, die Blätter sind 


_ verhältnismäßig klein und der mehr als 30 cm lange Blütenstand ist sehr reich- 


blütig. Jedoch scheinen die Blütenmerkmale in keiner Weise von denen des Cl. discolor 
abzuweichen und auch die übrigen hervorgehobenen Merkmale sind weniger ausgeprägt 
auch bei anderen Exemplaren von Ci. discolor vorhanden. Die vorliegende Form bildet 
in mancher Beziehung, besonders durch die schwächere Behaarung, einen Übergang zu 
Cl. myricoides R. Br., wie ja zwischen den beiden Arten überhaupt intermediäre Formen 
vorhanden sind; Baker in Fl. of trop. Afr. V. 310 hat deshalb auch Cl. discolor als 
Varietät zu C. myricoides gezogen, welche Art außerordentlich variabel ist, wie ich 


_ schon in diesen Jahrb. XXVIII. 298 gezeigt habe. 


Labiatae (M. Gürke). 


Teuerium Goetzei Gürke n. sp.; cauli erecto, subtomentoso ; foliis 
“breviter petiolatis, ovatis, basi attenuatis, margine crenato-serratis, apice 
acutiusculis, utrinque scabriusculis; spicastris simplicibus, axillaribus; brac- 
“teis lanceolato-ovatis, acutis; verticillastris 2-floris; floribus longiuscule 


<> 


392 Beitr. z. Fl. v. Afr. XXI. Ber. üb. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See-u. Kinga-Geb.-Exped. ete. 


pedunculatis; calyce campanulato, subtomentoso, labio superiore semiorbicu- 
lari, acuto, labii inferiori dentibus lateralibus deltoideis, obtusiusculis, den- 


tibus inferioribus anguste-deltoideis; corolla alba. 

Stengel 4 m hoch, aufrecht, 4-kantig, dicht-flaumig oder beinahe filzig behaart, 
mit verhältnismäßig kurzen Internodien. Die Blattstiele sind 1—2 cm lang und wie 
der Stengel behaart. Die Blatter sind eiférmig, 4—9 cm lang und 2,5—5 cm breit, 
am Grunde ein wenig in den Blattstiel verschmälert, am Rande unregelmäßig kerbig- 
gesägt, von Consistenz ziemlich dick krautig, auf beiden Seiten von spärlichen, kurzen 
Haaren etwas rauh. Die Scheinähren sind blattwinkelständig, 6—10 cm lang. Die 
Bracteen sind kurz gestielt, lanzettlich bis eiförmig (die unteren breiter, die oberen 
schmäler), 6—10 mm lang, 2—6 mm breit, spitz, die unteren zuweilen sich den kleineren 
Laubblättern in der Form nähernd. Die Scheinwirtel sind meist 2-blütig. Die 
Blütenstiele sind 3—5 mm lang, abstehend zottig behaart. Der Kelch ist schief 
slockig, am Grunde nach vorn zu etwas bauchig ausgeweitet, 6—8 mm lang, von spär- 
lichen weichen Haaren zottig; die Oberlippe ist halbkreisförmig, spitz, 3 mm lang; die 
beiden seitlichen Zähne der Unterlippe sind dreieckig und kürzer; die unteren sind 
schmal dreieckig, zugespitzt, an der Basis 4,5 mm breit und 3 mm lang. Die Blumen- 
krone ist beinahe 2 cm lang; ihre etwas gebogene Röhre ist 5-—6 mm lang; der Saum 
ist 4-lippig und besitzt einen großen, rundlichen Mittellappen und jederseits zwei ei- 
förmig-lanzettliche Seitenlappen. Die Staubgefäße ragen weit aus der Blumenkronen- 
röhre hervor. 

Ukinga: an rasigen Abhängen der Yawiri-Berge, um 1700 m ü.M. 
(n. 1188*. — Blühend im September 1899). | 


Die Auffindung dieser Art bietet insofern ein besonderes Interesse, als sie der 
erste Vertreter der Sect. Stachyobotrys Benth. im tropischen Afrika ist. Sie steht sehr 
nahe dem 7. tomentoswm Hayne, dem Typus einer Gruppe, welche in Ostindien stark 
verbreitet ist. Diese unterscheidet sich durch stärkere Behaarung der Blätter und 
kleinere Blüten von unserer neuen Art. 


Scutellaria violascens Gürke n. sp.; caule erecto superne pubes- 
cente; foliis breviter petiolatis, oblongo-ovatis, basi cordatis, crenato-serratis, 
oblusiusculis, utrinque scabris; paniculis e racemis simplicibus compositis; 
bracteis Janceolalis parvis, margine integris; floribus longiuscule peduncu-_ 
latis; calyce extus glanduloso-pubescente; nuculis glabris gibbosis, haud 
alatis. 

Eine Staude mit 4 m hohem, wenig verzweigtem, 4-kantigem, violett gefärbtem, 
nach oben zu von abstehenden Drüsenhaaren fein flaumigem, nach unten zu kahl 
werdendem Stengel. Die Blätter sind auch an den oberen Teilen des Stengels 
gegenständig, 2—10 mm lang gestielt, länglich-eiförmig, 4—6 cm lang, 2—3 cm breit, 
am Grunde deutlich herzförmig, gekerbt-gesägt, mit stumpflicher Spitze, von Consistenz 
derb-krautig, auf beiden Seiten von ziemlich spärlichen, anliegenden, aber kräftigen und 
am Grunde stark verdickten Haaren rauh, und (besonders die unteren), wie der Stengel 
violett gefärbt. Die Blütenstände sind zusammengesetzte, terminale, vielblütige 
Rispen; dieselben bestehen aus einfachen Trauben von ährenartigem Aussehen, deren 
Achsen bis 20 em Länge erreichen. Die Bracteen sind lanzettlich, ungestielt, bis 
% mm lang und 2 mm breit, ganzrandig-stumpflich, mehr oder weniger violett gefärbt, 
derb krautige, von kurzen Drüsenhaaren flaumig, Die Blütenstiele sind 5—8 mm 
lang, von abstehenden weichen Drüsenhaaren flaumig. Der Kelch ist zur Blütezeit 
5 mm lang, drüsig behaart, violett ‚gefärbt; das Scutellum auf der Rückenseite der 
Oberlippe ist halbkreisférmig und etwa 3 mm lang; zur Fruchtzeit vergrößert sich der 


Réel 


# 


=. 
> 


A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See etc. ges. Pflanzen. 393 
ch nur um ein geringes, nur das Scutellum wird bis 6—7 mm lang. Die Blumen- 
rone ist dunkelblau, außen von abstehenden, drüsenlosen Haaren flaumig. Die 
fisschen sind flügellos, kahl und dicht mit Warzen besetzt. 

: Nördl. Kingagebirge: Ussangu, an sonnigen, trockenen Abhängen 
les Lipanye-Berges, um 2500 m ii. M. {n. 993. — Blühend und fruchtend 
m Juni 1899). 

- Die Art, welche zur Sect. Vulgares Benth. gehört, ist wohl am besten bei der 
rt ppe der Peregrinae Boiss. unterzubringen. Von den bisher bekannten afrikanischen 
irten ist sie schon habituell durch die violett gefärbten hohen Stengel, die kurzgestielten, 
e hältnismäßig großen und derben Blätter und die reich verzweigten Blütenstände 
erschieden. 

a S. pusilla Gürke n.sp.; caulibus erectis, glanduloso-pubescentibus; 
foliis oppositis, brevissime petiolatis, oblongo-lanceolatis, obsolete crenato- 
atis, interdum integris, obtusiusculis, utrinque puberulis; racemis sim- 
plieibus terminalibus; bracteis oblongo-lanceolatis; floribus longiuscule pe- 
lunculatis; calyce extus puberulo; nuculis pilosis, obsolete gibbosis, haud 


4] 


vs 


Eine ausdauernde Pflanze mit dickem Wurzelstock, dem zahlreiche Fasern ent- 
springen. Die einfachen oder nur wenig verzweigten, aufrechten Stengel sind 6—20 cm 
hoch, von kurzen, drüsentragenden Haaren sehr fein-flaumig. Die Blätter sind 1—2 mm 
lang gestielt, länglich-lanzettlich, 40—15 mm lang, 3—6 mm breit, 21/,—5 mal so lang 
ls breit, am Rande meist undeutlich kerbig-gezähnt (häufig sind nur an jeder Seite 
des Blattrandes 3—4 Zähne vorhanden), oder auch ganzrandig, ziemlich stumpf, von 
rautiger Consistenz und auf beiden Seiten ganz spärlich, meist nur längs der Adern 
ain flaumig behaart. Die Blütenstände sind endständige, wenigblütige, 3—S cm 
la age Trauben; die-Anzahl der Blütenpaare steigt selten bis auf 12. Die Tragblätter 
der Blüten sind ungestielt, länglich-lanzettlich, ganzrandig, stumpf, fein-flaumig, also 
lurchaus den Laubblättern in Gestalt ähnlich, aber nach oben zu an Größe abnehmend; 
ie obersten sind nur 2—4 mm lang. Die Blütenstiele sind 3—4 mm lang, meist 
m den Stengel eng angedrückt und aufrecht, fein-flaumig behaart wie der Stengel. 
er Kelch ist flaumig behaart, teilweise violett gefärbt und zur Blütezeit 4 mm lang; 
ur Fruchtzeit vergrößert er sich nur unbedeutend; nur das Scutellum auf der Rücken- 
site der Oberlippe wird bis 6 mm lang. Die Blumenkrone ist ca. 15 mm lang; die 
iterlippe ist bläulich, die Oberlippe rotviolett und flaumig behaart. Die Nüsschen 
ind flügellos, schwach warzig und mit spärlichen Haaren besetzt. 

Nördl. Kingagebirge: Ussangu, an flachen, rasigen Abhängen des 


ipanye-Rückens, um 2200 m ii. M. (n. 1265. — Blühend im September 
899). 
Die Art gehört zur Section Vulgares Benth. Von den bisher bekannten tropisch- 


frik anischen Arten steht sie der S. Schweinfurthii Brig. wohl am nächsten, die aber 
allen vegetativen Teilen erheblich größer ist und ganzrandige Blätter besitzt. 

. Leonotis leonurus R. Br. Prodr. 504. 

Kingagebirge: an Rändern des Schluchtenwaldes des Nyunda-Berges, 
m 2500 m ü. M. (n. 956. — Blühend im Mai 1899). 

… L. Goetzei Gürke n. sp.; suffrutex caulibus villosis vel velutinis 
cts; foliis breviter petiolatis, late-ovatis vel suborbicularibus, basi atte- 
atis, margine crenato, utrinque velutinis; bracteis linearibus, acuminatis; 
lyce 8-dentato, dentibus acutissimis, supremo paullo longiore. 


394 Beitr. z. Fl. v. Afr. XXII. Ber. wb. d, bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga- Geb.-Exped. ete, 


Ein 2 m hoher Halbstrauch mit aufrechten, dicht zottig oder sammetartig be- 
haarten Stengeln. Die dichtstehenden, gegenständigen Blätter sind 5—10 mm lang 
gestielt, breit-eiförmig oder meistens nahezu kreisförmig, 25—35 mm lang und nahezu 
ebenso breit, am Grunde in den Blattstiel verschmälert, am Rande gekerbt, oben ab- 
gerundet, von krautiger Consistenz, aber sehr dick, auf beiden Seiten von anliegenden, 
weichen Haaren dicht sammetartig, unterseits grünlich-weiß. Die Bracteen sind 
linealisch, ungestielt, in eine lange, fast stechende Spitze verschmälert, gekrümmt, 
5—7 mm lang, 1—1,5 mm breit, außen zottig behaart, innen kahl. Der Kelch ist 
1 cm lang; die 8 Zähne sind beinahe von gleicher Länge, nämlich 4—2 mm, nur der 
oberste ist um ein geringes länger. Die Blüten sind orangerot, dicht sammetartig be- 
haart; die 3 Zipfel der Unterlippe sind weiß und unbehaart. 

Kingagebirge: an mit Gras und Protea bestandenen Abhängen des 


Djilulu-Berges, um 2200 m ü. M. (n. 918. — Blühend im Mai 1899). 
Eine durch die Gestalt ihrer Blätter von allen aus dem tropischen Afrika bisher 
bekannten Arten weit abweichende Species. 
Leucas Nyassae Gürke in Engl. Bot. Jahrb. XXIL (1895) 137. 
Eine 0,5 m hohe Staude, stark behaart; Blüten weiß, Oberlippe dicht mit langen, 
weißen Haaren besetzt. 
Ubena: auf Thalwiesen am Luhigibach, um 1900 m ü. M. (n. 809. 
— Blühend im März 1899). 
Einheim. Name: wamanga. | 
Nepeta usafuensis Gürke n. sp.; caulibus erectis, hirtis; foliis bre- 
viter petiolatis, late-ovatis, basi obtusis vel subcordatis, margine obsolete 
serratis, utrinque asperis; spicastris terminalibus; verticillastris multifloris 
congestis; bracteis late-ovatis, acutis; floribus brevissime pedunculatis; brac- 
teolis linearibus, acuminatis; calyce tubuloso, extus pubescente, fauce recto 
vel obsolete obliquo, 5-dentato, dentibus anguste-deltoideis, acuminatis 


nuculis verrucosis. 

Eine meterhohe, aufrechte Staude, deren Stengel von abstehenden, aber nicht sehr 
starren, gegliederten Haaren rauh sind. Die Blätter sind 2—3 mm lang gestielt, breits 
eiförmig, 145—25 mm lang, 40—20 mm breit, an den oberen Stengelteilen von noch 
geringeren Dimensionen, am Grunde abgerundet oder etwas undeutlich-herzförmig, am 
Rande mit einigen schwachen Sägezähnen versehen, meist aber fast ganzrandig, spilz, 
von Consistenz fast lederartig, auf beiden Seiten von zerstreuten Gliederhaaren ziemlich 
rauh, nur längs der Hauptnerven auf der Unterseite etwas stärker behaart. Die termis 
nalen ährenförmigen Blütenstände bestehen aus 10—20 vielblütigen Scheinwirteln, 
welehe im unteren Teile des Blütenstandes etwa 1—2 em von einander entfernt sind 
Die Tragblätter der Scheinwirtel sind in Gestalt den Laubblättern ähnlich, also breit 
eiförmig, spitz, nur nach oben zu allmählich kleiner werdend, Die Blüten sind 
ca. 4 mm lang gestielt. Die Vorblätter sind linealischh 5—7 mm lang und kaum 
I mm breit, lang zugespitzt, flaumig behaart, Der Kelch ist röhrenförmig, am Grunde 


wenig schiefem Schlundeingang, 5-zähnig, im ganzen (mit den Zähnen) 6 mm lang; die 
Zähne sind 2 mm lang, sehr schmal dreieckig, lang zugespitzt, sämtlich gleich lang 
Die Blumenkrone ist weiß, in der Knospe gelblich; die Röhre ist 6—7 mm lang, 4 
der Basis schmal, nach dem Schlunde zu allmählich erweitert, kaum den Kelch über 


der Mittellappen kaum größer und nicht ausgerandet, Die Nüsschen sind länglie 
eiförmig, mit feinen Warzen bedeckt, 4,5 mm lang, 


i 


ra 


A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See ete. ges. Pflanzen. 395 


_ Usafua: an steilen Abhängen auf Lavaboden am Ngosi- oder Poroto- 
“Berg, um 2300 m ü. M. (n. 1131. — Blühend und fruchtend im August 
1899). 

A Die Art gehört zur Section Eumepeta Boiss.; sie besitzt warzige Nüsschen und 
"würde wohl am besten in der Section Macrostegiae unterzubringen sein. 

4 Satureja simensis (Hochst.) Briq. in Engl.-Prantl, Nat. Pflanzenfam. 
IV. 3a (1896) 303 (Calamintha simensis {Hochst.| Benth.). 


Eine meterhohe Staude mit holzigem, rauhhaarigem Stengel, dunkelviolettem, be- 
haartem Kelch und weißen Blüten, deren Oberlippe und Seitenlappen der Unterlippe an 
den Enden bläulich gefärbt sind. 

| Usafua: auf Lavaboden an steilen Abhängen des Ngosi- oder Poroto- 
Berges, um 2300 m ü. M. (n. 1128. — Blühend im August 1899). 

…._ Aeolanthus tuberosus Gürke n. sp.; herba perennis tuberifera; cau- 
“libus erectis glaberrimis; foliis basilaribus longiuscule petiolatis, lanceolatis, 
‘basi in petiolum attenuatis, integris, apice obtusis, carnosis, utrinque gla- 
berrimis; foliis caulinis valde minoribus lineari-lanceolatis inflorescentiis 
‘terminalibus spiciformibus vel basi ramosis; floribus sessilibus dorsiventra- 
liter dispositis; bracteis lineari-lanceolatis, sessilibus, acuminatis; calyce sub 
anthesi brevi-tubuloso, puberulo, 2-labiato, labi superiore truncato, inferiore 


emarginato, post anthesin elongato. 

Aus einer kugeligen oder etwas abgeplatteten, bis 4 cm im Durchmesser haltenden, 
"zuweilen etwas lappig geteilten, verholzten Knolle erheben sich zahlreiche, aufrechte 
oder schräg aufsteigende, völlig kahle, 15—30 cm hohe Stengel. Zwischen ihnen ent- 
springen aus der Knolle bis 42 und wohl auch noch mehr grundständige Blätter. 
Diese sind 2—5 cm lang gestielt, lanzettlich (21/),—4 mal, seltener bis 6 mal so lang als 
breit), 7—A1 cm lang, 4,5—4 cm breit, am Grunde sehr allmählich in den Blattstiel 
erschmälert, so dass eine feste Grenze zwischen Stiel und Lamina kaum erkennbar 
ist, ganzrandig, aber zuweilen am Rande etwas wellig, stumpf, von Consistenz fleischig, 
auf beiden Seiten kahl.‘ Die Blütenstengel tragen gegenständige Blätter, welche er- 
heblich kleiner sind als die grundständigen; sie sind linealisch-lanzettlich (6—10 mal so 
lang als breit), 2—4 cm lang, 2—5 mm breit, ungestielt, am Grunde verschmälert, 
4 ganzrandig, spitzer als die grundständigen Blätter, von Consistenz fleischig und auf 
beiden Seiten kahl. Die Blütenstände sind einfache oder am Grunde auch verzweigte 
Ahren mit ungestielten, dorsiventral gerichteten Blüten. Die Tragblätter der Blüten 
sind den Stengelblättern ähnlich, nur kleiner, nämlich meist nur 1 cm lang oder noch 
| kürzer. Der Kelch ist zur Blütezeit kurz röhrenförmig, 1,5 mm lang und fast ebenso 
breit, außen von kurzen Gliederhaaren fein flaumig, 2-lippig, die Oberlippe gestutzt, die 
 Unterlippe kürzer und etwas ausgerandet, so dass eine Spur von Zweiteilung erkennbar 
ist; zur Fruchtzeit verlängert sich der Kelch bis auf 4 mm. Die Blumenkrone ist 
weiß, die Unterlippe blau; Ober- und Unterlippe sind mit spärlichen Gliederhaaren 
besetzt. 

Livingstone-Gebirge: an unbewaldeten Abhängen des Yawulanda- 
Berges, um 1500 m ü. M. (n. 848. — Blühend und fruchtend im April 
1899). 

; Die Art ist ausgezeichnet durch die Knollen, die nach meinem Wissen bei keiner 
der bisher beschriebenen Arten bekannt sind; auch die großen, lanzettlichen, grund- 
ständigen Blätter sind sehr charakteristisch. Die Species gehört zur Sect. Euaeolanthus 
Brig. und zwar zur Gruppe Chilocalycina Brig. 


396 Beitr. z. F1. v. Afr, XXIL Ber. wb. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See u. Kinga-Geb.-Exped. etc. 


A. glandulosus Gürke n. sp.; caulibus superne glanduloso-puberulis; 
foliis lanceolatis, breviter petiolatis, basi attenuatis, margine integris, acutis, 
carnosis, utrinque glandulosis; paniculis terminalibus e cymis compositis; 
floribus sessilibus, dorsiventraliter dispositis; bracteis lanceolatis; calyce 
glanduloso-puberulo, 5-dentato, labii superioris dentibus lateralibus longiori- 
bus; corolla violacea. 


Pflanze aufrecht, bis 50 cm hoch. Stengel im unteren Teil holzig, kahl, im 
oberen Teil von sehr kurzen Drüsenhaaren feinflaumig und klebrig. Die Blätter sind 
lanzettlich, 5—8 mm lang gestielt, 21/g—31/gmal so lang als breit, 4—8 cm lang, 
4—2 cm breit, am Grunde in den Blattstiel verschmälert, ganzrandig, spitz, von Con- 
sistenz etwas fleischig und auf beiden Seiten mit ganz kurzen Drüsenhaaren bedeckt 
und klebrig, aber ohne Vergrößerung durchaus kahl erscheinend. Der Blütenstand 
ist endständig, locker-rispig, 10--25 cm lang; er besteht aus sehr lockeren Cymen, 
welche 3—4 cm lang gestielt sind. Die Blüten sind ungestielt, dorsiventral gerichtet; 
ihre Tragblätter sind lanzettlich oder lineal, 2—4 mm lang, selten über 4 mm breit, 
ungestielt, spitz, fein drüsig behaart. Der Kelch ist zur Blütezeit glockig, außen von 
sehr kurzen Drüsenhaaren fein-flaumig, 5-zähnig; der obere Zahn ist breit-dreieckig, 
spitz, die beiden seitlichen Zähne sind dreieckig, spitz, länger als die übrigen; die beiden 
Zähne der Unterlippe sind kürzer, ganz flach und stumpf und nur undeutlich von ein- 
ander getrennt. Zur Fruchtzeit erreicht der Kelch eine Länge von 3,5 mm; er ist dann 
röhrig, nach oben zu etwas erweitert; die beiden seitlichen Zähne sind noch etwas 
länger geworden, als während der Blütezeit und treten deutlich vor den übrigen hervor; 
die Unterlippe ist an die Oberlippe angedrückt und verschließt die Öffnung der Kelch- 
röhre; der obere, abfallende Teil des Kelches ist 2,5 mm lang und der ganze Kelch ist 
violett oder blau gefärbt. Die Blumenkrone ist blassviolett und mit spärlichen 
Drüsenhaaren besetzt. 


Nördl. Kingagebirge: Ussangu, an trockenen Abhängen des Muigi- 
Berges, um 2100 m ü. M. (n. 4042. — Blühend und fruchtend im Juni 
1899). 

Die Art gehört zur Section Æuacolanthus Brig. und zwar zur Gruppe Guerkeand 
Briq.; sie ist durch die Form des Kelches, dessen dreieckige Seitenzähne länger als die 
übrigen Zähne sind, mit der bisher einzigen Art dieser Gruppe, A. Holstii Gürke, nahe 
verwandt, aber doch, besonders durch die ungezähnten Blätter, deutlich verschieden. 


Pycnostachys uliginosa Gürke n. sp.; herba caulibus erectis pubes- 
centibus; foliis oblongis vel lanceolatis, sessilibus, margine serralis, apice 
acutis, utrinque pubescentibus; spicastris terminalibus; bracteis linearibus, 
quam calyces longioribus; ealyeis dentibus linearibus, haud spinescentibus, 
aculis. 

Die einfachen Stengel sind bis 70 em hoch und fein-flaumig behaart. Die 
unteren Blatter sind länglich, kaum doppelt so lang als breit, gegen 4 cm lang und 
bis 2,5 em breit; nach dem oberen Teile des Stengels zu werden die Blätter verhältnis- 
mäßig schmäler und länger, lanzettlich und bis 5 mal so lang als breit, 5—6 cm lan 
und 40-45 mm breit; sämtliche Blätter sind ungestielt, am Grunde abgerundet, klein-, 
aber deutlich-gesägt, spitz, von Consistenz beinahe lederartig, auf beiden Seiten fein- 
flaumig behaart, auf der Unterseite mit ziemlich deutlich hervortretendem Aderneta, 
Die Scheinwirtel stehen in linglichen oder eiförmigen, dichtgedrängten Spicastris. 
Die Bracteen sind linealisch, 8—9 mm lang, 4—1,5 mm breit, ungestielt, spitz, fein 
flaumig behaart, Die Blüten sind ungestielt, Der Kelch besitzt eine breite, kurze, 


A. Engler, Die von W. Goetze am Räkwa- und Nyassa-See etc. ges. Pflanzen. 397 


nur 4,5 mm lange Röhre und 5 sehr schmale, linealische, spitze, 3—4 mm lange Zähne, 
welche während der Blütezeit weich und nicht stechend sind; ob sie während der 
“Fruchtzeit starrer werden wie bei anderen Arten, ist zweifelhaft, da ausgebildete Frucht- 
En nicht vorhanden sind. Kelchröhre und -zähne sind flaumig behaart. Die Ge- 


tlinge der Blumenkrone beträgt 45—17 mm; ihre Farbe ist ultramarinblau. 
Ubena: moorige Einsenkungen am Luhigi-Bach, um 1900 m ü. M. 
nm. 806. — Blühend im März 1899). 

ii Am nächsten steht unsere Art wohl der P. reticulata (E. Mey.) Benth.; letztere hat 

er meist schmälere, längere, deutlicher gezähnte Blatter mit stärker hervortretendem 

Adernetz; auch sind bei P. reticulata die Stengel meist oben verzweigt und tragen 

+ endständige Spicastra, während hier, wie es scheint, ein endständiger Blüten- 


“stand die Regel ist, und ferner hat auch P. reticulata lingere und starrere Kelchzähne. 


{ P. linifolia Gürke n. sp.; caulibus simplieibus puberulis; foliis ter- 


atis, lanceolatis vel linearibus, ad apicem acutum versus serratis, utrinque 
_pubescentibus ; spicastris terminalibus; bracteis linearibus: calycis tubo bre- 
yissimo, dentibus 5 subulatis acutis, haud spinescentibus; corolla coerulea. 
| Die einfachen oder wenig verzweigten Stengel sind bis 70 cm hoch und fein- 
flaumig behaart. Die meist zu dreien stehenden Blätter sind ungestielt, lanzettlich 
der auch fast linealisch, 45—35 mm lang, 2—4 mm breit, nach oben zu mit einigen 
kleinen, aber trotzdem deutlichen Sägezähnen versehen, nach unten zu ganzrandig, spitz, 
uf beiden Seiten grauweiß-flaumig behaart, mit mehreren auf der Unterseite kräftig 
ervortretenden, parallel verlaufenden Nerven versehen; nach dem oberen Teil des 
tengels zu sind die Blattquirle bis 8 cm von einander entfernt. Die Scheinwirtel 
stehen in kurzen, eiförmigen, dichtgedrängten, terminalen Spicastris. Die Bracteen 
sind linealisch, 6—9 mm lang, 4 mm breit, ungestielt, spitz, feinflaumig behaart. Die 
Blüten sind ungestielt. Der Kelch besitzt eine breite, kurze, 1 mm lange Röhre und 
5 sehr schmale, linealische, spitze, 2—3 mm lange, zur Blütezeit nicht stechende Zähne 
welche aber zur Fruchtzeit vielleicht länger und starrer werden); Kelchröhre und -zähne 
+ feinflaumig behaart. Die Gesamtlänge der azurblauen BEL one beträgt 
10—12 mm. 
_  Ubena: sumpfige Wiesen bei Liangira, um 1900 m ii. M. (n. 798. — 
lühend im März 1899). 
Die Art ist sehr ausgezeichnet durch die schmal-lanzettlichen oder linealen Blätter, 
uf deren Unterseite die parallel verlaufenden Nerven deutlich hervortreten. 


—._  P.urticifolia Hook. Bot. Mag. t. 5365. 
—_ _Usafua: an Abhängen des Poroto-Berges, um 2300 m ii. M. (n. 1046. 
(1 Blühend und fruchtend im Juni 1899). 


5 Ein 2—3 m hoher, breit wachsender Strauch mit weich behaarten jungen Zweigen, 
_ wioletten Bracteen und ultramarinblauen, außen behaarten Blüten. 

Plectranthus albo-violaceus Gürke n. sp.; suffrutex caulibus pube- 
Tulis; foliis longissime petiolatis, late-ovatis, basi attenuatis, margine grosse- 
dentatis, apice acuminatis, utrinque subglabris; paniculis terminalibus laxis ; 
| spicastris laxis; verticillastris 4—6-floris; bracteis lanceolatis, minimis; ca- 
lyce longiuscule pedunculato, 2-labio, puberulo; labio superiore late-ovato, 
apice rotundato; labii inferioris dentibus lateralibus anguste-deltoideis, acutis, 
_ déntibus inferioribus angustissime-deltoideis, acuminatis; corollae tubo basi 
vix ampliato. 


398 Beitr. z.Fl.v. Afr. XXII. Ber. üb. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. ete. 


Ein 2 m hoher Halbstrauch von breitem, sparrigem Wuchs. Die Stengel sind von 
gegliederten Haaren feinflaumig, nach unten zu kahl werdend. Die gegenständigen. 
Blätter sind bis 8 em lang gestielt, breit-eiförmig, zuweilen fast rhomboidisch, die 
größten bis 44 em lang und 8 cm breit, am Grunde deutlich in den Blattstiel ver- 
schmälert und an demselben herablaufend, am Rande grob gezähnt, allmählich und 
lang zugespitzt, von Consistenz dünn krautartig, auf beiden Seiten mit sehr vereinzelten, 
kurzen Gliederhaaren besetzt, ohne Vergrößerung kahl erscheinend und sich nur etwas 
rauh anfühlend. Die terminalen Rispen sind bis etwa 40 cm lang, sehr locker, mit 
bogig aufstrebenden Spicastris; die Scheinwirtel sind im unteren Teile etwa 4 cm von 
einander entfernt und 4—6-blitig; die Achsen des Blütenstandes sind in derselben Weise 
von Gliederhaaren feinflaumig wie der Stengel. Die Deckblätter sind lanzettlich, 
2—3 mm lang, ungefähr 1 mm breit, spitz. Der Kelch ist 4 mm lang, gestielt, glocken- 
förmig, 2-lippig, mit spärlichen Gliederhaaren besetzt; die Oberlippe ist aufwärts ge- 
richtet, breit-eiförmig, beinahe rundlich, oben stumpf und abgerundet, an den Seiten 
nur ganz unbedeutend herablaufend; die Unterlippe ist länger als die Oberlippe und 
besteht aus 4 Zähnen; die seitlichen sind schmal-dreieckig, schief, spitz; die unteren 
sind schmäler und länger als die seitlichen und noch länger zugespitzt; die Gesamt- 
länge des Kelches beträgt 4 mm; zur Fruchtzeit vergrößert er sich nur ganz unbedeutend. 
Die Blumenkrone ist weiß, die Oberlippe am Schlunde violett gefärbt; die Röhre ist 
kahl, am Grunde nach hinten zu nur unbedeutend erweitert und 6 mm lang; die Zipfe 
der Blumenkrone sind flaumig behaart. 


Rungwe-Stock: In schattigen Schluchten des Kalenga-lenga-Berges, 
um 4700 m ü. M. (n. 4440. — Blühend im Aug. 1899). 


Unsere Art gehört zur Untergattung Germanea (Lam.) Benth. und würde wohl 
am besten bei der Section Laxiflort Brig. unterzubringen sein. Die Blätter sind für 
eine Pleetranthus-Art verhältnismäßig groß und sehr lang gestielt. 

P. adenophorus Gürke n. sp.; tuberi globoso; caule erecto tenui, 
subsimplici glanduloso; foliis minimis, brevissime petiolatis, lanceolatis, 
margine subdentatis, apice obtusis, utrinque glabris; racemis simplicibus ter- 
minalibus brevibus; verticillastris 2-floris; bracteis minimis lanceolalis 
glandulosis; floribus breviter pedunculatis; calyce obsolete-2-labiato, extus 
glanduloso; labio superiore rotundato mucronato; labii inferioris dentibus 
lateralibus deltoideis, breviter acuminatis, dentibus inferioribus longioribus 
anguste-deltoideis; corollae labio superiore 4-lobo, labio inferiore calcei- 
formi. : 

Eine Pflanze mit dünnem, aufrechtem, 40—20 cm hohem, nach unten zu kahlem 
oben mit abstehenden, gegliederten drüsentragenden violetten Haaren bedecktem Stengel, 
welcher aus einer rundlichen, bis 7 mm im Durchmesser haltenden Knolle entspringt 
Die gegenständigen Blätter sind A—3 mm lang gestielt, lanzettlich, bis 45 mm lang 
und bis 6 mm breit, am Grunde in den Blattstiel verschmälert, am Rande mit 4—2 un 
deutlichen Sägezähnen versehen oder auch oft ganzrandig, mit stumpfer Spitze, aul 
beiden Seiten kahl. Die Blütenstände sind endständige, bis 5 cm lange, einfache 
Trauben, da die Cymen in den meisten Fällen auf eine Blüte reduciert, demgemäß 
also die Scheinwirtel nur 2-blütig sind; nur ausnahmsweise sind die Gymen 2-blütig 
Die Braeteen, aus deren Achseln die Blüten entspringen, sind lanzettlich, kurz ges 
stielt, stumpf, 2—3 mm lang, mit gegliederten Drüsenhaaren besetzt. Die Blüten 
sticle sind 3—5 mm lang, zuerst schräg aufwärts gerichtet, zur Fruchtzeit bogig na 
unten gekrümmt und in derselben Weise wie der Stengel und die Blütenstandsachse | 
drüsig behaart. Der Kelch ist 4 mm lang, gloekenförmig und undeutlich 2-lippig, dicht 


mit langen, gegliederten Drüsenhaaren bedeckt; die Oberlippe ist aufwärts gerichtet, 
breit-halbkreisförmig, kurz zugespitzt, an den Seiten nur ganz unbedeutend herablaufend ; 
die Unterlippe ist nur wenig länger als die Oberlippe und besteht aus 4 Zähnen; die 
seitlichen sind gleichseitig-dreieckig und ziemlich lang zugespitzt; die unteren sind 
länger, schmal-dreieckig und lang zugespitzt. Die Blumenkrone ist dicht mit violetten, 
langen, zum Teil drüsentragenden Gliederhaaren besetzt; ihre Röhre ist fast gerade, 
nach dem Schlunde zu allmählich trichterförmig erweitert, und an der Basis nicht 
höckerig oder gespornt; die Oberlippe ist aufrecht und kurz-4-lappig; die Unterlippe 
ist geradeaus oder ein wenig abwärts gerichtet und pantoffelförmig. 


Kingagebirge: auf trockenen, mit Felsblöcken übersäeten Halden 


des Kipengere-Rücken, um 2700 m ü. M. jn. 960. — Blühend im Mai 
1899). | 
! Diese neue Art ist eine sehr auffallende Erscheinung innerhalb der Gattung, und 


man könnte vielleicht im Zweifel sein, ob man in ihr nicht besser den Typus einer 
neuen Gattung sehen könnte. Jedoch sind die sie charakterisierenden Merkmale in 
ihren Einzelheiten doch nicht so abweichend, da sie in geringerer Ausbildung auch bei 
anderen Formen der Gattung vorkommen, und deshalb erscheint es wohl geeigneter, 
die Pflanze der Gattung Plectranthus anzugliedern. Sicherlich könnte man sie aber nur 
mit Zwang zu einer der bisher aufgestellten Sectionen bringen, und es ist wohl ge- 
rechtfertigt, sie als Vertreter einer besonderen Section zu betrachten. Die auffallendsten 
Merkmale sind folgende: Ein meist spannhoher, meist einfacher, dünner Stengel, welcher 
nach unten zu kahl, nach oben zu dagegen, ebenso wie alle Blütenteile, mit violetten, 
abstehenden, gegliederten Drüsenhaaren bedeckt ist, und aus einer kleinen, kugeligen 
Knolle entspringt. Die Cymen sind auf je 4 Blüte reduciert, d. h. also, die Scheinwirtel 
sind 2-blütig, und demnach erscheinen die kurzen endständigen Blütenstände als ein- 
fache Trauben. Der Kelch ist nach 1/, zweilippig, aber die Zähne der Unterlippe über- 
ragen nur wenig die Oberlippe. Auffallend ist ferner die pantoffelförmige Ausbildung 
der Unterlippe der Blumenkrone. Ich belege die Section, als deren Typus die Pflanze 
zu betrachten ist, mit dem Namen Pedilochilus. Dieselbe würde wegen der Form des 
Kelches der Untergattung Germanea einzuverleiben sein und sich der von mir früher 
aufgestellten Section Singuliflori anschließen, welche ja gleichfalls durch die auf 
4 Blüte reducierten Cymen ausgezeichnet ist. Habituell sind aber beide Sectionen voll- 
ständig von einander verschieden. Ein zweites Merkmal für die neue Section ist die 


pantoffelférmige Ausbildung der Kronenunterlippe, an welche Eigenschaft durch den ge- 
wählten Namen erinnert wird. 


P. subacaulis Bak. in Kew Bull. 1895 p. 73. 
Unyika: auf feuchten Wiesen der Mbozi-Hügel, um 1600 m. ü. M. 
(n. 1427. — Blühend im Nov. 1899). 


4 Eine bis 35 cm hohe Staude mit Knollen und blassvioletten Blüten. 


P. floribundus N. E. Br. in Kew Bull. 1894 p. 12. 
Kingagebirge: in Schamben bei Bulongwa, um 2100 m ü. M. 
in. 1200. — Blühend im September 1899). 
- Oberes Kondeland: Umalila: auf rasigen Abhängen des Baudimi- 
Berges, um 2300 m ü. M. (n. 1470. — Blühend im November 1899). 
Eine bis meterhohe Staude mit hellgelben Blüten, bei den Eingeborenen nyowera 
genannt, deren Knollen gegessen werden. Nach den Bemerkungen des Sammlers scheint 
s, dass sie an dem ersteren Standort angepflanzt, an dem zweiten angeführten Stand- 
rt aber mit Sicherheit wild vorkam. 


= 


+ 


400 Beitr.z.Fl.v. Afr. XXIT. Ber. üb. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. ete. | 


ven aa 


Coleus rivularis Vatke in Linnaea XXXVI. (1872) 320. 
Oberes Kondeland: Umalila, an sumpfigen Ufern des Tumbiri- 
Baches, um 1900 m. ü. M. (n. 4356. — Blühend im October 1899). 


Eine fußhohe, starke Ausläufer treibende, stark behaarte Staude mit hellblauen, 


dunkler gefleckten Blüten. 4 


Moschosma multiflorum (Hochst.) Benth. in DC. Prodr. XII. (1848) 
p. 49. 

Usafua: an Bachufern bei Utengule, um 14400 m ti. M. (n. 1058. 
Blühend im Juni 1899). 


Eine meterhohe Staude mit überhängenden Zweigen und blassvioletten Blüten. 


N 


apice obtusis, utrinque pubescentibus; spicastris brevibus, laxis; bracteis 
lanceolato-ovatis;  verticillastris plerumque 4-floris; floribus longiuscule 
pedunculatis; calycis labio superiore late-ovato vel suborbiculari, obtuso, 
labii inferioris dentibus lateralibus anguste-deltoideis acutis, dentibus inferi- 
oribus angustissime-deltoideis acutis; genitalibus haud exsertis. | 


Die Stengel sind bis 50 cm hoch und nach oben zu fein-flaumig behaart, nach: 
unten zu kahl werdend. Die oberen Blätter sind ungestielt oder héchstens 4 mm lang 
gestielt, verkehrt-eiförmig, bis 42 mm lang und 4—6 mm breit, am Grunde verschmialert, 
am Rande gekerbt-gesägt, mit stumpfer oder abgerundeter Spitze, auf beiden Seiten 
von angedrückten Haaren fein-flaumig. Die Spicastra sind blattwinkelständig, locker, 
6—8 cm lang. Die Bracteen sind eiförmig bis lanzettlich, ungestielt, 3—4 mm lang, 
spitz, flaumig behaart. Die Scheinwirtel sind meist 4-blütig, zuweilen aber auch 
2-blütig. Die Blütenstiele sind 4—5 mm lang und verhältnismäßig dünn. Der 
Kelch ist zur Blütezeit 5 mm, zur Fruchtzeit 6—7 mm lang; seine Oberlippe ist breit 
eiförmig oder fast halbkreisförmig, stumpf, an den Rändern herablaufend; die seitlichen‘ 
Zähne der Unterlippe sind schmal dreieckig, spitz, kürzer als die Oberlippe; die unteren 
Zähne sind noch schmäler, spitz, aber nicht stechend und ungefähr so lang wie die 
Oberlippe. Die Blumenkrone ist blassrosa, mit dunkleren Strichen, hat eine gerade 
Röhre; die Staubgefäße sind erheblich kürzer und ragen nicht aus dem Schlunde 
heraus. 

Unyika: auf grauem Laterit, in lichtem Buschwald der Mbozi-Higel 
um 4600 m ü. M. (n. 4387. — Blühend und fruchtend im October och 

Die Art gehört zur Section Virgalé Brig. Die oben gegebene Beschreibung ist 
insofern unvollständig, als die Stengel an dem vorliegenden Exemplar fast blattlos sind; 
die angegebenen Maße beziehen sich auf wenige, an den oberen Teilen der Stenget 
vorhandenen Blittchen, während die eigentlichen Stengelblätter offenbar viel größer sin 


Ocimum decumbens Gürke n. sp.; caulibus decumbentibus; foliis 
brevissime petiolatis, late ovatis vel suborbicularibus, basi subattenuatis, 
margine inlegris, apice obtusis, supra subglabris, subtus puberulis; spicastris 
terminalibus brevibus; verticillastris 6-floris; calycis labio superiore semis 
orbiculari, mueronato, marginibus decurrentibus; labii inferioris denlibus 
lateralibus truncatis, dentibus inferioribus subulatis; corollae tubo quam 


calyx vix longiore; staminibus posterioribus appendicicula pilosa munitis. — 


Bes. 
; ek. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See etc. ges. Pflanzen. 401 


Eine niedere, 10—45 cm hohe Staude mit zahlreichen, auf dem Boden nieder- 
liegenden oder bogenförmig aufsteigenden, flaumig behaarten Stengeln. Die gegen- 
ständigen Blätter sind 1—3 mm lang gestielt, sehr breit eiförmig oder auch nahezu 
‘ki eisrund, bis 48 mm lang und bis 45 mm breit, am Grunde ein wenig in den Blattstiel 
yerschmalert, ganzrandig, stumpf, auf der Oberseite fast kahl oder nur mit ganz zer- 
streuten und kurzen Haaren besetzt, unterseits grauweiß feinflaumig. Die endständigen 
Spicastra sind 2--3 cm lang, dicht. Die Scheinwirtel sind meist 6-blütig. Der 
Kelch ist zur Fruchtzeit glockig, feinflaumig behaart, 5 mm lang; die Oberlippe ist 
halbkreisförmig oder eher noch breiter als lang, mit kurzer undeutlicher Spitze und mit 
beinahe bis zur Hälfte der Kelchröhre herablaufenden Seitenrändern; die seitlichen Zähne 
der Unterlippe sind abgestutzt; ihr oberer Rand ist gewimpert und bildet eine bogen- 
formig verlaufende Linie; die untersten Zähne der Unterlippe sind deutlich pfriemen- 
förmig und meist etwas nach innen gebogen. Die Blumenkrone ist blassviolett, 
“nach oben zu etwas dunkler gefärbt; ihre Röhre ist 5—6 mm lang. 5 
Oberes Kondeland: Umalila, an rasigen Abhängen des Uwurungu- 
Berges, um 2200 m ü. M. (n. 1458. — Blühend und fruchtend im Nov. 
1899). 

| Gehört zur Section Ocimodon Benth. und zwar zur Gruppe Hiantia Benth. Am 
‚nächsten steht die Art dem O. obovatum E. Mey., welche aber meist höhere und auf- 
rechte Stengel, schmälere, spitze und häufig gezähnte Blatter besitzt. 


0. obovatum E. Mey. Comm. 226. 
Kingagebirge: an flachen, rasigen Abhängen des Pikurugwe-Riickens, 


um 2500 m ü. M. (n. 1246. — Blühend und fruchtend im Sept. 1899). 


x 


Solanaceae (U. Dammer). 


Discopodium penninervium Hochst. in Flora XXVII. (1844) p. 22. 
4—5 m hoher sparrig wachsender Strauch mit gelblichgrinen behaarten Blüten. 
Usafua: Ngosi-Berg am Kratersee, um 2200 m ti. M. (n. 1294. — 
Blühend am 26. Sept. 1899). 

— Die vorliegenden Exemplare weichen nur unbedeutend durch etwas größere Blätter 
und Blüten von den abyssinischen Originalpflanzen ab. Bisher ist die Art außerhalb 
Abyssiniens nicht gefunden worden. Es befinden sich aber im Berliner botanischen 
Museum Blattexemplare einer Pflanze aus Usambara (Albers 443 und 384), welche 
möglicherweise ebenfalls zu dieser Gattung gehören. Sie weichen dadurch ab, dass die 
eigentümliche Behaarung der jungen Blätter auch auf den alten Blättern bleibt. Viel- 
leicht gehört zu dieser Art auch ein von STUHLMANN unter n. 16432 aufgenommenes 
Blatt, 


* 


Scrophulariaceae (A. ENGLER). 


Halleria lucida L. Spec. ed. I. 625. 

— Kingagebirge: im Schluchtenwald des Kinyika-Berges, um 2600 m 
M. 946. — Blühend am 26. Mai 1899). 

5—6 m hoher Baumstrauch von breitem Wuchs (GoETzE). 

Ambulia gratioloides (R. Br.) Baill. Hist. d. pl. IX. 454. 

Nördl. Kingagebirge: Ussangu, im Msimasi-Sumpf, um 1200 m 
n. 4030. — Blühend und fruchtend am 10. Juni 1899). 

Botanische Jahrbücher. XXX. Ba. 26 


402 Beitr. z. Fl. v. Afr. XXII. Ber. üb. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. ete, 


Lindernia (Vandellia) rupestris Engl. n. sp.; herba annua, radice 
fibrosa; caule brevi simplici vel parce ramoso imprimis angulis tenuiter 
albo-piloso; foliis sessilibus, subtus nervis albo-pilosis, ovatis, utrinque 3—4- 
dentatis, 3—5-nerviis; floribus 3—5 apice caulis congestis; bracteis lineari- 
lanceolatis, prophyllis anguste linearibus acutis; calycis laciniis lineari-lanceo- . 
latis acutis margine albo-pilosis; corollae tubo infundibuliformi calyci aequi- 
longo, labio superiore late obcordato, labio inferiore fere 2-plo majore tri- 
lobo, lobis lateralibus quam anticus paullo minoribus, staminum lateralium 


antheris filamentis aequilongis, anticorum filamentis basi curvatis et gibbosis. 

Die Pflanze ist 0,6—4 dm lang, mit 1—1,5 cm langen Internodien. Die mittleren 
Blätter sind etwa 4—4,2 cm lang und 7—8 mm breit, die unteren und oberen etwas 
kleiner. Die Bracteen sind 5 mm lang, desgleichen die kaum 4 mm breiten Kelchblätter 
An der Blumenkrone ist die Röhre 3 mm, die blaue Oberlippe 2,5 mm, die weiße, mit 
gelbem Flecke versehene Unterlippe 4 mm lang. 

Östl. Livingstone-Gebirge: Ubena, in der Tsansingewe-Landschaft, 
in dünner, Quellwasser ansammelnder Humusschicht auf felsiger Unterlage, 
um 2100 m ü.M. (n. 811. — Blühend am 29. März 1899). 

Einheim. Name: kulmanga. 

Die Art erinnert etwas an L. abyssinica Engl., aber sie ist zarter, dünnblättriger, 
sodann sind die Abschnitte des Kelches viel länger und die Röhre des Kelches kurz. 

Selago Nyasae Rolfe in Fl. trop. Afr. V. 270. 

Kingagebirge: in verwilderten Schamben von Bulongwa, um 2200 m 
(n. 922. — Blühend am 19. Mai 1899). 

Meterhohe Staude mit holzigem Stengel und weißen, im Verblühen gelben Blüten. 

S. thyrsoidea Baker in Kew Bull. 1898 p. 159. 

Kingagebirge: Kipengere-Rücken, um 2700 m (n. 961. — Blühend 
am 28. März 1899). 

0,5 m hohe, buschige Staude mit verholztem Stengel und hellblauen Blüten. 

S. Goetzei Rolfe n. sp.; erecta, ramosa; ramis teretibus pubescentibus; 
foliis fascieulatis lineari-lanceolatis vel linearibus, acutis, prope apicem 


saepe denticulatis, parce pubescentibus; floribus in paniculam compactam 
vel corymbosam ad apicem ramorum dispositis, breviter pedicellatis; brac- 
leis lineari-lanceolatis, acutis ciliatis; calycis lobis triangulari-oblongis, cilia- 
lis, tubo fere aequalibus; corollae tubo lineari-oblongo, lobis elliptico-ob- 
longis. 
Die Pflanze ist 4—6 dm hoch. Die Blätter sind 1—8 cm lang, die größeren” 
6 mm breit. Die Bracteen sind 5—7 mm lang. Der Kelch ist 3,5 cm lang. Die a 
der Blumenkrone ist 4—5 mm lang, die Abschnitte sind 1,25 mm lang. 2 
Usafua: Abhänge des Poroto-Berges um 2300 m (n. 1043, — Blühend 
am 42. Juni 1899), 
Die Art erinnert an S. coerulea Rolfe, ist aber höher und zeichnet sich durch die 
lineal-lanzettlichen Blätter, sowie durch größere Blüten aus, 
Melasma indicum (Benth.) Wettst. in Engler-Prantl, Nat. Pflanzenfams 
IV. 3%. p. 9. à 
Var, montieolum Engl.; caule erecto 3-6 dm alto; foliis erectis— 


+ 


Pe Sri 


Bila À. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See etc. ges. Pflanzen. 403 


“appressis minoribus, oblongis 1,5—2 cm longis, 5—8 mm latis, argute 
_serrato-dentatis. 
- Ubena: an moorigen Einsenkungen am Luhigi-Bach, um 1900 m 


Oberes Kondeland: Usafua, am nördlichen Fuß des Rungwe-Stockes, 
zwischen Gras an Abhängen, um 2000 m (n. 1137. — Blühend am 7. Aug. 


Sopubia trifida Hamilt. in Don Prodr. Fl. nepal. 88. 
Oberes Kondeland: Usafua, an Abhängen des Beya-Berges zwischen 
"hohem Gras, bei 1900 m (n. 1079. — Blühend am 3." Juli 1899). 


. Bis 4 m und darüber hohe, buschige Staude. 


S. lanata Engl. in Bot. Jahrb. XVII. 66. 

Oberes Kondeland: Usafua, auf dem welligen, grasigen Hochplateau 
von Utengule, um 1600 m (n. 1034. — Blühend am 14. Juni 1899). 

Bis 5 dm hoch. 


Buechnera (§ Imbricatae) rungwensis Engl. n. sp.; caudiculo bre- 
“vissimo caules 2—3 erectos dense pilosos emittente; foliis inferioribus 
lineari-oblongis obtusis basin versus cuneatim angustatis uninerviis, foliis 
‘aulinis paucis inferioribus lineari-lanceolatis, superioribus linearibus acutis, 
sparse pilosis; bracteis imbricatis cum calyce densiuscule pilosis, lanceolatis ; 
calycis laciniis anguste triangularıbus quam tubus 3—4-plo longioribus; 
Corollae tubo angusto leviter curvato quam calyx duplo longiore segmentis 
‘limbi obovatis, superioribus paullo minoribus. 

Die Pflanze besitzt eine ziemlich starke Pfahlwurzel und entwickelt aus dem 
Grundstock 2—3 1,5—2 dm lange Stengel. Die grundständigen Blätter sind 2—2,5 cm 
lang und etwa 5—7 mm breit; am Stengel stehen bei unseren Exemplaren nur 2 Paare 


“von 4—4,5 cm langen und nur 1,5—2 mm breiten Blättern. Die Ahren sind 2—4 cm, 
die Bracteen etwa 1 cm lang und 2 mm breit. Die Röhre der hellvioletten Blumen- 


_krone ist 1,2 cm lang und 4 mm weit, während die größeren Abschnitte des Saumes 


‘8 


_ Eine ausgezeichnete Art, welche mit B. Poggei Engl. und B. Welwitschii Engl. 
| e itfernt verwandt ist. 


6B. (§ Imbricatae) crassifolia Engl. n. sp.; rhizomate brevi, crasso 
“subtuberoso, caules 1—2 simplices vel e basi ramosos densiuscule 


libus quam terminalis minoribus; bracteis e basi lata lanceolatis a 
medio recurvis, ciliatis, prophyllis lineari-lanceolatis acutis; calycis 


26* 


404 Beitr.z. Fl.v. Afr. XXII. Ber. üb. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. ete. 


viter piloso, segmentis obovatis, majoribus tubi circ. 1/,; longitudine 
aequantibus. 

Die Stengel sind 3—5 dm lang, mit 3—5 cm langen Internodien. Die Grundblätter 
sind 3 cm lang und 4 cm breit, die Stengelblätter 4,5—2,5 cm lang und 2—3 mm breit. 
Die Ahren stehen auf 2 cm langen Stielen und sind 2—3 cm lang. Die Bracteen sind 
etwa 4—5 mm lang, unten 2 mm breit, die Vorblätter wenig kürzer. Der Kelch is 
6 mm lang mit 4—1,2 mm langen Zähnen. Die hellblaue, im Schlunde weiße und 
weißhaarige Blumenkrone besitzt eine 1—1,2 cm lange, 1 mm weite Röhre und 6 mm 
lange, 4 mm breite Abschnitte an der Unterlippe, etwas kleiner an der Oberlippe. 

Kingagebirge: an Bergabhängen des Kirunde-Berges, um 2000 m. 

Auch diese Art gehört in die Verwandtschaft von B. Poggei Engl. und B. Wel- 
witschit Engl.; sie ist namentlich durch die dicken, fleischigen Blätter und die dichter 
Ähren kleiner Blüten ausgezeichnet. 


B. ($ Imbricatae) minutiflora Engl. n. sp.; annua, spithamea, vio- 
lascens, caule tenui foliato, minute et sparse piloso, simplici vel superne 
ramoso, rarius basi et medio ramoso; foliis basalibus parvis oblongis, 
caulinis linearibus acutis patentibus; spicis brevibus densifloris; 
bracteis patentibus, e basi concava lanceolatis, prophyllis angustis linearibus 
calycis dimidium vix aequantibus; calycis breviter sparse pilosi dentibus 
triangularibus acutis quam tubus 5-plo brevioribus; corollae parvae 
violaceae tubo angusto, segmentis limbi oblongo-obovatis parum 


inaequalibus. 

Nur 4—14,5 dm hoch, mit 1,5—2 cm langen Internodien. Die Grundblätter sind 
etwa 8 mm lang und 4 mm breit, die Stengelblätter 2 cm lang und 4 mm breit. Die 
Ähren sind etwa 4,5 cm lang und breit, häufig steht noch unterhalb der Ahren ein 
Blütenpaar in den Achseln zweier Laubblätter. Die Bracteen sind etwa 8 mm lang 
die Vorblätter 3—4 mm. Die Röhre des Kelches ist 5 mm lang, während die Zähne 
4 mm messen. Die 6 mm lange Blumenkronenröhre trägt höchstens 2 mm lange und 
4 mm breite Saumabschnitte. 


Kingagebirge: auf trockenen Wiesen des Ukwama-Berges, um 2500 
(n. 912. — Blühend am 16. Mai 1899). 


Diese kleine Art ist durch ihre Verzweigung der B. angolensis Engl. ähnlich, 


B. ($ Vagiflorae) mossambicensis Klotzsch in Peters Moss. Bot. 224. 
Var. usafuensis Engl.; usque 1 m alta, floribus majoribus, calyce 
longius dentato. | | 
Usafua: an trockenen Abhängen des Songwe-Thales um 1400 

'n. 4053. — Blühend und fruchtend am 22. Juni 1899). 


B. ($ Vagiflorae) kingaensis Engl.; rhizomate crasso lignosQ 
caules numerosos emittente; caulibus foliatis, quadrangulis, infre 
folia glabris, supra folia breviter pilosis; foliis lanceolatis margine cilio 
latis superioribus in axillis floriferis, bracteis laxe dispositis late lan 
ceolatis calycem aequantibus vel superantibus, prophyllis linearibus calyce 
2—2'/,-plo brevioribus; calycis dentibus elongato-triangularibus quam tubus 
5—6-plo brevioribus, minute ciliolatis; corollae flavo-viridis tube 
tenui quam calyx 1'/,-plo longiore glabro, limbi segmentis lineari- 


j 


oblongis, majoribus quam tubus triplo brevioribus; capsula lineari-oblonga 
calyce inclusa. 

Eine Staude mit kräftigem, etwas verzweigtem Grundstock, dem 40—45 einfache 
oder etwas verzweigte 2,5—4 dm lange Stengel mit 2—3 cm langen Internodien ent- 
springen. Die Blätter sind 1,5—2,5 cm lang, 3—5 mm breit und gehen allmählich in 
die 1—0,8 mm langen, 4—3 mm breiten Bracteen über. Der Kelch ist fast 4 cm lang 
und hat 4,5 mm lange Zähne. Die leicht gekrümmte Röhre der gelblichgrünen Blumen- 

_krone ist 4,2 cm lang und ihre Saumabschnitte sind 4 mm lang, 4,5 mm breit. Die 
Kapsel ist 7 mm lang, 2,5 mm breit. 

Kingagebirge: am Südwestabhang des Pikurugwe-Rückens auf flachen, 
rasigen Abhängen, um 2500 m (n. 1242. — Blühend und fruchtend am 
14. Sept. 1899). 

| Cyenium rubriflorum Engl. n. sp.; radice valde fibrosa, rhizomate 
brevi, caulibus nonnullis decumbentibus vel adscendentibus, fo- 
liatis, sparse albo-pilosis; foliis internodia aequantibus vel superantibus 
lanceolatis, integris vel utrinque + distincte 2—4-dentatis, den- 
tibus porrectis vel patentibus; pedicellis axillaribus quam folia brevioribus; 
prophyllis spathulatis; calycis laciniis linearibus acutis quam tubus obconicus 
11/,-plo longioribus; corollae rubrae tubo quam calyx triplo longiore, seg- 
mentis limbi majoribus late obovatis tubum longitudine nondum aequantibus. 
| Die einzelnen Stengel sind 1—2 dm lang, mit 4—3 cm langen Internodien ver- 
sehen und tragen 1—2,5 cm lange, 3—4 mm breite Blätter, welche teils ganzrandig, 
teils mit 1—2 mm langen Zähnen versehen sind. Die Blütenstiele sind etwa 4 cm lang 
und tragen 2 mm lange Vorblätter. Die Kelchröhre ist 3—4 mm lang, während 
die Kelchzähne 5 mm lang und 4 mm breit sind. Die Röhre der hellkrapproten 


_Blumenkrone ist 2 cm lang, während die größeren Saumabschnitte 1,5 cm lang und 
breit sind. 


Unyika: Land des Mpagara, am Mbowu-Fluss, um 4000 m (n. 1402. 
_— Blühend am 1. Nov. 1899). 


Die Art nähert sich etwas dem C. serratum (Klotzsch) Engl., besitzt aber viel 
“schmälere und spitze Kelchzähne, unterscheidet sich auch durch eine dünnere und kahle 
_ Blumenkronenröhre. Durch dieselben Merkmale ist es auch von ©. Heuglinit (Hochst.) 
-Engl., welches bisweilen den gleichen Habitus wie unsere neue Art zeigt, verschieden. 


Striga gesnerioides (W.) Vatke in Ost. Bot. Zeitschr. 1875 p. MM. 

Unteres Kondeland: in der sandigen, der Überschwemmung nicht 
-ausgesetzten Grassteppe in der Nähe des Nyassa-Sees, um 500 m (n. 874. 
_— Blühend am 25. April 1899). 

Bartschia abyssinica Hochst. in Schimp. pl. abyss. I. 356. 
R Usafua: am Ngosi- oder Poroto-Berg, an steilen, lavareichen Ab- 
hängen, um 2300 m (n. 1127. — Blühend am 5. Aug. 1899). 


4 m hoch, zwischen Gräsern. 


A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See etc. ges. Pflanzen. 405 


Orobanchaceae (A. ENGLER). 
Orobanche minor Sutton in Transact. Linn. Soc. IV. 179. 
{ Livingstone-Gebirge: Ukinga, am Mugire-Bach bei 1800 m in der 
Nähe von Schamben (n. 824. — Blühend am 31. März 1899). 


406 Beitr.z. Fl. v. Afr, XXII. Ber. ib. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. etc. 


Gesneraceae (A. ENGLER). 


Streptocarpus Goetzei Engl. n. sp.; herba magna; folio unico 
sessili vel breviter petiolato, magno crasso, subtus violaceo- 
purpureo, supra viridi, metallice nitido, utrinque, subtus imprimis nervis, 
albo-piloso, oblongo-ovato, margine crenato, nervis lateralibus I. validis 
utrinque circ. 20 vel pluribus patentibus, venis inter nervos obliquis paullum 
prominentibus; pedunculis 1—2 quam folium 41/,—2-plo longioribus | 
triente superiore composito-paniculatis, dense albo-pilosis, ramis. 
erectis multoties dichasialibus compressis, bracteis linearibus 
obtusis, pedicellis tenuibus; calycis tubo brevissimo, laciniis elongato- 
triangularibus acutis, corollae breviter pilosae violaceae tubo cylindrico, 
fuscae albido, limbo subaequaliter 5-lobo, lobis breviter obovatis; 
staminibus 2 brevibus in tubi dimidio superiore inclusis; ovario elongato 


attenuato dense cinereo-piloso; capsula valde elongata. 

Auffallende Pflanze von der Tracht und Größe des bekannten Str. Wendlandit 
Hort. Damman. Der Blattstiel ist 4—2 cm lang, die Blattspreite 2—3,5 dm lang und 
2—3 dm breit, mit sehr kräftigen, etwa 2 cm von einander abstehenden Seitennerven. 
Die Inflorescenz ist 5 dm lang, mit 1,5—1 dm langen Hauptästen, welche unregelmäßig 
dichasial verzweigt sind, indem die auf dünnem 2 cm langen Stiel stehende jedesmalige 
Endblüte von den kräftigeren Seitenzweigen überragt wird; ein Blütenstand trägt mehr als 
400 Blüten. Die unteren Bracteen sind 2 cm lang und 5 mm breit, die oberen all- 
mählich kürzer und schmäler, die letzten 2 mm lang und 0,5 mm breit. Der Kelch 
besitzt eine etwa 4 mm lange Röhre und 2,5 mm lange, 4 mm breite Zähne. Die Röhre 
der Blumenkrone ist 2 em lang und die vorderen Saumabschnitte sind 4 cm lang und 
breit. Die Kapsel wird 5—7 cm lang und ist 2 mm dick. 

Livingstone-Gebirge: am Abhang des Yawulanda-Berges, unter Fels- 
blöcken, bei 1800 m (n. 854. — Blühend und fruchtend am 18. April 
1899). | 
Diese prachtvolle Art ist ein vollkommenes Seitenstück zu Str. Wendlandii; das 
Blatt ist ähnlich, aber der Blütenstand und die Blüten sind durchaus verschieden; die 
stark dichasiale Verzweigung, die zusammengedrückten, unter spitzem Winkel auf- 
steigenden Zweige charakterisieren unsere Art gegenüber der genannten. Auch sind bei 
Str. Wendlandii die vorderen Abschnitte der Blumenkrone mehr länglich-eiförmig und 


blasser gefärbt, 


Lentibulariaceae. 


Es wurden mehrere Arten von Utricularia gesammelt, aber leider sind dieselben 
von Herrn Prof, Kasienski, dem sie zugesendet wurden, noch nicht bestimmt worden, 


Acanthaceae (G. Lınnau). 
Nelsonia brunelloides (Lam.) O. Ktze. Revis. p. #93. 
Rukwa-See: Ubungu, bei Manda (n. 1104, — Blühend im Juli 
1899). f 
Thunbergia squamuligera Lindau n. sp.; suffrutex ramis subglabris, 
ad nervos pubescentibus, foliis sessilibus, ovato-orbicularibus, basi cordatis, 


F 


| A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See etc. ges. Pflanzen. 407 


superne cum squamulis albidis instructis et aspersis, floribus pedicellatis 
solitariis, bracteolis tuboque glanduloso-pilosis ; antherarum loculis inferioribus 
filamentorum intimis calcaratis, connectivo in acumen producto; stigmate 


_infundibuliformi. 
| 1/, m hohe, buschige Staude mit spärlich rauhhaarigen Stengeln, die an den 
Knoten weißfilzig sind. Blätter sitzend, breit eiförmig bis rundlich, an der Basis tief 
“herzfôrmig, an der Spitze abgerundet oder kurz zugespitzt, 3,5—6 cm lang, 3—4,5 cm 
breit, an den Rippen mit wenigen rauhen Haaren, oberseits mit kleinen, weißlichen, sehr 
_ rauhen Schüppchen besetzt. Blütenstiele kahl, bis 4 cm lang. Blüten hellblau mit innen 
dunkelgelber Röhre, außen drüsenhaarig. Bracteolen eiförmig, stumpflich, ungekielt, 
-48—20 mm lang, 10—12 mm breit, parallelnervig, drüsig behaart. Kelch 41/ mm 
hoch mit kleinen Zähnchen, schwach behaart. Tubus unten 3,5 mm, weiter oben 3 mm 
im Durchmesser, sich dann allmählich bis 9 mm erweiternd, 20 mm lang. Kronlappen 
gleich, ca. 40 mm im Durchmesser. Filamente 6 mm lang. Connectiv in eine 4 mm 
lange Spitze ausgezogen. Antherenfächer wenig ungleich hoch angeheftet, äußere stumpf, 
3 mm lang, an der Basis haarig, innere Antherenfächer an der Basis haarig, 2,5 mm 
«lang, an der Basis spitz und bei den hinteren Staubblättern gespornt. Pollen typisch, 
- 70—77 p. im Durchmesser. Ovar 2, Griffel 9 mm lang. Narbe 4 mm lang, trichterig, 
sonst wie bei T. argentea. Kapsel unbekannt. 
Unyika: Bogoberge, auf rasigen Abhängen, um 2200 m (n. 1453. — 
Mit Blüten im November 1899). 


Verwandt mit 7. usambarica Lindau, aber durch die rauhen Blätter sofort zu 
unterscheiden. 


T. argentea Lindau n. sp.; suffrutex ramis erectis, glabris, foliis 
lineari-lanceolatis, sessilibus, glabris; floribus solitariis, pedicellatis, bracteolis 
“ovatis, non carinatis; ¢alyce minute dentato, antherarum loculis obtusis, 
barbatis, connectivo in acumen producto; stigmate infundibuliformi, bar- 
bellato. 


Fußhohe Staude ınit dickem Wurzelstock und aufrechten, verzweigten, kahlen 
Trieben mit violett angehauchtem, etwas kantigem Stengel. Blätter sitzend, kahl, lineal- 
lanzettlich, 4,5—8 cm lang, ca. 0,5 cm breit, trocken silberglänzend. Blütenstiele bis 
6 cm lang, kahl. Bracteolen eiförmig, stumpflich, parallelnervig, 15—16 mm lang, 
ca. 6 mm breit, außen sehr fein behaart. Blüten blassgelb, im Schlunde etwas dunkler 
gefärbt, kahl. Kelch 4 mm hoch mit feinen Zähnchen. Tubus 16 mm lang, unten bis 
zu 4 mm Höhe 3 mm im Durchmesser, dann allmählich bis auf 6 mm erweitert. Kron- 
lappen etwa 12—13 mm im Durchmesser, gleich. Filamente 4 mm lang, kahl. An- 
therenfächer gleich hoch inseriert, stumpf, behaart, 2 mm lang, Connectiv mit 4 mm 
"langer Spitze. Pollen typisch, 60—75 w im Durchmesser. Ovar 1 mm, Griffel 6 mm 
“lang. Narbe 5 mm hoch, trichterig, dreikantig, hintere Ecke etwas höher, vordere 
beiden mit kleinem Haarbüschel. Kapsel unbekannt. 


- 


Unyika: bei Piveki in rasigen Einsenkungen des welligen Terrains, 
1400 m (n. 1425. — Mit Blüten im November 1899). 
a Einheim. Name: nyovolo. 
L Am ehesten mit 7. longifolia Lindau verwandt, aber durch die kürzeren Blätter, 
den bläulichen Stengel, Blütenfarbe, stumpfe Antheren etc. verschieden. 


4 T. lancifolia T. And. in Journ. Linn. Soc. VII. 19. 
| Rungwe-Stock (n. 1336. — Blühend am 16. Oct. 1899). 


408 Beitr. z. Fl. v. Afr. XXII. Ber. üb. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. etc, 


T. lamellata Hiern in Cat. Welwitsch plants IV. 803. 
Unyika: Mbozi-Hiigel, im lichten Buschwald um 1600 m (n. 1386. — 
Blühend am 28. Oct. 1899). 
T. exasperata Lindau n. sp.; suffrutex breviter hirsuta ramis repen- 
tibus foliis hastatis petiolo alato, floribus solitariis, axillaribus, longissime — 
pedicellatis, bracteolis cordatis, carinatis, calyce dentato, stigmate bifido, — 


antherarum loculis interioribus calcaratis, capsula pubescente. 

Halbstrauch mit dickem Wurzelstock und zahlreichen kurzen, niederliegenden, 
kurz rauhhaarigen, etwas kantigen Trieben. Blattstiele 2—2,5 cm lang, geflügelt, rauh- 
haarig. Blätter pfeilförmig, an der Basis fast gerade abgeschnitten oder etwas herz- 
formig, am Rande bisweilen mit einigen zahnartigen, stumpfen Vorsprüngen, 4—7 cm 
lang, 2--3,5 cm breit, kurz rauhhaarig, namentlich oberseits. Blütenstiele einzeln 
axillär, bis 46 cm lang, rauh. Blüten orangegelb, kahl. Bracteolen herzförmig, zu- 
gespitzt, parallelnervig, 4,5 ><2,5 cm, rauhhaarig. Kelch 8 mm lang, Zähne 3—4 mm 
lang, mit Drüsenhaaren. Tubus 30 mm lang, unten 5, dann 4, endlich oben 10 mm 
im Durchmesser. Kronlappen gleich, etwa 20 ><20 mm. Filamente 5 mm lang. Innere 
Antherenfächer tiefer inseriert, 5 mm lang, gespornt, behaart, äußere Antherenfächer 
stumpf behaart, bei den äußeren Staubblättern 7, bei den inneren nur 6 mm lang. 
Pollen typisch, ca. 77 ». im Durchmesser. Ovar 3, Griffel 20 mm lang. Vorderer 
Narbenlappen 2, hinterer 4 mm lang. Kapsel behaart, kugelig, ca. 40 mm im Durch- 
messer, mit über 45 mm langem Schnabel. Samen etwa 6 mm im Durchmesser, mit 
braunen Schuppen bedeckt. 

Unyika: am Unkana auf grauem Laterit im Buschwald (n. 1382. — 
Mit Blüten im October 1899). 


Gehört in die Gruppe der T. alata Boj., ist aber durch die riesigen Bracteolen, 
die Behaarung und die langen Blütenstiele von jeder Art verschieden. 
Hygrophila mierothamnia Lindau n. sp.; fruticulosa ramosa ramis 
glabris, foliis petiolatis, ovalibus basi angustatis, parvis, minute pilosis; 
floribus solitariis, axillaribus, pilosis; filamentis et stylo pilosis. 
Fingerhohe buschige Staude mit dickem, verholztem Wurzelstock, aus dem immer 
wieder neue Triebe hervorgehen. Triebe meist einfach, kahl. Blätter kurz gestielt, ei- 
formig, an der Spitze gerundet, an der Basis verschmälert, ca. 2 cm lang, 3/4 cm breit, 
sehr feinhaarig, zuletzt fast kahl, mit sichtbaren Cystolithen. Blüten einzeln stehend, 
mit kurzem Stiel, blassblau, innen dunkler gesprenkelt und mit brauner Röhre, außen 
behaart, Bracteolen am Blütenstiel hochgerückt, 6><4 mm, behaart, meist mit einer 
Knospe in der Achsel, Kelchzipfel spitz, 43—44><4 mm, behaart. Tubus 45 mm lang, 
unten 2, oben 7 mm im Durchmesser. Oberlippe 40 mm lang, mit 2 stumpfen, 
6><5 mm großen Lappen. Unterlippe 8 mm lang, Seitenlappen 5 >< 8, Mittellappen 
66 mm. Filamente behaart, äußere 5, innere 3 mm lang, je 2 seitlich vereinigt und 
als behaarte Linie herunterlaufend. Antherenfächer 3 mm lang, unten spitz. Pollen 
typisch, 65—70 y lang, 55—58 » im Durchmesser. Ovar 2, Griffel 45 mm lang, beide 
behaart, Frucht unbekannt, 
Unyika: bei Fingano im Buschwald auf grauem Laterit, um 1700 m 
n. 1375. — Mit Blüten im October 1899). 
Am ehesten mit IL. spiciformis zu vergleichen, aber von ihr wie von allen andere 
durch den eigenartigen strauchigen Wuchs charakteristisch verschieden. 
Asteracantha longifolia (L.) Nees in Wall. Pl. As. Rar. III. 90. 
Nördl. Kingagebirge: Ussangu, am Msimasi-Sumpf (n. 1028. 
Blühend am 10, Juni 1899). 


ne 


a A Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See etc. ges. Pflanzen. 409 
— Phaulopsis oppositifolius (Wendl.) Lindau in Engler-Prantl, Pflanzen- 
familien, Nachtr. p. 305. 

_  Kingagebirge: Yariri-Berge, an rasigen Abhängen um 1700 m 
(mn. 4194. — Blühend am 8. Sept. 1899). 


- Lepidagathis sparsiceps Clarke in Flor. Trop. Afr. V. 124. 
—  Nördl. Kingagebirge: Ussangu, an trockenen Abhängen, um 2200 m 
(n. 1005. — Blühend am 5. Juni 1999). 


— IL. eriocephala Lindau n. sp.; fruticulus ramosus ramis glabris, foliis 
lanceolatis, 3-nerviis, glabris; floribus in axillis foliorum superiorum con- 
fertis; bracteis brunneis, margine pilosis, bracteolis hyalinis albo-pubescen- 
tibus; calycis laciniis in acumen productis, ad apicem et ad marginem albo- 
pilosis; labiis extus pubescentibus, stylo piloso. 

Wurzelstock dick holzig, Triebe fußhoch, zahlreich, verzweigt, "kahl, 4kantig. 
Blatter sitzend, lanzettlich, bis 8 cm lang, 6—8 mm breit, kahl, mit 3 Längsnerven; 
Cystolithen deutlich. Blüten weiß, innen stark dunkelviolett gesprenkelt, mittlere Zipfel 
der Lippe innen orange gefärbt, außen an den Lippen behaart, innen an der Griffelfalte 
haarig, in dichten, axillären, großen Köpfen stehend. Äußere Bracteen braun, eiförmig, 
fädig zugespitzt, am Rand lang weißhaarig, wenig größer als die Bracteolen. Bracteolen 
länglich, mit fädiger Spitze, 14 mm lang, ca. 2,5 mm breit, am Rande und am Rücken 
weißhaarig. Kelchzipfel alle in scharf abgesetzte Spitzen ausgezogen, am Rand und am 
oberen Teil lang weißhaarig, vordere 42 >< 2,5, seitliche 42 ><4,5, hinterer 44 X 4 mm. 
Tubus 5 mm lang, ca. 2 mm im Durchmesser. Oberlippe 6 mm lang, 4 mm breit, 
ungestielt, Unterlippe 7 mm lang, Seitenlappen 4,5><14,5, Mittellappen 1,5><2 mm. 
filamente 5 mm (innere 3 mm) lang, Antherenfächer wenig ungleich hoch angeheftet, 
4,5 mm lang, etwas behaart. Pollen typisch, 42—50 y lang, 27—33 » im Durchmesser. 
© var 4,5, Griffel 7 mm lang, behaart. Frucht unbekannt. 

| Usafua: Bunguluma-Berge an östlichen dürren Abhängen im lichten 
Busch, um 2100 m (n. 1083. — Blühend im Juli 1899). 

7 Am nächsten der L. fimbriata Clarke stehend, von der sie sich durch den viel 
längeren Kelch unterscheidet, von L. Andersoniana Lindau durch die schmäleren und 
ganz kahlen Blätter verschieden. 

_ L. nematocephala Lindau n. sp.; fruticulus ramis demissis glabris, 
foliis breviter petiolatis, oblongis, utrinque acuminatis, glabris, 3-nerviis; 
floribus in capitulis axillaribus congestis, bracteis et calycis laciniis apice 
filiformiter productis et albo-pubescentibus; corollae labiis extus pubescen- 
tibus, stylo piloso. 

Staude mit dicker, holziger Wurzel und den Boden aufliegenden langen Trieben. 
Stengel fast unverzweigt, kahl, 4kantig. Blätter mit kurzem, geflügeltem Stiel, länglich, 
beidendig verschmälert, 4—5 cm lang, 1—2 cm breit, kahl, mit 3 sehr deutlichen Längs- 
nerven, Cystolithen wenig sichtbar. Blüten in dichten, axillären, kleinen Köpfen gegen 
den oberen Teil der Triebe hin auftretend, weiß, innen leicht violett gesprenkelt, mitt - 
lerer Zipfel der Lippe mit kleinem, orangefarbenem Fleck, außen an den Lippen be- 
hi innen an der Griffelfalte mit wenigen Haaren. Bracteen und Bracteolen lanzett- 
lich, in eine fast ebenso lange, fadenartige, violette Spitze ausgezogen, im Mittel 19 mm 
lang, 2 mm breit, am Rande mit langen, weißen Haaren. Kelchzipfel länglich, in vio- 
letter Spitze endigend, behaart, vordere und seitliche Zipfel 12 >< 2 mm, hintere 14 ><3. 


= 


Se - = 
Tubus 13 mm lang, unten 2, oben 5 mm im Durchmesser. Oberlippe 5 mm lang, 


410 Beitr. z. Fl. v. Afr. XXII. Ber. wb. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. etc. 


a D 


4 mm breit, oben mit 2 stumpfen, 4 mm breiten Zähnen. Unterlippe 7 mm lang, = 
Lappen ca. 3><3 mm. Filamente 5 (innere 3) mm lang. Innere Antherenfächer etwas 
hinabgerückt, 11/2 mm lang, behaart. Pollen typisch, 38—42 p lang und ca. 27 p im 
Durchmesser. Ovar 4,5, Griffel 6—7 mm lang, behaart. Frucht unbekannt. 

Usafua: Bunguluma-Berge an östlichen, dürren Abhängen mit lichtem 


Buschbestand, um 1700 m (n. 1084. — Blühend im Juli 1899). 
Am nächsten mit L. myrtifolia S. Moore verwandt, aber durch die 3-nervigen 
Blätter sofort zu unterscheiden. 


Barleria calophylla Lindau in Engl. Bot. Jahrb. XX. 47. 
Livingstone-Gebirge: oberhalb Langenburg um 1400 m (n. 846. 
— Blühend im April 1899). | 


B. spinulosa Klotzsch in Peters Moss. p. 208. 
Nördl. Kingagebirge: Ussangu, an trockenen Abhängen über der 
Steppe, um 4500 m (n. 1015. — Blühend im Juni 1899). 


Blepharis carduacea Lindau n. sp.; fruticulus ramosus glaber foliis 
subsessilibus, oblongo-lanceolatis margine cum dentibus spinosis instructis; 
floribus in capitulis axillaribus congestis, bracteis externis spinigeris, intimis 
non armatis, calycis lobo postico latiore, antico 2 dentato; corolla puberula, 
filamentis anterioribus basi pilosis, antheris pilosis. 

Bis 1/5; m hohe, buschige Staude mit markhaltigen, holzigen, kahlen Stengeln. 
Blätter fast sitzend, länglich, an der Basis wenig, an der Spitze allmählich verschmilert, 
4—10 cm lang, 1,5—2,5 cm breit, am Rande mit mehreren stachelspitzigen Zähnen, an 
der Spitze stachelig, kahl. Blüten in dichten, am Ende der Zweige axillären Köpfen, 
hellblau bis weiß, behaart, im Innern gelblichgrün. Außenstehende Bracteen sehr ver- 
schieden groß, bis 3><!/g cm, am Rande und an der Spitze stachelig, am Rande mit 
feinen Härchen, nach innen zu kleiner werdend und die Stacheln verlierend. Bracteolen 
hyalin, 44—47 mm lang, 2—4 mm breit, am Rande wimperig behaart. Seitliche Kelch- 
lappen 45 ><3 mm, hinterer 48><7 mm, vorderer 16 >< 4—5 cm, an der Spitze 2zähnig, 
alle an der Spitze etwas ausgezogen und am Rande wimperig behaart. Tubus 6 mm 
lang, unten 3,5 mm im Durchmesser, nach oben dann etwas eingeschnürt. Unterlippe 
24 mm lang, 44 mm breit, behaart, mit 3 Lappen, seitliche 3 mm lang, 5 mm breit, 
mittlerer 4 mm lang, 3 mm breit. Äußere Filamente 7 mm lang, 2 mm breit, unten 
mit kleinem Haarschopf, oben mit 4,5 mm langem Höcker. Innere Filamente 7 mm 
lang, sehr schmal, über der Basis innen mit vorspringendem Wulst. Antheren ein- 
fächerig, 4,5 mm lang, an der Spalte und am Scheitel bebärtet. Pollen typisch, 42—46 y 


lang, ca. 28 » im Durchmesser. Ovar 2 mm, Griffel 44 mm lang. Frucht unbekannt, 
Usafua: Bunguluma-Berge an dürren Abhängen im lichten Busch, 
um 4700 m (n. 1085. — Blühend im Juni 1899). 


Am nächsten mit B. panduriformis Lindau verwandt, aber durch die Blätter und 
die Form der Kelchlappen sofort zu unterscheiden, 

Acanthus montanus (Nees) T. And. in Journ. Linn. Soc. VIL 37. 1 

Kingagebirge: Bulongwa im Schluchtenwald, um 2200 m (n, 933. 
— Blühend am 23. Juni 1899). 


“ 


Duvernoia pumila Lindau in Engl. Bot. Jahrb, XX. 4&4, 4 
Kingagebirge: Ussangu, Lipanye-Rücken, um 2200 m in. 4.262. = 1 
ühend am 17, Sept, 1899). 


. 
» 
a 


g A, Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See etc. ges. Pflanzen. 411 


Isoglossa lactea Lindau in Engl. Bot. Jahrb. XX. 55. 

; Kingagebirge: Bulongwe-Berge, im Wald, um 2200 m (n. 1204. — 
Blühend am 40. Sept. 1899). 

… Justicia Goetzei Lindau in Engl. Bot. Jahrb, XXVIII. 484. 

| Kingagebirge: Kipengere-Rücken, auf trockenen Felshalden um 
2700 m (n. 975. — Blühend am 28. Mai 1899). 

J. mossambicensis (Kl.) Lindau in Engl. Pflanzenw. Ostafr. €. 373. 
| Ubena: Siangira, auf sumpfigen Wiesen (n. 796. — Blühend am 
24. März 1899). 


Plantaginaceae (A. ENGLER). 


Plantage palmata Hook. f. in Journ. Linn. Soc. VI. 49, VIL 243. 
Rungwe-Stock: an den südlichen Abhängen in der Bambuszone, um 
2500 m (n. 1160. — Blühend am 13. Aug. 1899). 

Einheim. Name: kongowere. 
Verwendung. Das Rhizom wird getrocknet, gestampft und gekocht 
gegen Leibschmerzen gebraucht. | 


Rubiaceae (K. ScHümann). 

Oldenlandia Bojeri (Klotzsch) Hiern in Oliv. Fl. trop. Afr. II. 53. 
Bis meterhoher Halbstrauch mit weißen Blüten; Kelch weifigrau. 
Kondeland: Abhänge auf grauem Laterit mit lichtem Buschbestande, 
auf dem Ukangu-Berge bei Langenburg, ca. 1100 m ti. M. (n. 89. — Blü- 
hend im Mai 1899). | 
Ist durch den südlichen Teil des tropischen Afrika weit verbreitet. 
0. Holstii K. Schum. in Engl. Pflanzenw. Ostafr. C. 376. 
; Meterhoher Halbstrauch mit weißen Blüten, die außen leicht violett über- 
flogen sind. 
Kondeland: sonnige Bergabhänge am Ukangu-Berge bei Langenburg, 
bei 1000 m ü. M. (n. 840. — Blühend im April 1899). 
Einheim. Name: nyarufi. 
Bisher aus Usambara bekannt. 
0. luzuloides K. Schum. n. sp.; herba perennis caulibus pluribus 
erectis strictis simplicibus teretibus et bilateraliter sulcatis margine sulcorum 
sub lente valida minute ciliolatis ceterum novellis ipsis glabris; foliis sessili- 
bus anguste linearibus attenuato-acuminatis basi angustatis margine recur- 
vatis scabridis ceterum utrinque glabris basi vaginatim conjunctis, stipulis 
Minutis triangularibus; pannicula terminali lateralibus ex axillis foliorum 
summorum aucta contracta; floribus pedicellatis; ovario subgloboso glabro; 
alyce alte quadrifido, lobis subulatis praecipue prope basin ciliolatis; corolla 
infundibuliformi glabra; antheris erectis; stilo bilobo, stigmatibus papillosis; 
capsula globosa dura sepalis coronata. 

Die Staude ist 33—40 cm hoch; die getrocknet, wie die Blätter gelbgrünen Stengel 


ind am Grunde nur 4 mm dick oder wenig darüber. Die einnervigen Blätter sind 
2,3—4 cm lang und in der Mitte 2—3 mm breit, sie sitzen auf einer 5—7 mm langen 


412 Beitr.z.Fl.v. Afr. XXII. Ber. üb. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. etc. 


Nebenblattscheide, der freie Zipfel derselben ist kaum 4 mm lang; Nerven sind keine 
sichtbar, die Unterseite ist etwas heller als die Oberseite. Der eng zusammengezogene 
Blütenstand hat nur 4—4,5 cm im Durchmesser, ist aber ziemlich reich an Blüten. Der 
Fruchtknoten und Kelch messen nur 4 mm. Die außen dunkel-, innen heller blau ge- 
färbte Blumenkrone ist 8 mm lang, wovon 3 mm auf die Zipfel kommen. Die Staub- 
blätter sind 3 mm lang und sitzen etwas tiefer als die Buchten der Blumenkrone. Der 
Griffel misst 4 mm. Die Kapsel hat ohne den Kelch 2 mm im Durchmesser, 

Nördl. Kingagebirge: Abhänge zwischen Gras am Lipanye-Berge 
in Ussangu, bei 2500 m ti. M. (n. 998. — Blühend und fruchtend im Juni 
1899). 


Die Art ist durch den sehr steifen Wuchs, die zusammengezogenen Blütenstände 
und die kaum sichtbaren Stipularzipfel gut zu unterscheiden. 
Pentas longituba K. Schum. in Engl. Pflanzenw. Ostafr. C. 377. 
Ein bis 2 m hoher Halbstrauch mit stark behaarten Zweigen und Blättern; pie 
weiß, Blumenkronenröhre außen violett. 
Livingstone-Gebirge: unbewaldete Abhänge auf dem Yawulanda- 
Berge (n. 85. — Blühend im April 1899). 
Ist bisher aus Usambara bekannt geworden. 
Mussaenda arcuata Poir. in Lam. Encyl. IV. 392. 
Ein 5—6 m hoher, weit verzweigter Strauch; Blüten gelb, innenseits am Schlunde 
orangerot behaart; diese Stelle färbt sich nach der Vollblüte schwarzbraun. 
Livingstone-Gebirge: Schlucht am Bachufer des Yamirubi-Berges 
im südlichen Ukinga, bei 2000 m ü. M. (n. 828. — Blühend im April 
1899). 
Einheim. Name: munioka. 
Ist im tropischen Afrika bis nach Madagascar weit verbreitet, vielleicht die häufigste 
Ruliacea. | 
Oxyanthus speciosus P. DC. in Ann. mus. Paris IX. 218. 
Ein 5—6 m hoher, aufrecht wachsender Baum mit grünen Früchten. 
Nördl. Kingagebirge: Ussangu, Schluchtenwald am Nordabhang des 
Kipengere-Rückens (n. 982. — Fruchtend im Mai 1899). 
Leptactinia heinsioides Hiern in Oliv. Fl. trop. Afr, III. 88. 
Kin niedriger Halbstrauch, dessen Triebe am Boden liegen; Blüten weiß, sehr 
wohlriechend, 
Unteres Kondeland: im Buschwald des Kivira-Thales an den Wugu- 
Bergen, bei 700 m ii. M. {n. 1486. — Blühend im November 1899). 
Gardenia Thunbergia Linn. fil. ex Thunb. Diss. Garden. 44 et 47. 
Niedriger Halbstrauch, Triebe am Boden liegend; Blüten weiß, beim Trockne 
gelb werdend, sehr wohlriechend. 
Unyika: im Buschwalde bei dem Dorfe Huyuwi, 1400 m ü. M: 
(n 1400. Blühend am 31. Oct. 1899). 
Feretia apodanthera Del. in Ann, sc. nat. IL ser. XX. 92, t. 4 
fig. 4. | 
Var, australis K. Schum.; foliis novellis paululo magis indutis; 
lobiis calycinis basi latioribus; corollinis apice subobtusis. 


Strauch von $—4 im Höhe mit sparrig abstehenden Ästen; Blüten weiß mit leich 
tem rosenroten Anflug, 


A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See etc. ges. Pflanzen. 413 


Am Abfall des Unyika-Plateaus, bei dem Dorfe Saube am Yambe- 
Flusse, am Bett bei 1000 m ü. M. (n. 4407. — Blühend im November 
1899). 

Einheim. Name: yunga. 


Galiniera coffeoides Del. in Ann. sc. nat. II. ser. XX. 92. t. 1. fig. 6, 
Ein 3—4 m hoher, aufrecht und geschlossen wachsender Strauch. 


| Oberes Kondeland: im Wald der Landschaft Uporoto bei dem 
Wigali-Pass, um 2000 m ü. M. (n. 1347. — Blühend am 20. Oct. 1899). 
Die beiden zuletzt genannten Pflanzen nehmen deswegen eine hôhere Beachtung 
in Anspruch, weil diese monotypen Gattungen bisher nur von nördlicheren Gegenden 
bekannt waren. Feretia apodanthera Del. hat eine größere Verbreitung, indem sie in 
Abyssinien und in dem Ghasalquellengebiet gefunden wurde, Galiniera coffeoides war 
aber außerhalb der engeren Grenzen Abyssiniens nicht beobachtet worden. 


Tricalysia Nyassae Hiern in Oliv. Fl. trop. Afr. II. 121. 

Ein 3—4 m hoher, aufrecht wachsender Strauch mit weißgrünen, an der Knospen- 

lage leicht rötlich angehauchten Blüten, die am Schlunde weich behaart sind. 

| Oberes Kondeland: Landschaft Massewe (Umunda), auf welligem 
Plateau, am Bachufer, um 1000 m ü. M. (n. 1326. — Blühend im October 

4899). 

Einheim. Name: towerowe. 


T. mucronulata K. Schum. n. sp.; fruticosa ramis virgatis teretibus 
novellis complanatis subtomentosis mox glabratis; foliis breviter petiolatis, 
petiolo plano-convexo subtomentoso, lanceolatis vel oblongis obtusiusculis 
manifeste mucronulatis coriaceis subtus domatiato-puberulis ceterum utrin- 
que glabris subdiscoloribus; stipulis late ovatis longe apiculatis extus sub- 
tomentosis intus glabris; floribus paucis fasciculatis axillaribus subsessilibus; 
ealyculo simplici turbinato denticulato sericeo ut ovarium et calyx, minute 
plurilobulatus; ovulis 2 pro loculo; corollae tubo extus glabro, laciniis extus 
ad medium puberulis; staminibus faucem paulo superantibus; stilo bilobo 
“glabro. 

Der Strauch wird 3—4 m hoch; die blühenden Zweige sind 20—50 cm lang und 
am Grunde 2—3 mm dick; sie sind mit zimmtbrauner Rinde bekleidet und oben hell 
rostfarbig behaart. Der Blattstiel ist 3—5 mm lang; die Spreite hat eine Länge von 
4,5—7 cm und in der Mitte oder weiter unten eine Breite von 4—3,5 cm; sie wird von 
5—6 starkeren, oberseits deutlicher als unterseits vorspringenden Nerven rechts und 
Tinks vom Medianus durchlaufen und ist getrocknet oberseits bräunlich, unterseits mehr 
grau. Die Nebenblätter sind 4—7 mm lang. 3—5 Blüten stehen zusammen in der 
Achsel eines Blattes. Der Vorkelch misst wie der Fruchtknoten 4 mm. Der Kelch ist 
1,5 mm lang. Die weiße, angenehm riechende Blumenkrone misst im ganzen 13 mm, 
wovon 3 mm auf die Zipfel kommen. Die Staubbeutel sind 3 mm lang; der Griffel 
misst 5 mm. 

Oberes Kondeland: Landschaft Umalila, auf dem Ussengu-Berg, im 
Walde bei 2300 m (n. 4365. — Blühend am 23. Oct. 1899). 

Die Art erinnert in der Tracht an T. microphylla Hiern aus Sansibar, ist aber 
namentlich leicht an den feinen Spitzchen der Blattenden leicht zu erkennen. 


414 Beitr.z. Fl. v. Afr. XXII. Ber. üb. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. etc. 


Pentanisia variabilis Harv. in Hook. Lond. Journ. bot. I. 21. 

Fingerhohe, buschige Staude mit blassen, blauvioletten Blüten. 

Unyika: im Buschwald, auf grauem Laterit bei dem Dorfe Fingano, 
1700 m ü.M. (n. 1374. — Blühend im October 1899). 


Die Pflanze gehört zu den Kaptypen, welche weit nach Norden gehen. 


Polysphaeria neriifolia K. Schum. in Engl. Pflanzenw. Ostafr. C. 383. 

Ein 4—5 m hoher Baumstrauch mit glatter, brauner Rinde; Blüten weiß, innere 
Seite der Blumenkrone dicht mit langen, weißen Haaren besetzt; Kelch und Bracteolen- 
kappen hellbraun behaart. 


Unteres Kondeland: Flussufer im Rumbira-Thal bei Langenburg, 
ca. 500 m ü. M. (n. 861. — Blühend im April 1892). 


Einheim. Name: kabare-bare. 
Ist schon friher hier, zuerst aber in Usambara gefunden worden. 


Vanguiera adenodonta K. Schum. n. sp.; fruticosa ramis erectis ra- 
mulis horizontalibus teretibus florentibus nodulosis subtetragonis apice sub- 
tomentosis mox glabratis; foliis parvis breviter petiolatis, petiolo tenui supra 
anguste canaliculato, ellipticis acuminatis obtusis basi rotundatis supra nervo 
mediano pilulis minutissimis inspersis subtus domatiato-barbellatis ; stipulis 
triangularibus intus villosis, persistentibus et induratis; floribus solitariis — 
pro axilla, pedicellatis; ovario glabro trimero; calyce dentato, dentibus 
glandulosis; corolla extus glabra intus fauce villosa; antheris caudiculatis, 
caudiculis papillosis; stigmate alte trilobato. 

Der Strauch wird 2—3 m hoch; die kurzen, blühenden Zweige sitzen an 30—40 cm 
langen, am Grunde 4—5 mm dicken, grau berindeten Langtrieben. Der Blattstiel ist 
2—3 mm lang; die Spreite hat eine Länge von 4—2 cm und ist in der Mitte 7—42 mm 
breit; sie wird von 4—5 beiderseits, aber oberseits etwas schwächer vorspringenden 
Nerven rechts und links vom Medianus durchzogen und ist getrocknet dunkel olivgrün, 
unterseits etwas heller. Die Nebenblätter sind 2 mm lang und schwarz gespitzt. Der 
Blütenstiel ist 4—6 mm lang. Der Fruchtknoten hat eine Länge von 1,2—4,5 cm, der 
Kelch von 0,8 mm. Die ganze grünlichweiße Blumenkrone misst 9 mm, wovon 3,5— 
‘ mm auf die Zipfel kommen. Die Staubbeutel messen 2 mm. Der Griffel ist mit der 


Eu 


dreilappigen Narbe 7 mm lang. 

Unyika: Umalila, im Wald auf den Uwurungu-Bergen bei 2000 m 
fi. M, (n. 4454. — Blühend im November 1899). 

Die Pflanze, deren Blüten denen gewisser Plectronien sehr ähnlich sehen, ist mit 
V. microphylla K. Schum, verwandt, unterscheidet sich aber durch die Einzelblüten in 
den Achseln der Blätter. 

Fadogia stigmatoloba K. Schum. n. sp.; suffruticosa, caulibus vel 
ramis erectis strietis subtriangularibus novellis tomentosis tarde glabratis; 
foliis triverticillatis breviter petiolatis, petiolo tereti tomentoso, lanceolatis 
obtusis basi acutis utrinque tomentosis discoloribus; stipulis subulatis tomen- 
tosis; floribus pluribus diehasium densum referentibus breviter pedicellatis; 
ovario tomentoso pentamero; calyce quinquelobato lobis acutis; corolla 
triente superiore in lobos triangulares diviso extus tomentoso; antheris 
apiculatis basi breviter caudatis; stigmate alte quinquelobo, 


ia i 
- A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See etc. ges. Pflanzen. 415 
a Der Halbstrauch wird bis 50 cm hoch; die vorliegenden Zweige sind am Grunde 
4—5 mm dick mit grauschwarzer Rinde bekleidet, oben sind sie gelb graufilzig. Der 
Blattstiel ist nicht über 3 mm lang; die Spreite hat eine Linge von 2—6 cm und in 
der Mitte eine Breite von 0,6—2,2 cm; sie ist oberseits olivgrün bis gelblichgrau, auf 
der Rückseite grau; sie wird von 4—5 stärkeren, unterseits wegen der gelblichen Farbe 
des Filzes deutlich, oberseits nicht sichtbaren Nerven rechts und links vom Medianus 
durchzogen. Die Nebenblätter sind 4—5 mm lang. Der Blütenstiel ist kaum 1 mm 


lang. Der Fruchtknoten ist 2 mm lang und wie alle Teile der Inflorescenz gelbgrau- 


filzig. Der Kelch misst 4 mm. Die ganze gelbe Blumenkrone ist 13 mm lang, wovon 
mm auf die Zipfel kommen. Die Staubbeutel sind 2 mm lang. Der Griffel misst 
8 mm. 

… Unyika: im Buschwald der Mbozi-Hügel auf welligem Plateau bei 
1600 m ü. M. (n. 1428. — Blühend im November 1899). 

Pavetta lasiobractea K. Schum. n. sp.; fruticosa ramis teretibus 
Superne complanatis novellis ipsis glabris; foliis petiolatis, petiolo gracili 
supra subcanaliculato, oblongo-lanceolatis breviuscule et acute acuminatis 
basi acutis herbaceis utrinque glabris; stipulis late triangularibus apiculatis 
intus villosis diutius persistentibus; pannicula terminali sessili bracteis ma- 
jusculis latis coriaceis extus puberulis intus villosis; floribus modice pedi- 
ce atis; ovario turbinato glaberrimo; calyce cupulari quadri-denticulato extus 
glabro mtus parce piloso; corolla tetramera triente superiore in lobos 
lineari-lanceolatos acutos divisa; filamentis conspicuis; stilo altissime co- 
rollam superante. 
| Der Strauch wird 2—3 m hoch; die blühenden, 20—25 cm langen Zweige sind 
un Grunde mit gelbgrauer Rinde bedeckt und 3—4 mm dick. Der Blattstiel ist 10— 
i5 mm lang; die Spreite hat eine Länge von 7—13 cm und in der Mitte oder höher 
oben eine Breite von 2,5—5 cm, sie wird von 5—6 beiderseits, aber unterseits stärker 
yorspringenden Nerven rechts und links vom Medianus durchzogen und ist getrocknet 
n ins Grüne. Die Nebenblätter sind 4—6 mm lang. Die Rispe hat 9—10 cm im 
chmesser; die untersten Bracteen sind fast 4 cm lang. Die Blütenstiele messen 
5 S mm. Der Fruchtknoten ist 4 mm, der Kelch 1,3 mm lang. Die weiße, außen 
zrünliche Blumenkrone hat eine Gesamtlänge von 2,7—2,8 cm, wovon 44—!2 mm auf 
lie Zipfel kommen. Die Staubfäden sind 2—3 mm, die Beutel 40—44 mm lang. Der 
riffel hat eine Lange von 5,3—5,5 cm. 

_ Unyika: Umalila, im Walde der Uwurungu-Berge, bei 2200 m ü. M. 
1. 1466. — Blühend im November 1899). 

11 Die außerordentliche Länge des Griffels und die großen, innen stark behaarten 
racteen zeichnen die Art auffällig aus. 

… Otiophora pycnoclada K. Schum. n. sp.; frutex humilis densus, ra- 
is copiosis gracilibus nodulosis teretibus novellis complanatis bilateraliter 
ninute papillosis; foliis parvis sessilibus oblongo-lanceolatis vel subovato- 
blongis acutis basi rotundatis subcoriaceis utrinque glaberrimis; stipulis 
ifidis basi dilatatis, diutius persistentibus; floribus pluribus capitulum ter- 
linale referentibus; ovario globoso superne hinc inde pilulo insperso; calyce 
d basin diviso, lobis inaequilongis nonnullis herbaceis; corolla infundibuli- 
mi vix ad medium in lobos lineares divisa; staminibus exsertis; stilo 


ıbum corollae longe superante. 


416 Beitr.z. Fl.v. Afr. XXII. Ber. üb. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. etc. 


Der mit zahllosen, gewundenen Asten versehene Strauch wird 30° cm hoch; jene 
sind nur {—2 mm dick und mit schwarzer Rinde bekleidet, auf der die vertrockneten 
Stipelreste sitzen bleiben. Die Blätter sind 4—10 mm lang und unterhalb der Mitte 
2—4 mm breit; sie werden von 2—3 kräftigeren, nicht immer stark hervortretenden 
Nerven rechts und links vom Medianus durchzogen und sind getrocknet grün mit einem 
Stich ins gelbliche. Die Nebenblätter sind 1—1,5 mm lang und rötlich gefärbt. 5—40 
Blüten und mehr bilden das Köpfchen. Der Fruchtknoten ist 4 mm lang, getrocknet 
schwarzbraun und trägt oben einige weiße Haare. Die Kelchblätter sind bisweilen nur 
2, bisweilen 6 mm lang, zwischen ihnen sitzen kleine Drüsen. Die außen dunkel-, innen 
hellviolette Blumenkrone ist 10 mm lang, davon kommen 4 auf die Zipfel. Der Griffel 
ist 40 mm lang. | 

Kingagebirge: trockene, mit Felsblöcken übersäte Halden auf dem 


Kipengere-Rücken, bei 2700 m (n. 967. — Blühend im Mai 1899). 
Die Art ist nur verwandt mit ©. cupheoides N. E. Brown in Icon. pl. t. 1453, unter 
scheidet sich aber durch viel kleinere, gedrängter gestellte Blätter, durch eine größere 
Zahl laubiger Kelchblätter und fast kahlen Fruchtknoten. N. E. Brown ist entgangen, 
dass schon Soxper jene Pflanze als Anthospermum calycophyllum beschrieben hat; 
muss also Ofiophora calycophylla Schltr. et K. Schum. heißen. 
Anthospermum usambarense K. Schum. in Engler, Pflanzenw. 
afrikas C. 393. 
Ein mannshoher, gedrungener, aufrechter Strauch mit dunkelgrüner Belaubung 
weibliche Blüten klein mit 2 langen, behaarten, weißen Griffeln; männliche und Zwitter 
blüten mit gelblichgrüner Blumenkrone. 
Kingagebirge: Ränder und Lichtungen des Schluchtenwaldes auf dem 
Kinyika-Berge (n. 949. — Blühend im Mai 1899). 
Wurde zuerst in Usambara, später auch im Nyassalande gefunden. 
A. leuconeuron K. Schum. n. sp.; frutex mediocris densus ramis 
validis ereetis ramosissimis teretibus superne subtomentosis tarde glabratis; 
foliis parvis sessilibus acutis basi subangustatis margine revolutis supra 
glabris margine minutissime ciliolatis subtus in nervo mediano albido-sub- 
tomentosis basi vaginatim conjunctis vagina extus puberula setis 3 munita; 
floribus foemineis minutis pro verticillio summorum foliorum copiosissimis; 
ealycis lobis triangularibus, ut ovarium glabris; corolla tubulosa breviter 
quadriloba; stilo ulteriorem subtriplo superante. | 
Der Strauch ist 4—1,5 mm hoch, die 30—35 cm langen, blühenden Zweige sind 
am Grunde 4—5 mm dick, hinten mit dunkelbraunroter Rinde, oben mit weißlichen 
Haaren bekleidet, Die Blätter sind nur 5—12 mm lang und 1,5—2 mm breit, getrocknet 
sind sie schwarzgrün, der auf der Unterseite weiß behaarte Mittelnerv hebt sich’ scharf 
ab, Die Stipularscheide ist 4 mm hoch, die rotbraunen Borsten sind A—3 mm lang 
Der schlanke, kahle Fruchtknoten ist 4 mm, der Kelch nur 0,5 mm lang. Der zarte, 
gelbgrüne Blumenkrone misst 4 mm in der Länge, der Griffel 3,2 mm. Die noch nicht 
ganz reifen braunen Früchte haben eine Länge von 3 mm. 
Usafua: Abhänge zwischen hohem Gras auf dem Beya-Berge, um 
1900 m ü.M. (n. 1084, — Blühend im Juli 1899). 
Diese Art sieht dem A. usambarense K. Schum. ähnlich, unterscheidet sich abet 
auf den ersten Blick durch den weißen Rückenstreifen der Blätter, 
A, cliffortioides K Schum. n. sp.; frutex haud altus ramosus ramil 
gracilibus teretibus novellis ipsis Mei glabris; foliis breviter petio 


A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See etc. ges. Pflanzen. 417 


latis linearibus utrinque acutis utrinque glaberrimis basi vagina stipulari 
« turbinata glabra setis 1—3 munitis conjunctis; floribus masculis parvis; 


‘ 


sind sie mit roter, abblätternder, dünner Rinde bekleidet, oben sind sie gelblich. Der 
Blattstiel ist nicht über 4 mm lang; die Spreite hat eine Länge von 1,5—2,5 cm und 


calyce glabro quadridentato; corolla alte in lobos oblongo-lanceolatos glabros 
_- diviso. 
4 Die 35—45 cm langen blühenden Zweige sind am Grunde 3—4 mm dick; hier 


| in der Mitte eine Breite von 1,5—2 mm; Nerven zu Seiten des Medianus sind nicht 
wahrzunehmen; die Farbe ist getrocknet dunkelgrau; die Stipularscheide ist gelblich- 
weiß, i—2 mm lang wie die Borsten. Der Kelch ist mit dem Fruchtknotenrudiment 
nur 4 mm lang. Die Blumenkrone hat eine Länge von 3 mm, wovon 2 mm auf die 
Zipfel kommen. Die Staubblätter sind 3 mm lang. 


Usafua: mit der vorigen Art und zwischen ihr wachsend (n. 1082. 
— Blühend im Juli 1899). 


Die Art steht dem A. lanceolatum Thbg. nahe, kann aber an der leicht abblättern- 
den roten Rinde leicht erkannt werden, 


A. rosmarinus K. Schum. n. sp.; frutex mediocris ramis erectis strictis 
- subtetragonis superne subcomplanatis subtomentosis tardius glabratis; foliis 
- sessilibus lineari-lanceolatis utrinque acutis margine alte revolutis utrinque 
- puberulis scaberulis basi vagina villosa turbinata setis 3 subulatis ornata 
conjunctis; floribus masculis pluribus pro axilla; ovarii rudimento parvo; 
calyce et corollae extus puberula. 

- Der Strauch wird 2 m hoch; die reichlich sparrig verästelten, blühenden Zweige 
sind bei einer Länge von 20—25 cm am Grunde 3—4 mm dick; hier sind sie mit 
« grauschwarzer Rinde, oben mit grauen Haaren bekleidet. Die Blätter sind 1,5—5,5 em 
_ lang und in der Mitte, wenn sie vollkommen aufgerollt werden, 2,5—10 mm breit; sie 
sind getrocknet dunkelgelbgrün gefärbt und gehen ins schmutziggraue oder braune, auf 
der Rückseite sind sie am Medianus grau behaart; die Stipularborsten messen bis 5 mm. 
« Der Kelch ist 4 mm lang; die gelbgrüne Blumenkrone misst 4 mm; auf die Zipfel 
kommen davon 4 mm. Die Staubblätter sind 2,5—3 mm lang. 
| Kingagebirge: Landschaft Ussangu, trockene Abhänge am Muigi- 

Berge, bei 2100 m ii. M. (n. 1010. — Blühend im Juni 1899). 


‘ An den verhältnismäßig sehr großen Blättern und der eigenartigen Tracht ist die 
_ Art leicht zu erkennen. 


Rubia cordifolia Linn. Syst. nat. ed. XII. app. vol. II. 229, non 
~ Hochst. | 

Steigt in Sträuchern mehrere Meter hoch; Blüten hellgelb. 

| Unteres Kondeland: Bergabhänge auf grauem Laterit mit lichtem 
Busch bestanden, am Rumbira-Fluss, 1000 m ü. M., oberhalb Langenburg 
“(n. 896. — Blühend im Mai 1899). 


Ist in Afrika und auch in Asien weit verbreitet. 


Galium chloroionanthum K. Schum. n. sp.; herbacea ramis gra- 
cilibus angulatis retrorso-spinosulis ceterum novellis ipsis glabris; foliis sex 
“verticillatis sessilibus oblanceolatis acutis basi angustatis margine et nervo 
nediano dorso retrorso-spinulosis ceterum glabris; floribus tetra- vel pen- 
Botanische Jahrbücher. XXX. Bd. 27 


418 Beitr.z. Fl. v. Afr. XXII. Ber. ib. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. ete, 


tameris pro rata majusculis inflorescentiam distinctam haud referentibus 


pedicellatis foliis binis ab iis remotis suffultis; ovario uncinato-pilosulo. 
Die zwischen Gräsern kriechende Staude macht bis meterlange und 1—1,5 mm 
dicke, violett überlaufene Triebe. Die Blätter sind 1,2—2,3 cm lang und im oberen — 
Drittel 5—7 mm breit, getrocknet schwarz, sie hängen wie die Stengel stark an. Der 
Blütenstiel ist bis 5 mm lang. Der Fruchtknoten misst wie der Griffel 4 mm. Die 
grüne, violett überlaufene Blumenkrone hat 7 mm im Durchmesser, | 
Südliche Abhänge des Rungwe-Stockes in der Bambuszone um 


2500 m (n. 1162. — Blühend im August 1899). 
Die Art sieht G. spurium Linn. sehr ähnlich; ich kann sie aber wegen der auf- 
fälligen, bisher an keiner anderen Art beobachteten Blütenfarbe nicht bei ihr belassen. 


Dipsacaceae (A. ENGLER). 


Cephalaria attenuata Roem. et Schult. Syst. Veg. II. 44. 
Kingagebirge: in feuchten Einsenkungen des Kipengere-Rückens, um. 
2700 m (n. 979. — Blühend am 29. Mai 1899). 
Meterhohe Staude. j 
C, Goetzei Engl. n. sp.: rhizomate crasso lignoso caules plures emit- 
tente; caulibus glabris longitudinaliter sulcatis; foliis caulinis glabris basi 
vaginantibus et breviter connatis, pinnatifidis laciniis utrinque 4—3 lineari-. 
bus vel lineari-lanceolatis quam terminalis 2—3-plo brevioribus, nervis 
pallidis; capitulis subglobosis; bracteis ovatis vel oblongo-ovatis brevissimen 
pilosis antice purpurascentibus; involucello breviter 4-dentato; corollae lanu- 
ginosae lobis ovalibus tubi 1/, longitudine aequantibus; staminibus filiformi- 
bus longe exsertis. | 
Das Rhizom ist 2—3 cm dick; die aus demselben entspringenden Stengel sind bis. 
5 dm lang, mit kürzeren unteren Internodien und einem oberen von 4,5—2 dm Linge 
unterhalb des noch bedeutend längeren obersten Internodiums, welches den Blütenkopf 
trägt. Kräftige Seitenzweige entwickeln sich oft in den Achseln des obersten Blattpaares. 
Die Blütenköpfe sind 4,5 em hoch und haben 2 cm Durchmesser. Die Bracteen sind. 
‘ mm lang und 3 mm breit. Das Involucellum ist etwa 2,5 mm lang mit 0,5 mn 
langen Zähnen, Die weiße Blumenkrone besitzt eine 5 mm lange Röhre und 2 mm 
lange Abschnitte. | 


Oberes Kondeland: Umalila, auf welligem Hochplateau um 1900 m 
‘pb. 4349. — Blühend am 24, Oct. 1899). 
Diese Art ist mit keiner der bisher aus Süd-Afrika beschriebenen näher verwandt, 


Campanulaceae (A. Enger). 
Wahlenbergia capillacea (Thunb.) A. DC. Mém, Camp. 156; DG. 
Prodr. VIL A. p. 434. 
Var, tenuior Engl.; foliis angustissimis; inflorescentiae ramulis et 
pedicellis tenuioribus, 
Usafua: an Abhängen des Beya-Berges zwischen niederem Gras, um 
2400 m in, 1074, — Blühend und fruchtend am 27. Juli 1899). 


Diese Varietät weicht nur sehr wenig durch ihre noch dünneren Blälter und 


Blütenzweige von der in Natal vorkommenden typischen Pflanze ab. i 


A. Engler; Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See ete. ges. Pflanzen. 419 


| Lightfootia rupestris Engl. n. sp.; rhizomate crasso, caules plures 
“emittente; caulibus adscendentibus erectis, ad medium usque vel ultra 
“medium foliatis dense albo-pilosis; foliis sessilibus inferioribus re- 
4 superioribus patentibus, cinereo-viridibus, utrinque, subtus densius 
albo-pilosis, lanceolatis, utrinque breviter 2—3-dentatis, superioribus 
remotis minoribus et integris; pedicellis unifloris interdum a caule supero 
ceterum nudo abeuntibus; floribus pluribus (7—10) in glomerulum 
terminalem congestis, bracteis lineari-lanceolatis acutis, prophyllis lan- 
ceolatis; calycis laciniis lanceolatis longe acuminatis leviter recurvis; corollae 
_Taciniis quam laciniae calycinae duplo longioribus intus flavescentibus, apice 
coerulescentibus; stilo saturate coeruleo trifido. 
5 Die Stengel der Staude sind etwa 3 dm hoch, die Blätter 2—3 mm von einander 
abstehend, 1,5 em lang, 3—4 mm breit; die oberen Stengelblätter und die Bracteen 
sind 0,7—1 cm lang und 4,5—2 mm breit. Die Kelchabschnitte sind etwa 5 mm lang 
“und 0,5 mm breit. Die Blumenkrone ist 7 mm lang und 2,5 mm weit. Der Griffel ist 
7 mm lang, mit 2 mm langen Narbenschenkeln. 


| Kingagebirge: auf dem Kipengere-Rücken an trockenen, mit Fels- 
blücken übersäten Halden, um 2700 m (n. 974. — Blühend am 28. Mai 
1899). 
1 Diese Art steht wohl der L. glomerata Engl. am nächsten, unterscheidet sich aber 
- durch die kürzeren Blätter und die nur endständige Inflorescenz. 


L. Goetzeana Engl. n. sp.; caulis pluribus e rhizomate orientibus 
erectis simplicibus vel superne ramosis; foliis anguste linearibus, utrinque 
breviter pluri-dentatis, panicula terminali angusta inferne laxiflora, superne 
densiflora, ramulis brevibus 1—2-floris, bracteis atque prophyllis anguste 
lineari-lanceolatis longe acuminatis; pedicellis calycis tubum semiglobosum 
“subaequantibus, calycis laciniis angustis longe acuminatis quam tubus 1!/9- 
plo longioribus, remote et breviter acute denticulatis; corollae laciniis quam 
_¢alycinae duplo longioribus, linearibus, coerulescentibus, basin versus medio 
excepto pallidioribus. 

Die Stengel sind 5 dm lang, bisweilen oben mit 1—1,5 dm langen Seitenästen, 
ziemlich dicht mit den linealischen, 2—1,5 cm langen und nur 4 mm breiten Blättern 


besetzt. Die Bracteen, Vorblätter und Kelchabschnitte sind nur etwa 0,7 mm breit und 
letztere 3 mm lang. Die Abschnitte der Corolla sind 6—7 mm lang und 4 mm breit. 


Kingagebirge: auf trockenen Wiesen des Kinyika-Berges um 2600 m 
“(n. 940. — Blühend am 25. Mai 1899). 


Steht der L. tenwifolia DC. nahe, welche aber kürzere und stärker behaarte Blätter 
sowie viel breitere Blütenrispen mit längeren Seitenzweigen besitzt. 


Cyphia ubenensis Engl. n. sp.; herba erecta simplex, glaberrima, 
aule inferne cataphyllis sparsis obsesso, medio foliifero; foliis crassius- 
‘eulis linearibus obtusiusculis, margine remote et minute denti- 
culatis, summis anguste linearibus, racemo brevi 5—7-floro, sparse albo- 
piloso; bracteis linearibus quam pedicellus 2—3-plo longioribus; prophyllis 
anguste linearibus; floribus majusculis; calycis tubo brevi lato laciniis 
elongato-triangularibus acutis; corollae postice gibbosae laciniis quam 
27* 


420 Beitr. z. Fl. v. Afr. XXII. Ber. üb. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-Sec-u.Kinga-Geb.-Exped. ete. 


laciniae calycinae 5-plo longioribus linearibus lilacinis, intus parte api- 
cali lanigeris, staminibus dimidium corollae superantibus, antheris extus 
lanigeris. | 

Das dünne Rhizom und der untere Teil des 2—2,5 dm langen Stengels sind mit 
3—4 mm langen Niederblättern besetzt; an dem mittleren leicht gewundenen Teil des 
Stengels stehen 5—8 mm von einander entfernt die 3—7 cm langen, in der Mitte 3 mm 
breiten Laubblätter; auf diese folgen etwa 4 em lange und 4 mm breite Blätter, welche 
den Übergang zu den 5 mm langen Bracteen bilden. Die Blütenstiele sind 3—4 mm 
lang, mit 2 mm langen Vorblättern versehen, die Kelchabschnitte 3,5 mm lang, die 
Blumenblätter 4,3 cm lang und 2,5 mm breit. Die schmalen Staubfäden sind 5 mm 
lang, die länglichen weißen und auf der Außenseite wolligen Antheren 2,5 mm lang, 
4 mm breit. 

Livingstone-Gebirge: westliches Ubena, auf Wiesen des Lugara- 
Berges um 2300 m (n. 824. — Blühend am 30. März 1899). | 


Einheim. Name: msimbati. 

Diese Art ist am nächsten verwandt mit C. lobelioides Welw., besitzt aber viel 
zahlreichere und größere Blätter als diese, sowie erheblich größere Blüten. | 

Lobelia (Tylonium, Rhynchopetalum) usafuensis Engl. n. sp.;. 
planta gigantea; foliis herbaceis sessilibus lanceolato-spathulatis a 
triente superiore basin versus sensim angustatis, margine minute et irre- 
gulariter serrulatis; margine et subtus nervis minutissime puberulis, costa. 
et nervis lateralibus numerosis patentibus subtus valde prominentibus; in 
florescentia maxima crassa racemosa densissima; bracteis viridibus angu- 
stissime linearibus acutis breviter pilosis quam flores brevioribus; rhachi, 
pedicellis et calycum tubis brevissime holosericeo-pilosis; calycis tubo brevi 
subovoideo, laciniis late linearibus acutis sparse pilosis; corollae quam 
laciniae calycinae duplo longioris laciniis linearibus acutis viridibus apice 
violascentibus et breviter pilosis; staminum antheris atroviolaceis 
quam filamenta paullum brevioribus, tribus apice albo-hastatis; stilo 
infra sigma breviter bilobum dense piloso. | 

Die Pflanze ist mit dem über 4 m langen Blütenstand 3—4 m hoch, Die Blätter 
erreichen eine Länge von 5 dm und im oberen Drittel eine Breite von 8,5 em; ihre 
Mittelrippe ist unten etwa 6 mm dick, Die Bracteen sind in dem völlig aufgeblühten 
Teil des Blütenstandes 3—4 em lang. Die Blütenstiele sind 5—6 mm lang. Die Röhre 
des Kelches ist 5 mm lang und 4 mm breit, die Kelchabschnitte sind 4,5 cm lang und 
3,5 mm breit. Die Blumenkrone ist etwa 3,8 em lang mit 3 mm breiten, grünlichen, 
an der Spitze blauvioletten Abschnitten. Die Staubfäden sind 1,8—2 cm lang, die An- 
theren 4,4 om. 

Usafua: auf dem Ngosi- oder Poroto-Berg, um 2300 m (n. 1433, — 
Blühend am 5. Aug. 1899). 

Diese Art steht zwar der L. Volkensii Engl. nahe, ist aber doch durch mehrere 
Merkmale von derselben gut unterschieden. Die Blätter sind ähnlich wie bei dieser, 
aber die Bracteen sind viel kürzer, nie über die Blüten hinweg ragend, die Kelchabschnitle 
ind breiter, die Abschnitte der Blumenkrone schwächer behaart und namentlich die 
Antheren im Verhältnis zu den Staubfäden viel länger als bei L. Volkensiv. 

L. Wentzeliana Engl. n. sp.; herba annua pusilla, caule erecto sims 
plici vel paullum ramoso, 1 pauei-floro glabro vel sparse albo-piloso; foliis 


i 


J 
> 


A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See etc. ges. Pflanzen. 49] 


sparsis glabris, inferioribus late 2 ovatis vel suborbicularibus undulatis in 


| 


| 


petiolum duplo breviorem contractis, bracteis inferioribus spathulatis antice 
trilobis, summis linearibus; pedicellis tenuissimis erectis; calycis segmentis 
anguste lanceolatis acutissimis, corollae coeruleae violascentis tubo cylindrico 
quam calyx duplo longiore, lobis superioris laciniis obovatis quam tubus 
paullo brevioribus, basi albo-maculatis, laciniis inferioribus parvis lanceolatis 


tubi !/, aequantibus, filamentis quam tubus brevioribus. 
Das Pflänzchen ist 5—8 cm hoch, einfach mit 3—4 Blättern und einblütig oder 
unten und oben schwach verzweigt, mit 2—7 Blütenstielen. Die größeren unten stehen- 


den Blätter haben Spreiten von 2—4 mm Durchmesser, welche in 1—2 mm lange Blatt- 


stiele übergehen, die oberen Blätter sind an etwas kräftigeren Exemplaren bis 5 mm 
lang und 3 mm breit, die obersten 2—3 mm lang und 4 mm breit. Die Kelchabschnitte 
sind 1,5—2 mm lang, die Röhre der Blumenkrone 4—4,5 mm lang und 1,5 mm weit, 
die oberen Saumabschnitte 3,5 mm lang und fast 3 mm breit; die unteren etwa 1,5 mm 
lang. An dem weißen Grunde der Oberlippen befinden sich 2 kleine, dunkelblaue Flecken. 
Die Staubblätter sind kaum 5 mm lang. 


Kingagebirge: an schattigen Abhängen des Kipengere-Rückens um 
2700 m (n. 959. — Blühend am 28. Mai 1899). 


Die Pflanze hat die Größe und den Wuchs der L. exilis Hook. f., ist aber durch 
ihre rundlichen, welligen oder schwach gelappten Blätter völlig verschieden. 


Compositae (0. Horrmany). 


Vernonia (§ Stengelia) bracteosa O. Hoffm. n. sp.; herbacea per- 
ennis elata ramis glanduloso-puberulis dense foliatis; foliis ovatis, inferiori- 
bus in petiolum brevem alatum angustatis, superioribus sessilibus acutis 
dentatis, dentibus prominentibus callosis, supra puberulis, subtus griseo- 
tomentellis et glanduloso-punctatis; capitulis magnis pedicellatis in corymbos 
oligocephalos terminales congestis; pedicellis bracteis appendicibus involueri 
similibus et in squamas involucri transeuntibus ornatis; involucri minu- 
tissime puberuli squamis multiseriatis, exterioribus membranaceis, interioribus 


- € basi brevi chartacea in appendicem membranaceam pallide violaceam ma- 


; 
‘ 


gnam ovatam acutam vel breviter acuminatam dilatatis; corollis involucro 
aequilongis rubro-violaceis, limbo cylindrico in tubum tenuem triplo lon- 
giorem subito contractis; achaeniis 10-costatis hirtis; pappi setis pluriseria- 
tis stramineis caducis. 


Eine meterhohe Staude mit ziemlich starken (etwa 5 mm dicken) Zweigen. Untere 
Blätter bis 71}; cm lang und 3 cm breit, die oberen etwas kleiner. Die Zweige der 


_ etwa 40 cm breiten Rispe sind mit Hochblättern besetzt, die kleiner sind als die An- 


hängsel der mittleren Hüllblätter (etwa 4 cm lang und 8 mm breit, nach oben hin 
größer werdend), aber in Form, Consistenz tnd — soweit sich nach den getrock- 
neten Exemplaren urteilen lässt — auch in der Farbe mit diesen übereinstimmen. 
Nach den Köpfchen zu werden diese Hochblätter zahlreicher und gehen, den obersten 
Teil des Blütenstiels verdeckend, unmerklich in die Hüllblätter über. Die Köpfchen sind 


21}; cm hoch, 4 cm breit; die Anhängsel der mittleren Hüllblätter erreichen eine Lange 


von 2 cm und eine Breite von 42 mm. Die Blumenkronen sind 16 mm lang, mit 4 mm 
langem, 1 mm breitem Saum und 42 mm langer Röhre, Die noch nicht reifen Früchte 
sind 3 mm lang, 1 mm breit; der Pappus 44 mm lang. 


422 Beitr. z. Fl. v. Afr. XXII. Ber. ub. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. etc. 


Ubena: Liangira, auf rotem Laterit eines welligen Plateaus, um 
1900 m (n. 793. — Blühend am 24. März 1899). 


V. (§ Stengelia) leucocalyx O. Hoffm. n. sp.; frutex elatus ramis 
velutinis, foliis membranaceis distincte petiolatis ellipticis vel hine inde ovatis, 
apice in acumen breve contractis, basi longe in petiolum attenuatis, mar- 


gine grosse et inaequaliter dentatis, supra (nervo mediano minute puberulo 


excepto) glabris, subtus secus nervos velutino-puberulis ceterum glanduloso- 
punctatis; capitulis majusculis in corymbo amplo terminali bracteato dis- 
positis pedicellatis; involucri hemisphaerici squamis glabris, extimis lineari- 


bus subherbaceis breviusculis, intermediis e basi chartacea brevi in appen- 


dicem amplam in rectam albam ellipticam obtusam vel breviter apiculatam 


dilatatis, intimis oblongis obtusis apice anguste scarioso-marginatis; corollis 


albis vel pallide lilacinis, e tubo elongato tenuissimo in limbum anguste 
campanulatum subito dilatatis; achaeniis obscuris 10-costatis subglabris vel 
pube minuta non nisi sub lente conspicua tectis; pappo albo duplici, serie 
exteriore brevi. 

3—4 m hoher Strauch von breitem Wuchs. Blatter ziemlich dicht stehend, mit 
Einschluss des Stieles bis 47 cm lang und 5 cm breit, am Grunde meist sehr allmählich 


in den bis 3 cm langen Stiel übergehend, zuweilen auch plötzlich nach dem Grunde zu 


in einen schmäleren Teil zusammengezogen. Rispe bis 20 cm breit. Blütenstiele bis 
1,5 cm lang. Köpfchen höchstens 3 cm im Durchmesser; Hülle 45 mm hoch, die 
äußersten krautigen Hüllblätter bis 8 mm lang. Blüten weiß mit blassviolettem Anflug, 

Kingagebirge: Bulongwa, am Rande des SEC MEN um 2200 m 
(n. 928. — Blühend am 24. Mai 1899). 


V. insignis nahe stehend, doch mit kleineren Köpfchen und 10-rippigen Früchten. 


V.{$ Stengelia) polyura O. Hoffm. n. sp.; frutex elatus divaricato- 
ramosus, ramis velutinis; foliis late elliptieis petiolatis, basi obtusis vel 
truncalis, apice obtusis vel rarius subacutis paulo undulatis integris vel 
hine inde nervis brevissime excurrentibus denticulatis, supra pilis brevissi- 
mis scaberulis, subtus reticulatis tomentellis; capitulis mediocribus multi- 
floris in corymbum amplum congestis longiuscule pedicellatis, bracteis in- 
florescentiae crebris breviter filiformibus, imprimis sub capitulo numerosis 
et in squamas involueri transeuntibus; involucri squamis oo-seriatis, extimis 
anguste lanceolatis pubescentibus, intermediis e basi chartacea brevi glabra 
in appendicem anguste lanceolatam caudiformem pubescentem angustalis 
appendicibus demum reflexis, intimis brevibus exappendiculatis; corollis 
albis, tubo glanduloso in limbum sensim ampliato; achaeniis 10 -costatis 
elandulosis ceterum glabris; pappo stramineo pluriseriali. 

2—9 m hoher, sparrig wachsender Strauch, Blätter mit 2 cm langem Stiel und 
bis 42 cm langer, 6 cm breiter Spreite, Blütenstand bis 45 cm im Durchmesser; Blüten- 
ticle bis # em lang. Köpfchen 8 em hoch, aufgeblüht vielleicht 21/, cm im Durch- 
messer, Die ziemlich fadenförmigen Anhängsel der Hüllblätter sind ein wenig länger 


als der Pappus und wenig kürzer als die Blüten, zuletzt jedoch zurückgeschlagen. Un- 
reife Früchte 3 mm, Pappus 7 mm lang. 


A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See ete. ges. Pflanzen. 493 


Unteres Kondeland: Station Langenburg, Bergabhänge am See, um 
500 m (n. 866. — Blühend am 23. April 1899). 
Zunächst mit V. filigera verwandt, welche sich jedoch durch krautigen Wuchs 


weichere, stark gesägte, am Grunde stets verschmälerte Blätter und einen dichteren 
Blütenstand mit kürzer gestielten Köpfchen unterscheidet. 


V.($ Strobocalyx) sphaerocalyx O. Hoffm. n. sp.; arborea elata, 
ramis tomentosis; foliis petiolatis ovatis basi et apice subobtusis integerri- 
mis vel paulum undulatis, supra glaberrimis tenuiter reticulatis, subtus to- 
mentosis; capitulis parvulis in corymbum terminalem foliis reductis brac- 
teatum congestis plerumque pedicellatis, pedicellis crassis; involucri globosi 
squamis pluriseriatis pallidis chartaceis obtusis, apice obscurioribus et calloso 
incrassatis, margine brevissime fimbriatis; floribus (9—)10; corollis exsertis 
albis; achaeniis obovoideis glabris glanduloso-punctatis; pappo albo corollae 
aequilongo pauciseriali, setis exterioribus brevioribus. 

6—8 m hoher Baum, Stamm meist geteilt, mit rundlich ovaler Krone. Zweige 
mit sammetartigem, grauweißlichem Filz bekleidet, ziemlich stark beblättert. Blattstiele 
41/5 cm lang, Spreite bis 44 cm lang und 61/s cm breit, unterseits mit hellbräunlich- 
weißem, weichem Filz überzogen; die unter und im Blütenstand stehenden Blätter sind 
viel kleiner, aber den Laubblättern ähnlich, die kleinsten sind nur 4 cm lang und auch 
oberseits etwas weichhaarig. Blütenstand 7 cm im Durchmesser; Blütenstiele bis 4 cm 
lang, oft mit einem winzigen, schuppenförmigen Vorblättchen; seltener Köpfchen fast 
sitzend. Die Hülle hat 4 mm im Durchmesser, die Blüten ragen noch um 6 mm aus 
ihr hervor. Früchte (noch nicht völlig reif) 2 mm, Pappus 6 mm lang. 

Nördl. Kingagebirge: Ussangu, Muigi-Berg, auf trockenen Abhängen 
über der Steppe, um 1500 m (n. 1018. — Blühend am 7. Juni 1899). 


V. ($ Strobocalyx) ampla O. Hoffm. n. sp.; frutex amplus elatus, 
ramis crassis tomentosis = dense foliatis; foliis oblongis vel elliptieis vel 
ovatis, obtusis vel acutis, basi polymorphis: nunc basi amplexicauli sessili- 
bus, nunc basi cordata vel rarius obliqua petiolatis, petiolo nunc nudo nunc 
ample auriculato, margine subintegris vel saepius irregulariter dentatis den- 
tibus callosis = prominentibus, supra glabris, subtus tomentosis; capitulis 
parvulis plerumque 5-floris, oo in corymbum compositum amplum densum 
congestis, sessilibus vel subsessilibus; involucri brevis sub anthesin cylin- 
dracei 5-serialis squamis imbricatis, exterioribus ovatis, interioribus lanceo- 
latis obtusis, interdum mucronulatis; corollis exsertis pallide violaceis; 
achaeniis parvis sericeis; pappo duplici albo, serie exteriore brevi. 

4—5 m hoher, breit wachsender Strauch. Die Blätter zeigen, zum Teil an dem- 
selben Zweige, auffällige Verschiedenheiten. Die Spreite wird bis 46 cm lang und 6 cm 
breit; an einem Zweige mit durchweg gestielten Blättern sind die Stiele oberwärts 4 cm 
lang, nach unten hin immer länger bis zu einer Länge von 31/, cm, am Grunde mit 
großen, rundlichen, bis 11/2 cm breiten Anhängseln; ein anderer Zweig zeigt teils ge- 
stielte Blätter mit geöhreltem Blattstiel, teils mit breitem Grunde sitzende; ein dritter 
Zweig weist zwischen sitzenden Blättern ein einzelnes gestieltes ohne Ohrchen am Grunde 


des Stieles auf. Der Blattgrund ist bei den gestielten Blättern meist herzförmig mit 
+ aufwärts gebogenen Rändern; zuweilen läuft die Blattspreite zu beiden Seiten ver- 


424 Beitr. z. Fl. v. Afr, XXIL Ber. üb.d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. ete. 


schieden tief herunter oder geht an der einen Seite keilförnig in den Stiel tber‘). Die 
Köpfchen stehen in Ebensträußen, die zu einem gemeinsamen Blütenstand vereinigt sind, 
der 1/4 m im Durchmesser erreichen kann. Die Hülle wird 7 mm hoch und 3—4 mm 
breit; Köpfehen 42 mm hoch; Blüten 3 bis selten 6, meist 5 in jedem Köpfchen. 
Blumenkrone 7 mm lang, Pappus wenig kürzer. 

Usafua: an den Rändern des Schluchtenwaldes auf dem Ngosi- oder 


Poroto-Berg, um 2200 m (n. 1286. — Blühend am 24. Sept. 1899). 


V. Nyassae Oliv. in Hook. Ic. pl. t. 1349B). 
Kingagebirge: Bulongwa-Berg, auf flachen, rasigen Abhängen um 
2000 m (n. 1223. — Blühend am 11. Sept. 1899). 


Die äußeren Hüllblätter sind allerdings nicht pfriemlich, wie es in der Beschreibung 
l. c. heißt, sondern linealisch, aber die Abbildung stimmt durchaus. 


V. acrocephala Klatt in Ann. d. k. k. naturh. Hofmus. Wien 1892, 
p. 100. 

Unyika: Mbeye-Berg, auf rasigen Abhängen um 2000 m (n. 1450, — 
Blühend am 16. Nov. 1899). 


Fingerhohe, buschige Staude mit dunkelblauen Blüten. 


V. (§ Lachnorhiza) scabrifolia O. Hoffm. n. sp.; e rhizomate crasso 
lignoso caules complures emittens basi lanosos, ceterum scabros simplices 
vel parce ramosos, inferne dense, superne laxius foliatos; foliis pallide viri- 
dibus erectis rigide membranaceis venosis acutis, basi in portionem petioli- 
formem sensim attenuatis, remote dentatis, utrinque pilis brevibus corneis 
scaberrimis, superioribus multo minoribus et angustioribus; capitulis ad 
apicem paucis (1—3) multifloris pedunculatis, pedunculis rectis vel arcuatis; 
involucri hemisphaerici oo-seriati squamis rigidis erectis linearibus acutis, 
apice viridulis, ceterum pallidis, margine dense scabro-ciliatis, extimis parvis 
ad pedunculum decurrentibus; corollis exsertis (ex sicco) pallide coeruleis; 
achaeniis breviter hirtis 10-costatis, costis crassis; pappo pluriseriali, serie 
extima breyi subpaleacea, serierum interiorum setis insigniter’ barbellatis 
stramineis. 

Die Triebe sind his 40 mm lang, am Grunde ca. 3 mm dick und daselbst dicht 
wollig behaart; auch weiter hinauf sind sie mit einigen Wollflöckchen besetzt. Im 
unteren Teile sind sie in einer Länge von ca. 5 cm blattlos, nur mit einigen Resten 
abgefallener Blätter und außerordentlich dichten, kurzen, rauhen Haaren bekleidet; dann 
folgt eine kurze Region, welche dicht mit Laubblättern besetzt ist, Diese werden bis 
14 cm lang und fast 2 cm breit; sie sind namentlich auf der Oberseite mit kurzen, 
dicken, weißen Haaren oder Stachelchen besetzt, welche nach ihrem Abfallen ein weißes, 
urmrandeles Pünktchen zurücklassen. Im oberen Teile des dort viel dünneren und ge- — 
furchten Stengels stehen die Blätter viel weniger dicht, sind kleiner und gehen all- — 
mählich in die Vorblättchen der Blütenstiele über; diese sind bei mehrköpfigen Stengeln « 
2',—5 em lang, Die Hülle ist fast 2 em hoch und 21/, cm breit, das Köpfchen 21/, cm 


4, Solche Versehiedenheiten im Blattgrunde und im Vorhandensein oder Fehlen 
der Obrchen scheinen in dieser & öfter vorzukommen, so auch bei V. aurieulifera 
Hiern und einer vermutlich neuen, von Anrunes in Huilla gesammelten Art, 


A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See etc. ges. Pflanzen. 495 


breit. Die Früchte sind reif 6 mm lang und 21 mm breit, etwas zusammengedrückt; 
sie tragen starke, weißliche Rippen. Der Pappus ist 8 mm lang. 


: Livingstone-Gebirge: Songwethal (n. 843*. — Blühend am 30. Juli 
1899). | 
| V. (§ Lepidella) lugarensis O. Hoffm. n. sp.; perennis herbacea 


radice fasciculata, e rhizomate repente caules emittens simplices sulcatos 
glanduloso-pilosos usque ad apicem foliatos monocephalos; foliis oblongis 
vel oblanceolatis basi obtusa vel cuneata sessilibus, apice obtusis, margine 
in parte superiore serrato-dentatis dentibus callosis, supra glanduloso-pi- 
losis, subtus dense glanduloso-punctatis et secus nervos pilosis; foliis supe- 
. rioribus in bracteas involucri sensim transeuntibus; capitulo ad apicem caulis 
solitario mediocri multifloro; involucri late campanulati squamis pluriseriatis 
linearibus glanduloso-pilosis, extimis herbaceis acutis, interioribus mem- 
branaceis atropurpureis acuminatis; corollis roseo-lilacinis paulo exsertis; 
achaeniis glabris pauci-(4- vel 5-)costatis; pappo duplici, seriei exterioris 
paleis numerosis brevissimis fimbriatis persistentibus, seriei interioris setis 
tubo corollae brevioribus ciliatis caducissimis. 
Stengel 1/; m hoch. Blätter höchstens 5 cm lang und 41/9 cm breit, meist kürzer 
und schmäler (etwa 4 cm:9 mm). Hülle 4 cm, Köpfchen 11/4 cm hoch und nicht viel 
- breiter. Die noch unreifen Früchte sind 11/2 mm lang; der äußere Pappus 1/3 mm, der 
_ innere 11/ mm lang. Die äußeren Pappusstrahlen erweisen sich unter dem Mikroskop 
als deutlich schuppenförmig und breiter als die inneren Borsten. 
Livingstone-Gebirge: westliches Ubena, Lugara-Berg, 2360 m 
. (n. 820. — Blühend am 30. März 1899). 
Einheim. Name: hegenguli. 
V. Kraussii Schultz-Bip. in Walp. Rep. II. 947. 
| Kingagebirge: Bulongwa-Berg, auf flachen, rasigen Abhängen um 
2000 m (n. 1225. — Blühend am 11. Sept. 1899). 
Eine niedrige Form. 42—15 cm hohe, buschige Pflanze mit hellvioletten Blüten. 
V. Smithiana Less. in Linn. 1831. p. 638. 
Unyika: am Uukana-Buschwald, auf grauem Laterit, um 1600 m 
(n. 1380. — Blühend am 27. Oct. 1899). 
V. pteropoda Oliv. et Hiern in Oliv. Fl. trop. Afr. III. 283. 
Usafua: Ngosi- oder Poroto-Berg, Wald im Krater, um 2000 m 
{n. 1233. — Blühend am 26. Sept. 1899). 
V. (§ Decaneuron) usafuensis O. Hoffm. n. sp.; herbacea perennis, 
amis elongatis crassis sulcatis glabris vel superne villosulis foliosis; foliis 
| coriaceis obovatis obtusis vel acutis, basi cuneata vel subobtusa sessilibus 
vel subsessilibus, utrinque glaberrimis vel solummodo subtus secus nervum 
medianum scabro-pilosis, margine minute scabro-ciliatis et dentatis dentibus 
interdum valde prominentibus, nervis imprimis subtus valde exsculptis; ca- 
pitulis in corymbum modice densum terminalem congestis majusculis multi- 
floris, involucri hemisphaerici squamis multiseriatis imbricatis obtusis vel 
acutis laxe tomentellis, inferioribus reflexis; corollis coeruleis exsertis; ovarlis 


496 Beitr.z. Fl.v. Afr. XXI. Ber. wb. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See-u. Kinga-Geb.-Exped. ete. 


dense pilosis obscure 10-nerviis; pappi setis pluriseriatis, extimis brevibus 


tenuibus laceris sub pube achaenii occultis, interioribus elongatis stramineis 
insigniter barbellatis; achaeniis maturis ignolis. 


Meterhohe buschige Staude; Zweige unterwärts 5 mm dick. Blätter bis 71} cm 


lang und 31/5 em breit, allmählich in die Hochblättchen übergehend; sie sind sitzend 
oder in einen höchstens 2 mm langen Stiel verschmälert. Ebenstrauß ziemlich flach, 
getrocknet bis 46 cm im Durchmesser. Köpfchen 25 mm im Durchmesser; Hülle 
15 mm hoch. 

Usafua: am unteren Abhange des Poroto-Berges, auf Grasland, um 


1700 m (n. 1039. — Blühend am 16. Juni 1899). 
V. superba O. Hoffm. in Engl., Ostafrika V, Pflanzenw. C. 406. 


Livingstone-Gebirge: auf Abhängen, um 1000 m (n. 843. — Blü- 


hend am 17. April 1899). 


Ageratina fruticosa O. Hoffm. n. sp.; frutex ramosus, ramis usque 
ad apicem foliosis, inferne foliorum delapsorum cicatricibus rugosis, tomen- 
tellis; foliis oblongo-elliptieis utrinque acutis breviter petiolatis, supra te- 


nuiter tomentosis glabrescentibus, subtus persistenter albo-tomentosis; ca-. 


pitulis parvulis in corymbos densos bracteatos terminales congestis, bracteis 


lanceolatis brevibus crassis tomentosis; involucri campanulati villosi sub-. 
quadriseriatis squamis exterioribus ovatis obtusis, interioribus oblongo-lineari- 


bus aculis; floribus 8, intimis 2 paleis linearibus flores subaequantibus 
suffullis; corollis roseo-lilacinis villosis, limbi segmentis linearibus; achae- 
niis crassis glabris sparse et minute glanduloso-punctatis; pappi paleis 
numerosis inaequalibus basi varie cohaerentibus et forsan in phalanges 5 
connatis. 


Meterhoher Strauch von rundlichem Wuchs. Zweige unterwärts schwarz, ober- 


wärts grau. Blätter etwa 45 mm lang und 43 mm breit, mit 3 mm langem Stiel, die 
oberen kleiner. Bracteen des Blütenstandes 4—6 mm lang, die obersten dicht unter 
dem Köpfchen. Hülle etwa 44 mm hoch und 6 mm breit. Blumenkrone 7 mm lang: 
Junge Früchte 2!1/, mm lang, die äußeren 3kantig, durch 2 seitliche Rippen und eine 
auf der Innenseite, die oberwärts sehr fein gewimpert sind, etwas geflügelt, auf dem 
Rücken gewölbt, die inneren ähnlich, aber mit 3 seichten Furchen auf dem Rücken, 
Pappus 44/5 mm lang. 

Kingagebirge: Kipengere-Rücken, auf trockenen, mit Felsblöcken 
übersäten Halden, um 2900 m (n. 966. — Blühend am 28. Mai 4899). 


Elephantopus scaber L. Spee. pl. ed. I. 844, var. plurisetus O. Hoffm., 
pappi setis 6—10. 

Ubena: Makatau, auf Wiesen eines welligen Plateaus um 1750 
(n. 772. — Blühend am 24. März 1899). 

Eupatorium africanum Oliy. et Hiern. in Oliv., Fl. trop. Afr. IIL 304 
Vernonia humilis I, Wright in Kew Bull, 1897 p. 269. — V. molosa 
ak. in Kew Bull. 1898 p. 148), 

Kingagebirge: Bulongwa-Berg, flache, rasige Abhiinge, um 2000 
n, 1216, Blühend am 14, Sept, 1899). 


A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See etc. ges. Pflanzen. 427 


Mikania scandens (L.) Willd., Spec. II. 1743. 
. Unyika: Umalila, am Ufer des Tumbisi-Baches, um 1900 m (n. 1359. 
* __ Blühend am 21. Oct. 1899). 
Brachycome palustris O. Hoffm. n. sp.; herbacea perennis caulibus 
simplicibus vel vix ramosis tenuibus erectis teretibus striatis, sub capitulo 
- glanduloso-pilosis ceterum glaberrimis; foliis glaberrimis, inferioribus oppo- 
sitis, superioribus alternis linearibus integerrimis obtusis, basi lata sessilibus, 
amplexicaulibus; capitulis terminalibus solitariis mediocribus longiuscule pe- 
dunculatis, involucri hemisphaerici squamis biseriatis oblanceolatis acutis 
glabris margine hyalina lacera cinctis; ligulis violaceis; corollis disci luteis 
tubo parce glanduloso-piloso; styli ramis in appendicem linearem obtusam an- 
gustatis; achaeniis compressis obovatis glabris margine incrassatis; pappo nullo. 

Stengel rötlich, bis 40 cm hoch. Untere Blätter 2 cm lang, 1/2 mm breit, obere 
kleiner. Hülle 4 mm hoch, Köpfchen mit ausgebreiteten Strahlblüten etwa 41/5; cm im 
Durchmesser. Früchte 2 mm lang und 4 mm breit. — Die Art ist durch die gegen- 
ständigen unteren Blätter ausgezeichnet. 

Ubena: Sumpf, um 1900 m (n. 795. — Blühend am 24. März 1899). 

Aster hispidus (Thunb.) Bak. in Saund. Ref. bot. t. 342. 

Kingagebirge: Dinda, rasige Bergabhänge, um 2400 m (n. 1230. — 
Blühend am 12. Sept. 1899). 

Einheim. Name: lunyandewu. 

A. hispidus (Thunb.) Bak. var. pleiocephalus Harv. in Harv. et 
Sond., Fl. Cap. IH. 85 (unter Diplopappus asper). 

Unyika: bei Suntas Dorf, im Buschwald auf welligem Plateau um 
1600 m (n. 1234. — Blühend am 13. Nov. 1899). 

Nidorella stricta O. Hoffm. n. sp.; herbacea perennis radice crassa 
lignosa, collo caules complures strictos sulcatos glabros parce ramosos 
emittente, ramis strictis; foliis ad caules valde remotis, ad ramos steriles 
crebrioribus parvis strictis linearibus vel lanceolatis basi lata sessilibus ob- 
_tusis integerrimis trinerviis scabro-pilosis; capitulis parvulis, in corymbos 
densos oligocephalos terminales congestis pedicellatis; involucri hemisphae- 
rici squamis subtriseriatis acutis scarioso-marginatis margine laceris; flori- 
bus © pauciseriatis, corolla flava tubulosa, limbo vix dilatato 4—5-lobo, 
styli ramis ovato-lanceolatis obtusis sine pilis collectoribus; floribus à 
(sterilibus?) luteis limbo ampliore 5-fido; achaeniis hirtis paulo compressis ; 
pappo albo vix corollam aequante. 

Stengel an 40 cm hoch. Blätter der Stengel oft nur 4 cm lang, 11/g mm breit, 
‚steil aufrecht, die Internodien bis 3 cm lang; einige Blätter werden bei derselben Breite 
länger, aber nicht über 18 mm. EbensträuBe 2 cm im Durchmesser. Blütenstiele 
2—10 mm lang. Köpfchen voll entwickelt 8 mm breit, 5 mm hoch; Hüllblätter 
3 mm lang. 

Unyika: Umalila, Mpesu-Berg, auf rasigen Abhängen um 2000 m 
(n. 1361. — Blühend am 22. Oct. 1899). 


Die Pflanze weicht durch die Form der © Blumenkrone von allen übrigen Arten 
ab, bei denen die Randblüten kurz zungenförmig oder seltener 2lippig sind. 


428 Beitr.z. Fl. v. Afr. XXI. Ber, üb. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. ete. | 


Sphaeranthus suaveolens DC. Prodr. V. 370. 
Unyika: bei Suntas Dorf, an sumpfigem Bachufer im Wasser wach-. 
send, um 1600 m (n. 1432. — Blühend am 23. Nov. 1899). 


Helichrysum densiflorum Oliv. in Hook. Ic. pl. t. 2286, var. plei- 
anthum O. Hoffm.; a forma typica, quacum ceterum plane congruit, differt 
involucri bracteis ca. 48 subtriseriatis, floribus in quoque capitulo 10—412._ 

Nördl. Kingagebirge: Ussangu, Pikurugwe-Rücken, auf mit Fels- 
blöcken übersäten Abhängen, um 2900 m (n. 1255. —- Blühend am 16. Sept. 
1899). 


H. sulphureo-fuscum Bak. in Kew Bull. 1898, p. 151 (ex descr.). 

Kingagebirge: Djilulu-Berg, auf feuchten, moorigen Wiesen um 
2400 m (n. 921. — Blühend am 48. Mai 1899). 

Einheim. Name: usumba. 


H. nitens Oliv. et Hiern in Oliv., Fl. trop. Afr. IL 350. 

Ubena: Liaugura, auf rotem Laterit eines welligen Plateaus, um 
1900 m (n. 792. — Blühend am 24. März 1899). 

Nördl. Kingagebirge: Ussangu, auf trockenen Abhängen des Muigi- 
Berges um 2400 m (n. 4044. — Blühend und fruchtend am 6. Juni 
1899). 

Die Exemplare sind zum Teil nur 4- oder 2-köpfig. 

H. luteo-rubellum Bak. in Kew Bull. 1898, p. 449. 

Usafua: trockene, mit kurzem Gras bestandene Abhänge des Beya- 
Berges, um 2700 m (n. 1076. — Blühend am 28. Juni 1899). 

Die Hüllblättchen sind bei einigen Köpfchen sämtlich gelb. 

H. abyssinicum Schultz-Bip. ex A. Rich., Fl. Abyss. I. 423. 

Livingstone-Gebirge: flache, rasige Abhänge eines unbewohnten 
Hochplateaus, um 2500 m (n. 1277. — Blühend am 21. Sept. 1899). 

H. Goetzeanum ©. Hoffm. n. sp.; herbacea perennis ramosa, ramis 
elongalis usque ad apicem foliatis araneosis; foliis oblongis vel elliptieis 
acutis, basi in portionem petioliformem basi dilatata caulem semiamplec- 
tentem angustatis, integerrimis vel minute crenulatis vel subundulatis, supra. 
prima juventute paulum araneosis sed cito glaberrimis, subtus molliter albo- 
tomentosis, nervis lateralibus erebris patentibus; floribus supremis in brac- 
teas inflorescentiae sensim transeuntibus; capitulis heterogamis mediocribus. 


pedicellatis, in corymbum amplum densum eongestis; involucri hemisphe- 
rici squamis pallide stramineis nitentibus radiantibus imbricatis lanceolatis 
oblusis, apice laceris vel denticulatis, flores paulo superantibus; floribus Q 
numerosis pluriseriatis corolla tenuissime tubulosa 5-dentata; floribus à 
plurimis, corolla anguste tubulosa, limbo vix dilatato 5-dentato; achaeniis 
minutis; pappo albo corollae aequilongo, 

Meterhohe, buschige Staude mit ziemlich langen Zweigen. Blätter bis 48 cm lang 
und 3, em breit, An der Spitze teilen sich die Zweige in mehrere mit kleineren Blätt- 
chen von 4 bis zuletzt nur 4 cm Länge) besetzte und in EbensträuBe endigende Zweig- 


A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See etc. ges. Pflanzen. 499 


chen, welche einen gemeinsamen Ebenstrauß von 15—20 cm Durchmesser bilden. Die 
- Hülle ist 7 mm hoch; die Köpfchen erreichen einen Durchmesser von 4,5 em; sie stehen 
ziemlich dicht, wenn auch die Blütenstiele bis 4 cm lang sind. Die Blumenkrone der 
© und 8 Blüten sind einander sehr ähnlich, nur dass die ersteren auffällig schmäler 
“sind und dementsprechend auch schmälere Zähne haben. Diese sind bei beiden dunkler 
gefärbt als die Röhre. 

Rungwe-Stock: in der Bambuszone der südlichen Abhänge, um 
2500 m (n. 41449. — Blühend am 13. Aug. 1899). 

Einheim. Name: ngoka. 

Durch die verhältnismäßig zahlreichen @ Blüten gehört die Pflanze in die Nähe 
von H. foetidum Cass., mit deren Abart macrocephalum A. Rich. sie auch habituell 
Ähnlichkeit hat. Die Form und Nervatur der Blätter unterscheidet sie jedoch auffällig 
von dieser Art, bei welcher die Blätter mit breit herzförmigem Grunde sitzen und die 
Seitennerven unter sehr spitzem Winkel vom Mittelnerv abgehen. 


H. (§ Lepicline) abietinum O. Hoffm. n. sp.; frutex humilis ramosus, 
ramis vetustioribus glabris, junioribus inferne foliorum delapsorum cica- 
tricibus squamosis, superne griseo-tomentosis, usque ad inflorescentiam fo- 
hosis; foliis confertissimis brevibus linearibus obtusis basi lata sessilibus 
margine revolutis, supra tenuiter araneosis glabrescentibus, subtus persi- 
stenter griseo-tomentosis; capitulis parvis heterogamis in corymbos densos 
terminales congestis brevissime pedicellatis; involucri campanulati flores 
aequantis squamis pluriseriatis scariosis ovatis, basi stramineis nitentibus, 
apice fuscis obtusis vel erosis erectis vel vix recurvis; receptaculo paleolis 
aurantiacis onusto; floribus © circiter 7, corollis ut in floribus 8, sed 
. segmentis angustioribus magisque reflexis, styli ramis truncatis; floribus 8 
circiter 18. 

1/; m hoher Strauch. Stengel 8 mm dick. Zweige in einer Länge von etwa 5 cm 


unterhalb der Spitze beblättert, darunter durch die Reste der abgefallenen Blätter 
schuppig rauh. Blätter höchstens 9 mm lang und 4 mm breit. Köpfchen 3—4 mm 


u 


hoch und 2 mm breit, zu einem dichten Ebenstrauß von 4,5 cm Durchmesser zu- 
sammengedrängt. 


Rungwe-Stock: auf Abhängen der höchsten Kuppe, 2900 m (n. 1451. 
— Blühend am 13. Aug. 1899). 


Einheim. Name: mbuwalika. 
In der Tracht H. cymosum Less. ähnlich, doch mit kürzeren, derberen Blättern 
und mehrblütigen Köpfchen. 
Abbildung auf Taf. XX. 
A Ganze Pflanze mit Fortlassung eines etwa 15 cm langen Stengelstückes, B Blatt, 
0 Querschnitt desselben, D Köpfchen, E Hüllblatt, # 8 und © Blüte, @ Staubblätter, 
ff Frucht mit Griffel, ohne Pappus, J Pappusborste. 


H. (§ Lepicline) tillandsiifolium O. Hoffm. n. sp.; suffrutex hu- 
milis ramosus prostratus pulvinaria majuscula formans; ramis inferne re- 
liquiis foliorum delapsorum vestitis, superne usque ad apicem foliosis tomen- 
tosis; foliis confertissimis linearibus sessilibus subacutis minute mucronu- 
latis trinerviis integerrimis, supra glaberrimis, subtus tomento argenteo in- 
dutis patulis vel demum reflexis; capitulis heterogamis parvulis pedicellatis 


430 Beitr. z. Fl. v. Afr. XXII. Ber. üb. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. etc. 


in corymbum densum terminalem bracteatum congestis, bracteis lanceolatis 
acutissimis indumento foliis similibus; involucri late campanulati squamis 
multiseriatis scariosis glabris, basi pallide luteis, apice fuscis acutis vel ob- 
tusis vel erosis paulo reflexis; receptaculo paleis pallidis onusto; floribus © 
paucis (ca. 6) stylo et corolla flores 3 aemulantibus, sed limbi angustioris 
segmentis longioribus magis reflexis; floribus 8 numerosis (ca. 36), co- 
rollae limbo segmentis latioribus paulo reflexis; ovariis glabris; pappo albo — 
corollam aequante. 

Die Polster erreichen einen Durchmesser von 1/, m. Die an den Zweigenden dicht 
zusammenstehenden Blätter werden bis 25 mm lang und 2 mm breit, sind jedoch an 
einigen blühenden sowie sterilen Zweigen bedeutend kleiner (nur 45 mm lang); sie 
gehen in die kurzen (7 bis zuletzt 2 mm langen) Bracteen des Blütenstandes über. Dieser 
hat einen Durchmesser von 4,5—5 cm. Die Stiele der Köpfchen sind zum Teil sehr 
kurz, zum Teil bis 4 cm lang. Die Köpfchen werden 6 mm lang und breit. 


Kingagebirge: Kipengere-Rücken, auf trockenen, mit Felsblöcken über- 
säten Halden, um 2700 m (n. 969. — Blühend am 28. Mai 1899). 


Stoebe kilimandscharica O. Hoffm. in Engl. Pflanzenw. Ostafrikas C. 
411, var. densiflora O. Hoffm.; a forma typica differt (sed vix specifere) 
ramis brevioribus, foliis magis patentibus vel interdum reflexis, spicis com- 
positis. 

Kingagebirge: Kinyuweru-Berge, an flachen Abhingen um 1800 m 
(n. 4498. — Blühend und fruchtend am 9. Sept. 1899). 


Althrixia rosmarinifolia (Schultz-Bip.) Benth. et Hook. f., Gen. 
pl. IL 329. 

Usafua: welliges Grasland auf Lavaboden (n. 4123. — Blüheng am 
4. Aug. 1899). 


Coreopsis lineariloba O. Hoffm. n. sp.; herbacea perennis ramosa, 
ramis glabris, foliis petiolatis bipinnatipartitis segmentis rhachi aequilongis 
linearibus acutis mucronatis glabris; capitulis mediocribus longiuscule pedi- 
cellalis cymam laxam bracteis linearibus munitam formantibus; involucri 
hemisphaerici squamis exterioribus linearibus herbaceis obtusis vel acutis 
basi eilialis ceterum glabris, interioribus aequilongis membranaceis ovatis 
acuminatis glabris; ligulis flavis involucro longioribus; paleis receptaculi ob- 
tusis; corollis disci luteis; ovariis compressis glabris vel saepius margine 
et inter aristas pappi ciliatis; pappi aristis 2 (raro 3) tubum corollae supe- 
ranlibus sursum longe pectinato-ciliatis; achaeniis maturis ignotis. 

Meterhohe, dicht buschige Staude, Blätter bis 12 cm lang, wovon 3 cm auf den 
Stiel kommen, mit bis 5 cm langen, nicht sehr dicht stehenden Seitenabschnitten; die 
Spindel des Blattes sowie die Blattstiele und die Blattabschnitte bis 2 mm breit. Blüten- 
ticle bis 5 em lang. Die eben aufgeblühten Köpfchen haben mit den Strahlblüten 
2 om im Durchmesser; die Hülle ist 5 mm hoch, Die Frucht scheint nach den vor- 
geschritteneren Fruchtknoten zu urteilen geflügelt zu sein; diese sind 3 mm lang; die 


lappusgrannen 2 mm, die Röhre der Blumenkrone 41/, mm und der Saum 4 mm lang. 
Die Spreublätter sind etwas kürzer als die Blüten, 


A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See etc. ges. Pflanzen. 431 


| Ubena: Liangira, auf rotem Laterit eines welligen Plateaus, um 
4900 m (n. 790. — Eben aufgeblüht am 24. März 1899). 


| Mit ©. macrantha Schultz-Bip, verwandt, doch derber und höher und durch ge- 
stielte und längere Blätter verschieden. 


C. ochracea O. Hoffm. n. sp.; perennis, e radice crassa caules com- 
_plures emittens elatos parce ramosos glaberrimos teretes, foliis oppositis 
‘pinnatim 5-partitis, segmentis integerrimis vel iterum 3- (rarius 2- vel 4-) 
_partitis, segmentis omnibus linearibus acutis mucronatis supra breviter 
- scabro-pilosis, subtus subglabris, margine paulo revolutis et breviter scabro- 
|ciliolatis; capitulis majusculis longe pedunculatis ad apices ramorum soli- 
_tariis vel ternis, pedunculo ebracteato vel foliis reductis simplicibus lineari- 
“bus, binis oppositis vel singulis, bracteato; involucri biserialis squamis ex- 
terioribus herbaceis basi pilosis ceterum glaberrimis supra basin paulo 
constrictis ellipticis, apice in acumen breve obtusum subito angustatis, squa- 
mis interioribus paulo longioribus glaberrimis oblongis obtusis disco aequi- 
longis; ligulis 8 fulvis ellipticis multistriatis tomento tenuissimo fugaci tectis: 
receptaculi paleis anguste linearibus obtusis corolla brevioribus; ovariis 
- margine ciliato-hispidis ceterum glaberrimis, apice cupula brevi lacera et 
aristis duabus paucidentatis coronatis. 
Meterhohe Staude. Die Blätter erreichen eine Länge von 8 cm, mit einem End- 
- abschnitt von 41/5 cm und seitlichen Abschnitten von 31/5 cm Länge und 2—3 mm 
Breite. Die Blütenstiele werden bis 18 cm lang; die Hochblättchen sind, wenn vor- 
… handen, 2—4 cm lang. Die Köpfchen haben mit ausgebreiteten Strahlblüten 41/, cm 
im Durchmesser; die äußeren Hüllblätter sind 40, die inneren 42 mm lang. Die breiten, 
dunkelgelben Zungenblüten sind mit zahlreichen, dunkleren, parallelen Nerven durch- 


zogen. Reife Früchte fehlen; nach den Fruchtknoten zu urteilen könnten sie ge- 
flügelt sein. 


Uhehe: Bweni, auf rotem Laterit eines hügeligen Plateaus im lichten 
Busch, um 4700 m (n. 731. — Blühend am 11. März 1899). 
Einheim. Name: masunga-sunga. 


nd 


> D, LL 


LA. 


C. crataegifolia O. Hoffm. n. sp.; herbacea perennis caule lignescente 
+ plerumque simplici monocephalo glabrescente superne glanduloso-piloso ; 
p foliis ambitu ovatis basi in petiolum alatum angustatis utrinque scabro- 
_ pilosis, irregulariter pinnatisectis, segmentis acutis calloso dentatis; foliis 
| supremis oblongis sessilibus integris; capitulis magnis longiuscule peduncu- 
_latis; involucri hemisphaerici basi glanduloso-villosi squamis exterioribus 
ne urine herbaceis pilosis apice callosis, interioribus paulo bre- 
+ vioribus minus pilosis membranaceis ovatis obtuse acuminatis; floribus fulvis; 
ligulis 8 elliptieis multistriatis; receptaculi paleis linearibus obtusiusculis co- 
-rollas disci haud aequantibus; florum disci antheris longe exsertis atro- 
-brunneis; ovariis compressis alatis facie glabris, margine et apice inter pappi 
paleas ciliatis; pappi paleis 2 brevibus acutis haud ciliatis. 

1 m hohe, oberwärts ziemlich dicht beblätterte Staude. Blätter im Umriss bis 


8 cm lang (wovon 21/, cm auf den stielförmigen Teil kommen) und 3 cm breit, un- 
mini eingeschnitten, die größten vorhandenen Abschnitte nicht über 17 mm lang 
4 
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ee ee, a 


432 Beitr. z. Fl. v. Afr. XXI. Ber. üb. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. ete, — 


und 7 mm breit, die kleineren wie breite Sägezähne; Abschnitte einfach oder die 
größeren zuweilen mit einem seitlichen Zahn. Köpfchen mit voll aufgeblühtem, aus- 
gebreitetem Strahl 7 em im Durchmesser. Äußere Hüllblätter 41/5 em lang, innere et- 
was kürzer. Strahlblüte bis 31/g em lang und 4 cm breit. Blumenkronen der Scheiben- 
blüten 8 mm lang, der Saum etwas länger als die Röhre. Unreife Früchte 6 mm lang 
und 41/2 mm breit, deutlich geflügelt (nur das mittlere Drittel ist hohl). Pappus- 
schüppchen weniger als 4 mm lang, nur etwa doppelt so lang wie die dazwischen 
stehenden Wimpern. 

Livingstone-Gebirge: Yawulanda-Berg, auf unbewaldeten Abhängen, 
um 4800 m (n. 854. — Blühend am 48. April 1899). | 

Einheim. Name: maharrama. 


C. pinnatipartita O. Hoffm. n. sp.; fruticosa ramis erectis, junioribus 
tomentellis; foliis coriaceis pinnatipartitis ambitu ovatis petiolatis, segmentis 
ovatis vel lanceolatis acutis irregulariter pinnatilobis vel = profunde ser- 
ratis, supra scaberulis subtus tomentellis; capitulis magnis in corymbum 
oligocephalum terminalem congestis breviter pedicellatis; involucri hemi- 
sphaerici squamis aequilongis ovatis obtusis dorso tomentosis mox reflexis; 
paleis receptaculi flores disci aequantibus 3-plurilineatis obtusis; corollis 
luteis, ligulis ellipticis multistriatis; ovariis glaberrimis; pappo nullo. 

2—3 m hoher, aufrecht wachsender Strauch. Größere Blätter mit 3 cm langem 
Stiel und 8 cm langer Spreite, die untersten Abschnitte 4 cm lang und fast 2 cm breit; 
untere Internodien 41/,—3 cm lang. Stiele der Köpfchen bis 21/2 cm, Hüllblätter etwa 
t cm lang. Durchmesser der Köpfchen mit ausgebreiteten Strahlblüten bis 61/, cm. 
Strahlblüten ungefähr 40—42, 3 cm lang, wovon 3 mm auf die Röhre kommen, und 
fast 4 cm breit. Scheibenblüten mit 3 mm langer Röhre und 4 mm langem Saum, 
kahl. 

Usafua: Poroto-Berg, Abhänge um 2300 m (n. 4041. — Blühend am 
17. Juni 1899). 

Ein von Bucnanan im Jahre 1894 im Nyassaland gesammeltes Exemplar (n. 380) 
gehört offenbar zu derselben Art. Es zeigt nur längere Internodien. Bei ihm finden 
sich (noch nicht völlig reife) Früchte von 5 mm Länge und 2 mm Breite; dieselben sind 
im Umriss verkehrt eiförmig, schmal geflügelt, völlig kahl und zwischen den Flügeln 
vielstreilig. — Die Art ist C. kilimandscharica O. Hoffm. in der Tracht ähnlich. 

C, lupulina ©, Hoflm. n. sp.; fruticosa glaberrima ramosa, foliis petio- 
latis bipinnatipartitis, segmentis acutis serralis vel pinnatifidis, petiolis basi 
connatis; foliis superioribus simpliciter pinnatipartitis; capitulis magnis pedi- 
cellatis in corymbos densos oligocephalos congestis; involucri squamis re- 
lexis, exterioribus herbaceis anguste ovatis obtusis, interioribus longioribus 
membranaceis late ovatis obtuse acuminatis et apice minute fimbriatis; re- 
ceplaculi lati plant paleis linearibus obtusis corollas superantibus et demum 
reflexis; corollis Navis, ligulis 40 elliptieis multistriatis; achaeniis linearibus 
compressis anguste alatis apice calloso-marginatis et obtuse emarginalis; 
pappo nullo, 

29 m hoher, nur an der Spitze der Triebe beblätterter Strauch. Blätter mit 
einiger Mannigfalligkeit in der Teilung sowie in der Länge und Breite der Abschnitte, 
trocken sehr zerbreehlich, Der Blattstiel kann eine Länge von 4 em erreichen, di 


A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See ete. ges. Pflanzen. 433 


Blätter werden vielleicht 10 cm, die seitlichen Abschnitte 3 cm lang. Blütenstiele 
4—3 cm lang. Voll aufgeblihte Kôpfchen 6 cm im Durchmesser. AuBere Hüllblätter 
etwa 8 mm, innere 12 mm lang. Die Köpfchen erhalten durch die zurückgeschlagenen 
Hüll- und Spreublätter ein ganz eigentümliches Aussehen. Strahlblüten 25 mm lang 
und § mm breit. Scheibenblüten 7 mm lang, mit kurzer Röhre. Früchte 8 mm lang, 
1/, em breit; die Flügel nehmen jederseits etwa 1/4 der Fruchtbreite ein. 


Usafua: Abhänge des Beya-Berges, um 2400 m (n. 1069. — Blühend 
und fruchtend am 27. Juni 1899). 


Jaumea Compositarum (Steetz) Benth. et Hook. f., Gen. pl. II. 397. 

Usafua: Beya-Berg, auf trockenen Abhängen mit lichtem Gebüsch, 
um 1600 m (n. 1080. — Blühend am 3. Juli 1899). 

Die Pflanze zeigt kleine Abweichungen von den Prrers’schen Originalexemplaren. 
Einige Blätter sind neben der feinen Wimperung entfernt schwielig gezähnt. Die Hüll- 

- blätter sind von Streetz als spitz beschrieben und abgebildet; die Prrers’schen Exem- 
plare zeigen teils spitze, teils sogar zugespitzte Hüllblätter; in der Fl. of trop. Afr. 
werden sie stumpf genannt. Hier sind sie meistens stumpf, viel seltener spitz oder 

; kurz zugespitzt, öfters in ein Spitzchen auslaufend. Die Form der Hüllblätter ist dem- 

- nach veränderlich. — Die Beschreibung von J. Johnston? Baker in Kew Bull. 1898, 
p. 153 weist keinen Unterschied gegen J. Compositarum auf. 

J. angolensis O. Hoffm. in Bol. Soc. Brot. X. 178. 

Nördl. Kingagebirge: Ussangu, Muigi-Berg, an trockenen Abhängen 
über der Steppe, um 1500 m (n. 1019. — Blühend und fruchtend am 
7. Juni 1899). 

Die Stengel sind weniger rauhhaarig, die Haare auf den Blättern etwas kürzer. — 
Die vollständig gesammelte Pflanze besitzt einen kriechenden, mit dicken Wurzelfasern 
besetzten Wurzelstock. Die untersten Blätter zeigen eine Länge von 28 cm bei einer 
Breite von 5 cm. 

Artemisia afra Jacq. Hort. Schoenbr. IV. 34. t. 467. 
Kingagebirge: Kinyika-Berg, Rander und Lichtungen des Schluchten- 
-waldes um 2600 m (n. 948. — Blühend am 26. Mai 1899). 

Gongrothamnus!) aurantiacus O. Hoffm. n. sp.; frutex elatus divari- 
cato-ramosus, ramis tenuiter tomentosis glabratis, foliis petiolatis ovatis 

basi lata obtusis et breviter in petiolum angustatis, apice acuminatis, mar- 

“cine repandis triplinerviis, supra brevissime scaberulis, subtus tenuiter to- 

 mentellis glabrescentibus; capitulis parvulis homogamis 7-floris in paniculas 

_densas globosas congestis pedicellatis, pedicellis crassiusculis tomentellis 

…squamuloso-bracteatis; involucri turbinati squamis imbricatis glabrescentibus 


ne 


r. 4) In den »Natürl. Pflanzenfamilien« glaubte ich die Gattung Gongrothamnus zu 
Vernonia stellen zu müssen, da ich an der Richtigkeit der Beurteilung der Blütenfarbe 
_zweifelte, über welche bei der typischen Art @. divaricatus Steetz sich keine Notiz des 
_ Sammlers (PETERS) bei den Originalexemplaren findet, und da eine der aufgeführten 
Arten, G. Hildebrandtii Oliv. et Hiern (Vernonia Hildebrandtii Vatke), welche nach 
den Angaben verschiedener Sammler nicht gelbe, sondern weiße Blüten besitzt, sicher 
“zu Vernonia gehört. Die Auffindung der obigen, mit G. divaricatus offenbar ver- 
ê wandten und nicht zu Vernonia gehörigen Art bestimmt mich zur Anerkennung der 
“Gattung Gongrothamnus, zu welcher auch Antwnesia O. Hoffm. zu ziehen ware. 


Botanische Jahrbücher. XXX. Bd. 28 


434 Beitr.z.Fl. vy. Afr. XXI. Ber. ib. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. etc. 


acutis, exterioribus ovatis, interioribus oblongis; corollis aurantiacis exsertis; 
ovariis sericeis, costis inconspicuis; pappo stramineo duplici, setis exteriori-. 
bus multo brevioribus. 

Bis 2 m hoher Strauch mit gespreizten, überhängenden Zweigen. Untere Blätter 
bis 10 cm lang und 6 cm breit, mit 2 cm langem Stiel, die oberen kleiner. Blüten-. 
stände bis 8 cm im Durchmesser. Köpfchen 12 mm, Hülle 5 mm hoch. Blumenkrone 
4 cm lang, Pappus etwas kürzer. 

Usafua: im Songwe-Thal, auf trockenen Abhängen um 1100 m 
(n. 1056. — Blühend am 23. Juni 1899). 


Gynura coerulea O. Hoffm. in Bull. Herb. Boiss. I. 86. 
Livingstone-Gebirge: Yawulanda-Berg, auf unbewaldeten Abhängen 
um 1800 m (n. 849. — Blühend am 18. April 1899). | 


Cineraria foliosa O. Hoffm, n. sp.; herbacea perennis, caule ligne- 
scente ramoso; ramis glabris valde foliosis; foliis petiolatis primum parce 
araneosis mox glabratis, ambitu subrotundis basi reniformibus, multilobatis, 
lobis grosse sinuato-dentatis, petiolo basi auriculato, infra limbum saepe 
segmentis duobus appendiculato (ideoque foliis lyratis); capitulis mediocribus, 
in corymbum densum terminalem aggregatis pedicellatis; pedicellis brac- 
teosis, bracteis parvis linearibus apice purpureis in calyculum transeuntibus; 
involucri campanulati squamis 8—411 lineari-oblongis apice deltoideis pur- 
pureo maculatis; floribus radii 6—7 discique luteis exsertis; ovariis facie 
hirtellis ala angusta ciliata cinctis; pappo niveo. 

Bis meterhohe, buschig wachsende Staude. Zweige unterwärts durch die stehen” 
bleibenden Ohrchen und Blattstielreste der abgefallenen Blätter schuppig. Blattstiele bis 


31/, em lang, mit kleinen Ohrchen am Grunde und öfters mit einem Paar gegenständi- 
ger, sitzender, etwa 4 cm langer Abschnitte unter dem Hauptteil des Blattes. Dieser 
ist bis 4 cm lang und 31/, cm breit, unregelmäßig, aber im wesentlichen fiederförmig 
gelappt, mit runden Buchten. Rispen bis 8 cm breit, doch zu einem größeren, be- 
blätterten Gesamtblütenstande vereinigt. Blütenstiele bis 42 mm lang. Hülle 6 mm 
hoch. Köpfchen mit ausgebreitetem Strahl 18 mm im Durchmesser, 
Kingagebirge: Kipengere-Rücken, auf trockenen, mit Felsblücken 


übersäten Halden, um 2700 m (n. 973. — Blühend am 28. Mai 1899). 


Senecio tener ©. Hoffm. n. sp.; annua gracilis, ad caulem parce, ad 
folia et involucra densius pilis albis brevissimis vestita; caule adscendente 
tenui praeter inflorescentiam simplici vel vix ramoso, superne nudo; foliis 
saepius ad basin caulis confertis oblongis vel oblanceolatis vel ellipticis ob- 
tusis, basi in petiolum alatum attenuatis, margine repandis, superioribus 
angustioribus sessilibus; capitulis parvulis homogamis in corymbo oligo= 
cephalo terminali parce bractealo dispositis; involueri ecalyculati squamis 
uniseriatis 8 late linearibus apice violaceis deltoideis obtusis; floribus 25—30 
involuerum paulo superantibus; corollis lilacinis, tubo in limbum paulo las 
üorem sensim ampliato, laciniis linearibus nervo mediano percursis; antheris 
parvis; styli ramis truncatis; ächaeniis parvis oblongis glabris; pappi setis 


lenuibus albis involucrum acquantibus, 


A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See etc. ges. Pflanzen. 435 


7 13; m hohes Pflänzchen. Blätter mit Einschluss des Stieles höchstens 31/, cm 
» lang und 44 mm breit. Blütenstand mit dünnen, bis 8 cm langen Zweigen, Blütenstiele 
à 4—3 cm lang, nicht selten gekrümmt. Hülle 5—6 mm hoch, 3—5 mm breit; Blüten 
noch um 41/; mm hervorragend. 


Kingagebirge: an schattigen Plätzen des steilen Ufers des Diroro- 
* Flusses, um 2200 m (n. 939. — Blühend am 25. Mai 1899). 
| S. ukingensis O. Hoffm. n. sp.; herbacea (perennis?) ima basi in 
ramos tenues simplices monocephalos, inferne foliosos, superne pedunculi- 
formes divisa; foliis crassiusculis glaucis oblongo-spathulatis obtusis basi in 
portionem petioliformem semiamplexicaulem longe attenuatis, margine re- 
mote denticulatis, glaberrimis vel minutissime et sparse puberulis; capitulis 
-vix mediocribus homogamis, pedunculo apice paulum incrassato-insidentibus; 
involucri late campanulati ecalyculati squamis 8 uniseriatis lineari-oblongis 
obtusis plerumque trinerviis; corollis luteis, limbi anguste campanulati seg- 
. ments lineari-oblongis plerumque nervo mediano percursis; styli ramis 
| truncatis; achaeniis oblongis 10-costatis, parce puberulis; pappo brevi 
 niveo. 
; 1/4 m hohes, vielleicht einjähriges, fast völlig kahles Kraut. Nur an einigen 
_ Blättern und unter dem Köpfchen sind mit der Lupe einige Härchen erkennbar. Die 
_ Blätter werden mit Einschluss des stielförmigen Teiles bis 6 cm lang und 8 mm breit. 
- Die Adern auf der Unterseite und der Stiel sind violett gefärbt, was jedoch an der 
trockenen Pflanze nicht mehr erkennbar ist. Die Köpfchen stehen auf unbeblatterten | 
bis 17 cm langen Stielen; sie werden 9 mm hoch und 42 mm breit, die Hüllblätter 
6—7 mm lang. Die 10 Rippen der 3 mm langen schmalen Frucht stehen zu zweien 


nahe bei einander; die 5 Zwischenräume zwischen diesen Rippenpaaren sind spärlich 
| kurzhaarig. Der Pappus ist kürzer als die hellgelben Blumenkronen. 


Kingagebirge: Kipengere-Rücken, auf trockenen, mit Felsblücken über- 
säten Halden um 2700 m (n. 971. — Blühend und mit jungen Früchten 
am 28. Mai 1899). 

S. pachyrhizus O. Hoffm. n. sp.; herbacea perennis humilis, e radice 
_ crassa caules complures simplices monocephalos ad apicem usque foliatos 
À superne minutissime puberulos emittens; foliis radicalibus ignotis, caulinis 
E abris lineari-oblongis plerumque obtusis integerrimis; capitulis homogamis 
 majusculis ample calyculatis; calyculi squamis subbiseriatis, exterioribus 
» pallidioribus late ovatis vel lanceolatis acutis vel acuminatis, margine + 
fimbriatis v. serrulatis involucri dimidium aequantibus, interioribus paucis 
involucri squamis similibus iisque paulo brevioribus; involucri squamis 
ca. 25 linearibus acuminatis glabris obscure violaceis; floribus involucrum 
-subaequantibus; corollis albis, limbo cylindraceo 5-fido, laciniis nervo me- 
diano donatis; styli ramis rotundatis; ovariis latis glabris multistriatis; pappo 
stramineo. 

Wurzel 4—2 cm dick. Stengel hôchstens 10 cm hoch. Die Pflanze muss, nach 
“spärlichen, meist zerfransten Resten zu urteilen, verhältnismäßig große Wurzelblatter 
besessen haben, welche sich vermutlich nach dem Verblühen erneuern. Stengelblätter 
zum Teil bis 45 mm lang und 3 mm breit, zum Teil kürzer, fast schuppenförmig. 


Köpfehen 2 cm hoch, 31/; cm im Durchmesser. Blumenkronen mit 1 cm langer, 4 mm 
28* 


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436 Beitr. z. Fl.v. Afr. XXII. Ber. ib d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. ete, 


breiter Röhre und 5 mm langem, 21/, breitem Saum. Die Griffelschenkel sind breit ab- 
gerundet: der Teil oberhalb der Fegehaare ist jedoch viel niedriger als bei Notonia. 


Usafua: welliges, zur Zeit abgebranntes Grasland, auf Lavaboden, 

um 4700 m (n. 4124. — Blühend am 4. Aug. 1899). 
Abbildung auf Taf. XIX, A—G. 

A Ganze Pflanze, B, C Blättchen des Außenkelches, D Spitze eines Hüllblattes, 
E Blüte, F Staubblätter, @ Griffelspitze. 

S. karaguensis O. Hoffm. in Engl. Pflanzenwelt Ostafrikas, C. 447. 

Kingagebirge: auf trockenen Wiesen des Kinyika-Berges, um 2600 m 
(n. 937. — Blühend am 25. Mai 1899). 

Da bei den Originalexemplaren von SrunLuanx die Wurzelblätter fehlten, so ist der 
Beschreibung hinzuzufügen: Foliis radicalibus et caulinis inferioribus elongato-oblongis 
basi in petiolum multinervium angustatis, apice obtusis, margine calloso-denticulatis 
supra glabrescentibus, subtus tenuiter cano-tomentosis, superioribus remotis multo mi- 
noribus. 

Meterhohe Staude. Wurzelblätter bis 1/3 m lang und 3 cm breit, die in der Mitte 
des Stengels stehenden 7—14 cm lang und 3—4 mm breit. Hülle 15 mm hoch. Köpf, 
chen mit ausgebreitetem Strahl etwa 4 cm im Durchmesser. Blättchen des Außenkelches 
sowie der eigentlichen Hülle in rotviolette, am Ende fein behaarte Spitzen verschmälert- 

S. psiadioides O. Hoffm. n. sp.; frutex elatus ramis lignosis sulcatis. 
foliosis inferne cicatricibus foliorum delapsorum asperis; foliis oblongis vel 
oblongo-lanceolatis vel anguste-ovatis petiolatis, basi obtusis vel in petiolum 
angustalis, apice nune acutis nunc obtusis, margine calloso-crenatis vel 
rarius dentatis, interdum revolutis, supra glaberrimis, subtus imprimis secus 
nervos crebros puberulis; petiolo saepius basi dilatato et utrinque in auri- 
culas oblongas vel ovatas, integras vel bipartitas producto; capitulis par- 
vulis radiatis in corymbum densum terminalem confertis breviter pedicellatis, 
ramulis corymbi pedicellisque bracteolatis; involueri calyculati late cam- 
panulati squamis 8 subglabris brevibus ellipticis, apice deltoideis _ obtusis; 
corollis luteis, radii 8 lamina brevi oblongo-elliptica, disci involucro duplo 
longioribus ca. 17, tubo ovario aequilongo in limbum anguste campanulatum 
5-dentatum sensim ampliato, dentibus nervo mediano percursis; antheris 
basi sagitlatis; styli ramis rotundato-truncatis exappendiculatis; achaeniis 
glabris 5-costalis; pappo albo corollae aequilongo. 

Bis 2 m hoher Strauch; blühende Zweige 15—25 cm, unter der Spitze 3—4 mm 
dick. Blätter mit Einschluss des höchstens 11/, cm langen Stieles bis 9 cm lang und 
2—3 em breit; Ohrchen des Blattstieles bis 5 mm lang. Endständiger Ebenstrauß 
(—47 em im Durchmesser, Stiele der Köpfehen wenige Millimeter lang. Köpfchen (ohne 
Strahlblüten) 7 mm hoch, die Hülle nur 3 mm hoch und kaum breiter, Röhre und 
Zunge der Strahlblüten je 3 mm, 8 Blumenkrone % mm lang. 


Kingagebirge: Bulongwa, Ränder des Schluchtenwaldes um 2100 m 
n, 4204, — Blühend am 9. Sept. 1899); Ussangu, Pikurugwe-Nücken, auf 
init Felsblöcken übersäten Abhängen um 2900 m (n, 1259, — 'Blühend am 
16. Sept. 1899). 

Die Blätter variieren in der Form, in der Beschaffenheit des Randos und in den 
Obrchen des Stieles stark; an demselben Zweige sind diese teils gut, teils gar nicht 


Ahn A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See etc. ges. Pflanzen. 437 


“entwickelt. Das letztere Exemplar hat viel diehter stehende, etwas kleinere und 
schmälere Blätter, auch einen weniger großen Blütenstand; das erstere Exemplar ist 
jedoch offenbar weiter entwickelt. 

S. syringifolius O. Hoffm. in Engl. Bot. Jahrb. XX. 236. 

Usafua: Ngosi- oder Poroto-Berg, Waldränder, um 2200 m (n. 1288. 
_— Blühend am 25. Sept. 1899). 

Die Blatter sind in der Form ziemlich veränderlich. Die an dem zuerst bekannt 
gewordenen Exemplare aus Usambara (Horst n. 3264) vorherrschende Form mit herz- 
förmigen Blättern ist hier die seltenere. Am Grunde sehr stumpfe oder abgestutzte 
Blätter sind häufiger, oder auch solche, bei welchen die Spreite kurz keilförmig in den 
Blattstiel übergeht. Einige Blätter sind stärker buchtig gezähnt, der unterste Zahn zu- 
weilen größer, so dass das Blatt etwas breit-spießförmig wird. Die oberen Blätter sind 
oft lang keilförmig in den Stiel verschmälert. Eine derartige Veränderlichkeit in der 
- Blattform scheint bei den kletternden Senecio-Arten häufig zu sein. — S. subpetitianus 
Bak. in Kew Bull. 1898, p. 303 scheint nach der Beschreibung kaum verschieden 
zu sein. 

S. (§ Kleinioidei) tropaeolifolius O. Hoffm. n. sp.; herbacea per- 
ennis simplex succulenta undique glaberrima; caule folioso; foliis inferiori- 
bus longe petiolatis peltatis orbicularibus, margine repandis, subtus violaceis, 
supremis polymorphis, nunc breviter petiolatis ovatis, nunc sessilibus pan- 
duratis vel lanceolatis vel oblanceolatis et in bracteas lineares inflorescentiae 
transeuntibus; capitulis radiatis mediocribus pedicellatis in corymbis glo- 
bosis dispositis; involucri cylindraceo-campanulati ample calyculati squamis 
linearibus marginatis ad apicem deltoideum minutissime puberulis; floribus 
radii © luteis, tubo involucrum aequante, ligula oblonga exserta 4-nervia; 
floribus disci luteis involucrum paullo excedentibus, corollae tubo in limbum 
 5-dentatum sensim ampliato, dentibus nervo mediano percursis; styli ramis 
truncatis; achaeniis linearibus #0-costatis inter costas minute hirtis; pappo 
albo. 


Die vorliegenden Zweige sind 40 em lang, am Grunde im getrockneten Zustande 
“1 mm dick; die Stiele der unteren Blätter erreichen eine Länge von 9 cm, die Spreite 
einen Durchmesser von 8 cm. Der Durchmesser der anfangs ziemlich dichten, später 
etwas lockereren Ebensträuße beträgt 4—% cm. Die Hülle ist 9 mm hoch, mit ab- 
gestutztem, 4 mm breitem Grunde; die Blättchen des Auf enkelches erreichen etwa '/3 
von der Länge der Hille. Die Zungenblüten ragen um etwa 5 mm aus der Hülle 
hervor. Die schmalen Früchte sind 3 mm, der Pappus 8 mm lang. 

Kingagebirge: Kipengere-Rücken, auf trockenen, mit Felsblöcken 
übersäten Halden (n. 964. — Blühend am 28. Mai 1899). 


Abbildung auf Taf. XXI. 

| A Oberer Teil der Pflanze, B Vorblatt, C Hüllblatt, D © Blüte, E 8 Blüte, 
F Staubblatt, @ Griffelspitze, H Frucht. 

SS. (§ Kleinia) trianthemos O. Hoffm. n. sp.; frutex glaberrimus 
ramis crassiusculis lignosis rubellis; foliis tenuiter carnosis ellipticis sub- 
juintuplinerviis integerrimis obtusis, basi in petiolum brevem angustatis; 
capitulis parvulis homogamis in paniculam densam polycephalam amplam 
foliatam congestis pedicellatis; involucri ecalyculati squamis 3 oblongo-lineari- 


438 Beitr. z. Fl.v. Afr. XXI. Ber. ib. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. etc. 


bus acutis pallidis albo-marginatis; floribus 3, rarius 4 8 exsertis albis, 
tubo duro; styli ramis appendice elongato-lineari obtusa terminatis; ovariis 
crassis nigris glabris, pappo stramineo brevi. 

Meterhoher Strauch. Zweige ziemlich dicht beblättert, 1/; m unter der Spitze 
6—7 mm dick. Blätter dünn fleischig, 10 cm lang und 4 cm breit, vielnervig, mit 
einem 4 em über dem Grunde und einem zweiten etwa 3 cm über dem Grunde ab- 
gehenden, fast bis zur Spitze verlaufenden Paare seitlicher Nerven; die in dem Blüten- 
stande stehenden Blätter sind ähnlich, nur bedeutend kleiner, 4 cm bis zuletzt nur 4 cm 
lang. Blütenstand bis 15 cm im Durchmesser, Blütenstiele etwa 4 cm lang. Hüll- 
blätter gelbgrün, 42 mm lang, 2—3 mm breit. Blumenkrone 42 mm lang, wovon 
5 mm auf die Röhre kommen; Zipfel mit Mittelnerven. Pappus zur Blütezeit etwas 
kürzer als die Röhre der Blumenkrone. Die Griffel zeigen für die Gattung auffällig 
lange Anhängsel; die Region der längeren Fegehaare tritt nicht sehr deutlich hervor. 

Unyika: Umalila, auf welligem Hochplateau, um 4900 m (n. 1352. — 


Blühend am 21. Oct. 1899). 


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S. (§ Kleinia) dolichopappus ©. Hoffm. n. sp.; suffruticosa gla- 
berrima valde ramosa, ramis lignosis foliosis; foliis coriaceo-carnosis lineari- 
bus vel anguste oblanceolatis obtusis vel acutiusculis basi angustata sessili- 
bus integerrimis uninerviis; capitulis homogamis ad apices ramulorum soli- 
tariis, florentibus mediocribus; pedunculis apice incrassatis post anthesin 
elongatis; involucri ecalyculati cylindracei squamis 4—5 lineari-oblongis 
acutis rubro-violaceis; floribus 5—6 $3 corollis albis, tubo duro, limbo 
angusto 5-lobo; styli ramis appendice lanceolata terminatis; achaeniis ovoi- 
deis glaberrimis compressis; pappo post anthesin valde elongato stramineo. 

1, m hohe Staude. Blätter bis 4 cm lang, 1—4 mm breit. Hülle zur Blütezeit etwa 
13 mm hoch und 7 mm breit; Blumenkrone 44 mm lang, wovon die Hälfte auf den 
röhrigen, knorpelig harten Teil kommt; Zipfel mit Mittelnerv. Die noch nicht völlig 
reifen Früchte sind 8 mm lang und 21/,; mm breit. Der Pappus, welcher zur Blütezeit 
kürzer als die Blumenkrone ist, wird bei der Fruchtreife 3 cm lang. 

Usafua: Beya-Berg, auf trockenen Abhängen mit kurzem Gras, um 
2700 m (n. 1075. — Blühend am 28. Juni 1899). 

Umalila: Uwurungu-Berg, auf rasigen Abhängen, um 2200 m (n. 1462. 
— Mit jungen Früchten am 48. Nov. 1899). 

Abbildung auf Taf. XVII. 

A Teil einer blühenden Pflanze, B Blüte, C Spitze eines Hüllblattes, D Staub- 

blätter, Æ Griffelspitze, F Teil einer fruchttragenden Pflanze, @ Frucht. 


S. (Kleinia) ussanguensis O. Hoflm. n. sp.; fruticosa glaberrima, 
ramis suleatis foliosis; foliis tenuibus carnosis late ellipticis vel ovatis inte- 
zerrimis utrinque obtusissimis, breviter secus caulem decurrentibus trinerviis, 
nervis ante apicem evanidis; capitulis ad apices ramorum paucis (2—3) 
homogamis mediocribus vel majuseulis multifloris breviter pedicellatis; in- 
volueri ecalyeulati squamis 4—5 late ovatis marginatis acutis vel obtusis; 
floribus 25—30 exserlis 8, sed intimis forsan sterilibus; corollis albis tubo 
chartaceo, limbo anguste eylindraceo 5-lobo; styli ramis appendice lanceo- 


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A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See etc. ges. Pflanzen. 439 


lata terminatis; achaeniis crassis villosis, costis vix conspicuis; pappo stra- 
mineo corollae aequilongo. 

Meterhoher Strauch. Die größeren Blätter erreichen eine Länge von 7 em und 
eine Breite von 5 cm und laufen außerdem auf 2—3 cm am Stengel herab; die Nerven 
treten wenig hervor, mit Ausnahme der 3 Hauptnerven, welche aber auch vor der 
Spitze verschwinden. Die Hülle ist beim Aufblühen cylindrisch, etwa 4 cm breit, später 
halbkugelig-glockig, an 2 cm breit. Röhre der Blumenkrone 8 mm, Saum 4 cm lang. 
Die am meisten entwickelte Frucht zeigt eine Länge von 6 mm und eine Dicke von 
3 mm. 


Ussangu: Pikurugwe-Rücken, mit Felsblöcken übersäte Abhänge, um 
2900 m (n. 1257. — Blühend und mit jungen Früchten am 16. Sept. 1899). 


Tripteris Goetzei O. Hoffm. n. sp.; herbacea e radice crassa lignosa 
horizontali caules emittens complures parce ramosos; caule ramisque scabe- 
rulo-puberulis, floriferis inferne tantum foliatis longe pedunculiformibus; 
foliis alternis linearibus vel oblongis, obtusis vel acutis, uninerviis sessilibus 
integerrimis vel rarius denticulatis, margine cartilaginea cinctis, in utraque 
pagina scabro-pilosis, superioribus paucis parvis bracteiformibus; capitulis 
ad apices solitariis mediocribus nutantibus; involucri hemisphaerici squamis 
circiter 12 oblongis acutis dorso scaberulis; corollis luteis, © radiantibus 
circiter 12 involucrum duplo superantibus; achaeniis laevibus, alis 3 latis 
cinctis. 

Stengel an 40 cm hoch; Blatter bis 25 mm lang und 2—6 mm breit. Der obere, 
blütenstielartige Teil der Stengel und Zweige ist bis 30 cm lang und mit weniger (1—3) 
bis 4 em langen, schmalen, spitzen Vorblättchen besetzt. Hüllblätter 5 mm lang; 


Köpfchen mit ausgebreiteten Strahlblüten etwa 3 cm im Durchmesser. Früchte 15 mm 
lang, die einzelnen Flügel 4 mm breit, gelblich, meist violett überlaufen. 


Kingagebirge: Dinda-Berg, auf rasigen Abhängen um 2400 m (n. 1228. 
— Blühend am 12. Sept. 1899). 
Usafua: Ngosi- oder Poroto-Berg, auf flachen, rasigen Abhängen um 
2000 m (n. 1287. — Blühend und fruchtend am 25. Sept. 1899). 
Einheim. Name: luyungula. 
Abbildung auf Taf. XXII A. 


a Ganze Pflanze, 5 Blatt, ce Hüllblatt, d 8 Blüte im Längsschnitt, e Staubblatt, 
f Griffel derselben, g Q Randblüte,  steriles Staubblatt, © Griffel derselben, / Frucht. 


Gazania angustifolia O. Hoffm. n. sp.; herbacea perennis acaulis; 
radice fasciculata; collo lanoso; foliis viridibus, plerisque radicalibus an- 
guste linearibus acutis, junioribus laxe arachnoideis, adultis subtus nervo 
excepto tenuiter tomentellis, ceterum glabris, remote spinuloso - ciliatis, 
margine revolutis; pedunculo solitario foliis nunc longiore nunc breviore 
monocephalo obscure violaceo, laxe araneoso simulque imprimis sub capi- 
tulo glanduloso-piloso, apice folia brevia 1—2 gerente vel nudo; involucro 
late campanulato basi turbinato, haud intruso, laxe araneoso glabrescente, 
squamis omnibus acutissimis, exterioribus paueis anguste oblongis spinuloso- 
ciliatis sordide violaceis, basi tubo adnatis, intermediis et intimis fere ad 
medium in tubum connatis, intermediis lanceolatis serrulatis sordide violaceis, 


440 Beitr.z. Fl. v. Afr. XXI. Ber. üb. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. etc. 


intimis similibus, sed margine alba hyalina basin versus latiore cinctis; 
corollis involuero duplo longioribus, supra luteis nitentibus, subtus praeter 
marginem luteam obscure violaceis; corollis disci involucro aequilongis luteis; 
achaeniis sericeis. 

Die nicht über 10 cm hohe Pflanze trägt ein Büschel dichter Wurzelfasern. Die 
frischen Blätter sind an den vorliegenden Exemplaren nicht über 8 cm lang und 
1—2 mm breit; die vorjährigen sind verwelkt, an der Spitze abgebrochen oder ab- 
gebrannt und scheinen bedeutend länger gewesen zu sein. Die Blütenstiele sind 4—7 cm 
lang, meist länger als die Blätter desselben Jahres; die unter dem Köpfchen stehenden 
Blätter sind, wenn vorhanden, nicht über 1,5 cm lang, sonst den Wurzelblättern ähnlich. 
Die Hülle ist 12 mm hoch und breit; das ganze Köpfchen ist doppelt so hoch und hat 
mit ausgebreiteten Strahlblüten bis über 3 em im Durchmesser. 

Kingagebirge: Dinda-Berg, auf rasigen Abhängen um 2400 m 
(n. 4233. — Blühend am 42. Sept. 1899). 

Einheim. Name: kirungesi. 

Abbildung auf Taf. XXII B. | 

a Ganze Pflanze, 6 äußeres, c inneres Hüllblatt, d Randblüte, e Scheibenblüte, 
f Staubblätter, g Griffel derselben, % Längsschnitt der Frucht mit dem unteren Teile 
des Pappus. 


Berkheya Zeyheri (Harv. et Sond.) Oliv. et Hiern in Oliv. Fl. trop. 
Afr. III. 429. 

Kingagebirge: Pikurugwe-Rücken, flache, rasige Abhänge des Süd- 
westabhanges, um 2500 m (n. 1239. — Blühend am 14. Sept. 1899). 


B. parvifolia Bak. in Kew Bull. 1898, p. 155. 
Livingstone-Gebirge: Abhänge des Yawulanda-Berges um 1800 m 
‘no. 847. — Blühend am 18. April 1899). 


Das Exemplar weicht von dem I. c. beschriebenen nur in unwesentlichen Punkten 
ab. Die Blätter stehen dichter und sind zum großen Teil länglich; die Köpfchen sind 
ein wenig größer. Es ist eine meterhohe Staude, deren Stengel am Grunde 6—9 mm 
dick ist. Die unteren Blätter werden bis 44 cm lang und 2 cm breit; auf die nach den 
Enden der Zweige zu stehenden Blätter passt dagegen der Speciesname. Die Früchte 
sind nicht kahl, sondern ebenso wie die des Wuyre’schen Exemplares im Berliner 
Herbar seidig behaart, 

Echinops ($ Cenchrolepis) velutinus ©. Hoffm. n. sp.; herba per- 
ennis robusta caule erasso sulcato, pube densa velutina ferruginea vestito ; 
foliis amplis basi angustata vel subcordata sessilibus, ambitu oblongis vel 
elliplicis vel obovatis pinnatifidis (supremis pinnatilobis), segmentis et parte 
limbi infra segmenta infima grosse sinuato-dentatis, dentibus in spinas rigi- 
das excurrentibus, nervo mediano crasso utrinque ferrugineo-velutino, pa- 
gina laminae utraque villoso-Lomentosa, superiore insuper dense strigoso- | 
hispida; eapitulis secundi ordinis terminalibus solitariis pedunculatis globosis 
maxims; involueri propri setis (penicillo) pluriseriatis, exterioribus sim- 
plicibus sensim longioribus, interioribus anguste paleaceis et in setas divisis; 
squamis glabris, exterioribus ca, 12 imbricatis apice fasciculato - spinosis, 
intimis 5 Jaxe in tubum connatis, apice paulo laceris ceterum integris; 


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_ A: Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See ete. ges. Pflanzen. 441 


corollae tubo glanduloso-puberulo, limbo glabro; achaenio pubescente; pappi 
paleis inaequalibus acutis ima basi connatis. 

Meterhohe, bis zur Erde beblätterte Staude. Stengel 12 mm, unter dem Blüten- 
stand noch 8 mm dick, mit dichter, derber, sammetartiger Behaarung. Größere Blätter 
35 cm lang, mit 4 deutlichen Paaren seitlicher, gegenständiger Abschnitte, welche in 
ihrem freien Teile 7 cm lang und 4 cm breit werden. Blattspreite zwischen den Ab- 
schnitten 2—3 cm breit, der Teil unter den Fiederabschnitten noch breiter, nach oben 
hin immer stärker buchtig gezähnt. Kôpfchen 2. Ordnung 8—10 cm im Durchmesser 
Kôpfchen mit der Blite 3,5 em hoch, Hille (die innersten, verwachsenen, sowie die 
vorhergehenden, freien Hüllblätter) 2,5 cm lang. 

Usafua: bei Utengule, Grasland auf welligem Hochplateau um 1600 m 
(n. 4035. — Blühend am 44. Juni 1899). 


Nach der Beschreibung steht die Pflanze E. geganteus A. Rich. nahe, unterscheidet 
sich jedoch durch die sammetartige Behaarung des Stengels und der Mittelrippe des 


‚Blattes, sowie durch weniger tief gehende Teilung der Blätter. 


Centaurea (§ Seridia) Goetzeana O. Hoffm. n. sp.; herbacea perennis 
humilis = pulviniformis minutissime glanduloso-puberula glabrescens, e 
radice crassa caules numerosos emittens simplices vel basi tantum parce 
ramosos; foliis linearibus basi lata sessilibus, apicem versus calloso-pauci- 
dentatis; capitulis terminalibus solitariis majusculis — magnis heterogamis: 
involucri hemisphaerici squamis imbricatis oo-seriatis glabris, exterioribus 
late ovatis appendice palmatim 3—7-spinoso terminatis, spina terminali lon- 
giore et viridiore, interioribus lanceolatis appendice simplici fimbriata ob- 
tusa terminatis; floribus radii neutris, corolla profunde 6-fida, laciniis lineari- 
bus; floribus disci 8 limbo 5-fido; ovariis glabris; pappi paleis brevibus 
linearibus pluriseriatis cum serie interna setarum paucarum aequilongarum. 

Bis 13 cm hohe, kleinere oder bis 1/3; m im Durchmesser haltende Polster bildende 
Staude. Stengel 3—10 cm lang; Blätter bis 3 cm lang und 1/4 cm breit, die obersten 
dicht unter dem Köpfchen. Hülle 2 cm hoch und breit; Köpfchen mit ausgebreiteten 


Strahlblüten wohl 5 cm im Durchmesser. Blüten weiß mit violettem Anfluge. — Die 
Pflanze ist nach der Beschreibung mit C. praecox Oliv. et Hiern nahe verwandt. 


Unyika: Umalila, Uwurungu-Berg, auf rasigen Abhängen um 2200 m 
(n. 1459. — Blühend am 18. Nov. 1899); im Buschwald bei Moangawares 
Dorf, um 1500 m (n. 1392. — Blühend am 30. Oct. 1899, Exemplare mit 


_ niedrigeren, aber derberen Stengeln und etwas stärkeren und mehrreihigen 


Hüllblättern, vielleicht als Abart zu betrachten). 
Abbildung auf Taf. XIX, Fig. H—P. 
H Ganze Pflanze, J äußeres Hüllblatt, X inneres Hüllblatt, L, M Rand- und 
Scheibenblüten mit den Borsten des Blbd., N Staubblätter, O Griffelspitze, P Frucht- 
knoten. 


Dicoma anomala Sond. in Linn. XXIII. 71. 
Kingagebirge: Kipengere-Rücken, auf trockenen, mit Felsblöcken 


_ übersäten Halden, um 2700 m (n. 1009. — Blühend am 28. Mai 1899). 


Nördl. Kingagebirge: Ussangu, auf trockenen Abhängen des Muigi- 
Berges um 2100 m (n. 1009. — Blühend am 6. Juni 1899). 


Eine Form mit niederliegenden Stengeln. Blüten weiß mit blassviolettem Anflug. 


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449 Beitr. z. Fl. v. Afr. XXI. Ber. üb.d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See-u. Kinga-Geb.-Exped. etc. 


D. nana Welw. ex Hiern, Cat. Welw. Afr. pl. II. 614 (?, ex deser.). 

Unyika: Umalila, auf rasigen Abhängen des Mpesu-Berges um 2000 m 
(n. 1363. — Blühend am 22. Oct. 1899). 

Von den Blättern sind nur spärliche Reste vorhanden, das meiste ist abgebrannt. 
Im übrigen stimmt die Pflanze durchaus mit der Beschreibung I. c. überein. 

D. (§ Pterocoma) vaginata O. Hoffm. n. sp.; herbacea perennis, 
radice fasciculata, caulibus erectis tomentellis inferne simplicibus, usque ad 
inflorescentiam foliatis; foliis oblongis vel late linearibus integerrimis acutis, 
basi vaginiformi caulem amplectentibus, siccis margine revolutis, supra gla-. 
berrimis venulosis, subtus tenuiter albo-tomentosis; foliis supremis anguste 
linearibus; capitulis majusculis homogamis, singulis ramulos ex axillis folio- 
rum supremorum ortos foliisque reductis munitos terminantibus; involucri 
oo-serialis squamis exterioribus lanceolatis in parte superiore tenuiter serru- 
latis, pallide viridibus glaberrimis pungentibus, sensim transeuntibus in 
squamas interiores longiores lanceolatas scarioso-albo-marginatas spinoso- 
acuminatas; floribus numerosis 8 involucro brevioribus; achaeniis dense 
sericeis; pappo albo plumoso. 

Meterhohe Staude. Untere Blätter bis 17 cm lang und 45 mm breit, der scheiden- 
formige Teil bis 42 mm hoch, kahl, bräunlich; obere Blatter allmäblich kürzer und 
auch verhältnismäßig) schmaler. Die unteren Hochblätter der blühenden Seitenzweige 
zeigen auch noch den kahlen, scheidenförmigen Teil und gehen allmählich in kurze 
Schüppehen über; unterhalb des Köpfchens ist der Zweig zuweilen noch mit mehreren, 
den äußeren Hüllblättern ähnlichen, stachelspitzigen Vorblättern besetzt. Die Blumen- ; 
kronen sind etwa 1 cm lang, dunkelockergelb mit leichtem violetten Anflug. Die 
Früchte sind ungefähr 2 mm lang, der Pappus 4 cm. 

Kingagebirge: Vorberge über Ikombe; auf trockenen, steilen Ab- 
hängen, um 1200 m (n. 1178. —- Blühend am 7. Sept. 1899). 

Einheim. Name: litoni. 

Ein von Wuyre in Nyassaland, zwischen Mpata und dem Anfange des Tanganyika- 
Plateaus in der Höhe von 2000—3000’ im Juli 1896 gesammeltes, zugleich mit D. ano- 
mala ausgegebenes Exemplar stimmt im wesentlichen mit dieser Pflanze überein, na- 
mentlich in den scheidenförmigen Blättern; der Blütenstand zeigt jedoch einige Unregel- 
mäßigkeiten, indem einige Köptchen seitlich fast sitzen, die Seitenzweige also sehr ver- 
kürzt sind, bei anderen recht zahlreiche stachelspitzige, den äußeren Hüllblättern 
ähnliche Vorblätter unter dem Köpfchen stehen. 


Gerbera piloselloides (L.) Cass. Diet. XVUL 464, 

Kingagebirge: Yawuaege-Berg, rasige Abhänge um 2400 m (n. 1238 
ex p. — Blühend am 43. Sept. 1899). 

G, abyssinica Schultz-Bip. ex A. Rich., Fl. abyss. I. 458. 

Kingagebirge: Yawuaege-Berg, rasige Abhänge um 2400 m (n. 1238 


ex p. — Blühend am 13. Sept. 1899). 
Livingstone-Gebirge: Parklandschaft auf unbewohntem Hochplateau, 
um 2500 m (n. 1281. — Blühend am 23. Sept. 1899), 


Sonehus rarifolius Oliv. et Hiern. in Oliv., FL trop. Afr. III. 460, 
Unyika: beim Dorf Toola, Buschwald auf welligem Hochplateau, um 
1300 m {n. 4447, — Mit Blüte und Frucht am 8. Nov. 1899). 


A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See ete. ges. Pflanzen. 443 


S. violaceus O. Hoffm. n. sp.; herbacea perennis humilis pulvini- 
formis, ima basi ramosissima, ad collum breviter fulvo-tomentosa, ceterum 
undique glaberrima et tota pruina violacea (in planta sicca evanida) induta; 
radice crassa; foliis radicalibus (anni praeteriti), ut e reliquis paucis videtur, 
oblongis grosse et inaequaliter spinoso-dentatis; caulinis inferioribus per- 


paucis longioribus linearibus apicem versus spinoso-dentatis, rameis brevibus 


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- Sonchus violaceus ©. Hoffm. A Ganze Pflanze, B Äußeres Hüllblatt, C Inneres Hüll- 


blatt, D Blüte, E Staubblatt, F Griffel. @ Frucht. 


squamiformibus lanceolatis, apice parce spinoso-dentatis, denique ovatis inte- 
gerrimis in squamas involucri transeuntibus; capitulis paucifloris, innumeris 
in corymbo amplo dispositis; involucri cylindracei squamis obtusis hyalino- 
marginatis, exterioribus 4 brevioribus ovatis, interioribus 6 longioribus ob- 


444 Beitr,z. Fl. v. Afr, XXII. Ber. üb. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. etc. 


longis; floribus 6, corollis pallide violaceis exserlis; ovariis linearibus com- 
pressis glabris multistriatis. 

Eine 7 cm hohe, blühende Polster von 5—10 cm Durchmesser bildende Pflanze. 
Wurzel 6—14 mm dick. Die spärlichen Reste der vorjährigen Wurzelblätter deuten 
darauf, dass diese vielleicht 5 cm lang und 1 cm breit sind. An frischen Blättern sind 
nur äußerst wenige etwa 3 cm lange und 4!/; mm breite, am Grunde stark scheiden- 
förmig verbreiterte am Grunde der Stengel vorhanden, die übrigen sind hochblattartig. 
Die Hülle ist 4 mm breit und 44 mm lang. Die Blüten ragen noch um etwa 7 mm 
hervor. Die jungen Früchte sind 6 mm, der Pappus 4 cm lang. 

Kingagebirge: Pikurugwe-Rücken, an flachen, rasigen Abhängen 
des Südwestabhanges um 2500 m (n. 1241. — Blühend am 14. Sept. 1899). 


Sonchus lasiorhixus 0, Hoflm. A Ganze Pflanze, B Hüllblatt, © Blüte, D Staubblatt, 
FE Griffel, #, @ Früchte, 


lasiorhizus ©. Hoflm. n. sp.; herbacea perennis humilis, radice 
napiformi, collo pilis longis fulvis valde lanuginoso; caule subnullo, ab ima 
basi in ramulos inflorescentiae diviso; foliis radicalibus (pauca vetusta anni 
praeteriti lantum adsunt) post anthesin ortis ellipticis glabris in petiolum 


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olichopappus 0. Hoffm. 


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latum basi villosum angustatis, grosse runcinato-pinnatifidis, segmentis den- 
fatis; capitulis majusculis in corymbum densum bracteis hyalinis linearibus 
oblongis munitum congestis pedicellatis; involueri cylindracei squamis imbri- 
catis villosulis glabrescentibus lanceolatis obtusis tenuibus anguste albo- 
ma rginatis; floribus in quoque capitulo 12—14, corolla flava exserta; 
yvariis LS pappo niveo. 

4 Die Pflanze erhebt sich kaum über den Erdboden. Nach den Resten der vor- 
jährigen Wurzelblätter zu urteilen, werden dieselben etwa 5—7 cm lang und 21/5 cm 
breit. Die unteren Hochblätter sind etwa 4 cm lang und 4 mm breit; innerhalb der 
dichten Wolle, welche den Wurzelhals bekleidet, befinden sich LB ab einige lang- 
zottige, aus dünnem, scheidenförmigem Grunde in eine pfriemliche Spitze auslaufende 
Schüppchen (Ab in der Abbildung). Die Stiele der Köpfchen sind im Durchschnitt 
1 cm lang. Die Hülle ist etwa 15 mm lang und 7—8 mm breit. Die Blüten überragen 
sie noch um etwa 4 cm. 
 Kingagebirge: Pikurugwe-Rücken, auf mit Felsblöcken übersäten 
Abhängen, um 2900 m (n. 1264. — Blühend am 16. Sept. 1899). 


Ubersicht über die bis jetzt bekannten chinesischen 
Celastraceen. 


Von 


Th. Loesener. 


1. Einleitung und Allgemeines. 


Seit der Bearbeitung der Celastraceen für Diets’ Flora von Cen- 
tral-China hat sich von dieser Familie auf dem Kgl. Bot. Museum 
schon wieder eine so erhebliche Menge neuen und interessanten Materiales 
aus verschiedenen Teilen des »himmlischen Reiches« angesammelt und ist 
der Bearbeitung zugänglich gemacht worden, dass es zweckmäßig erschien, die 
chinesischen Vertreter dieser Pflanzengruppe einmal im Zusammenhange zu 
bearbeiten. Von neuen Sammlungen waren hinzugekommen, bezw. noch un- 
bearbeitet aus früherer Zeit: Warspure (Corea, chinesisches Küstenge- 
biet,Liukiu-Inseln, Formosa), Girazni (ein zweiter Teil seiner Schensi- 
pflanzen, aus dem Herb. Bronp1), Henry (besonders Yiinnan, Umgegend 
von Mengtze, eine der wertvollsten Sammlungen des ganzen Gebietes), so- 
wie zwei kleinere Sammlungen aus dem deutschen Schutzgebiete Kiaut- 
schou von Nasen und Zimmermann, die teils dem Bot. Museum zur Bear- 
beitung überwiesen, teils in seinen Besitz übergegangen waren. 

Als Ergebnisse dieser Studie glaubt der Verfasser nennen zu können, 
außer einer Anzahl neuer Arten, eine wenigstens einigermaßen den natür- 
lichen Verwandtschaftsverhältnissen entsprechende Einteilung der chinesischen 
Evonymus- und Celastrus-Arten, auf die eine monographische Bearbeitung 
dieser Gattungen vielleicht später einmal wird nicht ganz erfolglos zurück- 
greifen können, sowie eine Erörterung der geographischen Verbrei- 
tung der chinesischen Arten von Ævonymus im Zusammenhange mit ihren 
verwandtschaftlichen Beziehungen. ; 

Was die Abgrenzung des Gebietes betrifft, so wurde ihm derselbe 
Umfang gegeben wie in Fonnes’ und Hemstey’s grundlegendem Index Florae 
Sinensis, d. h. also mit Einschluss von Corea, den Liukiu-Inseln, For- 


Übersicht über die bis jetzt bekannten chinesischen Celastraceen. 447 


mosa, Hongkong und Hainan; außerdem wurden auch noch die bisher 
in Lin entdeckten Arten ce mit hinzugenommen. 
| Gehen wir nun auf die Gattungen selbst näher ein, so sind die Celas- 
traceen, abgesehen von Elaeodendrum, dessen Bürgerrecht in China ich 
gh vorderhand noch bezweifeln zu diirfen, in diesem Gebiete durch 
5 Gattungen vertreten, und zwar die Celastroideae durch Kvonymus, Ce- 
lastrus und en va, die Tripterygiordeae durch Tripterygium, und 
die Cassinioideae durch Perrottetia. Von diesen ist das ein- oder höch- 
; stens wenigdeutige Tripterygium ostasiatisch. Gymmnosporia und Perrot- 
_tetia haben anderseits nur ihre nördlichsten Vorposten nach China ent- 
…sandt und sind sonst vorwiegend tropisch, von unter einander sehr — 
_ verschiedener Verbreitung; jene eine ziemlich große Zahl von Arten um- 
fassend, in üppigster Entfaltung besonders reich im tropischen Afrika, in 
A unserm Gebiete nur noch mit 3 Arten vertreten, diese augenscheinlich 
_ über den Höhepunkt ihrer Entwickelung längst hinaus mit vereinzelten 
Arten in geographisch weit getrennten Florenreichen von verhältnismäßig 
geringer Ausdehnung mit einer Art auch im innersten China noch erhalten. 
Dagegen haben die beiden Haupt-Gattungen Evonymus und Celastrus, die 
zwar beide bis in die Tropen der alten, wie neuen Welt hinein, mit Aus- 
schluss von Afrika, aus der nördlich gemäßigten Zone ihre Vertreter ent- 
‚senden, das gegenwärtige Centrum ihrer Entwickelung in China, wo be- 
‚sonders die erstgenannte eine stattliche Zahl von Arten aufzuweisen hat. 


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Übersicht über die Gattungen. 
I. Frucht eine fachspaltig und klappig aufspringende, kugelige oder 
gelappte oder geflügelte Kapsel. Arillus vorhanden. 
4. Fruchtknoten 4—5-fächerig, in der Frucht bisweilen ein oder 
mehrere Fächer verkümmernd. Meist aufrechte Sträucher 
oder Bäume mit Zwitterblüten und vorwiegend gegenständigen, 
selten wechselständigen oder quirlig angeordneten Blättern. 4. Evonymus 
2. Fruchtknoten 3-fächerig. Klettersträucher mit diöcischen Blüten 
und spiralig gestellten Blättern. Unbewehrt, sehr selten die 
Nebenblätter später in kleine sanft gebogene Stächelchen sich 
Somer ey an ISS AFR ROT ER IPO oa” Gelastrus 
3. Fruchtknoten 2—3- fächerig. Aufrechte, im Gebiet meist dornige 
Sträucher mit Zwitterblüten und spiralig angeordneten stellen- 
weise büschelig vereinigten Blättern. Dornen deutlich und 


gerade, aus umgewandelten Ästen bestehend . . . . . 3. Gymnosporia 
II. Frucht eine nicht nn Flügelfrucht mit 3 Flügeln. AIR 
feonlend. 0: , . 4. Tripterygium 


I. Frucht ungeflügelt, eine Steinfr Goh sift abs: Misc or: 
haupt nicht oder wenigstens nicht regelmäßig aufspringende 
Kapsel. 
1. Blätter gegenständig. Blütenstände gabelig. Blumenblätter 
deutlich länger als die Kelchblätter. . . . . . . . . . . . 5. Elaeodendrum 
2. Blätter spiralig. Blütenstände traubig. Blumenblätter kaum 
länger als die Kelchblätter . . . . . . . . . . . . . . . 6. Perrottetia 


448 Th. Loesener. 


2. Specietler Teil 
I. Evonymus |.. 


Die Gattung hat ihr Hauptverbreitungsgebiet in China, das uns fast 
bei jeder neuen Sammlung auch mit einigen neuen Hvonymus-Arten be- 


kannt macht. Japan, aber auch der Himalaya sowie Ost-Indien im 


ganzen treten unserem Gebiete gegenüber, was die Anzahl der Arten be- 
trifft, erheblich zurück. 

Während noch der Index Florae Sinensis aus ganz China, ein- 
schließlich Corea, die Liukiu-Inseln und Formosa, nur 19 Arten nennt, 
kennen wir gegenwärtig bereits fast 50 aus diesem Gebiete in der genannten 
Abgrenzung. 

Fasst man die geographische Verbreitung der einzelnen Arten 
etwas näher ins Auge unter gleichzeitiger Berücksichtigung ihrer verwandt- 
schaftlichen Beziehungen, so machen wir zunächst die Beobachtung, 
dass die immergrünen Arten in China zwar das Centrum ihrer Ver- 
breitung, dass sie aber zugleich viele Beziehungen mit dem tropischen 
Asien, noch mehr mit dem Himalaya besitzen. Eine erhebliche Zahl von 
in Central-China (Szech’uan und Hupeh) und besonders in Yünnan 
heimischen Arten finden sich entweder selbst im Himalaya wieder, wie 
z.B. E. grandiflora Wall., oder besitzen dort ihre nächsten Verwandten, 
wie Æ. hupehensis Loes. und E. Bockii Loes., welche beide der E. vagans 
Wall. recht nahe stehen. Dagegen sind die Beziehungen zu Japan in 
dieser Gruppe außerordentlich schwach. Von über 30 Arten (einschließ- 
lich der mir bekannten Tonkinensischen) kommt nur die weiter ver- 
breitete E. japonica Thunbg. in beiden Gebieten gemeinsam vor und nur 
I. echinata Wall. (Himalaya und Central-China) soll auch auf den Liukiu- 
Inseln sich wiederfinden. Da sich aber neuerdings verschiedene Pflanzen, 
die als Z echinata Wall. ausgegeben worden sind, als besondere Arten heraus- 
gestellt haben, wäre es nicht unmöglich, dass es sich auch hierbei um eine 
andere, vielleicht neue Art handeln könnte, wodurch dann das den Hima- 
laya und Gentral-Ghina mit den Liukiu-Inseln verknüpfende Band in 
dieser Gruppe noch etwas mehr gelockert erscheinen würde. 

Von lutchuensischen Mvonymus-Arten werden sonst noch Bezieh- 
ungen mit chinesischen Arten angegeben fiir Æ, lutlchuensis Ito et Mat- 
sum., über die ich aber nicht urteilen kann, da mir weder diese Art selbst 
noch die mit ihr diesbezüglich verglichenen Arten aus dem Augenschein 
bekannt sind‘). Von den beiden noch übrigen Arten soll die eine mit 


1, Diese Beziehungen würden übrigens anderseits ein Hinweis darauf sein, dass diese 
Art vielleicht doch eher zu den immergrünen Species gehören möchte, trotz der An- 
sabe: »fol, chartac,« (Vergl. die Bemerkung zu n, 17b,) 


Ubersicht über die bis jetzt bekannten chinesischen Celastraceen. 449 


3 vorderindisch-malayischen Typen, die andere mit der japanischen 
_ E. japonica Thunbg. verwandt sein, und wie diese sich auch in Südjapan 
vorfinden. | 
| Formosa besitzt zwei Arten, wovon die eine, E. carnosa Wemsl., 
-endemisch, die andere, E. chinensis Lindl. (falls es sich wirklich um diese 
Art handelt), noch auf Hongkong und an den chinesischen Küsten ver- 
_ breitet ist. 
Fünf Arten werden für Hongkong angegeben. Zwei davon sind auch 
- in den chinesischen Küstenprovinzen anzutreffen, die eine sogar bis nach 
 Hupeh hinein, allerdings in einer besonderen Varietät. 
| Auf der Insel Hainan ist, soweit bis jetzt bekannt, aus dieser Gruppe 
- nur eine Art, die weit verbreitete Æ. japonica Thunbg. vertreten. 
| Tonkin besitzt nur zwei und zwar endemische Arten, die teils mit 
… E. chinensis Lindl., teils mit der vorderindischen E. dichotoma Heyne 
verwandt sind. 
Wenden wir uns jetzt dem Norden zu, so ist an dieser Gruppe mit 
 immergrünem Laube Corea nur mit 1 Art, der bereits wiederholt ge- 
nannten E. japonica Thunbg. beteiligt, Schensi nur mit 3, von denen 
_E. nana M. B. (falls es sich hier nicht um eine kleine Gruppe nahe ver- 
- wandter Arten handeln sollte; die mongolische Form besitzt nämlich deut- 
lich breitere Blätter) über die Mongolei und Turkestan bis zum Kau- 
-kasus und Bessarabien verbreitet ist, die zweite Æ. venosa Hemsl. sich 
nach Inner-China hinein erstreckt, die dritte, Æ. grandiflora Wall. außer 
den Gebieten von Szech’uan und Yünnan, wie bereits erwähnt, auch 
den Himalaya bewohnt, während in Kansu nur noch E. nana M. B. 
_ allein angetroffen wird. 
| Von dem ganzen östlichen Küstengebiet sind nur 2 Arten bekannt 
geworden, nämlich außer der sich wahrscheinlich längs der ganzen Ost- 
küste erstreckenden Æ. japonica Thunbg. noch eine neue Art, E. kiaut- 
schovica Loes. mit jener verwandt, und bisher auf das Kiautschougebiet 
_ beschränkt. 

Alle diese bisher genannten Gebiete reichen aber nicht im entferntesten 
heran an den Artenreichtum der innerchinesischen und westlichen 
Gebirgsländer von Hupeh, Szech’uan und besonders von Yünnan. 
Hier wird die Gattung durch 23 Arten vertreten, von denen 14 endemisch 
sind. Von letzteren sind 6 auf Yünnan, 5 auf Centralchina und von 
diesen 2 auf Szech’uan allein beschränkt, während 3 andere in Yünnan 
and Centralchina gemeinsam vorkommen. Und hier sind auch die be- 
reits erwähnten Beziehungen zu himalayischen Arten ganz besonders 
ausgeprägt. 

Ganz anders värhalten sich nun die sommergrünen Arten. Diese 
haben ihre Hauptentwickelung in den Nordprovinzen, während in Yün- 
nan sich nur eine Art findet, die zwar dort endemisch, aber mit der weit 


Botanische Jahrbücher. XXX. Ba. 29 


450 Th. Loesener. 


verbreiteten Æ. Hamaltoniana Wall. nahe verwandt ist, und in Central- 
china (Szech'uan und Ilupeh zusammen) nur 4 Arten bisher gesammelt 
wurden, die entweder überhaupt weiter verbreitet sind, wie die bereits ge- 
nannte E. Hamiltoniana Wall. und ferner Æ. striata (Thunbg.) Loes. 
(= E. alata Regel), oder wenigstens auch in Nordchina vorkommen. 
Die Nordprovinzen dagegen werden von über einem Dutzend Arten be- 
wohnt, von denen etwa 7 allein in Kansu und Schensi oder einer dieser 
beiden Provinzen endemisch sind. Die Beziehungen zum Himalaya 
treten in dieser Gruppe fast ganz in den Hintergrund und werden nur 
durch die schon mehrfach erwähnte E. Hamaltoniana Wall., ferner aber 
auch noch durch die himalayische E. fimbriata Wall. vertreten, welche 
letztere allerdings ihre nächsten Verwandten in Nordchina besitzt und 
neuerdings auch selbst, wenigstens in einer kaum vom Typus erheblich ab- 
weichenden Form dort festgestellt werden konnte. Im übrigen aber weisen 
alle diese Arten, von denen ich hier nur die durch eigentümliche Flügel- 
bildung an den Früchten ausgezeichnete Gruppe der sich an Æ. latifolia 
Scop. anschließenden Arten, E. sanguinea Loes., E. Giraldii Loes., E. 
macroptera Rupr., E. schensiana Maxim. ete. nennen will, in ihren Ver- 
wandtschaftsverhältnissen oder ihrer eigenen geographischen Verbreitung auf 
Japan und besonders die Mandschurei einerseits, anderseits auf Vorder- 
Asien und Europa. Da sie aber ihre Hauptentwickelung im nörd- 
lichen China besitzen, so ist es wohl wahrscheinlich, dass diese Gruppe 
sich von hier aus nach den beiden genannten Richtungen hin verbreitet 
habe. Eine ihrer Arten, Æ. latifoha Scop. wäre nach dieser Auffassung 
bei dem Zuge nach dem Westen bis zu uns gelangt, wo sie ihre Wohnsitze 
besonders im Mediterrangebiet und den Gebirgen Mitteleuropas aufschlug, 
während sie in Ost-Asien heute vertreten wird durch die ihr nächstver- 
wandte Æ, sachalinensis Maxim. Deutlicher noch sind diese Beziehungen 
zu europäischen Arten zum Ausdruck gelangt bei der durch E. Bungeana 
Maxim., Æ, Hamiltoniana Wall., E. verrucosa Scop., Æ. striata (Thunbg.) 
Loes. und die sich um diese gruppierenden Arten gebildeten Sippe. Ist 
doch der warzige Spindelbaum ein nicht seltener Bürger der osteuro- 
päischen und östlich-mediterranen Flora, zugleich aber auch selbst 
vertreten im nördlichen China und nahe verwandt mit der dort heimi- 
schen Æ, striata (Thunbg.) Loes. und besonders mit Æ. rerrucosoides Loes. 
in Schensi! Wird doch E. Hamiltontana Wall. von Maximowicz nur 
für eine Varietät angesehen von unserm in Europa und Vorder-Asien 
weit verbreiteten gewöhnlichen Pfaffenkäppchen ! 

So spricht also auch die geographische Verbreitung der einzelnen 
\rten dafür, in dem Verhalten des Laubes ein Haupteinteilungsprincip 
der Gattung Ævonymus zu erblicken. Weitere wichtige Gruppierungs- 
inerkmale liefert uns der Bau der Fruchtkapsel und dann erst die Zahl 
und Anheftungsweise der Samenanlagen. Diese letzteren wurden kürzlich 


Ubersicht über die bis jetzt bekannten chinesischen Celastraceen. 451 


“von Pyerre') bei einer Anzahl indisch malayischer Arten genauer unter- 
sucht und es wurden auf dieser Grundlage von der Gattung Evonymus 
noch zwei neue Gattungen Pragmotessera Pierre und Pragmatropa Pierre 
abgetrennt. Es scheint mir aber, dass diesen wenn auch in sich vielleicht 
natürlichen Gruppen eine nur untergeordnete Bedeutung zukomme, jeden- 

falls kaum die von Untergattungen. Würde man dies durchführen in allen 
Florengebieten, wo sich die Gattung findet, so wäre man wahrscheinlich 
genötigt, sie in eine größere Anzahl kleinerer Gattungen zu zerlegen. Meines 
Erachtens liegen hier die Gattungs- und Untergattungsmerkmale gerade 
nicht in dem sonst so wichtigen Verhalten der Samenknospen allein, die 
bei Evonymus nur bei der Abgrenzung der einzelnen Arten von Bedeutung 
sind, sondern, wie schon oben betont wurde, in der Entwickelung, Anord- 
nung und Dauer des Laubes und in der Formabwandlung der so vielgestaltigen 
Fruchtkapseln. Auch die von Beck?) aufgestellten Untergattungen Euony- 

mus und Kalonymus stellen zwar zweifellos natürliche Gruppen dar, 

- dürften sich aber schwerlich als wirkliche Untergattungen aufrecht erhalten 
_ lassen. 

Auch die in nachfolgender Übersicht gegebene Einteilung mag im Ein- 

zelnen noch sehr verbesserungsbedürftig sein. Sie hat zunächst den Zweck, 

“in möglichst einfacher Form eine Gruppierung der bis jetzt bekannt ge- 

_ wordenen chinesischen Hvonymus-Arten zu geben unter den beiden ge- 

_ nannten Gesichtspunkten, soweit es dem Verf. auf Grund eines zwar reich- 
haltigen, aber bei weitem doch noch nicht vollständigen Materiales möglich 

war. Dabei wurden die wenigen Arten mit wechselständigen Blättern der 

bequemeren Bestimmung halber vorweg genommen. 

Eine Benennung der einzelnen Gruppen wurde vorläufig noch unter- 
lassen in der Meinung, dass sie nur dem zustehe, der die Gattung auf ihrem 
‘ganzen Verbreitungsgebiete gleichmäßig überschaut, und aus dem Grunde, 
“dass dem Verf. noch gar zu viel Arten nur aus stellenweise recht fragmen- 


_ tarischen Beschreibungen bekannt sind. 

| Endlich sei noch bemerkt, dass im Folgenden bei sämtlichen Arten auch der übrigen 
Gattungen diejenigen Exemplare, welche der Verf. selbst in Augenschem hat nehmen 
können, durch ein eingeklammertes Ausrufungszeichen hervorgehoben wurden, 


Ubersicht über die chinesischen Evonymus-Arten. 


I. Folia alterna vel verticillata. 
_ À. Folia obovata vel oblonga; flores 5-meri. 


_ A. E. yunnanensis Franch. in Bull. Soc. Bot. XXXIII. p. 454, Plant, 
‘Delay. II. p. 130. 
9 Yiinnan, in pratis et dumetis ad Mo-chi-tchin, supra Tapin-tze prope 


Bali: Detavay n. 1527. — Flor.: Apr. 


4) Flor. For. Cochinch. 20. Fasc. 1894. Text zu tab. 309. 
2) Flora von Nieder-Osterreich p. 588. 


«md ie 


29* 


452 Th. Loesener. 


B. Folia linearia vel lineari-oblonga. 
a. Folia 6—10 em longa; flores 5-meri. 


2. E. linearifolia Franch. |. c. p. 455, Pl. Delav. 1. c. p. 434. 
Yiinnan, in pratis et dumetis ad Mo-chi-tchin supra Tapin-tze in 
1500 m altit.: Deravay n. 921 et 1527bis, — Flor.: Apr. 


b. Folia 6 cmis breviora ; flores 4-meri. 

3. E. nana M. Bieb. Fl. Taur. Cauc. HI. p. 160; Maxim. in Mél. Biol. XI. 
p. 195; Forbes et Hemsley, Ind. Fl. Sin. I. p. 120. 

Kansu, in 2500 m alt.: Przewauskı (ex Maxim); Shensi septentr. extrem. 
apud Hua-juen-shen: Girazpr n. 1149 (}). 

Distrib. Geogr.: Bessarabia, Caucasus, Turkestan., Mongol. (an eadem?). 


II, Folia opposita. 
A. Sempervirentes. (B. cfr. auf S. 460!) 
I, Capsulae laeves, globosae vel angulatae vel lobatae, attamen haud gibberibus 
vel aculeis pluribus obsitae. (IL cfr. auf S. 459!) 
4. Folia latiora, ovalia, obovata, ovata, oblonga, elliptica, lanceolata. 
a. Folia spinose dentata. 
4. E. ilicifolia Franch. I. c. p. 453, Pl. Delav. IL. p. 128. 
Yiinnan, in silva Ta-long-tan, prope Tapin-tze: Decavay n. 4932 (!). 
b. Folia integerrima vel serrulata, attamen non spinosa. 
a. Flores 4-meri vel plerumque 4-meri. 
* Capsula globosa vel = angulata, vel leviter sulcata, certe non in 
lobos producta. 
§ Flores sub anthesi expansi circ. 8—45 mm diam. vel majores. 


5. E. grandiflora Wall. in Roxbg. Fl. Ind. ed. Carey IL p. 404; 
Franch. |. c. p. 454, Pl. Delav. I. p. 430; Diels Flor. Centr.-China in Engl. 
Bot, Jahrb. XXIX. p. 439. 

Vulgo: »ling mu shu« (ex Bock et von Rostnorn). 

Shensi septentr. ad Lun-san-huo et Hua-kia-wa: Giratpr n. 244 (!), 
215 (!); Sze-ch’uan occid. apud Tsaku-lao apud Ch’u shui kou: Bock et 
v. Rosrnonx n. 2557 (!); Yünnan, secus flum. ad Tapin-tze et in silv. ad 
Outchang: Deravay n. 559, 892, 1015, 1544, apud Mengtze in 2000 m altit.: © 
Henry n. 9706 (!). — Flor.: Apr., fruct.: Jun. —Aug. 

Distrib. Geogr.: Himalaya, Khasia. 

6. E. hederaceus Champ. ex Benth. in Hook. Journ. Bot. and Kew 
Miscell. III. p. 333, Fl. Hongkong. p. 63; Maxim, in Mél. Biol. XI. p. 182; 
Forb. et Hemsl. |. e. p. 120. 

Hongkong: Cuampron, Unguaart, WILFORD. 

Non vidi, 

7. E. earnosus Hemsl. in Forb, et Hemsl. Ind. Fl. Sin. L p. 118; 
Henry in Transact, As. Soc. Japan. vol. XXIV. Suppl. p. 27. 

Formosa, Kelung: Fonp, 


Non vidi, 


Ubersicht über die bis jetzt bekannten chinesischen Celastraceen. 453 


§§ Flores sub anthesi, si expansi, 8 mm diam. non attingentes. 

D Inflorescentiae laxae, plerumque bis usque quater vel usque sex 
dichotome furcatae pedunculis usque 4 cm longis vel etiam lon- 
gioribus (cfr. etiam Æ. hupehensem Loes. var. a. et E. theifo- 
ham Wall.). 

O Folia coriacea vel crasse coriacea. 

8. E. japonica Thunbg. Fl. Jap. p. 100; Maxim. 1. c. p. 178; Forbes et 
L Hemsl. |. c. p. 120; Ito et Matsumura, Tent. Lutch. in Journ. Sc. Coll. 
… Imper. Univ. Tokyo vol. XII. 1899. p. 370; Diels 1. c. p. 441. 
| Vulgo: »huang chao lung shu« (ex Bock et v. Rosrtuorn). 
Corea, ad Sikchan: WargurG n. 6886 (!); Sze-ch’uan, in distr. 
- Nanch’uan in silva apud Tung ch’ien kou et ad Kang t’eng ch’ien: Bock 
et v. Rosruorn n. 1005 (!), 1227; Hupeh: Henry n. 6110 (!) (paullulum 
- distineta); Shantung, ad Chefoo: Fauver; Kiangsu apud Shanghai: 
Fazer (!), Mamsay, ad Kiangnan: Sraustox; Kiangsi apud Kiukiang: 
- Suearer; Hainan: Henry n. 8198 (!), foliis tenuioribus diversa. 

Distrib. Geogr.: Liu kiu, Japonia, Bonin Sima. 


OO Folia tenuiora, chartacea. 
9. E. flavescens Loes. in Diels L c. p. 437 et tab. IV. fig. A. 
Hupeh apud Ichang: Henry n. 3337 (!!; Sze-ch’uan, distr. Nanch’- 
- uan: Bock et v. Rosrnorn n. 1564 (!). 


| 10. E. kiautschovica Loes. sp. nova; radicans, glabra; trunco usque 
6m longo, 15 cm crasso; foliis persistentibus, chartaceis, late obovato-ob- 
longis basi cuneatis, apice brevissime et obtusiuscule acuminulatis usque 
rotundatis, margine serrulatis, 3—4,5 cm longis, 1,5—2 cm latis. circ. 4— 
6 mm longe petiolatis, nervis lateralibus 4—6 tenuissimis supra obsoletis, 
_ subtus prominulis vel conspicuis; inflorescentiis laxis, folia superantibus, bis 
usque sex divaricatim furcatis, plurifloris vel multifloris, pedunculis 1,5— 
- 1,5 cm longis, axibus secundariis 4—16 mm longis, exterioribus gradatim 
- brevioribus; floribus plerumque 4-meris; capsulis depresso-subglobosis, 1. s. 
_pallidis, circ. 5—8 mm diam., obscure longitudinali-4-striatis, seminibus circ. 
2—4 funiculi brevis ope ex eis ependentibus, arillo luteo-subrubro plane 
; involutis. 

© Vulgo: »jca jingtou« (== Feldkirsche). 

Shantung apud Tsingtou in clivis et ad vias inter muros et lapides 


— atque etiam in vico Huitshieu: O. Nacer (!). 

Verwandt mit E. japonica Thunbg., die sich durch dickere und stumpfere Blätter 
sowie weniger stark und weniger gespreizt verzweigte Blütenstände von unserer Art 
unterscheidet, im übrigen sehr ähnlich einigen Formen von E. hupehensis Loes., die 
_ aber nicht so reich verzweigte Inflorescenzen und beträchtlich größere Blätter hat; auch 
ist von dieser Art, wiewohl sie gleichfalls klettern soll, Bewurzelung der Äste bisher 
noch nicht bekannt. 

In diese Gruppe würde noch einzureihen sein: 

402. E.tonkinensis Loes. n. sp.; glabra, foliis chartaceis obovatis vel obovato- 

oblongis usque obovato-subrhombeis, supra medium dense sed minute serrulatis, basi 


454 Th. Loesener. 


cuneatis, apice deltoideo-acuminatis, 5,5—8 cm longis, 2—3,5 cm latis; inflorescentiis 
laxissimis usque ter vel quater dichotome furcatis, pedunculis usque 5,3 cm longis, 
axibus intermediis 4—1,7 cm longis; capsulis globosis. 
E. chinensis Lindl. var. y. tonkinensis Loes. in Notizbl. Bot. Gart. u. Mus. Berlin 
n. 24, 1900, p. 77. 
Tonkin in silva Ding-Bang inter Hanoi et Bac Miuh: Baransa n. 4983 (!). — 
Fruct.: Dec. | 
HU) Inflorescentiae densiores semel vel bis, rarius usque ter, raris- 
sime quater dichotome furcatae, pedunculis plerumque tantum 
usque 2,5 cm longis. (In Æ. hupehensi Loes. var. a. et in E. 
theifolia Wall. tamen laxiores et longius pedunculatae.) 
14. E. hupehensis Loes. n. sp. 
E. chinensis Lindl. var. hupehensis Loes. in Diels Fl. v. Centr.-China 


in Engl. Bot. Jahrb. Vol. XXIX. p. 436. 


Reichhaltigeres Material lässt die bereits für die Varietät angegebenen 
Unterschiede, insbesondere die dichtere und regelmäßigere Serratur des 
Blattrandes und die abweichende Nervatur und Consistenz der Blätter doch 
so wichtig erscheinen, dass es den natürlichen Verhältnissen besser ent- 
sprechen dürfte, die var. hupehensis zu einer besonderen Art zu erheben, 
welche der himalayischen E. vagans Wall. ebenso nahe steht wie der 
E. chinensis Lindl. Innerhalb dieser ließen sich dann noch folgende Varie- 
täten unterscheiden. 

Var. a. longipedunculata Loes. n. var.; inflorescentiis laxioribus, 
folium subaequantibus vel superantibus, pedunculis usque 8 cm longis. 

E. chinensis Lindl. var. hupehensts Loes. 1. c. 

Hupeh: Henry n. 7764(!); Tshekiang, Ningpo: FABer (!). 

Var. 8. brevipedunculata Loes. n. var.; interdum scandens; in- 
florescentiis folio multo brevioribus, pedunculis 0,7—2,5 em longis. 

Yünnan apud Mengtze et Szemao in 1600—2000 m altit.: Henry 
n, 9106B{!), AOSAA(!, 40 544A(!). 13 017 (N). 

Besonders diese Varietät gleicht der E. vagans Wall. so sehr, dass 
man geneigt sein künnte, sie lieber mit dieser Art zu vereinigen, wenn die 
letztere nicht durch betrichtlich kleinere Blüten und Friichte, die vor dem 
Aufspringen deutlich gefurcht sind, sich unterscheiden wirde. Die dritte, 
ebenfalls unserer Art sehr nahe stehende /. Bockii Loes. weicht ab durch 
kürzeren Blattstiel, breitere und flachere Mittelrippe, stumpfere Blattbasis, 
unterseits weit undeutlichere Nervatur und kleinere Friichte. 

Var, 7. maculata Loes. n. var.; inflorescentiis densis, pedunculis 


brevibus, ut in 3; capsulis dense et pallide sublepidoto-maculatis. 


"9 
Yünnan, apud Szemao in 1650 m altit.: Henry n. 12 446B (1), 
12. E. Bockii Loes. in Diels I. e. p. 439 et tab. IV. fig. H—K. 
Vulgo: »shih p’ao ch’a t’eng« (ex Bock et v. Rostuorn). 
Sze-ch’uan, distr. Nan ch’uan, in rupibus ad Hou ts’ao k’ou et in | 


Ubersicht über die bis jetzt bekannten chinesischen Celastraceen. 455 


13. E. theifolia Wall. Cat. 4293. 

Var. 3. scandens Loes. var. nov.; differt a typo scandendo. 
q Yiinnan, apud Mengtze in montibus 2000—2300 m altit.: Henry 
n. 10544(!), 40 544A(!). > 
| Var. y. mengtzeana Loes. var. nov.; ramulis sub-4-alatis potius 
quam angulatis, foliis suboblanceolatis vel obovato-ellipticis; inflorescentiis 
- densioribus pro longioribus pedunculis quam in 3; floribus majoribus quam 
in typo. | 

Yünnan, apud Mengtze in 1670 m altit.: Henry n. 10684 (!). 

Distrib. Geogr. typi: Himalaya, Khasia. 

In diese Gruppe gehört vielleicht noch eine Pflanze von Formosa 
(leg. WarsurG n. 10484), welche im Habitus der E. vagans Wall. außer- 
‚ordentlich ähnlich ist. Da sie aber nur steril vorliegt, kann über ihre 
_wirkliche Zugehörigkeit noch nichts Genaueres angegeben werden. 

** Capsula manifeste alata vel lobata. 
§ Flores sub anthesi expansi i. s. 7—44 mm diam.; inflorescentiae 


semel usque quater dichotome furcatae, axibus sub angulo sub- 
recto divaricatis, crassiusculis vel crassis. 


14. E. Rosthornii Loes. in Diels |. c. p. 437 et tab. IV. fig. B—F. 
Var. a. tenuifolia Loes. I. c. 
Sze-ch’uan, distr. Nan ch'uan: Bock et v. Rosrorn n. 1563 (!) et 
1566 (!). 
Var. 8. crassifolia Loes. L c. 


_  Sze-ch’uan, distr. Nan ch'uan: Bock et v. Rosruorn n. 1559(!) et 
1560(!). 


15. E. myriantha Hemsl. in Kew Bull. 1893, p. 210. 

Hupeh, Patung merid. et Chiensih: Henry n. 5335 et 5945. — 
Non vidi. 

$$ Flores sub anthesi minores 7 mm diam. non attingentes; inflores- 


centiae densiores aut, si laxae atque divaricatae, axibus perte- 
nuibus saepius subfiliformibus. 


16. E. Dielsiana Loes. in Diels |. c. p. 440 et tab. IV Z. 
Hupeh, prope Ichang: Henry n. 3315{!), 3962(!), 3962 A (!). 
Var. 3. fertilis Loes. I. c. 
Vulgo: »haitzushu« (ex Bock et v. RosrHory). 
Sze-ch’uan, distr. Nan ch’uan in silvis apud Chia chu pa: Bock et 
y. Rostuorn n. 1245(!). — Fruct.: Oct. 
Var. +. latifolia Loes. var. nova; frutex usque 3-metralis, ramulis 
agis angulatis, foliis latioribus oblongis vel subovali-oblongis. 
Yünnan, apud Mengtze in 2480—2200 m altitud.: Henry n. 10810(!. 


- 


456 | Th. Loesener. 


17. E. chinensis Lindl. in Trans. Hort. Soc. VI. (cire. 1825) p. 74; 
Maxim. in Mél. Biol. XI. p. 480; ‘Forbes et Hemsley, Ind. Flor. Sin. I. 
p. 119; Henry in Transact, Asiat. Soc. Japan. Vol. XXIV. Suppl. p. 27(?); 
Loes. in Diels |. c. p. 436 excl. var.; neque Lour. 

E. nitidus Benth. in Hook. Lond. Journ. Bot. I. 1842, p. 483 et Flor. 
Hongkong. p. 62; Seem. Bot. Voy. »Herald« p. 371 et tab. 83. 


Var. a. nitida (Benth.) Loes. ramulis erectis, rectis; foliis obovato- 

ellipticis vel obovato-oblongis breviter et obtusiuscule acuminatis. 

E. nitidus Benth. I. I. e. ¢. | 

China, verisimiliter Hongkong: Gaupicnaup(!), Hongkong, Happy 
vally: Caampion, Forges, Hittepranp(!), Hınds, O. Kunrze(!), Lamont, Nau- 
MANN (!), WILFORD, Wricnt; Kwangtung ad Macao: WarsurG n. 5291; 
Formosa in promunt. australi: Henry n. 893, 2051,.an eadem? — 
Fruct.: Jan. | 


Var. 8. mierocarpa Oliv. mss.; ramulis patentibus vel subdivari- 
catis, interdum curvatis; foliis longius et acutius acuminatis, saepius latiori- 
bus; fructibus paullulo minoribus. 

Hupeh, ad Ichang: Henry n. 1397(!),. 4650(!), 3073 (!), 3099(!), 
3580(!); Tshekiang ad Ningpo: FaBer (!). 


Von tonkinesischen Arten gehört hierher: 
174, E. cuspidata Loes. in Notizbl. Bot. Gart. u. Mus. Berlin n. 24, 4900, p. 77. 
Tonkin, in silvis montis Bavi in 300—1200 m alt. sup. m.: BALANsA n. 3983 (!), 
3984 (1). — Flor.: Maj.; fruct.: Oct. 
Die Art ist sonst am nächsten verwandt mit Æ. dichotoma Heyne, die in 
Vorder-Indien heimisch ist. 
Von lutchuensischen Arten würde hier einzurechnen sein: 
17>. E.lutcehuensis T. Ito et Matsum. Tent. Fl. Lutch. in Journ. Sc. Coll. Imp. 
Univ. Tokyo XIL 4899, p. 372, welche mir nur aus der Litteratur bekannt ist und von 
der in der Beschreibung nicht angegeben ist, ob sie immergrünes oder sommergrünes 
Laub besitzt. Wegen der Angabe: »folia chartacea« scheint sie mir cher noch den 


immergrünen Arten anzugehören. 


*** In diese Gruppe II. A. I. 4. b. 4. würde noch zu rechnen sein die 
durch einzeln oder paarig in den Blattachseln befindliche einblütige 
Pedunculi ausgezeichnete 
17°. E.Tashiroi Maxim. in Mél. Biol. XI. p. 430; Forb. et Hemsl. Ind, Flor, 
Sin. I. p. 421; Ito et Matsumura Tent, Lutch. in Journ. Sc. Coll. Univ. Tokyo XII. 4899, 
p. 374, 
Liukiu: Tasnımo, 
und die deutlich gestielte, gablig verzweigte vielblütige Inflorescenzen 
besitzende, großblütige 
17%, E. Tanakae Maxim, 1. ec. p. 429; Ito et Matsum. Tent. Lutch. in Journ, Se, 
Coll, Imp, Univ, Tokyo XIL 4899, p. 374; eine japanische Art, die nach Iro und Mar- 
cwens neuerdings auch auf den Lutschu-Inseln gefunden sein soll. 
jeide Arten haben mir nicht vorgelegen und sind in den Früchten überhaupt 
noch unbekannt, Ihre übrigen Merkmale lassen aber die Vermutung zu, dass sie in 
Gruppe mit außen glatten Kapselwänden gehören möchten, 


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Übersicht über die bis jetzt bekannten chinesischen Celastraceen. 457 


3. Flores plerumque 5-meri (cfr. etiam Æ. Rosthornii Loes.). 
* Folia »elongato-oblonga«, 9—14 cm longa. 
18. E. longifolius Champ. ex Benth. in Hook. Journ. Bot. and Kew 
Miscell. II. p. 332, Fl. Hongkong. p. 62; Maxim. in Mél. Biol. XI. p. 183; 
Forb. et Hemsl. Ind. Fl. Sin. I. p. 120. 


Hongkong: Caampion, WILFORD, WRIGHT. 
Die Art, von der mir kein Material vorlag, gehört vielleicht besser in die Gruppe 2. 
Folia angusta vel angustissima. 
** Folia ovalia, vel ovali-elliptica, vel ovato- vel oblongo-elliptica, ple- 
rumque 9 cmis breviora vel raro tantum usque 40,5 cm longa. 
§ Folia integerrima, apice rotundata emarginata. 


19. E. gibber Hance in Journ. of Bot. 1882, p. 77; Forb. et Hemsl. 
Ind. FI. Sin. I. p. 119. 

Hongkong: Forp. 

Non vidi. 

§§ Folia + crenata vel serrulata, vel si integerrima, apice obtuse 
acuminata. 

20. E. laxiflora Champ. |. c. p. 333, Fl. Hongkong. p. 63; Maxim. 
l. c.; Forb. et Hemsl. |. c. 

Kwangtung, ad Lofaushan: Forp; Hongkong: CHamprox, Forp, 
Lamont, WILFORD, WRIGHT. 

Non vidi. 

Das Forn’sche Festlandsexemplar soll nach Forges und HEusLEY etwas abweichen. 

21. E. Forbesiana Loes. n. sp.; sempervirens, glabra; ramulis ju- 
nioribus longitudinali-striato-subangulatis, tenuibus; foliis, ut videtur, per- 
sistentibus, tenuiter tamen chartaceis, 3—9 mm longe petiolatis, ovalibus 
vel ovato- vel oblongo-ellipticis, basi obtusis vel rotundatis usque acutis 
vel cuneatis, apice plerumque subito vel subsubito et manifeste sed obtuse 
acuminatis, acumine usque 9 mm longo, margine dense serrulatis, 5—10 cm 
longis, 2—3,5 cm latis, supra i. s. obscure olivaceis, subtus manifeste 
pallidioribus, costa media supra acutius subtus obtusius prominula, nervis 
lateralibus utrinque circ. 5—7 tenuissimis, sursum arcuatis, supra tenuissime 
prominulis vel obsoletis, subtus plerumque obsoletis; inflorescentiis plerum- 
que solitariis, paucifloris, tenuiter et 15—30 mm longe pedunculatis, seme] 
vel plerumque bis dichotomis, axibus intermediis manifestis, ut pedicelli 
usque 7 mm longi, tenuibus; floribus 5-meris, inter majores; sepalis late 
rotundatis subsemiorbicularibus sub lente ciliolatis, inaequalibus, usque paene 
2 mm longis; petalis explanatis, e basi subtruncata flabelliformi-orbiculari- 
bus, margine minute undulato et sub lente tenuissime subfimbriolato, circ. 
5 mm diam.; staminibus supra discum crassiusculum explanatum 5-lobum 
in ejus lobis insertis, filamentis brevissimis et crassis, antheris ideo sub- 
sessilibus rimis 2 superne dehiscentibus; ovario disco insidente breviter 
conico, 5-loculari, loculis, quoad vidi, 2-ovulatis, ovulis superpositis, stylo 
subnullo, stigmate parvo, capitellato. 


458 Th. Loesener. 


Yünnan, in montibus silvis apud Fen Chen Lin in 2330 m altitud: 


Henry n. 108414 (!). 

Verwandt mit Æ. Rosthornii Loes. und zwar besonders mit der var. a. tenwifolia 
Loes., die sich durch die Blattform, spitzere Blattspitzen, reicher und gespreizter ver- 
zweigte Inflorescenzen und dickere Inflorescenzachsen, sowie durch etwas anderen Blüten- 
bau unterscheidet. — Das Holz soll besonders zu Handwerkszeug gut zu gebrauchen sein. 


2. Folia angusta vel angustissima, anguste oblonga usque sublinearia, tantum 
usque 4,8 vel in fol. longissimis usque 2,4 cm lata. 
a. Folia coriacea, apice obtusa vel breviter tantum acuta, manifeste et den- 
siuscule et utrinque prominenti- vel prominulo-venosa. 
22. E. venosa Hemsl. in Kew Bull. 1893, p. 210; Diels in Engl. Bot. 
Jahrb. XXIX. p. 441. | 
Shensi septentr. ad In-kia-pu: Girazpr n. 1763(!), Sze-ch’uan et 
Hupeh in Wu shan et Pat‘ung: Henry n. 5778(!), 7019, 7284. 


b. Folia tenuiora manifesté et saepe longe acuta vel acuminata, minus dense 
et minus manifeste venosa. 
a. Capsula dorso sursum longe 4—5-cornuta. 


23. E. cornuta Hemsl. |. c. p. 209; Diels 1. c. 

Szechuan, distr. Tsakulao ad K’oushan: Bock et v. Rostuorn 
n. 2574 (!); Hupeh, Fang et Chienshih: Henry n. 5442A(!), 59544, 68154. 
— Fruct.: Aug. 

Distrib. Geogr.: Manipur (leg. Warr n. 6473 (!)). 

Die Art dürfte mit der himalaischen E. frigida Wall. ziemlich nahe ver- 
wandt sein. 

5. Capsula tantum lobata, lobis rotundatis interdum paullulum sursum cur- 
vatis, attamen non corniformibus. 

24. E. amygdalifolia Franch. in Bull. Soc. Bot. Fr. XXXIIL p. 453, 
PI. Delav. II. p. 129. 

Yünnan, in dumetis montis Tsan-shan supra Tali in 3000 m altitud.: 
Deravay n. 1894. — Flor.: Jun. 

Über die Früchte und über die Dauer des Laubes ist nichts bekannt; es wäre 
möglich, dass diese Art, von der mir kein Exemplar vorlag, zu der Gruppe mit 
sommergrünem Laube gehört, zumal sie Francuer selbst mit 2. Hamaltoniana Wall. 
vergleicht. 

25. E. salicifolia Loes. n. sp. atque dubia; sempervirens, glabra; 
ramulis tenuibus acute quadrangulatis; foliis oppositis, tenuiter chartaceis, 
k—6 mm longe petiolatis, lanceolatis vel lanceolato-linearibus, apice longe 
et sensim et subcaudalim angustatis, obtusiuscule sed angustissime aculis 
vel subacurminatis, basi acutis vel subeuneatis, raro subobtusis, margine 
dense et argute serrulatis, 8—415 cm longis, 1,3—2,4 cm latis, costa et 
nervis lateralibus saepe paene sub angulo subreeto patentibus ad apicem 
versus arcuatis non vel vix conspicue reticulalis supra et subtus prominulis 
vel nervis subtus obsoletioribus quam supra; inflorescentiis in foliorum 
axillis solitariis, uni—paucifloris, axibus tenuibus et gracilibus, pedunculis 


Ubersicht über die bis jetzt bekannten chinesischen Celastraceen. 459 


44—24 mm longis, pedicellis 7—11 mm longis, bracteis et prophyllis 
jineari-subfiliformibus, 2—3 mm longis; floribus 4-meris; sepalis rotundatis, 
ut ex capsula videtur, ciliolatis; disco crassiusculo, explanato, obsolete 
4-lobo; staminibus supra eum in lobis insertis; capsula immatura ambitu 
late et obtuse obpyramidata, 4-loba, lobis apice rotundatis sed paullulum 
sursum curvatis, ovulis in loculis circ. 4 biserialibus. 


Yünnan, ad Szemao juxta Mengtze in 1670 m: Henry n. 11748 8(!), 

Vielleicht nur eine Varietät von E. cornuta Hemsl., welche sich von unserer Art 
durch weniger kantige Äste, schmälere Blattbasis und unter spitzerem Winkel ab- 
zweigende Seitennerven unterscheidet. Oder etwa zu E. amygdalifolia Franch. ge- 
hörig? Diese soll aber nur 4—8 cm lange Blattspreiten besitzen. 


Il. Capsulae gibberibus vel aculeis obsitae. 
4. Petiolus 5 mmis brevior, vel si usque 5 mm longus pedunculis tenuibus, inflores- 
centiis paucifloris (cfr. etiam Æ. Hemsleyanam Loes.). 


26. E. echinata Wall. in Roxb. Fl. Ind. ed. Carey II. p. 409; Forbes 
et Hemsl. Ind. Flor. Sin. I. p. 119; Ito et Matsum. Tent. Lutch. in Journ. 
Sc. Coll. Imp. Univ. Tokyo XII. 1899, p. 374; Diels in Engl. L c. p. 439. 

E. scandens Graham in Edinbg. N. Phil. Journ. 1827, p. 386. 

__ Sze-ch'uan, distr. Nan ch’uan in silva ad Ch’a sha pa: Bock et v. Rosr- 
HorN n. 1483 (!); Hupeh ad Ichang: Henry n. 35418B(!). — Fruct.: Oct. 
Distrib. geogr.: Himalaya et Liu kiu. 
2. Petiolus 5 mmis longior, vel si tantum 4 mm longus pedunculis crassis, acute 
angulatis, inflorescentiis multifloris, axibus divaricatis. 
a. Petiolus certe in fol. adultis 9 mmis longior. 

97. E. acanthocarpa Franch. Plant. Delav. IL 1889. p. 429; Loes. 
in Diels 1. c. p. 439. 

Yiinnan, in silvis ad Mao-ku-tshang supra Tapin-tze et in monte She- 
tsho-tze: Deravay n. 2816 (!). 

Var. ß. sutchuenensis Franch. ex Loes. in Diels 1. c. 

Sze-ch’uan, Distr. Nanch’uan: Bock et v. Rostuorn n. 1562 (!) et 
1564 (!), Ch’eng k’ou: Farges (!). 

28. E. aculeata Hemsl. in Kew Bull. 1893. p. 209; Loes. in Diels I. c. 

Hupeh, Pa t’ung austr. et Wushan austr.: Henry n. 5335A et 6143. 

Zwar hat mir die Art nicht vorgelegen, aber die Beschreibung passt so gut zu 


_ £. acanthocarpa Franch., dass ich beides nur für Formen oder Varietäten ein und der- 
selben Art halten möchte. 


b. Petiolus 9 mmis brevior. 

29. E. actinocarpa Loes. n. sp., sempervirens, glaberrima; ramulis 
junioribus acute striato-angulatis; foliis persistentibus, coriaceis, 4—6 mm 
longe petiolatis, elliptico- vel late ovali- vel ovato-oblongis, basi obtusis vel 
subrotundatis, raro subacutis, apice acuminatis, margine i. s. subrevolutis, 
‘praecipue juxta apicem densiuscule serrulatis, 6—8 cm longis, 2—4 cm 
latis, supra i. s. nitidis, subtus albido-subglaucis, costa supra acute pro- 
« minente, subtus prominula, nervis lateralibus utrinque 4—6 principalibus 


460 Th. Loesener. 


supra subprominentibus, subtus tenuissime prominulis vel tantum conspicuis, 
ceterum non reticulatis; inflorescentiis multifloris, ter usque quater dicho- 
tome furcatis, axibus manifeste {certe i. stat. fructif.) divaricatis, omnibus 
acute angulatis, crassis, pedunculis cire. 3 cm longis, axibus secundariis cire. 
1 cm longis, exterioribus brevioribus; capsulis globosis, dense aculeis acti- 
nimorphis subulatis longis i. s. rigidulis, sed coctis flexibilibus, obtectis, 
capsul. aculeis additis 15—17 mm diam., 4-locularibus, 4-valvatis, loculis 1 —2- 
spermis, seminibus erectis, plane arillo luteo vel pallide flavo tenui inclusis, 
paene 7 mm longis, testa laevi, nitidula, i. s. brunneo-cinerea, cotyledonibus 
laete viridibus. | 

Hupeh, juxta Ichang ad Nan-t’o etc.: Henry n. 4339 (!). 

Die Art wurde als Æ. echinata Wall. ausgegeben, mit der sie auch zweifellos nahe 
verwandt ist. Diese Art hat aber dünnere und weniger scharfkantige Blütenstands- und 
Blütenstiele, nicht so reich verzweigte und gespreizte Inflorescenzen und auch die Höcker 
der Kapseln sind bei ihr nicht so lang wie bei E. actinocarpa. In den Blütenständen 
scheint diese auch der E. aculeata Hemsl. zu gleichen, zu der sie aber nicht gehören 
kann, da sie weder in Blattform noch in ihren Dimensionen zu Hemstey’s Beschreibung 
passt. 

30. E. Hemsleyana Loes. n. sp.; sempervirens, subglabra vel ramulis 
junioribus angulatis, petiolis et inflorescentiis sub lente parcissime et brevis- 
sime pulverulento-puberulis glabrescentibus; gemmulis 4—7 mm longis 


perulis i. s. brunneis, scariosis, breviter fimbriatis, rotundatis vel ovatis 


formatis; foliis coriaceis, 5—7 mm longe petiolatis, petiolo interdum crasso, 


late ovalibus vel ovali- vel ovato-oblongis, vel ovatis vel obovatis vel ob- 


longis, basi cuneatis usque obtusis, apice perbreviter et obtusiuscule acu- 
minatis usque obtusis, margine = dense crenulato-serrulatis, 3,5—10,5 cm 
longis, 4,7—6,5 cm latis, supra vix nitidulis, subtus pallidioribus attamen 
non albescentibus neque glaucescentibus, costa supra et subtus prominula, 
nervis lateralibus utrinque 4—6 sub angulo tantum circ. 30—45° obviis 
saepius, praecipue basalibus, sub--v-formiter arcuatis, supra et sublus pro- 
minulis, ceterum non vel vix reticulatis; inflorescentiis paucifloris, semel vel 
bis dichotomis; reliqua ut in Æ. echinata Wall. 

Yiinnan, apud Mengtze in 1534 m altit.: Henry n. 9120 (!) et 9124A(!). 

Ebenfalls mit 2. echinata Wall. sehr nahe verwandt, weicht aber in Blattform und 
besonders in der Nervatur, nämlich durch unter weit spitzerem Winkel von der Mittel- 
rippe sich abzweigende Seitennerven, nicht unwesentlich von ihr ab. Form und Stiel 
der Blätter unterscheiden die Art auch von Æ. aculeata Hemsl. 


B. Foliis deciduis, 
I. Capsulae lobatae vel carpellis nonnullis ut in E. striata (Thunbg.) Loes. saepius 


aborientibus tantum lobo unico anguste ellipsoideo et saepe irregulari demum 


longitudinaliter dehiscente formalae; gemmulis plerumque brevibus, 

1. Ramuli vetustiores neque verruculis neque alis longitudinalibus suberosis in- 
structi, (Si ramulı elongati plerumque foliis destituti vel folia plerumque 
tantum ad ramulorum apices pauca vel in ramulis abbreviatis congesta, confer 
etiam E, Prxewalskii Maxim, et Æ, striata (Thunbg.) Loes,) 


Ubersicht über die bis jetzt bekannten chinesischen Celastraceen. 461 


a. Petiolus longus plerumque tantum 2—4-plo rarius usque 6-plo quam la- 
mina brevior, folia late ovalia vel ovata manifeste et acutiuscule et lon- 
giuscule acuminata. 

31. E. Bungeana Maxim. Prim. Flor. Amur. p. 470 et in Mél. Biol. XI. 
-p. 488; Hance in Journ. Linn. Soc. XIII. p. 77; Bak. et Moore |. c. XVII. 
_p. 380; Franch. Pl. David. p. 69 et in Mém. Soc. Se. Nat. Cherbourg XXIV. 
p. 206; Debeaux Fl. Shangh. n. 28 in Act. Soc. Linn. Bord. XXX. p. 23: 
Forb. et Hemsl. Ind. Fl. Sin. I. p. 118. 

E. micrantha Bunge Enum. Chin. Bor. p. 14, n. 79, neque Don. 

E. Forbesii Hance in Journ. of Bot. 1880. p. 259. 


Corea juxta Fusan(?): Warsure n. 6889(?); China borealis in ar- 
gillosis: Kiritow; Shingking ad Chienshan: Ross; Chihli in montibus 
et silvaticis spontanea et juxta Peking culta: Brerscunerper(!), Bunge, 
_ Davım, Warsure n. 6879(!), aliique; Shensi boreal. juxta Huan-juen-shen 
et Tun-iuen-fan: Grratpr n. 212(!) et 243(!); Shantung: Sraunton, ad 
Chefoo: FauveL; Kiangsu: Forges, ad Shanghai: DeBEaux, WarBurG n. 6883(!): 
Chekiang ad Ningpo: Cooper; Fokien ad Amoy: Cunninenam. (Pleraque 
ex. Fors. et Hemst.) 

Distrib. Geogr.: Turkestan., Mongol., Mandschur. 

b. Petiolus pro lamina brevior, 4—6-plo vel pluries hac brevior, folia etsi 
saepius ovalia vel obovata attamen angustiora, brevius et obsoletius 
acuminata. 


32. E. Hamiltoniana Wall. in Roxb. Fl. Ind. ed. Carey IL. p. 403. 
E. europaea Forb. et Hemsl. Ind. Fl. Sin. I. p. 119. 

E. europaea L. var. Hamiltoniana Maxim. in Mél. Biol. XI. p. 191; 
+ Loes. in Diels in Engl. Bot. Jahrb. XXIX. p. 443. 

Vulg.: »tu ling shu« (ex Bock et v. RoSTHORN). 


Corea apud Saul in monte Namschang: Warsure n. 6891 (?!); Sze- 
ch'uan, distr. Nan ch'uan ad Hon ho kou: Bock et v. Rostuorn n. 1431 (!); 
- Hupeh: Henry n. 2864/!). — Fruct.: Oct. 

| Distrib. Geogr.: Himalaya, Khasia, Mongolia, Mandschuria, Sachalin, 
Japonia. 

Non Maximowicz wird diese Art nur für eine Varietät von E. ewropaea L. ange- 
sehen, mit der sie auch zweifellos sehr nahe verwandt ist. Zugleich rechnet er noch 
| einige andere ostasiatische Formen hierher, z. B. auch die japanische Æ. Szeboldiana BI. 
mit dem ausdrücklichen Bemerken, dass bei genauerer Prüfung des ihm zur Verfügung 
stehenden reichhaltigen Materiales die sich auf den ersten Blick darbietenden Unter- 
schiede sich nicht als durchgreifend erweisen. Ob er hierin bezüglich der E. Sieboldiana 
Bl. wirklich im Recht ist, darüber gehen die Meinungen auseinander. KornNe wenigstens 
halt, wie er mir mündlich versicherte, die letztgenannte für eine besonders in der Form 
der kantigen Früchte gut charakterisierte Art und behauptet, dass beide in der Gultur 
unverändert blieben. Da Maxmowicz anderseits auf seinen Reisen Gelegenheit gehabt 
hat, die in Betracht kommenden Formen in der Natur und in wildem Zustande zu be- 
obachten, während mir nur verhältnismäßig spärliches Herbarmaterial zur Verfügung 
‘steht, kann ich augenblicklich diese Frage nicht entscheiden und muss mich darauf be- 


462 Th. Loesener. 


schränken, die hier in Betracht kommenden Formen einer nochmaligen eingehenden 
Prüfung zu empfehlen. 
33. E. lanceifolia Loes. n. sp.; sempervirens (??) subglabra; ramulis 
vix angulatis vel subteretibus, foliis membranaceis, oppositis, 6—14 mm 
longe petiolatis, lanceolatis vel ovato-lanceolatis, vel ellipticis, basi cuneatis 
usque subrotundatis, apice obsolete et obtusiuscule acuminatis vel subacutis, 
margine dense serrulatis, 9—14,5 cm longis, 2,3—4 cm latis, supra i. s. 
obscure olivaceis subtus paullulum pallidioribus, utrinque in costa et nervis 
sub lente = dense vel sparsius et brevissime scaberulis, ceterum glabris, 
costa et nervis saepius sub angulo paene subrecto patentibus et ad apicem 
versus arcuatis supra prominulis, subtus prominentibus vel expressis et 
iuxta marginem reticulatis; inflorescentiis solitariis plerumque, ut videtur, 
bis dichotomis, pedunculis 12—22 mm longis crassis (certe sub fructibus) 
axibus intermediis manifestis, pedicellis circ. 5 mm longis; floribus ex cap- 
sula 4-meris; capsula ambitu late subobeordiformi, obsolete 4-loba, 4-val- 
vata, valvis usque 14 mm longis et circ. 10 mm latis, seminibus cire. 8 mm 
longis, paene plane arillo subochraceo-luteo, apice autem aperto involutis, 
testa rosea, laevi. 
Yünnan, in montosis apud Mengtze in 2670 m altit.: Henry n. 44 165 (!). 
Vielleicht nur eine Varietät von EP. Hamailtoniana Wall., die durch kürzere und 
breitere Blätter und besonders durch beträchtlich kleinere Früchte abweicht. Ob die 
Art zu den sommer- oder immergrünen Species gehört, lässt sich an dem vorliegenden 
Fruchtexemplar nicht entscheiden. Die Ähnlichkeit mit Æ. Hamiltoniana Wall. würde 
darauf hindeuten, dass wir es mit einem sommergrünen Gehölze zu thun haben. 
Aber auch unter den immergrünen Arten finden sich welche, die der unsrigen sehr ähn- 
lich sind. Z.B, E. salicifolia Loes. (von der freilich noch keine reifen Früchte vor- 
liegen) unterscheidet sich im wesentlichen nur durch bedeutend schmälere Blätter und 
die scharfkantigen Aste. Am ähnlichsten im Habitus ist ihr aber von allen Arten un- 
zweifelhaft die bengalische Æ. macrocarpa Gamble. Diese besitzt indessen ganz andere 
Früchte, so dass ich hier die Ähnlichkeit im Habitus nur für eine Analogie, aber nicht 
fur den Ausdruck natürlicher Verwandtschaft ansehen möchte. 
2. Ramuli certe vetustiores suberosis verruculis gibberiformibus vel alis longi- 
tudinalibus instructi. 
a. Ramuli verruculis instructi, non alati. 
34. E. verrucosa Scop. Fl. Carniol. I. p. 165. 
Var. tehefouensis Debeaux Fl. Tchef. p. 38; Forb. et Hemsl. Ind. 
Fl. Sin. L p. 121. 
Shantung, Chefoo: Depeaux. 
Var. chinensis Maxim, Pl. chin. Potan. nec non Pias. in Acta hort. 
Petrop. XI 1890—92. p. 96. 
Kansu inter Mör-ping et Wu-ping: Poranin; Shensi septentr. in monte 
Tue-lian-pin: Ginazpr n. 228 (N), 
Distrib. Geogr. typi: Asia minor, regiones Mediterr., Europa. 
35. E. verrucosoides Loes. n. sp.; ramulis rectis, angulatis, demum 
teretibus, praecipue vetustioribus == dense gibberibus suberosis obtectis ; 
foliis brevissime (usque 3 mm longe) petiolatis vel subsessilibus, ovatis usque 


Übersicht über die bis jetzt bekannten chinesischen Celastraceen. ~ 463 


_ oblongo-ellipticis vel oblongis, basi acutis vel cuneatis vel rotundatis (eadem 
in stirpe), apice acutis vel obtusiuscule subacuminatis, margine dense serru- 
~ latis, 2,5—6,5 cm longis, 1,1—2,4 cm latis, chartaceis vel paullo crassiori- 
bus, attamen, ut videtur, deciduis, inflorescentiis in folior. axill. solitariis 
_ 4—8-floris, pedunculis 0,8—1,5 cm longis, pedicellis breviusculis circ. 3 mm 
- longis, alabastris ambitu ovoideo-subconicis, i. s. atro-violaceis; floribus 4- 
- meris, sepalis brevibus et latis, rotundatis, petalis ovalibus vel ovatis, 3— 
4 mm longis, disco obsolete 4-lobo, lobis deflexis, staminibus supra discum 
iuxta Ovarium ipsum insertis, filamentis manifestis, 1,5 mm longis, ovario 
anguste pyramidato, paene 2 mm longo, tetragono et 4-loculari vix brevio- 
-ribus, ovulis in loculis binis basi. affixis. 

> Shensi septentr. in montibus Si-ku-tzui-san et Tui-kio-san: GirALDı 
nn. 211 (!) et 229(!) et in monte Ki-san: Grratpr n. 4484 (!). — Flor.: Jul. 
et Aug. 

Die Art ist einerseits mit Æ. striata (Thunbg.) Loes. verwandt, von der sie durch 
die Form der Blütenknospen und besonders durch längere Staubfäden und kegelförmiges 
Gynäceum abweicht, und außerdem auch durch andere Korkwucherungen. Da der 
Discus nicht so ausgebreitet ist wie bei der genannten Art, erscheinen die Blütenknospen 
bei unserer Art schmäler und länger, auch das Ovar ist weniger abgeflacht als bei 


E. striata. In den Korkwarzen gleicht sie anderseits sehr der E. verrucosa Scop., zu 
der sie aber ebenfalls wegen der genannten Blütenmerkmale nicht gehören kann. 


b. Ramuli certe vetustiores suberoso-alati. 

a. Folia. adulta manifeste (7—11 mm longe) petiolata. 
36. E. phellomana Loes. in Diels in Engl. Bot. Jahrb. XXIX. p. 444. 
E. Thunbergiana Maxim. Pl. Chin. Pot. etc. in Act. Hort. Petrop. XI. 
. 97; neque Blume. 
Kansu: Poranin(!); Shensi septentr. circa In-kia-p’u et in monte 
-Huan-tou-san: Grratpr n. 223(!) et 1480(!), Shensi merid. in monte Hua- 
tzo-pin: Grratpr n. 220(!). — Flor.: Jun.; fruct.: Jul.—Aug. 

3. Folia etiam adulta brevissime petiolata, petiolo 6 mmis plerumque 

breviore. 

37. E. striata (Thunbg.) Loes. 
Celastrus striatus Thunbg. Fl. Jap. p. 98. 
Celastrus alata Thunbg. |. c. 
Evonymus subtriflora Blume Bijdr. p. 1147 ex Forb. et Hemsl. 
_ £. Thunbergiana Blume Bijdr. p. 1147; Baker et Moore in Journ. 
‘Linn. Soc. XVII. p. 380; Hance in Jorun. Bot. 1875, p. 131; Franchet PI. 
David. p. 70; Forb. et Hemsl. Ind. Fl. Sin. I. p. 121. 
_  £E. alata Regel Fl. Ussur. p. 40, tab. 7; Mig. in Ann. Mus. Bot. Lugd.- 
Bat. II. p. 86; Maxim. in Mél. Biol. XI. p. 196; Loes. in Diels |. c. p. 444. 
Shensi septentr. ad In-gia-pon et In-kia-p’u, in monte Kiu-lin-san, 
prope »Pagode« montis Uan-san-pin, in Kishan, ad Fon-shian-fu: GIrALDI 
n. 224 (!), 222(!), 224—227 (1), 1479(!); Chihli, apud Peking in montibus: 
BRETSCHNEIDER, ad Jehol: Davin; Shingking, Hingjing, Fungshan: Ross; 


464 Th. Loesener. 


Corea ad Chemulpo et Datschau: Warsure n. 6887(!), 6890(!), 6894(!); 
Shantung, ad Chefoo: Forges, ibique in montibus: Faper(!); Kiautschou 
apud Tsingtou in monte Iltisberg: Zimmermann n. 184(!); Kiangsu, Chin- 
kiang: Stronach; Chekiang: Sraunron, in montib. Ningpo: Faser(!), ad 
Nieuwan: WarBurG n. 6884(!); Kiangsi, ad Kiukiang: Surarer; Hupeh 
ad Ichang et Patung: Henry n. 3087 A. et B.(!) et 6708(!); Sze ch’ uan 
apud Nan ch’ uan et in silv. ad Yüe-lang-ai: Bock et v. Rostuorn n. 833(!), 
1568—1570{!), in monte Omei: Faser(!). — Flor.: Maj.—Jun.; fruct.: 
Sept.—Oct. 

Distrib. Geogr.: Mandschur., Amur, Japonia. 

38. E. Przewalskii Maxim. in Mél. Biol. XI. p. 194 et in Act. hort. 
Petrop. XI. p. 97; Forb. et Hemsl. Ind. Fl. Sin. I. p. 124. 

Kansu in 3340 m altit.: Przewauskı(!), ad Dshoni: Poranın. 


II. Capsulae globosae vel = longe et manifeste alatae; ramulorum gemmulis sae- 
pius elongatis imbricatis. 
4. Capsulae globosae, exalatae. — 

39. E. oxyphylla Miq. in Ann. Mus. Bot. Lugd.-Bat. II. p. 86; Maxim. 
in Mél. Biol. XI. p. 187; Forb. et Hemsl. Ind. Flor. Sin. I. p. 121. 

E. laxiflora Bl. mss. (nom. nud.), non Champ. 

E. latifolia A. Gray Bot. Jap. p. 384. 

Corea, ad portum Chusan: Wırrornp(!), et ad Fusan; WARBURG 
n. 6888 (!). | 

Distrib. Geogr.: Japonia. 

Verwandt mit dieser Art, wiewohl bislang in fruchtendem Zustande noch unbekannt 
scheint zu sein 

392, E. usuriensis Maxim. in Mél. Biol. XI. p. 190. 

Mandschuria secus flumen Ussuri super.: Maxımowicz (!). 

2. Capsulae alatae. 
a. Pedunculi 2,5 emis manifeste longiores. 
g. Flores saepius 5-meri, capsulae alis loculo plerumque brevioribus. 

40. E. sachalinensis Maxim. in Mél. Biol. XI. p. 185; Forb. et 
Hemsl. Ind. Fl. Sin. I. p. 121. 

Kansu in regione alpina secus fl. Tetung: Przewauskı; Corea? (ex. 
Fons. et Henst.). 

Distrib. Geogr.: Mandschur., Sachalin (F. Scanipr(!), Japonia (Maxt- 
vowicz (!). 

4. Flores saepius 4-meri, capsulae alis loculo longioribus. 
* Folia lanceolata vel lineari-lanceolata, 

#4. E. schensiana Maxim. in Mél. Biol. XI. p. 183 et in Act. hort. | 
Petrop. XL p. 96; Forb. et Hemsl. Ind. Fl. Sin. I. p. 121; Diels in Engl 
Bot. Jahrb, XXIX, p. 443. | 

Shensi apud Han chung: Praserskr. 

Non vidi. 


Übersicht über die bis jetzt bekannten chinesischen Celastraceen, 465 


** Folia latiora, ovato-elliptica usque late ovalia vel ovata, vel oblongo- 
obovata. 
_ 42. E. macroptera Rupr. in Bull. phys. math. XV. pl. Maack. n. 24 
Maxim. in Mél. Biol. XI. p. 184. 
Var. fol. ovato-ellipticis Maxim. in Act. Hort. Petrop. XL p. 97. 
Kansu inter Mör-ping et Wu-ping: Poranin. 
Distrib. Geogr. typi: Mandschur., Amur, Sachalin, Japonia. 
43. E. sanguinea Loes. in Diels |. c. p. 441. 
g. orthoneura Loes. I. c. 
Vulgo: »chih shih kan shu« (ex Bock et v. RostHoRrn). 
Hupeh: Henry n. 6183 (!); Sze-ch’uan, distr. Nan ch’uan in clivis ad 
Tao munan: Bock et v. Rosrnorx n. 491 (!). — Fruct.: Aug. 
3. camptoneura Loes. |. c. 
Shensi septentr. summo in monte Si-ku-tzui-san: Grratpr n. 219 (!); 
ze ch’uan, distr. Nan ch'uan: Bock et v. Rosruorx n. 1565(!) et 1567 (!). 
— Fruct.: Jul. 
7. laxa Loes. var. nova; infloresc. etiam laxioribus, plerumque ter 
dichotomis, pedunculis circ. 5—7 cm longis, axibus secundariis usque 3,5 cm 
longis (certe in statu fructifero). 
| Shensi septentr. in monte Maug-hua-san iuxta Si-ngan-fu et in monte 
Huan-tou-san: Girazpr n. 218 (!) et 231(!). — Fruct.: Jul. —Nov. 
b. Pedunculi 2,5 cmis breviores. 
44. E. Giraldii Loes. in Diels |. c. p. 442. 
Var. 4. genuina Loes. I. c. 
_ Shensi septentr., in clivis montium T’ai pai shan: Giracpr n. 216 (!) et 
1478 (!). — Fruct.: Aug. 
Var. 3. ciliata Loes. I. c. 
Shensi septentr. in monte Kuan-tou-san: GiraLpı n. 217 (!);, Hupeh: 
Henry (!). 
45. EK. fimbriata Wall. in Roxb. Fl. Ind. ed Carey IL p. 408; vel 
affinis. 
Shensi meridion. in monte Hua-tzo-pin: Grratpr n. 230 (!). — Fruct. : Jun. 
Distrib. Geogr.: Himalaya. 


Species incertae sedis. 


46. E. gracillimus Hemsl. in Forb. et Hemsl. Ind. Fl. Sin. I. p. 119. 


China loco natali accuratius non indicato: Reeves. 

Das Original stand mir nicht zur Verfügung. In Früchten liegt die Art noch nicht 
vor und über die Dauer des dünnblättrigen Laubes ist Hemstey selbst im Zweifel. Viel- 
leicht könnte die Art in die Verwandtschaft von Æ. striata (Thunbg.) Loes. gehören. 


Species excludenda. 


47. E. chinensis Lour. Fl. Coch. ed. Willd. p. 194 propter habitum 
erbaceum, ramulos cirrhis scandentes, folia triloba, aspera, baccam su- 
Botanische Jahrbücher. XXX. Bd. 30 


466 Th. Loesener. 


peram polyspermam non ad Celastraceas pertinere potest. An Vetacea vel 
Cucurbitacea ? 


II. Celastrus L. 


Von den beiden Verbreitungsgebieten (1. Nordamerika, Mittelamerika, 
Westindien bis Brasilien, 2. Trop. u. östl. Asien bis Australien und Fidji- 
Inseln) ist das altweltliche, soweit bis jetzt bekannt, das artenreichere. Hier 
hat die Gattung in China augenscheinlich das Centrum ihrer Verbreitung. 
Sie tritt dort in 14 Arten auf, von denen die Hälfte rein chinesisch ist- 
Hiervon sind 2 in Yünnan, 4 in Central-China, 2 in Nord- u. Centr.- 
China, 1 in Kwangtung endemisch; von der siebenten ist der Standort 
unbekannt. Auch hier sind die Beziehungen mit Arten vom Himalaya einer- 
seits und japanisch-mandschurischen anderseits unverkennbar, wenn 
sie auch nicht so scharf die Arten in 2 gesonderte Gruppen zu trennen 
vermögen wie bei Ævonymus. 

Von den Liu-kiu-Inseln ist bisher nur 1 (da die andere von Ito 
und Matsumura angegebene zu Gymnosporia gehört) weiter verbreitete 
Art C. orbiculata Thunbg. bekannt, die zugleich auch die einzige Vertreterin 
der Gattung (in unserem Sinne) auf Formosa ist; von Hongkong 2, 
wovon die eine, C. Hindsii Benth. etwas weiter verbreitet und auch auf 
Hainan, in Tonkin und bis nach Mittelchina hinein heimisch ist. 

Auch bei dieser Gattung scheint mir ein bequemes und zugleich wich- 
tiges Einteilungsmerkmal in dem Verhalten des Laubes zu liegen. Von den 
Arten mit immergrünem Laube ist besonders C. hypoleuca (Oliv.) Warbg. 
erwähnenswert und interessant durch die bisher bei Celastrus noch nicht 
beobachtete hell bereifte Unterseite der Blätter. 


I. Sempervirentia. 
\. Folia plerumque 8 emis longiora; vel si breviora, folia subtus glauca aut etiam 
supra dense et manifeste reticulato-venosa. 
|. Folia subtus etsi pallidiora, attamen non glaucescentia (clr. eliam ©. hypo- 
leucam (Oliv.) Warbg. var. y). 
1. Folia in sicco etiam supra manifeste et dense prominulo-venosa, inflores- 
centus plerumque axillaribus, non panniculatis, 
1. 6. Hindsii Benth. in Hook. Journ. Bot. and Kew Misc. II. p. 334; 
Maxim. in Mél, Biol. XI. p. 199; Forb. et Hemsl. Ind. Fl. Sin. I. p. 123. 
Catha monosperma Benth. in Hook. Lond. Journ. Bot. I. p. #83. 
Celastrus monosperma Benth, Flor, Hongkong p. 63; non Roxbg. 
China sine loco natali: Gaupicnaup(!); Hupeh: Faper(!), Henry 
n. 3495B(!); Yünnan apud Meng-tze in 2334 m altit.: Henry n. 10559(!); 
Kwangtung, Lofaushan: Fonp, ad Macao: Hance n. 370(!), Naumann(!), 
Wannuns, n. 5299 (!), 5330(!), Wrenuna(!); in Hongkong: Cnamrion, Faner (!), 
Hınos, Lamont, Waicur; in Hainan: Henny n. 8556 (). 
Distrib. Geogr.: Tonkin (Baransa n. 4421 (}). 


Ubersicht über die bis jetzt bekannten chinesischen Celastraceen. 467 


Var. 8. Henryi Loes. in Diels in Engl. Bot. Jahrb. XXIX. p. 444. 


Vulgo: »ch’ ing kang t’eng», »huang kou t’eng«, »ye ch’ a 


2. Folia certe supra obsolete venosa vel reticulo inconspicuo, in sicco obscure 
brunnea; inflorescentiis plerumque paniculatis, saepe ad paniculam termina- 
lem coalitis. 

2. €. monosperma Roxbg. Hort. Beng. 18. 

| Yünnan apud Meng-tze in 1667 m altit.: Henry n. 11 399 (!) et apud 
Szemao : Henry n. 41 972B (!). 

Distrib. Geogr.: Himalaya, Bengalia, Assam. 

3. C. Championii Benth. in Hook. Journ. Bot. and Kew Misc. IH. 
p. 334 et Fl. Hongkong p. 64; Maxim. in Mél. Biol. XI. p. 198; Forb. et 
Hemsl. Ind. Fl. Sin. I. p. 122. 

>  Catha Benthamii Gardn. et Champ. in Hook. Journ. Bot. and Kew 
Misc. I. p. 310. 

Hongkong: Cnanpron, Faser(!), Lamont, ÜRQUHART, WILFORD. 
‘Distrib. Geogr.: Himalaya (?). 


I. Folia subtus manifeste et pallide glaucescentia. 

| 4. C. hypoleuca (Oliv.) Warb. ex Loes. in Diels in Engl. Bot. Jahrb. 

XXIX. p. 445. 

|  Erythrospermum hypoleucum Oliv. in Hook. Icon. pl. tab. 1899. 

Celastrus hypoglaucus Hemsl. in Ann. of Bot. IX. 1895. p. 150. 

Forma a. genuina Loes. |. c. 

Hupeh, Wushan austral.: Henry n. 5887 (!), 5887 A (!). 
Forma 3. argutior Loes. |. c. 

Shensi septentr. in montibus Thae-pei-san et Huan-tou-san et Maug- 
hua-san iuxta Si-ngan-fu et iuxta In-kia-pu: Giratpr n. 234—236 (!), 1482(!), 
Shensi meridion. in monte Hua tzo pin: Grratpr n. 1783(!); Sze ch’uan, 
distr. Nanch’uan: Bock et v. Rosraorn n. 1586 (!); Hupeh, iuxta Ichang: 
Henry n. 6771 (!). — Flor.: Jun.; fruct.: Aug. —Nov. 
| Forma y. puberula Loes. |. c. 

Szech’uan, distr. Nan ch’uan: Bock et v. Rostuorn n. 1586 b{!). 


B. Folia plerumque 8 cmis breviora. 
I. Folia parce et remote spinuloso-denticulata, utrinque subtiliter elevato-reticulata. 


5. €. cantonensis Hance in Journ. Bot. 1885. p. 323; Forb. et 
Hemsl. Ind. Flor. Sin. I. p. 122. 

Kwangtung: Hance n. 22191. 

Non vidi. 


II. Folia supra medium tenuiter et appresse serrulata, subintegra infra medium, 
nery. supra et subtus prominul., non vel tantum iuxta margin. laxiuscule reticulatis. 


30* 


468 Th. Loesener. 


6. €. Rosthorniana Loes. in Diels 1. c. 
Szechuan, Nan ch’uan: Bock et v. Rostuorn n. 4572—1574 (!), 1583 (1). 


IT. Foliis deciduis. 
A. Inflorescentiae axillares, non ad panniculas congestae. 

I. Gemmae e basi lata subulato-conicae, 7—10 mm longae; capsulis maiusculis 

valvis 44 mm plerumque longioribus. 

7. C. gemmata Loes. n. sp.; scandens, glabra, ramulis iunioribus 
striato-angulatis, velustioribus teretibus, i. s. obscure brunneis, + dense 
lenticellis parvis orbicularibus vel oblongis obtectis; gemmis i. s. brunneis 
e basi lata subulato-conicis 7—10 mm longis; foliis membranaceis vel in 
statu fructifero chartaceis, probabiliter deciduis, subgraciliter et 10—15 mm 
longe petiolatis, ovalibus vel ovatis, basi obtusis vel rotundatis vel late 
cuneato-obtusis, apice breviter acuminatis vel subacutis, margine = dense 
et interdum tenuiter serrulatis, addito petiolo 9—16 cm longis, 4—7,5 cm 
latis, nervis lateralibus prineipalibus utrinque 5—7 plerumque ad apicem 
versus arcuatis dense et tenuissime reticulatis ut costa supra prominulis 
subtus prominentibus; inflorescentiis in foliorum axillis solitariis (non vel . 
raro ad paniculam terminalem coalitis), paucifloris, 3 usque (i. stat. fruct.) | 
7 mm longe pedunculatis, pedicellis 3—6 mm longis; floribus 5-meris, ovario 
3-mero, dioicis, sepalis ovato-deltoideis, obtusis, ciliatis; petalis elliptico- 
subliguliformibus, cire. 3 mm longis, 1,5 mm latis, quam sepala 4—5-plo 
longioribus; staminibus disci explanato-subeupuliformis 5-lobi margini inter 
eius lobulos insertis, in fl. jt petala subaequantibus, antheris subellipsoideis — 
filamento subbrevioribus; gynaeceo disco insidente rudimentario, subcolu- 
melliformi, sterili, stylo apice 3-fido, lobis obsolete bilobulatis; capsula pro 
generis sectione maiuscula, subglobosa, pallida, 3-loculari et 3-valvata, valvis 
late ovali- vel ovato-oblongis, 15 mm longis, crassis, seminibus in loculis 
‘si omnia ovula evoluta) binis, erectis, arillo i. s. brunneo, tenuiter carnoso, | 
crasso, plane involutis. | 

Yiinnan, Meng-tze in silvis montium 1800—2000 m alt.: Henry 
n. 9782A(!), 40531 (!), 44474 (!). | 

Aus der Verwandtschaft von ©. orbieulata Thunbg., die durch kleinere Maße der 


Blätter und Früchte, andere Blattform und besonders auch durch kleinere anders ge- 


staltete junge Laubknospen abweicht. 


II. Gemmae minores, capsulis minoribus. 
I, Stipulae caducae, membranaceae. 

8. €, orbieulata Thunbg. Fl. Jap. p. XLIL et p. 97 (ubi errore typo- 
graphico »artieulata« nominata); Poir, Suppl. II. p. 444, Koehne D: 
Dendr, p. 363. 

C. artieulata DC. Prodr, Il, p. 7; Bunge Enum, Pl. Chin, Bor. p. 14 
nu. 80: Turez. Enum. Chin. n. 43; Maxim, in Mel, Biol. XI. p. 200; Franchet 


’ 


PL David. p. 70 et in Mém, Soc, Se. Nat, Cherbourg XXIV, p. 206; Forb. 


Ubersicht über die bis jetzt bekannten chinesischen Celastraceen. 469 


et Hemsl. Ind. Fl. Sin. I. ‘Dp. 122; Henry in Transact. Asiat. Soc. Japan. 
vol. XXIV. p. 27(?); Ito et Matsum. Tent. Fl. Lutch. in Journ. Sc. Coll. 
_ Imp. Univ. Tokyo XII. 1899. p. 373; Loes. in Diels 1. e. p. 446. 

1 ©. Tatarinowii Rupr. in Bull. Phys. Math. XV. p. 357 ex Maxim. 
©. n. sp. Maxim. Ind. Pl. Pekin. in Prim. Fl. Amur. p. 470. 

Vulgo: »jiau begua«, »tschoö« (ex Nager). 

Corea: Wırrorp(!); Chihli ad Jehol: Davin n. 1783 (!), iuxta Peking: 
BRETSCHNEIDER (!), WargurG n. 6872 (!), 6873(!); Shensi septentr. in collibus 
prope Fu-kio, in montibus Gniu-ju-shan et Lun-shan: Giratpr n. 233 (!), 
1756 (!), 1757 (1), 1787(!); Kiautschou, in clivis apud Tsingtou: O. Naser(!): 
Kiangsu ad Shanghai: Faser (!); Hupeh: Henry n. 456(!) Sze ch’uan, 
distr. Nan ch'uan: Bock et v. Rosrnorn n. 1577(!); Yünnan apud Mengtze 
in 1700 m altitud.: Henry n. 11267(!); Formosa, ubi var. propria, ex 
Henry (1. c.) n. 4893. — Flor.: Maj.—Jun.; fruct.: Jun.—Oct. 

| Distr. Geogr.: Sachalin, Japonia, Ins. Liukiu (ex auctoribus). 


Forma 8. microphylla Loes. form. nova; foliis tantum usque 4 cm 
longis. 
Hupeh: Henry n. 3827 (!). 

Forma y. maior Loes. form. nova; foliis paullulo maioribus quam in 
typo, subtus pallidis, nervis et reticulo subtus magis prominulis; capsulis 
_ paullo maioribus. 

Shensi septentr., summo in monte Tui-kio-shan et in montibus Lun- 
shan et Gniu-ju-shan: Girazpr n. 237 (N), 4730 (!), 1734 (1). — Fruct.: Jun. 
— Sept. 

Bei der Umgrenzung dieser Art stößt man auf erhebliche Schwierig- 
keiten. Deshalb wurden hier nur diejenigen Exemplare aufgezählt, die ich 
selbst in Augenschein nehmen konnte. Auch wurde der Speciesbegriff dieser 
Art hier etwas enger gefasst, als es vor kurzem bei der Bestimmung dieser 
Gruppe für Driers’ Flora von Central-China geschah. Sehr nahe mit ©. or- 
tneulata Thunbg. verwandt und vielleicht kaum als besondere Art aufrecht 
zu erhalten ist die im wesentlichen nur durch etwas spitzere an der Basis 
- stumpfere, weniger keilförmig verschmälerte Blätter abweichende 


a 9. C. stylosa Wall. in Roxbg. Fl. Ind. ed Carey, II. p. 404; Franch. 
= Pl. Delav. Il. p. 131. 

| C. latifolia Maxim. in Acta Hort. Petropol. XI. p.98 pro parte; 
neque Hemsl. 

€. articulata Loes. in Diels |. c. p. 446 pro parte. 

Kansu: Poranrn(!); Sze ch’uan, Nanch’uan: Bock et v. Rosrnorx 
n. 1574 (!), 1576(!), 1578(!), Kung chia ping: Bock et v. Rostnorn n."506 (!), 
Ten sha ai in rupibus: Bock et v. Rostuorn n. 678 (!), Chao chia ai: Bock 
et v. RostHorn n. 1060(!); Hupeh: Faper(!); Chekiang apud Ningpo ad 
Nieuwang: Waresure n. 6875(!); Fokien ad Futschau: Warpure n. 5956 (!), 


470 Th. Loesener. 


5960(!); Yünnan apud Mengtze in 2000 m altitud.: Henry n. 9679 B (!). 
— Fruct.: Aug. 
Distrib. Geogr.: Himalaya, Khasia (Pegu?). 
Hierher gehört ferner noch die nur mangelhaft bekannte ; 
10. €. crispula Regel in Ind. sem. hort. Petropol. 1864. p. 54; 
Maxim. in Mél. Biol. XI. p. 202; Forb. et Hemsl. Ind. Fl. Sin. I. p. 123. 
China: loco natalı ignoto, culta in hort. bot. Petropol. ex Maxim. 
Non vidi. 
2. Stipulae spinescentes, persistentes. 
11. C. flagellaris Rupr. in Bull. phys. math. XV. p. 357; Maxim. 
in Mél. Biol. XI. p. 202; Franch. Pl. David p. 71; Forb. et Hehnal! Ind. Fl. | 
Sin. I. p. 123. 


À 
©. ciliidens Miq. in Ann. Mus. Bot. Lugd. Bat. IL p. 85. 
Chihli apud Jehol: Davin; Corea iuxta Chemulpo, ten ECS 


I 


WargurG n. 6877 (!); Shantung apud. Chefoo: Warsura n. 6876 (! 
Distrib. Geogr.: Mandschuria, Japonia. 


B. Inflorescentiae plerumque ad paniculas saepius amplas terminales congestae. 
I. Folia er lanceolata. 


12. C. Franchetiana Loes. 

4 M Franch. in Bull. Soc. Bot. Fr. XXXII. p. 455; Plant. 
Delay. II. p. 132; neque Hasskarl. 

Yiinnan, in faucibus montis Pee-shan-men, prope Mo-so-yn in 2200 m 
altit. : Dur n. 824. — Flor.: Apr. 

Non vidi. 

II. Folia latiora. 

13. C. paniculata Willd. Spec. Pl. I. p. 1125. 

Yiinnan apud Szemao in 1300—1700 m altitud.: Henry n. 41993 (! 
121422A(!), 12572B(!). 

Distrib. Geogr.: Himalaya, Ind. Or. a Penjab et Zeylania usque ad 
Chinae limites et insul. Malaicas atque Philippinenses. 

14. 6. angulata Maxim. in Mél. Biol. XI. p.499, in Act. Hort. 
Petrop. XI. p. 98; Forb. et Hemsl. Ind. Fl. Sin. I. p. 422; Loes. in Diels 
lc. p. 446. 

C. latifolia Nemsl. in Forb. et Hemsl. 1. e. p. 123, Hook. Te. Pl. tab. 
2206; Maxim. in Act. Hort. Petrop. 1. c. pro parte. 

Vulgo: »lao hu mat’eng« (ex Bock et v. Rostnuorn). 

Kansu in valle fluvii Hoangho: Praserskr; Shensi septentr. in montibus 
Hua-shan, Tui kioshan, Siku tzuishan, Sulu: Giratprn, 232 (!), 4483/1), 1710 (1), 
1711 (0; Szechuan, distr. Nanchuan ad Chien nin ping in rupibus et 
ad Shan yang po: Bock et v. Rosrnorn n. 790(!), 4094 (N), 1917 (1), 2542(!); M 
Hupeh in distr. Patung, ad Ichang, Nan ’o et in montibus versus septentr. « 
sitis: Henny n, 485, 1774, 2084, 3405A, 3883. Mract.: Jul, —Oct, ; 


a Übersicht über die bis jetzt bekannten chinesischen Celastraceen. 471 
Fe Zwar führt Maxmowıcz selbst (in Act. Hort. Petrop. XI. p. 98) seine C. angulata 
und C. latifolia Hemsl. beide neben einander als besondere Arten an. Ich muss aber 
zunächst noch an meiner in Drets’ Flora geäußerten Ansicht, dass beide identisch seien, 
festhalten. Dazu ist die Übereinstimmung von Maxımowicz’s Diagnose mit der Abbildung 
‚der Hemstey’schen Art in Hooker’s Icones zu auffallend. Auch lässt ein im Berliner 
“Herbar befindliches von Maximowrcz als C. latifolia Hemsl. bestimmtes Exemplar von 
Poranın aus Kansu, das zweifellos nicht zu dieser Art, sondern in die nächste Ver- 
wandtschaft von C. orbiculata Thunbg. und zwar höchstwahrscheinlich zu C. stylosa 
Wall. (siehe dort!) gehört, die Annahme berechtigt erscheinen, dass Maxtmowicz hier zwei 
verschiedene Arten verwechselt und Formen unter C. latifolia zusammengefasst habe, 
die teils zu seiner C. angulata, teils zu C. stylosa Wall. gehören. Übrigens verhält sich 
jene bei reichhaltigerem Materiale in Bezug auf die fehlende Punktierung der Äste, eins 
der Merkmale, wodurch sie sich nach Maxınowicz von C. paniculata Willd. unterscheiden 
soll, durchaus nicht constant. Der bedeutend größere Umfang der Blätter, die meist 
kantigen Äste und die Form der Rispe scheinen-mir jedenfalls wichtigere Unterschiede 


Zu sein. 
Species excludendae. 


C. alata Thunbg. Fl. Jap. p. 98 est, ut notum: Ævonymus striata 
(Thunbg.) Loes. | 
C. diversifolia Hemsl. in Forb. et Hemsl. Ind. Fl. Sin. I. p. 123 est, 
ut iam notum: Gymnosporia diversifolia Maxim. 

| C. emarginata Roth Nov. Spec. 155 est, ut iam notum: Gymnosporia 
 emarginata (Roth) Laws. 

4 C. striata Thunbg. Fl. Jap. p. 98 est ex Maxim.: Hvonymus striata 
(Thunbg.) Loes. _ 

C. variabilis Hemsl. in Forb. et Hemsl. |. e. p. 124: est Gymnosporia 
variabilis (Hemsl.) Loes. 

©. Wallichiana Hance in Journ. Bot. 1878. p. 226, non Wight et Arn., 
est ex Hemsı.: Gymnosporia diversifolia Maxim. 

> 


Ill. Gymnosporia Wight et Arn. 


Von dieser besonders in den Tropen der alten Welt, speciell Afrikas, 
weit verbreiteten Gattung scheint nur die Section I. Spinosae im Gebiet ver- 
treten zu sein. Die einzelnen Arten sind entweder nahe verwandt mit sol- 
chen des Himalaya oder Vorder- und Hinter-Indiens oder finden 
sich selbst dort wieder. 

1. Folia 5 cmis breviora. 

. A. Folia plerumque integra. 

1. 6. emarginata (Roth) Laws. in Hook. Fl. Brit. Ind. I. p. 621. 
Celastrus emarginata Roth Nov. Spec. p. 155; Franch. in Bull. Soc. 
Bot. France XXXIII. p. 455, Plant. Delav. II. p. 131. 

Yiinnan, in sepibus ad Tapin-tze: Detavay n. 882 et 1014. — Flor. 
et fruct.: Maj. —- Omnia ex FRANCHET. 

Distrib. Geogr.: Vorder-Indien, Ceylon. 


472 Th. Loesener. 


B. Folia plerumque + crenulata. ¢ 
2. &. diversifolia Maxim. in Mél. Biol. XI. p. 204. | 
Celastrus Wallichianus Mance in Journ.‘ Bot. 1878 p.226; non 

Wight et Arn. 

C. diversifolia Memsl. in Forb. et Hemsl. Ind. Flor. Sin. I. p. 123; 
Henry in Transact. Asiat. Soc. Japan. XXIV. Suppl. p. 27; Ito et Matsum. 
Tent. Fl. Lutch. in Journ. Sc. Coll. Imp. Univ. Tokyo. XII. 1899, p. 374. — 

C. buxifolia 3. subdidymocarpa O. Kuntze Rev. I. p. 115. 

Gymnosporia Wallichiana Maxim. 1. ec. p. 203, Matsumura in Tokyo 
Bot. Mag. XV. n. 170. p. 55; neque Lawson. 

Catha diversifolia A. Gray ex Maxim. |. ce. p. 204. 

Fokien, ad Amoy: Hance n. 1413; Hainan: Buttock et Hance, 
Henry n. 8685 (!}; Formosa variis in locis: Henry n. 239, 308, 347, 1081, 
Miyake, WarBurG n. 10 490/(!). 

Distrib. Geogr.: Annam, Cochinchina (Gaupicuaup!), Liu kiu. 

ll. Folia 5 cmis longiora. 


3. G. variabilis (Hemsl.) Loes. in Diels in Engl. Bot. Jahrb. XXIX. 


Celastrus variabilis Hemsl. 1. ec. p. 124. 
Hupeh apud Ichang: Maries, Henry n. 130(!); Yünnan apud Szemao 
in 1335 m altit.: Henry n. 11925 A. 


G. spec.? Hemsl. 1. c. p. 124. | 
Hupeh ad Ichang: Maries. 
Non vidi. 


Endlich wird noch von China angegeben: | 
G. acuminata Hook. f. Fl. Brit. Ind. I. p. 649 und zwar von diesem - 
selbst (l. e.) mit den Worten: >Distrib. Yunan«. Da mir ein chinesisches 
Exemplar dieser Art bisher nicht zu Gesicht gekommen ist, und sie auch 
von Forses und Hemscey nicht erwähnt wird, erscheint eine Verwechslung, 
etwa mit @, variabilis, nicht ausgeschlossen. Der Hooken’sche Name würde M 
übrigens geändert werden müssen, wegen der älteren @. acuminata (li) « 
Szysz. vom Kap. 


IV. Tripterygium Hook. f. 


Die Gattung ist auf das chinesisch-japanische Gebiet beschränkt. Die 
beiden einzigen Arten, welche auch noch von Maxımowsez aufrecht erhalten 
wurden, sind von Hemstey im Index Florae Sinensis für zweifellos identisch 
erklärt worden unter dem Namen 


T.4Wilfordii Hook. f. in Benth, et Hook. Gen, Pl. I. p. 368; Regel 


Gartenfl, 1869 p. 105 + tab. 612; Maxim. in Mél, Biol, XL p. 206; Hemsl. 
Le, p. 125; Henry in Transact, Asial, Soc, Japan XXIV. Suppl. p. 27. 


Übersicht über die bis jetzt bekannten chinesischen Celastraceen. 473 


u T. Bulloekii Hance in Journ. of Bot. 1880. p. 259; Maxim. L e. 
» 207. 

Corea in montibus Soul: Cartes; Hunan in collibus secus fluvium 
Siang: Buttock; Yünnan in fruticetis montis Tsang-shan: Deravav n. 3635 (N); 
Formosa ad fluv. Sanar et ad Tamsui: OLpmam, WILFORD. 

Distrib. Geogr.: Japonia. 

Die Pflanze aus Yünnan weicht von der japanischen etwas in der 
Blattform, Consistenz und Nervatur ab, so dass eine nochmalige genauere 
Prüfung der verschiedenen Originale, die mir leider nicht zu Gebote stehen, 
und des seither gesammelten Materiales erwünscht erscheint. 


V. Elaeodendrum Jacq. 


Es ist höchst zweifelhaft, ob diese Gattung wirklich der chinesischen 
Flora angehört. Es kommen nur drei Arten in Betracht, nämlich: 

1. E.? Fortunei Turcz. in Bull. Soc. Imp. Nat. Mosc. 1863. I. p. 603; 
Maxim. in Mel. Biol. XI. p. 205; Forb. et Hemsl. Ind. Fl. Sin. I. p. 124. 
China loco natali accuratius non indicato: Fortune n. 46. — Non vidi. 
: 2. E. glaucum Pers. Syn. Pl. I. p. 241; Hook. et Arn. Bot. Beech. 


= Voy. p.176; Forb. et Hemsl. I. c. p. 125. 
; Kwangtung: apud Macao ex Hook. et Arn. 


Über die Zugehörigkeit der Turczanınow’schen Art zu Elaeodendrum 
ist der Autor selber im Zweifel, zumal die Friichte unbekannt sind. Es 
wäre daher ebenso gut möglich, dass es sich um eine Evonymus-Art handelt, 
— wie schon Maxımowicz vermutet. Und was E. glaucum Pers. betrifft, das 
. nach der Capitelüberschrift (p. 166) von Macao stammen soll wie die 
- übrigen chinesischen Pflanzen von Capt. BEECHEy, so wäre eine Standorts- 
_ verwechslung nicht unmöglich. Es wäre mindestens sehr auffallend, dass 
seither die Pflanze noch niemals wieder aus diesem verhältnismäßig doch 

vielbesuchten Teile des Landes mitgebracht worden sein sollte. 
3. E. japonicum Franch. et Sav. Enum. Pi. Jap. IL p.315; Maxim. in Mel. 
F Biol. XI. p. 205; Ito et Matsum. in Journ. Sc. Coll. Imp. Univ. Tokyo. XII. p. 374. 
Auch die Zugehörigkeit dieser Art, die übrigens bisher nur aus Japan und von 
den Liukiu-Inseln bekannt geworden ist, erscheint mir noch nicht über jeden Zweifel 
erhaben. Die beiden japanischen Autoren geben zwar an, ein Fruchtexemplar gesehen 
zu haben; aber nach der kurzen Beschreibung der Frucht halte ich die Möglichkeit, 
_ dass eine andere Gattung vorliegen könnte, nicht für ausgeschlossen. Die Angabe »lon- 
 gitudinally striate« ist mindestens verdächtig. 


z 
| : VI. Perrottetia H.B.K. 
L- 

i 


Die eigentiimliche geographische Verbreitung dieser Gattung (1. Mexiko 
—und Columbien, 2. Sandwichs-Inseln, 3. Australien, ne Inseln, China) 
wurde bereits früher in diesen Jahrbüchern (Vol. 24, S. 200) besprochen. 


474 Th. Loesener, Übersicht über die bis jetzt bekannten chinesischen Celastraceen. 


Auch in China ist sie nur in einer und zwar endemischen Art vertreten 
und bisher nur aus dem centralen Gebiete bekannt geworden. Alles deutet 
auf ein verhältnismäßig hohes Alter dieser tropischen Gattung hin. 

P. racemosa (Oliv.) Loes. in Engl. Bot. Jahrb. XXIV. p. 200 et in 
Diels 1. c. XXIX. p. 447. ae © | 

Ilex racemosa Oliv. in Hook. Icon. plant. tab. 1863. 

Hupeh apud Ichang: Henry n. 1863, 3309 (!), 3527 (1), 4447 (!), 7489 (N): 
Szechuan, distr. Nan chuan ad Lung mo ai in silvaticis: Bock et YON 
RostHorn n. 862 (!). | | | | 


Genus excludendum. 


Plagiospermum Oliv, in Hook. Icon. tab. 1526, cum specie unica 
P. sinensi Oliv. 1. c. est Rosacea forsan Cotoneaster spec. 


B siblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. 


Nr. 67. 


Band XXX. Ausgegeben am 12. März 1901. Heft 1. 


Bromeliaceae et Lauraceae novae vel adhue non satis 
cognitae, 


Auctore 


‘arl Mez. 


I. Bromeliaceae. 


Bromelia Glaziovii Mez n. sp.; foliis super vaginam haud angustatis: 
inflorescentia contracte paniculata percompacte subcorymbosa, caule brevi 
per anthesin super foliorum rosulam elata; bracteolis florigeris quam ovaria 
multo longioribus sepala aequantibus vel paullo superantibus, late elliptico- 
inearibus, apice rotundatis, carinatis; petalis glabris; ovario tomento denso, 


pallido vel albo, lanuginoso obtecto. 

Rosulae folia basi in vaginam brevem, triangularem, infime praesertim dorso lepi- 
dibus magnis palaeaceis brunneis obtectam, margine imprimis ad apicem laciniose serra- 
5 vel serrato-spinosam dilatata, perrigida, a basi ad apicem validissime pungentem 
persensim angustata margine spinis retro (nec! sursum) uncinatis, usque ad 3 mm lon- 
gis, brunnis horrida, recurvata et sicca longitudinaliter complicata, ad 300 mm longa, 
medio vix ultra 42 mm lata, adulta utrinque glabrata vel subtus membrana tenui 
pallida e lepidibus formata obtecta; folia suprema ad inflorescentiae basin posita e 
vagina maxima, purpureo-rosea (ex cl. Grazıou!), inflata, dorso dense albo-lepidota fere 
tomentella, margine praesertim ad apicem serratim spinosa in laminas parvas sed nor- 
Males, recurvatas vel ex suberecto apice deflexas producta. Inflorescentia e ramulis 
perabbreviatis, vix ultra 3-floris composita, ad 40 mm longa et 50 mm diam. metiens, 
Brassicae capiti haud dissimilis; axibus dense albido-tomentellis; bracteis primariis e 
foliorum descriptorum vaginis dilatatis formatis, dorso albo-tomentellis; bracteolis flori- 
geris sepalis similibus sed majoribus (+ 30 mm longis), pallidis, dorso tomentellis, 
mi gine serrulatis. Flores ut videtur bracteolas haud superantes ad 30 mm longi, 
revissime pedicellati; sepalis pallidis, dorso adpresse albo-tomentellis, nullo modo re- 
Re xis, ad 20 mm longis. Petala coeruleo-rosea (ex cl. Grazıou!), vix aperta, sepala 
ninute tantum superantia, lingulato-linearia, apice rotundata, carnosa, 5—6 mm à basi 
oalita. Stamina petalis bene breviora ; antheris 8 mm longis, non nisi corrosis cognitis, 
varium anguste cylindricum basin versus paullo attenuatum subclavatum, perobtuse 
riangulare, albo-tomentosum. Fructus ignotus. 

Brasiliae civit. Goyaz, Campos do Rio Gama: GLaziou n. 22189. 


Floret Octobri, Novembri. (V. s. in herb. Berol., Mez.) 
Obs. Cum sequentibus Br. Serrae Griseb. affinis, quam nunc speciebus his novis 
ognitis e Karatas subgenere ad Eubromeliam vemovendam censeo. Spinis omnibus 


- Botanische Jahrbücher. Beiblatt Nr. 67. a 


) Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 67. 


retro hamatis haec species et peraffinis sequens br. reversacanthae quoque valde ap- — 
proximatur, quae tamen caule multo altiore, inflorescentia laxiore, ramis inflorescentiae 
perabbreviatis flores multo plures procreantibus, florum dimensione minore satis longe 
differt. 


Bromelia Goyazensis Mez n. sp.; foliis super vaginam haud angusta- 
lis; inflorescentia contracte panniculata percompacte subeorymbosa, super 


1 


foliorum rosulam haud vel vix elata; bracteolis florigeris quam ovaria 
multo longioribus sepala fere aequantibus, late ellipticis, apice rotundatis, 
concavis nee carinatis; petalis glabris; ovario tomento denso adpressoque 


brunneo-allutaceo obtecto. 

Rosulae folia ignota. Scapus brevissimus nec e foliorum centro emergens, folio- 
rum vaginis pallide roseis (ex cl. GLazrou!), late ellipticis, inflato-concavis, intus fere 
alabris dorso praesertim ad basin marginesque palaeaceo-tomentosis, prope apicem 
dentibus magnis patentibus spinulosis praeditis, in laminas magnas, usque ad apicem 
valide pungentem persensim angustatas, perrigidas, supra glabras subtus sub lente dense 
lepidotas, spinulis fere atris irregulariter et saepius intermixte et apicem versus et retro 
hamatis, usque ad 3 mm longis armatas, summis ut videtur Br. Serrae ritu reflexas 
productis. Inflorescentia e ramulis perabbreviatis, paucifloris composita, capitato-sub- « 
corymbosa, ad 60 mm longa; axibus tomento denso palaeaceo, pallido obtectis; brac- 
teolis florigeris pallidis, dorso minute tantum tomentellis, margine praesertim apicem 
versus minutissime serrulatis. Flores e bracteis emergentes, ad 45 mm longi, brevissime | 
obseureque pedicellati; sepalis pallidis, apicem rotundatum irregulagitergne crispatum 
versus saltem glabratis, late ellipticis, paullo carinatis, Æ 30 mm longis. Petala 
coerulescentia (ex cl. Graziou!, vix aperta, sepalis Æ 6 mm longiora, lingulato- 
linearia, apice rotundata, carnosa, medium usque coalita. Stamina petalis bene bre- 
viora, antheris linearibus, 7—8 mm longis, ut videtur apice obtusis, pro maxima parte 
cum stigmatibus ab insectis corrosis. Ovarium optime triangulare, sublineare, apice haud 
vel vix constrictum. Fructus ignotus. 

Brasiliae civit. Goyaz, ad Morro do Frota prope Meia Ponte, terres- 
tris: GLaziou n. 22190. — Floret Augusto, Septembri. (V. s. in herbi 
Berol., Mez.) 


Bromelia exigua Mez n. sp.; foliis super vaginam haud angustatis; 
inflorescentia percontracta capitiformi-globosa in foliorum centro nidulante 
sessilique ; bracteolis florigeris sepala aequantibus, ex unguibus perlongis 
angustisque linearibus subito in laminas ellipticas dilatatis, apice rotundatis, 
eoneavis nee carinatis; pelalis non nisi imperfectis cognitis glabris; ovario 
dense albo-tomentoso. 

Rosulae folia basi in vaginas maximas, suborbiculares, crasse amylo repletas, dense 
unbreatas bulbum epigaeum perconspicuum formantes, prope apicem praesertim dorso 
juarmıs magnis palaeaceis brunnis oblectas ceterum glabras nitidasque subito dilatata, 
peranguste Jinearia, quan maxime recurva et longitudinaliter complicata, perrigida, apice 
pungenlia, margine spinis infimis patentibus vel retro hamatis superioribus omnibus sur- 
um uncinalis, maxinmis usque ad 4 mm longis horrida, == 200 mm longa, medio ad 
8 mm lata, adulta utrinque glabra, Scapus deest, Inflorescentia perabbreviata, sub- 
wiobosa, paueillora; bracteis primariis margine quam maxime patenti-serratis, apicem 
versus pracsertim dorso albo-tomentellis ceterum glabris, e basi lincari sursum sensim 
(latite, infimis in laminas parvas desinentibus superioribus apice pungentibus; bracteo- 
ha florgeris rosco-virentibus ‘ex el, Gnaziou!), dorso minute tantum tomentellis, margine 


Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 67. 3 


ad laminam dilatatam optime serrulalis. Flores albi (ex el. GLaziou!) mihi non nisi 
imperfecti cogniti, ut videtur e bracteis vix emergentes, obscure pedicellati; sepalis pal- 
lidis, dorso dense albido-tomentellis, ad 12 mm longis, valde carinatis, explanatis ellip- 
licis, apice rotundatis et cucullatis. Petala cum genitalibus inclusis non vidi. Ovarium 
stipitiforme sensimque in pedicellum obscurum transiens, vix angulatum, apice haud 
constrictum. Fructus ignotus. 

Brasiliae proy. Goyaz, ad Capelinha da Sto. Antonio, campicola et 
terrestris: Grazıou n. 22492. — Floret Octobri. (V. s. in herb. Berol., 
Merz.) 


Bromelia villosa Mez n. sp.; foliis super vaginam haud angustatis; 
- inflorescentia percontracta capitato-corymbosa in foliorum centro nidulante 
‘sessilique; bracteolis florigeris sepala aequantibus, spathulato-linearibus, apice 
rotundalis, concavis nec carinatis, densissime cum floribus albo-villosis; pe- 
talis ut videtur quam sepala paullo tantum longioribus, vix non glabris: 
_ovario densissime villoso. 


Rosulae folia basi in vaginas maximas clongatasque subellipticas, arcte imbricatas 
bulbum epigaeum formantes, densissime inferne squamis maximis palaeaceis brunneis 
— superne et dorso et intus villo crasso detergibili candido obtectas dilatata, persensim e 
basi in apicem validissime pungentem angustata, quam maxime recurvata, longitudina- 
liter complicata, perrigida, margine spinis flavis infimis patentibus sequentibus retro-, 
summis saltem optime sursum uncinatis horrida, = 450 mm longa, medio ad 20 mm 
lata, adulta quoque dense lepidibus parvis albidis obtecta cinerea. Scapus deest. In- 
florescentia subpauciflora, perabbreviata; bracteis primariis i. e. cyathidii involucris a foliis 
rosulae haud diversis; bracteolis florigeris sicut flores villo e squamis palaeaceis contexto 
percrasso obteetis candidis, integerrimis vel non nisi apice paullo serrulatis. Flores albi 
(ex cl. Grazıou!), e bracteis emergentes, non nisi permanci et ab insectis corrosi cogniti, 
-pedicellis e gracilioribus persensim in ovaria transeuntibus stipitati; sepalis pallidis, apice 
sicut petala et genitalia interiora confractis tantum mihi ante oculos nec hoc in statu 
- accuratius describendis. Fructus ignotus. 

à Brasiliae civit. Goyaz, inter Sitio do Baracäo et Areias, campicola 
Sterrestrisque: GzLaziou n. 22491. — Floret Septembri. (V. s. in herb. 

Berol., Mez.) 


Canistram ingratum Mez n. sp.; inflorescentia specie simplice basi 
tantum ramulos paucos brevissimos, glabros, apice flores subumbellatos 
gerentes procreante, glabra; bracteis primariis (eyathidii involueri) maxi- 
mis, elongate triangularibus, suberectis nec recurvis, spinis maximis horridis; 
bracteolis florigeris angustissime linearibus, longe acutis; floribus (petalis 
-neglectis) 65—70 mm longis; sepalis glabris, liberis; petalis ignotis. 

Folia vagina ignota optime linearia, apice acuta et in mucronem horridum pro- 
ducta, margine spinis maximis, badiis, sursum spectantibus armata, metralia vel ultra, 
Vix ultra 40 mm lata, laete viridia, perrigida. Inflorescentia in scapi brevissimi percras- 
Sique, glabri apice vix non foliorum rosulae centro profunde immersa sessili-nidulans, 
foliolorum splendide rubrorum (ex cl. Magelhaes), fere 0,2 m longorum, glabratorum, 
persensim in apicem horride pungentem angustatorum, spinis usque ad 5 mm longis, 
patentibus, atris armatorum coma maxima cincta, (coma computata) — 0,3 m diam. 
Metiens, 00-flora, glabra; bracteolis florigeris sepala aequantibus. Sepala ex sicco brun- 
nea, rigidiuscula, glaberrima, = 38 mm longa, carinala, e basi sensim in apicem per- 


a * 


4 Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 67. 


acutum subpungentemque angustata conspicue asymmetrica. Petala lutea, cet. ignota. 
Ovarium glaberrimum, compressum, biangulatum, tubo epigyno nullo, = 23 mm lon- 
gum. Fructus ignotus. 


Brasiliae civit. Minas Geraés in Serra da Conceicao (da Mantiqueira): 
de Magelhäes in herb. Comm. Geogr. et Geol. de Minas n. 1585. — Floret 
Julio. (Herb. Berol.) 


Canistrum Schwackeanum Mez n. sp.; inflorescentia specie simplici 
basi tantum ramulos perpaucos brevissimos, glabros, apice flores nonnullos 
subumbellatos gerentes procreante, glabra; bracteis primariis (cyathidii in- 
volucri) perconspicuis, erectis nec recurvis, inflorescentiam obtegentibus 
celantibusque, ex ovato triangularibus, spinis validiusculis armatis; bracteo- 
lis florigeris angustissime linearibus, longe acutis; floribus (petalis neglectis) 
40 mm longis; sepalis glabris, liberis; petalis basin usque liberis sed alte 
cohaerentibus. 

Folia basi in vaginam magnam, elongate ellipticam, lepidibus parvis adpressisque 
badiis punctulatam dilatata, super vaginam = angustata ensiformia, apice mucrone 
lato valide pungente imposito subrotundata, margine spinis patentibus, vix ultra 
2 mm longis, badiis armata, semimetralia, 40 mm infra apicem + 50 mm lata, lacte 
viride coriacea. Inflorescentia alba, cyathidio adeo obtecta ut non nisi dissecta appare- 
tur, formicis innumeris repleta (ex cl. Scuwacke!), in scapi elegantissimi tenuisque, fere 
0,5 m longi, omnino aphylli, glabri apice elata, foliorum viridium apice atro-violaceorum 
‘ex el. ScHwacke), usque ad 0,4 m longorum, apice in spinam validam desinentium 
acutorumque, margine spinulis patentibus, usque ad 4 mm longis praeditorum coma in- 
time cincta, = 70 mm diam. metiens, subpauciflora, glabra; bracteolis florigeris quam 
sepala + 7 mm brevioribus. Sepala pallide virentia vel alba, coriacea, glaberrima, 
+ 22 mm longa, prope basin minute tantum carinata, e basi in apicem filiformi-per- 
acutum sensim angustata, paullo asymmetrica. Petala alba, e sepalis paullo tantum 
emergentia, infima basi ligulis binis parvis dorso cum petalis connatis, margine liberis, 
apice dentibus 4—2 magnis acutis praeditis aucta, cet. mihi ignota. Stamina omnino li- 
bera. Ovarium glabrum, triangulare, tubo epigyno nullo, = 20 mm longum. Fructus 
ignotus. 


Brasiliae civit. Minas Geraés, prope Ouro-Preto locis umbrosis ad 
rivulos: Senwacke n. 10558. — Floret Julio. (Herb. Mez.) 


Portea Silveirae Mez n. sp.; foliis margine spinis magnis praedilis; 
inflorescentia dense panniculata ramis inferioribus tantum bracteis amplis 
suffultis flores haud corymbosos gerentibus; rhachi ramulisque densissime 
lanuginosis; bracteolis florigeris minutis. 

Folia basi in vaginas perconspicuas, ellipticas, utrinque lepidibus badiis, adpressis 
densissime punctulatas dilatata, margine spinis rectis inferioribus patentibus superiori- 
bus sursum spectantibus, badiis dense horrida, sensim in apicem acutum et spina vali- 
dissuna brunnen armatum angustata, imperfecta solum cognita certe metralia vel ultra, 
+ 60 mm lata, Scapus percrassus, ceterum ignotus, Inflorescentia 00 - flora, tripin- 
natin amplissine panniculata, densiuscula, subeylindrica sed apicem versus sensim acuta, 
in specumme nostro 0,5 m longa, 0,4 m diametro metiens, ut videtur in vivo Lola 
praeter florum sepala petalaque indumento sordido, e lepidibus maximis furfuraceis 
formato densissime obtecta; bracteis primariis infimis late lanceolatis, in spinam pun- 
gentem desinentibus, integerrimis, ramulos axillares longe quidem superantibus sed 


Beiblatt zu den Botanischen Jahrbiichern. Nr. 67. 5 


Fc 


ullo modo obtegentibus; bracteis primariis superioribus valde diminutis anguste lineari- 
bus, his quoque ramulos axillares aequantibus; bracteolis florigeris minutis, filiformi- 
linearibus, quam florum pedicelli permulto brevioribus. Flores 40—45 mm longi, - 
pedicellis gracilibus, = 10 mm longis stipitati; sepalis ad 9 mm connatis, a basi usque 
ad spinulam apicalem conspicuam recurvo-patentem 13 mm longis sed latere dextro in 
alam maximam, spinula terminali iterum 7 mm altiorem dilatatis. Petala rubra (ex 
collect.!) sepalis + 20 mm longiora ceterum ob conservationem accuratius non descri- 
benda. Ovarium clavatum, 10 mm longum. 

| Brasiliae civit. Minas Geraës, in Serra da Conceicäo (da Mantiqueira) 
arboribus epiphyta: Sitverra in herb. Comm. Geogr. et Geol. de Minas 


n. 8. — Floret Julio. (Herb. Berol.) 


Obs. A peraffini simillimaque P. Petropolitana inflorescentia compactiore indu- 
mentoque primo intuitu differt. 


Dyckia horridula Mez n. sp.; foliis margine conspicue aciculoso-spi- 
nosis; vaginis scapalibus quam internodia multo brevioribus, integerrimis 
vel serrulatis; inflorescentia perlaxe subracemosa; bracteis e late ovato 
Jonge acutis, flores subaequantibus; floribus breviter nunc brevissime stipitatis ; 
-sepalis apice late acutiusculis; petalorum laminis stamina perlonge superan- 
‘tibus; filamentis ultra tubum petaleo-stamineum usque ad apicem tubulose 
connatis; stylis 3 brevissimis, capitulatim conglutinatis. 

Florifera infra 0,4 m alta; rhizomate erecto brevi, percrasso, amylo repleto, folio- 
rum delapsorum cicatricibus rudimentisque dense transverse striatim induto. Folia ad 
0,15 m longa, subtus juniora sub lente lepidoto-puberula adultiora fere omnino glabrata. 
supra glabra, spmulis usque ad 2 mm longis, tenuissimis optime aciculiformibus, rectis, 
patentibus vel suberectis, brunnescentibus dense horridula. Scapus glaber, simplicissi- 
mus, vaginis ex anguste ovato sensim longe pungenterque acutis praeditus. Inflores- 
‘centia perpauci- (3—5-)flora, folia triplo vel ultra superans, glabra; bracteis subpaten- 
tibus, integerrimis. Flores suberecti, pedicellis primum brevissimis tune paullo auctis 
usque ad 2,5 mm longis stipitati, vix ultra 7 mm longi, lutei (ex cl. Grazıou!); sepalis 
ovato-triangularibus, apice acutiusculis, = 6 mm longis. Petala sepalis paullo tantum 
(4 mm) longiora, nullo modo ungulata ita ut lamina distincta vix appareat, satis con- 
cava, elliptica, acutiuscula. Stamina petalis permulto (duplo v. paullo ultra) breviora; 
antheris brevissimis (1,75 mm) linearibus, apice subrotundatis, vix recurvis. Ovulorum 
ala lateralis maxima, vexilliformi-falcata. 

Brasiliae civit. Goyaz, ad Rio Descoberto, prope Capelinha, terrestris 
eampicola: Giaziou n. 22494. — Floret Octobri. (Herb. Berol., Mez.) 

Obs. Species persingularis, ex habitu characteribusque generalibus certissime 
Dyckia, sed petalis exungulatis a generis formis reliquis mox distinguenda. 

Dyckia eminens Mez n. sp.; foliis margine conspicue spinosis; vaginis 
scapalibus internodia superantibus vel summis aequantibus, super basin am- 
plexicauli-dilatatis, margine valde serrulatis; inflorescentia simplicissima laxe 
racemosa; bracteis sepala aequantibus e late ovato inferioribus acuminatis 
superioribus acutis; sepalis apice late rotundatis; petalorum lamina per- 
:onspicua stamina longe superante; filamentis ultra tubum petaleo-stami- 
neum liberis; stylo brevissimo. 

Florifera metralis vel paullo ultra. Folia + 0,3 m longa, medio 20 mm lata, e 
i in apicem horride pungentem sensim angustata, dorso tenuissime peradpresseque 


6 Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 67. 


lepidota, spinulis distantibus Æ 4 mim longis, uncinatis, corneis armala, Scapus vali- 
dus, in vivo lepidoto-furfuraceus siccus Æ glabratus, vaginis super basin paullo angus-. 
tiorem dilatatis hoc parte scapum involventibus tum in acumen longum apice pungens 
productis praeditus. Inflorescentia submultiflora, dense furfuracea; bracteis reflexis, dorso 
+ furfuraceis, inferioribus ad 20 mm longis. Flores pedicellis perconspicuis sed infra 
5 mm longis stipitati = 44 mm longi, patentes vel patenti-reflexi; sepalis late ellipti- 
cis, = 9 mm longis. Petalorum laminae suberectae, trapeziformes, carinatim com- 
plicatae, paullo undulatae. Antherae 3 mm longae, valde spiraliter revolutae. Ovulo- 
rum alae satis asymmetricae. 

Brasiliae civit. Goyaz, loco non indicato: Grazıou n. 22 192% 
(Herb. Mez.) 

Lindmania Rusbyi Mez n. sp.; foliis basi spinulis paucis parvisque 
praeditis, apice perlonge filiformi-acutis nec pungentibus; vaginis scapalibus 
internodia perlonge superantibus, integerrimis; inflorescentia submultiflora, 
bi- vel tripinnatim panniculata, axibus glabris; floribus conspicue secunde 
versis; staminibus quam petala brevioribus. 

Florifera semimetralis. Folia = 0,2 mm longa, ad 25 mm lata, linearia, apicem. 
versus perlonge acuta et im acumen tenue longe filiforme desinentia, explanata vel de- 
curvata, ut videtur dimorpha altera angustiora manifestius altera latiora obscure spinu- 
losa, supra glabrata pallide viridia, subtus densissime lepidota alba, membranaceo- 
chartacea. Scapus gracilis, erectus, glaber, vaginis stricte erectis, omnibus in acumen 
perlongum optime filiforme desinentibus dense indutus. Inflorescentia laxa, = 0,3 m 
longa; ramis curvatim ascendentibus virgato-elongatis, tenuissimis, laxiuscule 8—15- 
floris; bracteolis florigeris late ovatis, acutis, minutissimis (supremis vix 4 mm longis), 
membranaceis. Flores bene nutantes, 3 mm longi; sepalis ovato-ellipticis, rotundatis,. 
4.5 mm longis. Petala sepalis duplo longiora, ut videtur virentia. 

Boliviae prov. Jungas: Russy n. 2571. (V. s. a cl. Rusby com- 
munic. } 

Obs. A peraffini L. Weddelliana, cui habitu bene congruit, imprimis foliis apice 
liliformibus nee pungentibus, floribus minoribus differt, 

Hechtia myriantha Mez n. sp.; inflorescentia amplissima, densiuscule 
tripinnatim panniculata, ramulis elongatis cylindrice flores gerentibus; brac- 
teolis sepala aequantibus vel iis paullo tantum brevioribus; pedicellis brevi- 
bus, vix ultra 1,5 mm longis; sepalis (explanatis) apice rotundatis, ferru- 
cineo-lepidolis mox glabrescentibus; petalis infime tantum  minutissime. 
connalis, apice optime rotundatis; ovario (in flore Q sterili) glabro. 

Folia semimetralia vel ultra, sinuatim spinis maximis, corneis, sursum uncinalis 
horrida, adulla supra glabra subtus lineatim albida et prope basin in marginis sinubus 
barbis magnis albis e lepidibus villosis formatis praedita, Scapus ignolus, Inflorescen- 
lia e fragmentis miht cognilis certe metralis vel ultra, brunnescenti-furfuracea; bracteo- 
lis florigeris Æ 5 mm longis, ex ovato oplime acutis. Flores 5 tantum cogniti ad 
6 mm longi, sepalis 3,5 mm longis, squamiformi-ovatis, Petala subelliptica, valde cons 
cava, albida, Stylus ex ovariis in floribus 5 rudimentariis absque dubio adest, 


Mexico, ad Barranca de S, Maria Tlatetla prope Mirador: Liesmann, 
Herb. Haun.) 
Hechtia Liebmannii Mez n. sp.; inflorescentia amplissima, laxe tripinna- 


lim panniculata, ramulis clongatis, remote flores gerentibus; bracteolis mis 


Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr, 67. 7 


_nutis quam sepala permullo brevioribus; pedicellis conspicuis + 3 mm 
longis; sepalis apice acutiusculis; petalis omnino liberis, triangularibus, late 
. acutis; ovario glabro. 

q Folia cum scapo ignotä. Inflorescentia absque dubio maxima (plurimetralis), gla- 
bra; axi 20 mm diam. metiente, in bractearum primariarum axillis ramulos semper 
_ complures (sueto 3) collaterales, crassos, == complanatos, dissite flores gerentes, vix 
ultra 80 mm longos procreante, bracteolis florigeris pedicellos aequantibus, pellucido- 
-membranaceis, anguste triangularibus. Flores Q tantum cogniti = 7 mm longi; sepalis 
2,5 mm metientibus, quam petala stricte erecta subduplo brevioribus. Androecei exstant 
_ rudimenta filiformia. Ovarium maximum (petala longe superans), pyramidatum, stigma- 
—tibus 3 sessilibus. 

Mexico, in rupibus prope Chinantla, dept. Puebla: Liesmann. — 
 Floret Julio. (Herb. Haun.) 


Vriesea modesta Mez n. sp.; foliis apice acutis et manifeste sub- 
pungenti-mucronatis, haud pictis, ensiformibus; scapo stricte erecto vaginis 
 internodia superantibus; inflorescentia simplicissima laxiuscule pinnatimque 
- disticha pauciflora, folia aequante; bracteis optime carinatis, valde incurvis, 
luteis apicem versus rubentibus, haud punctulatis, inferioribus saltem quam 
sepala manifeste brevioribus; floribus stricte erectis; sepalis latis, explana- 
lis apice rotundatis; ovulis cornutis. 

Florifera ad 0,3 m vel paulo ultra alta. Folia e vagina ut videtur pallide vio- 
lascente absque dubio laete viridia, Æ 0,3 m longa, 25 mm lata, super vaginam longe 
… mänifesteque angustata, glabriuscula. Scapus vaginis late elliptieis, ut videtur satis infla- 
lis dense involutus. Inflorescentia = 420 mm longa, 30 mm lata, circuitu breviter 
linearis vel lanceolata rhachi valde geniculata a bracteis haud obtecta insignis; bracteis 
_explanatis late ellipticis, acutis, a latere visis praesertim summis valde uncinatim incur- 

vis, == 40 mm longis, 42 mm latis. Flores pedicellis brevibus quidem sed conspicuis 
crassis stipitati; sepalis = 34 mm longis. Petala cum genitalibus fructuque ignota. 
Brasiliae civit. Minas Geraés, in Serra da Mantiqueira arboribus epi- 
. phyta: de Magelhaes n. 1020. — Floret Aprili. (Ilerb. Berol.) 

Obs. Species optima, Fr. psittacinae ob inflorescentiam laxam comparanda, ta- 
- men speciebus inflorescentia flabellata praeditis, praesertim Vr. 2ncurvae proxime 
accedit. 

Vriesea Mülleri Mez n. sp.; foliis apice subrotundatis, haud macu- 
latis, linearibus; vaginis scapalibus internodia longe superantibus; inflo- 
rescentia optime panniculata; bracteis ovato-ovalibus, optime distichis nec 
secunde versis, remotis nec per anthesin sibi incumbentibus, rubris, sepala 
subaequantibus, apicem rectum versus paullo carinalis; floribus suberectis ; 
_sepalis explanatis anguste elliptieis, acutis; petalis lingulatis, biligulatis; 
ovulis caudatis. 
| Florifera ad 0,7 m alta. Folia + 0,3 m longa, 30 mm lata, viridia basin versus 
vinoso-rubentia, glabra. Scapus validus, erectus, vaginis elliptico-triangularibus dense 
- indutus. Inflorescentia submultiflora, ramulis erectis vel suberectis, brevibus (Æ 0,13 m), 
“optime pinnatis; bracteolis brevissime lateque acutis, ad 35 mm longis. Flores + 45 mm 
longi, breviter sed manifeste crasseque pedicellati, sepalis ad 30 mm longis, haud cari- 
natis. Petala cum genitalibus imperfecte cognita) ut videtur stamina superantia ? 


8 Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern, Nr. 67. 


Brasiliae civit. Sta. Catharina, prope Blumenau: F. Müzcer. (Herb. 
Mez. ) 

Obs. Habitus hybridae V. Philippo-Coburgi cum specie quadam dubia, fortasse 
Vr. glutinosa? 

Tillandsia Seleriana Mez n. sp.; foliis basi bulbum percrassum ef- 
formantibus, utrinque densissime lepidibus magnis, palaeaceis obtectis recurvis, 
nee spiraliter tortis; inflorescentia subdigitatim e spicis 5—7 aequalibus, 
flabellatis, ad 6-floris composita; bracteis florigeris paullo imbricatis axes 
non nisi imperfecte obtegentibus, foliorum ritu densissime lepidibus maximis 
pruinosis, sepala superantibus vel summis aequantibus, coriaceis; floribus 
erectis; sepalis antico cum reliquis brevissime, posticis binis inter sese ad 
5—6 mm connatis; petalis tubulose erectis, quam stamina brevioribus; stylo 


perlongo. 

Epiphyta, acaulis, florifera = 0,25—0,3 m alta. Folia multa densissime rosulata 
basi in vaginas maximas, latissime ellipticas, dense bulbiformi-imbricatas, utrinque sed 
praesertim dorso densissime lepidotas, haud pietas dilatata, stipitiformi-convoluta sicea 
saltem fere terelia, usque ad 0,25 m longa inflorescentiam subaequantia vel paullo 
breviora, apice tenuissima nec filiformia, sieca brunnescenti-incana micantiaque, perri- 
gida. Scapus brevis, erectus, omnino vaginis iis foliorum rosulae similibus et in laminas 
normales desmentibus obtectus celatusque. Inflorescentia spicis ad 40 mm longis, vix ultra 
10 mm latis, lanceolatis bene compressis; bracteis primariis omnino vaginis scapalibus 
isomorphis inferioribus in laminas parvas normales spicas axillares aequantes vel paullo 
superantes productis superioribus quam spicae axillares brevioribus, omnibus membra- 
naceo-coriaceis, densissime et pruinose lepidotis; bracteolis florigeris erectis, Æ 9 mm 
distantibus margine membranaceis, basi paullo impressis, acute connatis, summis leviter 
uncinatim ineurvis, aculis, == 20 mm longis 10 mm latis. Flores brevissime pedicellati 
fere sessiles appellandi, genitalibus ignotis ad 35 mm longi; sepalis coriaceis, dorso glabris 
nilidisque et prominenti-venosis, apice rotundatis. Petala sepalis 45 mm longiora, Ova- 
rium graciliter pyramidatum, in stylum tenuem perlongum transiens. Fructus ignotus, 

Patria ignola, aut Mexico aut Guatemala: Gaec. et Ep. Serer n. 3439. 
(Herb. Berol.) 

Obs, Et habitu et characteribus peraffinis T. pruinosae, cujus formam perluxu- 
riantem aestimarem, nisi inflorescentia percomposila magis ad 7. streptophyllam, T. va- 
riegalam etc. approximetur. 

Tillandsia Rothschuhiana Mez n. sp.; foliis dense utriculatim ro- 
sulalis, ulrinque sed praesertim sublus lepidibus minutis, crebris, adpressis, 
albidis conspersis, apice aculis; scapo ereclo, vaginis internodia permani- 
feste superantibus induto; inflorescentia bipinnalim disticheque panniculata, 
axibus glabris; spicis omnibus subsessilibus, stricte erectis, flabellatis, =E 
10-floris; bracteolis florigeris sepala paullo sed constanter superantibus; 
floribus ereetis; sepalis liberis, asymmetricis. 

Epiphyta (ex el, Rornsenun!), acaulis, florifera fere semimetralis, Folio basi in 
vaginam maximam, interioribus late ellipticam, utrinque densissime lepidibus minulis 
adpressisque brunneis ipsam brunneam margine praesertim prope apicem membrana 
castanea pellucida cinctam dilatata, Æ 0,25 m longa, medio 20 mm lata, lingulata, 
apicem sensim aculum usque stricta, ex siéco superne maculis paucis triste coloratis 
ornata, charlacea, Scapus validus, glaber, folia paullo superans, vaginis stricte erectis 


Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr, 67. 9 


adpressisque, dorso sicut folia lepidotis, apice haud laminigeris involutus. Inflorescentia 
ubmultiflora, densa, folia subduplo superans; rhachi paullo undulata; spicis rectis, stric- 
lissime erectis, e bracteis primariis magnis, ovatis, item stricte erectis, rigidis, mediis 
Superioribusque sallem dorso glabris emergentibus, usque ad 45 mm longis, floriferis 
9 mm latis, circuitu lanceolatis, glabris; bracteolis florigeris densissime imbricatim sibi 
-incumbentibus, rigidiusculis, glabris, laevibus, opacis, valde concavis nec carinatis, apice 
“obtusis, = 7 mm longis. Flores luteo-rubentes (ex cl. Rorascauu!), sessiles; sepalis 
‘rigidiusculis, glabris laevissimisque, = 6 mm longis, apice late rotundatis, latere dextro 
“in alam parvam dilatatis. Petala cum genitalibus mihi ignota. 

Nicaragua, in collibus prope Jimotega, silvae humilis arboribus cae- 
‘sis epiphyta: Roruscuvn n. 54. — »Torito« incolis. — Floret Februario. 
(Herb. Berol.) 

Tillandsia Palmana Mez n. sp.; foliis dense utriculatim rosulatis, 
utrinque lepidibus minutis, adpressis, albidis crebris conspersis, apice ro- 
-tundatis; scapo erecto, vaginis internodia exacte aequantibus vel inferiori- 
bus paullo superantibus praedito; inflorescentia bipinnatim panniculata, axi- 
bus glabris; spicis omnibus subsessilibus, suberectis, flabellatis, usque ad 
14-floris; bracteolis florigeris sepala paullo sed constanter superantibus; flo- 
_ribus erectis; sepalis liberis, asymmetricis. 

| Epiphyta, acaulis, florifera usque ad 0,6 m alta. Folia + 45, basi in vaginam 
| maximam, latissime ovato-ovalem exterioribus fere orbicularem, utrinque densissime 
lepidibus minutis adpressisque umbrinis obtectam ipsam umbrinam, margine prope api- 
cem membrana subatra pellucida cinctam dilatata, = 180 mm longa, medio 25 mm 
lata, lingulata, apice anguste rotundata acumineque imposito reflexo-crispato aucta, ex 
sicco hine inde maculis triste coloratis dissitis ornata, sicca quoque plana nec involuta, 
coriacea. Scapus gracilis, glaber, folia duplo vel ultra superans, vaginis paullo inflatis, 
- dorso lepidibus pallidis peradpressisque cinereis, apice haud vel vix laminigeris involutus, 
‘Inflorescentia multiflora, perlaxa, folia perlonge superans; axibus omnibus rectis; spicis 
haud curvatis, usque ad 60 mm longis, in statu florifero 7 mm latis, circuitu anguste 
 linearibus, glabris; bracteis primariis suberectis, dorso lepidotis, quam spicae axillares 
 permulto brevioribus; bracteolis florigeris imbricatim sibi incumbentibus, coriaceis, dorso 
juvenilibus paullo lepidotis celerrime glabratis, laevibus, valde concavis nec carinatis, 
“explanatis latissime ovatis, apice obtusiusculis, & 8 mm longis, explanatis 5 mm latis. 
Flores sessiles; sepalis coriaceo-rigidis, dorso glabris laevissimisque, 6—7 mm longis, 
ellipticis, apice late rotundatis, latere dextro in alam magnam productis. Petala ignota. 
“Ovarium ellipsoideum, apice subito in stylum crassiusculum, duplo breviorem contrac- 
tum. Capsula matura usque ad 48 mm longa, prismatica, acuta, basin usque de- 
- hiscens; seminibus coma nivea appendiculatis. 

Costarica, prope la Palma, alt. 1500—1700 m, arboribus epiphyta: 
oxpuz in herb. inst. physic.-geogr. Costaric. n. 9710. — Floret fructificat- 
que Julio. (Herb. Bruxell.) 
 Tillandsia Tonduziana Mez n. sp.; foliis densissime rosulatis bulbum 
Magnum efformantibus laminis stipitiformi-involutis, dense adpresseque lepi- 
dotis incanis; scapo erecto, vaginis internodia superantibus induto; inflores- 
centia subpauciflora, bipinnatim panniculata; spicis + 6-floris, glabriusculis, 
pinnatis, optime distichis nec secunde florigeris; bracteolis florigeris nec 
imbricatis nec axes obtegentibus, dorso lepidotis, quam flores multo bre- 


vioribus; floribus suberectis; sepalis liberis, asymmetricis. 


10 Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr, 67. 


Epiphyta, acaulis, florifera ad 0,25 m alla. Folia permulta basi in vaginam maxi- 
mam, latissime elliptico-ovatam, valde concavam, utrinque. densissime lepidibus minutis 
peradpressisque badiis conspersam ipsam badiam dilatata, = 130 mm longa, super va- — 
ginam ad 45 mm lata, persensim in apicem tenuiter stipitiformem angustata, tota lon- 
gitudine marginibus involuta ipsa fistuloso-stipitiformia, coriacea, irregulariter tortuosa, 
omnia apice uncinatim recurvata. Scapus tenuis, cinereo-lepidotus demum glabratus, 
vaginis tubulose convolutis paullo tantum inflatis, in laminas breves nunc spiraliter nunc 
uncinalim recurvas desinentibus, dense adpresseque cinereo-lepidotis omnino obtectus. 
Inflorescentia folia subduplo superans, axibus adpresse cinereo-lepidotis demum glabra- 
lis; rhachi quam maxime geniculata; spicis omnibus distiche e rhachi provenientibus, 
brevissime stipilatis, refractis; bracteis primariis late ovato-lanceolatis, valde concavis, 
inferioribus mediisque ramulos axillares aequantibus vel paullo superantibus; bracteo- 
lis florigeris latissime ovatis, subacutis, patentibus, vix ultra 3 mm longis. Flores 
sessiles; sepalis subobovatis, apice -valde obtusis et latere dextro in alam magnam ro-. 
tundatam productis, coriaceis, 4—5 mm longis. Capsula 45 mm longa, cylindrico-pris- — 
inatica, valvis dorso allutaceis vix rugosis, intus subatris; seminum coma nivea. 

Costarica, prope la Palma, alt. 4500—1700 m, arboribus epiphyta: 
Toxpuz in Herb. inst. phys.-geogr. Costar. n. 9708, — Floret fructificatque 
Julio. (V. s. in herb. Bruxell.) 


Obs. Species habitu 7. Schumannianae e Columbia allatae similis, cui tamen 
dilfert scapo altiore, inflorescentia haud ferrugineo-lepidota etc. — In systemate meo 
inter 7. adpressam et T. Jenmani inserenda. 


Tillandsia Augustae regiae Mez n. sp.; statura minore; foliis rosula- 
lis, glabriuseulis; inflorescentia laxiuscule bipinnalim panniculata; spicis 2 
‘—3)-floris, optime pinnatis, inferioribus patentibus omnibus quam bracteae 
primariae brevioribus vel summis ea aequantibus ; bracteolis florigeris quam 
sepala brevioribus, obtuse carinatis; sepalis subaequaliter liberis. 

Acaulis, florifera ad 0,35 m alta. Folia pulcherrima, in viridi elegantissime rubro- 
picla a 20 dense subutriculatimque rosulata, basi in vaginam magnam, ovato-ovalem 
dilatata, lingulato-linearia, apicem subacutum versus breviter angustata, Æ 0,18 m longa, 
medio ad 28 mm lata, ut videtur vix rigida. Scapus validus, erectus, vaginis mullis 
ommino foliaceis erectis vel superioribus suberectis, internodia oplime superantibus dense 
involutus, glaber, folia subaequans, Inflorescentia quam in affinibus speciebus multo latior 
nullo modo cylindrica dicenda, = 0,45 m longa, (bracteis computatis) ad 80 mm diam, 
meliens; bracteis primariis amplissimis, inferioribus mediisque breviter foliaceis sum- 
mis e latissime ovato triangulo-acutiusculis, satis concavis, propter situm patentem vel 
uperiorum subpatentem nullo modo imbricatis; spicis omnibus manifeste stipitatis, axi 
ultra florem ullimur semper longe producto bracteas nonnullas steriles procreante; brac- 
leolis florigeris glabris, laevibus, satis navicularibus, nec imbricatis nec axes obtegenti- 
bus, 5 42 mm longis, apice rotundatis, Flores plane sessiles, suberecti, non nisi 
fructiferi cogniti; sepalis dorso glabris, laevissimis, ad 45 mm longis, elliptieis, apice 
late truncato-rotundatis minuleque asymmetrice emarginatis, Petala cum genitalibus 
“nota. Capsula perlonga 80 mm), eylindrieo-prismatiea, apice acutiuscula nec rostrata, 


laevis, 
Columbia, in Quindiu montibus, reg. temp. (2000—3000 my): Se- 
renissima princepsfemina Tuenssa Basuvanıan. (V. in spirit, vini conserv.) 


Obs, Species pulcherrima distinctissimaque, ex alfinitate 7. donoehromae, T, hiflo- 


rae numine serenissimae invenlrieis in honorem matris denominata, 


Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr, 67. 11 


| Tillandsia goyazensis Mez n. sp.; statura minore; foliis haud bulbose 
- rosulatis, dense lepidibus einereo-albidis maximis obtectis insigniter pruinose 
micantibus; inflorescentia subdigitatim disticheque bipinnatim panniculata; 
spicis densissime dispositis, flabellatis, 6—7-floris, bracteas primarias per- 
- longe superantibus; bracteolis florigeris dorso valde prominenti-venosis, 
‘glabris vel minute tantum lepidotis; floribus ereelis; sepalis posticis binis 
- ad 3 mm altius quam cum antico inter sese connalis; petalis stamina supe- 


_ rantibus. 
Acaulis, florifera infra 0,3 m alla. Folia = 20 dense fasciculatim rosulata, basi 
in vaginam inconspicuam et a lamina aegre discernendam, infime glabram superne 
praeserlim dorso lepidotam producta, usque ad 220 mm longa, 47 mm lata, fere e basi 
perlonge in apicem filiformi-acutum angustata, rigida, tota longitudinaliter mvoluta vel 
complicata apicem versus subulata. Scapus validiusculus, erectus, foliis paullo brevior, 
dense vaginis apice stipitiformi-acutis, dorso micanter sicut folia lepidotis, stricte erectis 
internodiaque superantibus involutus, Inflorescentia submultiflora, folia paullo sed ul 
videtur constanter superans, Æ 80 mm longa; bracteis primariis lingulatis, dorso sicut 
scapi vaginae lepidotis, optime distichis, stricte erectis; spicis subsessilibus, valde sibi 
_approximatis, pulcherrime rubris, rhachi taliter insertis ut facies duo applanatae coelum 
_ terramque versus spectent (spicarum acies horizontales nec verticales!), basi bracteis 2— 
3 sterilibus acutis, convexiusculis, circuitu lanceolatis, = 50 mm longis, 8 mm latis, 
apice sensim auclis, ex stricte erecto nonnunquam fere insensim decurvis; bracteolis 
florigeris erectis, dense imbricatim sibi ineumbentibus, charlaceis, hyalino-marginalis, 
breviter acutis suelo minute mucronulatis, == 80 mm longis, sepala oplime superantibus. 
Flores fere sessiles, = 20 mm longi; sepalis chartaceis, dorso glabris laevibusque, ex- 
planatis ovalo-lanceolalis, apice breviter acutis minutissimeque mucronulatis, = 47 mm 
longis. Petala sepalis ad 3 mm longiora, ex sicco alba, laminis anguste ellipticis, apice 
rotundatis, per anthesin erectis. Stamina antheris 4—5 mm longis, linearibus, prope 
basin dorsifixis. Ovarium prismatico-pyramidatum, in stylum perlongum gracilemque 
transiens. Fructus ignotus. 

Brasiliae prov. Goyaz: GLaziou n. 22196. (Herb. Mez.) 

Obs. Species ex intima affinitate Argentinensium quaerundam nempe 7. Lorent- 
nvanae, T. vernicosac, T. didistiehae. Habitu imprimis 7. vernicosae, characteribus T. 
- Lorentxtanae accedit, ab utraque tamen momentis haud levibus satis distincta. 
Tillandsia linearis Vell. (Flor. Flumin. IL t. 128; Mez in Flor. Brasil. 
- p. 608 et Monogr. p. 860). — E specimine a cl. Graziou sub n. 22197 
transmisso florifero identitas cum 7. Selloa C. Koch (Ind. sem. hort. Berol. 
1873, Mez Monogr. p. 672) adhuc absque petalis tantum cognita plane 
elucet. Descriptioni speciei adde: Petala (vix non coerulea) laminis expla- 
natis, maximis (10 mm longis et fere aequilatis), suborbieulari - rhomboi- 


deis. — 7. Selloae nomen ex prioritatis legibus delendum. (Herb. Mez.) 


II, Lauraceae. 


Cryptocarya minutiflora Mez n. sp.; ramuli glaberrimi cortice aro- 
matico. Folia sparsa, rigida, glaberrima, subtus glaucescentia, lanceolata, 
basi acuta apice acuminata, supra fere laevia subtus densissime prominulo- 
reticulata. Inflorescentia (non nisi juvenilis descriptioni adest) pauciflora, 


12 Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 67. 


ferrugineo-subsericea. Flores subsericei, vix ultra 4 mm longi. Perianthii — 
tubus brevis; lobi tubo longiores (num in statu juvenili tantum?), ovati, 
acuti, androeceum superantes. Filamenta perianthio adnata. Antherae | 
ovatae, apicem versus angustatae, connectivo vix producto apice truncatae. 
Glandulae sessiles. Stylus ovarium subaequans. 

Arbor vel frutex ramulis teretibus, castaneis, gemmis ferrugineo-subsericeis. Folia 
petiolis usque ad 6 mm longis, profunde canaliculatis praedila, = 60 mm longa, 20 mm 
lala, penninervia, costis e nervo medio sub angulo 50—60° prodeuntibus, margine fere 
plano. Inflorescentia axillaris, paupere paniculata subracemosae speciem praebens, 
erecta, foliis permulto brevior, pedicellis brevissimis. Androeceum filamentis parce pilo- 
sis; glandulis parvis; slaminodiis ser. IV. sagittiformibus, subsessilibus, apice barbatis, 
Ovarium glabrum, lageniforme, stigmate obtuso. Fructus ignotus. 

Brasilia: loco non indicato: Grazıou n. 18437 (herb. Berol.). 


Boldus costaricensis 0. Ktze. (Revis. II. p. 569). Diagnosi in Monogr. 
Laurac. p. 27 datae adde fructus descriptionem : 

Bacca optime ellipsoidea, apice styli rudimentis minutissime mucronulata, =~ 
15 mm longa, 6 mm diam. metiens, cupulae satis incrassatae sensimque in pedicellum 
Iranseunti, margine perianthii lobis persistentibus optime 6-dentatae insidens, fere om- 
nino exserta. 

Costarica: ad Rio Segundo ripas altit. 2000 m: Tonduz in herb. 
inst. phys.-geogr. Costaric. n. 4794. (Herb. Bruxeur.) 

Ajouea Schwackeana Mez n. sp.; ramuli glabri. Folia coriacea, 
glaberrima, elliptico-lanceolata, basi acuta apice breviter sed manifeste acu- 
minata, penninervia, utrinque prominulo-reticulata, margine non incrassato. 
Inflorescentia glabra, laxe paupereque panniculata, foliis brevior. Flores 
zlabri, 2 mm longi. Perianthii tubus conspicuus, lobi subrotundati. Androe- 
ceum seriebus 3 exterioribus fertilibus, quarta tantum staminodiali. An- 
therae locellis magnis, elongalis connectivo paullo tantum producto apice 
aculiusculae. Staminodia ser. IV. longe stipitata. Stylus ovario paullo 
brevior. 

Arbuseula (ex cl. Scuwacke!) ramulis gracillimis, glabris, haud glaucescentibus 
adullis brunneis, teretibus, gemmis ochraceo-subsericeis, cortice esipido. Folia petiolis 
ad 40 mm longis, canaliculatis stipitata, sparsa, == 65 mm longa, 35 mm lata, supra. 
obsoletius subtus prominenti-reticulata, costis binis infimis suberectis et folio subtripli- 
nervis speciem praebentibus, superioribus subpatentibus. Inflorescentia haud glaucescens 
pedicellis ad 8 mm longis gracillimis, bracteolis celerrime deciduis. Flores minime 
glauci, vivi virides (ex cl. Scuwacke!), 2mm longi; perianthii tubo magno, apice bene 
constricto, acuminalim in pedicellum transeunte, Limbi segmenta genitalibus satis lon- 
zıora, aequalia, Filamenta antheras subaequantia, margine pilosa, ser, III. basi glandu- 
lis binis exacte globosis, flavido-viridibus auctis, Antherae ser, L, I. bene introrsum, 
er, II extrorsum dehiscentes; ser, exteriorum ovalae, apicem versus sensim atlenuatac, 
Staminodia ser, IV, magna, stipibus longis valde pilosis elata. Ovarium glaberrimum 
ovordeum; stylo crassiusculo tereti, stigmate obtuso, Fructus ignotus, 

Brasilia: civil. Minas Geraés, in Serra da Jucuba: Scuwacke n. 8742. 
‘Herb. Berol., Mez.) 

Obs, Peraffinis adest planta a cl. Scuwacke n, 8836 (= GLaziou n, 20 441) inter 
Ouro Preto et Cachoeira do Campo collecta apud GLaziou monstrosa tantum edita, quam 


Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 67. 13 


e floribus perjuvenilibus mihi traditis Ajoueae Severini congenerem aestimandam puto. 
Differt tamen a typo Severin n. 439 inflorescentia viridi nec glauca, habitu, An haec 
oque nova species, A. Severini et Schwackeanae intime affinis ? 
_~  Ajouea marginata Mez n. sp.; ramuli novelli pilis longissimis, ochraceo- 
ferrugineis pubescentes. Folia coriaceo-rigida, adulta glabra, latissime ellip- 
_tica, utrinque breviter nunc brevissime acuminata, optime trinervia, utrin- 
“que prominulo-reticulata, margine quam maxime incrassata. Inflorescentia 
glabra, paullo glaucescens, folia bene superans. Flores glabri, 2—2,5 mm 
longi, perianthii tubo lobos quam genitalia vix longiores subaequante. An- 
droeceum seriebus 2 exterioribus fertilibus, 2 interioribus staminodialibus. 
“Antherae filamentis paullo longiores, introrsae, connectivo haud vel vix 
producto apice acutae. Staminodia ser. IV. sessilia. Stylus ovario paullo 
 longior. 
| Arbor vel frutex ramulis celerrime glabratis badiis vel castaneis, teretibus, gemmis 
“iomentosis, cortice esipido. Folia petiolis usque ad 40 mm longis (e maximis totius 
- familiae), levissime tantum canaliculatis basin versus omnino teretibus, sparsa, rigida, 
novella longe flavido-pilosa sed celerrime glabrata, sicca laete vel flavescenti-viridia sub- 
tus juniora paullo glaucescentia adulta concolora, = 120 mm longa, 70 mm lata. In- 
florescentia permultiflora, amplissima, elongata, pedicellis 2—5 mm longis, bracteolis 
4 diu persistentibus. Flores perianthii tubo conico, apice haud constricto basi sensim in 
pedicellum attenuato; limbi segmentis latissime ellipticis, apice triangulo-acutiusculis. 
_ Staminodia ser. IL. liguliformia, basi glandulis binis parvis praedita; ser. IV. perlonge 
acuminatimque acuta. Ovarium glaberrimum, subglobosum stigmate obtuso. 
| Brasiliae civit. Goyaz: Grazıou n. 22050. (V. s. in herb. Berol., 
 Mez.) 
| Obs. Species pulcherrima, notis permultis Ajoueae ellipticae accedens, tamen 
distinctissima, foliorum margine quam maxime incrassato jam sterilis perinsignis. 
Ajouea farinosa Mez n. sp.; ramuli novelli dense ochraceo- vel flavido- 
tomentosi. Folia coriaceo-rigida, adulta perfecte glabrata, elliptico-lanceo- 
lata, basi breviter acuta apice brevissime et saepius obscure acuminata, 
penninervia, utrinque praeter costas subtus paullo prominulas laevia, mar- 
gine vix incrassata. Inflorescentia pilis longis + dissitis insignis et insuper 
valde albo-pruinosa, foliis brevior. Perianthii tubus lobos quam genitalia 
-vix longiores subaequans. Androeceum seriebus 2 exterioribus fertilibus, 2 
- interioribus staminodialibus. Antherae filamentis paullo breviores, introrsae, 
_connectivo paullo producto apice acuminatae. Staminodia ser. IV. brevissime 
stipitata. Stylus ovario fere duplo longior. 
Arbor vel frutex ramulis mox glabratis castaneis, subteretibus, gemmis dense 
flavido-tomentosis, cortice esipido. Folia petiolis usque ad 45 mm longis, levissime 
analiculatis, basin versus incrassatis, sparsa, novella utrinque pilosa adultiora praeter 
petiolos laminaeque basin pilosam glabrata mox omnino pilis destituta, opaca, sicca 
laete viridia, = 420 mm longa, 45 mm lata, costis non nisi filiformi-prominulis adscen- 
dentibus. Inflorescentia multiflora, ample panniculata, pedicellis 3—6 mm longis, brac- 
teolis diu persistentibus. Flores manifeste ‘sparse pilosi, 3 mm longi; perianthii tubo 
apice haud constricto, late conico, subito in pedicellum contracto; limbi segmentis ovatis, 
late triangulo -acutis. Filamenta manifeste sed breviter pilosa. Staminodia ser. II. 


14 Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 67 


maxima, crasse liguliformia; ser. IV. magna, subfoliolacea, apice longe acuta. Ovarium 
elobosum in stylum subduplo longiorem contractum, stigmate obluso. 

Brasiliae civit. Goyaz: GLazrou n. 22054. (V. s. a cl. Graziou me- 
cum benigne communic.) | 

Obs. Inflorescentia (item sparse pilosa) maxima foliaque longe superante diftert 
Glaziovii n. 22 053, attamen differentiae analyticae desunt et axes novelli indumento con- 
gruo obtecti. Sed inflorescentia haud pruinosa et habitu recedit. Num nova sit species 
vel proximae A. farinosae adnumeranda, difficillimum est dijudicatu. 

Endlicheria Lhotzkyi Mez (Berl. Jahrb. V. 122); adsunt e diversis. 
collectionibus et flores masculini et fructus, adhuc ignoti. Adde descrip- 
tioni: Inflorescentia Z' multiflora, ex amplioribus, folia subaequans vel iis 
paullo brevior; flores parvi (vix 2)mm), perianthii tubo quam in floribus 
© minore; filamentis quam antherae paullo longioribus, latere longe parce- 
que pilosis, ser. IT. prope basin glandulis binis subglobosis, perconspicuis, 
subsessilibus auctis; antheris vix longioribus ac latis, e basi ovata sensim 
apicem versus angustalis demum rotundatis; staminodiis nullis; ovario valde — 
reducto, stipitiformi. Bacca parva (== 10 mm longa), ovoidea, apice acu- 
liuscula, pedicello turbinatim incrassato, we ianthii subpersistentis lobulis — 
coronato insidens. 

Brasiliae civil. Mato Grosso, prope S. Cruz da Barra do Rio dos 
Bugres: Linpman in herb. Regnell. A, 3153 et loco non indicato: Spencer 
Moore 518 (herb. Berol., Mez.). 

Persea fusca Mez n. sp.; folia petiolata, juniora ulrinque dense fer- 
rugineo-velutina adulta supra omnino glabrata, elliptica vel ovato-elliplica, 
basi rotundata, apice brevissime obtuseque acuminata. Inflorescentia mulli- 
flora, dense ferrugineo-velutina, thyrsoideo-panniculata, folia optime su- 
perans. Limbi segmenta exteriora interioribus subduplo breviora. Androe- 
ceum seriebus 3 fertilibus; filamentis longe pilosis quam antherae 411/,-plo 
longioribus; glandulis catia, basi filamentis ser. IN. adnatis; antheris 
omnibus 4-locellatis, ser. exterior, apice late obtusis emarginatisque.  Ova-. 
rium dense longeque pilosum, stylo 11/,-plo longiore. 

Arbor vel frutex ramulis pervalidis, apice dense ferrugineo-tomentosis, sero gla- — 
brescentibus subatris, leretibus, gemmis lomentosis, cortice esipido valde mucoso, Folia 
petiolis usque ad 8 mm longis, tomentosis, non nisi levissime canaliculatis praedita, 
sparsa, perrigida, adulta supra glabrata nitida et praesertim secus nervos primarios P 
punetalar vin minute punctato-foveolata, = 90 mm longa, 60 mm lata, supra fere 
laevia sublus prominenti-costata obscuriusque laxe reticulata, costis e nervo medio sub 
angulo 40-0" prodeuntibus, margine incurvo, Inflorescentia pedicellis 4—4 mm lon- 
is, bracteolis cito deciduis, Flores 6—7 mm longi, dense ferrugineo-villosi; limbi seg- 
mentis exterioribus lalissine ovato-elliplieis apiee subeueullatis, interioribus elliptico- 
lanceolatis apiee acutiuseulis et intus apicem versus longe ferrugineo-pilosis, Antherae 
er. WE lateraliter dehiscentes, Staminodia maxima, sagittata, dorso laevia apice el 
nteriore latere longe hirsuta, breviter stipitata, Ovarium ovoideum, stigmate DANIO, 
dwaform. Fructus ignotus, 

Brasiliae civil, Goyaz, loco non indicalo leg. Graziov n, 22 068. 
Vs, in herb. Berol et a ch Graziov mecum communie.) 


Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 67. 15 


a 


Ve 


| Var. angustifolia n. var.; a typo differt foliis satis angustioribus, 
-elliptico-lanceolatis, basi acutiusculis apice manifestius acuminatis, foliis 
-adultis subtus quoque fere omnino glabratis, floribus minoribus. — Ad 
Perseam punctatam transitum parat. 
Brasiliae civit. Goyaz: Grazrou n. 22 069. 
Obs. Typus habitu maxime ad P. pedunculosam (cujus specimen a cl. ScHwAcke 
in monte Itacolumy sub n. 40249 collectum mihi adest), varielas ad P. punctatam 
- tendit, sed P. lanceolatae quoque (GLaziou n. 220702) similis videtur. 


Persea Pittieri Mez n. sp.; folia perlonge petiolata, adulta quoque 
supra praesertim ad costas peradpresse ferrugineo-tomentella demum + 


glabrescentia haud vel vix foveolata, subtus breviter tomentella, obovata. 
Inflorescentia subpauciflora, adpresse ferrugineo-tomentosa, foliis brevior. 
Flores limbi segmentis solemniter aequilongis; androeceo seriebus 3 fertili- 
bus; filamentis quam antherae omnes 4-locellatae manifeste longioribus : 
ovario dense tomentello. 

Arbor vel frutex ramulis crassis, novellis densissime ferrugineo-tomentosis, cortice 
mucoso. Folia petiolis usque ad 65 mm longis, supra haud vel vix canaliculatis, dense 
ferrugineo-tomentosis stipitata, ad ramulorum apicem collata, subcoriacea, supra tomento 
brevissimo puberulo ad nervum medium costasque persistente ceterum = detrito, sub- 

tus tomento densiore peradpressoque, ad nervos subferrugineo ceterum cinereo obtecta, 
ulrinque optime rotundata vel basi minutissime obscureque cordata apice acuminulo 
latissimo brevissimoque, obtusiusculo imposito aucta, = 470 mm longa, 445 mm 
lata, penninervia, supra sublaevia subtus reti denso prominulo ornata. Inflores- 
- centia perdense tomentosa, satis longe stipitata, perlaxa; pedicellis maximis (10— 
20mm longis,, optime patentibus, sueto binis vel ternis ex axi communi fasciculatim 
prodeuntibus; bracteolis deciduis. Flores ad 9 mm longi, adpresse ferrugineo-to- 
mentelli; perianthii tubo subnullo; lobis lineari-lanceolatis, longe acutis; filamentis 
ser. IL glandulis binis subreniformibus , stipitibus manifestis pilosis elatis auctis; 
_ antheris angustis sublinearibus, apice rotundatis, ser. III. lateraliter dehiscentibus; sta- 
-minodiis ser. IV. subsagittatis, stipitibus crassiusculis paullo longioribus , dense pilosis 
“elatis, apice haud barbatis. Ovarium dense breviterque einereo-tomentellum. Fructus 
_ ignotus. 
| Costarica: in valle de Rancho Redundo, ad volcanum Irazu, alt. 
1500 m: Pittier in herb. inst. phys.-geogr. Costar. n. 1156. Floret Aprili 
(herb. Bruxell.). 


Phoebe tetragona Mez (Berl. Jahrb. V. 184 et Spic. Laur. 117); 
Fructus adhuc ignoti deseriptio haecce: Bacca viridis, 40—15 mm longa, 
5-9 mm diam., perfecte ellipsoidea, nitida, pedicello valde coniceque in- 
- crassalo, perianthii lobis persistentibus satisque auctis coronato plane in- 
sidens. 

Speciem frequenter in Serrae do Curral d'El Rei campis elevatis montanis fructi- 
feram leg. Scuwackee n. 43425 (herb. Berol.). 


- 


Phoebe Tonduzii Mez n. sp.; folia adulta utrinque praeter nervorum 
primariorum axillas quam maxime barbellatas omnino glabrata, late ellip- 
tica, basi breviter nunc brevissime acuta apice breviter acuminata, bene 
trinervia. Inflorescentia ampla, dense ochraceo-tomentosa, subcorymboso- 


16 Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 67. 


panniculata, folia aequans vel paullo superans. Flores dense tomentosi. 
Limbi segmenta late ovata, subacuta. Filamenta ser. exterior. glabra, an- 
theris breviora. Antherae omnes 4-locellatae. Stylus ovario glaberrimo 
fere duplo longior. 

Arbor sylvestris ramulis novellis perdense ochraceo-tomentellis paullo flocculosis, 
slabratis badiis, teretibus, gemmis subferrugineo-tomentosis, cortice esipido, adstringenti. 
Folia petiolis usque ad 20 mm longis, canaliculatis, novellis dense ochraceo-tomentellis 
mox glabratis praedita, ipsa juvenilia praesertim secus nervos primarios ochraceo-tomen- 
tella tum mox glabrata, costarum primariarum axillis semper barbis densis adpressisque 
subferrugineis auctis, sicca supra olivacea latere inferiore pallida nec albida, == 80 mm 
longa, 45 mm lata, supra vix subtus bene prominulo -reticulata, margine Ajouearum 
quarundarum ritu incrassata. Inflorescentia pedicellis brevibus (ad 2 mm longis) sen- 
sim in flores transeuntibus, bracteolis celeriter deciduis. Flores generis maximi (usque. 
ad 4 mm longi) perianthii tubo brevi, conice in pedicellum transeunte ; segmentis aequa- 
libus, ovatis, apice rotundatis. Stamina omnia perfecta antheris !ovatis, apicem versus 
satis angustatis acutiusculis. Staminodia maxima, stipitata, sagittiformia. Ovariunı 
slaberrimum, obovoideum, apice in stylum crassum, subduplo longiorem contractum, 
stigmata obtuso. Fructus ignotus. 


Costarica: ad Copey, alt. 1800 m. Florentem Februario leg. Tonpuz. 
n. 41735. — Incolis »Aguacatillo blanco«. (V.s. in herb. Berol.) 


Phoebe Pittieri Mez n. sp.; folia adulta utrinque glabra, elliptico- 
lanceolata, basi breviter acuta, apice acuminata, penninervia. Inflorescentia 
dissite pilosa glabrae speciem praebens, perpauciflora, racemosa, foliis multo 
brevior. Flores minute adpresseque pilosi. Limbi segmenta patentia, 
elliptica, apice rotundata. Filamenta glabra. Antherae omnes 4-locellatae, 
ser. exter. breviter lateque ovatae. Stylus ovarium glabrum subaequans. 

Arbor parva (ex Toxpuz!) ramulis novellis paullo flavido-pilosis subsericeis, ad- 
ultioribus celerrime glabratis badiis, teretibus, gemmis flavido-tomentellis, cortice 
amaro mucosoque. Folia petiolis usque ad 10 mm longis, canaliculatis stipitata, supra 
+ nitida, ad 70 mm longa, 25 mm lata, utrinque laxe prominulo-reticulata, costis 
adscendentibus, manifeste rubris, inferioribus in axillis barbellas pilorum brevissimorum 
subobscuras gerentibus, margine plano. Inflorescentia pedicellis 5—8 mm longis, brac- 
teolis deciduis. Flores albi (ex Tonpuz!) perianthii tubo brevissimo, lobis Nectandrae 
ritu explanatis (diam. 6—7 mm); filamentis ser. exteriorum brevissimis; glandulis maxi- 
mis, globosis, sessilibus; antheris late rotundatis; staminodiis parvis, subcordato-capitu- 
latis, longe stipitatis. Ovarium obovoideum, stylo percrasso, stigmate obtuso, Fructus 
jenotus, 

Costarica: in sylvis ad Copey, alt. 4800 m: leg. Tonpuz in herb, 
inst. phys.-geogr. nat. Costarie. n. 41893 (herb, Berol.). 


Ocotea paradoxa Mez n. sp.; folia adulta glaberrima, elliptica, basi 
brevius longiusve acuta apice breviter nune brevissime acuminata, penni- 
nervia, supra sublaevia vel minutissime subtus manifeste prominulo-reticu- 
lata. Inflorescentia pauciflora, racemosa, foliis brevior. Flores herma- 
phroditi, hirsuti; perianthii tubo subnullo; antheris sessilibus, lineari-laneeo- 
latis oplime papillosis; staminibus nullis; ovario glabro, quam stylus 


longiore, 


Beiblatt zu den Botanischen Jahrbiichern. Nr. 67. 17 


_., Arbor vel frutex ramulis summo apice paullo ferrugineo -tomentellis, celerrime 
glabratis brunneis, teretibus, gemmis ferrugineo- vei flavido-tomentellis, cortice paullo 
maromatico. Folia petiolis usque ad 10 mm longis, inciso-canaliculatis, glabris stipitata, 
‚sparsa, chartacea, adulta saltem omnino glabra, sieca opaca olivaceo-viridia, > 130 mm 
longa, 65 mm lata, margine subplano. Inflorescentia infra 40-flora, laxa, subcinereo- 
Y vel subferrugineo-tomentella; pedicellis 5—40 nm longis, bracteolis deciduis. Flores + 
4 42 mm diam. metientes; limbi segmentis Nectandrae ritu patentibus, lingulatis, apicem 
ersus Sensim angustatis demum rotundatis. Androeceum antheris foliolaceis, connec- 
‘avo ultra locellos longe producto apice acutis, ser. II. breviter stipitatis glandulis in- 
signiter longe cum filamentis connatis pulvinatis; staminodiis abortivis. Ovarium ovoi- 
deum, persensim conice in stylum breviorem productum, stigmate magno, subdiscoideo. 
Fructus ignotus. 

Costariea: in sylvis prope flumen Naranjo, alt. 200—300 m: Tonpuz 
in herb. inst. phys.-geogr. Costar. n. 7648. Floret Martio (herb. Bruxell.). 

Obs. Subgeneri Dendrodaphne adscribenda et Ocoteae veraguensi proxima, in- 
signiter toto habitu, inflorescentia pauciflora racemosaque, floris glandulis differt. 

Ocotea pentagona Mez n. sp.; folia adulta glabra, late elliptica vel 
perobscure obovata, basi brevissime acuta vel nonnunquam fere rotundata, 
apice acumine minuto latissimoque imposito rotundata, penninervia, utrin- 
que laxe prominulo-reticulata. Inflorescentia permultiflora, ample squarrose- 
que panniculata, sueto folia subaequans. Flores hermaphroditi, glaberrimi: 
perianthii tubo brevi, suburceolato; antheris quam filamenta glabra duplo 
brevioribus; staminodiis abortivis. Ovarium glabrum, stylo breviore. 

_ Arbor alta (ex cl. Tonpvz!) ramulis quam maxime pentangulatis, novellis minu- 
tissime et quasi punctulatim pilis brevissimis pallidis conspersis, celerrime glabratis 
fuscobadiis; gemmis paullo flavescenti-pilosis; cortice esipido vel minute tantum aro- 
matico. Folia petiolis percrassis, usque ad 48 mm longis, conspicue canaliculatis, glabris 
stipitata, sparsa, coriacea vel rigida, novella subtus brevissime tomentella cinerea, sicca 
pallide viridia, usque ad 520 mm longa, 200 mm lata, sed saepissime minora at semper 
perconspicua. Inflorescentia in specimine unico (anomalo ?) abbreviata in reliquis optime 
evoluta valde elongata; pedicellis per anthesm ad 3 mm longis tum valde auctis; brac- 
teolis deciduis. Flores 2,5 mm longi; limbi segmentis erectis vel suberectis, late squami- 
formibus, apice subacutis, antheris subovato-rectangularibus, medio manifeste consirictis, 
apice rotundatis; staminibus ser. III. basi glandulis binis maximis, subreniformi-globosis, 
brevissime stipitatis auctis. Ovarium ovoideum, apice conice in stylum permanifeste 
breviorem transiens; stigmate parvo, obtuso. Bacca optime ellipsoidea, laevis nitidaque, 
\ Bsque ad 17 mm longa, 10 mm diam. metiens, cupulae perianthii lobis optime per- 
sistentibus auctisque coronatae, basin versus longe conice attenuatae insidens. 
Costarica: ad Rio Naranjo ripas, alt. 200—250 m: Toxpuz in herb. 
nst. phys.-geogr. Costar. n. 7613, in fruticetis prope San Mateo: Biolley 
bidem n. 7106, prope Turrialba (570 m): Tonpuz ibid. n. 8362. Floret 
\ovembri—Januario, fructificat Martio (herb. Bruxell ). 
~ Obs. A paraffini O. nicaraguensi imprimis foliorum forma, inflorescentia glabra 
listincta. 
 Ocotea cuneata Mez n. sp.; folia subsessilia, glabra, optime obovata 
asin versus sensim cuneatimque acuta, apice rotundata, penninervia, supra 
ix subtus manifeste prominulo-reticulata. Inflorescentia submultiflora, sub- 


ymbose panniculata, folia subaequans vel paullo superans. Flores herma- 


| | Botanische Jahrbücher. Beiblatt Nr. 67. b 


tS Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 67. 


phroditi, manifeste ferrugineo-tomentelli; perianthii tubo perlongo, obeonico, — 
antheris rectangularibus, truncatis, quam filamenta multo longioribus; sta-_ 
minodiis abortivis. Stylus quam ovarium glabrum subduplo longior. 


»Mangle« Costaricensibus (ex cl. Tonpuz!). 

Arbor ‘ex Toxpuz!) ramulis glaberrimis, juvenilibus ut videtur + angulatis seniori- 
bus teretibus, cinereo-allutaceis, cortice mucoso, aromatico sapore dulei admixto, Folia 
petiolis lamina basin usque dilatatis sessilia, utrinque subnitida, sparsa, rigida, = 450 mm. 
longa, 70 mm lata, sicca olivaceo-viridia. Inflorescentia crasse scoparieque panniculata ; 
pedicellis 0,5—1,5 mm longis, bracteolis deciduis. Flores 2,5—3,5 mm longi; tubo 
perianthii a pedicello aegre distincto et sensim in eum transeunte; limbi segmentis late 
ovatis, rotundatis vel acutiusculis; filamentis glabris, ser. II. infime glandulis binis 
maximis, irregulariter lobato-incisis auctis. Ovarium subglobosum, stigmate discoideo. 
Fructus ignotus. | 

Costarica: ad Rio Segundo ripas, alt. 2000 m: Tonpuz in herb. 
inst. phys.-geogr. Costar. n. 1739 et in nemoribus ad Rancho Flores, alt. 


2043 m: idem n. 2142. Floret Januario, Februario (herb. Bruxell.). 


Ocotea atirrensis Mez et Donnell-Smith n. sp; folia breviter sed 
manifeste petiolata, glaberrima, perelongate elliptica, apice abrupte eleganter- 
que acuminata basi breviter acuta, penninervia, utrinque laxe prominulo- 
venulosa. Inflorescentia non nisi perjuvenilis cognita verisimiliter pauciflora 
et foliis multo brevior. . 

Arbor irregularis (ex cl. collectore!; ramulis novellis minutissime perobscureque 
pilosiusculis 5-angulatis, senioribus teretibus glabratisque, cortice cinereo, mucoso, esi- 
pido. Folia petiolis vix ultra 15 mm longis, perprofunde canaliculatis, validis stipitata, 
sparsa, membranacea vel membranaceo-chartacea, sicca triste olivaceo-viridia, Æ 300 mm 
longa, 75 mm lata. Flores perjuveniles tantum cogniti hoc in statu pilosi sed per. 
anthesin verisimiliter glabrati, absque dubio hermaphroditi. Bacca maxima (ad 33 mm. 
longa, carnosa, ellipsoidea, cupulae minutae, undulatim simplicimarginatae, clavatim 
in pedicellum satis incrassatum auctumque transeunti insidens tota exserta. 

Costarica: prope Atirro provinciae Carthaginensis, alt. 700 m: 
J. DONNELL-Smirn n. 4930. Speciem verisimiliter identicam leg. cl. Prrrier 
herb. inst. phys.-geogr. Costar. n. 7592°) prope Rio Maranjo (herb. 
Bruxell., Mez.). 


Ocotea clavigera Mez (Berl. Jahrb. V, 239); speciei adhuc valde imperfecte 
cognitae adsunt specimina florifera: Inflorescentia ample panniculata, g aberrima, | 
foliis manifeste brevior, pedicellis 1—3 mm longis. Flores virentes (ex cl. 
Duss!), glaberrimi, 1—4,5 mm longi, vix non hermaphroditi; tubo perianthii 
brevi; limbi segmentis ovato-lingulatis, subacutis. Androeceum filamenlis — 
ser, exteriorum latissimis, glabris, quam antherae duplo brevioribus, ser, II, 
basi glandulis sessilibus instruclis; antheris elliptieis vel rectangularibus, 
medio haud constrictis, apice rotundatis; staminodiis abortivis. Ovarium 
slaberrimum, subglobosum stylo pererasso aequilongo, stigmate discoideo. 

Guadeloupe, in sylvis montanis: Père Duss n. 3481, 3624.  »Boism 
doux, Bois doux grand feuillee ine. -—— Floret Julio, Augusto (herb, Krug. 
et Urban, Mez.). 


Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr, 67. 19 


Obs. Habitu Nectandrae dominicanae specimina florigera ob foliorum nondum 
_ valde induratorum consistentiam satis accedunt. Affinitas vera autem prope Ocoteam 
… Imrayanam, O. Bernoullianam et differentia specifica a priore dubia. 

Ocotea pedalifolia Mez n. sp.; folia membranacea vel membranaceo- 
chartacea, glaberrima, obovato-elliptica, basi rotundata apice brevissime 
imposite acuminata, penninervia, utrinque reti tenuissimo prominulo costas 
_ Nectandrae reticulatae vitu transverse conjungenti insignia. Inflorescentia 
- permultiflara, ample thyrsoideo- vel pyramidato-panniculata, quam folia 
maxima multo brevior. Flores hermaphroditi, minute peradpresseque 
_ tomentelli; perianthii tubo conspicuo; filamentis brevissimis glabris ; antheris 
subrectangularibus apice latissime acutiusculis; staminodiis abortivis. Ova- 
rium glabrum, stylo fere duplo longiore. Cupula perianthii lobis quam 
maxime auctis coronata, turbinatim in pedicellum transiens. 

‘Arbor vel frutex ramulis glaberrimis, junioribus saltem acutissime et fere angu- 
latim pentagonis adultioribus cinereis; cortice esipido, mucoso, Folia petiolis vix ultra 
20 mm longis, perprofunde et in sicco marginibus involutis subfistulose canaliculatis 
Stipitata, pedalia vel ultra, 150--200 min lata (familiae adhuc ex amplissimis), sicca 
triste olivaceo- vel brunnescenti-viridia, margine plana. Inflorescentia axibus satis angu- 
latis, pedicellis gracillimis, strictis, usque ad 8 mm longis, bracteolis deciduis. Flores 
minimi (1—4,25.mm longi), perianthii tubo apice haud vel vix constricto; limbi seg- 
mentis ovato-ovalibus, acutis. Androeceum perianthio bene brevius; filamentis quam 
antherae 4—5-plo brevioribus, ser. III. basi glandulis binis magnis, inciso-lobatis, irre- 
gularibus, sessilibus auctis. Ovarium ovoideum, in stylum percrassum, subangulatum 
. subito contractum, stigmate obtuso. Bacca elongata, cylindrico-ellipsoidea, ad 20 mm 

longa, 8 mm diametiens, cupulae perconspicuae, 6-lobae, in pedicellum valde incrassa- 
tum elongatumque turbinatim transeunti insidens fere omnino exserta. 

Costarica: in sylvis prope Shirores, prov. Talamanca, alt. 100 m, 
leg. Pirrrer et Tonpuz in herb. inst. phys.-geogr. Costarica n. 9172, 9179. 
- Floret et fructificat Februario (herb. Bruxell.). 


Ocotea catharinensis Mez n. sp.; folia coriacea paullo rigidiuscula, 
-praeter costarum axillas subtus insigniter barbellatas glabra, lanceolata, basi 
—… longe acuta apice optime acuminata, penninervia, supra obscurius subtus 
manifeste prominulo-reticulata. Inflorescentia subracemosa, flavido-pilosa, 
foliis permulto brevior. Flores hermaphroditi, adpresse pilosi; perianthii 
tubo conspicuo; filamentis conspicuis, parce pilosis; antheris late ovatis 
- vel ellipticis, apice rotundatis; staminodiis stipitiformibus capitulo parvo 
imposito. Ovarium glabrum, stylo paullo longiore. 

Arbor alta (ex cl. Ute!) ramulis gracilibus, glabris, teretibus, cinereis, gemmis per- 
adpresse ochraceo-tomentellis, cortice aromatico amaroque. Folia petiolis usque ad 
40 mm longis, leviter canaliculatis stipitata, sparsa, sicca olivacea subtus opaca palli- 
diora, supra nitida, + 75 mm longa, 25 mm lata, praeter barbellas ad costarum pri- 
“märiarum axillas permanifeste foveato-bullata, costis inferioribus erectis superioribus 
“patentibus, margine paullo recurvulo. Inflorescentia perpauciflora, specie simplex, pe- 
dicellis vix ultra 1,5 mm longis, bracteolis deciduis. Flores ad 3 mm longi; tubo 
perianthii apice haud constricto; limbi segmentis ovatis, acutis; staminodiis ser, IV. 
“parvis, stipitiformibus. Ovarium globosum, subito in stylum crassum teretem con- 
tractum, stigmate discoideo. Fructus ignotus. 

b* 


20 Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 67. 


Brasiliae civit. Sta. Catharma in sylvis prope Blumenau: ULE n. 859, 


Floret Julio {v.s. in herb. Berol., Vratislav.). 

Obs. sc inter ©. NE et O. indecoram collocandam prius e spe- 
cimine haud satis claris pro ©. indecora salutavi (Spicil. Laur. p. 424). ; 

Ocotea rubiginosa Mez n. sp.; folia chartacea, adulta supra glabra 
subtus dissite pilosa, elliptica, basi longe acuminatim acuta apice bene 
acuminata, penninervia, utrinque sed praesertim subtus prominulo-reticulata. 
In ofleesentia peranguste subglomeratimque panniculata ramulis perabbre- 
viatis subracemosae speciem praebens, dense ferrugineo-tomentella, folia 
subaequans v. jis paullo brevior. Flores dioici, tomentelli; perianthii tubo 
subnullo; filamentis in flore Gt quam antherae elongate rectangulares apice 
subrotundatae duplo brevioribus, glabris; staminodiis 0. In flore © ovarium 
glaberrimum, stylo percrasso subaequilongo. 

Arbor alta sylvestris vel frutex (ex Une!) ramulis novellis ferrugineo-tomentellis, 
elabratis cinereis, teretibus, gemmis ferrugineo-tomentellis, cortice esipido, Folia petiolis 
usque ad 8 mm longis, leviter nunc levissime canaliculatis praedita, sparsa, sicca supra 
triste olivacea subtus permanifeste rubiginoso-colorata, utrinque opaca, = 60 mm longa, 
30 mm lata, costis suberectis, margine recurvulo. Inflorescentia 5 subpauciflora, 
© pauciflora, pedicellis haud ultra 4 mm longis, bracteolis deciduis. Flores & 
© 4,5 mm longi, perianthii tubo subnullo; limbi segmentis ovatis, acutis; glandulis glo- 
bosis, sessilibus. Gynoeceum in flore 4 minimum stipitiforme, in flore Q stigmate 
diseoideo-obtuso. Fructus ignotus. 

Brasiliae civit. Sta. Catharina, prope Blumenau: Utz n. 823 (5), 

4 (©). Floret Aprili (v. s. in herb. Berol.). | 

Ocotea inconspicua Mez n. sp.; folia chartaceo-coriacea, juvenilia ad 
basin minutissime tomentella adulta omnino glabrata, subelliptica vel ellip- 
lico-lanceolata, basi acuta apice breviter acuminata, penninervia, supra ad- 
ulta laevia subtus dense prominulo-reticulata. Inflorescentia perpauciflora, 
saepius fere simplex, foliis multo brevior, minutissime adpresseque tomen- 
lella. Flores dioici, tomentelli. Perianthii tubus brevissimus.  Filamenta 
elabra, quam antherae ovato-rectangulares, apice anguste rotundatae duplo 
vel ultra breviora. Staminodia 0. In flore co gynoeceum glabrum, crasse 
stipitiforme vel basi paullo inflatum. 

Arbor vel frutex ramulis apice minutissime adpresseque ochraceo-tomentellis, mox 
glabratis subatris, teretibus, gemmis tomentellis, cortice esipido. Folia petiolis usque 
ad 45 mm longis, valde canaliculatis, sparsa, subtus pallidiora nec tamen distincte 
albida, ad 80 mm longa, 40 mm Jata, costis sub angulo Æ 45° e nervo medio pro- 
, margine plano, Inflorescentia apicem versus semper simplex, basi ramulis 
paucis brevibusque pracdita specie racemosa, pedicellis vix ultra 4 mm longis, bracteolis 
deciduis, Flores & tantum cogniti, e majoribus, 8—3,5 mm Jongi; limbi segmentis 


> 
late ovatis, apice subrotundatis; filamentis ser, II. basi glandulis binis globosis prae- 


deuntibus 


dus, Stigma late obtusum, ads ignotus, 
Brasiliae civit, Minas Geraës ad Rio Novo: Araujo ap. GLaztou 
n, 20456 et in herb, Schwacke n. 8914 (v. s. in herb. Berol., Mez). 


Erwiderung 
Von 


K. Reiche. 


In Nr. 65 des Beiblattes dieser Jahrbücher hat Ursan meine Abhand- 
lung über chilenische Umbelliferen einer Besprechung unterzogen, welche 
insofern sehr dankenswert ist, als sie aus der Flora brasiliensis und einem 
Buche Lasasca’s geschöpfte Berichtigungen bringt, also aus zwei Werken, 
- welche als nur gelegentlich auf Chile Bezug nehmend, in den Santiagoer 
Bibliotheken leider nur lückenhaft vorhanden sind. Wenn ich jetzt mit 
einigen Worten auf die Ursan’sche Besprechung zurückkomme, so geschieht 
es, weil sie in manchen Punkten mich nicht überzeugt hat. 

Was Diposis betrifft, so habe ich selbst an den Herrn Herausgeber 
nach Abschluss des Manuscriptes eine Notiz eingesandt, welche die doppelte 
Flügelbildung des Mericarpiums erneuter Untersuchung empfiehlt, weil sie 

an jungen Früchten nicht zu bemerken sei. Da diese Notiz zu spät an- 
-langte, um in der Abhandlung selbst zum Abdruck zu kommen, so wurde 
sie separat, auf losem Blatte, dem nächstfolgenden Hefte beigelegt; lei- 
der nimmt URBAN auf diese meine eigene Berichtigung keine Rücksicht. 
Was die Sache selbst betrifft, so mag die von mir abgebildete doppelte 
Flügelbildung recht wohl auf einer Anomalie beruhen; aber ich legte auf 
jenes meiner Abbildung zu Grunde liegende Exemplar besonderen Wert, 
weil es unter sehr zahlreichen anderen das einzige mit voll ausgebildeten, 
keimfähigen Früchten versehene war und ich von der wohl zulässigen 
Meinung ausging, die typischen Charaktere an einer wirklich reifen, aber 
nicht an einer fehlgeschlagenen und vielleicht in ihrer Entwickelung ge- 
hemmten Frucht suchen zu sollen. 

. In der Micropleura-Angelegenheit habe ich nur DC. Prodromus, 
BeNraam- Hooker, Gay etc. nachschlagen können, weil, wie erwähnt, die 
betreffende Schrift Lagasca’s hier fehlt. Meine Gründe, das Vorkommen von 
Micropleura auf Chiloé zu bezweifeln, sind folgende: Wie aus BEntHAn- 
Hooker Gen. Il. p. 873 hervorgeht, hat Lacasca das Originalexemplar im 


D) Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 67. 


Herbar Pavon’s gesehen; letzterer aber war niemals in Chiloé!), hat also 
die Pflanze nicht selbst dort beobachten können. Von anderen wissen- 
schaftlichen Reisenden hat Maraspına i. J. 1790 Chiloé berührt?), haupt- 
sächlich mit hydrographischen Studien beschäftigt; dass Naturalien gesam- 
melt worden seien, wird nicht erwähnt und ist unwahrscheinlich, da der 
Naturforscher der Expedition, HAENKE, erst in Valparaiso mit dem Gros der — 
Expedition sich vereinigte). Aus diesen Gründen habe ich in Zweifel ge- 
zogen, dass Mecropleura überhaupt am Ende des vorigen Jahrhunderts in 
Chiloé gesehen worden sei. URBAN, der an der Authenticität des Fundes 
festhält, macht des weiteren geltend, dass aus der Thatsache, dass Micro- 
pleura seit einem Jahrhundert nicht mehr beobachtet sei, nicht ihr that- 
sächliches Fehlen auf einer 8500 qkm großen Insel gefolgert werden dürfe. 
Dieser im allgemeinen sehr begründete Einwand verliert aber hier an Be- 
deutung durch die Thatsache, dass von allen Sammlern nur ein verhältnis- 
mäßig kleiner Teil der Insel, die ca. 70 km lange Ostküste zwischen Ancud 
und Castro besucht worden ist; von dort her müsste also Mcropleura 
gebracht sein und wäre als auffällige Staude vermutlich bei den zahl- 
reichen späteren Sammelreisen wieder gefunden worden. — Ferner muss 
ich, abgesehen vom vorliegenden Falle, hervorheben, dass ich den Stand- 
ortsangaben: »aus Chile« um so skeptischer gegenüberstehe, je mehr ich 
mich mit dem Studium der Chilenischen Flora beschäftige; und ich fürchte 
fast, Ursan wiederholten Anlass zu solchen Ausstellungen zu geben. Dass 
in der Litteratur Chile und Chiloé, Concepcion und Coquimbo des öfteren 
verwechselt werden, mag noch hingehen, da es sich um Örtlichkeiten des- 
selben Landes handelt; aber Reisende, welche verschiedene Teile Süd- 
amerikas besuchten, täuschten sich gelegentlich sogar im Ursprungslande 
ihrer Pflanzen; so ist es wahrscheinlich Haenke ergangen mit den aus den 
Cordilleren angegebenen Cistaceen, und mit der Compositengattung Polym- 
nia Meyex mit der Rubiaceen-Gattung Polypremum. Auch die Angaben 
von Hooker und Arnorr, ja sogar von Duranp’s Index und vom Kew-Index 
sind manchmal durchaus unrichtig. Bei der Durchsicht der chilenischen 
Flora halte ich es für meine unabweisbare Pflicht, alle solche Unsicher- 
heiten nach Möglichkeit zu beseitigen, um für pflanzengeographische Unter- 
suchungen eine zuverlässige Grundlage zu schaffen. | 

Schließlich hatte ich in meiner Abhandlung das Vorkommen von Mi- 
cropleura in Mexico und Chiloé » mit Überspringung des ganzen 
dazwischen liegenden ungeheuren Gebietes« als sehr unwahrschein- 
lich bezeichnet. Ursan wendet sich dagegen mit 2 Beispielen, Bowlesia 
fenera und Daucus pusillus, welche aber doch für den vorliegenden Fall 


1) Kurz et Pavon; Florae peruv, et chil, prodr,, praefatio, p. 12, 
2, Matvosapo, R.; Estudios sobre Chiloé, introduccion, p. 95. 


Paver; Reliquiae Haenkeanae, praefatio, p. 8. 


4 DR 


4 4 IE Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 67. 23 
le 

wenig beweisen, da sie eben nicht ausschlieBlich in Chiloé und Mexico, 
sondern in weiter Erstreckung auf dem nord- und siidamerikanischen Con- 
tinente sich finden. Ursan sagt mit Recht, dass dem Bearbeiter der chi- 
lenischen Flora die Verbreitung dieser Umbelliferen nicht unbekannt sein 
dürfe; wenn er aber die ihm in Berlin leicht zugängliche neue Flora de 
Chile (Band III. p. 59 und p. 149) nachgeschlagen hätte, so würde er sich 
überzeugt haben, dass der Bearbeiter jener Flora die geforderten Kennt- 
nisse thatsächlich besitzt und daher nicht hätte in die Notwendigkeit 
versetzt werden dürfen, sich gegen den Vorwurf der Unkenntnis wichtiger 
Thatsachen verteidigen zu müssen. 


Santiago, Museo Nacional, October 1900. 


Bemerkungen zu vorstehender Erwiderung 
von 


Ign. Urban. 


1. Das Umbelliferen-Fascikel 82 der Flora Brasiliensis (vol. XI. pars I.) — 
und um dieses handelt es sich hier allein — muss von Reıcnz benutzt 
worden sein, wie aus dem Citate auf S. 2 seines Aufsatzes in Engl. Jahrb. 
XXVHI deutlich hervorgeht. 

2. Nicht Lacasca’s seltenes Werk, sondern, wie ausdrücklich hervor- 
zehoben, pe CannorLe’s ausführliche und vortreffliche Beschreibung (Prodr. 
IV. p. 71), die Reıcnz nach seiner eigenen Aussage ebenfalls zugänglich 
war, habe ich gegen seine irrtümliche Identificierung von Micropleura mit 
Sanicula Liberta in das Feld geführt. | | 

3. Meine Berichtigung: Uber einige südamerikanische Umbelliferen- 
Galtungen (l. e. XXIX. Beibl. 65) ist natürlich unmittelbar nach dem Er- 
scheinen des Rxrcme’schen Aufsatzes (Dec. 1899) verfasst und war längst 
gedruckt (Anf. April 1900 laut Stempel des Revisionsbogens), wenn auch 
erst viel später ausgegeben (Anf. Sept.), als die Reıcnz’sche Notiz erschien 
Ende Mai). Wenn Rercue neben einer einzigen (monströsen) Frucht von 
Diposis noch zahlreiche junge oder fehlgeschlagene hatte, welche jene dop- 
pelte Flügelbildung nicht andeuteten, und wenn alle Autoren übereinstim- 
mend die Mericarpien als 4-fliigelig beschrieben, bez. abbildeten (ich selbst 
zab auf Taf. 79 Fig. I nicht nur Seitenansichten, sondern auch den Quer- 
schnitt einer reifen Frucht), so war die Behauptung: »Ihre Frucht ist in 
der gesamten Litteratur ungenau beschrieben« zum mindesten sehr un- 
vorsichtig. 

4. Auch konnte ich in meiner Entgegnung von dem ersten Hefte des 
dritten Bandes der Rercur’schen Flora keinen Gebrauch machen, da es erst 
vier Wochen nach dem Drucke meiner Mitteilung hier eintraf (5. Mai 1900). 
\n den von Rerene angeführten Stellen finden sich nun in der That die 
beiden von mir namhaft gemachten Beispiele von Bowlesia tenera und. 
Daucus pusillus. Da er aber in seiner Erwiderung nur von diesen beiden 
Mianzen spricht, während ich doch »aus einer ganzen Reihe nordamerikani- 


E* Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 67. 25 


scher Arten, die unter Uberspringung der heißen Zone im südlichen Süd- 
amerika wieder auftreten«, nur jene beiden nächstliegenden, (den Umbelliferen 
 entnommenen) Beispiele herausgegriffen hatte, und da er ferner neben dem 
Nichtwiedergefundensein der Mecropleura auf Chiloé für die Nicht-Existenz 
dieser Pflanze auf der Insel als alleinigen Beweis »die Unwahrscheinlichkeit 
des Vorkommens in zwei äußerst verschiedenen Ländern und mit Uber- 
- springung des ganzen ungeheueren Gebietes« aufführt, so bin ich auch 
heute noch der Meinung, dass er die umfangreiche Litteratur über diesen 
Gegenstand und die zahlreichen Arten, die in Nord- und Südamerika mit 
Überspringung der heißen Zone auftreten, nicht kennt (vergl. die letzte 
Zusammenstellung von W. L. Bray in Botan. Gazette XXVI. 1898 p. 121 
bis 147). 

5. Wenn alle Sammler auf der 8500 qkm großen Insel Chiloé nur die 
70 km lange Ostküste besucht haben, so ist damit nicht im geringsten 
wahrscheinlich gemacht, dass sie diese unscheinbare Pflanze (nicht auffäl- 
lige Staude) hätten wiederfinden müssen, wenn sie wirklich dort vorkäme. 
Darüber möchte ich mich nunmehr etwas ausführlicher aussprechen. Um 
bei Amerika zu bleiben, so sind auf der Insel Jamaica in den letzten 6 
Jahren, von den zahlreichen neuen Formen abgesehen, wenigstens 25 für 
die Wissenschaft neue Arten und 2 neue Gattungen zum Teil in unmittel- 
barer Nähe der Hauptstädte aufgefunden, trotzdem die Insel seit 200 Jah- 
ren von mehr als 40 ansässigen und reisenden Botanikern, von einigen 
Jahre hindurch, untersucht worden ist; im Jahre 1896 wurden zum ersten 
Male Blattexemplare eines aus Jamaica bis dahin noch nicht bekannten 
Baumes gesammelt, dessen Holz seit langer Zeit einen wichtigen Ausfuhr- 
artikel bildete (Satin Wood = Fagara flava Kr. et Urb.). Trinidad, in den 
letzten 50 Jahren hauptsächlich von den Vorstehern des dortigen Gartens 
(CrüGer, Purvıe, LockHart, Hart und ihren Obergirtnern) planmäßig ab- 
. gesucht, liefert noch jährlich neue oder nur von dem Festlande (Guyana) 
her bekannte Arten. Ähnlich verhalten sich Guadeloupe und Martinique, von 
wo Père Duss trotz der genauen Untersuchung von Seiten früherer, meist 
ansässig gewesener französischer Botaniker jährlich sehr auffällige Novitäten 
_ eingeschickt hat. 
Viel schwieriger aber, als neue Arten zu entdecken, scheint das Wieder- 
finden alter Typen. Auf Jamaica sind Dutzende endemischer Arten nur von 
einem einzigen Sammler beobachtet worden; von den Swarrz schen Species 
ist mehr als ein Dutzend vor 120 Jahren von diesem allein auf der Insel 
gesammelt worden, und nur 2 Arten sind durch Fawcerr und seine Beam- 
ten unter etwa 3000 gesammelten Nummern wieder aufgefunden. Baron 
Essers widmete sich seit 1872 mit dem größten Eifer der Erforschung der 
‚kleinen Insel St. Thomas (86 qkm) als dort ansässiger Beamter und ver- 
öffentlichte 1879 eine Flora derselben, in welche er auch die von andern 
Sammilern constatierten, aber von ihm nicht wiedergefundenen Arten auf- 


26 Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 67. 


nahm; diese letzteren wurden (zum großen Teile, aber nicht alle) erst in 
den folgenden Jahren bis 1887 von ihm wieder entdeckt und dann in einem 
Nachtrage publiciert. Der Superintendent des botanischen Gartens Harr 
auf Trinidad fand in den nachgelassenen Papieren seines Vorgängers Crii- 
GER Blüten- und Fruchtanalysen eines dort einheimischen Baumes, der von 
niemanden sonst gesehen war. Die Untersuchung und der Vergleich mit 
meiner Beschreibung und Abbildung in der Flora Brasiliensis ergab, dass 
derselbe, überhaupt nur ein einziges Mal von Marrıus in Brasilien gesam- 
melt, eine für Westindien neue Familie (Hamvriaceae) darstellte; das Nach- 
suchen an der angegebenen Localität war von Erfolg gekrönt und lieferte 
einen großen Bestand von diesen Bäumen. 

6. Wer der Sammler der Micropleura auf Chiloé gewesen ist, kann 
ich natürlich nicht sagen, da in der Litteratur keine Angaben darüber vor- 
liegen. Lasasca beschreibt sie (vergl. den Abdruck seiner Diagnose in der 
Linnaea III. 1828. Litteraturber. p. 156—157, welche Zeitschrift wahrschein- 
lich ebenfalls in Santiago vorhanden, also auch Herrn Rercne zugänglich 
ist) aus dem Herb. Flor. Peruv. zu Madrid und aus dem Herbar Lampert 
in London, welches letztere meistbietend verkauft wurde, P. DE CANDOLLE 
aus dem Herbar Morıcann in Genf (jetzt in Paris). Beide Autoren geben 
übereinstimmend Chiloé als Vaterland an. thre Beschreibung aber stimmt 
auf das vollkommenste auch mit der mexicanisch-centralamerikanischen 
Pflanze überein. 


Plantae novae americanae imprimis Glaziovianae. IT). 
Edidit 


Ign. Urban. 


Guttiferae 
auctore W. RuHLAND. 


à 


( Vismia Vand. 


; V. Glaziovii Ruhl. n. sp.; frutex ramis teretiusculis vel paullum com- 
_ presso-tetragonis, pruinoso-canescentibus, cito glabriusculis, internodiis 5— 6 cm 
longis; foliorum petiolis circiter 1 cm longis, supra leviter canaliculatis, pri- 
- mum dense incano-puberulis, foliorum lamina ovata, basi rotundata, cuspi- 
; dato-acuminata, apice ipso obtuso instructa, 10—15 cm longa, paullo infra 
medium 5—6 cm lata, integerrima subcoriaceo-chartacea, supra pallide 
_ subolivaceo - vel glaucescenti - viridi, nitida, glaberrima, subtus tomento in 
- junioribus uberiore, canescente, e pilis stellatis, hyalinis vel basi spadi- 
- ceolis formato instructa, penninervi, venis ordinis primarii 12—46 paral- 
lelis, 7—A4 mm distantibus, reticulatim anastomosantibus; thyrsis termi- 
… nalibus et axillaribus, pedunculatis, 4-—8 cm longis, rhachide, ramis, pedi- 
_ eellis dense incano-, raro subferrugineo-tomentosis; calycis laciniis oblongo- 
_ ellipticis vel lato-lanceolatis, extus densissime et persistenter incano-tomen- 
ER intus glabris et 3—5-vittatis, integerrimis, tenuiter membranaceo- 
_ marginatis, planis vel vix concavis; petalis flavescentibus calycem dimidio 
Bs rites, evittatis et epunctatis, obovatis, brevissime unguiculatis, acu- 
“tiusculis, flabellato-venosis, flavis (?), extus glabris, intus dense pilis in- 
canis, rigidulis vestitis; staminibus multipartitis, villosis, calycem superan- 
tibus; staminodiis parvis, ellipticis, obtusiusculis, crassiusculis, praesertim 
_ apice longe villosis, vix 1 mm aequantibus; germine globoso, glabro, 2— 
2,5 mm longo; stylis 3 mm longis, filiformibus, rectis vel subflexuosis, 
capitellatis. 


4) Conf. vol. XXIII. Beibl. 57 p. 1—42 et vol. XXV. Beibl. 60 p. 1—51. 


28 Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 67. 


— 


Brasilia: civit. Goyaz ad Corrego Fundo in sylvis prope Jaragua, 
m. Aug. fl. (Grazıou n. 20694), ibidem in sylvis ad Rio Areas, m. Sept. fl. 
(Grazıou n. 20695). 


Obs. Differt a V. guianensi, cujus folia, indumento excepto, imitatur, calycis la- 
ciniis extus dense albo-tomentosis, a V. dealbata, cui proxima, foliorum facie, calycis 
laciniis vittatis, petalis evittatis et epunctatis. 


Proteaceae 
auctore K. SCHUMANN. 


Euplassa Salish. 


E. goyazensis K. Sch.; arbor magna ramis florentibus validis tere- 
tibus grosse striatis, novellis subtomentosis demum glabratis; foliis pari- 
pinnatis petiolatis, petiolo semitereti superius subtereti subtomentoso striato, 
trijugis; foliolis sessilibus stricte oppositis vel nunc paulo alternantibus 
oblongis vulgo obtusis plus minus obliquis basi acutis erasse coriaceis in-. 
tegerrimis reticulatis utrinque at subtus ad nervum medianum et petiolulum 
articulatum paulo densius pilis nunc crispulis inspersis; floribus panniculam 
angustam spurie racemosam densiusculam referentibus; petalis subinaequi- 
longis apice nunc appendicula subobliqua vulgo recta munitis; stigmate 
dorso plano facie gibbo. 

Rami florentes 4—5 cm longi ad basin 5—7 mm diametro statu juvenili obscure 
ferruginei dein cortice nigro obtecti. Petiolus 4—8 cm longus niger; foliola 4—15 cm 
longa ad medium 3,5—5,5 cm lata nervis majoribus 4—7 utraque mediani parte ut 
rete venulosum utrinque conspicuis percursa sice. subflavicanti-viridia, nervis rubellis. 
Pannicula 9—17 cm longa 2 cm diametro ferrugineo-tomentella; pedicelli 4—5 mm 
longi prope basin haud raro per paria connati; petala 10--14 mm longa flava, 

Brasilia: eivit. Goyaz prope pedem Serra dos Pyreneos in silvis. 
GLaziou n. 22017, floret die 24 Septembris 1894). 


EK. Taubertiana K. Sch.; ramis florentibus nune gracilioribus nune 
validis terelibus, novellis complanatis subtomentosis mox glabratis; foliis 
paripinnatis petiolatis, petiolo tereti inferne applanato glabro, quadrijugis; 
foliolis longe petiolulatis, petiolulo tereti superne subsulcato, oblongis vel 
elliptieis acutis basi late acutis vel truncatis margine repando-serratis, re- 
liculatis erasse coriaceis supra nitidis, discoloribus; pannicula laxiore rha- 
chide tomentella; floribus ad apicem geminatis per paria pedicellatis; petalis 
linearibus superne paulo dilatatis; stigmate modice incrassato. | 

Ramauli florentes 40 cm longi basi 5 mm diametro ferrugineo-tomentelli mox 
glabrati et cortice obscure castaneo lenticelloso punetulato obtecti. Petiolus 8—9 em 
longus; pelioluli 4,5—% cm longi superne supra applanati; lamina foliolorum 5—8 em 
longa ad medium 3—4,5 cm lata nervis majoribus utraque mediani parte 4—5 ulrins 
que ul rele venulosum prominentibus pereursa siee, discolor supra viridis vel sublutes- 
venti-viridis subtus castanea, Pannicula cum pedunculo 4 em longo 10—12 em 
metiens; pedicellus 4—3 mm longus. Petala 40 mm, Pistillum curvatum 8 mm 


longus, 


Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 67. 29 


Brasilia: loco haud accuratius addicto (Grazıou n. 17745). 
à Obs. Haec species cum priore confinis, tamen foliolis repando-serratis, panniculis 
laxioribus differt. 


Roupala Aubl. 


R. pallida K. Sch.; arbuscula ramulis florentibus gracilibus teretibus, 
novellis ipsis glabris; foliis breviuscule petiolatis simplieibus, petiolo supra 
“applanato, cuneatis acutis raro obtusis superne denticulis solitariis vel binis 
aro ternis munitis marginatis et margine recurvatis utrinque glabris dure 
-coriaceis; racemo axillari glabro; floribus geminatis pedicellatis; petalis an- 
guste spathulatis glabris; glandulis disci brevibus; pistillo angulato, stilo 
recto .subclavato. 

Ramuli florentes 15 cm longi basi 2 mm diametro, novelli cortice flavido ve- 
4 tustiores cinereo obtecti. Petiolus ah nu longus; lamina 1785 cm longa, ad 
_ medium vel superius 0,7—2 cm lata nervis majoribus 2 utraque mediani parte utrinque 
- subaequaliter prominentibus percursa, sicc. flavido-cinerea. Racemus 5 cm longus; 
“pedicelli 2 mm metientes. Petala albido-flavida 5 mm longa; anthera 2 mm, filamenta 
0,5 mm, stilus 5 mm, glandulae 0,5 mm metientia. 


Brasilia: civit. San Paulo, Serra da Bocaina, in silvis (GrLazıou 
n. 18464°, florens Januario 1891). 


Obs. Species ope foliorum simplicium parce prope apicem tantum denticulatorum 
Er facile ab omnibus aliis distingui potest. 


) 


; Saxifragaceae 

| auctore K. SCHUMANN. 

H Weinmannia Linn. 

W. goyazensis K. Sch.; arbuscula ramulis florentibus gracilibus, no- 


a 


wellis subvilloso-tomentosis tardius glabratis; foliis breviter petiolatis, petiolo 
supra applanato pariter induto, pinnis cum impari 4—5, foliolis oblongis 
obtusis basi latere altero subrotundis altero acutis serrulatis coriaceis supra 
-glabris nitidulis subtus praecipue ad nervum medianum prope basin pube- 
rulis, rhachide late subcuneato-alata subtus densius puberula; stipulis oblique 
“late elliptieis diutius persistentibus; racemo folia subaequante vel iis paulo 
_breviore, rhachide subvilloso-tomentosa; floribus breviter pedicellatis ; sepalis 
“ovato-oblongis acuminatis subglabris; disco crenulato brevi; staminibus se- 
pala triplo superantibus; ovario glabro, ovulis 6 pro loculo. 

| Ramuli florentes cum inflorescentia 8—10 cm longi basi 1,5—2 mm diam. ci- 
nereo-ferrugineo-induti dein cortice nigro obtecti. Folia 4—6 cm longa, petiolus 
2—5 mm metiens; foliola 4—2,5 cm longa et 7—15 mm ad medium lata nervis 4—8 
mäjoribus utrinque at subtus magis prominentibus utraque mediani parte percursa 
Supra viridis subtus ferruginea; stipulae 4—5 mm diametro. Racemus 4—6 cm lon- 
sus manifeste interruptus; pedicelli 4—1,5 mm longi. Flores albi; sepala 4 mm, sta- 
mina 3 mm longa; pistillum 2,5 mm metiens. 

7 Brasilia: civit. Goyaz, Fazendo dos Pyreneos, in silvis (Gtaziou 
n. 21 119, florens Septembri 1894). 


30 Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 67. 


Rutaceae 
auctore K. SCHUMANN. 


Metrodorea St. Hil. 


M. gracilis K. Sch.; arbuscula ramis gracillimis teretibus sub nodis 
complanatis et sulcatis, novellis minutissime tomentellis demum glabris vel 
hine inde tantum pilulo uno alterove munitis; foliis ternatis, petiolo gracili 
supra sulcato glabro; foliolis: breviter petiolulatis, oblongis vel lanceolatis 
obtusis acutis vel (an casu modo ?) retusis utrinque glabris herbaceis; panni- 
cula decussata floribunda glabra;, floribus breviter pedicellatis pentameris ; 
sepalis ovatis acutis; petalis haec triplo superantibus; staminibus paulo bre- 
vioribus, disco lobato; pistillodio glabro. 

Ramuli florentes 22—35 cm longi cum pannicula basi 4,5—2 mm diametro, 
Petiolus 4,2—4 cm longus; petioluli 2—5 mm metientes; foliola 4,5—7 cm longa et 
2—2,5 cm lata nervis majoribus 8—40 utrinque at subtus paulo magis prominentibus 
utraque mediani parte percursa, sicc. subcastaneo-viridia subtus paulo pallidiora. Pan- 
nicula 10—20 cm longa, bracteae vix 4 mm superantes. Calyx 4 mm, petala 2,7 mm, 
stamina 2 mm longa, discus ad 4,5 mm latus. 

Brasilia: civit. Minas Geraés, inter Piedade et Sa. Luzia in silvis 
(Grazıou n. 20 246, florens Novembri 1893). | 

Haec species M. pubescenti St. Hil. et Tul. proxima at glabritie demum perfecta 
et foliis petiolatis optime ab ea differt, 


Apocynaceae 
auctore K. SCHUMANN. 


Aspidosperma Mart. et Zucc. 


A. ingratum K. Sch. n. sp.; ramis gracilibus vel modice validis tere- 
libus vel subangulatis, novellis tomentosis tarde glabratis; foliis petiolatis, 
peliolo tereti superne leviter sulcato, lanceolatis vel oblongis vel subobovato- 
oblongis acutis basi cuneatis dure coriaceis, statu juvenili utrinque con- 
colori-tomentosis mox supra glabratis tune discoloribus demum subtus pariter 
glabratis; dichasio ter trichotomo pedunculato tomentoso; floribus breviter 
pedicellatis, sepalis subinaequalibus extus tomentosis; corolla quadrante vel 
Iriente summo in lobos obliquos obtusos divisa, extus tomentosa intus pube- 
rula; ovario apice sublanuginoso, stilo brevi, 

Ramuli florentes 45—20 cm longi basi 2—2,5 rarius ad 4—5 mm crassi apice ferru- 
uineo-tomentosi basi cortice cinereo vel sordide nigrescente obtecti. Petiolus 5—45 mm 
longus pariter indutus, lamina 3—8,5 cm longa et 4—4 cm lata nervis 6—44 supra 
vix subtus indumento delapso aegre conspicuis utraque mediani parte percursa, sice, 
‘tatu juvenili ferrugineo-tomentosa dein cinerea vel subviridi-cinerea vgl griseo-nigres- 
cons. Inflorescentia 4—4,5 em longe peduneulata 2—3 em diametro, ferrugineo- 
Iomentosa; flores vix 4 mm longe pedicellati, Calyx 4,5—2 mm longus ut corolla 
7 mm longa ferrugineo-tomentosus, Stamina 8,5 mm supra basin corollac adnata,: 


Beiblatt zu den Botanischen Jahrbiichern. Nr. 67. 31 


‘filamenta et antherae 1 mm longa. Ovarium superne luteo-indutum 4 mm altum, 
 stilus 1,5 mm longus. 

Brasilia: locis accuratis haud addictis (Graziou n. 17434, 17 697, 
18366). 

Obs. Haec species indumento juvenili statu ramulorum et foliorum et omnium 
_partium floralium valde insignis ab omnibus aliis facile discernenda. 


Asclepiadaceae 
auctore K. ScHUMANN. 


Oxypetalum R. Br. 


0. hirsutulum K. Sch.; caulibus gracilibus tetraquetris, lateribus ex- 
cavatis, novellis complanatis hirsutis vix demum glabratis; foliis breviter 
petiolatis, petiolo tereti hirsuto, lanceolatis vel suboblanceolatis acumina- 
_tissimis basi cordatis utrinque at subtus densius hirsutis margine undulatis ; 
- floribus geminatis axillaribus breviter pedunculatis longe pedicellatis brac- 
teolis duris filiformibus suffultis, pedicellis filiformibus praecipue superne 
hirsutis; sepalis subulatis glandulis solitariis alternantibus; corolla campanu- 
lata ad trientem inferiorem in lobos intus verruculosos glabros divisa extus 
pilosula; coronae lobis truncatis apice excurvatis, intus ligula tereti paulo 
longiore munita; filamenti appendicula coronae lobis paulo minore; capite 


 stigmatis ad medium in ramos filiformes diviso. 

Ramuli florentes 30—32 cm longi basi 2 mm diametro cinereo-pilosi. Petiolus 
- 5 —7 mm longus teres; lamina 2,5—4,5 cm longa et 5—10 mm lata, at ut e rudimento 
- folii cujusdam evadit, certe major, nervis 2—3 praeter basales utraque mediani parte 
» percursa sicc. supra brunneo-nigrescens subtus ope indumenti cinerea. Pedunculus 


_3—5 mm longus, pedicelli 1—2,5 cm metientes, bracteolae vix 5 mm longae. Calyx 
8 mm, corolla 18 mm longa, lobi 13 mm metientes; coronae lobi 4 mm, ligula interior 
2 mm longi; caput stigmatis 8 mm longum. 

Brasilia: prope Blumenau in civit. Sta. Catharina (Scuexek n. 398). 
Obs. Haec species cum nulla nisi cum O. Schottii comparanda tamen ab illa jam 
prima fronte coronae lobis apice truncatis denticulatisque abhorret. 


Barjonia Decne. 


| B. platyphylla K. Sch.; herba perennis campestris caulibus sim- 
plicibus erectis strictis striatis, novellis ipsis glabris; foliis sessilibus late 
cordatis brevissime acuminatis marginatis utrinque glabris coriaceis; um- 
bellis paucifloris pedunculatis glabris; floribus pedicellatis, bracteis parvis 
glabris; sepalis ovato-triangularibus coriaceis acutis glabris; corolla cam- 
panulata alte in lobos oblongos obtusos extus glabros intus supra faucem 
fasciculis pilorum instructos divisa; coronae exterioris lobis ligulatis basi 
subito dilatatis, interioris subtriangularibus denticulo solitario munitis; appen- 


dicula connectivi obtusa; stigmatis capita obtuso. 
Caules florentes 50—80 cm longi basi 2—3,5 mm crassi e rhizomate crassius- 
culo. Folia 5—15 mm longa, ad medium 0,8—2,5 cm luta nervis 5—7 supra tantum 


32 Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr, 67. 


conspicuis immersis utraque mediani parte percursa, supra siec. olivacea subtus sub- 
ferruginea. Pedunculi 42—45 mm longi, pedicelli 4—10 mm metientes. Calyx 
1,2 mm longus. Corolla alba 4,5 mm metiens ad 1,2 mm divisa. Gynostegium 
3 mm, lobi coronae exterioris 3,5 mm, interioris 4 mm longi, Connectivi appen- 
dicula alba 4 mm longa. | 
Brasilia: loco haud accuratius addicto (GLazıou n. 19638); civit. Minas 


Geraës, Biribiry prope Diamantina (Scuwacke n. 8169, florens mense 
Augusto 1892). 

Obs. Species ope foliorum brevissimorum maxime insignis et facile a speciebus 
aliis distinguenda. | 


Meliaceae 


N 


auctore H. Harms. 


Triehilia Linn. 

T. brachythyrsus Harms n. sp.; foliis impari-pinnatis, 2—4-jugis; fo- — 
liolis petiolulatis, oblongis vel subobovato-oblongis, basi acutis vel in petio- 
lulum breviter attenuatis, apice breviter obtuse acuminatis, subtus in axillis 
nervorum utrinque circ. 8—10 barbellatis; paniculis foliis brevioribus sub- 
simplicibus; floribus breviter pedicellatis; calyce minuto, 5-lobo, lobis latis 
subsemiorbicularibus obtusis; petalis 5 oblongis apice rotundatis subglabris ; 
tubo stamineo glabro brevissime 10-dentato, antheris inter dentes sessilibus 
glabris; ovario glabro in disco crasso sessili, stylo brevi crasso, stigmate 
capitato. 

Blätter bis 35 em lang, Blättchen ungefähr bis 42 cm lang, 4 cm breit. 
Rispen 4—5 cm lang, Blättchenstiele 8—10 mm lang. Blumenblätter 4 mm lang. 

Brasilia: Alto Macahé de Novo Friburgo (GLaziou n. 20243. — 
März 1893). 

Verwandt mit 7. Casaretti C. DC. (cf. DC. Monogr. I. 681), verschieden durch 
größere Blüten und relativ kleineren, auch tiefer geteilten Kelch. 

T. pyramidata Harms n. sp.; foliis oppositis suboppositisve, impari- 
pinnatis 2—5-jugis, foliolis breviter petiolulatis oblongis saepius leviter ob- 
liquis basi plerumque inaequali acutis vel obtusis vel subrotundatis apice 
breviter obtuse acuminatis, supra glabris subtus subglabris tantum ad cos- 
lam minus ad nervos laterales sparse pilis longiusculis obsitis, nervis utrin- 
que cire, 7-44; paniculis axillaribus quam. folia brevioribus longiuscule 
peduneulatis pyrarmidatis elongatis, axi ramis glabris, ramulis pedicellis 
slabris vel parce pilosis; calyee minuto glabro 5-lobato; petalis 5 subacutis 
subglabris; tubo stamineo glabro, ad medium cire. in lacinias 10 partito; 
lacinis inargine et intus nec non antheris pilis longiuseulis hirsutis; ovario 
disco breviori insidente subsparse hirsuto, stylo brevi glabro, stigmate lato 
CTASSO, 

Blätter 30 em lang oder länger; Blittchen 6—9 cm lang, 8—4 em breit; Stiele 

pion lang, BRispen 40—20 om lang. Blumenblätter 3 mim lang. 

Brasilia: Andarahy Grande prope Rio Janeiro (Gnazıou m, M 834, — 


Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 67. 33 


Dec. 1879); Sarangeiras, au pied du Corcovado (Grazıou n. 14 835. — Dec. 
1879). 


Scheint der 7. mudtiflora Casaretto (cf. DC. Monogr. I. 669) sehr nahe zu kommen, 
und von ihr nur durch kürzere Rispen, größere Blüten abzuweichen. 


T. graciliflora Harms n. sp. (vgl. Natürl. Pflanzenfam. II. 4, 304, 
fig. 164 H—K); foliis gracilibus impari-pinnatis 1—3-jugis; foliolis breviter 
petiolulatis vel subsessilibus obovato-oblongis vel oblongis vel elliptieis, basi 
sensim subcuneato-angustatis, apice saepius brevissime protracto obtusis, 
membranaceis glabris, subtus in axillis nervorum tantum barbellatis, cre- 
berrime pellucido-lineolatis; paniculis axillaribus foliis paulo brevioribus vel 
eis subaequilongis, rarius eis longioribus ramosis glabris; pedicellis bre- 
vissimis; calyce 4-lobo, lobis ovatis obtusis; petalis 4—5, in alabastro imbri- 
catis, oblongis, obtusis; tubo stamineo superiore parte intus longe hirsuto, 
extus sparsius piloso, inferiore parte glabro, antheris 8—40, oblongis, 
acutis, glabris, in margine tubi inter dentes ejus subulatis iis brevioribus 
sessilibus; ovario conico glabro in disco sessili, stylo brevissimo, stigmate 


capitato. 

Blatter 6—10 cm lang, Blittchen 2,5—5 cm lang, 7—17 mm breit. Rispen 
7—10 em lang mit mehreren Seitenästchen, die 1—2 cm lang sind; Blütenstiele 1— 
1,5 mm lang. Blüten klein, Blumenblätter 2 mm lang. 


Argentina: Gran Chaco (HAGENBECK). 

Verwandt mit T. elegans Juss. in St. Hil. Fl. Brasil. merid. II. t. 89, verschieden 
durch stärker verzweigte Rispen. T. gracilis Loesener in Flora 1889, p. 75 gehört auch 
in diese Verwandtschaft, weicht jedoch von unserer Art durch Blätter mit ınehr Jochen 
und schmälere, längere Blättchen ab. 


T. Schumanniana Harms n. sp.; ramulis ferrugineo-lepidotis, foliis im- 
pari-pinnatis 5-jugis; foliolis oppositis vel alternis breviter petiolulatis, supra 
glabris vel sparse lepidotis subnitidis, subtus ferrugineo-lepidotis, oblongis, 
. basi leviter inaequali acutis vel obtusis vel subrotundatis, apice breviter 
… vel brevissime obtuse acuminatis, nervis secundariis subtus satis prominen- 
tibus utrinque circ. 12—16 inter se fere parallelis paulo ante marginem 

arcuatis; foliorum rhachi = ferrugineo-lepidota; paniculis axillaribus amplis 

quam folia minoribus ramosis ramulis divaricatis; paniculae ramis ramulis- 
- que nec non pedicellis brevissimis = dense lepidotis; calyce late cupulari 
_ subintegro vel minutissime 5-dentato; petalis in alabastro valvatis, basi lata 
_ Ovato-oblongis acutis, extus dense lepidotis; staminibus 10 petalis breviori- 
bus; filamentis alternis brevioribus anguste lingulatis, apice brevissime 2- 
. denticulatis vel tantum emarginatis; antheris oblongis glabris in sinu apicis 
filamenti filamentello brevissimo vix conspicuo insertis; ovario late ovoideo 
_ dense lepidoto, stylo brevissimo anguste conico, loculis 2—3, ovulis in 


-Joculo binis. 
3 Blätter bis 30 cm lang, Stiele der Blättchen 3—6 mm lang, Blättchen 8—14 cm 
“ang, 2,5—4 cm breit. Rispen 15—20 cm lang; Blütenstiele 4—3 mm lang. Blumen. 
“blätter 3—4 mm lang. 

Botanische Jahrbücher. Peiblatt Nr. 67. 


34 Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 67. 


Brasilia: Corcovado (Graziou n. 11832. — Jan. 1880). 

Gehört in die Nähe von 7. lepidota Mart. (Flora v. 22, Beibl., p. 54), welche 
C. DE CANDOLLe (Suit. au Prodr. I. 754) von der Familie ausschließen will, die ich aber 
in die Gattung aufgenommen habe (vgl. Nat. Pflanzenfam. III. 4, 305). Von dieser ist. 
sie verschieden durch mehrjochige Blätter und spitze, nicht gerundete oder stumpfe 
.Blättchen. Die Schuppen von T. lepedota sind silberglänzend, die unserer Art rostfarbig. 


T. angustior Harms n. sp.; foliis imparipinnatis, 2—4-jugis; foliolis 
breviter petiolulatis anguste oblongis vel lanceolatis basi obliqua in petio- 
lulum breviter angustatis vel acutis vel obtusis, apice breviter vel longius- 
cule acuminatis, subglabris vel persparse lepidibus obsitis, rhachi nec non 
petiolulis subferrugineo-lepidotis; nervis utrinque circ. 8—12; paniculis foliis 
brevioribus (an interdum aequilongis?), axi ramulis pedicellis brevibus sub- 
ferrugineo-lepidotis ; calyce late cupulari lepidoto minute 5-denticulato; pe- 
talis 5 in alabastro leviter imbricatis basi lata oblongis subacutis extus 
lepidotis; staminibus 40, alternis brevioribus; filamentis liberis vel basi 
tantum cohaerentibus lingulatis, apice leviter emarginulatis vel 2-denticulatis, 
antheris filamentello brevissimo in sinu apicis filamenti vel ad basin sinus 
affixis; ovario dense albo-lepidoto 3-loculari, ovulis in loculo binis, stylo 
brevi subcylindraceo, apice obtuso. 

Blätter 45—20 cm lang oder länger, Blättchen 4—10 cm lang, 4—2,5 cm breit; 
Blättchenstiele 5—7 mm lang. Rispen 40—45 cm lang; Blütenstiele 2—3 mm lang: 
Blumenblätter 3 mm lang. 


Brasilia: Alto Macahé (Grazıiou n. 17572. — Dec. 1888). 


Verwandt mit 7. Schumanniana Harms, verschieden durch viel geringere Schuppen- 
bekleidung, kleinere Blätter mit relativ längeren Blättchenstielen, auch sind die Blätt- 
chen mit längerer Spitze versehen und die Seitennerven gehen meist in einem spilzeren 
Winkel vom Mittelnerv ab. T. Taubertiana Harms, die ich in Nat. Pflanzenfam. II. 4 
305 kurz erwähnt habe (Rio Novo, leg. Scnwacke) und von der mir augenblicklich nur 
spärliches Material vorliegt, ist charakterisiert durch die zwischen den Seitennerven 
eigentürnlich bullaten Blättchen, durch die zerstreut auf der Unterseite der Blättchen 
stehenden weißlichen Haare mit deutlich sternförmig abstehenden getrennten Astchen 
und die weißliche Schuppenbekleidung der Blüten. 


Cabralea A. Juss. 


C. microcalyx Harms n. sp.; ramulis breviter puberulis; foliis petio- 
latis 3—4-jugis, peliolo rhachique breviter molliterque puberula, foliolis 
oppositis, obliquis oblongis, apice breviter aculis vel brevissime acuminatis, 
basin versus aculis vel angustalis, supra breviter puberulis vel subglabris, 
subtus molliter subdenseque pubescentibus subtomentosis, subpellucido-multi- 
lineolatis; paniculis axillaribus folio saepius brevioribus vel subaequilongis 
pedunculatis ramulis brevibus == molliter puberulis; pedicellis brevibus; 
calyce minuto dense breviterque pubescente, sepalis subaculis; petalis 
zlabris, 

Blättehenpaare 1—1,5 em abstehend, Blättchen 3,5—4,5 em lang, 7—10 mm 

reit, Rispen 3—# em lang. Kelch 4 mm lang, Blumenblitter 4—5 mm lang 


Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 67. 35 


Brasilia: civit. Goyaz, inter Paiol et Lagoa do Cercado (Guaziou 
1. 20844. — Sept. 1895). 


Diese Art zeichnet sich besonders durch den sehr kleinen Kelch aus. 


Amarantaceae 


auctore GIUSEPPE LOPRIORE 
Cataniensi. 


Die folgenden neuen, in Brasilien von GLazıou gesammelten und von 
Herrn -Prof. I. Ursan mir gütigst zur Untersuchung gestellten Arten ge- 
hören der polytypischen, in Brasilien einheimischen Gattung Gomphrena 
an und stellen prächtige Gewächse dar, die bald durch ihre goldene Farbe, 
bald durch ihre großen Dimensionen und die eigentümlichen, meist unter-, 
brochenen Blütenstände sehr auffallen. 

Nur eine der neuen Arten gehört zu der ebenso in der neuen wie in 
der alten Welt auftretenden Gattung Celosia; es ist eine dem Sumpfleben 
angepasste Pflanze. 

Sämtliche Arten stimmen in ihrem Blütenbau und den übrigen äußeren 
Merkmalen mit den Hauptcharakteren beider Gattungen vollständig überein. 

Ferner gebe ich hier die Bestimmung zweier Celosia- und Alternan- 
thera- und zahlreicher Gomphrena-Arten, welche in Brasilien von ULE, 
SCHWACKE, GLaziou und mehreren anderen gesammelt wurden. 


f 


Celosia Linn. 


C. salieifolia Lopr. n. sp.; herba palustris, pedalis; caule basi sub- 
lignoso, radicante, flexuoso, sulcato, striatulo; foliis lanceolatis, basi cuneatis, 
sensim in petiolum angustatis, apice longe acuminatis, acumine obtusiusculo, 
obsolete subfalcatis, parte superiore angustiore quam inferiore, lamina utrin- 
que tenuiter membranacea et densiuscule subruguloso-gibbosula, costa et 
nervis tenuissimis saepe sub angulo subrecto patentibus et ad apicem ver- 
a curvatis, utrinque subaequaliter prominulis, 10—-20 cm longis (petiolum 
inclusum), 20—40 mm latis; spica composita terminali, interrupta, laxa, 
15—20 cm longa; capitulis sessilibus, alternantibus, plurifloris, internodiis 
10—30 mm longis separatis; bracteis late ovatis, acutis, concavis, basi in- 
srassatis et nigrescentibus, hyalinis, nervo mediano fusco et in aristulam bre- 
vem terminante; floribus fuscis, 3 mm longis, 1—1!/, mm Jatis; tepalis 
late ovato-lanceolatis, subfuscis, plurinerviis, basi incrassatis et nigrescen- 
ibus, 2 exterioribus latioribus, circa 3 mm longis, 1'/, mm latis; cupula 
taminea hyalino-straminea, basi rufescente, staminibus incrassatis, filamen- 
or! m parte libera aequilonga, 1 mm longa; antheris subrectangularibus, 
asi divergentibus, circa !/, mm longis; utriculo nigro, obovato, basi an- 
ato, ruguloso, 21/, mm longo, circumscisse dehiscente; stylo brevi, 


e* 


36 Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr, 67. 


bifido; stigmate deciduo; seminibus crasse lenticularibus, nigris, laevibus, 
I’, mm latis. | 

Brasilia: Pas d’Assucar, in silva primaeva, in Majo fl. (ULE n. 329). 

C. grandiflora Moq. 

Brasilia: prope Blumenau, in sylvis primaevis umbrosis (ULE n. 820, 
m. Jan. florif. 4888). 

C. longifolia Mart. 

Brasilia: civit. Rio de Janeiro, in sylvis prope Nova Friburgo, 1100 m 
(Uze n. 4590, m. Januar. florif. 1898). 


Alternanthera Forsk. 


A. maritima Moq. 
Brasilia: Estado de Sta. Catharina (ULE n. 4474). 


A. hirtula Mog. 
Argentina: Gran Chaco (HaGEnpeck — sine numero). 


Gomphrena Linn. 

G. grisea Lopr. n. sp.; perennis, erecta, caulibus 15—30 cm longis, 
11,—2 cm crassis, pilis albidis vel sordide griseis subappressis molliter 
sericeis, lantum folia perpauca gerentibus paene subaphyllis; foliis basi 
caules et mediam partem tantum vestientibus, erectis vel ad caulem sub- 
appressis, sessilibus, lineari-lanceolatis, integris acutis, 2—3'/, cm longis, 
3—5 mm latis, supra parce et sparse subtus densissime pilis albidis sericeo- 
sublanuginosis; inflorescentia terminali, spiciformi, spicis dense congestis | 
subglobosis cire. 12 mm longis, 45 mm latis; bracteolis hyalinis, basi 
nigrescente, subconnatis, ovatis, valde concavis, 3 mm latis et longis; flori- 
bus albis; tepalis lanceolatis 7 mm longis, margine dense pilosis vel lanu- 
ginosis, basi nigrescentibus, parte media superiore hyalinis, tubo stamineo 
5 mm longo, filamentorum parte libera brevissima, triloba, lobis exteris 
subtrapezoideis basi angustatis, lobo antherifero vix prominente, antheris 
late ovalis, apice rotundatis bifidis; ovario turbinato 2 mm longo, stylo 
brevissimo, sligmate plumoso; seminibus rufescentibus, minutis, funiculo — 
elongato. 

Brasilia: in civil. Goyaz, in vallibus Rio Corumba in campo (Grazıou À 
n. 21968, m. Sept. f1.). 

6. chloromalla Lopr. n. sp.; herba tubereulifera, undique dense villosa, « 
caulibus ereelis, 7 mm crassis, teretibus ; foliis oppositis sessilibus, inter- 
nodiis $—42 em longis, lamina rigidula chartacea, ovali vel ovata vel sub- — 
obovata, margine inlegerrimo plana, i. s. saepius undulato-subplicata, basi 
late cuneata vel rotundata, apice brevissime acuminata, 4—7 cm longa, — 
3—5 em lata, 1. s. subochraceo olivacea, nervis subtus prominulis, supra 
obsoletis palmatis, utrinque nempe juxta et secundum marginem 2—3 | 


Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 67. 37 


principalibus paene usque ad apicem laminae percurrentibus, praeterea a 
costa media in folii parte superiore etiam utrinque cire. 2—3 nervis late- 
ralibus, superioribus sub angulo latiore, inferioribus sub angustiore angulo 
patentibus; inflorescentia terminali, pannieulata ramulis oppositis 10—15 em 
Jongis, fasciculis 3—5-floris; bracteolis stramineis, lanceolatis acutis spines- 
“centibus 6 mm longis; floribus albescentibus; tepalis hyalinis, 7—8 mm 
longis, dense pilosis vel lanuginosis, tubo stamineo circ. 6 mm longo, fila- 
mentorum parte libera vix 4 mm longa in lobos duos laterales semi- 
lunares convergentes terminante, lobo intermedio antherifero sessili, an- 
theris anguste linearibus, 3 mm longis, apice angustatis bifidis; ovario tur- 
binato 2 mm longo, stylo filiformi ovario subaequilongo; stigmate bifido 
2-plo vel 3-plo ovario longiore; seminibus rufescentibus turbinatis. 
Brasilia: in civit. Goyaz ad Chapadao de Porto Seguro in campo 

prope Olho d’Agua do vento (GLaziou n. 21972, m. Dec. fl.). 
‘ G. eriocalyx Lopr. n. sp.; perennis, erecta; caulibus validis, teretibus, 
4—6 mm crassis, pilis albidis subadpressis, molliter sericeo sublanuginosis ; 
foliis basalibus oblanceolatis vel oblanceolato-cuneiformibus, erectis, crassius- 
culis, coriaceis, integerrimis, apice obtusis vel subrotundatis vel acutius- 
culis, saepe brevissime mucronulatis, supra et margine pilis brevissimis 
erectis scabris vel scaberrimis, subtus pilis longis adpressis tomentosis, 
13—15 cm longis, 2!/,—3 cm latis, costa media supra i. s. leviter impressa, 
-subtus vix conspicua, nervis lateralibus plane obsoletis, foliis caulinis gra- 
- datim diminutis, lanceolatis vel lineari-lanceolatis vel superioribus subdel- 
toideis, internodiis longissimis (8—15 cm longis); floribus in glomerulos 
densos internodiis 6 mm longis separatos in caulis primarli axi congestis, 
glomerulis singulis circ. 2 cm diam. et uno alterove interdum axim brevem 
secundarium glomeruliferum emittente; bracteolis hyalinis, nervo mediano 
rufescente concavis, 4—5 mm longis; floribus flavescentibus; tepalis lineari- 
bus, apice acutis, basi incrassatis, 7—8 mm longis, dense pilosis, pilis 
longis albidis lanuginosis; tubo stamineo hyalino, circ. 6 mm longo, fila- 
mentorum parte libera 1 mm longa in lobos duos laterales ovales acutos 
convergentes terminante, lobo intermedio antherifero lineari brevi, antheris 
late linearibus, apice rotundatis, 24/2 mm longis; ovario turbinato 11/>— 
2 mm longo; stylo brevissimo; stigmate bifido, ovarium subaequante; se- 
minibus rufescentibus. 

Brasilia; in civit. Goyaz inter Fazenda da Bolivia et Herculano Lobo 
in campo (Graziou n. 21974, m. Dec. fl.). 
- G. aurea Lopr. n. sp.; perennis, humilis, tota planta pilis albidis sub- 
sericeis usque ad 12 mm longis lanuginoso-hirsuta, caulibus brevibus vel 


in petiolum laminae subaequilongam vel circ. t/3—1/,-plo breviorem sensim 
t cuneatim angustatis, apice obtusis vel acutiusculis, subcoriaceis, juve- 
nilibus pilis sericeis, durescentibus et setaceis obleetis, velustioribus demum 


38 Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 67. 


glabratis, superficie in foliis vetustis dense et manifeste punctata, nervis 
obsoletis; inflorescentia terminali, capituliformi, ambitu subsemiglobosa. circ. 
3,5—4 cm diametro; bracteolis aureis, nitidis, carinatis, cristulatis, cristula 
ampla, apice dentieulata, 15 mm longis; floribus flavis, tepalis aureis, 
linearibus, apice acutis, mucronulatis, basi incurvatis, dense pilosis, 16— 
17 mm longis; tubo stamineo hyalino, perigonio 1 mm longiore, filamentis 
brevissimis in lobos duos laterales ovatos obtusiusculos divergentes ex- 
currente, lobo intermedio antherifero brevissimo, antheris linearibus acutis 
basi bilobulatis, apice demum curvatis; ovario turbinato, stylo cylindrico, | 
stigmate brevi bifido; seminibus rufescentibus ovatis. | 

Brasilia: in eivit Minas Geraés in Serra dos Vertentes (GLazıou 
n. 20435, m. Jun. fl.); in eivit. Goyaz inter As Antas et Pedro Sardinha 
in campo (Graziou n. 20966, m. Aug. fl.). 

6. aphylla Pohl. | 

Brasilia: in eivit. Piauhy (GARDNER n. 2296). 

(6. agrestis Mart. 

Brasilia: Säo Juliao (Scuwacke n. 7992, fl. m. Mart. 1892). 

G. cinerea Moq. 

Brasilia: in eivit. Goyaz (GLaziou n. 21 969, fl. m. Jan. 1894). 

G. denudata Mogq. 

Brasilia: in civit. Goyaz (GLazrou n. 21970, fl. m. Jan. 1894). 

(6. holosericea Mart. 

Brasilia: Blumenau, ad vias inter fruticeta (Ute n. 855, fl. m. Aug. 
1888). 

G. jubata Moq. 

Brasilia: in eivit. Goyaz (Grazıou n. 21967, fl. m. Jan. 1894). 

6. officinalis Mart. 

Brasilia: in civit. Goyaz (GLaziou n. 21965, a. 1894); inter Bra 
Vista et Injanhy (Scuwacke n. 9087, fl. m. Jan. 4893); Cachambu (ne Moura — 
n. 55, fl. m. Jan. 1890). 

G. Riedelii Seub. 

Brasilia: in civil. Goyaz (GLazıou n. 21 974, flor. m. Jan. 1894). 

G. scapigera Mart. 

Brasilia: in civil. Minas (Gramou n. 49750, fl. m. Jan, 4891); in 
campis ad Serra de [aliaia prope Chapada (Scuwacke n. 11494, fl. m, 
Majo 1895). 

(1. virgata Mart. 

Brasilia: in civil, Goyaz (Graztou n. 24974, fl. m. Jan, 1894; In- 
fallıvel apud incolas). 


BR 


Vier neue Weidenarten aus Japan. 
Von 


Otto v. Seemen. 


Salix dolichostyla v., Seem. n. sp. gi u. ©; hoher Baum mit 
dickem Stamm; Zweige: ältere: gelbbraun, kahl, junge: kurz, grau be- 
haart; Blätter (nur junge): lanzettlich bis oblong-lanzettlich, beiderendig 
zugespitzt, am Rande dicht, scharf gesägt, an der Mittelrippe spärlich lang 
behaart; Kätzchen: mit den Blättern gleichzeitig erscheinend, Gt: fast 
sitzend, am Grunde durch 2—3 kleine, lanzettliche oder oblonge, unterseits und 
am Rande seidig behaarte Blitichen gestützt, aufrecht, schmalcylindrisch, 
bis 3 cm lang, 0,5 em dick; dichtblütig; Spindel: dicht zottig behaart; 
Deckschuppe: bis auf die halben Staubblätter hinaufreichend, länglich eiför- 
mig bis oval, stumpf, häutig, adrig, hellgelbbraun, außen schmutzig grau, 
zottig behaart; Staubblätter: 2, am Grunde etwas verwachsen und zottig- 
behaart; Antheren oval, gelb; Drüsen: 2, vordere: lang, pfriemförmig, 
hintere: breit oval, oben rund oder ungleich eingeschnitten; ©: lang ge- 
stielt (Stiel: bis 1,5 cm lang, dicht, zottig behaart, mit kleinen laubartigen, 
am Rande dicht gesägten Blättern), aufrecht, cylindrisch, bis 2 cm lang, 
0,3 cm dick, dichtblättrig; Spindel: zottig, grau behaart; Deckschuppe: 
fast so lang als die Kapsel bis zu der Narbe hinaufreichend, eifürmig, am 
oberen Ende ausgerandet, mantelartig, häutig, adrig, gelbbraun, nur am 
Grunde etwas zottig grau behaart; Kapsel: kurz eiförmig, sitzend, dicht, 
lang, zottig grau behaart; Griffel: fast 2/3; so lang als die Kapsel, dick, 
kahl; Narben: lang, dick, geteilt, schneckenförmig gekrümmt; Drüsen: 2 
vordere: lang lineal, 1/; so lang als die Kapsel; hintere: eben so lang, 
breitoval, fast kreisrund, spitzlich. 

_ Japan: Insel Nipon (nördlicher Teil), Aomori (leg. Abbé U. Faurıe, 
den 6. Mai 1898, n. 1259, 1260) in Flussthälern. 


Das Vorhandensein von 2 Staubblittern in den & Blüten und von 2 Drüsen so- 
wohl in den & wie in den © Blüten deuten darauf hin, dass diese Weide zur Fragilis- 
Gruppe gehört. Sehr charakteristisch bei dieser Art ist die sitzende, stark behaarte 
Kapsel mit dem langen Griffel und den schneckenförmig zurückgerollten Narben. 


40 Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 67. 


S. Fauriei v. Seem. n. sp. ©: Zweige: dünn; alte: rotbraun kahl; 


junge: am Grunde dicht, lang, sonst dünn und kurz grau behaart: Knos- 


pen: kahl: Blätter: gestielt (Stiel: bis 0,5 cm lang, bei jungen Blättern 
grau behaart, später kahl), lanzettlich, lang zugespitzt, bis 6,5 cm lang, 


1,5 cm breit, fein knorpelig gesägt, dünn, in der Jugend beiderseitig an- 


liegend lang seidig behaart, später verkahlend, fast gleichfarbig; Mittel- 


rippe : FRE wenig, unterseits stark hervortretend; Seitennerven und 

feinmaschiges Adernetz: beiderseits nur wenig hervortretend; Kätzchen 
RS roo) ? 

(nur ©): gleichzeitig mit den Blättern, aufrecht, sitzend, am Grunde mit. 


— 


{—2 kleinen Blättchen, schmal cylindrisch, bis 5,5 em lang, 0,5 em dick, 


lockerblütig ; Spindel: dünn, starr behaart; Deckschuppe: bis auf die Kap-. 
sel hinaufragend, schmaleiförmig oder eiförmig, stumpf, starr, an der Spitze | 


dunkler, am Grunde und Rande, spärlich lang behaart; Kapsel: gestielt 
(Stiel: 1/, so lang als die Kapsel, kahl, schmal oval kegelförmig, kahl, oder 
mit einzelnen längeren Haaren bestreut; Griffel: 1/, so lang als die Kapsel, 
kahl; Narben kurz, aufrecht, ausgerandet; Drüse: 4 hintere, oval, am 
Grunde verschmälert, gestutzt flach, fleischig, so lang als der Kapselstiel. 


Japan: Yamakita (Nordspitze von Nipon), auf Felsen (leg. Abbé 


U. Faurie, den 8. Mai 1899, n 3700). 

Diese Weide ist zur Arbuseula-Gruppe zu rechnen. 

S. Shiraii v. Seem. n. sp., œ u. QO. Niedriger Strauch von etwa 
{ m Höhe; Zweige: alte: dunkelbraun, kahl; junge: gelbbraun, spärlich 


anliegend grau behaart; Blätter, bis 5,75 cm lang, 3 cm breit, eiförmig spitz — 


bis eilanzettlich zugespitzt, am bins abgerundet oder herzfürmig, gestielt 
Sliel: bis 0,75 em lang, bei dem jungen Laube dünn weiß behaart, sonst 
kahl), am Rande scharf gesägt, oberseils dunkelgrün, unterseits grau, bei 


dem jungen Laube dicht und lang anliegend weiß behaart, bei dem aus- — 


sewachsenen Laube nur an der Mittelrippe spärlich behaart; Mittelrippe: 
oberseils wenig, unterseits stärker hervortretend; Seitennerven und weil- 
maschiges Adernetz: beiderseitig fein und wenig hervortretend; Kälz- 
chen: mit dem Laube ‚gleichzeitig, Gt: fast sitzend am Grunde durch 
schuppenartige, dicht lang weiß behaarte Blättchen gestützt, aufrecht, dünn 
eylindrisch, bis 4 em lang, 0,5 em dick, diehtblütig; Spindel: dicht weiß behaart; 
Deckschunpe klein, breit oval, am oberen Ende abgerundet, hellgelb, lang zul 
dieht, glatt weiß behaart; Staubblätter: 2, frei, kahl; Antheren: oval, gelb; 


Drüse: 4 hintere, oval, 2), so lang als die Deckschuppe; © : kurz gestiell — 


Stiel: bis 0,75 em lang, weiß behaart, mit 2—3 kleinen, laubartigen, 
eiförmigen, am Rande zerstreut gesiigten, lang und dünn weiß behaarten 
Blättchen), aufrecht, dünn eylindrisch, bis 4 cm lang, 0,5 cm dick, locker- 


blütig; Spindel: weiß behaart; Deckschuppen : klein, 1/2 so lang als der Kap- — 


selstiel, breit oval, am oberen Ende abgerundet, hellgelb, lang und dicht 
glatt weiß behaart; Kapsel: lang gestielt (Stiel: / so lang als die Kapsel, 
dünn, kahl), aus ovalem Grunde verschmäilert, am oberen Ende stumpf, 


FT TES 


Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 67. Al 


kahl; Griffel: kurz, dünn; Narben: länglich, aufrecht gabelig abstehend; 
Drüse: 4 hintere, !/, so lang als der Kapselstiel, länglich oval. 

Japan: Insel Nipon, Nikko, auf Felsen in 2000 m Höhe (leg. Snırar, 
Mai 1898, n. 42 u. 43; leg. Abbé U. Faurız, Mai 1898, n. 2142). 

Diese Weide gehört zur Hastata-Gruppe und zeichnet sich aus durch die am Grunde 
meistens herzförmigen Blätter und durch die lange weiße Behaarung der jungen Blätter 
und Deckschuppen. 

S. eyelophylla v. Seem. n. sp. ©. Niedriger Strauch; Stamm: am 
Grund kriechend; Zweige: kahl, junge: gelbbraun, alte: dunkelbraun; 
Knospen: kahl; Blätter: lang gestielt (Stiel: bis 1,5 cm lang, nur bei 
ganz jungen Blättern spärlich lang, weiß, seidig behaart, sonst kahl), breit 
elliptisch bis kreisrund, bis 4,5 cm lang, 3,5 cm breit; Spreite nur am 
unteren Ende mit einzelnen sehr kleinen Zähnchen, sonst ganzrandig, kahl 
nur bei ganz jungen Blättern unterseits spärlich mit langen, weißen, seidi- 
sen Haaren besetzt), lederartig, auf beiden Seiten fast gleichfarbig, ober- 
seits glänzend, unterseits matt; Mittelrippe und Seitennerven: bei den jun- 
gen Blättern oberseits vertieft, bei den älteren Blättern beiderseits fein her- 
vortretend; Adernetz: weitmaschig, wenig hervortretend; Kätzchen (nur 
©): mit den Blättern gleichzeitig, lang gestielt (Stiel: bei jungen Kätzchen 
bis 1 cm, bei abgeblühten bis 2 cm lang, spärlich lang behaart, mit 2 bis 
3 kleinen laubartigen Blättern), bogig hängend, junge: kurz walzenförmig, 
bis 1,5 em lang, 0,5 cm dick, abgeblühte: lang walzenförmig, bis 6,5 cm 
lang, 1,5 em dick, dichtblütig; Spindel: dünn behaart; Deckschuppe: fast 
bis auf die halbe Kapsel heraufragend, oval, am oberen Ende abgerundet 
oder gestutzt, schwach gezähnelt, am Grunde verschmälert, braun, auf den 
Flächen spärlich, am oberen Rande dicht, lang, weißgrau behaart; fast 
sitzend, aus schmal ovalem Grunde lang verschmälert, kahl; Griffel: '/; 
so lang als die Kapsel; Narben: länglich, aufrecht, geteilt; Drüse: 4 hin- 
tere, '/, so lang als die Kapsel, eiförmig, gestutzt, fleischig. 

Japan: Insel Jesso, Gipfel des Rishiri (leg. Abbe U. Faurm, den 
25. Juli 1899, n. 3713). | 

Diese Weide gehôrt zur Hastata-Gruppe und zeigt im Laube Ahnlichkeit mit der 


S. pyrolaefolia Ledeb., deren Blätter jedoch am Grunde spitz und am Rande dicht und 
scharf gezähnt sind. 


Protarum Engl. nov. gen. 


Eine neue interessante Gattung der Araceen von den Seschellen. 


Flores unisexuales monoici. Flores masculi: Stamina 3 in synandrium 
sessile, (in directione spadicis) oblongum, leviter 6-lobum et medio excava- 
tum connata. Flores feminei: Staminodia 4—6 imbricata crassiuscula. late 
linearia, latitudine sua paullo longiora, apice obtuse triangularia et leviter 
inerassata. Pistillum oblongo-ovoideum ; ovarium ovoideum, ovulis 4 funiculo 
brevi basi affixis, elongatis suborthotropis; stilus brevis; stigma ultra stilum 
lateraliter dilatatum, 4-lobum. — Herba tuberosa. Folii (ut videtur unici) 
petiolus longus, lamina subpedatisecta, segmentis valde approximatis brevi- 
ter ansatis lanceolatis acuminatis acutis, nervis lateralibus numerosis tenui- 
bus patentibus in nervum collectivum a margine distantem conjunctis. 
Spatha pedunculata oblongo-lanceolata supra infimam sextam partem levi- 
ter constricta. Spadix spathae dimidium vix aequans. Inflorescentia femi- 
nea conoidea spadicis imam tertiam partem oceupans, a mascula turbinata 
in appendicem crassam obtusam longiorem transeunte spatio tenui sterili 
sejuneta. 

Diese ausgezeichnete Gattung ist ein wertvoller Zuwachs zu den alt- 
endemischen Gattungen der Seschellen, welche deren hohes Alter erweisen. 
Sie ist aber auch insofern von Interesse, als sie, wie auch die Stawrostigma- 
leae ein Prototyp aus der Unterfamilie der Aroideeae darstellt, welches noch 
Spuren der ehemaligen Zwitterblütigkeit deutlich erkennen lässt. Soweit ich 
jetzt nach dem sehr dürftigen trockenen Material urteilen kann, sind die die 
Pistille umgebenden Blattgebilde Staminodien, da ihre Beschaffenheit mit 
der der Staubblätter übereinstimmt. Wären sie Blütenhüllblätter, dann 
würde sich die Gattung mehr an Stylochiton anschließen. 

Die einzige Art dieser Gattung nenne ich: 

Protarum Sechellarum Engl. 


Polit petiolus cire, 8 dm longus, inferne 4,5 cm crassus, sursum attenuatus, lamina, 
crc, 4 dm lata, segmenta ansis 5—7 mm longis insidentia, 4,5—1,7 dm longa, 3— 


8,5 om lata, Pedunculus 1,2 dm longus, 5—6 mm crassus, spatha 4,7 dm longa, tubo - 


cire, 2 cm, lamina convoluta 8 cm diametiente, Spadicis inflorescentia feminea cire, 
4 cm longa, inferne 4 cm crassa, interstitium sterile 4 cm longum, inflorescentia mas- 
cula 2,5 cm longa, superne 4,2 cm crassa, appendix 4,5 cm longa, 41,3 cm crassa. 
Synandria cire, A mm alla, direetione spadicis 2 mm longa, Staminodia florum femineo- 
rum cire, 4 mm longa et lata. Pistilla 2 mm longi. 

Seschellen, auf der Insel Mahé im Palmenwald auf Monnt Marrison 
‘Scumpen, — Blühend im März 1899), 

Die Pflanze wurde gelegentlich der Valdivia-Expedition von dem dieselbe begleiten- 
den Herrn Prof. Dr, Scuimprn gosammelt, 


L 


Notiz. 


Die »Deutsche Rundschau für Geographie und Statistik< macht folgende, 
wohl die meisten Botaniker interessierende Mitteilung: 


Bahnstation »Welwitsch« in Deutsch-Südwest-Afrika. Von 
Herrn Kurt Dinter, Vorsteher der forstwirtschaftlichen Station Brakwater 
bei Windhoek in Deutsch-Südwest-Afrika, erhalten wir folgende interes- 
sante Zuschrift: Als ich im Februar 1900 einige Wochen lang längs der 
Wüstenstrecke der Swakopmund-Windhoeker Eisenbahn botanisierte, hielt 
ich mich auch einen Tag beim Kilometer 62 auf, welcher Punkt seinerzeit 
den Namen Station Kan, gewöhnlich »Kan oben« genannt, führte, zum 
Unterschiede von Kanrivier oder »Kan unten«, welche Station in der Sohle 
des 1. Kan liegt (4 Kilometer bahnabwärts und 120 m tiefer als »Kan oben«). 
Die obere Station nun ist der einzige Punkt an der Eisenbahn, an welchem 
dieselbe die Zone einer der merkwürdigsten Pflanzen der Welt, Welwitschra 
mirabilis Hook. fil., durchschneidet. Diese hochinteressante Pflanze zieht sich in 
einem schmalen Streifen von Walfischbai als südlichstem Punkte bis nach Cabo 
Negro unter 15° 40’ südl. Br. An diesem letztgenannten Punkte wurde sie 


- 1860 von dem österreichischen Botaniker Frreprich WELwITscH entdeckt und 


CIN ug) , 


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ihm zu Ehren von Sir Josern Hooker Welwitschia mirabilis benannt!) 
Hooker teilt aus einem Rriefe Wetwirscn’s in einem Memoire über diese 
Pflanze mit, dass Wetwitscu, als er diese Entdeckung machte und bald 
darauf den Charakter der Pflanze erkannt hatte, vom Entdeckerenthusias- 
mus derart überwältigt wurde, dass er lange im glühenden Wiistensande 
vor ihr staunend kniete und sie kaum zu beriihren wagte, aus Furcht, sie 
könnte sich als Product seiner Einbildungskraft erweisen. Als ich auf 
meiner Weiterreise nach Swakopmund kam, hatte ich Gelegenheit, den 


Leiter des Eisenbahnbaues, Herrn Major Popaatt, kennen zu lernen, wel- 


chem Herrn ich den Vorschlag machte, den ungeeigneten Stationsnamen 


bei Kilometer 62 umzuändern in Welwitsch. Mein Vorschlag fand sofort 


Beifall und seit einigen Monaten trägt, nachdem die Namensänderung vom 


4) Anmerkung. WerwırscH selbst hatte die Pflanze ein Jahr vor Hooker im Journ. 
Linn. Soc. V (4864) 185 als Tuwmboa bezeichnet und beschrieben, und Hooker f. hat 


dieselbe ihm von Barnes eingesandte Pflanze in Gardn. Chron. 4864 p. 1008 T. Bawnesvi 


genannt, ein Jahr später in Gardn. Chron. 1862 p. 74 aber Welwitschia mirabalis (Red.) 


44 Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 67. 


kais. Gouvernement gebilligt worden, die Station officiell den Namen Wel- 
witsch, hoffentlich für »ewige Zeiten«. Ich denke, dass die gesamte Bo- 
tanikerwelt, insbesondere aber die Osterreichs, die Nachricht mit Genug- 
thuung aufnehmen wird. Werwırsch wurde geboren in Maria Saal am 
5. Februar 1806 und starb in London am 20. October 1872. Er erforschte 
in rastloser Thätigkeit 5 Jahre lang die Floren der portugiesischen Be- 
sitzungen der Westküste Afrikas. Seine Grabschrift auf dem Kensal 
Greenkirchhof in London, wo er am 24. October 1872 beigesetzt wurde, 
ist geschmückt mit einer in Relief gearbeiteten Welwitschia und lautet: 
FREDERICUS WELWITSCH M. D., Botanicus eximius, Florae angolensis investi- 
gatorum princeps, nat. in Carinthia 25. Februar 1806, ob. Londini, 
20. October 1872, 


| Beiblatt zu den Botanischen Jahrbiichern. 


Nr. 68. 


Band XXX. Ausgegeben am 2. Juli 1904. Heft 2. 


Cyperaceae (praeter Caricinas) Chilenses, 
Auctore 


C. B. Clarke. 


In Ensrer Bot. Jahrb. v. 27 (1899) p. 485—563, there is a paper 
by GEORG KuEkENTHAL on the Carex (including Uncinia) of Chile and Ar- 
gentina; Argentina only adds 4 species to the Carex of Chile. 

About 8 months ago, Dr. J. Puizippr wrote to me requesting me to 
publish a similar paper on the remainder of the Cyperaceae of Chile. He 
wished a revision of all the Chile Cyperaceae to be published before 
Dr. Retcne describes that Order in the new Flora of Chile. 

The present paper is what I have been able to produce in reply to 
Dr. J. Pæizxpps. It is not quite similar to the paper of Pastor KurkEn- 
THAL. It does not include the Argentine Cyperaceae which are numerous; 
I possess neither the collections nor the paper of Dr. Kurtz, so that | 
could not deal at all completely with the Argentine species. 

Dr. Rercue has sent me authentic specimens, sometimes only fragmen- 
tary, of nearly all the new species /ately described by Dr. Pamirrr. The 
present paper is compiled by extracting, from my mss on Cyperaceae, the 
_ Chile species; then verifying and correcting these by comparison with Dr. 

Puivippi’s types. 
| As regards some species formerly described by Dr. Prixiepr, I have 
neither the descriptions nor any specimens. Also, as regard several new 
«species of which I have received only fragments, I prefer to treat these as 
forms of old species rather than to describe very critical species on slender 
4 material. 
s The area here included in Chile is that in the Atlas to C. Gays Chile: 
which does not exactly define the present political boundary. Several of 
oF the localities cited below I can find in no map; they are merely copied 
from the field-ticket, the writing of which I may not have always decip- 
7 hered correctly. 
3 The literature of the subject is mainly the Cyperaceae by Desvaux 
(in Craupe Gay, Historia de Chile, Botanica v. 6 Paris 1853), supplemented 
by the numerous papers of Dr. PnıLıppı in Linnaea and in the Anales de 


Botanische Jahrbücher. Beiblatt Nr. 68. a 


2 Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 68. 


la Universidad de Chile, scattered over 40 years. For the record of the 
species therein trealed of, I rely on F. Parzippr (Catalogus Plantarum Vas- 
cularum Chilensium, Santiago 1881). The Anales are distributed only, not 
published, so that it is difficult to find a complete series of them; nor 
have I been able to see even the descriptions of some species of Cypera- 
ceae cited therefrom. 


Among other works cited below are: 


1. Morına, History of Chili (Translation), London 1809. This contains — 


one Seerpus, described so that no one has been able to discover 
what it was. 


i) 


. Presı (Reliquiae Haenkeanae, Prag 1830) records half-a-dozen 
species from Chile, or perhaps from Chile. The series of Prest’s 
types is imperfect in herb. Kew; when the type is not here, I can 
only say of a species like Cyperus laetus, Presl, from Chile, that 
I have never seen a Cyperus that shews the characteristic features 
of Prest’s diagnosis. | 

3. J. D. Hooker, Flora Antarctica pars 2 (1847) p. 360, describes 

6 species of Cyperaceae (besides Carex) from the extreme South 
of Chile. | 

4. STEUDEL, Synopsis Plantarum Cyperacearum (Stuttgart 1855), des- 

cribes a few new Chile Cyperaceae, from Lecuisr’s collections. A 
larger list of LecaLer’s Cyperaceous numbers with names by STEUDEL, 
but without descriptions is given in LecuLer, Berberides Americae 
Australis (Stuttgart 1857): two Maclovian species are given on p. 50, 
twelve Chile sp. on p. 53; exclusive of Carex and Uneinia. 

5. Hemstey, Voyage of Challenger, Vol. 1 (London 1885), records 5 spe- 

cies of Cyperaceae (besides Cariceae) in Juan Fernandez. 

6. Francnet, Mission Scientifique du Cap Horn, v. 5 Botanique (Paris 
1889) p. 373 records 5 species of Cyperaceae (other than Carex) 
from the South of Chile. | 

. Jonow, Flora de Juan Fernandez (Santiago 1896) p. 142, 143, records 

6 species of Cyperaccae (besides Cariceae). 


1 


| have, of course, cited the eminent Monographers of Cyperaceae, 
Kunrn and Borckerer, in all cases. I have picked up also some of the 
new Chile species which Borcketer has scattered in various publications; 
| can hardly hope to have discovered all. 

| have frequently cited Benrnam’s Flora Australia, Grisepacn’s Sym- 
bolae Argentinae, ele, with the object of shewing the distribution of a 
species in the Southern Zone or neighbouring countries. 


Cyperaceae Chilenses. 


A. Flores nucigeri 2-sexuales. 
re Tribus I. Cypereae. — Spiculae glumae 2—1—0 imae vacuae. 
| — Inflorescentia umbellata aut capitata (praeter Fuerenam). 
Spiculae saepius multi-nucigerae. 
Glumae nucigerae distichae. . Subtribus 1. 
Glumae nucigerae (saltem superiores) bte sitae 
Subtribus 2. 
Tribus If. Schoeneae. — Spiculae glumae 3 (rarius 2) imae 
vacuae. — Inflorescentia longe paniculata vel subcapitata 
(non umbellata). Spiculae saepe pauci-nucigerae. 
Stylus 2-fidus. . Subtribus 3. 
Stylus 3-fidus. . Subtribus 4. 
3. Flores nucigeri 4-sexuales. 
—_ Spiculae pauciflorae. Flos imus foemineus; 
aut steriles, aut fere. 


superiores masculi 


Subtribus 4. Eu-Cypereae. Spicula 4 (saepius plures) flores per- 
fectos nucigeros (speciebus non Chilensibus exceptis) maturans. 
Glumae in basi spiculae 2—0 vacuae. Glumae nucigerae 
distichae; summae masculae aut steriles, plus minus quaqua- 
versales. Setae hypogynae 0. Nux apice in stylum sensim 
abiens (stylo basi ipsa non bulbosim incrassata) fere in om- 
nibus (in omnibus sp. Chilensibus) levis neque transversim 
lineolata neque longitudinaliter costata. 

Folia omnia prope ad basin culmi enodosi approximata. 
nicula in umbellam depressa, 
congesta. 

Stylus 2-fidus (spiculae rhachilla persistens). 
Nux a latere compressa, biconvexa : 
Nux a dorso compressa, plano-convexa Haren, 
Stylus 3-fidus. 

- Spiculae rhachilla persistens. 

Spiculae rhachilla supra 2 glumas vacuas à PRET ee 
Spiculae rhachilla in fructu continua . ; 
Spiculae rhachilla in nodos 4-nucigeros soluta. 

. Subtribus 2. Scirpeae. — Spicula 4 (vel plures) flores perfectos 
nucigeros maturans. Glumae in basi spiculae 2—0 vacuae. 
Glumae nucigerae (saltem superiores) undique quaquaversim 
imbricatae (2 imis interdum suboppositis i. e. spicula basi 
ipsa subdisticha). Setae hypogynae non raro obviae. 

Folia omnia prope ad basin culmi enodosi (praeter Fuirenam) 
approximata. Panicula (praeter Fuirenam) in umbellam 
depressa, saepe in caput congesta. 

Styli basis a nuce ope constrictionis vel lineae distincta . 
Styli basis in nucis apicem sensim continua (cf. etiam Bleo- 
charidem simulantem). 
Glabrae. Inflorescentia capitata vel umbellata. 
Pilosa. Inflorescentia longe paniculata . 


Pa- 
interdum in caput densum 


Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 68. 


. Subtribus 5. 


Eu-Cypereae. 


Scirpeae. 


Rynchosporeae. 
Eu-Schoeneae. 


Sclerieae. 


_ 


. Pycreus. 
. Juncellus. 


bo 


3. Cyperus. 


4. Mariscus. 
3. Torulinium. 


6. Eleocharis. 


7. Scirpus. 
8. Fuirena. 


a* 


4 Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 68. 


Subtribus 3. Rynchosporeae. — Stylus 2-fidus. . . . . 9. Dichromena. 
Subtribus 4. Eu-Schoeneae. — Stylus 3-fidus. — Spiculae REA 
nucigerae. 


Flores in spicula axillares; glumae summae tabescentes. 
Setae 6, evolutae. 
Rhachilla supra florem imum brevis . . . . . . . . . . 40. Carpha. 
Rhachilla supra florem imum elongata incurva . . . . . 44. Schoenus. 


Setae 0 aut vix ullae. . . . . 2e" 2 N ae mia eee 
Spicula 1-flora; flos pseudo- ete Bi rely ok, 211048: Orecbales. 
Subtribus 5. Sclerieae. — Spiculae flos imus taie, su- 


periores masculi steriles aut obsoleti. . . . . . . . . . . 44. Scleria. 


. Pycreus. 


Pycreus, Beauv. Fl. d’Owar v. 2 (1807) p. 48 t. 86 fig. 2; C. B. Clarke 
in Hook. f. Fl. Brit. Ind. v. 6 p. 589. 

Cyperi, Sect. A Pycreus, Kunth Enum. v. 2 p. 3; Benth. et Hook. f 
Gen. Pl. v. 3 p. 1044. 

Cyperi, Sect. A Hu-Pycreus, Boeck. in Linnaea v. 35 (1867—8) p. 437. 

Glumae distichae. Spicula 4 (saepius plures) flores. perfectos nuci- 
geros gerens; rhachilla persistens. Glumae nucigerae a basi spiculae sen- 
sim caducae. Setae hypogynae 0. Stylus 2-fidus. Nux lateraliter com- 


pressa. 

— Glabrae. Folia omnia prope ad basin culmi enodosi approximata. 
Panicula in umbellam, non raro in caput densum depressa. Nux in spp. 
Chilensibus levis. | 

Species 60—70, per regiones Orbis Terrarum calidiores — in zona 
Australi usque ad caput Bonae Spei, Australiam et Buenos Ayres — 
sparsae. 

Spieulae pallidae, ferrugineae, aut proventu brunescentes. 
Spiculae pallidae, in spieis globosis dense fasciculatae. 
Culmi admodum graciles. 
Culmus tenuior. Inflorescentia saepius umbellata . . A. P. helvus. 


Culmus filiformis, monocephalus. . . . . . . . . . 2. P. nematodes. 
Spiculae ferrugineo- (aut rubro-)tinctae. Culmus me- 
diocris . . . N ON SR 9 Brest 


Spiculae castaneae aut castaneo-pictae, 
Spiculae in spicis subglobosis dense fasciculatae. 


Spiculae sat compressae, planae, rigidae . . .. . . 4. P. melanostachyus. 
Spiculae parum compressae, subturgidae , . . , . . 5. P. elegantulus. 
Spiculae in spieis laxiuscule spicatae. . . . . . , . . 6. P. Lagunetto. 


1. P. helvus ©. B. Clarke in Urban Symb. Antill. v. 2 (1900) p. 16, 19. 

Cyperus densus Link Jahrb. v. 3 (1820) p. 83; Humboldt ms. fide 
Link. ; 

C, helvus Liebm.! Mexican Halvgr. (1850) p. 9. 

C. ambiquus Liebm,! Mexican Halvgr. p. 114, non Steud, 


Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 68. 5 


C. correctus Steud.! Cyp. (1855) p. 7. 
C. variegatus Griseb.! Fl. Brit. West-Ind. p. 562, non H.B.K. 
1 C. Humboldtianus Schultes in Roem. et Sch. Syst. v. 2 Mant. p. 100; 
…Boeck.! in Linnaea v. 35 (1867—8) p. 444, et in Engl. Bot. Jahrb. v. 4 
_ (1881) p. 362. 
f ©. filieulmis A. a in Sagra Fl. Cuba v. 3 (1853) p. 285. 
C. Olfersianus C. B. Clarke in Journ. Linn. Soc. v. 21 (1884) p. 62. 
_ partim; Boeck. in m Bot. Jahrb. v. 1 (1881) p. 362, non Kunth. 
C. Olfersianus + elatior Boeck.! in Linnaea v. 35 (1867—8) p. 440. 
C. Jacquemonti Boeck.! in Linnaea v. 35 (1867—8) p. 442. 
C. Jaeggii Boeck.! Cyp. Novae Heft 1 (1888) p. 2. 
C. lepidus Philippi! in Anal. Univ. Chile v. 93 (1896) p. 347. 
C. melanostachyus var. pallida Schlechtendal ms. fide Boeck. 
Glabra., Rhizoma horizontale gracile, e nodis pluribus approximatis 
_ saepe euns. Culmi 3 dm longi, graciles. Folia 2—3 dm longa, 
| anguste linearia. Umbella 1—8 cm lata, simplex; radii 5—3—1; brac- 
_ teae 3, ima 5—12 cm longa, anguste linearis, culmum quasi continuens. 
re 5—15 in unoquoque capite globoso fasciculatae, 5—15 mm longae, 
8—12-nucigerae, compressae, pallidae proventu fusco-bruneae. Rh 
_rhachilla persistens, glumae arcte imbricatae ellipticae deciduae. Stamina 
3—2 raro 1. Stylus 2-fidus. Nux lateraliter compressa, oblongo-obo- 
voidea, levis. 
4 Chile: Curico (PaıLıper). 
Distrib. In America Centrali et West Indies, frequens. In Brasil 
Australi et Monte Video, rara. 
| 2. P. nematodes C. B. Clarke n. sp. 
P. megapotamicus Nees! in Mart. Brasil v. 2 pars 1 p. 6 partim. 
i 
| 


« 


RO es ee SU 


Cyperus megapotamicus Boeck.! in Linnaea v. 35 (1867—8) p. 453 
partim; C. B. Clarke in Journ. Linn. Soc. v. 21 (1884) p. 68 partim; 
Maury! in Mem. Soc. Genev. v. 31 (1890) p. 125. 

C. nematodes Chamisso! ms. in herb. Berol. 

Glabra. Culmi caespitosi, 4—6 dm longi, gracillimi. Folia 5—25 cm 
"longa, anguste linearia. Caput 1, globosum, densum, 12—18 mm in diam.; 
bracteae 3—2, ima 8—18 cm longa, filiformis. Spiculae fasciculatae, 1 cm 
longae, lineares, compressa, 18-nucigerae, flavidae. Spiculae rhachilla per- 
sistens, glumae arcte imbricatae naviculares deciduae. Stamina 3—2 raro 1. 

Bivins 9-fides. Nux lateraliter compressa oblongo-obovoidea, apice fere 
conica, levis, brunea. 
Chile: R. Diguillin (Prov. Nuble), (Pater). 
Distrib. Brasil. Australis (Chamisso n. 206); Minas Geraes, Paraguay 
et Uruguay. 
3. P. Fernandezianus C. B. Clarke. 
Cyperus Fernandexianus Colla in Mem. Torino v. 39 (1836) p. 21, 


Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 68. 


© 


29 t. 56; Desv. in C. Gay Chile v. 6 p. 163; Steud. Cyp. p. 8; F. Philippi 
Cat. Pl. Chil. p. 306. 

C. reflecus Hemsl. Challenger Voy. pars 3 p. 58 partim; Johow Fl. 
Juan Fernandez (1896) p. 142. | 


Culmus foliis duplo longior, erectus. Folia basalia, numerosa, th Jin. 
lata. Umbella pauci-radiata, spicis subglobosis polystachyis; bracteae 2—4. 
ima umbellam superans. Spicae diam. 1/9 poll., omnes basi involucello 
5—6-phyllo instructae. Spiculae 40—50 arctissime glomeratae, compressius- 
culae, 15—20-florae. Glumae ovato-lanceolatae, margine scarioso-pallentes, 
reliqua parte rufescentes, ita ut spiculae variegatae adpareant. Stigma 
tenuissime 2-fidum. Nux minutissima ovato-compressiuscula glabra. 

Juan Fernandez: Bertero (fide Cora). 


Non vidi. Certe non C. reflexus Vahl, cujus stylus semper 3-fidus. Forsan fuerat 
C. polystachyus Beauv., species per oras Americae Australis late vulgata. Involucellum 
a Colla descriptum in nulla specie Cyperi videri potest. Desveaux I. c. notavit (recte), 
Por la figura de Colla se ve que algo tiene de la traza del C. vegetus. 


De 


k. C. grammicus C. B. Clarke. | 

Cyperus grammicus Kunth! Enum. v. 2 (4837) p. 6; Steud. Cyp. 
p. 329; Desv.! in C. Gay Chile v. 6 p. 162 t. 70 fig. 4; Boeck.! in Linnaea 
v. 35 (1867—8) p. 449; F. Phil. Cat. Pl. Chil. p. 306; C. B. Clarke in 
Journ. Linn. Soc. v. 24 (1884) p. 64; Kunze ms. fide Kunth. 

©. gramineus Steud. Cyp. p. 5 (error typogr.). 

C. parvulus Steud.! Cyp. p. 4, in Lechler Berb. Amer. Austral. 
p. 93. 

Glabra breviter repens. Culmi 2—8 cm longi, crassiusculi. Folia 
plura, 40—15 cm longa, 3—4 mm lata. Umbella in 1 caput laxiusculum 
5—15-stachyum, 2—3 cm in diam., congesta; bracteae 3—4, usque ad 
12 cm longae 3—4 mm latae, compressae 10—16-nucigerae. Spiculae 
rhachilla persistens; glumae pallidae leviter bruneo-pictae laxe (proventu 
vix) imbricatae, deciduae. Stamina 2—3. Stylus 2-fidus. Nux lateraliter 
compressa, Obovoidea, levis, nigra. 

Chile, (Cnamisso n. 210), Valdivia (Briners n. 838, Lecuter n. 36, 
#56, J. Batt, Parciprs n. 5), Osorno (Leeuter n. 364), Antuco (Porppia 
n. 48), Temblavira (Reep), 


Distrib. In Chile endemica. 


5. P. melanostachyus ©. B. Clarke. | 

Cyperus melanostachyus M.B.K. Nov. Gen et Sp. v. 4 (1845) p. 207; 
Kunth Enum, v. 2 p. 40 pl. Domingensi excl.; Nees! in Linnaea v. 19 
1847) p. 698; Schlecht. in Bot. Zeit. v. 7 (1849) p. 54—56 pro magna 
parte; Liebm.! Mexic. Halvgr, p. 42—44; Boeck.! in Linnaea v. 35 
1867-8) p. 455; €. B. Clarke in Journ. Linn. Soc. v. 24 (4884) p. 67; 
Maury in Journ. de Bot. v, 2 (Paris 1888) p. 390. 


E 


Ro as oe LCI, 


~? 


= 


_ Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 68. 7 


C. adustus Presl. Rel. Haenk. v. I p. 167; Kunth Enum. v. 2 p. 10: 
Nees et Schauer in Linnaea v. 19 (1847) p. 698; Desv. in C. Gay Chile 
v. 6 p. 170; Philippi Cat. Pl. Chil. p. 307. 

C. agiararis Boeck.! in Linnaea v. 38 (1874) p. 358. 

©. Lorentxianus Boeck.! in Linnaea v. 38 (1874) p. 357. 

C. pergracilis Boeck.! Cyp. Novae Heft 2 (1890) p. 4. 

©. diandrus Torrey! in Bot. U. S. et Mexic. Bound. p. 226. 

C. diandrus var. capitata Britton! in Bull. Torrey Club v. 13 (1886) 
p- 235, et in Proc. Amer. Acad. v. 21 (1886) p. 442. 
C. intricato-ramosus Boeck.! in Allg. Bot. Zeitschr. v. 4 (1895) 


… p. 186. 


NS eee eee ee 


Glabra. Culmi 1—7 dm longi, basi oblique repentes e nodis radicantes. 
Folia 1—4 dm longa, 2—4 mm lata. Spicae 1—3, in 1 caput 12—20- 
stachyum dense congestae; bracteae 3—2, ima usque ad 6—15 cm longa, 
foliiformis. Spiculae 12 mm longae, 21/, mm latae, sat compressae, durius- 
culae. Spiculae rhachilla persistens; glumae deciduae, vix acutae, castaneo- 
bruneo-pictae, in dorso castaneae aut pallidae marginibus anguste vel vix 
albo- scariosae. Stamina 2—3. Stylus 2-fidus. Nux lateraliter compressa, 
ellipsoidea, levis. 

Chile vel Peru? (fide Prest). 

Distrib. In omni America calidiore vulgaris, a California usque ad 
Bolivia et Pampas; exempli gratia: Bolivia; alt. 3000 m (Manpon n. 1400), 
Argentina, Mendoza (PnıLırpr), Catamarca (ScaickenpanTz n. 48), Belen 
(ScHIcKENDANTz n. 4), Cordoba (Hieronymus n. 123, Lorenrz n. 31, 36), 
Sierras Pampeanas (Lorentz n. 155, 239, 243). 

Exemplum in Chile lectum nondum vidi. 

Huic speciei admodum affinis est Cyperus variegatus H.B.K. Nov. Gen. et Spec. 
y. 4 p. 208 (inflorescentia laxiore aut breviter simpliciter umbellata); etiam in Argen- 
tina frequens. 

6. P. elegantulus C. B. Clarke in Dur. et Schinz Fl. Afr. v. 5 (1895) 
p. 536 cum syn. 

Cyperus elegantulus Steud.! in Flora v. 25 (1842) p. 583. 

C. cimicinus Presl! Rel. Haenk. v. 4 p. 166; Boeck.! in Linnaea v. 35 
-(1867-—8) p. 454; C. B. Clarke in Journ. Linn. Soc. v. 21 (1884) p. 67. 

C. EEE Boeck.! ms. in Ule n. 1604. 


Spicae in unicum caput congestae vel rarius brevissime umbellatae. 
‘Spiculae vix 2 mm latae, parum compressae subturgidae. Glumae admo- 
dum obtusae. Nux levis; neque (ut Presi scripserat) rugoso-tuberculata. 
_ Ceteroquin ut P. Moi cirios: 

Chile vel Peru? (fide Pres). 

Distrib. In Africa calidiore vulgaris. In America tropica frequens; 
Lima (Domsry n. 41). Brasil Australis, S. Catharina (ULE n. 1604). 

Exemplum in Chile lectum nondum vidi. 


= Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 68. | 


7. P. Lagunetto C. B. Clarke. 

Cyperus Lagunetto Steud! Cyp. (1855) p. 5; C. B. Clarke in Journ. 
Linn. Soc. v. 21 (1884) p. 64. 

C. Argentinus C. B. Clarke in Journ. Linn. Soc. v. 21 (1884). 

C. diandrus Griseb.! Symb. Fol. Argent. p. 340 et Pl. Lorentz 
p. 216. 

C. megapotamicus Griseb.! Symb. Fl. Argent. p. 310 et PI. Lorentz 
p. 246. 

C. pauper Philippi in Anal. Univ. Chil. (1873) p. 553, v. 93 (1896) 
p. 347? J. Philippi Cat. Pl. Chil. p. 307. 

Glabra. Culmi 1—3 dm longi mediocres, rhizoma (interdum) 5—6 cm 
longum tenue. Folia linearia, 2—4 mm lata, plana. Inflorescentia 1—5 cm 
in diam., saepissime umbellata; radii pauci, breves; bracteae 2—3, ima 
saepe 5—8 cm longa, foliiformis. Spieulae 3—10 in unoquoque radio, 
laxe distanter spicatae, 12—25 mm longae, 8—32-florae. Spiculae rhachilla 
persistens; glumae ovatae, modice compressae, imbricatae, in lateribus 
castaneae, vel rarius fere elutae stramineae castaneo-pictae. Stylus 2-lidus. 
Nux lateraliter compressa, subovoidea, levis. 

Chile: prov. Mendoza (legit Leysozpr fide PnıLırpi). 

Distrib. In Argentina frequens; Tucuman (Lorentz et Hieronymus 
n. 1025, 1026, 1075), Salta (Lorentz et Hieronymus n. 312), Cordoba 


(Hieronymus n. 445, 738) etc. Etiam in Bolivia, Neo-Grenada. 

Cyperus pauper Puitiprr, a me non visus erat, Puicrpps descriptio paullo divergit: 
»Humilis, culmis fere filiformibus«. — Lago Capi, in prov. Mendoza. P. Lagwnetto in 
Chile probabiliter incola est; etiamsi Cyperus pauper Philippi specie diversa fuisset. — 
C. Argentinus C. B. Clarke erat Pycreus Lagunetto, colore castaneo multum eluto, 


2. Juncellus. 


Juncellus ©. B. Clarke in Hook. f. Fl. Brit. Ind. v. 6 (1893) p. 594. 

Cyperi, Subgenus 2, Kunth Enum. v. 4 p. 17. 

Cyperi, Subg. Juncellus Griseb.! Fl. Brit. West Ind. p. 562; Benth. 
Fl. Austral. v. 7 p. 262 partim i. e. sp. stylo 3-fido exclusis. 

Pycrei sp., Reich. Fl. Germ. Excurs. p. 72. 

Cyperi Sect. Pseudo-pycreus Boeck.! in Linnaea v. 35 (1867—8) p. 485 
partim 1, e. sp. stylo 3-fido exclusis. 

Stylus 2-fidus; ceteroquin omnino ut Cyperus. 

Genus artiliciale; in Cyperum undique transiens, a Pycreo spiculae 
structura Jonge diversa. Nux plano-convexa a dorso (i. e. facie antica) 
compressa, sligmatum duorum plano transverso neque spiculae rhachillam 


| 
continente, 
Species 13, late (per Cyperi aream fere totam) sparsae. 
J. laevigatus ©, B. Clarke in Hook. f. FL Brit. Ind, v. 6 (1893) 


p. 596, 


Beiblatt zu den Botanischen Jahrbiichern, Nr. 68. 9 


Cyperus laevigatus Linn.! Mant. (1771) p. 179; Rottb. Deser. et Ie. 
p. 19 t. 16 fig. 1; Boeck. in Linnaea v. 35 (1867—8) p. 468; C. B. Clarke 
in Journ. Linn. Soc. v. 20 (1883) p. 282 et v. 24 (1884) p. 77 t. 3 fig. 20, 
21 et t. 4 fig. 33; Britton in Bull. Torrey Club v. 43 (1886) p. 206. 
> EC. mucronatus Rottb. Deser. et Ic. (1773) p. 19 t. 8 fig. 4; Kunth 
E um. v. 2 p. 17; Griseb. ha in Karaib. p. 118, Symb. Fl. Argent. p. 310, 
. Brit. West Ind. p. 562; Desv. in C. Gay Chile v. 6 p. 163; F. Philippi 
at Pl. Chil. p. 307; Philippi Atacama p. 53. 
C. rivularis Steud. ! in Lechler Berb. Amer. Austr. p. 56, non Kunth. 
C. ambiguus Steud.! Cyp. p. 16. 
©. viridulus Boeck.! in Linnaea v. 35 (1887—8) p. 485. 
Pycreus laevigatus Nees! in Linnaea v. 10 (4885—6) p. 130. 
P. mucronatus Nees! in Linnaea v. 9 (1834) p. 283. | 
Glabra. Rhizoma repens, robustum, a squamis castaneis aut rubris 
intectum; modo in paludibus elongatum culmis distantibus, modo in siccio- 
ribus abbreviatum culmis approximatis. Culmi 1—6 dm longi, tenues aut 
crassiusculi, apice trigoni. Folia interdum cum culmo aequilonga 3 mm 
lata, saepius brevia, haud raro praeter vaginas subnulla.  Inflorescentia 
capitiformis, lateralis, 1—30-stachya; bractea inferior 2—10 em longa, 
culmum quasi continuens. Spiculae longae 1 cm latae 2 mm, rigidae saepe 
curvatae. Spiculae rhachilla subtetragona, exalata, persistens; glumae nuci- 
gerae perdense imbricatae, concavae vix naviculares ovatae, 7—11-nerviae, 
albidae castaneo-pictae aut castaneae, deciduae. Stamina 3; filamenta ligu- 
lata. Nux obovoidea, lenticularis, brunea, convexo-concava aut convexo- 
plana, facie altera (postica) ad rhachin adpressa. 
Chile: la Serena (Pnıripri n. 15). 
Distrib. In calidioribus Europae, Africae, Asiae, Oceaniae, Americae 
late a sparsa. In Argentina vulgata; in Bolivia et Peru. 

Var. B junciformis C. B. Clarke in Hook. f. Fl. Brit. Ind. v. 6 
p. 597 paullo diversa est »spiculis 1—6, lucide castaneis aut fere atris.« 
In Cordillera et in Argentina sat vulgaris; est Cyperus replans Boeck. in 
Lo v. 35 (1867—8) p. 485. 


| 3. EER 

Cyperus Linn. Sp. Pl. ed. 1 p. 44, ed. 2 p. 66 (fere omnino); Kunth 
Enum. v. 2 p. 20—114 (Sect. Pycreo aca exceptis, sp. paucis ad 
Mariscum translatis); C. B. Clarke in Hook. f. Fl. Brit. Ind. v. 6 p. 597; 
F. Philippi Cat. PI Chil. p. 306, 397 (sp. pluribus ad Pycreum, Juncellum, 
Mariscum, translatis). 

Glumae distichae. Spicula 4 (saepius plures) flores perfectos nucigeros 
gerens; rhachilla persistens. Glumae nueigerae a basi spiculae sensim caducae. 
Setae hypogynae O. Stylus 3-fidus. Nux a dorso (i. e. facie antica) plus 
minus compressa. 


10 Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 68. 


— Folia omnia prope ad basin culmi enodosi approximata. Panicula 
in umbellam, non raro in caput densum, depressa. Nux levis. 
Species 300 in Orbis Terrarum regionibus calidis numerosae vulgares, 
temperatis pauciores sparsae. 
Stamen 4. 


Glumae non aristatae. 
Folia 3—5 mm lata. Spicae globosae, densae, ferru- 


gineae is 2, ee a ee RENE 
Folia 6—9 mm lata. Spicae minus densae, luteo- 
virides 4 4227. OS ee . … &. 0. vegetus. 
Glumae aristatae,). Wu 4200) .00 06 SOBRE GE) LYS sta. 


- Stamen 3, raro 2—1. 
Stolones 0. 


Culmus 3—15 cm longus 9.0... 4 ee 4. C. Volekmannt. 
Culmus 3—8 dm longus. | 
Umbella magna decomposita, spicis OO. . . . . . 5. ©. xanthostachyus. 
Umbella 2—3 cm in diam., tenuis. . . . . . . . 6. C. leptophyes. 
Stolones tenues, apice saepe bulbiferi, evanidi . . . . 7. C. esculentus. 


1. C. reflexus Vahl Enum. v. 2 (1806) p. 299; Kunth Enum. v. 2 
p. 42; Nees in Mart. Brasil. v. 2 pars 1 p. 48; Steud. in Flora v. 25 (1842) 
p. 601; Grisb. Pl. Lorentz. p. 216; Boeck. in Linnaea v. 35 (1867 — 8) 
p. 558; Desv. in C. Gay Chile v. 6 p. 167; F. Phil. Cat. Pl. Chil. p. 307; 
C. B. Clarke in Journ. Linn. Soc. v. 24 (1884) p. 416; Hemsl. Bot. Challenger 
Voy. pars 3 p. 58; Maury in Mem. Soc. Genèv. v. 34 (1890) p. 127; 
Johow Fl. Juan Fernandez p. 142. 

C. Sellowi Link Hort. Berol. v. 4 p. 307, v. 2 p. 318. 

C. intricatus Schrader in Roem. et Sch. Syst. v. 2 Maut. p. 98; Nees! 
in Mart. Brasil. v. 2 pars 4 p. 47; Boeck.! in Linnaea v. 35 (1867—8) 
p. 562. 

U. fraternus Kunth Enum. v. 2 p. 42; Nees in Mart. Brasil. v. 2 pars 4 
p. 19; Boeck. in Linnaea v. 35 (1867—8) p. 560; Griseb.! Symb. Fl. 
Argent. p. 310; Maury in Mem. Soc. Genèv. v. 31 (1890) p. 127. 

C. haematostachys Steud.! Cyp. p. 44, in Lechler Berb. Amer. Austr, 
p. 53. 

(. sparteus Schrader ms. fide Nees. 

(/, calcaratus Nees! ms. 

Glabra. Rhizoma breve, ligneum. Culmi 1—6 dm longi, inter se 
01 cm distantes. Folia cum 1/,—%/, parte culmi aequilonga, 3—5 mm 
lata, Umbella specie simplex aut in caput unicum (8—40 mm in diam, 
eondensata; radii saepius 3—4 breves; bracteae 3—5, umbellam longe 
superantes. Spicae globosae, 145—20 mm in diam., dense 10 — 80-stachyae, 
saepe 2—3-nim fusae, maturae saepe rubro-bruneae. Spiculae 10—15 mm 
longae, 24,—3 mm latae, compressae, 8—20-florae; rhachilla persistens, 
exalata. Glumae caducae, naviculares, imbricatae, 3-costatae. Stamen 1. 


Beiblatt zu den Botanischen Jahrbiichern. Nr. 68. 11 


‘Styli rami 3, e gluma vix exserti Nux cum !/, parte glumae aequilonga, 
acutius trigona, oblongo-oboviodea aut oblonga, apice breviter acuminata, 
levis, nigrescens. 
Chile: (herb. Philippi n. 3, 87), Valdivia (Puiciprr, Briners n. 845, 
Lecazer n. 283), Quintero (BERTERO n. 946), Constitucion (Paruippr n. 102), 
- Rio Claro (Puiuirrr n. 111), Llico (Paturrer n. 10), Argol (O. Kuntze n. 13 
bis), Juan Fernandez (Bsrrero, REED, Scourer, MoseLey, Paicippr n. 1002). 
Masafuera, Germain. 

Distrib. In America Australi extratropica ER In Brasil Au- 
. straliore sparsa. Per Andes usque ad Mexico et Texas indigena. 
2. C. vegetus Willd. Sp. Pl. v. 4 (1797) p. 283, Enum. Hort. Berol. 
_p. 72; Presl Rel. Haenk. v. 1 p. 168; C. A. Meyer in S. Petersb. Mem. 
savants Etrang. v. 4 (1831) t. 3; Nees in Nova Acta Nat. Cur. v. 19 Suppl. 4 
(1843) p. 58; Kunth Enum. v. 2 p. 40; Griseb. Pl. Lorentz. p. 217; Desv. 
in C. Gay Chile v. 6 p. 167; F. Phil. Cat. Pl. Chil. p. 307; Boeck.! in 
Flora v. 42 (1859) p. 436 bis, in Linnaea v. 35 (1867—8) p. 550; C. B. 
- Clarke in Journ. Linn. Soc. v. 21 (1884) p. 115; Hemsl. Bot. Challenger 
Voy. v. 1 pars 3 p. 58; J. Ball! in Journ. Linn. Soc. v. 24 (1884) p. 236; 
Johow Fl. Juan Fernandez p. 142. 

C. compressus Jacq. Hort Vindob. v. 3 p. 10 t. 12, non Linn. 

C. Eragrostis Lam. Ill. v. 4 p. 146; Poir. in Lam. Encycl. v. 7 p. 258 
non Vahl. 

C. elegans Roth in Uster Ann. v. 10 (1794) p. 34, non Linn. 

C. monandrus Roth Catalecta v. A p. 3. 

C. prionotropis Steud.! in Flora v. 25 (1842) p. 604. 

©. ochrocephalus Steud.! in Flora v. 25 (1842) p. 601. 
C. lutescens Philippi! in Anal. Univ. Chil. v. 34 (1896) p. 345, non 
_ Torrey et Hook. 

Glabra robusta. Stolones 11/, mm in diam. Culmi 1—8 dm longi. 
Folia cum */, parte culmi aequilonga, 6—9 mm lata. Umbella 4—26 cm in 
diam.; bracteae 4—8, umbellam multo superantes, foliiformes, basi saepe 
inter se paullo distantes. Spiculae 10—50-nim subcomposite fasciculatae 
_ usque ad 16 mm longae 3—4 mm latae 20—40-florae, multum compressae 

(cf. autem Var. y); rhachilla persistens, exalata. Glumae deciduae rigidius- 

. culae laxiuscule imbricatae, carinatae, 3-costatae, virides aut stramineo- 
lutescentes (parce ferrugineo — aut bruneo — tinctae), in dorso laxe 
cellulosae. Stamen 1. Styli rami 3, e gluma brevissime exserti. Nux cum 
2/5 parte glumae vix aequilonga, triquetra, angustius obovoidea, levis, nigro- 
brunea, apice acuminata apiculata. 

Chile: herb. Cl. Gay (Bripces), Valparaiso, Macrae (Parcippr n. 89, 
544, Russy n. 106), Corral (Pæarzrppi), Llico (Paiierr n. 7). 

Andes: alt. 1400 m, Cauquenes (Batt), Santiago (PmıLıppr), Valdivia 
_{Paıtipri n. 4234), Quillota (Epmonstone), Maldonado (Cunninenam). 


12 Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 68. 


Juan Fernandez (Bertero n. 4450, ScouLer, MoseLey). 

Distrib. In America Australi extratropica vulgaris. In Brasil Australi 
rara. Andes, per Boliviam usque ad Californiam sparsa. (In Europa 
Australi, Anglia, ab Acores usque ad Constantinople, in Neo-Zeelandia et 
Ins. Society efferata). 

Var. 8 compacta Desv. in C. Gay Chile v. 6 p. 167; minus robusta, 
culmo apice triquetro subtrialato; spiculis minoribus. 

©. acutangulus Boeck.! in Linnaea v. 35 (1867--8) p. 554; F. Philippi 
Cat. Pl. Chil. p. 306. 

Chile: herb. C. Gar. 

Var. y limbata panicula evoluta; spiculis paullo abbreviatis inflatis 
(nee compressis), membranaceis (nec rigidiusculis), minus acute carinatis. 

C. limbatus Maury in Mem. Soc. Genèv. v. 34 (1890) p. 129, t. 37. 

C. bracteosus herb. Philippi, non Desvaux. 

Juan Fernandez (Reep, Moserey, Paiviprt). 

Maury hanc plantam ut 3-andrum depixit. Exempla a me visa 1-andra sunt. 
Forsan spiculae flores imi 3-andri, superiores 4-andri? Plantae huc adductae, an 3-andrae 
an 4-andrae sunt C. vegetus Willd fide Hemsley. | 

3. C. aristatus Rottb. Descr. et Ic. (173) p. 23 t. 6 fig. 4; Kunth 
Enum. v. 2 p. 23 (syn. Burmann excl.); Boeck.! in Linnaea v. 35 (1867—8) 
p. 500; C. B. Clarke in Journ. Linn. Soc. v. 21 (1884) p. 91, et in Hook. 
f. Fl. Brit. Ind. v. 6 p. 606; F. Phil. Cat. Pl. Chil. p. 306; Britton! in 
Bull. Torrey Club v. 13 (1886) p. 207; Maury in Mem. Soc. Genèv. v. 31 
(1890) p. 126. ok 

C. squarrosus Linn.! Amoen. Acad. v. 4 (1759) p. 303. 

C. inflerus Mühl. Descr. Uber. p. 16; Kunth Enum. v. 2 p. 22; 
Torrey Fl. New York v. 2 p. 343; Desv. in C. Gay Chile v. 6 p. 164. 

C. uncinatus R. Br. Prod. Fl. Austral. p.'215(?); Pursh Fl. Amer. 
Sept. v. 1 p. 50. 

Scirpus intricatus Linn.! Mant. p. 482 et herb. propr. 

Isolepis echinulata Kunth! Enum. v. 2 p. 205. 

Dichostylis aristata Palla in Engl. Bot. Jahrb. v. 10 (1888) p. 296. 

Glabra. Annua. Culmi caespitosi, 2—18 em longi, tenuiores. Folia 
cum culmo saepe aequilonga, 2 mm lata. Umbellae simplicis radii 1—6 
(vel culmus monocephalus), 2—8 em longi; bracteae umbella saepe longiores, 
foliiformes. Spiculae in spica 5—40 dense spicatae, pallidae aut rufo- 
bruneae, 6—30-florae, longae 8—18 mm, latae #--5-florae, multum  com- 
pressae; rhachilla persistens, subexalata. Glumae deciduae, ovato-lanceolatae, 
per totam fere latitudinem 7-—8-striatae, in aristam conspicuam recurvatam 
abeuntes. Stamen 4. Stylus 3-fidus. Nux* trigona, oblonga aut anguste 
obovoidea, cum 1/, parte glumae (arista inclusa) aequilonga. 

Chile: Llieo (Puttirer n. 4) Lacus Aculeo (Berrero n. 243), Cordillera 
de Talea J. Batt), Cordillera de Maule, Germain (0. Kuntze a. # bis). 


Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 68. 13 


Distrib. Per Americam Australem sparsa nec communis. In calidio- 
-ribus Orbis quam Veteris tam Novae (Borealis et Centralis) vulgaris. 

4. €. Volekmanni Philippi! in Linnaea v. 33 (1864—5) p. 269; 
-F. Philippi Cat. Pl. Chil. p. 307; Philippi in Anal. Univ. Chile (1864), fide 
Philippi, sed invenire nequivi. 
£ C. araeus Philippi! in Anal. Univ. Chile v. 93 (1896) p. 346. 

C. oreocharis C. B. Clarke ms. olim. 

Glabra. Culmi annui caespitosi, 1—10 cm longi. Folia cum culmo 
saepe aequilonga, 2—3 mm lata, in margine incrassato remote spinulosa. 
Inflorescentia usque ad 3 cm in diam., composita, radiis 5 2—15 mm 
. longis, spicis 4—4 in unoquoque radio sessilibus, aut minor vel ad spicam 1. 
3-stachyam reducta; bracteae 3 inflorescentiam superantes, foliiformes. 
- Spiculae 3—10 in unaquaque spica, spicatim dispositae sed fere congestae, 
7 mm longae, 2—3 mm latae, compressae 6—10-nucigerae; rhachilla per- 
sistens exalata. Glumae deciduae ovato-oblongae, 7—-9-nerviae, in dorso 
virides lutescentes in margine conspicue purpureo-rubrae. Stamina 3, 
Stylus nuce multo brevior, ramis 3 breviusculis. Nux cum 3/; parte 
-glumae aequilonga, obovoidea, trigona, apice obtuse pyramidata, levis, 
bruneo-nigra. 

Chile: Coquimbo (prope Illapel), Quebrado de San Lorenzo (Reep 
[in herb. Kew], Vorckmann, Paiztppr n. 12) — Sauzal, ex Pnicrprr. 

_ Species CG. glabro, Linn. affinis; teneritate differt. 

5. C. xanthostachyus Steud.! in Flora v. 25 (1842) p. 600, Cyp. p. 26. 
| C. bracteosus Desv.! in C. Gay Chile v. 6 p.165; F. Phil. Cat. Pl. 
Chil. p. 306; Kunze ms. fide Desv. 

C. Lechleri Steud.! Cyp. p. 27, in Lechl. Berb. Amer. Austral. p. 53; 
Boeck. in Linnaea v. 35 (1867—8) p. 563; C. B. Clarke in Journ. Linn. 
Soc. v. 21 (1884) p. 117. | 

C. Cumingii Nees in Linnaea v. 9 (1834) p. 284; Steud. Cyp. p. 25. 
C. longicaulis Boeck.! ms. in Ule n. 1602. 

Scirpus leptopus Boeck.! in Flora v. 44 (1858) p. 414. 

Glabra, robusta, saepe metralis. Folia 5—8 dm longa, 10—18 mm 
lata, spongiosa, in sicco transversim lineolata. Umbella magna, composita; 
bracteae 6—10, usque ad 3—5 dm longae, cum foliis consimiles. Spicae 
saepe 50—100, subsolitariae aut 2—4 fusae, saturate bruneae, aut aureo- 
bruneae; umbellularum radioli ut umbellae radii divaricati interdum con- 
-spicue deflexi. Spiculae 6 mm longae, 5 mm latae, +c. 10-florae; rhachilla 
“persistens, exalata. Glumae elliptico-oblongae, obtusae, marginibus in 
-sicco multum involutis, vix carinatae. Stamina 3 vel 2. Styli rami 3. 
Nux cum 1/, parte glumae subaequilonga, oblonga aut subellipsoidea. 
Chile: C. Gay (Gnures), Valparaiso (Cumine n. 426), Valdivia (Paicrppi 
-n. 288), Rio Crucis (Lecater n. 452), Talcahuana (Porrrıs n. 17, 634). 
Distrib. In Brasil Australi, rara. In Neo-Grenada. 


14 Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 68. 


6. C. leptophyes. 

C. laetus herb. Philippi n. 44, non Presl. 

Culmus unicus visus (folia radices desunt), metralis, tenuissimus, apice 
triqueter levis. Inflorescentia 2 cm in diam.; spiculae 14 spicatae umbel- 
latae in caput apertum approximatae; bracteae 3 patulae, ima 6 cm longa, 
2mm lata. Spiculae 15 mm longae, 3 mm latae, c. 15-nucigerae; rhacheola 
persistens subexalata. Glumae admodum distantes, in fructu parum imbri- 
catae, deciduae, ovatae, obtusae, ferrugineae; in dorso viridiores 5-striatae. 
Stylus 3-fidus. Nux cum 3/; parte glumae aequilonga, ellipsoidea, acutius 
trigona, levis, castaneo-brunea. 

Chile: — R. Diqurzzin (Prov. Nuble), (Partrepr n. 14). 

Species ob omnium partium (culmi inflorescentiae spicularum) teneritatem singu- 
laris; juxta C. distantem Linn. f. forsan ordinanda. 

7. C. eseulentus Linn. Sp. Pl. ed. 4 p. 45, ed. 2 p. 67; Host. Gram. 
Austr. v. 3 p. 50 t. 75; Kunth Enum. v. 2 p. 61; Boeck.! in Linnaea v. 36 
(4869—7Q) p. 287; C. B. Clarke in Journ. Linn. Soc. v. 20 (1883) p. 293, 
v. 21 (1884) p. 178, et in Hook. f. Fl. Brit. Ind. v. 6 p. 646; Britton! in 
Bull. Torrey Club v. 13 (1886) p. 210. 

C. rotundus Benth.! Pl. Hartweg. p. 28; Liebm. Mexic. Halvgr. p. 21; 
non Linn. 

— Morison Hist. v. 3 p. 237 sect. 8 t. 11 fig. 10. 

Glabra. Culmus basi erectus, parum incrassatus, 2—8 dm longus; 
stolones tenues lateraliter pullulantes, apice saepe bulbigeri, evanidi (neque 
in rhizomata lignea indurati). Folia longa, saepe 5—8 mm lata. Bracteae 
umbellam longe superantes, foliiformes. Umbella composita; spiculae 
numerosae, laxiuscule spicatae, luteae, ferrugineae aut aureae. Glumae per 
totam fere latitudinem  striatae.  Rhachilla persistens, anguste alata. 
Stylus 3-fidus. — Ceteroquin fere ut C. rotundus Linn. 

Chile: Santo (Pmiuieri n. 88). 

Distrib. Per regiones calidiores Orbis Terrarum vulgata. 


Cyperi species a me non visae. 

8. ©. articulatus (Pres! Rel. Haenk. v. I [1828] p. 165). 

Aphyllus. Culmus basi tantum vaginatus, strictus, teres, seplis trans- 
versis distinctus. Umbella decomposita; radii pedicellati. Spieulae alternae, 
lineares, pedicellatae. Involucrum brevissimum, Glumae ovato-lanceolatae, 
obtusae nervosae, Nux oblonga trigona minutissime punctulata. 

Ins. Chiloe: (fide Prest). 

An = ©. articulatus Linn.? Desvaux (ef, C. Gay Chile v. 6 p. 468) exemplum 
Chilense viderat nullum. 

9. €, laeustris Philippi in Linnaea v. 33 (1864—5) p. 270; Cesati in 
Atti Soc, Se. Np. v. 4 (4874) p. 47; F. Phil. Cat, Pl. Chil. p. 306. 

Culmus 5-pollicaris, triqueter, glaber. Folia 3 poll, longa, 4'/ line 


Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 68. 15 


22 poll. longa. Spicae 31/, lin. longae. Spiculae compressae, sub. 5-florae. 
_Glumae ovatae, multinerviae, mucronulatae, aureo fulvae in dorso virides. 
Stylus, nux ignoti. — C. Rancoanus Philippi in Anal. Univ. Chil. v. 91 
(1896) p. 345? 

Chile: Lacus Ranco (Parr). 

E. Pumiprr 1. c. C. lacustris, C. laeto Presl, aut C. Concepeionis Steud. est affinis: 


C. Rancoanus C. lutescenti Phil. aut ©. nocha Philippi est affinis. Quoad descriptiones 
et habitat, plantae videntur eaedem. 


10. C. laetus (Presl Rel. Haenk. v. 1 [1828] p. 172). 
Culmus sesquipedalis, triqueter. Folia culmum aequantia, 4 linea lata. 
Umbella multiradiata, decomposita; radii 7—8, 1—3-pollicares; bracteae 5, 
ima cum umbella aequilonga. Spiculae plurimae, densiuscule spicatae, lan- 
ceolatae 8-florae. Glumae lanceolatae acutae, 5-nerviae, fuscae in dorso 
flavescentes nitidae. Stylus ultra medium 3-fidus. Nux subelliptica, trigona, 
scabriuscula i. e. oblongo-elliptica trigona nigricans, versus apicem tuber- 
culis parvis scabra. 
Chile: (fide Prest). 
C. prolixo Kunth affinis. E nucis descriptione diligenti non videtur hujus generis. 
44. €. Boeckeleri (Philippi in Anal. Univ. Chil. v. 91 [1896] p. 344). 
Culmus 6 dm longus, teretiusculus, levis. Folia dimidium culmus vix 
aequantibus. Inflorescentia subglobosa, diametri 25 cm; bractede 3, elon- 
gatae; capitula sessilia aut brevissime pedunculata, densiflora, 9 mm longa, 
totidem crassa. Spicae 4—5 mm longae, sub 5-florae, confertae. Glumae 
- terminales oppositae; glumae 21/, mm longae, ovatae, enerviae, dorso virides 
. ceteroquin rufae. Nux dimidiam glumam occupans, cinerea, oblonga utrin- 
_ que attenuata. Stigmata 3. 
Chile: (fide Puivrppi). 


4. Mariscus. 


Mariseus Gaertn. Fruct. v. 1 (1788) p. ii t. 2 (Bobartella excl.); Nees 
in Linnaea v. 9 (1834) p. 286 et in Mart. Brasil. v. 2 pars 41 p. 43; Kunth 
Enum. v. 2 p. 115 pro magna parte; C. B. Clarke in Hook. Fl. Brit. Ind. 
vy. 6 p. 649 (Subgen. Torulinio excl.). | 
Didymia Philippi in Engl. Bot. Jahrb. v. 8 (1887) p. 57 t. 
Cylindrolepis Boeck. in Bot. Centralblatt v. 39 (1889) p. 73. 
Kyllingia Sect. Pseudokyllingia Boeck. in Linnaea v. 35 (1867 —8) 
p. 432. 
 Dichostylis Baldwinii Palla in Engl. Bot. Jahrb. v. 10 (1888) p. 296. 
Spiculae pauci — aut multi-nucigerae. Spiculae rhachilla supra 2 glumas 
imas vacuas (ope pulvini disarticulata) decidua. Glumae nucigerae diu 
persistentes. Ceteroquin ut Cyperus. 

; Species 180, per Orbis Terrarum regiones calidiores sparsae, 


16 Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 68. 


1. M. Conceptionis. 

Cyperus Conceptionis Steud.! Cyp. p. 42. 

C. laetus Desv. in C. Gay Chile v. 6 p. 6 p. 168; F. Phil. Cat. PI: 
Chil. p. 3072; vix Kunth, minime Presl. 

C Chilensis Boeck.! in Linnaea v. 36 (1869—70) p. 323; F. Phil. 
Cat. Pl. Chil. p. 306. 

C. Paposanus Philippi! in Anal. Univ. Chil. v. 94 (1896) p. 343. 

©. Nocha Philippi in Anal. Univ. Chil. v. 91 (1896) p. 346. 

C. laetus Kunth var. e. Bentham ms. 


Glaber. Rhizoma 4 cm longum, ligneum. Culmi 2—7 dm longi, 
mediocres aut subrobusti, apice trigoni leves. Folia cum '/,—*/, parte 
culmi aequilonga, 4 mm lata. Umbellae radii 3—8, usque ad 5 cm longi; 
bracteae 3—5, ima usque ad 8—15 cm longa folüformis. Umbellula (in apice 
radii primarii) unaquaeque congesta, 20 mm longa, 15 mm lata, e 5—1 
spieis exstructa, bracteolae (in umbellulae basi) 0—1 cm longae. Spicae 
e 10—40 spiculus exstructae, dense spicatae, summa cylindrico-quadrata. 
Spiculae 7 mm longae 2 mm latae, 4—6-nucigerae, luteae vel fusce san- 
guineo-bruneae. Glumae obtusae microscopice apiculatae, longitudinaliter 
9-striatae. Nux cum 2/3; parte glumae aequilonga, oblongo-obovoidea, apiculata 
nigra. | 

Chile; Lesson; Valdivia (Pairpr n. 158, Bripces n. 836); Corral 
(Paiciprr n. AA); S. Ignacio de Remehue (Paippi n. 120); Paposo (PaizrPri 
n. 2); Araucaria (J. Batt). 1 

Species in Chile endemica ; sed hujus subsectionis species plures inter se admodum 
affines sunt. Mariseus rigens (Presl sub Cypero) in Argentina et Uruguay a M. Con- 
ceptionis ex sententia Benthami vix sat differt. Mariscus laetus (Kunth sub Cypero), 
M. Balansae P. Maury sub Cypero, parum distant. 


5. Torulinium. 


Torulinium Desv. in Hamilt. Prod. Ind. Occid. (1825) p. 15; C Ba 
Clarke in Urban Symb. Antill. v. 2 fase. À p. 53. 

Epiphystis Trin. Fund. (1820) p. 98 t. A. 

Diclidium Schrad. in Mart. Brasil. v. 2 pars 4 (4842) p. 51, t. 4, 2. 

Papyri sp. Willd. in Abhandl. Akad. Berlin (1812) p. 73. | 

Cypert sp. Forst. Prod. Ins. Austr. p. 6; Boeck, in Linnaea v. 36 
1869—70) p. 407; Benth. in Benth. et Hook. f. Gen. Pl, v. 3 p. 1045: 

Marisci sp. H.B.K. Nov. Gen. et Sp. v. 4 p. 212; C. B. Clarke in 
Hook. f. Fl. Brit. Ind. v. 6 p. 624. 

Spieulae rhacheola in nodos (4—45) singulos soluta. Nux inter 
rhacheolae alas subinelusa, cum nodo decidua; ceteroquin ut Mariseus aut 
Cyperus, 

Species 8; quarum 7 Americanae, À Cosmopolitana. 


Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 68. 17 


1. T. Poeppigii. 

Cyperus Poeppigii Kunth Enum. v. 2 p. 90; Desv. in C. Gay Chile 
v. 6 p. 169; F. Phil. Cat. Pl. Chil. p. 307; Boeck. in Linnaea v. 36 
-(1869—70) p. 394. 
| C. acaulis Steud.! in Flora v. 25 (1842) p. 599, et Cyp. p. 50. 
Mariseus castaneus Kunze ms. fide Kunth. 

Glabrum. Culmi caespitosi, 1—10 em longi. Folia culmum longe 
superantia 3—4 mm lata. Umbella 1—3 cm in diam., contracta, subsim- 
plex; bracteae 3—4, usque ad 6—10 cm longae, foliformes. Spiculae 
usque ad 8 mm longae; 3—5-nucigerae; rhachilla flexuosa. 

Chile: (Porprie n. 91), Talcahuana (Paıriprr), Lacus Aculco (Berrero 
nh. 213 partim, Paruiprr n. 3, 26), Rio Colorado (Porprie n. 40), San Vin- 
| cente (Pamper n. 90). 


6. Eleocharis. 


Eleocharis R. Br. Prod. (1810) p. 224; Kunth Enum. v. 2 p. 139; 
N. L. Britton in Journ. New York Microsc. Soc. v. 5 (1889) p. 95. 
Heleocharis Lestib. Essai Cyp. (1819) p. 41 (= Æleocharidis pars 
_stigmate 2-fido); Desv. in C. Gay Chile v. 6 p. 170 t. 71 (= Eleocharis 
R. Br. omnino); Boeck. in Linnaea v. 36 (1869—70) p. 418, v. 38 (1874) 
D. 372. 

Seirpi sp. Linn. Sp. Pl. p. 70. 

Eleogenus Nees in Linnaea v. 9 (1834) p. 296. 

Scirpidium Nees in Linnaea v. 9 (1834) p. 293. 

Chaetocyperus Nees in Linnaea v. 9 (1834) p. 289. 

Glumae 3-multi-spirae! ima caeteris non aut vix longior. Stylibasis 
- bulbiformis aut dilatata in nuce persistens, a nucis corpore (nisi in E. simu- 
| lante) distincta separata. — Culmus glaber, aphyllus, monostachyus. 
Species 115; per Orbem Terrarum sparsae. 

Scirpi species aphyllae (S. pauciflorus Light. etc.) ab Eleocharide ob 
nucem apice in stylum sine constrictione sensim transeuntem distinguuntur. 


- Sect. I. Eleogenus Nees in Wight Contrib. p. 142 (Genus); 
C. B. Clarke in Hook. f. Fl. Brit. Ind. v. 6 p. 627, in Urban 
Fl. Ind. Occid. v. 2 p. 59. — Stylus 2-fidus. 
* Vagina summa apice scariosa alba crispata detergibilis. 
Spicula 8—12 mm longa. Setae hypogynae rufescentes 1. E. maculosa. 
Spicula 5 mm longa. Setae hypogynae albae aut vix 
EEC ge kg ew ay Sal, Sats 2. E. Vineentina. 
** Vaginae summae margo firmus, herbaceus, persistens. 
Vagina summa in altero latere 4—7 mm producta. . 6. E. simulans. 
Vagina summa truncata interdum in altero latere mi- 
nute dentata. 
Spicula 4—2 cm lenga. 


Botanische Jahrbücher. Beiblatt Nr. 68. b 


18 Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 68. 


Styli basis multum incrassata, tuberculiformis. 
Culmi mediocres. Rhizoma robustius . . . . . 3. E. palustris. 


Culmi graciles. Rhizoma tenue, lignescens. . . 4. E. appendieulata. 
Styli basis anguste conica, sublinearis. . . . . . 5. E. melanostachys. 
Spicula 22 mm longa, densissima. . . 7. E. nodulosa. 


Sect. I. Eu-Eleocharis C. B. Clarke in Hook. f. Fl, Brit, Eh, 
v. 6 p. 628, in Urban Fl. Ind. Occid. v. 2 p. 59. — Stylus 
3-fidus. 
Sect. Aciculares. Nux longitudinaliter costata, inter costas 
horizontaliter trabeculata. 
Culmi tenues aut capillacei. Spiculae 3—6 mm longae 8. E. acecularis. 
Culmi graciles nec capillacei. Spiculae 6—12 mm longae 9. E. Bonartensis. 
Sect. 2. Leiocarpicae. Nux levis, aut plus minus obscure 
reticulata. (Rhizoma repens.) 


Styli basis cum nuce aequilata . . . . . . . 40, E. pachycarpa. 
Stylibasis nuce angustior, cum 1/, parte nucis se 
lata. 

Spicula nigro-castanea. . . . AE ne ne Ms EL clbibractenta. 

Spicula fusce straminea, De ve en ot AR re 
Styli-basis cum 1/4 parte nucis vix aequilata. 

Nux aureo-lutea . . 0. mu 00 + pe ne Ae a ee 

Nux alba; stylo-basis nigra. . . . . . . . . . . . 44. E. melanomphala. 


EB. maorilprs R. Br. Prod. (1810) p. 224 in Obs.; Kunth Enum. 

v. 2 p. 446; C. B. Clarke in Urban FI. Ind. Occid. v. 2 p. 64. 

Scirpus te Vahl Enum. v. 2 p. 247. 

Heleocharis maculosa Boeck. in Linnaea v. 36 (1869—70) p. 460. 

Rhizoma repens. Culmi 10—35 cm longi; vaginae apice scarioso- 
albae, detergibiles. Spicula 8—12 mm longa, ovoidea, castanea aut fusco- 
nigra, densiflora. Setae hypogynae 7—8, cum nuce subaequilongae, rufes- 
centes aut ferrugineae. Stylus 2-fidus. Nux obovoidea, apice angustala, 
plano-convexa, castanea, lucida, levis; stylobasis parva, conica, pallida aut 
lutescens. 

Distrib. A. Texas et Mexico usque ad Brasil. Australiorem sat 
frequens. 

Exemplum in Chile lectum visum est nullum, 

2. E. Vincentina C. B. Clarke. 

Heleocharis melanocarpa Philippi! in Linnaea v. 29 (1857—8) p. 85; 
F, Phil, Cat. Pl. Chil. p. 308; non Boeck. 

IT. Vincentina Philippi in Annal. Univ. Chile v. 93. (1896) p. 349 

IT, hyalinovaginata Philippi in Anal. Univ. Chile v. 93 (1896) p. 352, 

IT, maculosa Desv. in C. Gay Chile v. 6 p. 172; F. Phil. Cat, Pl. 
Chil. p.'308. 

Isolepis fuscopurpurea Steud. Cyp. p. 99. 

Rhizoma tenue, horizontale, repens. Culmi caespitosi, 3 em longi, pro” 
longitudine robustiores rigidi; vaginae apice conspicue scarioso-albae, deter= 
gibiles. Spicula 4 mm longa, ovoidea, castanea aut fusce nigra, Glumae 


u Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr, 68 19 
Bei. E e 


undique imbricatae, 6—14-nuciferaé; ima paullo major, carina lala pallida, 
pe ersistens. Setae hypogynae 7, cum nuce aequilongae, albidae aut pallide 
luteae, retrorsim scabrae. Stylus 2 -fidus. Nux obovoidea, plano-convexa, 
apice angustata, lucide castanea; stylobasis depresse conica pallida aut 
Jlutescens. 
Chile: Talcahuano (Porrrıs, PniLierr n. 45), Sao Vicente prope ad 
Talcahuano (Puarcrepr n. 130), Constitucion (Rercar, fide Paicerr), Maullin 
PHILIPPI n. 44). 
| Differt (ab E. maculosa R. Br.), culmis brevibus, setis hypogynis pallidis (nec 
Tufescenticus), ac praesertim spiculis minoribus. Differt (ab Æ. ochreata Nees) spiculis 
castaneis (neque albidis), habitu rigidiore. 
Var. B arcuata Caules 5—14 cm longi, minus rigidi saepe arcuati. 
Heleocharis arcuata Kunze ms. ex Johow! Juan Fernandez p. 143 
Hf. maculosa Desy. in C. Gay Chile v. 6 p. 172; F. Phil. Cat. PI. 
Chil. p. 308. 
Seirpus Desvauxi Philippi in Anal. Univ. Chil. v. 93 (1896) p. 482. 
Chile: Bichuquen (Puitierr n. 46), Concepcion (Pmriri n. 117 a. 
Banos de Panimavida, in provincia Linares (Prıriprr n. 32) (S. Dessaueri). 
Juan Fernandez: Reed. 
»Hai 1 estilo dividido en 3 estigmas«, Paitirri in Anal. Univ. Chil. v. 93 p. 482. 
Sed in Puteri n. 32 (Scirpus Dessaueri, inscripto) stylus mihi videtur 2-fidus. 
… 3. E. palustris R. Br. Prod. (1810) p. 224 in adnot.; Kunth Enum. 
v. 2 p. 447; Hook. f. Fi. Antarct. v. 2 p. 360 syn. excl.; Heiberg in Bot. 
Tiddskr. v. 2 (Kjob. 1867—8) p. 157, t. I fig. 1—13, t. 2, 3; C. B. Clarke 
an Hook. f. Fl. Brit. Ind. v. 6 p. 628 et in Dyer Fl. Cap. v. 7 p. 198. 
F. uniglumis Schultes in Roem. et Sch. Syst. v. 2 Mant. p. 88, 539. 
Scirpus palustris Linn. Sp. Pl. ed. 2 p. 70 partim. 
Heleocharis palustris Lindl. Syn. Brit. Fl p. 280; Desv.! in C. Gay 
Chile v. 6 p. 171, Boeck. in Linnaea v. 36 (1869—-70), p. 466 (exemplis 
3-stigmatosis exclusis); F. Philippi Cat. Pl. Chil. p. 308 (syn. ambobus 
exclusis). 
H. Valdiviana Philippi! in Linnaea v. 29 (1857—58) p. 77; F. Philippi 
Cat. Pl. Chil. p. 308. 
H. limosa F. Philippi Cat. Pl. Chil. p. 308. 
H. Fuegina Philippi! (ms. ?) in herb. n. 124a. 
Rhizoma repens, robustius. Culmi 1—5 dm longi, mediocres; vagina 
summa apice herbacea persistens, truncata. Spicula 1—2 cm longa, 4—6 mm 
lata, subcylindrica, castanea aut fusce straminea. Setae 6 vel pauciores, 
variabiles, nucem raro superantes, ferrugineae — Stylus 2-fidus. Nux 
Obovoidea, plano-compressa, apice angustata, levis, flava aut brunescens; 
stylobasis conica aut ovoidea, apice nucis latior. 
Chile (C. Gay, Pamiper n. 134), Principal (Paitirr n. 107); Chile 
Jentral, Coihuin (Pamirr n. 47), Cerro de Bravo (Pnıripri n. 53), Valdivia 
Pair). Constitucion (Purtitert). 


b* 


20 Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 68. 


Chiloe (Pumerr n. 249), Fuegia (Paizirpr n. 124a), Portus Desire, 
Darwin. 

Distrib. Per Orbem Terrarum fere totum vulgata, in tropieis minus 
frequens. 


4. E. appendiculata. | 

Heleocharis appendiculata Philippi in Linnaea v. 29 (1857—58) p. 85; . 
F. Philippi Cat. Pl. Chil. p. 308. 

Culmi 1—2 dm longi, graciles, in rhizomate brevi tenuiter ligneo 
approximati, stolones graciles. Spicula usque ad 44 mm longa, 2—3 mm 
lata, anguste cylindrica. Stylus 2-fidus. Setae albidae nucem cum stylo- 
basi subsuperantes. Nux fere aureo-flava; stylobasis majuscula subcuboidea. 
Ceteroquin ut E. palustris R. Br. 

Chile: Santiago (PnıLippi n. 38). 

Species critica, ob culmos rhizoma tenues, ab EP. palustri distingui potest. 


5. E. melanostachys. 

E. palustris (forma), Kunth! Enum. v. 2 p. 147; Hook. f. Fl. Antaret. 
v. 2 p. 360. 

Scirpus melanostachys d’Urville! in Mem. Soc. Linn. de Paris v. 4 
(1826) p. 600; Gaud. in Freycinet Voy. (1826) p. 131. 

Fimbristylis melanostachys Brongn. in Duperrey Voy. Coquille pars. 
2 (1829) p. 181; Steud. Cyp. p. 107. 

Heleocharis macrorrhixa Boeck.! in Flora v. 44 (1858) p. 443. 

I. palustris Boeck. in Linnaea v. 36 (1869-70) p. 468. 

H. litoralis Philippi! in Linnaea v. 29 (1857—58) p. 77; Boeck.! 
in Linnaea v. 36 (1869—-70) p. 465; F. Philippi Cat. Pl. Chil. p. 308. 

Stylobasis angusta conica, basi truncata nec contracta, in apice nucis 
sessilis, neque hoe latior; ceteroquin ut E. palustris. 

Chile (Pamrrrn. 108), Corral (Parzrepi n. 37), Ins. Falkland; (p’Urvitxe, 
J. D. Hooker n. 400, Wricnr, AgBorr). 


6. E. simulans C. B. Clarke ms. in herb. Delessert. 

Seirpus Andinus Philippi in Anal. Univ. Chil. (1873) p. 554; F. Phi- 
lippi Cal. Fl. Chil. p. 310. 

Gulmi 3—4 dm longi; vagina summa in altero latere producto, 4—7 mm 
longa, ovala aut sublanceolata. Spicula 1 cm longa, 6 mm lata, ellipsoi- 
dea, brunnea aut subcastanea. Glumae 5 mm longae, elliptico-lanceolatae, 
Vix marginatae; 2 imae vacuae, a fertilibus parum diversae. Setae hypo- 
gynae irregulares, saepe 3 quarum 4 cum nuce aequilonga, tenuissimae, 
Stylus 2-fidus. Nux obovoidea plano-compressa, apice triangularis; styli- 
basis vix incrassala, cum apice nucis usa, | 

Chile (herb, Delessert); Santiago, Cordillera (Pniiprs n. 36). 

Species Seirpum (Genus) mire simulans; inter Seirpum et Eleocharidem quasi 


media, 


Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 68. 21 


7. E. nodulosa Schultes in Roem. et Sch. Syst. v. 2 Mant. (1824) 
p- 87; Kunth Enum. v. 2 p. 156; Maury! in Mem. Soc. Genèv. v. 34 (1890) 
p: 140; C. B. Clarke in Urban FI. Ind. Occid. v. 2 p. 67. | 
Seirpus nodulosus Roth Nov. Pl. Sp. p. 29; Griseb. Symb. Fl. Argent. 

p. 312. 
S. heteromorphus F. Phil. Cat. Pl. Chil. p. 344. 
Heleocharis nodulosa Boeck.! in Flora v. 43 (1860) p. 4, et in 
Linnaea v. 36 (1869—70) p. 468. 
Isolepis heteromorpha Steud.! Cyp. p. 100, in Lechl. Berb. Amer. 
Austral. p. 53. 
_ Culmi in sicco obscurius septati aut subnodulosi. Spiculae usque ad 
22 mm longae, 5 mm latae, densissimae. Glumae fertiles pernumerosae, 
in spiris numerosis imbricatae; 3 imae vacuae breviores rotundatae. — 
Nux (quam E. palustris) minor, subtruncata; stylobasis fusco-nigra. — 
Ceteroquin ut Æ. palustris. 
Chile (GırLies); Valdivia (Lecuter n. 454). 
\ Distrib. A Patagonia usque ad Mexico vulgaris, in America boreali 
 temperata rara. 
8. E. acicularis R. Br. Prod. (1810) p. 224 in nota, Kunth Enum. 
vy. 2 p. 444; C. B. Clarke in Hook. f. Fl. Brit. Ind. v. 6 p. 628, in Urban 
Fl. Ind. Oceid. v. 2 p. 67. 
E. costulata Nees! in Linnaea v. 9 (1834) p. 294; Kunth Enum. v. 2 
p- 142. 
E. radicans Kunth! Enum. v. 2 p. 142; Steud. Cyp. p. 75. 
Scirpus acicularis Linn. Sp. Pl. ed. 4 p. 48, ed. 2 p. 74 partim, nec 
Linn. herb.; Reich. Ic. Fl. Germ. v. 8 p. 36 t. 294 fig. 695, 696, 697. 
S. retroflexus Griseb.! Symb. Argent. p. 344. 
S. radicans Poir. in Lam. Encycl. v. 6 p. 751 syn. excl. (fide Kunth). 
Heleocharis acicularis Koch Syn. Fl. Germ. ed. 2 p. 853; Boeck. in 
Linnaea v. 36 (1869—70) p. 431. 
H. rwularis Philippi in Linnaea v. 33 (1864—65) p. 270; Boeck. in 
Linnaea v. 36 (1869—70) p. 427, v. 38 (1874) p. 408. 
= H. ostulata Desv.! in C. Gay Chile v. 6 p. 172 t. 74 fig. 2: Boeck.! 
in Linnaea v. 36 (1869—70) p. 433 partim; F. Philippi Cat. Pl. Chil. 
p. 308. 
H. radicans F. Phil. Cat. Pl. Chil. p. 308 - 
Scirpidium aciculare Nees in Linnaea v. 9 (1834) p. 293. 
Limnochloa costulata Kunth Enum. v. 2 p. 142 in citat. 
Chaetocyperus costulatus Nees! in Nova Acta Nat. Cur. v. 19 Suppl. 1 
1843) p. 96. 

Ch. radicans Steud.! Cyp. p. 74. 

Rhizoma pertenue. Culmi caespitosi, 5—15 em longi, graciles aut 
pillares. Spiculae 3—6 mm longae, pauciflorae aut pluriflorae. Glumae 


f 


29 Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 68. 


pallidae, in lateribus saepe fusco-sanguineo-maculatae. Stylus 3-fidus. Nux 
oblongo-lanceolata, straminea, longitudinaliter 12—46-costata et inter costas 
horizontaliter trabeculata; stylobasis parva, e basi bulbosa conica. 


Chile. Roncagua (Berrero n. 610), S. Jago (CG. Gay n. 503), Guinam 
avida (Puitiprr n. 149), Santiago (Paivierr n. 40), Aculeo (Germain n. 106). 
Araucaria: Lola (Savarier n. 106). 

Distrib. Per orbem Terrarum fere totum. 


In E. aciculari Europaea, culmi in rhizomate repente distanter fasciculati, setacei 
aut capillacei videntur; forma, in Chile rarior, in herb. Philippi adest. E. costulata 
Neesii! exemplum typicum) ab exemplis debilibus E. acieularis Europeae nullo modo 
differt. In E. costulata Desv., culmi dense caespitosi, robustiores, glumae non macu- 
latae; forma in Chile frequens ab Argentina usque ad Texas et Californiam sparsa. 


9. E. Bonariensis Nees! in Hook. Journ. Bot. v. 2 (1810) p. 398; 
Britton in Journ. New York Microsc. Soc. v. 5 (1889) p. 105. 

E. striatula Maury! in Mem. Soc. Genèv. v. 31 (1890) p. 135. 

Chaelocyperus Bonariensis Nees in Mart. Brasil. v. 2 pars 1 p. 96 
partim. | | 

Heleocharis striatula Desv.! in C. Gay Chile v. 6 p. 173 t. 71 fig. 3; 


Boeck.; in Linnaea v. 36 (4869—70) p. 432; F. Philippi Cat. Pl. Chil. 
p. 308. 

H. Bonariensis Boeck.! in Linnaea v. 36 (1869—70) p. 438. 

H. squamata Boeck.! Cyp. Novae Heft 2 (1890) p. 41. 

Scirpus striatulus Griseb.! Pl. Lorentz. p. 218. 

Culmi 1—4 dm longi, tenuiores nec capillacei. Spiculae 6—12 mm 
longae, 8—multiflorae, maturae saepius coloratae raro pallidae; ceteroquin 
ul FE. acicularis R. Br. 

Chile: Gillies; Santiago (Pamippr n. 705, C. Gay n. 508); Valparaiso 
‘Borcuers n. 49); Roncagua (Guittemm n. 615). 

Distrib. In Argentina frequens, in Brasil. australi per Bolivia usque 
ad Columbia sparsa. 

Species ab E. aciculari vix nisi magnitudine distinguenda, 

10. E. pachycarpa. 

E. leptocaulis Steud. in Lechler Berber. Amer. Austral. p. 53, et Gyp. 
p. 77. 

Heleocharis pachycarpa Desv.! in C, Gay Chile v. 6 p. 174; F. 
Cat, Pl. Chil. p. 308; Boeck. in Linnaea v. 36 (1869 —70) p. 454. 

I. fusco-sanguinea Boeck.! in Linnaea v. 36 (1869—70) p. 125; 
F, Philippi Cat. Pl. Chil. p. 308. 

HZ dubia Philippi! in Linnaea v. 29 (1857—58) p. 77; F. Philippi 
Cat, Pl. Chil. p. 308. 

H. nana Boeck.! in Linnaea v. 36 (4869—70) p. 424 partim. 

H. liocarpa Philippi! in Anal, Univ, Chil, (1873) p. 553, (1896) p. 350; 
F, Philippi Cat. Pl. Chil. p. 308. 


Philippi 


Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr, 68. 23 


H. leptocaulis F. Phil. Cat. Pl. Chil. p. 308; Philippi! in Anal. Univ. 
‘Chil. v. 93 (1896) p. 349 (leptocaulos). 

H. lepida Phil. in Anal. Univ. Chil. v. 93 (1896) p. 349. 

Seirpus Baeothryon Steud. ms. in Lechler n. 566%. 

S. setiformis Schrader ms., fide Boeckeler. 

Isolepis fusco-purpurea Philippi (herb. propr. n. 52), an Steudel 
_ partim ? 

Rhizoma repens, tenuius, castaneum. Culmi 1—3 dm longi, tenuiores, 
plus minus 4-angulares; vagina summa apice herbacea, in altero latere 
breviter producta ovata. Spicula laxiuscula, 5—10 mm longa, 2—4 mm 
lata, 6—14-flora. Glumae 3—5-spirae, castaneae in dorso lutescentes in 
marginibus scariosae. Setae c. 4, cum nuce subaequilongae, pallidae, de- 
biles, minute retrorsim scabrae. Stylus 3-fidus. Nux majuscula, trigona, 
obovoidea, apice truncata, levis, luteo-brunnea; stylobasis pyramidalis, cum 
nuce subaequilata, depressa, basi quasi-marginata fusca. 

Chile (Ocasenius n. 23, Cuamisso n. 131), Valdivia (PsıLıppı, LECHLER 
n. 455 in herb. Kew); Ins. Valenzuela (Lecnzer n. 249), Arica (LECHLER 
n. 566*), Colchagua (PnıLıprı n. 979), Corral (Paizipri), Constitucion (Pa- 
ep), Maullin (Parirrr n. 52), Vichuquen (Pairrr n. 60), Prov. Nuble 
(Paiirrr n. 49), Valparaiso (Pamiprr n. 97), Sao Vicente (PrıLipri n. 147°), 
Rio Claro (Arsert n. 17C), Paso Cruz, 34° s. L, alt. 2100 m (O. Kunrze 
n. 428 bis). 

Distrib. In Monte Video et Paraguay, rara. 

Heleocharis leptocaulis Philippi ab E. pachycarpha non differt. Eleocharis lepto- 
caulis Steud. est LECHLER n. 249; hujus exempla a me visa sunt juvenilia, quodam- 
modo incerta. 

44. E. albibracteata Nees in Linnaea v. 9 (1834) p. 294; Kunth Enum. 
v.2 p. 143; Nees et Meyen ms. fide Nees. 

Chaetocyperus albibracteatus Nees! in Nova Acta Nat. Cur. v. 19 
Suppl. 4 (4843) p. 95 (pl. Guianensi excl.); Steud. Cyp. p. 74; Nees et 
Meyen ms. fide Nees. 

Limnocharis albibracteata Kunth Enum. v. 2 p. 143 in citat. 

Heleocharis melanocephala Desv.! in C. Gay Chile v. 6 p. 175 t. 71 
fig. 4; F. Phil. Cat. Pl. Chil. p. 308; Johow! Juan Fernandez p. 143. 

H. albibracteata Boeck.! in Linnaea v. 36 (1869—70) p. 423; F. Phil. 
Cat. Pl. Chil. p. 308. 

Seirpus melanocephalus Griseb. Symb. Fl. Argent. p. 311. 

Limnochloa albibracteata Nees! ms. partim. 

Rhizoma repens, tenue, lignescens, atrosanguineum. Culmi 2—15 cm 
longi, tenues; vagina summa apice hyalina (sed persistens) in altero latere 
altius fissa. Spicula 3—5 mm longa, atrosanguinea aut castanea, 3—6- 
nucigera. Glumae oligospirae, obtusae, in margine anguste albo-hyalinae. 
Stylus 3-fidus. Nux oblongo-ohovoidea, trigona, apice angustata, pallida 


24 Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 68. 


aut matura lutescens, levis, obscure longitudinaliter 40—50-striatula, obso- | 
lete reticulata; stylobasis conica, cum nucis apice aequilata, nuce ipsa an- 
gustior. | 

Chile: usque ad 3000 m alt. (Pearce, C. Gay n. 804, Dusén n. 644), | 
Coquimbo in Andes (Reep, C. Gay n. 379, 748), Valdivia (Purzrppi), Talca « 
Paicippr n. 51), Banos de Chillan (Paicrppr n. 414), Juan Fernandez (Pui- 
LIPPI D. 51). 

Distrib. In Argentina frequens, in Bolivia (alt. 3—4000 m). 

12. E. Lechleri. 

Heleocharis Lechleri Boeck.! in Linnaea v. 36 (1869—70) p. 422; 
F. Philippi Cat. Pl. Chil. p. 308. 

Rhizoma repens, pertenue. Culmi 2—5 cm longi, caespitosa, filiformes; 
vagina summa apice herbacea, persistens. Spicula 2—3 mm longa, 3—5- . 
nucigera, fusco-straminea, brunescens. Setae 4—6, inaequales, 1—2 cum 
nuce saepe aequilonga, tenues, papillosae, rubro-bruneae. Stylus 3-fidus. 
Nux oblongo-ellipsoidea, trigona, levis, flavida, apice subito angustata, vix 
obsolete striatula;. stylobasis depresso-conica, subdisciformis, cum nucis 
apice subaequilata. | 

Chile: Cordillera del Ranco (Lecazer n. 795), Cordillera Pelada 
(Parzrppr!). 

Distrib. In Bolivia (alt. 3250 m). 

13. E. montana Roem. et Sch. Syst. v. 2 (1817) p. 153. 

E. Dombeyana Kunth Enum. v. 2 p. 145. 

Scirpus montanus H.B.K. Nov. Gen. et Sp. v. 4 p. 226. 

Heleocharis montana Boeck. in Linnaea v. 36 (1869—70) p. 456. 

FH. Dombeyana Boeck.! in Linnaea v. 36 (1869-—70) p. 450. 

Rhizoma longe repens. Culmi 1—5 dm longi, mediocres; vagina 
summa apice truncata, dente lineari erecto. Spicula 5—11 mm longa, 
12—40-nucigera, ellipsoidea aut cylindrica, castaneo-maculata. Setae 6—5, 
nucem saepe superantes, cinnamomeae. Stylus 3-fidus. Nux obovoidea, 
trigona, apice multum angustata, fere levis, lutea aut aureo-lutea; stylo- 
basis parva, anguste conica. 

Chile: Quillota (Germain), Valparaiso (Paiirpr n. 43), Casa Cancha 
Wickes), Maldanado (Kine), 

Distrib. In omni America Calidiore sat communis. In Mexico, va- 
ginae summae dens saepe desideratur, 

14. E. melanomphala. 

Gulmi 10—14 em longi, graciliores; vagina summa apice truncata, 
Spicula 6 mm longa, anguste, ovoidea, pauciflora, 1—4-nucigera, Glumae 
majusculae bruneae, Setae 5, cum !/, parte nucis aequilongae, retrorsim 
scabrae, bruneae, Stylus 3-fidus. Nux pro genere magna, late ovoidea 
trigona, apice longius conoideo-pyramidata, levis, alba; stylobasis perparva, 
acute pyramidalis, nigro-castanea, in apice nucis sessilis. 


7 Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 68, 25 


Chile: Cordillera, alt. 2100 m, Paso Cruz 34° s. L. (0. Kuntze 
n. 30 bis). 

Planta, cum nuce magna, E. Atacamenst primo aspectu similis, differt stylobasi a 
nuce conspicue distincta. 


Species non visae. 


15. E. coronata Steud. Cyp. (1855) p. 77. 

Radix repens. Culmi 4 dm longi; vaginae apice truncatae. Spicula 
ovoidea, 8—12-flora. Glumae bruneae, in margine hyalinae. Setae 3, te- 
nuissimae, cum {/, parte nucis vix aequilongae, leves. Stylus 3-fidus. Nux 
ovoidea, basi tuberculata, medio nitida; stylobasis mitraeformis, crenulato- 
marginata, alba, verrucosulo-puncticulata. 

Chile: Concepcion (D’URVILLE ex STEUDEL). 

An = FE. pachycarpa supra? (C. B. Crarke). 

16. E. Reichei. 

Heleocharis Reichei Philippi in Anal. Univ. Chil. v. 93 (1896) p. 35; 
Boeckeler ms. e Philippi. 

Rhizoma elongatum, horizontale, 11/5 lineam crassum. Culmi 2—3 
poll. longi, validuli; vagina summa, apice truncata, herbacea, in altero 
latere lanceolatim producta. Spicula 5—7 lin. longa, oblongo-lanceolata. 
Setae 0. Nux majuscula, obovoidea, turgide biconvexa, levis, albida; stylo- 
basis brevis conica. 


Chile: Constitucion (Reicue e Paicrpri). 
An = EF. palustris R. Brown, forma setis obsoietis (C. B. Cuarke?). 


7. Scirpus. 


Scirpus Linn. Gen. n. 67 partim; Desv. in C. Gay Chile v. 6 p. 178; 


Benth. in Benth. et Hook. f. Gen. Pl. v. 3 p. 1049; C. B. Clarke in Hook. f. 


L 


Fl. Brit. Ind. v. 6 p. 653. — cf. Palla in Engl. Bot. Jahrb. v. 10 (1888) 
p. 293—301 t. 41. 
Isolepis R. Br. Prodr. p. 221; Kunth Enum. II. 187; Desv. in C. Gay 


Chile v. 6 p. 184. 


Malacochaete Nees in Linnaea v. 9 (1834) p. 292, in Nova Acta Nat. 


Gur. v. 19 Suppl. 4 (1843) p. 89; Desv. in C. Gay Chile v. 6 p. 176. 


Dichromena Desv. in C. Gay Chile v. 6 p. 189, non Vahl. 
Glumae 3-multispirae. Stylibasis in nucis apicem (sine constrictione 


aut linea conspicua) sensim transiens. 


cae OO rd ee Eh 


= 


— Glaber. Culmus enodosus, prope ad basin foliatus vel vaginatus, 
apice caput aut umbellam gerens. 
Species 125, in omnibus regionibus sparsae. 


26 Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 68. 


Sect. 4. Monostachyi. Plantae parvae aut tenues. Culmi 
(in speciebus Chilensibus), monostachyi. Stylus in spe- 
ciebus Chilensibus 3-fidus. Setae hypogynae obviae. 
Vaginae basales paucae inconspicuae, summa apice truncata 1. S. pauciflorus. 
Vaginae basales plures a summa folium viride f 
gerens . . . Len TENTE. COSUOE 
Sect. 2. 1solepis ER R. Gr: Prodr. p. 291. Culmi caput 
aut spiculam 4 gerentes. Setae hypogynae plane 0, 
Stylus 3-fidus, 
Plantae minores, foliigerae. 
Culmus 4—3, saepissime 4, spiculas gerens. 
Folia tenuia. Nux parva, trigona, apice angustala. 3. S. cernuus. 
Folia rigida. Nux majuscula, biconvexa, apice per- 
obtusa .. :., : . ... 2 RER ERS SA 
Culmus 2—12 (raro 4) spiculas gerens . . . . . . . 5. S. inundatus. 
Planta robustior, 4—10 dm longa, aphylla . . . . . . 6. S. nodosus. 
Stylus 2-fidus. 
Culmi 2—5 cm longi; spiculae pallidae. . . . . . . . 7. S. perpusillus. 
Culmi 2 dm longi; spiculae castaneo-rubrae. . . . . 8. S. Philippi. 
Sect. 3. Eu-Scirpus. Culmi caput aut umbellam BAR ES 
Setae hypogynae obviae, in speciebus paucis tenues aut 
casu obsoletae. 
Plantae parvulae. Culmus raro usque ad 4 dm longus. 
Spiculae in capite unico congestae aut 4, Stylus 


3-fidus. 
Folia linearia. Spiculae 3—1, saepius 4 
Caput stramineum. Setae vix papillosae . . . . . . 9 S Hieronymi. 


Caput bruneum, Setae retrorsim scabrae . . . . . 40. S. deserticola. 
Folia basi plana, anguste lanceolata. Spiculae saepe 
6—3, rarius 4. 
Culmus 0—4 em longus. Glumae 5—6 mm longae . 44. S. acaulis. 
Culmus 5—6 cm longi. Glumae 7—8 mm longae. . 12. 8. macrolepis. 
Plantae robustae aut mediocres. 
Culmi caput gerentes. Stylus 2-fidus (vel raro 3-fidus). 


Folia convoluto-teretia. Setae breves . . . . . . . 48. 8. Nevadensis. 

Folia 0 aut plana. Setae evolutae . . . . . . . . 44, S Americanus. 
Culmi umbellam gerentes. 

Folia longa. Stylus 8-fidus. . , . . . . . . . . . Ab. S,asper. 

Folia subnulla, Stylus 2-fidus . . . . . . . . . . 46, S. réparws. 


Plantae vix mediocres, Corymbus parvulus, sacpius ad 
caput (vel spiculam) contractus. Stylus 2-fidus. . . 47. S. melanocaulos. 


. N, pauciflorus u Fl. Scot. (1777) p. 4078; Boeck. in Linnaca 
v. J (1869—70) p. 479; C. B. Clarke in Hook. f. Fl. Brit. Ind. v. 6 p. 654. 
S. Boeothryon rn Phytoph. (1780) n. 34; Linn. f. Suppl p. 103; 
Kunth Enum, v. 2 p. 123. 
S, Andinus Philippi in Anal, Univ. Chil. (4873) p. 554 (syn. Desvaux 
exel.); F. Philippi Cat, Pl. Chil. p. 310. 
Eleocharis pauciflora Vink, Mort. Berol, v. A p. 284; Hook. Fl. Bor. 
Amer. v. 2 p. 229. 


Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 68. ae 


Heleocharis Atacamensis Philippi! Fl. Atacama p. 53, in Anal. Univ. 
Chil. v. 93 (1896) p. 349; F. Philippi Cat. Pl. Chil. p. 308: Boeck. in 
Linnaea v. 36 (1869—70) p. 454. 

Isolepis Andina Philippi! (ms.?) in herb. propr. n. 59. 
Trichophorum pauciflorum Palla in Sitzb. Z. B. G. v. 38 (1888) p. 49, 
fide Richter. 

Stolones saepe adsunt. Culmi 5—25 cm longi, rigidiusculi, enodosi, 
apice À spiculam gerentes, aphylli; vagina summa apice oblique truncata. 
Spicula quasi-terminalis, ebracteata, pauciflora, 4—7 mm longa. Glumae 
_3—4 mm longae, elliptico-oblongae, fusco-castaneae aut bruneae. Setae 
6—3, cum nuce saepe aequilongae, retrorsim scabrae. Stylus 3-fidus. Nux 
trigona, obovoidea apice acuminata, levis, pallida vel brunescens; stylobasis 
vix incrassata, in nucis apicem sensim transiens. 


A 


Chile: Tarapaca (Paicrppr n. 59), Atacama (PaıLippi n. 42). 

Distrib. In Orbe Vetere, in regionibus Palaearcticis et Temperatis. 
— In Orbe Novo, in America Boreali Temperata, et in Rocky Mt.; in 
_ Argentina. 

Species omnino aphylla; forsan in Eleocharide potius ordinanda; ab Eleocharide 
propter stylobasin a nuce non distinctam neque tuberculiformem diversa. 

2. S. caespitosus Linn.! Sp. Pl. p. 74 et herb. propr.; Kunth Enum. 
v. 2 p. 159; Boeck. in Linnaea v. 36 (1869—70) p. 488 (syn. pusillo, 
oligantho exclusis); Desv.! in C. Gay Chile v. 6 p. 180. 

Eleocharis caespitosa Link. Hort. Berol. v. 1 p. 283: Hook. Fl. Bor. 
Amer. v. 2 p. 229. 


Rhizoma breve, descendens, apice divisum. Culmi 1—3 dm longi, 
. monostachyi, basi a pluribus squamis semi-vaginosis imbricatis saepe in- 
tecti; vaginae summae folium 5—15 mm longum, viride, setaceum. Spi- 
cula 4—8 mm longa, ovoidea, 3—7-flora, breviter bracteata, e luteo bru- 
nescens. Setae 6—4, nucem superantes, tenues, leves aut in parte superiore 
minute papillosae. Stylus 3-fidus. Nux obovoidea, apice acuta, levis € 
stramineo brunescens. 

Chile (C. Gay n. 190, in Mus. Paris). 

Distrib. In Zona boreali-temperata vulgaris. In Jamaica, fide 
_ BorcKELER. 


| 3. S. cernuus Vahl Enum. v. 2 (1806) p. 245; Britton in Trans. New 
York Acad. v. 41 (1892) p. 76. 

S. Savii Sebast. et Mauri Prod. Fl. Rom. (1818) p. 22. 

S. setaceus Linn.! herb. propr. et Mant. p. 321, nec Sp. Pl. p. 73: 
“Boeck. in Linnaea v. 36 (1869—70) p. 502 Var. ß (et « pro parte) nec 7; 
F. Philippi Cat. Pl. Chil. p. 312. 

S. pygmaeus Poir. Encycl. Suppl. v. 5 p. 100 (nec S. pigmaeus Poir. 
in Lam. Encycl. v. 6 p. 755). 


28 Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 68. 


S. brevis d’Urville in Mem. Soc. Linn. Paris v. 4 (1825) p. 600; Gaud. 
in Freyeinet Voy (1825) p. 131; Griseb. Symb. Fl. Argent. p. 343. 

S. minimus Hook. et Arn. Bot. Beechey Voy. p. 49, non Vahl. — 

S. Hookert Kunth Enum. v. 2 p. 173; Desv. in C. Gay Chile v. 6 
p. 183; F. Philippi Cat. Pl. Chil. p. 344. | 

S. leptaleus Koch in Syll. Soc. Bot. Ratisb. v. 1 (1824) p. 8. 

S. riparius Poir. Encyc. Suppl. v. 5 p. 103; S. Watson Bot. Californ. 
v. 2 p. 217 (syn. excl.), non Presl. 

Scirpus modestus F. Philippi! Cat. PL Chil. p. 344. 

S. perpusillus F. Philippi! Cat. Pl. Chil. p. 311, non Boeck. 

S. meerostachys Philippi! in Anal. Univ. Chil. v. 93 (1896) p. 478. 

S. terminalis Philippi! in Anal. Univ. Chil. v. 93 (1896) p. 479. 

S. chloroticus Philippi! in Anal. Univ. Chil. v. 93 (1896) p. 480. 

Isolepis cernua Roem. et Sch. Syst. v. 2 p. 106. 

I. Saviana Schultes in Roem. et Sch. Syst. v. 2 Mant. p. 63; Kunth 
Enum. v. 2 p. 193; F. Philippi Cat. Pl. Chil. p. 309. 

I. pygmaea Kunth Enum. v. 2 p. 194; Hook. f. Fl. Antarct. v. 2 p. 364; 
Desv. in C. Gay Chile v. 6 p. 186; F. Philippi Cat. Pl. Chil. p. 309; Fran- 
chet Mission Cap. Horn p. 374. | 

I. brevis Brongn. in Duperrey Voy. Coquille pars 2 (1829) p. 180. 

I. chlorostachya Nees! in Linnaea v. 9 (1834) p. 291, v. 10 (1835— _— 
36) p. 149; F. Philippi Cat. Pl. Chil. p. 309. 

I. perpusilla Nees in Linnaea v. 9 (1834) p. 291 pro parte; Philippi! 
ms.; non Seirpus perpusillus Boeck. 

I. heterophylla Steud.! in Flora v. 25 (1842) p. 603, et Cyp. p. 925 
F. Philippi Cat. Pl. Chil. p. 309. 

I. pholioides Steud.! Cyp. p. 93; herb. Philippi! pro parte majore. 

I, erubescens Steud.! in Flora v. 25 (1842) p. 604. 

1. purpurascens Steud.! Cyp. p. 92; F. Philippi Cat. Pl. Chil. p. 309. 

I. modesta Philippi! in Linnaea v. 29 (1857—58) p. 79; F. Philippi 
Cat. Pl. Chil p. 309. 

I. Pumilio Boeck.! in Flora v. 42 (1859) p. 448. 

I. chlorotica Philippi! ms. 

I. mierostachys Philippi! ms. 

I. monostachya Philippi! PA. Antofagasta (1891) p. 79. 

Cyperus Pumilio Steud.! Cyp. p. 16, in Lechler Berber. Amer. Austr, 
p. 53. 

Glabra. Annua; aut rhizoma A— em longum, tenue, divisum. Culmi 
3-18 em longi, striati, setacei (cf. Var, ß), praeter basin enodosi, apice 
monocephali, Folia 5 mm—410 cm longa, angustissima, culmo saepissime 
multo) breviora, Spiculae in capite 3—4 (in exemplis Chilensibus sae- 
pissime 4) sessiles; bractea ima 1—3 em longa culmum quasi continuens, 
aut a glumis nueigeris vix diversa (i, e. spicula terminalis), Spiculae 


Beiblatt zu den Botanischen Jahrbiichern. Nr. 68. 29 


« 1—10 mm longae, ovoideae aut oblongae, multiflorae aut pauciflorae, non 
“raro proliferae, interdum elongatae usque ad 2 cm longae plus minus 
steriles. Glumae multispirae, ovatae, castaneae in dorso coloratae aut 
magis elutae aut albae. Setae 0. Stamina 3—1. Stylus 3-fidus. Nux 
- obovoidea, trigona, vix apiculata, levis (obscure reticulata, verrucosa aut 
in verbis Cyperologorum elevato-punctulata) nec longitudinaliter costata, 
pallida aut fuscescens; celluli extimi subquadrati. 

Chile: ubique vulgaris. Atacama (Morone n. 4260), Cordillera de 
Tarapaca (Pamirrr n. 65, monostachya), Copiapo (Partipp1), Punta de los 
Vilos (Macnapa n. 83), San Juan (Paiiper n. 118), Cartagena (Parcrert 
n. 98), Valparaiso (Brypses, Marnews n. 298, Pairiprr n. 112), Edmonstone 
(Cumine n. 547), Ovalle {Paiciprr n. 101), Quillota (Germain, Quinreros, 
ALBERT n. 66), Cordillera Chillan (Paicrepr n. 60), Cordillera Coquimbo 

- (Prizrppr n. 58), Corral (Paiziprr [pygmaea]), Catapulco (Pnicrppr n. 57), 
Rancagua (Paizippi), Gesenteros (ALBERT n. 143), Constitucion {Paicrept n. 27, 
103), La Cueva (Rornmer n. 64), Arica (Leeuter n. 700, 722), Aconcagua 
Fluminis Ostia (E. Moore n. 70), Valdivia (Parcipri n. 5, 124, Lecurer n. 566 
[heterophylla]), Patagoniae ora occident. (Coppinger), Chiloe (Pamirrr n. 99), 
Fuegia (WILKES). 

Distrib. Per Orbem Terrarum. praeter Indo-China, sparsa, in tem- 
peratis communis. 

Species in Anglia indigena etiamque magnopere culta, praeter colorem 
et magnitudinem parum variabilis. 

Var. 8. dura C. B. Clarke ms. hbb. pluribus; culmis duriusculis; 
spicula dura, saepissime unica, saepe lucide castanea aut brunea. 

Scirpus Aucklandicus Boeck. in litteris; cf. Hemsley Voy. Challenger 

Sv. 2 p. 458. 

S. aegialites Philippi in Anal. Univ. Chil. v. 93 (1896) p. 477. 

S. nanus F. Philippi Cat. Pl. Chil. p. 311. 

S. caespitosus Philippi ms in hb. propr. n. 27. 

Isolepis Aucklandica Hook. f.! Handb. New Zeal. Fl. p. 302 in nota 

_ (i. e. exempla Americana). 

I. nana Philippi! in Linnaea v. 29 (1857—58) p. 79. 

| I. erubescens Presl ms. 

+ Chile: Ancud (Paraprr n. 61), Corral (Pæizippr n. 73), Concepcion 

_ (Purr n. 96), Chiloe (Reep), Fuegia et Ins. Falkland (J. D. Hooker). 

i Distrib. In Andes usque ad Rocky Mts., sparsa. In Tristan da 


= 


=e EM 


Cunha. 
Planta a S. Aucklandico Hook. f., typico (i. e. sp. Neo-Zeelandica) vix 
- distinguenda. 
4. S. Atacamensis Boeck.! in Linnaea v. 36 (1869—70) p. 482; Griseb. 
“PI Lorentz p. 219 et Symb. Argent. p. 313; F. Philippi Cat. PL Chil. 
p. 311; Philippi in Anal. Univ. Chil. v. 93 (1896) p. 476. 


30 Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 68. 


Isolepis Atacamensis Philippi Wüste Atacama (Fl. in Append.) p. 53. 

Rhizoma breve, erectum, apice divisum. Culmus 4 cm longus, cras- 
siusculus, apice 1- (vel 2-)spiculiger. Folia plura, suberecta, teretia, linearia, 
crassiuscula. Spieula 6—8 mm longa, ellipsoidea, straminea; bracteae 
(glumae imae vacuae) glumis nucigeris similes. Glumae c. 10, ovato-ellip- 
ticae obtusae, 5—6 mm longae, non carinatae. Setae 0. Stylus mediocris, 
linearis, ruber, deciduus; rami 3, longi, tenues. Nux majuscula, late obo- 
voidea, a dorso multum compressa (fere biconvexa), apice admodum obtusa, | 
levis, pallide luteo-brunea. 

Chile: Atacama (Paiciprr n. 1000 in herb. Berol., n. 29, 62 herb. 
propr.). | 

Distrib. Catamarea, fide Grisebach, 

5. 8. inundatus Poir. Eneyel. Suppl. v. 5 (1817) p. 103; Benth.! FI. 
Austral. v. 7 p. 329, pro magna parte. 

S. nigricans Poir. Encyc. Suppl. v. 5 p. 104; Boeck.! in Linnaea v. 36 
(1869 —70) p. 506; F. Philippi Cat. Pl. Chil. p. 314; Philippi in Anal. Univ. 
Chil. v. 93 (1896) p. 479. | 

S. Angachillensis Boeck.! in Linnaea v. 36 (1869—70) p. 496; F. Phi- 
lippi Cat. Pl. Chil. p. 310. 

S. Bridgesii Boeck.! in Linnaea v. 36 (1869 —70) p. 508; F. Philippi 
Cat. Pl. Chil. p. 311. 

S. Gaudichaudii Boeck.! in Linnaea v. 36 (1869—70) p. 544; F. Phi- 
lippi Cat. Pl. Chil. p. 311. | 

S. varians Boeck.! in Linnaea v. 36 (1869-—70) p. 698; F. Philippi 
Cat. Pl. Chil. p. 342. 

S. albescens F. Philippi Cat. Pl. Chil. p. 310. 

S. phacocarpus F. Philippi Cat. Pl. Chil. p. 312. 

S. didymostachyus Philippi! in Anal. Univ. Chil. v. 93 (1896) p. 4 

S. trichocaulos Philippi! in Anal. Univ. Chil. v. 93 (1896) p. 478. 

S. Constitutionis Philippi in Anal. Univ. Chile v. 93 (1896) p. 483, 
e descript. 

Isolepis inundata R. Br.! Prodr. p. 222; Kunth Enum. v. 2 p. 217. 

I. nigricans H.B.K. Nov. Gen, et Sp. v. 4 p. 220; Kunth Enum, v. 2 
p. 193; Desv.! in C. Gay Chile v. 6 p. 187 t. 70 fig. 3. 

I. Gaudichaudiana Kunth! Enum. v. 2 p. 201. 

I. Angachilensis Steud. in Lechl. Berber. Amer. Austral. p. 53; Boeck. 
n Flora v. 42 (1839) p. 448. 

I. Angachilensis Steud.! Cyp. p. 94. 

I. Valdiviae Steud.! in Lechl, Berber. Amer, Austr, p. 53, et Cyp. 


|). (A, 


75. 


I. Conceptions Steud, p. 9%. 
I. varians Steud.! in Lechl, Berber, Amer. Austr, p. 53, et Cyp. 
p. 94, 


Beiblatt zu den Botanıschen Jahrbüchern. Nr. 68. 31 


I. Urvillet Steud. Cyp. p. 94. 

I. albescens Desv.! in C. Gay Chile v. 6 p. 188 t. 70 fig. 2. 

I. vivipara Schinder ms.; Desv. in C. Gay Chile v. 6 p. 489. 

I. ramulosa Steud.! in Lechler Berber. Amer. Austr. p. 50. 

I. phaeoearpa Philippi in Anal. Univ. Chil. 1865 pars 2 p. 321. 
I. Bridgesii Palla! in Engl. Bot. Jahrb. v. 10 (1888) p. 300. 

I. psilocarpa Kunze! ms. 

I. trichocaulis Philippi! ms. 

I. tristachya Philippi! ms. partim. 

Cyperus Urvilleanus Steud.! Cyp. p. 16; cf. Boeck. in Flora v. 42 
(4859) p. 448. 

Robustior. Spiculae in capite plures, saepe 3—12, rarius unica, pallide 
aut fusce stramineae, non aut modice castaneo-maculatae. Nux in plantis 
minoribus 3—6-stachyis saepe apiculata, in plantis majoribus apice obtuse 
conica; quam in S. cernur nuce angustior; ceteroquin ut S. cernuus Vahl. 

Chile (C. Gay), Valdivia (Brypces n. 829, 840, Lecuter n. 453 [Val- 
diviana]), Arica (Lecater n. 718 [varians]), Lota (J. Barr.), Ercilla (O. Kunrze 
n. 34 bis), Valdivia (Parierr n. 122, n. 67 [trichocaulos], Lecter n. 1386 
[ramulosa]), San Juan (Paiciprt n. 69), Cordillera Pelada (Parzippr n. 127), 
. Constitucion (Pariert). 

Distrib. In Argentina, Andes, New Zealand, Australia (copiosa), us- 
que ad Borneo. 

In exemplis minoribus, spiculae fere semper pallidae, nux minute apicata; in 
exemplis typicis S. nigricantıs in herb. J. Gay spiculae aliae sunt pallidae, aliae plus 
minus castaneo-maculatae. In exemplis majusculis I. Valdiviae Steud., spiculae majus- 
culae pallidae nux apice obtuse conica. In exemplis typicis R. Brown, spiculae sunt 
majusculae pallidae, nuces parvae apiculatae. Inter exempla Australiensia, exempla 


trichocaula (= S. trichocaulis Philippi), exempla foliis longis paullo latioribus, videnda 
sunt. Varietates stabilire nequivi. 


6. S. nodosus Rottb. Descr. et Sc. (1773) p. 52 t. 58 fig. 3; Boeck. 
in Linnaea v. 36 (1869—70) p. 718; Benth. Fl. Austral. v. 7 p. 331; Hemsl. 
Bot. Challenger Voy. pars 2 p. 87, 266; pars 3 p. 58; F. Philippi Cat. PI. 
Chil. p. 312; Johow Fl. Juan Fernandez p. 142. 

Isolepis nodosa R. Br. Prod. p. 224; Kunth Enum. v. 2 p. 199; Desv. 

a in C. Gay Chile v. 6 p. 185. 
Rhizoma ligneum, horizontale, 5—8 mm in diam. Culmi 4—10 dm 
_ longi, teretes, lenti, aphylli; vagina summa in altero latere oblique lanceo- 
 lato-producta, nec viridis. Caput 10—16 mm in diam. globosum, densum, 
 polystachyum, brunescens; bractea ima 2—10 cm longa, culmum quasi 
- continuens. Spiculae 3—5 mm longae, ovoideae. Setae 0. Stylus 3-fidus. 
_Nux obovoidea trigona, levis, brunescens. 

Chile: Valparaiso (Bryp@es), Corral (Pamippr n. 715), Concepcion 
(p’'Urvitte), Arauco (Paitierr n. 95), Lebu (Pariprr n. 74), Juan Fernandez 


\ 
. 


(Mosetey), Masa Fuera (Cumina n. 1356) 


ob a a 


. | 


32 Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 68. 


Distrib. Species per Zonam Australem temperatam (Africa, Oceania, 
America) vulgata. 

7. S. perpusillus Boeck.! in Linnaea v. 36 (1869—T70) p. 496; 
F. Philippi Cat. Pl. Chil. p. 312. 

Isolepis perpusilla Philippi in Anal. Univ. Chil. (4873) p. 555. 

Cyperus Ranko Steud.! Cyp. p. 345, in Lechl. Berber. Amer. p. 53 
(Ranco). 

Rhizoma breve, descendens, tenuius. Culmi 3—5 cm longi, caespitosi, 
validuli, enodosi, monocephali. Folia plura, omnia basalia, culmos supe- 
rantia, linearia. Spiculae 2—4, pallidae, 3—5 mm longae, 6—42-florae: 
bracteae 1—2 cm longae. Glumae late ellipticae, obtusae. Setae 0. Stylus 
2-fidus. Nux ellipsoidea, plano-convexa, levis, brunescens. 

Chile: Cordillera de Ranco (Lecurer n. 786). 

8. S. Philippi. 

S. nigricans (forma flaccida) Boeck. in Linnaea v. 36 (1869—70) 
p. 453. 

Isolepis tristachya Philippi! in Linnaea v. 30 (1859—60) p. 203. 

Culmi 40—25 em longi, flaccidi, enodosi, monocephali. Folia 5—10 cm 
longa, tenuissima. Spiculae 3—1, fasciculatae; bractea ima 1—3 cm longa, 
culmum quasi continuens. Spiculae 4 mm longae, c. 12-florae, atropurpu- 
reae. Glumae ovatae, vix acutae. Setae 0. Stylus 2-fidus. Nux obo- 
voidea, plano-convexa, apice acutata, levis, pallida. 

Chile: Puerto Montt (Paicrppi). 

9. S. Hieronymi Boeck.! Cyp. Novae Heft 1 (1888) p. 18. 

S. semisublerraneus herb. Philippi n. 28. 

Carex gaimardioides Desv.! in C. Gay Chile v. 6 p. 202 pro majore. 
parte, t. 73 fig. 2 (sp. 2 nec sp. 4). 

Fimbristylus gaimardioides Steudel! ms. (in exemplo cum Oreobolo 
mixto). 

Rhizoma tenuius, apice divisum. Culmi 3—10 cm longi, mediocres, 
subteretes monocephali. Folia 5—25 mm longa, linearia, minime disticha. 
Caput terminale, 3—41- (saepius 1-)stachyum, 7 mm longum, stramineum; 
bracteae imae vacuae glumis nucigeris similes, paullo majores. Glumae 
5—6 mm longae, elliptico-oblongae, non carinatae. Setae 3, cum ?/, parte 
nucis subaequilongae, tenues, minute papilloso-dentatae, luteae brunescentes. 
Stylus linearis, deciduus; rami 3 longi. Nux parvula, oblongo-ellipsoidea 
anguste obovoidea), trigona, apice perobtusa, levis lucida, brunescens. 

Chile: Cordillera Coquimbo (Pair n. 28), Coquimbo, alt. 3130 m 
C. Gay). Casa Canella Pera (Wırkes). 

Distrib. Peru (Lecaven n. 4977 partim), Argentina: Cordillera de la 
Rioja (Hieronymus et NırpenLein n. 232). 


Species S. Alacamensi Boeck,, simillima; ob setas ac praesertim ob nucem ans, 
gustan Irigonam diversa, — Caricis gaimardioidis exemplum, a C, Gay communicatum, 


Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 68. — 33 


st Seirpus Hieronymi cum foliis Oreoboli intermixtum. Lecntert n. 1977 exemplum 
in herb. Kew est Scirpus Hieronymi cum S. semisubterraneo Boeck. mixtum.  Caricis 
imardioidis Desy., descriptio est confusa. 


40. S. deserticola Philippi Wüste Atacama (1860) Fl. Append. p. 53; 
Boeck! in Linnaea v. 36 (1869—70) p. 494; F. Philippi Cat. Pl. Chil. 
p. 311; Philippi in Anal. Univ. Chil. v. 93 (1896) p. 482. 

S. semi-subterraneus Boeck.! in Linnaea v. 36 (1869—70) p. 495. 
S. thermalis Spruce ms.; Benth. et Hook. f. Gen. Pl. v. 3 p. 1051. 
Carex gaimardioides Desv. in C. Gay Chile v. 6 p. 202 
parte, et t. 73 fig. 2 (sp. 1 solum). 


, pro minore 
Rhizome tenue, repens, usque ad 4 dm longum. Culmi 41—4 cm 
longi, apice monocephali. Folia plurima, 1—3 cm longa, linearia, aut 
lineari-oblonga subteretia. Caput 6 mm longum, 3— ‘-stachyum, ovoideum, 
_ bruneum; bracteae glumis nucigeris vix longiores. Glumae 4 mm longae, 
ovatae, obtusae, in carina viridescentes. Setae 6, nucem superantes re- 
trorsim scabrae, ferrugineae. Stylus linearis; rami 3, lineares. Nux parva, 
ellipsoidea, acute trigona, apice acuminata levis nigro-brunea. 

Chile: Atacama (Paicippr n. 1005, hb. Berol.). 

Distrib. Peru, Bolivia, Ecuador. 


11. S. acaulis Philippi! in Linnaea v. 29 (1857--58) p. 78; Boeck. in 
 Linnaea v. 36 (1x69—70) p. 494; F. Philippi. Cat. Pl. Chil. p. 310. 

S. sessiliflorus Philippi in Anal. Univ. Chil. v. 93 (1896) p. 479. 

| S. nubigenus Philippi in Anal. Univ. Chil. (1873) p. 554; F. Philippi 
Cat. Pl. Chil. p. 312? 

Isolepis acaulis Philippi ms. fide Boeckeler. 

Rhizoma repens. Culmus vix ullus, 0—# em longus. Folia 3 cm 
longa, anguste lanceolato-linearia. Caput e 6—1 spiculis fuscis pluri-nuci- 
geris constans. Spiculae 5—8 mm longae, ellipsoideo-lanceolatae, glumis 
arcte imbricatis densae. Glumae nucigerae 5—6 mm longae, elliptico-lanceo- 
latae. Setae 6, tenues, albidae, scabridae, nucem superantes. Stylus per- 
longus, linearis; rami 3, lineares. Nux parvula, cum !/; parte glumae 
subaequilonga. inaequaliter, trigona, obovoidea, basi stipitata, apice acumi- 
nata, levis, pallida. 
| Chile: Lacus Malvarco, in Andibus (German), Cordillera Linares (Pat- 
uiprr n. 998), Caboceira del Vallilargo (Santiago) (PrıLipri n. 30). 


12. S. macrolepis Philippi! in Anal. Univ. Chil. v. 93 (1896) p. #81. 
Rhizoma tenue. Culmi 5—6 cm longi, robustiores, monocephali. 
Folia 4 cm longa, anguste lanceolato-linearia, nec teretia. Caput 15 mm 
in diam., subglobosum, 6—3-stachyum, cinnamomeum; bracteae glumis 
nucigeris fere similes. Spiculae 2—6-nucigerae. Glumae 7—8 mm longae, 
anguste oblongae. Setae 6, retrorsim hispidae, ferrugineae, quarum 3 saepe 


ongiores, nucem superantes. Stylus linearis, rami 3, lineares. Nux parva, 


Botanische Jahrbücher. Beiblatt Nr. 6s. c 


34 = Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 68. 


LL L . . L LL . a 
ellipsoidea, acute trigona, apice acuminata, levis, nigro-brunea, cum '/, « 
parte glumae vix aequilonga. 4 

Chile: Vegas del Toro (F. PaıLıppi). 


y> 


Nux, setae, stylus, fere ut in S. deserticola, a qua differt foliis basi latioribus, 


glumis nucigeris longissimis. Paullo differt a S. acauli ob culmum 5—6 cm longum, 5 
spiculas laxiglumas pauci-nucigeras. S. nubigenus Philippi, e descript. cum hac vel illa 3 
specie conjungi potest. 2 
13. S. Nevadensis S. Watson! Bot. King Exped. (1874) p. 360, et Bot. — 
Californ. v. 2 p. 217; Britton in Trans. New York Acad. v. 11 (1892) p. 78. M 
S. remireoides Griseb.! Pl. Lorentz. (1874) p. 218. & 
S. Reichei Philippi in Anal. Univ. Chile v. 93 (1896) p. 480 e de-M 


seript. 
Isolepis oreophila Philippi! Pfl. Antofagasta 1891 p. 79. 
Rhizoma horizontale, erassum. Culmi 15—40 em longi, robustiores, 
teretes, monocephali. Folia culmo parum breviora, convoluto-teretia, rigida. M 
Spiculae 4—8, capitatae; bractea ima suberecta, caput superans. Spicula M 
s— 14 mm longa, ellipsoidea-oblonga. Glumae nucigerae plures, arctius i 
imbricatae, castaneae in dorso luteae, obtusae, in margine minute ciliolatae, M 
subintegrae. Setae cum !/, parte nucis vix aequilongae, irregulares, aut M 
subobsoletae, sursum scabrae. Stylus 2-fidus. Nux plano-convexa, obo- M 
voidea, apice triangularis, levis, olivaceo-brunea. 4 
Chile: Atacama (Parziprr n. 63), Breas (Puitippr n. 128). 
Distrib. Catamarca, California, Nevada, Oregon, Assiniboia. 


‘ 


14. S. Americanus Pers. Syn. v. 4 (1805) p. 68; Britton in Trans. 
New York Acad. v. 44 (4892) p. 78. 

S. pungens Vahl Enum. v. 2 (1806) p. 225; Kunth Enum, v. 2 p. 162; 
oeck. in Linnaea v. 36 (1869—70) p. 708; F. Philippi Cat. Pl. Chil. 
p. 342. 4 

S. Chilensis Nees! in Linnaea v. 9 (4834) p. 293, et in Nova Acta 
Nat. Cur. v. 19 Suppl. 4 (1843) p. 93; Kunth Enum. v. 2 p. 162; Desv. = 
in ©. Gay Chile v. 6 p. 182; Nees et Meyen ms. e Nees. 

S. monophyllus Presl Rel. Haenk. v. A p. 193; Kunth Enum. v. 2 
p. 162. 

S. badius Pres| Rel. Haenk. v. 4 p. 193; Kunth Enum, v. 2 p. 168; 
Desv, in ©. Gay Chile v. 6 p. 182. 

S. longifolius Wook. et Arn, Beechey Voy p. 49; Kunth Enum, v. 2 
p. 17%; Steud. in Flora v. 25 (1842) p. 602; F. Phil. Cat. Pl. Chil, p. 344. 

S. melanorrhixus Boeck.! in Engl. Bot. Jahrb. v. 5 (1884) p. 504. 


f » 
, 


Dichromena atrosanguinea Desv. in €. Gay Chile v. 6 p. 190 1, 71 
lig.5 et af (quoad stylibasin non recte). 

Malacochaete oligostachys Philippi in Linnaea v. 29 (1857—58) p. 78; 
F, Philippi Cat, Pl. Chil. p. 340. | 

Schoenopleetus pungens Palla in Engl. Bot. Jahrb. v. 40 (1888) p. 299. 


Beiblatt zu den Botanischen Jahrbiichern. Nr. 68. 35 


Rhizoma repens (usque ad 2—3 dm longum), robustius. Culmi 
2—-10 dm longi, trigoni. Folia saepius brevia, non raro 0, in forma longi- 
folia plura 2—4 dm longa, spiculae 1—5 (interdum 6—12) capitatae, 
bruneae, castaneo-rubrae aut fuscae; bracteae 2—3, ima saepe 2—7 cm 
longa, culmum quasi continuens. Spiculae 10—20 mm longae, ellipsoideae 
aut oblongae, densiflorae. Glumae ovatae, apice scarioso-marginatae, emar- 
ginatae aut subbilobae, nervo medio subexcurrente, in margine plus minus 
pilosulae. Setae 2—6, cum nuce saepe aequilongae, retrorsim hispidae, 
irregulares interdum fere obsoletae. Stylus 2-fidus vel raro 3-fidus. Nux 
obovoidea, plano-convexa, apice obtusa minute apiculata, levis, atro-ca- 
stanea. | 
| Chile (GirLies, C. Gay, Reep), Atacama (Moroxe n. 1261), Cuminalla 
(Rammer n. 24), Colchagua (J. Barr, Purcippr n. 124), Arauez (Parcrepi n. 416), 
Valparaiso (Macrar), Bucalema (Paitiperr n. 22), Valdivia (Parcippr, BRIDGES 
n. 846), Puerto Moutt (Pnırıppi n. 17), Chacarilla (Parrippr n. 26), Chiloe 
(Piper n. 18). | 
Distrib. In America fere omni, Europa, Australia. 


45. S. asper Presl! Rel. Haenk. v. 1 (1828) p. 194; Kunth Enum. 
2 p- 169; Desv. in C. Gay Chile v. 6 p.178; Griseb. Symb. Fl. Argent. 
p. 343; Boeck. in Linnaea v. 36 (1869—70) p. 492; F. Philippi Cat. PI. 
Chile p. 310; Philippi Fl. Atacama p. 53. 

S. glaucus Nees! in Linnaea v. 9 (1834) p. 293, in Nova Acta Nat. 
Gur. v. 19 Suppl. 4 (4843) p. 93; Kunth Enum. v. 2 p. 169; Desv. in 
LC gl Chile v. 6 p. 88; Nees et Meyen ms. e Nees. 

S. brachycaulos ini in Anal. Univ. Chil. v. 93 (1896) p. 482. 

S. scaberrimus Philippi! (ms.?) in herb. prop. 

Chaetospora? laeta Kunze! ms. 

Ch. laxa Kunze ms. fide J. Gay. 

Rhizoma descendens, ligneum. Culmi 3—8 dm longus, apice trigonus 
asper vel raro levis. Folia 3—3 dm longa, 5—7 mm lata, in marginibus 
saepe perscabra. Corymbus in umbellam fere depressus, compositus, 4— 
20 cm in diam., 20—4140-stachyus; bractea ima foliiformis. Spiculae fas- 
ciculatae vel e supremis quaedam pedicellatae, ellipsoideae aut cylindricae, 
4—8 mm longae, densae. Glumae ovatae, integrae, fere glabrae, ferru- 
“sineae aut castaneo-bruneae, apice triangulares, carina viridi vel rubra in 
mucronem plus minus excurrente. Setae 6, retrorsim hispidae, cum nuce 
saepe aequilongae. Stylus 3-fidus. Nux parva trigona, ovoidea aut sub- 
obovoidea, levis, pallida, brunescens. 

Chile (Porrria n. 23, 359, Bripces, Resp, Wawra n. 2986), Valpa- 
raiso (Macrae, Cumina n. 77, Meyen n. 124, Marnews n. 215, Puicipri 
n. 414), Guillota (Bertero n. 1300, Germain, Paiciprr n. 1006), Santiago 
(C. Gay n. 228), Copiapo (C. Gay n. 229), Carresal (Pmicrerr), [lapel (Pat- 


c* 


36 Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 68. 


Lipper n. 34), La Serena (Parciprr n. 35), Quinteros (Paizippr n. 21), Aculeo 
(GERMAIN). 

Distrib. In Argentina communis; in Bolivia. | 

Species quoad spicularum formam variabilis. In S aspero typico, forma in Chile 
rara, spiculae ovoideae, glumae subobtusae vix mucronulatae videntur. In forma 
»glauco« (sp.) Nees, spiculae multo longiores, glumae (saepe longius) mucronatae. 
Hujus quasi forma extrema sequitur. 

Var. polystachya; spiculis 8—10 mm longis, subcylindricis; glumis 
oblongo-lanceolatis, nervo lato medio lanceolatum excurrente. 

Scirpus polystachyus Philippi! (ms.?) herb. propr. 

Chile: Atacama (Paiviprr n. 34). 

16. S. riparius Pres] Rel. Haenk. v. I (1828) p. 193; Griseb. Symb. 
Fl. Argent. p. 342; Boeck.! in Linnaea v. 36 (4869—70) p. 747; non 
Spreng. (nec Benth., Hemsl. ete.). 

S. Tatora Kunth Enum. v. 2 p. 166. 

Malacochaete riparia Nees in Linnaea v. 9 (1834) p. 292, in Nova 
Acta. Nat. Cur. v. 149 Suppl. 1 (1843) p. 90; Desv. in C. Gay Chile v. 6 
p. 176 t. 74 fig. 4 (et a—e); F. Philippi Cat. Pl. Chil. p. 310; Nees et 
Meyen ms. e Nees. | | 

M. asstmilis Cesati in Atti Soc. Sc. Nap. v. 5 (1874) p. 47. 

Schoenoplectus riparius Palla in Engl. Bot. Jahrb. v. 10 (1888) 
p. 299. 

S. Tatora Palla in Engl. Bot. Jahrb. v. 10 (1888) p. 299. 

Culmus saepe metralis et ultra, robustus, apice levis trigonus. Folia 
subnulla; vagina summa in altero latere 41—4 em lanceolatim producta, 
interdum viridescens. Umbella composita, 20—80-stachya, 4—20 cm in 
diam.; bracteae 3—2, ima 1—5 cm longa, suberecta, apice triquetra. 
Spiculae usque ad 16 mm longae, 5 mm latae, castaneo-rufescentes aut 
fusce bruneae. Glumae ovalae, subintegrae, glabrae, longius mucronatae. 
Selae 2 aut 4 (rarius 6—7), plumosae i. e. a pilis multicellulis conspicue 
ornatae, alrosanguineae. Stylus 2-fidus. Nux parva plano-convexa, ovoidea 


Le 


aut subobovoidea, levis, pallida nigrescens. 

Chile (Porrris n. 25, Cuamisso n. 132, Cumine n. 842), Valdivia 
Pearce n. 214, pv’ Urvitce, Pamiprr n. 6, 1230), Melipilla, alt. 600 m 
Meyen), Roncagua (hb. €. Gay n. 613), Patagonia (WıLkes). 

Distrib. In America Australi omni; usque ad Californiam, Texas 
New Orleans sparsa. Ins, Sandwich. In Orbe Vetere ignota; sed Sempus 
litloralis Schrader, in Orbe Vetere late vulgata, a Seirpo ripario Presl, 
parum differt, 

Var, 3, teretieulmis; culmo obseurius trigono; umbella densius cons 
Irnela; glumis saepe atrosanguineis. 

S. lercticuliis Steud.! Cyp. p. 85 (lereticaulis Steud, ms.). | 

S, pseudotriqueler Steud.! in Lechl, Berber. Amer, Austral, p. 50, el 
Lyp, p. 86, 


4 


‘ 
= n. 1383, Patiprr n. 539); Ins. Chiloe (Kine, Anperssen, Reep); Patagonia, 
+ Port Famine (Cunninenam). 


| 


Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 68. 37 


Malacochaete sanguinolenta (sp.) Nees et Meyen ms. 
Chile (Bertero n. 613), Arica (Lecuzer n. 453), Valdivia (Lecater 


Distrib. Argentina, Peru. 

Var. mihi trivialis, in S. riparium typicum sensim transiens. 

17. S. melanocaulos Philippi! in Anal. Univ. Chil. v. 93 (1896) p. 476. 

S. nitens Boeck.! in Linnaea v. 36 (1869—70) p. 696 partim (i. e. 
stylis 2-fidis); F. Philippi Cat. Pl. Chil. p. 312. 

S. spadiceus Philippi! in Linnaea v. 29 p. 80, non Boeck. 

Isolepis Krausei Philippi! in Linnaea v. 30 p. 203. 

Glabra. Rhizoma repens, tenue, 5—15 cm longum. Culmi 5—20 cm 
longi, graciles lenti, enodosi, teretes; vaginae basales nitide castaneae. 
Folia cum ?/, parte culmi saepe aequilonga, setacea, rigida. Corymbi 
rami 1-—2, vix ad ! em longi, aut saepius caput 1 oligostachyum; bractea 
ima 1—6 cm longa, foliiformis, rigida. Spiculae 5—6 mm longae, 2—3 mm 
latae, I—5-nueigerae, durae, castaneae, vix compressae. Glumae ovatae, 
muticae, castaneo-rubrae, in margine scariosae glabrae, 2 imae vacuae; 
rhachilla supra florem imum perfectum non elongatum curvatum (ideirco 
vix Schoeni sp. Benth.). Setae 6—2, irregulares, nucem saepe superantes, 


seabrae, luteae, ima basi longe luteo-ciliatae. Stamina 3. Stylus linearis, 


basi in nucis apicem sensim transiens; rami 2, lineares. Nux parva, ob- 
longo-ellipsoidea, plano-convexa, levis, flava, brunescens. 

Chile: Valdivia, Corral (Lecaier n. 3090, Pariprr n. 641, Krause 
n. 55, 129, 165), in litore Oceani (Brıpees n. 837, 851), Valle Hermoso 
(Paizippr n. 82). 

Stylus in exemplis numerosis a me visus, semper 2-fidus. Species differt a Sehoeno 
ob 4. spiculae rhachillam (supra imum florem perfectum) brevem (neque elongalum 
supra nucem incurvatum); 2. glumas imas 2 (neque 3) vacuas; 3. stylum 2-fidum (nec 
3-fidum). S. melanocaulos forsan quasi S. nitentis Boeck., forma 2-stigmatosa Ameri- 
cana habenda est. 

Species residuae. 


Isolepis heterolepis Steud. in Flora v. 25 (1842) p. 602, et Cyp. p. 93. 
Chile (BERTERO n. 607). 
Est Carex Berteroana Desv. 
Scirpus elichnarius Molina Chile (ed. Angl.) v. 1 (1889) p. 125, 287; 


Kunth Enum. v. 2 p. 174. 


4 


Culmus 4-pedalis, teres, nudus. Bracteae 3, xiphoideae. ,Caput e 4 


3 spicis globosis exstructum. 


Chile; fide Molina. 

S. Cumingii Boeck. in Linnaea v. 36 (1869—70) p. 491; F. Philippi 
Cat. Pl. Chil. p. 311. 

Chile (Berrero n. 606, 611, 1297). 


Est Carex setifolia Kunze. 


38 Beiblatt zu den Botanischen Jahrbuchern. Nr. 68. 


Isolepis variegata Steud. in Flora v. 25 (1842) p. 603 et Cyp. p. 93. 
Chile (Berrero n. 606, 614, 1297). 


Est Carex setifolia Kunze. 


8. Fuirena. 


Fuirena Rottb. Deser. et Ic. (1773) p. 70 t. 49 fig. 3; Kunth Enum, 
v.2 p. 180; Boeck. in Linnaea v. 37 (1871) p. 98; Benth. in Benth. et 
Hook. f. Gen. Pl. v. 3 p. 1053. 

Seirpt sp. Linn. Mant., Lam. etc. 

Glumae hermaphroditae numerosae, undique imbricatae, aristellatae, 
apice pilosulae. Setae hypog ynae 3 interiores (petala) saepe explanatae. 
Stylus 3-fidus, basi in nucem sensim transiens.-— — Plus minus pilosae. 
Culmi supra mediam partem (fere semper) nodosi foliigeri. Inflorescentia 
elongato-paniculata, corymbo summo interdum solitario (inflorescentia pseudo- 
capitata, vel terminalis). 

Species 35, in calidioribus Totius Orbis Terrarium sparsae. 

I. F. umbellata Rottb. Dae et Ic. (4773) p. 70 t. 49 i.e. tab. 18 
altera fig. 3; Kunth Enum. v. 2 p. 185; Benth. in Hook. Niger Fl. p. 553, 
Fl. Hongk. p. 395, Fl. Austral. v. 7 p. 337; Desv. in C. Gay Chile v. 6 
p. 184; F. ee Cat. Pl. Chile p. 307; Boeck. in Linnaea v. 37 (4871) 
p. 110; C. B. Clarke in Hook. f. Fl. Brit. Ind. v. 6 p. 666. 

F. paniculata Linn. f. Suppl. (1781) p. 105. 

Rhizoma repens. Culmi 5—15 dm longi, apice pilosi. Corymbi saepius 
plures in panicula longa dispositi. Setae 3 interiores (petala) cum nuce — 
subaequilongae, obovoideae. Nux ovoidea, triquetra, levis, pallida bru- 
nescens. 

Chile (C. Gay e Desveaux). 

Distrib. Per Orhem Terrarum fere totum sparsa et in multis re- 
gionibus vulgaris. In Peru (PogrriG n. 3006). Exemplum Chilense non vidi. 


9. Dichromena. 


Dichromena Mich. Fl. Bor. Amer. v. 4 (1803) p. 37; Kunth Enum. 
v. 2 p. 274 partim i.e. spp. 3—410; Benth. in Benth. et Hook. f. Gen. Pl, 
v. 3 p. 1047; cf. Theo. Holm in Amer. Journ. Sci. v. 4 (1897) p. 298— 
305 cum tab. | 

Rhynchosporac sp. Griseb. FL Brit. West Ind. p. 573 (sp. 85—89); 
Boeck, in Linnaea v. 37 (1873) p. 525. 

Glumae undique imbricatae, 3—4 imae vacuae minores; sequuntur 
-plures (raro 2-1) hermaphroditae, nucigerae; glumae summae masculae 
aut steriles. Styli rami 2, lineares, styli parte indivisa longiores. Styli- 
basis tuberculiformis in nuce persistens, — Spiculae in 4 capite terminali 
congestae, Setae hypogynae 0, 


Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 68. 39 


Species 14; in America a Carolina usque ad Argentinam sparsae. 
Genus forsan (cum Boeckelero) in Rynchosporam potius reducendum. 


D. ciliata Vahl Enum. v. 2 (4806) p. 240; Kunth Enum. v. 2 p. 276; 
Britton! in Ann. New York Acad. v. 7 (1892) p. 254; C. B. Clarke in Urban 
FI. Ind. Occident. v. 2 p. 101. 

D. nervosa Vahl Enum. v. 2 p. 244 partim? (forsan omnino non). 

D. blephanophora Steud.! Cyp. p. 135. 

Ethynchospora nervosa Boeck.! in Kjob. Vidensk. Meddel. (1869 — 70) 
p. 143; F. Philippi Cat. Pl. Chile p. 310. 

Fere glabra. Rhizoma ligneum. Culmi caespitosi, 1—3 dm _ longi, 
tenuiores. Folia 1—3 dm longa, 3—4 mm lata. Caput 1—2 em in diam., 
albo-viride; bracteae 4—7, usque ad 5—12 cm longae, foliiformes, basi 
_albicantes sparse ciliatae. Spiculae laxiuscule spicatae, 7 mm longae, ce. 3- 
- nucigerae. Nux 1—11/; mm longa, late obovoidea a 12 lineas horizon- 
talibus zonata; rostrum ovatum cum !/,—2/, parte nucis aequilongum. 
Chile: Cordillera (PrıLıper). 


Species in America Australi calidiore, in Mexico, et West Indies, vulgaris. 


10. Carpha. 


Carpha R. Br. Prodr. (1810) p. 230 pro parte; Boeck. in Linnaea 
v. 38 (1874) p. 265 pro magna parte; Benth. Fl. Austral. v. 7 p. 381, in 
Hook. Ic. PI. t. 1216, in Benth. et Hook. f. Gen. PI. v. 3 p. 1061; Desv. 
in C. Gay Chile v. 6 p. 191. 

Asterochaete Nees in Linnaea v. 9 (1834) p. 300; Benth. in Benth. et 
- Hook. f. Gen. PI. v. 3 p. 1062; C. B. Clarke in Dyer Fl. Cap. v. 7 p. 269. 

Schoent sp. Vahl Enum. v. 2 p. 224. 

Ptilanthelium Steud. Cyp. p. 167. 

Rhynchosporae sp. Spreng. Syst. v. I p. 195. 

Chaetosporae sp. Hook. f. Fl. Antaret. v. 2 p. 361 t. 146, 147; Desv. 
in C. Gay Chile v. 6 p. 192. 

Elynanthi sp. Benth. in Benth. et Hook. f. Gen. Pl. v. 3 p. 1064. 

Oreograstis K. Schum. in Engler Pflanzenw. Ostafr. C. p. 127. 

Glumae subdistichae; 3 imae vacuae; sequuntur 1—3-florigerae qua- 
rum ima perfecta nucifera; gluma summa sterilis; rhachilla (supra florem 
imum perfectum) non elongata curvata. Setae 6, evolutae. Stylus longus, 
_3-fidus, basi cum nuce continuus, persistens. Nux oblonga aut ellipsoidea, 
trigona, apice pyramidata. — Folia longa. Panicula oblonga, interdum in 
caput fere abbreviata; bracteae longae, ima paniculam superans. 

Species 12, Australes; i. e. in America australi, in Africa australi (cum 
insulis Mascarensibus) in Australia vigentes. 


40 Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 68. 


Setae longe plumosae.. . . .. . we 44, ee 4.04. CL alpina. 
Setae antice scabrae. 
Spiculae 9 mm longae einnamomeae. . . . . . . . . 2. ©. Antarctica. 
Spiculae 5—7 mm longae, lucide caslaneae. . . . . . 8. © paniculata. 


1. C. alpina R. Br. Prodr. (1810) p. 230; Kunth. Enum. v. 2 p. 322; 
Boeck. in Linnaea v. 38 (1874) p. 269; Benth.! FI. Austral. v. 6 p. 384 et 
in Hook. Ic. PL v. 13 p. 14 t. 1216; F. Philippi Cat. Pl. Phil. p. 306. | 

C. schocnoides Hook. f. Fl. Antarct. v. 2 p. 362 t. 148; Desv. in C. Gay, 
Chile v. 6 p. 192: Franch. in Mission Cap Horn Phanerog. (1889) p. 374; . 
Banks et Solander ms., fide Hook. f. 

C. verides Philippi! ms. (ef. F. Philippi Cat. Pl. Phil. p. 306). 

Rhynchospora alpina Spreng. Syst. v. 1 p. 195. 

Chaetospora alpina F. Muell. Fragm. Phyt. Austral. v. 9 p. 39. 

Viridi-straminea. Khizoma oblique descendens. Culmi caespitosi, 
1--5 dm longi, mediocres, modo praeter basin nudi modo in media parte 
| —2-nodosi foliigeri. Folia 1—2 dm longa, 1—4 mm lata. Panicula ob- 
longa, brevis, modo laxius corymbosa modo in caput unicum fere contracta; : 
spiculae fasciculatae vel interdum fere omnes pedicellatae. Spiculae com- 
pressae, 7—9 mm longae, pallidae, I-nucigerae. Glumae subdistichae, 
acutae, Setae nucem longe superantes, conspicue plumosae. Stylus 3-fidus. 
Nux oblongo-ellipsoidea trigona, apice (saltem junior) minute scabra, pyra- 
midalis acuminata, levis, nigrescens. | 

Chile: Valdivia (Paiciepr, Resp), Cordillera Pelada (Pair n. 78), 
Caput Horn J. D. Hooker n. 71), Fuegia (J. Banks, WiLxess). 

Distrib. Neo-Guinea—Australia,  Neo-Zeelandia. 

2. C. Antarctica. 

Chaetospora Antarctica Hook. f.! Fl. Antaret. v. 2 p. 361 t. 147; 
Desv. in GC. Gay Chile v. 6 p. 193. 

Eliynanthus Antarcticus Franch, in Mission Cap. Horn, Phanerog. 
1889) p. 374 LS fig. B (Elinanthus). 

Elynanthi sp. Benth. in Benth. et Hook. f. Gen. Pl. v. 3 p. 1064 
in Obs. 


Pallida, Culmi 6 dm longi, 2 mm in diam., praeter basin nudi. Folia 
3 dm longa, 1—4 mm lala, Panicula 6 cm longa, subcomposila, con- 
tracta, 12-—20-stachya; spiculae pedicellatae; bractea ima usque ad 10— 
15 em longa, cum foliis consimilis. Spicula 9 mm longa, straminea aut 
einnamomeo-brunescens, I-nueigera, subcompressa, ei C. alpinae similis. 
Selae nucem subduplo superantes, antice piloso-seabrae. Stylus 3-fidus. 
Nux ellipsoidea, trigona, utrinque pyramidata, levis, brunea. 

Chile: Canal Messier (hb. Philippi n. 133), Mayne Portus et Eden 
Portus (RO, Connineuam, J. Batt), Orange Portus (WiLKgs). 

3. ©, paniculata Philippi! in Linnaea v. 29 (1857—58) p. 80; Boeck. 
in Linnaea v. 38 (1874) p. 268; F, Philippi Cat. Pl. Chil. p. 306. 


Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 68. 41 


Chaetospora laxa Nook. f. Fl. Antaret. v. 2 p. 361 € 146; C. Gay 
… Chile v. 6 p. 194; Boeck.! in Linnaea v. 38 (1874) p. 304; F. Philippi Cat. 
Pl. Chile p. 306. 

Ch. rhynchösporoides Steud.! in Lechler Berber. Amer. Austral. p. 53, 
cCyp. p- 162; F. Phifippi Cat. Pl. Chile p. 316 (rhynchospermoides). 
| Ch. Hensloviana Nees ms., fide Boeckeler. 
Elynanthi sp. Benth.! in Benth. et Hook. f. Gen. Pl. v. 3 p. 1064. 
Rhizoma breve, tenue. Culmi caespitosi, 15—50 cm longi, graciles 
_ lenti, praeter basin enodosi; vaginae lucide castaneae. Folia 1—4 dm 
| longa, 1—-2 mm lata, hemicylindrica. Panicula 5—7 cm longa, 2 cm. lata, 

20—40-stachya, composita; bractea ima 6—20 cm longa, foliiformis. Spi- 

i culae solitariae, lucide atro-castaneae, compressae, 5—7 mm longae, 1—2- 
…— nucigerae. Glumae inferiores subdistichae. Setae 6, nucem superanles, 
… dense antice scabrae. Stylus 3-fidus. Nux parva, trigona, ellipsoidea 
utrinque angustata pyramidalis, apice in stylobasin sensim transiens, usque 
- ad apicem levis, brunea. 

Chile: Corral (Ocusenius, Pniviper n. 666), Valdivia (LecuLer n. 744), 
Cordillera Ranco (Lecuter n. 3046), Caput Tres Montes (Darwin), Chiloe 
(Partiprr n. 79). 


11. Schoenus. 


Schoenus Linn. Gen. Pl. ed. 2 p. 24 Char. emend., et Sp. Pl. ed. 2 
p. 64 partim i. e. speciebus plurimis exclusis; Boeck. in Linnaea v. 38 
(4874) p. 273; Benth. Fl. Austral. v. 7 p. 352, in Benth. et Hook. f. Gen. 
Pl. v. 3 p. 1062; C. B. Clarke in Hook. f. Fl. Brit. Ind. v. 6 p. 673, in 
Dyer Fl. Cap. v. 7 p. 271. 

Chaetospora R. Br. Prodr. p. 232. 

Carphae sp. quaedam, auctt. 

Spiculae pauciflorae. Glumae subdistichae, 3 (vel plures) imae vacuae; 
rhachilla supra florem imum (perfectum) elongata incurvata. Setae variae. 
Stamina 3, aut non raro 6—4. Stylus 3-fidus, basi in nucis apicem sen- 
sim transiens. — Species 60, quarum 56 in Australia indigenae. 


1. S. Sodalium Hariot! in Bull. Soc. Bot. France v. 31 (1884) p. 154 
nomen); Philippi in Anal. Univ. Chile v. 93 (1896) p. 484. 

Carpha Andina Philippi! in Anal. Univ. Chil. (1873) p. 555; F. Phi 
lippi Cat. Pl. Chil. p. 306. 

Elynanthus Sodalium Franchet in Mission Cap. Horn Phanerog. 
(1889) p. 375 t. 8 fig. A (Elinanthus); Kurtz in Revista Mus. de la Plata 
v. 7 p. 383. 

Glabra. Culmi 2—4 dm longi, caespitosi, robustiores, teretes, striati, 
enodosi; vaginae basales castaneo-bruneae. Folia usque ad 2 dm longa, 
{—2 mm in diam., subteretia, canaliculata, rigida. Panicula 2—4 cm 
longa, 20-stachya; bractea ima 5—10 cm longa, follis similis. Spiculae 


PES I aie rE Re, OSS PA Pa (Pe Te 


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49 Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr, 68. 


8—12 mm longae, 2—3-nucigerae; rhachilla (supra florem imum perfectum) 
elongatum incurvalum; glumae basales vacuae 4. Setae 6, nucem duplo 
superantes, leves. Stamina 6—4. Stylus 3-fidus. Nux trigona, anguste 
obovoidea, levis, castanea. ® 

Chile: Vulean Osorus (Paiierr), Bor. Hanquihu (Paiziprr n. 80), Cor- 
dillera del R. Masso, alt. 1500 m (Ræicne n. 110). Fuegia, Orange Harbour 
(Wirkes, Harıor). 

12. Cladium. 


Cladium P. Browne Jamaica (1789) p. 414; Kunth Enum. v. 2 p. 303; 
Boeck. in Linnaea v. 38 (1874) p. 232; Benth. in Benth. et Hook. f. Gen. 
Pl. r. 3 p. 1065. | 

Schoent sp. Linn. Sp. Pl. v. 4 p. 62. 

Machaerina Vahl Enum. v. 2 p. 238; Kunth Enum. v. 2 p. 313; 
Boeck. in Linnaea v. 38 (1874) p. 251 (sp. M. resinosa excl.). 

Baumea Gaud. in Freycinet Voy. p. 446 t. 29; Kunth Enum. v. 2 
p. 313; Boeck. in Linnaea v. 38 (1874) p. 237. 

Vincentia Gaud. in Freycinet Voy. p. #17; Kunth Enum. v. 2 p. 314; 
Boeck. in Linnaea v. 38 (4874) p. 247. 

Terobera Steud. Cyp. p. 164. 

Agylla Philippi in Anal. Univ. Chil. 1865 p. 643. 

Gahniae sp. F. Muell. Key Victoria Pl. v. 1 p. 453. 

Spiculae 4—411-glumae, 1—7-florae. Glumae undique imbricatae, arcte 
stipulae; 3 (raro 2) imae vacuae; flos imus nuciger; rhachilla supra florem 
imum non elongata nec curvata. Styli rami 3, longi; basis incrassala cum 
nuce arcte fusa. — Plantae elatae, saepe metrales. Panicula oblonga, 
copiosa. Setae 0. 

Species 45; quarum 4 Cosmopolitana; caeterae fere omnes insulares 
in tropicis vel in zona Australi Temperata obviae. 

Spiculae fasciculatae, ferrugineae; nux sessilis. . . . . . 1. O. Jamaicense. 
Spiculae castaneae lucidae; nux stipitata . , . 2» . . . . 2, O. scirpoideum. 

I. €. Jamaicense Crantz Instit. v. 1 (1766) p. 362; €. B. Clarke in. 
Urban Fl. Ind. Oceid. v. 2 p. 134. 

C. Germanicum Schrad, Fl. Germ. v. 4 (1806) p. 75 1. 5 fig. 7. 

(’, Mariscus R. Br. Prodr. (4810) p. 236; Kunth Enum. v. 2 p. 236; 
Boeck. in Linnaea v. 38 (1874) p. 232; Hook. f. Fl. Brit. Ind. v. 6 p. 673. 

C'. effusum Vorrey in Ann. Lyceum New York v. 3 (1836) p. 374. 

(/, Bahiense Nees in Linnaea v. 9 (1834) p. 301. 

Schoenus Mariscus Linn.! Sp. Pl. ed. 4 p. 42, ed. 2 p. 62. 

Gahna Mariscus ¥. Muell, Key Victoria Pl. v. 4 p. 456. 

Hypolytrum Kuntxeanum Boeck.! Cyp. Novae Heft 4 (1888) p. 23. 

Glabra, stolonifera. Culmi 1—3-metrales. Nolia saepe metralia, 
5—10 mm lata, in margine scabra. Panicula 3—10 dm longd; corymbi 


» 


n 
’ 
+ 


4 Beiblatt zu den Botanischen Jahrbiichern, Nr. 68. 43 


plures, distantes, peduneulati. Spiculae fasciculatae, 2—4 mm longae, ferru- 


gineae. Setae 0. Stylus 3-fidus. Nux sessilis, ovoidea, castanea lucida 


… in stylobasin ovoideam fusa. 


Chile: Concepcion (herb. Philippi n. 251). 

Distrib. Peru, Brasil Australis. Per Orbem Terrarum sparsa. E 
Chile, praeter exemplum Philippii, non vidi. 

2. C. scirpoideum Hemsley! Bot. Challenger v. 4 pars 3 (1885) p. 59 
t. 60 fig. 1—4; Johow Juan Fernandez p. 143. 

Vincentia scirpoidea Boeck. in Linnaea v. 38 (1874) p. 250 partim; 
F. Philippi Cat. Pl. Chil. p. 313. 

Terobera scirpoidea Steud.! Cyp. p. 164. 

Agylla ensifoha Philippi! in Anal. Univ. Chil. (1865) p. 643. 

Planta 4—2-metralis. Folia metralia, 15 mm lata. Panicula 3—5 dm 
longa; paniculae partiales longe pedunculatae, spiculis oo densae, nutantes. 
Spiculae 6—7 mm longae, 2-florae, 1-nucigerae, castaneae. Stylus 3-fidus. 
Nux trigona, longe stipitata; rostrum (stylibasis) longe pyramidale, pilosulum. 

Chile: Ins. Juan Fernandez (Reep, Mosecey, Puicippr n. 27, 81, 
BERTERO n. 1509). 

13. Oreobolus. 

Oreobolus R. Br. Prodr. (1810) p. 235; Kunth Enum. v. 2 p. 367; 

Gaud. in Ann. Se. Nat. ser. I v. 5 (1825) p. 99 t. 2 fig. 1; Hook. f. Fl. 


_ Antarct. v. 4 p. 87 t. 49; Benth. in Benth. et Hook. f. Gen. Pl. v. 3 p. 1057; 


Boeck. in Linnaea v. 38 (1874) p. 230 (Oreobulus). 
Spiculae solitariae, 3—5-glumae, 4-florae; gluma ima bracteiformis, 


summa florigera. Flos pseudo-terminalis. Setae hypogynae 6, squami- 


formes, late lanceolatae. — Herbae nanae, glabrae. Folia numerosa, dense 


- stipitata. Flos in rhachillae apice suberectus, revera oblique situs lateralis. 


Setae in 2 seriebus sitae, nempe 3 sepala, 3 petala. Stylus tenuis; rami 3, 
longi; basis incrassata, proventu cum nuce fusa. Nux obovoidea, trigona, 
levis, fere erostris. 

Species 4, inter se admodum affines, in America Australi, Ins. Sand- 


_ wich, Australia, indigenae. 


1. 0. obtusangulus Gaud.! in Ann. Se. Nat. ser. À v. 5 (1825) p. 99 
Atlas p. 63 t. 2 fig. 4, in Freycinet Voy. 1826 p. 417; Kunth Enum. v. 2 
p. 367; Hook. f. Fl. Antarct. v. 2 p. 360; Desv. in C. Gay Chile v. 6 p. 194; 


_ Boeck.! in Linnaea v. 38 (1874) p. 234 (Oreobulus); Franchet in Mission 


E. 


Ts 


À 


§ 


Cap. Horn Phanerog. (4889) p. 373; F. Philippi Cat. Pl. Chile p. 310. 

O. clandestinus Philippi! in Linnaea v. 29 (1857—58) p. 81; F. Phi- 
lippi Cat. Pl. Chile p. 340. 

Gaimardia australis Steudel! ms. in Lechler n. 869, non Gaud. 

Folia 2—5 cm longa, obscure disticha, hemi-cylindrica apice acuta 
rigida. Pedunculi 1—3-stachyi. Spiculae glumae saepius 3. Squamulae 


- hypogynae rubrae. Nux castanea rubra. 


44 Beiblatt zu den Botamschen Jahrbüchern. Nr, 68. 


Chile: Valdivia (Reep, Partiper, Lecater n. 869), Cordillera de Ranco 
LecaLer n. 3084), Sondero, Enero, Alezzal (PnıLıprı n. 94), Palena (Purtiper 
n. 109), Corral (Smrra, Paiiprr n. 131), Nevade de Chillan et Valle de 
Caraguas (Puitrerr n. 93), Volcano de Osorno (Paiieer n. 77), Guayteras 
(Germain n. 76), Patagonia (Moser, Loss), Orange Harbour (Wırkes), Ins. 
Maclovianae (Gauprcnaup, J. D. Hooker n. 93), Ins. Hermite (J. D. Hooker 
n. 82). 


Distrib. In Ecuador, Neo-Grenada, Venezuela (forma borealis). 


14. Scleria. 


Scleria Berg. in Kong. Vet. Acad. Stockh. Handl. v. 26 (1765) p. 142 
t. 4,5; Kunth Enum. v. 2 p. 339; Boeck. in Linnaea v. 38 (1874) p. 436; 
Benth. in Benth. et Hook. f. Gen. Pl. v. 3 p. 1070; Desv. in C. Gay Chile 
v. 6 p. 195. | 

Hypoporum Nees in Linnaea v. 9 (1834) p. 304. 

Setrpt sp. Linn. Sp. Pl. ed. 4 p. 51. 

Schoent sp. Linn. Sp. Pl. ed. 2 p. 65. | 

Flores 1-sexuales, axillares. Spieulae modo androgynae flore nucifero 
1 basali superioribus masculis, modo unisexuales alterae masculae pluriflorae 
alterae foemineae {-florae glumis superioribus vacuis saepe additis. Gluma- 
foeminea aperta neque utriculiformis. Setae hypogynae 0. Nux ossea, in 
gynophoro (apice saepe dilatato) sustenta. 

Species 160, per Orbem Terrarum in regionibus calidis vigentes; in 
Orbe Novo usque ad Canada et Buenos Ayres in temperatis sparsae. 

1. S. hirtella Swartz! Prodr. (1788) p. 19, Fl. Ind. Occid. v. I p. 93; 
Kunth Enum. v. 2 p. 353; Boeck.! in Linnaea v. 38 (1874) p. #39 « par- 
lim nec nec 7; F. Philippi Cat. Pl. Chil. p. 312; Maury! in Mem. Soc. 
Genève v. 24 (4890) p. 147. 

S. nutans Kunth! Enum. v. 2 p. 352; Desv. in C. Gay Chile v. 6 
p. 196; F. Philippi Cat. Pl. Chil p. 312. 

Hypoporum hirtellum Nees! in Linnaea v. 9 (4834) p. 303. 

IT. nutans Nees in Mart. Brasil. v. 2 pars 4 p. 170. 

Cenchrus lirsutus Spreng.! Neu Entdeck. v. 3 p. 15. 

Pilosa. Rhizoma horizontale, lignescens. Culmi 2—6 dm longi, vix 
2 mm in diam., foliigeri. Spicularum fasciculi in pseudo-spica sessiles, dis 
stantes, nutantes, pleiostachyi, hispidi. Spiculae 4 mm longae; ex his plu- 
res 2-sexuales. Nux levis, alba, sub baseos contractione a poris saepe 
excavata, 

Chile (Grues n. 261), 

Distrib. Africa fere tota, cum Ins. Mascarensibus, In America 
australi vulgaris, — usque ad Mexico, Florida sparsa. 


Ameisengirten im Amazonasgebiet. 
Von 


E. Ule. 


Mit Tafel XXIII. 


Bei meiner Reise, die ich zur botanischen Erforschung des Amazonen- 
stromes im Juli des Jahres 1900 unternahm, war ich auch begierig, die 
Verhältnisse kennen zu lernen, unter denen dort die Epiphyten gedeihen. 
Außer den biologischen Bedingungen aller dieser Pflanzen hatten noch be- 
sonders die Bromeliaceen, die unter ihnen in Brasilien eine der wichtigsten 
Rollen spielen, mein Interesse in Anspruch genommen. 

In dem üppigen Pflanzenwuchs und den in lebhaftes und mannig- 
faltiges Grün gekleideten Wäldern des Amazonenstromes treten zweifellos 
die Epiphyten mehr zurück, ja es finden sich zumeist nur Formen, die 
mehr für eine Humusansammlung eingerichtet sind. Ich vermisste hier die 
zahlreichen Tillandsien, welche im südlichen Brasilien, z. B. bei Rio de 
Janeiro sich auf den dünnsten Zweigen und oft glatten Baumstämmen an- 
siedeln. Selbst die überall im wärmeren Amerika verbreitete Tellandsva 
usneoides scheint hier gänzlich zu fehlen. Farne, die wie manche Poly- 
- podium, oft von den Stämmen bis in das äußerste Zweigwerk, z. B. bei 
Mangifera indica überziehen, sieht man hier in dieser Weise nur wenig. 

Im südlichen Brasilien findet man in den Gebirgswäldern, besonders 
wenn Felsblöcke vorhanden sind, in den niederen Sumpfgebüschen und in 
der Restinga des Standes oft vom Boden bis in die Äste und Zweige hinauf 
viele Bromeliaceen, Orchidaceen, Araceen, Gesneriaceen, Cactaceen, Farne, 
Bärlappe und andere Pflanzen, die man zum Teil als Ubergangsepiphyten 
oder weniger ausgebildete ansehen kann. Solche tiber und tiber mit Epi- 
phyten beladene Formationen, wie man sie besonders schön in den Berg- 
wäldern bei Nova Friburgo antrifft (Ber. d. deutsch. bot. Ges., Bd. XVI, 
Heft 9, S. 309 und Bd. XVIII, Heft 6, S. 249), drücken der Physiognomie 
der Landschaft einen eigenen Charakter auf und sind dem Amazonasgebiel 
eigentiimlich. — 


46 Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 68. 


Die Uferwälder dieses Riesenstromes und seiner größeren Nebenflüsse 
unterscheiden sich von dem oft hochstämmigen und durchlüfteten Urwalde 
des höher gelegenen Landes durch den im allgemeinen nicht ganz so hohen 
und mehr abgerundeten Wuchs der Bäume, die wohl hin und wieder durch 
Kletter- uud Schlingpflanzen, doch seltener mit Epiphyten in ihrem Laub- 
werk gemischt werden. Einzeln ragen auch hier hohe Riesenstämme mit — 
gewaltigen, weit ausgebreiteten Kronen hervor, und diese sieht man aller- 
dings oft auf ihren starken, wagrechten Ästen beladen mit allen möglichen 
Epiphyten. 

In den alten Blattspuren verschiedener Palmen wachsen Freus, Clusia — 
und Farne, darunter oft sehr große Formen. Außerdem sind mehr in dem 
überschwemmungsfreien Gebiet an schwächeren Bäumen und an unteren 
Stämmen epiphytische Pflanzen wahrzunehmen. 

Am meisten sind verschiedene und mächtige Bromeliaceen und Araceen 
dort vorhanden, dann kommen Orchidaceen, Farne und seltner Peperonia 
und Gesneriaceen vor. Diese Epiphyten setzen sich hauptsächlich aus sol- 
chen mit Beerenfrüchten und solchen mit winzigen Samen zusammen, 
während diejenigen, deren Samen einen Flugapparat besitzen und die meist 
zu den ausgebildeten Formen dieser biologischen Gruppe gehören, nur 
durch einige Vriesea-Arten vertreten zu sein scheinen. Die hier weniger 
häufigen Luftströmungen sind der Verbreitung der fliegenden Samen nicht 
günstig, wozu die gewaltigen Regengüsse kommen, die viele Samen und 
zartere Pflanzen wegschwemmen, Erscheinungen, die vereint mit der großen 
Hitze der Epiphytenvegetation ein derberes und mehr xerophiles Gepräge 
aufdrücken. 

Die Bromeliaceen bilden dichte Colonien auf ihrem Substrat und um- 
klammern dasselbe mit ihren kurzen, neue Rosetten bildenden Ausläufern. 
Verschiedene Farne, Araceen und Orchidaceen entwickeln dichte Nester mit 
ihrem Geflecht von Luftwurzeln, und solche, die mehr einzeln auftreten, 
sind mit dieken, beschuppten Rhizomen und fleischigen oder lederartigen 
Blättern ausgerüstet. In einer ganz merkwürdigen Weise hat sich Cereus 
Wet K. Schum. zum Epiphyten ausgebildet, indem hier die bandartigen, 
am Rande mit dornigen Areolen versehenen Glieder, sich fest dem Stamme 
andrücken und so oft weit hinaufklettern. Wenn diese Cactacee mehr dem 
Lichte ausgesetzt ist, wird sie schön purpurrot gefärbt. Hygrophile Epi- 
phyten finden sich nur wenig im schattig-feuchten Walde. 

Wenn unter den epiphytischen Gewächsen am Amazonenstrom wohl 
manche sich durch üppigen und riesigen Wuchs auszeichnen, so fehlen 
dort aber die ausgebildetsten und oft die zarteren Formen. Kine Ausnahme 
in mancher Beziehung machen Wälder am Rio Negro auf sandig feuchtem 
boden mit niederem Baumwuchs oder Strauchwerk bedeckt, eine Formation, 
die etwas an die Meeresrestinga im Süden erinnert. In den Wäldern des 
eigentlichen Überschwemmungsbodens scheinen jedoch vorzugsweise nur 


à 


x 


‘ 


Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 68. 47 


solche Epiphyten, welche auf irgend eine Weise eine wirkliche Humus- 
ansammlung benutzen, zu gedeihen. 

Schon in einem kleinen Walde bei Parä ist mir nun aufgefallen, dass 
Ameisennester, wie sie sich vielfach auf den Bäumen finden, immer mit 
einigen Pflanzen, so besonders einer lang herabhängenden Peperonia, be- 
wachsen waren. Später habe ich bei Manäos, am Amazonas, Solimöes 
und Juruä überall solche mit Epiphyten durchwachsene Ameisennester 
wahrgenommen. Die hauptsächlichsten Pflanzen dieser Ameisennester waren 
eine Gesneriacee, wahrscheinlich eine Codonanthe, eine Bromeliacee vom 
Ananashabitus und eine Peperonia. Diesen gesellten sich neben anderen 


‚Arten von Bromeliaceen und Gesneriaceen noch Araceen, wie Anthurium, 


ein Phyllocactus und zuweilen eine Ficus bei. Gewöhnlich waren mehrere 
Pflanzen aus verschiedenen Familien in einem Nest vergesellschaftet; oft 
z. B. die Bromeliacee mit der Gesneriacee und herabhängender Peperonia, 
oder ein Phyllocactus mit Bromeliacee und Peperonia oder Anthurium 
mit Bromeliacee und Gesneriacee. Außer in den beginnenden Nestern fin- 
det sich selten nur eine Pflanzenart vor, dagegen wohnen darin oft eine 
Anzahl verschiedener. 

Im Überschwemmungsgebiet, wo lichterer Baumwuchs mit Sträuchern 
vorhanden war, und bei Manäos in dem niederen, strauchartigen Walde 
habe ich vielfach Gelegenheit gehabt, Ameisennester mit ihren Epiphyten 
in allen Entwickelungsstadien zu beobachten. Zunächst sieht man da ein- 
zelne Keimpflanzen, deren Würzelchen von den Ameisen schon mit Erde 
umgeben sind, dann kommen Nester von der Größe der Wallnuss an bis 
weit über Kopfgröße mit verschiedenen schon mehr entwickelten Pflanzen 
vor. Die Gesneriacee, Codonanthe aff., welche mit ihren dicht beblätterten 
Zweigen klettert, dient besonders an Verzweigungsstellen der Stützpflanze 
den Ameisen zur Anlage neuer Nester. Im Überschwemmungsgebiet, wo 
diese Ameise nicht so ausschließlich vertreten war, bauten andere Nest- 
ameisen gern auf Sträuchern von kandelaberartigem Wuchs ihre Nester. 
Da zu solchen aber besonders eine Cordia und einige Melastomaceen ge- 
hören, die für sich schon Ameisenpflanzen sind, weil sie diese Tierchen 
entweder wie erstere in verdickten, hohlen Zweigenden, die anderen in 
blasenförmig angeschwollenen Blattstielen bergen, so waren diese auch 
sehr oft mit den von anderen Ameisen verfertigten Nestern besetzt. Ein 


solches noch kleines Nest mit jungen Pflanzen, das mit einer geglätteten 


Erdschicht umgeben ist, zeigt Fig. 2. Eine sehr kleine hellbraune Ameise, 


deren Biss weniger unangenehm ist, baut besonders kunstreiche Nester, 
_ welche mehr oder weniger kugelférmig sind und die sehr porös gebaut 
- werden, so dass sie etwa einem Badeschwamme gleichen. 


Solche Nester, wie Fig. 1 darstellt, sind oft ganz bedeckt von jungen 


 Keimpflanzen, die besonders nach einem Regen hervorsprossen. Es ent- 


steht dadurch ein Bild, das mich sehr an kleine Schweinchen erinnert, wie 


48 Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 68. 


man sie in Schaufenstern von Blumenhandlungen in Berlin ausgestellt sieht 
und welche durch kleine Keimpflanzen, die aus Löchern herauskommen, 
wie "grüne Borstentiere aussahen. Sind die Pflanzen schon mehr aus- 
gewachsen, so verliert und verändert sich je nach dem Wachstum die 
Form des Ameisenbaues. Einige Ameisenepiphyten besitzen nämlich knollen- 
artige Wurzeln, wie besonders eine Gesneriacee mit großen, membranartigen 
Blättern, von der ein junges Exemplar mit den erdigen Einhüllungen der 
Ameisen in Fig. 3 gegeben ist. Armsdick angeschwollen ist auch das Rhi- 
zom einer großen Aracee, die gleich einer Ficus Stützwurzeln zum Boden 
sendet. Die Nester .mit Knollenpflanzen nehmen oft die Form von Ballen 
an, wie sie etwa in Töpfen oder Gefäßen entstehen, wo die Wurzeln sich 
aus Mangel an Raum dicht verflechten. 

Eine größere schwarzbraune Ameise, die heftiger beißt, verfertigt nicht 
ganz so kunstreiche Nester, die aber durch einen um so dichteren und 
üppigeren Pflanzenwuchs ausgezeichnet sind. Oft ist hier alles in dichtes 
Laubwerk zusammengeballt, das oft eine bräunliche oder selbst purpurne 
Färbung annimmt. Auch hoch oben in den Baumkronen kommen solche 
oft umfangreiche Epiphytenknäuel vor, aus denen besonders die Bromelia- 
cee mit langen, schmalen, dornigen und etwas fleischigen Blättern hervor- 
ragt. Sie steht habituell der Fernseea, die zuweilen auch , epiphytisch 
wächst !), am nächsten. Durch diese Bromeliacee mit Blättern von zu- 
weilen fast 3 m Länge wird oft den Ameisennestern hoch oben auf den 
Bäumen der Anschein von Strohwischen oder Storchnestern gegeben. 

Eine ganze Anzahl von Pflanzen habe ich nun ausschließlich nur in 
diesen Ameisennestern gefunden und zwar sind das, so weit ich dieselben 
bis jetzt kenne: 3 Araceen, 5 Bromeliaceen, 5 Gesneriaceen, eine Moracee, 
2 Piperaceen und eine Cactacee. Nur bei sehr wenigen dieser Arten bleibt 
es noch zweifelhaft, ob sie nicht doch auch außerhalb der Ameisennester 
vorkommen?) Leider muss auf eine ausführliche Liste dieser Pflanzen ver- 
zichtel werden, weil mir hier alle systematischen Hilfsmittel fehlen. 

Vergleichen wir nun diese Ameisenepiphyten in ihrem Bau mit den 
anderen Epiphyten, so finden wir gewisse, gemeinsame Merkmale, die sie 
von den meisten derselben unterscheiden. Das Wurzelgeflecht ist besonders 
mit den zarleren Saugwurzeln wohl ausgebildet und öfter kommen fleischige, 
wasserhaltende Knollen vor. Außer der allgemein dichteren Belaubung 
zeigen die Blätter noch manche Abweichungen von denen ihrer nächsten 


4. Fernseea ltatiaiae, welche im Hochlande der Serra do Itatiaia zwischen 1800— 
1000 m verschiedentlich auf Felsblöcken vorkommt, siedelt sich dort zuweilen auch in 
den Astgabeln der knorrigen und niederen Bäume an, 

2) Außerst selten sieht man auch einmal einen Farn oder Orchidacee in diesen 
Nestern, deren feine und kleine Samen natürlich hinzufliegen können; anderseits kommıl 
wohl auch der Fall vor, dass ein Ameisenbau auf einem schon vorhandenen Epiphyt 


angelegt wird 


Beiblatt zu den Botanischen Jahrbiichern. Nr. 68. 49 


Verwandten unter den übrigen Epiphyten. Die Blätter der Bromeliaceen 
zum Beispiel der ananasartigen und zweier Nidularium sind weder zum 
Wasseransammeln eingerichtet, noch haben sie einen besonderen Trocken- 
schutz, sondern sie sind mehr fleischig wie die erdbewohnenden Gattungen 
Ananas, Bromelia und Dyckia. Von Gesneriaceen hat eine mit dichter 
Belaubung große, fleischige Blätter; die Verwandten von Codonanthe be- 
sitzen aber weit weniger dicke Blätter als andere Arten unter den gewöhn- 
lichen Epiphyten, wie dort auch eine Art mit Blättern von linsenförmigem 
Querschnitt vorkommt. Die knollentragende Gesneriacee besitzt nur große, 
dünne, hautärtige Blätter, wie sie sonst nur bei Schattenpflanzen eigen- 
tümlich sind. In derselben Weise trägt auch die Aracee mit knollenförmigem 
Rhizom große, fast hautartige Blätter. Das sind alles Eigenschaften, welche 
charakteristisch sind für die nächsten Verwandten der Epiphyten oder für 
solche, die auf niederer Stufe derselben sehen und auf vorhandene Humus- 
ansammlung angewiesen sind. Wenn ich an den Blüten nichts Bemerkens- 
_ wertes beobachtet habe, so zeigen dies dagegen die Früchte, welche meist 
Beeren sind, in dem bei verschiedenen die Samen größer werden als bei 
anderen Arten. Zum Beispiel sind die Samen der dort vorkommenden 
Nidularium!) & mm lang, während ich bei allen anderen Arten bisher nur 
2 mm gemessen habe. Der vermehrte Umfang der Samen von Ameisen- 
epiphyten macht sie weniger geeignet zur Verbreitung durch die Vögel. 
Fragen wir uns nun, wie kommen diese Pflanzen immer gerade in die 
Ameisennester? so dürften wir wohl nicht fehl gehen, wenn wir die 
Ameisen als Ursache der Samenverbreitung und als Pfleger dieser künst- 
lichen Epiphyten ansehen. Dr. Atrrep MôLrer hat in seiner interessanten 
Arbeit (Scuimper, Bot. Mitteilungen aus den Tropen, Heft 6) über die Pilz- 
culturen der Blattschneider (Atta) nachgewiesen, wie die intelligenten Tier- 
chen besondere Pilze pflegen, von deren Production sie sich ernähren. 
Schon in Band XVIII., Heft 3, S. 123 dieser Blätter hatte ich darauf 
hingewiesen, dass das Verschleppen von humusbildenden Stoffen durch die 
Ameisen?) unter Umständen den Epiphyten zu gute kommen könne, ohne 
zu ahnen, welche Bedeutung für die Existenz einer Anzahl Pflanzenarten 
diese Erscheinung in der That am Amazonenstrom hat. | 

Besonders das Forttragen von Samen, wovon ich daselbst einen Fall 


k 

: 4) Die 2 oder 3 hier vorkommenden Nidulariwm-Arten haben einen verzweigten 
Blütenstand und gänzlich freie Kelch- und Blumenblätter wie Canistrum, aber keine 
| Blütenschüppchen. Obwohl sie nun den Habitus von Regelia besitzen, müssten sie der 
übrigen Eigenschaften wegen nicht zu Eunidularium, sondern zu Canistrum gestell 
“werden und wären demnach schüppchenfreie Arten der Gattung. Es ist dies wieder 
ein Beweis, dass die aufgestellten 3 Gattungen Aregelia, Nidulariwm und Canistrum 
keine natürlichen sind (Bd. XVIII, Heft 2, S. 60). 

4 2) Im Uberschwemmungsgebiet, wo Schleppameisen (Atta), wenn auch spärlich 
Ÿ vorkommen, haben sie ihre Nester immer auf den Bäumen. 

Botanische Jahrbücher. Beiblatt Nr. 68. 


d 


= 
# 


50 Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern, Nr. 68. 


bei Ipomoea pes caprae erwähnt hatte, findet sich hier in einer ganz be- 
sonderen Vervollkommnung. 

\Wir haben nämlich die Thatsache vor uns, dass Ameisen 
Blütenpflanzen auf Sträuchern und Bäumen ansäen und sie zum 
Schutz ihrer Wohnungen aufziehen und pflegen, also wirklich 
schwebende Gärten anlegen, die ich deshalb Ameisengärten ge- 
nannt habe. Die cultivierten Pflanzen, die am nächsten den Humusepi- — 
phyten stehen (Ber. d. deutsch. Bot. Ges., Band XVI. Heft 9, S. 311), 
habe ich mit dem Namen Ameisenepiphyten bedacht. 

Die Richtigkeit dieser Beobachtung ist nun von mir in der verschie- 
densten Weise untersucht worden und stütze ich mich da auf folgende 
Gründe: 

1. Es ist unmöglich, dass etwa jedes Mal da, wo Samen dieser Pflanzen | 
aufgehen, sogleich Ameisennester angelegt werden und dass überhaupt solche 
Mengen von oft verschiedenen Samen in die Ameisennester durch Vögel 
oder andere Tiere, als eben die Ameisen selbst, gelangen können. Zudem 
sind die Ameisengärten oft an Stellen angelegt, wo man andere Epiphyten 
niemals sieht. 

2. Es spricht für meine Behauptung das ausschließliche Vorkommen 
von besonderen Pflanzenspecies in den Ameisennestern. 

3. Dazu kommt der besondere Bau der Ameisenepiphyten, der sie 
ohne künstliche Humusansammlung nicht gedeihen ließe. 

4. Es sind endlich experimentelle Versuche gemacht worden, die 
zeigten, dass die Ameisen in der That die Samen der Ameisenepiphyten an 
geeignete Stellen verschleppen. 

Verschiedene Male habe ich Beeren von einem Midulariuwm, einer an- 
deren Bromeliacee, Portea aff. und einer Gesneriacee an Ästen, wo die 
Bewohner der Ameisengärten vorbeiliefen, ausgequetscht und habe das Ver- 
halten der Ameisen daselbst beobachtet. Oft saugten sie erst an dem 
Safte, kamen dann an die Samen und schleppten sie bald fort an geschützte 
Stellen ihrer Nester, Einmal stürzten sich auch die Tierchen hastig über 
die Samen und trugen sie sofort weg. | 

Untersucht man nun den besonderen Bau der Nester und beobachtet 
die Blumenzucht der Ameisen, so findet man, wie sorgfältig sie die zarten 
Wurzeln der Pflanzen von frühester Jugend an mit Erde umgeben, Bei 
dem Auswachsen der Pflanzen werden nun die Nester immer mehr aus- 
gedehnt und der lockere mit Gängen versehene Erdbau vergrößert. Den 
größte Teil der oft zahlreichen jungen Keimpflanzen geht bald ein und 
hat vermutlich nur den Zweck, dem begonnenen Neste oder dem Weiter- 
bau desselben den ersten festen Halt zu geben. Gewöhnlich kommt nur 
eine Gesellschaft von Pflanzen zur vollen Entwickelung, die gegenseitig den 
Plalz ausnützen, So nehmen Bromeliaceen und Anthurium mehr das 
Centrum des Nestes ein, Gesnerineeen und Ficus breiten sich nach außen 


Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 68. 51 


aus und Peperonia hängt mit seinen langen Zweigen abwärts. Zweifellos 
. findet hier auch ein Gegenseitsverhältnis zwischen Ameisen und Pflanzen 
‚Statt. “Die Ameisen sien und pflegen diese Gewächse, die sonst 
nicht würden bestehen kénnen'), dafür aber ermöglichen sie 
ihnen den Bau von Nestern auf den Bäumen, die durch die 
Epiphyten Halt vor den heftigen Regengüssen bekommen und 
außerdem auch oft vor den sengenden Strahlen der Sonne ge- 
schützt sind. / Auf dem trockenem Astwerk abgestorbener Bäume bleiben 
die Ameisengärten, hier besonders purpurn gefärbt, lange bestehen, während 
andere Epiphyten an solchen Stellen bald absterben. Dass die Ameisen 
auch die Pfleglinge ihrer Gärten vor Feinden, vielleicht Affen, schützen, 
mag sein, wird aber vermutlich wegen ihres hohen Standortes keine große 
Bedeutung haben. / Das Zusammenleben von Ameisen und Pflanzen soll 
daher nicht als eine Schutzsymbiose, sondern vielmehr als eine Raum- 
symbiose bezeichnet werden, für die ich überhaupt das Verhältnis der 
meisten Ameisenpflanzen zu ihren Bewohnern ansehe. y: 

Über die Verbreitung der Ameisengärten sei zunächst hervorgehoben, 
dass sie sowohl im Überschwemmungsgebiet (vargem) als im über- 
schwemmungsfreien Gebiet (terra firme) vorkommen, dabei fehlen sie 
aber oft auf weite Striche. An lichteren Stellen finden sich diese Ameisen- 
nester auf Gesträuch und niederen Bäumen, einzeln oder meist mehrere 
beisammen. Neben den verschiedenen Sträuchern und Bäumen, wo die 
Ameisengärten gewöhnlich in den Astgabeln angelegt sind, kommen sie auch 
auf Cecropia und Palmen vor, ja zuweilen dienen krautartige Pflanzen 
oder große Blätter als ihre Stützpunkte. Einen großen Teil der Nester 
und darunter oft solche von riesigen Dimensionen sieht man auf den Kronen 
hoher Bäume. 

Für die Physiognomie der Landschaft am Amazonenstrom sind diese 
Ameisengärten gewiss von größerer Bedeutung als die übrige epiphytische 
Pflanzenwelt, denn sie fallen mehr ins Auge. An gewissen Waldstrecken 
sind die meisten Bäume von diesen lebenden Pflanzenknäueln dicht beladen, 
die besonders, wenn sie auf großen Mimosen oder zur Zeit blattlosen 
Bäumen mit ihrem rötlichen Colorit auftreten, einen eigentümlichen Anblick 
gewähren. 

Die meisten Ameisenepiphyten scheinen weit verbreitet zu sein. Bei 
Manäos habe ich das Nidularium vom Juruä nicht gefunden, dagegen eine 
andere Bromeliacee, die wieder dort nicht vorkam. Auf weiteres Ein- 
‘gehen dieser interessanten Erscheinung, namentlich auch der Lebensweise 
der in Betracht kommenden Ameisenarten muss vorläufig verzichtet werden, 


4) Natürlich würde man die Ameisenepiphyten in lockerer Erde leicht cultivieren 
können. In der Natur wachsen sie aber niemals auf dem Erdboden, wie überhaupt am 
Amazonenstrom solche Epiphyten, die zugleich Erdbewohner sind, selten gefunden 


werden. 
d* 


52 Beiblalt zu den Botanischen Jahrbuchern. Nr. 68. 


da dies zum Teil in das Gebiet der Zoologie gehört, die hier ein reiches 
Feld für Beobachtungen finden würde. 

Der Reichtum an Ameisen, die so eng mit dem Pflanzenleben zu- 
sammenhängen, ist in der That ein bedeutender; ja an manchen Stellen 
sind sie überall so zahlreich, dass man beim Pflanzensammeln fortwährend 
mit ihnen zu kämpfen hat. Es giebt eine ganze Reihe von Ameisenpflanzen 
sowohl im Überschwemmungsgebiet als auf der Terra firme, die in Hohl- | 
räumen verschiedene Ameisen bergen. Neben der Cecropia, darunter eine 
mit einer großen, sehr schmerzhaft beißenden Ameisenart, kommen noch 
weit entwickeltere Ameisenpflanzen vor, so eine, welche den Einwohnern 
als Arvore do tachi bekannt ist und die von eilig am Stamme hin und 
her laufenden Ameisen bewacht wird. Am Boden lassen diese Ameisen 
in einem gewissen Umkreise um den Stamm keine andere Pflanze auf- 
kommen. 

Diese intelligenten, hoch entwickelten Tierchen, die Ameisen, bauen 
kunstvolle Nester, haben ein besonderes Staatsleben mit Arbeitsteilung, 
halten sich Blatt- und Schildläuse und andere Insecten als Haustiere, treiben 
Pilzeulturen und legen, wie hier gezeigt worden ist, auch wirkliche Blumen- 
gärten hoch oben auf den Stämmen an. 


Erklärung der Abbildungen auf Tafel XXIII. ; 


JQ. 


.4. Kugelfürmiger Ameisengarten mit vielen Keimpflanzen. 

. 2, Ameisengarten in der Zweiggabel einer Cordia. 

. 3, Gesneriacee mit Wurzelknollen auf einer Melastomacee, zwischen welchen die 
Ameisen Erde getragen haben. 


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Die Figuren sind in natürlicher Größe gegeben und im Überschwemmungsgebiet 
bei Bom Fim am mittleren Jurua gezeichnet worden. 


Manäos, 1. März 1904. 


WHA 


Tor, À 


Y Bd. Beiblatt 68. 


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I ngler, Bot. Jahrb. X 


27 Wilhelm Engelmann in Le 


EVle ad nat del. 


Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr, 68, 53 


Personalnachrichten. 
Es starben: 
Am 9. September 1900 Emmerich Rathey, Director der önologisch- 
pomologischen Anstalt in Klosterneuburg bei Wien, im Alter von 56 Jahren. 
Am 28. September 1900 Dr. R. Hegler, Privatdocent an der Uni- 
versität Rostock. 
Am 29. September 1900 Erik O. A. Nyman aus Linköping. 

Am 4. December 1900 Prof. Dr. Sergius Iwan. Korshinsky, Direc- 
tor des botan. Museums der Kais. Akademie der Wissenschaften in St. 
Petersburg, im Alter von 40 Jahren. y 
Am 5. Januar 1901 Enrico Gelmi in Trient, im Alter von 45 Jahren. 

Am 17. Januar 1901 Prof. Jacob Agardh zu Lund, im Alter von 
87 Jahren. — 

Am 24. Januar 1904 Prof. Dr. Baron Keiské Ito, verdient um :die 
Erforschung der japanischen Flora, in Tokyo im 99. Lebensjahre. 

Am 3. April d. J. Prof. Maxime Cornu in Paris, im Alter von 
57 Jahren. 

Am 46. April d. J., im Alter von 83 Jahren, Alexander Becker, 
_verdienter Botaniker und Entomologe in Sarepta in Südrussland. 

Am 29. April d. J. der bekannte Sinoioge und Botaniker Dr. Emil 
Bretschneider. 

| Am 4. Mai d. J. Frederik Willem van Eeden, der Director des Ko- 
lonial-Museums zu Haarlem. 

Am 21. Mai d. J. Cav. Antonio Piccone, Professor am Liceo Cristo- 
foro Colombo in Genua, im Alter von 57 Jahren. 


Es sind ernannt worden: 
Dr. Ernst Gilg, bisher Assistent am Kgl. botan. Museum zu Berlin, 
zum Custos daselbst. 
Dr. Rosen zum außerordentlichen Professor der Botanik an der Uni- 
versität Breslau. 
Dr. Falk zum Assistenten am pflanzenphysiologischen Institut an der 
Universität Breslau. 
; Dr. Bloch zum Assistenten am Institut für Agriculturchemie an der 
Universitat Breslau. 
Prof. Dr. Alfred Koch in Oppenheim a. Rh. zum außerordentlichen 
Professor an der Universität Göttingen. 
Dr. Vogel in Hamburg zum Bakteriologen der landwirtschaftlichen 
Versuchsstation in Posen. 


54 Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 68. 


\ 


Dr. H. Ambronn zum außerordentlichen Professor der Botanik an 
der Universität zu Jena. 

Dr. Giesenhagen zum außerordentlichen Professor der Botanik in 
München. | 

Dr. Paul Hauptfleisch, bisher in Würzburg, zum Assistenten für 
Botanik an der technischen Hochschule in Stuttgart. 

Prof. Dr. Behrens, bisher an der Weinbauschule in Weinsberg in 
Württemberg zum Vorstand der Jandwirtschaftlich-chemischen Versuchs- 
station zu Karlsruhe (deren bisheriger Vorstand, Hofrat Prof. Nessler, am 
1. Juli d. J. in den Ruhestand tritt) und der damit vereinigten landwirt- 
schaftlich-botanischen Versuchsstation, deren Vorstand bisher Prof. Dr. 
L. Klein an der technischen Hochschule in Karlsruhe war; beide ver- 
einigten Institute werden nach der Obsthauschule Augustenburg bei Dur- 
lach verlegt. 

Dr. A. Jakowatz zum Assistenten am botanischen Museum und Gar- 
ten der Universität Wien. 

Dr. L. Lämmermayr zum Assistenten an der Hochschule für Boden- 
kultur in Wien. 

Dr. E. Palla zum außerordentlichen Professor an der Universität 
zu (Graz. 

O. Porsch zum Assistent am botanischen Institut der Universitat Graz. 

Dr. Joh. Bapt. de Toni zum ordentlichen Professor der Botanik an 
der Universtät Camerino und zum Director des botanischen Gartens daselbst. 

Dr. L. Busealioni zum Assistent am botanischen Institut zu Pavia, 

Dr. Maurits Greshoff zum Director des Kolonial-Museums an Stelle 
des verstorbenen Herrn van EEDEN. 

H. H. Gran zum Docenten an Bergens Museums und zum Botaniker 
hei der norwegischen Fischerei-Direction in Bergen. 

Dr. W. Palladin zum ordentlichen Professor der Anatomie und Phy- 
siologie der Pflanzen an der Universität zu Petersburg. 

Dr. Oskar Loew in Washington zum Professor der Agriculturchemie 
an der Universität Tokio. 

R. Wilson Smith zum Instructor der Botanik an der Universität zu 
Toronto. 

Cyrus A. King zum Instructor der Botanik an der Indiana University. 

Professor John Craig zum Professor am Agricultural College der 
Gornell Universität. 

Dr. D. B. Copeland zum Assistant-Professor der Botanik an der Uni- 
versität von West-Virginia. ‘ 

A. ©. Moore zum Professor der Biologie am South Carolina College, 
Columbia, 8. C, 

Professor B. T. Galloway zum Direelor of Plant Industry, Albert 
F. Woods zum Chief und M, B. Waite zum Assistent-Ghief der Division 


| 


+ 
{ 


6 


; 


7 


Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 68. 55 


of Vegetable Physiology and Pathology der U. 8. Department of Agri- 
culture. 


Dr. P. Beveridge Kennedy zum Associate Professor der Botanik an 
der Universitiit in Nevada. 
Es haben sich habilitiert: 


Prof. Dr. H. Potonié, Kgl. Bezirksgeologe und Docent der Paläo- 
botanik an der Bergakademie zu Berlin, als Privatdocent an der Universität 
zu Berlin. 

Dr. Maule, bisher Gymnasialprofessor in Halle, an der technischen 
Hochschule in Stuttgart. 


Dr. Tschermak an der Hochschule für Bodencultur in Wien. 


Botanische Reisen. 


Dr. W. Busse ist Anfang Mai d. J. von seiner Reise durch die 
Steppengebiete Deutsch-Ostafrikas zuriickgekehrt. 


Geheimrat Prof. Dr. A. Engler ist von einer zweimonatigen Reise 
nach den kanarischen Inseln mit reicher Ausbeute für den botanischen 
Garten und das botanische Museum zu Berlin zurückgekehrt. 


Von Director Ernst Ule, welcher für das Königl. botanische Museum 
zu Berlin eine Reise nach dem oberen Amazonasgebiet unternommen hat, 
sind die ersten Sammlungen eingetroffen. 


Von Privatdocent Dr. L. Diels, der im Auftrage der Humboldtstiftung 
das südwestliche Kapland besucht hat und gegenwärtig mit Dr. Pritzel 
in West-Australien weilt, sind sowohl aus dem Kapland, wie aus West- 
Australien reiche Sammlungen im botanischen Museum in Berlin ein- 
getroffen, namentlich auch schöne Schauexemplare von Xanthorrhoea und 
Kingia. 

Von Prof. Dr. Schweinfurth, der den Winter in Algier und Tunis 
verlebte, wurden dem botanischen Museum in Berlin Pflanzenproducte 
dieser Länder übergeben. 

Im Auftrage des kolonialwirtschaftlichen Comitees zu Berlin hat sich 
R. Schlechter im December 1900 nach Hinterindien begeben, um dort 
_ die Guttapercha- und Kautschukeulturen zu studieren und Saatgut und 
Stecklinge, besonders von Guttaperchabäumen nach den deutschen Südsee- 
Kolonien überzuführen. 


Regierungsrat Dr. Stuhlmann, Referent für Landescultur in Deutsch- 
Ostafrika, hat im December 1900 eine Studienreise nach Indien angetreten, 
hauptsächlich zu dem Zwecke, wichtigere Nutzpflanzen aus den botanischen 
Gärten Indiens nach Deutsch-Ostafrika und nach der botanischen Central- 
stelle in Berlin überzuführen. 


56 Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 68. 


Im Auftrage der kais. Akademie der Wissenschaften zu Wien haben 
Prof. Dr. R. v. Wettstein und Prof. Dr. V. Schiffner als Botaniker, Dr. 
Fr. R. v. Kerner als Geograph, Meteorologe und Arzt, und Obergärtner 
August Wiemann vom Wiener botanischen Garten eine botanische For- 
schungsreise nach Südbrasilien angetreten; sie haben sich nach Sao Paulo 
begeben, um hauptsächlich die Sierra de Paranapiacaba zu durchforschen; 
die Rückreise dürfte über Curitiba im Staate Parana stattfinden. 

Dr. B. P. G. Hochreutiner in Genf hat sich nach Südalgerien an 
der Grenze Marokkos begeben, um dort für das Museum der Stadt Genf 
botanische Sammlungen anzulegen. | 


Sam da 


Litteraturbericht. 


Nachdruck dieser Referate ist nicht gestattet. 


Strasburger, E.: Uber Reductionsteilung, Spindelbildung, Centrosomen und 
Cilienbildner im Pflanzenreich. — Histologische Beiträge, Heft VI. 
Mit 4 lithographischen Tafeln. Jena (Gustav Fischer) 1900. 


Die Untersuchungen des Verfassers erstrecken sich auf eine größere Zahl von Bei- 
spielen aus den verschiedensten Gruppen des Pflanzenreiches und bezwecken, einen Bei- 
trag zur Lösung der im Titel bezeichneten schwebenden Fragen, über die man bisher 
nur an Einzelbeispielen zu einer Verständigung gelangt ist, auf vergleichender Basis zu 
geben. Das Material wurde meist mit stärkerer FLEmMine’scher Lösung, manchmal auch 
mit Keıser’scher Sublimat - Eisessig-Lösung (300 g. aq. dest., 5 g Sublim. 3 g Eisessig) 
fixiert und nach dem Freunıse’schen Safranin-Gentianaviolett-Orange-Verfahren gefärbt. 
Andere Färbungen (so das in der zoologischen Mikrotechnik sehr gebräuchliche Broxpr- 
sche Dreifarbengemisch) bewährten sich weniger. Interessant ist die Stellungnahme 
eines so hervorragenden Histologen, wie des Verf. zu dem jüngst erschienenen Buche 
Fiscaer’s 1), der, wie der Verf. zugesteht, in so mancher » Structureigentümlichkeit« des 
Protoplasten mit Recht ein Artefact sieht. Namentlich gilt dies vom Cytoplasma, wäh- 
rend beim Kern dieser Verdacht weniger gerechtfertigt ist, da die verschiedensten Fixie- 
rungsmittel hier ziemlich übereinstimmende Bilder liefern. Freilich würden auch diese 
immer noch durch Vergleich mit dem lebenden Object zu controllieren sein. 

Der Hauptteil des Buches, dem eine strengere Disposition des Stoffes und über- 
sichtlichere Gliederung sehr zum Vorteil gereicht hätte, bringt zunächst Mitteilungen 
über die Reductionsteilungen. Solche hat der Verfasser an mehreren Beispielen sicher 
durch Zählung der Chromosomen beobachtet. Interessant ist, dass die Zahl der letzteren 
vielfach zu schwanken scheint (vgl. z.B. Funkia Steboldiana etc.), und dass die redu- 
cierte Zahl keineswegs genau die Hälfte der normalen beträgt. Wie der Verf. schon 
früher bei Gelegenheit von Untersuchungen über die Pollenmutterzellen von Larix fest- 
gestellt hatte, besteht die Eigenart der ersten Kernteilung, welche auf die numerische 
Reduction der Chromosomen in den Sporen- und Pollenmutterzellen folgt, darin, dass 
die Tochterchromosomen, die aus der Längsspaltung des Mutterchromosoms hervor- 
gehen, zur frühzeitigen Trennung neigen und dass sie alsbald, also schon während die- 
ser ersten Karyokinese zu Beginn der Metaphasen eine zweite Längsteilung eingehen, 
eine Auffassung, die der Verf. bereits wieder verlassen hatte, um nun, nach Untersuchung 
zahlreicher Beispiele auf so gesicherterer Basis zu ihr zurückzukehren. Die zweite Kern- 
teilung bezweckt demnach nur eine Verteilung der schon im ersten Teilungsschritt er- 


4) »Fixierung, Färbung und Bau des Protoplasmas. 


Botanische Jahrbücher. XXX, Bd. (1) 


A Litteraturbericht. — E. Strasburger. 
zeugten und höchstens noch paarweise an den Polenden vereinten Enkelchromosomen 
auf die Enkelkerne. Hierin liegt zugleich die Eigentümlichkeit der specifisch zur Bildung 
der Fortpflanzungskörper führenden Teilungen im Gegensatz zur gewöhnlichen Kern- 
teilung. 

Übereinstimmend mit Danxcearp vertritt Verf. die Anschauung, dass die Chromo- 
somenzahl der Geschlechtsproducte als die ursprüngliche, nicht die reducierte zu gelten 
habe. Im Anschluss an die Bezeichnungen FLEMMING’S nennt Verf. die erste, auf die 
Reduction folgende Teilung die heterotypische, die zweite die homoeotypische, 
beide im Gegensatz zur gewöhnlichen, der typischen Kernteilung. Die ältere Gegen- 
überstellung von »vegetativer« und »generativer« Kernteilung (vgl. z. B. BELAJEFF) ist 
incorrect, da nach ersterem Modus die Geschlechtsproducte im Pflanzenreich erzeugt 
werden und infolgedessen die Bezeichnung »generative Teilung« auf sie nicht gelten kann. 
Um diese Incorrectheiten zu vermeiden, wird vorgeschlagen, die beiden der Reduction 
folgenden (hetero- und homoiotypische-) Teilungen als »atypische« den typischen gegen- 
über zusammenzufassen, was aber nur auf die höheren Pflanzen, die »Metaphyten«, wie 
sie Verf. entsprechend den Metazoen nennt, Bezug hat. 

Der Verfasser geht sodann näher auf die Charakteristik der typischen Kernteilung 
ein. Die von Nemec auch auf entwickelungsgeschichtlicher Grundlage versuchte Unter- 
scheidung der Spindelfasern in Mantelfasern und Centralfasern lässt Verf. nicht gelten. 
Es sind nach ihm nur physiologisch Zugfasern und Stützfasern von einander zu tren- 
nen, die jedoch die gleiche Entwickelungsgeschichte aufweisen und sich auch functionell 
gleich verhalten. Bezüglich der Polarität der Teilungen wird zunächst zwischen mul- 
tipolar polyarchen und multipolar diarchen Spindelanlagen unterschieden, je nachdem 
die multipolare Anlage der Kernspindel wirklich auch zu einer solchen führt oder aber 
schließlich die Bildung einer nur zweipoligen Spindel im Gefolge hat. Beiden stehen die 
bipolar diarchen Spindeln gegenüber, d. h. »solche, welche bei ihrer Anlage auf Centro- 
somen centriert sind, somit von Anfang an wirklich bipolar diarch sinde. Im Gegen- 
satz zur multipolar diarchen Spindel konnte Verf. im Meristem der Wurzelvegetations- 
punkte von Viscum album auch solche Spindeln beobachten, die dadurch, dass die 
Chromosomen ihre längeren Schenkel polwärts streckten, gezwungen wurden, sich 
wieder multipolar in mehrere Faserbüschel zu verteilen. »Apolar diarche« Spindeln 
nennt der Verf. die von Nemec im Wundperiderm der Kartoffelknolle beobachteten Sp7- 
rogyra-ähnlichen monaxialen, acentrischen Teilungen, bei denen eine Vereinigung der 
Fasern in einem Punkte nicht eintrat. Betreffs der Ursachen, welche die Verschieden- 
heiten in der Anlage der Kernspindeln bedingen, neigt Verf. weniger dazu, eine Beeinflus- 
sung durch die Polarität des Protoplasten anzunehmen (insoforn als etwa die Multipolaritat 
des letzteren eine polyarche Anlage der Kernspindel bedingen würde), sondern er denkt an 
correlative gegenseitige Beeinflussung von Protoplast und Kern, die dann erblich fixiert wird. 

Hinsichtlich der Beziehungen der Nucleolarsubstanz und des Kinoplasmas bei höheren 
Pflanzen hält Verf. an seinen alten Anschauungen fest, wonach das letztere durch Auf- 
nalıme von Nucleolarsubstanz activiert wird und sein Mengenverhältnis im Cytoplasma 
und im Zellkern wächst oder sinkt, je nachdem die Nucleolen sich lösen oder in 
fester Form wieder auftauchen. Daraus folgt weiter, dass diese, wenn auch nicht stets 
in ihrer Gesamtmasse, zur Spindelbildung verwendet werden, 

Entgegen der Auffassung Hicken’s und vor allem neuerdings der Aurnen Fiscuen’s, 
welche die Contractilität der Spindelfasern bestreiten, hält Verf. an seiner alten Ansicht 
fest, nach der die Chromosomen von den als »Zuglfasern« bezeichneten Spindelfasern 
während der Metakinese nach den Spindelpolen befördert werden, Bleibt auch der Ein- 
wand, dass diese Gontractilität am lebenden Object noch nicht nachgewiesen sei we- 
gen der Unmöglichkeit, die Spindel in diesem Zustand deutlich zu unterscheiden, vor- 
lautig zu Recht bestehen, so sprechen doch die morphologischen Befunde an fixierten 


Litteraturbericht. — I. Urban, 3 


€ 


und gefärbten Objecten für dieselbe, so das büschelweise Erfassen jedes Chromosoms und 


ihre Verkürzung, während die Tochterchromosomen sich den Polen nähern, welche nach 
dem Verf. aber nicht auf eine fibrillöse Contraction, sondern auf eine Substanzabgabe in 
Nucleolarform, analog ihrer Entstehung, zurückzuführen ist. Das tinctionelle Verhalten 
der polaren Spindelabschnitte auf diesen Stadien steht zu dieser Annahme in bestem 
Einklang. Eine Stütze seiner Anschauungen über das Kinoplasma erhielt Verf. auch 
durch die experimentellen Untersuchungen eines seiner Schüler (Cu. J. Hortes), nach 
denen die Kinoplasmasubstanz bei niederen Temperaturen in ihrer Bildung eine Hem- 
mung erfährt, und es zeigte sich dann weiter, dass unter diesen Umständen ein Zurück- 
treten der Spindelbildung sowie der Ausgestaltung von Kernwandungen und Haut- 
schichten stattfand, also von Gebilden, die der Verf. bereits früher als kinoplasmatische 
angesprochen hatte. Er hält demnach entgegen Arrr. Fischer an der Scheidung des 
Cytoplasmas in Filar- oder Kinoplasma und Alveolar- oder Trophoplasma fest. 

Individualisierte Centrosomen müssen nach dem Verf. beim jetzigen Stand der 
Frage den höheren Pflanzen abgesprochen werden, doch hält er es für unwissenschaft- 
lich, ihren künftigen Nachweis für unmöglich erklären zu wollen. Dieser reservierten 
Stellungnahme entspricht es, wenn er »für den Augenblick geneigt ist«, das »Kinoplasma 
der höheren Gewächse mit allen jenen Functionen zu betrauen, in welche er sich mit 
den Centrosomen anderswo zu teilen hat.« Dagegen sind bei niederen Gewächsen Cen- 
trosomen von verschiedenem Grade der Individualisierung nachgewiesen (z. B. Sphace- 
larien, Fucacee, Diclyoten, Pilze). 

Den Schluss des Buches bilden eingehendere Mitteilungen über den Bau und die 
Entwickelung der Cilienbilder an Vaucheria, Oedogonium, Cladophora und Bryopsis, 
in denen er nicht Centrosomen, sondern »activiertes Kinoplasma«< sieht. 

| RUHLAND. 


Urban, Ign.; Symbolae Antillanae seu Fundam. Flor. Ind. Occid. Vol. IL. 
Fascic. Il. — Berolini (Fratres Borntraeger) 1900. 


Die Lieferung bringt zunächst den Schluss von Crarke’s Monographie der west- 
indischen Cyperaceen, nämlich die Gattung XXVI. Diplasia (4 Art). 

Daran schließt sich eine Mantissa ad Cyperaceas Clarkeanas von URBAN 
selbst, in welcher in sehr verdienstvoller Weise die aus dem eigentümlichen CLarke’schen 
Nomenclatur-Standpunkt hervorgegangenen Namen nach den Berliner Regeln umgeändert 


werden. 
Die beiden Hauptabschnitte der vorliegenden Lieferung werden gebildet einerseits 


von einer Monographie der westindischen Acanthaceae von G. Linpau, an- 
dererseits von einem Capitel Leguminosae novae vel minus cognitae I. von 
I. Ursan. 

Linpav schickt seiner Bearbeitung einen Conspectus generum, in dem die Gattun- 
gen nach seinem System gruppiert sind, und eine künstliche Clavis generum, die zu 
leichterer Bestimmung dienen soll und die Gattungen außer der Reihe aufführt, voraus. 
Es werden auf 80 Seiten 37 Gattungen mit insgesammt 90 Species monographisch be- 
handelt. Als neue Genera werden beschrieben Drejerella (Odontoneminae), Ancistran- 


thus (desgl.) und Centrilla (Porphyrocominae). 


Ursaw’s Abschnitt über westindische Leguminosen enthält nicht nur Beschreibungen 


einer größeren Zahl von neuen und kritische Bemerkungen über weniger bekannte oder 
verkannte Arten aus den verschiedensten Gattungen, sondern wir finden darin zugleich 


vollständige Monographien der antillanischen Species folgender Gattungen; Caesalpinia 


(27 Arten), Peltophorum (4), Gliricidia (1), Chaetocalyx (3), Pictetia (4), Belavria (3), 


 Brya (2), Rudolphia (1), Galactia (27). Außerdem werden als neue Gattungen aufge- 
stellt: Hebestigma und Rhodopis. 


(1%) 


4 Litteraturbericht. — K. Schumann. E. de Wildeman, 


Ferner sind in dem Heft noch enthalten neue Lauraceen und Bromeliaceen von 
C. Mez und der Anfang einer specielleren Studie über die Gramineen-Gattung Arthro- 
stylidium von R. Pilger. Tu. LoEsENER, Schöneberg. 


Schumann, K.: Blühende Kakteen (Iconographia Cactacearum). — Neu- 
damm (J. Neumann) 1900. Lief. 4 u. 2 à .# 4.—. 


Die beiden vorliegenden ersten Lieferungen beginnen ein Abbildungswerk, das in 
wissenschaftlicher wie künstlerischer Beziehung allen Anforderungen genügt, die man 
an ein solches stellen muss. Jede Lieferung besteht aus 4 Tafeln, wozu 4 Seiten Text 
kommen. 

In wissenschaftlicher Beziehung schließt sich das Werk eng an Scuumann’s be- 
kanntes und schnell beliebt gewordenes Buch »Gesamtbeschreibung der Kakteene an. Der 
Text giebt deshalb nicht eine vollständige Beschreibung der abgebildeten Pflanzen, son- 
dern ergänzt nur die in der »Gesamtbeschreibung« gegebene in wesentlichen Punkten. 
So werden hier kurze Notizen über die Einführung der Art und ihre Cultur gegeben 
und Bemerkungen über ihre und ihrer Verwandten geographischen Verbreitung ge- 
macht. Nur die neuen Arten werden ausführlich beschrieben. 

Die Hauptsache aber bleiben die Tafeln selbst. Schon allein die Thatsache, dass 
die Originalaquarelle der Künstlerhand der Frau Dr. GürkE entstammen, giebt die Ge- 
währ für eine eben so richtige wie künstlerisch vollendete Darstellung der abgebildeten 
Arten. Die Reproduction erfolgt durch Lithographie, während die Farben mit der 
Hand eingetragen werden. Durch diese Art der Vervielfältigung werden Bilder erzielt, 
die an Schönheit der Linien und Zartheit der Farben den Originalzeichnungen nur 
wenig nachstehen. Man kann es der Verlagsbuchhandlung von J. NEUMANN nur zu ho- 
hem Verdienste anrechnen, dass sie der Anregung der Deutschen Kakteen-Gesellschaft — 
folgend, dem Werke eine so hervorragende gute Ausstattung gab. Der nicht hohe Preis 
von 4 Mk. pro Tafel und die Ausgabe von nur 2—3 Lieferungen im Jahre ermöglichen 
auch dem weniger bemittelten Liebhaber der seltsamen Gewächse die Anschaffung des — 
schönen Werkes. 

Abgebildet sind bisher folgende 8 Arten: Hehinocactus microspermus Web., Echi- 
nopsis cinnabarina Lab., Echinocereus subinermis Salm-Dyck, Æehinocactus Anisüsi — 
K. Sch. n. sp., Mamillaria Wissmannii Wildmann, Æchinocactus horripilus Lem., Ma- 
millaria raphidacantha Lem., Echinocactus Mathssonii Berge. G. Linpau. 


Wildeman, E. de: Icones selectae Horti Thenensis. Iconographie de 
plantes ayant fleuri dans les collections de M. Van pen Bosschr, Mi- 


“ 


nistre résident, Sénateur, à Tirlemont (Belgique). Tome I (1899— 
1900), If. 4. 2. (4904). — Bruxelles (Veuve Monnom). 8°. 


Dieses vortrefflich ausgestattete Bilderwerk soll in einer Reihe von Lieferungen 
die Pflanzen vorführen, die in den reichhaltigen Sammlungen des Herrn VAN DEN BosscHE 
zu Tirlemont zur Blüte gekommen sind. Es liegen bisher (Febr. 4904) 10 Fascikel vor 
mit 50 Tafeln, deren Ausführung an Sorgfalt und Anschaulichkeit kaum etwas zu wün- 
schen übrig lässt. Die Zeichnungen rühren von A. p’Aprivat her; den Text hat E. DE 
Witpemas verfasst, Er beschränkt sich dabei durchaus nicht auf die Beschreibung der 
gerade vorliegenden Pflanze, sondern in die Systematik der Gattung und Familie ein- 
dringend, sucht er die Stellung der abgebildeten Pflanze zu ihren näheren und nächsten 
Angehörigen klar zu stellen, Wir finden daher in diesen den Beschreibungen angehäng- 
ten Bemerkungen beachtenswerte Studien über die Geschichte und die Merkmale der 
cullivierten Arten niedergelegt. Die abgebildeten Pflanzen gehören den verschiedensten 
Familien an; es folge hier die Liste bis Tafel 50. 


Litteraturbericht. — Graf zu Solms-Laubach, H. 


1. Hakea suaveolens R. Br. 26. Hibbertia dentata R. Br. 

2. Trymalium Billardieri Fenzl. 27. Rhus Osbeckii Steud. 

3. Muraltia mixta DC. 28. Ugni Molinae Turcz. 

4. Agathosma villosa Willd. 29. Epilobium Fleischeri Hochst. 
5. Oxalis Ortgiesi Regel. 30. Gnidia pinifolia L. 

6. Thomasia solanacea J, Gay. 31. Menispermum dauricum DC. 
7. Acacia calamifolia Sweet. 32. Viminaria denudata Smith. 
8. Pomaderris racemosa Hook. 33. Anisacanthus virgularis Nees. 
9. Cissus Baudiniana Brouss. 34. Grevillea vestita Meisn. 
40. Caccinia strigosa Boiss. 35. Hedychium coccineum Hamilt. 
44. Berberis tenuifolia Lindl. 36. Maytenus ilicifolia Mart. 
12. Grewia parviflora Bunge. 37. Prunus Maackii Rupr. 
13. Carmichaelia australis R. Br. 38. Tristania conferta R. Br. 
14. Ceratopetalum gummiferum Smith. 39. Burchellia bubalina Sims. 
15. Pisonia hirtella H. B. K. 40. Leucothoë recurva Gray. 
16. Escallonia viscosa Forbes. 44. Gordonia Lasianthus L. 
47. Melothria punctata Cogn. 42. Phaenocoma prolifera D. Don. 
48. Corethrogyne filaginifolia Nutt. 43. Candollea adnata F. Muell. 
19. Ardisia humilis Vahl. 44. Jacquinia aurantiaca Ait. 
20. Buddleia auriculata Benth. 45. Broussonetia kaxinokt Sieb. 
21. Acacia obliqua A. Cunn. 46. Vella spinosa Boiss. 
22. Crassula Schweinfurthii Hort. 47. Calothamnus rupestris Schau. 
23. Olearia erubescens Dippel. 48. Royena lucida L. 
24. Cavendishia pubescens Hemsl. 49. Premna scandens Roxb. 
25. Ligustrum Massalongianum Vis. 50. Shepherdia argentea Nutt. 


H. Harms. 


Graf zu Solms-Laubach, H.: Cruciferen-Studien. — Botan. Zeitung 1900 
Heft 10. Mit einer Tafel. 40, S. 167—190. 


Capsella Heegeri Solms, eine neu entstandene Form der deutschen Flora. — Im 
Laufe des Sommers 4897 erhielt Verf. von Prof. HeEcer zu Landau ein paar halbverdorrte, 
blattlose und mit anscheinend nicht recht ausgebildeten Früchten besetzte Cruciferen- 
stengel zugesandt, die dieser nicht hatte bestimmen können. Sie waren einem Stock 
entnommen, der sich inmitten einer reichen Ansiedlung von Capsella Bursa pastoris auf 
dem Messplatze bei Landau eingefunden hatte. Es waren fast lauter reife Früchte 
daran, sehr zahlreich, von Blüten nur Spuren, die auf eine weiße Farbe der Petalen 
schließen ließen. Die Pfl. war stark von Cystopus candicans inficiert, das Laub nahezu 
- unkenntlich. Auch Verf. konnte die Pfl. nicht bestimmen. Form und sonstige Be- 
schaffenheit der Früchte, die Notorhizie ihrer Samen deuteten auf eine Camelina, das 
- Verhalten der Klappenmedianen bei der Reife und die unregelmäßige Eröffnungsweise 
waren jedoch derart, dass mar auch in dieser Vermutung schwankend werden musste. 
. Prof. Ascuerson konnte sich ebensowenig ein sicheres Urteil über die Pflanze bilden. — 
_ Eine Partie Samen vom Originalstocke wurden im Garten zu Strassburg ausgesäet. Im 
Jahre 4898 erzielte Verf. aus einigen Pflanzen Blüten und Früchte. Im Ganzen ist diese 
Saat nicht gut gediehen. Bessere Resultate konnte Prof. HEEGER in seinem Garten zu 
“Landau aufweisen. Auf dem Originalstandorte hatte sich die rätselhafte Crucifere in 
einer größeren Zahl von Individuen eingestellt. 


| Verf. kam zunächst auf den Gedanken, dass man es vielleicht mit einer einge- 

schleppten fremdländischen Crucifere zu thun hätte, oder dass möglicherweise ein Bastard 
“der gemeinen Capsella mit einer anderen Crucifere vorliege. In der Litteratur war dar- 
“über nichts zu finden, Ist die Pflanze ein Bastard, so muss der andere Erzeuger eine 


6 Litteraturbericht. — Graf zu Solms-Laubach, H. 


notorhize Crucifere sein, etwa ein Lepidium, oder eine Camelina; aber die Camelina 
besitzen größere gelbe Blüten, und was Lepidium anbelangt, so passt die Fruchtform 
nicht, da bei dieser Gattung bekanntlich die Schötchen verflacht sind. Eine Camelina 
ist nicht einmal in der Nähe des Standortes, von Lepidium ist dort im Sommer 1898 
nur L. ruderale gesehen worden. 

Die Ungewissheit über die Herkunft der rätselhaften Pflanze blieb noch bis ‘Mitte 
des Sommers 1898 bestehen. Am 27. Juli des erwähnten Jahres bemerkte Verf. unter 
den aus der Saat im Garten hervorgegangenen Pflanzen einige mit Früchten, welche, 
obschon missbildet, deutlich den Charakter der C. Bursa past. verrieten und wohl 
nur als ein Rückschlag zu der Urform gedeutet werden konnten, da sie neben jenen 
standen, deren Früchte so sehr an eine Camelina erinnerten. Dadurch wurde es klar, 
dass die neue Form nur von ©. Bursa past. abstammen könne. Die Rückschlags- 
früchte hatten sich aus Spätblüten entwickelt. | 

Verf. unterzog die neue Fruchtform einer eingehenden morphologischen Unter- 
suchung und kam schließlich zu der Ansicht, dass die Differenz der Normalform gegen- 
über im Wesentlichen nur auf der Ausbildungsweise der Klappen beruht. Viel auf- 
fallendere Unterschiede lässt freilich die anatomische Untersuchung erkennen. Sehr 
eigentümlich und ganz abnormal verhält sich das Zellgewebe der Klappen in den me- 
dianen Partien, da es sich später nicht weiter entwickelt, vielmehr abstirbt und nur in 
den äußersten, unregelmäßig begrenzten Randpartien grün und lebendig bleibt. Es 
bildet sich nämlich, durch einen partiellen Schwund des Zellgewebes, in der Klappen- — 
mitte eine dünne, durchscheinende, farblose Haut, durch welche die Samen durch- 
schimmern und später durch Abbröckelung dieser Haut eine vollständig offene, weite 
Lücke. Bei reiflicher Erwägung der Art und Weise, wie die Frucht sich entwickelt, 
kommt man schließlich auf ein einziges Merkmal, wodurch sich ©. Heegeri von der 
Gemeinform unterscheidet: das ist das frühzeitige Aufhören der Carpellentwickelung, 
wodurch sich zugleich die seltsame Form des Schötchens bei ersterer als eine Hemmungs- 
bildung zu erkennen giebt. 

Ob dieses Merkmal constant ist? Darüber können nur Culturversuche entscheiden. 
Solche Experimente sind gar nicht leicht, weil ein Boden benutzt. werden muss, der 
ganz frei ist von Samen und Keimpflanzen des ©. Bursa past. (das Sterilisieren der Erde 
durch Hitze ist nicht zu empfehlen). Gute Gartenerde wurde im Januar 1899 in flachen 
Schalen im Warmhaus gehalten, wodurch das Eindringen fremder Samen vermieden 
wurde, Verf. entfernte und zerstörte alle erwachsenen Keimlinge, rührte die Erde 
wieder um, es wurde hierauf so lange gejätet, bis keine Keime und Keimpflanzen mehr 
da waren. Jetzt erst wurden im Warmhause die Samen der C. Heegeri darauf gesäet 
und die Schalen mit der emporgewachsenen Saat in einen warmen Freilandkasten über- 
tragen. Es erfolgte später noch eine zweimalige Überpflanzung. Durch tägliches Jäten 
wurde der Verunkrautung vorgebeugt. Die Pflanzen entwickelten sich sehr unregel- 
mäßig. Am 4, Juni waren bei ein paar Exemplaren die ersten Früchte zu sehen. Die 
Pflanzen der spontan wachsenden Gemeinform waren um diese Zeit bereits viel weiter 
vorgeschritten. 

Von der cultivierten Pflanze standen nun 334 Individuen da, die nach und nach 
zur Fruchtbildung gelangten. Alle waren, mit einer einzigen Ausnahme, typische 

Heegeri, nicht einmal eine Rückschlagsfrucht war sichtbar. Dasselbe war auch bei 
allen von Prof, Hrwsen erzogenen Exemplaren der Fall, Das einzige Exemplar, das 
eine Ausnahme bildete, war an Haupt- und Seitentrieben eine gewöhnliche ©. Bursa 
past, Weil dieses Exemplar möglicherweise von einem Samen der Gemeinform, der 
ich trotz aller Vorsicht, irgendwie in die Saat eingeschlichen hatte, herrühren konnte, 
o wurde, zur sicheren Controle, der Versuch im Garten noch einmal gemacht, Zu 
dem Behufe wurden im Sommer 4899 alle spontan im Garten wachsenden Exemplare 


Litteraturbericht. — Berg u. Schmidt. K. W. v. Dalla Torre u. Graf v. Sarnthein. X 


der ©. Bursa past. vertilgt, die zum Experimente bestimmten Beete von aller Vegetation 
gesäubert und durch mehrmaliges Jäten dafür gesorgt, dass keine fremden Keime über 
den Winter darin zuriickblieben; dann erst, im Frühjahr 1900, säete Verf. Samen der 
echten C. Heegeri, deren Reingewinnung mit aller möglichen Sorgfalt überwacht worden 
war. Er erhielt 382 Pflanzen, es waren alle von der Form der (©. Heegeri, wodurch 
die Constanz und Erblichkeit des Merkmals erwiesen ist. Nur bei einem Stocke hatte 
sich in der Frucht ein partieller Rückschlag zur Urform gezeigt. 

Obschon das besprochene Merkmal erblich und constant ist, außerdem auf ein 
Moment sich erstreckt, welches beim Unterscheiden und Aufstellen von Gattungen ver- 
wendet zu werden pflegt, nimmt Verf. doch Anstand, hieraus eine Gattungsverschieden- 
heit abzuleiten, weil das Merkmal nicht correlativ mit anderen verbunden ist (die Blätter 
der C. Heegeri sind nicht anders beschaffen, als bei der gemeinen C. Bursa pastoris), 
auf ein einziges Merkmal aber eine Gattung zu gründen, scheint ihm bedenklich. Verf. 
ist daher geneigt, das Erscheinen der C. Heegeri auf eine Anomalie oder eine Art 
Missbildung zurückzuführen, »die einmal entstanden, sich von Generation zu Generation 
forterbt, die also für den actuellen Zeitmoment wenigstens absolute Constanz besitzt.« 
Ob diese Beständigkeit eine wahrhaft beharrliche oder dauernde ist, kann nur die Zu- 
kunft lehren. 

Auch die folgenden Ausführungen und Reflexionen des Verf., welche auf Holar- 
gidium, gleichsam eine viercarpellige, der Draba hirta nächststehende Crucifere des 
östlichen Sibirien, und Tetrapoma, gleichsam ein viercarpelliges Nasturtium aus der 
Verwandtschaft des N. palustre, hinweisen, sind sehr beachtenswerth; denn sie lassen 
deutlich erkennen, dass wir es hier mit einem Factum von fundamentaler Wichtigkeit 
zu thun haben, das unstreitig der Frage über die Mutation der Pflanzen neue Momente 
zuführen wird, ob nun schließlich die Ansicht von der abnormalen Natur solcher Er- 
scheinungen die Oberhand gewinnt, oder die Ansicht, wonach die Natur auf diesem 
Wege neue Gattungen schafft, zur Geltung gelangt. Franz Krasan. 


. 


Berg und Schmidt: Atlas der officinellen Pflanzen. Darstellung und Be- 
schreibung der im Arzneibuche für das deutsche Reich erwähnten 
Gewächse. — Zweite verbesserte Auflage, herausgegeben von Dr. 
A. Meyer und Dr. K. Scaumann. 40. Lief. XIII—XXIV., enthaltend 
Taf. LXXI—C. — Leipzig (Arthur Felix) 1895—1899. — Preis pro 
Lief. .# 6.50. 


Die hier angeführten Lieferungen schließen den zweiten und dritten Band des in 
fachwissenschaftlichen Kreisen längst als vortrefflich anerkannten Werkes ab. Was 
über die vorhergehenden Lieferungen in diesen Jahrbüchern, Bd. XIX, Litteraturbericht 
S. 9 im Allgemeinen über das Werk gesagt wurde, gilt auch von den Fortsetzungen. 

- Taf. 71—85, welche Liquidambar orientale und die officinellen Umbelliferen darstellen, 
ferner Taf. 87—94 (Euphorbiaceae, Rhamnaceae, Vitaceae, Polygalaceae) und 96—100 
sind Reproductionen der Zeichnungen von C. F. Scumipt, dagegen giebt Taf. 86 eine 
neue Darstellung des Croton Eluteria und Taf. 95 eine solche der Commiphora abyssi- 
nica nach Zeichnungen von Frau T. Gürke. Von derselben Künstlerin stammen auch 
Taf. 104, 405 mit Malva neglecta und M. silvestris, Taf. 109 und 110 mit Dipterocarpus 
alatus und D. turbinatus, den Stammpflanzen des Gurjunbalsam, Taf. 444 mit Gareinia 
Hanburyi, Taf. 121 mit Podophyllum peltatum, Taf. 126 mit Rheum palmatum var. 
tanguticum, Taf. 127 mit Beta vulgaris. 


T 


+ 


Dalla Torre, K. W. v., und Graf v. Sarnthein: Flora der gefürsteten 
Grafschaft Tirol, des Landes Vorarlberg und des Fürstentumes Liechten- 


(® à) 


Litteraturbericht. — P. Ascherson u. P. Graebner. O. Wünsche. F. Hoeck. 


stein. Nach eigenen und fremden Beobachtungen, Sammlungen un 
den Litteraturquellen. I. Band: Die Litteratur der Flora von Tirol, 
Vorarlberg und Liechtenstein. — 414 S. 8°. Innsbruck (Wagnersche 
Universitäts-Buchhandlung) 1900. 


Die Florenwerke leiden vielfach darunter, dass die Verleger mit Rücksicht auf den 
Absatz in Schulen und an Laien die weitgehendste Einschränkung verlangen. Dadurch 
kommen namentlich die Angaben über Standortsbeschaffenheit und Verbreitung zu kurz. 
Bei dieser Flora scheinen nun glücklicher Weise solche Einschränkungen nicht beab- 
sichtigt zu sein. Das Litteraturverzeichnis füllt allein 444 eng gedruckte Seiten und ist für 
Jeden, der sich mit Alpenflora beschäftigt, von hohem Wert. Die größte Freude hat aber 
Referent an der beigegebenen Karte, aus der hervorgeht, dass die Verf. beabsichtigen, 
die Standortsangaben nach 46 natürlichen Bezirken zu ordnen. Ref. hat vor kurzem 
in einer Abhandlung über die Formationen und Gliederung der Alpenflora, erläutert an 
den Alpenanlagen des Botanischen Gartens zu Berlin darauf hingewiesen, dass viele 
Florenwerke der Alpenländer die natürlichen Bezirke derselben nicht genügend berück- 
sichtigen und dass Verbreitungsangaben, aus denen nur zu ersehen ist, dass eine Art in 
Tirol, Kärnthen, Steiermark vorkommt, nur sehr geringen Wert haben, wenn nicht die 
einzelnen Gebirgsstöcke angegeben werden; es ist dem Ref. eine angenehme Pflicht, hier 
ausdrücklich das Gegenteil hervorheben zu können. E, 


Ascherson, P., und P. Graebner: Synopsis der mitteleuropäischen Flora. 
Leipzig (Wilhelm Engelmann). 


Dieses groß angelegte Fundamentalwerk macht in neuerer Zeit erfreuliche Fort 
schritte und ist für denjenigen, der sich erst mit der zwar wohl durchdachten, aber nicht 
ganz leicht zu ühersehenden Darstellung der Arten, Unterarten und Varietäten vertraut 
gemacht hat, eine reiche Fundgrube wertvoller Nachweise, die kein Florist ent- 
behren kann. 

Es sind neuerdings erschienen Bd. I, Lief. 6—41, enthaltend den größten Teil der 
Gramineae, bearbeitet von den Herausgebern, und Bd. VI, Lief. 43 mit Bogen 4—5 der 
Rosales, enthaltend die Plantanaceae und Rosaceae—Roseae, letztere bearbeitet von 
Rosert KELLER. | E. 


Wünsche, O.: Die verbreitetsten Pflanzen Deutschlands. — Ein Übungs- 
buch für den naturwissenschaftlichen Unterricht. 3. Aufl. 282. 8° 
Leipzig (B. E. Teubner) 1900. — # 2.—. 

Das Büchlein ist, wie alle Handhücher des Verf, praktisch und als Übungsbuch 
für Anfänger unter Leitung eines Lehrers recht zu empfehlen. Für ein näheres Eins 

gehen auf dasselbe ist hier nicht der Ort. E. 


Hoeck, F.: Pflanzen der Kunsthestände Norddeutschlands, als Zeugen für 
die Verkehrsgeschichte unserer Heimat. Eine pflanzengeographische 
Untersuchung. — Forschungen zur deutschen Landes- und Volks- 
kunde, XII. 2. — Stuttgart (J. Engelhorn) 1900. — # 2.40. 

Der mit der einschlägigen Litteratur sehr wohl bekannte Verf. giebt in diesem Heft eine 
recht empfehlenswerte Darstellung der Änderungen, welche unsere Pflanzenwelt in neuo- 
ter Zeit durch den mittelbaren Einfluss der Menschen erfahren hat, sie ist für Jeden, 
der ein Interesse an der Entwickelung unserer heimischen Flora hat, sehr lehrreich, 

hin Register würde das Heft noch brauchbarer gemacht haben, E, 


Eingegangene neue Litteratur aus dem Jahre 1900. 


Im Auftrag der Redaction zusammengestellt von W. RuuLanp. 


Allgemeine Handbücher. 


Koch, Ludwig: Die mikroskopische Analyse der Drogenpulver. Ein Atlas 
für Apotheker, Drogisten und Studierende der Pharmacie. Bd. I.: Die 
Rinden und Hölzer, 1. Lieferung. — Berlin (Gebr. Bornträger) 1900. 
74 p. 4°, mit 3 Taf. — 4 3.50. 


Wahrend früher in den Apotheken die Zerkleinerung in Pulverform selbst vor- 
genommen wurde, bezieht man heutzutage aus den Fabriken nur noch die gepulverte 
Droge. Hieraus ergiebt sich eine gesteigerte Gefahr, Verfälschungen zum Opfer zu 
fallen, und dem vorzubeugen, soll das vorliegende Buch dienen. Es bringt zunächst in 
einem allgemeinen Teil die Methoden zur Untersuchung, welche Aufschluss geben über 
die Herstellung der Präparate, die Zusatzflüssigkeiten, die Reagentien und die mikro- 
skopische Untersuchung der Präparate. Im speciellen Teil werden zunächst die Rinden 
in Angriff genommen. Er zerfällt in eine sehr dankenswerte allgemeine Zusammen- 
stellung der anatomischen Elemente und ihrer unterscheidenden Merkmale und in einen 
ihr folgenden analytischen Schlüssel, der die Beschreibung von Cortex Aurantii fructus 
Cortex Cascarillae und Chinae succirubrae bringt. 


Meyer, Arthur: Die Grundlagen und die Methoden für die mikroskopische 
Untersuchung von Pflanzenpulvern. — Jena (Gust. Fischer) 1901. 
258 pp. mit 8 Taf. und 18 Fig. im Text. — .# 6.—. 


Das allen Praktikern gewiss willkommene Buch verfolgt didaktische Tendenzen. 
Es bezweckt, sowohl den Nahrungsmittelchemiker (der nach der Ansicht des Verf. eben 
so sehr »Nahrungsmittelbotaniker« zu sein hat) wie den Pharmaceuten in die Methoden 
der Untersuchung von zerkleinerten Pflanzenteilen einzuführen. Es sind wenige diffe- 
rente Beispiele herausgegriffen, durch deren Kenntnis der Lernende zur Erkennung aller 
übrigen geschult wird. Es wird auch der Versuch zu einer »botanischen Analyse« der 
Pflanzenpulver gemacht; es sind zu diesem Zweck allgemeine Weisungen »für die Er- 
 kennung von Verunreinigung ganzer Pulvergruppene gegeben. Als Beweis, dass die 
Kenntnis der jetzigen Nahrungsmittelchemiker vielfach für diese Zwecke noch nicht aus- 
reichend sind, sandte Verf. verfälschte Proben von Pflanzenpulvern an solche. Die Er- 
gebnisse dieser »Sachverständigen<-Prüfung lassen allerdings Bücher wie das obige nur 
„allzu notwendig erscheinen. 
Wiesner, Julius: Die Rohstoffe des Pflanzenreiches, II. Aufl., 1.—4. Lief. 
à 4 5.—. 
Vergl. Referat Bd. XXIX, Litteraturber. S. 24 und 35. 


Botanische Jahrbücher. XXX. Bd. (2) 


10 Litteraturbericht. — Eingegangene neue Litteratur, 


Allgemeine Morphologie und Variation. 


Bergamo, Gennaro: Teoria delle spostazioni fillotassiche. — Rend. della 
R. Accadem. Scienze Fis. e Mat. di Napoli, 1900, 22 p. 

Vries, H. de: Alimentation et Sélection. 

Vergl. Referat Bd. XXIX, Litteraturber. S. 25. 

Sur la mutabilité de l’Oenothera Lamarckiana. 

Referat vergl. Bot. Jahrb. XXIX, Litteraturber. S. 46f. 

Wettstein, R. v.: Descendenztheoretische Untersuchungen. I. Untersuchun- 
gen über den Saison-Dimorphismus im Pflanzenreiche. — Denkschr. 
der math.-naturw. Cl. Akad. Wiss. Wien, LXX, 1—42, mit 6. Taf. 
und 8 Textfig. | 
Verf. teilt neue Beobachtungen über den Saisondimorphismus bei Alectorolophus, | 

Gentiana, Euphrasia, Odontites, Orthantha, Melampyrum, Ononis, Galium und Cam- 

panula mit und gelangt auf Grund derselben bezüglich der Neubildung von Arten im | 

Pflanzenreich zu folgendem Ergebnis: »Der Saisondimorphismus ist im Pflanzenreiche 

ein specieller Fall der Neubildung von Arten, bei welchem in Anknüpfung an Form- 

veränderungen infolge directer Anpassung an standortliche Verhältnisse sowie infolge 
zufälliger Variation, durch Zuchtwahl es zu einer Fixierung der neuen Formen kommt. 

Der directen Anpassung, resp. individuellen Variation (Heterogenesis) fällt hierbei die 

Neuschaffung der Formen, der Selection die Fixierung und schärfere Ausprägunà der- 

selben durch Ausscheidung des Unzweckmäßigen zu.« 


Biologie und Physiologie. 

Buscalioni, L., und J. Huber: Eine neue Theorie der Ameisenpflanzen. 
— Bot. Centralbl. IX, Heft 2, 1900, Beiheft, 4 p. 

Delpino, F.: Questioni di biologia vegetale 3. Funzione nuziale e origine 
dei sessi. — Rivista di scienze biologiche II, 1900, 38 p. 

Lindman: Einige amphicarpe Pflanzen der südbrasilianischen Flora. — 
Öfvers. Kongl. Vetensk. Förh. LVI, 1900, p. 939—956. 

Raciborski, M.: Über die Vorläuferspitze. 

Referat vergl. Bot. Jahrb. XXIX, Litteraturber. p. 38. 

Strasburger, Eduard: Versuche mit diöcischen Pflanzen in Rücksicht auf 
Geschlechtsverteilung. — Biol. Centralbl. XX, 1900, No. 20—24. 
Wird später besprochen werden. 

Strasburger, Eduard: Einige Bemerkungen zur Frage nach der »doppelten 
Befruchtung« bei den Angiospermen. — Bot. Zeit. Nr. 19/20, 1900. 

Wiesner, J.: Untersuchungen über den Lichtgenuss der Pflanzen im ark- 
tischen Gebiete. —- Sitzungsber. kais. Akad. Wiss. Wien, math.- 
naturw. Cl., Bd, CIX, 1900, 69 p. 


Wird später besprochen werden, 


Zellenlehre. 
Strasburger, E.: Uber Reductionsteilung, Spindelbildung, Gentrosomen und 
Cilienbildner im Pflanzenreich, 1900. 
Vergl, das Referat: Jahrb, Bd, XXX, 1904, Litteraturbericht 8, 4. 


Litteraturbericht. — Eingegangene neue Litteratur. 11 


Specielle Botanik. 


| Myxothallophyta. 
Sturgis, W. C.: Notes on some type-specimens of Myxomycetes in the 
New-York State Museum. — Transact. Connect. Acad. of Arts and 


sciences, X, 1900, p. 463—490, mit 2 Tafeln. 


| Schizophyta. 

Migula, W., A. pe Bary’s Vorlesungen über Bakterien. — Dritte Aufl., 
186 S. 8%. mit 44 Figuren im Text. — Leipzig (Wilhelm Engelmann) 
1900. .# 3.60; in Leinen geb. # 4.60. 


In dieser Neubearbeitung des bekannten Buches, hat der Verf., der die Bakterien 
in den »Natürlichen Pflanzenfamilien« bearbeitete und als Specialkenner der Bakterien 
genugsam bekannt ist, namentlich die für die Medicin und Gährungsindustrie wichtigen 
Errungenschaften nachgetragen und auch sonst Zusätze und Einschiebungen gemacht, 
wenn neue wichtige Thatsachen vorlagen. Eine wertvolle Beigabe hat das Buch durch 
die aus den »Natürlichen Pflanzenfamiliene entnommenen Abbildungen erhalten. 


Euthallophyta. 
Flagellata. 

Scherffel, A.: Phaeocystis globosa n. sp. nebst einigen Betrachtungen über 
die Phylogenie niederer, insbesondere brauner Organismen. — Wissensch. 
Meeresuntersuchungen, Neue Folge, IV. Bd. Abteil. Helgoland, Kiel 
und Leipzig 1900, 29 pp., mit 1 Tafel. 


,, Algae ‘‘. 
Auf verschiedene Gruppen Bezügliches. 


Collins, Frank S.: Preliminary lists of New England plants. V, Marine 
Algae. — Rhodora 1900, p. 44—82. | | 


Notes on Algae. — Rhodora 4900, p. 11—184. 


Gran, H. H.: Diatomaceae from the ice-floes and plankton of the arctic 
Ocean. — The Norwegian North Polar Expedition 1893—1896, scien- 
tific results edited by Fridtjof Nansen, London. XI, 74 p. mit 3 Taf. 


-Golenkin, M.: Algologische Mitteilungen (Uber die Befruchtung bei Sphacro- 
plea annulina und über die Structur der Zellkerne bei einigen grünen 
Algen. — Bull. des Natur. de Moscou, 1899, No. 4, 18 p. mit 1 Taf. 


Kuckuck, P.: Beiträge zur Kenntnis der Meeresalgen. — Wissensch. 
Meeresunters., Neue Folge, III, Abt. Helgoland, p. 47—114. 


Enthält: 5. »Ein neuer Asperococeus mit beiderlei Sporangien« (1 Taf. u. 4 Textfig.), 

6. Die Gattung Myriotrichia« (3 Taf. und 21 Textfig.), 7. »Uber Eetocarpus inwestiens 

der Autoren« (4 Taf. und 5 Textfig.), 8. »Compsonema, ein neues Genus der Phaeo- 
(2*) 


12 Litteraturbericht. — Eingegangene neue Litteratur. 


sporeen« (4 Taf., 4 Fig.), 9. »Über den Generationswechsel von Cutleria multifida« 

(Engl. Bot.) Grev.« (2 Taf. und 45 Textfig.). 

Nadson, G.: Die perforierenden (kalkbohrenden) Algen und ihre Bedeutung 
in der Natur. — Scripta botan. hort. univers. Petrop. XVII, 1900, 
34 p., russisch, mit einem deutschen Resume. 

Wille, Dr. N.: Algologische Notizen I—VI. — Nyt. Magazin for Natur- 
videnskb. Bd. 38, 1900, p. 1—27, mit 1 Taf. 


Bacillariales. 


Bessey, Charles E.: The modern conception of the structure and classi- 
fication of Diatoms with a revision of the tribes and a rearrangement 
of the North American genera. — Transact. of the Amer, microscop. 
soc. XXI, p. 61—86, mit 1 Taf. A 

Benecke, Wilhelm: Über farblose Diatomeen dés Kieler Föhrde. — 
Pringsheim’s Jahrb. f. wiss. Botan. XXXV, 1900, p. 535—572, mit 
1 Taf. 


Karsten, G.: Die Auxosporenbildung der Gattungen Cocconës, Surirella 
und Cymatopleura. 
Vergl. Referat Bot. Jahrb, XXIX, Litteraturübers. p. 38. 

Müller, Otto: Kammern und Poren in der Zellwand der Bacillariaceen. III. 
— Ber. Deutsch. bot. Ges. 1900, XVIII, p. 480—497. 


Chlorophyceae. 


Nordhausen, M.: Uber basale Zweigverwachsungen bei Cladophora und 
über die Verzweigungswinkel einiger monosiphoner Algen. — Prings- 
heim’s Jahrb., Bd. XXXV, 1900, p. 366—406. mit 1 Taf. 

Winkler, H.: Uber Polarität, Regeneration und Heteromorphose bei 
Bryopsis. — Pringsh. Jahrb. f. wiss. Botanik, XXXV, 1900, p. 450 
— 469, mit 3 Holzschn. | 


Phaeophyceae. 

Kuckuck, P.: Über Polymorphie bei einigen Phaeosporeen. — Festschrift 
f> Scuwenpener, p. 357— 38%, mit 4 Taf. und 12 Abbild. im Text und 
1 Taf. Berlin 1899, 

Winkler, Hans: Uber den Einfluss äußerer Factoren auf die Teilung der 
Eier von Cyslosira barbata. — Berichte Deutsch. bot. Ges. 1900, 
XVIII, p. 297—305. 

Rhodophyceae. 
Collins, F,8,: The new England species of Dielyosiphon. — Khodora 


1900, p. 162—166. 


Litteraturbericht. — Eingegangene neue Litteratur. 13 


Heydrich, F.: Die Lithothamnien von Helgoland. — Wissensch. Meeres- 
- unters. Neue Folge. IV. Bd. Abteil. Helgoland, 1900, p. 63—82, 
mit 4 Taf. 


Eine systematische Skizze fossiler Melobesteae. — Ber. Deutsch. bot. 
Ges. Bd. XVIII, Jahrg. 1900, p. 79—83. 
Kolkwitz, R.: Beiträge zur Biologie der Florideen. Assimilation, Stärke- 
umsatz und Atmung. — Wissensch. Meeresunters. Neue Folge. IV. Bd. 
Abteil. Helgoland, 1900, p. 31—62, mit 7 Fig. im Text. 
Verf. kommt am Schluss seiner Arbeit zu folgenden Resultaten: 
4) Die Stärke der Florideen weicht nicht wesentlich von der der höheren Pflan- 
zen ab. 
2) Die gespeicherte Stärke wird ähnlich wie bei diesen verwendet. 
3) Ob andere gespeicherte Kohlehydrate als Stärke vorkommen, ist zweifelhaft. 
Speicherung von Eiweiß kann nur als wahrscheinlich gelten. 
4) Florideen, welche keine Stärke führen, sind jedenfalls selten. 
5) Der rote Farbstoff dürfte die Stärkeanhäufung, die Assimilation, das Wachs- 
tum und die Atmung beeinflussen. 
6) Die Atmung der Florideen ist sehr schwach, wodurch sich das Fehlen der 
Intercellularen erklärt. 


Plankton. | 
Amberg, Otto: Beiträge zur Biologie des Katzensees. — Inaug.- Diss.; 
Zürich; in Vierteljahrsschrift d. naturf. Ges. Zürich, XLV, 1900, 78 p., 
5 Taf. und mehrere Textfiguren. 

Cleve, P. T.: Plankton from the southern Indian Ocean. — Ofversigt af 
Kongl. Vetenskaps-Akadem. Förhandl. 4900, LVII, p. 919—938. 
— Plankton from the Red Sea. — Ofvers. af Kongl. Vetenskaps-Akad. 

Förhandl. Arg 57, 1900, p. 1025-—1039. 


Gran, H.H.: Hydrographic-biological studies of the nord Atlantie Ocean 


and the coast of Nordland. — Report on Norwegian fishery and 
marine-investigations. Vol. I, 1900, n. 5, 89 p. 
—— Bemerkungen über einige Planktondiatomeen. — Nyt Magazin for 


Naturvidensk. XXXVIII, 1900, p. 103—428, mit 1 Taf. 


Hjort, J., and H. H. Gran: Hydrographic-biological investigations of the 
Skaggerak and the Christiania Fjord. — Report on Norwegian fishery- 
and marine-investigations, Vol. I, 1900, n. 2, 41 p. 
 Lakowitz, Dr.: Die winterliche Mikrofauna und Mikroflora des Klostersees 
- bei Karthaus Wpr. — Schrift. Naturforsch. Ges. Danzig, Neue Folge 
X, Heft 2, 1900, 4 p. 
Bericht über einen Vortrag. 
Lemmermann, E.: Beiträge zur Kenntnis der Planktonalgen. VIII. Peri- 
diniales aquae dulcis et submarinae. — Hedwigia XXXIX, 1900, 
p. (445)—(4124). IX. Lagerheïmia Marssoni n. sp., Centratractus 
belonophora (Schmidle) n. gen. et spec., Gynedra limnetica n. sp. 


14 Litteraturbericht. —. Eingegangene neue Litteratur. 


Marssoniella elegans n. gen. et spec. — Deutsch. bot. Ges. 1900; 
X. Diagnosen neuer Schwebalgen. -— ebenda, Bd. XVIII, p. 306—310; 
XI. Die Gattung Dinobryon Ehrenb. — ebenda, “Bd. XVI, ° P- 500 
— 524, mit 2 Taf. — | 


Lemmermann, E.: Algenflora eines Moostümpels bei Plön. — Forschungs- 
ber. biol. Stat: Plön, VIII, 10 p. mit 6 Fig. | 

—— Zur Kenntnis der Algenflora des Saaler Boddens. = ebenda, VIII, 
12 p. | 

Schorler, B.: Das Plankton der Elbe bei Dee — Zeitschr. für Ge- 
wässerkunde, 1900, 27 p., 8°. | | 

Schröder, Bruno: Das Phytoplankton des Golfes von Neapel nebst ver- 


gleichenden Ausblicken auf das des atlantischen Oceans. — Mitteil. 
zoolog. Station Neapel, XIV, p. 1—38, mit 1 Taf. 
—— Das Pflanzenplankton preußischer Seen. — »Untersuchungen in den 


Stuhmer Seen« von Dr. A. Setigo, herausg. vom Westpreuß. bot.- 
zool. Ver. und vom Westpreuß. Fischerei-Verein, Danzig 1900, p. 74 
—88, mit 3 Tabellen. 

Toni, G. B. de, ed Achille Forti: Contributo alla conoscenza del plancton 


del Lago Vetter. — Atti del Reale Istituto Veneto di scienze, lettere 
ed arti. 1899/1900, Tom. LIX, part. Il, p. 537—829. 


Fungi. 
Allgemeines und Pilzflora. 


Dangeard, P. A.: La reproduction sexuelle des Champignons. 
Vergl, Referat Bot. Jahrb. XXIX, Litteraturber. p. 35 ff. x | 
Hennings, P.: Fungi mattogrossenses a Dr. R. Pinger collecti 1899. — 
— Hedwigia XXXIX, 1900, p. (434)—(139). 
— Fungi Indiae orientalis. — ebenda, 1900, p. (454)—(153), 
— Fungi paräenses. I. — ebenda, 1900, p. (76)—(80). 
—- Fungi austro-americani a Dr. Duséx collecti. — Öfvers. kongl, Vetensk.- 
Akad. Förhandl. Stockh, 1900, p. 317—330. 
— Die Gattung Pericladium Passer. — Hedwigia XXXIX, 1900, p. (75) 


—(76). | 
Klebs, Georg: Zur Physiologie der Fortpflanzung einiger Pilze. II. All- 
gemeine Betrachtungen. — Pringsheim’s Jahrb, f. wissensch. Botanik, | 


XXXV, Heft 1, 1900, p. 1—124. 
Lemmermann, E.: Erster Beitrag zur Pilzflora der ostfriesischen Inseln. 
— Abb. Nat.-Ver. Bremen 1900, XVI, p. 440—452, 


Litteraturbericht. — Eingegangene neue Litteratur. 15 


Phycomycetes. 


Gobi, Chr.: I. Über einen neuen parasitischen Pilz, Rhixidiomyces ich- 
_  Meumon n. sp. und seinen Nährorganismus, Chloromonas globulosa 
_ (Perty), 22 p. mit 2 chromolith. Taf. I. Fulminaria mucophila 
4 n. gen. et spec., 10 p. mit 2 Fig. — Script. Botan. Hort. Univ. 
Imper. Petropolit. XV (1899). 

—— Entwickelungsgeschichte des Pythium tenue n. sp. — Script. botan. 
= Hort. Univ. Imper. Petrop. XV, 1899, 16 p. mit 2 Taf. 
Lindau, G.: Rhixidium lignicola n. sp., eine holzbewohnende Chytri- 
§ diacee. — Verh. bot. Ver. Prov. Brandenb. XLI, 1899, XXVII— 
| XXX. 
Basidiomycetes. 


Cavara, F.: Arcangeliella Borxiana n. gen., n. sp., nuova imenogasterea 
delle abetine di Vallombrosa. — Nuov. giorn. botan. ital., nuov. Ser. 
VI, 4900, p. 447—128, mit 1 Taf. 
—— Micoceidii fiorali del Rhododendron ferrugineum L. — Malpighia, 
XIII, 1899, 45 p. mit 1 Taf. | 
Fischer, Ed.: Untersuchungen zur vergleichenden Entwickelungsgeschichte 
und Systematik der Phalloideen, III. Serie mit einem Anhange: Ver- 
wandtschaftsverhältnisse der Gastromyceten. — Denkschr. Schweiz. 
Naturf. Ges. XXXVI, 2, 1900, 84 p., 4°, mit 6 Taf. 
Vorläufiger Bericht über einige Infectionsversuche mit Uredineen. 
Aus dem botanischen Institut Bern. — Botan. Centralbl. Bd. LXXXIII, 


| SZ eu ZU >. ZU 7 | 


| 1900, n. 3 u. 5. 
> Enthält: »Die Teleutosporen zu Aecidium Actaeae. — Beobachtungen über Puc- 
… cinia Buxi« von Ep. Fiscuer; »Eine neue Puceinia vom Typus der Puceinia dispersa 


_ Eriksson. — Versuche mit Phragmidium subcorticium< von E. MüLLer und »Vorläufige 
Mitteilung über Impfversuche mit Gramineen-bewohnenden Claviceps-Arten« von Ros. 
_ STÂGER. 


: 
| 
| Hennings, P.: Einige neue Uredineen aus verschiedenen Gebieten. — Hed- 
4 wigia XXXIX, 1900, p. 153—154. 
Hiratsuka, N.: Notes on some Melampsorae of Japan. III. Japanese Spe- 
| cies of Phacospora. — Tokyo Botanic. Magaz. XIV, 1900, 8 p. mit 
4 Taf. 

Klebahn, H.: Kulturversuche mit Rostpilzen. VII. Bericht, 1899, mit 
| 8 Textfig.; IX. Bericht, 1900, mit 7 Textfig. — Pringsheim’s Jahrb. 
f. wiss. Botanik XXXIV, 347—404 und XXXV, p. 660—710. 


Ascomycetes. 


- Barker, B. T. P.: A fragrant »mycoderm« yeast Saccharomyces anomalus. 
— Ann. of Bot. XIV, 1900, p. 215—244, mit I Taf. 


16 Litteraturbericht. — Eingegangene neue Litteratur. 


Cavara, Fridiano: Di una nuova Laboulbeniacea, Rickia Wasmannii 
n. gen. et n. sp. — Malpighia XIII, 4899, 16 p. mit 4 Taf. 
Dawson, Maria: On the Biology of Poronia punctata (L.). — Ann. of 

Botany, Vol. XIV, 1900, p. 245—262, mit 2 Taf. 

Fischer, Ed.: Bemerkungen über die Tuberaceengattungen Gyrocratera 
und Hydnotrya. — Hedwigia XXXIX, 1900, p. (48)—(51), mit 
1 Textfig. | | | E 

Pierce, Newton B.: Peach leaf curl: its nature and treatment. — Wa- 
shington 1900, 204 p., mit 30 Taf. 

Ruhland, W.: Über die Ernährung und Entwickelung eines mycophthoren 
Pilzes (Hypocrea fungicola Karst.).. — Verhandl. bot. Ver. Prov. 
Brandenb. XLII, 1900, p. 53—65. mit 4 Taf. | | 

—— Untersuchungen zu einer Morphologie der stromabildenden Sphaeriales 


auf entwickelungsgeschichtlicher Grundlage. — Hedwigia XXXIX, 
4900, p. 1—79, mit 3 Taf. | 
Woronin, M.: Uber Sclerotinia cinerea und Se. fructigena. — Mém. de | 


l’acad. impér. sciences de St. Pétersbourg, VII. Série, vol. X, No. 5, 
38 p., mit 6 Taf. | 


Symbiose der Mykorrhiza und der Bacterioiden. 


Hesselman, Henrik: Om mykorrhizabildningar hos arktiska växter. — 
Bihang till K. Svenska Vet.-Akad. Handling., Bd. XXVI, Afd. II, n. 2, 
46 p. mit 5 Textfig. und 3 Taf., schwedisch mit deutschem Résumé. 

Magnus, W.: Studien an der endotrophen Mycorrhiza von Neottia Nidus 
avis L. — Pringsheim’s Jahrb. f. wiss. Bot. 1900, p. 205—273. 

Mattirolo, O.: Sulla influenza che la estirpazione dei fiori esercita sui 
tubercoli radicali delle piante leguminose. Rapportifra semi e tuber- | 
coli. Ricerche sperimentali. — Genova (Angelo Ciminago) 1900, 
47 p, 8°, mit 4 Taf. | 


Lichenes. 


Minks, Arthur: Analysis der Flechtengattung Umbilicaria. — Bull. Herb. 
Boiss. XXII, 1900, p. 1—77, mit 4 Taf. 


Embryophyta asiphonogama. 


Bryophyta. 
Musci. 
Fleischer, Max: Diagnose von Æphemeropsis ljibodensis Goeb. — Ann. 
du jard. botan. Buitenz. II, 68—71, mit 2 Taf, 
Müller Hal., Carolus: Contributiones ad Bryologiam  austro-afram, — 


Hedwigia XXXVI, 1899, p. 52—155. 


Litteraturbericht. — Eingegangene neue Litteratur. 17 


Palacky, Prof. Dr. J.: Bemerkungen zur Moosflora von Madagascar, 1899. 
— p. 1-3 des Sep.-Abdr., Verh. k. k. zool.-bot. Ver. Wien. 


Embryophyta asiphonogama. 
Filicales. 

Boodle, L. A.: Comparative Anatomy of the Hymenophyllaceae, Schi- 
zaeaceae and Gleicheniaceae. 1. On the Anatomy of the Hymeno- 
phyllaceae. — Ann. of Bot. XIV, 1900, p. 455—497. 

Christ, Herm.: Sur quelques fougères de l’Herbier Delessert. — Annuaire 
du Conserat et du jard. bot. de Genève, IV, 1900, p. 207f. 


Lycopodiales. 

Fitting, Hans: Bau und Entwickelungsgeschichte der Makrosporen yon 
Isoétes und Selaginella und ihre Bedeutung für die Kenntnis des 
Wachstums pflanzlicher Zellmembranen. — Bot. Ztg. 1900, p. 5—62. 

Hieronymus, G.: Selaginellacearum species novae. I. Species novae e sec- 


tione Homoeophyllarum Spring subsectione rupestrium. — Hedwigia 
XXXIX, 1900, p. 290— 320. 
Scott, D. H., and T. G. Hill: The structure of Jsoétes Hystrix. — Ann. 


of Bot. XIV, 1900, p. 443—454, mit 2 Taf. 


Embryophyta siphonogama. 


Bennettitales. 
Worsdell, W. C.: The affinities of the mesozoic fossil, Dennettites Gib- 
sonianus Carr. — Ann. of Bot. XIV, 717—721. 
Cycadales. 


Ward, Lester F.: Descriptions of the species of Cycadeoidea, or fossil 
Cycadean trunks, thus far determined from the lower cretaceous rim 
of the Black Hills. — Proceed. of the United-St. Nation. Museum, 
Vol. XXI, p. 195—229. 

—— Description of a new Genus and twenty new, species of fossil Cyca- 
dean trunks from the Jurassic of Wyoming. — Proceed. Washington 
Acad. of sciences I, 1900, p, 253—300, mit 8 Taf. 


Ginkgoales. 


Celakovsky, L.: Die Vermehrung der Sporangien von Gingho biloba L. 
— Oster. Botan. Zeitschr. L, 1900, p. 229, 276, 337. 
Seward, A. C., and J. Gowan: The Maidenhair tree (Gingko biloba 1..). 
- — Ann. of Bot. XIV, p. 109—154. 


18 Litteraturbericht. — Eingegangene neue Litteratur. 


Wettstein, R. v.: Die weibliche Blüte von Gingko. — “Ost. Bot. Zeitschr. 
1899,. Nr. 12, Sep.-Ausg. 9 p. mit 4 Taf. | 


Coniferae. 


Celakovsky, L. J.: Neue Beiträge zum Verständnis der Fruchtschuppe — 


der Coniferen. — Pringsheim’s Jahrb. XXXV, 1900, p. 407—448, … 

mit 2 Taf. | | | 
Fliche, P.: Le pin sylvestre (Pinus silvestris L.) dans les terrains qua- 

ternaires de Clérey. — Troyes 1900, 31 p.. 8% : . > # 


Maslen, Arthur John: The structure of Lepidostrobus. — Transact. 
Linnean Society, Ser. II, Vol. V, Pt. 11, 1899, p. 357—377, mit 
3 Taf. | 


Masters, Maxwell T.: The Bermuda Juniper and its allies. — Journ. of 
Botany, 1899, p. 4—414. | 


Monocotyledoneae. | 
Pandanales.: 
Graebner, P.: Typhaceae. — »Das Pflanzenreich«, Regni vegetabilis con- 


spectus, herausgeg. von A. Engter, IV, 8, Leipzig (Wilh. Engelmann) 
1900, 18 p. mit 4 Fig — 4 2.—. 

—— Sparganiaceae. — »Das Pflanzenreich«, Regni vegetabilis conspectus, 
herausgeg. von A. Enster, IV, 40, Leipzig (Wilh. Engelmann) 1900, 
24 p. mit 5 Fig. — 45.60. 


Warburg, O.: Pandanaceae. — »Das Pflanzenreiche, Regni vegetabilis 
conspectus, herausgeg. von A. Enster, IV, 9, Leipzig [Wilh. Engel- 
mann] 1900, 97 p. mit 22 Fig. 


Helobiae. 
Rendle, A. B.: A systematic revision of the genus Najas. — Trans. Linn. 
Soc. V, 1899, p. 379—436, mit 4 Taf. 
— Supplementary Not on the genus Najas. — ibid. V, 13, p. 437 
—h 44. 


Glumiflorae. 
Gramineae. 
Briquet, John: Deux notes sur l’Agrostis rubra des auteurs savoisiens et 
la Calamagrostis tenella. — Bull. de Vherb. Boiss. VII, 1899, p. 959 
— 969, 
Hitchcock, A. 8.: Native agricultural grasses of Kansas. — Bull, Kansas 
State agrieult. coll. LXXXVI, 1899, 29 p. mit zahlr. Textabbild. 


Litteraturbericht. — Eingegangene neue Litteratur. 19 


Lamson-Scribner, F., Merrill, Elmer D. and Carleton R. Ball: Studies 
on American grasses. I. Some recent collections of mexican grasses. 
IL Notes on Panicum nitidum Lam., P. scoparium Lam. and P. 
pubescens Lam. III. Miscellaneous notes and descriptions of new 
species. — U. S. depart. of agricult. n. XXIV, Washington 1900, 
54 p. 

Remer, Wilhelm: Beiträge zur Anatomie und Mechanik tordierender 
Grannen bei Gramineen nebst Beobachtungen über den biologischen 
Wert derselben. — Dissert., Breslau 1900. 

Shibata, K.: Beiträge zur Wachstumsgeschichte der Bambusgewächse. — 
Journ. Coll. of Science imp. Univ. Tokyo, Japan, XII, 1900, p. 427 
—496 mit 3 Taf. 


_ Cyperaceae. 
Clarke, C. B.: On the subsubareas of British India, illustrated by the 
detailed distribution of the Cyperaceae in that empire. — Journ. 


Linn. Soc. XXXIV, 1898, p. 1—146 mit 4 Karte. 

Lindman, C. A. M.: List of Regnellian Cyperaceae, collect. until 1894. 
— Bihang till K. svenska Vet.-Akad. Handlingar. Bd. XXVI, Afd. II, 
No. 9, 56 p. mit 8 Taf. 


Principes. 


Johow, Friedrich: Uber die chilenische Palme. — Verhandl. d. deutsch. 
wissenschaftl. Ver. Santiago, B. IV, S. 325—337. 


Spathiflorae. 
Campbell, D. H.: Studies on the Araceae. — Ann. of Bot. XIV, p: 1—26 
mit 3 Taf. 
Synanthae. 
ahnen; C. A. M.: Einige neue brasilianische Cyclanthaceen. — Bihang 
till. K: Svensk. Vet.-Akad. handl. XXVI, Afd. II, No. 8, 44 p., mit 
4 Taf. | 
Farinosae. 


Rothert, W.: Die Krystallzellen der Pontederiaceen. — Botan. Zeit. 1900, 
p. 75—106 mit 4 Taf. 
Be Liliiflorae. 

Uline, E. B.: New Dioscoreas from Mexico. — Proceed. Amer. Acad. 
XVII, 1900, p. 322—323. 


Scitamineae. 


Bailey, F. Manson: Contributions to the Flora of Queensland. — Queens- 
land Agricult. Journ. Juni 1900, p. 498 mit 3 Taf. 


Beschreibung und Abbildungen von Zingiber officinale Rosc. var. Cholmondeleyt. 


20 Litteraturbericht. — Eingegangene neue Litteratur. 


Schumann,'K.: Musaceae. — »Das Pflanzenreich«, regni vegetabilis con- 
spectus, herausgeg. von A. ExGLer, IV, 45, Leipzig (Wilh. Engelmann) 
1900, 42 p. mit 62 Einzelbild. in 10 Fig. — .# 2.40. 


Microspermae. 


Goebel, K.: Morphologische und biologische Bemerkungen. 9. Zur Biologie 
der Malaxideen. — Flora, 1901, LXXXVIII, p. 94—4104, mit 7 Textfig. 

Huber, Dr. J.: Notici sobre 0 »Uchi« (Sarcoglottis Uchi n. sp.). — Bolet. 
Mus. Paraens. 1898, p. 489 —495 mit 4 Taf. 

Klinge, J.: Diagnoses Orchidacearum novarum in calidariis Horti Im- 
perialis Botanici cultarum. — Act. Hort. Petrop. XVIII, fasc. I, 
p. 133—144 mit 3 Taf. 

—— Dactylorchidis, Orchidis subgeneris, monographiae prodromus: I. Spe- 


cierum subspecierumque synopsis et diagnoses. — Ebenda p. 146—201. 
—— Zwei neue bigenere Orchideen-Hybride. — Ebenda p. 205—221, mit 
2 Taf. 


—— Die homo- und polyphyletischen Formenkreise der Dactylorchis- 
Arten. — Ebenda fasc. II, p. 68—145, mit 2 Taf. 
—— Zur Orientierung der Orchis-Bastarde. und zur Polymorphie der 
Dactylorchis-Arten. — Ebenda p. 1—65. 
—— Zur geographischen Verbreitung und Entstehung der Dactylorchis- 
Arten. — Ebenda p. 147—250, mit 1 Karte. 
Kränzlin, F.: Xenia Orchidacea. Beiträge zur Kenntnis der Orchideen von 
Hemrica Gustav REICHENBACE fil. III. Bd., X. Heft. — Leipzig 1900. 
— M 8.—. | | 
Die Lieferung schließt den dritten und letzten Band dieses Werkes, welchen 
KrinzLın im Sinne seines Lehrers, des um die Orchideographie so hoch verdienten 
Reicuensacn herausgab. Auch dieser letzten Lieferung sind zum Teil colorierte Tafeln 
beigegeben, auf denen Epistephium Regis Alberti Krzl., Lycaste costata Lindl., Pogonia 
macrantha Barb, Rodr., Plewrothallis glanduligera Lindl., ¢mmersa Linden et Rehb, f. 
und lonchophylla Cogn., Dendrobium brachytheeum F.v.M. et Krzl, Plewrothallis 
hartwegiacfolia Wendl. et Krzl., pachyglossa Lindl., Wendlandiana Rehb. f., Cardium 
Rehb. £., ämmersa Kehb. f., Hoffmannseggiana Rehb. f., tridentata Kl., acutangula Wendl. 
et Krzl., Platyclinis bistorta Wendl, et Krzl., Cardiocrepis Rehb. t., Archidonae Lindl,, 
Hexisea tenuissima Wendl. et Krzl, und Oeonia Brauniana Wendl. et Krzl. 
Schmidt, Johs.: Flora of Koh Chang. Contributions to the knowledge of 
the vegetation in the Gulf of Siam. Pt. I: Jons. Scummrt: Intro- 
duetory; F. Kränzuin: Orchidaceae, Apostasiaceae. — Botanisk Tidskr. 
Vol, 24, Copenhag. 1900, 12 p. 


Dicotyledoneae. 
Piperales. 


Johnson, Duncan 8.: On the endosperm and embryo of Peperomia 
pellucida, Bot. Gaz, XXX, p. 1—12, mit 1 Taf, 


b 


Litteraturbericht. — Eingegangene neue Litteratur. 21 


Fagales. 

Koorders, S. H.: Kleine schetsen van merkwaardige Javaansche planten. 
X. De zilverbladige eetbare javaansche kastanje (Castanea argentea 
Bl.). — Teysmannia 1900, p. 133—138. 

Miiller, Eugen Anton: Uber die Korkeiche (Quercus suber L. und Q. 
occidentalis Gay). — Abh. k. k. geogr. Ges. Wien II, 1900, p. 239 
—313, 40, 

Santalales. 

Lotsy, J. P.: Rhopalocnemis phalloides Jungh. — Ann. Jard. Buitenz. 
2. Sér., Vol. Il, p. 73—101, mit 12 Taf. 

Centrospermae, Caryophyllaceae. 

Murbeck, Sv.: Die nordeuropäischen Formen der Gattung Sfellaria. — 
Not. Notis. 1899, p. 193— 218. 

Williams, Frederic N.: Caryophyllaceae of the Chinese province of Sze- 
chuen. — Journ. of the Linn. Soc. XXXIV, 1899, p. 426—437. 

Nyctaginaceae. 

Heimerl, Dr. Anton: Monographie der Nyctaginaceen. I. Bougainvillea, 
Phaeoptilum, Colignonia. — Akad. Wiss. Wien, Denkschr. d. math.- 
naturw. CI, LXX, 1900, 41 p. mit 2 Taf. und 9 Textfig. 


In dem vorliegenden ersten Teile der Monographie werden die Bougainvilleinae 
und Colignoniinae abgehandelt. Namentlich bei Bougainvillea wird eine eingehendere 
Besprechung der morphologischen und anatomischen Verhältnisse gegeben. Der hierauf 
folgende Schlüssel weist 40 Arten auf, deren Beschreibung folgt; unter ihnen sind 5. 
modesta, Malmeana und berberidifolia sowie einige Varietäten neu. Es folgt die Be- 
sprechung der Gattung Phaeptilum mit Ph. spinosum, von der drei Varietäten unter- 
schieden werden. Die Colignoniinae mit Colignonia (mit 7 Arten, davon 2, ovalefolia 
aus Ecuador und acutifolia aus Peru neu) machen den Schluss. 


Ranales. 
Anonaceae. 


Fries, Rob. E.: Beiträge zur Kenntnis der südamerikanischen Anonaceen. 
— Kongl. Svenska Vetenskaps-Akad. Handl. XXXIV, 1900, 59 p. 4°, 


mit 6 Taf. 
Rhoeadales. 
Papaveraceae. 
Tischler, Dr. G.: Untersuchungen über die Entwickelung des Endosperms 
und der Samenschale von Corydalis cava. — Verh. naturhist.-med. 
Ver. Heidelberg, 1900, Bd. VI, p. 351—380, mit 2 Taf. 
Cruciferae. 


Solms-Laubach, H. Graf zu: Cruciferenstudien. — Bot. Ztg. 1900, p. 167 
— 190, mit Taf. VIL. 
Moringaceae. 
Jadin, M. F.: Localisation de la myrosine et de la gomme chez les Mo- 
ringa. — Compt. rend. 12 mars 1900, 3 p. 


99 Litteraturbericht. — Eingegangene neue Litteratur. 
Rosales. 
Saxifr agaceae. 
Janczewski, Edouard de: Sur la pluralité de l’espèce dans le grosseillier 
à grappes cultivé. — Compt. rend. 26. février 1899. , 
Platanaceae. 


Jaennicke, Friedr.: Studien über die Gattung Platanus L., 1892—1897. 
Nov. Act. Leop.-Carol. LXXVII, 1899, p. 141—226, mit 10 Taf. 


Usteri, A.: Beiträge zur Kenntnis der Platanen. — Mém. herb. Boiss. 
1900, p. 53—64, mit 1 Taf. 
Rosaceae. 
Briquet, John: Alchemilla L. — »Flore des Alpes maritimes«, p. 127 
—160. 
Beadle, O. D.: Studies on Crataegus. IL — Bot. Gaz. XXX, p. 335 
— 360. | 
Leguminosae. 
Bailey, F. Manson: Contribution to the Flora of Gicecssluntl — Queens- 


land Agricult. Journ. Jan. 1900, p. 39, mit 1 Taf. 
Beschreibung und Abbildung von Acacia Rothii Bail. n. sp. 

Fritsch, K.: Uber den Wert der Rankenbildung für die Systematik der | 
Vicieen, inshesondere der Gattung Lathyrus. — Ost. bot. Zeitschr. 
1900, 8 p. 

Koorders, 8. H.: Notizen über die Phanerogamenflora von Java. I. Notiz 
mit Abbildung von Millettia dasyphylla Boerl. — Natuurk. Tijdschr. 
voor Ned.-Indié, LX, afl. 2, p. 238—240, mit 1 Taf. 

—— Kleine schetsen van merkwaardige Javaansche planten. VI. Entada 
en Padbruggea twee reusachtige lianen van Java. — Teysmannia 
1899, p. 597—604, mit 4 Abbild. 

Robinson, B. L.: Contributions from the Gray herbarium of Harvard 
University. I. Revision of the North American and Mexican species 
of Mimosa. U. Revision of the North American species of Neptuma. 
Proceed. of the Am. Ac. XXXII, 1898, p. 305—331. 


Geraniales. 
Zygophyllaceae. 
Pantanelli, Enrico: Anatomia Fisiologiea delle Zygophyllaceae. — Atti 
della Società dei Naturalisti e Matematici di Modena, Ser, IV, Vol. II, 
A. XXXII, p. 93—181, con # tavole. 
Malpighraceae. 
Niedenzu, F.: De genere Banisteria. — Index lection. Lyc. reg. Hos. 
Brunsberg 1900, 34 p., 4° 
Iteferat vergl, Jahrb, Bd, XXIX, Litteraturber. p. 84. 


| Litteraturbericht. — Eingegangene neue Litteratur. 93 


Rhamnales. 


_ Fliche, P.: Note sur un bois de Vigne des cinérites du Cantal. — Bull. 
| soc. géol. France 3. Sér., tome XXVII, 1899, p. 318—321. 


Parietales. 


_ Urban, I.: Monographia Loasacearum. 
Referat vergl. Bot. Jahrb. XXIX, Litteraturber. p. 42. 


Opuntiales. 


Schumann, K.: Blühende Kakteen (Iconographia Cactacearum). Lief. 4. — 
AM 4.—. — Verlag von J. Neumann in Neudamm. 


Myrtiflorae. 


Stapf, Dr. Otto: Dicellandra Hook. f. and Phaeoneuron Gilg (Melastoma- 
* ceae). — Journ. Linn. Soc. XXXIV, 1900, p. 482—495, mit 1 Taf. 
und 2 Textabbild. 

Pirotta, R., und B. Longo: Osservazioni e ricerche sulle Cynomoriaceae 
Eichl. con considerazioni sul percorso de tubo pollinico nelle Angio- 
sperme inferiore. — Ann. d’el R. Istituto Bot. di Roma, 1900, 19 p., 
mit 2 Taf. 


Umbelliflorae. 


Coulter, John M., and J. N. Rose: A synopsis of mexican and Central- 
American Umbelliferae..— Proceed. Washingt. Acad. Sci., I, 1900, 
p. 111—159. 
Monograph of the North American Umbelliferae. — Contrib. 
from the U. S. Nation. Herbar. VII, 1900, 256 p., mit 65 Fig. und 
- 9 Taf. 


— 


Primulales. 


Fernald, M. L.: Two ambiguous loosestrifes from the northern states. 
— Rhodora 1899, vol. I, p. 131—135, mit 1 Taf. 
Notiz über Lysimachia producta und L. polyantha, die auch beide abgebildet 
werden. 
Ebenales. 


Huber, Dr. J.: Duas Sapotaceas novas do Horto botanico paraense. — 
Bolet. Mus. par. p. 54—59, mit 2 Taf. 


Gontortae. 
Gentianaceae. 
—_ Murbeck, Sv.: Zwei neue tibetanische Gentianen aus der Section Coma- 
stoma Wettst. — Oest bot. Zeitschr., Jahrg. 1899, 5 p. mit Textfig. 
Wettstein, R. v.: Die nordamerikanischen Arten der Gattung Gentiana: 
F Sect. Endotricha. — Ost. bot. Zeitschr. 1900, 15 p. 


24 Litteraturbericht. — Eingegangene neue Litteratur. 


Apocynaceae. , 
Hallier, Hans: Über Kautschuklianen und andere Apocyneen, nebst Be- — 
merkungen über Hevea und einem Versuch zur Lüsung der Nomen- 
claturfrage. — Jahrb. Hamb. wissensch. Anstalt XVII, 1899, mit 
4 Taf. 
Perrédés, Pierre Elie Félix: A contribution to the pharmacognosy of 
official Strophanthus Seed. — London, 28 p. mit 8 Taf. 


Asclepradaceae. 

Malme, Gust. O. A.: Die systematische Gliederung der Gattung Oxypetalum 
R. Br. Vorläufige Mitteilung. — Ofvers. kongl. Vetensk. Akad. För- 
handl. 1900, Stockholm, p. 843 —866. | | 

——-- Förgreningsförhällandena och inflorescensens ställning hos de bra- 
silianska asclepiadacéerna. — Ebenda p. 697—720. 


Borragimaceae. 
Coincy, M. A. de: L’» Echium maritimum« Willd. est-il une espèce? — 
Journ. de Bot. XIV, 1900, 2. p. 


Labiatae, Verbenaceae. | 

Briquet, J.: Labiatae et Verbenaceae Wilizekianae ou énumération des 
Labiées et des Verbénacées racoltées par WiLizex en janvier et 
février 1897 dans la République Argentine. — Ann. du Cons. et du 
jard. botan. de Genève IV, 1900, p. 1—9. 

Burkill, J. H., and C. H. Wright: On some african Labiatae with alter- 
nate leaves. — Journ. Linn. Soc. XXXIV, 1899, p. 268—275, mit 
1 Taf. 

Fernald, M. L.: I. A Synopsis of the Mexican and Central American 
species of Salvia. — Proceed. Amer. Acad. XXXV, 1900, p. 489 
—556. 

—— Some undescribed mexican phanerogams, chiefly Labiatae and So- 
lanaceae. — Ebenda p. 562—573. 


Solanaceae. 
—— If. A revision of the mexican and Central American Solanums of 
the subsection Torvaria. — Ebenda p. 557—5692. 


Wentzel, Maximilian: Über die chemischen Bestandteile der Mandragora- 
Wurzel. — Inaug.-Diss. Berlin 1900. 


Scrophiularvaceae. 
Robinson, B. L.: Synopsis of the genera Jaegeria und Russeha. — 
Proceed, Amer. Acad, XVII, p. 315—323. 
Schinz, H.: Beiträge zur Kenntnis der afrikanischen Flora, Neue Folge. 
XI. Serophulariaceae von Orro Starr und I. Scunz. — Bull. Herb. 
joiss. 1900, p. 27— 32, mit 2 Taf, 


Litteraturbericht. — Eingegangene neue Litteratur. 95 


| Rubiales. 
Pereira Coutinha, Antonio Xavier: As Rubiaceas de Portugal. Con- 
tribugdes o estudo da flora portugueza. — Bolet. Soc. Broter. XVII, 


1900, p. 7—88. | 
Koorders, S. H.: Kleine schetsen van merkwaardige Javaansche planten. 


Vil. De dichtbloemige, wilde West-Javaansche Koffieboom (Coffea 
densiflora Bl.). — Teysmannia 1900, p. 25—35, mit 4 Abbild. 


Campanulatae. 

Greenman, J. N.: Genus Senecio in New England. — Rhodora, Jan. 
| 1901, p. 3—7. 

- Land, W. J. G.: Double Fertilization in Compositae. Contribution to the 
Hull-Botanical Laboratory XXI. — Botan. Gazette XXX, 1900, p. 252 
— 259, mit 1 Taf. | 
Sodiro, Aloysius: Plantae ecuadorenses. Il. Compositae, auctore G. Hır- 
ronymus. — Engl. Bot. Jahrb. XXIX, p. 1—85. 


Anhang. 


Wildeman, E. de: Icones selectae Horti Thenensis. 
Referat vergl. Jahrb. XXX, Litteraturber. p. 4. 


Allgemeine Pflanzengeographie und Pflanzengeschichte. 


Allgemeine Pflanzengeschichte. 


Jacobi, Arnold: Lage und Form biographischer Gebiete. — Zeitschr. Ges. 
Erdkunde Berlin XXXV, p. 147—-238, mit 1 Karte. 


Fossile Flora. 

Präglaciale Formationen. 

Bayer, Edvin: Einige neue Pflanzen der Perucer Kreideschichten in Böh- 

men. — Sitzber. Kgl. Böhm. Ges. Wiss., math.-naturw. Cl. 1899, 

51 p. mit 2 Taf. und 15 Figuren. .# 1.40. 

Fliche, P.: Contribution à la flore fossile de la Haute-Marne (Infracrétacé). 

— Bull. Soc. des sciences de Nancy, 1900, 23 p., mit 2 Taf. 

Note sur quelques fossiles végétaux de loligocène dans les alpes 

francaises. — Bull. soc. géol. de France, IIL Série, tome XXVII, 

1899, p. 466—479, mit 1 Taf. 

Krasser, Fridolin: Die von W. A. Osrurscuew in China und Central-Asien 
1893 —1894 gesammelten fossilen Pflanzen. — Wien. Akad. Wiss., 
Denkschr. math.-naturw. Cl. 1900, 16 p., mit 4 Taf. .# 3.30. 

Botanische Jahrbücher. XXX. Bd. (3) 


26 Litteraturbericht. — Eingegangene neue Litteratur. 


Die Arbeit bringt die Beschreibung der phytopaläontologischen Ausbeute Osru- 
TSCHEW’s nach den Fundorten geordnet, und zwar nach einander vom Gebirge Ting-ing- 
pa-pan-shan, südlich von der Stadt Kao-t'ei in Kan-su, China; von Tu-pé am Flusse 
Tao-ho, ebendaher; vom Gebirge Tung-shan, der Schlucht beim Dorfe San-schi-li-pu, 
den Kohlengruben beim Dorfe Hsu-kia-ho, am Südabbruche des Gebirges Tyr-kyp-tag 
und Tasch-kessi. Neu sind aus dem Paläozoicum Noeggerathia acuminifissa, und aus 
dem Mesozoicum lhoenicopsis media und taschkessiensis. Die Tafeln bringen Habitus- . 
und Detailbilder der im Text besprochenen Fossilien. 

Kurtz, F.: Contribuciones ä la Palaeophytologia Argentina. III. — Rivista 
del Museu de la Plata, T.X, 18 p., 8°. 

Nathorst, A. @.: Über die oberdevonische Flora (die »Ursaflora«) der 
Bären-Insel. Vorläufige Mitteilung. — Bull. Geol. Inst. of Upsala 8, 
Vol. IV, Pt. 2, 1899, 5% p.) mae anak 

Solms-Laubach, H. Graf zu, und G. Steinmann: Das Auftreten und die 
Flora der rhätischen Kohlenschichten von La Ternera (Chile). — 
Neue Jahrb. für Mineralogie etc. Beilageband XII, 1899, p. 581 
—609, mit 2 Taf. 

Ward, Lester F.: Status of the mesozoic floras of the United States. 
I. The older Mesozoic. — Extr. from the twentieth annual report 
of the survey, 1898—99; II. General Geology and Palaeontology, 
p. 217—430, mit 109 Taf. 

——-- Report on the petrified forests of Arizona. — Washington, Depart- 
ment of the Interior 1900, 23 p. 

—— The cretaceous formation of the black hills as indicated by the fossil 
plants. — Extract from the nineteenth annual report of the survey, 
1897—98, pt. II, p. 527—742, mit 96 Taf. 

Ref. Bot. Jahrb. 


Glaciale, interglaciale und postglaciale Formationen. 

Koert, W., und C. Weber: Über ein neues interglaciales Torflager. — 
Jahrb. d. Königl. preuß. geol. Landesanst., 1899, p. 1—10 der 8.-A.; 
Berlin 1900. 

Sarauw, Georg F. L.: Les bruyères préhistoriques des pays balliques, « 
d'après les observations faites dans des Tumulus de l’époque paienne 


traduit par Euc. Beauvors. — Mém. soc. roy. des antiq. du Nord. 
1899. 
Weber, ©. A.: Versuch eines Uberblickes über die Vegetation der Diluvial- 
zeit in den mittleren Regionen Europas, — Potonié’s naturw. Wochen- 


schrift 1899, XIV, Nr. 45, p. 525—528 u. Nr. 46, p. 537—543. 


Formationen betreffend. 


Gerhardt, Paul: Handbuch des deutschen Dünenbaues. 
Vergl, Referat, Jahrb. XXIX, Litteraturibers, p. 82, 


Litteraturbericht. — Eingegangene neue Litteratur. 27 


Specielle Pflanzengeographie und Pfianzengeschichte. 
(Einteilung nach Enster, Die Entwicklung der Pflanzengeographie in den letzten 
hundert Jahren. 

I. Nördliches extratropisches Florenreich. 

_, A. Arktisches Gebiet. 


Abromeit, J.: Botanische Ergebnisse der von der Gesellschaft fiir Erd- 
kunde in Berlin unter Leitung Dr. v. DryGaLskrs ausgesandten Grün- 
landexpedition nach Dr. Vannörren s Sammlungen bearbeitet. B. Samen- 
pflanzen (Phanerogamen) aus dem Umanaks- und Ritenbensk-District. 

105 p. 4° Mit 4 Taf. und 1 Textfig. Stuttgart 1899. — Aus 

| > Bibliotheca botanica« ed. Lurrssen and Frank, Heft 42. .# 18.—. 

| Andersson, Gunnar, och Henrik Hesselmann: Bidrag till kännedomen 

| om Spetsbergens och Beeren Eilands Kärlväxtflora. — Bihang till 

Svenska Vet.-Akad. Handl. Band XXVI, Afd. Ill, p. 1—88 S.-A., med 

| 4 Tafl. 

| 

] 

| 

. 

| 


CR J'EN PP A 


Delpino, Federico: Comparazione biologica di due flore estreme artica ed 

antartica. — R. Acad. delle Scienze dell’ Istituto di Bologna 1900, 40 p. 

- Nathorst, A. S.: Den svenska expeditionen till nordöstra Grönland 1899. 

— »Ymer«, Tidskr. utgiv. af svenska sällskapt för antropologi och 
geografi 1900, p. 145—156, med Taf. 4-11. 

Wiesner, J.: Beiträge zur Kenntnis des photochemischen Klimas im ark- 

tischen Gebiete. — Sep.-Abdr. aus Denkschr. d. math.-naturw. Cl. d. 

K. Akad. d. Wiss. Wien. 1898, 34 p., 4°, mit 4 Textfig. .# 2.70. 


| B. Subarktisches oder Coniferen-Gebiet. 

Provin: des subarktischen Europa. 

| Island. 

- Gandoger, Michel: Sur la flore d'Islande, — Bull. soc. bot. de France, 
Ser. III, P. Vil, 1900, p. 342—347. 

— Ostenfeld, C.: Skildringer af Vegetationen i Island. I—IL — Botanisk 
Tidsskrift 22. Bind (1899), p. 227—253. 


Skandinavien. 

Holmboe, Jens: Vore Ugraes planters Spredning. — Tidsskr. for det 

norske Landbrung, 1900, p. 155—171. 

Nogle ugraes planters indvandring i Norge. — Nyt Mag. f. Naturv. 

XXXVIII, 1900, p. 129—262. 

"Nilsson, A.: Nagra drag urde svenska växtsamhällenas utvecklingshistoria. 
Botanisk. Notis 1899, p. 89—135. 

Schulz, A.: Uber die Entwickelungsgeschichte der gegenwärtigen Phanero- 
gamenflora und Pflanzenkunde der skandinayischen Halbinsel ete. 
Stuttgart 1901, 80, .# 8.—. 


Wird später besprochen werden. 


3*) 


28 Litteraturbericht. — Eingegangene neue Litteratur. 


Wille, N.: Les plantes. — Tirage à part de »La Norvege«, ouvrage 
officiel publié à l’occasion de l'exposition universelle de 1900, p. 63 
—74. 


Provinx des subarktischen Nordamerika. 
Fernald, M. L., and J. D. Sornborger: Some recent additions to the 
Labrador Flora. — The Ottawa Naturalist XIII, 1899, p. 89—107. 


C. Mitteleuropäisches Gebiet. 
Mehrere Länder. 

Bericht der Commission für die Flora von Deutschland über neue Beo- 
bachtungen aus den Jahren 1892—95. Vorgelegt von ihrem Ob- 
manne. — Ber. Deutsch. bot. Ges. 1899, XVI, Generalversammlungs- 
Heft I, 94 p. 

Drude, O.: Untersuchungen über klimatische Grenzen exolischer Bäume 
in Deutschland. — Deutsch. dendrol. Ges. 1900, Nr. 9, p. 48—56. 


Gradmann: Vorschläge zur pflanzengeographischen Durchforschung Bayerns. 
— Mitt. Bayer. bot. Ges. 1900, No. 16, p. 1—12 des Sep.-Abdr. 


Höck, F.: Zahlenverhältnisse in der Pflanzenwelt Nord-Deutschlands. — 
Verh. Bot. Ver. Brandenb. XLI, 1899, IL—LIX. y 

—— Pflanzen der Kunstbestände Nord-Deutschlands als Zeugen für die M 
Verkehrsgeschichte unserer Heimat. — Forschungen z. deutschen — 
Landes- und Volkskunde, herausg. von Kırennorr XIII, p. 90—152. 
Referat vgl. Jahrb, XXX, 1904, Litteraturber. p. 8. 

—— Ankümmlinge in der Pflanzenwelt Mittel-Europas während des letzten 
halben Jahrhunderts. — Sep.-Abdr. aus Bot. Centralbl. Bd. IX, Heft 4, 
p. 1—15; Heft 5, p. 1—13; Heft 6, p. 1—17. 

Ihne, E.: Phänologische Mitteilungen, Jahrg. 1898. — Ber. der Oberhess. 
Ges. f. Natur- und Heilkunde zu Gießen, XXXII, 1899, p. 1—34 d. 
Sep.-Abdr. : 


Klein, Prof. Dr. L.: Die Physiognomie der milteleuropäischen Waldbäume. 


Festrede zur Einweihungsfeier des neuen Botanischen Instituts der M 
techn. Hochschule zu Karlsruhe am 48, Mai 1899 gehalten, — « 


Karlsruhe (W. Jahraus) 1899, p. 1—26 mit 10 Taf, in Lichtdruck. 
AM 2 40, 
Atlantische Proving. 
Wünsche, O.: Die verbreitetsten Pflanzen Deutschlands. 
Referat vgl, Jahrb, XXX, Litteraturber, p. 8, 


(/ross- Brilannien. 
Smith, Robert: On the seed dispersal of Pinus silvestris and Betula alba, 
— The annals of scottish natural history 1900, p. 43— 4G, 


Litteraturbericht. — Eingegangene neue Litteratur. 29 


‘Smith, Robert: Botanical survey of Scotland. I. Edinburgh district. — 
The scottish geograph. Magazine for July 1900, p. 385—416, mit 
Karte. 

_—— Botanical survey of Scotland. II. North Perthshire district. — ibid. 
3 for August 1900, p. 441—-467, mit Karte. 

i Wheldon, J. A., and Albert Wilson: Additions to the flora of West 
Lancashire. — Journ. of bot. XXXVIII, p. 40—47. 


Subatlantische Provinz. 
Needersächsischer Bexirk. 

Ascherson, Paul: Übersicht der Pteridophyten und Siphonogamen Helgo- 
lands. — Wissensch. Meeresunters. Helgolands IV, Heft 4, 1900, 
p- 91—140, mit 2 Fig. im Text. 

Weber, C. A.: Über die Moore mit besonderer Berücksichtigung der 
zwischen Unterweser und Unterelbe liegenden. Vortrag. — Jahresb. 
der Männer vom Morgenstern, Heimatbund an Elb- und Weser- 
mündung, Heft 3, 1899, p. 1—23 des Sep.-Abdr. 


Sarmatische Provinz. 
Baltischer Bexirk. 

‘Abromeit, Dr. J.: Die Pflanzenwelt Masurens. — Sep.-Abdr. aus »Ma- 
suren, Samland und das Pregelthal« von Dr. A. Zweck. Stuttgart 
1900, p. 1—16. 

Jentzsch, Prof. Dr. A.: Nachweis der beachtenswerten und zu schützen- 
den Bäume, Sträucher und erratischen Blöcke in der Provinz Ost- 
preußen. — Beitr. z. Naturk. Preußens, herausgeg. von der phys.- 
ökon. Ges. Königsberg 1900, 150 p., 4°, mit 17 Taf und 414 Text- 
abbildungen. # 3.—. 

| Märkischer Bexirk. 

Hock, F.: Studien über die geographische Verbreitung der Waldpflanzen 
Brandenburgs. — Verh. Bot. Ver. d. Prov. Brandenburg XLI, 1899, 
p. 184—210. 

Wittmack, L.: Die Wiesen auf den Moordämmen in der Königl, Ober- 
försterei Zehdenick, IX. Bericht (das Jahr 1898 betr. und Schluss- 
bericht über die neunjährigen Beobachtungen). — Berlin 1899, mit 
5 Taf., 45 p. .# 1.50. 


Schlesien. 
Schube, Th.: Ergebnisse der Durchforschung der schlesischen Phanero- 
gamen- und GefäBkryptogamenflora im Jahre 1899. — Schles. Ges, 


für vaterl. Kult., Sitz. d. zool.-bot. Sect. am 14. Dec. 1899, p. 1—18 
des Sep.-Abdr. 


30 Litteraturbericht. — Eingegangene neue Litteratur, 


Schube, Th.: Ergebnisse der phänologischen Beobachtungen in Schlesien 
im Jahre 1899. — Ebenda p. 1—7 des Sep.-Abdr. 


Provinx der europäischen Mittelgebirge. 
Niederrheinisches Gebiet. 
Noll, Prof. Dr.: Pflanzengeographische Probleme des Rheinthales. — Sep.- 


Abdr. aus Sitzber. der niederrhein. Ges. f. Natur- und Heilk. zu 
Bonn 1899, p. 1—4. | 


Obersächsischer Bexirk. 
_ Drude, O.: Vorläufige Bemerkungen über die floristische Kartographie von 
Sachsen. — Isis 1900, p. 26—-31. 


Jurassische Zone. 


Archives de la Flore Jurassienne publiées sous la direction du Dr. Axr. 
Masnın, Professeur à l’université de Bésancon. — Avec le concours 
de la Société d'Histoire naturelle du Doubs. 

Eine monatlich erscheinende Zeitschrift, welche floristische Notizen über das Jura- 
gebiet bringt. 
Provinz der Alpenländer. 

Briquet, Dr. John: Les Colonies végétales xérothermiques des alpes L&- 
maniennes. Une Contribution à l’histoire de la période xérothermique. 
— Bull. Soc. Murithienne, XXVIII, 1900, p. 125—2412, mit 3 Taf. 
und 4 Karte. 


—— Compte rendu de lexcursion botanique, faite les 8, 9 et 10 août 
1899 par la Société Murithienne au vallon de Novel, au col de. 


Lovenex, au Grammont et dans le vallon de Taney. — Ebenda 

p. 42—72. | 
—— Nouvelles notes floristiques sur les Alpes Lémaniennes. — Annuaire 

du conserv. et du jard. botan. Genève IL, 1899, p. 46—146. 
Christ, H.: Die Farnkräuter der Schweiz. — In »Beitrige zur Krypto- 


gamenflora der Schweize, Bd. I, Heft 2, 189 p., 8°, mit 28 Textfig. 
1900. 4 3.60. 

Dalla Torre, K. W. v., und Graf v. Sarnthein: Flora der gefürstelen 
Grafschaft Tirol, des Landes Vorarlberg und des Fürstentums 
Liechtenstein. 


Vergl, Referat Jahrb, XXX, Litteraturübers, p. 7, 
Schinz, H., und R, Keller: Flora der Schweiz. 
Vergl. Referat Jahrb. XXIX, Litteraturübers. p. 32. 


Vaccari, Lino: La continuità della flora delle alpi graie intorno al Monte 
Jianco, Nuov, giorn. botan. VII, 1900, p. 129—153. 


Litteraturbericht. — Eingegangene neue Litteratur. 31 


Illyrische Provinz. 

Fritsch, Dr. Carl: Beiträge zur Flora der Balkanhalbinsel, mit besonderer 
Berücksichtigung von Serbien. IV. Teil (Nachtrag zum I. Teil. — Verh. 
k. k. zool.-bot. Ges. Wien 1899, p. 89—110. 

Beiträge zur Flora der Balkanhalbinsel, mit besonderer Berücksichti- 
gung von Serbien. V. Teil (Nachtrag zum IL und III. Teil). — Ebenda 
p. 111 —121. 


Provinz des Balkan. 
Velenovsky, J.: Siebenter Nachtrag zur Flora von Bulgarien. — Sitz.- 
Ber. kgl. bohm. Ges. d. Wiss., math.-naturw. Classe 1899, XL, p. 4 
_—8 des Sep.-Abdr. 


Provinz des Kaukasus. 


Sommier, S., et E. Levier: Enumeratio plantarum anno 1890 in Caucaso 
lectarum. — Act. Hort. Petr. XVI, 1900, p. 1—586, mit 49 Taf. 


D. Mediterran-Gebiet. 
Allgemeines. 

Baccarini, Prof. Pasquale: I Caratteri e la Storia della flora mediterra- 
nea; Discorso pronunziato il 16 novembre 1898 per la solenne in- 
augurazione degli Studi nella R. Universita di Catania. — Catania 
1899, p. 1—40. | 

Crugnola, G.: Analogie fra la Flora italiana e quella dell’ Africa meridio- 
nale. — Firenze 1899, 52 p., 8°. 


Iberische Provinz. 

Rein, Prof. Dr. Johannes: Beiträge zur Kenntnis der spanischen Sierra 
Nevada. — Abh. k. k. geogr. Ges. Wien I, 1899, p. 181—326, mit 
2 Karten. 

. Coiney, M. A. de: Plantes nouvelles de la flore d’Espagne. 11. Note. — 
Journ. de Bot. t. XIV, 1900, n. 4, 44 p. 

Warnstorf, C.: Bryologische Ergebnisse der wissenschaftlichen Reise des 
Oberstabsarztes Dr. Marz in Magdeburg durch die iberische Halbinsel 
in der Zeit von Anfang März bis Mitte Mai 1899. — Österr. bot. 
Zeitschr. 1899, Nr. 41, p. 1—5 des Sep.-Abdr. 


Ligurisch-tyrrhenische Provinx. 
Casali, C., e T. Ferraris: Materiali per la flora Irpina. — Nuov. giorn. 
botan. VII, p. 215—232. 
 Crugnola, Gaetano: Materiali per la flora dell’ Abruzzo Teramano. — 
Nuov. giorn. botan. VII, p. 233— 247. 


| 


32 Litteraturbericht. — Eingegangene neue Litteratur. 


Ferraris, Teodoro: Contribuzioni alla flora del Piemonte. — Nuoy. giorn. 
botan. VII, p. 371—396. 


Fiori, Adriano: Contribuzione alla flora della Basilicata e Calabria. — 
Ebenda p. 248—271. 

Lorenzi, Arrigo: La vegetazione lacustre. — Rivista geogr. italiana VI, 
Fasc. IX, 1899, p. 1—9 des Sep.-Abdr. 

Paolucci, L., e F. Cardinali: Secondo contributo alla flora Marchigiana 


di piante nuove per essa o di nuove località per alcune sue specie 
più rare. — Nuov. giorn. botan. VII, 4900, p. 96—(414. 


Pirotta, R.: Illustrazione di alcuni erbarii antichi romani. — Malpigh. XIII, 
1899, 159 p., mit 5 Taf. 

Ponzo, Antonino: La flora Trapanese. — Palermo 1900, 140 p. 
Contributo alla conoscenza dei Caratteri biologiei della flora Trapa- — 
nese. — Ebenda 25 p., 8°. 

Preda, A.: Il monte Cocuzzo e la sua flora vascolare. — Nuov. giorn. 


botan. VII, 1900, p. 154—174. 


Ross, Dr. Hermann: Beiträge zur Flora von Sizilien. 1. Teil. Erläuterungen 
und kritische Bemerkungen zum Herbarium siculum, I. Centurie. — … 
Bull. de Herbier Boissier VII, 1899, p. 262—298. 


Sommier, S.: La gita sociale all’ isola della Gorgona. — Piante raccolte — 
durante la gita sociale alla Gorgona. — Bull. della Soc. bot. ital. — 
1899, p. 1—19 des Sep.-Abdr. 

—— Di alcune piante nuove 0 poco note per la Toscana. — Ebenda 4 p. 

—— Aggiunte alla Florula di Capraia. — Nuovo Giornale botanico italiano, 
nuova serie, Vol. V, Nr. 4, 1898, p. 1—34 des Sep.-Abdr. 


Marokkanisch-algerische Provinx. 

Gillot, Dr. X.: Une journée d’herborisation à Souk-el-Khemis (‘Tunésie). — 
Bull. soc. bot. de France, I. Sér., T. VII, 1900, p. 289—296. 
Murbeck, S. V.: Contributions à la connaissance de la flore du Nord- 

Ouest de lAfrique et plus spécialement de la Tunésie. HI u. IV. 
Plhumbaginaceue-Polypodiaceae. — Lund 1899—1900, 34 p., 4°, mit 
6 Taf. 
Östliche Mediterranprovina. 

Fritsch, Prof. Dr. Karl: Beitrag zur Flora von Constantinopel. Bear- 
beitung der von J. Nemerz in den Jahren 1894—4897 in den Um- 
gebungen von Gonstantinopel gesammelten Pflanzen. I. Kryptogamen, 
— Denksehr. d. k. k. Akad. Wiss. Wien, math.-naturw. Classe, 

1899, 32 p., 4°, mit A Taf. 4 4.30. 


Litteraturbericht. — Eingegangene neue Litteratur, 33 


Kleinasiatische Zone. 


Lipsky, W.: Contributio ad floram Asiae Mediae. — Acta Horti Petro- 
politani XVIII, fasc. 4, p. 1—146. 


Syrische Zone. 


1 Fonck, L.: Streifzüge durch die biblische Flora. 

Vergl. Referat Bd. XXIX, Litteraturber. p. 34. 

E. Gentralasiatisches Steppengebiet. 

| Provinz des Yünnan. 

Gagnepain, F.: Deux especes nouvelles du Yunnan (Chine occidentale). — 

! Bull. soc. bot. de France. III. Ser., T. VII, 1900, p. 332—334. 

_ Hemsley, W. Botting: Notes on an exhibition of plants from China re- 
cently collected by Dr. A. Henry and Mr. W. Hancock. — Journ. 


Linn. Soc. XXXIV, 1900, p. 474 —478. 


F. Mandschurisch-japanisches Gebiet 
(einschl. nördliches China). 
Boissieu, H. de: Liste de localités et espèces nouvelles pour la flore du 
Japon, d’après les collect. paris. de M. l'abbé Faurıe. — Bull. soc. 
bot. de France, III. Ser., T. VI, p. 309—324. 
Makino, T.: Plantae japonenses novae vel minus cognitae, fasc. I. — 
Botan. Magaz. Tokyo 1899, 51 p.; fasc. II. ebendas. 1900, 39 p. 
- Palibin, J.: Conspectus florae Koreae. 1. Ranumenlaceae-Campanulaceae. 
— Act. hort. Petrop. XVII, fasc. I, p. 1—127, mit 4 Taf. 
_ —— Conspectus florae Koreae. II. Hricaceae-Salicaceae. — Ebenda XVII, 
| 4900, fasc. II, p. 147—198. 


G, H. Vereinigte Staaten. 
Hill, E. J.: Flora of the white Lake region, Michigan, and its ecological 
relations (with map). — Bot. Gaz. XXX, p. 449—441. 
Hitchcock, A. S.: Flora of Kansas. — Kansas State agricultural college, 
1899, A p., mit zahlr. Taf. 


Meehan, Thomas: The plants of Lewis and Clark’s expedition across the 
Continent, 1804—1806. — Proc. of the Acad. Nat. Scienc. of Phila- 
delphia 1898, p. 12—49. 


G. Gebiet des atlantischen Nord-Amerika. 


Fernald, M. L.: Three new western plants. — Erythea VII, 1899, p. 121 
—1 22. | 


34 Litteraturbericht. — Eimgegangene neue Litteratur. 


Harshberger, John W.: An ecological study of the New Jersey strand © 
flora. — Proceed. Acad. Nat. sciences Philadelph., 1900, p. 623—6714, 


Kearney, Thomas H.: Contributions from the U. S. national Herbarium: 
The plant covering of Ocracoke island; a study in the ecology of 
the North Carolina strand vegetation. — U. S. Depart. of agricult., 
division of botany, p. 261—319. 


> 


Il. Gebiet des pacifischen Nord-Amerika. 


Nelson, Aven: Contributions from the Rocky Mountain Herbarium. I. — 
Bot. Gaz. XXX, p. 189—216. 


It. Paläotropisches Florenreich. 
A. Nordafrikanisch-indisches Wiistengebiet. 


Chevallier, ’abbé L.: Notes sur la flore du Sahara. — Mém. de Vherb. 
Boiss. VII, 1900, p. 1—15 des Sep.-Abdr. 


B. Afrikanisches Wald- und Steppengebiet. 


Chevalier, Aug.: Nos connaissances actuelles sur la géographie botanique — 


et la flore économique du Sénégal et du Soudan. — »Une Mission 
au Sénégal«, p. 197—263, Paris 1900. 
—— Mon exploration botanique de la Sénégambie. — Bull. du Muséum 


d’hist. nat. 1900, p. 248—253 und 302—308. 


Heckel, E.: Contribution à l'étude des plantes médicinales et toxiques 
employées par les indigènes de la côte d'Ivoire (Afrique occidentale). 
— Bull. soc. bot. de France II. Sér., T. VII, 1900, p. 296—303. 


Wildeman, E. de, et Th. Durand: Plantae Gilletianae Congolenses. — 
Bull. herb. Boiss. 1900, IL Ser., No. A, p. 1—64. 

—— —— Plantae Thonnerianae congolenses ou énumeration des plantes 
récollées en 1896 par M. Fr. Tuonner dans le district des Bangalas. 
Bruxelles 4900. 

Referat vergl. Jahrb, XXIX, Litteraturber, p. 45. 

Zahlbruckner, Dr. A.: Plantae Pentherianae. Aufzählung der von Dr. 

A. Penruer und in seinem Auftrage von P. Krook in Süd-Afrika ge- 


sammelten Pflanzen. Pars 4. — Annalen des k. k. Naturhist. Hof- 
museums XV, 1900, 73 p., mit 4 Taf. und 5 Abbild. im Text. 
M 7.20. 


F, Vorderindisches Gebiet, 


Pearson, H. H. W.: The botany of the Ceylon Patanas. — Journ. Linn. 
soc. XXXIV, 1899, p. 300—365. 


Litteraturbericht. — Eingegangene neue Litteratur. 35 


G. Monsungebiet. 
Allgemeines. 


Warburg, O.: Monsunia, Bd. I. 
Referat vergl. Jahrb. Bd. XXIX, Litteraturübers. p. 43. 


Westmalayische Provin:x. 


Koorders, S. H.: Bijdragen tot de kennis der boomflora van Java. V. 
Vervolg. Familien en geslachten der woudboomen von Java. — 
Natuurkundig Tijdschrift voor Ned.-Indié LV, afl. 2, p. 229—237. 


— Notizen über die Phanerogamenflora von Java. II. Versuch einer 
Arten-Aufzählung der Hochgebirgsflora von Tosari und Ngadisari, — 
Ebenda p. 241—280. 

— Kleine schetsen van merkwaardige Javaansche planten. 1. De Prr- 
mula van den Pangerango. IL De roode javaansche alpenroos 
(Rhododendron javanicum Benn.). Ul. Rubus alpestris en andere 
javaansche Rubus soorten. IV. Gondopoero en een paar andere 
Ericaceën-struiken. V. De alpine Gentiana, een der kleinste zicht- 
baar bloeiende planten van Java. — Teysmannia 1899, p. 446—457. 


et Th. Valeton: Additamenta ad cognitionem Florae arboreae ja- 
vanicae. 

Referat vergl. Jahrb. XXIX, Litteraturber. p. 47 f. 

Bijdrage No. 7 tot de kennis der boomsoorten op Java. — 
Additamenta ad cognitionem Florae arboreae javanicae auctoribus 
S. H. Koorpers et Ta. VALETON, pars VII. Mededeelingen uits Lands 
Planten-tuin No. XLII, Batavia 1900, 222 p. 


Penzig, O.: I prodotti vegetali del mercato di Buitenzorg (Giava). — Atti 
della Società Ligustica Scienz. Natur. e Geogr. IX, 1898, 27 p. 
Raciborski, M.: Parasitische Algen und Pilze Javas. I. Teil. — Batavia 


1900, herausgeg. vom bot. Institut zu Buitenzorg, 59 p. 8°. 


Papuasische Provinz. 

Bailey, F. Manson: Contribution to the Flora of New-Guinea. — Queensl. 
Agricult. Journ. 1900, p. 287, mit 2 Taf. und ebenda 1899, p. #0 
—44, mit A Taf. 

Schumann, K., und K. Lauterbach: Die Flora der deutschen Schutz- 


gebiete in der Südsee. 
Referat vergl. Jahrb. XXIX, Litteraturübers. p. 45. 


Warburg, Prof. Dr. O.: Das Pflanzenkleid und die Nutzpflanzen Neu- 
Guineas. — 36 p.. mit 13 Taf, 


36 Litteraturbericht. — Eingegangene neue Litteratur. 


Araucarien-Provinx. 
Bailey, Manson F.: Contributions to the flora of Queensland. — Queens]. 
Agricult. journ. IV, 1899, p. 463—465; V, 1899, p. 37—42, 387— 
390, 483—488; VI, 1900, p. 39 u. 498. 
Bailey, J. F.: Report on the be trees of the Herberton District, North 
Queensland. — Ebenda 1899, p. 391—405, mit 8 Taf. 


Das central. und südamerikanische Florenreich. 
A. Mittelamerikanisches Xerophyten-Gebiet. 

Greenman, J. M.: New species and varieties of Mexican plants. — Proc. 
Amer. Acad. XXXV, 1900, p. 306—315. 

Loesener, Th.: Beiträge zur Kenntnis der Flora von Central-America 
(einschl. Mexico). Il. A. Plantae Rothschuhianae in Nicaragua collec- 
tae. II. — Engl. Bot. Jahrb. XXIX, p. 86—106. 

Robinson, B. L.: New Phanerogams, chef Gamopetalae, from Mexico 
and Central America. — Proceed. Amer. Acad. XVIII, 1900, p. 323 
—342. 

Rose, J. N.: Studies of Mexican and central american plants. — Contrib. 
f. the U. S. Nation. Herbar. V, 1897, p. 109—144, mit 17 Taf. u. 
6 Textlig. : 

B. Gebiet des tropischen Amerika. 
Westindische Provinz. 

Millspaugh, Ch. Fr.: Plantae Utowanae. Plants collected in Bermuda, 
Porto Rico, St. Thomas, Culebras, Santo Domingo, Jamaica, Cuba, 
The Caymans, Cozumel, Yucatan and the Alacran Shoals. Dec. 1898 
to Mar. 1899. Part I. Catalogue of the Species. — Field Columbian 
Museum, Botan. Ser. II, 1900, 110 p.; Part. LA. Reconsideration of 
the Cyperaceae, Reconsideration of Gakile. — ebenda p. 113— 133. 

Urban, I.: Symbolae Antillanae seu Fundamenta Flor, Ind. Oce. Vol. II, 
Fase. II. 

Referat vergl. Jahrb. XXX, Litteraturber. p. 3. 


Cisdqualoriale Savannenprovinx. 
Huber, J.: Sur la végétation du Cap Magoary et de la côte atlantique de 
Vile de Marajé (Amazone). Avec 6 planches, — Bull, Herb, Boiss. 
IL Sér., T, 1, 1901, p. 86—107. 
— Materiaes para a flora amazonica. IL Plantas dos rios Maracä e 


Anauerd-puci (Guyana brazileira), — Boletim do Museu paraense 
1898, p. 496—544 
—— Apontamentos sobre 0 caucho amazonico, — Bolet. Mus. Par, 1898, 


p. 72 87, 


ART Ba. DS 


sun lh i dE de) 


Litteraturbericht. — Eingegangene neue Litteratur. 37 


Kraatz-Koschlau, K. v., und J. Huber: Zwischen Ocean und Guami. 
Beitrag zur Kenntnis des Staates Parä. — Memorias do Museu para- 
ense de Historia natural e Ethnographia, Parä 1900, 34 p., 4°, mit 
10 Taf. und 4 Karte. 


Südbrastlianische Provinz. 

Briquet, J., et G. Hochreutiner: Enumération critique des plantes du 
Brésil méridional récoltées par E.-M. Rermeck et J. Czermax. I. — 
Annuaire du Conservatoire et du jard. bot. de Genève III, 1899, 
p. 147—175. 

Lindman, C. A. M.: Vegetationen i Rio Grande do Sul. — Stockholm, 
239 p., 8°, mit 69 Abbild. und 2 Karten. 


Malme, Gust. O. A.: Adjumenta ad floram phanerogamicam Brasiliae 
terrarumque adjacentium cognoscendam. Particula Il. Apocynaceae. 
— Bihang till K. Svensk. Vet.-Akad. Handl. XXIV, 1899, 35 p., mit 
3 Taf. | 


Schwacke, W.: Plantas novas Mineiras. Fasc. I. — Impr. off. do estado 
de Minas Geraes 1900, 42 p. 


Spencer, Moore: The phanerogamie botany of the Matto Grosso Expedition, 


1891,92. — Trans. Linn. Soc. Lond. IV, 3, p. 265—516, mit 
1 Karte und 19 Taf. 
Arechavaleta, J.: Flora Uruguaya. XXL Geraniaceas, fin. — Anales del 


Museo nacional de Montevideo, 1900, p. 201—240. 


C. Andines Gebiet. 
Argentinische Provinz. 


Kurtz, F.: Essai d'une bibliographie botanique de l'Argentine. — Boletin 
de Ja Academia Nacional de Ciencias de Cordoba, XVI, 1900, 91 p. 

— Sobre la flora de la Sierra Achalia. -— Cordoba, Argentina, 1900, 
p. 2—10. 


Chilenische Ubergangsprovin«. 

Martin, Dr. K.: Siimpfe und Nadis. Der Regen in Südchile. — Verh. 
deutsch. wiss. Ver. Santiago, IV, 1899, 20 p., 8°. 

Neger, F. W.: Informe sobre las observaciones botänicas efectuadas en 
la cordillera de Villarrica en el verano 1896—97. — Anales de la 
Universidad, Santiago de Chile 1899, 67 p., 8°, mit 1 Karte. 

Pöhlmann, Dr. R., und Dr. K. Reiche: Beiträge zur Kenntnis der Flora 
der Flussthiler Camarones und Vitor und ihres Zwischenlandes 
(49° s. Br.). — Verhandl. deutsch. wiss. Ver. Santiago, Chile, IV, 
S. 263— 305, mit 1 Karte. 


38 Litteraturbericht. —- Eingegangene neue Litteratur. 


Reiche, C., i F. Philippi: Flora de Chile. 
Referat vergl. Jahrb. XXIX, Litteraturübers. p. 40. 


D. Gebiet der Galapagos-Inseln. 


Hemsley, W. B.: The vegetation of the Galapagos islands. — Gard. Chron. 
XXIV, 1900, p. 4771, mit 2 Taf. 


IV. Das australe (altoceanische) Florenreich. 
_ Allgemeines. 


Drygalski, Erich v.: Plan und Aufgaben der deutschen Südpolar-Expe- 
dition. — Leipzig (S. Hirzel) 1900, 23 p., mit 1 Karte. 


A. Austral-antarktisches Gebiet Süd-Amerikas. 

Dusén, P.: Die Gefäßpflanzen der Magellansländer nebst einem Beitrag 
zur Flora der Ostküste von Patagonien. — »Wissensch. Ergebnisse 
der schwed. Exped. nach den Magellansländern unter Leitung von 
Orro NORDENSKJÖLD«, Sep.-Abdr., Stockholm 1900, p. 77—266, mit 
10 Taf. 

C. Neuseelindisches Gebiet. 

Cockayne, L.: An Inquiry into the seedling forms of New Zealand Phane- 
rogams and their development. — Trans. New Zeal. Instit. 1898, 
p. 354—426, mit 7 Taf. 

—— A sketch of the Plant Geography of the Waimakariri Rive Basin, 
considered chiefly from an Oecological Point of View. — Ebenda 
1899, p. 95, mit 4 Taf. 


D. Australisches Gebiet. 

Gandoger, Michel: La flore de la Tasmanie. — Bull. soc. bot. de France, 
III. Sér., T. VIT, 1900, p. 304—308. 

Maiden, J. H.: A second contribution towards a flora of Mount Kosciusko. 
— Depart. of Agricult. Sydney, 1899, p. 1—42, mit 4 Taf. 

Moore, Spencer: The botanical results of a journey into the interior of 
Western Australia. — Journ. Linn. Soc. XXXIV, 1899, p. 171—261. 

—— The botanical results of a journey into the interior of Western 
Australia; with some observations on the nature and relations of the 
desert flora. Linnean soc. journ., Vol. XXXIV, p. 171—-261. 

Tate, Ralph: Diagnoses of four new species of plants from South Australia, 
— Trans. Roy. Soc. South. Austr. 1899, p. 288—292. ./ —.80. 


Litteraturbericht. — A, Müller. 39 


Pflanzenkrankheiten. 


Dorsett, P. H.: Spot disease of the Violet (Alternaria violae n. sp. — 
U.S. Depart. of agricult. Divis. of veget. physiol. and pathol., Wa- 
shington 1900, 16 p., mit 7 Taf. 

Pierce, Newton B.: Peach leaf curl: Its nature and treatment. — Wa- 
shington 1900, 204 p., 80, mit 30 Taf. 

Schrenk, Hermann v.: Some diseases of New England Conifers: a pre- 


liminary report. — Bull. U. S. Departm. of agriculture; divis. of 
veget. physiology and pathology, 56 p., 1900, mit 15 Taf. und 3 Fig. 
im Text. 


Moller, A.: Phycomyceten und Ascomyceten, Untersuchungen aus Brasilien. 
— Jena (G. Fischer) 1901. 349 S. mit 44 Taf. 4 24.—, 


Nachdem Môzrer bereits 3 Bände über seine mycologischen Arbeiten in Brasilien 
veröffentlicht hat, beschert er uns in dem vorliegenden Buche die überaus wichtigen 
Untersuchungen über die Phycomyceten und Ascomyceten. 

Da der Inhalt ein viel zu reicher ist, als dass er hier auch nur entfernt skizziert 
werden könnte, so möchte sich Ref. darauf beschränken, einige wichtige Punkte hervor- 
zuheben und zuletzt die rein systematischen Resultate kurz zusammenzufassen. 

Im ersten den Phycomyceten gewidmeten Abschnitte wird die Umänderung der 
systematischen Stellung der Cephalideen ausführlich begründet. Piptocephalis, Synce- 
phalis nebst einer ganzen Anzahl von verwandten Gattungen, wie Dimargaris, Coe- 
mansia, Martensella etc. werden von den Zygomyceten an den Schluss der Entomoph- 
_ thoraceen versetzt. Wir würden dann innerhalb der Oomyceten drei Reihen erhalten, 
deren jede mit Formen beginnt, bei denen die Geschlechtlichkeit noch erhalten ist und 
zu solchen ansteigt, bei denen sie immer mehr schwindet. Die erste Reihe würde 
Pythium, Phytophthora, Peronospora umfassen, die zweite Monoblepharis, Basidio- 
bolus, Conidiobolus, die dritte endlich die erwähnten Cephalideen. 

Die Besprechung der Choanophora americana giebt Verf. Gelegenheit, Stellung zu 
den neueren Versuchen zu nehmen, welche die Sexualität für die höheren Pilze retten 
wollen. Bekamntlich streiten sich jetzt zwei Sexualitäten, einmal die ältere pr Bary’s 
und die neuere, die DansEArn gefunden hat. Mit der ersteren Anschauung setzt sich 
Verf. auseinander, indem er darauf hinweist, dass noch keine einzige sicher beobachtete 
Thatsache existiert, die Breretp’s Anschauungen von der Asexualität der höheren Pilze 
widerlegen könnte. Auch die Harrer’schen Untersuchungen sind unrichtig in Bezug auf 
den wichtigsten Punkt, die offene Communication zwischen den beiden Geschlechtszellen. 

Auf dem Boden sicherer Thatsachen stehen wir bei der DancEArv’schen Sexualität. 
Sie beruht bekanntlich darauf, dass in den Mutterzellen des Ascus, der Basidie, Chla- 
mydosporen der Ustilagineen etc. zuerst bestimmte Kerntrennungen und dann Wieder- 
vereinigungen stattfinden. MöLzer bespricht diese Erscheinungen ausführlich und findet, 
dass es sich hier nicht um einen sexuellen Vorgang handeln kann, wenigstens nicht um 
einen solchen, der innerhalb des Rahmens unserer heutigen Anschauungen von Sexualität 


40 Litteraturbericht. — Th. Loesener. 


liegt. Wohl aber dienen die Vorgänge an den Kernen dazu, ein weiteres Merkmal für 
die Asken und Basidien gegenüber den Sporangien und Conidienträgern abzugeben, 
Die Regelmäßigkeit der ersteren Fruchtformen gegenüber der Unregelmäßigkeit der 
letzteren würde sich also bis auf die Kerne erstrecken. Also auch DangGEArn’s An- 
schauung ist keine Widerlegung, sondern gerade eine Bestätigung Brereıv’scher An- 
schauungen. 

Von hervorragendem Interesse sind die Untersuchungen über die Hypocreaceae. 
Während es bisher üblich war, die Verwandtschaft der einzelnen Gattungen haupt- 
sächlich nach der Ausbildung des Stromas zu beurteilen, liefert Verf. durch seine Unter- 
suchungen den Beweis, dass das Stroma erst Charaktere zweiter Ordnung für die Be- 
urteilung des Verwandtschaftsgrades abgiebt. Ihm sind die Sporen das wichtigste 
Merkmal, indessen in ganz anderer Weise, als es Saccarpo bei seinem Sporenschema 
durchgeführt hat. Er unterscheidet deshalb mehrere Reihen, die durch gleiche Sporen- 
form ausgezeichnet, von stromalosen Formen zu solchen ansteigen, bei denen sich ein 
hochdifferenziertes Stroma vorfindet. Von ganz besonderer Wichtigkeit für die Syste- 
matik ist der Abschnitt über die scolecosporen Hypocreaceae. Hier hat Verf. durch 
seine Untersuchungen so viele neue Gesichtspunkte beigebracht, dass sich in Zukunft 
auch für die Systematik der Sphaeriales daraus wichtige Fingerzeige ergeben werden, 
In der Gattung Cordyceps hat Verf. durch seine Funde eine allmähliche Steigerung der 
Stromaausbildung nachgewiesen; der Abschnitt über diese merkwürdigen Bildungen, die 
durch zahlreiche Figuren dargestellt werden, ist höchst beachtenswert. 

Von den Sphacriales sind die Xylariaceae genauer untersucht worden. Es ist 
erstaunlich, wie sehr diese Formenreihe der der Hypocreaceae parallel geht. Diese 
Ähnlichkeit erstreckt sich nicht bloß auf die Stromagestalt, sondern auch auf Conidien- 
trägerbildung. Damit dürfte endlich einmal ein Versuch gemacht sein, die beiden Haupt- 
reihen der Pyrenomyceten, Hypocreales und Sphaeriales, unter gemeinsame morpho- 
logische Gesichtspunkte zu bringen. 

Als Anhang werden noch einige ausgezeichnete Formen der Discomyceten be- 
sprochen. 

Das Buch bietet nach vielen Richtungen hin Anregungen und enthält eine solche 
Fülle von Einzelbeobachtungen, dass der Leser in den Details stecken bliebe, wenn es 
der Verf. nicht so glänzend verstände, immer wieder die Aufmerksamkeit auf das All- 
gemeine zu wenden. Diese allgemeinen Gesichtspunkte, wie Morphologie der Frucht- 
formen, Differenzierung des Stromas u. a. ziehen sich wie ein roter Faden durch das 
ganze Buch und machen seine Lectüre, selbst an manchen weniger interessanten Stellen, 
immer noch anziehend und fesselnd. 

Die systematischen Resultate werden am Schluss des Buches noch einmal zu- 
sammengefasst, indem für die im Text beschriebenen Arten eine kurze Diagnose ge- 
veben wird. Da es zu weil führen würde, die über 80 neuen Arten hier aufzuzählen, 
scien bloß die neuen Gattungen genannt. Hypocreaceae: Mycocitrus (Sporen zwei- 
zellig), Peloroneetria (Sporen mehrzellig), Mycomalus (Sporen fädig), Ascopolyporus 
Sporen fädig); Xylariaceae: Entonaema (Stroma weichfleischig!), Xyloerea (Stroma 
nur unterseits mit Schläuchen), Trachyxylaria (Sporen zweizellig!), Henningsinia 
Sporen durch Verwitterung frei werdend!); Discomycetes: Phyeoaseus (aff, Pyro- 


nema, Peltigeromyces (Apotheeium gelappt). (1. LINDAU, 
Loesener, Th.: Monographia Aquifoliacearum, — Abh. der Wais. Leop.- 


Carol, Deutschen Akademie der Naturforscher Bd, 78 (1904). — 

Gr, 49, 567 8. und 15 Tal, A 42.—. 

Das vorliegende Werk ist die Frucht mehr als zehnjähriger, eifriger und überaus 
vewissenbafter Studien des Verfassers über die angegebene Familie, welche seit der 


hr 


Litteraturbericht. — C. Correns. 41 


vor 75 Jahren im Prodromus Syst. Nat. Regni vegetabilis veröffentlichten Zusammen- 


stellung Aus. Pyr. De CaxpozLe’s noch keine, ihr ganzes Verbreitungsgebiet gleichmäßig 
. umfassende, kritische Durcharbeitung wieder erfahren hatte. Das gesamte Material der 


Aquifoliaceae, welches in den wichtigeren Herbarien Europas enthalten ist. wurde 
durchgearbeitet, so dass die Arbeit auf einer möglichst breiten Basis steht aad aie An- 
schwellen ungesichteten Materials so bald nicht zu befiirchten ist. Die Zahl der neuen 
Arten ist, wie zu erwarten stand, eine außerordentlich große, namentlich sind aus Bra- 
silien und dem chinesischen Gebiet, der eingehenderen Erforschung derselben ent- 
sprechend, sehr viele neue Formen bekannt geworden, durch welche zum Teil in äußerst 
glücklicher Weise früher isolierte Stämme mit einander verbunden wurden. Die Diagnosen 
aller Arten sind mit der größten Sorgfalt und Genauigkeit entworfen, die Schlüssel der 
Arten, unter anderem der 271 Arten von Zlex (dieser umfasst allein 53 Seiten!), sind 
technisch höchst geschickt und wissenschaftlich brauchbar ausgearbeitet. 

Dass dem Verf. für seine Arbeit der De Canvorze’sche Preis verliehen wurde, war 
gewiss gerechtfertigt und eine Belohnung für den unermüdlichen Fleiß, welchen das 
Studium dieser schwierigen Gruppe erforderte. E. Gite (Berlin). 


Correns, C.: Bastarde zwischen Maisrassen mit besonderer Berücksichtigung 
der Xenien. — Bibliotheca botanica, herausgeg. von Cur. Luzrssen, 
Heft 53, 161 p. mit 2 Tafeln. — Stuttgart (E. Nägele) 1901. 4 24.—. 


Die früher so geheimnisvollen »Xenien« haben seit der Entdeckung der doppelten 
Befruchtung« durch NawascHiN und Guienarp an sich nichts Rätselhaftes mehr. Die 
Verschmelzung des einen der generativen Kerne des Pollenschlauches mit den Polkernen 
erklärte ohne weiteres die Vererbbarkeit väterlicher Merkmale auf das aus dieser Copu- 
lation hervorgehende Endosperm. Verf. hat in obiger Abhandlung ein besonders in- 
structives Beispiel, Zea Mays (für das übrigens durch Guienarp auch der histologische 
Nachweis einer doppelten Befruchtung ausdrücklich erbracht ist) nach der hereditären 
Seite auf breitester experimenteller Grundlage studiert. Seine zahlreichen Versuche, die 
sich über einen Zeitraum von 7 Jahren erstrecken, finden in seiner Arbeit eine besonders 
eingehende Registrierung. Hier soll nur auf die mit mustergültiger Klarheit ausgesprochenen 
allgemeinen Ergebnisse und deren theoretische Voraussetzungen kurz eingegangen 
werden. 

Verf. verteilt die Merkmale in Kategorien, die sich auf einen Punkt (Farbe der 
Fruchtschale, des Endosperms etc.) beziehen und für die jede Sippe ein Merkmal liefert. 
Ist dieses von dem derselben Kategorie angehörenden einer andern Sippe verschieden, 
so besteht zwischen beiden nur mehr ein quantitativer (gradueller), nicht qualitativer 
Unterschied. Die Merkmale verschiedener Kategorien derselben Sippe werden nach 
ihrem Verhalten gegen einander unterschieden als unselbständige, halbselbständige und 
selbständige, je nachdem sie dieselben Anlagen, eine gemeinsame neben besonderen oder 
endlich eigene Anlagen besitzen. Die Anzahl der am Bastard zu studierenden Merkmals- 
paare entspricht der Zahl der Kategorien, in denen sich die beiden Sippen, denen er 
entstammt, unterscheiden. »Homodynam« und »heterodynam« sind nun diese 
Merkmalspaare, je nachdem sich die beiden Anlagen »neben einander entfalten, gleich 
stark oder ungleich oder immer nur eine, die dominierende, während die andere, die 
recessive, latent bleibt.< »Homöogon« resp. »schizogon« sind Merkmalspaare, »je 
nachdem die zwei Anlagen bei der Keimzellbildung zusammen bleiben oder sich spalten, 
so dass die Hälfte der Keimzellen nur mehr die Anlage für die eine, die Hälfte nur 
mehr für die andere Anlage besitzt.< Das Verhalten während der vegetativen Ent- 
wickelung hat mit dem während der Bildung der Keimzellen nichts zu thun. Fasst man 
während jener die extremen Fille ins Auge (homo- und heterodyname Merkmalspaare 


sind nicht principiell verschieden), so erhält man die Typen von solchen: 


Botanische Jahrbücher. XXX, Bd. (4) 


42 Litteraturbericht. — C. Correns. 


Das Merkmalspaar ist bei der 


vegetativen Entwickelung Keimzellbildung | Typus 
1. heterodynam schizogon | Pisum 
2. heterodynam homöogon (sicheres Beispiel noch nicht 
| bekannt) 
3. homodynam schizogon Zea 
4, | homodynam homöogon Hieracium 


Beim Mais kommen 4, 3 und 4 vor, und zwar der Prsum-Typus z. B. in der 
Kategorie »chemisches Verhalten des Endosperms« und »Beschaffenheit der Spelzen« etc.; 
ferner der Zea-Typus z. B. in der Kategorie der »Farbe der Fruchtschale« und der 
»Gestalt der Kleberzellen« etc. und endlich der Hieracium-Typus in der Kategorie »Größe 
des Kernes, Form desselben« etc. Von Einfluss auf die sehr schwankende Entfaltungs- 
stärke der Anlagen beim Bastard (d. h. das gegenseitige Verhältnis der Merkmale des- 
selben homodynamen Paares) ist bei homöogonen und schizogonen Paaren. Die Indi- 
vidualität der Keimzellen und diejenige der einzelnen Pflanzen, ferner die Zugehörigkeit 
zu einer bestimmten Rasse; bei schizogonen Paaren der Zustand der Anlage «ob rein, 
d.h. in der Keimzelle einer rein gezüchteten Rasse steckend —, oder abgespalten — 
d.h. in der Keimzelle eines Bastardes steckend.« 

Was speciell die »Xenien« betrifft, so zeigte sich, dass Form und Volum des Endo- 
sperms nach der Bastardbestäubung unverändert bleiben, da beide Kategorien unselb- 
ständig sind und Form und Capacität der Fruchtschale dieselben bleiben. Im übrigen 
lassen sich folgende Fälle unterscheiden: 

4. Es tritt stets dasselbe Merkmal auf, gleichgültig ob die eine oder die andere 
Rasse die © Pflanze geliefert hat; der Pollen von I wirkt auf Il, der von II aber 
nicht auf I. So bei der chemischen Beschaffenheit des Reservematerials im 
Endosperm. | 

. Es treten beide Merkmale neben einander auf, sich mehr oder weniger mis:hend 
oder mengend und zwar a) die Körner eines Xenienkolbens sind unter einander 
sehr verschieden und die Merkmale sind fast stets gemischt (d. h. inniger durch- 
drungen und verbunden), b) die einzelnen Körner sind unter einander sehr ver- 
schieden, die Merkmale sind bald gemischt, bald gemengt, bald beides zugleich. 

. Es tritt nur das Merkmal der @ Pflanze auf, das Bastardendosperm gleicht dem 
Endosperm der Mutter. 

Auler in dem sub 4 erwähnten Falle hat das Geschlecht bei der Xenienbildung 
Einfluss und zwar steht gewöhnlich das Bastardierungsproduct der Mutter näher, eine 
Thatsache, die Verf, mit Recht in Verbindung bringt mit dem Umstande, dass in den 
beiden Polkernen des Embryosackes nicht eine gleich große Erbmasse mit der des 
zweiten generaliven Kerns aus dem Pollenschlauch verschmilzt, sondern eine etwa 


No 


fo 


doppelt so große. 

Auf die weittragende praktische Bedeutung der Versuche des Verf. sowie auf die 
speciellen Ergebnisse seiner Bastardierungsexperimente soll hier nicht näher eingegangen 
werden. Schon die vorstehenden kurzen Auszüge werden darthun, dass die Unter- 
suchungen des Verf. als eine hervorragende Leistung bezeichnet werden müssen, 

W. Runnann, 


Eingegangene neue Litteratur aus dem Jahre 1901 (bis Mitte 
September), nebst einigen Nachträgen aus dem Jahre 1900. 


Im Auftrag der Redaction zusammengestellt von W. RuxLanp. 


Allgemeines, Anatomie, Morphologie, Systematik, Bio- 
logie und Pathologie, Nomenclatur und Untersuchungs- 
methoden betreffend. 


Beille, L.: Note sur le développement des Disciflores. — Compt. rend. 
congr. internat. Botan. Paris 1900, p. 182—184. 

Belli, S.: Observations critiques sur la réalité des espéces en nature au 
point de vue de la systématique des végétaux. — Turin (Charles 
Clausen) 1904, 87 p. 8°. 

Bohlin, Knut: Utkast till de gröna algernas och arkegoniaternas fylogeni. 
— Upsala 1901, 43 p. mit einem deutschen Resumé. 

Bolling, G.: Beiträge zur Kenntnis einiger alkaloidhaltiger Pflanzen mit 
Berücksichtigung ihrer Anatomie und des mikrochemischen Nach- 
weises der Alkaloide. — Erlangen (Aug. Vollrath) 1900, 58 p., 8°. 

Buchenau, Fr.: Die Flora der Maulwurfshaufen. — Abh. Nat. Ver. Brem. 
1901, Bd. XV, p. 297—306. 

Chesnut, V. K., and E. V. Wilcox: The stock-poisoning plants of Mon- 
tana. — U. S. Depart. Agricult. Div. of Bot., Bull. XXVI. Washington 
1904, 150 p., 8°, mit XXXVI Taf. 

Clos, D.: La theorie du pétiole dans la fleur. — Mém. Acad. sci., inscript. 
et belles. lettr. de Toulouse, X. sér., tome I, 16 p. des Sep.-Abdr. 

Correns, C.: Bastarde zwischen Maisrassen mit besonderer Beriicksichtigung 
der Xenien. — Bibliotheca botanica, Heft 53. — Stuttgart (E. Nägele) 
1904. .# 24.—. 

Referat S. 40. 

Coulter, John M., and Charles J. Chamberlain: Morphology of sperma- 

tophytes. — New York (D. Appleton and Co.) 1904, 188 p. und 


106 Textfig. 
(4*) 


44 Litteraturbericht. — Eingegangene neue Litteratur. 


Fernald, M. L.: Some recent publications and the nomenclatorial princi- 
ples they represent. — Bot. Gazette, Vol. XXXI, 1901, p. 183—497. 


Gidon, F.: Sur l’interprötation anatomique de l’anomalie des tiges chez les 
Dicotylédones cyclospermées et sur le plan structural de leur pétiole. 
— Compt. rend. congr. internat. Botan. Paris 1900, p. 204—207. 


Goebel, K.: Morphologische und biologische Bemerkungen. 10. Uber die 
Bedeutung der Vorläuferspitze bei einigen Monokotylen. — Flora 
1901, LXXXVII, p. 470—472, mit 5 Textfig. 


Hallier, H.: Uber die Verwandtschaftsverhiltnisse der Tubifloren und Ebe- 
nalen, den polyphyletischen Ursprung der Sympetalen und Apetalen 
und die Anordnung der Angiospermen überhaupt. Vorstudien zum 
Entwurf eines Stammbaumes der Blütenpflanzen. — Abh. aus dem 
Gebiete der Naturwiss., herausgeg. vom naturwiss. Ver. Hamburg 
(L. Friederichsen & Co.) 1901, 412 p., 4% .# 4.—. 


Hartig, Robert: Holzuntersuchungen. Altes und Neues. — Berlin (Julius 
Springer) 1904, 99 p., 80 mit 52 Fig. .# 3.—. 

Maule, C.: Das Verhalten verholzter Membranen gegen Kaliumpermanganat, 
eine Holzreaction neuer Art. Habilitationsschr. kgl. techn. Hochsch. 
Stuttgart. — Stuttgart (A. Zimmer) 1901, 22 p., 8°. 


Petersen, O. S.: Diagnostisk redanatomi of N. V. Europas tracer og buske. 
— Kobenhavn (Ernst Bojesen) 4901, 95 p., 8°, 77 Fig. 

Reinke, J.: Einleitung in die theoretische Biologie. — Berlin (Gebr. Paetel) 
1902, 639 p. 4 16.—. 

Dieses soeben erschienene Werk, von dem ich bis jetzt erst einige Kapitel lesen 
konnte, ist jedem Biologen zur Lectüre zu empfehlen, da in demselben mit großer 
Klarheit und in gefälliger Sprache an der Hand von wohlbekannten Thatsachen Fragen 
besprochen werden, die keinem denkenden Biologen gleichgültig sein können. Verf, 
bekämpft ebenso die alten vitalistischen Anschauungen, wie den starren Materialismus 
und vertritt eine mechanisch-vitalistische Richtung, die nicht alles durch die physika- 
lischen und chemischen Processe der Materie erklären will, sondern die zweckmäßige 
Organisation, die Fortpflanzung und die Intelligenz auf eine besondere (freilich unserer 
Erkenntnis nicht zugänglichen) Structur der organisierten Wesen zurückzuführen sucht. 

E. 

Schniewind-Thies, J.: Die Reduction der Chromosomenzahl und die ihr 
folgenden Kernteilungen in den Embryosackmutterzellen der Angio- 
spermen. — Jena (Gustav Fischer) 1904, 34% p. mit 5 lith. Taf. 4 7.—. 

Seckt, H.: Beiträge zur Theorie der Blattstellungen bei Zellenpflanzen, —- 
Inaug.-Diss., Berlin 1904, Sep.-Abdr. aus Bot. Gentralbl. 1904, Bd. X, 
Heft 4, 21 p. mit 2 Taf. 

Schwendener, T.: Zur Theorie der Blattstellungen. — Sitzungsber. der 
künigl, preuß. Akad. Wiss. XXV, 1901, p. 556—569. 

Tieghem, Ph. van: Sur les Dicotylédones du groupe des Homoxylées. — 
Journal de Bot, XIV, 1900, 68 p. 


x 


Litteraturbericht. — Eingegangene neue Litteratur. 45 


_ Tsehermak, Erich: Weitere Beiträge über Verschiedenwertigkeit der 
Merkmale von Erbsen und Bohnen. — Zeitschr. für das landwirtsch. 
Versuchswesen in Österreich 1901, 95 p., Taf. I. 


Wildeman, Em. de: Icones selectae horti Thenensis; Tome II, fasc. 3—6. 
| — Bruxelles (Vve Monnom) 1901. 

Abbildung und Beschreibung von Platytheca galioides Steetz, Genista glabrescens 
Briquet, Rondeletia strigosa Hemsl., Leucadendron Levisanus Berg Acidanthera bicolor 
_ Hochst., Boronia serrulata Sm.. Rosa Engelmanni Wats , Loropetalum chinense Oliv., 
| 
| 
| 
. 


Petiveria alliacea L., Alo# Thraskii Bak., Cardiospermum grandiflorum Sw. forma 

hirsula Radlk., Berkleya Radula de Wild., Eriogonum Jamesri Benth. var. flavescens 

Wats., Cinnamomum pedunculatum Nees, Hakea microcarpa R. Br., Hermannia can- 

dicans Ait. var. discolor Harv., Rhipsalis rhombea Pfeiff., Leucopogon lanceolatus 

R. Br., Amsonia Tabernaemontana Walt., Dioscorea caucasiea Lipsky. 

Winkler, Hans: Untersuchungen zur Theorie der Blattstellungen. I. — 
Jahrb. f. wiss. Bot. XXXVI, 1901, p. 1—79, mit 4 Taf. 


Zimmermann, A.: Uber einige durch Tiere verursachte Blattflecken. — 
Ann. du Jard. Bot. Buitenz. II, 4904, p. 102—125, mit 20 Abbild. 
und 2 Taf. 


Zur Systematik und Morphologie einzelner Familien 
| und Reihen. 


| Myxothallophyta. 

_ Jahn, E.: Myxomycetenstudien. 4. Dietydium wmbilicatum Schrad. — 
: Berichte D. Bot. Ges. 1901, XIX. p. 97—115, mit 1 Taf. 
Euthallophyta. 


A 

L Algen im Allgemeinen. 

+ Svedelius, Nils: Studier öfver üstersjüns hafsalgenflora. Akademisk af- 

handling. — Upsala 1901, 140 p., 8°, 26 Fig. im Text. 

Weber-Van Bosse, A.: Etudes sur les algues de l’Archipel Malaisien. III. 

Note préliminaire sur les résultats algologiques de l'expédition du 
Siboga. — Ann. Jard. Bot. Buitenz. II. 1901, p. 126—141, mit 
3 Taf. 

4 Wille, N.: Algologische Notizen, VII, VIII. — Nyt Magazin f. Naturvidens- 
kab. XXXIX. 1901, 24 p., 8°. 


Flagellata. 


Lemmermann, E.: Silicoflagellatae. Ergebnisse einer Reise nach dem 
Pacific, H. Schauinsland 1896/97. — Berichte Deutsch. bot. Ges. XIX, 


1901, p. 247—271, mit 2 Taf. 


46 Litteraturbericht. — Eingegangene neue Litteratur. 


Smith, Erwin F.: Wakker’s Hyacinth germ, Pseudomonas hyacinthi 
Wakker. — Off. Publ. from the Depart. Agricult. Washington, D. C. 
U. S. of Am. XXVI. 1901, 44 p., 1 Taf., 6 Textfig. 


Bacillariales. 


Comere, Joseph: Note sur quelques Diatomées récoltées a Saint-Jean de 
Luz, Basses-Pyrénées. — Bull. soc. bot. France XLVIIL 1901, p. 47. 
— 25, 
Müller, Otto: Kammern und Poren in der Zellwand der Bacillariaceen. IV. 
— Ber. Deutsch. bot. Ges. 1904, XIX, p. 195—210, mit 1 Taf. 


Chlorophyceae. 


Chodat, R.: Sur trois genres nouveaux de Protococcoidées et sur la flo- 
rule planktonique d’un étang du Danemark. — Mém. de Vherb. 
Boissier, no. 17, 30 juin 1900, p. 1—10. | 

Howe, Marshall A.: Observations on the Algal genera Acicularia and — 
Acetabulum. — Torr. Bot. Club. XXVIIL 1901, p. 321—334, mit 
2 Taf. 

Wille, N.: Studien über Chlorophyceen, I—VII. — Videnskabsselskabets 
Skrifter I. Math.-naturv. Klasse 1900, 46 p., mit 4 Taf. 


Charales. 


Giesenhagen, K.: Uber innere Vorgänge bei der geotropischen Krümmung 
der Wurzeln von Chara. — Ber. Deutsch. bot. Ges. 1901, XIX, 


p. 277—285. 
Phaeophyceae. 

Murbeck, Sv.: Uber den Bau und die Entwickelung von Dictyosiphon 
foenieulaceus (Huds.) Grey. — Vidensk. Skrift. Math.-naturw. Kl. 
1900, 26 p., 4 Taf. 

Rhodophyceae. 


Heydrich, F.: Bietet die Fosuır’sche Melobesien-Systematik eine sichere 
Begrenzung? — Ber. Deutsch. bot. Ges. XIX. 1901, p. 180—194. 

—— Eine neue Kalkalge von Kaiser-Wilhelmsland. — Ebenda, p. 271 
— 276. | 

—— Die ere: des Tetrasporangiums von Polysiphonia Greyille. — 
Ebenda, p. 55—71. 

- Die Entwickelungsgeschichte des Corallineen-Genus Sphaeranthera 
Heydr. — Abdr. Mitteil. zool. Stat. Neapel XIV, 1901, p. 586—619, 
mit 4 Taf. 

Kjellman, F. R.: Om Floridé-Slägtet Galaxaura, dess organografi och 
systematik. — Kongl. Svenska Vetensk.-Akad, Handling. Bd. XXXII. — 
Nr. 4, 1900, 109 p., 20 Taf. 


Litteraturbericht. — Eingegangene neue Litteratur. 47 


Plankton. 


Apstein, C.: Plankton in Rügenschen Gewässern. — Wiss. Meeresunters., 
Neue Folge, V. Bd., Heft 2, 1901, p. 31 —44. 

Gran, H. H.: Über die Verbreitung einiger wichtiger Planktonformen im 
Nordmeere. — Peterm. geogr. Mitteil. 1901, Heft IV, 4 p., 4° 
Hensen, V.: Uber die quantitative Bestimmung der kleinen Plankton- 

organismen und tiber den Diagonalzug mittelst geeigneter Netzformen. 
Wiss. Meeresunters., Neue Folge, V. Bd., Heft 2, 1904, p. 69—81. 
Lemmermann, E.: Beiträge zur Kenntnis der Planktonalgen. XIV. Neue 
Flagellaten aus Italien. — Ber. D. Bot. Gesellsch. XIX. 1901, p. 340 
—348. 
Schmidle, W.: Neue Algen aus dem Gebiete des Oberrheins. — Bot. 
Centralbl., Beihefte, X. 1901, p. 179—180. 


Fungi: Allgemeines. 


Brefeld, O.: Über die geschlechtlichen und ungeschlechtlichen Fruchtformen 


bei den copulierenden Pilzen. — Sonder-Abdr. aus dem Jahresber. 
schles. Ges. f. vat. Cult. zool.-bot. Sect. Sitzg. v. 13. Dec. 1900, 
A4 p. 

Kohnstamm, Philipp: Amylolytische, glycosidspaltende und Cellulose lösende 
Fermente in holzbewohnenden Pilzen. — Inaug.-Diss. Erlangen 1901. 
Vergl. auch Bot. Centralbl. X. 1901, 36 p. 

Lloyd, C. G.: Mycological Notes. — Cincinnati, Ohio U. S. A. Nov. 1898 
— May 1901. 


Eine etwa halbjährlich erscheinende Zeitschrift, die mykologische Notizen bringt. 
Jedes Heft ist 8 p. 3° stark. 


Pilzfloren. 


Bresadola, J., e F. Cavara: Funghi di Vallombrosa. Contribuzione IL". 
— Nuovo Giornale botanico italiano, Nuova Serie; VIII. 1901, p. 163 


—186. 
Holway, E. W. D.: Mexican Fungi III. — Botanical Gazette XXXL 1901, 
p. 326—338. 


Lindau, G.: Hilfsbuch fiir das Sammeln parasitischer Pilze mit Beriick- 
sichtigung der Nährpflanzen Deutschlands, Osterreich-Ungarns, Bel- 
giens, der Schweiz und der Niederlande. 90 p. 8°. — Berlin (Gebr. 
Bornträger) 1904. Kart. .# 1.70. 

Mattirolo, O.: Gli ipogei di Sardegna e di Sicilia. Materiali per servire 
alla Monografia degli ipogei italiani. — Malpighia, Vol. XIV. 1900, 
74 p. 


48 Litteraturbericht. — Eingegangene neue Litteratur. 


Phycomycetes. 


Liidi, Rudolf: Beiträge zur Kenntnis der Chytridiaceen. — Hedwigia 
1904, p. 1—44, mit 2 Taf. 


Ascomycetes. 


Durand, Ellis J.: Studies in North American Discomycetes I. The genus 
Holwaya Sacc. — Torr. Bot. Club XXVIIL 1901, p. 349—355, mit 


I Taf. 

Freeman, E. M.: A preliminary list of Minnesota Erysipheae. — Minne- 
sota Botanical Studies IV. 1900, p. 423—430. 

Giesenhagen, Karl: Taphrina, Exoascus und Magnusiella. — Bot. Zeitg. 


LIX. 4904, p. 145—142 mit 1 Taf. 

Neger, F. W.: Beiträge zur Biologie der Erysipheen. — Flora LXXX VIII. 
1901, p. 333—370, mit 2 Taf. 

Serbinov, Johann: Die Erysipheen des Gouvernements St. Petersburg. — 
Script. botan. Hort. Univ. Petrop. f. XVIII. 1904, 30 p. 


Ascolichenes. 
Bitter, Georg: Zur Morphologie und Systematik von Parmeha, Unter- 
galtung Hypogymnia. — Hedwigia Bd. XL. 1904, p. 171—274, mit 

2 Lichtdrucktaf. und 21 Fig. im Text. 

Brefeld, O.: Uber Brandpilze und Brandkrankheiten I. — Jahresb. Schles. 
Ges. f. vat. Cult., zool.-bot. Sect., Sitz. 16. Nov. 1899, 15 p. 
Fischer-Benzon, R. v.: Die Flechten Schleswig-Holsteins. Nebst einer 

Abhandlung tiber die Naturgeschichte der einheimischen Flechten von 
(0). V. DanmisuiRe, — Kiel und Leipzig (Lipsius u. Tischer) 1904, mit 
64 Fig. im Text. #4 3.60. 
Hue, M. l'abbé: Lichens récoltés à Java en 1894/95 par M. Jean Massarr. 
Ann, jard. bot. Buitenz. II. 1904, p. 174—194. 


Basidiomycetes. 
Arthur, J. C., and E. W. D, Holway: Descriptions of American Uredi- 
neae, II. Bull. Univ. Jowa V. 1904, p. 171—193 mit 3 Taf. 
Fischer, Ed.: Fortsetzung der entwickelungsgeschichtlichen Untersuchungen 


über Rostpilze. Berichte der schweiz. botan. Ges. XI. 4901, A4 p. 

Heinricher, E.: Vorkommen eines Brandpilzes aus der Gattung Æntyloma 
auf Toxxia alpina, — Berichte D, bot. Ges. XIX. 19014, p. 362 
—%366. 


Magnus, P.: Über einige von 8, BonnmüLzen im Jahre 4900 auf den 


canar, Inseln gesammelte Uredineen, — Ber. Deutsch. bot. Ges. XIX. 
1904, p. 292—300, 


Litteraturbericht. — Eingegangene neue Litteratur. 49 


Plowright: Observations sur la biologie de certaines Urédinées, relatives 
à la valeur de certaines espèces biologiques. — Compt. rend. congr. 
internat. Botan. Paris, 1900, p. 132—134. 


Scofield, C. G.: Some preliminary observations on Dectyophora raveneliv 
Burt. — Minnesota Bot. stud. IV. 1900, p. 525—536. 


Embryophyta asiphonogama. 


Hepaticae. 


Davis, B. M.: Nuclear studies on Pellia. — Ann. of Bot. XV. 1904, 
p. 147—180, mit 2 Taf. 


Me Ardle, David: Report on the Hepaticae of the Dingle peninsula, Ba- 


rony of Corkaguiny, County Kerry. — Proceed. of the Irish Acad. 
dnd Ser. Vol. VI. 4901, p. 289— 330, mit 2 Taf. 
—— The Hepaticae of Ross islands, Killarney. — Irish naturalist vol. IX. 


1900, p. 23—26, mit 1 Taf. 

——- Additions to the Hepaticae of the Hill of Howth, with a table showing 
the geographical distribution of all the species known to grow there. 
—Proceed. royal irish Academy 3nd ser. Vol. IV. 1897, No. 1, p. 112 
—1À 18. 

Dusén, P.: Zur Kenntnis der Gefäßpflanzen des südlichen Patagoniens. — 
Ofvers. Kgl. Vetensk. Akad. Förh. Stockh. 1904, No. 4, p. 229—263. 

Müller, Karl: Uber die im Jahre 1900 in Baden gesammelten Leber- 
moose. — Bot. Centralbl., Beihefte, X. 1904, p. 213—223. 

Velenovsky, J.: Jatrovky teske. Ce A Rozpravy ceské akademie 
cis. frant. jos. X. II. 12, 1901, p. 49 mit 4 Doppeltaf. 


Hepaticae und Musci (Moosfloren). 


Bescherelle, Em.: Deuxième supplément à la flore bryologique de Tahiti. 
— Bull. soc. bot. de France XLVIH. 1901, p. 11—17. 


Jaap, Otto: Bryologische Beobachtungen in der nördlichen Prignitz aus 
dem Jahre 1900 und früheren Jahren. — Abh. bot. Ver. Brandenb. 
XLII. p. 54—71. 

Macvicar, Symers M.: A key to british Hepaticae. — Journ. of Botany 
XXXIX. 1901, p. 1454—166. 


Loeske, L.: Zur Moosflora der südwestlichen Mark. — Abh. bot. Ver. 
Brandenb. XLIH. 1901, p. 15—33. 
Beitrage zur Moosflora des Harzes. — Ebenda, p. 80 ff. 


Shimek, B.: Pyramidula Shimekii (Pils.) Shim. — Bull. Univ. Jowa. Nat. 
Hist. V. 1904, p. 139—145. 


50 Litteraturbericht. — Eingegangene neue Litteratur. 

Tansley, A. G., and Miss E. Chick: Notes on the conducting tissue 
system in Bryophyta. — Ann. of Bot. XV. 1901, p. 1—38, mit 
2 Taf. 


Zickendrath, Dr. Ernst: Beiträge zur Kenntnis der Moosflora Russlands. II, 
Moskau 1901, p. 241 —367. 


Filicales. 


Bower, F. O.: Studies in the morphology of spore-producing members. 
III. Marattiaceae. — Phil. Trans. Roy. Soc. Lond. Vol. CLXXXIX. 
1897, p. 35 —81, pt. 7—11. 


ferns. 


Gwynne-Vaughan, D. T.: Observations on the anatomy of solenostelic 
I. Loxsoma. — Ann. of Bot. XV. 1901, p. 71—98, mit 
1 Taf. | 


Luerssen, Chr.: Zur Kenntnis der Formen von Aspidium Lonchitis Sw. 
— Ber. Deutsch. bot. Ges. 1901, XIX. p. 237—247. 


Maxon, William R.: A list of the ferns and fern allies of North America 
North of Mexico, with principal synonyms and distribution. — 


Smithsonian institut., Proceed U. S. Nat. Museum, XXIII. 1901, 
p. 619—651. 


Shimek, B.: Jowa Pteridophyta. — Bull. Univ. Jowa, Nat. Hist. V. 1904, 


p. 145—170. 
Trelease, Williams: A cristate Pellaea. — Rept. Missouri Bot. Gard. 
Vol. XII. 1901, 4 Taf. 


Lycopodiales. 


Goebel, K.: Archegoniatenstudien. IX. Sporangien, Sporenverbreitung und 
Blütenbildung bei Selaginella. — Flora 1901, LXXXVIIL. p. 207---228, 
mit 16 Textfig. 


Embryophyta siphonogama. 


Cycadales. 

Life, A. C.: The tuber-like rootlets of Cycas revoluta. — Botan. Gazette, 

Vol. XXXL 1901, p. 265—271, mit 10 Textfig. 
Ginkgoales. 

Ikeno, M. 8.: Contribution à l'étude de la fécondation chez le Ginkgo 
biloba. Ann. se, nat, VII série, Tome XII. 1901, p. 305—316, 
mit 2 Taf, 

Monocotyledoneae. 
Pandanales. 

Gracbner, P.: Typhaceae und Sparganiaceae. — Pflanzenreich IV. 8 u, 
10 Heft 2). Mit 51 Kinzelbildern in 9 Figuren. — Leipzig (W. Engel- 
mann) 1900. A 2.—. 


Litteraturbericht. — Eingegangene neue Litteratur. 51 


Warburg, O.: Pandanaceae. — Pflanzenreich IV. 9 (Heft 3). Mit 
193 Einzelbildern in 22 Figuren. — 1901. „X 5.60. 


Glumiflorae. 
Gramineae. 
Buchenau, Fr.: Uber zwei Griiser der ostfriesischen Inseln. — Sep.-Abdr. 
Abh. Nat. Ver. Brem. 1901, XV. p. 285—296. 
Lamson-Scribner, F.: New or little known grasses. — U.S. Depart. of 


Agricult, divis. of Agrostology Agros. Circ. XXX. 1901, 8 p. 
—— The grasses in Elliott's »Sketch of the botany of South Carolina 


and Georgiax. — Ebenda XXIX. 12 p., 80 mit 4 Fig. 
Makino, T., and K. Shibata: On Sasa, a new genus of Bambuseae and 
its affinities. — Tokyo, Botan. Magazine Vol. XV, 1901, 14 p. mit 
1 Taf. 
Marshall Ward, H.: Grasses. A Handbook for use in the field and 
laboratory. — Cambridge, at the university Press, 1901, 190 p., 


kl. 8°, mit 81 Fig. 
Schmid, Bernhard: Bau und Functionen der Grannen unserer Getreide- 
arten. — Bot. Centr. LXXVI. 1898, 71 p., mit 1 Taf. 


Spegazzini, C.: Stipeae platenses. — Anal. del mus. nac. de Montevideo 
1901, p. 1—56, unvollendet. 


Cyperaceae. 

Leveillé, M. H.: Les Carex du Japon. — Bull. de la Soc. d’Agricult., 
Sciences et Arts de la Sarthe, 1901, 8 p. 

Meinshausen, K. Fr.: Die Cyperaceen der Flora Russlands, insbesondere 
nach den Herbarien der Akademie der Wissenschaften. Durchgesehen 
und herausgegeben von Dr. J. Krinse und W. Komarow. — Acta 
Hort.-Petrop. T. XVII. 1900, p. 221 —415. 

Schumann, K.: Einige neue Arten der Gattung Mapania aus Afrika. — 
Notizbl. kgl. bot. Gart. u. Mus. Berlin II. 1901, p. 104—107. 


Spathiflorae. 


Gerber, C.: Sur quelques anomalies de l'inflorescence de !’Arum Arisarum 
L. — Compt. rend. congr. internat. Botan. Paris 1900, p. 196— 203. 


Farinosae. 
Gürke, M.: Eine neue Mayaca-Art in Afrika. — Bot. Jahrb. XXXI. 
(1901) Beiblatt Nr. 69, p. 1, 2. 
Holm, Th.: Eriocaulon decangulare L., an anatomical study. — Botan. 


Gazette, Vol. XXXI. 1901, p. 17—37, mit 5 Textfig. 


52 Litteraturbericht. — Eingegangene neue Litteratur. 


Liliiflorae. 


Buchenau, Fr.: Marsippospermum Reichv Fr. B., eine merkwürdige neue 


Juncacee aus Patagonien. — Ber. Deutsch. bot. Ges. 1901, XIX. 
p. 459—170. 

—— Eine neue Juncus-Art aus Japan. — Notizbl. Kgl. Bot. Gart. u. Mus. 
Berlin II. 1901, p. 127f. 

Harbison, T. G.: New or little known species of Trallawm. — Biltmore | 
Botan. studies, vol. I, 4901, p. 19—24. 

Toumey, J. W.: An undescribed Agave from Arizona. — Rept. Missouri 


Bot. Gard. vol. XII, p. 75—76, mit 2 Taf. 


Scitamineae. 


Schumann, K.: Musaceae. — Pflanzenreich IV. 45 (Heft 1), mit 63 Einzel- 
bildern in 40 Figuren. — Leipzig (W. Engelmann) 1904. .@ 2.80. 


Microspermae. 


Dumée, Paul: Note sur le sac embryonnaire des orchidées. — = soc. 
bot. de France VI. 1899, p. XXX—XXXII. 


Gallé, Emile: Formes nouvelles et polymorphisme de l’Aceras hircina 
Lindl. ou Loroglossum hircinum Reich. — Compt. rend. congr. 
internat. Botan. Paris 1900, p. 442—417. 

Müller, Josef: Uber die Anatomie der Assimilationswurzeln von Taenio- 
phyllum Zollingert. Sitzber. K. Akad. Wiss. Wien, math.-naturw. 
Cl. CIX. 1900, p. 667—683, mit 1 Taf. 

Schlechter, R.: Monographie der Diseae. — Bot. Jahrb. XXXI. (1904) 
p- 134—288. 

Selby, A. D.: A condensed handbook of the diseases of cultivated plants 
in Ohio, — Bull. of the Ohio Agricult. Exp. Stat. n. 421, Sept. 1900, 
69 p., 8°, mit 54 Fig. 


Dicotyledoneae, 
Piperales. 

Campbell, D. H.: The embryo-sac of Peperomia. — Ann. of Bot. XY. 
1901, p. 103-118, mit 4 Taf. 

Dehistedt, Hugo: Studien über süd- und centralamerikanische Peperomien 
mit besonderer Berücksichtigung der brasilianischen Sippen. — Kongl. 
Svensk, vetensk.-Akad. handling. XXXII. 1900, No. 2, 218 p., 49, 
mit 44 Taf, 


Litteraturbericht. — Eingegangene neue Litteratur. 53 


Fagales. 
Betulaceae. 
Thomas, Fr.: Uber den auf dem Grunde des Schneekopfmoores im Thü- 
ringerwald 1852 gemachten Haselnussfund. — »Thüringer Monats- 


blättere, Jahrg. VIII, 1900/01, p. 122—127, kl. 40. 


Fagaceae. 
Beadle, C. D.: A shrubby oak of the southern Alleghanies. — Biltmore 
Botan. stud., vol. I, 1901, p. 47--48. 


Rydberg, P. A.: The oaks of the continental divide North of Mexico. — 
Bull. New York bot. Gard. Vol. II, 1904, p. 187—230, mit 8 Taf. 


Santalales. 


Heckel, Edouard: Note sur le parasitisme des racines de X2menia ameri- 
cana L. — Bull. soc. botan. de France VI. 1899, p. LXI— LXI. 


Aristolochiales. 


Lindman, Dr. C. A. M.: Einige Beiträge zu den Aristolochiaceen. — Bull. 
de l’herb. Boiss. I, 1901, p. 522—528, mit 2 Taf. 


Centrospermae. 
Amarantaceae. 

Lopriore, G.: Uber die Verbreitung der Amarantaceen in Beziehung zu 
ihren Verwandtschaftsverhältnissen. -— Engler’s Bot. Jahrb. XXX. 
1901) p. 1—38 Taf. I. 

Caryophyllaceae. 

Winkler, H.: Caryophyllaceas in Asia centrali a cl. Ove Paulsen lectas 
determinavit. — Vidensk. Medd. fra naturh. Foren. i Hbhvn. 1901, 
p. 49—54. 

Ranales. 
Ranunculaceae. 


Davis, K. C.: Native and garden Delphiniwms of North America. — 
Minnesota botan. Studies IV. 1900, p. 434—458. 

—— À synonymic conspectus of the native and garden Thalictrums of 
North America. — Ebenda p. 509—524. 


Native and cultivated Aanunculi of North America. — Ebenda, 
p. 459—509. 
Fitzpatrick, P. J.: The Ranunculaceae of Jowa. — Bull. Univers. Jowa 
Vol. V. 1901, p. 87—137, mit 2 Taf. 
Berberidaceae. 


Fedde, F.: Versuch einer Monographie der Gattung Mahonia. — Bot. 
Jahrb. XXXI. (1901) p. 30—133, mit 5 Fig. 


54 Litteraturbericht. — Eingegangene neue Litteratur. 
Anonaceae. 
Engler, A., und L. Diels: Anonaceae. — Monographieen afrikanischer 


Pflanzen-Familien und -Gattungen, herausgegeben von A. EnGLER. — 
96 S. gr. 4°, 30 Taf. und 4 Fig. im Text. — Leipzig (W. Enger 
mann) 4901.  22.— 


Monimiaceae. | 
Perkins, J., und E. Gilg: Monimiaceae. — Pflanzenreich IV. 104, mit 
309 Einzelbildern in 28 Fig. — Leipzig (W. Engelmann) 19041. .# 6.—. 


Rhoeadales. 


Bonti, Pascal: Les espèces du genre Matthvola. — Mém. de Vherb. Boissier 
n. 18, 20 août 1900, 86 p., avec un portrait; préface par R. Chodat. 


Gerber, Charles: Les fruits tri- et quadriloculaires des Cruciféres, leur 
valeur théorique. — Bull. soc. bot. de France VI. 1899, p. IX—XXX, 

—— Observations au sujet de la communication de M. Marre: Sur les 
analogies anatomiques qui relient la fleur de l'Hypecoum à celle des 
Fumariacées et des Crucifères. — Compt. rend. congr. internat. 
Botan. Paris 1900, p. 176—181. 

Martel, Edouard: Observations sur les analogies anatomiques qui relient 
la fleur de l'Æypecoum à celle des Fumariacées et des Crucifères. — 
Ebenda, p. 168—175. 


Sarraceniales. 
Rivas, Mateos M.: Algunes formas transitorias de las especies españoles 
del género Drosera. — Boletin soc. españ. Histor. nat. 1904, 
p. 98—104. 
Rosales. 


Saxifragaceae. 
Hedlund, J.: Om /èibes rubrum L. s. 1. — Botan. Notis. 1901, p. 33—158. 
Rosaceae. 


Dutailly, G.: Du style géniculé chez certains Geum. — Compt. rend, 


congr. internat. Botan. Paris 1900, p. 485—195. 

Murbeck, Sv.: Parthenogenetische Embryobildung in der Gattung Alche- 
milla. Lunds Universitets Arsskrift, Bd. XXXVI, Affdel. 2, Nr. 7, 
si p., gr. 4°, mit 6 Taf. 

Verf, constatiert hier zum ersten Male bei Phanerogamen an 9 Arten das aus- 
whhebhche Vorkommen von Parthenogenesis. Eine Chromosomenreduction findet bei 
en kernieilungen im Embryosack nicht statt. Sowohl Embryo- wie Endospermbildung 
Were verlauft von ersterer übrigens zeitlich sehr unabhängig) kann schon im 
Koospenstadium der Blüte eintreten. Im Zusammenhang mit der Parthenogenie steht die — 
Houtgket von Anomalien im Keim- und Zellapparat des Ovulums, Die Thatsache einer 
lorigesetzt vegetativen Entstehung des Embryo erklärt die merkwürdige Constanz der 
ft minimalen morphologischen Charaktere der betreffenden Arten. 


Litteraturbericht. — Eingegangene neue Litteratur. 55 


Murbeck, Sv.: Uber das Verhalten des Pollenschlauches bei Alchemilla 
arvensis (L.) Scop. und das Wesen der Chalazogamie. — Ebenda, 
Nr. 9, 1904, 418 p., mit 2 Taf. 


4, Die Chalazogamie ist ein extremer Fall einer allgemeinen Erscheinung, dadurch 
gekennzeichnet, dass der Pollenschlauch während seines ganzen Verlaufes inter- 


cellular vordringt. 

2. Der intercellulare Wachstumsmodus des Pollenschlauches ist als eine physio- 
logische Eigentümlichkeit zu bezeichnen, welcher, weil bei sehr verschiedenen 
Pflanzenfamilien nachgewiesen, vom phylogenetischen Standpunkt aus keine Be- 
deutung beizulegen ist (vergl. auch ENGLER in Nat. Pflanzenfam., Nachtrag 1897, 
p. 359). 

Sargent, C. S.: Notes on a collection of Crataegus made in the province 
of Quebec near Montreal. — Rhodora, Vol. III. 1901, p. 71—79. 


Leguminosae. 

Birkle, Richard: Vergleichende Untersuchungen über die innere Structur 
der Blatter und anderer Assimilationsorgane bei einigen australischen 
Podalyrieen-Gattungen. — Dissertation, Erlangen 1901, 91 p. 

Hill, Thomas G.: On the anatomy of the stem of Dalbergia paniculata 
Roxb. — Ann. of Bot. Vol. XV. 1901, 4 p. des Sep.-Abdr. 

Lery, L.: Untersuchungen über Blatt- und Achsenstructur der Genisteen- 
gattung Aspalathus und einiger verwandter Genera. — Beihefte 
Bot. Centralbl. X. 1901, p. 313—366. 

Small, John K.: The Mimosaceae of the Southeastern United States. —- 
Bull. of the New York botan. Gard. IL 1901, p. 89 -100. 

Selby, A. D.: Clover seed, its vitality, purity and manner of testing. — 
Special Bulletin of the Ohio agricult. Experiment station, 1900, Nr. 4, 


4 p., 2 Taf. 
Geraniales. 
Stimarubaceae. 
Jadin, Fernand: Contribution à l’etude des Simarubacées. — Ann. des 


sciences naturelles VIII. Ser. Bot., T. XIII, p. 201—304, mit 1 Taf. 
und 56 Fig. im Text; Thöse. 
Malpighiaceae. 
Niedenzu, F.: De genere Banisteria (pars posterior). — Index lect. lyc. 
Hos. Brunsberg 1901, p. 12—25. 
Polygalaceae. 
Penzig, O.: Beiträge zur Kenntnis der Gattung Eperrhizanthes. Bl. — 
Ann. Jard. Bot. Buitenz. II. 1901, p. 142—170, mit 6 Taf. 
Euphorbiaceae. 


“ Ferguson, A. M.: Crotons of the United States. — Ann. rep. Missouri 
Bot. Gard. XII. 1901, p. 33—72, mit 27 Taf. 


56 Litteraturbericht. — Eingegangene neue Litteratur. 


Sapindales. 


Cador, Ludwig: Anatomische Untersuchung der Mateblätter unter Be- 
rücksichtigung ihres Gehaltes an Thein. — Inaug.-Diss. re 
1900. Cfr. auch Bot. Centralbl. 1900, 39 p. 


Loesener, Th.: Monographia Aquifoliacearum, Pars I. — Halle 1904, Nova 
Acta Carol.-Leop. Acad. LXXVIII. 570 p., mit 15 Taf. (Leipzig, — 
W. Engelmann in Komm.). .@ 42.—. 


Malvales. 
Baker, Edm. G.: Notes on african Sterculiaceae. — Journ. of Botany, 
XXXIX. 1904, p. 122—128. 
Schumann, K.: Die Grewia asiatica Linn. in Afrika. — Notizbl. Kgl. 


bot. Gart. u. Mus. Berlin III. 1904, p. 99—104. 


Parietales. 

Ternstroemiaceae. | 
Nanninga, A. W.: Onderzoekingen betreffende de Bestanddeelen von het | 
Theeblad en de veranderingen welke deze stoffen bij de fabrikatie | 


ondergaan, Deel I. — Mededeel. uit’slands plantentuin XLVI. 4904) — 
p. 1—60. 
Bixaceae. 
Hemsley, W. B.: On /toa, a new genus of Bixineae. — Tokyo Botan. 


Magaz., vol. XV. 1904, p. 1—2. 


Myrtiflorae. 


Watson, W.: Germination of seeds of Bertholletia excelsa. — Ann. of 
Bot. XV. 1901, p. 99—102, mit 2 Taf. 


Umbelliflorae. 
Pau, C.: Una especie nueva para la flora española. — Bol, soc. españ. 
hist. nat, 1904, p. 4#9—450, 


Es handelt sich um Selinopsis foetida Coss. et Dur. 


Ebenales. 


Matsumura, J,: On Alniphyllum, a new genus of Styriacaceae from For- 
mosa. — Tokyo Botan, Magaz. XV. 1904, p. 67. 


Primulales. 
Myrsinaceae, 
Moz, C.: Zwei neue Arten der Gattung Mmbelia Burm, aus China, — 
Notizbl, Kgl. bot, Gart, u. Mus. Berlin II. 1901, p. 407—108: 


Litteraturbericht. — Eingegangene neue Litteratur. 57 


Primulaceae. 
Decrock, E.: Anatomie des D otées — Ann. des sci. natur. VIII. Sér. 
Tom. XII, 4904, p..1—199, mit 89. Textfig. 
Hildebrand, F.: Kr Caan pseudibericum n. sp. — Bot. Centralbl. 
Beih. Bd. X. 1904, p. 522—524. 


Mac-Dougal, D. T.: Propagation of Lysimachia terrestris. — Bull. of 
the New York botanical Garden II. 1904, p. 82—89, mit 1 Taf. und 
1.212. 

Contortae. 
Apocynaceae. 
Holmes, E. M.: The Strophanthus kombe seed of commerce. — Phar- 


maceutical Journ. 1901, p. 486—489. 
Perrédés, Pierre: A new admixtum of commercial Strophanthus seed. — 
Ebenda, 27. April 1901, 8 p., 3 Taf. 
Asclepradaceae. 
Malme, Gust. ©. A.: Die Asclepiadaceen des Resnerr’schen Herbars. — 
Kongl. Svenska Vetensk. Akad. Handl. Bd. XXXIV. Nr. 7, 1900, 
104 p. mit 8 Taf. 
Tubiflorae. 

Gallardo, Angel: Sur la variabilité tératologique chez la Digitale. — 
Compt. rend. Congr. internat. Botan. Paris 1900, p. 108—4114. 
Weberbauer, A.: Uber die Fruchtanatomie der Scrophulariaceen. — Bei- 

hefte Bot. Centralbl. X. 1904, p. 393—457, mit 1 Taf. 


Rubiales. 
Valeton, Th.: Die Arten der Gattungen Coffea L., Prismatomeris Thw. 
und Lachnostoma Korth. — Bull. de l’instit. bot. Buitenz. VIII. 


34 p. 
Wildeman, E. de: Notes sur quelques espèces du genre Coffea L, — 
Ebenda, p. 224—238. 


Campanulatae. 
Compositae. 
Beadle, C. D., and F. E. Boynton: Revision of the species of Mar- 
shallia. — Biltmore Botanical Studies Vol. I. 1901, p. 3—414, mit 
44 Taf. 
—— Notes on certain coneflowers. — Ebenda, p. 11—18. 


Nelson, Elias: A revision of certain species of plants of the genus An- 
tennaria. — Proceed. U.S. nat. Museum, Vol. XXIII. 1901, p. 697 
— 713. 

Robinson, B. L.: Synopsis of the genus Melampodiwm. — Proceed. 

Amer. Acad. Vol. XXXVI. 1901, p. 455—466. 

Synopsis of the genus Nocca.. — Ebenda, p. 467—471. 

Botanische Jahrbücher. XXX. Bd. (5) 


Litteraturbericht. — Eingegangene neue Litteratur. à À 


DP 


5 


Saint-Lager: Histoire de l'Abrotanum. Signification de la désinence de 
quelques noms de plantes. — Paris (J. B. Baillière) 1900, 48 p. 
Uexküll-Gyllenband, M. v.: Phylogenie der Blütenformen und der Ge- 
schlechtsverteilung bei den Compositen. — Bibliotheca botanica, 
herausgeg. von Prof. Dr. Car. Lurrssen, Heft 52, 1901, 80 p., 4% — 
mit 2 Taf. 4 18.—. 


Medicinal- und Giftpflanzen im Allgemeinen, Cultur- 
pflanzen und deren Krankheiten. 

Nur eingesendete Abhandlungen sind aufgeführt, Vollständigkeit ist nicht angestrebt. 

Vergl. auch den vorangehenden Abschnitt. 

Cador, Ludwig: Anatomische Untersuchung der Mateblätter unter Be- 
rücksichtigung ihres Gehaltes an Thein. — Inaug.-Diss. Erlangen, — 
1900. Cfr. auch Bot. Centralbl. 1900, 39 p. 

Chesnut, V. K., and E. V. Wilcox: The stock-poisoning plants of Mon- 
tana. — U.S. Depart. Agricult. Div. of Bot., Bull. XXVI. Washington « 
1904, 150 p., 8°, mit XXXVI Taf. 7 | 

Gilg, E., und K. Schumann: Uber die Stammpflanze der Johimberinde. 
— Notizbl. Kgl. bot. Gart. und Mus. Berlin, Bd. IH. 1901, p. 92—97: 

Gruner, Dr.: Über den Stand der Kolapflanzung und -Verbreitung im — 
Misahöhebezirk. — Der Tropenpflanzer V. 1904, p. 17—20. 

Hennings, P.: Uber einen schädlichen Orchideenpilz Neetria bulbicola — 
P. Henn. n. sp. — Notizbl. Kgl. bot. Gart. u. Mus. II 190155 
p. 97—99. a 

Hindorf, R.: Die Einführung, der gegenwärtige Stand und die Aussichten 
der Agavencultur in Deutsch-Ostafrika. — Der Tropenpflanzer, V. 
1904, p. 7—17. 

Holmes, E. M.: The Strophanthus Kombe Seed of commerce. — Phar- 
maceutical Journ. 1904, p. 486—489. 

Hua, Henry, el Aug. Chevalier: Les Landolphiées (lianes à caoutchouc) 
du Sénégal, du Soudan et de la Guinée francaise. — Journ. de Bot. « 
t. XV. 1901, p. 4—9, 62—72, 73—85 et 116—190. 

Hunger, F. W. T.: Overzicht der ziekten en beschadigingen van het blad 
bi) Deli-Tabak, Mededeel. uit’s Lands plantentuin XLVIT 1901, 
Batavia, 54 p. 

Kew, Hoyal botanic gardens: New garden plants of the year 1900, — 
Bull. of miscell, inform., roy. gard. Kew. I. 1904, p. 84—99! 
Klinge, J.: Ersatz- und Fälschungsmittel des chinesischen Thees in Russ- 
land, St. Petersburger Herold 1904, 23 p., 89 des Sep.-Abdr., 
Kümpel, J.: Das Trocknen des Kaffees, — Der Tropenpflanzer, V. 1901, 


p. 273-— 275, 


Litteraturbericht. — Eingegangene neue Litteratur. 59 


Lindau, G.: Beobachtungen über den südafrikanischen Heuschreckenpilz 
(Locust Fungus). — Notizbl. Kgl. botan. Gari. u. Mus. Berlin, Bd. III. 
1901, p. 119—126, mit 1 Taf. 

Perredes, Pierre: A new admixtum of commercial Strophanthus Seed. — 
Ebenda, 27. April 1901, 8 p., 3 Tef. 

Preuss, P.: Expedition nach Central- und Südamerika, 1899/1900. — 
Berlin (Verlag des kolonialw. Komitees) 1901, 452 p. 8°, mit 20 Taf., 
1 Plan und 78 Abbild. im Text. 4 20.—. 


Preyer, A.: Über Kakaofermentation. — Der Tropenpflanzer, V. 4901, 
p. 157—173. 
Sadebeck, R.: Der Raphiabast. — Jahrb. Hamburg. wissensch. Anstalt. 


XVIIL 1900, 42 p., mit 2 Taf. 

Schanz, M.: Die Faserpflanzen und die PBochmeria-Kultur in Japan. — 
Der Tropenpflanzer, V. 1901, p. 227—231. 

—— Die Faserpflanzen und die boehmeria-Kultur in China. — Ebenda, 
p. 126—136. 

Schlechter, R.: Westafrikanische Kautschuk-Expedition 1899/1900. — 
Berlin (Verlag des kolonialw. Komitees) 1900, 326 p. 8°, mit 13 Taf. 
und 44 Abbild. im Text. # 12.—. 


Schmidt, H.: Einiges über den Tabakbau auf Sumatra. — Der Tropen- 
_pflanzer, V. 1901, p. 117—126 u. 173—184. 
Schrenk, H. v.: Fungous diseases of forest trees. — Yearbook of the 


U. S. depart. Agricult, 1900. Washingt. 1904, p. 199—210. 

Some diseases of New Endland Conifers: A preliminary report. — 

U. S. Depart. Agricult.; Divis. of veget. physiol. and pathol. 1900, 

56 p. mit 15 Taf. 

—— Two diseases of red cedar, caused by Polyporus juniperinus n. sp. 
and Polyporus carneus Nees. — Ebenda, 22 p. mit 7 Taf. 

Schulte im Hofe, Dr. A.: Die Kultur und Fabrikation von Thee in 
Britisch Indien und Ceylon mit Rücksicht auf den wirtschaftlichen 


Wert der Theekultur fiir die deutschen Kolonien. — Beihefte zum 
Tropenpflanzer Bd. II. 19041, Nr. 2, p. 37—117, mit 5 Karten und 
4 Abbild. 

Sprenger, C.: Kultur der indischen Feigen in Siiditalien. — Der Tropen- 


pflanzer, V. 1901, p. 65—82. 

Stuhlmann, Dr. F.: Notizen über die Landwirtschaft auf »La Réunion<. 
— Beihefte zum Tropenpflanzer, Bd. II, 1904, Nr. 4, p. 1—29 mit 
3 Textbild. 

Ule, E.: Erster Bericht über den Verlauf der Kautschuk-Expedition bis 
zum Beginn des Jahres 1901; mit einem Vorwort »Ule’s Expedition 
nach den Kautschuk-Gebieten des Amazonenstromes« von K. SCHUMANN. 
— Notizbl. d. kgl. bot. Gart. u. Mus. Berlin, Bd. III, 1904, p. 109 
—118. 

(5*) 


60 Litteraturbericht. — Eingegangene neue Litteratur. 


Volkens, G.: Uber eine Schildlauskrankheit der Kokospalmen in Togo 
und auf der Karolineninsel Yap. — Notizbl. kgl. bot. Gart. u. Mus. 
Berl., Bd. II, 1901, p. 85— 92. 


Zimmermann, A.: It het doelmatig in Lage, droge streken koffiezaad, 
ofkomstig van hooge, vochtige landen te gebruiken. — Teysmannia, 
XI. Jaarg., 1901, p. 636—640. | 

-—— Korte opmerkingen over eenige ziekten en plagen van koffie en bij- 
cultures, waargenomen op eenige koffielanden van Oost-Java. — 
Ebenda, 1900, p. 437—446. 


— Werkt het ontsmetten met kopersulfaat en kalk nadeelig op het 
kiemvermogen van koffiezaad? — Ebenda, 1900, p. 546—548. 


. 


Pflanzengeographie. 
Allgemeine Pflanzengeographie betreffend. 


Burckhardt, C.: Traces géologiques d’un ancien continent pacifique. — 
Revista del museo de la Plata, X. 16 p. — Avec une planche. — 
La Plata 1900. 

Salignac Fénelon, Vicomte F. de: Origines et distribution géographique 
de la faune d’Europe. — 53 p. 89. — Société d’histoire naturelle 
de Toulouse, 1900. 
Ist auch für die Entwickelungsgeschichte der Florengebiete von Interesse. 

Köppen, W.: Versuch einer Klassification der Klimate, vorzugsweise nach 
ihren Beziehungen zur Pflanzenwelt. — 45 p. 8°, mit 2 Karten. — 
Geogr. Zeitschrift. VI. Jahrg. — Leipzig (B. G. Teubner) 1904. | 


Specielle Pflanzengeographie und Pflanzengeschichte. 
binteilung nach Ensuen, Die Entwicklung der Pflanzengeographie in den letzten 
hundert Jahren, in Humpotnr-Centenar-Schrift 4899, Berlin [W. H. Kühl),) 
Plankton s. oben S. 47, 
Vergleiche auch diesen Litteraturbericht S,27—38 und ändere daselbst 
Folgendes: 
vorletzte Zeile muss es heißen Pflanzendecke anstatt Pflanzenkunde, 


8 unten muss die Überschrift Atlantische Provinz über Gross Bri- 
lannien kommen, 


27 
= 
_ 


. 
>. 29 hes Niedersachsen anstatt Nicdersächsischer Bexirk. 
anstatt Baltischer Bexirk setze Östliche Ostseeländer, 
anstatt Märkischer Bexirk setze Mitteldeutsches Tiefland. 
10 setze Rheinlandsone anstatt Niederrheinisches (Gebiet, 
ze Hereynische Zone anstatt Oberstichsischer Bexark.. 
s. 41 muss es heißen E. Mediterranes Gebiet. 


Litteraturbericht. — Eingegangene neue Litteratur. 61 


S. 33 muss es heißen F. Centralasiatisches Gebiet. 
H, J. Vereinigte Staaten. 
J. Gebiet des atlantischen Nord-Amerika. 
S. 33 unten gehören Hill und Hitchcock unter J. 
S. 38 streiche den zweiten Titel von Moore. 


Nördliches extratropisches Florenreich. 
A. Arktisches Gebiet. 


Dusen, P.: Nagra viktigare växtfynd fran nordöstra Grönland. — Botan. 
Notis. 1901, p. 73—76. 
Zur Kenntnis der Gefäßpflanzen Ostgrünlands. — Bihang till K. 


Svenska Vet. Akad. Handl. Bd. 27. Afd. IH. Nr. 3. — 70 p. 8°, mit 
1 Karte und 5 Tafeln. 

—- Beiträge zur Laubmoosflora Ost-Grünlands und der Insel Jan Mayen. 
— Ebenda Nr. 1. — 71 p. mit 4 Taf. 

—— Beiträge zur Flora der Insel Jan Mayen. — Ebenda Bd. 26, Nr. 13. 
— 16 p. 8°, mit 1 Taf. 


Henking: Die Expedition nach der Bäreninsel im Jahre 1900. — Berlin, 
»Mitteil. d. Deutsch. Seefischerei-Vereins« 1904, 47 p. mit 4 Taf. 
Kornerup, Th.: Apercu des »Meddelelser om Grönland«. — Communi- 


cations sur le Grönland 1876—1899, traduit par E. Baruël. — 
Copenhague (C. A. Reitzel) 1900. 
20—24 d. Botanique. 
Macoun, James M.: A list of the plants of the Pribilof-Islands with notes 


on their distribution. — Extr. from the Fur-Seals and Fur-Seal Islands 
of the North Pacific Ocean, Part Ill, p. 559—587, plates LXXX VIT 
—XCIV. 


Skottsberg, Carl: Einige blütenbiologische Beobachtungen im arktischen 
Teil von Schwedisch Lappland 1900. — Bihang till K. Svensk. Vet.- 
Akad. Handl., Bd. XXVII, Afd. II, No. 2, 19 p. mit 2 Taf. 

Williams, R. S. u. a.: Contributions to the botany of the Yukon territory. 
— Bull. of the New York bot. Gard. Vol. IL 1901, p. 101—187 mit 
A1 Taf. 


Enthält: I. An enumeration of the Hepaticae collected by R. S. Wırrrams, 1898— 
1899, by Marswatt A. Howe, with 4 pl. 2. An enumeration of the Mosses collected, 
by R.S. Wizcrams with 9 pl. 3. An enumeration of the Pteridophytes collected by 
R. S. Wırrıams and J. B. Tarteton, by M. UnpErwoop. 4. An enumeration of the flowering 
plants collected by R. S. Wiczrams and J. B. Tarteton, by N. L. Brirron and P. A. RYDBERG. 


B. Subarktisches oder Coniferen-Gebiet. 
Provinz des subarktischen Europa. 


Warming, Ostenfeld u. a.: Botany of the Faeröes, based upon danish 
investigations. Part I, illustr. with 10 plates, and 50 fig. in the 


62 Litteraturbericht. — Eingegangene neue Litteratur. 
text. — Copenhagen (det nordiske forlag Ernst Bojesen) 1901, 
338 p., 8°. 


Enthält: Eve. Wamuxc: Historical notes on the botanical investigations of the 


Faerdes: C. H. Osrexrezn: Geography and topography, industrial conditions, geology, — 
climate, Phanerogamae and Pteridophyta, and phyto-geographical studies based upon 
observations of »Phanerogamae and Pteridophytas; C. Jensen: Bryophyta and phyto- 
geographical studies based upon the Bryophyta; F. Bôrcesex: Freshwater Algae; 


Enxsr Osrrur: Freshwater Diatoms and phyto-geographical studies based upon the nu 


freshwater Diatoms; E. Rostrup: Fungi; J. S. Dercamann Brantu: Lichenes. 


C. Mitteleuropäisches Gebiet. 
Mehrere Linder betreffend und Allgemeines. 


Buchenau, Fr.: Die Flora der Maulwurfshaufen, — Abh. Nat. Ver. Brem. 
1901, Bd. XV. p. 297—306. : 

Flahault, Ch.: La flore et la végétation de la France avec une carte de 
la distribution des végétaux en France. — Paris (P. Klincksieck) | 
1904, 52 p., 8°. | 

—— Les limites supérieures de la végétation forestière et les prairies 
pseudo-alpines en France. — 39 p. 8° mit 4 Tafel. — Revue des 
Eaux et Forêts, XI. Nos des fer et 15 juillet 1904. 

Hock, Dr. F.: Die Verbreitung der Meerstrandpflanzen Norddeutschlands 
und ihre Zugehörigkeit zu verschiedenen Genossenschaften. — Bot. 
Centralblatt, Beihefte, Bd. X, 1904, Heft 6, 23 p. des Sep.-Abdr. 

—— Ankömmlinge in der Pflanzenwelt Mittel-Europas während des letzten — 
halben Jahrhunderts. IV’. — Ebenda, Heft 4/5, 1904, 47 p. | 

Weber, C. A.: Uber die Erhaltung von Mooren und Heiden Norddeutsch- 
lands im Naturzustande, sowie über die Wiederherstellung von Natur- — 
wäldern. — Abh. Nat. Ver. Bremen 1901, Bd. XV. p. 263—278, mit 
1 Taf. 

Winkler, H.: Pflanzengeographische Studien über die Formation des 
Buchenwaldes. — Inaug.-Diss., 60 p. und 1 Karte. — Breslau 1904. 


Atlantische Proving. 
Gross-Britaanien. 
Williams, F. N.: Prodromi florae Britannicae specimen. Cucurbitaceae, 


Lobeliaceae, Campanulaceae et Asteracearum subfam. Asterineae. — 
rentford 4904, 16 p., 8°. 


Subatlantische Provinx. 
Niedersachsen. 
Buchenau, Fr.: Flora der ostfriesischen Inseln. Nachtrag zur dritten Auf- 


lage. p. 487—213 Leipzig (W. Engelmann) 4904. #4 —.60. 


Enthält neue Verzeichnisse der Moose und Flechten (p. 187—201), Berichtigungen 
07) und neues Register. 


Litteraturbericht. — Eingegangene neue Litteratur. 63 


Hansen, A.: Die Vegetation der ostfriesischen Inseln. Ein Beitrag zur 
Pflanzengeographie, besonders zur Kenntnis der Wirkung des Windes 
auf die Pflanzenwelt. — 86 S. groß 8° mit 4 photogr. Bildern und 
einer Karte. — Darmstadt 1901. 


Südliches Schweden. 


Nilsson, A.: Sydsvenska Yunghedar. — Jämför Tidskr. for Skogshushäll- 
ning 1900. 208. 8°. 


Sarmatische Provinz. 
Mitteldeutsches Tiefland. 

Höck, Dr. F.: Studien über die geographische Verbreitung der Wald- 
pflanzen Brandenburgs. VI. — Abh. bot. Ver. Brandenb. XLIM. 
4901, p. 1—14. 

Schube, Th.: Beiträge zur Kenntnis der Verbreitung der Gefäßpflanzen 
in Schlesien. — Ergänzungsheft z. LXXVIII. Jahresber. d. Schles. 
Ges. f. vaterl. Cultur, Breslau 1904, 36 p. mit 4 Karten. 


Provinz der europäischen Mittelgebirge. 
Zone des centralfranzösischen Berglandes und Rheinlandzone. 
Flahault, E.: Les limites supérieures de la végétation forestière et les 


prairies pseudo-alpines en France. — Extrait de la Revue, des Eaux 
et Forêts, XL. Nos des der et 15 juilet 1904. — 39 p., 4 pl. 


Jurassische Zone. 


Binz, Aug.: Flora von Basel und Umgebung. Rheinebene, Umgegend von 
Milhausen und Altkirch, Jura, Schwarzwald und Vogesen. — Basel 
(C. F. Lendorff) 1901, 340 p., kl. 8%. Geb. .# 5.20. 


Hercynische Zone. 


Peter, A.: Flora von Südhannover nebst den angrenzenden Gebieten etc. 
2 Teile und 4 Karte des Gebietes. 323, 137 p. — Göttingen (Vanden- 
hoeck und Ruprecht) 1901. .# 8.-—; geb. .# 9.25. 

Zahn, Gustav: Die Flora des Seebergs. — »Naturwissenschaftliches und 
Geschichtliches vom Seeberg«. — Gotha (Thienemann) p. 69—110. 


Provinz der Alpenländer. 
Allgemeines. 

Engler, A.: Die Pflanzenformationen und die pflanzengeographische Glie- 
derung der Alpenkette, erläutert an der Alpenanlage des neuen Kgl. 
bot. Gartens zu Dahlem-Steglitz bei Berlin, 96 S. mit 2 Orientierungs- 
karten. — Notizblatt des Kon. bot. Gartens, Appendix VII. — 
Leipzig (W. Engelmann) 4901. .# 2.40. 


64 Litteraturbericht. — Eingegangene neue Litteratur. 


Jaccard, Paul: Méthode statistique pour déterminer la distribution de la 
flore alpine. — Compt. rend. congr. internat. Botan. Paris 1900, — 
p. 31—38. 

Contribution au problème de limmigration post-glaciaire de la flore — 
alpine. — Bull. Soc. Vaudoise sc. nat. XXXVI. (1900) p. 87—130, — 
mit 4 Karte. 


Neuweiler, E.: Beiträge zur Kenntnis schweizerischer Torfmoore. — 
Inaug.-Diss., 61 p., 2 Taf. — Zürich 1904. 

Vogler, P.: Uber die Verbreitungsmittel der schweizerischen Alpenpflanzen. 
— Inaug.-Diss. 137 p. mit 4 Taf. — Flora, 89. Bd.; Ergiinzungs- 
band, 1901. cay. 

—— Beobachtungen über die Bodenstetigkeit der Arten im Gebiet des 
Albulapasses. — Berichte der schweizer. botan. Gesellsch. Heft XI. 
27 p. 8°. — Bern 1904 


Zone der Südwestalpen. 

Flahault, C.: Sur les herborisations de la société botanique de France et 
sur quelques excursions faites hors session, aux mois d’aoüt et de 
septembre 1897, dans la vallée de ’Ubaye. — Bull. de la soc. bot. 
de France, T. XLIV, p. CLVI—CCLVIIL 


Provinz» der Karpathen. 


Degen, A. v.: Die Flora von Herkulesbad. Eine Vegetationsskizze. — 
29 S. 8°, — Budapest (Buchdruckerei-Actiengesellschaft Pallas) 1901. 


Borbäs, V. v.: Die Vegetation der Veterna-Hola (West Fätra). — 44 S. 8" — 


Illyrische Provinz. 

Dr. Günther Ritter Beck von Managetta: Die Vegetationsverhältnisse 
der illyrischen Länder, begreifend Südkroatien, die Quarnero-Inseln, 
Dalmatien, Bosnien und die Hercegovina, Montenegro, Nordalbanien, 
den Sandzak Novipanar und Serbien. — IV. Bd. der Vegetation der 
Erde, Sammlung pflanzengeographischer Monographien, herausgegeben 
von A. Eneren und O, Drupe. — 535 p. 80, mit 6 Vollbildern, 
I8 Textliguren und 2 Karten. — Leipzig (W. Engelmann) 1904. 
Subskr.-Pr. (bei Abnahme der ganz. Samml.) .# 20.—; geb. # 21.50; 
Einzelpr. M 30,—: geb, M 31.50. 


Provinx des Balkan. | 
Adamovic, L.: Die mediterranen Elemente der serbischen Flora. — Bot. 
Jahrb. XXVIL 1#99) p. 361— 389, 
Div Sibljak-Formation, ein wenig bekanntes Buschwerk der Balkan- 
inder Ebenda, XXXI. (1901) p. 1—29, 


Litteraturbericht. — Eingegangene neue Litteratur. 65 


E. Mediterran-Gebiet. 
Südwestliche Mediterranprovinz. 
Murbeck, S.: Contributions à la connaissance des Graminées-Polypodiacées 
de la flore du Nord-Ouest de l’Afrique et plus spécialement de la 


Tunesie avec un appendice. — Acta Univers. Lundens, XXXVI, 1900, 
34 p., mit 3 Taf. und 8 Fig. 


Iberische Provinz. 
Blas Lazaro é Ibiza: Contribuciones à la flora de la peninsula ibérica. 
Notas criticas acerca de la flora española. II. Serie. — Madrid 1900, 
Anal. de la soc. esp. de hist. nat., tomo XXIX, p. 125—176. 
Coincy, Auguste de: Ecloga quinta plantarum hispanicarum seu Icones 


stirpium elapsis annis per Hispaniam lectarum ab auctore. — Paris 
(Masson et Co.) 1904, 35 p. Fol., mit 14 lith. Taf. 

Pau, C.: Plantas teruelanes recogidas por D. Anronto BapaL. — Bol. soc. 
espan. hist. nat. 1901, p. 150—157. 
Relacién de plantas menorquinas. — Ebenda p. 207— 214. 


Rivas Mateos, M.: Plantas de Sierra de Béjar. — Ebenda p. 162—164. 


Ligurisch-tyrrhenische Provinz. 


Béguinot, A.: La flora dei depositi alluvionali del basso corso del fiume 
Tevese. — Nuov. Giorn. botan. ital. n. ser. VIII, 1901, p. 238—315. 

Briquet, J.: Recherches sur la Flore des montagnes de la Corse et ses 
origines. — Annuaire de la Conservatoire du Jardin botanique de 
Genève, 5me année (1901), p. 12—419, pl. I—IIL. 

Lutz, L.: Additions à la flore de Corse. — Bull. soc. bot. de France 
XLVIIL 1904, p. 49—58. 

Mattirolo, Oreste: Il Calendario di flora per Firenze secondo il mano- 
seritto dell’ anno 1592 di Frate Agostino del Riccio. — Bullettino 
della R. Societä toscana di Orticoltura, Ann. XXV, 1900, 31 p. 

Rikli, M.: Korsische Reisestudien. — Ber. d. schweiz. bot. Ges,, Heft XL. 
(1901) p. 27—33. 


Mittlere Mediterranprovinx. 
Bernatsky, J.: Pflanzengeographische Beobachtungen auf Süd-Lussin. — 
Természetrajzi Füzetek XXIV. (1901) p. 88—137 und 12 Fig. 


Ökologische Studie, ungarisch mit ausführlichem deutschem Résumé, 


G. Mandschurisch-japanisches Gebiet oder temperirtes 
Ostasien. 
Diels, L.: Die Flora von Central-China. — Bot. Jahrb. XXIX. (1901) 
p. 169—659, 4 Taf., 1 Karten-Skizze und 5 Fig. 


66 Litteraturbericht. — Eingegangene neue Litteratur. 


Ichimura, T.: Pflanzenverbreitung auf dem Tateyama in der Provinz — 
Etchu. — Tokyo Bot. Mag. vol. XV, p. 5—9, Forts. | | 
Komarov, V.: Species novae florae Asiae orientalis (Manshuriae et Koreae 
borealis). — Acta hort. Petrop. XVII. 1901, p. 420—449. 


Makino, T.: Observations on the Flora of Japan. — Tokyo Botan. Magaz. 
XV. 1904, p. 10—12, 32—36. 

— Contributions to the tds of the Flora of Japan XX VII. — Ebenda 1 
p. (3] ff. (japanisch). 

Matsumura, J.: Notulae ad plantas asiaticas orientales. — Ebenda Vol. XV, 
1901, p. 2—4 und 13—17. | 


H. J. Nord-Amerika im allgemeinen. 


Sargent, Ch. S.: Trees and sbrubs illustrations of new or little known 
ligneous plants. — Boston (Houghton, Mifflin and Co.), Probeheft. 

—— New or little known North American trees. — Bot. Gazette XXXI. 
1904, Il: p. 1—16; I: p. 217—240. 


H. Gebiet des pacifischen Nord-Amerika. 


Mc. Kenney, R. F. B.: Notes on plant distribution in Southern California, — 
U. S. A. — Bot. Centralbl., Beiheft, Bd. X, Heft 3, 1904, 44 p., mit” 


7 Fig. 


J. Gebiet des atlantischen Nord-Amerika. 


Beadle, C. D.: New species of Thorns from the southeastern states, — 
Biltmore Botan. stud. Vol.I, 1901, p. 25—46. 5 
Enthält eine Beschreibung neuer Crataegus-Arten. | 
Bessey, Carles E., Roscoe Pound and Frederic E. Clements: Re- 
port on recent collections; Studies in the vegetation of the state, 
J. [nonxser, The prairie-grass formation in region I. — University — 
of Nebraska, Botanical Survey of Nebraska, Lincoln 4904, 143 p., 8% — 
Bray, L.: The ecological relations of the vegetation of Western Texas. 
Contributions from the Hull botanical laboratory. — Botan. Gazette 
ANAIL (1901) p. 99—123 und 24 Textfiguren. 
Cowles, Henry Chandler: The physiographic ecology of Chicago and — 
Monty; a study of the origin development, and classification of 
plant societies. — Botan. Gazette, Vol. XXXI. 1904, p. 73—108 und 
165—182, mit 35 Textfig, , 
Macoun, James M.: Contributions to Canadian botany. — The Ottawa 
Naturalist, Vol. XV, no, 3, p. 71—79, 1904. 
Mohr, Ch.: Plant life of Alabama, — An account of the distribution, 
modes of association and adoptions of the Flora of Alabama, together 


Litteraturbericht. — Eingegangene neue Litteratur. 67 


with a systematic catalogue of the plants growing in the state. — 
921 p. 8°, tab. I—XII. — Contributions from the U. S. Nat. Her- 
barium Vol. VI. — Washington 1901. 

Pound, Roscoe, and Frederic F. Clements: The Phytography of Ne- 
braska. I. General Survey, II. edit. — Lincoln, Neb. U.S. A., 442 p. 
8°, mit 4 Karten. 

Shimek, B.: Loess of Jowa City and vicinity. — Bull. Univ. Jowa, Nat. 
Hist. V. 1904, p. 195—212. 

Small, John K.: Shrubs and trees of the Southern states. IV. — Torr. 
Bot. Club XXVIII. 1904, p. 356—361. 

Wheeler, W. A.: A contribution to the knowledge of the flora of south 


eastern Minnesota. — Minnesota botanical studies IV. 1900, p. 353 
— 416. 

Withford, Harry Nichols: The genetic development of the forests of 
northern Michigan; a study in physiographic ecology. — Botanical 


Gazette XXXI. 1904, p. 289—325, mit 18 Fig. 


Paläotropisches Florenreich. 
A. Nordafrikanisch-indisches Wüstengebiet. 


Chevalier, Aug.: La végétation de la région de Tombouctou. — Compt. 
rend. congr. internat. Botan. Paris 1900, p. 248 —275. 


B. Afrikanisches Wald- und Steppengebiet. 
Verschiedene Länder. 


Catalogue of Welwitsch’s African plants, Vol. IL Part II. Cryptogamia. 
— W. Carruthers: Vascular cryptogams, p. 261—279; A. Gepp: 
Mosses, p. 280—309; F. Stephani: Hepatics, p. 310—323; Ethel 
E. Barton: Marine Algae, p. 324— 328; W. West: Freshwater Algae, 
p. 329—381; Th. Comber: Diatomaceae, p. 382—395; A. Wainio: 
Lichenes, p. 396—463; Annie Lorrain Smith: Fungi, p. 464—478; 
A. Lister: Mycetozoa, p. 479—480. — General Index, p. 485—565. 

Engler, A.: Beiträge zur Flora von Afrika. XXI. — Bot. Jahrb. XXX. 
p. 39—126. — P. Hennings: Fungi camerunenses novi Ill. p. 39 
—57; W. Schmidle: Beiträge zur Algenflora Afrikas, p. 58—68, 
Taf. Il; E. Gilg: Übersicht über die Arten der Oleaceengattung 
Schrebera, p.69—74; H. Harms: Leguminosae Il, p. 75—94, Taf. III; 
E. Gilg: Myrsinaceae, p. 95—101; G. Lindau: Acanthaceae V, 
p. 444—114; G. Lopriore: Amarantaceae, p. 102—110; I. Urban: 
Caricaceae, p. 145—117; R. Pilger: Gramineae, p. 118—-126. 

— Beiträge zur Flora von Afrika. XXII — Berichte über die botani- 
schen Ergebnisse der Nyassa-See- und Kinga-Gebirgs-Expedition. 
IV. Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See, sowie in den 


Litteraturbericht. — Eingegangene neue Litteratur. 


> 
DPD 


zwischen beiden Seen gelegenen Gebirgsländern, insbesondere dem 
Kingagebirge gesammelten Pflanzen. Schixophyceae — Cyperaceae, Bot. 
Jahrb. XXX. (1904) p. 239—288, Taf. IV— VII. 


Hua, Henri: Les explorations botaniques dans les colonies francaises de 
l'Afrique tropicale d’après les collections conservées au Muséum d’Hi- 
stoire naturelle de Paris. — Compt. rend. congr. internat. Botan. 
Paris 1900, p. 239—247. | 


Thiselton-Dyer, Sir William T.: Flora of tropical Africa. Vol. VII, 
Bogen I—14, 256 p. | 
Enthält die Bearbeitungen der Pontederiaceae von N. E. Brown, Xyridaceae von 
demselben, der Commelinaceae von CLarke, der Rapateaceae von N. E. Brown, der 
Juncaceae von Baxer, der Palmae und Pandanaceae von WRrıcHt, der Typhaceae, 
Araceae und Lemnaceae von Brown, der Alismaceae von Wricut, der Najadaceae von 
Bennetr und der Eriocaulaceae von N. E. Brown. 


Westafrikanische Waldprovinz. 
Durand, Th., et Em. de Wildemann: Matériaux pour la flore du Congo, 
Xieme fascicule. — Bull. soc. roy. bot. de Belgique 1904, p. 7—41. 
Wildemann, Em. de, et Th. Durand: Reliquiae Dewewreanae. Tome I, 
fase. 4. — Annal. de Mus. du Congo. Botan. Ser. II. 80 p. 
Illustrations de la flore du Congo. Tome I, fasc. 7. — Bruxelles, 
Janvier 1904. | 


Ostafrikanische und südafrikanische Steppenprovinz. 
Werth, E.: Die Vegetation der Insel Sansibar. — Mitteil. des Seminars 
für orientalische Sprachen 1901. III. Abteil. 95 S. 8° und 4 Karte. 


Wood, J. Medley: Natal plants. Vol. IIL pt. 2. — Durban (Bennett and 
Davis) 4904, 27 p. mit Taf. 228— 949. | 


B, ©. Afrikanisches Wald- und Steppengebiet und Gebiet 
des südwestlichen Kaplandes. 
Thiselton-Dyer, Sir William T.: Flora capensis, Vol. V, pt. 4. — Lon- 
don 1901, 224 p. | 


Bengt die Bearbeitung der Acanthaceae von C. B. CLanke, der Selaginaceae von 
Hove und der Verbenaceae 1. von Pranson, 


(. Gebiet des südwestlichen Kaplandes. 

Marloth, R.: Notes on the occurrence of alpine types in the vegetation 
of the higher peaks of the southwestern region of the Cape. — 
Transact. of the South-African philosophical Society. XI. Part 3, 
p. 164—468, pl. XXII— XXII, Juni 4904, 


Litteraturbericht. — Eingegangene neue Litteratur. 69 


LS 


G.. Monsungebiet. 
' Hinterindisch-ostasiatische Provinz. 


Schmidt, Johs.: Flora of Koh Chang. Contributions to the knowledge 
of the vegetation in the gulf of Siam. Part III: GC. B. CLarke: 
Cyperaceae; E. Hacker: Gramineae; H. Curist: Pteridophyta (Sela- 
ginella auct. G. Hieronymus), V. F. Brortuerus: Pryales. — Botanisk 
Tidskr. Vol. XXIV, 1901, p. 23—74. — Part IV: W. West und 
G. S. West: Fresh water Chlorophyceae; Tu. ReınsoLp: Marine Algae 
(Chlorophyceae, Phaeophyceae, Dictyotales, Rhodophyceae); M. Go- 
mont: Myxophyceae hormogoneae, Jous. Scammr: Peridiniales. — 
Botanisk Tidskr. Vol. XXIV, 1901, August. 


Malausche Provinx. 
Hallier, H.: Neue und bemerkenswerte Pflanzen aus dem malaiisch-pa- 
puanischen Inselmeer. III. Teil. — Bull. de l’herb. Boissier IL. Ser. 
No. 7, p. 667—676 mit 4 Taf. 
Koorders, S. H.: IV. Einige Fortschritte der Erforschung der Phanero- 
gamenflora von Java seit 1888. — Natuurkund. Tijdschr. voor Need. 
Indie, Deel LX. afl. 3, 1901, p. 370—395. 


Melanesische Provinz. 
Burkill, J. H.: The Flora of Vavau, one of the Tonga Islands. With a short 
account of its vegetation by Ca. STEELE Crosspy. — Linnean Soc. 
Journ. XXXV, p. 20—65. 


Central- und südamerikanisches Florenreich. 
B. Gebiet des tropischen Amerika. 


Provinz des tropischen Central-Amerika. 


Fernald, M. L.: Some new spermatophytes from Mexico and Central 
America. — Proceed. Amer. Acad. XXXVI, 1901, p. 491 —506. 


Pittier, H.: Primitiae Florae costaricensis, T. II, fasc. 1. Fülices, Equi- 
setaceae, Lycopodiaceae, Selaginellaceae, Rhixocarpaceae auctore 
H. Carist. — San José de Costa Rica 1901. 

Robinson, B. L.: New species and synonymy among the spermatophytes 
of Mexico and Central America. — Proceed. Amer. Acad. Vol. XXXVI, 
1901, p. 471 —488. 

Smith, John Donnell: Undescribed plants from Guatemala and other 
Central American republics. XXII — Botan. Gaz. Vol. XXXI, 1904, 
p. 409—125, mit 4 Taf. 


70 Litteraturbericht. — Eingegangene neue Litteratur, « of 


+ 


Westindische Provinz. 


Boergesen, F., et Ove Paulsen: La végétation des Antilles Danoises; — 
traduit en francais par Mlle. S. Erıkson. — Extr. de la Revue géné- — 


rale de Botanique XII, 1900, 108 p. mit 44 Taf. 
Canizares, Felipe Garzia: Flora Cubana. Catalogo. — Museo botanico 


del Instituto de 2a enseñanza de la Habana, Habana (Manuel Roces — 


Alvarez) 1904, 102 p. 


Cisäquatoriale Savannenprovinz. 


Brown, N. E.: Report on two botanical collections made by Messrs. — 
F. V. Mc. Conxezz and J. J. Quercn at Mount Roraima in British — 


Guiana. Introduction by J. H. BurkıL.. Enumeration of the plants 
collected. I. Spermatophyta by N. E. Brown (Orchidaceae by R. A. Rourz). 


II. Pteridophyta by €. H. Wriear; IL Bryophyta: Musci by V.F. 
Brornerus, Hepaticae by F. Srepnant; IV. Thallophyta by G. Masses. — 


— Transact. Linn. Soc. 2nd Ser. Botany, Vol. VI, pt. 4, Jan. 1904, 
107 p., #0, mit 44 Taf. 


Südbrasilianische Provinz. 
Chodat, R.: Plantae Hasslerianae, soit énumération des plantes récoltées 
au Paraguay. I. — Bull. de l’herb. Boissier 2. ser., No. 4, p. 395 
—442. — Genève 1901. 


Lindman, C. A. M.: Beiträge zur Gramineenflora Südamerikas. — Kgl. 
Svensk. Vet.-Akad. Handl. Bd. XXXIV, 1900, 52 p. mit 15 Taf. 


Pilger, R.: Beitrag zur Flora von Mattogrosso. — Bot. Jahrb. XXX. 
p. 127—238, mit 1 Karte im Text. 


C. Andines Gebiet. 
Mittelandine Provinz. 
Hemsley, W. Botting, and H. H. W. Pearson: Ona small collection of 


dried plants obtained by Sir Martin Conway in the Bolivian Andes. — 


— Linn. soc. journ. Vol. XXXV. p. 77—-90. 


Argentinische Provinz. | 
Kurtz, F.: Collectanea ad Floram Argenlinam. — Boletim de la Academia 
Nacional de Ciencias de Cördoba, t. XVI, 1900, p. 224—275. 


Andin-patagonische Provinz und austral-antarktisches Gebiet 
Südamerikas. 
Neger, F, W.: Pflanzengeographisches aus den südlichen Anden und Pata- 
gonien, — Bot. Jahrb. XXVII. (1900) p. 231 —258, 


) 


Litteraturbericht. — Eingegangene neue Litteratur. 71 


Iv. Das australe (altoceanische) Florenreich. 
A. Austral-antarktisches Gebiet Süd-Amerikas. 


Dusén, P.: Zur Kenntnis der Gefäßpflanzen des südlichen Patagoniens. — 
Ofvers. kgl. Vetensk. Akad. Förh. Stockh. 1901, No. 4, p. 220—263. 


Oceanisches Florenreich. 


Reinke, J.: Untersuchungen über den Pflanzenwuchs in der östlichen 
Ostsee. IV. — Wissensch. Meeresunters., Neue Folge, V. Bd., Heft 2, 
1901, p. 1—6. 

— Die Pflanzenwelt der deutschen Meere. — 6 S 4° — Globus, 
Bd. LXXX, No. 2 und 3. — 14. u. 16. Juli 1901. 

Siehe auch Plankton S. 47. 


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Uber die neueren Fortschritte der Pflanzengeographie 
(seit 1899). 


Sammelreferat 
von 


A. Engler. 


Da ich im Jahre 1899 gelegentlich des internationalen geographischen 
Congresses in der Humboldt-Centenarschrift!) die Entwickelung der Pflanzen- 
geographie in den vorangegangenen 100 Jahren ziemlich ausführlich be- 
handelt habe, schien es mir zweckmäßig, im Anschluss an die erwähnte 
Darstellung einen Überblick über die Fortschritte der Pflanzengeographie 
zu geben, welche seit dem Abschluss der genannten Schrift hervorgetreten 
sind. Da in den Botanischen Jahrbüchern nach den Arbeiten geordnete 
Übersichten?) der mir zugegangenen pflanzengeographischen Publicationen 
erscheinen, ist es nicht notwendig und aus Rücksicht auf das Ermüdende 
solcher Aufzählungen wohl auch kaum erwünscht, dass auf alle pflanzen- 
geographischen Arbeiten der letzten beiden Jahre eingegangen wird, — viel- 
mehr betrachte ich es als meine Aufgabe, diejenigen hervorzuheben, in 
denen entweder Gebiete behandelt werden, die ein allgemeines Interesse 
beanspruchen oder in denen Fragen zur Sprache kommen, welche für die 
Förderung einzelner Richtungen der Pflanzengeographie besonders 
wichtig sind; sodann musste ich mich auch auf die mir sprachlich zugäng- 
lichen Abhandlungen beschränken. Wenn dagegen floristische Werke und 
Einzelarbeiten hier nicht oder nur teilweise besprochen worden, so soll 
darin keine geringere Bewertung derselben liegen, zumal auch gerade die 
hier zu erwähnenden pflanzengeographischen Arbeiten ökologischer oder 


1) Humboldt-Centenar-Schrift. Wissenschaftliche Beiträge zum Gedächtnis 
der hundertjährigen Wiederkehr des Antritts von A. vy. Humsorpr’s Reise nach Amerika 
am 5. Juni 4799. Aus Anlass des VII. Internationalen Geographen-Congresses heraus- 
gegeben von der Gesellschaft für Erdkunde zu Berlin. II. A. EncLer: Die Entwickelung 
der Pflanzengeographie in den letzten hundert Jahren und weitere Aufgaben derselben. 
247 S. 80. — Berlin (W. H. Kühl) 1899. 

2) Vergl. XXX. Bd. Litteraturbericht S. 25—74, 

Botanische Jahrbücher. XXX. Bd. (6) 


74 Litteraturbericht. — A, Engler, 


entwickelungsgeschichtlicher Richtung zeigen, dass sie eben nur möglich 
sind auf der Basis gründlicher systematischer und floristischer Vorarbeiten. 


km allgemeinen möchte ich noch bemerken, dass naturgemäß die Mehr- 
zahl auch der neueren pflanzengeographischen Arbeiten registrierender Natur 
ist, — dass eine geringere Zahl sich mit der Schilderung der Vegetation 
größerer Gebiete und deren Gliederung in kleinere natürliche Areale be- 
fasst oder die Entwickelungsgeschichte der Floren verfolgt, vielfach aber 
auch das Bestreben hervortritt, in floristisch bereits gut bekannten Gebieten 
ökologische Untersuchungen über die Beziehungen zwischen Formation und 
Boden oder Klima anzustellen. Klein ist auch die Zahl der Arbeiten, in 
welchen auf die mit den Existenzbedingungen im Zusammenhang stehende 
anatomische Organisation der Pflanzen oder auf die für das Verständnis 
der Pflanzenverbreitung so wichtigen Verbreitungsmittel der Arten eines 
Gebietes oder einer Formation eingegangen wird. Aus Rücksicht auf die 
in den Botanischen Jahrbüchern übliche Anordnung der Litteratur halte ich 
es für zweckmäßig, die Fortschritte der Pflanzengeographie in der Reihen- 
folge der größeren Gebiete zu besprechen und die allgemeineren Fragen 
da zu behandeln, wo durch eine Arbeit eine größere Anregung nach einer 
bestimmten Richtung hin gegeben ist. 


Was zunächst das arktische Gebiet betrifft, so können bei der Sorg- 
falt, welche seit langer Zeit auf die Erforschung seiner ärmlichen Flora von 
zahlreichen Botanikern verwendet wurde, die neueren Expeditionen nur 
eine geringe Zahl von vorher nicht aufgefundenen Arten ans Licht bringen, 
— um so mehr vertieft sich die Kenntnis der Formationen, sowie der bio- 
logischen Verhältnisse derselben. Im Jahre 4898 wurde unter Leitung des 
um die Erforschung der gegenwärtigen und vergangenen arktischen Flora 
so hoch verdienten Professor Narnorsr!) eine schwedische Expedition zur 
Erforschung von King Karls Land und anderer westlich von Spitzbergen 
gelegener Inseln unternommen; bei dieser Gelegenheit wurden auch 8 Tage 
auf die Untersuchung der Bären-Insel und eine Umschiffung von Spitzbergen 
verwendet. Die der Expedition beigegebenen Botaniker Gunnar ANDERSON 
und Henrik Hrssermann?) haben die auf Spitzbergen und der Bären-Insel 
gefundenen Gefäßpflanzen zusammengestellt und den Wert dieser Zusammen- 
stellung durch Bemerkungen über die Biologie und Variation einzelner Arten, 
sowie durch mehrere Abbildungen erhöht. 


Ein Teil der von diesen beiden Botanikern auf der Bären-Insel ge- 


1, Nathorst, A. 8.: a) Kung Karls Land in »Ymere 4899, Heft 4; b) Nagra 
upplysningar till den nya kartan öfver Beeren Eiland, ebenda 1899, Heft 2; c) The 
wedish arctic expedition of 1898 in Geographical Journal for Juli and August 1899. 

2 Andersson, Gunnar, och Henrik Hesselmann: Bidrag till kännedomen 
om Spetsbergens och Beeren Eilands Kärlväxtflora. — Bihang till Svenska Vet.-Akad, 
Handi, Bd, XXVI, Afd. Il, p. 1—88 8.-A., med 4 Tall, 


Litteraturbericht. — Uber die neueren Fortschritte der Pflanzengeographie. 75 


sammelten Pflanzen wurde auch von Prof. Henxine!) auf der Expedition 
des Deutschen Seefischerei-Vereins 1900 constatiert. Auf King Karls Land 
wurden von den genannten schwedischen Forschern 27 Arten weitverbreitete 
arktische Siphonogamen aufgefunden. 

Eine sehr wesentliche Bereicherung unserer Kenntnisse über die ark- 
tische Flora ist eine Abhandlung Macoun’s2) über die Flora der dem ark- 
tischen Amerika zuzurechnenden Pribilof-Inseln unter etwa 56° nördl. Br. 
Während in Lepesour’s Flora rossica nur 35 Arten von dieser Inselgruppe 
erwähnt sind, kann Macoun 182 Arten und Varietäten von Gefäßpflanzen 
nebst einer großen Zahl von Flechten und Mooren aufzählen, darunter auch 
einige zum ersten Mal beschriebene und abgebildete Arten. Die sandigen 
Küsten und Dünen, die Strandfelsen, auch die zahlreichen Sümpfe lieferten 
nur wenige und meist eircumpolar verbreitete Arten; der größte Teil der 
Inseln ist tundrenartig und zeigt an den höheren und dem Wind mehr 
ausgesetzten Plätzen mehrere Arten in Polstern von 4 Fuß oder mehr 
Durchmesser, während in der Nähe der Küste zahlreiche Grasbänke und 
Wiesen mit teilweise recht ansehnlichen Formen auftreten, anderseits auch 
die feuchten und geschützten Stellen unter den Felsen eigentümliche Arten 
darbieten. Charakteristisch ist eine auf wasserreichem, ebenem Terrain auf- 
tretende, vorzugsweise von Hypnum und Racomitrium gebildete Formation, 
in der außer dem häufigen Mmpetrum nigrum nur Pflanzen beobachtet 
werden, welche sonst an hohen und trockenen Plätzen wachsen. Der Ver, 
fasser hat auch tabellarisch die Verbreitung der auf den Pribilof-Inseln 
vorkommenden Gefäßpflanzen in anderen arktischen Ländern zusammen- 
gestellt und kommt zu dem wohl von vornherein zu erwartenden Resultat, 
dass abgesehen von den circumpolaren Arten die Pribilof-Inseln mehr Arten 
mit dem arktischen Amerika gemein haben, als die Commandeurs-Inseln, 
welche mehr nordasiatische Arten besitzen. 

Sehr sorgfältig sind die von VANHÖFFEN auf der Grönlandsexpedition 
der Gesellschaft für Erdkunde im Umanaks-Distriet gesammelten Gefäß- 
pflanzen durch Asromeir?) unter Benutzung der umfangreichen älteren 
Litteratur über diese Gebiete bearbeitet worden; durch drei aufgefundene 
neue Arten, unter denen Rhododendron Vanhöffenei Abromeit als wahr- 
scheinlicher Bastard von Rhododendron lapponicum und Ledum palustre 


4) Henking: Die Expedition nach der Bäreninsel im Jahre 1900. — Berlin »Mitteil. 
d. Deutsch. Seefischerei-Vereins« 1904, 47 p. mit 4 Taf. 

2) Macoun, James M.: A list of the plants of the Pribilof-Islands with notes 
on their distribution. — Extr. from the Fur Seals and Fur Seals Islands of the North 
Pacific Ocean, Part II, p. 559—587, plates LXXXVII—XCIV. 

3) Abromeit: Botanische Ergebnisse der von der Gesellschaft für Erdkunde in 
Berlin unter Leitung Dr. v. Drycarskrs ausgesandten Grönlandexpedition nach Dr. Van- 
HOFFEN’S Sammlungen bearbeitet. B. Samenpflanzen (Phanerogamen) aus dem Umanaks- 
und Ritenbensk-District. 4105 p. 40. Mit 4 Taf. und 1 Textfig. Stuttgart 1899. — Aus 
»Bibliotheca botanica« ed. Luerssen und Frank, Heft 42.  18.—. 


(6*) 


76 Litteraturbericht. — A. Engler, 


3 decumbens besonders interessant ist, wurde die Zahl der in Grünland 
constatierten Arten nunmehr auf 377 festgestellt. Eine sehr ansprechende 
Schilderung der Vegetation des erforschten Gebietes gab Vannérren schon 
1897 unter dem Titel »Grönlands Pflanzenwelte in dem Bericht über die 
Expedition, Band 2, Teil 4. Für Ostgrünland hat die unter Leitung von 
NATHORST unternommene schwedische Expedition einige Bereicherungen 
gebracht. 

P. Duséx 1) konnte dem von Hartz 1896 in seinem Ostgrenlands Vegeta- 
tationsforhold gegebenen Verzeichnis nur 2 Arten und 2 Varietäten hinzufügen 
und fiir eine Anzahl Arten ein weiter nördliches Vorkommen zwischen 70 
und 75° nördl. Br. nachweisen. Bei der außerordentlich großen Zahl von 
wissenschaftlichen Forschungsexpeditionen, welche von Dänemark aus nach 
Grönland unternommen wurden, ist eine sehr nützliche Publication Th. Kor- 
NERuP’S?) Aperçu des »Meddelelser om Grönland« 4876-1899, in welchem 
wir auch einen sehr knapp gehaltenen Bericht über die in jenen Jahren 
in Grönland gemachten botanischen Sammlungen und deren Bearbeitung 
finden. 

Da uns bei den arktischen Ländern auch ein geringer Zuwachs von 
Arten zu den bisher bekannten interessiert, so sei hier auch erwähnt, dass 
Duséx*) für Jan Mayen durch Zusammenstellung der auf der schwedischen 
Grönlandsexpedition von 1899 gesammelten Pflanzen die Zahl der bisher 
bekannten 28 Gefäßpflanzen um 2 vermehren konnte, während die Zahl 
der Lebermoose von 4 auf 15, die der Laubmoose von 24 auf 38 ge- 
stiegen ist. 

In dem subarktischen Gebiet schließt sich auch ziemlich stark an 
das arktische die Inselgruppe der Fär-Öer an, über deren Vegetations- 
verhältnisse die dänischen Botaniker) C. H. OsTENFELD, C. JENSEN, BÖRGESEN, 
E. Ösrrur, E. Rosrrup, J. S. Drienmann Brunrn den ersten Teil eines vor- 
trefflichen Werkes »Botany of the Faeröes« veröffentlicht haben, zu welchem 
Warning eine historische Einleitung verfasste. Dies Werk enthält nicht 
bloß eine Aufzählung der Embryophyten, sondern auch die der Thallophyten. 
Während €. Jansen an der Bearbeitung der Moose und Ostrup an die der 


4, Dusen, P.: a) Nagra viktigare växtfynd frân nordöstra Grönland. — Botan, 
Notis. 1901, p. 73—76. — b) Zur Kenntnis der Gefäßpflanzen Ostgrénlands. — Bihang 


till K. Svenska Vet. Akad, Handl. Bd, 27, Afd. III, No. 3. — 70 p. 80 mit 4 Karte und 
5 Tafeln. 

> Kornerup, Th.: Apercu des »Meddelelser om Grönland« (Communications 
sur le Grönland) 4876—1899, traduit par E, Banvär. — Copenhague (C, A, Reitzel) 4900. 
p. 20—24 d, Botanique, 

3, Dusen, P.: Beiträge zur Flora der Insel Jan Mayen, — Bihang till k. svenska 
Vet.-Akad. Handling. Bd. XXVI, Afd. II, No. 48, 49 p., 4 Taf. 

4 Warming, Ostenfeld u. a.: Botany of the Faeröes, based upon danish in- 
vestigations. Part I, illustr, with 10 plates, and 50 fig. in the text. — Copenhagen 
det nordiske forlag Ernst Bojesen) 1904, 388 p., 80, 


Litteraturbericht. — Uber die neueren Fortschritte der Pflanzengeographie. rg 


‚Süßwasseralgen statistische Vergleiche anschließen, geht Osrenretp bei den 
Gefäßpflanzen auch auf die Gliederung und Geschichte der Flora ein und 
kommt einerseits zu dem Resultat, dass ein nördlicher und ein südlicher, 
floristisch sich mehr an das temperierte atlantische Europa anschlieBender 
Bezirk zu unterscheiden seien, anderseits zu der Annahme, dass der Wind 
nur in beschränktem, die Vögel in sehr geringem Maß zur Einführung von 
Früchten und Samen beigetragen haben, dass dagegen noch in postglacialer 
Zeit eine Landverbindung der Fär-Öer mit dem nördlichen Schottland und 
Island bestanden habe, welche schrittweise Wanderung vieler Arten ge- 
stattete. Die Entwickelungsgeschichte der Flora von Skandinavien seit der 
Glacialperiode hat bekanntlich eine umfangreiche Litteratur und die An- 
sichten über die allmähliche Wiederbesiedelung des vorher großenteils ver- 
gletscherten Gebietes gehen ziemlich weit auseinander. Mit großem Eifer 
verfocht Bryrr seine Ansichten über den Wechsel der Klimate in Skandi- 
navien und die damit zusammenhängende Einwanderung verschiedener 
Florenelemente zu verschiedenen Zeiten. Obgleich seine Anschauungen sich 
vorzugsweise auf das Verhalten der Moorschichten in Skandinavien stützten, 
hat Gunyar Anperson durch Untersuchung jüngerer Moore sich dahin aus- 
gesprochen, dass die Wiederbesiedelung nicht in mehreren scharf von einander 
geschiedenen trockenen und feuchten Perioden erfolgt sei. Neuerdings tritt 
nun wieder A. Scaurtz in einer längeren Abhandlung für Bryrr’s Anschau- 
ungen ein, denen sich im wesentlichen auch SERNANDER angeschlossen hatte. 
Da A. Scuuttz die biologischen Verhältnisse der einzelnen Arten in Betracht 
zieht, so verdient seine Schrift weitere Beachtung; aber mir scheint bei 
allen diesen Fragen immer festzuhalten, dass es sowohl in den feuchten 
wie in den trockenen Perioden Standorte für die hygrophilen und solche 
für die xerophilen Pflanzen der nördlich gemäßigten Zone gegeben hat und 
dass beiderlei Pflanzen gleichzeitig einwandern konnten, sobald nur offenes 
Terrain dargeboten war. 


Gehen wir zum mitteleuropäischen Gebiete über, so ist zunächst auf 
2 verdienstliche Arbeiten von F. Höck?) hinzuweisen; in der Schrift »An- 
kömmlinge in der Pflanzenwelt Mitteleuropas während des letzten halben 
Jahrhunderts« werden von ihm die eingeschleppten Pflanzen, welche sich 
bei uns einbürgern, registriert, während in der Abhandlung »über die Ver- 


4) Schulz, A.: Über die Entwickelungsgeschichte der gegenwärtigen Phanero- 
gamenflora und Pflanzendecke der skandinavischen Halbinsel und der benachbarten 
schwedischen und norwegischen Inseln. — Sonderabdr. a. d. Abhandl. der naturf. Ges. 
zu Halle Bd. XXII. 316 p. 80. — Stuttgart (E. Schweizerbart). 

2) Höck, Dr. F.: Die Verbreitung der Meerstrandpflanzen Norddeutschlands und 
ihre Zugehörigkeit zu verschiedenen Genossenschaften. — Bot. Centralblatt, Beihefte, 
Bd. X, 4904, Heft 6, 23 p. des Sep.-Abdr. 

Ankömmlinge in der Pflanzenwelt Mittel-Europas während des letzten 
halben Jahrhunderts. IV. — Ebenda, Heft 4/5, 1904, 47 p. 


78 Litteraturbericht. — A. Engler, 


breitung der Meerstrandpflanzen Norddeutschlands und ihre Zugehörigkeit 
zu verschiedenen Genossenschaften« die Verbreitung der nordeuropäischen 
Küstenpflanzen verfolgt und die Zugehörigkeit derselben zu 2 verschiedenen 
Genossenschaften, der der norddeutschen Strandpflanzen und der der 
mitteleuropäischen Strand- und Steppenpflanzen dargethan wird, einige 
Arten auch, nicht gerade sehr glücklich, als arktisch-alpine bezeichnet werden. 
Die Formation des Buchenwaldes hat H. WınkLer!) zum Gegenstand einer 
ökologischen Studie gemacht, auch auf einer Karte das Areal von Fagus 
silvatica genau festgestellt. Erwähnen möchte ich auch Kusnezow’s2) Ab- 
handlung über die Vegetation und die Gewässer des europäischen Russlands, 
in welcher gezeigt wird, wie die Erhaltung oder Vernichtung der im Quell- 
gebiet der russischen Flüsse gelegenen Wälder und Sümpfe einen Einfluss . 
auf die Umgestaltung der Pflanzenformationen des europäischen Russlands 
ausübt. 

Auf einen großen Teil des mitteleuropäischen Gebietes und zugleich 
einen kleinen des Mittelmeergebietes bezieht sich die von einer Karte be- 
gleitete Einleitung Ca. Franaurr's?) zu der Flore de la France von Abbé 
Coste. Derselbe giebt hier nach einer allgemeinen Belehrung über die 
pflanzengeographischen Aufgaben der Floristik eine pflanzengeographische 
Übersicht von Frankreich, welche zugleich eine Vegetationskarte erläutert. 
Es werden unterschieden die oceanische Region, die gemäßigte westeuro- 
päische, die mediterrane und die der europäischen Hochgebirge. Diesen 
Regionen werden untergeordnet die Gebiete (Domaines), diesen die Secteurs 
(etwa unseren Provinzen entsprechend), letzteren die Distriete (Bezirke), in 
welchen Zonen, Horizonte und »Stations« unterschieden werden. Es erscheint 
mir nicht praktisch, die Gebiete den Regionen unterzuordnen, so sehr auch 
die Pflanzen einer Region biologisch und systematisch mit einander ver- 
wandt sind; es ist namentlich unpraktisch bei Gebirgsregionen, welche in 
weit von einander entfernten Ländern auftreten; es tritt bei diesem Ver- 
fahren die Gruppierung der Pflanzen zu sehr in den Vordergrund gegen- 
über der Gliederung der Länder; für florengeschichtliche Fragen ist dasselbe 
von Vorteil, für eine Einteilung größerer Ländergebiete nachteilig. So finden 
wir bei Franaurr untergeordnet seiner oceanischen Region das Gebiet der 
nordatlantischen Küsten mit dem ibero-hibernischen und dem Nordsee-District 
und das Gebiet der mediterranen Küsten, während das französische Mittel- 
meergebiet und das Gebiet der tyrrhenischen Inseln der Mittelmeerregion 
subordiniert werden. Es wäre sicher zweckmäßiger gewesen, die drei zuvor 


{ Winkler, H.: Pflanzengeographische Studien über die Formation des Buchen- 
waldes. — 60 p. und 4 Karte. — Breslau 4901, 

2 Kusnezow, N. J.: Die Vegetation und die Gewässer des europäischen Russ- 
lands, Engler’s Bot, Jahrb. XXVII, (1900) p. 218—226 mit 1 Karte. 

3, Flahault, Ch.: La flore et la végétation de la France avec une carte de la 
distribution des végétaux en France. — Paris (P, Klincksieck) 1904, 52 p., 8°. 


Litteraturbericht. — Uber die neueren Fortschritte der Pflanzengeographie. 79 


genannten Küstengebiete an die in sie übergehenden Binnenlandsgebiete als 
Littoralregion anzuschließen, gerade so, wie FLamauzr selbst bei Corsica 
es unterließ, seinem Prinzip zu folgen und die Hochgebirgsregion von Corsica 
mit der der Alpen und Pyrenäen der Region der Hochgebirge unterzuordnen. 
Wollte man auch für Frankreich oder ein anderes ebenso großes Land 
diesen Modus der pflanzengeographischen Einteilung zugestehen, so würde 
doch bei der pflanzengeographischen Behandlung größerer Gebiete, etwa 
Europas oder Asiens eine solche ausschließlich die Vegetation und nicht zu- 
gleich die Areale berücksichtigende Einteilung zu absonderlichen Consequenzen 
führen, die bei der Einteilung des continentalen Frankreich sich deshalb 
nicht bemerkbar machen, weil die Hochgebirge an den Grenzen des Landes 
liegen. Sehen wir aber von diesem störenden und leicht zu vermeidenden 
Verfahren ab, so können wir uns nur darüber freuen, dass nunmehr der 
Versuch gemacht ist, Frankreich pflanzengeographisch zu gliedern. Das 
atlantische Gebiet, umfassend das alte Aquitanien, das Bassin der Charente, 
das der Loire bis Nivernais und Berry, jenseits der .Loire ziemlich weit 
in das Thal der Vilaine eindringend und einen schmalen Gürtel der Bretagne, 
welcher bei Cherbourg endigt, in sich aufnehmend, im Süden an die sub- 
alpine Region der Pyrenäen anstoßend, im Osten an den Fuß des Naurouze, 
der Montagne Noire, an den Sidobre, den Rouergue, an die Hügel von 
Perigord und Limousin, ist klimatisch in hohem Grade durch die feuchten 
atlantischen Winde beeinflusst und durch zahlreiche eigentümliche Arten 
charakteristisch. Schon Ravin, alsdann Purt und Lerourneux haben eine 
aquitanische und bretonische Flora unterschieden, demzufolge auch FLAnauLt 
von einem Secteur aquitanien und einem Secteur armorico-ligérien spricht, 
welch letzterer bedeutend armer an siidlichen Arten ist. Das Gebiet der 
nördlichen Ebenen und Hügel, charakterisiert durch Wälder von Eichen, 
Weißbuchen, Buchen, auf den granitischen und schieferigen Höhen der 
Bretagne, des normannischen Bocage und Cotertin, beeinflusst durch 
mäßige, aber häufige Regen und kalte Winter, besitzt von endemischen 
Arten nur Aceras Duquesnet und Orchis cimicina. Das Gebiet der Hoch- 
ebenen und des niederen Berglandes umfasst 4. den Secteur des Berglandes 
im Norden der Alpen, 2. den Secteur der westlichen Voralpen und der 
Rhone-Ebene, 3. den Secteur des Massif central. Zu dem ersten Secteur 
gehört das Gebiet der Ardennen und Vogesen. Der zweite Secteur zerfällt 
in mehrere Bezirke; französischer Jura-, Savoien-, Dauphiné-, provenca- 
lisches und Seealpen-Vorland, Rhone-Ebene. Der dritte Secteur, welcher 
in vieler Beziehung ein Mittelglied zwischen Alpen und Pyrenäen bildet, 
enthält folgende Bezirke: das vulkanische Bergland, den granitischen Bezirk, 
den Bezirk der aus Kalk und Dolomit bestehenden trockenen baumlosen 
Causses in den Sevennen und den Bezirk des ebenen Landes. Es sei noch 
darauf hingewiesen, dass die Darstellung FrauauLr’s mehrfach Angaben über 
die physikalischen Verhältnisse der einzelnen Secteurs, über die wichtigsten 


S0 Litteraturbericht. — A. Engler, 


Charakterpflanzen und Endemismen enthält, so dass jedenfalls mit dieser 
Schrift eine vortreffliche Grundlage für eine vollständige pflanzengeogra- 
phische Behandlung unseres Nachbarstaates gegeben ist. Bei dem außer- 
ordentlich regen Interesse, welches in Frankreich für Floristik besteht, ist 
zu erwarten, dass die Anregungen FrLAuauLr's viel zur Förderung von Frank- 
reichs Pflanzengeographie beitragen werden. 

Hier sei auch gleich auf eine andere Schrift desselben Autors!) hin- 
gewiesen, in welcher er die oberen Grenzen der Waldvegetation und die 
pseudoalpinen Wiesen in Frankreich bespricht. Es wird nachgewiesen, dass 
die obere Grenze der subalpinen Region oft höher liegt, als die gegenwärtige 
obere Waldgrenze und dass auf den oberhalb der letzteren zunächst be- 
findlichen Wiesen echt alpine Arten fehlen oder stark in der Minderzahl 
sind, dass solche pseudoalpine Wiesen in der Region der Buche, der Stein- 
eiche, der Kastanie liegen und einer allmählichen Wiederbesiedelung trotz der 
oft herrschenden Winde zugänglich sind und mit Erfolg beholzt wurden, 
während dies auf echt alpinem Wiesenland ausgeschlossen ist. 

Die Formationen oder Genossenschaften Schottlands, welches ich der 
atlantischen Provinz zurechne, hat ein jüngerer Botaniker, der leider 
im vergangenen Jahre frühzeitig verstorbene Rogerr Smirn?) beschrieben, 
zugleich auch für die Bezirke von Edinburgh und Nord-Perthshire sehr de- 
taillierte Formationskarten geliefert. Ferner sei erwähnt, dass F. W. Wizzrams ?) 
einen Prodromus der Flora Britanniens mit lateinischen Diagnosen veröffentlicht. 

Auf einige Arbeiten, welche über Teile der subatlantischen und sarma- 
tischen Provinz sowie der europäischen Mittelgebirge erschienen sind, will 
ich hier nur ganz kurz hinweisen, da dieselben wohl in unseren Kreisen 
schon ziemlich bekannt und leicht zugänglich sind. Wichtig sind zunächst 
einige Abhandlungen für die Kenntnis der subatlantischen Provinz. 
Wohl die meisten werden mit großer Freude begrüßt haben, dass unser 
gründlichster Kenner der mitteleuropäischen Flora, Professor ASCHERSON *) 
eine kritische Übersicht der Pteridophyten und Siphonogamen Helgolands 
gegeben hat, welche zugleich auch zeigt, wie selbst bei der floristischen 
Darstellung eines so kleinen Gebietes früheren Bearbeitern manche Irrtümer 


4) Flahault, E.: Les limites supérieures de la végétation forestière et les prairies 


pseudo-alpines en France. — Extrait de la Revue, des Eaux et Forêts, XL. Nos des 
1er et 45 juilet 1904. — 39 p., A pl. 

2, Smith, Robert: Botanical survey of Scotland. I. Edinburgh district. — The 
scottish geograph. Magazine for July 4900, p. 385—446, mit Karte, 


- Botanical survey of Scotland. I. North Perthshire district. — ibid. for 
August 1900, p. 444—467, mit Karte. 

8, Williams, F. N.: Prodromi florae Britannicae specimen, Cucurbitaceae, 
Lobeliaceae, Campanulaceae et Asteracearum subfam, Asterineae, — Brentford 1904, 
16 p. 80. 

4 Ascherson, Paul: Übersicht der Pteridophyten und Siphonogamen Helgolands. 
— Wissensch. Meeresunters. Helgolands. IV. Heft 4, 1900, p. 91—4140, mit 2 Fig. 


Litteraturbericht. — Uber die neueren Fortschritte der Pflanzengeographie. 81 


begegnet sind. Es giebt wenig Gebiete, welche für das Studium der Ein- 
wanderung der Pflanzen ein solches Interesse bieten, wie diese Insel, auf 
welcher nach Ascuerson’s Schätzung mindestens 219 »synanthrope« Arten 
höchstens 145 »proanthropen« Arten gegenübertreten. Die der subatlan- 
tischen Provinz zugerechneten ostfriesischen Inseln sind bekanntlich in den 
letzten Jahrzehnten von mehreren Floristen sehr eingehend untersucht 
worden; auch die Zusammensetzung der auf ihnen herrschenden Forma- 
tionen wurde beachtet; aber in den bisher erschienenen Schriften ist ein 
auf die Gestaltung der Vegetation wirkender Factor, der Wind, nicht in 
dem Maße gewürdigt und berücksichtigt worden, wie dies in der vor wenigen 
Wochen erschienenen Abhandlung von A. Hansen!) über die Vegetation der 
ostfriesischen Inseln geschieht. Wer jemals sich mit Anpflanzungen auf 
einem offenen, den Winden exponierten Terrain befasst hat, wer beobachtet 
hat, wie langsam an dauernd von herrschenden Winden beeinflussten 
Stellen die durch den Menschen oder Tiere entblößten Plätze dem Baum- 
wuchs wieder zugänglich gemacht werden können, wird dem Verfasser 
gern zustimmen, wenn er solchen constanten Winden, wie sie die ostfrie- 
sischen Inseln beherrschen, einen stark auslesenden und auch formgestal- 
tenden Einfluss zuschreibt. Der gemeinsame Charakter der Flora von 
Borkum liegt in dem niedrigen Wuchs der ganzen Vegetation, sie sieht 
aus, als ducke sie sich vor dem Winde. Hansen weist nach, dass durch 
den Wind kleinen Zellcomplexen so schnell das Wasser durch Verdunstung 
entzogen wird, dass keine Zeit zur Zuleitung von den benachbarten Zellen 
her bleibt; der ohne Unterlass wehende und verzehrende Wind lässt die 
Blätter langsam den Trockentod sterben; so werden also niedrig wachsende 
Pflanzen überleben, während die hochstrebenden aussterben oder nur solche 
erhalten bleiben, welche wie Psamma und Juncaceen in ihren oberirdischen 
Organen xerophile anatomische Structur besitzen. Verf. geht dann weiter 
und bekämpft die von anderen Autoren, namentlich auch die von WARMING 
ausgesprochenen Sätze über die Ökologie der Dünenvegetation durch Aus- 
führungen, die wohl nicht ohne Erwiderung bleiben werden, er geht auch 
auf die Halophyten ein, deren Succulenz er ebenfalls als sehr wirksamen 
Windschutz auffasst, würdigt Kratmann’s Ausführungen über den Einfluss 
des Windes auf die Bestandteile der arktischen Flora und geht ferner auf 
die tropische Strandflora ein, in der ebenfalls mehrfach niederer Wuchs 
oder xerophile Structur herrscht, endlich sieht er auch in der xerophilen 
Structur der Mangroven einen Schutz gegen die austrocknende Wirkung 
des Windes. Zweifelsohne sind die Ausführungen Hansen’s von hohem 
Werte für die ökologischen Studien; aber sie werden höchst wahrscheinlich 


4) Hansen, A.: Die Vegetation der ostfriesischen Inseln. Ein Beitrag zur Pflanzen- 
geographie, besonders zur Kenntnis der Wirkung des Windes auf die Pflanzenwelt. — 
86 S. groß 80 mit 4 photographischen Bildern und 4 Karte. — Darmstadt 1901. 


82 Litteraturbericht. — A. Engler, 


zu Discussionen Veranlassung geben, da doch auch andere Factoren, unter 
deren Einfluss die dem Winde exponierten Pflanzengemeinschaften leben, 
namentlich die Bodenverhältnisse ihre Bedeutung haben. 

Speciell für die Dünen verdient außer den früheren Arbeiten Warmine’s 
Beachtung das von Baurat P. Geruarpr!) herausgegebene und reich illu- 
strierte Handbuch des deutschen Dünenbaues, in welchem der Autor selbst 
das Wandern der Diinen erklärt und die technische Seite des Dünenbaues 
eingehend bespricht, Prof. Jenrsca die Gestaltung der Dünen und ihren 
inneren Bau, auch alle die verschiedenen durch kleine Pflanzengemeinden 
charakterisierten in der Düne auftretenden Variationen behandelt, während 
J. ABROMEIT die biologischen und anatomischen Verhältnisse der Dünen- 
pflanzen, die Gliederung und geographische Verbreitung der Dünenflora und 
die Culturpflanzen eingehend bespricht, Forstrat P. Bock sich mit der Auf- 
forstung der Dünen beschäftigt. 

Wie das eben besprochene Werk für die Kenntnis der in der Dünen- 
formation herrschenden Verhiltnisse wissenschaftlich und praktisch wichtig 
ist, so ist es eine Abhandlung von C. A. Weser?) über die Erhaltung von 
Mooren und Heiden Norddeutschlands im Naturzustande; derselbe hat seit 
vielen Jahren die Zusammensetzung der subatlantischen Moorformationen 
und ihre biologischen Verhältnisse so eingehend studiert, dass allen seinen 
Arbeiten über diese Formationen und ihre Umwandlungen Beachtung ge- 
schenkt werden muss; ich möchte mich diesmal aber nur mit einem Hin- 
weis auf die Abhandlung begnügen. 

Aus dem Gebiete der sarmatischen Provinz hat Asromeir®) die Pflan- 
zenwelt Masurens in Zweck’s Schilderung von Masuren, Samland und Pregel- 
thal in allgemein verständlicher Weise kurz behandelt. Die im Jahre 1895 
begonnenen Studien über die Verbreitung der Waldpflanzen Brandenburgs 
hat F. Höck*) auch neuerdings weiter fortgeführt. Für Schlesien hat 
Scnuse°) einen wertvollen Beitrag geliefert, indem er von 17 Arten die 


4) Gerhardt, P.: Handbuch des deutschen Dünenbaues. — Im Auftrag des kel. 
preuß. Ministeriums d. öffentl. Arbeiten und Mitwirkung von Dr. J. Abromeit, P. Bock 
und Dr. A. Jentsch herausgegeben. Mit 445 in den Text gedruckten Abbildungen. 
656 S. — Berlin (P. Parey) 4900. Ausführlichere Besprechung in Bot. Jahrb, XXIX. 
Litteraturber. 8S, 32, 38, 

2) Weber, C. A.: Über die Erhaltung von Mooren und Heiden Norddeutschlands 


im Naturzustande, sowie über die Wiederherstellung von Naturwäldern. — Abh. Nat. 
Ver. Bremen 4904, Bd. XV, p. 263—278, mit 4 Taf. 
8) Abromeit, Dr. J.: Die Pflanzenwelt Masurens. — Sep.-Abdr. aus »Masuren, 


Samland und das Pregelthale von Dr. A. Zweck. Stuttgart 4900, p. 116. 
4, Hock, Dr. F.: Studien über die geographische Verbreitung der Waldpflanzen 


jrandenburgs, VI — Abh, bot. Ver, Brandenb, XLII. 4904, p. 4—44. 
5 Schube, Th.: Beiträge zur Kenntnis der Verbreitung der Gefüßpflanzen in 
Schlesien. — Ergänzungsheft z. LXXVIH, Jalhresber. d. Schles. Ges. f. vaterl, Cultur, 


Breslau 1904, 36 p. mit 4 Karten, 


Litteraturbericht. — Uber die neueren Fortschritte der Pflanzengeographie. 83 


Nord- und Nordostgrenzen ihrer Verbreitung in Schlesien, von 44 Arten 
die Süd-, Südost- und Ostlinien ermittelte. Es wird dadurch die schwierige 
Abgrenzung der sarmatischen Provinz gegen Westen wesentlich gefördert 
und es dürfte sich empfehlen, dass nunmehr die Vegetationslinien derselben 
Arten in den Nachbarprovinzen in gleicher Weise verfolgt werden. Die 
Feststellung von Vegetationslinien einzelner Arten erfordert sehr große Opfer 
an Zeit, wenn man sich nicht bloß mit den in der Litteratur enthaltenen 
Angaben begnügen will. Dazu kommt, dass, wenn schließlich nach müh- 
samer Herstellung der Vegetationslinien: die Grenzen für kleinere Bezirke 
gezogen werden soll, man dort genötigt ist, hier und da Concessionen zu 
machen und aus mehreren nicht genau zusammenfallenden Vegetationslinien 
eine mittlere zu construieren. Erheblich gewinnt die auf die Darstellung 
der Vegetationslinien verwendete Arbeit an Bedeutung, wenn das Studium 
der Formationen und ihrer Unterlage nebenher geht, da dieses wenigstens 
teilweise zur Erklärung der Vegetationslinien beiträgt. 

Für die Provinz der europäischen Mittelgebirge liegt ein wich- 
tiger Beitrag vor in A. Prrer’s!) Flora von Südhannover, in welcher das be- 
handelte Gebiet in 10 Bezirke mit 48 kleineren Landschaften gegliedert ist 
und die Fundorte der einzelnen Arten demgemäß angeordnet sind, so dass 
die Artenaufzählung auch für pflanzengeographische Zwecke bequem benutzt 
werden kann. O. Drupe?), der intensiv mit Studien über die gesamte her- 
cynische Zone beschäftigt ist und dabei auch das ganze Königreich Sachsen 
im Auge behält, hat vorläufige Bemerkungen über die floristische Karto- 
graphie des Landes veröffentlicht, die bei farbiger Ausführung ähnlicher 
Karten zu empfehlen sind, zumal dieselbe Farbengebung zum Teil auch 
schon anderweitig für dieselben Formationsgruppen verwendet wurde. 

Von den neueren Arbeiten, welche sich auf die große Provinz der 
Alpenländer beziehen, verdient zunächst die von P. VocLer?) über die 
Verbreitungsmittel der schweizerischen Alpenpflanzen eingehende Beachtung. 
Schon bei verschiedenen Gelegenheiten habe ich darauf hingewiesen, dass 
für die Theorien, welche die Entwickelung der Flora eines Gebietes zu er- 
klären versuchen, das Studium der Verbreitungsmittel der in derselben er- 
zeugten Früchte und Samen, sowie der Dauer der Keimfähigkeit von Wichtig- 
keit ist. Bisher sind nach dieser Richtung wenig Untersuchungen angestellt 


1) Peter, A.: Flora von Südhannover nebst den angrenzenden Gebieten, um- 
fassend das südhannoversche Berg- und Hügelland, das Eichsfeld, das nördliche Hessen 
mit dem Reinhardswalde und dem Meißner, das Harzgebirge nebst Vorland, das nord- 
westliche Thüringen und deren Grenzgebiete. Zwei Teile und eine Karte. 323, 437 p. 
— Göttingen (Vandenhoeck und Ruprecht) 1901. 

2) Drude, O.: Vorläufige Bemerkungen über die floristische Kartographie von 
Sachsen. — Iris 1900, p. 26—31. 

3) Vogler, P.: Über die Verbreitungsmittel der schweizerischen Alpenpflanzen. 
— Inaug.-Diss. 437 p. mit 4 Taf. — Flora, 89. Bd., Ergänzungsband, 1904. 


84 Litteraturbericht. — A. Engler, 


worden und mit Vorliebe hat man sich auf A. Kerner’s 1874 in der Zeitschr. 
des deutsch-österr. Alpenvereins erschienene Abhandlung über den Einfluss 
der Winde auf die Verbreitung der Samen im Hochgebirge berufen, in wel- 
cher ausgesprochen wird, dass Früchte und Samen mit haarförmigem Flug- 
apparat durch den aufsteigenden Luftstrom nur bei Sonnenschein, bei 
trockener Luft und in unbetauetem Zustande emporgeführt werden können, 
dass die Möglichkeit des Aufsteigens schon bei geringer Zunahme der rela- 
tiven Feuchtigkeit aufhöre, dass aber, wo die erwärmte Luft beim Aufsteigen 
sich ausdehne und abkühle, eine Feuchtigkeitszunahme eintrete und so die 
sehr hygroskopischen Samen über einen gewissen Höhepunkt nicht heraus- 
kommen, keinesfalls in die Region gelangen könnten, in welcher die empor- 
steigenden Luftmassen seitlich abfließen. Man hat sich ferner darauf ge- 
stützt, dass bei der Besiedelung der Moränen oder des durch Abschmelzen 
der Gletscher freigewordenen Terrains in der Regel nur aus der nächsten 
Umgebung desselben stammende Arten wahrgenommen werden; man hat 
dagegen wenig berücksichtigt (auch in Vocrer’s Abhandlung ist es nicht 
geschehen) die Ausführungen Beccarıs im ersten Bande seiner Malesia !), 
in denen ziemlich eingehend die Möglichkeiten behandelt werden, durch 
welche Früchte und Samen im indischen Archipel transportiert werden kön- 
nen und in denen namentlich den in höheren Regionen wehenden Winden 
ein großer Einfluss auf die Samenverbreitung zugeschrieben wird. Es hat 
dann die Annahme, dass Samen und Früchte nur auf kurze Strecken hin 
transportiert werden können, viel zu extremen Vorstellungen von der ehe- 
maligen Verbreitung der Glacialflora und Steppenflora in Europa beigetragen. 
Was mich selbst betrifft, so habe ich anfangs Kerner’s Standpunkt für den 
richtigen gehalten, später aber beim Studium der Inselfloren und der Flora 
der tropischen Hochgebirge erkannt, dass entschieden leichte Samen in den 
höheren Luftschichten durch zeitweise heftige Winde über große Strecken 
hinweg transportiert werden müssen. Es ist daher recht erfreulich, dass 
Voster eine gründliche Untersuchung der Verbreitungsmittel der Alpen- 
pflanzen unternommen hat und dabei zugleich Vergleiche mit den Arten 
tieferer Lagen anstellt. Da ergab sich nun gleich das wichtige Resultat, 
dass der Procentsatz der anemochoren Arten, d. h. derjenigen, bei denen 
die Samenverbreitung durch den Wind erfolgen kann, mit der Höhe zu- 
nimmt, dagegen die der zoochoren, d. h. der durch Tiere verbreiteten, mit 
der Höhe abnimmt. Von den behandelten Verbreitungsagentien interessiert 
hauptsächlich der Wind. Schon der aufsteigende Luftstrom und die ge- 
wöhnlichen Thalwinde wirken bei Besiedelung der Thalhänge mit Samen. 
Sodann ist aber die Windstärke in der alpinen Region eine ganz bedeutende, 
z. B. erreicht die Windgeschwindigkeit auf dem Säntis beinahe das Doppelte 
derjenigen bei Zürich. Vosren kommt dann zu dem Schluss, dass das 


{ Vergl. Bot. Jahrb. I, 8, 27 ff. 


Litteraturbericht. — Uber die neueren Fortschritte der Pflanzengeographie. 85 


‘Uberwiegen der anemochoren Arten nicht auf directe Anpassung an die 
alpinen Verhältnisse, sondern auf eine Auslese bei der Einwanderung der 
Alpenflora zurückzuführen ist, durch welche die anemochoren Arten be- 
vorzugt wurden; es sind auch, wie VoGLer zeigt, unter den in den Alpen 
vorgedrungenen arktischen Arten mehr anemochore, als unter den in den 
Alpen entstandenen alpinen Arten. Als ein besonders interessantes Factum 
wird von VoGLer angeführt der Salzhagel am Gotthardt vom 30. August 1870, 
bei welchem während einiger Minuten Chlornatriumstücke von durchschnitt- 
lich 32 centigr. Gewicht fielen, die nach dem Mineralogen KENNGOTT aus 
Nordafrika stammten, möglicherweise aber auch von der nördlichen Küste 
des Mittelmeeres; es steht also der Annahme, dass Samen, die viel leichter 
sind, als die Salzkrystalle, durch den Wind über weite Länder und Meere 
getragen werden können, nichts entgegen. VoGLEr zeigt dann noch, wie 
der Wind gerade durch einzelne Passlücken die Samen transportiert, dem- 
zufolge auch die Abhänge gegenüber solchen Windstraßen besonders arten- 
reich sind. Von demselben Autor liegt noch eine zweite Abhandlung!) vor, 
in welcher Beobachtungen über die Bodenstetigkeit alpiner Arten mitgeteilt 
werden. Mehrwöchentliche Beobachtungen am Albulapass, welche haupt- 
sächlich in genauen Aufnahmen der Flora physikalisch und chemisch ver- 
schiedener Böden bestanden und spätere chemische Analysen der unter- 
suchten Böden ergaben, 4) dass die durch ihren großen oder geringen 
Kalkgehalt ausgezeichneten Böden einen auffallenden Unterschied in ihrer 
Flora aufweisen, 2) dass die psammogene Beschaffenheit des Bodens durch 
die Flora angedeutet werde, die Pelogenität aber nicht, — dass die chemisch 
ähnlichen, physikalisch verschiedenen Böden einen größeren Procentsatz von 
Arten gemeinsam haben, als die physikalisch ähnlichen, aber chemisch ver- 
schiedenen. Es sprechen also die Beobachtungen des Verf. für die auch 
sonst in den Alpen leicht wahrnehmbare Erscheinung, dass der Einfluss der 
chemischen Zusammensetzung des Bodens den der physikalischen stark über- 
wiegt. Besonders empfindlich reagieren auf Kalkgehalt Amphiloma elegans 
und Lecidea geographica, sogar in der Weise, dass das kalkliebende Amphi- 
loma auf Granittrümmern vorkommt, auf welche Tropfwasser von darüber- 
hängenden Kalkblöcken fiel, ferner derart, dass an frischen, noch nicht aus- 
-gelaugten Bruchflächen des zu 2,5% in HCl löslichen CaO enthaltenden 
Albulagranits Amphiloma vorkommt, an den ausgelaugten Flächen aber 
Lecidea, ja dass auch ausgelaugte vorspringende Leisten von Dolomitfels 
Lecidea tragen. Auf solche locale Auslaugung dürfte auch zurückzuführen 
sein, dass das sonst kalkfliehende Sempervivum arachnoideum am Albula 
nur auf kalkhaltigem Boden beobachtet wurde. 


4) Vogler, P.: Beobachtungen über die Bodenstetigkeit der Arten jm Gebiet 
des Albylapasses. — Berichte der schweizer. botan. Gesellsch. Heft XI. 27 p. 89. — 
Bern 4904. 


DP 
© 


\ 


Litteraturbericht. — A. Engler, 


Eine auf das gesamte Alpengelände bezügliche Arbeit habe ich!) selbst 
geliefert, die Pflanzenformationen und die pflanzengeographische Gliederung 
der Alpenkette. Da diese Schrift dazu bestimmt ist, zugleich als Erläute- 
rung der ausgedehnten Alpenanlage im neuen Kgl. botanischen Garten zu 
Dahlem bei Berlin, sowie auch fortdauernd als Anhalt für die Pflanzungen 
zu dienen, so ist sie knapp gehalten; sie enthält aber als etwas Neues eine 
pflanzengeographische Gliederung der gesamten Alpenkette in Bezirke unter 
Angabe der dieselben charakterisierenden Arten. Hierbei wird besonders 
Wert gelegt auf die alt-endemischen Arten, anderseits aber auch der relative 
Endeinismus und der Neu-Endemismus berücksichtigt; die sehr armen Ge- 
biete werden möglichst an die benachbarten floristisch reicheren Bezirke 
angeschlossen, um die Zahl der Bezirke nicht zu sehr zu vermehren. Auch 
ist ein Abschnitt beigegeben, in welchem die wichtigsten Etappen in der 
Geschichte der Alpenflora besprochen werden. Viel Gewicht wird darauf 
zelegt, dass der westliche Teil der Graischen und Cottischen, ein großer 
Teil der Seealpen, der Südalpen und das südöstliche Gebiet während der 
Glacialperiode nicht vergletschert waren, dass in denselben ein sehr großer _ 
Teil der alten Alpenflora sich erhalten musste und bei Wiedereintritt bes- 
serer Vegetationsbedingungen teils die Centralalpen entlang, teils nach den 
nördlichen Kalkalpen, teils nach dem Jura hin ausstrahlen konnte. Auf 
einer Karte wird dargestellt, zwischen welchen Alpengruppen ein Austausch 
und von welchen aus eine Wiederbesiedelung nach der Eiszeit erfolgte. 
Auf einem Plane sind einfarbig durch Zeichen, welche sich an die bei 
Landesaufnahmen üblichen anlehnen, mehr als 60 Formationen angedeutet, 
deren Nachahmung zum Teil gelungen ist, zum Teil, soweit es eben die 
klimatischen Verhältnisse erlauben, angestrebt wird; selbstverständlich kann 
eine vollständige Copie der natürlichen Formationen nicht erreicht werden, 
aber jedenfalls wirken derartige Anlagen höchst instructiv. 

Ein für die Pflanzengeographie der Alpenländer sehr wichtiges Werk 
dürfte die von K. W. von Datta Torre und GRAF VON SARNTHEIN ?) in An- 
grill genommene Flora von Tirol, Vorarlberg und Liechtenstein werden, 
eines Teiles der Alpen, in welchem floristisch recht verschiedene Bezirke 
der Alpen zusammentreffen. Der erste jetzt erschienene Band enthält auf 
150 eng gedruckten Seiten nur die Litteratur über dieses Gebiet nebst : 
kurzen \ngaben über den Inhalt der einzelnen Schriften und Notizen, ferner 


‘ Engler, A.: Die Pflanzenformationen und die pflanzengeographische Gliederung 


Vipenkette, erlautert an der Alpenanlage des neuen kön, botan. Gartens zu Dahlem- 

Stegitz bei Berlin, 96 p. mit 2 Orientierungskarten, — Notizblatt des kön. bot. Gartens, 
pendix VII Leipzig (W, Engelmann) 1904, 

? Dalla Torre, K. W. v., und Graf v. Sarnthein: Flora der gefürsteten 

‚alt Tivol, des Landes Vorarlberg und des Fürstentums Liechtenstein. 1. Band: 

Iatteratur der Flora von Tirol, Vorarlberg und Liechtenstein, — 444 p. 80, Inns- 

| Vagnereche Universität Buchhandlung) 1900, | 


Litteraturbericht. — Uber die neueren Fortschritte der Pflanzengeographie. 87 


ein sehr specielles Register zu dieser recht brauchbaren Litteraturzusammen- 
stellung und endlich eine Karte des Gebietes, auf welcher dasselbe in 16 kleine 
Bezirke eingeteilt ist, »deren Contouren den Flussgebieten, den in Tirol ohne- 
hin schon vielfach mit natürlichen Scheidelinien zusammenfallenden poli- 
tischen Grenzen und den praktischen Bedürfnissen in gleicher Weise Rech- 
nung tragen sollen«. Es wird, wenn die Standorte nach diesen Bezirken 
aufgeführt werden, leicht sein, die Vegetationslinien einzelner Arten, welche 
für die pflanzengeographische Gliederung der Alpen wichtig sind, festzu- 
stellen. Briquer !), der sich fortdauernd mit pflanzengeographischen Studien 
über die Westalpen beschäftigt, hat im vergangenen Jahre das kolonien- 
weise Vorkommen xerothermischer Pflanzen in den Alpes Lémaniennes süd- 
lich vom Genfer See untersucht und die darin vorkommenden Arten auf 
‚mehrere Formenelemente, das circummediterrane, das montane europäisch- 
mediterrane, das centrale und das westliche pontisch-mediterrane und das 
mediterran-alpine zurückgeführt und kommt nach Prüfung der Verbreitungs- 
mittel dieser Pflanzen zu dem Schluss, dass dieselben nur in der xero- 
thermischen Periode, welche der Glacialperiode folgte, ihre jetzigen Stand- 
orte in Besitz genommen haben können. Lavo Vaccarı?) zeigt auf Grund 
seiner floristischen Studien im Thal von Aosta, dass die von PERRIER DE LA 
_ Barute und A. Songeon zuerst gemachte Beobachtung, dass ein großer Teil 
der die Graischen Alpen südlich vom Mont Blanc auszeichnenden Arten in 
den südlichen Walliser Alpen wiederkehrt, sich dadurch erklärt, dass die- 
selben Arten auch in dem dazwischen liegenden Gebiet von Aosta gefunden 
werden und somit zwischen den Floren der Graischen und der Walliser 
Alpen Continuität besteht. Für die Pflanzengeographie des südwestlichen 
Alpenlandes ist auch von Interesse Franautt’s?) Bericht über die Excur- 
sionen, welche während der Session extraordinaire der Société botanique 
de France in Barcelonnette und nach derselben im Thal von Ubaye in den 
Seealpen unternommen wurden. — Nachdem die Mooruntersuchungen in Skan- 
dinavien und in den deutschen Ostseeländern so schöne pflanzengeschicht- 
liche Resultate ergeben haben, lag es nahe, dass auch die Moore der Alpen- 
länder genauer untersucht würden; NEUWEILER*) hat in Zürich unter Leitung 
von Prof. Schröter selbstgesammeltes Material aus Mooren des Hügellandes, 


4) Briquet, J.: Les colonies végétales xérothermiques des alpes Lémanniennes. 
Une contribution a Vhistoire de la période xerothermique. — Bull. Soc. Murithienne, 
XXVIII, 4900, p. 125—212, mit 3 Taf. und 4 Karte. 

2) Vaccari, Lino: La continuitä della flora delle alpi graie intorno al Monte 
Bianco. — Nuov. giorn. botan. VII, 1900, p. 429—153. 

3) Flahault, C.: Sur les herborisations de la société botanique de France et sur 
quelques excursions faites hors session, aux mois d’aoüt et de septembre 4897, dans 
la vallée de l’Ubaye. — Bull. de la soc. bot. de France, T. XLIV, p. CLVI—CCLVIIL 

4) Neuweiler, E.: Beiträge zur Kenntnis schweizerischer Torfmoore. — Inaug.- 
Diss., 64 p., 2 Taf. — Zürich 1901. 


88 Litteraturbericht. — A. Engler, 


des Voralpenlandes, des Jura und des Hochalpengebietes genau untersucht, 
dabei aber nirgends Andeutungen einer Klimaveränderung constatieren kün- 
nen, ebenso wenig eine Ubereinstimmung mit der nordischen Entwickelungs- 
folge. Während in Skandinavien die Absatzmedien meist dieselben waren, 
ist in den untersuchten Schweizer Mooren nicht ein offenes Gewässer voran- 
gegangen, alle von ihm untersuchten Moore stellten sich als auf Rasenmoor 
aufgebaut heraus. 


Zum Teil auf die zllyrische Provinz mit den Hochgebirgen von Kroatien 
bis Montenegro, zum Teil auf das westliche Mediterrangebiet der Balkan- 
halbinsel bezieht sich G. v. Brcx’s!) umfangreiche pflanzengeographische 
Darstellung, welche als Frucht vieljähriger Reisen und Herbarstudien eines 
der botanisch interessantesten Gebiete Europas floristisch, ökologisch und 
entwitkelungsgeschichtlich behandelt; zwei pflanzengeographische Karten 
und zahlreiche Landschaftsbilder erhöhen den Wert des Werkes. 

Die weitere Kenntnis der Provinz der balkanländer sucht Apa- 
movic?) eifrig zu fördern. Nachdem er früher die Vegetationsverhältnisse 
Ostserbiens behandelt hatte, hat er die Verbreitung der mediterranen Ele- 
mente in Serbien näher untersucht und die für die niedere Gebirgsregion 
der Balkanländer so charakteristische, ausgedehnte Buschwerksvegetation 
»Sibljak« mit ihren verschiedenen Typen geschildert. Dieselbe erinnert an 
die mediterranen Macchien, besteht aber vorzugsweise aus durchaus an- 
deren, laubwerfenden Sträuchern und gedeiht im Binnenlande der Balkan- 
halbinsel mit 9—91/, Monate dauernder Vegetationsperiode. 

Von den auf das Mediterrangebiet sich beziehenden Abhandlungen 
möchte ich besonders hervorheben Brıqurr’s?); kürzlich erschienene Unter- 
suchungen über die Gebirgsflora von Corsica und ihren Ursprung. Der- 
selbe hatte zusammen mit E. Burnar im vergangenen Jahre Corsica be- 
sucht und hauptsächlich die Gebirgsflora dieser interessanten Insel erforscht, 
hierbei trotz kurzen Aufenthaltes auch mehrere Arten gefunden, welche 
bisher noch nicht von Corsica bekannt waren und sogar vier noch nicht 


1, Dr. Günther Ritter Beck von Managetta: Die Vegetationsverhiltnisse 
der illyrischen Länder, begreifend Südkroatien, die Quarnero-Inseln, Dalmatien, Bosnien 
und die Hercegovina, Montenegro, Nordalbanien, den SandZak Novipazar und Serbien. 

- IV. Bd. Die Vegetation der Erde, Sammlung pflanzengeographischer Monographien, 
herausgeg. von A. Engler und O. Drude. — 535 p. 80, mit 6 Vollbildern, 18 Text- 
figuren und 2 Karten. — Leipzig (W. Engelmann) 4904. 

2) Adamoviö, L.: Die mediterranen Elemente der serbischen Flora. — Bot. 
Jahrb. XXVIL (4899) p. 351—389, 

—— Die Sibljak-Formation, ein wenig bekanntes Buschwerk der Balkanländer, 
Ebenda XXXI. (4904), p. 1—29, 
8) Briquet, J.: Recherches sur la Flore des montagnes de la Corse et ses ori- 

Annuaire de la Conservatoire du Jardin botanique de Genève, 5me année 


mines, 


1904), p. 12—449, pl, III, 


Litteraturbericht. — Uber die neueren Fortschritte der Pflanzengeographie. 89 


‚beschriebene. Briquer schildert die Formationen, den ökologischen Bau 
einiger Xerophyten, die an felsigen Abhängen oberhalb 1300—4400 m vor- 
kommen, und geht dann zur Analyse der montanen und alpinen Flora nach 
ihren Elementen über, schließlich zur Besprechung des Ursprungs der sub-. 
alpinen und alpinen Flora des Landes. Da diese Frage auch von mir im 
I. Bande meines Versuchs einer Entwickelungsgeschichte der Pflanzenwelt 
auf Grundlage eines weniger umfangreichen Materials, als das jetzt Herrn 
Briquer zur Verfügung stehende, behandelt wurde, hat der letztere meine 
Ausführungen in so eingehender und gründlicher Weise studiert, dass ich 
darüber nur erfreut sein kann, zugleich aber auch zur weiteren Beleuchtung 
der in Frage kommenden Thatsachen manches hinzugefügt, was fernerhin 
beachtet zu werden verdient. Die Probleme, welche sich in der Hoch- 
gebirgsflora von Corsica darbieten, sind nicht ganz leicht aufzuklären. Es 
finden sich daselbst nach Briguer’s Schätzung 84 der alpinen Region an- 
gehörige Arten. Davon kommen 24 auch in den Alpen und Nordeuropa, 
22 auch in den Pyrenäen und Alpen vor, 7 nur in den Alpen; 2 nur noch 
in den Pyrenäen, 2 nur noch in der Sierra Nevada, 2 nur noch in den 
Apenninen, 9 nur noch auf Sardinien und 16 ausschließlich in Corsica. 
Während nun der Endemismus von Corsica und das Auftreten einer Anzahl 
Arten zugleich auf Corsica und Sardinien leicht zu erklären ist, bereitet 
das Vorkommen der den Alpen und Corsica gemeinsamen Arten Schwierig- 
keiten, weil die Gebirge Corsicas viel älter sind, als die Alpen und, wie 
durch das Vorkommen von Säugetierresten dargethan wird, in der quater- 
nären Periode wohl noch ein Zusammenhang Corsicas mit Sardinien und 
durch dieses mit dem Norden von Afrika bestand, dagegen der Zusammen- 
hang mit Ligurien seit der mio-pliocänen Periode aufgehört hat. Diese 
Schwierigkeiten bestehen namentlich bei der Voraussetzung, dass die Samen 
der beiden Gebieten gemeinsamen Arten nicht durch den Wind vom Alpen- 
gelände nach Corsica oder umgekehrt über das Meer transportiert werden 
können. Indem ich kurz das für und wider verschiedener Hypothesen er- 
wog, kam ich zu dem Schluss: »Demnach haben wohl nur die Erklärungen, 
welche sich auf die alte, schon am Ende der Tertiärperiode nicht mehr 
vorhandene Landverbindung stützen, eine mächtige Entwickelung von Glet- 
schern und ein zeitweises Verschwinden der mediterranen Flora in Corsica 
zurückweisen, den Transport der Samen durch Vögel aber nicht völlig 
ausschließen, Aussicht, durch künftige Untersuchungen bestätigt zu werden«. 
Hierzu ist noch zu bemerken, dass ich, allerdings wie Briquer richtig her- 
ausfühlt, mit einem gewissen Widerwillen. mich zu der Hypothese bequeme, 
es könnte ein und dieselbe (scharf ausgeprägte) Corsica und den Alpen 
gemeinsame Hochgebirgsart oder -gattung sich aus demselben in der Ebene 
weiter verbreitet gewesenen Vorfahren sowohl in den Alpen wie in Corsica 
entwickelt haben, während die Entwickelung ähnlicher oder vicariierender 
Formen auf diese Weise für mich schon vor 22 Jahren außer allem Zweifel. 
Botanische Jahrbücher. XXX. Bd. (7) 


90 | Litteraturbericht. — A. Engler, 


stand. Also polytopische') Entwickelung einer Art zu ihr nahe ver- 
wandten oder correspondierenden wollte ich gern zugeben; dagegen wollte 
es mir nicht recht plausibel erscheinen, dass an getrennten Orten eine durch 
mehrere Merkmale ausgezeichnete Art sich in vollkommen gleicher Weise 
aus denselben Vorfahren entwickle. Die umgestaltende Entwickelung der 
Arten ist abhängig von äußeren und inneren Ursachen; es entsteht poly- 
topisch ohne innere Ursache die Blutbuche, die einblättrige Erdbeere, es 
entstehen polytopisch durch äußere Ursachen dieselben Hochgebirgsvarie- 
täten von Arten der Ebene, — folglich muss man die Möglichkeit zugestehen, 
dass auch nach einander verschiedene Variationen stattfinden können und 
polytopisch aus derselben Art eine zweite durch mehrere auffallende Merk- 
male verschiedene Art entstehen kann. Briguer, der im übrigen allen 
meinen Erwägungen vollkommene Berechtigung zugesteht, auch noch weitere 
Gründe für dieselben anführt, tritt nun darin in Gegensatz zu meinen Aus- 
führungen, dass er sich sehr enthusiastisch für polytopische Entstehung 
von Hochgebirgsarten aus planitären, d. h. die Ebene (oder niedere Regionen) 
bewohnender Arten ausspricht; ich muss gestehen, dass ich dieser Auffassung 
doch immer noch etwas skeptisch gegenüberstehe und im Hinblick darauf, 
dass auf den von einander weit entfernten Hochgebirgen des tropischen 
Afrika, auch auf den Komoren in deren obersten Regionen dieselben Arten 
auftreten, von welchen Verwandte in den unteren Regionen des tropischen 
Afrika nicht existieren und auch nicht existiert haben können, im Hinblick 
darauf, dass diese Arten sehr leichte Samen haben, ferner unter Berück- 
sichtigung der allbekannten Verbreitungsfähigkeit der Sporen durch Luft- 
strömungen die Verbreitung von Samen der Hochgebirgspflanzen durch den 
Wind viel mehr für möglich halte, als ich es früher gethan habe. Wenn 
nun gerade gewisse in den Alpen sehr häufige Arten, wie die Gletscher- 
weiden auf Corsica fehlen, so kann das in dem Fehlen entsprechender 
Standortsbedingungen und in der Dauer der Keimfähigkeit der Samen seinen 
Grund haben. Ohne also die Möglichkeit einer Parallelentwickelung von 
Arten ganz zu bestreiten, möchte ich doch das disjunete Auftreten vieler 
Arten auch auf den Samentransport durch den Wind und durch Tiere 
zurückgeführt wissen. Die schon oben besprochenen Angaben VogLer’s 
scheinen mir sehr zutreffend. 

Neue pflanzengeographische Arbeiten über einige Teile des cent “al- 
asiatischen Gebietes sind mir nicht bekannt geworden, dagegen liegt eine 
Abhandlung für das mandschurisch-japanisehe Gebiet vor; T. Icmmura?) 


lieferte eine Arbeit über einen kleinen Teil Japans, welche deshalb von 
1) Dieser sehr zutreffende, von Bniover angewendete Ausdruck wurde von mir 
früher noch nicht gebraucht. 
4, Ichimura, T.: Pflanzenverbreitung auf dem Tateyama in der Provinz Etchu. 


— Tokyo Bot. Mag, vol, XV, p. 5—9, Forts, 


Litteraturbericht. — Uber die neueren Fortschritte der Pflanzengeographie. 91 


Wert ist, weil sie uns von einem bis zu 2900 m aufsteigenden Berg, dem 
im mittleren Japan gelegenen Tateyama die in den einzelnen Regionen vor- 
kommenden Arten und nicht bloß nur frühere Arbeiten über die japanischen 
Gebirge die daselbst vertretenen Gattungen aufzählt, Wenn aber derartige 
Aufzählungen vollständig befriedigen sollen, so müssen sie auch auf die 
Formationen der Regionen näher eingehen, sowie Angaben über die Gren- 
zen der Regionen enthalten. 

Auch für spätere pflanzengeographische Untersuchungen sehr wichtig 
ist zweifelsohne die von L. Diets!) mit großer Energie aus der Litteratur 
und durch Bearbeitung sehr umfangreicher neuer Sammlungen zusammen- 
‚gestellte Flora von Centralchina, einem bisher botanisch noch recht wenig 
erforschten Lande, das zum größten Teile sich noch an das mandschurisch- 
japanische Gebiet anschließt. Diets bespricht die in Centralchina auftretenden 
Florenelemente und schlägt vor, das ganze Land von Japan bis zum Hima- 
laya, in dem das centralasiatische Gebiet und das Monsun-Gebiet auch zu- 
sammentreffen, als ostasiatisches Gebiet zu bezeichnen; es hat dies nur das 
Missliche, dass ein ebenso großer Teil Ostasiens dem Monsungebiet zugehört. 
Mit der Bezeichnung »extratropisches Ostasien«, welche ich auch schon 
für das ganze Gebiet vom Himalaya bis Japan angewendet habe, trifft man 
wohl ziemlich das Richtige; aber dann könnte die Bezeichnung auch auf 
das subarktische und arktische Ostasien ausgedehnt werden, während die 
Bezeichnung mandschurisch-japanisches Gebiet den Fehler hat, dass in ihr 
das mittlere China nicht recht zur Geltung kommt. Am wenigsten dürften 
Missverständnisse entstehen, wenn wir das Gebiet als temperiertes Ost- 
asien bezeichnen. Übrigens sind aus diesem Gebiete, das noch halb terra 
incognita ist, am Berliner botanischen Museum weitere umfangreiche Samm- 
lungen zur Bearbeitung eingetroffen. 

In erfreulicher Weise mehren sich ökologische Schilderungen über 
einzelne Teile Nordamerikas. Was zunächst das pacifische Nordamerika 
betrifft, so hat Mc. Kenney?) in einer kleinen Abhandlung die sogenannte 
» Orange County« Südcaliforniens behandelt und in derselben 7 Forma- 
tionen unterschieden, die montane und die Hügelformation, erstere mit 
höherem und dichterem, letztere mit niederem, lichterem und sparrigem 
Gesträuch, die durch einzelne Baumgruppen ausgezeichneten Cafions, die 
strauchige Flussbettformation, die xerophytische aus Stauden und Annuellen 
bestehende Formation der Mesa oder Hochebene zwischen den beiden parallel 
verlaufenden Bergketten, die Sumpf- und die Strand-Formation. Die Ver- 
schiedenheit dieser Formationen, welche sich ziemlich gleicher Niederschläge 


4) Diels, L.: Die Flora von Central-China, — Nach der vorhandenen Litteratur 
und von mitgeteiltem Original-Materiale. — Bot. Jahrb. XXIX. (1901) p. 169—659. — 
Mit 4 Taf., Karten-Skizze und 5 Figuren im Text. 

2) Mc. Kenney, R. F. B.: Notes on plant distribution in Southern California, 
U. S. A. — Bot. Centralbl., Beiheft, Bd. X, Heft 3, 1904, 44 p., mit 7 Fig. 


(7) 


99 Litteraturbericht. — A. Engter, 


erfreuen, gründet sich hauptsächlich auf die Beschaffenheit der Bodenver- 
haltnisse. Vortreffliche ökologische Formationsstudien, bei welchen die 
Bodenverhältnisse ganz besonders beachtet werden, liegen vor über einzelne 
Teile des atlantischen Nordamerika, so die von W. HARSHBERGER!) über 
die Strandflora von New-Jersey, in welcher die verschiedenen Strandforma- 
tionen nicht bloß sehr eingehend nach ihren Bodenverhältnissen und Arten 
besprochen, sondern auch noch in »Zonen« und kleinere Pflanzengemeinden 
gegliedert werden. Die Strandvegetation von Nord-Carolina, welche beson- 
ders interessant ist, behandelt Ta. H. Kearney?). Sehr anregend wirkt 
H. C. Cowres®) im Hull botanical laboratory in Chicago, der schon früher 
die ökologischen Verhältnisse der Sanddünen am Michigan-See untersuchte 
und neuerdings die Pflanzengemeinden in der Umgebung Chicagos in einer 
größeren Abhandlung schildert, auch durch zahlreiche photographische Dar- 
stellungen die Physiognomie der Formationen erläutert. Das Eigenartige 
von Cowres’ Abhandlung liegt vorzugsweise darin, dass er ganz besonders 
auf den Wassergehalt und wie GRAEBNER in seiner Gliederung der west- 
preußischen Vegetationsformationen ebenso auf den Humusgehalt des Bodens 
Wert legt, namentlich auch die Entwickelung der Formationen, welcher 
die Forstwissenschaft bis zu einem gewissen Grade schon lange Beachtung 
geschenkt hat, verfolgt. Eine ähnliche Arbeit ist die von H. N. WırarorD!®), 
einem Schüler von Cowres, über die genetische Entwickelung der Wälder 
im nördlichen Michigan. 


Neuerdings hat es L. Bray>) unternommen, die ökologischen Beziehungen 
der Vegetation von West-Texas zu bearbeiten, für welches Havarp und 
Courter die Flora, Hitt die physikalischen Verhältnisse bereits festgelegt- 
haben. Ein sehr stattliches Werk ist das Plant life of Alabama aus der 
Feder des kürzlich verstorbenen botanischen Veteranen Cnarzes Monr®). Es 


4, Harshberger, John W.: An ecological study of the New Jersey strand flora. 
— Proceed. Acad. Nat. sciences Philadelph., 1900, p. 623—674. | 

2) Kearney, Thomas H.: Contributions from the U. S. national Herbarium: 
The plant covering of Ocracoke island; a study in the ecology of the North Carolina 
strand vegetation, — U, S. Depart. of agricult., division of botany, p. 261—319, 

3 Cowles, Henry Chandler: The physiographic ecology of Chicago and 
vicinity; a study of the origin development, and classification of plant societies, — 
Botan. Gazette, Vol. XXXI, 1904, p. 73—108 und 145—182, mit 85 Textfig. 

4) Withford, Harry Nichols: The genetic development of the forests of nor- 
Ihern Michigan; a study in physiographic ecology. — Ebenda, p. 289—325, mit 18 Fig. 

5) Bray, L.: The ecological relations of the vegetation of Western Texas, — 


Contributions from the Hull botanical laboratory. — Ebenda XXXII. (1904) 99—123 
und 24 Textfig. 

6 Mohr, Ch.: Plant life of Alabama. — An account on the distribution, modes 
of association and adaptions of the Flora of Alabama, together with a systematic cata- 
logue of the plants growing in the state, — 924 p. 80, tab, I—XII, — Contributions 


from the U.S. Nat. Herbarium Vol. VI, — Washington 1904. 


Litteraturbericht. — Uber die neueren Fortschritte der Pflanzengeographie. 03 


behandelt dasselbe ein großes Gebiet, über welches irgend welche um- 
fassende Schilderung bisher nicht existierte und ist von hohem wissenschaft- 
lichen Wert. Für die Anordnung des Stoffes hat der Verf. die für das 
Sammelwerk »Vegetation der Erde« empfohlene und in den ersten Bänden 
befolgte zum Muster genommen, also Geschichte der Erforschung, die physi- 
kalischen Verhältnisse des Gebietes, den allgemeinen Charakter der Flora, 
die Associationen und die pflanzengeographische Gliederung des Landes be- 
sprochen. Er unterscheidet ein carolinisches Gebiet mit 4 Bezirken (von 
ihm Regionen genannt) und ein Louisiana-Gebiet mit 4 Bezirken; ihre Vege- 
tation wird eingehend unter Berücksichtigung der speciellen klimatischen 
“Verhältnisse besprochen. An diese Darstellung schließt sich das umfang- 
reiche, auch die Thallophyten einschließende Pflanzenverzeichnis. Während 
in dem genannten Werke ein waldreiches Gebiet behandelt wird, schildern 
R. Pounp und F. E. Cremenrs!) in dem Werke »The phytogeopraphy of 
Nebraska« ein Gebiet, in welchem die mannigfaltigen baumlosen Formationen 
der Prärienprovinz vertreten sind. Die Formationsschilderungen der 
Autoren sind um so ansprechender, als sie nicht bloß die Pflanzen, welche 
dieselben zusammensetzen, anführen, sondern auch meistens etwas zu deren 
Charakteristik bemerken. Die beigegebene Karte ist zugleich ein gutes 
Beispiel für einfarbige und dabei gefällige Darstellung verschiedener For- 
mationen. 

In dem »Botanical Survey of Nebraska« findet sich auch noch eine 
specielle Studie von J. TuoRNBER?) über die Prairie-Grasformation in der 
Umgebung von Nebraska, welche namentlich die Zusammensetzung der- 
selben in den verschiedenen Jahreszeiten berücksicktigt. Bei allen diesen 
Arbeiten werden die anatomischen Verhältnisse der an der Bildung der 
Formationen beteiligten Pflanzen nur gestreift und man kann auch wohl 
zugestehen, dass die Untersuchung der inneren Organisation der Pflanze im 
Verhältnis zu ihren Existenzbedingungen eine Aufgabe für sich ist; auch 
sind bereits die Schilderungen mancher ökologisch-anatomischen Verhält- 
nisse bis zum Überdruss wiederholt worden; dagegen möchte ich es für 
wünschenswert halten, dass bei derartigen ökologischen Untersuchungen 
noch mehr als bisher die Samenproduction der charakteristischen Arten 
und die die Keimung begünstigenden Verhältnisse beachtet werden. 

Während die pflanzengeographischen Studien über die Vegetation der 
floristisch schwer erforschten Länder in erfreulicher Weise fortschreiten, 
bleibt für die subtropischen und tropischen Länder noch unendlich 


4) Pound, Roscoe, and Frederic F. Clements: The Phytography of Nebraska. 
I. General Survey, II. edit. — Lincoln, Neb. U. S. A., 442 p. 80, mit 4 Karten. 

2) Bessey, Carles E., Roscoe Pound and Frederie E. Clements: Report 
on recent collections; Studies in the vegetation of the state, I. J. Thornber, The 


prairiegrass formation in region I. — University of Nebraska, Botanical Survey of Ne- 
braska, Lincoln 4904, 143 p. 80, 


94 Litteraturbericht. — A. Engler, 


viel zu thun übrig. Es liegt dies in der Natur der Sache, vor allem daran, 
dass das Sammeln und Beobachten von Pflanzen in den Tropen mehr er- 
schwert ist und dass ganz andere systematische Kenntnisse zur Feststellung 
der Flora eines tropischen Landes gehören, als zum Verständnis der Vege- 
tation, an deren Anblick wir uns von Jugend auf gewöhnt haben. Für die 
Pflanzengeographie der Tropenländer hat die Systematik noch immer gehörig 
vorzuarbeiten und es ist zu bedauern, dass dies nicht überall mit Rücksicht 
auf künftige pflanzengeographische Arbeiten geschieht. Noch häufiger muss 
man den Sammlern den Vorwurf machen, dass sie die Existenzbedingungen 
der von ihnen gesammelten Pflanzen nicht genügend registrieren. Am er- 
freulichsten sind in dieser Beziehung die Sammlungen, welche von deutschen 
Reisenden in den Gebieten des tropischen Afrika gemacht wurden und 
von den Botanikern des Berliner botanischen Museums bearbeitet werden. 
Seit 10 Jahren werden die in den Tropen sammelnden Botaniker, welche 
zu dem genannten Museum in Beziehung stehen, so instruiert, dass nach 
erfolgter systematischer Durcharbeitung der Sammlungen aus den Notizen 
der Sammler und ihren Reiseberichten eine wenn auch nicht immer voll- 
ständig befriedigende, so doch annähernd zutreffende Vegetationsschilderung 
der bereisten Linder gegeben werden kann. In den letzten Jahren haben 
die Herren Regierungsrat Dr. Sruatmann, Okonomierat Eıck, Gärtner ALBERS 
und SCHEFFLER, Herr Diakon Lissusch, Frau Hauptmann Prince, Frau 
Dr. Kummer, der leider zu früh verstorbene W. GoErze, welcher im Auftrage 
der Wentzel-Heckmann-Stiftung Uhehe und das Kingagebirge botanisch 
erforschte, und Dr. Busse, welcher im Auftrage des kolonialwirtschaftlichen 
Comitees das südlichere Deutschostafrika bereiste, endlich Herr Tomas aus 
Witu und dem Tanaland sehr wertvolle Beiträge zur Kenntnis der Flora 
Ostafrikas geliefert, während Graf Zeen, Dr. Kersting und die Gärtner 
Warnecke und Scurdper in Togo, Dr. Preuss, die Herren Deister und 
Schreenter, vor allem aber Herr Zenker in Kamerun thätig waren, Herr 
Missionar Dekınpr in Benguella, Herr Baum auf der Expedition des kolonial- 
wissenschaftlichen Comités nach dem südlichen Angola und oberen Sambesi- 
gebiet viel Neues entdeckte, Dr. Errenpeck auf der Expedition des Herrn 
Baron Kart v. Ertancer und des Zoologen Neumann aus Harar und dem 
Gallahochland umfangreiche Sammlungen einsendete. Von der botanisch 
früher noch recht ungenügend erforschten Insel Sansibar hat E. Werrn!) 
eine Sammlung heimgebracht und nach deren Bearbeitung eine die biolo- 
gischen Verhältnisse recht eingehend berücksichtigende Vegetationsschilderung 
verfasst, welche eine wertvolle Ergänzung des hinsichtlich der Formations- 
beziehungen ete. auch zum Muster genommenen Werkes »Die Pflanzen- 
welt Ostafrikas« bilde. Am Museum des botanischen Gartens in Brüssel 


1) Werth, E.: Die Vegetation der Insel Sansibar, — Mitteil, des Seminars für 
orientalische Sprachen 4904, III. Abteil,, 95 8, 8° und 4 Karte, 


Litteraturbericht. — Uber die: neueren Fortschritte der Pflanzengeographie. 95 


schreitet allmählich die Bearbeitung der im Congostaat gesammelten Pflanzen 
vor und in Kew werden die Florenwerke über das tropische und südliche 
Afrika recht eifrig fortgeführt, während Prof. Scuinz in Zürich mit der 
Bearbeitung der Pflanzen Südwestafrikas fortfährt. Die Bearbeitung der 
aus den französischen afrikanischen Kolonien nach Paris gelangten Samm- 
lungen tritt noch sehr zurück, obgleich gerade die nach und nach erschei- 
nenden Beiträge von L. Prerre und Hua zeigen, wie wichtig diese Samm- 
lungen für den Ausbau unserer Kenntnisse der Flora des tropischen Afrika 
sind. A. CarvaLıer!) macht uns mit den Grundzügen der pflanzengeogra- 
phischen Gliederung Senegambiens und des französischen Sudan bekannt; 
hoffen wir, dass auf diese Übersicht in nicht allzu ferner Zeit die voll- 
ständigen Bearbeitungen folgen. Einen großen Dienst hat die Direction des 
Natural History Museum in London der Wissenschaft dadurch geleistet, 
dass sie durch Hırrn?) und einige Mitarbeiter die große Sammlung Wer- 
wirscu’s aufarbeiten ließ; dieselbe hat namentlich deshalb einen sehr 
hohen Wert, weil sie außer der Scnimper’schen aus Abessinien die ein- 
zige ältere Sammlung ist, welche brauchbare Angaben über die Stand- 
ortsverhältnisse und die Entwickelung der gesammelten Pflanzen enthält. 
Die zahlreichen in Berlin aus Afrika eingehenden Sammlungen beschäftigen 
fortwährend die Botaniker des Königl. botanischen Museums und die Um- 
stände bringen es mit sich, dass zunächst Aufzählungen der auf den ein- 
zelnen Expeditionen gesammelten Arten oder von Zeit zu Zeit auch Auf- 
zählungen der aus einzelnen Familien bekannt gewordenen neuen Arten 
erscheinen; aber anderseits können auch auf Grund der Arbeiten einzelne 
Gebiete geschildert werden, wie dies im vergangenen Jahre für das Uluguru- 
gebirge von mir?) versucht wurde, oder es werden einzelne für die Flora von 
Afrika besonders wichtige Familien monographisch‘) durchgearbeitet. In 
diesen zusammenfassenden Darstellungen treten dann auch die allgemeineren 
Resultate der umfangreichen Arbeiten deutlicher hervor. Als solche allge- 
meinere Resultate möchte ich bezeichnen: zunächst genauere Kenntnis der 
Formationen Afrikas, ferner vielfache Übereinstimmung der Tropenwald- 
flora Ostafrikas mit derjenigen Westafrikas, nicht seltenes Auftreten von 
bisher nur aus Westafrika bekannten Gattungen oder Gruppen im südlichen 
Deutsch-Ostafrika, mächtige Ausdehnung der sogenannten abessinischen 


4) Chevalier, Aug.: Nos connaissances actuelles sur la géographie botanique et 
la flore économique du Sénégal et du Soudan. — »Une Mission au Sénégal<, p. 197 
—263, Paris 1900; Mon exploration botanique de la Sénégambie. — Bull. du Muséum 
d’hist. nat. 4900, p. 248—253 und 302—308; La végétation de la région de Tom- 
bouctou. — Compt. rend. congr. internat. Botan. Paris 1900, p. 248—275. 

2) Catalogue of the african plants, collected by Dr. Fr. Welwitsch in 
4853—61. — Vol. I, Il. — London 1896—1904. — Vergl. Bot. Jahrb. XXVI, Litteratur- 
bericht S. 49 und XXX, Litteraturber. S. 67. 

3) Engler, A.: Uber die Vegetationsverhältnisse des Ulugurugebirges in Deutsch- 
Ostafrika. — Sitzungsber. d. Kgl. Akad. d. Wiss., Berlin 1900, p. 191—244. 

4) Vergl. Bot. Jahrb. XXX, Litteraturber. S. 54, 67. 


96 Litteraturbericht. — A. Engler, 


Gebirgsflora nach Harar und dem Gallahochland, Verbreitung vieler abessi- 
nischer Wald- und Gebirgspflanzen bis nach dem Kinga- und Livingstone- 
Gebirge, anderseits Verbreitung vieler südafrikanischer {aber nicht südwest- 
afrikanischer) Typen bis nach dem Gebirgsland des südlichen Deutsch- 
Ostafrika, Verbreitung vieler Arten von Transvaal bis Deutsch-Südwestafrika, 
eine gewisse Continuität der Flora von Benguella durch das Kunenegebiet 
mit der von Deutsch-Südwestafrika und weitere Continuität dieser Flora 
mit der des Namalandes und des Karroogebietes, große Continuität der 
westafrikanischen Waldflora vom südlichen Senegambien bis nach dem nörd- 
lichen Angola, nach dem Ghasal-Quellengebiet und dem oberen Congoland, 
endlich fortdauernde Vermehrung der westafrikanischen Arten und Gattungen, 
welche mit denen des tropischen Amerika nahe verwandt sind, — ja, es 
sind sogar in den letzten Jahren wieder 2 Familien, welche bisher nur aus 
dem tropischen Amerika bekannt waren, die Rapateaceen und Mayacaceen, 
auch in dem tropischen Westafrika nachgewiesen worden. 

In dem Gebiet des südwestlichen Kaplandes, dessen bekannte reiche 
Flora man schon erschöpft glaubte, ist durch den energischen bota- 
nischen Reisenden ScHLEecHtEr noch ein ganz außerordentlich reicher Zu- 
wachs neuer und interessanter Arten hinzugekommen, während L. Diets 
daselbst wenigstens einige Formationsstudien machen konnte, die aber noch 
nicht veröffentlicht sind. Unser Landsmann Dr. MArrorn!), der in Capstadt 
ansässig ist, hat neuerdings eine kleine interessante Abhandlung über die 
alpine Vegetation der bis zu 2300 m und darüber aufsteigenden südwest- 
afrikanischen Hochgebirge veröffentlicht. Diese alpine Vegetation beginnt 
im allgemeinen bei 2000 m und besteht aus kleinen niedrigen, oft zwergigen 
Stauden, welche aber alle mit Pflanzen der unteren Regionen des südwest- 
lichen Caplandes verwandt sind. Diese alpine Hochgebirgsflora erscheint 
vollkommen autochthon. Für die einzelnen Teile des großen pflanzenreichen 
Monsungebietes erscheinen fortdauernd Floren, floristische Beiträge, Mono- 
graphien einzelner Gattungen, außerdem Warsurg’s Monsunia, ähnlich ge- 
halten wie Brccarrs Malesia, dagegen wenig eingehendere pflanzengeogra- 
phische Arbeiten; aber nicht unerwähnt möchte ich lassen, dass nunmehr 
durch Prof. Dr. Scnumaxx und Dr. Laurersaca?), welcher dreimal sich längere 
Ze in Neu-Guinea und dem benachbarten deutschen Schutzgebiete bota- 
nischen Forschungen gewidmet hat, eine Flora der deutschen Schutzgebiete 
in der Südsee zu stande gekommen ist, welche ‘außer den Siphonogamen 
auch die niederen Pflanzen berücksichtigt; ebenso möchte ich auf den für 


1} Marloth, R.: Notes on the occurrence of alpine types in the vegetation of the 
higher peaks of the southwestern region of the Cape. — Transact. of the South-African 
| pineal Society, XL, Part 8, p. 464—468, pl. XXII—XXIV, June 4904. 
2 Schumann, K,, und K, Lauterbach: Die Flora der deutschen Schutzgebiete 
r Südası Mit 4 Karte und 22 Taf. — XVI, u. 648 8, gr. 80, — Berlin (Gebr, 
Bon | 19 Referat vergl, Jahrb, XXIX. 


Litteraturbericht. — Uber die neueren Fortschritte der Pflanzengeographie. 97 


ein größeres Publicum bestimmten und darum nur auf besonders in die 
Augen springende Erscheinungen der Vegetationsformationen eingehenden 
Vortrag O. Warsura’s') über die Vegetation Neu-Guineas aufmerksam machen. 
Wie für die papuanische Provinz bleibt auch noch viel zu thun für 
die melanesische Provinz; es darf daher nicht unerwähnt bleiben eine 
Arbeit von BurkırL?) über die Flora der Tonga-Insel Vavau, deren For- 
mationen kurz von Crossy charakterisiert werden. Von Burkitt wird nach- 
gewiesen, dass Vavau’s Flora sich stark an die der Fidschi-Inseln anschließt, 
aber nicht mehr die für die Gebirge der letzteren so charakteristischen 
Cyrtandreen, keine Saxifragaceen, Vaccinieen, ferner nur wenig Rubiaceen 
Orchidaceen besitzt. 

Für das polynesische Gebiet hat der Übergang der Carolinen in 
deutschen Besitz auch eine Erweiterung unserer pflanzengeographischen 
Kenntnisse gebracht. Prof. Vozxens?) vom botanischen Museum in Berlin 
hat diese Inseln botanisch erforscht, insbesondere bei einem siebenmonat- 
lichen Aufenthalt auf der Insel Yap deren Flora festgestellt. Bis jetzt hat 
er zwar erst einen ganz allgemein gehaltenen Überblick über die Vegetation 
dieser Insel gegeben; aber in kurzer Zeit wird eine ausführliche Darstellung 
in den botanischen Jahrbüchern folgen und ich will jetzt schon verraten, 
dass wider Erwarten unter den gesammelten Pflanzen sich eine größere 
Anzahl neuer Arten ergeben haben, von denen vielleicht einige später auch 
auf den Philippinen oder Neu-Guinea nachgewiesen werden dürften. 

Auch für das Gebiet des tropischen Amerika liegen vorzugsweise 
floristische Arbeiten und wenig pflanzengeographische Studien vor. Die 
von Warmine’s Schülern F. BoErGEsEn*) und O. Pausen verfasste sehr ein- 
gehende ükologische Abhandlung über die Vegetation der dänischen west- 
indischen Inseln ist nunmehr auch in französischer Sprache erschienen und 
dadurch allgemeiner zugänglich. Über zwei im Gebirgsland von British 
Guiana gemachte Sammlungen berichtet eine Abhandlung von N. E. Brown’) 
und die derselben vorangeschickte Einleitung von L. H. Burkitt behandelt 


4) Warburg, Prof. Dr. O.: Das Pflanzenkleid und die Nutzpflanzen Neu-Guineas. 
— 36 p. mit 13 Taf. 

2) Burkill, J. H.: The Flora of Vavau, one of the Tonga Islands. With a 
short account of its vegetation by CH. STEELE CrosBy. — Linnean Soc. Journ. XXXV, 
p: 20—65. - 

3) Volkens, G.: Über die Karolinen-Insel Yap. — Verh. d. Ges. f. Erdkunde zu 
Berlin 4904, p. 62—76, mit Karte. 

4) Boergesen, F., et Ove Paulsen: La végétation des Antilles danoises; traduit 
en français par Mlle. S. Erıksox. — Extr. de la Revue générale de Botanique XII, 1900, 
108 p. mit 41 Taf. ’ 

5) Brown, N. E.: Report on two botanical collections made by Messrs. F. V. Mc. 
ConneLL and J. J. Queich at Mount Roraima in British Guiana. Introduction by 
J. H. Burkitt, Enumeration of the plants collected. I. Spermatophyta by N. E. Brown 
(Orchidaceae by R. A. Rozre). II. Pteridophyta by C. H. Wricur. III. Bryophyta: Musci 
by V. F. Brotserus, Hepaticae by F. Srepuant. IV. Thallophyta by G. Masse. — 
Transact. Linn. Soc. 24 Ser. Botany, Vol. VI, pt. 4, Jan. 4904, 107. p. 40, mit 14 Taf. 


98 Litteraturbericht. — A, Engler, 


die Verbreitung der festgestellten Arten; sie führt zu dem Ergebnis, dass 
das Küstengebirge von Venezuela sich an die tropischen Anden anschließt, 
dass namentlich die Gattungen Cinchona, Acaena, Cardamine und Berberis 
beiden gemeinsam sind, dass anderseits das Gebirgsland von Roraima in 
Guiana mit Südbrasilien nur die montanen Gattungen von Holzpflanzen 
gemein hat, welche sich von Columbien bis Chile erstrecken, dass ferner 
12 Gattungen dem Gebirgsland von Roraima eigentümlich sind, von denen 
jedoch nur Heliamphora und Ledothamnus nicht mit anderen Gattungen 
Südamerikas verwandt sind. Ferner ist eine sehr beachtenswerte Studie 
die Abhandlung J. Huser's!) über die Vegetation des Cap Magoary an der 
Mündung des Rio Para und der atlantischen Küste der Isla da Marajo. 
Wir bekommen hier zum ersten Male eine genauere Schilderung der nahe 
am Äquator gelegenen Küstenformationen Südamerikas und es ist interessant, 
dieselben mit den Formationen der indisch-malayischen Strandflora zu ver- 
gleichen, welche der kürzlich verstorbene und von uns allen hochgeschätzte 
A. F. W. Somimper so trefilich behandelt hat. Huser?) hat dann auch zu- 
sammen mit K. von Kraarz-Koscatau den zwischen dem Amazonas, dem 
Rio Gurupy und Rio Guama gelegenen Teil von Para besprochen und 
die daselbst auftretenden Formationen nach ihren wesentlichsten Bestand- 
teilen unter Beigabe mehrerer Vegetationsbilder erläutert, doch wird auf 
die Arten, namentlich diejenigen des im Urwald auftretenden Unterholzes 
und Krautwuchses noch wenig eingegangen. In erfreulicher Weise mehren 
sich auch Formationsstudien über einzelne Teile Süd- und Mittel-Brasiliens. 
E. Urr?) analysiert die im Küstengebiete von Cabo Frio auftretenden For- 
mationen, C. A. M. Linpman®) in einer sehr reich illustrierten leider schwedisch 
geschriebenen Abhandlung die Vegetation der Provinz Rio Grande do Sul, 
in welcher mannigfache Campos mit Laubwäldern und Pinheiros abwechseln. 
Endlich hat R. Pırcer5) zwar nur einen kleinen Teil der Provinz Matto 
Grosso zwischen 13 und 16° s. Br., diesen aber genau kennen gelernt und 
nach sorgfältiger Durcharbeitung der von ihm mit Rücksicht auf Formations- 
studien gesammelten Pflanzen, die Formationen auch in ihren feineren 
Nuancen geschildert, das Verhalten der Formationen in der Vegetations- 
und Ruheperiode besprochen und auch den Einfluss der Standorte auf die 


1) Huber, J.: Sur la végétation du Cap Magoary et de la côte atlantique de 
l'ile de Marajé (Amazone). Avec 6 planches, — Bull. Herb, Boiss. 2. ser. I. (1904) 
p. 86— 107, pl. 4—6, 

2, Ule, E.: Die Vegetation von Cabo Frio an der Küste von Brasilien. — Bot. 


Jahrb. XXVIIL (4904) p. 544—528. 
4, Kraatz-Koschlau, K. v., und J. Huber: Zwischen Ocean und Guam, 


eitrag zur Kenntnis des Staates Para. — Memoria do Museu Paraense de historia 
natural e ethnographia, — 84 p. 49, mit 4 Karte und 40 Tafeln, — Para 1900. 

4, Lindman, C, A. M.: Vegetationen i Rio Grande do Sul (Sydbrasilien), 
239 p. 6° med 69 bilder och 2 kartor. — Stockholm 1904. 


5) Pilger, R.: Beitrag zur Flora von Maltogrosso, — Bot. Jahrb, XXX, p. 127 
238, mit 4 Karte, 


Litteraturbericht. — Uber die neueren Fortschritte der Pflanzengeographie. 99 


Ausbildung der Pflanzenformen erläutert. Das dem andinen Gebiet zu- 
gehörige Chile haben in den letzten Jahren mehrere deutsche Forscher auch 
in ökologischer Beziehung und mit Rücksicht auf die pflanzengeographische 
Gliederung des Landes erforscht, nachdem die beiden Paurtipri’s schon 
vorher so viel zur Feststellung der Flora des pflanzenreichen Landes bei- 
getragen haben. Im nördlichsten Teil Chiles hat Pöntmann!) die unter 19° 
s. Br. gelegenen Flussthäler Camarones und Vitor sowie ihr Zwischenland 
bereist und seine botanische Ausbeute Herrn ReıcnE zur Bearbeitung über- 
geben. Besonders wichtig für die Beschaffenheit der Vegetation erwies sich 
der Umstand, dass der Camarones von seinem Oberlauf an salzhaltig ist, 
der Vitor-Fluss dagegen nicht. Der größte Teil des Landes, in welchem 
PönLmann bis zu 4600 m noch 900 m unter der Schneegrenze aufstieg, ist 
von der Steppe in mannigfachen Übergängen zur Wüste bedeckt; es zeigen 
daher die dort vorkommenden Pflanzen mannigfache Schutzeinrichtungen 
zur Herabsetzung der Transpiration, welche Reıcaz näher beschreibt. Be- 
sonders interessant sind die polsterbildenden Hochgebirgspflanzen mit ihren 
kleinen, dieken dichtgedrängten Blättern, wie Frankenia triandra, Pycno- 
phyllum molle (Caryophyllae.), Ledocarpum microphyllum (Geraniac.), 
Laretia compacta (Umbellif.) und mehrere moosartige Verbena. 

F. W. Necer(?,3) hat bei der Erforschung der Cordillera de Villarica 
Gelegenheit gehabt, ein Gebiet zu untersuchen, in welchem die chilenische 
Ubergangsprovinz, die andin-patagonische Provinz mit ihren Geröllflächen 
und das antarktische Waldgebiet zusammentreffen; er konnte hierbei auch 
wieder feststellen, dass die andin-patagonische Flora in naher genetischer 
Beziehung steht zu der Flora der chilenischen Ubergangsprovinz. Auf den 
»subandinen Wald«, der sich an das antarktische Gebiet anschließt, folgt 
der ebenfalls noch antarktischè Elemente enthaltende »andine Wald«, unter- 
brochen von »Pampas« auf durchlässigem Boden, sodann niedriger Busch- 
wald und Bergwiesen, an der Westseite, auch noch antarktische Elemente 
enthaltend, Geröllhalden an der Ostseite mit Vorherrschen des andinen 
Florenelementes, ferner Hochebenen an der Ostseite, auf deren ausgedehnten 
sandigen und steinigen, von versengender Sonnenglut beherrschten, jedoch 
von starkem Tau befallenen Flächen sich Steppenvegetation entwickelt, 
während in feuchten Niederungen Grasflächen und Araucarienwälder auf- 
treten. Unterbrochen ist die Hochebene durch tiefe canonartige Thäler, in 


1) Pohlmann, R., und K. Reiche: Beiträge zur Kenntnis der Flora der Fluss- 
thäler Camarones und Vitor und ihres Zwischenlandes (499 s. Br.). — Verhandl. deutsch. 
wiss. Ver. Santiago, Chile, IV. (4900) p. 263—305, mit 4 Karte. 

2) Neger, F. W.: Informe sobre las observaciones botänicas efectuadas en la 


cordillera de Villarica en el verano 1896—97. — Anales de la Universidad, Santiago 
de Chile 1899, 67 p. 8°, mit 4 Karte. 
3) —— Pflanzengeographisches aus den südlichen Anden und Patagonien. — Bot. 


Jahrb. XXVIIL (1900) p. 231— 258. 


100 Litteraturbericht. — A. Engler, 


denen gegen den Wind geschützt Libocedrus chilensis und ‘viele Holz- 
gewächse der chilenischen Übergangsprovinz gedeihen. Nun noch einige 
Worte über das australe (altoceanische) Florenreich. | 
Für das austral-antarktische Gebiet Siid-Amerikas hat nur Dusés 1) eine 
nach den natürlichen Pflanzenfamilien geordnete Zusammenstellung der von dort 
bekannt gewordenen GefäBpflanzen, -darunter mehreren neuen von ihm auf 
der schwedischen Expedition nach den Magellansländern entdeckten Arten 
geliefert, auch die tiber das Gebiet erschienene Litteratur zusammengestellt, 
dabei jedoch den Bericht über die Forschungsreise S. M. S. Gazelle übersehen. 
Für das neuseeländische Gebiet hat Driers?) in seiner 1896 er- 
schienenen Vegetationsbiologie von Neu-Seeland zum ersten Male auf Grund 
umfangreicher Herbarstudien und unter Benutzung der Litteratur die ge- 
samten Pflanzenformationen dieses hochinteressanten Inselgebietes in einer 
Weise besprochen, welche selbst bei dem gegenwärtig besten Kenner der 
austraulischen Flora L. Cockayne Anerkennung gefunden hat; sodann hat 
aber auch diese Abhandlung diesen Forscher (3-5) selbst zu eingehenderen 
ökologischen Studien angeregt, die als eine der erfreulichsten Erscheinungen 
auf dem Gebiete der Pflanzengeographie angesehen werden können. Er 
studiert die Entwickelung einiger interessanter neuseeländischer Pflanzen 
aus Samen unter verschiedenen Culturbedingungen, insbesondere solcher, 
deren später ‚auftretende Blätter von den ersten abweichen und dabei mehr 
oder weniger reduciert sind, namentlich einige Veronica und Carmichaelia. 
In einer anderen Abhandlung) bespricht er die Neuentwickelung der ab- 
gebrannten subalpinen Strauchvegetation Neu-Seelands und kommt durch 
sorgfältige Beobachtung der successiven Entwickelung, namentlich auch 
unter Berücksichtigung der an den abgebrannten Stellen aufgehenden Säm- 
linge zu dem Resultate, dass die subalpine Strauchformation in anderer 
Weise wieder entsteht, als sie vorher beschaffen war, dass die Wieder- 
besiedelung in hohem Grade abhängig ist von der Höhe, der Besonnung 
und den herrschenden Winden, dass oft zahlreiche Veromica-Arten auf- 
treten, wo früher solche nicht existierten, dagegen eine Veronica-Strauch- 
formation wieder durch eine solche ersetzt wird, dass ferner: Dracophyllum 


4) Dusén, P.: Die Gefäßpflanzen der Magellansländer nebst einem Beitrag zur 
Flora der Ostküste von Patagonien. — »Wissensch. Ergebnisse der schwed. Exped, 
nach den Magellansländern unter Leitung von Orro NorvEnskJöLn«, Sep.-Abdr., Stock- 
holm 4900, p. 77—266, mit 10 Taf. 


2) Diels, L.: Vegetationsbiologie von Neu-Seeland. — Bot. Jahrb. XXII. (1896) 
p. 202—300, 4 Taf. u. 7 Fig. 

3, Cockayne, L.: An Inquiry into the seedling forms of New Zealand Phanero- 
gams and their development. — Trans. New Zeal. Instit. 1898, p. 354—398, mit 7 Taf. 

4) —- On the burning and reproduction of subalpine scrub and its associated 
plants; with special reference to Arthur’s Pass district. — Trans. New Zeal. Instit. 
1898, p. 398—426, mit 8 Taf. 

5) A sketch of the Plant Geography of the Waimakariri River Bassin, con- 


sidered chiefly from an Oecological Point of View. — Ebenda 1899, p. 95, mit 4 Taf, 


- Litteraturbericht. — Uber die neueren Fortschritte der Pflanzengeographie. 101 


longifolium, Senecio elaeagnifolius und Cassinia Vauvilliersii alsbald nach 
dem Brande wieder auftreten und einen großen Anteil an der künftigen 
Vegetation haben, dass die krautartigen Pflanzen wenig vom Brande leiden, 
vielmehr einzelne nach dem Brande sich reichlicher entwickeln, solche mit 
Ausläufern und Rhizomen infolge ihrer reichlichen Vermehrung der Vege- 
tation ein ganz anderes Aussehen verleihen, dass viele abgebrannte Sträucher 
wieder ausschlagen und unter ihrem Schutze andere Samen aufgehen, als 
an den offenen Stellen, dass Dracophyllum Traversii nach dem Brande 
gänzlich verschwindet, Dacrydiwm Colensor und Phyllocladus alpinus fast 
ganz ausgerottet sind. Man sieht schon aus diesen Angaben, dass Cockayne 
ein sehr guter Beobachter ist. Dasselbe zeigt er in seiner ökologischen 
Studie) über das Waimakariri-River-Bassin, einen kleinen Teil des süd- 
lichen Neu-Seeland, über welchen auch meteorologische Beobachtungen vor- 
liegen, in welchem die Gebirge eine alpine Region aufweisen und die vom 
Nordwestwind getroffenen Abhänge sehr feucht, die östlichen dagegen sehr 
trocken sind. Daher behandelt Cockayne auch die Regionen und For- 
mationen des Ostens und Westens getrennt und giebt für jede derselben eine 
Charakterpflanze an. Eine vollständigere Behandlung der Vegetation der 
Formationen wäre erwünscht gewesen; duch; legt der Verfasser bei seiner 
Darstellung das Hauptgewicht auf die in den Regionen herrschenden klimati- 
schen Verhältnisse. Jedenfalls sehen wir auch hier wie.in so vielen an- 
deren Gebieten xerophile Vegetation in geringer Entfernung von hygrophiler. 


Schließlich möchte ich nicht unterlassen, noch auf eine Abhandlung 
von Körpern!) hinzuweisen, in welcher die Geographie und Biologie der 
Pflanzen benutzt wird, um danach die Klimate zu classificieren. Es ist 
die Schrift für die allgemeine Pflanzengeographie jedenfalls von Interesse 
und bei der Begrenzung größerer Vegetationsgebiete, sowie des Verfassers 
frühere klimatologische Arbeiten wohl zu berücksichtigen; aber die Botaniker 
haben bei ihren pflanzengeographischen Untersuchungen jetzt nicht bloß 
auf einige allgemeine Erscheinungen zu achten, welche unter einem Klima 
auftreten, sondern sie müssen auch gerade die Einflüsse beobachten, welche 
Exposition und Bodenverhältnisse in kleineren Bezirken auf die Verteilung 
und Gestaltung der Pflanzen ausüben, und dann bleibt immer noch eine 
Hauptaufgabe die, die einzelnen Pflanzenstimme, Gattungen oder engere 
Verwandtschaftskreise gerade durch Gebiete mit verschiedenen klimatischen 
Bedingungen zu verfolgen. Darin liegt ein Hauptreiz auch für die syste- 
matischen botanischen Studien, welche, wie ich noch einmal hervorheben 
möchte, immer mit Rücksicht auf ökologische und entwickelungsgeschicht- 
liche Pflanzengeographie betrieben werden sollten. Um aber nicht zu dem 
Missverständnis Veranlassung zu geben, als ob ich alle Pflanzengestaltung 


4) Köppen, W.: Versuch einer Classification der Klimate. — Geogr. Zeitschr. 
Vil. Jahrg. (1904) 45 S. u. 2 Karten. — Leipzig (B. G. Teubner) 1904. 


102 Litteraturbericht, — A. Engler, Ub. d. neueren Fortschr. d. Pflanzengeogr. 


auf die Variation früherer und gegenwärtiger Existenzbedingungen zurück- 
geführt wissen möchte, will ich nur daran erinnern, dass gerade bei massen- 
haftem Auftreten einer Art auf demselben natürlichen oder ihr künstlich 
bereiteten Terrain Umgestaltungen wahrgenommen werden und äußerlich 
oft recht verschiedene Pflanzen neben einander gedeihen. Die Entstehung 
neuer Formen ist, abgesehen von den Einflüssen der Hybridisation, in 
erster Linie bedingt durch in der Pflanze selbst wirkende Ursachen; bei 
der Erhaltung der entstandenen Formen aber spielen kleine und 
srößere Standortsverschiedenheiten eine wichtige Rolle. Solche bieten sich 
vorzugsweise dar auf offenem Terrain, weniger in geschlossenen Be- 
ständen und so können wir im allgemeinen eine geringere Variabilität bei 
den Waidpflanzen, eine größere bei Felsen-, Steppen- und Wüstenpflanzen 
wahrnehmen; davon kann man sich überzeugen in den Alpen, namentlich 
in den Südalpen, in den Gebirgen der Mittelmeerländer, namentlich in der 
Sierra Nevada, auf den Gebirgen Griechenlands und Kleinasiens, auf den 
von mir in diesem Jahre besuchten canarischen Inseln, in denen die alten 
Waldpflanzenarten sehr uniform auftreten, während die unterhalb der Wald- 
region vorkommenden Arten zum größten Teile eine staunenswerte Viel- 
gestaltigkeit zeigen, über welche ich mir weitere Mitteilungen vorbehalte. 
Die von mir gemachten, keineswegs vollständigen Mitteilungen über die 
neueren Fortschritte der Pflanzengeographie werden gezeigt haben, wie viel 
noch auf diesem Gebiete zu leisten ist, — dabei habe ich aber die zahl- 
reichen Arbeiten über Planktonforschung und das oceanische Florenreich 
nicht berührt, dessen ökologisch-pflanzengeographische Erforschung, abge- 
sehen von den nördlichen Meeren, der Nord- und Ostsee, dem Mittelmeere 
recht langsam fortschreitet. Wie viel auf diesem Gebiete noch zu thun 
ist und zu thun war, das zeigen beispielsweise Reınke’s Untersuchungen 
über den Pflanzenwuchs in der östlichen Ostsee, Kuckucer’s Forschungen 
um Helgoland und mehrere treffliche Untersuchungen skandinavischer 
Forscher; welche allezeit hinsichtlich der botanischen Forschung in der 
Natur mit gutem Beispiel erfolgreich vorangegangen sind, immer aber auch 
bei ihren wohlhabenden Landsleuten eine materielle Unterstützung gefunden 
haben, wie sie in den mitteleuropäischen Ländern nur äußerst selten (ich 
will es nicht unterlassen, hier dankbar der Wentzeı-IeckmAann-Stiftung zu 
gedenken) zu finden ist. In Deutschland ist es immer der Staat, von dem 
man alle Hilfe erwartet, und wir müssen uns freuen, dass die deutsche Staats- 
regierung in den letzten Jahren bedeutende Mittel für die Tiefsee- und die 
Südpolar-Expedition ausgeworfen hat, welche gewiss auch einige Resultate 
für die Pflanzengeographie ergeben werden; aber man wolle auch nicht 
vergessen, dass die pflanzengeographische Erforschung der Landgebiete 
ebenfalls noch eine Fülle von Aufgaben bietet, deren Lösung durch kleinere 
Expeditionen pflanzenkundiger Botaniker bewirkt werden kann. 


Register 
der in Band XXVI—XXX (1899—10901) 


von 


Engler's Botanischen Jahrbüchern 


für 


Systematik, Pflanzengeographie 


und Pflanzengeschichte 


beschriebenen 


neuen Arten und Varietäten. 


Zusammengestellt 


von 


H. Strauss. 


Leipzig 
Verlag von Wilhelm Engelmann. 


1902. 


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Ohne Verantwortung der Redaction. 5 
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Acacia Antunesii Harms XXX (1904) 76. 

— Buchananii Harms XXX (1904) 76. 

— Goetzei Harms XXVIII (4900) 395. 

— macrothyrsa Harms XXVIII (4900) 396. 

— songwensis Harms XXX (1904) 347. 

— ulugurensis Taub. msc. XXVIII (1900) 396. 

Acalypha Dewevrei Pax XXVIII (1899) 24. 

— Eggersii Pax XXVI (1899) 505. 

— Giraldii Pax XXIX (1900) 429. 

-— Lehmanniana Pax XXVI (1899) 505. 

Acanthopanax Henryi (Oliv.) Harms XXIX 
(4900) 488. 

— setchuenensis Harms XXIX (1900) 488. 

Acanthura Lindau XXX (1904) 496. 

— mattogrossensis Lindau XXX (1904) 497. 

Acer Lobelii Ten. var. indicum Pax XXIX 
(4900) 449. 

Achyranthes angustifolia (Vahl) Lopr. XXX 
(4904) 407. 

— Benthami Lopr. XXX (1904) 108. 

— pedicellata Lopr. XXVII (1899) 56. 

— rubro-lutea Lopr. XXVII (4899) 57. 

— viridis Lopr. XXVII (1899) 55. 

Achyrocline Halli Hieron. XXVIII (4904) 594. 

— Lehmannii Hieron. XXVIII (4904) 595. 

Acidanthera Goetzei Harms XXX (1904) 278. 

— sabulosa Schltr. XXVII (1899) 104. 

Acioa Barteri (Hook. f.) Engl. XXVI (1899) 
382. 

— Dinklagei Engl. XXVI (1899) 384. 

— Goetzeana Engl. XXX (1904) 315. 

— lanceolata Engl. XXVI (1899) 382. 


— Lehmbachii Engl. XXVI (1899) 379. 


— Mannii (Oliv.) Engl. XXVI (1899) 381. 

— parvifolia Engl. XXVI (1899) 380. 

— Staudtii Engl. XXVI (1899) 379. 

— tenuiflora Dinklage et Engl. XXVI (1899) 
382. 

Aconitum Hemsleyanum E. Pritzel XXIX 
(1900) 329. 

— Henryi E. Pritzel XXIX (4900) 329. 

— vaginatum E. Pritzel XXIX (1900) 328. 

Acrocephalus Goetzei Gürke XXVIII (1900) 
4TA. 

Acrolophia fimbriata Schltr. XX VI (1899) 340. 


Actephila reticulata (Müll.-Arg.) Pax XXVI | 


(1899) 326. 


Actinidia melanandra Franch. var. latifolia 
E. Pritzel XXIX (4900) 470. 

— — n. sp. XXIX (4900) 470. 

Actinostemma multilobum Harms 
(1904) 602. 

Adenandra acuta Schltr. XXVI (4899) 462. 

Adenia aspidophylla Harms XX VI (1899) 235. 

— Goetzei Harms XXX (1904) 360. 

— gracilis Harms XXVI (4899) 236. 

— oblongifolia Harms XXVI (1899) 236. 

— Staudtii Harms XXVI (1899) 237. 

— stenophylla Harms XXVI (1899) 238. 

— Wilmsii Harms XXVI (1899) 238. 

Adenophora Bockiana Diels XXIX (1904) 605. 

— capillaris Hemsl. var. tenuifolia Diels 
XXIX (4904) 605. 

— marsupiiflora Fisch. var. Korshinskiana 
Diels XXIX (1901) 605. 

Adiantum erythrochlamys Diels XXIX (4900) 
204. 

Adinandra Bockiana E. Pritzel XXIX(4900)474. 

Aecidium Ainsliaeae Diet. XX VII (1899) 574. 

— aridum Diet. et Neg. XXVII (4899) 7, 43. 

— Cryptotaeniae Diet. XXVIII (1900) 288. 

— Deutziae Diet. XXVII (4899) 574. 

— Dispori Diet. XXVII (4899) 574. 

— Dusenii Diet. et Neg. XXVII (4899) 44. 

— Elaeagni Diet. XXVII (4899) 574. 

— Epimedi P. Henn. et Shir. XXVIII (4900) 
264. 

— foetidum Diet. XXVIII (4900) 289. 

— Goetzeanum P. Henn. XXVIII (4900) 334. 

— Hamamelidis Diet. XX VII (1899) 574. 

— hydrangiicola P. Henn. XXVIII (4900) 264. 

— Lythri Diet. et Neg. XXVII (4899) 44. 

— Macroclinidii Diet. XXVIII (1900) 289. 

— — P. Henn. et Shir. XXVIII (4900) 265. 

— Meliosmae myrianthae P. Henn. et Shir. 
XXVIII (1900) 264. 

— — pungentis P. Henn et Shir. XXVIII 
(1900) 265. 

— Meliosmatis Diet. XXVIII (4900) 289. 

— Moschosmatis P. Henn. XXX (1904) 254. 

— nikkense P. Henn. et Shir. XXVIII (1900) 
266. 

— Paederiae Diet. XX VII (4899) 574. 

— Pourthiaeae Sydow n. sp. XXVIII (4900) 
264. 


XXIX 


= 


4 Aecidium — Alsomitra. 


Aecidium Senecionis stenocephali Diet. 
XXVIII (1900) 289. 
— Shiraianum Sydow n. sp. XXVIII (4900) 
264. 
— Trifolii megalanthi Diet. et Neg. XXVII 
(4899) 44. 
— tubiforme Diet. et Neg. XXVII (4899) 7,43. 
— Viburni P. Henn. et Shir. XXVIII (4900) 
265. 
— Vincetoxici P. Henn. et Shir. XXVIII (4900) 
265. 
Aegopodium Henryi Diels XXIX (4900) 497. 
Aeolanthus glandulosus Gürke XXX (1904) 
396. 
— Goetzei Gürke XXVIII (1900) 467. 
— tuberosus Gürke XXX (4904) 395. 
Aerua Ruspolii Lopr. XX VII (4899) 57. 
Aeschynomene bella Harms XXX (4904) 327. 
— Goetzei Harms XXX (1901) 328. 
— lateritia Harms XXVI (1899) 292. 
— paludicola Harms XXX (4901) 329. 
Agathosma adenandriflora Schltr. XXVII 
(4899) 160. 
— aemula Schltr. XXVI (1899) 460. 
— lactea Schltr. XXVII (4899) 164. 
— taxifolia Schltr. XXVII (4899) 464. 
Ageratina O. Hoffm. XXVIII (1900) 503. 
— fruticosa O. Hoffm. XXX (1904) 426. 
— Goetzeana O. Hoffm. XXVIII (1900) 504. 
Agauria Goetzei Engl. XXX (1904) 369. 
Ainsliaea gracilis var. robusta Diels XXIX 
(1904) 629. 
— Henryi Diels XXIX (1904) 628. 
— undulata Diels XXIX (4904) 629. 
Ajouea farinosa Mez XXX Beibl. 67 (1904) 43. 
marginata Mez XXX Beibl. 67 (1904) 43. 
Schwackeana Mez XXX Beibl.67 (4904) 42. 
Akebia lobata Dene. var. australis Diels 
XXIX (1900) 344. 
Alangium begoniifolium (Roxb.) Harms XXIX 
1900) 505. 
platanifolium (Sieb, et Zucc.) Harms XXIX 
1900) 505. 
Albizzia Antunesiana Harms XXX (41904) 75, 
347. 

Passargei Harms XXVI (4899) 253. 
Warneckei Harms XXX (4904) 75. 
Albuca Melleri Baker var, 

XXVIII (1900) 362. 
Alchemilla Wilmsii Engl, XXVI (4899) 375. 
ulugurensis Engl. XX VI (1899) 875. 
Alchornea grandiflora Müll,-Arg. var, Leh- 
manni Pax XXVI (1899) 505, 
Allanblackia ulugurensis Engl. XX VIN (1900) 


latifolia Engl. 


L 4 


‚35, 
Allophylus appendiculato-serratus Gilg XXX 
1904) BAB, 


Allophylus chaunostachys Gilg XXX (14904) 
349. 
— Goetzeanus Gilg XXVIII (1900) 423. 
— yeru Gilg XXX (4904) 348. 
Alpinia Albertisii K. Schum. XX VII (1899) 279. 
— angustifolia K.Schum. XX VII (1899) 279. 
— arfakensis K. Schum. XXVII (4899) 296. 
— Blumei K. Schum. XXVII (4899) 282. 
— brachypoda K. Schum. XX VII (4899) 298. 
— calycodes K. Schum. XXVII (1899) 295. 
— chaunocolea K.Schum. XX VIF (1899) 292. 
— chrysorachis K.Schum. XX VIT (1899) 283. 
— coeruleo-viridis K. Schum. XX VII (4899) 
293. 
— colossea K. Schum. XXVII (1899) 289. 
— compta K. Schum. XXVII (4899) 277. 
— crocydocalyx K.Schum, XX VII (4899) 984. 
— cylindrocephala K. Schum. XX VII (4899) 
297. 
— cylindrostachys K. Schum. XXVI (1899) 
299. 
— densiflora K.Schum. XXVII (4899) 292. 
— eremochlamys K. Schum. XXVII (4899) 
288. 
— euastra K. Schum. XXVII (1899) 296. 
— eubractea K. Schum. XXVI (4899) 289. 
— eustales K. Schum, XXVII (1899) 288. 
— flexistamen K. Schum. XX VII (4899) 284. 
— formosana K. Schum. XXVII (4899) 283. 
— Galanga (L.) Swartz var. 3. pyramidata 
(BL) K. Schum, XXVII (4899) 274. 
— ligulata K. Schum. XXVII (4899) 278. 
— macroscaphis K.Schum. XX VII (4899) 284. 
— macrostemon K.Schum, XX VII (1899) 297. 
— monopleura K.Schum, XX VIT (1899) 287. 
— — var. ß. minor K.Schum, XXVII (4899) 
288. 
— myriocratera K.Schum. XX VII(4899) 290. 
— Novae Pommeraniae K. Schum, XXVII 
(1899) 285. 
— orchioides K. Schum. XX VII (1899) 278. 
— orthostachys K.Schum, XX VII (1899) 281, 
— pelecystyla K. Schum, XX VII (1899) 277. 
- plectophylla K.Schum, XXVII(4899) 273. 
— polycarpa K. Schum, XXVII (4899) 298. 
— ptychanthera K.Schum, XX VIT(1899) 280. 
— pulchella K, Schum, XX VIT (4899) 276. 
— rubricaulis K. Schum, XX VII (4899) 284. 
sericiflora K. Schum, XXVII (1899) 294. 
— stenostachys K, Schum, XX VII(4899) 289. 
strobilacea K. Schum, XX VIT (1899) 295. 
submutica K. Schum, XX VIT (4899) 280. 
tephrochlamys Laut, et K. Schum, XXVII 
(4899) 277, 
versicolor K, Schum, XX VII (1899) 280, 
— Warburgii K, Schum, XX VII (1899) 284. 
Alsomitra graciliflora Harms XXIX (1904) 602, 


>" 


Amblygonocarpus — Anthericum. 5 


Amblygonocarpus Schweinfurthii Harms 
XXVI (1899) 255. 
Amomum albo-rubellum Laut. et K. Schum. 
XXVI (4899) 344. 

— apiculatum K. Schum. XXVII (1899) 345. 

— brachychilus K.Schum. XX VII (1899) 318. 
346. 

calophrys K. Schum. XXVI (4899) 344. 

chrysocalyx K.Schum. XXVII (4899) 308. 

chrysogynium K. Schum. XXVII (1899) 
322. 

deuteramomum K. Schum. XXVII (4899) 
343. 

dictyocoleum K.Schum. XX VII (1899) 342. 

echinosphaera K. Schum. XXVII (1899) 
322. 

elongatum (Teysm. et Binn.) K. Schum. 
XXVI (1899) 303. 

fimbriobractea K. Schum. XXVII (4899) 
347. 

flavo-rubellum Laut. et K. Schum. XX VII 
(4899) 342. 

grandiligulatum K. Schum. XXVII (1899) 
308. 

gymnopodum K.Schum. XX VII (i 899)320. 

Havilandii K. Schum. XX VII (4899) 303. 

heliconiifolium K. Schum. XX VII (1899) 
349. 

hemisphaericum (Bl.) K. Schum. XXVII 
(4899) 307. 

— kandariense K.Schum: XX VIT (4 899) 323. 

laxesquamosum K. Schum. XX VII (4899) 
315. 

longifolium K.Schum. XX VII (1899) 318. 

macroglossa K. Schum. XX VII (4899) 344. 

melichroum K.Schum. XXVII (4899) 322. 

nasutum K. Schum. XXVII (4899) 320. 

oliganthum K.Schum. XX VII (41899) 324. 

padangense K. Schum. XX VII (4899) 318. 

pausodipsus K.Schum. XX VII (1899) 343. 

penicillatum K. Schum. XX VIL (1899) 304. 

phaeochoanum K. Schum. XX VII (1899) 
304. 

polycarpum K.Schum. XX VII (4899) 312. 

pyramidosphaera K.Schum. XX VIT (4899) 
306. 

reticulatum K.Schum. XX VII (1899) 303. 

Sarasinorum K.Schum. XX VII (1899) 316. 

sarawacense K.Schum. XXVII(4899) 304. 

solare (BL) K. Schum. XXVII (4899) 308. 

stenophyllum K.Schum. XX VII (4899)349. 

stenosiphon K.Schum. XXVII (1899) 320. 

stoloniflorum K.Schum. XXVII(1899) 322. 

surculosum K.Schum. XXVI (1899) 323. 

trachycarpum K. Schum. XXVII (4899) 
346. 


brachypodanthum K.Schum. XXVII(1899) | 


Amomum trianthemum K. Schum. XXVII 
(1899) 324. 
— validum K. Schum. XXVII (4899) 344. 
— vestitum K. Schum. XXVII (1899) 349. 
Amorphophallus spec. XXIX (1900) 234. 
Ampelopsis aconitifolia Bge. «. glabra Diels 
et Gilg XXIX (1900) 465. 
— — 6. setulosa Diels et Gilg XXIX 
(4900) 465. 
— — y. tomentella Diels et Gilg XXIX 
(1900) 465. 
— — 6. cuneata Diels et Gilg XXIX 
(1900) 465. 
megalophylla Diels et Gilg XXIX (1900) 
466. 
mirabilis Diels et Gilg XXIX (1900) 465. 
Amphithalea villosa Schltr. XX VII (4 899) 4 42. 
— — — var. 8. brevifolia Schltr. XXVII 
(4899) 442. 
Anabaena hyalina Schmidle XXX (4904) 245. 
Anagallis kingaensis Engl. XXX (1904) 374. 
— Quartiniana (Rich.) Engl. var. angusti- 
loba Engl. XXVIII (4900) 447. 
Anaphalis spec. XXIX (1904) 643. 
Anchomanes giganteus Engl. XXVI (1899) 
449. 
Andropogon contortus L. var. macroglumis 
Pilger XXX (4904) 137. 
Lehmannii Pilger XXVII (1899) 24. 
Neesii Kth. var. 8. dactyloides Hack. 
subvar. glabrescens Pilger XXX (1904) 
137. 
palustris Pilger XXX (4904) 437. 
rufus Kth. var. auricoma Pilger XXX 
(4904) 268. 
tolimensis Pilger XXVII (1899) 23. 
Angelica dissoluta Diels XXIX (1900) 499. 
?involucellata Diels XXIX (1900) 504. 
laxifoliata Diels XXIX (4900) 499. 
megaphylla Diels XXIX (1900) 500. 
setchuenensis Diels XXIX (4900) 500. 
(Archangelica ?) valida Diels XXIX (4900) 
501. 
sp. XXIX (1900) 502. 
Angraecopsis Krzl. XXVIII (1900) 474. 
— tenerrima Krzl. XXVIII (4900) 174. 
Angraecum anocentrum Schltr. XXVI (1899) 
342. 
— Goetzeanum Krzl. XXX (1904) 289. 
— trachyrrhizum Schltr. XXVI (1899) 343. 
— Woodianum Schltr. XXVI (1899) 343. 
Angylocalyx Schumannianus Harms XXVI 
(1899) 278. 
Anoiganthus gracilis Harms XXX (1904) 276. 
Anthericum papillosum Engl. XXVIII (4900) 
360. 
— ulugurense Engl. XXVIII (1900) 360. 


6 Anthocleista — Baccaurea. 


Anthocleista kamerunensis XXVIII 
(4899) 195. 

— lanceolata Gilg XXVIII (4899) 425. 

— pulcherrima Gilg XXX (1904) 374. 

— Zenkeri Gilg XXVIII (4899) 4124. 

Anthephora elegans Schreb. var. africana 
Pilger XXX (1904) 449. 

— Hochstetteri Nees var. glabra Pilger XXX 
(1904) 269. 

Anthopanax leucorrhizus(Oliv.) Harms XXIX 
(4900) 488. 

Anthospermum cliffortioides K.Schum. XXX 
(4901) 446. 

— leuconeuron K. Schum. XXX (4901) 
446, 

— rosmarinus K. Schum. XXX (1904) 447. 

— usambarense K. Schum. XXVIII (4899) 
4 42. 

Antidesma Staudtii Pax XXVI (4899) 327. 

Anubias auriculala Engl. XXVI (1899) 423. 

— nana Engl. XXVI (4899) 423. 

Aphanothece Goetzei Schmidle XXX (4904) 
242. 

Aquilaria tomentosa Gilg XXVIII (1900) 445. 

Arctotis parvifolia Schltr. XX VII (1899) 248. 

Ardisia brevicaulis Diels XXIX (1900) 549. 

brunneo-purpurea Gilg XXX (1904) 98. 

Conraui Gilg XXX (1904) 98. 

haemantha Gilg XXX (1904) 99. 

polyadenia Gilg XXX (1901) 98. 

Sadebeckiana Gilg XXX (14904) 97. 

Schlechteri Gilg XXX (1904) 97. 

Staudtii Gilg XXX (1904) 99. 

Zenkeri Gilg XXX (1904) 100. 

Argyrolobium vaginiferum Harms XXX (14904) 
323. 

— Wilmsii Harms XXVI (1899) 283. 

Argyrostachys Lopr. XXX (4904) 408. 

— splendens Lopr. XXX (1904) 108, 109, 
307. 

Arisaema Bockii Engl. XXIX (4900) 235. 

— lobatum Engl. var. Rosthornianum Engl. 
XXIX (1900) 285. 

— Tatarinowii Schott forma latisecta Engl. 
XXIX (1900) 236. 

Aristea Goetzei Harms XXVIII (1900) 364. 

— palustris Schltr. XXVII (4899) 96. 

— polycephala Harms XXVIII (1900) 365. 
Aristolochia setchuensis Franch, var, holo- 
thricha Diels XXIX (4900) 840. 
Artemisia deversa Diels XXIX (4904) 648. 

Sodiroi Hieron, XXIX (1900) 55. 
XXIX (4904) 648, 
Arthrodesmus convergens Ehrenberg forma 
typica XXVI (1898) 47. 


Gilg 


Spec, 


— forma inermis (Jakobsen) Schmidle | 


et Hieron, XXVI (4898) 47, 


Arundinaria tolange K. Schum. XXVIII 
(1900) 354, 

Arundinella convoluta Pilger XX VII (4899) 25. 

Asarum Franchetianum Diels XXIX (1900) 
308. 

— n. sp.? XXIX (1900) 309. 

Aspalathus cliffortioides Bolus XX VII (1899) 
144. 

— rigida Schltr. XXVII (4899) 445. 

— robusta Bolus XXVII (4899) 445. 

— Schlechteri Bolus XXVII (4899) 146. 

— sphaerocephala Schltr. XXVII (4899) 
146. 
Asparagus medeoloides Thunb. forma elon- 
gata Engl. XXVIII (4900) 363. 
Aspidosperma ingratum K. Schum. XXX 
Beibl. 67 (1904) 30. 

Aspilia Eggersii Hieron. XXVIII (1904) 606. 

— elata Pilger XXX (1901) 203. 

— Lehmannii Hieron. XXVIII (4904) 605. 

— Sodiroi Hieron. XXVIII (1904) 607; 
XXIX (4900) 38. 

Asplenium dimidiatum Swartz var. longi- 
caudata Hieron. XXVIII (1900) 343. 

— Goetzei Hieron. XXVIII (1900) 343. 

Aster Sodiroi Hieron. XXIX (1900) 20. 

squamatus (Spreng.) Hieron. XXVIII 

(1904) 584; XXIX (1900) 19. 
trmervius Roxb. n pilosa Diels XXIX 
(1904) 640. 

— 4 typica Diels XXIX (1904) 610. 

— — firma Diels XXIX (1904) 640. 

— — y Potanini Diels XXIX (1904) 644. 

— À Rosthornii Diels XXIX (1904) 644. 

Asterina Pasaniae P. Henn, XXVIII (1900) 
272. 

Astrochlaena Stuhlmannii U. Dammer ms, 
XXX (1904) 386. 

Athyrium acrostichoides (Sw.) Diels XXIX 
(1900) 496. 

— niponicum (Mett.) 
196, 

— violascens Diels XXIX (4900) 496. 

Aulacocalyx auriculata K. Schum, XXVIII 
(1899) 67. 

Aulographum Euryae Sydow XX VII (1900) 
276. 

Autalpinia K. Schum, XXVII (4899) 272. 

Autamomum K. Schum, XXVII (1899) 840, 


Diels XXIX (1900) 


| Babiana stellata Schltr. XX VII (1899) 99. 

— stenomera Schltr, XXVIT (1899) 100, 

— velutina Schltr, XXVII (4899) 100. 

— — var. ß. nana Schltr. XXVI (1899) 
101, 

Baccaureu macrophylla Pax XX VIII (4 899) 24. 


Baccharis — Bouchetia. 7 


Baccharis Eggersii Hieron. XXVIII (14904) 
588. 

— genisteloides (Lam.) Pers. var. angusta 
Hieron. XXIX (1900) 28. 

— huairacajensis Hieron. 
589. 


— lloensis Hieron. XXIX (4900) 27. 

— obovata DC. var. ecuadorensis Hieron. 
XXVIII (1901) 594. 

— padifolia Hieron. XXIX (1900) 26. 

— polyantha Kunth forma genuina XXIX 
(4900) 25. 

— — — var. macrophylla Hieron. XXIX 
(1900) 25. 

— popayanensis Hieron. XXVIII (1904) 593. 

— pululahuensis Hieron. XXIX (4900) 23. 

— — — var. subcrenatoserrata Hieron. 
XXIX (1900) 23. 

— rhexioides Kunth var. parvifolia Hieron. 
XXVIII (4904) 588. 

— Sodiroi Hieron. XXIX (1900) 25. 

— spicata Hieron. XXVIII (1904) 590. 

— variifolia Hieron. XXVII (1904) 591. 

— venulosa DC. var. oblanceolata Hieron. 
XXVIII (1904) 592. 

Balansia sessilis P. Henn. XXVIII (1900) 
335. 

Baphia brachybotrys Harms XX VI (1899) 281. 

— Buettneri Harms XXVI (4899) 281. 

— crassifolia Harms XXVI (1899) 280. 

— densiflora Harms XXVI (4899) 280. 

— Dinklagei Harms XXVI (1899) 279. 

— gracilipes Harms XXVI (1899) 280. 

— hylophila Harms XXVI (1899) 282. 

— leptobotrys Harms XXVI (1899) 282. 

Barbacenia Goetzei Harms XXVIII (4900) 363. 

— Wentzeliana Harms XXX (1904) 277. 

Barjonia platyphylla K. Schum. XXX Beibl. 67 
(1904) 34. 

Barleria Wilmsiana Lindau XXX (1904) 444. 

Barnadesia Lehmannii Hieron. XXIX (4900) 
77. 

— Sodiroi Hieron. XXIX (1900) 78. 

Bauhinia kalantha Harms XXVIII (1900) 398. 

— wituensis Harms XXVI (1899) 275. 

Begonia Dielsiana E. Pritzel XXIX (1900) 479. 

— Princeae Gilg XXX (1904) 361. 

Beilschmiedia fruticosa Engl. XXVI (1899) 
386. 

— — var. tetramera Engl. XXVI (1899) 387. 

— nitida Engl. XXVI (4899) 387. 

— Preussii Engl. XXVI (1899) 387. 

— Staudtii Engl. XXVI (1899) 387. 

— Zenkeri Engl. XXVI (1899) 388. 

Belmontia micrantha ‘Cham. et Schlechtd.) 
Gilg XXVI (1898) 402. 


XXVIII (4904) 
— Jelskii Hieron. XXIX (1900) 24. 


‘ 


Belmontia oligantha Gilg XXVI (4898) 102. 

Berkheya angusta Schltr. XXVII (1899) 249. 

Berlinia bifoliolata Harms XXX (4901). 83. 

— Scheffleri Harms XXX (1904) 83. 

— tomentosa Harms XXX (1901) 324. 

Bersama Goetzei Gürke XXVIII (1900) 424; 
XXX (1901) 349. 

Betula cylindrostachys Wall Jd resinosa 
Diels XXIX (1900) 282. 

Bidens pilosus L. var. brevifoliata Hieron. 
XXIX (1900) 48. 

Bigelovia hypoleuca (Turcz.) Hieron. XXIX 
(4900) 18. 

— Lehmannii Hieron. XXVIII 1904) 583. 

Billbergia Meyeri Mez XXX (1904) 148. 

Blaeria kingaensis Engl. XXX (1901) 370. 

— subverticillata Engl. XXX (4904) 371. 

Blepharis carduacea Lindau XXX (1904) 440. 

Boehmeria platyphylla D. Don var. minor 
E. Pritzel XXIX (1900) 304. 

Bolbophyllum antioquiense Krzl. XX VI (4899) 
457. 

— Forsythianum Krzl. XXVIII (4900) 163. 

— Gilgianum Krzl. XXVIII (4900) 162, 374. 

— Lehmannianum Krzl. XXVI (1899) 458. 

— Leoni Krzl. XXVIII (1900) 164. 

— melinostachyum Schltr. XX VI (1899) 342. 

— popayanense Lehm. et Krzl. XXVI (1899) 
458. 

— (Calamaria) Urbanianum Kral. 
(1900) 463. 

— spec. XXIX (1900) 271. 

Boletus ater P. Henn. XXX (1904) 44. 

— Zenkeri P. Henn. XXX (4904) 44. 

Bombax pumilum Pilger XXX (4904) 472. 

Borreria angustifolia var. latifolia Pilger 
XXX (1904) 199. 

— Buchneri K. Schum. XXVIII (1899) 409. 

— diodon K. Schum. XXVIII (4899) 109. 

— eryngioides Cham. et Schlecht. forma 
glaberrima Pilger XXX (1901) 199. 

— filituba K. Schum. XXVIII (1899) 440. 

— latituba K. Schum. XXVIII (1899) 140. 

— pedicellata K. Schum. XXVIII (4899) 144. 

— saxicola K. Schum. XXVIII (1899) 112. 

— subvulgata K.Schum. XXVIII (4899) 441. 

Boscia caloneura Gilg XXVIII (1900) 390. 

— pachyandra Gilg XXX (4904) 310. 

Bothriocline pauciseta O. Hoffm. XXVIII 
(4900) 502. 

Botryamomum K. Schum. XXVII (1899) 322. 

Botryomonas natans Schmidle XXVII (1899) 
233. 

Bouchetia anomala (Miers) Loes. subspec. 
erecta (DC.) Loes. XXIX (1900) 105. 

— — — var. Roemeriana (Scheele) Loes. 
XXIX (4900) 405. 


XX VIII 


8 Bouchetia — Carex. 


Bouchetia anomala (Miers) Loes. var. Sele- 
riana Loes. XXIX (4900) 106. 

— — — subspee. staticifolia (Sendtn.) Loes. 
XXIX (1900) 406. 

Bowdichia virgilioides Kth. var. tomentosa 
Pilger XXX (1904) 459. 

Bowkeria calceolarioides Diels XXVI (4898) 


420. 

Brachycome palustris O. Hoffm. XXX (1904) 
427. 

Brachycorythis Goetzeana Krzl. XXVIII 


(1900) 176, 368. 
Brachypodium columbianum Pilger XXVII 
(4899) 34. 


Brachystegia Bragaei Harms XXX (1901) 


82. 
cynometroides Harms XXVI (1899) 267. 
euryphylla Harms XXX (1901) 82. 
Goetzei Harms XXX (4904) 348. 
microphylla Harms XXVII (4900) 397. 
polyantha Harms XXX (4904) 349. 
Woodiana Harms XXX (1904) 82. 
Brachystelma tavalla K. Schum. XXVIII 
(1900) 459. 
Brachythalamus Gilg XXVIII (1900) 146. 
— caudatus Gilg XXVIII (4900) 147. 
— podocarpus Gilg XXVIII (1900) 146. 
Bridelia Zenkeri Pax XXVI (1899) 327. 
Bromelia exigua Mez XXX Beibl. 67 (4904) 2. 
— Glaziovii Mez XXX Beibl. 67 (1904) 4. 
— Goyazensis Mez XXX Beibl. 67 (1904) 2. 
'— villosa Mez XXX Beibl. 67 (4904) 3. 
Brunnichia africana Welw. var. glabra 
Dammer XXVI (4899) 357. 
— congoensis Dammer XXVI (1899) 357. 
Bryum Goetzei Broth. XXVIII (1900) 338. 
Buchnera fulgens Engl. XXVIII (4900) 478. 
— crassifolia Engl. XXX (1904) 403. 
kingaensis Engl. XXX (1904) 404. 
minutiflora Engl. XXX (1904) 404. 
mossambicensis Klotzsch var. usafuensis 
Engl. XXX (4904) 404. 
rungwensis Engl. XXX (1904) 403. 
Buckleya Graebneriana Diels XXIX (4900 
306, 
— Henryi Diels XXIX (1900) 306. 
Buddleia aurantiaco-maculata Gilg 
4904) 377. 
Bulgaria Urnula P, Henn, XXX (4904) 
Bupleurum gracilipes Diels XXIX (4900) 
microcephalum Diels XXIX (1900) 494, 
Buxus benguellensis Gilg XXVIII (4899) 145. 
Byrsonima crassa Ndz, ined, XXX (19041) 165, 


XXX 


39, 
493, 


Cabrales microcalyx Harms XXX Beibl. 67 
1904) 34, 


Er 
De 
| 


Cacosmia rugosa Kunth var. arachnoidea 
Hieron. XXVIII (4904) 649. 

— — — var. nivea Hieron. XXVIII (4904) 
619. 

Cadaba Kirkii Oliv. var. polyadenia Gilg 
XXX (1904) 344. 

Caelastrum pulchrum Schmidle var. na- 
sutum Schmidle XXVI (1898) 6. 

Caeoma Berberidis Diet. et Neg. XXVII 
(4899) 7, 43. 

Caesalpinia Trothaei Harms XXVI (1899) 
277. 

Calanthe spec. XXIX (1900) 270. 

Calea pachensis Hieron. var. Humboldtii 
Hieron. XXVIII (4904) 645. 

— — — var. Trianae Hieron. XXVIII (4904) 
645. 

— septuplinervia Hieron. XXVIII (4904) 645. 

Sodiroi Hieron. XXIX (4900) 54. 

Trianae Hieron. var. tolimensis Hieron. 

XXVIII (4904) 647. 

Callicarpa longifolia Lam. var. Rosthornii 
Diels XXIX (1900) 548. 

— rubella Lindl. var. Hemsleyana Diels 
XXIX (1900) 547. 

— vastifolia Diels XXIX (1900) 547. 

Calothrix africana Schmidle XXX (4904) 249. 

— Goetzei Schmidle XXX (1904) 248. 

— membranacea Schmidle XXX (41904) 64. 

Calyptranthes amoena Pilger XXX(1 9014) 178. 

Camaridium polyanthum Lehm. et Kral. 
XXVI (4899) 488. 

Campanumaea truncata (Wall.) Diels XXIX 
(1904) 606. 

Canariastrum Engl. XXVI (4899) 364. 

— Zenkeri Engl. XXVI (4899) 364. 

Canistrum ingratum Mez XXX Beibl. 
(1904) 3. 

— Schwackeanum Mez 
(4904) 4. 

Cannomois aristatus Mast. 
(4900) 49. 

— complanatus Mast. XXIX Beibl. 66(4900) 
19. 

— SchlechteriMast, XXIX Beibl. 66 (1900)48. 

— spicatus Mast. XXIX Beibl. 66 (4900) 19. 

Gantharellus violaceo-griseus P, Henn. XXX 

(A904) 45. 

acutata Boott ß. ciliata Kükenthal 

XXVII (1899) 549. 

— y. hirtisquama Kükenthal XX VII 

4899) 549. 

- arizonensis Kükenthal XX VIT (4899) 549, 

— Banksii Boott $. distans Kükenthal XX VII 
(1899) su. 

— — forma pallescens Kükenthal XX VII 
(4899) #22, 


— 


67 
XXX Beibl. 67 


XXIX Beibl. 66 


Carex 


Carex — Charadrophila. 9 


Carex Banksii Boott forma brevifolia Küken- 
thal XXVII (1899) 522. 

— — — 0. abbreviata Kükenthal XXVII 
(1899) 522. 

— bonariensis Desf. 6. remota Kükenthal 
XXVII (4899) 543. 

— Darwinii Boott 6. robustior Kükenthal 
XXVII (4899) 528. 

— decidua Boott 6. minor Kükenthal XXVII 
(4899) 526. 

— flava L. subspec. brevirostrata Küken- 
thal XXVII (1899) 545. 

— Gayana Desy. 3. rufa Kükenthal XX VII 
(1899) 504. 

— — — y. densa Kükenthal XXVII (1899) 
501. 

— inconspicua Steudel y. pseudextensa 
Kükenthal XXVII (4899) 544. 

— involucrata Boott 8. pseudobracteosa 
Kükenthal XXVII (4899) 510. 

— — — 4. subdivulsa Kükenthal XXVII 
(1899) 544. 

— — — ¢«. angustata Kükenthal 
(1899) 514. 

— Kurtziana Kükenthal XXVII (4899) 503. 

— lamprocarpa Philippi 8. rotundata Küken- 
thal XXVI (4899) 544. 

— latibracteolata Kükenthal XXVII (1899) 
518. 

— Macloviana D’Urv. 3. incrassata Küken- 
thal XXVII (1899) 506. 

— — — y. bracteata Kükenthal XXVI 
(1899) 506. 

— — — à. pseudoleporina KükenthalXX VII 
(4899) 506. 

— microglochin Wahlenb. subspec. fuegina 
Kükenthal XX VII (1899) 546. 

— phalaroides Kunth 6. elongata Küken- 
thal XXVII (4899) 537. 

— Reichei Kükenthal XXVII (4899) 504. 

— trichodes Steudel 6. major Kükenthal 
XXVI (4899) 496. 

Carolofritschia Engl. XXVI (1899) 362. 

— diandra Engl. XXVI (1899) 362. 

Carpesium abrotanoides L. forma Diels 
XXIX (4904) 645. 

— trisk Maxim. var, sinense Diels XXIX 
(4904) 645. 

Carpha Antarctica C. B. Clarke XXX Beibl. 68 
(4904) 40. 

Carpinus Seemeniana Diels 
279. 

Carpolobia Goetzei Gürke XXVIII (4900) 447. 

Carvalhoa macrophylla K. Schum. XXX 
(1904) 384. 

Cassia Desvauxii Collad. var. stipulacea 
Pilger XXX (1904) 458. 


XXVII 


XXIX (1900) 


Cassia flexuosa L. var. cuyabensis Pilger 
XXX (1901) 158. 

Cassytha pondoensis Engl. XXVI (4899) 392. 
Castanea sativa Mill. y. var. acuminatissima 
v. Seemen XXIX (1900) 287. 

Catalpa vestita Diels XXIX (4904) 577. 

Celastrus Franchetiana Loes. XXX (1904) 470. 

— gemmata Loes. XXX (1904) 468. 

— hypoleucus (Oliv.) Warb. mss. in herb. 
Berol. XXIX (1900) 445. 

— — — — forma «. genuina Loes. XXIX 
(4900) 445. 

— — — — forma 6. argutior Loes. XXIX 
(1900) 445. 

— — — — forma y. puberula Loes. XXIX 
(1900) 445. 

— orbiculata Thunbg. forma microphylla 
Loes. XXX (4904) 469. 

— — — forma major Loes. XXX (1904) 469. 

— Rosthornianus Loes. XXIX (1900) 445. 

Celosia falcata Lopr. XXVII (1899) 58. 

— hastata Lopr. XXX (4904) 406. 

— salicifolia Lopr. XXX Beibl. 67 (1904) 35. 

Cenangium Abietis (Pers.) Rehm. var. ja- 
ponica P. Henn. XXVIII (1900) 277. 

Centaurea Goetzeana O. Hoffm. XXX (1904) 
AAA, 

Centema glomerata Lopr. XXVII (1899) 48. 

— polygonoides Lopr. XXVI (1899) 48. 

— rubra Lopr. XXVII (1899) 49. 

Centropogon surinamensis (L.) Presl var. 
vestita Pilger XXX (1904) 200. 

Centrosema brevilobulatum Pilger 
(4904) 162. 

Cephalaria Goetzei Engl. XXX (4904) 448. 

Cerastium fimbriatum E. Pritzel XXIX (1900) 
320. 

Cercestis Dinklagei Engl. XXVI (4899) 422. 

Cercosperella Polygoni P. Henn. et Shir. 
XXIX (1900) 452. 

Cereus Neumannii K. Schum. XXIX (1900) 
91, 99. 

Ceropegia dichroantha K.Schum. XXX (1904) 
385. 

Chaenocephalus pallatangensis Hieron. XXIX 
(1900) 47. 

Chaenostoma montanum Diels XXVI (1898) 
424. 

— violaceum Schltr. XXVII (1899) 480. 

Chaetonella Schmidle XXX (4901) 253. 

— Goetzei Schmidle XXX (1904) 253. 

Chamaesiphon africanus Schmidle XXX 
(4904) 62. 

— minimus Schmidle XXX (1904) 62. 

Chantransia spec. XXX (4904) 67. 

Charadrophila Marloth XXVI (4899) 358. 

— capensis Marloth XXVI (4899) 358. 


XXX 


10 


Chasalia parvifolia K. Schum. XXVIII (4899) 
103, 498. 

— violacea K. Schum. XXVIII (1900) 498. 

Chasmanthera dependens Hochst. var. api- 
culata Schweinf. et Engl. XX VI (1899) 
406. 

Cheilanthes Bockii Diels XXIX (1900) 199. 

Chelonopsis deflexa (Benth.) Diels XXIX 
(4900) 554. 

Chironia angolensis Gilg XXVI (4898) 104. 

— Bachmanni Gilg XXVI (1898) 103. 

— humilis Gilg XXVI (4898) 405. 

laxa Gilg XXVI (1898) 105. 

rosacea Gilg XXVI (1898) 104 

— rubro-coerulea Gilg XXX (4901) 379. 

transvaalensis Gilg XXVI (1898) 406. 

Tysonii Gilg XXVI (1898) 104. 

— Wilmsii Gilg XXVI (1898) 105. 

Chloropatane Engl. XXVI (4899) 383. 

— africana Engl. XXVI (1899) 383. 

Chlorophytum asparagiflorum Engl. XX VIII 
(1900) 364. 

— Goetzei Engl. XXVIII (1900) 364. 

— ruahense Engl. XXVIII (1900) 364. 

— unyikense Engl. XXX (1904) 272. 

Chomelia meiantha K. Schum. XXVIII (1899) 
61. 

— ulugurensis K. Schum. XXVIII (1899) 64, 
489. 

Chondrogloea Schmidle XXX (1904) 247. 

— africana Schmidle XXX (1904) 247. 

Chroococcus Goetzei Schmidle XXX (4904) 


242. 

— parallelepipedon Schmidle XXX (1901) 
242. 

— polyedriformis Schmidle XXX (1901) 
244, 


Chrysocyenis rhomboglossum Lehm. et Krzl. 
XXVI (1899) 479. 

Chrysomyxa expansa Diet. XX VIII (1900) 287. 

Chrysophyllum ferrugineo - tomentosum 
Engl. XXVIII (4900) 447. 

— ulugurense Engl. XXVIII (4900) 448. 

Chuquiragua Lehmannii Hieron, XXVIII 
(1904) 648. 

— popayanensis Hieron. XXVIII (4901) 649. 

Chusquea Lehmannii Pilger XX VII (4899) 35. 

- spadicea Pilger XXVII (1899) 35. 

Cienfuegosia cuyabensis Pilger XXX (4904) 
174, 

Cineraria foliosa O. Hoffm, XXX (1901) 484. 
Cirsium chinense Gard, et Champ, var, au- 
stralis Diels XXIX (1901) 628, 

spec, XXIX (4904) 627. 
Cissampelos Dinklagei Engl. XX V1(4899) 399, 
Pareira L. subvar, crassifolia Engl. XXVI 
1899) 394, 


Chasalia — Clerodendron. 


Cissampelos Pareira L. subvar. hirta 
(Klotzsch) Engl. XXVI (1899) 395. 
— — — subvar. usambarensis Engl. XXVI 
(1899) 395. 
— — var. transitoria Engl. XX VI (1899) 
395. 

— — subvar. zairensis 
XXVI (1899) 395. 
— — subvar. rigidifolia Engl. 

(1899) 395. 
— — — subvar. 
(1899) 396. 
— — subvar. madagascariensis (Miers) 
Engl. XXVI (1899) 396. 
tenuipes Engl. XXVI (1899) 399. 
— truncatus Engl. XXVI (1899) 398. 
Cissus Beya Gilg XXVIII (1900) 427. 
— setulosa Diels et Gilg XXIX (1900) 466. 
— n. sp. XXIX (1900) 467. 
Claoxylon Preussii Pax XXVIII (4899) 23. 
Clausena anisata (Willd.) Oliv. var. pubescens 
Engl. XXVIII (1900) 443. | 
Clavaria nguelensis P. Henn. XX VIII (1900) 
320. 
Clematis Goetzei Engl. XXVIII (1900) 388. 
— iringaensis Engl. XXVIII (4900) 388. 
— Thunbergii Steud, var. angustisecta Engl. 
XXX (4904) 309. 
— uhehensis Engl. XXVIII (1900) 387. 
— Wightiana Wall. var. pilosissima Engl. 
XXX (4904) 309. 
Clematoclethra Giraldii Diels XXIX (1900)472. 
Clerodendron angolense Gürke XXVIII (4900) 
294. 
bipindense Gürke XXVIII (1900) 296. 
caesium Gürke XXVIII (4900) 300, 466. 
congestum Gürke XXVIII (1900) 296, 466. 
cuneatum Gürke XXVIII (4900) 303. 
Dekindtii Gürke XXVII (1900) 304, 
discolor var. pluriflorum Gürke XXX 
(1904) 394. 
Dusenii Gürke XXVIII (4900) 293. 
glabratum Gürke XXVIII (4900) 295. 
kissakense Gürke XX VIIT (4900) 304, 466. 
mandarinorum Diels XXIX (1900) 549. 
myricoides R. Br. var, microphyllum 
Gürke XXVIIL (4900) 299, 
var. b. grosseserratum 
XXVIII (1900) 299. 
var, c. camporum Gürke XXVIII 
(4900) 299. 
- var. d, laxum Gürke XX VIII (4900) 
299. 
polyanthum Gürke XXVIII (4900) 295. 


(Miers) Engl. 


XXVI 


Wakefieldii Engl. XXVI 


Gürke 


| — pusillum Gürke XXX (1904) 890, 


Rehmannii Gürke XXVII (4900) 294. 
— Scheflleri Gürke XXVI (1900) 304, 


~~ 


ee = 


Clerodendron — Cosmarium. 13 


Clerodendron Schlechteri Gürke XXVIII 
(4900) 302. 
— silvicola Gürke XXVIII (1900) 299, 466. 


— subreniforme Gürke XXVIII (4900) 294. 


— suffruticosum Gürke XXVIII (1900) 302, 


466. 

— Thonneri Gürke XXVIII (4900) 292. 

— thyrsoideum Girke XXVIII (1900) 293. 

— ulugurense Gürke XXVIII (4900) 294, 465. 

— violaceum Gürke XXVIII (4900) 303. 

— Wilmsii Gürke XXVIII (1900) 304. 

— yaündense Girke XXVIII (4900) 297. 

Clibadium Eggersii Hieron. XXVIII (1904) 598. 

— Sodiroi Hieron. XXIX (1900) 32. 

— subsessilifolium Hieron. XXIX (1900) 32. 

Cliffortia amplexistipula Schltr. XX VII (4899) 
440. 

— juniperina L. var. serrulata Engl. XXVI 
(1899) 376. 

— linearifolia L. var. nitidula Engl. XXVI 
(4899) 376. 

— neglecta Schltr. XXVII (1899) 441. 

Clitocybe bipindiensis P. Henn. XXX (1904) 55. 

Closterium cynthia De Not. forma lata 
Schmidle XXVI (1898) 48. 

— lunula (Müll.) Nitzsch. forma farcinalis 
Schmidle XXVI (1898) 47. 

Cluytia angustifolia Knauf XXX (4904) 340. 

— glabrescens Knauf XXX (1904) 340. 

— Paxii Knauf XXX (1904) 344. 

Coccoidea P. Henn. XXVIII (1900) 275. 

— quercicola P. Henn. et Shir. XXVIII (4900) 
275. 

Cocconia Parinarii P. Henn. XXX (1904) 257. 

Cochlospermum insigne St. Hil. var. matto- 
grossensis Pilger XXX (1904) 176. 

Coelogyne mandarinorum Krzl. XXIX (1900) 
269. 

— spec. XXIX (1900) 270. 

Coelosphaerium Goetzei Schmidle XXX (4901) 
243. 

Coleonema gracile Schltr. XX VII (4899) 163. 

Coleosporium Clematidis-apiifoliae Diet. 
XXVIII (4900) 287. 

— Clerodendri Diet. XX VII (1899) 566. 

— Phellodendri Diet. XXVIII (1900) 287. 

Coleus ulugurensis Gürke XXVIII (1900) 470. 

Collybiasubdryophila P. Henn. XXX (1904) 55. 

— sulphurea P. Henn. XXX (1901) 56. 

Cololejeunea grossidens Steph. XXVIII (1900) 
337. 

— Malanjae Steph. XXX (1901) 264. 

Commiphora Antunesii Engl. XX VI(1899)370. 

— chlorocarpa Engl. XXVIII (1900) 444. 

— coriacea Engl. XXVI (1899) 369. 

— loandensis Engl. XXVI (1899) 370. 

— mombassensis Engl. XXVI (1899) 372. 


Commiphora porensis Engl. XX VI(4899) 374, 

— pruinosa Engl. XXVI (1899) 368. 

— pyracanthoides Engl. XXVI (1899) 368. 

— rubriflora Engl. XXX (4901) 336. 

— Schlechteri Engl. XXVI (1899) 372. 

— spondioides Engl. XXVI (1899) 374. 

— Trothai Engl. XXVI (1899) 370. 

— ulugurensis Engl. XXVI (1899) 369. 

Connarus Gilgianus Pilger XXX (1904) 154. 

Copaifera Demeusei Harms XX VI (1899) 264. 

— Dinklagei Harms XXVI (1899) 265. 

Coprinus pseudodomesticus P. Henn. XXX 
(1904) 54. 

Cordia Goetzei Gürke XXVIII (4900) 307, 461. 

Coreopsis crataegifolia O.Hoffm. XXX (1901) 
431. 

— lineariloba O. Hoffm. XXX (1904) 430. 

— lupulina O. Hoffm. XXX (1904) 432. 

— ochracea O. Hoffm. XXX (1901) 431. 

— pinnatipartita O. Hoffm. XXX (1901) 
432. 

Corylopsis n. sp. XXIX (1900) 380, 384. 

Corytholoma bulbosum (Ker) Fritsch XXIX 
Beibl. 65 (1900) 22. 

— pusillum Fritsch XXIX Beibl. 65 (1900) 20. 

— striatum Fritsch XXIX Beibl. 65 (1900) 21. 

— Uleanum Fritsch XXIX Beibl. 65 (1900) 22. 

Cosmarium abruptum Lund var. super- 
granulatum Schmidle XX VI (1898) 34. 

— beatum W. et G. West. forma XXVI 
(1898) 29. 

— decachondrum Roy et Bies. var. striatum 
Schmidle XXVI (1898) 30. 

— depressum (Naeg.) Lund forma brunnea 
Schmidle XXVI (1898) 39. 

— dispersum Johnson var. wembaerense 
Schmidle XXVI (1898) 34. 

— ellipsoideum Elfg. var. Borgei Schmidle 
XXVI (4898) 39. 

— emarginatum W. et G. West var. curtum 
Schmidle XXVI (1898) 39. 

— Engleri Schmidle XXVI (1898) 37. 

— granatum Breb. var. pyramidalis Schmidle 
XXVI (1898) 34. 

— Hieronymusii Schmidle XXVI (1898) 24. 

— — — forma major Schmidle XXVI 
1898) 24. 

— kilimanense Schmidle XXVI (1898) 40. 

— Lundellii Delp. forma XXVI (1898) 34. 

— Mülleri Schmidle XXVI (1898) 38. 

— multiordinatum W. et G. West forma 
XXVI (1898) 27. 

— papilliferum Schmidle XXVI (4898) 27. 

— paradoxum Turner forma XXVI1(1898) 26. 

— planum W. et G. West var. ocellatum 
Schmidle XXVI (1898) 36. 

— pluritumidum Schmidle XX VI (4898) 29. 


12 Cosmarium — Cuphea. 


Cosmarium praegrandiforme Schmidle XX VI 
(4898) 25. 

— praemorsum  Breb. var. 
Schmidle XXVI (1898) 27. 

— pseudodecoratum Schmidle XXVI (1898) 
40. 

— pseudoprotuberans Kirchner forma XX VI 
(1898) 35. 

— punctulatum Breb. var. creperiforme 
Schmidle XXVI (1898) 34. 

—— subbalteum Schmidle XXVI (1898) 25. 

— subbinale (Nordst.) Lagerheim var. abys- 
sinicum Lagerh.forma minor Schmidle 
XXVI (1898) 33. 


bulbosum 


— subconstrictum Schmidle XXX (1901) 66. 


— subellipticum Schmidle XXX (1901) 66. 

— subspeciosum Nordstedt forma inter- 
media Schmidle XXVI (4898) 28. 

— subtriordinatum W. et G. West var. ro- 
tundatum Schmidle XXVI (1898) 36. 

— taxichondrum Ld. var. compressum W. 
et G. West forma maxima Schmidle 
XXVI (1898) 30. 

— — — var. ocellatum Schmidle XXVI 
1898) 29. 

— typicum (Turner?) Schmidle XXVI(1898) 
35. 

— undiferum Schmidle XXVI (1898) 28. 

— Wellheimii Schmidle XXVI (1898) 38. 

— wembaerense Schmidle XXVI (1898) 32. 

Costus acanthocephalus K. Schum, XXVII 

1899) 345. 

— macranthus K. Schum. XXX (1904) 279. 

— paradoxus K. Schum. XXVII (1899) 345. 

— speciosus (Koen.) Sm. var. a. glabra 

K. Schum. XXVI (4899) 343. 

— — var. 3. angustifolia K. Schum, 

XXVII (1899) 343. 

— var. 4. lasiocalyx K. Schum. 

XXVII (1899) 344. 

— — — — var. e. sericea (Bl.) K. Schum, 

XXVII (1899) 344. 
— subvar. 2. leiocalyx K.Schum, 
XXVI (4899) 344. 
Cotoneaster Dielsianus E. Pritzel XXIX (1900 
885, 
rugosus E. Pritzel XXIX (1900) 385. 
n. sp. XXIX (1900) 385. 
Cotula macroglossa Bolus XX VIT (4899) 209. 
Graterostiema Goetzei Engl. XXVIII (1900 
77. 

— Wilmsii Engl, XXVI (4898) 122. 

Crepis Bockiana Diels XXIX (1904) 638, 
Henryi Diels XXIX (4901) 688, 
Rosthornii Diels XXIX (1901) 632, 
Sodiroi Hieron. XXIX (4900) 84, 


Crossandra fruticulosa Lindau XXX (1901) 
442. 

Crotalaria erecta Pilger XXX (1904) 159. 

— Goetzei Harms XXVIII (1900) 399. 

— grandistipulata Harms XXVIII (1900) 
399. 

— lukwangulensis Harms XX VIII (1900) 400. 

— Seemeniana Harms XXX (4904) 322. 

— Thomasii Harms XXVI (1899) 283. 

— ukingensis Harms XXX (1904) 323. 

Croton cuyabensis Pilger XXX (4901) 166. 

— Eggersii Pax XXVI (4899) 503. 

— Lehmannii Pax XXVI (4899) 504. 

Crotonogyne Zenkeri Pax XXVI (1899) 327. 

Crotonogynopsis usambarica Pax XXVI 
(1899) 328. 

Crudia monophylla Harms XXX (4904) 80. 

Cryptocarya Liebertiana Engl. XXVI (4899) 
390. 

— minutiflora Mez XXX Beibl. 67 (4904) 44. 

— Woodii Engl. XXVI (1899) 394. 


Cryptopodium africanum Broth. XXVIII 
(1900) 338. 

Cryptosepalum dasycladum Harms XXX 
(1904) 349. 


— pulchellum Harms XXX (1901) 324. 

— Staudtii Harms XXVI (4899) 267. 

Culcasia Dinklagei Engl. XXVI (1899) 418. 

— falcifolia Engl. XXVI (4899) 448. 

— lanceolata Engl. XXVI (4899) 449. 

— obliquifolia Engl. XXVI (1899) 448. 

— striolata Engl. XXVI (4899) 447. 

Culcitium Sodiroi Hieron, XXIX (1900) 63. 

Cuphea antisyphilitica H.B.K. c. subhirsuta 
Koehne XXIX (1900) 458. 

— calophylla Cham, et Schlecht. a. calo- 
phylla s. str. e. Breuningii Koehne 
XXIX (1900) 456. 


— ciliata (Sw.) Koehne b. vestita Koehne 


XXIX (1900) 455. 
— epilobiifolia Koehne d. Tonduzii Koehne 
XXIX (1900) 156. 

— fuscinervis Koehne XXIX (1900) 156, 

— Gaumeri Koehne XXIX (1900) 454. 

- ianthina Koehne ? 3. Bangi var. nova 
(an species?) XXIX (4900) 468. 

-— — ?y. Stuebeli Koehne var. nova 
(an species?) XXIX (4900) 463. 
linifolia (St. Wil.) Koehne var, helicophora 

Koehne XXIX (1900) 458. 
- radula (St. Mil.) Koehne forma ce. lani- 
caulis Koehne XXIX (1900) 458. 

— Roseana Koehne XXIX (4900) 164, 

— Schumannii Koehne XXIX (4900) 460, 
sordida Koehne XXIX (1900) 155. 
Spruceana Koehne ß. Bangi Koehne XXIX 

4900) 168, 


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Cuphea — Detarium. 13 


Cuphea squamuligera Koehne b.brachypoda 
Koehne XXIX (1900) 460. 

— Urbaniana Koehne b. Uleana Koehne 
XXIX (4900) 457. 

— venusta Koehne XXIX (1900) 159. 

— Warmingii Koehne var. denudata Koehne 
XXIX (1900) 464. 

Curculigo spec. XXIX (4900) 260. 

Curcuma ceratotheca K. Schum. XXVII 
(1899) 335. 

Cussonia Buchanani Harms XXVI (1899) 251. 

Cuviera australis K. Schum. XXVIII (1899) 78. 

— leniochlamys K. Schum. XXVIII (4899) 79. 

Cyanastrum Goetzeanum Engl. XXVIII (1900) 
359. 

— hostifolium Engl. XXVIII (4900) 358. 

Cyanothyrsus oblongus (Oliv.) Harms XXVI 
(4899) 270. | 

— Ogea Harms XXVI (1899) 270. 

— Soyauxii Harms XXVI (1899) 270. 

Cyathea Stuhlmanni Hieron. XXVIII (4900 
340. 

— ulugurensis Hieron. XXVIII (1900) 340. 

Cyathula albida Lopr. XXVII (1899) 53. 

— spathulifolia Lopr. XXVII (4899) 54. 

Cyclostemon Preussii Pax XXVI (4899) 326. 

— Staudtii Pax XXVI (1899) 326. 

Cyenium aquaticum Engl. XX VIII (1900) 479. 

— rubriflorum Engl. XXX (1904) 405. 

— suffruticosum Engl. XXVIII (1900) 479. 

Cylicomorpha Urb. XXX (1904) 445. 

— parviflora Urb. XXX (1904) 446. 

— — — var. brachyloba Urb. XXX (1901) 
116, 447, 364. 

— Solmsii Urb. XXX (4904) 445. 

Cylindrocystis diplospora Wittr. var. steno- 
carpa Schmidle XXVI (1898) 16. 

Cylindrospermum Goetzei Schmidle XXX 
(1904) 245. 

Cylista Preussii Harms XXVI (1899) 303. 

Cymbidium spec. XXIX (1900) 274. 

Cynanchum Henryi Warb. XXIX (1900) 542. 

Cynoglossum n. sp. XXIX (4900) 546. 

Cynometra Carvalhoi Harms XXVI (1899 
261. 

— megalophylla Harms XXVI (1899) 262. 

— Schlechteri Harms XXX (1904) 77. 

— sessiliflora Harms XXVI (4899) 262. 

Cynosorchis Buchwaldiana Krzl. XXVIII 
(4900) 175. 

— Humblotiana Krzl. XXVIII (1900) 176. 

— oblonga Schltr. XX VI (41899) 333. 


— platyclinoides Krzl. XXVIII (1900) 367. 


Cyperus leptophyes C. B. Clarke XXX Beibl. 
68 (1904) 44. 

Cyphia lasiandra Diels XXVI (1898) 4141. 

— longiflora Schltr. XXVII (1899) 194. 


Cyphia oligotricha Schltr. XX VII (1899) 195. 

— stenopetala Diels XXVI (4898) 442. 

— tenera Diels XXVI (1898) 142. 

— ubenensis Engl. XXX (1904) 449. 

— Wilmsiana Diels XXVI (1898) 443. 

Cyphocarpha (Fenzl) Lopr. XXVII (1899) 42. 

— angustifolia (Hook. f.) Lopr. XX VII (1899) 
45. 

— Petersii Lopr. XXVII (1899) 43. 

— resedoides Lopr. XXVII (4899) 44. 

— trichinoides (Fenzl) Lopr. XX VII (4899) 45. 

— Wilmsii Lopr. XXVI (4899) 42, XXX 
(4904) 407. 

— Zeyheri (Moq.) Lopr. XXVII (1899) 45, 
XXX (1904) 407. 


Dacryomyces aurantiacus P. Henn. XX VIII 
(1900) 349. 

Dactylopetalum Barteri Hook. f. var. sub- 
dentatum Engl. XXX (1904) 365. 

Daedalea styracina P. Henn. et Shir. XXVIII 
(1900) 269. 

Dalbergia ajudana Harms XX VI (4899) 295. 

— Dekindtiana Harms XXVI (1899) 298. 

— Dinklagei Harms XXVI (4899) 293. 

— elata Harms XXVI (1899) 296. 

— Goetzei Harms XXVIII (4900) 407. 

— lagunosa Harms XXVI (4899) 298. 

— luluensis Harms XXVI (41899) 294. 

— macrothyrsus Harms XXVI (1899) 294. 

— mossambicensis Harms XXVI (1899) 295. 

— ochracea Harms XXVI (1899) 297. 

— Preussii Harms XXVI (1899) 294. 

— sessiliflora Harms XXVI (1899) 296. 

Daphne gemmata E. Pritzel XXIX (1900) 484. 

— gracilis E. Pritzel XXIX (1900) 480. 

Dasyscypha abieticola P. Henn. et Shir. 
XXVIII (4900) 277. 

Dasysphaera Robecchii Lopr. XX VII (1899) 
53. 

Delphinium exiguum E. Pritzel XXIX (4900) 
327. 

— Goetzeanum Engl. XXX (1904) 308. 

Derris Goetzei Harms XXX (1901) 330. 

— leptorhachis Harms XXVI (1899) 302. 

— Stuhlmannii (Taub.) Harms XXVIII (4900) 
408. 

Desmodium sclerophyllum Bth. var. tor- 
tuosa Pilger XXX (1904) 461. 


Desmonema mucronulatum Engl. XXVI 
(1899) 408. 

— — — var. Schweinfurthii Engl. XXVI 
(1899) 409. 


— oblongifolium Engl. XXVI (4899) 408. 
Detarium macrocarpum Harms XXX (1904) 
18. 


14 


Deutzia Baroniana Diels XXIX (4900) 372. 

Deyeuxia amoena Pilger XXVII (4899) 28. 

— nuda Pilger XXVI (4899) 29. 

Dialium Dinklagei Harms XXVI (4899) 275. 

— Schlechteri Harms XXVI (4899) 276. 

— Staudtii Harms XXVI (1899) 275. 

— Zenkeri Harms XXX (1904) 86. 

Diascia gracilis Schltr. XXVII (4899) 177. 

— veronicoides Schltr. XXVII (1899) 478. 

Dichostema Zenkeri Pax XXVIII (1899) 25. 

Dicliptera betschuanica Lindau XXX (4901) 
442° 

— laxispica Lindau XXX (4904) 443. 


Dicoma vaginata O. Hoffm. XXX (4904) 442. 


Dieraea violascens Engl. XXX (4904) 312. 
Didelotia Engleri Dinklage et Harms XXX 


(4904) 80. 

Didissandra Rosthornii Diels XXIX (4900) 
574. 

Dieffenbachia aurantiaca Engl. XXVI (1899) 
566. 


— picta (Lodd.) Schott var. angustior Engl. 
XXVI (1899) 569. 

— subvar. angustifolia Eng. XXVI 
4899) 569. 

— — — subvar. Jenmannii (Veitch) Engl. 
XXVI (1899) 569. 

— var. latior Engl. XX VI (1899) 569. 


— — — subvar. gigantea (Verschaffelt) 
Engl. XXVI (4899) 569. 
— — — subvar. magnifica (Linden et 


Rodigas) Engl. XX VI (4899) 570. 

— ? subvar. memoria (Corsi Salviati) 

Engl. XXVI (4899) 570. 

— ? subvar. picturata (L. Lind. et 

Rodig.) Engl. XX VI (4899) 570. 

— ? subvar. Meleagris (L. Lind. et 

Rodig.) Engl. XXVI (4899) 570. 

— seguina (L.) Schott var. minor Engl. 
XXVI (4899) 567. 

— — — var. robusta (C. Koch) Engl. XXVI 
1899) 568. 

— — — subvar. Ventenatiana 
Engl. XXVI (4899) 568. 

Dieramalpinia K. Schum. XX VII (4899) 286. 

Dioscorea acerifolia Uline var. Rosthornii 
Diels XXIX (4900) 264. 

— minutiflora Engl. var, macrocarpa Uline 
in Herb. Berol. XXVIII (1900) 364. 

Rosthornii Diels XXIX (4900) 264. 


Schott) 


Schimperiana Hochst,var, nigrescens Uline | 


in Herb. Berol. XXVIH (1900) 364. 
Dioscoreophyllum strigosum Engl. XXVI 
1599) 407. 
tenerum Engel. XXVI (4899) 407. 


Diospyros atropurpurea Gürke XX VI 1898 


67. 


Deutzia — Dolichos. 


Diospyros bipindensis Gürke XXVI (1898) 
70. 

— gabunensis Gürke XXVI (1898) 72. 

— kamerunensis Gürke XXVI (4898) 69. 

— latifolia Gürke XXVI (1898) 63. 

— monbuttensis Gürke XXVI (1898) 66. 

— physocalycina Gürke XXVI 4898) 68. 

— Staudtii Gürke XXVI (1898) 65. 

— suaveolens Gürke XXVI (1898) 68. 

— tuberculosa Gürke XXVI (1898) 65. 

— usaramensis Gürke XXVI (1898) 64. 

Diothonaea Lehmanniana Krzl. XXVI (1899) 
489. 

Dipcadi Wentzelianum Engl. XXVIII (1900) 
362. 


Diplazium pseudo-porrectum Hieron. XX VIII 


(1900) 342. 
— Wichurae (Mett.) Diels XXIX (4900) 497. 
Diplusodon gracilis Koehne 8. Ulei Koehne 
var. nova XXIX (4900) 465. 
— helianthemifolius DC. a. pemphoides 
(DC) Koehne b. striatifolius Koehne 
XXIX (1900) 165. 

— Myrsinites DC. §. cribellmus Koehne 
XXIX (4900) 165. 

— — — obtusifolius Koehne XXIX (1900) 
(4900) 465. 

— orbicularis Koehne 6. brachyander 
Koehne (var. nova) XXIX (4900) 464. 

Dipteropeltis Hallier f. XXVIII (4899) 28. 

— poranoides Hallier f. XXVIII (1899) 29. 

Disa Goetzeana Krzl. XXVIII (1900) 478, 369. 

— leucostachys Krzl. XXX (1904) 285. 

— luxurians Krzl. XXVII (1900) 369. 

— Princeae Krzl. XXVIII (4900) 370. 

— (Scutelliferae) satyriopsis Krzl. XXVIII 
(1900) 477, 369. 

— uliginosa Krzl. XXX (1904) 285. 

Dischisma affine Schltr, XXVI (4899) 487. 

— occludens Schltr. XX VIT (4899) 488. 

— squarrosum Schltr. XXVIL (1899) 488. 

— tomentosum Schltr. XXVII (1899) 489. 

Disparago Hoffmanniana Schltr, XX VIL(4899) 
203. 

Disperis anomala Schltr. XXVI (1899) 333. 

Disperopsis aspersa (Hua) Engl. XXIX (1900) 
249. 

— Pernyi (Hua) Diels XXIX (1900) 249. 

Dissotis Goetzei Gilg XXVIIL (4900) 442, 

— rubro-violacea Gilg XXX (1901) 365. 

— spectabilis Gilg XXX (1904) 366. 

Dolichos adenophorus Harms XXX (1901) 
333. 

— Antunesii Harms XXVI (4899) 848, 

— Baumannii Harms XXVI (1899) 313, 

bellus Harms XXX (1904) 384. 
— bongensis Taubert msec. XX VI (1899) 816. 


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Dolichos — Eminia. 15 


Dolichos brachypus Harms XX VI (4899) 323. 

— Buchananii Harms XXVI (4899) 348. 

— cardiophyllus Harms XXVIII (4900) 410. 

— fimbriatus Harms XXVI (1899) 349. 

— Fischeri Harms XXVI (4899) 317. 

— Goetzei Harms XXVIII (1900) 444. 

— longipes J. Buchwald XXVI (4899) 346. 

— longistipellatus Harms XXVI (1899) 344. 

— macrothyrsus Harms XXVI (1899) 320. 

— nanus Harms XXVIII (1900) 444. 

— Pseudopachyrhizus Harms XXVI (1899) 
320. 

— — — a. var.subintegrifolia Harms XX VI 
(4899) 322. 

— — — §. var. Kilimandschari 
XXVI (4899) 322. 

— Schweinfurthii Taubert (nomen!) XXVI 
(1899) 345. 

— stenophyllus Harms XXVI (4899) 344. 

Doliocarpus platystigma Pilger XXX (1901) 
473. 

Dombeya auriculata K. Schum. XXX (4904) 
352. 

— erythroleuca K. Schum. XXX (1904) 353. 

— leucorrhoea K. Schum. XXX (4904) 333. 

Dorstenia caudata Engl. XXVIII (1900) 377. 

— dionga Engl. XXVIII (1900) 377. 

— Goetzei Engl: XXVIII (4900) 378. 

— — var. angustibracteata Engl. XXVIII 
(1900) 378. 

— ruahensis Engl. XXVIII (4900) 377. 


Harms 


— (Kosaria) Unyikae Engl. XXX (1904) 294. | 


— variifolia Engl. XXVIII (1900) 376. 
Dovea nitida Mast. XXIX Beibl. 66 (4900) 6. 
— rigens Mast. XXIX Beibl. 66 (1900) 7. 
Drynaria Baronii (Christ.) Diels XXIX (4900) 
208. 
— sinica Diels XXIX (1900) 208. 
— Willdenowii (Bory) Moore var. fusco- 
paleacea Hieron. XXVIII (1900) 347. 
Dyckia eminens Mez XXX Beibl. 67 (1904) 5. 
— horridula Mez XXX Beibl. 67 (4904) 5. 
Dysphinctium affine (Racib.) Schmidle forma 
major Schmidle XXVI (1898) 20. 
— Novae Semliae (Wille) Schmidle var. 
granulatum Schmidle XX VI (4898) 21. 
— subellipticum Schmidle XXVI (1898) 21. 
— zonatum (Lund) De Toni var. com- 
pressum Schmidle XXVI (1898) 24. 


Echinops velutinus 0. Hoffm. XXX (4904) 
440. 

Ectadiopsis suffruticosa K. Schum. XXVIII 
(4900) 453. 

Ectropothecium Engleri Broth. var. floridum 
Broth. XXVIII (4900) 339, 


Ectropothecium ulugurense Broth. XXVIII 
(1900) 338. 

Ehretia coerulea Gürke XXVIII (4900) 342, 
461. 

— Goetzei Gürke XXVIII (1900) 344, 461. 

— rosea Gürke XXVIII (1900) 464. 

— tetrandra Gürke XXVIII (1900) 344, 461. 

— uhehensis Gürke XXVIII (1900) 462. 

Ekebergia sclerophylla Harms XXVIII (1900) 
445. 

Elaeagnus Bockii Diels XXIX (1900) 482. 

— Henryi Warb. XXIX (1900) 483. 

— lanceolata Warb. XXIX (4900) 483. 

Elaeodendron Afzelii Loes. XXVIII (1900) 
457. 

— Stuhlmannii Loes. XXVIII (1900) 456. 

— xylocarpum (Vent.) DC. var. continen- 
tale Harms et Loes XXIX (1900) 98. 

Elegia ciliata Mast. XXIX Beibl. 66 (4900) 8. 

— exilis Mast. XXIX Beibl. 66 (4900) 7. 

— fastigata Mast. XXIX Beibl. 66 (4900) 7. 

— persistens Mast. XXIX Beibl. 66 (4900) 8. 

— Rehmannii Mast. XXIX Beibl. 66 (4900) 7. 

Eleocharis appendiculata C. B. Clarke XXX 
Beibl. 68 (4904) 20. 

— Lechleri C. B. Clarke XXX Beibl. 68 
(4904) 24. 

— melanomphala C. B. Clarke XXX Beibl. 
68 (1904) 24. 

— melanostachys C. B. Clarke XXX Beibl. 
68 (1904) 20. 

— pachycarpa C. B. Clarke XXX Beibl. 68 
(1904) 29. 

— Reichei C. B. Clarke XXX Beibl. 68 (1904) 
25. 

— simulans C. B. Clarke XXX Beibl. 68 
(4904) 20. 

— Vincentina C. B. Clarke XXX Beibl. 68 
(4904) 48. 

— — — var. §. arcuata C. B. Clarke XXX 
Beibl. 68 (4904) 49. 

Elsholtzia calycocarpa Diels XXIX (1900) 
560. 

Embelia erythrocarpa Gilg XXX (1904) 96. 

— Mujenja Gilg XXVIII (4900) 446. 

— nyassana Gilg XXX (14904) 96. 

— pauciflora Diels XXIX (1900) 547. 

— retusa Gilg XXX (1904) 95. 

— Rowlandii Gilg XXX (1904) 96. 

Emicocarpus K. Sch. et Schlechter XXIX 
Beibl. 66 (4900) 24. 

— fissifolius K. Sch. et Schlechter XXIX 
Beibl. 66 (4900) 24. 

Emilia sagittata (Vahl) DC. var. adnata 
O. Hoffm. XXVIII (4900) 506. 

Eminia major Harms XXX (4904) 334, 


16 


Encelia Sodiroi Hieron. XXVIII (4904) 644, 
XXIX (1900) 43. 

Engleromyces P. Henn. XXVIII (1900) 327. 

— Goetzei P. Henn. XXVIII (1900) 327. 

Enkianthus Rosthornii Diels XXIX (1900) 509. 

Entodon stereophylloides Broth. XXX (1901) 
262. 

Epicoccum Polygonati P. Henn. et Shir. 
XXIX (1900) 153. 

Epidendrum altissimum Lehm. et Krzl. 
XXVI (1899) 474. 

— aporoides Lehm. et Krzl. XXVI (1899) 


504. 
— arundinaceum Lehm. et Krzl. XX VI (1899) 
474. 
— bolbophylloides Lehm. et Krzl. XXVI 
(4899) 463. 
— brachybulbum Lehm. et Krzl. XXVI 
(1899) 463. 
— brassavolaeforme Lehm. et Krzl. XXVI 
(1899) 464. 
— Buenaventurae Lehm. et Krzl. XXVI 
(4899) 470. 
— calyptratum Lehm. et Krzl. XXVI (1899) 
473. 
— chondrochilum Lehm. et Krzl XXVI 
1899) 467. 
— cirrhochilum Lehm. et Krzl. XXVI (4899) 
466. 
— condylochilum Lehm. et Krzl. XXVI 
(1899) 459. 
— cornanthera Lehm. et Krzl. XX VI (1899) 
463. 
— Cuchibambae Lehm. et Krzl. XX VI (1899) 
467. 
— cupreum Lehm. et Krzl. XX VI (4899) 476. 
— elegantissimum Lehm. et Krzl. XXVI 
1899) 472. 
— Englerianum Lehm. et Krzl. XX VI (1899) 
466. 
— falcisepalum Lehm. et Krzl. XXVI (1899) 
474, 
— fractiflexum Lehm. et Krzl. XX VI (1899) 
468, 
elobiflorum Lehm. et Krzl. XXVI (4899) 
469. 
— gracillimum Lehm. et Krzl. XX VI (4899) 
478, 
intertextum Lehm, et Krzl, XX VI (1899) 
466. 
— leucopyramis Lehm, et Krzl. XX VI (4899) 
459. 


— loxense Lehm, et Krzl. XX VI (4899) 469. 

macrothyrsis Lehm. et Krzl. XX VI (1899) 
72. 

marsupiale Lehm, et Krzl. XXVI (4899) 
474, 


Encelia — Eriocaulon. 


Epidendron modestissimum Lehm. et Krzl. 
XXVI (1899) 469. 
— Mosquerae Lehm. et Krzl. XXVI (1899) 


472. 

— oligophyllum Lehm. et Krzl. XXVI (4899) 
477. 

— polyphyllum Lehm. et Krzl. XXVI (4899) 
470. 

— popayanense Lehm. et Krzl. XX VI (1899) 
475. 

— Porquerense Lehm. et Krzl. XX VI (1899) 
464. 

— quadridentatum Lehm. et Krzl. XXVI 
(1899) 459. 

— Rolfeanum Lehm. et Krzl. XXVI (1899) 
468. 

— sophronitoides Lehm. et Krzl. XX VI (4899) 
464, 

— sphenoglossum Lehm. et Krzl. XXVI 
(4899) 460. 

— tenuicaule Lehm. et Krzl. XXVI (4899) 
468. 

— Tequendamae Lehm. et Krzl. XX VI (4899) 
475. 

— trachypus Lehm. et Krzl. XXVI (4899) 
461. 

— zosterifolium Lehm. et Krzl. XX VI (4899) 
474. : 


Epilobium n. sp. XXIX (4900) 485. 

Eragrostis Lehmannii Pilger XX VII (1899) 32. 

— mattogrossensis Pilger XXX (4904) 440. 

— — — forma glabrescens XXX (1904) 
444. 

— trachyphylla Pilger XXX (4904) 269. 

Erechtites prenanthoides (Kunth) Greenm. 
et Hieron. XXVIII (4904) 628; XXIX 
(1900) 63. 

Erica aspalathoides Guthrie et Bolus XX VII 
(1899) 473. 

— kingaensis Engl. XXX (4904) 370. 

— Maximiliani Guthrie et Bolus XXVII 
(1899) 478. 

Erigeron popayanensis Hieron, XX VIII (4904) 
586. 

— Sodiroi Hieron, XXIX (4900) 20. 

— sulcatus Meyen var. columbiana Hieron. 
XXVIII (4904) 586. 

— uliginosus Benth. var, hirsuta Hieron. 
XX VIII (1904) 587. 

— Weddellianus Hieron. XXIX (4900) 24. 

Eriocaulon altogibbosum Ruhl. XXX (4904) 
146. 

— Antunesii Engler et Ruhl. XX VIT (4899) 76. 

— bogense Engler et Ruhl, XX VIT (1899) 75, 

— Buchananii Ruhland XXVII (4899) 83. 

— gibbosum Koern, var, mattogrossense 
Ruhl. XXX (4904) 446. 


a ee ee u ee 5 - 


Eriocaulon — Euphorbia. 


Eriocaulon Gilgianum Ruhl. XX VIT (1899) 84. 


Hildebrandtii »Körnicke« Ruhland XX VII 
(1899) 73. 


huillense Engler et Ruhland XX VIT 1899 


78. 
Johnstonii Ruhland XXVII (1899) 82. 
limosum Engler et Ruhl. XXVII (1899) 74. 
mesanthemoides Ruhl. XXVII (4899) 79. 
Pilgeri Ruhl. XXX (1904) 447. 
piliflorum Ruhland XXVII (1899) 80. 
Schimperi »Körnicke«e Ruhland XXVI 
(1899) 80. 
Schlechteri Ruhland XXVII (1899) 78. 
Schweinfurthii Engler et Ruhland XX VII 
(1899) 74. 
Teusezii Engler et Ruhland XX VII 1899 
77: 
trilobatum Ruhland XXVII (1899) 81. 
zambesiense Ruhland XXVII (1899) 75. 


Eriocephalus xerophilus Schltr. XX VII 4899 


206. 


Eriosema ukingense Harms XXX (1901) 332. 
Erysibe Pisi DC. var. Desmodii P. Henn. 


XXIX (1900) 148. 


Erythrocephalum Goetzei O. Hoffm. XXVIII 


Erythroxylon Fischeri 


(1900) 508. 
humile O, Hoffm. XXVIII (1900) 509. 
plantaginifolium ©. Hoffm. XXVIII (1900) 
509. 
Engl. var. Heck- 
manniana Engl. XXVIII (1900) 443. 


Euastrum Bohneri Schmidle XXX (1904) 67. 


— 


divergens Joshua var. bifidum Schmidle 

XXVI (1898) 44. 

elegans Kützing forma XXVI 1898) 45. 

Engleri Schmidle XXVI (1898) 44. 

Hieronymusii Schmidle XXVI (1898) 42. 

oculatum Börgesen forma XX VI (1898) 45. 

pseudopectinatum Schmidle XXVI (1898, 
46. 

sphyroides Nordstedt forma 
Schmidle XXVI (1898) 43. 

spinulosum subsp. africanum Nordstedt 
forma XXVI (1898) 43. 


lata 


— var. sublobatum Schmidle XXVI 
(1898) 43. | 
substellatum Nordstedt var. wembae- | 


rense Schmidle XXVI (1898) 43. 


trifolium Cohn var. concavum Schmidle | 


XXVI (1898) 46. 


Eu-Hollboellia Diels XXIX (1900) 342. 
Eulophia antennata Schltr. XXVI (1899) 334. 


biloba Schltr. XXVI (1899) 335. 
brachystyla Sehltr. XXVI (1899) 336. 
collina Schltr. XXVI (1899) 336. 
dietyostegioides Krzl. XXVIIT 1900 168. 
gastrodioides Schltr. XXVI 41899 337. 


Register zu ENGLeR s Jahrb. Band XXVI—XXX. 


| 


17 


Eulophia Goetzeana Krzl. XX VIII (1900) 372. 


humilis Schltr. XXVI (1899) 337. 
litoralis Schltr. XXVI (1899) 338. 
panganiana Krzl. XXVIII (1900) 169. 
penduliflora Krzl. XXX (1901) 288. 
Pentheri Schltr. XXVI (1899) 339. 
tainioides Schltr. XXVI (1899) 339. 
tuberifera Krzl. XXVIII (1900) 469. 
(Orthochilus) verosim. n. sp. XXVIII 
1900) 372. 


Kupatorium barranquillense Hieron. XX VII 


A904) 564. 

chimborazense Hieron. XXIX (1900) 7. 

Eggersii Hieron. XXVIII (1904) 566. 

glanduliferum Hieron. XXIX (1900) 43. 

Humboldtii Hieron. XXVIIT (1904) 574. 

iresinoides Kunth var. breviflora Hieron. 
XXVIH (4904) 573. 

Kunthianum Schultz-Bip. 
(1904) 568. 

lloense Hieron. XXIX (1900) 41. 

Meyeri Pilger XXX (1904) 202. 

Moritzianum Schultz.-Bip, msc. XXVIII 
(1901) 565. 

obscurifolium Hieron. XXIX (4900) 9. 

obtusisquamosum Hieron. XXIX (1900 
Ah. 

odoratum L. var. pauciflora Hieron. 
XXVIII (4904) 564. 

oxylepis DC. var. caracasana /Schultz- 
Bip.) Hieron. XXVIII (1904) 567. 


msc. XXVIII 


- paézense Hieron. XXVIII (1904) 574. 


pseudoglomeratum Hieron. XXIX (4900) 8. 

pseudoriganoides Hieron. XXIX (1900) 40. 

pteropodum Hieron. XXIX. (1900) 45. 

Sodiroi Hieron. XXIX (4900) 42. 

sotarense Hieron. var. breviflora Hieron. 
XXVIII (4904) 574. 


tequendamense Hieron. XXVIII (1904 
369; XXIX (1900) 6. 

— — forma typica Hieron. XXVIII 
(1904) 569. 


— — var. glanduloso-pubescens Hieron, 
XXIX (1900) 6: 

— — var. glabrata Hieron. XXIX 49006. 

thyrsigerum Hieron. XXVIII (1904) 570, 

turbacense Hieron. var, ovatifolia Hieron, 
XXVIII (4904) 573. 

urticoides Schultz-Bip. n. sp. mse. XXVIII 
(1904) 568. 


| Euphorbia aspericaulis Pax XXVII 4899 26. 


Buchanani Pax XXVIII (1899) 27. 
Goetzei Pax XXVIII (1900) 420. 
huillensis Pax XXVIII (1899) 27. 
Lehmanniana Pax XXVI (1899) 508. 
Lehmbachii Pax XXVIII (4899) 27. 
moehringioides Pax XXVI 1899) 507. 


2 


18 
Euphorbia popayanensis Pax XXVI 4899 
507. 
pseudo-Grantii Pax XXX (1901) 342. 
Riebeckii Pax XXVIII 1899) 26. 
Schlechteri Pax XXVIII 41899 26. 
tetracantha Pax XXX 1904) 344. 
tetracanthoides Pax XXX (1901 
uhehensis Pax XXVIII 4900) 420. 
Winkleri Pax XXX (1904) 342. 
Euplassa goyazensis K.Schum, XXX Beibl. 67 
1901 28. 
— Taubertiana K. Schum. XXX Beibl. 67 
1901) 98. 
Euryops decipiens Schltr. XXVIT (4899 
— namaquensis Schltr. XXVIL 1899 
— rupestris Schltr. XXVII (1899) 243. 
Evonymus actinocarpa Loes. XXX (1901 459. 
— Bockii Loes. XXIX (1900 439. 
chmensis Lind]. var. hupehensis Loes. 


342. 


212. 


XXIX (1900) 437. 
— — — var. a. nitida Benth.) Loes. XXX 
1901 456. | 
— — — var. B. microcarpa Oliv. mss, XXX 
1901 456. 


Dielsiana Loes. XXIX (1900 440. 
— — — var. ÿ. fertilis Loes. XXIX (1900 


444, 
— — — var. y. latifolia Loes. XXX 1901 
455. 
— flavescens Loes. XXIX 1900) 437. 
Forbesiana Loes. XXX (1904) 457. 


- Giraldii Loes. XXIX (1900) 442. 
— — var.a. genuina Loes. XXIX 1900 


143. 
— — — var, b. ciliata Loes. XXIX (1900 
443. 
Hemslevana Loes. XXX 1904) 460. 
hupehensis Loes. XXX (1904) 454, 
- var, a. longipedunculata Loes. 
XXX 4901) 454. 
- var, ß. brevipedunculata Loes. 
XXX 41901 454. 
hupehensis Loes, var, maculata Loes. 
XXX 1901 454. 
kiautschovica Loes. XXX 1904, 453. 
lanceifolia Loes. XXX 1904) 462. 
- phellomana Loes. XXIX (1900) 444; 
XXX 4901. 464. 
Rosthornii Loes. XXIX ‘1900 437, 


=— var, a. tenuifolia Loes, XXIX 1900 


. 4. erassilolia Loes, XXIX 1900 
138, 

ılieifolia Loes, XXX 

XXIX 


1901 
1900 


458, 
(WEP 


Loc, 


scangumen 1,068, 


NNIN 


var 4 


1900 442, 


212, | 


| 
| 


Euphorbia — Frullania. 


Evonymus sanguinea Loes. var. 3. campto- 
neura Loes. XXIX 1900) 442. 

— — var. y. laxa Loes. XXX (1904) 465. 

striata (Thunbg.) Loes. XXX (4904) 463. 


— theifolia Wall. var. 8. scandens Loes. 
XXX (4901) 455. 
— — — var. 7. mengtzeana Loes. XXX 


1904) 455. 
tonkinensis Loes. XXX (4904) 453, 
verrucosoides Loes. XXX (4904) 462. 
Exechostylus K. Schum, XXVIII (4899) 67. 
— flaviflora K. Schum. XXVIII (1899) 68. 
Exobasidium Agauriae P. Henn. XX VIE 4900 
335. 


Kabbronia Goetzei Broth. XXX (1904) 262. 

Fadogia stigmatoloba K, Schum, XXX (1901 
414. 

Fagara volubilis E. Pritzel XXIX (1900) 422. 

Fagus Engleriana v. Seemen XXIX (1900) 285. 

Faurea Wentzeliana Engl. XXX (1904) 300. 

Favolaschia Goetzei P. Henn. XXVIIL (4900) 
322. 


— sanguinea P. Henn. XXX (4904) 43. 


Favolus bipindiensis P. Henn. XXX (1904) 43. 
Felicia ciliata Schltr. XX VII 4899) 204. 
Fenestrella gigaspora P. Henn. n. sp: XXX 
4901) 41. 
Feretia apodanthera Del. var. 
K. Schum. XXX (1904) 412. 
Ficus (Urostigma) eriocarpa Warb, XXX 
1904) 294. 

- Goetzei Warburg XXVII (1900) 378. 
Henryi Warb. XXIX (1900) 299. 
Sycomorus) kondeensis Warb. 

1901) 292. 
(Urostigma) Langenburgii Warb. XXX 
1904) 293, 
- Sycomorus, plateiocarpa Warb, XXX 
1904) 292. 
— (Urostigma) ruficeps Warb. XXX (1904) 
394, 
) rukwaenis Warb, XXX 1904) 295. 
) verrucocarpa Warb, XXX (1901) 294. 
Fillaeopsis discophora Harms XXVI (1899) 
259. 
Fistulinella P, Henn. n. gen, XXX (1904) 43, 
Staudtii P. Wenn, XXX (1904) 44. 
Mlagellifera platysticha XXX (1904) 265, 
Mlummula ochraceo-tristis P, enn, XXX 
1901) 53. 
lueggea capillipes Pax XXIX (1900) 497. 
Frullania erispistipula Steph, XX VII (4900, 
337, 


australis 


XXX 


Goetzeuna Steph, XXX 4904) 261. 
nutans Steph, XXX 4904) 260, 


Fusarium — Gymnosporia. 19 


Fusarium stromaticola P, Henn. XXVIII 
4900) 280. 
Gaertnera Dinklagei K. Schum, XXVIII. 


1899) 88, 

Galaxia ovata Thbg. var. 
XXVII (1899) 94. 

Galinsoga Humboldtii Hieron, XXVIII (1901 
618. 

Galium chloroionanthum K. Schum, XXX 
(4901) 447. 

— scabrellum K. Schum. XXVIII (1899) 113. 

Garcinia kingaensis Engl. XXX (1904) 356. 

— Wentzeliana Engl. XXVIII (1900) 435. 

Gastrodia africana Krzl. XXVIII (1900) 179. 

Gaultheria laxiflora Diels XXIX 1900) 515. 

Gazania angustifolia O. Hoffm, XXX 1901 


ciliata Schltr. 


439. 

Geissaspis emarginata Harms XXVIIL 1900 
405. 

Geissorhiza hesperanthoides Schltr. XXVII 
(1899) 97. 


— pallidiflora Schltr. XXVII 1899) 98. 
— rupestris Schltr. XXVII (1899) 98. 

— sulphurea Schltr. XXVII (1899) 99. 
Gerbera leiocarpa DC.) Schltr. XX VIT 4899, 

220. 

Gilibertia dentigera Harms XXIX (1900, 487. 
Gladiolus Goetzei Harms XXVIII (1900) 365. 
— prismatosiphon Schltr. XX VII (1899) 102. 
— Taubertianus Schltr. XXVII (1899) 103. 


— uhehensis Harms XXVIII 1900 365. 
Globba brachyanthera K. Schum, XXVII 


1899) 329. 
— parviflora Prsl. var. brevifolia K. Schum. 
XXVII (4899) 330. 
Glossocalyx Staudtii Engl. XXVI (1899, 384, 
Glycine Buettneri Harms XXVI (1899) 302. 
— digitata Harms XXVIII (1900) 408. 
— Wilmsii Harms XXVI (4899) 302. 
Gnaphalium chimborazense Hieron. 
1900) 30. 
— Sodiroi Hieron. XXIX (1900) 30. 
— spicatum Lam. var. alpina (Wedd. Hieron. 
XXIX (1900) 34, 
— tenue Kunth forma typica Hieron. XXIX 


XXIX 


4900) 30. 

— — — forma latifolia Hieron. XXIX 
4900) 30. 

Gnidia Goetzeana Gilg XXX (4904) 363. 


— Usafuae Gilg XXX (1904) 363. 

Gomphichis alba Lehm. et Krzl. XXVI 1899 
500. 

Gomphocarpus chlorojodina K. Schum. XXX 
1904) 383. - 

— longissimus K. Schum. XXX 


A901) 382, 


Gomphrena aurea Lopr. XXX Beibl. 67 
4904) 37. 

— chloromalla Lopr. XXX Beibl. 67 4901 36. 

— eriocalyx Lopr. XXX Beibl. 67 (4904) 37. 

— grisea Lopr. XXX Beibl. 67 (1904) 36. 

Gongrothamnus aurantiacus O.Hoffm. XXX 
1901) 433. 


Goodvera fertilis Lehm. et Krzl, XX VI (1899 


498. 
— habenarioides Lehm. et Krzl. XXVI(41899 
499. 
Lehmanniana Kızl. XXVI (1899) 498. 
Gordonia axillaris (Don) Seyseyl. var. acumi- 
nata E. Pritzel XXIX (1900) 473. 
Greenmania Hieron, XXVIII (4904) 597. 
— boladorensis Hieron. XXVIII (4904) 597. 
Grewia albiflora K. Schum. XXVIII 1900) 428. 
— caducisepala K.Schum. XXVIIL (1900) 428. 
— Goetzeana K.Schum. XXVIII 1900) 430. 


' — oncopetala K.Schum. XXVIII (1900) 429. 


— palustris K. Schum. XXVIII (1900) 434. 

— platyelada K. Schum. XXVIII (1900 430. 

Grumilea blepharostipula K. Schum, XXVIII 
(1900) 495. 

— chaunothyrsus K. Schum, XXVIII (1900 
496, 

— comorensis K.Schum. XXVIII (1899) 402. 

— dermatophylla K. Schum. XXVIII (1899) 
404. 

— diploneura K. Schum, XXVIII (1900) 496. 

— elachistantha K. Schum. XXVIII 4900 
497. 

— euchrysantha K. Schum. XXVIIE (1900 
496. 

— Goetzei K. Schum. XXVIII (1900) 497. 

— hypoleuca K. Schum. XXVII 4899) 102. 

— Lehmbachii K.Schum. XXVII 1899) 404. 

— macrantha K. Schum. XXVIII (1899) 402. 

— oblanceolataK.Schum. XXVIII 1899) 403. 

— pallidiflora K.Schum. XXVIII (1900) 497. 

Guaduella densiflora Pilger XXX (4901) 123 

— Zenkeri Pilger XXX (1904) 423. 

Gueldenstaedtia Giraldii Harms XXIX 1900) 
443. ’ 

Gyminda Tonduzii Loes. XXIX 1900) 98. 

Gymnopogon biflorus Pilger XXX (1901) 139. 

Gymnosporia acuminata (L. f.) Loes. var. 
lepidota Loes. XXVIIT (1900) 422. 

— Antunesii Loes. XXVIII (1900) 152. 

— — — vara. genuina Loes. XX VIII (1909) 
152. 

— — — var, b. Dekindtii Loes. XX VIII 1900) 
152. 

— benguelensis, Loes. XXVIIT (1900) 151. 

— — — var.b. latifolia Loes. XX VIII 1900) 
151. 

— Buchananii Loes. XXVIII 4900) 453. 


9 * 


“= 


20 


Gymnosporia buxifolia Sond.) Szysz. var. 
Schlechteri Loes. XXVIII (1900) 453. 

buxifolioides Loes. XXX (1904) 344. 

Goetzeana Loes. XXX (1904) 344. 


— lancifolia (Schum. et Thonn. Loes. 
var. 3. Stuhlmannii Loes. XXVIII 


4900) 422. 

— (—) — var.y. Goetzei Loes. XXVIII 
1900) 422. 

Trothae Loes. XXVIII (4900) 150. 

Woodii Szysz. var. polyantha Loes. 
XXVIII (4900) 154. 

Gynerium columbianum Pilger XX VII (1899) 

31. 

— nitidum (Kth.) Pilger XXVI 4899) 34. 

Gynoxys chagalensis Hieron. XXV111/4904)630. 

— chimborazensis Hieron. XXIX (1900) 66. 

— corazonensis Hieron, XXIX (1900 65. 

— Lehmannii Hieron. XXVIII (4904 629. 

— Sodiroi Hieron. XXIX (1900) 64. 

Gynura sinica Diels XXIX (1901) 618. 

Gypsophila Rickmersiana Dammer XXVI 


1899) 295. 
Häbenaria Platycoryne) ambigua Kral. 
XXVIII (4900) 175, 368. 

— Antunesiana Krzl. XXVIII (4900 174. 
dactylostigma Krzl. XXX (1904) 281. 
Platycoryne) flammea Krzl. XXVIII 

1900) 173, 
Ceratopetala) Goetzeana Krzl. XXVIII 


(4900) 173, 368. 
— membranacea Lindl. forma minor Krzl, 
XXVIII (4900 368. 
mosambicensis Schltr, XXVI 4899) 334, 
nareissiflora Krzl. XXX (1904) 282. 
— Pilgeri Schltr. XXX 1904) 449. 
platantheropsis Krzl. XXVIII (4900) 472. 
stereophylla Kränzl, XXX (1901) 280. 
trachypetala Krzl. XXX 1904, 281. 
trilobulata Schltr, XXVI 1899) 832. 
Haemanthus Goetzei Harms XXX 1904) 276. 
Haplochorema K. Schum. XXVII 1899) 331. 
extensum K. Schum, XXVII 1899) 333. 
gracilipes K. Schum, XXVII (4899) 332. 
polyphyllum K.Schum. XX VII 4899) 332. 
uniflorum K. Schum, XXVIII 1899 339, 
Harveya eurvantha Schltr, XX VII (4899) 184, 
hirtifiora Schltr. XXVII 1899, 484, 
Hlebenstreitia glaucescens Schltr. XXVII 
1899 A485. 
leueostachys Schltr, XXVI 4899 
stenocarpa Seliltr, ANVIL 1899 
Hecht Mez XXA\ 


186. 
186, 


Beibl, 67 


Liebmannti 
tout Ö, 


myriantha Mez XXX Beibl, 67 1901) 6, 


Gymnosporia — Hoeckia. 


Hedychium aureum K. Schum, XX VII 1899) 
340, 

Helianthus Lehmannii Hieron. XXIX (1900) 
39; XXVIII (4904) 39. 

— pseudoverbesinoides Hieron. 
(1904) 608; XXIX (1900) 40. 

— — — var. gracilis Hieron. XXIX /4900)44. 

— Sodiroi Hieron. XXIX (1900) 44. 

Helichrysum abietinum O. Hoffm. XXX (1904) 
429, 

— densiflorum Oliv.var.pleianthumO.Hoffm. 
XXX (1901) 428. 

— Goetzeanum O. Hoffm. XXX (1904) 498. 

— tillandsiifolium O.Hoffm. XXX (1901) 429. 

Helminthosporium Triumfettae P, Henn. 
XXVIII (1900) 329. 

Heliophila arabidea Schltr, XXVII (1899) 133. 

arenosa Schltr. XXVII 1899) 433. 

exilis Schltr. XXVII (1899) 133. 

lactea Schltr. XX VII (1899) 134. 

— leptophylla Schltr. XXVII (1899) 134, 

— linoides Schltr. XXVII 1899) 135. 

MacOwaniana Schltr. XXVI (1899, 135. 

macra Schltr. XXVIT (4899) 136. 

— Maximiliani Schltr. XXVII (1899) 436. 

— nubigena Schltr. XXVII (1899) 136. 

polygaloides Schltr. XXVIL (1899) 137. 

— rosea Schltr, XXVII (1899) 137. 

— sabulosa Schltr. XXVII (1899) 138. 

— sarcostyla Schltr. XXVIT (4899) 138. 

— squamata Schltr. XXVII (4899) 139. 

— stenocarpa Schltr. XXVII (1899) 139. 

— tricuspidata Schltr. XXVII (1899) 140, 

Hemiboea Henryi Clarke var, major Diels 
XXIX (1900) 576. 

Heptacyclum Engl. XXVI 1899) 444. 

— Zenkeri Engl. XXVI (4899) 415. 

Heracléum Hemsleyanum Diels XXIX (1900) 
503, 

Hermbstaedtia laxiflora Lopr, XXX (1904) 
105, 

— transvaalensis Lopr. XXX 1904) 405, 

Herschelia Goetzeana Krzl, XXX (4904) 286, 

Heterospermum maritimum Kunth, var, 

hirsuta Hieron, XXVIH (4904) 614. 

— var, latifolia Hieron, XXIX (1900) 47. 

Hieracium ecuadoriense Hieron, var, glan- 
duliferum Hieron, XXVIIL (1901) 658. 


sotarense Hieron. var, contracta Hieron, 


XXVIII 


XXVIIT 1904) 659. 
Hildebrandtiella pulchro-alaris Broth, XXVHI 
1900 338, 


Hippocratea Goetzei Loes. XXX (1901) 846. 

Hoeckia Engl. et Graebn, XXIX 1904) 598, 

Aschersoniana Engl, et Graebn, XXIX 
1901 BOB, 


Hollboellia 


Hollboellia angustifolia Wall.? var. angustis- 
sima Diels XXIX (1900) 343. 
— coriacea Diels XXIX (1900) 342. 
Holothrix Buchananii Schltr. XX VI (1899) 330. 
— lithophila Schltr. XXVI (1899) 334. 
Homeria brachygyne Schltr. XX VIT (1899)94. | 
Maximiliani Schltr. XX VII (1899) 94. | 
ramosissima Schltr. XXVI (1899) 94. 
— rhopalocarpa Schltr. XXVIT (1899) 95. | 
tenuis Schltr. XXVII (1899) 95. 
‘ Hornstedtia K. Schum, XXVII (1899) 302. | 
Hoya n. sp. XXIX (4900) 543. | 
Humata Hookeri (Moore) Diels XXIX (1900 
195. 
— multidentata (Wall.) Diels XXIX (1900 
195. 
Hyalotheca recta Schmidle XXVI (1898) 12. | 
— — — forma XXX (1901) 65. | 
Hydnofomes P. Henn. XXVIIL (1900) 267. | 
— tsugicola P. Henn. et Shir. XXVIII (1900) 
268. | 
Hydnora abyssinica A. Braun var. quinque- 
fida Engl. XXVIII (1900) 386. | 
Hydnum Kummerae P. Henn. XXVIII (1900) | 
321. 
Hydrangea aspera D. Don $. var. strigosior 
Diels XXIX (1900) 375. | 
— — — 6. forma typica Diels XXIX (1900) 
375. 
z. var. sinica Diels XXIX (1900, 
375. 
Giraldii Diels XXIX (1900) 373. 
— Hemsleyana Diels nom. nov. XXIX (1900) 
376. 
mandarinorum Diels XXIX (1900) 372. 
Rosthornii Diels XXIX (4900) 374. 
xanthoneura Diels XXIX (1900) 373. 
Hydrocotyle arbuscula Schltr. XX VII (1899) 
472. 
— ulugurensis Engl. XXVIII (4900) 444. 
Hydrosme Baumannii Engl. XX VI !1899) 420. 
gallaensis Engl. XXVI (1899) 422. 
Goetzei Engl. XXVIII (1900) 355. 
mossambicensis Schott var. Unijikae Engl. 
XXX (1901) 268. 
Staudtii Engl. XXVI (1899) 420. 
— Zenkeri Engl. XXVI (1899) 421. 
— spec, XXIX 41900) 234. 


Hydrostachys angustisecta Engl. XXVIII 
(4900) 394. 

Hygrophila microthamnia Lindau XXX (1904) 
408. 


Hygrophorus (Hydrocybe, bipindiensis P. 
Henn. XXX (1904) 49. 


— ‘Hygrocybe) hypholomoides P. Henn. | 


XXX (1904) 50. 


— Ifloga. at 

Hygrophorus (Hygrocybe) subcoccineus P. 
Henn. XXVIII (1900) 323. 

Hymenocardia ulmoides Oliv. var, capensis 
Pax XXVIII (1899) 22. 

Hymenochaete ussanguensis P. Henn. XXX 
4904) 255. 

Iymenostegia Dinklagei Harms XXX 1901) 
78. 

Hypericum ulugurense Engl. XXVIII 1900 
434, 

Hyphaene aurantiaca Dammer XXVIII 4900 
355; XXX (4904) 267. 


| — Goetzei Dammer XXVIII (1900 354. 
— Wendlandii Dammer XXVIII (4900 353. 


Hypochoeris sessiliflora Kunth forma cau- 
lescens Hieron. XXVIII (1904) 658. 


| — — — var.albiflora Hieron. XXVIII (4904) 


658. 
— sonchoides Kunth var. fibrillosa Hieron. 
XXIX (1900) 84. 
Hypocyrta maculata Fritsch XXIX Beibl. 65 
(4900) 40. 
Hypodiscus eximius Mast. XXIX Beibl. 66 
(4900) 47. 
gracilis Mast. ex Nees 
Beibl. 66 (1900) 16. 
nitidus Mast. XXIX Beibl. 66 (4900) 16. 
protractus Mast. XXIX Beibl. 66 (1900 17. 
rigidus’Mast. XXIX Beibl.66 (1900) 18. 
tristachyus Mast. XXIX Beibl. 66 1900 47. 
Zeyheri Mast. XXIX Beibl. 66 (1900) 47. 
Hypolaena Bachmannii Mast. XXIX Beibl. 66 
(1900) 45. 
conspicua Mast. XXIX Beibl.66 1900) 15. 
foliosa Mast. XXIX Beibl. 66 (1900 44. 
hyalina Mast. XXIX Beibl.66 (1900 13. 
- membranacea „Mast. XXIX Beibl. 66 
(4900) 44. 
Schlechteri Mast. XXIX Beibl. 66 1900 15. 
subtilis Mast. XXIX Beibl. 66 41900 15. 
Hypoxis Goetzei Harms XXX (1901) 276. 
— gracilipes Schltr. XXVII (1899) 88. 
— Maximiliani Schltr, XXVII (1899) 89. 
—  umbraticola Schltr. XXVII (1899) 89. 
Hyptis helophila Pilger XXX (1901) 189. 
indivisa Pilger XXX (1901) 190. 
lasiocalyx Pilger XXX (1901) 490. 
Loeseneriana Pilger XXX (1904) 191. 


XXIX 


mSS. 


— 


| — mattogrossensis Pilger XXX (1904 4191. 


— Rothschuhii Loes. XXIX (1900 100. 


Edesia polycarpa Maxim. a. tvpica Diels 
XXIX (1900) 478. 

— — — 8. latifolia Diels XXIX (41900) 478. 

y. vestita Diels XXIX (1900) 478. 

Ifloga pilulifera Schltr. XXVI (1899, 204, 


+ 


bo 


Iheium Henrvi Diels XXIX 1900) 393. 

livsanthes Wilmsit Engl. XXVI 1898) 193. 

Impatiens blepharosepala E. Pritzel XXIX 

(1900) 455. 
— dolichoceras E. Pritzel XXIX 1900) 456. 
— fissicornis Maxim. var. grandiflora 
E. Pritzel XXIX (1900) 453. 
— — — var. Henryi E.Pritzel XXIX (1900) 
453. 

— flammea Gilg XXX (1901) 359. 

— fureillata Hemsl. forma rubra subsimplex 
XXIX 1900) 456. 

— — — forma pallida subsimplex XXIX 
1900) 456. 

— — — forma pallida ramosa XXIX (1900 
456. 

— gratioloides Gilg XXX (1904) 350. 

— Henryi E. Pritzel XXIX (1900) 455. 

— longialata E. Pritzel XXIX (1900) 454. 

— maxima Gilg XXX (1901) 354. 

— pallide-rosea Gilg XXVIII (1900) 426. 

— polyantha Gilg XXVIII (4900) 425. 

— Potanini Maxim. forma rubrobrunnea 

E. Pritzel XXIX (1900) 455. 
— stenosepala E. Pritzel XXIX (1900) 453. 
— — — var. parviflora E. Pritzel XXIX 
1900 453. 
— tubulosa Hemsl. forma multiflora XXIX 
1900) 456. 
— — forma 
456. 
Imperata longifolia Pilger XXX (1904) 136. 
Indigofera Antunesiana Harms XXVI (1899) 
285. 
Goetzei Harms XXVIII 1900 402. 
mischocarpa Schltr. XXVI (4899) 149. 

— Preladoi Harms XXV[ (1899) 284. 

— psilocarpa Schltr. XXVIL (1899) 448. 
uhehensis Harms XXVIH (1900) 402. 
Wentzeliana Harms XXX 1904) 326. 

Inocvbe bipindiensis P. Henn. XXX 1904)53. 
cyaneo-virescens P. Henn. XXVIII (1900 


omeiensis XXIX (1900 


323, 
\sterosporina) flavo-fusca P, Henn, XXX 
1901 52. 
Inula chrysantha Diels XXIX 4904, 644. 
Giraldii Diels XXIX (4901 6438, 


Ipomoea Batatas L. var, cannabina Hallier f. 
XXVII (4899, 37. 
coplica L. a. genuina Hallier f. XX VIN 
1899, 45. 
+. siphonantha Hallier f 
1899) 48, 
erioleuca Haller f, XX VIII 1899) 33. 
licifolia Lindl, subvar, parviflora Hallier f, 
XXVIII 1899) 35. 
ualactorrhoea Hallier f, XX VII 1899) 33, 


XXVIII 


2 Mlicium — 


Junodia. 


Ipomoea Grantii Oliv. var. palmati-pinnata 
Hallier f. XXVIII 4899 54. 

— hellebarda Schweinf. var. lapathifolia 
Hallier f, XXVIII (4899) 44. 

— lasiophylla Hallier f. XX VIEL (4899) 32. 

— macrocalyx Baker) Hallier f. var. decal- 
vata Hallier f. XXVIII (4899) 54. 

~~ macrosiphon Hallier f. XXX (4901) 387. 

— malvaeoides Meissn. var. nov. oblongi- 
folia Hallier f. XXX (4904, 185. 

— nyikensis Hallier f, XXVIE (4899) 53. 

— pes tigridis L. subvar. strigosa Hallier f, 
XXVII (4899) 34. 

— — — — subvar. longibracteata (Vatke 
Hallier f. XXVIIL (1899) 34. 

— populifolia Hallier f£ XXVII (4899) 53. 

— pulchella Roth var. arachnosperma Hal- 
lier f. XXVIII (4899) 48. 

— saccata Hallier f. XXVIII (4899) 48. 

— variifolia Meissn. var. saxatilis Pilger 
XXX (1904) 485. | 

Iris Rosthornii Diels XXIX 4900, 261. 

Irpex Kusanoi P. Henn. et Shir. XXVIII 
(1900) 267. | 

Isaria mitruliformis P. Henn. XXVII (4900 
329. 

Isoglossa candelabrum Lindau XXX (4904) 
113. 

Ixora anemodesma K.Schum. XXVIII 4899) 
86. 

— asteriscus K. Schum. XXVIII (1899) 86. 


Jacquemontia evolvuloides Moric. var, par- 
viflora Pilger XXX (1901) 186. 
Jasminum dicranolepidiforme Giles XXVIII 

(1900) 450. 
— Goetzeanum Gilg XXVIII 4900) 451. 
Jatropha batawe Pax XXVIII (1900) 420. 
— heterophylla Pax XXVIII (1899) 25. 
— Schlechteri Pax XXVIII (1899) 24. 
Jaumea elata O. Hoffm. XXVIIE (1900) 506. 
— mimuloides Hieron, XXIX (1900) 52. 
Jaumeopsis mimuloides tlieron, XXVIE 
(1904) 619; XXIX (1900) 52. 
var, subintegrifolia Hieron, XXVUI 
(1904) 619. 
Juncus selchuensis Fr. Buch, n. sp. 
XXIX (1900) 238, 
Jungia bogotensis Hieron, XX VIT 1904 657, 
— coarctata Hieron, XXIX (1900, 81. 
fistulosa Hieron, XXIX (1900) 88, 
Lehmannii Hieron, XX VIT (4904) 655, 
- Sodiroi theron, XXIX (1900) 82. 
Trianae Hieron. XXVI 1904) 656, 
Junodia Pax XXVII (1899) 22. | 
triplinervia Pax NAVI (4899, 22, 


NSG, 


ee 


oO a DS Me à nt mn id 


Justicia — Liabum. 


Justicia euosmia Lindau XXX (1904) 413. 
— Goetzei Lindau XXVIII 1900) 484. 


Häempleria oligosperma K. Schum, XXVIL 
(1899) 337. 

Kalanchoé Goetzei Engl. XXX (1904) 342. 

Kniphofia flavovirens Engl. XXX (1904) 973, 

— Goetzei Engl. XXX (1904) 273. 

— paludosa Engl. XXX (1904) 274. 

Kolkwitzia Graebner XXIX (1904) 593. 

— amabilis Graebner XXIX 4904) 593. 

Kolobopetalum Engl. XXVI (4899) 410. 

— auriculatum Engl. XXVI (1899 410. 

Kusanoa P. Henn. XXVIII 4900) 275. 

— japonica P. Henn. et Shir. XXVIII (1900 


275. 
Kyllingia platyphylla K. Schum. XXX (1901, 
270. 


Babatia mattogrossensis Pilger XXX 1904 
181. 

Laccocarpus O. E. Schulz XXIX 1901) 709. 

Lachnocladium cervino - album P. Henn. 
XXVIII (1900) 320. 

— Zenkeri P. Henn. XXX (1904) 42. 

Lactariopsis P. Henn. XXX (4901, 51. 

— Zenkeri P. Henn. XXX (1904) 51. 


Lactuca brevirostris Champ. fol. indivisis | 


XXIX 1904) 631. 
— — — fol. laciniatis XXIX (19014 
— n.sp. XXIX 1904) 632. 
Landolphia polyantha K. Schum. XXVIII 


631. 


(1900) 452. 

Lapeyrousea angustifolia Schltr, XXVII 
4899) 104. 

— arenicola Schltr. XX VII (1899) 105. 


euryphylla Harms XXVIII (1900) 366. 


setifolia Harms XXX (1901) 278. 
speciosa Schltr. XXVII (4899 105. 
Laportea Giraldiana E. Pritzel XXIX (1900 
301. 


Lasianthus batangensis K. Schum, XXVIII | 


41899) 107. 

— — — var. 3. longepetiolata K. Schum. 
XXVIIE (1899) 407. 

glomeruliflorus K. Schum. XXVIII 1899 
107, 499. 

macrocalyx K.Schum. XXVIII (1900) 499. 

microcalyx K. Schum. XXVIII 4899) 108, 
499. 

tortistilus K. Schum. XXVHI 4899) 108. 

xanthospermus K. Schum. XXVIII 1900 
499. 


Graebneriana Harms XXVIII (1900) 366. | 


Lathyrus Dielsianus Harms XXIX 1900, 447. | 


23 

Laurentia hedyotidea Schltr. XXVII 4899 
497. 

Lebeckia leucoclada Schltr. XXVII (1899 
143. 


— lotonoides Schltr. XXVIL (1899) 143. 

Lentinus clitocyboides P. Henn. XXX ‘1901 
45. 

-— substrigosus P. Henn. et Shir. XXVIII 
1900, 270. 


Leonotis Goetzei Gürke XXX (1904 393. 
Lepechinia Schiedeana ‘Schlechtd. Vatke 
mss. XXIX 1900 100. 


Lepidagathis eriocephala Lindau XXX 1904 
409. 
— nematocephala Lindau XXX 4901 
Lepiota discipes P. Henn. XXX 19014 
— pulveracea P. Henn. XXX 1901 
— rhacodioides P. Henn. XXX 1904 
— tenuis P. Henn. XXVIII (4900) 325. 
Leptactinia delagoensis K. Schum. XXVIII 
4899) 60. 
— oxyloba K. Schum. XXVIII 1900 488. 
Leptocarpus brachiatus Mast. XXIX Beibl. 66 
(4900) 9. 
cymosus Mast. XXIX Beibl. 66 1900 10. 
divaricatus Mast. XXIX. Beibl. 66 1900 9. 
festucaceus Mast. XXIX Beibl. 66 1900 8. 
fruticosus Mast. XXIX Beibl.66 1900 9. 
rigidus Mast. XXIX Beibl. 66 1900 10. 
rigoratus Mast. XXIX Beibl. 66 1900) 9. 


409, 

56. 
56. 

56. 


Leucadendron aemulum Schltr. XXVII 1899 
443. 
— Schinzianum Schltr. XXVII (1899) 113. 


— sericocephalum Schltr. XXVII 1899 114. 
Leucospermum glaberrimum Schltr, XXVII 
(1899) 1414. 
— Lemmerzianum Schltr. XX VII 1899 111. 
— stenanthum Schltr. XXVII (1899) 112. 
Liabum caliense Hieron. XXVIIE 1901 623. 
— coriaceum Hieron. XXIX 41900 58. 
cusalaguense Hieron. XXIX 1900, 55. 
Eggersii Hieron. XXVIII (1901) 624. 
Hallii Hieron. XXIX (1900) 57. 
homogamum Hieron. XXVIII 1904) 626. 
nigropilosum Hieron. XXVIII 4901 624; 
XXIX (1900) 59. 
nonoense Hieron. XXVIII 
XXIX (1900) 59. 
— — var. microcephala Hieron. XXVIII 
4904) 625. 
pallatangense Hieron, XXIX 1900, 60. 
pichinchense Hieron. XXIX 1900 56. 
pinnatipartitum Hieron. XXIX 1900) 62. 


4904) 625; 


— salvifohum Hieron. XXVIII 4901 622. 
— Sodiroi Hieron. XXIX (1900) 61. 
— volubile Kunth) Less. var. latifolia 


Hieron, XXVIIL 1904) 622. 


24 

Lightfootia Goetzeana Engl. XXX (4904) 
449. 

— rupestris Engl. XXX 1904) 449. 

Ligustrum myrianthum Diels XXIX (4900) 


533. 
Lilium Rosthorni Diels XXIX (4900) 243. 
Limaciopsis Engl. XXVI (4899) 444. 
— loangensis Engl. XXVI (4899) 444. 
Limacium castaneum P. Henn. XXX (4904) 50. 
Limnosipanea Schomburgkii Hook. f. var. 
robustior Pilger XXX (4901) 198. 
Limosella major Diels XX VI (4898) 122. 
Lindera caudata Diels XXIX (1900) 352. 
— pedunculata Diels XXIX (1900) 350. 
— Rosthorni Diels XXIX (4900) 350. 
— strychnifolia Villar. var. Hemsleyana 
Diels var.? XXIX (4900) 352. 
— n.sp.? XXIX (4900) 354. 
—n.sp. XXIX (14900) 352. 
Lindernia rupestris Engl. XXX (4904) 402. 
Lindmania Rusbyi Mez XXX Beibl. 67 (1904) 6. 
Linnaea adenotricha (Hance) Graebn. XXIX 
(1900) 444. 
— angustifolia ‘Bur. et Franch.) Graebn. 
XXIX (4900) 435. 

— Aschersoniana Graebn. XXIX (4900) 439. 
hiflora X rupestris = (Ahelia) Spae- 
thiana Graebn. XXIX (1900) 144. 
Buchwaldii Graebn. XXIX (4900) 433. 
corymbosa (Regel et Schmalh.) Graebn. 


XXIX (4900) 436. 

- Dielsii Graebn. XXIX (1900) 440, 4904 
593. | 

— Engleriana Graebn. XXIX (4900) 432, 
1904, 593. 


- gymnocarpa Graebn. et Buchw. XXIX 
1900, 434. 


Koehneana Graebn. XXIX (4900) 432, 
4901) 593. 

macrotera Graebn. et Buchw, XXIX (4900 
434, (4904) 593. 

- onkocarpa Graebn. XXIX (4900) 440, 

1901) 593. 

parvifolia (Hemsl,) Gracbn, XXIX (4900) 
129, A904) 592. 

- Schumannii Graebn. XXIX (1900) 480, 

1904, 592, 

errata Sieb. et Zucc,, Graebn. XXIX 
1900, 183, 1904, 593. 

pathulata Sieb, et Zuce. Graebn. XXIX 
1900 442. 

lerelicalyx Graebn, et Buchw, XXIX 
1900! 430, 

umbellata Graebn, et Buchw. XXIX (4900 
443, 4901, 598, 

uniflora X chinensis = Abelia) Perrin- 
giana Graebn, XXIX 4900, 14h. 


Lightfootia — Lithothamnion. 


Linnaea Zanderi Graebn. (XXIX) 1900) 142. 

Linnaeopsis Engler XXVIII (4900) 482. 

— Heckmanniana Engl. XXVII (4900) 483. 

Linociera urophylla Gilg XXX (4904) 373, 

Liparis hemipilioides Schltr. XXVI (4899) 
341. 

— pothoides Lehm. et Krzl. XXVI (1899) 
478. 

— tridens Krzl. XXVIH (1900) 462. 

Lippia aristata Schauer var. glabrescens 
Pilger XXX (1904) 487. 

Liquidambar Rosthornü Diels XXIX (1900, 
380. 

Lissochilus candidus Krzl. XX VII (4900) 167. 

Listrostachys mystacidioides Krzl. XXVIII 
4900) 470. 

— pulchella Krzl. XXVII (1900) 374. 

Lithophyllum amplexifrons (Harv.) Heydr. 
msc. XXVIII (4904) 536. 

— byssoides (Lam.) Heydr. msc. XXVIII 
(4904) 537. 


_— californiense Heydr. msc, XXVIII (1904) 


530. 
— Diguettii (Hariot) Heydr. msc. XXVIII 
(1901) 532. 
— Farlowii Heydr. XXVIII (1904) 532. 
— fuegianum Heydr. msc. XX VIT (4901) 533. 
— hapalidioides (Cr.) Heydr. mse. XXVIII 
(1904) 537. 
— incrustans (Phil.) Heydr. XXVII (4904, 
535. 
— lithophylloides Heydr, mse, forma phyl- 
loides Heydr. msc, XX VII (4904) 531. 
— — — — forma bracchiala Heydr, mse. 
XX VIII (4904) 534. 
— Margaritae (Hariot) Heydr. msc, XX VII 
(1904) 530. 
- onkodes Heydr. msc. XX VIE (1901) 533. 
- pallescens (Fosl.) Heydr. mse, XXVIII 
(14904) 531. 
— pinguiense Heydr. msc. XXVIII (4904) 


535. 

— proboscideum Fosl., Heydr. mse. XXVUI 
(1904) 536. 

— pygmaeum Heydr, mse, XXVII (4904) 
533. 


Lithothamnion coralloides Crn, forma crassa 
Heydr, mse, XX VII (1904) 539, 

— — — forma compressa Heydr, mse, 
XXVIII (1904) 539, 


— crispatum (Hauck) Heydr, mse, XX VII 


A901) 540, 
— decutescens Heydr, mse, XXVHE (1904) 
544, 
Islei Heydr, mse, XXVII (4904) 538. 
labradorense Heydr, mse, XX VIT 1904) 
538, 


Lithothamnion — Manulea. 


Lithothamnion patena (Harv.) Heydr. mse. 
XXVIII (4904) 542. 

— peruviense Heydr. msc. XXVIII (1901) 
545. 


— Schmitzii (Hariot) Heydr. msc. XXVIIE 


(4904) 544. 
— trichotomum Heydr. msec. XXVIII (1904) 
538. 
Litsea mollis Hemsl. var. glabrata Diels 
XXIX (4900) 349. 
— spec. XXIX (1900) 348. 
— n. sp. XXIX (1900) 349. 
Lobelia (Mezleria) angolensis Engl. et Dicls 
XXVI (1898) 444. 
— cochlearifolia Diels XX VI (1898) 447. 
— djurensis Engl. et Diels XXVI (4898) 116. 
— dobrowskioides Diels XXVI (1898) 447. 
— dolichothyrsa Diels XXIX (1904) 607. 
— galeopsoides Engl. et Diels XX VI (1898) 
ads. 
— Goetzei Diels XXVIII (1900) 504. 
— laurentioides Schltr. XX VII (4899) 196. 
— linearis Thbg. var. 8. pinnata Schltr. 
XXVII (4899) 496. 
“Mezleria) lythroides Diels XXVI (1898) 
113. 
— pedicellata Diels XXVI (4898) 116. 
— spathopetala Diels XXVI (4898) 115. 


— thomensis Engl. et Diels XXVI (1898) | 
| Macrolobium Dinklagei Harms XXX (1901 84. 
| — diphyllum Harms XXX (1904) 84. 


444, 
usafuensis Engl. XXX (1904) 420. 
Welwitschii Engl. et Diels XXVI (1898) 
116. 
Wentzeliana Engl. XXX (1904) 420. 
Wilmsiana Diels XXVI (1898) 415. 
Loesenera kalantha Harms XX VI (4899) 268. 
Lonchocarpus? crassifolius Harms XXVI 
(1899) 299. 
— deguelioides Harms XXVI (1899) 300. 
— eriocalyx Harms XXX (1904) 89. 
macrothyrsus Harms XXVI (1899) 300. 
Staudtii Harms XXVI (4899) 304. 
Wentzelianus Harms XXX (1904) 330. 
Lonicera alseuosmoides Graebn. XXIX (1904) 


594. 
— rhododendroides Graebn. XXIX (1904) 
595. 


— berliniicola Engl. XXVIII (1900) 382. 
Commiphorae Engl. XXVIII (1900) 380. 
Dregei Eklon et Zeyher forma obtusi- 
folia Engl. XXX (1901) 302, 

Füllebornii Engl. XXX (4904) 304. 
Heckmannianus Engl. XXVIII (4900) 384. 
inaequilaterus Engl. XXVIII 1900 384. 
latibracteatus Engl. XXX (1904) 303. 
-- lukwangulensis Engl. XXVIII (1900, 383. 


| — Goetzei Harms XXX 
| — oxyphyllus Harms XXX 1904) 325. 


25 


Loranthus proteicola Engl. XXX (1904) 303. 
— tenuifolius Engl. XXX 4904) 302. 
uhehensis Engl. XXVIII 1900) 382. 

— ulugurensis Engl. XXVIII 1900) 381. 
— vittatus Engl. XXX 1904) 301. 
Wentzelianus Engl. XXVIII (1900, 381. 


Lotononis stipularis Schltr. XXVII 1899 
147. 
Lotus Brandianus Harms XXVIII (1900, 401. 


1901, 324. 
Lucilia pusilla Kunth Hieron. XXIX (1900 29. 
— subspicata (Wedd. Hieron. var. micro- 
cephala Hieron. XXVIIL 4904, 596; 
XXIX 1900) 29. 
Lupinus Princei Harms XXVIII 1900) 401. 
Luzula Ulei Fr. Buchenau XXVI 1899) 577. 
Lycoseris Eggersii Hieron. XXIX (1900) 75. 
— Sodiroi Hieron. XXIX 1904) 76. 
Lysimachia unguiculata Diels XXIX 1900 
524. 


Maba Zenkeri Gürke XXVI 
Mabea Trianae Pax XXVI (1899 


1898 63. 
506. 


ı Macairea adenostemon DC. var. rotundata 


Pilger XXX (1904) 179. 
Macaranga rosea Pax XXVI 1899, 328. 
Machilus platyphylla Diels XXIX 1900) 348. 


ferrugineum Harms XXVI 1899 271. 


— lamprophyllum Harms XXX 149014 85. 
— Preussii Harms XXVI 1899 272. 
— trunciflorum Harms XXVI (1899 272. 
— Zenkeri Harms XXVI (1899) 273. 
Macromitrium abessinianum C. Müll, var. 


angustifolium Broth. XXX 1901) 262. 
— Stuhlmannii Broth. XXVIII (1900) 337. 
Macropodandra Gilg XXVIII 1899) 114. 


| — acuminata Gilg XXVIII (1899) 414. 


: Maerua trichophylla Gilg XXX 


| — Zenkeri Gilg XXX (1904 


1901, 344. 
Maesa depauperata Diels XXIX (1900 519. 
— Quintasii Gilg XXX 1904) 101. 

100. 


| Maesobotrya hirtella Pax XXVIII (1899 21. 

Mahonia eurybracteata Fedde XXIX (1900) 
Loranthus Engl. nova grex XXX (1904) 303. | 
| — Fortunei (Lindl.) Fedde XXIX 1900) 340. 


| — japonica DC. var. Bealei Fort. 


338. 


Fedde 
XXIX (1900 338. 
— polyodonta Fedde XXIX (1900) 339. 


_ Mairea decumbens Schltr. XX VIL (1899) 199. 


— montana Schltr. XXVII 41899) 199. 
Mallotus tenuifolius Pax XXIX (1900) 429. 
Manulea fragrans Schltr. XXVIII (1899) 479. 
— laxa Schltr. XXVII (1899) 179. 


26 


Marasmius albofarinaceus P. Henn. 
1904 49. 
— Buchwaldii P. Henn. XXVIII (1900) 322. 
— cinereo-flavidus P. Henn. XXX 1901 
— elaeicola P. Henn. XXX (1901) 49. 
— flabellatus P. Henn. XXX 4904) 46. 
— flavidulus P. Henn, XXX (1901) 49. 
— geophyllus P. Henn. XXX 1904) 47. 
— griseo-flavus P. Henn. XXX 1904) 46. 
— hygrocyboides P. Henn. XXX 1904) 47. 
— ochraceo-niger P. Henn. XXX (1904) 47. 
— pallide sepiaceus P. Henn. XXX 4901) 48. 
— pseudocalopus P. Henn. XXX (1901) 46. 
— pseudosplachnoides P.Henn.XXX 4 90447. 
— reniformis P. Henn. XXX (1904) 45. 
— reticulatus P. Henn. XXX (1904) 46. 
— subeurreyi P. Henn. XXX (1904) 48. 
— subimpudicus P. Henn. XXX 4901) 48. 
— subplancus P. Henn. XXX (1904) 49. 
— superbus P. Henn. XXX (1904) 48. 
— testaceus P. Henn. XXX (1904) 47. 
Marcellia denudata (Hook. f.) Lopr. XXVII 
1899, 41. 
— Welwitschii (Hook. f., Lopr. XXVIL 4899 
40. 
Mareya brevipes Pax XXVIII 1899) 24. 
Mariscus Conceptionis C. B. Clarke XXX 


Beibl. 68 1904) 16. 

Marsdenia umbellifera K. Schum. XXVIII 
1900, 460. 

Maschalocephalus Gilg et K. Schum. XX VII 
1900 148. 

— Dinklagei Gilg et K. Schum, XXVIII 1900 
148. 


Masdevallia antioquiensis Lehm. et Kral. 
XXVI 1899) 456. 
— brachyura Lehm. et Kränzl. XXVI 1899, 
453. 
chrysochaete Lehm. mse. XXV1(14899)452. 
— chrysoneura Lehm. et Krzl. XXV1 1899 
453, 
- Herradurae Lehm, et Krzl. XXVI 
45, 
Lima Lehm. et Krzl. XXVI 4899) 454. 
— macropus Lehm, et Krzl, XX VI 14899) 454. 
- pantherina Lehm, et Kral, XX V1(1899)454. 
stenantha Lehm. et Krzl. XX VI 14899) 455. 
— tricarinata Lehm. et Krzl, XXV1I/4899) 456. 
- Woolwardiae Lehm. msc, XX VI(1899)452. 
Mastigamomum K, Schum XX VII 1899) 322, 
Matriearia Schlechteri Bolus XX VII 4899) 208. 
Maxillaria Augustae Victoriae Lehm, et Kral, 
XXVI 4899 483, 
chlorochila Lehm, et Krzl, XXVI1899 482, 
- jucunda Lehm, et Krzl. XX VI 4899) 484. 
pachyneura Lehm, et Kral. XX VI 1809 
480, 


1899 


XXX | 


43. | 


-Marasmius — Melilotus. 


Maxillaria stenophylla Lehm. et Krzl. XXVI 
(4899) 481. 

— Urbaniana Lehm. et Krzl.XXVI 4899) 483. 

— vulcanica Lehm. et Krzl. XXVI 4899 484. 

Mazus macranthus Diels XXIX 1900) 566. 

Megalochlamys Lindau XXVI 1899) 345. 

— Marlothii Engl.) Lindau XXVI (1899) 345. 

Megalopus K. Schum, XXVIIL (1900) 490. 

— Goetzei K. Schum. XXVIII (4900) 494. 

Melasma indicum ‘Benth,) Wettst. var. 
monticolum Engl. XXX (4904) 402. 

Melasmia Rhododendri P. Henn. et Shir. 

XXVIII (1900) 279. 

Melilotus albus Desr. B. parviflorus Boiss. 
II arboreus Castagne b. utilis O. E. 
Schulz n. var. XXIX (1904) 696. 

— — — 2. oxycarpus O. E. Schulz n. var. 
XXIX (4904) 696. 

— — — b. lamprocarpus O, E. Schulz n. f. 
XXIX (1904) 696. 

— — — 3, integrifolius 0. E. Schulz n. f. 
XXIX (4904) 697. 

— — — 4, latifolius 0. E. Schulz n. f. XXIX 
1904) 697. 

— allissimus Thuill A. Eualtissimus 0. E. 
Schulz XXIX 1904. 694. 

— — — II. borealis 0. E. Schulz n. var, 
XXIX (4904) 694. 

— — — Ill. tenuis O. E. Schulz n. var. 
XXIX (4904) 692. 

— — — IV. micranthus O. E. Schulz n. 
var. XXIX (1904) 692. 

— cappadocius 0. E,Schulz XXIX 1901) 699. 

— dentatus (W. K.) Pers. II decipiens O. E, 
Schulz 3. integrifolius ©. E. Schulz 
n. f. XXIX (4904) 689. 

— — — — B. sibiricus O. E. Schulz n. 
prol. XXIX (1901) 689. 

— II decipiens 0, E. Schulz n. 
var. XXIX (1901) 689. 

— — argutus O.E,. Schulz n. f. XXIX (1901) 
689. 

— elegans Salz. II sardous 0, E Schulz n. 


var. XXIX (4904) 717. 
indicus /L.) All. II laxiflorus Rouy 
ce. validus O, BE, Schulz n. f. XXIX 


4904) 745, 

— — 2%, angustifolius ©, E, Schulz 

n. f. XXIX (4904) 745. 

_ 3. latifolius 0, E, Schulz n. 1. 

XXIX (4904) 745, 
infestus Guss, B, elatior ©. 

n,f. XXIX 4904) 720, 
italieus (L. Lam. B. confertus O. E. 

Schulz n, var, XXIX 4904) 740. 

II integrifolius ©. E, Schulz 
n, f. XXIX (4901, 714, 


FE, Schulz 


mnt es éd 


Re. EE eee 


Melilotus — Mikania. 27 


Melilotus italieus (L.) Lam. b. pumilus 0. 
E. Schulz n. f. XXIX (4904) 7411. 
— Kotschyi ©. E. Schulz n. f. XXIX (1901 
699. 
— macrocarpus Coss. et Dur. B. pygmaeus 
0: E. Schulz n. f. XXIX (14904) 749. 
— messanensis L. All. B. stoechadicus 
O.E. Schulz n. var. XXIX (1901) 726. 
I validus ©. E. Schulz n. f. 
XXIX (1904) 726. 
— — — — Ill caespitosus O. E. Schulz 
n° f. UNXIX: 1901) 727. 
— neapolitanus Ten. C. mierocarpus C. A. 
Mey. If diffusus ©. E. Schulz n. f. 
I XXIX (1904) 712. 
— — — II simplex O: E. Schulz XXIX 
(1904) 743. 
— — — b. angustifolius O. E. Schulz XXIX 
4904) 743. 
— officinalis (L.) Desr. HI micranthus O. E, 
Schulz n. var. XXIX (1904) 702. 
— — — — IV Vatkeanus O. E. Schulz 
n. var. XXIX (4901) 703. 
— — — — b. argutus O.E. Schulz n. var. 
XXIX (4904) 703. 
confertus O. F. Schulz n. 
var. XXIX (4904) 703. 
— officmalis ‘L.) Desr. >< wolgicus Poiret. 
n. hybr. XXIX (4904) 708. 
— segetalis Brot.) Ser. B. Salzmanni O. E. 
Schulz n. prol. XXIX (1901) 724. 
— — — — C. prostratus O.E. Schulz n. 
prol. XXIX (4904) 724. 
— suleatus Desf. C. Aschersonü O. E. Schulz 
n. prol. XXIX (4904) 722. 
— — — Il procerior Guss. b. diffusus 
O.E. Schulz n. f. XXIX (1901) 723. 
— — — — e. simplex O. E. Schulz n. f. 
XXIX (1904) 723. 
— — — — 3 angustifolius O. E. Schulz 
n.f. non Willk. XXIX (1901) 723. 
— Urbanii O.E. Schulz XXIX 41904) 706. 
— wolgicus Poiret B. integrifolius O. E. 
Schulz n. f. XXIX 1904, 698. 
Meliola Aucubae P. Henn. XXIX 4900) 150. 
— Kusanoi P. Henn. XXVIII (1900) 272. 
— solanicola P. Henn. XXVHI 4900 326. 
Meliosma Henryi Dicls XXIX 1900) 452. 
Melobesia pacifica Heydrich mser, XXVUI 
1904) 529. 
Melodinus Hemsleyanus Diels XXIX (1900) 
539. 
Melolobium Wilmsii Harms XXVI 1899 283. 
Memeeylon eyanocarpum Gilg XXX 1904 
. 366. 
Memora campicola Pilger XXX 4904) 195. 


— — — — d. 


Merulius stereoides P. Henn, XXVIII 
335. 

Mesembrianthemum brevipes: Schltr. XXVI 
1899) 126. 

— chrysoleucum Sehltr. XXVIL 1899 126. 

— dasphyllum Schltr, XXVII 1899) 127. 

— insigne Schltr. XXVIT (4899) 127. 

— montanum Schltr. XXVI 1899} 127. 

— nanum Schltr. XXVII (4899) 128. 

— olivaceum Schltr. XXVII (4899, 128. 

—- oxysepalum Schltr. XXVIT (4899, 129. 

— parvulum Schltr. XXVIL 1899) 129. 

— ramosissimum Schltr. XX VIL (1899 130. 

— sabulosum Schltr. XXVIL (4899 130. 


1900 


— Schoenlandianum Schltr, XXVI 41899 
130. 

Metrodorea gracilisK. Schum, XXX Beibl, 67 
(1901) 30. 


Micrasterias Eichleri Schmidle XX VI 1898 48. 

— incisa Breb. forma intermedia Schmidle 
XXVI 4898) 47. 

— Stuhlmannii Hieronymus forma minor 
Schmidle et Hieron. XXVI 1898) 50. 

— tropica Nordstedt forma graciliorSchmidle 
XXVI (1898) 48. 

— — — — elongata Schmidle XX V1(1898, 
48. 

Microdesmis paniculata Pax XXVIII 1899 25. 

Microglossa salicifolia Diels XXIX (1901) 642. 

Microlicia euphorbioides Mart. var. matto- 

grossensis Pilgér XXX (1904) 180. 

Micromelilotus O.E. Schulz XXIX (1904, 709. 

Micropeltis bambusicola P. Henn. et Shir. 
XXVII (1900) 273. 

— distincta P. Henn. XXX (1904) 257. 

— Trichomanis P. Henn. XXVIII 1900) 326. 

Microsphaera japonica P. Henn. XX VIII (4900 
274. 

—- sambucicola P. Henn. XXIX (1900) 148. 

Microstylis spec. XXIX 1900 270. 

Microtoena Prainiana Diels XXIX 1900) 556. 

Microtropis occidentalis Loes. XXIX (1900) 97. 

— Schiedeana Loes. XXIX (1900) 98. 

Miersiophyton Engl. XXVI 4899 405. 

— nervosum (Miers) Engl, XXVI 4899) 406. 

Mikania (Willoughbya) antioquiensis Hieron. 
XXVII (1904, 580. 


— — Aschersonii Hieron. XXVIII 1904 
577. 

— — chimborazensis Hieron. XXIX (1900 
15. 


— — cuencana Hieron. XXVIII (1901) 584. 

— — Eggersii Hieron. XXVIII (4901) 582. 

— — lanceolata Hieron, XXIX (1900) 17. 

— — lloensis Hieron. XXIX (4900) 18. 

— — nigropunctulata Hieron. XXVIIL 4905 
578, : 


28 


Mikania (Willoughbya) pichinchensis Hieron. 
XXVIII (4904) 576. 

— — popayanensis Hieron. XXVIII 1904) 
579. 


— psilostachya DC. var. albicans Pilger 
XXX 4901 203. 


(Willoughbya Sodiroi Hieron. XXIX 4900) 


16. 
— Stübeli Hieron. var. latifolia Hieron. 
XXVIII (1904) 577. 


Mikronegeria Diet XXVII (1899) 46. 
— Fagi Diet. et Neg. XXVI (1899) 16. 
Millettia Bockii Harms XXIX (1900) 442. 
— Dielsiana Harms XXIX (4900) 412. 
Dinklagei Harms XXVI (1899) 287. 
Goetzeana Harms XXVIII (4900) 404. 
impressa Harms XXVI (1899) 288. 
? macroura Harms XXVI (1899) 289. 
— micrantha Harms XXVI (4899) 290. 
- monophylla Harms XXVI (4899) 290. 
paucijuga Harms XXVI (1899) 287. 
sanagana Harms XXVI (4899) 288. 
sericantha Harms XXVIII (1900) 404. 


— Warneckei Harms XXX (1904) 87. 
— Zenkeriana Harms XXVI 1899) 291. 


Mimosa Dinklagei Harms XXVI (4899) 253. 

— setigera Pilger XXX (1904) 156. 

— Stuhlmannii Harms XXVI 4899 254. 

Mimusops pendulifloraEngl.XX VII(1900)448. 

— riparia Engl XXVIII 4900) 448. 

Mollinedia acutissima Perk!XX VII 1900) 672. 

aphanantha Perk. XXVII (1900) 658. 

argyrogyna Perk. XXVIL (4900) 661. 

blumenaviana Perk, XXVII (1900) 669. 

— calodonta Perk. XXVI (4900, 678. 

caloneura Perk, XXVII (4900) 663. 

Canfieldiae Perk. XXVII (1900) 676. 

— chrysophylla Perk. XXVII (1900) 651. 

— chrysorrachis Perk. XXVI (1900) 665. 

— — var. leptophylla Perk. XXVII 
1900 666. 

- var, polytricha Perk. XX VII 4900 
666. 

var. 
666. 

— corcovadensis Perk. XXVII (1900) 
cuneata Perk. XXVII (1900) 676, 
cyathantha Perk, XXVI (1900) 679. 
Engleriana Perk, XXVII 1900) 660. 
eugeniifolia Perk, XXVIL 1900) 664, 
fasciculata Perk. XXVII 1900) 674, 
floribunda Tul. var. glabrescens Perk. 

XXVII 1900) 676. 
fruticulosa Perk, XXVIL 1900) 670, 
Gilgiana Perk. XXVH 1900, 656. 
wlabra (Spreng. Perk. XXVII 1900 
Glaziovii Perks XXVIL (1900, 657, 


| 


Regnellii Perk. XX VIF (4900 


666, 


657, 


Mikania — Moraea. 


Mollinedia grosseserrata Perk. XXVIII (1900) 


- stenocarpa Schltr, 


- Uleana Perk. XXVII 


Monopsis scabra 


673. 
guatemalensis Perk. XXVIT (4900) 679, 
heteranthera Perk. XXVII (1900) 655. 
Howeana Perk. XXVI (1900) 654. 
hylophila Perk. XXVII (1900) 680. 
iomalla Perk. XXVII (1900) 663. 
lamprophylla Perk. XXVII (1900) 656. 
leiantha Perk. XXVII (1900) 657. 
longicuspidata Perk. XXVII (1900) 653. 
Lowtheriana Perk. XXVII (1900) 666. 
mexicana Perk. XXVII (1900) 674. 
micrantha Perk. XXVIL (1900) 668. 
myriantha Perk. XXVIL (1900) 655. 
obovata (A. DC.) Perk. XX VU (1900) 679. 
oligantha Perk. XXVIL (1900) 653. 
oligotricha Perk. XXVII (1900) 658. 
Orizabae Perk. XXVII (1900) 674. 
pachypoda Perk. XXVI (1900) 659. 
pachysandra Perk. XX VII (1900) 672. 
Pfitzeriana Perk. XXVI (1900) 670. 
polyantha Perk, XX VIL (4900 677. 
puberula Perk. XXVII (1900) 668. 
Rusbyana Perk. XXVIL (1900) 682. 
salicifolia Perk. XXVII (1900) 659. 
— — var. campanulacea Perk. XXVII 
(1900) 659. 
— — var. denticulata Perk. XXVIL(1900) 
659. 
Schottiana (Spr.) Perk. XXVII (1900) 677. 
— var. gracilis (Tul.) Perk. XX VIT (1 900) 
678. 
sphaerantha Perk, XXVII (1900) 660. 
stenophylla Perk. XXVII (1900) 669. 
triflora Spreng.) Tul. var, Tulasnei Perk, 
XXVII 1900) 653. 
1900 661. 
undulata Perk, XXVI (4900) 653. 
Warmingii Perk. XXVIT (1900) 662. 


Mollisia myceliicola P. Henn. XXVIII (1900) | 


328, 


Mollugo namaquensis Bolus XX VIL(1899) 424, 


tenella Bolus XXVII (1899) 422. 


Monadenium Goetzei Pax XXX (1904) 342 | 
Monopetalanthus 


Pteridophyllum Harms 
(1899) 266. 
(Thunb.) Urb. 9. 


Diels XXVI (1898) 448. 


XXVI 
robusta 


Monotes acuminatus Gilg XX VIEL (1899) 1386, 


caloneurus Gilg XXVII (1899) 136. 

hypoleucus Welw.) Gilg XXVII (1899) 
13%. 

magnificus Gilg XXVII (4899) 135. 

rufotomentosus Gilg XXVIIH (1899) 138, 


Moraea bella Harms XXVIIE (1900) 864. 


XXVII (4899) 92. 
AXVI (1899) 93. 


montana Schltr. 


Mostuea — 


Mostuea camporum Gilg XXVIII (4899) 147. 
— Dinklagei Gilg XXVIII (4899, 446. 
— erythrophylla Gilg XXVIII (4899) 447. 
— neurocarpa Gilg XXVIII (4899) 446. 
Munronia sinica Diels XXIX (4900) 425. 
Muraltia brachyceras Schltr. XXVII (1899) 
465. 
Mutisia huacensis Hieron. XXVIII (4904) 652. 
— Sodiroi Hieron. XXIX (1900) 79. 
Mycena Aschi P. Henn. XXX (1904) 55. 
— bipindiensis P. Henn. XXX (4904) 55. 
— fusco-purpurea P. Henn. XXX (49014) 55. 


Myrianthus Holstii Engl. var. quinquesectus | 


Engl. XXX (1904) 295. 

Myrica Goetzei Engl. XXX (1904; 290. 

— kilimandscharica Engl. var. macrophylla 
Engl. XXVIII (1900, 375. 

Mystroxylum aethiopieum (Thunbg.) Loes. 
var. 
XXVIII (4900) 423. 

— — — yar. b. Burkeanum Sond.) 
Loes. forma 8. subintegrum Loes. 
XXVIII (4900) 459. 

Goetzei Loes. XXVIII (4900) 158, 422. 

Schlechteri Loes. XXVIII (1900) 459. 

ussanguense Loes. XXX (1904) 345. 

Myxoderma Schmidle XXX (1904) 246. 

— Goetzei Schmidle XXX (4901) 246. 


Nanochilus K. Schum. XXVII (4899) 341. 

— palembanicum (Miq.) K. Schum, XXVII 
(1899) 344. 

Narvalia corazonensis Hieron, XXIX (1906) 49. 

— homogama Hieron. XXIX (1900) 48. 

— Sodiroi Hieron. XXIX 1900) 50. 

Naucoria jaundensis P. Henn. XXX 141901 53. 

— Zenkeriana P. Henn. XXX 4901) 53. 

Nemesia brevicalearata Schltr. XXVII 1899 

1784. 

euryceras Schltr. XXVII (1899) 175. 

macroceras Schltr. XXVII 1899 175. 

— — var. 8. crocea Schltr. XXVII 1899 

176. 

picta Schltr. XXVII (1899) 176. 

psammophila Schltr. XXVIT 1899 176. 

Neoboutonia macrocalyx Pax XXX 1901 
339. 

Neogoetzea Pax XXVIII (1900, 419. 

— bridelifolia Pax XXVIII 41900) 419. 

Neolehmannia Krzl. XXVI (1899) 478. 

— epidendroides Krzl. XXVI (1899) 479. 

Nepeta usafuensis Gürke XXX (1901) 394. 

Nephrodium auriculatum (Wall. Diels XXIX 
1900) 189. 

— distans Don Diels XXIX 1900 

— moulmeinense Bedd. Diels XXIX 
191. 


189. 
1900 


8. Burkeanum (Sond) Loes. | 


Octolepis. 29 


Nephrodium Rosthorni Diels XXIX ‘1900 
190. 


| — stenopterum Bak. Diels XXIX 1900 489. 


_ Nuxia Goetzeana Gilg XXX ‘1901 
| — odorata Gilg XXX {1901 


| 
| 


| 


| — macrophylla Gilg XXVIII (1899 


| 


Nesaea cordata Hiern. $. villosa Koehne 
var. nova XXIX 1900 166. 

Dinteri Koehne XXIX 1900, 466. 

Kuntzei Koehne XXIX 1900 167. 

Lüderitzi Koehne $. Hereroénsis Kochne 
XXIX 4900) 467. 

rigidula ‘Sonder, Koehne forma dolicho- 
styla Koehne XXIX 1900) 166. 

— — — forma brachystyla Koehne 
XXIX (1900) 166. 

straminea Koehne XXIX (1900 167. 

tolypobotrys Koehne forma Schlechteri 
Koehne XXIX 1900) 166. 

Nestlera relhanioides Schltr. XX VIT 4899205. 

Nieolaia ‘Horan.) K.Schum. XX VII {4 899) 306. 

Nidorella stricta O. Hoffm. XXX (1901) 427. 


| Niphobolus costatus (Wall. Diels XXIX 1900 


207. 
— Drakeanus Franch.) Christ f. elongata 
Christ msc. XXIX 1900 207. 
— Sheareri Diels XXIX 1900) 207. 
Nivenia micrantha Schltr. XX VII 4899) 107. 
Nothopanax Bockii Harms XXIX ‘1900 488. 
— Davidii Franch. Harms XXIX 1900) 488. 
— Rosthornii Harms XXIX (1900) 487. 
375. 
376. 


— polyantha Gilg XXX 1901. 376. 


@chna acutifolia Engl. XXVII 1900) 433. 
— humilis Engl. XXX 1901 354. 
— splendida Engl. XXVIII 1900 434. 
Ocimum decumbens Gürke XXX 1904 
Galpinii Gürke XXVI 1898 78. 
Heckmannianum Gürke XXVIII 4900 472. 
roseo-violaceum Gürke XXVII[(1900 471. 
rotundifolium Gürke XXVIIT 41900 472. 
Wilmsii Gürke XXVI (1898 79. 
usaramense Gürke XXVI 41898 79, 473. 
Ocotea atirrensis Mez et Donnell- Smith 
XXX Beibl. 67 4901) 18. 
catharinensis Mez XXX Beibl. 67 1991 19. 
cuneata Mez XXX Beibl. 67 41904 17. 
inconspicua Mez XXX Beibl.67 1901, 20. 
paradoxa Mez XXX Beibl. 67 1901 16. 
pedalifolia Mez XXX Beibl. 67 1901) 19. 
— pentagona Mez XXX Beibl. 67 4904, 17. 
— rubiginosa Mez XXX Beibl. 67 4901 20. 
— Zenkeri Engl. XXVI (1899) 385. 
Octolepis decalepis Gilg XXVIII 4899 142. 


400. 


| — Dinklagei Gilg XXVIII (1899) 143. 


144. 
— nodosericea Gilg XXVIII 1899) 143. 


30 Odontoglossum 


Odontoglossum crispum Lindl. var. lyntan- 
thum Lehm. Ms. XXVI (1899) 490. 

— popayanense Lehm. et Krzl. XXVI 1899 
490. 

Oenanthe Rosthornii Diels XXIX 1900) 498. 

Oeonia Forsythiana Krzl. XXVIII (4900) 171. 

Oldenlandia Crepiniana K. Schum. XXVIII 
4899 55. 

— geminiflora K. Schum, XXVIII (1900) 485. 

— luzuloides K. Schum. XXVIII (1899) 55; 
XXX (1904) 444. 

— megistosiphon K.Schum. XXVIII 489956. 

— thamnoidea K.Schum. XXVIII (4899 56. 

— Wiedenmannii K. Schum. XXVIII (1899 


57. 

Omphalia muapensis P. Henn. XXVIII 1900) 
324. 

Oneidium depauperatum Lehm. et Kral. 
XXVI 1899) 496. 


— fractiflexum Lehm. et Krzi. XXVI (4899 
496, 

-- funis Lehm. et Krzl. XXVI 

— polystachyoides Lehm. et Kral. 
1899) 495. 

Oncoba eximia Gilg XXVIII (4900) 438. 

— fragrans Gilg XXX 1904) 357. 

Onosma sinica Diels XXIX 4900) 547. 

Onychonema laeve Nordstedt forma minima 
Schmidle XXVI 1898) 45. 

Ophiodothis vorax B. et C. Sacc. var, Pas- 
pali P, Henn. XXVIII (4900, 274. 

Ophiopogon Bockianus Diels XXIX 1900 
254. 

— n. sp. XXIX (1900) 254. 

Ophryosporus Sodiroi Hieron. XXIX 1900) 3. 


4899 497. 
XXVI 


solidaginoides Kunth) Hieron, XXIX 
1900) 4. 
-- var, Bonplandiana Schultz. 


Bip. Hieron, XXIX 1900 4. 
Ormocarpum megalophyllum Harms XXVI 
1899 292. 
Ornithidium Lehmannii Krzl, XXV14899)486. 


— luteo-rubrum Lehm. et Krzl. XXVI 4899) 
486, 
— Piitzerianum Lehm, et Krzl, XXVI 4890 | 
486. | 
Orthosiphon heterophyllus Gürke AXVI 
A808 82. | 
macranthus Gürke XXVI 1898 84. 
natalensis Gürke XXVI 1898) 82. | 
Pretoriae Gürke XXVI 1898) 81, 
stenophyllus Gürke XXVI 1898) 84, 
ubvelutinus Gürke XXVI 1898 80, 


unvikense Gürke XXX 4901, 400, | 
Wilmsi Gürke XXVI 1898) 84. ) 
Wood Gurke XXVI 18908 84, | 


Oryzopens Sorulenta Pilger XXVIL 1899) 26, 


— Pandanus. 


Oscillatoria subbrevis Schmidle XXX 4901 
243. 
Osmanthus armatus Diels XXIX (1900 532, 
Osmitopsis nana Schltr. XXVI (4899) 207. 
Osyridocarpus linearifolius Engl. XXVIIL 

1900) 385. 
— — — var. Goetzei Engl. XXX (1904) 305. 
Othonna floribunda Schltr. XXVIL(1899) 214. 
— humilis Schltr. XXVIT (1899) 244. 
— lepidocaulis Schltr. XXVII (1899) 215. 
— lobata Schltr. XXVI (4899) 245. 
Otiophora pyenoclada K.Schum. XXX 1904) 


445. 
Otochlamys pedunculata Schltr. XX VIT (1899) 
208. 


Otopetalum Lehm. et Krzl. XX VI (1899) 457. 

— Tunguraguae Lehm. et Krzl. XX VI (1899 
457. 

Ouratea densiflora Pilger XXX (1901) 174. 

Ourouparia sinensis (Oliv.) K. Schum, var. 
rosea E. Pritzel XXIX (1904) 580. 

Oxalis amblyosepala Schltr. XX VIL(4899) 153. 

— anthelmintica A. Rich. var. glanduligera 
Engl. XXVII (1900) 442. 

— aurea Schltr. XXVII (1899) 453. 

— brachyearpa Schltr. XXVII (1899) 153. 

— decipiens Schltr. XXVIL (1899) 454. 

— Goetzei Engl. XXVIII (1900) 443. 

— Lindaviana Schltr. XXVII (4899) 154. 

— macra Schltr. XXVII (4899) 455. 

— phloxidiflora Schltr, XXVII (1899) 155. 


— polyadenia Schltr, XXVIT (1899) 156. 
— salmonicolor Schltr. XXVIL (1899) 156, 
— stenocarpa Schltr. XXVIL (4899) 456. 


— uhehensis Engl. XXVII (1900) 412. 


| — uliginosa Schltr, XXVIL (4899) 157. 


— Urbaniana Schltr, XX VIT (4899) 457. 

— viscidula Schltr. XXVIII (4899) 158. 

Oxvanthus Goetzei K. Schum, XXNVII 4900 
AOA, 

— pulcher K. Schum. NAVI (1899) 65. 

- Sehlechteri K, Schum. AXVII 1899) 65. 

Oxypetalum hirsutulum K, Sehum, XXX 
Beibl. 67 1904) 34, 

Oxystigma Buchholzii Harms XXVE (1899) 
264, 

— Mannii Harms NAVI 264, 


‘Bail. 1899 


Pachylobus Afzelii Engl. XXVI 1899 366, 


| — Barteri Engl. XXVI (4899) 366. 


— edulis G.Don var, Mubafo (Ficalho) Engl. 


XXVI 4899, 365. 
— — — var, Preussii Engl. XXV1(1899) 365. 
Paliavanı prasinata (Ker Fritsch XXIX 


Beibl, 65 4900, 47, 
Pandanus Goetzer Warb, XX VIE 4900, 350, 


Panicum — 


Panicum adustum Nees var. mattogrossensis 
Pilger XXX (1904) 434. 

cayennense Lam. var. campestris ‘Nees 
Pilger XXX (1901, 132. 

Hackelii Pilger XXX (1901) 148. 

inaequale Pilger XXX 4901 133. 

leptorhachis Pilger XXX 1904) 149. 

— — forma pilosa Pilger XXX 4901 419. 

petrosum Trin, var. mollis Pilger XXX 


1904) 134. 
— sanguinale L. var. Lecardii Pilger XXX 
1901 118. 


— Schumannii Pilger XXX 1901) 134. 
Paramelvilla Koehne XXIX (4900) 160. 
Parinarium congoense Engl. XXVI(4899 377. 
— Elliottii Engl. XXVI (1899 377. 

— Poggei Engl. XXVI (4899) 378. 

— Whytei Engl. XXVI 1899) 378. 

Paris Bockiana Diels XXIX 1900) 253. 

— Henryi Diels XXIX 1900 252. 


— polyphylla Sm. a var. tvpica XXIX 
1900) 252. 

Parkia Hildebrandtii Harms XXVI 1899 
261; XXX (1904) 318. 


Parnassia amoena Diels XXIX 1900) 370. 
— perciliata Diels XXIX 1900 369. 
Parodiella Brachystegiae P. Henn. XXVIH | 
4900) 325. 
Parthenoeissus Henryana Hemsl. 3. typica 
Diels et Gilg XXIX 1900 464. 
— — — y. glaucescens Diels et Gilg XXIX 
1900) 464. 
— sinensis Diels et Gilg XXIX 1900) 463. 
Paspalum barbatum Nees var. scabra Pilger | 
XXX 1904 130. 
Bonplandianum Flügge var. glabrescens 
Pilger XXVII (1899 17. 
plicatulum Michx. var. leptogluma Pilger 
XXX (1904) 431. 
— — var. villosissima Pilger XXX (4901 
134. 
Trianae Pilger XXVII 1899) 18. 


Patrinia Dielsii Graebner XXIX 4901, 597. 

— — — var. shensiensis Graebn. XXIX 
1904) 598. 

— — — var, erosa Graebner XXIX (1901) 
598. 

Pauridiantha multiflora K. Schum. XXVIII 
1899) 60. 

Pavetta brachycoryne K. Schum. XXVIII 
4899) 84. | 


Buchneri K. Schum. XXVIII (1899) 82. 

catophylla K. Schum. XXVIII (1899) 80. 

flammea K. Schum. XXVIII (4899 83. | 

gardeniifolia Hochst. var. subtomentosa | 
K. Schum. XXVIII (4900) 494. 

— lasiobractea K. Schum. XXX 1904) 415. | 


| Pavetta 


Peperomia. ate 

macrostemon K, Schum. 
(4899) 83. 

melanophylla K.Schum. XX VHI(41899) 85. 

microlancea K.Schum. XXVII 1899) 80. 

microthamnus K. Schum. XXVIIT 4899 
84. 

sansibarica K, Schum. XXVIII 4899) 79. 

silvae K. Schum. XXVIII (4899) 81. 

sphaerobotrys K. Schum. XXVII 1900 
494, 

suffruticosa K. Schum. XXVIII 4899 84. 

zombana K. Schum. XXVIII 4899) 85. 

Engl. XXVIII 


XXVIII 


Paxiodendron ulugurense 
4900) 389. 

Pectis Lehmannii Hieron. XXVIII 4904 620. 

Peddiea polyantha Gilg XXX (1904) 364. 

Pediastron enoplon W.& G. West var. majus 
Schmidle XXVI (1898) 6. 

Pedicularis bicolor Diels XXIX 4900) 570. 

— Biondiana Diels XXIX 14900, 574. 

Pelargonium caucalidifolium Schitr. XX VI 

1899 450. 

Goetzeanum Engl. XXX 4904. 334. 

Heckmannianum Engl. XXX (1904) 335. 

Maximiliani Schltr. XXVII 1899) 454. 

oreophilum Schltr. XXVIII 4899 454. 

rhodanthum Schltr. XXVII (4899 452. 

Pelexia Lehmanniana Krzl. XX VI 4899 500. 

Penicillopsis? togoénsis P. Henn. n. sp. XXX 
4904 40. 

Peniophora discoidea P. Henn. XXVIII 1900 
267. 

Penium Clevei Lund var. africanum Schmidle 

XXVI (1898) 20. 
Pennisetum arvensé Pilger XXX 4904) 449. 
— monostigma Pilger XXX 1904) 120. 


| — Schweinfurthii Pilger XXX (1904) 421. 


— trachyphyllum Pilger XXX 1904) 422. 
Pentas ionolaena K. Schum. XXVIII 4900 
487. 
Peperomia Bangii C. DC. XXIX 1900) 87, 
Baumanni C. DC. XXVI 4899 360. 
caulibarbis Miq. y. catharinensis C. DC. 
XXIX Beibl. 65 (1900) 26. 
Goetzeana Engl. XXVIII (1900) 375. 
Humblotii C. DC. XXVI 1899) 360. 
laeteviridis Engl. XXVI 4899) 361. 
minima C. DC. XXIX (4900) 87. 
obtusifolia C. DC. XXIX (1900) 87. 
Rothschuhi C. DC. XXIX (1900, 87, 
rungwensis Engl. XXX (1904) 290. 
silvatica C.DC. 3. stenoiula C. DC. XXIX 
Beibl. 63 (4900) 27. 
Staudtii Engl. XX VI (4899) 364. 
transparens Miq. var. spissiflora C. DC. 
XXIX Beibl. 65 1900) 26. 
ukingensis Engl. XXX (4901 


94. 


239. 


32 


Peperomia Ulei C. DC. XXIX Beibl. 65 
4900) 26. 

— ulugurensis Engl. XXVIII (1900) 374. 

— spec. XXIX (1900) 87. 

Peridermium Pini densiflorae 
XXVIII (1900) 263. 

— Pini-Thunbergii Diet. XXVII (1899) 571; 
XXVIII (4900) 263. 

Peristylus spec. XXIX (41900) 264. 

Persea fusca Mez XXX Beibl. 67 (1904) 44. 

— — — var.angustifolia Mez XXX Beibl. 67 
4904) 45. 

— Pittieri Mez XXX Beibl. 67 (4904) 15. 

Pestalozzia Aceris P. Henn. XXIX (1900) 152. 

Peucedanum Giraldii Diels XXIX (4900) 503. 

— kingaense Engl. XXX (4904) 368. 

— muriculatum »Welw.« var. Goetzeanum 
Engl. XXX (1904) 369. 

— reptans Diels XXIX (1900) 502. 

Phaeohygrocybe P. Henn. n. gen. 
(1901) 50. 

— Zenkeri P. Henn. XXX (41901) 50. 

Phallus sanguineus P, Henn. XXX 41904 57. 

Pharnaceum pusillum Schltr. XXVIP (4899, 
123. 


P. Henn. 


XXX 


Phaseolus macrorhynchus Harms XXVIII 
1900) 409. 
— Schlechteri Harms XXX (1904) 94. 


— stenocarpus Harms XXX (1904) 914. 

Philadelphus sericanthus Koehne var. Rost- 
hornii Koehne XXIX (4900) 374. 

— — — var. Bockii Koehne XXIX (1900 
371. 

Philippia milangiensis Britt. et Rendle var. 
uhehensis Engl. XXVII (4900) 446. 

Philodendron acuminatissimum Engl. XXVI 
1899) 543. 

— angustisectum Engl. XXVI 4899, 549. 

— bahiense Engl. XXVI (4899) 548. 

— bulaoanum Engl. XXVI 1899, 542. 


chimboanum Engl. XXVI 1899 549. 
coerulescens Engl. XXVI 1899) 523. 


eymbispathum Engl. XXVI (1899) 555. 
— Dussii Engl. XXVI (4899 580. 
— ecuadorense Engl. XXVI 4899, 534. 


Kiehleri Engl. XXVI 
exsimmum Schott 
(, Koch et Sello 
536, 
uraveolens Engl. XXVI 4899 
gualeanum Engl. XXVI 1899 
vuatemalense Engl, XXVI 
Houlletianum Engl, XXVI 
Krugis Engel, XXVI 4890 538, 
longipes Engl. XXVI 4899) 549, 
Klotzsch GC, Koch var, brevipes 
XAVI 4899) 528, 


1899) 556. 
var, cardiophyllum 
Engl, XXVI 4899 


549, 
539, 
1899 514. 
1899 550, 


FILAIRE 


gel 
| iv 


Peperomia — Phylica. 


Philodendron micans (Klotzsch) C. Koch var. 
microphyllum (C, Koch) Engl. XXVI 
(4899) 529. 

multispadiceum Engl. XXVI (1899) 542. 

Ochrostemon Schott. var. Uleana Engl. 
XXVI (1899) 512. 

pinnatifidum X ? Melinoni XXVI 4899 
552. 

— X Wendlandii XXVI (1899) 553. 

Pittieri Engl. XXVI (4899) 541. 

purpureo-viride Engl. XXVI (1899) 526. 

quercifolium »Hort.« Engl. XXVI (1899) 
546. 

— rubro-cinctum Engl. XXVI (1899) 532. 

scandens C. Koch et H. Sello var. cuspi- 
datum (C. Koch et Bouché) Engl. 
XXVI (1899) 528. 

— — — var.cubense Engl. XX VI (1899) 
528. 

silvaticum Engl. XXVI (4899; 543. 

Smithii Engl. XXVI (1899) 540. 

Sodiroanum Engl. XXVI (1899) 531. 

Talamancae Engl. XXVI (1899) 544. 

tobagense Engl. XXVI (1899) 524. 

tripartitum (Jacq.) Schott var. Holtonia- 
num (Schott) Engl. XXVI (1899) 546. 

viride Engl. XXVI (4899) 540. 

Wallisii Regel in litt. n. sp. XXVI (1899) 
543. 

Phlomis medicinalis Diels XXIX (1900) 554. 

— stenocalyx Diels XXIX (1900) 555. 

Phoebe Pittieri Mez XXX Beibl. 67 (1904) 16, 

— Tonduzii Mez XXX Beibl. 67 (4901) 45. 

Pholiota Kummeriana P. Henn, XX VIT 4900) 

323. 

— nguelensis P. Henn. XXVII (4900) 324. 

— verrucosa P. Henn, XXVII (1900) 324. 

— Zenkeri P. Henn. XXX (1901) 53. 

Phormidium Bohneri Schmidle XXX 4904) 59, 

— Valderiae (Delph. Schdle, XXX 1901) 244. 

Phragmidium japonicum Dietel XXVIL(4899) 

567, 
Phuodendron Graebn, XXVI (4899) 486. 
Phyllachora Milletiae P, Henn, XX VII (4900, 
326. 
— Ostryae P. Henn. XXIX (1900) 454. 
Phyllactinia suffulta Reb, Sace, var, mori- 
cola P, Henn, XXVHE 4900) 274, 

Phyllanthus polyanthus Pax XXVIII (1899 19. 

— popayanensis Pax XXVI (4899) 503, 

Phylica aemula Schltr, XXVII (1899), 166, 

- alligena Schltr, XXVII (1899) 167, 

- chionocephala Sehltr, XX VIT (4899) 167. 
fruticosa Schltr, XXVII (1899) 168. 
Maximiliani Schltr, XXVI (1899) 468. 

- odorata Schltr, XXVIT (4899) 168, 
pulchella Schltr, XXVIL (1899 469, 


Phylica — Pleurothallis. 


Phylica stenopetala Schltr. XX VIT (1899) 169. 
— tubulosa Schltr. XXVII (4899) 470. 
Phyllocomos Mast. novum genus XXIX 
Beibl. 66 (4900) 19. 
— insignis Mast. XXIX Beibl. 66 (1900) 20. 
Phymatodocis irregulare Schmidle XXVI 
(4898) 13. 
Pilea Goetzei Engl. XXVIII (1900) 379. 
Pilotrichella angustifolia Broth. XXVIII (1900 
338. 
Pimpinella arguta Diels XXIX (1900) 496. 
Henryi Diels XXIX (1900) 495. 
rhomboidea Diels XXIX 1900) 496. 
Rosthornii Diels XXIX (4900) 495. 
tomentosa Engl. XXX. (1904) 368. 
triternata Diels XXIX (4900) 496. 
Pinelia Lehmanniana Krzl. XX VI (4899) 479. 
Piper aurantiacum Wall. var. cordata E. 
Pritzel XXIX (1900) 272. 
auritum Kunth y. amplifolium C. DC. 
XXIX (4900) 86. 
Donnell-Smithii C. DC. £. angustifolium 
C. DC. XXIX Beibl. 65 (1900) 25. 
flabellinerve C. DC. XXIX Beibl. 
(1900) 26. 
humile C. DC. XXIX Beibl. 65 (1900) 25. 
multinodum C. DC. XXIX Beibl. 65 
(4900) 23. 
Rothschuhii C. DC. XXIX (1900) 86, 94. 
Piptadenia Elliotii Harms XXVI (4899) 260. 
— Goetzei Harms XXVIII (1900) 397. 
— Schlechteri Harms XXVI (1899) 260. 


65 


— 


Piptocarpha Sodiroi Hieron, XXIX (1900) 2. | 


Piqueria Sodiroi Hieron. XXIX (4900) 3. 

Pithophora polymorpha var. nivalis Schmidle 
n. var. XXVI (4898) 4. 

Pittosporum glabratum Lindl. var. angusti- 
folium E. Pritzel XXIX (1900) 378. 

— Goetzei Engl. XXVIII (1900) 392. 

— truncatum E. Pritzel XXIX (1900) 378. 

Plagiosiphon discifer Harms XXVI (1899) 
263. 

Platanthera inhambanensis Schltr. 
(4899) 330. 

— manubriata Krzl. XXIX (4900) 265. 

— setchuenica Krzl. XXIX (1900) 265. 

Plectranthus adenophorus Gürke XXX (1901) 

398. 
albo-violaceus Gürke XXX (4904) 397. 


XXVI 


Goetzei Gürke XXVIII (1900) 469. 
leptobotrys Diels XXIX (4900) 564. 
luteus Gürke XXVIII (1900) 468. 
microphyllus Gürke XXVIII (1900) 467. 
monticola Gürke XXVIII (1900) 468. 
Rosthornii Diels XXIX (1900) 562. 
Stuhlmannii Gürke XXVIII (1900) 469. 


Register zu ExGLek's Jahrb. Band XXVI—XXX. 


_dichromophyllus Diels XXIX (1900) 562. | 


99 


Plectranthus Tysoni Gürke XXVI (1898) 77. 
— Woodii Gürke XXVI (4898) 76. 
Plectronia abbreviata K. Schum. 
(1899) 73. 
calycophila K. Schum. XXVIII (4899) 73. 
cuspidata K. Schum. XXVIII (4899) 74. 
decidua K. Schum. XXVIII (4899) 74. 
fragrantissima K. Schum. XXVIII (4899) 
75. 
hispida (Benth.) K. Schum. var. glabres- 
cens K. Schum. XXVIII (4900) 494. 
locuples K. Schum. XXVIII (1899) 75. 
Lualabae K. Schum. XXVIII (1899) 76. 
macrophylla K. Schum. XXVIII (4899) 76. 
pallida K. Schum. XXVIII (4899) 77. 
Palma K. Schum. XXVIII (4899) 77. 
subevenia K. Schum. XXVIII (1899) 78. 
Pleurospermum Giraldii Diels XXIX (1900) 
492, 
— meoides Diels XXIX (1900) 493. 
Pleurotaenium elephantinum Cohn forma 
sansibarensis Schmidle XXVI (4898) 
24. 
— Engleri Schmidle XXVI (1898) 23. 
— ovatum Nordstedt var. minor Schmidle 
XXVI (1898) 23. 
— Stuhlmannii Hieron. forma XXVI (1898) 
23. 
Pleurothallis atroviolacea Lehm. 
XXVI (4899) 438. 
chiquindensis Lehm. et Krzl. XXVI (1899) 
438. 
corazonica Lehm. et Krzl. XXVI (1890 
443. 
daguensis Lehm. et Krzl. XXVI (1899) 
44h, 
endotrachys Lehm. et Krzl. XXVI (1899) 
439. 
furfuracea Lehm. et Krzl. XX VI (4899) 441. 
lentiginosa Lehm. et Krzl. XXVI (1899) 


XXVIII 


et Krzl. 


446. 

— melanopus Lehm. et Krzl. XXVI (1899) 
443. 

— myriantha Lehm. et Krzl. XXVI (4899) 
445. 

— popayanensis Lehm. et Krzl. XXVI (1899) 
438. 


Pristis Lehm. et Krzl. XXVI (1899) 443. 

sibatensis Lehm. et Krzl. XX VI 1899) 445. 

stenophylla Lehm. et Krzl. XXVI (4899) 
449. 

strobilifera Lehm. et Krzl. XXVI (4899) 
440. 

tetrapetala Lehm. et Krzl. XXVI (4899) 
446, 

trachytheca Lehm. et Krzl. XXVI (4899) 
AAS, 


94 


Pleurothallis — Protea. 


Pleurothallis Tunguraguae Lehm. et Kral. | Polystachya trigonochila Krzl. XXVIII (4900) 


XXVI (4899) 439. 

— urosepala Lehm. et Krzl. XXVI (4899) 
442. 

Pleurotus bipindiensis P. Henn. XXX (4904) 54. 

— violaceo-cinerascens P. Henn. XXX (1901) 
54. 

Plicaria Goetzei P. Henn. XXVIII (4900) 328. 

Plumiera latifolia Pilger XXX (4901) 483. 

Pluteus bulbipes P. Henn. XXX (4904) 54. 

— citrino-carnescens P. Henn. XXX (4901) 

54. 
Podocarpus macrophylla var.acuminatissima 
Pritzel XXIX (4900) 243. 
Podosporium japonicum P. Henn. XXIX 
4900) 452. 

Pogonia lanceolata Krzl. XXIX (1900) 267. 

— pleionoides Krzl. XXIX (4900) 267. 

— sp. XXIX (1900) 268. 

Polycarena parvula Schltr, XX VIT (1899) 181. 

— rariflora Benth. var. micrantha Schltr. 

XXVII (4899) 481. 

Polygala Goetzei Gürke XXVIII (1900) 447. 

— pauciflora Schltr. XXVII (4899) 164. 

— usafuensis Gürke XXX (1904) 337. 

Polygonatum Henryi Diels XXIX (4900) 247. 

— n. sp. XXIX (1900) 248. 

Polygonum alpinum var. sinicum Dammer 

XXIX (1900) 344. 

Polymnia arborea Hieron. XXIX (4900) 33. 

— Lehmannii Hieron. XXVIII (4904) 599. 

— microcephala Hieron, XXIX (1900) 33. 

Polypodium dolichopodum Diels XXIX (1900) 

205. 

— eilophyllum Diels XXIX 1900) 204. 

involutum (Hook.) Diels XXIX (4900) 204, 

leuconeuron Diels XXIX (4900) 203. 

— Rosthornii Diels XXIX (4900) 205. 

Polyporus cinnamomeo - squamulosus 

Henn. XXX (1904) 43. 

— Goetzei P. Henn. XXX (1904) 255. 

— Shiraianus P. Henn. XXVIII (4900) 269. 

Polyscias Elliotii Harms XXVI (1899) 246. 
Hildebrandtii Harms XXVI 4899) 246. 

— Preussii Harms XXVI (4899) 245, 
Stuhlmannii Harms XXVI (1899) 244. 

Polystachya bituberculata Krzl. XX VITE (4900) 

165, 

— calluniflora Krzl XXVI (4900) 166, 
Goetzeana Krzl, XXX (1904) 287. 
Heckmanniana Krzl, XX VII (4900) 
ionocharis Krzl, XXVIIL 1900) 374, 
Lehmbachiana Krzl XX VII (4900) 166, 


P 


874, 


melanantha Schltr, XXVI (4899) 341, 
miranda Kral. XXX (4904) 286, 
Holfeana Krzl. XXVII (4900! 467, 


| 


167. 
— Victoriae Krzl. XXVIII (4900) 465. 
Polystemonanthus Dinklageif Harms XXVI 
(4899) 274. 

Polystichum aculeatum (L.) Roth var. platy- 
lepis Diels XXIX (1900) 494. 

Braunii (Spenn.) Diels XXIX (4900) 494. 

craspedosorum (Maxim.) EDiels XXIX 
(1900) 199. 

deltodon (Bak.) Diels var.? XXIX (4900) 
492. 

falcatum (L.) Diels XXIX (1900) 194. 

— — — forma macropterum Diels 
XXIX (4900) 194. 

— — — forma intermedium Diels XXIX 
(1900) 495. 

— — — forma polypterum Diels XXIX 
(1900) 495. 

— — — forma acuminatum Diels XXIX 
(1900) 495. 

hecatopterum Diels XXIX (1900) 193. 

laserpitiifolium (Mett.) Diels XXIX (1900) 
194. 

tsussimense (Hook.) Diels XXIX (4900) 
493. 

Polystictus Zenkeri P. Henn. XXX (1904) 42. 


Polytrichum Stuhlmannii Broth. XXVIII 
(1900) 338. 

Poria daedaliiformis P. Henn. XXVIII (4900) 
324. 


— setulosa P. Henn. XXVIIT (4900) 321. 

Porphyranthus Engl. XXVI (1899) 367. 

— Zenkeri Engl. XXVI (1899) 367. 

Portea Silveirae Mez XXX Beibl. 67 (4904) 4. 

Pourthiaea parvifolia E. Pritzel XXIX (1900) 

389. 
Prenanthes vitifolia Diels XXIX (1904) 634. 
Prescottia crassicaulis Lehm. et Krzl. XXVI 
(1899) 504. 

Primula Rosthornii Diels XXIX (1900) 520. 

Protarum Engl. XXX Beibl. 67 (4904) 42. 

— Sechellarum Engl. XXX Beibl. 67 (1904) 

42. 

Protea angolensis Welw. var. albiflora 
ingl, XX VII (1900) 880, XXX (1901) 
206, 

cedromontana Schitr, XXVIL (4899) 109. 

— Goetzeana Engl. XXX (1904) 298. 

Heckmanniana Mngl XXX (4904) 300. 

kingaensis Engl. XXX (1904) 297. 

linearifolia Engl. XXX (1904) 296, 

praticola Engl. XXX (4904) 297. 

rubrobracteata Engl. XXX (1904) 299. 

triandra Schltr, XXVII (4899) 440, 

uhehensis Engl. XXVII (1900) 380, 

- Wentzeliana Engl. XXX (1901) 298. 


7 


Protococcus — Pyronema. 


Protococeus Goetzei Schmidle XXX (1991) | 


252. 
Psalliota microsperma P. Henn. XXX (1901) 
52. 
Pseudoblepharis 
(4904) 444. 
Pseudolachnostylis Pax XXVIII (1899) 49. 
— Dekindtii Pax XXVIII (4899) 20. 
— maprouneaefolia Pax XXVIII (1899) 20. 
Pseudo-Rhodiola Diels (n. sect. generis Sedi) 
XXIX #(1900)5360. 


coerulea Lindau XXX 


Psilotrichum densiflorum Lopr. XXX (1901) | 


440. 
— Robecchii Lopr. XXVII (4899) 60. 
— Ruspolii Lopr. XXVII (1899) 59. 
— villosiflorum Lopr. XXVI (1899) 59. 


Psoralea Wilmsii Harms XXVI (1899) 286. | 


Psychotria adafoana K.* Schum. XXVIII 
(1899) 90. 

aemulans K. Schum. XXVII (4899) 95. 

batangana K. Schum. XXVIII (4899) 94. 

cyanopharynx K. Schum. XXVIII (4899) 
90. 

dimorphophylla K. Schum. XXVIII (4899) 
on, 

ebensis K. Schum, XXVIII (4899) 91. 

erythropus K. Schum. XXVIII (1899, 92. 

euchlora K. Schum. XXVIII (1899) 92. 

globiceps K. Schum. XXVIII (1899) 93. 

ischnophylla K.Schum. XX VIII(1899) 93. 

minimicalyx K.Schum. XXVIII (1899) 94. 

oligocarpa K. Schum. XXVIII (1899) 95. 

ovato-oblonga K.'Schum. XXVIII (1899) 
96. 

perbrevis K. Schum. XXVIII (4899) 96. 

piolampra K. Schum. XXVIII (4899) 97. 

Poggei K. Schum. XXVIII (4899) 97. 

potamophila K. Schum, XXVIII (4 899) 97. 

pygmaeodendron K. Schum. XXVIII 
(1899) 98. 

refractiflora K.Schum. XXVIII (4899) 98. 

refractiloba K.Schum. XX VIII (1899) 99. 

Sadebeckiana K. Schum. XXVII (1899, 
99: 

stigmatophylla K. Schum. X X VIII (4899) 
400. 

tananarivana K. Schum. XXVIII (1899) 
400. 

Pteris cretica L. var. Rosthornii Diels X XIX 

(1900) 202. 
Pterocarpus Antunesii (Taub.) Harms XXX 
(1904) 89. 
— Dekindtianus Harms XXX (1901) 89. 
— Zenkeri Harms XXVI (1899) 299. 


| — Cardaminis 


30 


Pteronia ambrariifolia Schltr. XX VII (1399) 
498. 

Pterostemma Krzl. XX VI (1899) 489. 

— antioquiense Lehm. et Krzl. XX VI (4899) 
489. 

Puceinia andina Diet. et Neg. XX VII (4899) 4. 


| — Barri Aranae Diet. et Neg. XX VII (1899) 


7:49. 
bellidifoliae Diet. XXVII 
(1899) 4. 
Cardaminis cordatae Diet. et Neg. XX VII 
(1899) 4. 
Caricis haematorrhynchae Diet. et Neg. 
XXVI (4899) 3. 
exhausta Diet. XXVIII (4900) 283. 
japonica Diet. XX VIII (1900) 283. 
Kusanoi Diet. XX VII (4899) 568, XXVIII 
(1900) 261. 
Lactucae Diet. XXVIII (1900) 285. 
Macrachaenii Diet. et Neg. X X VIT (1899) 6. 
Majanthemi Diet. XXVIII (1900) 285. 
Miyoshiana Diet. XX VII (1899) 569. 
nipponica Diet. XXVIII (1900) 284. 
Patriniae P. Henn. XXVIII (1900) 264. 
Pavoniae P. Henn. XXVIII (1900) 348. 
Piptochaetii Diet. et Neg. XX VIT (1899) 3. 
Placeae Diet. et Neg. XXVII (1899) 2. 
quillensis Diet. et Neg. XX VII (1899) 5. 
Pucciniastrum Coriariae Diet. XX VIII (4900) 
286. 
— (Thekspora) Filicum Diet. XXVIT (1899) 
567. 
Pucciniostele Tranzschel et Komarow XX VII 
(1899) 564. 
— Clarkiana (Barcl.) Diet. XXVII (1899) 
564. 
Puelia acuminata Pilger XXX (1904) 425. 
— Schumanniana Pilger XXX (4904) 126. 
— subsessilis Pilger XXX (1901) 124. 
Pupalia Robecchii Lopr. XXVII (4899) 55. 
Pyenocoma Zenkeri Pax XXVI (4899) 329. 
Pycnostachys linifolia Gürke XXX (1904) 
397. 
— uliginosa Gürke XXX (4901) 396. 
Pycreus Fernandezianus C. B. Clarke XXX 
Beibl. 68 (1904) 5. 
— grammicus C. B, Clarke XXX Beibl. 68 


(1904) 6. 

— Lagunetto C. B. Clarke XXX Beibl. 68 
(1901) 8. 

— melanostachys C. B. Clarke XXX Beibl.68 
(4901) 6. 

— nematodes C. B. Clarke XXX Beibl. 68 
(1901) 5. 

| Pyronema omphalodes (Bull. Fuck. var. 

camerunensis P. Henn. XXX (1904) 


Pterolobium Rosthornii Harms XXIX (1900) | 


4410, 


40, 
3% 


36 


@uercus clathrata v. Seem. XX VII Beibl. 64 
(4900) 45. 

Dielsiana v. Seem. XXIX (4900) 294. 

dolichocarpa v. Seem. XXVII Beibl. 64 
4900) 44. 

durifolia v. Seem. XXIX (4900) 95. 

glauca Thunb. var. hypargyrea v. Seem. 
XXIX (4900) 293. 

glaucophylla v. Seem, XXIX (4900) 95. 

heliciformis v. Seem. XXVII Beibl. 64 
1900) 45. 

ilicifolia Koorders et Valeton 
Beibl. 64 (1900) 48. 

Koordesii vy. Seem. XXVII Beibl. 64 
(4900) 46. 

lineata Bl. var. macrophylla v. Seem. 
XXIX (4900) 294. 

oligodonta v. Seem. XXIX (4900) 96. 

poculiformis v. Seem. XXVII Beibl. 64 
(4900) 43. 

Pringlei v. Seem. XXIX (1900) 96. 

pyriformis v. Seem. XXVII Beibl. 64 
(1900) 47. 


XXVH 


Randia chloroleuca K. Schum. XXVIII 
(1899) 62. 

cladantha K. Schum. XXVIII (4899) 62. 

clathrodendron K, Schum. XXVIII (1900 
490. 

Henryi E. Pritzel XXIX (1904) 581. 

— microphylla K.Schum, XXVIII (1899) 64. 

- Monteiroae K. Schum. XXVIII (4899) 63. 

physophylla K.Schum, XXVIII (4899) 64. 


489. 
spec. XXIX (4904) 581, 

Rawsonia reticulata Gilg XXX (1904) 357. 
Rehmannia glutinosa (Gärtn.) Libosch, var. 
typica XXIX (1900) 569. 

— — — var, Hemsleyana Diels XXIX 
(4900) 569. 
araneosus 
(4900) 3. 


Restio Mast. XXIX Beibl. 


troposepala K. Schum. XXVIII (4900) | 


66 | 


cirratus Mast, XXIX Beibl. 66 (4900) 5. | 


coactilis Mast. XXIX Beibl. 66 (4900) 3. | 


consimilis Mast, XXIX Beibl. 66 (1900) 4. 
dimorphostachyus Mast. XXIX Beibl. 66 
(1900) 2. 


ejuncidus Mast. XXIX Beibl. 66 (1900) 2. 


exilis Mast. XXIX Beibl, 66 (1900) 6, 

gossypinus Mast. XXIX Beibl. 66 (1900) 3. 

intricatus Mast. XXIX Beibl. 66 (4900) A. 

penicillatus Must, XXIX Beibl. 66 
1900) 5. 

pondoensis Mast, XXIX Beibl, 66 (4900) 5. 


procurrens Mast. XXIX Beibl, 66 (4900) 8, | 


Quercus — Rhytisma. 


Restio productus Mast. XXIX Beibl. 66 
(1900) 5. 

scaber Mast. XXIX Beibl. 66 (4900) 4. 

sparsus Mast. XXIX Beibl. 66 (4900) 2. 

spiculatus Mast. XXIX Beibl. 66 (1900) 4. 

stereocaulis Mast. X XIX Beibl. 66 (1900) 4. 

trichocaulis Mast. X XIX Beibl. 66 (1900) 6. 

virgeus Mast. XXIX Beibl. 66 (1900) 4. 

Rhabdostigma Schlechteri K. Schum. X XVIII 
(1899) 68. 

Rhamnus heterophyllus Oliv. var. oblongi- 
folius E. Pritzel XXIX (1900) 459. 

— Rosthornii E. Pritzel X XIX“ (1900) 459. 

Rheum sp. XXIX (4900) 314. 

Rhizalpinia K. Schum. XXVII (4899) 297. 


| Rhododendron chionophyllum Diels XXIX 


(1900) 512. 
coeloneurum Diels XXIX (4900) 543. 
Farrerae Tate y. mediocre Diels XXIX 
(1900) 544. 
— — 6, typicum Diels XXIX (1900) 544. 
mandarinorum Diels XXIX (1900) 510. 
platypodum Diels XXIX (4900) 544. 
Pritzelianum Diels XXIX (1900) 540. 
Rosthornii Diels XXIX (4900) 509. 
— spec. XXIX (1900) 544, 512, 
Rhus Henryi Diels XXIX (1900) 432. 
— sinica Diels XXIX (4900) 432. 
— Toxicodendron L. var. hispida Engl. 
n. var. XXIX (1900) 433. 


— 


Rhynchanthera glabrescens Pilger XXX 
(4904) 480. 

Rhynchosia Buchananii Harms X XVI (1899) 
304. 


Buettneri Harms XXX (1904) 90. 
Dekindtii Harms XXX (1901) 90. 
Dielsii Harms XXIX (1900) 448. 
Fischeri Harms XXVI (4899) 305. 
Goetzei Harms XXVIII (4900) 409. 
glutinosa Harms XXVI (1899) 305. 
Holstii Harms XXVI (1899) 306. 
komatiensis Harms XXVI (1899) 306, 
longipes Harms XXVI (1899) 306. 
pycnantha Harms XXX (1901) 332, 
Schweinfurthii Harms XXVI (4899) 307. 
sericosemium Harms XXX (4904) 9. 
Stuhlmannii Harms XXVI (4899) 308. 
teramnoides Harms XXVI (4899) 807, 
Rhynchospora pluricarpa Pilger XXX (1901) 
142. 
velutina ‘Nees, Bekl. forma glabrescens 
XXX (4904) 148. 

Rhynchotropis Harms XXX (4901) 86. 
— Dekindtii Harms XXX (4904) 87. 

- Poggei (Taub.) Harms XXX (4904) 86. 
Iihytisma Lonicerae P. Henn. XXVII (1900) 
277, 


Ribes — Saxifraga. 31 


Ribes Rosthornii Diels XXIX (1900) 378. 


4904) 45. 

Rinorea khutuensis Engl. XXVIII (4900) 436. 

Riocrenxia longiflora K. Schum. XXVIII(41900 
459. 

— splendida K. Schum. XXVIII 4900 460. 

Rodriguezia obscura Lehm. et Krzl. XXVI 
4899) 488. 

Roella arenaria Schltr. XXVII (1899) 193, 

— compacta Schltr. XXVII 4899) 493; 

Roeperocharis Wentzeliana Krzl. XXX (1904 
283. 

Romulea hirsuta Eckl. var. aurantiaca Schltr. 
XXVII (1899) 90. 

— hirta Schltr. XXVII (1899) 91. 

Rosa Davidii Crép. var. subinermis Focke 
XXIX (1900) 405. 

— — — var. pungens Focke XXIX (4900 
406. 

Rotala mexicana Cham. et Schlecht. forma 
major XXX (4904) 477. 

Roupala pallida K. Schum. XXX Beibl. 67 
4904) 29. 

Rourea albido-flavescens Gilg XXX 1901 
316. 

— Goetzei Gilg XXVIII (4900) 394. 

— macrantha Gilg XXVIII (4900) 393. 

Royena Goetzei Gürke XXX (4901) 372. 

— Nyassae Gurke XXX (4901) 373. 

— pentandra Gürke XXVI (1898) 64. 

— Wilmsii Gürke XXVI 4898 60. 

Rubia Schumanniana E. Pritzel XXIX (1901 
583. 


Rubus ampelinus Focke XXIX 1900) 396. | 


— amphidasys Focke XXIX (1900 396. 

— eugenius Focke XXIX (1900) 393. 

— euleucus Focke nov. nom. XXIX (4900, 
397. 

— flagelliflorus Focke XXIX (4900, 393. 

— Giraldianus Focke XXIX (1900) 404. 

— innoxius Focke XXIX (1900) 395. 

— irenaeus Focke XXIX (1900 394. 

— kingaensis Engl. XXX (4904, 343. 

— mesogaeus Focke XXIX 41900) 399. 

— — — var. oxycomus Focke XXIX 1900) 
399. 

—- modicus Focke XXIX (1900) 399. 

— niveus Thunb. subsp. inopertus Focke 
n. subspec. XXIX 1900) 400. 

— pacatus Focke XXIX 1900) 395. 

— — — var.alypus Focke XXIX (1900) 395. 

— rungwensis Engl. XXX (4904) 344. 

— sepalanthus Focke XXIX (4900) 394. 

— Stuhlmannii Engl. XXVI (4899) 374. 

— teledapos Focke XXIX ‘1900 398. 

— ulugurensis Engl. XXVI (4899) 374. 


| Rubus ulugurensis Engl. var. Goetzeana 
Rimbachia? camerunensis P. Henn, XXX | 


Engl. XXVIII (4900) 393. 


— xanthoneurus Focke XXIX (1900) 392, 


_ Rutidea albiflora K. Schum. XXVIII (1899) 87. 


| Sabia Schumanniana Diels XXIX (1900) 454. 


Sabicea arborea K.Schum. XXVIII ‘1899 58, 
488. 


| — trigemina K. Schum. XXVIII (4899) 59. 
| Saintpaulia Goetzeana Engl. XXVIII 4800 


484. 


| — pusilla Engl. XXVIII (1900) 484. 
' Salix aemulans v. Seemen XXIX Beibl. 65 


(1900) 28. 

— Bockii v. Seemen XXIX (1900, 278. 

— crateradenia v. Seemen XXVII Beibl. 64 
4900) 9. 


we cyclophylla v. Seemen XXX Beibl. 67 


4904) 4. 
— dictyoneura v. Seemen XXIX (4900) 275. 
— dolichostyla v. Seemen XXX Beibl. 67 
4904) 39. 
— Faurieiv. Seemen XXX Beibl. 67 (4904 40. 
— pseudolapponum v. Seemen XXIX Beibl. 
65 (1900) 28. 


' —— Rosthornii v. Seemen XXIX (4900) 276. 


— Shiraii v.Seemen XXX Beibl. 67 (4901 40. 
— Wilmsii v. Seemen XXVI Beibl. 64 
4900) 9. 
Salvia japonica Thunb. +. 
XXIX (1900, 558. 
— — — 7. gracillima Diels XXIX 1900 55 
— mandarinorum Diels XXIX (4900) 55 
— mattogrossensis Pilger XXX (1904) 18 
— Woodii Gürke XXVI (4898) 76. 
Sanicula rugulosa Diels XXIX 4900 
Satyrium kermesinum Krzl. XXX (4901 
— miserum Krzl. XXX (4901) 284. 
— monophyllum Krzl. XXX (14901) 284. 
— Coriophoroidea) nyassense Krzl. XXVIII 
4900) 478. 
— setchuenicum Krzl. XXIX 11900 266. 
Saussurea Baroniana Diels XXIX (1904) 625. 
— dolichopoda Diels XXIX (1904) 623. 
— microcephala Diels XXIX (4904) 624. 
— obvallata Wall. var. orientalis Diels 
XXIX (1904) 623. 


pinnata Diels 


8. 
1: 


ie) 


491. 
283. 


. — Rosthornii Diels XXIX (1901) 625. 


— — — yar. sessilifolia Diels XXIX 1904) 
625. 

Saxifraga atrata Engl. var. subcorymbosa 
Engl. XXIX (1900; 364. 

— gemmigera Engl. XXIX (1900) 366. 

— Giraldiana Engl. XXIX 1900) 365. 

— — — var. Biondiana Engl. XXIX 1900 
366. 


a) 


HD 


Saxifraga Giraldiana Engl. var. hupehensis 
Engl. XXIX (1900) 266. 

— Josephi Engl. XXIX (1900) 366. 

— sarmentosa L. var. immaculata Diels 
XXIX (1900) 364. 

— sibirica L. var. Bockiana Engl. XXIX 
(1900) 364. 

Schefflera megalobotrya Harms XXIX (4900) 
486. 

— Stuhlmannii Harms XXVI (4899) 243. 

Schefflerodendron Harms XXX (4904) 87. 

— adenopetalum {Taub.) Harms XXX (4904) 
88. 

— usambarense Harms XXX (1901) 88. 

Schima argentea E. Pritzel XXIX (4900) 473. 

Schistocarpha eupatorioides (Fenzl) Hieron. 
XXVIII (4904) 627; XXIX (1900) 63. 

Schizandra glaucescens Diels XXIX (1900) 


323. 
Schizoglossum alpestre K. Schum. XXX 
(4904) 384. 


— Goetzei K. Schum. XXVIII (4900) 455. 
— lividiflorum K. Schum. XXVIII (4900) 454. 
— seyphostigma K. Schum. XXX (4901) 384. 
— viridulum K. Schum. XXVII (4900) 455. 
Schkuhria abrotanoides Roth var. pomas- 
quiensis Hieron. XXIX (4900) 53. 
Schoepfia spec. XXIX (4900) 306. 
Schrebera americana (Zahlbr.) Gilg 
(4904) 74, 
— argyrotricha Gilg XXX (4904) 74. 
Goetzeana Gilg XXVIII (4900) 450. 
Holstii Gilg XXX (4904) 72. 
— latialata Gilg XXX (1904) 73. 
obliquifoliolata Gilg XXX (1904) 72. 

- oligantha Gilg XXX (1904) 74. 
platyphylla Gilg XXVIII (4900) 449, 
tomentella (Welw.) Gilg XXX (1904) 74. 

- Welwitschii Gilg XXX (1904) 73. 

Schubea Pax XXVIII (4899) 22. 

- heterophylla Pax XXVIII (1899) 23. 

Schwartzkopffia Krzl. XX VIL (4900) 177. 

- Buettneriana Krzl. XX VII (4900) 477. 

sinensis Engl. XXIX (4900) 234. 

Scirpus asper Presl. var, polystachya C. B, 
Clarke XXX Beibl, 68 (4904) 36. 

— cernuus Vahl var, 8. dura C, B, Clarke 


XXX 


Scindapsus ? 


XXX Beibl. 68 1901) 29. 

Philippi GC. B. Clarke XXX Beibl, 68 
(1904) 32, 

riparius Presl var, 8. tereticulmis C, B. 


Clarke XXX Beibl, 68 
Rosthornit Diels XXIX 
Pilger XXX 
Scleria cuyabensis Pilger 

pusilla Pilger XXX 
XXX 


1901) 36, 
1900) 228, 
(1904) 149. 
XXX (1904) 
1904) 144 
1901) 445, 


xerophilus 


violacea Pilger 


144, | 


Saxifraga — Senecio. 


Scleroderma Zenkeri P. Henn. XXX (1904) 57. 
Sclerotinia Shiraiana P. Henn. XXVIII (4900) 
278. 
Sclerotium acicolaP. Henn. XX VIII (4900) 280. 
Scolopia Stuhlmannii Warb. msc. XXVIII 
(4900) 438. 
— theifolia Gilg XXX (1904) 359. 
Scorodophloeus Harms XXX (1904) 77. 
— Zenkeri Harms XXX (4901) 78. 
Scutellaria pusilla Gürke XXX (14901) 393. 
— violascens Gürke XXX (1904) 392. 
Scytonema Bohneri Schmidle XXX (1904) 60. 
Sebaea Burchellii Gilg XXVI (1898) 89. 
— caladenia Gilg XXVI (1898) 89. 
chironioides Gilg XXVI (4898) 404. 
gariepina Gilg XXVI (1898) 90. 
hymenosepala Gilg XXVI (1898) 89. 
leiostyla Gilg XXVI (1898) 97. 
macrantha Gilg XXVI (1898) 94. 
macrophylla Gilg XXVI (4898) 96. 
macrosepala Gilg XXVI (4898) 94. 
macrostigma Gilg XXVI (1898) 93. 
mirabilis Gilg XXVI (1898) 92. 
oreophila Gilg XXX (4904) 377. 
polyantha Gilg XXVI (4898) 95. 
pratensis Gilg XXX (1904) 377. 
ramosissima Gilg XXVI (1898) 9. 
Schinziana Gilg XXVI (4898) 95. 
schizostigma Gilg XXVI (4898) 93. 
sedoides Gilg XXVI (1898) 98. 
semialata Gilg XXVI (1898) 97. 
stricta Gilg XXVI (4898) 90. 
Thodeana Gilg XXVI (1898) 96. 
Woodii Gilg XXVI (4898) 94. 
Securinega Schlechteri Pax XXVIII (1899) 48. 
Sedum bracteatum Diels XXIX (1900) 362, 
— Henryi Diels XXIX (1900) 364. 
-— Rosthornianum Diels XXIX (1900) 361. 
— sarmentosum Bge. f. major Diels XXIX 
(1900) 362. 
— sinicum Diels XXIX (1900) 361. 
— valerianoides Diels XXIX (1900) 360. 
Seemannia Regnelliana Fritsch XXIX Beibl. 
65 (1900) 13. 
Selaginella Goetzei Hieron, XXX (1904) 265. 
Selago Goetzei Rolfe XXX (4904) 402. 
— namaquensis Schltr. XXVII (1899) 189. 
- phyllopodioides Schltr, XX VIL (1899) 190, 
Senecio Aschersonianus Hieron, XX VIL (41904 ) 
642. 
— breviligulatus Mieron, XX VIH (49014) 639. 
— corazonensis Hieron, XXIX (1900) 73. 
cuencanus Hieron, var, tomentella 
Hieron, XXVIII (4904) 632. 
decompositus Schultz Bip, mser, XXVIII 
(1904) 63%, 


disciformis Hieron, XXIX (4900) 72, 


Senecio — Smilax. 


Senecio dolichopappus ©. Hoffm. XXX (1904) 
438. 
— Eggersii Hieron. XXVIII (1904) 645. 
ellipticifolius Hieron. XXVIII (4904) 637. 
Engleri Hieron. XXVIII (4904) 644. 
Goetzei O. Hoffm. XXVIII (1900) 507. 
Greenmanianus Hieron. XXVIII (4901) | 
643. | 
— — var. subdevestita Hieron. XXVIII 
(4904) 644. 
Gürkei Hieron. XXVIII (1901) 646. 
iscoensis Hieron. XXIX (1900) 70. 
Karstenii Hieron. XXVIII (4904) 644. 
lloénsis Hieron. XXVIII (1904) 636; 
XXIX (1900) 74. | 
lycopodioides Schltr. XX VII (1899) 210. 
Magnusii Hieron. XXVIII (1904) 642. | 
mochensis Hieron. XXVIII (1901) 632; | 
XXIX (1900) 68. 
mojandensis Hieron. XXVIII (4904) 631 ; 
XXIX (1900) 67. 
monanthus Diels XXIX (4904) 621. 
pachyrhizus ©. Hoffm. XXX (4904) 435. | 
patens (Kunth) DC. var. prenanthoidea | 
Hieron. XXVIII (1904) 632. | 
popayanensis Hieron. XXVIII (4901) 638. | 
psiadioides O. Hoffm. XXX (1901) 436. | 
putcalensis Hieron. XXVIII (4901) 635. | 
Sodiroi Hieron. XXIX (1900) 73. 
tener O. Hoffm. XXX (4904) 434. 
trachyphyllus Schltr. XXVIL (4899) 244. | 
trianthemos O. Hoffm. XXX (1904) 437. 
tropaeolifolius O.Hoffın. XXX (1904) 437. 
ukingensls O. Hoffm. XXX (1904) 435. 
ullucosanus Hieron. XXVIII (4901) 636. 
Urbani Hieron. XXVIII (4904) 640. 
ussanguensis O. Hoffm. XXX (1901) 438. 
Sericocoma heterochiton Lopr. XX VII 4899) | 
46. 
— leucoclada Lopr. XXVII (4899) 45. 
Sericocomopsis quadrangula (Engl) Lopr. | 
XXVI (4899) 42. 
— Welwitschii (Bak.) Lopr. XXVII (4899) 42. 
Sericorema (Hook. f ) Lopr. XX VIL (4899) 39. 
— remotiflora (Hook.f.) Lopr. XX VII/4899)40. 
— sericea (Schinz) Lopr. XXVI (4899) 40. 
Sericostachys Gilg et Lopr. XX VII (4899) 50. 
— scandens Gilg et Lopr. XXVI (1899) 51. | 
— tomentosa Lopr. XXVII (1899) 54. 
Serruria Meisneriana Schltr. XXVIT (1899) 
408. 
Sesbania Goetzei Harms XXX (1904) 327. 
Seseli Giraldii Diels XXIX (1900) 497. 
Shiraia P. Henn. XXVIII (1900) 274. 
— bambusicola P. Henn. XXVII (1900) 274. | 
Sigmatostalix Lehmanniana Krzl. XXVI | 
(1899) 480. 


39 


Sinofranchetia Diels XXIX (1900) 343. 
Siparuna apicifera (Tul.) A. DC. var. acutis- 
sima Perk. XXVIII (1904) 697. 

— apiosyce (Mart.) A. DC. var. ruficeps 
(Tul.) Perk. XXVIII (1904) 695. 
argyrochrysea Perk. XXVII (4904) 702. 

caloneura Perk. XXVIII (4904) 681. 
chlorantha Perk. XXVIII (1904) 677. 
chrysantha Perk. XXVIII (1904) 685. 
cinerea Perk. XXVIII (1904) 695. 
colimensis Perk. XXVIII (1904) 682. 
crassiflora Perk. XXVIII (1904) 702. 
cujabana (Mart.) A. DC. var. foliosa 
(Tul.) Perk. XXVIII (1904) 694. 
— — — var. lanceolata: (Tul.) Perk: 
XXVIII (4901) 694. 
davillifolia Perk. XXVIII (4904) 684. 
glossostyla Perk. XXVIII (1904) 704. 
grandiflora (H.B.K.) Perk. XXVIII (4904) 
685. 
griseo-flavescens Perk. XXVIII (4904) 
693. 
harongifolia Perk. XXVIII (4904) 686. 
hylophila Perk. XX VII (4901) 685. 
hypoglauca Perk. XXVIII (1904) 694. 
lepidantha Perk. XXVIII (4904) 701. 
magnifica Perk. XXVIII (1904) 699. 
Mathewsii Perk. XXVIII (1904) 680. 
minutiflora Perk. XXVIII (1904) 674. 
Mourae Perk. XXVIII (1904) 675. 
paralleloneura Perk. XX VIII (1904) 688. 
patelliformis Perk. XXVIII (4901) 692. 
pyricarpa (R. et P.) Perk. XX VIII (19014) 
690. 
riparia (Tul.) A. DC. var. macrophylla 
Perk. XXVIII (1904) 690. 
salvioides Perk. XXVIII (1904) 697. 
Santae Luciae Perk. XX VIII (1904) 677. 
scabra Perk. XXVIII (1901) 684. 
spectabilis Perk. XXVIII (1901) 686. 
steleandra Perk. XXVIII (1904) 700. 
stellulata Perk. XXVIII (4904) 689. 
Sumichrastii Perk. XXVIIT (1904) 682. 
tenuipes Perk. XXVIII (1904) 680. 
ternata Perk. XXVIII (1901) 694. 
tetraceroides Perk. XXVIII (1904) 689. 
tomentosa (R. et P.) Perk. XX VIII (4904) 
694. 
Tulasnei Perk. XXVIII (4904) 688. 
Urbaniana Perk. XXVIII (4904) 683. 
venezuelensis Perk. XXVIII (4904) 679. 
Smilacina n. sp. XXIX (1900) 246. 
Smilax Bockii Warb. XXIX (1900) 259. 
— brevipes Warb. XXIX (4900) 256. 
cinerea Warb. XXIX (4900) 258. 
— cocculoides Warb. XXIX (1900) 257. 
cyclophylla Warb. XXIX (1900) 257. 


40 


Smilax discotis Warb. XXIX (1900) 256. 
glauco-china Warb. XXIX (4900) 255. 
Goetzeana Engl. XXX (1904) 275. 
longipes Warb. XXIX (1900) 256. 
microphylla Wright var. angustifolia 
Warb. XXIX (4900) 259. 
— var. elongata Warb. XXIX (41900) 
259. 
— var. nigrescens 
4900) 259. 
polycolea Warb. XXIX (1900) 257. 
— — var. acuminata Warb. XXIX 
1900) 257. 
trigona Warb. XXIX (1900) 258. 
Smithia Goetzei Harms XXX (4904) 329. 
— megalophylla Harms XXVI (4899) 292. 
Solanum astrochlaenoides Dammer XXVIII 
1900) 476. 
bathocladon Dammer XXVIII (4900) 476. 
Goetzei Dammer XXVIII (4900) 473. 
Magnusianum Dammer XXVII (4900) 
475. 
— monotanthum Dammer XXVIII (1900) 
474. 
Sonchus lasiorhizus O. Hoffm. XXX (1901) 
444. 
— violaceus O. Hoffm. XXX (4904) 443. 
Sopubia cana Harv, var. glabrescens Diels 
XXVI (4898) 423. 
Sphaerostilbe (Sphaerostilbella) lutea P.Henn. 
n. sp. XXX (1904) 40. 
Sphaerotheca Kusanoi P. Henn. et Shir. 
XXIX (4900) 447. 
— Phtheirospermi P. Henn. et Shir. XXIX 
1900) 447. 
Sphaerozosma depressum (Breb.) Rabh. for- 
ma rectangula Schmidle XX VI (41898) 
16. 
Sphaerulina Rhodeae P. Henn, et Shir. XXIX 
(4900) 450. 
Sphagnum amoenum Warnst. XX VII (4899 
252. 
— brachybolax C. Müll. c. fr. 
253. 
eveloeladum Warnst. XX VIT (4899) 257. 
heterophyllum Warnst. X X VII (4899) 254. 
longicomosum C. Miller XXVII (1899) 
257. 
ovalifolium Warnst. var, homoclada 
C. Mall. Warnst, NX VII (4899) 258. 
sordidum C, Müll, in Jitt. NN VIL (4899) 
254. 
subbrachycladum C, Müll, in litt. XX VII 
1899) 255. 
uberythrocalyx C, Müll, in litt, XX VII 
1809) 256, 


Warb. XXIX 


XX VII (1899) 


Smilax — -Steirodiscus. 


Sphenostylis Schweinfurthii Harms XX VI 
(4899) 309. 

— stenocarpa (Hochst.) Harms XX VI (4899) 
309. 

Spilanthes americana (Mutis) Hieron. XX VIII 
(4904) 610; XXIX (4900) 42. 

— Eggersii Hieron. XXVIII (4904) 608. 

— popayanensis Hieron, XXVIII (4904) 610, 

— Sodiroi Hieron. XXVIII (4904) 640; 
XXIX (4900) 42. 

Spiraea Rosthornii E. Pritzel XXIX (41900) 
383. 

Spirogyra Goetzei Schmidle X X X (4904) 251. 

Nyassae Schmidle XXVII (4899) 230. 


‘Spirulina Neumannii Schmidle XXX (490%) 


58. 
Stachyothyrsus Staudtii Harms X XVI (4899) 
277. 
Stachys chrysotrichos Gürke XXVIII (4900) 
316. 
erectiuscula Gürke XXVII (4900) 345. 
pseudonigricans Gürke XXVII (4900) 
345. 
Bachmannii Gürke XXVI (1898) 75. 
Schlechteri Gürke XXVI (1898) 74. 
sessilis Gürke XXVI (1898) 74. 


' — transvaalensis Gürke XXVIII (1900) 316. 


Staphylea spec. XXIX (1900) 447. 


| Stathmostelma bicolor K. Schum. XXVIII 


4900) 457. 


. — odoratum K. Schum. XX VII (4900) 457. 
— pachycladum K. Schum, XXVIII (4900) 


458. 
Staurastrum Engleri Schmidle XX VI (1898) 
56. 
— gracile Ralfs var. subornatum Schmidle 
XXVI (4898) 54. 
— — var, granulosum Schmidle XX VI 
(4898) 51. 
Hieronymusii Schmidle XX VI (4898) 54. 
leptocladum Nordstedt forma XXVI 
(4898) 54. 
limneticum Schmidle XX VI (4898) 52. 
mossambicum Schmidle X XVI (4898) 56. 
protuberans Schmidle XX VI (4898) 50. 
quadrifurcatum Schmidle XXVI (1898) 
57. 
securiforme Schmidle XXVI (4898) 55. 
- seligerum Cleve var, minor Schmidle 
XXVI (1898) 58. 
- var. Nyansae 
4898) 53, 
— subprotractum Schmidle XXV1(1898) 55. 
subtrifurcatum Schmidle X X VI (1898) 56. 
Steirodiscus gamolepis Bolus XX VII (4899) 
216, 
— Schlechteri Bolus XX VIT (4899) 217, 


Schmidle XXVI 


Stelis — "Tetraedron. 


_ Stelis fyrfuracea Lehm. et Krzl. XX VI (4899) 
447. 

pachypus Lehm. et Krzl. XXVI (4899) 
447, 

popayanensis Lehm, et Krzl. XX V1(1899 
448. 


— 


447. 
suaveolens Lehm. et Krzl. XXVI (4899) 
448. 


448. 
Stemmatella Lehmannii 
(1904) 602. 
— Sodiroi Hieron. XXVIII (1904) 601. 
— urticifolia (Kunth) O.Hoffm. msc. XXVIII 
(1904) 603. 
Stenadenium Pax n. gen. XXX (1904) 343. 
— spmescens Pax XXX (4904) 343. 
Stevia Benthamiana Hieron. XXVIII (1901) 
564. 
— — var. pesarensis Hieron. XXVIII 
4904) 564. 
dianthoidea Hieron. XXIX (4900) 4. _ 
Lehmannii Hieron. X\VII (1901) 562. 
tunguraguensis Hieron. XXVIII (1904) 
563. 
. Wageneri Hieron. XXVIII (4904) 562. 
Stichopsora Diet. XXVII (1899) 565. 
— Asterum Diet. XXVII (1899) 566. 
Stietis Kummerae P. Henn. XXVIII (1900) 323. 
Stipa patulifolia Pilger XXVII (4899) 26. 
Stoebe cyathuloides Schltr. XX VIT (4899) 201. 
— kilimandscharica O. Hoffm. var. densi- 
flora O. Hoffm. XXX (4904) 430. 
— sphaerocephala Schltr. XX VII (4899) 202. 
Streptocarpus balsaminoides Engl. var. tenui- 
folia Engl. XXVI (4899) 363. 
Goetzei Engl. XXX (4904) 406. 
Wilmsii Engl. XXVI (1899) 363. 
Stropharia hypholomoides P. Henn, XXX 
(4904) 52. 
lepiotoides P. Henn. XXX (1904) 52. 
Staudtiana P. Henn. XXX (1904) 51. 


Hieron. 


rhynchanthera Lehm. et Krzl. X X VI 899) 


viridi-brunnea Lehm. et Krzl. XX VI 4899) | 


XXVIT | 


41 


Strychnos pauciflora Gilg XX VIIL (4899) 424. 
— sansibariensis Gilg XXVIII (4899) 124. 
— unguacha A. Rich. var. polyantha Gilg 
XXX (1904) 374. 
— xylophylla Gilg XXVIII (4899) 422. 
Stylochiton Zenkeri Engl. XXVI (1899) 424. 
Stylosanthes guyanensis Sw. var. pubescens 
Pilger-XXX (1904) 460. 
Styrax Hemsleyana Diels XXIX (1900) 530. 
— pachyphylla Pilger XXX (4904) 482. 
Sweertia crassiuscula Gilg XXVI (1898) 107. 
curtioides Gilg XXX (4904) 379. 
Engleri Gilg XXVI (4898) 108. 
filicaulis Gilg XXVI (4898) 109. 
minima Gilg XXVI (4898) 408. 
polyantha Gilg XXVI (4898) 109. 
Volkensii Gilg XXVI (4898) 108. 
Sycopsis sinensis Oliv. var. integrifolia Diels 
XXIX (4900) 384. 
Symplocos alata Brand XXIX (1900) 529. 
anomala Brand XXIX (1900) 529. 
setchuensis Brand XXIX (1900) 528. 
stellaris Brand XXIX (1900) 528. 


Syncolostemon, lanceolatus Gürke XXVI 
(1898) 77. 

Syngonanthus caulescens (Poir.) Ruhl, XXX 
(4904) 447. 


Syntriandrium ‚Engl. XXVI (1899) 442. 

— Dinklagei Engl. XXVI (4899) 443. 

— Preussii Engl. XXVI (1899) 442. 

Syringa microphylla Diels XXIX 1900) 534. 

Syzygium guineense (Willd.) DC. forma lati- 
folia XXVIII (4900) 442. 

— — — — forma angustifolia XXVIII 
(4900) 442. 


Tacazzea floribunda K, Schum. XXX (1901 


Struthiola tetralepis Schitr. XX VI[(1899)474. | 


— — — var. glabricaulis Schltr. 
(4899) 174. 
Strychnos brachyura Gilg XXVIII (1899) 
449. 

Carvalhoi Gilg XXVIII (1899) 423. 
chlorocarpa Gilg XXVIII (1899) 120. 
chrysophylla Gilg XXVIII (1899) 449. 
congolana Gilg XXVIII (4899) 120. 
Dewewrei Gilg XXVIII (1899) 449. 
Dinklagei Gilg XXVIII (4899) 121. 
Goetzei Gilg XXVIII (4899) 193, 454. 


XXVII | 


heterodoxa Gilg XX VII (4899) 448, 454. | 


381. 
Tapeinochilus Beccarii K. Schum. XXVII 
(1899) 348. 


densus K. Schum. XXVII (1899) 349. 
globiceps K. Schum. XXVII (1899) 349. 
Lauterbachii K.Schum. XX VII(1899) 348. 
recurvatus K. Schum. XXVI (1899) 349. 
spectabilis (Zipp.) K.Schum. XX VIT (1899) 
348. 
Tecoma Piutinga Pilger XXX (1904) 196. 
Tephrosia aurantiaca Harms XXVIII (1900) 
402. 
Bachmannii Harms XXVI (4899) 286. 
cephalophora Harms XXVIII (4900) 403, 
Heckmanniana Harms XXX (4901) 326. 
paucijuga Harms XXX (1904) 326. 
Tetracarpidium Staudtii Pax XX VI(4899) 329. 
Tetraedron enorme Hansg. var. elegans 
(Hansg.) Schmidle XXVI (4898) 6. 


42 


Tetragonia macrostylis Schltr. XX VII (4899) | Thesium polycephalum Schltr. XX VII (1899) 


124. 
— namaquensis Schltr. XXVII (4899) 
— rosea Schltr. XXVI 4899) 424. 
— virgata Schltr. XXVII (4899) 425. 
Tetrastigma Hemsleyanum Diels et Gilg 

XXIX (1900) 463. 
Teucrium bidentatum Hemsl. var. purpureum 

Diels XXIX (1900) 552. 
— Franchetianum Diels XXIX 


124. 


1900) 554. 


— Goetzei Gürke XXX (1904) 394. 
Thamnochortus Bachmannii Mast. XXIX 
Beibl. 66 (1900) 43. 


canescens Mast. XXIX Beibl. 66 (1900) 42. 

dumosus Mast. XXIX Beibl. 66 (1900) 14. 

membranaceus Mast. XXIX Beibl. 66 
(1900) 44. 

paniculatus Mast. XXIX Beibl.66 (4900) 42. 

pluristachyus Mast. XXIX Beibl. 66 (1900) 
42. 

— sulcatus Mast. XXIX Beibl. 66 (1900) 44. 

Thamnomyces camerunensis P. Henn. XXX 

4904) #1. 

Thea caudata (Wall) Seem. var. 
Kochs XXVII (4900) 583. 
celebica Warburg XXVII (4900) 589. 
cuspidata Kochs XXVII (4900) 586. 


Faberi 


— iniquicarpa (B. C. Clarke msc.) Kochs 
XXVII (4900) 590. 


lasiostyla Warburg XXVII (1900) 582. 

punctata Kochs XX VII (1900) 584. 

rosaeflora Hk.) O. Ktze. var. a. pilosa 
Kochs XXVI (4900) 585. 

— — — var. b. glabra Kochs XXVII 
1900) 585. 

— salicifolia Seem, var. 
XXVII (4900) 583. 

speciosa Kochs XXVII (4900) 597. 

spectabilis (Champ.) Kochs XXVII (4900 
595. 

Thecacoris gymnogyne Pax XXVIII(4899) 20. 

reticulata Pax XX VII (4899 


Warburgii Kochs 


- — — var, 
21. 

Thelephora Amigenatscha P. 
1904) 42. 

— Brauniü P. Henn. XXX 4904, M. 
Schltr, XXVII 4899) 415. 
aristatum Schltr. XXVII (4899) 446. 

- bathyschistum Schltr, XX VII (4899) 446. 
brachygyne Schltr. XXVII (4899) 417. 


XXX 


Henn. 


Thesium affine 


conostylum Schltr, XXVIE 1899) 447. 
dissitifiorum Schltr. XX VII (4899) 148. 
- fallax Schitr, XXVIL (4899) 448, 
foveolatum Schitr. XXVI (4899) 449, 
Goetzeanum Engl. XXX (1904) 306. 
Maximiliani Schltr. XXVI 1899, 149, 
namaquense Schltr, XXVU 1899) 120, 


Tetragonia — Trichomanes. 


420. 
pycnanthum Schltr. XX VII (4899) 420. 
rungwense Engl. XXX (1901) 307. 
ulugurense Engl. XXVIII (1900) 385. 
unyikense Engl. XXX (1904) 306. 
ussanguense Engl. XXX (4904) 305. 
Thuidium ulugurense Broth. XXVIII (1900) 
339. 
Thunbergia argentea Lindau XXX (1904) 
407. 
— exasperata Lindau XXX (1904) 408. 
— squamuligera Lindau XXX (4904) 406. 
Tilia Baroniana Diels XXIX (1900) 468. 
Tiliacora Dinklagei Engl. XXVI (1899) 402. 
—— Lehmbachii Engl. XXVI (1899) 404. 
— odorata Engl. XXVI (1899) 400. 
— Soyauxii Engl. XXVI (1899) 404. 
Tillandsia Augustae regiae Mez XXX Beibl. 67 
(4904) 40. 
goyazensis Mez XXX Beibl. 67 (1904) 14. 
Palmana Mez XXX Beibl. 67 (1901) 9. 
Rothschuhiana Mez XXX Beibl.67 (1904) 8. 
Seleriana Mez XXX Beibl. 67 (1904) 8. 
Tonduziana Mez XXX Beibl. 67 (4904) 9. 
Tinnea Barteri Gürke XXVIII (1900) 314. 
Tinospora Buchholzii Engl. XX VI (1899) 403. 
— mossambicensis Engl. XX VI (1899) 404. 
— Stuhlmannii Engl. XXVI (1899) 404. 
Torenia spicata Engl. var. uhehensis Engl. 
XXVIII (4900) 478. 
Torricellia intermedia Harms XXIX (1900)507. 
Torulinium Poeppigii C. B. Clarke XXX 
Beibl. 68 (1904) 47. 
Trachopogon polymorphus Hack. var. boli- 
viana Pilger XXVII (1899) 22. 


Trentepohlia (Heterothallus)  ellipsicarpa 
Schmidle var. africana Schmidle XXX 
A901) 63. 


Triaspis acuminata Engl. XX VII (4900) 446. 
Tricalysia macrophylla K. Schum. XXVIHI 
1899) 66 
mucronulata K. Schum, XXX (1904) 413. 
subsessilis K. Schum. XXVIIE (1899) 66. 


Trichilia angustior Harms XXX Beibl. 67 
(1904) 34. 
brachythyrsus Harms XXX Beibl. 67 


1904) 32. 
- graciliflora Harms XXX Beibl.67 (1904) 33. 
pyramidata Harms XXX Beibl. 67 (1904) 
32, 
Schumannianı 
4901) 33. 
Trichodesma glabrescens Gürke XXX (1901) 
389, 
Triehomanes Goetzei Hieron, XX VII 4900) 
339, 


Harms XXX Beibl. 67 


Trichosanthes — Valeriana. 


Trichosanthes Rosthornii Harms XXIX (4904) 
603. 
Trichostachys microcarpa K.Schum, XXVIII 
(4899) 88. 
— Soyauxii K. Schum. XXVIII (1899) 89. 
— stenostachys K.Schum. XXVIII (4899) 89. 
Trichostomum Ehrenbergii Lor. var. denti- 
cuspis Broth. XXX (1901) 261. 
Tridax Sodiroi Hieron. XXIX (1900) 54. 
Trifolium ukingense Harms XXX (1904) 324. 
— Wentzelianum Harms XXX (1904) 324. 
Trigonocapnos Schltr. XXVII (1899) 431. 
— curvipes Schltr. XXVII (1899) 132. 
Triosteum himalayanum Wall. var. chinense 
Diels et Graebn. XXIX (1904) 590. 
— intermedium Diels et Graebn. XXIX (1904) 


590. 
— Rosthornii Diels et Graebn. XXIX (1904) 
592. 


Triplochiton K. Schum. XXVIII (1900) 330. 

— scleroxylon K.Schum. XXVIII (1900) 331. 

Triplochitonaceae K. Schum. XXVIII (4900) 
330. 

Tripteris Goetzei O. Hoffm. XXX (4904) 439. 

Tritonia acroloba Harms XXX (1904) 278. 

Triumfetta brachyceras K. Schum. XXVIII 
(1900) 432. 

Trixis proustioides Hieron. XX VIII(4 904) 653. 

Trochila Symploci P. Henn. XXVIII (1900) 
276. 

Tropacolum cuspidatum Fr. Buchenau XX VI 
(1899) 584. 

— luteum Fr. Buchenau XXVI (4899) 583. 

— Warscewiczii Fr. Buchenau XXVI (4899) 
582. 

Tupistra spec. XXIX (1900) 251. 

Turnera dasytricha Pilger XXX (1904) 476. 

Turraea Goetzei Harms XXVIII (1900) 445. 

Tylostemon Engl. XXVI (1899) 389. 

— batangensis Engl. XXVI (4899) 390. 

— crassifolius Engl. XXVI (4899) 390. 

— Dinklagei Engl. XXVI (4899) 389. 

Typhula bipindiensis P. Henn. XXX (4904) 42. 

— phaeosperma P.Henn. XXVIII (4900) 320. 


Uapaca Goetzei Pax XXVIII (1900) 448; | 


var. XXX (1904) 338. 
Uncinula clandestina Bivon. form. n. ja- 
ponica P. Henn. XXIX (4900) 149. 
— Shiraiana P. Henn. XXIX (1900) 448. 
— verniciferae P. Henn. XXIX (1900) 449. 
— Zelkowae P. Henn. XXIX (1900) 449. 
Uragoga ankafinensis K, Schum. XXVIII 
(1899) 106. 
— ceratoloba K.Schum. XXVIII (1899) 405. 
— hexamera K,.Schum. XXVIII (1899; 104. 


1 


| 
| 
| 


| 
| 


43 


Uragoga lateralis K. Schum. XXVIII (1899) 
405. 
— scaphus K. Schum, XXVIII (4899) 404. 
— subipecacuanha K.Schum. XXVIII (1899) 
406. 
Uredo australis Diet. et Neg. XX VII (1899) 15. 
— (Pucciniastrum?) Boehmeriae Diet. 
XXVIII (1900) 290. 
Chascolythri Diet. et Neg. XXVII (1899) 
45. 
Inouyei P. Henn. et Shir, XXVIII (4900) 
263. 
ochracea Diet. XX VII (4899) 572. 
Oenanthes Diet. XXVIII (1900) 290. 
Panici Urvilleani Diet. et Neg. XXVII 
(1899) 45. 
Pellaeae Diet. et Neg. XXVII (4899) 15. 
peucana Diet. et Neg. XXVII (1899) 15. 
Rubiae Diet. XXVIII (1900) 290. 
solaninum P. Henn. XXVIII (1900) 349. 
solitaria Diet. et Neg. XXVII (1899) 16. 
Uromyces aberrans Diet. XXVIII (4900) 284. 
— crassipes Diet. et Neg. XXVII (4899) 2. 
Duseni Diet. et Neg. XXVII (1899) 4. 
Klugkistianus Diet. XX VII (4899) 570. 
Pozoae Diet. et Neg. XXVII (1899) 4. 
truncicola P. Henn. et Shir. XX VIIT/1900) 
260. 
— Tulipae Diet. XXVIII (4900) 282. 
Urophyllum chloranthum K. Schum. XX VIII 
(4899) 57, 488. 
— xanthorrhoeum K.Schum. XXVIII(1899) 
58. 
Urtica fissa E. Pritzel XXIX (1900) 301. 
Ustilago filiformis P. Henn. XXX (4904) 254. 
— Shiraiana P. Henn. XXVIII (4900) 260. 
Utricularia brachyceras Schltr. XX VIT {1899 
494. 
— Meyeri Pilger XXX (4904) 494. 


Waccinium laetum Diels XXIX (1900) 516. 
— mandarinorum Diels XXIX (1900) 516. 
Valeriana alophis Graebn. XXVI (1899) 432. 
— amphilophis Graebn. XX VI (1899) 433. 
catharinensis Graebn. XX VI (4899) 427. 
Glaziovii Graebn. XX VI (1899) 435. 
gonatolophis Graebn. XX VI (4899) 432. 
helictes Graebn. XXIX (1901) 600. 
hiemalis Graebn. XXIX (4904) 600. 
Hieronymi Graebn. XXVI (4899) 431. 
Itatiaiae Graebn. XX VI (1899) 435. 
knautioides Graebn. XXVI (4899) 427. 
leptothyrsos Graebn. XX VI (4899) 425. 
Lindaviana Graebn. XX VI (4899) 426. 
Rosthornii Graebn. XXIX (1904) 599. 
tuberifera Graebn. XXVI (4899) 428, 


41 


Valeriana Ulei Graebn. XXVI (1899) 436. 


| 


Vanguiera adenodonta K. Schum. XXX | 


(1904) 444. 
armata K. Schum. XXVIII (4899) 69, 
cana K. Schum. XXVIII (4899) 69. 
dasyothamnus K. Schum. XXVIII (4899) 

70. 
lichenoxenos K. 

70, 493. 
monantha K.Schum. XXVIII (4900) 493. 
nodulosa K. Schum. XXVIII (1899) 74. 
obtusifolia K.Schum. XXVIII(1900) 493. 
oxyantha K. Schum. XXVIII (4899) 72. 
rubiginosa K. Schum. XXVIII (4899) 72. 
Vanhouttea Gardneri (Hook.) Fritsch XXIX 

Beibl. 65 (1900) 44. 
— — — — var. hirtella Fritsch 
Beibl. 65 (1900) 14. 
— lanata Fritsch XXIX Beibl. 65 (1900) 46. 
— salvifolia (Gardn.) O. Ktze. var. parvi- 
flora Fritsch X XIX Beibl. 65 (1900) 46- 
\aucheria repens Hass. (Klebs) forma nasuta 
XXX (1904) 64. 
Verbesina Eggersii Hieron. XX VIII (4901)644 
— Halli Hieron. XXIX (1900) 43. 
inuloides Hieron. XXIX (1900) 45. 
Lehmannii Hieron. XXVIII (1904) 612° 
lloönsis Hieron. XXVIII (4904) 644 

XXIX (1900) 45. 

— — var.lobata Hieron. XXIX (41900) 46 
Sodiroi Hieron. XXIX (1900) 44. 
Vernonia amp la O. Hoffm. XXX (4901) 423 
— Bockiana Diels XXIX (4904) 608. 
bracteosa O. Hoffm. XXX (1904) 424. 
chimborazensis Hieron. XXVIII (4904) 

559. 

Cotoneaster (Willd.) Lessing var. pungen 

Hieron. XXVIII (41904) 559. s 
- Goetzeana O. Hoffm. XXVII (4900) 503 
leucocalyx O. Hoffm. XXX (4904) 422. 
— lugarensis O. Hoffm. XXX (4904) 425. 
obtusata Less. var. angustata Pilger 

XXX (1904) 204. 
polyura O. Hoffm. XXX (1904) 422. 
scabrifolia O. Hoffm, XXX (1904) 424. 

- Sodiroi Hieron. XXIX (1900) 4. 

sphaerocalyx O. Hoffm, XXX (1904) 423. 

- suaveolens Kunth var. hirsuta Hieron, 
XXIX (4900) 4. 
usafuensis O, Hoflm. 

Viburnum Bockii Graebn, 


Schum, 


XXIX 


XXX (1904) 495, 
X XIX (1904) 585. 


chinshanense Graebn. XXIX (1904) 585, 


Dielsii,Graebn, XXIX (1904) 588, 

erosum Thunb,'var, setchuenense Graebn. 
NNIN (1904) 589, 

fallax Graebn, X XIX (4901) 586, 

lobophyllum Graebn, XXIX 4904) 589, 


XXVIII (4899) 


= Buchneri Harms XXVI 


Valeriana — Werneria. | 


| Viburnum Prattii Graebn. XXIX (4904) 584, 


propinquum Hemsl. var. parvifolium 
Graebn. XXIX (1904) 587, 
rectangulatum Graebn. XXIX (4901) 588. 
Rosthornii Graebn, XXIX (4904) 586. 
— — var. xerocarpa Graebn, oe 
(1904) 586. 
sympodiale: Graebn, X XIX (1904) 587. 
Willeanum Graebn. XXIX (4904) 589. 
Vigna Antunesii Harms XXX (4904) 92. 
(1899) 340. 
— bukobensis Harms XXX (1904) 92. 
Dekindtiana Harms XXX (4904) 93. 
Fischeri Harms XXVI (4899) 340. 
Holstii Harms XXVI (1899) 344. 
Junodii Harms XXX (4904) 93. 
macrantha Harms XXX (1904) 93. 
micrantha Harms XXVI (4899) 344. 
StuhImannii Harms XXX (1904) 94. 
Viguiera chimboénsis Hieron. X XIX (1900)38. 
—  Lehmannii Hieron. XXVIII (4904) 607. 
Viola abyssinica Steud. var. ulugurensis Engl, 
XXVIII (4900) 437. 


| — Rosthornii E. Pritzel XXIX (4900) 477. 


Viscum Goetzei Engl. XXX (4904) 304. 
Vismia Glaziovii Ruhl. XXX Beibl. 67 (1901) 
27. 
Vitex Goetzei Gürke XXVIII (4900) 464, 
— iringensis Gürke XXVIII (4900) 464. 
— quadrangulus Gürke XXVIII (1900) 463. 
Vitis armata Diels et Gilg XXIX (1900) 462, 
— betulifolia Diels et Gilg XXIX (4900) 464. 
— pentagona Diels et Gilg XXIX (1900) 460. 
— trichoclada Diels et Gilg X XIX (1900) 464. 
Volvaria glutinosa P. Henn. XXVIII (1900) 
324. 
Vriesea modesta Mez XXX Beibl. 67 (4904) 7. 
~~ Mülleri Mez XXX Beibl. 67 (4904) 7 


Wuühlenbergia capillacea (Thunb.) A. DC. 

var. tenuior Engl. XXX (4904) 448. 

— psammophila Schltr. XXVIT (1899) 4 92. 
- rivularis Diels XXVI (4898) 444. 

Watsonia longicollis Schltr. XX VIL(4899)1 06, 

Wedelia Eggersii Hieron, XX VIII (4904) 604. 

Weihea? rotundifolia Engl. XXVIII (4900) 


440. 
Weinmannia goyazensis K. Schum, XXX 
Beibl. 67 (1904) 29. 


Welwitschiina Engl. XXVI (4899) 446. 


macrophylla (Hiern) Engl. XXVI (1899) 
416. 
Werneria caulescens ‘Wedd, Hieron, XXIX 
4900, 74, 


Lehmannit Hieron. XX VIT 1904 
rosea Hieron, NXVITL 1904) 648, 


647, 


Wikstroemia — Zythia. 45 


Wikstroemia stenophylla E. Pritzel XXIX | Zaluzania quitensis Hieron. X XIX (1900) 37. 


1900 (480). 
Woodsia Rosthorniana Diels XXIX (4900 
187. 
Wulffia Sodiroi Hieron. XXIX (1900) 34. 
Wurmbea Goetzei Engl. XXX 4904) 272. 


Manthidium cristatum Breb. var. Delpontei 
Roy f. africana Schmidle XX VI (1898 
42. 

Xysmalobium dolichoglossum K. Schum. 
XXVIII (4900) 456. 

Xyris brunnea Nilss, XXX (4904) 274. 

— capensis Thunb. 6. nilagirensis (Steud. 
Nilss. XXX (4904) 274. 


Zaluzania nonensis Hieron, XXIX (4900) 36. 


_ — Sodiroi Hieron. XXIX (1900) 35. 
‚ Zaluzianskya gilioides Schltr. XX VII (4899) 


182. 


| — violacea Schltr. XXVII (1899) 483. 
_ Zingiber brevifolium K.Schum. XX VII (4899) 


268. 


| — macradenia K.Schum. XX VII (1899) 269. 
' — macrocephalus (Zoll.) K. Schum, XX VIT 


(1899) 269. 


, — striolatum Diels XXIX (4900) 262. 
Xymalos usambarensis Engl. XXX (1904)340. | 


Zizyphus Jujuba Lam. forma obliquifolia 
Engl. XXVIII(1900)426; XXX (1904) 
391. 

Zornia reptans Harms XXVIII (4900) 406. 


. Zygodon dioicus Broth. XXX (1904) 262. 


Zygophyllum teretifolium 
(1899) 459. 


Schltr. XX VII 


| Zythia stromaticola P. Henn, et Shir, XX VIH 


(1900) 279. 


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